X-Men – Apocalypse

Am 19.05.2016 erschien der dritte Teil der neuen X-Men Reihe in den deutschen Kinos.

Er wird als der erste Mutant der Welt bezeichnet: Apocalypse. Nachdem er jahrtausende lang begraben war, ist er nun wieder erwacht und will mit Hilfe von seinen vier „Reitern“ die Welt in ein neues Zeitalter führen, was jedoch die vollkommende Zerstörung dieser bedeutet. Charles Xavier und seine X-Men versuchen dies zu verhindern.

Bei den X-Men Filmen kommt man immer nicht so richtig dahinter in welcher Zeiteben der Film denn nun spielt. Es gab eine ursprüngliche Trilogie mit Patrick Stewart und Ian McKellen als Xavier und Magneto. Sie umfasste die Filme „X-Men“ „X-Men 2“ und „X-Men – The last Stand“. Dann gab es das Prequel „First Class“, in dem alle Schauspieler verjüngt wurden und wir nun James McAvoy und Michael Fassbender als Xavier und Magneto sehen dürften. Dann erschien der Film, der die Zeitebene vermischt und damit sehr undurchsichtig gemacht hat: „Days of future and past“. Denn hier spielt der Film eigentlich weit nach „the last stand“, aber Hugh Jackman als Wolverine wird in die Vergangenheit geschickt und so spielt er zeitgleich auch nach „First Class“. Nun erschien „Apocalypse“ wieder mit McAvoy und Fassbender in den Hauptrollen. Trotzdem kam die Frage nach der Zeitebene auf, die schon Deadpool in seinem Film thematisierte „Wen treffe ich eigentlich? McAvoy oder Stewart? Ich komm mit diesen Zeitebenen immer durcheinander“. Aber anhand der Fakten, dass „Apocalypse“ in den 1980er Jahren spielt und wichtige Figuren, wie Jean Grey und Cyclops neu einführt und wieder mit McAvoy und Fassbender in den Hauptrollen ist, kann der Film zwischen dem Vergangenheitsstrang in „Days of Future and Past“ und zwischen dem ersten „X-Men“ eingeordnet werden.
Apocalypse, der erste Mutant der Welt, der in sich selbst eine Art Gott sieht, wurde vor vielen Jahren durch einen Putsch in Ägypten unter seiner eigenen Pyramide begraben. Er hatte stets vier Anhänger, deren Fähigkeiten er verstärkte. Nach Tausenden von Jahren wurde er nun wiederbelebt und suchte sich seine neuen Anhänger. Einer davon ist auch Magneto, der nach den Geschehnissen in „Days of future and past“ versuchte ein normales Leben zu führen und Frau und Kind hatte, die aber durch einen Unfall verlor. Ungeachtet der Ereignisse führt Xavier seine Schule für Mutanten, zu deren Schüler auch seit neustem Jean Grey und Cyclops sind, die man bereits aus der ursprünglichen Trilogie kannte. Doch Apocalypse will die Welt vernichten und nach seinen Vorstellungen wieder aufbauen. Xavier muss ein neues Team von X-Men gründen. Unterstützung findet er seltsamerweise bei Mystique.
Es sollte der Abschluss der zweiten X-Men Trilogie darstellen. Dafür musste noch einmal eine riesige Schlacht mit bombastischen Bildern auf die Leinwand. Das hat der Film auch geschafft und umgesetzt. Nur leider musste darunter die Handlung leiden. Sie wurde auf ein Minimum reduziert. Es wurden lediglich alle beteiligten Mutanten gezeigt, die in diesem Film eine relevante Rolle haben und kurz, wie Apocalpyse seine vier Mutanten zusammen suchte. Dann ging es auch schon mit den Kämpfen los, die ohne Zweifel bildgewaltig waren, aber doch wenig aussagten. Als Abschluss ist dies sehr schade. Bei einer Filmlänge von 144 Minuten ist die schwache Handlung umso bedauerlicher, denn die Zeit das Finale anständig auszuarbeiten wäre da gewesen.
Auch die Charakterisierung von Apocalypse wurde nur angerissen, was ihn als Bösewicht nicht interessant macht. Er wird nur als der Übermutant dargestellt, dessen Fähigkeiten natürlich besser sind, als die von allen anderen Mutanten zusammen und der sich nur als Gott sieht und deswegen herrschen will. Es gibt keinen Tiefgang bei seiner Figur, keine Grauabstufungen, er denkt nur in Schwarz und Weiß. Auch dies ist bedauerlich, denn aus der Grundidee des ersten Mutanten wäre wesentlich mehr rauszuholen gewesen.

Alles in allem setzt X-Men Apocalypse leider nur auf eine bildgewaltige Schlacht, die jedoch in allen Facetten gezeigt wird. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Money Monster

Am 26.05.2016 erschien ein Film, der sich mit Manipulation an der Börse auseinander setzt, in den deutschen Kinos.

