Verpasst im Mai 2015

Hallo ihr Lieben,
ja ich habe es endlich in den Mai geschafft, hänge also nur noch einen Monat hinterher. Ich hoffe, dass ich das nun möglich schnell noch aufholen kann und deswegen kommen wir gleich zu den Filmen, die ich im Mai leider verpasst habe zu sehen.

1) A World beyond: Der neuste Disneyfilm in dem ein Mädchen an der Seite von George Clooney und Hugh Laurie die Zukunft retten soll in Tomorrowland. So ganz hinter die Story bin ich nach dem Trailer noch nicht, aber mich interessiert es trotzdem. Bisher hab ich es nicht geschafft ihn zu sehen, aber die Karten sind für nächste Woche reserviert. Also taucht dann die Kurzkritik in meiner „Verpasst aber nicht vergessen“-Rubrik auf.

2) Kiss the cook: Angekündigt als ein absoluter Gute-Laune-Film in dem es um einen Mann mit einer Leidenschaft zum Kochen geht. Mehr brauch ich eigentlich nicht, um ins Kino zu wollen.

3) Das Versprechen eines Lebens: Russel Crowe, der seine Söhne verlor bei der Schlacht von Gallipolli. Doch Crowes Charakter glaubt das nicht und fängt an sie zu suchen. Ein Historiendrama über einen liebenden Vater. Der Trailer spricht mich als ehemalige Geschichtsstudentin durchaus an und daher ein Film, den ich definitiv noch sehen möchte.

Und hier wieder die Filme, die ich nicht unerwähnt lassen möchte:

San Andreas

The Voices

Ebenfalls am 30.04.2015 erschien ein etwas andersartiger Horrorfilm mit Ryan Reynolds in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jerry Hickfang führt auf den ersten Blick ein ganz normales Leben. Er arbeitet in einer Badewannenfabrik, wohnt zusammen mit seinem Hund und seiner Katze über einer Bowlingbahn und schwärmt für Fiona aus der Buchhaltung. Aber Jerry ist schizophren und hört Stimmen, wie die von Hund und Katze. Während eines Dates mit Fiona kommt es zu einem Unfall und am Ende bringt Jerry Fiona ausversehen um. Sein Hund rät ihm zur Polizei zu gehen, doch seine Katze bringt ihn dazu, die Leiche verschwinden zu lassen. Fortan steht Fionas Kopf in seinem Kühlschrank und spricht auch mit ihm.

The Voices ist eindeutig ein andersartiger Film, der zwischen den Genres Horror und Komödie hin und her springt. Man braucht bitterbösen schwarzen Humor, um ihn zu mögen und darf nicht zimperlich sein, was Blut angeht. Die Handlung ist zwar skurril, aber trotzdem auch interessant und bietet auch einen guten Spannungsbogen. Während man am Anfang des Films schon in Jerrys „heile Welt“ hineingeworfen wird, entdeckt man erst nach und nach, wie die eigentliche reale Welt aussieht. Doch selbst als Zuschauer will man diese nicht sehen und wartet nur darauf wieder mit Jerry in seine Welt abzutauchen.
Ryan Reynolds zeigt in diesem Film sein ganzes Können als Schauspieler und bringt die Rolle des Jerry so liebevoll rüber, dass man eher Mitleid als Ekel empfindet. Auch die anderen Charaktere, gespielt von Gemma Arterton und Anna Kendrick, werden gut verkörpert und haben genau den richtigen Tiefgang, den der Film braucht.
Jerrys Hund und Katze agieren in dem Film als die Verkörperung von Engelchen und Teufelchen. Während der gute treue Hund meist Smalltalk mit ihm treibt, oder ihm gut zuredet, dass er zur Polizei gehen soll, weil er ja nichts für seine Taten könne, wird die Katze als bitterböse und manipulativ dargestellt, die Jerry ständig dazu drängt noch mehr zu morden. Die Idee nicht ein Engelchen und ein Teufelchen auf Jerrys Schulter zu setzen, sondern ihn mit seinen Tieren sprechen zu lassen finde ich gut, aber wieso ist die Katze eigentlich immer die Böse?

