Eine Handvoll Serien

Heute mit: Einem hochgeladenem Leben nach dem Tod, Gesprächen über Sex, Abenteuern mit Opa und Enkel, Strategien zum Aufräumen und kleinen Häusern.

Upload – Staffel 1

Die Handlung: In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Technik soweit, dass sterbende Menschen sich entscheiden können, ob sie normal sterben wollen, oder ob ihr Verstand in eine virtuelle Welt geuploadet werden soll. Als Nathan (Robbie Amell) einen Unfall mit seinem selbstfahrenden Auto hat, wird er vor genau diese Entscheidung gestellt. Seine Freundin Ingrid (Allegra Edwards) besteht darauf, dass er nach Lakeview geuploadet wird. Aufgebaut wie ein Ferienresort an einem See, ist Lakeview alles andere als ein Paradies für Nathan. Doch seine menschliche Beraterin Nora (Andy Allo) setzt alles daran, dass er sich eingewöhnt. Doch warum sind einzelne Erinnerungen von Nathan zerstört? Und war Nathans Tod wirklich ein Unfall?

Meine Meinung: Upload braucht einige Folgen um Fahrt aufzunehmen. Man erfährt einiges über Nathans neues Leben als Upload, über seine Beziehung zu Ingrid und auch über Nora und deren Leben. Dabei sind die zerstörten Erinnerungen Nathans das große Mysterium, das sich durch die gesamte erste Staffel zieht. Dazu kommt die Frage, ob Nathan wirklich einem Unfall zum Opfer fiel, oder ob mehr dahinter steckt. Da Nathan nicht mehr viel zur Klärung dieser Fragen beitragen kann, sind es vor allem Nora und ein paar Nebencharaktere, die Spuren verfolgen. Zunächst geht es aber vor allem darum mit Nathan seine neue Welt zu erkunden. Das ist durchaus interessant, auch wenn in den Folgen dann noch wenig passiert und das Spannungslevel nicht gerade hoch ist. Mit fortschreitender Folgenzahl wird das immer mehr gesteigert, bis wir am Ende erste Hinweise auf eine größere Verschwörung finden. Leider ist die Staffel auch genau dann bereits wieder zu Ende und der Zuschauer muss mit einem dezenten Cliffhanger ausharren. So richtig überzeugt hat mich die Serie noch nicht, da es schon relativ viel Füllmaterial gab.

Sex Education – Staffel 1

Die Handlung: Otis (Asa Butterfield) ist eigentlich ein ganz normaler Highschool Schüler, der gerne unscheinbar bleibt. Seine Mutter (Gillian Anderson) dagegen ist Paar- und Sextherapeutin, die sich nicht auf eine Beziehung einlassen will. Als er zusammen mit der Außenseiterin Maeve (Emma Mackey) feststellt, dass erstaunlich viele Schüler Fragen zu Beziehungen und Sex haben, und Otis feststellt, dass er erstaunlich viel darüber von seiner Mutter weiß, wollen sich beide durch Sexberatung etwas dazu verdienen.

Meine Meinung: Ich habe diese Serie auf Empfehlung des werten Herrn Donpozuelo angefangen, der sehr begeistert von der Serie schien. Da ich sowieso schon länger um die Serie herumschlich, da auch Netflix der Ansicht war, dass mir die Serie gefallen könnte, gab ich ihr eine Chance. So richtig reingefunden in die Serie habe ich aber nicht. Mir waren die Charaktere allesamt zu schräg, oder zu stereotypisch und auch wenn versucht wurde in alle ein paar Ecken und Kanten einzubauen, waren es gerade die, die mir zu viel waren. Dabei war die verschlossene Maeve mit ihren Problemen noch der zugänglichste Charakter. Die Handlung selbst lässt sich grundsätzlich wegbingen, es passiert immer wieder etwas Neues und bestehende Konflikte werden ausgebaut. Auch die Beziehung zwischen Otis und seiner Mutter und die daraus resultierenden Konflikte haben mir gut gefallen. Hingegen hat mich vieles, was an der Schule passiert ist eher bedrückt und teilweise auch betrübt. Denn auch wenn das Thema Mobbing und ausgegrenzt werden an vielen Schulen wohl leider noch immer alltäglich ist und ohne diese Themen das ganze wohl sehr unrealistisch sein dürfte, war die Intensität des hier gezeigten Ausmaßes doch für mich sehr schwer. Ob ich die zweite Staffel mir noch ansehe, weiß ich aktuell nicht.