Lee Gates gibt in seiner Show „Money Monster“ regelmäßig Empfehlungen zu Investitionen an der Börse. Doch einer seiner Tipps hat durch einen angeblichen Computerfehler hohe Verluste geschrieben. Kyle Budwell hat all sein Geld durch den Tipp verloren. Nun sucht er die Verantwortlichen, in dem er Gates live in der Sendung gefangen nimmt und mit einer Sprengstoffweste bedroht.

Niemand geringeres als zweifache Oscargewinnerin Jodie Foster nahm für diesen Film im Regiestuhl Platz und inszeniert prompt einen der spannendsten Filme des Jahres. Money Monster spielt mit der Wahrnehmung der Menschen. Lee Gates als prominenter Fernsehstar scheint „der Gute“ zu sein, während Kyle Budwell mit der Bombe automatisch „der Böse“ sein müsste. Doch diese Wahrnehmung verschwimmt im Laufe des Films und zeigt, dass ein komplettes Schwarz-Weiß-Denken nicht möglich ist.
Der Film beginnt mit dem Alltag am Set. Lee Gates mault seine Leute an, weil ihm irgendeine Kleinigkeit nicht in den Kram passt. Seine Produzentin Patty versucht alles zu retten und zu organisieren, während sie versucht Lee wieder auf den Boden der Tatsachen zu bringen. Eine ganz normale Show von Money Monster beginnt. Gates entertained und Patty versucht auch seine Alleingänge als gewollt darzustellen. Doch es bleibt nicht bei der Normalität. Denn Kyle Buckwell hat sich in das Studio geschlichen mit einer Waffe und einer Sprengstoffweste. Er stürmt die Show bedroht Gates und lässt ihn die Weste anziehen. Schnell wird herausgefunden, dass Buckwell viel Geld durch einen sogennanten Clitche bei der Firma, in die er investierte, verloren hat und nun nach Antworten sucht. Patty erkennt schnell den Ernst der Lage und schickt alle Mitarbeiter, die noch fliehen können aus dem Gebäude. Dann versucht sie mit Gates die Show weiterlaufen zu lassen. Zusammen mit Buckwell wollen sie das passierte aufdecken.
Money Monster ist ein Film, der locker leicht beginnt und schon nach wenigen Minuten einen an den Kinosessel fesselt. Er baut eine hohe Spannung auf, die er bis zum Ende hält. Man fiebert mit den Charakteren mit und möchte endlich erfahren, was an der Börse schief ging und wieso so viele Menschen viel Geld verloren haben. Ca. 3/4 des Films sind ein reines Kammerspiel, dass sich nur im Studio abspielt und trotzdem schafft der ilm es mit wenigen Mitteln sehr guten Dialogen und starken Schauspielern die Spannung zu halten. Der Ausgang bleibt überraschend und schockierend, auch wenn man zwischenzeitlich der Ansicht ist eine Ahnung zu haben, wohin das ganze führt. Trotz des sehr ernsten Themas und der sachgerechten Behandlung dessen, kommt auch der Witz nicht zu kurz, um die Situation zumindest für das Kino wieder etwas zu lockern.
George Clooney übernimmt die Rolle des Lee Gates. Gates ist reich und arrogant und nimmt seine Sendung nicht so ganz ernst. Das ändert sich sehr schnell als er den Sprengstoffgürtel anziehen muss.
Julia Roberts übernimmt die Rolle der Prdozentin Patty. Diese ist die Ruhe in Person auch während der Geiselnahme. Sie versucht einen kühlen Kopf zu bewahren und alles zu organisieren. Damit ist sie die eigentliche Heldin des Films.
Beide Roberts und Clooney zeigen wieder einmal, weswegen sie auf der Leinwand sehr geschätzt werden und überzeugen vollkommen in ihren Rollen.
Jack O’Connell übernimmt die Rolle des Kyle Budwell. Ein junger Mann, der immer arm war und in seinem Leben nicht viel auf die Reihe bekommen hat. Als er ein bisschen Geld erbte, glaubte er dem Tipp der Show Money Monster und verlor alles. Er zeigt sich zunächst seiner Sache sehr sicher, verliert aber immer mehr die Kontrolle und zweifelt immer mehr an sich.
Im Schatten von Größen wie Roberts und Clooney konnte sich O’Connell durchsetzen und seine Rolle glaubhaft und gut dargestellt herüberbringen.

Alles in allem ist Money Monster ein gut gemachter und spannender Film, der sich mit den Machenschaften an der Börse befasst. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Mai 2016

Hallo ihr Lieben,
der Mai hat sich irgendwie länger gezogen als die vergangenen Monate und trotzdem habe ich es nicht so oft ins Kino geschafft, wie sonst. Könnte allerdings auch daran liegen, dass der Monat im Vergleich zu den vorherigen etwas schwächer wurde. Wie ihr merkt gibt es zur Zeit auch immer seltener neue Kritiken. Das liegt zum einen daran, dass meine mündliche Abschlussprüfung noch bevorsteht und zum anderen, dass ich zusätzlich privat sehr viele Termine hatte. Aber es wird spätestens ab August hoffentlich alles wieder etwas entspannter werden. Lange Rede, kurzer Sinn: Hier die Filme, die ich im Mai leider verpasst habe zu sehen.

