Massive Talent

Ein Vorwort

Mit Blackpink als Trailermusik hatte mich der Film direkt. Auch der Rest sah spannend aus, aber auch so, dass es nach hinten losgehen könnte. Warum Massive Talent fast ein Geheimtipp ist, erfahrt ihr in dem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Nic Cage (Nicolas Cage) scheint mit seiner Schauspielkarriere am Ende zu sein. Da bekommt er von einem reichen Fan das Angebot von einer Million Dollar, wenn er zu dessen Geburtstagsfeier auf Mallorca erscheint. Unterwegs schaltet sich die CIA ein, denn Javi (Pedro Pascal) soll der Kopf eines Kartells sein. Nic wird ungewollt zum Agent.

Meine Meinung

Nicolas Cage Karriere ist ein absolutes auf und ab. Während ich die meisten Filme gar nicht gesehen habe, ist mir wohl eher noch die Community Folge, wo Filmfan Abed eine Analyse darüber abgibt, in Erinnerung geblieben. Dennoch reizte mich allein der Trailer, um den Film eine Chance zu geben, rechnete allerdings mit dem Schlimmsten. Bekommen habe ich eine absolut faszinierende Hommage an den Film, ans Schauspielersein und das ganze verpackt in einer gelungenen Komödie.
Doch fangen wir vorne an. Zunächst wirkt der Film abgedreht und fernab einer Komödie. Hier schienen sich meine Befürchtungen zu bestätigen. Doch schon kurz darauf, sobald Cage Richtung Mallorca reist, um Javi zu treffen, wendet sich der Film komplett. Die Handlung rund um die CIA wirkt auf einmal nur wie ein Lückenfüller für die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft und der Liebe zum Film. Okay, das ist vielleicht doch etwas übertrieben, schließlich gibt sie dem Film den nötigen Rahmen. Aber mitunter verliert sich der Film in seinen einzelnen Szenen und nimmt Elemente und Klischees aus Filmen gleichzeitig aufs Korn und spielt sie doch ganz wunderbar aus. So vereint der Film Action, Komödie und erzählt doch vordergründig die Geschichte einer ganz besonderen Freundschaft.
Denn gerade die Chemie zwischen Cage und Pedro Pascal ist es, was diesen Film so faszinieirend macht. Wie sie es schaffen Szenen komplett auszuspielen, ohne dabei aus der Rolle zu fallen, ist faszinierend. Aber auch ihre Charaktere entwickeln sich gut. Gerade bei Javi hatte ich die große Befürchtung, dass er sich als ein absoluter Stereotyp herausstellt. Doch meine Gebete wurden erhört und er bekommt als Charakter eine tolle Wendung und kann so bis zum Ende überzeugen. Fast ist es ein wenig schade, dass sich hier nicht getraut wurde eine queere Liebesgeschichte einzubauen, sondern es bei der Bromance und eine aus dem Hut gezauberten straighten Liebesgeschichte zu lassen. Die Vorlage dafür war da und es hätte wunderbar funktioniert.
Aber davon mal abgesehen, läuft der Film bis auf ein paar kleinere Stolperer rund und unterhält (nicht ganz) ab der ersten Minute und bis zum Ende. Gern mehr solcher mutiger Filme, aber bitte bitte keine Fortsetzung. Der Film funktioniert gerade als Einzelfilm.

Das Fazit

Massive Talent ist einer dieser kleinen Filme, bei der einfach die Kombi aus Genres wunderbar funktioniert und der durch seine beiden Protagonisten auflebt. Kleinere Stolperer und ein etwas holpriger Anfang sind da schnell vergessen und folgt eine unterhaltsame Zeit im Kino. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Massive Talent läuft seit dem 16.06.2022 in den deutschen Kinos