Alles in allem gibt es eine Filmempfehlung für alle, die schon den Trailer mochten. Ich war mit zwei Freunden im Film und während ich rausging mit einem „Es war einfach kein Film für mich“ waren meine Freunde absolut begeistert. Der Film erhält von mir 8 von 10 möglichen Punkten.

The Gunman

Am 30.04.2015 erschien der neue Actionthriller mit Sean Penn in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jim Terrier arbeitet als Söldner im Kongo, muss aber nach einer folgenschweren Aktion aus dem Land fliehen und seine Freundin bei seinem Freund Felix im Kongo zurücklassen. Jahre später wird ein Anschlag auf Terrier, der schon länger aus dem Söldnergeschäft ausgestiegen ist, verübt. Er vermutet, dass es mit jenem Auftrag im Kongo zu tun hat und sucht seinen ehemaligen Freund Felix auf, der inzwischen mit seiner damaligen Freundin liiert ist. Alte Gefühle schwemmen in Terrier hoch und er versucht nun nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner ehemaligen Freundin zu retten.

Für diesen Film wurde Pierre Morel als Regisseur engagiert, weil er mit 96 hours einen riesen Erfolg feierte, da Liam Neeson eben nicht den jungen, fehlerfreien Helden verkörperte. Auch dies versucht Morel in the Gunman einzubringen, gerät hier aber genau in das entgegengesetzte Klitschee. Sean Penn ist älter, nicht fehlerfrei, aber natürlich trotzdem noch durchtrainiert und kann trotz Krankheit in jeder Situation die Oberhand gewinnen. Dies ermüdet den fleißigen Kinogänger jedoch zunehmen, da diese Rolle in letzter Zeit immer häufiger über die Kinoleinwand huscht. Der Charakter Jim Terrier hebt sich hier kaum von seinen Vorgängern ab. Am Anfang lässt sich durch die Hintergrundstory ein tiefer durchdachter Actionthriller erhoffen, bei dem es nicht nur darum geht, dass der Held seine Familie retten möchte. Doch spätestens nach einem Drittel enttäuscht der Film auch hier, da es sich nur noch um die dramatische Liebesgeschichte zwischen Terrier und Ex-Freundin dreht und wieso sie ausgerechnet mit Felix zusammen ist.
Die Actionszenen sind an sich gut gestaltet und gut durchchoreografiert, aber dadurch das die Handlung absolut vorhersehbar ist, fehlt es dem ganzen Film an Spannung. Nur Javier Bardem als Felix und Idris Elba schaffen es dem Film ein wenig an starken Charakteren und Tiefe zu geben, aber durch die viel zu kleinen Parts der Rollen schaffen auch sie es nicht, dem Film mehr Spannung zu geben. Aber grad Bardem bringt zumindest noch etwas Charme mit ins Spiel.

Alles in allem wirkt der Film viel länger als er ist und bietet wenig neues. Filmempfehlung nur für absolute Genrefans. Alles in allem daher nur 4 von 10 möglichen Punkten.

Ex_Machina

Ebenfalls am 23.04.2015 erschien das Regiedebut von Alex Garland in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der Programmierer Caleb gewinnt in einer internen Firmenverlosung ein Wochenende mit dem Konzernchef Nathan in dessen abgelegener High-Tech-Villa. Dort wird er auch sogleich in Nathans neustes Projekt einbezogen. Nathan hat eine neue KI namens Ava entwickelt und Caleb soll untersuchen, ob sie wie ein richtiger Mensch interagiert. Ein mehrfaches Intrigenspiel beginnt.