1) Triple 9: Ein Film über eine Gangsterbande, die einen Triple 9 auslösen, um einen großen Raubüberfall auszulösen. Trailer sah ziemlich gut.

2) Die Poesie des Unendlichen: Erinnert ein wenig an die Entdeckung der Unendlichkeit, den ich sehr mochte, spielt aber in einer anderen Zeitepoche und beschäftigt sich dem Heimatgefühl.

3) Alice im Wunderland 2 – Hinter den Spiegeln: Ich bin ein großer an des ersten Teils und freue mich seit dem ersten Trailer auf diesen Film, bin aber doch etwas bestürzt über die negativen Kritiken.

Und die Filme, die nicht unerwähnt bleiben sollten, es aber nicht auf meine Liste geschafft haben:

Monsieur Chocolat, Mängelexemplar, Warcraft – The Beginning

Bad Neighbours 2

Am 05.05.2016 erschien der zweite Teil der Bad Neighbours Reihe in den deutschen Kinos.

Mac und Rose Radner erwarten Familiennachwuchs und wollen daher ihr Haus verkaufen und in ein größeres in der Vorstadt ziehen. Der Deal scheint auch unter Dach und Fach zu sein, bis auf die 30 Tage Regel in der nichts passieren darf. Doch genau in dieser Zeit zieht erneut eine Studentenverbindung in das Nachbarhaus ein. Doch diesmal sind es Studentinnen. Die Radnors müssen sie schnellstmöglich loswerden.

 Das Ausgangsprinzip klingt nicht wirklich neu, entspricht es doch in der Theorie haargenau dem Vorgängerfilm. Der Trailer zeigt schon, dass auch die Witze wieder genau in die gleiche Richtung gehen und sogar bewusst die gleichen Witze wieder aufgegriffen werden, z. B. mit den Airbags. Doch den Film mit den Witzen und dem Handlungsverlauf zusammen, ist einfach nur eine schlechte Neuauflage des ersten Teils. Schon die erste Szene des Films hätte genauso den ersten eröffnen können. Bzw. hat er sogar, denn in beiden Eröffnungssequenzen haben die Radnors Sex und diskutieren dabei, ob ihre Tochter zusieht bzw. aufwachen könnte. Und so geht es weiter. Die Radnors haben es geschafft ihr Haus zu verkaufen und ein Haus in der Vorstadt zu kaufen (den Plan gab es schon im ersten Teil). Der einzige Haken: Es gibt eine 30-Tage-Frist in der es sich die neuen Mieter anders überlegen können. Demnach darf in diesen 30 Tagen nichts passieren. Zeitgleich an der Uni: Shelby, Beth und Nora, drei Erstsemester, sind enttäuscht von den Praktiken der bisherigen weiblichen Studentenverbindungen. Sie beschließen ihre eigene zu gründen und mieten dafür das ehemalige Haus von Delta Psi, direkt neben den Radnors. Diese sind natürlich nicht begeistert von der Entwicklung, weil sich auch Kappa Nu, die weibliche Studentenverbindung, ebenso wie Delta Psi aus dem ersten Teil nicht an ihre Regeln halten wollen und sie den Verkauf des Hauses als gefährdet ansehen. Wie immer kann die Universität nichts machen und die Radnors ergreifen wieder die Eigeninitiative und versuchen durch böse Streiche die Mädchen aus dem Nachbarhaus zu kriegen. Nur das diese schnell zurückschlagen. Es entsteht ein neuer Nachbarschaftskrieg.
Bad Neighbours 2 wollte an den ersten Teil anknüpfen, hat ihn jedoch einfach kopiert und mit wesentlich schlechteren Witzen ausgestattet. Der größte Unterschied dürfte sein, dass Kappa Nu gegen die Vorurteile einer Studentinnenverbindung ist. Die Behandlung der Mädchen als Objekte, wie es noch im ersten Film bei Delta Psi der Fall war, wird zurückgewiesen und es geht eher darum Freundschaften zu knüpfen und Gleichgesinnte zu finden. Ein paar Details sind auch sehr liebevoll und teilweise sogar humorvoll gestaltet. Doch das bleibt leider die Ausnahme. Die Handlung plätschert so vor sich hin und versucht die Streiche aus dem ersten Film noch größer und gemeiner werden zu lassen. Dadurch leidet aber der Witz ganz stark darunter, denn Bad Neighbours 2 ist vieles, aber nicht lustig und unterhaltsam. Die Streiche erlangen gerade gegen Ende ein Ausmaß, dass absolut keinen Bezug mehr zur Realität hat. Auch die Charaktere, allen voran Mac und Teddy, werden noch dümmer als im ersten Teil gezeichnet. Mitunter will man den Radnors gerne die Tochter wegnehmen, denn in dem Umfeld ist sie dauerhaft gefährdet. Auch funktionieren viele Streiche nur, weil die Radnors anscheinend nie ihre Tür verschließen und Kappa Nu ständig hereinspazieren kann.

