Jupiter Ascending

Von den Machern der Matrix-Triologie erschien am 05.Februar 2015 ein neuer Science-Fiction Film in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jupiter Jones ist ein ganz normales Mädchen, dass in anderen Wohnungen putzt, um mit ihrer Familie über die Runden zu kommen. Doch sie wurde unter einem besonderen Himmel geboren und ungeahnt von den Menschen auf der Erde ist sie als Erlöserin prophezeit. Die Herrscherfamilie Abrasax, bestehend aus drei Geschwistern, die alle ein anderes Stück des Universums beherrschen, haben aber eigene Pläne mit der Erde und mit ihrer Erlöserin.

Als ich hörte, dass die Wachowski-Geschwister einen neuen Science-Fiction-Film produzierten, wurde ich neugierig. Nach dem Trailer dachte ich mir, dass es zwar ein sehr bildgewaltiger Film sein wird, aber Storytechnisch wenig drauf hat. Trotzdem gönnte ich mir die bildgewaltige Weltraumschlacht im Kino. Und bin seitdem hin und her gerissen.
Der Film war in der Tat mehr auf das optische ausgelegt und bietet bildgaltige und genial animierte Actionszenen und Weltraumschlachten. Aber die Story bot dann doch mehr Facetten als ich vorher gedacht hätte, was mich einerseits positiv überraschte. Andererseits wollte der Film dann aber zu viel und fing zu viele Handlungszweige an ohne sie richtig auszuführen. Die Ideen, die in dem Film stecken böten Stoff für mindestens zwei Teile, was mich am Film wieder enttäuschte.
Auch die Besetzung lässt mich zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite sind einige Rollen großartig besetzt, allen voran Eddie Redmayne als Balem Abrasax, der auf brilliante Weise eine ganz neue Art in seinem Schauspielrepertoire verkörpert. Auch Mila Kunis als Jupiter Jones überzeugt. Auf der anderen Seite jedoch gab es auch einige Fehlbesetzungen. Allen voran Channig Tatum, der in seiner Rolle als liebestoller Ex-Militär-Jäger Caine mit spitzen Öhrchen völlig fehl am Platz wirkt. Auch Sean Bean und seine Rolle wirkten voller Gewalt in den Film gepresst, um noch einen bekannten Namen auf das Poster schreiben zu können.

Alles in allem hat sich der Film auf der Kinoleinwand gelohnt zu sehen für schöne Weltraumschlachten, ansonsten lässt er mich ziemlich zwiegespalten zurück. Durch deutliche Schwächen des Filmes erhält er 04 von 10 möglichen Punkten.

Blackhat

Am 05.02.2015 erschien Michael Manns Hacker-Action-Film mit Chris Hemsworth in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Nach einem Hackerangriff auf ein chinesisches Atomkraftwerk, bei dem mehrere Menschen starben und noch mehr verstrahlt wurden, wird der chinesische Offizier und Hacker Chen Dawai mit der Klärung beauftragt. Dafür reist er in die Staaten und bewirkt die vorläufige Entlassung seines Studienkollegen Nick Hathaway, der wegen Kreditkartenbetrugs einsitzt. Zusammen mit Dawais Schwester Lien und der FBI-Agentin Carol Bennett verfolgen sie den Hacker.

Ich war an der Grundidee eigentlich ganz interessiert und hab mich über einen gut inszenierten Hackerfilm gefreut. Zumindest dachte ich das, nachdem ich den Trailer gesehen habe. Doch der Film enttäuschte schon nach den ersten Minuten. Während man sich nach den ersten Einstellungen über die gute Animation freute, als ein Hackerbefehl durch die halbe Welt verfolgt wurde. Doch darüber hinaus fing der Film sofort an sich zu ziehen. Während der ersten halben Stunde schaffte der Film es noch gut in die Geschichte einzuführen und durch ständige animierte Hackerangriffe ein wenig Spannung aufzubauen. Doch schnell verliert sich der Film in langatmigen Dialogen und zu weit ausgeholten Sequenzen. Nach etwas über der Hälfte des Filmes ist das Publikum schon fast eingeschlafen, doch der Film weckt alle mit einem klassischen Schicksalsschlag für die Protagonisten wieder auf. Doch anstatt, dass dieser das große Ende einläutete, verfiel der Film wieder in Langatmigkeit, so dass der eigentliche „Endkampf“ von den meisten Zuschauern gar nicht richtig wahrgenommen wurde, da den meisten schon wieder die Augen zufielen.
Zudem wirkt der Film mit Chris Hemsworth, den man als starken Schauspieler in Thor und Rush wahrgenommen hat, völlig fehlbesetzt. Man glaubt dem muskelbepacktem Schönling nicht die Rolle des Hackers, zumal er während des Filmes öfter ordentlich austeilte. Auch wurde Chen Lien, die Schwester des chinesischen Offiziers, anscheinend einzig und alleine deswegen mit in die USA genommen, um die klassische und überaus vorhersehbare Liebesgeschichte abzuhandeln. Auch alle anderen Charaktere scheinen keine Charakterisierung zu haben, man erlebt einen ganzen Film mit ihnen und kennt hinterher immernoch nicht ihre Hintergründe und Beweggründe. Nur bei FBI-Agentin Bennett wurde eine Charakterisierung versucht, indem erzählt wird, dass ihr Mann bei den Terroranschlägen des elften Septembers starb. Doch dieser Fakt kommt im Film absolut aus dem nichts und passt nicht wirklich hinein, weswegen es wohl förderlicher gewesen wäre, dies nicht mit einzubauen.