Die Handlung ist von Anfang an spannend inzeniert und durch die Intrigenspiele ist das Ende absolut unvorhersehbar. Ich war sehr überrascht, weil ich mit vielem gerechnet habe, aber nicht mit diesem Ende. Das sich die Spannung so gut aufbaut und auch hält ist besonders faszinierend, da es sich im größeren Sinne um ein Kammerspiel handelt. Abgesehen von der Anfangsszene spielt sich der ganze Film in und in näherer Umgebung von Nathans Villa ab.
Auch tragen die Schauspieler einen wesentlichen Teil bei. Gerade Alicia Vikander überzeugt als KI Ava. Sie spielt als ein Mensch einen Roboter, der als Mensch ‚rüberkommen soll. Doch diese Herausforderung meistert sie hervorragend. Auch Domhnall Gleeson (Caleb) und Oscar Isaac (Nathan) tauchen komplett in ihre Rollen ein. Der Film ist sehr dialoglastig. Auch handeln viele Dialoge von der wissenschaftlichen Seite der KIs. Für den Laien wird zwar viel erklärt, aber erst durch die gute Interaktion zwischen den Schauspielern bleibt der Film spannend.
Das Thema künstliche Intelligenz wurde bereits in vielen Filmen behandelt. Doch dieser Film beleuchtet noch einmal eine neue Seite und wirkt daher nicht wie ein Abklatsch des bereits gesehenem.

Alles in allem ist der Film für all jene ein Muss, die sich gerne mit dem Thema künstliche Intelligenz befassen, für alle andere trotzdem eine Filmempfehlung. Ex_Machina bekommt von mir 8 von 10 möglichen Punkten.

Avengers – Age of Ultron

Am 23.05.2015 war das dreijährige Warten auf eine Fortsetzung des Avengersfilms vorbei.

Kurz zur Story: Inspiriert durch die künstliche Intelligenz aus Lokis Zepter, entwickelt Tony Stark (Iron Man) zusammen mit Bruce Banner (Hulk) ebenfalls eine künstliche Intelligenz, die auf JARVIS Computersystem basiert. Sie soll eigentlich zum Schutz der Menschheit dienen, doch entwickelt sie schnell ein Eigenleben und entwickelt zudem einen Hass auf die Menschheit und seinen Schöpfer. Nun müssen die Avengers ihre bisher größte Aufgabe meistern und zugleich zeigen, dass sie untereinander weiterhin zusammen halten.

Jeder, der meinen Blog ein wenig verfolgt, weiß, dass ich ein riesengroßer Marvel-Fan bin. Der erste Avengersfilm gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Drei Jahre musste ich auf die Fortsetzung warten, nur um jetzt bitterlich enttäuscht zu werden. Gleich vorweg, vielleicht ist der Film gar nicht sooo schlecht, aber meine Erwartungen waren halt sehr hoch.

Die eigentliche Grundstory um Ultron ist gut durchdacht und auch gut umgesetzt. Aber dies hat Joss Whedon diesmal wohl nicht gereicht. An sich hat Whedon für seine bisherigen Werke meine absolute Bewunderung. Aber diesmal wollte er zu viel. Neben der Hauptstory, die an sich schon für einen Film mit Überlänge reicht, kamen noch angefangene und teilweise auch überflüssige Handlungsnebenstränge dazu, die absolut nicht in den Film passten, weder zeitlich noch thematisch. Es werden neue Charaktere eingeführt, diese aber auch zu wenig beleuchtet, so dass man sich mit ihnen nicht identifizieren konnte.
Aber eins nach dem anderen. Die Idee Whedons die Ängste der Charaktere einzuführen – herbeigeführt durch den neuen Charakter Scarlett Witch – ist an sich nicht schlecht, aber der Film scheint keine Zeit dafür zu haben, weswegen sie nur in einzelnen Traumsequenzen angesprochen werden. Dadurch scheint das Thema so wahllos in den Film geschnitten, ohne näher durchleuchtet zu werden oder irgendeinen großen Einfluss auf die Handlung zu haben.
Die Hintergrundgeschichte von Black Widow ist durchaus spannend. Die Erläuterung, wie sie zur eiskalten Killerin geworden ist, ist interessant, hätte aber gerne noch ein wenig genauer erzählt werden können. Dies aber im Zusammenhang mit einer absolut unpassenden Liebesgeschichte zu Bruce Banner (Hulk) zu erzählen, ist doch fragwürdig. Wieso muss in jedem Film immer mindestens eine Liebesgeschichte vorkommen? Für mich unbgefreiflich, weil es den Filmfluss zumindest bei Age of Ultron zerstört und auch nicht zu den Charakteren passen will. Black Widow ist zur eiskalten Killerin erzogen worden, da passt die Liebesgeschichte nicht dazu. Genauso wie bei Bruce, der mit seinen Agressionsbewältigungsproblemen genug beschäftigt ist. Und was ist aus Betty Ross geworden? Bruces große Liebe aus den bisherigen Hulk-Filmen? Für mich eine absolut störende Nebenhandlung.
Fast noch störrender finde ich jedoch die Nebenhandlung mit Hawkeye und seiner Familie. Von einer eher vernichtenden Schlacht der Avengers wird in eine Familienidylle gehüpft, die einem eher das Gefühl gibt in einen anderen Film gehüpft zu sein. Hier wurde wertvolle Filmzeit geopfert, die besser in die Hauptstory investiert worden wäre, denn die kann man schnell mal aus den Augen verlieren.