Alles in allem kopiert die Fortsetzung den ersten Teil und setzt ihn noch einmal schlechter und ohne Witz um. Dafür gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.

Sing Street

Am 26.05.2016 erscheint ein neuer Coming-of-Age Film vor der schönen Kulisse Dublins in den deutschen Kinos.

Irland in den 1980er Jahren. Conors Eltern können sich die Privatschule nicht mehr leisten, weswegen er auf eine staatliche kommt. Dort wird er schnell als Außenseiter gehändelt. Sein einziger Lichtblick ist die schöne Raphina, die er unbedingt beeindrucken möchte. Also gründet er kurzerhand mit ein paar anderen Jungs aus der Nachbarschaft eine Band.

Sing Street ist ein Film, der einseits die Probleme einer irischen Familie in den 1980er Jahren erzählt und sich zum anderen mit dem jüngeren Sohn und seiner Selbstfindungsphase beschäftigt. Die 1980er Jahre in Irland sind nicht das positivste Kapitel irischer Geschichte. Eine schlechte wirtschaftliche Lage und Massenarbeitslosigkeit geht an kaum einer Familie unbemerkt vorbei. So ist es auch bei Conors Familie. Sein Vater ist Architekt, bekommt aber kaum noch Aufträge, seine Mutter arbeitet in einem Lebensmittelladen, aber wird auf eine Halbzeitstelle gekürzt. So muss Conor von der Privatschule genommen werden und wird fortan auf eine staatliche geschickt. Dort wird er aber schnell als Außenseiter abgestempelt und ist stark erschrocken von der offenen Gewaltbereitschaft, die gezeigt wird und das nicht nur von seinen Mitschülern. Auch zu Hause geht alles weiter den Bach runter. Seine Eltern stecken nicht nur in einer finanziellen, sondern auch in einer privaten Krise, und streiten immer häufiger. Gefangen in diesem Teufelskreis begegnet er eines Tages der schönen und geheimnisvollen Raphina, die von sich selbst behauptet Model zu sein. Conor lädt sie spontan ein als Model in seinem Musikvideo aufzutreten. Das Problem an der Sache ist, dass er weder eine Band hat, noch ein Musikinstrument spielen kann. Also bittet er seinen einzigen Freund Darren um Hilfe. Der kennt einen Jungen aus der Nachbarschaft, der einfach jedes Instrument spielen kann: Eamon. So gründen sie noch mit weiteren Jungs aus der Nachbarschaft die Band Sing Street und lassen Raphina in ihrem ersten Musikvideo autreten. Inspiriert werden sie unter anderem von Conors musikbegeistertem Bruder Brendan. Conor versucht sich nun seine Identität neu aufzubauen, was aber nicht überall gut ankommt.
Sing Street ist ein Film, der die Entwicklung eines Jungen durch die Musik darstellt. Dabei wird der Film gekonnt vertont mit Musik von Duran Duran, The Cure und A-Ha. Zudem sind die Lieder von Sing Street keine Covers, sondern wurden eigens von Regisseur John Carney und Gary Clark geschrieben. Die Musik stimmt den Film trotz der düsteren Zeiten sehr positiv und ist eine schöne Kulisse für die ernsteren Themen des Films. Gleichzeitig spielt der Film mit Klitschees, nimmt sie auf, führt sie aber nicht zu Ende, was einen schönen Stilbruch bewirkt. Die Handlung ist größtenteils vorhersehbar, aber das stört keineswegs. Sing Street ist kein Film, der auf einen großen Abschluss hinarbeitet. Im Gegenteil schafft er es durchgängig dem Zuschauer durch die Musik ein gutes Gefühl zu geben und schafft gute Laune. Man wird Zeuge der Entwicklung Conors und fühlt mit ihm. Allgemein schafft der Film es, die Charaktere beinahe positiv darzustellen – bis auf wenige Ausnahmen. Auch die schauspielerischen Leistungen sind alle gut. Allerdings sollte man den Film nur im Originalton gucken, wenn man den irischen Dialekt versteht. Aber selbst die Verständnisprobleme können das Sehvergnügen nicht einschränken.

Alles in allem ein schöner Musikfilm, der die Emotionen einer ganzen Generation einfängt. Dafür gibt es solide 07 von 10 möglichen Punkten.

Captain America 3 – Civil War

Am 28.04.2016 erschien der dritte Teil der Captain America Reihe in den deutschen Kinos.

Wie weit dürfen die Avengers gehen und sollte es staatliche Einschränkungen geben? Mit dieser Frage werden die Avengers konfrontiert, nachdem eine Operation unter dem Kommando Captain Americas mit einer hohen Anzahl ziviler Opfer endet. Doch diese Frage spaltet jedoch die Avengers in zwei Lager. Nach einem terroristischem Anschlag, in den der Winter Soldiers alias Captain Americas alter Freund Bucky verwickelt sein soll, spaltet sich das Team und verfolgen unterschiedliche Ziele.

