Captain America 3 – Civil War

Am 28.04.2016 erschien der dritte Teil der Captain America Reihe in den deutschen Kinos.

Wie weit dürfen die Avengers gehen und sollte es staatliche Einschränkungen geben? Mit dieser Frage werden die Avengers konfrontiert, nachdem eine Operation unter dem Kommando Captain Americas mit einer hohen Anzahl ziviler Opfer endet. Doch diese Frage spaltet jedoch die Avengers in zwei Lager. Nach einem terroristischem Anschlag, in den der Winter Soldiers alias Captain Americas alter Freund Bucky verwickelt sein soll, spaltet sich das Team und verfolgen unterschiedliche Ziele.

Der Film scheint auf dem ersten Blick lediglich die Marvel-Ausgabe des DC-Films Batman vs. Superman – Dawn of Justice. Auch hier wird die Frage nach Gesetzen und Regeln für Superhelden thematisiert. Auch hier treten die Helden in einer Schlacht gegeneinander an. Und auch hier gibt es trotz der Fülle dieser beiden Handlungsstränge noch einen Überbösewicht, der die Endschlacht anführt. Doch trotz dieser Parallelen bietet Marvel hier die ausgereiftere Variante.
Der Film setzt nahtlos an ‚The Avengers – Age of Ultron‘ an. Captain America und ein paar weitere Avengers sind in einer Mission unterwegs. Aber es gibt einen Zwischenfall, der viele zivile Opfer fordert. Von diesem Schock noch nicht erholt, wird ihnen mitgeteilt, dass der Weltsicherheitsrat vor hat die Einsätze zu genehmigen und zu kontrollieren. Das heißt, kein Avengers-Einsatz ohne Genehmigung. Ein paar der Avengers, allen voran Iron Man, stimmen dem Vorschlag sofort zu und wollen die Vereinbarung unterzeichnen. Andere sehen darin eine Gefahr, denn die Avengers haben sich durch ihre Unabhängigkeit ausgezeichnet. Hauptvertreter dieser Meinung ist Captain America. Doch bei der Unterzeichnung kommt es zu einem Anschlag. Dieser scheint vom Winter Soldiers ausgeübt worden zu sein. Eine weltweite Suche startet. Doch Captain America glaubt an die Unschuld seines früheren Freundes. Die kommenden Vorfälle spalten die Avengers nun vollständig und sorgen dafür, dass sie sogar gegeneinander in einen Kampf ziehen. Doch was hat Baron Zemo mit allem zu tun?
Auf dem ersten Blick wirkt der Film wie ein dritter Avengers-Teil und nicht wie ein dritter Captain America-Teil. Der Unterschied dürfte sein, dass „Standard“-Avengers, wie Thor und der Hulk, nicht mit dabei sind. Dafür werden aber neue Charaktere, wie Black Panther, vorgestellt und bekannte Marvel-Charaktere, wie Spider-Man und Ant-Man, werden in die Reihen der Avengers aufgenommen. Gerade das erste Drittel des Films weist aber wieder die Ernsthaftigkeit des ersten Captain America-Teils und kommt somit nicht so locker, wie man es von anderen Marvel-Filmen kennt, herüber. In diesem Teil steht das Thema der Verantwortung stark im Vordergrund. Was dürfen die Avengers und sollten sie vom Weltsicherheitsrat kontrolliert werden. Zur Erinnerung: Von eben dem Rat, der in ‚The Avengers‘ Manhattan mit einer Rakete angriff, was gerade noch von Iron Man verhindert werden konnte, und dem Rat, der in ‚Captain America – Winter Soldier‘ komplett vom Bösewicht Alexander Pierce geblendet wurde. Leider wird (wie schon in Dawn of Justice) nach einem Anschlag auf das Beschlussgremium diese Diskussion komplett vergessen. Die Avengers, die vorher gegen das Abkommen waren, sind nun Pro-Bucky und die Avengers, die vorher für das Abkommen waren, sind nun Kontra-Bucky. Dies scheint sehr bequem, funktioniert aber nur bedingt. Ab dem zweiten Teil, der mit dem Anschlag eingeläutet wurde, bleibt der ernste Grundton zwar erhalten, aber wird vorallem von den Charakteren Spider-Man und Ant-Man stark aufgelockert und wirkt wieder wie ein typischer Marvel-Film. Anstatt sich aber auf diese beiden Grundideen zu stützen und diese in den 2,5 Stunden Laufzeit anständig fertig zu erzählen, wird noch ein dritter Handlungsstrang eingeführt, der zur gänzlichen Undurchsichtigkeit führt und durch die dadurch entstehende Fülle der Handlung viele Handlungsteile ins Leere laufen lässt. Trotzdem ist zu sagen, dass sich hier doch mehr auf die Handlung konzentriert wurde, als lediglich auf viele optisch ausgestaltete Schlachten, die aber trotzdem mit Liebe zum Detail eingebaut wurden.
Optisch gesehen reiht sich der Film in seine Vorgänger ein. Auch schauspielerisch gesehen wurden hier durch die Reihe weg gute Leistungen abgeliefert. Die einzige Schwäche des Films ist die zu vollgepackte und nicht zu Ende gedachte Handlung des Films.

