The Mandalorian – May the 4th be with you

Ein Vorwort

Erst einmal möchte ich allen einen schönen Star Wars Tag wünschen. May the 4th be with you! Natürlich fiel mir wieder erst viel zu spät auf, dass es wieder Anfang Mai ist, als es eigentlich schon zu spät war, irgendein großes Special zu planen oder gar sich mal wieder in einen Star Wars Marathon zu stürzen. Als wüsste Disney von meinen Problemen ergab es sich tatsächlich, dass die letzte Folge zu The Mandalorian (Disney+ Original) am Freitag erschien. Und so kann ich euch nun ganz frisch von dieser Serie erzählen und habe gleichzeitig ein Star Wars-Thema zum Star Wars Tag!

Die Handlung

Der Mandalorianer (Pedro Pascal) ist ein Einzelkämpfer und gehört der Kopfgeldjäger-Gilde an. Bei einem großen Auftrag soll er einen Fünfzigjährigen aufspüren, der sich jedoch als ein Kind herausstellt. Nachdem der Mandalorianer das Paket abgeliefert hat, überkommen ihn Zweifel und er entführt das Kind zurück. Dies führt zu einem Zerwürfnis mit der Kopfgelderjäger und einem großen Kampf. Sie können fliehen, doch haben auch andere Kopfgeldjäger Peilsender und können sie so verfolgen. Wird es gelingen das Kind zu beschützen?

Meine Meinung

Jon Favreau könnte einigen ein Begriff sein, war er doch Regisseur der ersten beiden Iron Man Filme, sowie zuletzt der Realverfilmungen The Jungle Book und König der Löwen. Aber auch die kleinen, ruhigen Filme, wie sein Kiss the Cook, liegen ihm. Nun wurde er als Executive Producer für The Mandalorian eingesetzt, wo er alle seine Talente kombinieren konnte. Teilweise als Regisseur, hauptsächlich als Drehbuchautor ist er der rote Faden in der ersten Staffel. Als Regisseure einzelner Folgen holte er sich unter anderem Dave Filoni, der als Regisseur bereits an anderen Star Wars Serien (u.a. Star Wars: The Clone Wars) mitgearbeitet hatte, oder auch einen Taika Waititi (Thor 3, Jojo Rabbit) mit ins Boot. Dies alles ergibt eine wunderbare Kombination, die uns nach den letzten Spin-offs doch Hoffnung geben dürfen.
Die erste Staffel teilt sich in 8 Folgen mit einer Lauflänge von 32-48 Minuten. Diese werden genutzt, um zum einen das Grundsetting zu klären und so auch den Mandalorianer und seine Vorgehensweise in Ruhe vorzustellen. Dennoch ist die Serie durchgehend spannend und kann mit einer guten Anzahl an wiedererkennbaren Charakteren auffahren. Auch in Folgen, die ein wenig von der Haupthandlung abweichen, ist der Zusammenhang irgendwo noch erkennbar. Diese Folgen dienen eher zur Festigung des Charakterbildes und für ein paar mehr Hintergründe. Auch die Orte und Planeten bieten Abwechslung, Wiederkennungswert und bleiben trotzdem übersichtlich. Der Ton der Serie ist überwiegend ernst, auch wenn kurze humoristische Ausflüge den Ton zwischendurch ein wenig auflockern. Mit einem FSK 12 bleibt The Mandalorian in der Freigabe der Filme. Mitunter bekommt man den Eindruck, dass ein FSK 16 den Machern ein bisschen mehr Handlungsfreiheit gegeben hätte, letztlich ist dies aber nicht nötig.
Generell ist die Serie sowohl etwas für eingefleischte Star Wars Fans, die nicht auf große Weltall-Schlachten bestehen, da diese hier gänzlich fehlen, als auch für Star Wars Neulinge. Man braucht kaum Vorwissen aus den Filmen. Angesiedelt ist die Handlung nach Episode 6 (Die Rückkehr der Jedi-Ritter). Die wichtigste Information ist, dass das Imperium gestürzt wurde und sich eine neue Republik gebildet hat.
The Mandalorian schafft es in der ersten Staffel nicht nur Charaktere und Setting zu setzen, sondern auch zeitgleich eine spannende Handlung zu schaffen. So fühlt es sich nicht wie eine reine Einführung an, dennoch werden einem immer wieder neue Informationen zugespielt. Die erste Staffel ist in sich geschlossen, endet aber doch mit einer Aussicht in die Zukunft, wie es in der zweiten Staffel weitergehen kann. Diese war für Herbst 2020 angekündigt. Durch die aktuelle Corona-Situation ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass dies verschoben wird.

Das Fazit

The Mandalorian ist eine gelungene Spin-off Serie, die sich den typischen Elementen des Universums bedient, Lust auf Neues macht und sowohl für Fans als auch für Einsteiger geeignet ist.