Der Film scheint auf dem ersten Blick lediglich die Marvel-Ausgabe des DC-Films Batman vs. Superman – Dawn of Justice. Auch hier wird die Frage nach Gesetzen und Regeln für Superhelden thematisiert. Auch hier treten die Helden in einer Schlacht gegeneinander an. Und auch hier gibt es trotz der Fülle dieser beiden Handlungsstränge noch einen Überbösewicht, der die Endschlacht anführt. Doch trotz dieser Parallelen bietet Marvel hier die ausgereiftere Variante.
Der Film setzt nahtlos an ‚The Avengers – Age of Ultron‘ an. Captain America und ein paar weitere Avengers sind in einer Mission unterwegs. Aber es gibt einen Zwischenfall, der viele zivile Opfer fordert. Von diesem Schock noch nicht erholt, wird ihnen mitgeteilt, dass der Weltsicherheitsrat vor hat die Einsätze zu genehmigen und zu kontrollieren. Das heißt, kein Avengers-Einsatz ohne Genehmigung. Ein paar der Avengers, allen voran Iron Man, stimmen dem Vorschlag sofort zu und wollen die Vereinbarung unterzeichnen. Andere sehen darin eine Gefahr, denn die Avengers haben sich durch ihre Unabhängigkeit ausgezeichnet. Hauptvertreter dieser Meinung ist Captain America. Doch bei der Unterzeichnung kommt es zu einem Anschlag. Dieser scheint vom Winter Soldiers ausgeübt worden zu sein. Eine weltweite Suche startet. Doch Captain America glaubt an die Unschuld seines früheren Freundes. Die kommenden Vorfälle spalten die Avengers nun vollständig und sorgen dafür, dass sie sogar gegeneinander in einen Kampf ziehen. Doch was hat Baron Zemo mit allem zu tun?
Auf dem ersten Blick wirkt der Film wie ein dritter Avengers-Teil und nicht wie ein dritter Captain America-Teil. Der Unterschied dürfte sein, dass „Standard“-Avengers, wie Thor und der Hulk, nicht mit dabei sind. Dafür werden aber neue Charaktere, wie Black Panther, vorgestellt und bekannte Marvel-Charaktere, wie Spider-Man und Ant-Man, werden in die Reihen der Avengers aufgenommen. Gerade das erste Drittel des Films weist aber wieder die Ernsthaftigkeit des ersten Captain America-Teils und kommt somit nicht so locker, wie man es von anderen Marvel-Filmen kennt, herüber. In diesem Teil steht das Thema der Verantwortung stark im Vordergrund. Was dürfen die Avengers und sollten sie vom Weltsicherheitsrat kontrolliert werden. Zur Erinnerung: Von eben dem Rat, der in ‚The Avengers‘ Manhattan mit einer Rakete angriff, was gerade noch von Iron Man verhindert werden konnte, und dem Rat, der in ‚Captain America – Winter Soldier‘ komplett vom Bösewicht Alexander Pierce geblendet wurde. Leider wird (wie schon in Dawn of Justice) nach einem Anschlag auf das Beschlussgremium diese Diskussion komplett vergessen. Die Avengers, die vorher gegen das Abkommen waren, sind nun Pro-Bucky und die Avengers, die vorher für das Abkommen waren, sind nun Kontra-Bucky. Dies scheint sehr bequem, funktioniert aber nur bedingt. Ab dem zweiten Teil, der mit dem Anschlag eingeläutet wurde, bleibt der ernste Grundton zwar erhalten, aber wird vorallem von den Charakteren Spider-Man und Ant-Man stark aufgelockert und wirkt wieder wie ein typischer Marvel-Film. Anstatt sich aber auf diese beiden Grundideen zu stützen und diese in den 2,5 Stunden Laufzeit anständig fertig zu erzählen, wird noch ein dritter Handlungsstrang eingeführt, der zur gänzlichen Undurchsichtigkeit führt und durch die dadurch entstehende Fülle der Handlung viele Handlungsteile ins Leere laufen lässt. Trotzdem ist zu sagen, dass sich hier doch mehr auf die Handlung konzentriert wurde, als lediglich auf viele optisch ausgestaltete Schlachten, die aber trotzdem mit Liebe zum Detail eingebaut wurden.
Optisch gesehen reiht sich der Film in seine Vorgänger ein. Auch schauspielerisch gesehen wurden hier durch die Reihe weg gute Leistungen abgeliefert. Die einzige Schwäche des Films ist die zu vollgepackte und nicht zu Ende gedachte Handlung des Films.

Alles in allem schön anzusehen, aber nicht der beste Marvel-Film. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

The Huntsman and the Ice Queen

Am 07.04.2016 erschien die Vorgeschichte und die Fortsetzung zu Snow White and the Huntsman in den deutschen Kinos.

