Marry Me – Verheiratet auf den ersten Blick

Ein Vorwort

Fast pünktlich zum Valentinstag wurde es wieder Zeit für eine Romanze auf der großen Kinoleinwand. Das hat sich wohl auch Universal und haute mit Marry Me genau den richtigen Film dafür raus. Nachdem der Trailer bereits sehr vielversprechend aussah, zog es mich auch außerhalb des Tages für alle Pärchen ins Kino. Wie mir der Film gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Die Popikone Kat Valdez (Jennifer Lopez) und ihr Freund Bastian (Maluma) wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert (Owen Wilson) aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter (Chloe Coleman) beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann.

Meine Meinung

Romantische Komödien können mich eigentlich nur abholen, wenn sie sich wirklich Mühe geben. Natürlich werden viele Klischees reproduziert, aber wenn sie darüber hinaus eine eigene Idee haben, gebe ich ihnen ja gerne eine Chance. Und die Idee hinter Marry Me hat mich überzeugt. Zwar waren die typischen zwei Welten treffen aufeinander Klischees absehbar, aber die Hochzeit an den Anfang zu setzen, hat gut funktioniert.
Denn so lernen wir im Schnelldurchgang die beiden Protagonist*innen kennen, dann kommt es schon zum Liveevent, auf dem Charlie nur durch Zufall ist und auf dem Kat beschließt Bastian nicht zu heiraten. Erst im folgenden lernen wir beide genauer kennen, während sie selbst versuchen herauszufinden, ob die Ehe funktionieren kann. Dabei stellt sich heraus, dass der Film es schafft ganz nebenbei absolut herzliche Figuren, vor allem auch bei den Nebencharakteren zu schaffen. So sind gerade Charlies beste Freundin Parker und Kats Manager Collin diese Herzensmenschen, die einfach immer da sind, wenn man sie braucht und doch die Grenzen kennen.
Das Motiv zieht sich auch durch den gesamten Film. Immer ein wenig Klischeehandlung gepaart mit den tollen Charakteren, die den ganzen Film einfach sehr herzlich machen. Vielleicht hätte man das ein oder andere Klischee auslassen können, aber im großen und ganzen ist die Handlung sehr rund. Vor allem auch, weil Charlie Gilbert ein sehr geerdeter Charakter ist und doch genug eigene Persönlichkeit besitzt, um nicht in dem neuen Medienrummel komplett unterzugehen. Weil es eben nicht darum geht Charlie in Kats Welt zu pressen, sondern eben auch sie wieder zurückzuholen.
Unterstützt wird der Film von einem tollen Soundtrack. Mit den beiden absoluten Ohrwurmliedern Marry Me und On my way bietet der Film gleichzeitig Klischee-Pop, doch auch hier mit einer herzlichen und persönlichen Note, dass sie sich perfekt in den übrigen Film einschmiegt. Auch schauspielerisch hat Marry Me einiges zu bieten. Während Jennifer Lopez und Owen Wilson gleichzeitig absolut unterschiedlich wirken und doch eine wunderbare Chemie aufbauen, braucht sich der übrige Cast keinesfalls zu verstecken. Während Maluma in seiner Rolle eher blass bleibt, sind es auch hier Sarah Silverman, Chloe Coleman und John Bradley-West, die ihren Rollen das gewisse Etwas geben und mit ihrer Herzlichkeit überzeugen.

Das Fazit

Marry Me – Verheiratet auf den ersten Blick schafft es gleichzeitig die meisten Klischees des Genres zu bedienen und doch mit einer Herzlichkeit herauszustechen, dass er ein positives Beispiel des Genres ist. Musik, Charaktere, Handkung und Schauspiel passen hier einfach perfekt zusammen. Dafür gibtes 08 von 10 möglichen Punkten.

Marry Me läuft seit dem 10.02.2022 in den deutschen Kinos