Rückblick auf den April 2024

Der April hat seinem Ruf dieses Jahr alle Ehre gemacht und so ziemlich jede Jahreszeit gezeigt. Wir hatten Sommer, ein paar Tage später schneite es, dann war es angenehm frühlingshaft und dann gab es die herbstlichen Regentage. Nun zumindest Buchtechnisch lief es ziemlich gut bei mir, natürlich wieder zu ungunsten der Filme, wobei ich es diesmal vergleichsweise oft ins Kino geschafft habe. Aber nun ohne weitere Worte, direkt zum medialen Rückblick auf den April.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Agust D – D-Day Konzertfilm: 2023 erschien das dritte Studioalbum von Agust D (aka Suga von BTS). Daraufhin ging er auf große Tournee. Nach einer Liveübertragung aus Tokyo gab es nun eine Konzertaufzeichnung des großen Finales in Seoul inklusive einiger Stargäste. – Das Konzert ist wirklich toll, leider sind ein paar Gastauftritte rausgeschnitten und allgemein wirkt es sehr zusammengeschnitten, wobei ziemlich viel vom Vibe verloren geht. Schade.

Godzilla x Kong – The New Empire: Während Kong sich in die Hohlerde zurückgezogen hat, bewacht Godzilla weiterhin die Erdoberfläche. Dadurch kommen sie sich auch nicht in die Quere und Godzilla bekämpft alle Bedrohungen auch alleine. Doch Monarch misst Schwankungen in der Hohlerde. Als Kong für eine medizinische Behandlung an die Oberfläche kommt, folgt ein Forschungsteam ihm bei seiner Rückkehr. Und sie finden nicht nur eine verschollene Zivilisation, sondern stellen fest, dass die Erdoberfläche in Gefahr ist. Doch Kong allein kann die Bedrohung nicht aufhalten. Er muss sich erneut mit Godzilla verbünden. – Monsterkloppe mit genug Handlung, um sie nachzuvollziehen. Über die paar Logiklöcher lässt sich relativ gut hinwegsehen und man bekommt, was der Trailer verspricht.

Spy x Family – Code White: Für einen Kochwettbewerb an der elitären Eden-Akademie bringt Familie Forger dazu einen Wochenendtrip zu machen. Vater Loid wird dabei jedoch eingespannt, seine Spiontätigkeit nebenbei auszuführen, was er aber vor vor Mutter Yor und Tochter Anya geheim halten muss. Dabei haben auch die beiden ihre Geheimnisse. – Schöne Ergänzung zur Anime-Serie und den Mangas, am Anfang etwas lang gezogen, aber gerade am Ende sehr witzig und super spannend.

Back to Black: Amy Winehouse gelingt der große Musikdurchbruch in jungen Jahren. Doch ihre Alkoholsucht und andere Drogen reißen sie immer weiter in einen Strudel, aus dem sie nicht herauszukommen scheint. – Ein gut geschriebenes Musik-Biopic, in dem wirklich mal eine Geschichte erzählt wird und es nicht um reine Infos aus dem Wikipedia-Artikel geht.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Die Erben der Saurier: In mehreren Abschnitten erzählt die Doku, welche Lebewesen nach dem Ende der Dinosaurier nach und nach die Erde bevölkerten. Dabei mussten sie sich immer wieder auf Bedrohungen und Klimawechsel anpassen. – Spannende Doku, die durch ihre fiktiven Charaktere, auf die sich konzentriert wird, das Gefühl geben, dass es sich um eine Live-Doku handelt.

MX University: 2021 gab die koreanische Idol-Gruppe Monsta X bereits ihr fünftes Fankonzert. Neben ihren größten Hits haben sie auch wieder einige Videos und Spiele vorbereitet. – Ich liebe die Idolgruppe und habe mich daher über jede Minute gefreut, vor allem die Lieder waren wieder super interpretiert. Die Spiele haben sich vielleicht ein wenig gezogen, aber waren trotzdem interessant.