Lange Zeit vor der Geburt Snow Whites lebten zwei Schwestern im Königreich: Ravenna und Freya. Während Ravenna sehr ehrgeizig ist, verliebte sich Freya in einen Bauern und zeugt mit ihm ein Kind. Doch bei einem Brand kommt das Kind ums Leben. Fortan ist Freya als die Eiskönigin bekannt und zieht fort in, um ihr eigenes Königreich zu errichten und eine Armee von Huntsman zu erschaffen.

Vier Jahre nach dem ersten Teil ‚Snow White and the Huntsman‘ gibt es nun die Vorgeschichte und eine Fortsetzung in einem Film. Wieder mit dabei sind Chris Hemsworth und Charlize Theron. Auf Kristen Stewart wurde verzichtet und stattdessen traten Jessica Chastain und Emily Blunt an.
Der erste Teil beginnt vor dem Ursprungsfilm. Snow White ist noch nicht geboren und die Schwestern Ravenna und Freya regieren über das Königreich. Doch während Ravenna sich voll und ganz auf ihre Macht und Schönheit konzentriert, verliebt sich Freya Hals über Kopf in einen Bauern. Von ihm gebärt sie ein Kind und ist glücklich in ihrer Rolle als Mutter. Doch stirbt das Kind bei einem Brand, was bei Freya ungeahnte Kräfte frei setzt. Sie kann Kälte und Eis erschaffen. Zusammen mit einem kleinen Gefolge reist sie in ein unbewohntes Königreich. Unterwegs sammeln sie viele Kinder ein. In ihrer Festung aus Eis trainiert sie diese Kinder zu Huntsman. Sie hat nur eine Regel. Die Huntsman dürfen niemals lieben. Dort lernt man die Huntsman Sara und Eric kennen.
Der zweite Teil fängt nahtlos nach dem Ursprungsfilm an. Eric übernimmt die Augabe den Spiegel mit der gefangenen Ravenna zur Zerstörung fortzubringen. Dabei hilfen ihm die Zwerge Nion und Gryff. Doch Freya hat selbst ein Interesse an dem Spiegel und lässt die drei verfolgen. Unterwegs treffen sie dann auch noch auf eine alte bekannte Erics.
Die Grundidee, sowohl die Vorgeschichte und eine Fortsetzung in einem Film zu vereinen, ist zwar gut, nur leider in diesem Fall nicht ausgereift. Denn der erste Teil wirkt wie eine schnelle Erzählung, um die Geschehnisse im zweiten Teil zu erklären und die neuen Charaktere vorzustellen. Gleichzeitig wirkt der Film regelrecht überladen, weswegen viele Handlungsstränge zu kurz kommen und nicht ausreichend erzählt werden. So wird gerade die Vorgeschichte und die Endschlacht sehr kurz gehalten, während der Mittelteil unnötig lang gezogen wird. Schon nach den ersten 10 Minuten ist der Ausgang des Films sehr vorhersehbar und verhindert so ein richtiges Mitfiebern mit den Charakteren. Auch die Dialoge wirken mitunter sehr platt. Abgesehen von den Dialogen der Zwerge fehlt jeglicher Witz und Charme.
Dafür legt der Film schon wie im Ursprungsfilm sehr viel Wert auf das Aussehen. So verschlägt einem die Kulisse mehr als einmal den Atem. Die zauberhafte Welt mit ihrer Flora und Fauna sind liebevoll gestaltet und lassen einen direkt in diese Welt wünschen.
Schauspielerisch wurde diesmal auf Kristen Stewart verzichtet, was schon nach dem ersten Trailer bei vielen zu einem erleichterten Aufatmen geführt haben dürfte. Mit gleichbleibend guter Leistung sind Chris Hemsworth als Eric und Chalize Theron als Ravenna wieder mit dabei. Als Neubesetzung wurden zwei Frauen gecastet, die in ihren letzten Filmen bewiesen haben, dass sie starke Schauspielerinnen sind und auch starke Frauen verkörpern können: Jessica Chastain und Emily Blunt. Doch beide schwächeln in diesem Film. Jessica Chastain wirkt stark überfordert keinen starken Charakter zu spielen, sondern eine starke Kriegerfrau. Oftmals scheint sie nicht zu wissen, was sie mit ihrer Mimik machen soll, die in anderen Filmen aber stark ausgeprägt war. Gleiches bei Emily Blunt, die gerade in den gemeinsamen Szenen mit Charlize Theron komplett unterzugehen scheint. Nach ihrer starken Performance im Film ‚Sicario‘ im letzten Jahr, waren die Erwartungen deutlich größer.

Alles in allem kann der Film lediglich durch seine Optik und nicht durch seine Handlung überzeugen. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

The Jungle Book

Am 14.04.2016 erschien ein Remake des erfolgreichsten Filmes in Deutschland in den deutschen Kinos.

Mogli ist zwar ein Mensch, lebt aber im Dschungel und wurde von Wölfen groß gezogen. Doch nun ist der Tiger Shir Khan zurück und macht Jagd auf Mogli. Also versucht der Panther Baghira Mogli in die Menschensiedlung zu bringen. Doch ist der Weg dorthin nicht leicht.