Ansonsten bietet der Film alles, was man von einem Marvel-Film erwartet: Spannende Actionszenen und humorvolle Dialoge. Leider ist die Handlung so wirr und überladen, dass man gar nicht dazu kommt dies zu genießen.

Alles in allem bin ich von dem Film echt enttäuscht und selbst mit Marvelbonus schafft der Film nur 6 von 10 möglichen Punkten.

Big Eyes

Am 23.04.2015 präsentierte uns Tim Burton seinen neuen Film auf der deutschen Kinoleinwand.

Kurz zur Story: Als Frau hatte man es in den 50er Jahren nicht leicht. Das merkt auch Margaret als sie vor ihrem Ehemann wegläuft und versucht sich und ihre Tochter zu ernähren. Nebenbei malt sie und zwar Bilder von Kindern mit großen Augen. Walter Keane entdeckt sie und schnell entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden und sie heiraten. Walter ist selbst Maler, aber nicht besonders erfolgreich. Doch mit Margarets Bildern, die er als seine ausgibt, baut er ein Imperium auf. Doch Margaret muss von nun an vor allen, selbst vor der eigenen Tochter, verheimlichen, dass sie die eigentliche Künstlerin ist.

Der Film basiert auf der wahren Lebensgeschichte von Margaret und Walter Keane. Daher tu ich mich immer etwas schwer die Handlung an sich zu kritisieren, denn den Drehbuchschreibern sind dabei immer etwas die Hände gebunden. Trotzdem ist die Geschichte sehr langsam erzählt und hat daher einige Längen, die man hätte einkürzen können. Auch ging dadurch das Hauptaugenmerk des Films verloren. Der Film baut sich 80-90 Minuten lang auf, um dann den Höhepunkt in 10 Minuten abzuhandeln. Stattdessen dreht sich der ganze Film nur um die Rolle der Margaret. „Soll ich ihn verlassen?“ und „Ich fühle mich nicht wohl, aber kann ich ohne ihn noch malen?“ sind die zentralen Fragen des Films, die bis ins kleinste Detail ausdiskutiert wurden. Und als sie endlich beantwortet wurden, dachte man der Film sei endlich vorbei. Aber nein, denn hier begann der eigentliche Höhepunkt des Films, den man nie erwartet hätte.
Christoph Waltz, der den Walter Keane verkörpert, präsentiert sich hier wieder von seiner besten Seite und zeigt wieder einmal, dass er ein begnadeter Schauspieler ist. Doch leider hebt es sich keinesfalls von seinen bekannten Rollen aus den Tarantino-Filmen ab und wirkt daher nur wie ein Abklatsch. „Christoph Waltz spielt Christoph Waltz“ hab ich mehr als einmal zu seiner Rolle gehört. Das ist schade, denn er ist in seiner Rolle wirklich gut, aber hier möchte es einfach nicht wirklich passen.
Amy Adams als Margaret Keane hingegen wirkt den ganzen Film hindurch blass. Gegen einen starken Christoph Waltz kommt sie den ganzen Film nicht an. Zwar ist ihre Rolle als Frau dem Mann des Filmes sowieso untergeordnet, aber trotzdem nimmt man sie teilweise als passiven Handlungsteilnehmer wahr, anstatt als Hauptfigur.