Captain Phillips: Phillips ist Captains eines Frachtschiffes, das Waren über die Meere befördert. Seine nächste Fahrt führt ihn und sein Team auch in ein Gebiet, in dem immer wieder somalische Piraten gesichtet wurden. Während sie eigentlich dachten ausreichend Vorbereitungen getroffen zu haben, kommt es dennoch zum Supergau: Das Schiff wird von Piraten eingenommen. Und sie sind leider so gar nicht an den Waren interessiert, sondern wollen Lösegeld für die Crew. – Ein weiterer Film in meiner Tom Hanks Sammlung ist gesehen. Während mich die Prämisse am Anfang nicht abholen konnte, zieht der Film einen mit der Zeit immer mehr in den Bann und man fiebert einfach nur noch mit.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

The Fall Guy: Ein Stuntman und die Regisseurin. Die Trailer sahen zeitgleich völlig verwirrend und ziemlich interessant aus. Wird im Mai direkt nachgeholt, Karten sind schon gekauft.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich The A-Team – Staffel 2 (Weiterhin ein Guilty Pleasure und ein bisschen weniger schwierig gealtert als noch Staffel 1)

The Rookie – Staffel 1-5 (Grundsätzlich mochte ich die Charaktere, den Vibe und einzelne Geschichten. Das Problem ist eher, dass jede Folge völlig überzogen ist und eigentlich immer der worst case Fall eintritt)

MaiThinkX – Staffel 1-5 (Spannende und packend umgesetzte Wissenschafts-Show, die den schmalen Grad zwischen Unterhaltung und Wissensvermittlung wunderbar meistert)

Spy x Family – Staffel 2.1 (Die Geschichte rund um die etwas andere Familie geht weiter und hält sich auch hier wieder nah an die Manga-Vorlage und kann den Charme dieser wunderbar einfangen)

Avatar – der Herr der Elemente – Staffel 1 (Optisch wunderbar inszenierte Realverfilmung, habe allerdings gebraucht, um in die Geschichte rein zu kommen und bin je nach Folge auch gern mal wieder abgedriftet)

Cook at all Costs – Staffel 1 (Wunderbar kurzweilige Kochshow mit einer interessanten Prämisse, so dass ich die ganze Staffel am Stück weggebinged habe)

A sign of Affection – Staffel 1 (Sehr gefühlvoller Anime über eine gehörlose Studentin und ihre erste große Liebe, die ruhig erzählt ist und einen doch in den Bann zu ziehen vermag)

Criminal Minds – Staffel 1 (So ganz bin ich nicht an das Team und die Fälle rangekommen, aber funktioniert gut zum abschalten. Werde die Serie erstmal weiter verfolgen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.764
Seiten pro Tag: 159 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 8
Comic/Manga/Graphic Novel: 3
Hörbuch: 2

More than roommates: Annie ist als Musikerin mit ihrem Freund erfolgreich auf YouTube unterwegs und sie haben gerade einen Plattendeal an Land gezogen. Das ändert sich jedoch, als ihr Freund sie kurzerhand gegen seine neue Flamme ersetzt. Doch Annie findet in der WG ihrer besten Freundin eine neue Bleibe, auch wenn ihr von Moon das freie Zimmer direkt vor der Nase weggeschnappt wurde. Auch er scheint gerade eine Niederlage erlebt zu haben. Zusammen versuchen sie die Scherben ihres Lebens zusammenzukehren und kommen sich dabei immer näher. – Ich liebe die Geschichte, sie hat alles gehabt. Coole K-Pop Anspielungen, Drama, große Gefühle, viel Liebe zur Musik und das beste aus München und Seoul vereint.

Bee my humble love: Julie wird von ihrem Traumjob gefeuert. Doch ihr Chef macht ihr ein Angebot, wie sie ihn wieder bekommen könnte. Sie muss nach Schweden reisen und dort bei Humble Bees & Teas versuchen den Besitzer Oscar Morrison zu überzeugen, sich der Firma anzuschließen. Die steht allerdings für alles, was Oscar verabscheut. Dennoch nimmt Julie die Aufgabe an und weiß nicht, dass sie davor steht mehr zu verlieren als nur ihren Job. – Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte zu kommen und mich mit der Protagonistin anzufreunden, aber dann konnte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.