Alles in allem schön anzusehen, aber nicht der beste Marvel-Film. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Captain America 2 – The Return of the First Avenger

„Achtung Links!“ Am 27.03.2014 erschien ein Film im Kino, auf den ich mich schon seit über einem Jahr gefreut hatte. Marvel brachte uns endlich die Fortsetzung zu Captain America. Zur Einordnung: Der Film spielt in der heutigen Zeit, also weit nach dem ersten Teil (der zur Zeit des zweiten Weltkrieges spielte). Captain America ist aus seinem Eiskoma erwacht und hat bereits in „The Avengers“ wieder die Welt gerettet.

Kurz zur Story: Captain America versucht sich an die heutige Welt zu gewöhnen, doch vieles ist ihm noch unbekannt, da er um die 70 Jahre im Koma gelegen hat. Gleichzeitig hilft er als Agent von S.H.I.E.L.D. Doch bald bemerkt er, dass ihm ständig Informationen vorenthalten werden. Schließlich erfährt er von dem Projekt Inside, dass ein ausgefeiltes Präventivschlagsystem enthält. Er konfrontiert Director Fury damit, der auch Bedenken entwickelt und den Kopf von S.H.I.E.L.D. bittet, das Projekt vorerst auf Eis zu legen. Doch kurz darauf wird Fury von dem mysteriösen Winter Soldier angegriffen und stirbt. Kurz darauf stellt sich S.H.I.E.L.D. auch gegen Captain America. An der Seite von Black Widow flieht er und versucht das Projekt Inside aufzudecken. Dabei findet er auch heraus, dass ihm der Winter Soldier gar nicht so unbekannt ist.
(Das ist eine sehr komplexe Story, die ich versucht habe sehr kurz zu fassen. Für weitere Informationen einfach die Handlung bei Wikipedia oder einer Internetseite eurer Wahl nachlesen).

Ich bin ein sehr großer MARVEL Fan und bin daher wieder absolut begeistert! Gleichzeitig muss ich sagen, dass MARVEL sich wieder selbst übertroffen hat, denn der Film ist besser als fast alle vorherigen. Ich habe von einigen gehört, dass sie am Anfang nicht so überzeugt waren ins Kino zu gehen, weil der erste Captain America Film nicht so sehr überzeugt hat und auch das Auftreten in The Avengers nicht so positiv ankam. Er trägt das Vorurteil des Spielverderbers und Moralapostels (gerade nach The Avengers). Doch MARVEL zeigt hier eine ganz neue Facette und wirft gleichzeitig komplett die bisher geschaffene Welt auf den Kopf. Dies kommt bei Zuschauern und Kritikern gleichermaßen gut an, auch wenn wieder die Leichtigkeit und der Witz vermisst wird (wie beispielsweise in Iron Man).
Schauspielerisch gesehen absolut gut besetzt. Chris Evans spielt weiterhin seine Rolle souverän und Schauspielegenden, wie Robert Redfort und Samuel L. Jackson zeigen wieder, was sie drauf haben. Was mich weiterhin etwas stört ist die Besetzung der Black Widow, da Scarlett Johansson für mich viele Rollen verkörpern kann, nur keine taffe Agentin.

Alles in allem empfehle ich den Film jeden, der auch nur im Entferntesten etwas mit Comicverfilmungen anfangen kann. Der Film erhält von mir 8 von 10 möglichen Punkten.