Rick & Morty – Staffel 4

Die Handlung: Morty reist wieder mit seinem Opa Rick, einem vielleicht etwas verrücktem Wissenschaftler, durchs Universum und erlebt dabei viele Abenteuer. Seine Familie darf natürlich auch nicht fehlen.

Meine Meinung: Hinter der Serie liegen drei wirklich starke Staffeln mit mal mehr und mal weniger guten Folgen. Dan Harmon wollte dies nun also noch einmal steigern und ließ sich dabei auch gut Zeit. Knapp drei Jahre lagen zwischen Staffel drei und vier. Und gesteigert hat er die Geschichten noch einmal, aber leider ist das nicht unbedingt positiv. So gibt es einfach Folgen, wie z. B. mit dem Geschichtenzug, die eine gute Grundidee haben, aber dann schon in der Folge noch immer einen draufsetzen müssen. Wenn der Zuschauer denkt, jetzt ist die Folge aufgelöst, dann kommt noch etwas dazu und nein, so konnte das ganze natürlich nicht enden, wir machen da noch einmal eine neue Ebene auf. Das kann einen mitunter den Spaß an der Folge nehmen. Hingegen gibt es aber auch Folgen, die es auf genau das richtige Maß schaffen. Und gerade Anspielungen auf diverse Filme und/oder Franchises machen Spaß beim Entdecken. Der Gesamtstaffel fehlt also letztlich das richtige Maß für zu viel und genau auf die Spitze getrieben. Dennoch hatte ich insgesamt wieder viel Spaß und ignoriere einfach die Folgen, die mir zu viel waren.

The Home Edit – Staffel 1

Die Handlung: In The Home Edit reisen Clea Shearer und Joanna Teplin von der gleichnamigen Firma zu diversen Kunden prominenter und unbekannter Natur, um an bestimmten Stellen im Haus beim Aufräumen, Sortieren und Ordnen zu helfen. Mit dabei sind unter anderem Reese Witherspoon, Khloe Kardashian und Neil Patrick Harris.

Meine Meinung: Die Firma The Home Edit ist vielleicht einigen von ihrem Instagramerfolg ein Begriff. Die beiden Grüner Clia und Joanna helfen Leuten beim Aufräumen. Was für manche vielleicht jetzt schon absurd klingt, andere vielleicht an Marie Kondo erinnert, dem sei gesagt, dass es hier um einiges mehr geht. Denn im Gegensatz zu Marie Kondo sollen die Klienten von The Home Edit nicht unbedingt alles auf ein minimalistisches Maß reduzieren, sondern es geht eher darum Bereiche zu schaffen und auch viele Sachen so zu ordnen, dass es stets aufgeräumt wirkt. Einige gute Tipps sind dabei, auch wenn sich viel auf Organisationsbehälter verlassen wird. Auch wenn ein paar Sachen etwas überzogen wirken, wie zum Beispiel Eva Longorias aufgeräumter Kühlschrank – ganz ehrlich, wer hat denn immer die gleichen Sachen im Kühlschrank, so dass man dafür Bereiche schaffen muss und wieso müssen meine Einkäufe ausgepackt werden und in Aufbewahrungsboxen umgepackt werden. Der wichtigste Bestandteil der Serie sind aber Clia und Joanna, die durch ihren Enthusiasmus und ihr sympathisches Auftreten, die Serie erst zu dem machen, was sie ist. Dabei strahlt sie ganz viel Charme und Herzenswärme aus. Und leider spornt sie auch zum Aufräumen an…

Tiny House Nation – Staffel 1+2

Die Handlung: John Weisbarth und Tiny House Experte Zack Giffin reisen durch das Land und helfen bei bestehenden Aufträgen. Dabei versuchen sie zum einen die Kunden auf die Verkleinerung vorzubereiten und zum anderen die Tiny Häuser so intelligent wie möglich zu gestalten.

Meine Meinung: Ich wäre wohl nicht für ein Tiny House gemacht. Zu sehr hänge ich an meinen Bücherregalen oder meiner DVD/Bluray-Sammlung. Dennoch war es spannend zu sehen, aus welchen Gründen sich manche der Kunden ein Tiny House zulegen wollen. Und wie wenig durchdacht das manchmal wirkt. Also während man sich bei den Kunden und deren Aussagen manchmal nur mit der Hand gegen den Kopf schlagen möchte, sind es gerade die unterschiedlichen Aufbauten der Tiny Häuser und die vielen verschiedenen Kleinigkeiten, die viel Stauraum schaffen, absolut faszinierend. Dabei helfen auch John und Zack, die die Serie mit viel Enthusiasmus bereichern. Zwar fehlt im Vergleich zu The Home Edit vielleicht noch so das letzte zündende Fünkchen, um wirklich charmant zu sein, aber dennoch macht es viel Spaß der Serie zuzugucken.