1967 erschien der Originale Film „Das Dschungelbuch“ als Animationsfilm in den deutschen Kinos. Er basierte lose auf dem Buch von Rudyard Kipling und die Lieder des Films prägten die Kindheit mehrerer Generationen. Zeitgleich ist er gemessen an den verkauften Tickets der erfolgreichste Film, der in den deutschen Kinos lief. Und nun wurde er im Zuge von Disney Neuverfilmungen als Realfilm neu inzeniert. Und begeistert Jung und Alt wieder von Neuem.
Diese Begeisterung zeigt sich schon ab der ersten Sekunde als das altbekannte Intro neu vertont und neu interpretiert angespielt wird und eine wohlige Gänsehaut auf den Armen der Zuschauer auftritt. Da jedoch lange Intros nicht mehr in Mode sind, wurde dies schnell abgebrochen. Dafür wird nun Mogli vorgestellt, der verzweifelt versucht in den Rat der Wölfe aufgenommen zu werden. Es folgt die altbekannte Geschichte und doch entdeckt man neues. Denn der Film von 1967 wurde nicht komplett übernommen, sondern auch stellenweise neu interpretiert. Doch die Grundhandlung bleibt bestehen. Mogli ist im Dschungel aufgewachsen, aber muss vor dem Tiger Shir Khan fliehen, der keine Menschen im Dschungel duldet und gerade gegen Mogli anscheinend einen persönlichen Groll hegt. Der Panther Baghira versucht ihn in die Menschensiedlung zu bringen, doch wird er von Mogli getrennt. Dieser trifft auf seinem Weg die Elefanten, den Bären Balu, die Schlange Kaa und die Affenbande mit König King Louie. Dabei schlägt der Film einen viel ernsteren Ton an, als das Vorbild. Auch wird kaum noch gesungen, außer ein wenig ‚Probiers mal mit Gemütlichkeit‘ und ‚Ich wär gern‘ wie du‘. Dafür wurden die ursprünglichen Lieder in Themes umgewandelt und immer wieder bedeutungsschwer in den Soundtrack eingearbeitet. Dies gepaart mit dem ernsten Ton des Films jagt einem immer wieder wohlige Schauer über den Rücken. Man wird gleichzeitig in seine Kindheit zurück versetzt und erlebt gleichzeitig etwas Neues. Man kennt den ungefähren Ausgang der Geschichte und doch fiebert man mit den Charakteren mit. Denn gerade das Ende wurde stark geändert, was den Spannungsbogen am Ende noch einmal drastisch in die Höhe schießen lässt.
Das größte Lob des Films verdient aber die Abteilung für die visuellen Effekte. Denn wenn man nicht weiß, dass lediglich Mogli von einem echten Menschen gespielt wurde und alle Tiere animiert sind, hätte man sich schnell fragen können, wie das Team die Tiere so gut trainieren konnte. Jede Bewegung, jeder Gesichtsausdruck wirkt absolut realistisch. Allerdings lässt dieser Fakt, zusammen mit dem ernsten Grundton und der ein oder anderen brutaleren Szene die Frage entstehen, ob der Film nun wirklich für das jüngere Publikum geeignet ist und nicht eher als schöne Hommage für das inzwischen erwachsene Publikum von damals.
Neel Sethi übernimmt die Rolle des Mogli. Er ist das erste Mal auf der großen Leinwand zu sehen und agiert den ganzen Film alleine vor einem großen Greenscreen. Das merkt man ihm aber überhaupt nicht an und er spielt seine Rolle sehr souverän. Sowohl im englischen Original, als auch in der deutschen Synchronisation, werden die Tiere von sehr bekannten Schauspielern gesprochen.

Alles in allem eine schöne Hommage an den alten Film und doch ein gut gelungener neuer Film. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

How to be single

Am 07.04.2016 erschien ein Film, der einem die Freuden des Singlelebens näher bringen soll, in den deutschen Kinos.

Alice trennt sich von ihrem Freund, um einmal im Leben das Single-Leben in New York kennenzulernen. Doch schon bald hängt sie, wie die vielen anderen Singles auch, im One-Night-Stand Dschungel fest. Aber ihre Kollegin Robin will ihr beibringen, wie man Single ist.

