Verpasst im März 2015

So ihr Lieben, hier nun wieder der Überblick über die Filme, die ich leider verpasst habe zu sehen im März 2015.

1) Seventh Son: Ein Fantasyfilm mit Jeff Bridges und Julianne Moore, an sich eine interessante Kombi. Die Kritiken sind aber teilweise nicht so positiv ausgefallen, daher hab ich mich doch dagegen entschieden, ihn im Kino zu sehen. Aber für einen ruhigen Fernsehabend steht er durchaus noch auf meiner to-watch-Liste.

2) Verstehen Sie die Beliers?: Eine französische Komödie über eine taube Familie, bis auf eine Tochter. Der Trailer hat schon durchaus Laune gemacht, ich hab es leider nicht geschafft den Film zu sehen, möchte dies aber definitiv noch nachholen.

Und hier noch die Filme, die ich nicht unerwähnt lassen möchte:

Cinderella, Chappie, Shaun das Schaf

Traumfrauen

Ebenfalls am 19.Februar 2015 erschien die deutsche Kömodie in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Leni findet heraus, dass ihr Freund sie betrügt. Also sucht sie Trost in der WG ihrer Schwester. Von deren Mitbewohnerin erfährt bekommt sie den Rat immer mit dem nächsten Kerl zu schlafen, ehe sie wegen dem vorhergegangenen Liebskummer kriegen kann. Und damit fängt das Chaos an. Doch auch ihre Schwester Hannah, ihre Mutter und ihre Freundin Vivienne haben Probleme in Liebesdingen.

Die Story ähnelt zwar so gut wie jeder anderen deutschen Liebeskomödie und ist daher sehr vorhersehbar, aber der Film hat trotzdem einen ganz eigenen Charme. Die Witze funktionieren ganz gut sind aber auch nicht herausragend. Die Schauspielleistungen sind durchwachsen. Während Iris Berben durchaus einmal in ihrer Rolle aufgeht und Karoline Herfurth ihre Fack ju Göhte Rolle gut weiterspinnt, geben Hannah Herzsprung und Palina Rojinski nur eine durchschnittliche Leistung ab. Auch Elyas M’Barek wirkt als Sandalentragender Schauspielbewerber etwas fehl am Platz.

Alles in allem erhält der Film 03 von 10 möglichen Punkten von mir und eine Filmempfehlung für Frauenabende, denn da ist er richtig platziert.

Into the woods

Am 19. Februar 2015 erschien die neue Musical-Verfilmung aus dem Hause Disney in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Ein Bäcker und seine Frau wünschen sich nichts sehnlicher als ein Kind. Doch ihr Haus ist verflucht von einer Hexe. Doch diese gibt ihnen nun die Möglichkeit sich ihren Wunsch zu erfüllen. Also brechen Bäcker und Bäckersfrau auf in den angrenden Wald, um die benötigten Dinge zu besorgen. Dabei treffen sie auf verschiedensten Personen, die alle eine Märchenfigur darstellen. Alle haben einen Herzenswunsch, aber man sollte vorsichtig sein, was man sich wünscht.

Ich war schon von der Grundidee total begeistert und musste unbedingt ins Kino. Die ersten zwei Drittel des Filmes sind auch eine schöne Mischung aus altbekannten Märchen, einprägsamen Songs und guten Witzen. Auch das große Happy-end aller Handlungsstränge wurde gut inzeniert. Aber dann lässt der Film deutlich nach. Gerade als der spannende Teil anfängt, wie sich die Märchen ins Negative wenden, fängt der Film an sich zu ziehen und schafft es einfach nicht die benötigte Spannung aufzubauen.
Während die meisten Schauspieler gut gewählt wurden und ihre Rolle sehr gut spielen, allen voran Meryl Streep, scheint Daniel Huttlestone nur eine Kopie seiner Rolle in Les Miserables darzustellen. Singen kann er ganz klar, aber seine Schauspielfähigkeiten sind zu verbessern. Auch finde ich Johnny Depps Auftritt enttäuschend. Er wurde groß mitangekündigt, als ein Hauptcharakter, ist im Endeffekt aber nur einen Auftritt von ca. 5 Minuten. Sein Auftritt ist absolut genial, das muss man ihm lassen, die Rolle als Wolf passt auch zu ihm. Aber das hätte gerne ausgeweitet werden können.
Die Lieder sind an sich alle gut und verpassen einem den einen oder anderen Ohrwurm. Jedoch zieht sich die Grundmelodie durch den ganzen Film und teilweise mangelt es an Abwechslung und ein Lied klingt wie das andere. Dann gibt es wieder absolute Ausreißer, wie The last midnight oder Agony, bei welchem Chris Pine und Billy Magnussen eindeutig alle singenden Prinzen der Filmgeschichte gekonnt aufs Korn nehmen.
Der Film ist an sich wirklich gut gemacht und nett anzusehen, mich hat er einfach nur enttäuscht, weil ich vorab einfach zu hohe Erwartungen hatte. Ich hätte mir gewünscht, dass die Märchen sich deutlich schlimmer ins Schlechte wenden, aber dann wär es wahrscheinlich nicht mehr als Kinderfilm durchgegangen.