Alles in allem ist der Film zwar teilweise hübsch animiert, aber ansonsten lieblos aneinander geschnitten und erhält daher nur 3 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Februar 2015

So nach dem Filmlastigen Januar hier nun wieder die Filme, die ich im Februar 2015 leider nicht geschafft habe zu sehen.

1) The Interview: Zwei angebliche Interviewer, die nach Nordkorea geschickt werden und Kim-Jong-Un töten sollen. Wochenlang in den Zeitungen, da Nordkorea den USA drohte, dass der Film nicht veröffentlicht werden sollte. Wahrscheinlich sogar der spannendste Teil des Filmes, aber trotzdem möchte ich mir gerne noch mein eigenes Bild über den „Skandalfilm“ bilden.

2) Selma: Die Verfilmung des Marsches auf Selma und die Hintergründe. Als Geschichtsfan für mich noch ein Muss zu sehen. Gewinner des Oscars für den besten Song mit „Glory“, der bei der Verleihung für standing ovations sorgte.

3) Whiplash: Leistung und wie sie einem zerstören kann, zeigt dieser Film. Auch Oscar gekrönt, doch anscheinend für die Kinos zu klein, so dass er in ganz Leipzig nicht lief! Daher leider auf meiner verpasst-Liste.

Und nun die Filme, die nicht unerwähnt bleiben sollten:

Foxcatcher, American Sniper

John Wick

Ebenfalls am 29.01.2015 erschien der neue Actionfilm mit Keanu Reeves in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: John Wick war ein berüchtigter Auftragskiller. Doch als er sich in seine Frau verliebte, stieg er komplett aus dem Business aus. Nun ist seine Frau an einer Krankheit gestorben. Ein paar Tage später wird eine kleine Hündin namens Daisy geliefert. Ein Geschenk Johns verstorbener Frau, um ihn über den Verlust zu helfen. Doch die Freude dauert nicht lange an, als kurz darauf ein paar Männer, die es auf Johns Wagen abgesehen hatten, in sein Haus eindringen, Daisy töten und dann mit dem Auto abhauen. Doch Johns Trauer um seine Frau und seinen Hund wandeln sich schnell in Wut. Er gräbt sein Waffenlager aus und begibt sich auf einen Rachefeldzug.

Er rächt nicht seine Frau, er rächt seinen Hund. Mehr oder weniger. Als Zuschauer ist man von Anfang an zufrieden, dass es nicht vollends das Klitschee bedient. Und so zieht es sich den ganzen Film über weiter. Klitschees werden aufgegriffen, aber die meiste Zeit humorvoll umgangen. Beispielsweise wird das Nachladen einer Waffe nicht nur als Spannungserzeuger genutzt (schafft es der Charakter noch nachzuladen oder stirbt er), sondern als normaler Handlungsgegenstand genutzt. Der Film überzeugt mit perfekt choreographierten Kampfszenen sowie mit gutem an passenden Stellen eingefügter Humor. John Wick räumt die Actionszene komplett auf und zeigt so manchem Film, wie es wirklich geht. Einziger Kritikpunkt sind einige angedeutete aber nicht wirklich klare Hintergrundgeschichten, die ein wenig den Erzählfluss stören, sowie das überdramatisierte Ende, dass doch wieder zu sehr ins Klitschee rutscht.