Die Nacht der Königinnen: Der junge König Gideon hat nach dem Tod seines Vaters frisch den Thron bestiegen. Ihm werden allerlei dunkle Kräfte nachgesagt, weswegen seine Thronbesteigung kritisch beäugt wird. Umso schockierter ist Alixandra als sie zusammen mit zwölf weiteren adligen Mädchen an den Hof gerufen wird, um bei einer königlichen Brautschau anwesend zu sein. Dort angekommen passieren jedoch allerlei seltsame Dinge. Alixandra und ihre neuen Freundinnen versuchen diesen auf den Grund zu gehen. – Ein weiteres Buch, das ich einfach weggesnackt habe. Ich liebe Christian Handels Schreibstil und hier hat er es wieder geschafft einen unwiderstehlichen Sog aufzubauen, das ich die Geschichte quasi inhaliert habe.

Hard Liquor – der Geschmack der Nacht: Tycho entwickelt unmenschliche Kräfte, wenn sie Alkohol trinkt. So manchmal hat es ihr des Nachts auf dem Heimweg schon geholfen. Die Medien feiern die unbekannte Rächerin als Captain Vodka. Doch kurz darauf ist eine geheimnisvolle Sekte hinter ihr her und Tycho weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Zumal alles viel größer scheint als sie ihr Leben lang ahnte. – Hier bin ich nicht so richtig in die Geschichte reingekommen, es waren mir auch ein paar zu viele Charaktere, die ich immer wieder durcheinander gebracht habe (was aber auch am Hörbuch liegen könnte). Die Geschichte an sich mochte ich aber.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 8: Ron und Toto haben wieder allerhand zu tun. Zum einen müssen sie sich mit einem Möchtegern-Detektiv aus der Nachbarschaft herumschlagen, der mit seinen Schlussfolgerungen gern daneben liegt. Zum anderen bekommen sie Besuch von Dr. Hirsch, dem berüchtigten Gerichtsmediziner von der Blue Akademie. – Ein weiterer spannender Band der Reihe.

Fallopia – Die Nebel der Kaltwüste: Die glorreichen Sieben, das sind der Halbling Dan, die Gnomin Orla und die Hochelfin Alea. Als ein geheimnisvoller Nebel Fallopia in Chaos stürzt, werden sie gerufen, um eine Prophezeiung zu erfüllen. Doch dafür müssen sie den Auserwählten Kendrick mitnehmen, der eher ein aufgeblasener Möchtegern denn ein Held ist. Können sie Fallopia retten? – Funtasy vom Feinsten! Ich habe so oft herzhaft gelacht und jede neue Idee einfach gefeiert. Wäre auf jeden Fall bereit für neue Abenteuer des Trios.

Die Myzel-Chroniken 1 – Die Entstehung der Chroniken: Das Pilzwesen Zomis ist der Geschichtenerzähler seines Dorfes. Doch als er den Hilferuf seines alten Meisters erhält, muss er feststellen, dass seine Welt vor der Zerstörung steht. Daher macht er sich auf einen langen Weg voller Gefahren, um zum Urpilz zu kommen und dort Hilfe zu erhalten. – Ich habe den Weltenbau und die ganzen super recherchierten Anspielungen geliebt, leider ging mir die Geschichte an sich etwas zu schnell, wodurch ich nicht so richtig mitfiebern konnte.

Haikyu! 4: Das Trainingsspiel gegen die Nekoma Highschool steht an. Dabei ist das Karasuno Team gerade erst dabei sich zu finden und stehen nun berühmt berüchtigen Gegnern gegenüber. Können sie das Match für sich gewinnen? – Das große Trainingsspiel funktioniert auch als Manga wunderbar, nachdem ich den Anime bereits geliebt habe.