Alles in allem erhält der Film 07 von 10 möglichen Punkten und eine Filmempfehlung für einen gemütlichen Filmabend.

Die Frau in Schwarz 2 – Engel des Todes

Am 19.02.2015 erschien die Horrorfilmfortsetzung zu die Frau in Schwarz.

Kurz zur Story: Die junge Lehrerin Eve Parkins wird Mitte des zweiten Weltkrieges mit einer Schulklasse aus Schutz vor den Bombenangriffen aufs Land geschickt. Sie kommen in einem verlassenem Haus in einer verlassenen Ortschaft unter, das abgeschieden auf einer Halbinsel liegt, nur zu erreichen über eine Straße, die bei Flut fast nicht mehr zu sehen ist. Doch schon bald merken sie, dass etwas ganz und gar nicht stimmt an diesem Ort.

 Ich kenne den ersten Teil leider nicht, daher kann ich die beiden nicht miteinander vergleichen. Der Anfang des Films schien sehr vielversprechend. Das zerstörte London im zweiten Weltkrieg, eine Schulklasse die aufs Land geschickt wird und ein verlassenes Haus auf einer Halbinsel, das von vornherein nicht vertrauenserweckend wirkt. Kompliment an die Szenenbilder, die das Haus entworfen haben.
Weiterhin verläuft sich der Film aber in Klitschees, so dass die komplette Handlung vorhersehbar ist. Auch schafft der Film es nicht in irgendeiner Weise Spannung aufzubauen. Man gruselt sich kein bisschen, weil der ganze Film nur auf Schockmomente beruht. Auf einmal taucht etwas aus dem Nichts auf und die Musik bzw. die Soundeffekte sind für einen Moment ganz laut. Natürlich zuckt man dabei zusammen, aber man gruselt sich nicht. Und der Film zieht und zieht sich, es kommt die obligatorische Liebesgeschichte dazu und selbst die Legende um das Haus war vorherzusehen.

Alles in allem ist es eindeutig kein Horrorfilm und erhält daher nur 02 von 10 möglichen Punkten.

Wild Card

Am 12.02.2015 erschien der neue Film mit Jason Statham in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Nick Wild versucht als Detektiv und Bodyguard ein ganz normales Leben zu führen. Doch als seine Ex-Freundin von einem Gangsterboss übel zugerichtet wurde, verfällt er in alte Gewohnheitsmuster. Dabei will er doch nur seine Spielsucht überwinden und auf Korsika in Ruhestand gehen.

Ich bin ganz ehrlich. Ich hab den Film im OV (Originalversion) gesehen und kaum etwas verstanden. Daher fällt es mir etwas schwer eine anständige Kritik zu verfassen.

Der Film ist mit gerade einmal 92 Minuten eigentlich sehr kurz. Aber durch die Abstände zwischen den Actionszenen zieht sich der Film sehr in die Länge, dass man eher eine gefühlte Ewigkeit im Kino sitzt. Während die Actionszenen gut choreografiert sind und daher den Film spannend gestalten, fehlt es dem Rest des Filmes an Spannung. Zwar sind die Schauspielleistungen gut (allen voran Stanley Tucci), aber das lahme Drehbuch mit teilweise nicht ersichtlicher Handlungslinie lassen diese wahllos wirken. Ein paar gut choregrafierte Kampfszenen machen halt doch keinen Film aus.