Alles in allem ist die Geschichte der Keanes faszinierend und hätte Material für einen wirklich spannenden Film geboten, leider wurde hier zu viel Augenmerk auf die falschen Aspekte gelegt, was für mich nur 04 von 10 möglichen Punkten bedeutet.

Dessau Dancers

Am 16.04.2015 erschien der deutsche Film über die Break-Dance-Bewegung in der DDR.

Kurz zur Story: 1985 erschien der amerikanische Film „Beatstreet“, wo es um die Hip-Hop und Breakdance Bewegung geht. Total fasziniert davon bildet sich eine Gruppe in der DDR, die ebenfalls auf offener Straße Break-Dance tanzen. Das gefällt den DDR-Funktionären aber gar nicht, weswegen sie versuchen mit dieser Gruppe den Breakdance zu sozialisieren.

Der Film ist ein absoluter Nischenfilm. Wer an der Geschichte der DDR interessiert ist oder die Breakdance-Bewegung der DDR miterlebt hat findet vielleicht Gefallen an diesem Film. Aber jedem anderen ist eindeutig abzuraten. Die Story ist kein bisschen packend, es werden Auftritte aneinander gereiht und selbst das Drama wird so lieblos erzählt, dass man kein bisschen mitfiebert.
Auch die Schauspielleistungen lassen gerade bei den jungen Leuten allesamt zu Wünschen übrig. Emotionen werden kaum bis gar nicht gezeigt, der Text wird auswenig gelernt aufgesagt, aber nicht interpretiert. Hier hätte man eindeutig talentiertere Nachwuchskräfte wählen können und auch welche, die Tanzerfahrungen haben. Denn selbst die Tanzszenen sind sehr leicht gehalten und schlecht durchchoreografiert. Für einen Tanzfilm eine ziemlich schlechte Leistung.
Die Charaktere werden im Film zwar immer anskizziert, aber haben selbst keinen Tiefgang, so dass man keine Beziehung zu ihnen aufbauen kann und auch größtenteils ihre Handlungen nicht nachvollziehen kann.
Der einzig lustige Part an dem Film ist, wenn die DDR Funktionäre versuchen englische Wörter auszusprechen.

Alles in allem allerhöchstens ein Nischenfilm, für alle anderen nicht zu empfehlen. Daher auch nur 02 von 10 möglichen Punkten.

Der kleine Tod

Am 09.04.2015 erschien die australische Komödie über verschiedene sexuelle Vorlieben.

Kurz zur Story: Fünf verschiedene Paare, die alle unterschiedliche sexuelle Vorlieben haben. Eine möchte gerne vergewaltigt werden, einer steigert sich in die Rollenspiele hinein, eine bekommt nur einen Orgasmus, wenn ihr Partner weint, sexuelle Erregung wenn die Partnerin schläft und ein Tauber, der gerne bei einer Sexhotline anrufen möchte.