Eine Handvoll Serienkritiken

Ich bin aus meiner Auszeit zurück und hoffe euch nun wieder regelmäßig ein paar Artikel präsentieren zu können. Ob und wann die Kinos wieder öffnen, ist weiterhin nicht final entschieden und daher kommen wir nun wieder zu meinen obligatorischen Überbrückungsbeiträgen. Die Serienkritiken machen hier den Anfang.

The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 2

Die Handlung: Miriam „Midge“ Maisel arbeitet weiter an ihrer Karriere als Stand-up-Comedian. Seit ihr Ex-Mann Joel davon Wind bekommen hat, ist es auch um ihre Erneuerung der Ehe vorbei. Dennoch stehen große Abenteuer bevor. Midges Mutter Rose Weismann ist nach Paris abgehauen und Midge muss ihr mit ihrem Vater hinterherreisen, um sie zurückzuholen. Dann steht der Sommer bevor, den die Familie alljährlich in den Catskills verbringt. Und vielleicht gibt es auch für Midge einen neuen Verehrer.

Meine Meinung: Während die erste Staffel ein Warmwerden mit den Charakteren war und vor allem durch die Scheidung von Midge und Joel dominiert wurde, gibt es nun viele kleinere Geschichten, die erzählt werden. Allein die Catskills nehmen drei Folgen ein, was der Serie aber gut tut. Durch den regelmäßigen Tapetenwechsel geht der Serie nicht die Puste aus und gleichzeitig arbeiten alle Folgen weiterhin an Midges Traum. Wir bekommen alte liebgewonnende Charaktere zurück und neue hinzu, die wir genauer betrachten dürfen. Der Witz, aber auch die Spannung, kommen nicht zu kurz. So gesehen eine gelungene Fortführung der Serie. Wobei mir die zweite Staffel noch besser gefiel als die erste.

Star Trek: Discovery – Staffel 2

Die Handlung: Der Krieg mit den Klingonen ist vorbei und die Discovery ist unterwegs nach Vulkan, um ihren neuen Captain zu begrüßen. Unterwegs treffen sie auf die Enterprise mit Captain Pike. Dieser kommt zusammen mit zwei Offizieren an Bord und nimmt das Kommando an sich. Es wurden sieben rätselhafte Signale abgefangen und Pike soll zusammen mit der Besatzung der Discovery diesen nachgehen.

Meine Meinung: Lange habe ich mit mir gerungen, ob ich die zweite Staffel überhaupt noch sehen mag. Denn die erste hat mir nicht so richtig zugesagt. Die viel zu langgezogene Staffel rund um den Klingonenkrieg hatte zu viele Wendungen und Zwischengeschichten (ich sag nur Spiegeluniversum) um spannend zu bleiben. Dies ändert sich in der zweiten Staffel jedoch vollkommen und mit Captain Pike wird ein cooler neuer/alter Charaktere hinzugefügt, mit dem die Star Trek Formel nun wieder aufgeht. Wir haben durch die Signale zwar eine zusammenhängende Geschichte, aber irgendwo auch Einzelepisoden. Das harmoniert sehr gut zusammen und wird nur mit minimalen kleineren Geschichten gestreckt. Auch die Charaktere harmonieren nun viel mehr miteinander und haben sich zu einer kleinen Familie zusammengerauft. So kommt der typische Charakter der früheren Star Trek Serien wieder durch. Lediglich das Ende stimmt mich wieder nachdenklich, ob die dritte Staffel dann auch wieder so gut funktionieren kann.
PS: Zwischen den beiden Staffeln gibt es vier Kurzfilme. Die sollten vor dem Staffelfinale gesehen werden, sonst versteht man nicht, wo der eine Charakter auf einmal herkommt 😉

Foodhacks mit Nadiya Hussain – Staffel 1

Die Handlung: Die meisten dürften das Problem kennen. Man kommt gestresst von der Arbeit und dann soll man noch für die Familie kochen. Teilweise kommen dann noch Kinder dazu, die ja auch noch bespaßt werden wollen. Nadiya Hussain nimmt sich diesem Problem an und zeigt Rezept mit wenig Aufwand, die man wunderbar vorbereiten kann oder die einfach Zeit sparen. Außerdem begibt sie sich hinter die Kulissen einer Lebensmittel und deren Herstellung.