Alles in allem erhält der Film 03 von 10 möglichen Punkten von mir.

Shades of Grey

Am 12.02.2015 erschien die Verfilmung des internationalen Bestsellers von E.L. James in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Die Studentin Ana Steele lernt bei einem Interview für die Studentenzeitung den Milliardär Christian Grey kennen. Beide fühlen sich zueinander hingezogen, doch Christian warnt Ana, dass er nicht gut für sie sei. Trotzdem treffen sich die beiden immer wieder und langsam lernt Ana Christian Welt näher kennen, und weiß nicht, ob sie weglaufen soll oder ob es ihr gefällt.

Ich glaube seit Twilight hat kein Film die Gemüter so entzweit. Die einen schwärmen, die anderen ziehen drüber her.
Fangen wir mit den positiven Seiten des Films an. Zum einen trägt die Musik auf jeden Fall den ganzen Film. Also hier Kompliment an Danny Elfman. Auch die „Sexszenen“ wurden sehr ästhetisch gefilmt.

Das ist dann allerdings auch das einzig positive, was zum Film zu sagen ist. Fairer Weise muss man dazu sagen, dass die plumpe und vorhersehbare Handlung, sowie die unkreativen und plumpen Dialoge nur aus dem Buch übernommen wurden. Auch werde ich hier nicht den Inhalt und das frauenfeindliche Bild des Filmes kritisieren. Dies gehört eher in eine Buchkritik.

Andererseits lässt der Filmauch ansonsten zu Wünschen übrig. Die Kameraführung lebt von 08/15 over the shoulder-Einstellungen ohne jedes bisschen Kreativität, hier wurde sich anscheinend doch nur bei den „Sexszenen“ Mühe gegeben. Selbst die Fans des Buches kritisieren den Film, da er die eigentliche Thematik nicht richtig ‚rüberbrächte, sondern sich an unwichtigen Szenen aufhielte.

Was am meisten jedoch stört sind die beiden Hauptcharaktere. Während man Dakota Johnson zumindest noch zu gute halten kann, dass sie sich Mühe gegeben hat der Charakterisierung des Buchcharakters gerecht zu werden, scheint Jamie Dornan absolut keine Lust auf den Film zu haben. Ob er den im Buch beschrieben Schönheitsideal entspricht, darüber lässt sich streiten. Aber wenn ein angeblich BDSM besessener (wobei sich die gesamte BDSM Szene von dem Film distanziert hat) nicht einmal zu wissen scheint, wo bei der Peitsche oben und unten ist und wo er denn anfassen sollte, dann schreit das nach inkompetenz. Denn dann gab es defintiv keine Rollenvorbereitung.

Alles in allem lebt der Film nur durch seinen Soundtrack, bietet ansonsten aber nur ein schlechtes Drehbuch, eine größtenteils uninspirierte Kameraführung, plumpe Dialoge, eine vorhersehbare Handlung und schlechte Schauspielleistungen. Dafür gibt es von mir nur 02 von 10 möglichen Punkten.

An dieser Stelle möchte ich mich entschuldigen, wenn meine Gedanken zu dem Film etwas wirr und unübersichtlich sind. Mir fällt es schwer meine ganzen negativen Gedanken möglichst objektiv zu schildern.

Jupiter Ascending

Von den Machern der Matrix-Triologie erschien am 05.Februar 2015 ein neuer Science-Fiction Film in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jupiter Jones ist ein ganz normales Mädchen, dass in anderen Wohnungen putzt, um mit ihrer Familie über die Runden zu kommen. Doch sie wurde unter einem besonderen Himmel geboren und ungeahnt von den Menschen auf der Erde ist sie als Erlöserin prophezeit. Die Herrscherfamilie Abrasax, bestehend aus drei Geschwistern, die alle ein anderes Stück des Universums beherrschen, haben aber eigene Pläne mit der Erde und mit ihrer Erlöserin.