Alles in allem macht John Wick Lust auf mehr gute Actionfilme und setzt ein eindeutiges Statement. Klare Filmempfehlung und erhält daher 9 von 10 möglichen Punkten.

Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit

Am 29.01.2015 erschien der diesjährige Oscarabräumer Birdman in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Riggan Thomson feierte Durchbruch und Höhepunkt seiner Schauspielkarriere mit den Comicverfilmungen von Birdman. Nun Jahre später steht seine Karriere vor dem entgültigen Aus. Noch immer im Schatten seiner Rolle Birdman versucht er sich an einem Broadwaystück. Nebenbei kämpft er um die Anerkennung seiner Tochter, die frisch aus der Entzugsklinik kommt, gegen die Drohung einer Einflussreichen Kritikerin und der überragenen Präsenz eines Darstellers seines Stückes.

Nominiert für 9 Oscars, 4 gewonnen u.a. bester Film und beste Kamera, und damit Abrräumer bei den diesjährigen Oscars. Bei allen Kritikern hoch gelobt… aber bei mir einfach nicht angekommen.
Die Schauspielleistungen aller Darsteller sind durchweg brilliant und jeder passt sich seiner Rolle sehr gut an. Was auch an den Hintergründen der Schauspieler liegen könnte. Hauptdarsteller Michael Keaton steht bis heute im Schatten seiner Rolle Batman und hat seit dem keinen großen Durchbruch mehr gehabt – genau wie seine Filmrolle Thomson. Edward Norton spielte den Hulk in der unglaubliche Hulk. Eine Fortsetzung und die Teilnahme an den Avengersfilmen lehnte er ab, da sie nicht seinem künsterlischen Talent genügten (freie Wortinterpretation, Anmerkung der Autorin) – ebenso wie seine Filmrolle in Birdman. Damit wurden zwei Schauspieler ausgesucht, die mit ihrer Hintergrundgeschichte schon die grobe Story und den Konflikt zwischen beiden Charakteren verkörperten.
Der Oscar für die beste Kamera ist für diesen Film absolut verdient, da der ganze Film ohne einen einzigen sichtbaren Schnitt auskommt. Hier wird eine Brillianz bei den kreativen „Schnitten“ gezeigt, die ihres gleichen sucht. Ob nun die Kamera in die Sonne und zurück schwenkt und so einen Szenenwechsel hervorruft oder die Kamera an einer Stelle „stehengelassen“ wird und erst nach Auftauchen des nächsten Charakters diesem folgt, macht wenig Unterschied in der Brillianz.
Nun soweit zu den großartigen Aspekten des Films. Wenn wir uns jetzt aber auf die eigentliche Handlung konzentrieren, so lässt der Film zu wünschen übrig. Die Hälfte des Filmes ist schon einmal nur als Metapher zu sehen, verwirrt den Zuschauer aber mehr, als dass es Wirkung zeigt. Während Kritiker und Cineasten diesen Aspekt hochloben ist es für jeden anderen nur ermüdend jede zweite Einstellung zu hinterfragen, ob dies auch gemeint ist, wie es gezeigt wurde oder ob hier etwas hineininterpretiert werden muss, um die Szene zu verstehen. Ansonsten schreit der Film praktisch danach ein „Kunstfilm“ zu sein mit fein zurecht gelegter Handlung und Dialogen, die sich jedoch so sehr in die Länge ziehen, dass sie eine eher einschläfernde Wirkung auf den Zuschauer haben. Nachdem man schon mindestens dreimal eine Szene als das Ende des Filmes gesehen hat und das Kinopublikum schon in den Applaus am Ende eines Filmes verfiel, erlöste nun doch der Abspann das Publikum. Nicht ohne durchgehend das Gefühl vermittelt zu haben, dass man diesen Film lieben müsste, oder zu dem 08/15 Publikum gehöre, dass man mit 08/15 Filmen abspeisen könne.

Alles in allem ist der Film künsterlisch gesehen ein Film, der seinesgleichen sucht, jedoch nur für ein Publikum, dass Filme mit gehobenem Kunstniveau mag. Allen anderen ist der Film definitiv nicht zu Empfehlen. Daher mag der Oscargewinn gerechtfertigt sein, es macht ihn jedoch nichtz zu einem sympathischen Film und erhält daher von mir 6 von 10 möglichen Punkten.