Wer bist du wirklich?: Holger ist Obdachlos und hat keinerlei Erinnerungen an sein früheres Leben. Als er ein Handy zugespielt bekommt und eine verzerrte Stimme ihm ein Verbrechen vorwirft, macht er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Und er muss sich fragen: Wer ist er wirklich? – Eine Kurzgeschichte im Rahmen der Aktion #wirschreibenzuhause – Kurzweilig, aber doch spannend und ich war wirklich gespannt auf die Auflösung.

Belladaire Academy of Athletes 1 – Liars: Nika wurde an der elitären Belladaire Academy in Monaco angenommen. Dafür musste sie viel sparen, da sie nicht wie viele der anderen aus reichem Hause kommt. Nachdem sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, verstrickt sie sich jedoch schnell in einem Lügengeflecht, um dazuzugehören. Ambrose stand immer im Schatten seines erfolgreicheren Bruders. Als er hinter Nikas Geheimnis kommt, schlägt er ihr einen Deal vor. – Eigentlich nicht mein Genre und die Geschichte hätte sehr schnell gelöst werden können, wenn die Charaktere einfach miteinander geredet hätten, aber der Schreibstil hat mich dann doch so sehr in den Bann gerissen, dass ich es nicht aus den Händen legen konnte und mir gleich noch die Folgebände zugelegt habe.

Tee? Kaffee? Mord! 3 – Die blauen Pudel des Sir Theodore: Nathalie Ames wird als Gastjurorin bei einer Hundeschau eingeladen. Doch dort kommt es zum Supergau. Ausgerechnet die Pudel von Sir Theodore werden blau eingefärbt. Doch damit nicht genug, kurz darauf wird der Veranstalter ermordet und Sir Theodore ist der Hauptverdächtige. Nathalie und ihre Köchin Louise ermitteln wieder, allerdings haben sie diesmal gleich drei blaue Pudel im Schlepptau. – Ich liebe die relativ kurzen Cosy Crime Geschichten der Reihe und Nathalie ist wieder einfach nur super sympathisch.

Angels of Death 5: Rachel und Isaac entkommen gerade so der Bestraferin. Doch wie ist sie überhaupt dazu geworden? Der Band beleuchtet genauer die Vorgeschichte dieser Figur. – War mir ein bisschen zu viel Hintergrundgeschichte, hat die eigentlich kaum voran gebracht, aber war trotzdem interessant.

Madness: Alice folgt einem weißen Kaninchen in eine seltsame Welt voller tickender Uhren statt Herzen und Bäumen aus Kupfer. Dabei trifft sie auf den Hutmacher Elric und die Grinsekatze, die ihr von ihrem Erbe und ihrer Aufgabe erzählen. Denn Wunderland ist in Gefahr und nur sie kann den Verfall aufhalten. – Eine weitere Alice im Wunderland Adaption, die besser funktioniert als andere, die ich gelesen habe, aber mich nicht final überzeugen konnte.

Wie Wellen im Sturm: Louise bekommt die Chance ihr Schreibtalent im Internat Schloss Mare zu verbessern. Dafür lässt sie ihre Familie zurück und stellt sich der ganz neuen Welt. Im Fußballteam findet sie schnell Anschluss und Freundinnen. Nur ihre Mitbewohnerin Mika ist ziemlich verschlossen, vor allem da Louise durch Zufall ein Geheimnis von ihr erfährt. Zeitgleich schlägt ihr Herz in Mikas Nähe unglaublich schnell. Was haben diese Gefühle zu bedeuten? – Endlich wieder eine queere Liebesgeschichte! Und dann auch noch eine sehr süße und auch das Ambiente und der Schreibstil haben mich komplett überzeugt.

Fake Roomie: Amy und Cameron sind seit Kindheitstagen befreundet und haben fünf unumstößliche Regeln. Vor allem wollen sie sich nicht ineinander verlieben. Doch als Amy die Option auf ein Hauskauf bekommt, wo Paare bevorzugt werden, gehen die beiden einen Deal ein. Da ist das Gefühlschaos vorprogrammiert. – Auch wenn man von Anfang an wusste, worauf die Geschichte hinausläuft, hat mich die große Dosis Gefühle überrollt und dazu gebracht das Buch in zwei Tagen zu verschlingen.