Als ich hörte, dass die Wachowski-Geschwister einen neuen Science-Fiction-Film produzierten, wurde ich neugierig. Nach dem Trailer dachte ich mir, dass es zwar ein sehr bildgewaltiger Film sein wird, aber Storytechnisch wenig drauf hat. Trotzdem gönnte ich mir die bildgewaltige Weltraumschlacht im Kino. Und bin seitdem hin und her gerissen.
Der Film war in der Tat mehr auf das optische ausgelegt und bietet bildgaltige und genial animierte Actionszenen und Weltraumschlachten. Aber die Story bot dann doch mehr Facetten als ich vorher gedacht hätte, was mich einerseits positiv überraschte. Andererseits wollte der Film dann aber zu viel und fing zu viele Handlungszweige an ohne sie richtig auszuführen. Die Ideen, die in dem Film stecken böten Stoff für mindestens zwei Teile, was mich am Film wieder enttäuschte.
Auch die Besetzung lässt mich zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite sind einige Rollen großartig besetzt, allen voran Eddie Redmayne als Balem Abrasax, der auf brilliante Weise eine ganz neue Art in seinem Schauspielrepertoire verkörpert. Auch Mila Kunis als Jupiter Jones überzeugt. Auf der anderen Seite jedoch gab es auch einige Fehlbesetzungen. Allen voran Channig Tatum, der in seiner Rolle als liebestoller Ex-Militär-Jäger Caine mit spitzen Öhrchen völlig fehl am Platz wirkt. Auch Sean Bean und seine Rolle wirkten voller Gewalt in den Film gepresst, um noch einen bekannten Namen auf das Poster schreiben zu können.

Alles in allem hat sich der Film auf der Kinoleinwand gelohnt zu sehen für schöne Weltraumschlachten, ansonsten lässt er mich ziemlich zwiegespalten zurück. Durch deutliche Schwächen des Filmes erhält er 04 von 10 möglichen Punkten.

Blackhat

Am 05.02.2015 erschien Michael Manns Hacker-Action-Film mit Chris Hemsworth in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Nach einem Hackerangriff auf ein chinesisches Atomkraftwerk, bei dem mehrere Menschen starben und noch mehr verstrahlt wurden, wird der chinesische Offizier und Hacker Chen Dawai mit der Klärung beauftragt. Dafür reist er in die Staaten und bewirkt die vorläufige Entlassung seines Studienkollegen Nick Hathaway, der wegen Kreditkartenbetrugs einsitzt. Zusammen mit Dawais Schwester Lien und der FBI-Agentin Carol Bennett verfolgen sie den Hacker.

Ich war an der Grundidee eigentlich ganz interessiert und hab mich über einen gut inszenierten Hackerfilm gefreut. Zumindest dachte ich das, nachdem ich den Trailer gesehen habe. Doch der Film enttäuschte schon nach den ersten Minuten. Während man sich nach den ersten Einstellungen über die gute Animation freute, als ein Hackerbefehl durch die halbe Welt verfolgt wurde. Doch darüber hinaus fing der Film sofort an sich zu ziehen. Während der ersten halben Stunde schaffte der Film es noch gut in die Geschichte einzuführen und durch ständige animierte Hackerangriffe ein wenig Spannung aufzubauen. Doch schnell verliert sich der Film in langatmigen Dialogen und zu weit ausgeholten Sequenzen. Nach etwas über der Hälfte des Filmes ist das Publikum schon fast eingeschlafen, doch der Film weckt alle mit einem klassischen Schicksalsschlag für die Protagonisten wieder auf. Doch anstatt, dass dieser das große Ende einläutete, verfiel der Film wieder in Langatmigkeit, so dass der eigentliche „Endkampf“ von den meisten Zuschauern gar nicht richtig wahrgenommen wurde, da den meisten schon wieder die Augen zufielen.
Zudem wirkt der Film mit Chris Hemsworth, den man als starken Schauspieler in Thor und Rush wahrgenommen hat, völlig fehlbesetzt. Man glaubt dem muskelbepacktem Schönling nicht die Rolle des Hackers, zumal er während des Filmes öfter ordentlich austeilte. Auch wurde Chen Lien, die Schwester des chinesischen Offiziers, anscheinend einzig und alleine deswegen mit in die USA genommen, um die klassische und überaus vorhersehbare Liebesgeschichte abzuhandeln. Auch alle anderen Charaktere scheinen keine Charakterisierung zu haben, man erlebt einen ganzen Film mit ihnen und kennt hinterher immernoch nicht ihre Hintergründe und Beweggründe. Nur bei FBI-Agentin Bennett wurde eine Charakterisierung versucht, indem erzählt wird, dass ihr Mann bei den Terroranschlägen des elften Septembers starb. Doch dieser Fakt kommt im Film absolut aus dem nichts und passt nicht wirklich hinein, weswegen es wohl förderlicher gewesen wäre, dies nicht mit einzubauen.