Meine Meinung: Wunderbar kurzweilige Serie für zwischendurch. Einige interessante Fakten zu Lebensmitteln sind dabei und auch einige Rezepte, die ich vielleicht doch einmal ausprobieren werde. Im großen und ganzen bin ich mir jedoch unsicher, ob die Rezepte wirklich den gewünschten Effekt haben. Denn selbst, wenn ein Essen nur 10 Minuten für die Vorbereitung braucht, finde ich durchschnittlich 40 Minuten im Ofen doch sehr lang. Wenn ich im Schichtsystem von der Spätschicht nach Hause komme, halte ich keine 40 Minuten mehr durch, um auf das Essen zu warten. Auch sind manche Tipps für mich keine Alternative. Zum Beispiel werde ich nicht mit vorgeschälten Kartoffeln aus dem Glas arbeiten. Da plane ich lieber die Schälzeit mit ein. Aber einiges dient dann doch auch einfach zur schönen Inspiration. Freue mich trotz allem auf eine zweite Staffel.

Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 1

Die Handlung: Phryne Fisher ist Aristokratin und kehrt in den 1920er Jahren nach vielen Jahren in Europa in ihre Heimat Melbourne, Australien zurück. Dort hilft sie bei der Aufklärung eines Mordes mit. Fortan mischt sie sich gerne in die laufenden Ermittlungen bei Mordfällen ein. Detective Inspector Jack Robinson ist davon wenig begeistert, kann Miss Fishers Enthusiasmus aber auch nicht stoppen.

Meine Meinung: Ich präsentiere eine Crimeserie, die in Australien spielt, in den 1920er Jahren und dann noch eine sehr unkonventionelle Ermittlerin hat. Wie bei den meisten Crimeserien, die sich mit dem Fall der Woche befassen, ist es hier vor allem das Zusammenspiel der verschiedenen Charaktere, die den Charme der Serie ausmachen. Tatsächlich ist mir Phryne Fisher fast noch am unsympathischsten, was allerdings nicht viel heißt. Spannend ist es jedoch zu beobachten, wie Miss Fisher die Täter überführt, denn die technischen Mittel  waren damals doch eher mau. Neben dem Crimefaktor hat man also auch noch den Historienfaktor, der sich vor allem in faszinierenden Kleidern niederschlägt. Ein Blick lohnt hier auf jeden Fall.

Küchenhelden – Staffel 1

Die Handlung: Kurz gesagt ist es ein Familien-Koch/Back-Duell mit von Disney inspirierten Themen. Fünf Familien mit jeweils vier Familienmitgliedern treten in 10 Runden gegeneinander an. Thema ist jeweils ein Disneyfilm und es wird die Art vorgegeben (Hauptspeise/Dessert/Snack). Am Ende kostet jeweils ein Chefkoch aus Disney World die Gerichte und bestimmt dann den Gewinner.

Meine Meinung: Eigentlich bin ich für Koch- und Backwettbewerbe wenig zu haben. Das große Backen konnte mich für ein oder zwei Staffeln nochmal fesseln, verloren dann aber auch einfach wegen der Länge den Reiz. Bei den Küchenhelden funktioniert das ganz gut, weil jede Folge nur knapp 30 Minuten geht und der Kochprozess daher nicht in die Länge gezogen wird. Die Folgen beginnen mit der Vorstellung des Disneyfilms, um den es geht und die beiden Familien, die in der Runde antreten, dürfen in Disney World die jeweils passende Abteilung besuchen und Inspiration sammeln. Dann geht es ans Kochen/Backen. Dafür gibt es eine Stunde Zeit. Zwischendurch gibt es noch ein Gartenduell, bei dem jeweils zwei Familienmitglieder gegeneinander antreten, während die anderen weiterkochen dürfen. Der Gewinner des Duells bekommt den goldenen Löffel, der der Siegerfamilie einen Vorteil, wie z.B. Extra-Zeit, einbringt. Am Ende wird verkostet. So gesehen eine schöne Serie für Zwischendurch. Die Folgen sind immer Freitags auf Disney+ erschienen und am kommenden Freitag steht das große Finale bevor.