Der Film ist voll mit bitterbösem Humor, der genau an den richtigen Stellen angesetzt ist. Die Handlung bietet nicht vorhersehbare Wendungen und die verschiedensten sexuellen Vorlieben.
Wer jedoch einen halben Porno erwartet, wird enttäuscht, denn Sexszenen an sich sind Seltenheit. Der Film beschäftigt sich eher mit den Mitteln, die herangezogen werden, um die Vorliebe zu erzeugen. Und gerade die erzeugen die bitterbösen aber doch sehr lustigen Momente.
Was mich an dem Film stört ist die ständige Unterstellung, dass eine sexuelle Vorliebe etwas schlechtes ist, dass man es vor seinem Partner verstecken muss. Selbst wenn die Charaktere unter Freunde sind, reden sie nicht offen, sondern verstricken sich in Lügen und Ausreden. Hier ist jedoch zwischen den einzelnen Paaren zu unterscheiden, denn das trifft nicht auf alle zu. Gerade Paar Nummer 1, wo sie sich wünscht, dass er sie vergewaltigt, und „Paar“ Nummer 5, der Taube der bei einer Sexhotline anrufen möchte. Beide Szenarien sind mit einer Liebe und Genauigkeit dargestellt, die berühren.

Alles in allem hat der Film seine Höhen und Tiefen, ist jetzt kein Meisterwerk der Filmgeschichte, aber ein interessanter Nischenfilm und erhält von mir 6 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im April 2015

Hallo ihr Lieben,
hier nun wieder die Liste der Filme, die ich leider verpasst habe zu sehen.

1) Best Exotic Marigold Hotel 2: Ich kenn den ersten Teil nicht, aber allein die Zusammensetzung des Casts macht Laune auf den Film. Judy Dench, Maggie Smith und Bill Nighy um nur ein paar zu nennen. Daher wird das wohl ‚mal ein Film, den ich mir an einem Regentag zu Hause ansehen werde.

2) Nur eine Stunde Ruhe: Michel Leproux will nichts weiter als sich an seinem freien Tag seine neu erworbene Schallplatte anzuhören. Doch er kommt einfach nicht dazu. Ich denke, es wird eine relativ kurze Komödie, die dadurch aber die Handlung genau auf den Punkt bringt.

Das war’s auch schon wieder mit meiner Liste und es folgen wieder meine Kritiken zu den Filmen, die ich gesehen habe.

Insurgent – Die Bestimmung

Am 19.03.15 erschien der zweite Teil der Reihe „Die Bestimmung“ mit Shailene Woodley in der Hauptrolle.

Kurz zur Story: Tris und Four sind zur Fraktion der Amite geflohen, nach der Revolte der Ken und der Ferox. Doch die Ferox suchen sie weiterhin. Sie fliehen weiter über die Candor bis zu den Fraktionslosen, wo sie eine unbekannte Größe und einen unbändigen Revolutionswillen finden. Gleichzeitig sucht Jeanine Matthews nach Tris, denn sie braucht eine starke Unbestimmte für ihre Machenschaften.

Ich bin ja ein rießen Fan der Bücher, wobei mich der zweite Teil schon nicht mehr so sehr geflasht hatte, wie der erste Teil. Das liegt vor allem daran, dass der zweite Teil schon vielmehr Konflikte innerhalb der Gruppe von Tris birgt. Es gibt viele Geheimnisse, die teilweise in endlosen Gedankengängen der Protagonistin ausgeführt wurden. Darin bestand nun die Schwierigkeit diese im Film umzusetzen. Doch dies wurde auch gar nicht erst versucht. Stattdessen wurde jede einzelne Szene auf dem Buch aufgegriffen, die man in minutenlange Actionszenen gestalten konnten. Dadurch wirkt der Filme wie eine Aneinanderreihung von Flucht, Kämpfen und actionlastige Traumsequenzen. Die Handlung an sich, Hintergrundinformationen und auch das Zwischenmenschliche bleibt dabei leider auf der Strecke.
Die Szenerie an sich ist gut gestaltet und der Film bleibt auch von Anfang bis Ende spannend. Vielleicht ist es in diesem Fall auch einfach nur ein Nachteil das Buch zu kennen. Die Schauspielleistungen waren wieder allesamt gut, wie schon im ersten Film.

Alles in allem bin ich von dem Film enttäuscht, denn das Buch hatte eindeutig mehr zu bieten. Daher erhält der Film nur 6 von 10 möglichen Punkten.