Alles in allem ist der Film zwar teilweise hübsch animiert, aber ansonsten lieblos aneinander geschnitten und erhält daher nur 3 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Februar 2015

So nach dem Filmlastigen Januar hier nun wieder die Filme, die ich im Februar 2015 leider nicht geschafft habe zu sehen.

1) The Interview: Zwei angebliche Interviewer, die nach Nordkorea geschickt werden und Kim-Jong-Un töten sollen. Wochenlang in den Zeitungen, da Nordkorea den USA drohte, dass der Film nicht veröffentlicht werden sollte. Wahrscheinlich sogar der spannendste Teil des Filmes, aber trotzdem möchte ich mir gerne noch mein eigenes Bild über den „Skandalfilm“ bilden.

2) Selma: Die Verfilmung des Marsches auf Selma und die Hintergründe. Als Geschichtsfan für mich noch ein Muss zu sehen. Gewinner des Oscars für den besten Song mit „Glory“, der bei der Verleihung für standing ovations sorgte.

3) Whiplash: Leistung und wie sie einem zerstören kann, zeigt dieser Film. Auch Oscar gekrönt, doch anscheinend für die Kinos zu klein, so dass er in ganz Leipzig nicht lief! Daher leider auf meiner verpasst-Liste.

Und nun die Filme, die nicht unerwähnt bleiben sollten:

Foxcatcher, American Sniper

John Wick

Ebenfalls am 29.01.2015 erschien der neue Actionfilm mit Keanu Reeves in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: John Wick war ein berüchtigter Auftragskiller. Doch als er sich in seine Frau verliebte, stieg er komplett aus dem Business aus. Nun ist seine Frau an einer Krankheit gestorben. Ein paar Tage später wird eine kleine Hündin namens Daisy geliefert. Ein Geschenk Johns verstorbener Frau, um ihn über den Verlust zu helfen. Doch die Freude dauert nicht lange an, als kurz darauf ein paar Männer, die es auf Johns Wagen abgesehen hatten, in sein Haus eindringen, Daisy töten und dann mit dem Auto abhauen. Doch Johns Trauer um seine Frau und seinen Hund wandeln sich schnell in Wut. Er gräbt sein Waffenlager aus und begibt sich auf einen Rachefeldzug.

Er rächt nicht seine Frau, er rächt seinen Hund. Mehr oder weniger. Als Zuschauer ist man von Anfang an zufrieden, dass es nicht vollends das Klitschee bedient. Und so zieht es sich den ganzen Film über weiter. Klitschees werden aufgegriffen, aber die meiste Zeit humorvoll umgangen. Beispielsweise wird das Nachladen einer Waffe nicht nur als Spannungserzeuger genutzt (schafft es der Charakter noch nachzuladen oder stirbt er), sondern als normaler Handlungsgegenstand genutzt. Der Film überzeugt mit perfekt choreographierten Kampfszenen sowie mit gutem an passenden Stellen eingefügter Humor. John Wick räumt die Actionszene komplett auf und zeigt so manchem Film, wie es wirklich geht. Einziger Kritikpunkt sind einige angedeutete aber nicht wirklich klare Hintergrundgeschichten, die ein wenig den Erzählfluss stören, sowie das überdramatisierte Ende, dass doch wieder zu sehr ins Klitschee rutscht.

Alles in allem macht John Wick Lust auf mehr gute Actionfilme und setzt ein eindeutiges Statement. Klare Filmempfehlung und erhält daher 9 von 10 möglichen Punkten.