The Great Wall

Am 12.01.2016 erschien ein Film über eine Legende der chinesischen Mauer in den deutschen Kinos.

Die Söldner William Garin und Pero Tovar sind in Asien auf der Suche nach Schwarzpulver, als sie auf die chinesische Mauer treffen. Diese wird alle 60 Jahren von Tao Ties, reptilienartigen Monstern, angegriffen und bereitet sich gerade auf einen neuen Angriff vor. Beim ersten Angriff beweisen sich William und Pero im Kampf, so dass sie von nun an strategisch mit einbezogen werden.

China zur Zeit der Song-Dynastie. Die chinesische Mauer, das bis heute beeindruckende Bauwerk, ist bereits gebaut. Doch wieso musste sie gebaut werden? Was war so mächtig, dass China sich mit so eine Mauer schützen musste? Es ranken sich viele verschiedene Legenden um das Bauwerk, eine der Legenden soll in The Great Wall erzählt werden.
Gleich zu Beginn lernt der Zuschauer die Söldner um William Garin kennen, die mitten in der Mongolei zunächst auf der Suche nach Schwarzpulver waren, dann jedoch vor den Mongolen flüchten müssen. In einer Nacht suchen die 5 Söldner Schutz in einer Höhle, werden dort aber von einem Monster angegriffen, wobei nur William und Pero Tovar überleben. Als Beweis nehmen sie die abgeschlagene Klaue des getöteten Monsters mit und setzen ihren Weg fort. Dabei werden sie weiter von den Mongolen verfolgt, bis ihre Verfolgung ein jähes Ende findet. William und Pero finden sich vor einer riesigen Mauer wieder, die mit einer Armee voll besetzt ist. Da ihnen der Rückweg durch die Mongolen versperrt ist, lassen sie sich von den Chinesen auf der Mauer gefangen nehmen. Dort werden sie zur Klaue befragt und dann auf der Mauer gefangen gehalten. Doch genau dann findet der erste Angriff der Tao Tei, der Monster, die bereits William und Pero angriffen, statt. Im Kampf können sich William und Pero befreien, doch anstatt zu fliehen, beschließen sie zu helfen. Sie überleben die Schlacht. Doch nun müssen sie sich überlegen, wer sie sind: Wollen sie bleiben oder wollen sie weiterhin nach dem Schwarzpulver suchen, weswegen sie den weitern Weg gekommen sind?
The Great Wall ist vor allem eins: Ein Schmaus für die Augen. Obwohl man dem Film ansieht, dass er zu viel mit CGI gearbeitet hat, können die Bilder trotzdem faszinieren. Auch die verschiedenen bunten Rüstungen der chinesischen Armee sind sehr schön anzusehen, eine brutale Schlacht ist wohl noch nie so bunt inszeniert worden. Dadurch sind die verschiedenen Truppen immer gut zu unterscheiden und der Zuschauer muss nie lange überlegen, wer genau welche Funktion zu übernehmen hat. Die Tao Tei haben dann ebenfalls nochmal eine andere Farbe verpasst bekommen, so dass man sie ebenfalls immer als den Feind identifizieren kann.
Wer sich eine tiefgründige Handlung erwartet, sollte den Film meiden, denn die geschaffene Handlung dient nur dem Zweck die groß inszenierte Schlacht irgendwo zu rechtfertigen. Wer sich allerdings auf Schlachtgetümmel vom feinsten freut, mit immer wieder neuen Kampftechniken und Erfindungen, der wird hier seine Begeisterung finden. Denn hier sind gut durch choreographierte und phantasievolle Schlachtmomente dabei. Unterbrochen werden sie immer durch Kampfpausen, die dann genutzt werden, um die Handlung zu erzählen. So entsteht eine gute Mischung aus Schlacht und Schlachtpause. Die Handlung ist bewusst einfach gehalten und führt doch wie ein roter Faden durch den Film und erklärt ganz genau, warum was während der Schlacht gemacht wird und welche Motive William und … für ihre Handlungen haben. Zwischendrin werden kurz die Themen Habsucht und Treue angesprochen, jedoch nicht so sehr, dass sie alle Dialoge bestimmen.
Während es im ersten Trailer noch bedenken gab, wieso Matt Damon als Amerikaner die Hauptrolle in einem in China spielenden Film bekam, wird dies schnell aufgeklärt, da er ein westlicher Söldner ist, der in China Schwarzpulver sucht. Neben Pedro Pascal ist als dritter westlicher noch Willem Dafoe zu sehen. Ansonsten wird mit einer rein asiatischen Besetzung gearbeitet. Hier sticht vor allem Tian Jing als Kommander Lin heraus.

Alles in allem ist The Great Wall ein Film für alle, die gut inszenierte Schlachten sehen wollen und nichts für jemanden, der eine tiefgründige Handlung braucht. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.