The Imitation Game

Der diesjährige Oscargewinner für das beste adaptierte Drehbuch erschien am 22. Januar 2015 in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Alan Turing wird während des zweiten Weltkrieges für das Enigma-Projekt eingeteilt. Er und sein Team sollen die verschlüsselten Nachrichten der Enigma der Nazis entschlüsseln. Dafür baut Turing eine neue Maschine, muss jedoch mit vielen Hindernissen kämpfen.

Der Film hält, was er verspricht. Eine absolut spannende und packende Story voller unerwarteter Wendungen, erzählt über drei Zeitebenen, die ineinander verwoben werden und so ein Zeitkonstrukt erstellen, dass ich selten so gelungen bei einem Film gesehen habe. Gleichzeitig glänzen durchgängig alle Schauspieler in ihren Rollen, allen voran Benedict Cumberbatch als Alan Turing. Man fiebert von Anfang an mit Turing, obwohl er mit seiner unsozialen Art sehr arrogant herkommt und trotzdem schließt man ihn sofort ins Herz. Über den historischen Wahrheitsgehalt wird seit Premiere gestritten. Der Film basiert auf Andrew Hodges Biografie „Alan Turing – Enigma“. Doch dieser soll Fakten falsch wiedergegeben haben. Das Sehvergnügen des Filmes schmälert diesä keineswegs. Schade ist es nur, dass der Film von seinen acht Nominierungen nur einen Oscar gewinnen konnte.

Alles in allem ist der Film ein absolutes Muss für alle Film- und Geschichtsfans und bekommt daher von mir 9 von 10 möglichen Punkten.

Mortdecai – der Teilzeitgauner

Am 22.01.2015 startete die US-amerikanische Krimikomödie mit Johnny Depp in der Hauptrolle in die deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Lord Charlie Mortdecai ist ein verarmter englischer Adliger. Mit Kunsthandel und Betrügereien versucht er sein Geld zu verdienen. Dabei steckt sein Diener Jock immer mächtig ein. Durch das wachsen lassen eines Moustache bekommt er jedoch Probleme mit seiner Frau, die den Moustache nicht leiden kann. Gleichzeitig gab es einen Kunstdiebstahl. Mortdecai wird beauftragt zu helfen und stolpert von einem Schlamassel in den nächsten.

Der Film erhielt überwiegend negative Kritiken und die zu Recht. Der ganze Filme versucht sich mit plumpel Gags und versuchte manche zu running Gags zu formen, aber die Komik kommt beim Zuschauer nicht an. Ich hab noch nie ein so ruhiges Kino in einer Komödie erlebt. Nur vereinzelt wurde einmal kurz gelacht, aber es gab keine Heiterkeit im Publikum. Johnny Depp versucht sich wieder in einer Rolle als Exzentriker, die diesmal jedoch misslingt. Auch der übrige Starcast mit Gwyneth Paltrow, Paul Bettany und Ewan McGregor kann nicht überzeugen. Gleichzeitig verwirrt die Story durch unzählige verschiedene Intrigen und Handlungsstränge, die kreuz und quer verlaufen.

Alles in allem floppte der Film, obwohl ich mich nach dem Trailer auf ihn gefreut hatte und bekommt daher von mir 4 von 10 möglichen Punkten.

Baymax – Riesiges Robowabohu

Am 22. Januar erschien der Disney-Film, der kurz darauf auch den Oscar als bester Animationsfilm gewann.

Kurz zur Story: Hiro Hamada vertreibt sich seine Zeit mit illegalen Bot-Kämpfen und muss mehr als einmal von seinem Bruder Tadashi gerettet werden. Dieser überredet Hiro nach einem Besuch in seinem Labor an der Universität ebenfalls zu studieren. Doch bei Hiros Ausnahmepräsentation kommt es zu einem Feuer. Tadashi, der seinen Professor aus den Flammen retten will, stirbt. Nach Monaten voller Trauer, entdeckt Hiro Tadashis letztes Projekt – Baymax. Ein Gesundheitsroboter. Baymax erkennt Hiros Trauer und setzt von nun an alles daran Hiro wieder glücklich zu machen.