How to be single ist als Romanze und als Komödie angelegt, ist aber nur bedingt romantisch und auch nur bedingt komisch. Aber wenn man sich in Ruhe auf den Film einlässt, entwickelt er eine ganz Dynamik.
Der Film ist teilweise in Episoden gegliedert und erzählt die Single-Geschichten von Alice, Lucy, Robin und Meg, die sich alle mit ganz anderen, aber doch irgendwie mit den gleichen Problemen herumschlagen.
Alice hat seit ihrer Teenager-Zeit immer in einer Beziehung gelebt und daher nie das Single-Leben kennengelernt. Durch eine plötzliche Eingebung hat sie das Gefühl etwas zu verpassen. Also trennt sie sich vorerst von ihrem Freund und zieht zu ihrer großen Schwester Meg nach New York. Meg ist eine erfolgreiche Gynäkologin und hat weder Lust auf einen Mann noch auf Kinder und hält daran fest. Auf ihrer neuen Arbeitsstelle lernt Alice Robin kennen, die das Single-Leben perfektioniert hat. Jeden Abend wird eine rauschende Party gefeiert und jeden Morgen wacht sie in einer anderen Wohnung auf. Und dann gibt es noch Lucy, die verzweifelt auf der Suche nach dem richtigen Mann ist. Dafür ist sie auf verschiedenen Onlineportalen für Singles angemeldet und versucht mit einem eigenen Algorithmus den Einen zu finden. Schnell merkt Alice, dass sie nicht für das Single-Leben gemacht ist und versucht zu ihrem Freund zurück zukehren. Doch dieser hat bereits jemand neues kennengelernt und möchte Alice nicht zurück haben. Somit ist sie zwangsläufig im Single-Dschungel gefangen und muss nun versuchen auf eigenen Beinen zu stehen.
How to be single fängt zwar nicht an wie jeder andere Film in dem Genre, aber gerade der Mittelteil ähnelt dem Standard. Vier Frauen auf der Suche nach dem einen, der sie glücklich macht. Ob sie es sich nun selbst eingestehen oder nicht. Aber gerade das Ende hat eine schöne Wendung und lässt einen den tieferen Sinn des Films verstehen. So schafft es der Film gleichzeitig zu unterhalten und doch eine schöne Nachricht zu vermitteln. Dadurch unterscheidet sich der Film doch von anderen Filmen des Genres.
Am Anfang fällt der Film strikt ins Genre Komödie. Gerade Robin sorgt durch ihre sorglosen Partyabende für ordentlich Erheiterung. Doch wie im wirklichen Leben ist man so ein Leben schnell leid und sucht doch wieder nach dem richtigen Mann. Doch in diesem Hauptteil des Films treten leider einige Längen auf, der Titel des Film wird zwischenzeitlich vergessen. Erst als sich das große Finale aufbaut, erkennt man den näheren Sinn dahinter und versteht die Aussage des Hauptteils. Doch wirklich überzeugend ist erst das Ende, dass mit einer positiven Botschaft einen runden Abschluss findet und einen den Film positiv in Erinnerung lässt. Der Film wird über den Zeitraum von einem Jahr erzählt und ist daher immer wieder mit Zeitsprüngen versetzt.
Ein großer Pluspunkt des Films ist der packende und an jeder Stelle passende Soundtrack. Neue fetzige Lieder treffen auf Klassiker und laden entweder zum mitfeiern oder zum Feuerzeug schwenken ein. Die schauspielerischen Leistungen hingegen waren durchwachsen. Von einer gut spielenden Rebel Wilson bis zu einer mäßig spielenden Dakota Johnson war alles vertreten.

Alles in allem hat der Film eine ganz eigene Dynamik, ist aber nicht zwangsläufig eine Komödie, wie es der Trailer zu vermitteln versucht. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

A bigger Splash (Kurzkritik)

Am 05.05.2016 erscheint ein Film vor der schönen Kulisse Süditaliens in den deutschen Kinos.

Kurz zur Handlung: Die Rocksängerin Marianne und der Dokumentarfilmer Paul verbringen ihren Urlaub in Süditalien, da Marianne nach einer OP nicht sprechen darf. Doch die Idylle wird von ihrem Produzenten und Ex-Geliebten Harry und seiner Tochter Penelope gestört.

 A bigger Splash ist ein Film, der keine Gelegenheit auslässt die Charaktere sich ausziehen zu lassen. Dabei hat dies weder einen stillistischen Grund, noch wäre es notwendig. Vielleicht soll es eine Offenheit der Charaktere untereinander darstellen, aber dann wäre es das falsche Zeichen, denn alle sind sehr verschlossen, haben ihre Geheimnisse und reden immer nur um den heißen Brei herum oder auch gar nicht. Daher bleiben auch nach Ende des Films trotz einer Spiellänge von 124 Minuten noch viele Fragen offen. Der Film plätschert so vor sich hin, macht keine Aussage, deutet nur an und zieht sich ohne ein Fünkchen Spannung ewig lang in die Länge. Die schauspielerischen Leistungen variieren von okay (Ralph Fiennes, Tilda Swinton) zu mäßig (Matthias Schoenarts) zu schlecht (Dakota Johnson). Der Cast besteht mit Ralph Fiennes und Tilda Swinton aus oscarnominierte und oscarprämierten Schauspielern von denen man einfach besseres gewohnt ist.
Das einzige, was am Film wirklich überzeugt ist die atemberaubende Kulisse Süditaliens, die Lust auf Urlaub macht und das Fernweh in einem entfachen kann.

Alles in allem ein Film mit grundloser Nacktheit und ohne klare Linie in der Erzählung. Dafür gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.