Wenn man erst einmal die seltsame Verschmelzung von San Francisco und Tokyo zu San Fransokyo verdaut hat, fängt der Film an Laune zu machen, während man Hiro beobachtet, wie er versucht seinen Platz zu finden. Im nächsten Moment ist man stolz, dass er es an die Uni geschafft hat, nur um im nächsten Moment den Tränen nahe zu sein, weil Tadashi stirbt. Disney schafft es wieder einmal mit den Emotionen der Zuschauer zu spielen und sie in alle Extreme zu drängen. Freude, Erheiterung, Trauer, Wut. Und doch schafft der Film es das schwierige Thema Trauerbewältigung anzusprechen und gekonnt zu verarbeiten, so dass es nicht wie die altbekannte Predigt eines Moralapostels wirkt.

Alles in allem ist es ein gelungener Disneyfilm für groß und klein und bekommt von mir 8 von 10 möglichen Punkten und eine eindeutige Filmempfehlung.

Unbroken

Am 15. Januar diesen Jahres erschien ein weiteres Kriegsdrama unter der Regie von Angelina Jolie, dass das Leben von Louis Zamperini wiederspiegelt.

Kurz zur Story: Louis Zamperini lief 1936 bei den Olympischen Spielen in Berlin mit und hat dadurch einiges an Ansehen in seinem Heimatland, den USA. Doch das stellt ihn nicht von seinem Kriegsdienst frei, als wenige Jahre später, der zweite Weltkrieg ausbricht. Eingesetzt in Japan wird sein Flugzeug abgeschossen und er gerät in Kriegsgefangenschaft.

Die Geschichte von Louis Zamperini ist ein bewegendes Schicksal, doch leider wurde es filmtechnisch schlecht verpackt. Der Film ist sehr langatmig. Während die erste halbe Stunde noch mit interessanten Rückblenden gespickt ist, verliert sich der Film danach schnell in ewig langen Sequenzen, in denen wenig passiert. Dem Zuschauer fällt es teilweise sehr schwer die Augen offen zu halten. Der Film erzählt über einen langen Zeitraum, jedoch hätte der Film entzogen werden können, wenn die Rückblenden den ganzen Film über angedauert hätten.

Alles in allem ist der Film etwas für Fans von Geschichte oder Kriegserzählungen, aber nicht für die breite Masse. Der Film erhält von mir 6 von 10 möglichen Punkten.

Wild Tales – jeder dreht einmal durch

Ein argentinischer Film mit sechs unabhängigen Episoden erfreute uns ab dem 08.01.2015.

Kurz zur Handlung:

Episode 1: Auf einem Flug flirten ein Mann und eine Frau miteinander. Schnell stellt sich heraus, dass sie einen gemeinsamen Bekannten haben. Nach und nach stellt sich heraus, dass jeder im Flugzeug diesen Bekannten kennt. Und jeder hat ihn irgendwann in irgendeiner Weise verletzt.

Episode 2: Der einzige Gast eines Restaurants hat den Vater der Kellnerin in den Selbstmord getrieben. Als diese dies der Köchin erzählt, holt sie kurzerhand das Rattengift aus dem Vorratsschrank und versucht die Kellnerin zu überreden es einsetzen zu dürfen.

Episode 3: Eine einsame Landstraße in Argentinien. Doch der langsam fahrende Wagen lässt den Geschäftsmann einfach nicht überholen. Dieser beschimpft ihn, was er jedoch bei einem erneuten Zusammentreffen schnell bereut.

Episode 4: Durch verblasste Parkverbotmarkierungen wird der Wagen Simons immer wieder abgeschleppt. Doch irgendwann platz dem Sprengmeister der Kragen.

Episode 5: Der Junge eines Milliardärs überfährt eine schwangere Frau und begeht Fahrerflucht. Nun muss ein Sündenbock und einiges an Bestechungsgeldern her.

Episode 6: Bei der Hochzeit zu erfahren, dass der Bräutigam eine Affäre hatte und diese auch noch eingeladen hat, ist hart. Ebenso die Rache der Braut.

(So ich habe versucht möglichst alle Episoden ohne große Spoiler wiederzugeben ;))

Ich war von dem Film wirklich sehr positiv überrascht, da mich der Trailer nicht überzeugt hatte. Jede Episode ist absolut bösartig erzählt, aber enthält teilweise auch ein Körnchen Wahrheit. Durch die Bank weg gute Schauspielleistung, die einen absolut in den Bann gerissen haben. Teilweise waren die Episoden aber so abgedreht, dass sie für mich einfach zu viel waren. Nominiert für die Oscars, aber leider nicht gewonnen. Absolute Filmempfehlung für jeden, der auf schwarzen Humor steht!

Alles in allem erhält der Film 7 von 10 möglichen Punkten.