Was waren eue Highlights im April?

Godzilla x Kong – The new Empire

Ein Vorwort

Das Monsteruniversum rund um Godzilla und Kong geht in eine weitere Runde. Seit 2014 ist das nun der fünfte Film aus der Reihe. Waren die Filme davor schon umstritten, scheint das Franchise noch immer genug Geld einzuspielen, um weitere Filme zu produzieren. Und was soll ich sagen: Ich hatte mal wieder Lust auf ein bisschen Monsterkloppe, ohne groß nachzudenken. Ob ich das bekommen habe, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Während Kong sich in die Hohlerde zurückgezogen hat, bewacht Godzilla weiterhin die Erdoberfläche. Dadurch kommen sie sich auch nicht in die Quere und Godzilla bekämpft alle Bedrohungen auch alleine. Doch Monarch misst Schwankungen in der Hohlerde. Als Kong für eine medizinische Behandlung an die Oberfläche kommt, folgt ein Forschungsteam ihm bei seiner Rückkehr. Und sie finden nicht nur eine verschollene Zivilisation, sondern stellen fest, dass die Erdoberfläche in Gefahr ist. Doch Kong allein kann die Bedrohung nicht aufhalten. Er muss sich erneut mit Godzilla verbünden.

Meine Meinung

Normalerweise würde ich euch vorab ja die bisherigen Filme der Reihe zusammenfassen bzw. die wichtigsten Informationen rausschreiben. Aber ganz ehrlich? Dafür sind mir die Filme alle nicht mehr präsent genug und wer die Filme sieht, hat wahrscheinlich zumindest schon einmal von Godzilla oder King Kong gehört. Eigentlich sollte man vorab nur wissen, dass Godzilla auf der Erdoberfläche in diesem Universum der Gute ist und gegen Bedrohungen ankämpft, auch wenn dabei gerne einmal ganze Städte zerstört werden. Kong hat sich in die Hohlerde zurückgezogen – nein, das ist nicht die Geheimbasis der Echsenmenschen, sondern eine prähistorische Erde in der Erdmitte. Also mehr Reise zum Mittelpunkt der Erde, weniger Verschwörungserzählungen. Die beiden vertragen sich nicht sonderlich gut, haben aber schon einmal gegen bzw. miteinander gekämpft. Also immer wenn es eine noch größere Bedrohung gibt. Monarch ist eine Organisation, die je nach Film mal mehr oder weniger gut ist und grundsätzlich die Aktivitäten aller Monster überwacht, sowohl auf der Erde als auch in der Hohlerde. Okay, das waren doch mehr Informationen als beabsichtigt, aber damit seid ihr wirklich perfekt gerüstet, um The New Empire zu verstehen.
Wer hier eine tiefgründige Handlung sucht, sollte schnell wieder umdrehen. Wer einfach nur sehen will, wie sich große Monster kloppen und dabei die ein oder andere Stadt zerstören, der ist hier richtig. Tatsächlich schafft auch dieser Teil es wieder, gerade so viel Handlung einzubauen, dass irgendwie ein roter Faden im Film zu erkennen ist. So haben wir die actiongeladenen Szenen, die sich mit ruhigeren abwechseln, wo mehr die Geschichte an sich vorangetrieben wird. Dabei gibt es da zwar natürlich Logiklöcher und mehr als ein Klischee, das umgesetzt wird, aber dennoch funktioniert der Film erstaunlich gut. Etwas schade ist es, dass auch hier eindeutig wieder der Fokus auf kong liegt, der wesentlich mehr Screentime hatte als Godzilla, der gerade am Anfang eher halbherzig mit einbezogen wurde. Wobei es auch hier gute Einfälle gab, ich sag nur Colloseum.
Vielleicht liegt es daran, dass ich an den Film überhaupt keine Erwartungen mehr hatte, dass er mich doch irgendwie positiv überrascht hat. Aber letztlich habe ich das bekommen, weswegen ich reingegangen bin. Kurzweilige Unterhaltung und zwei große Monster, die sich kloppen. Auch wenn diesmal Tokyo verschont wurde, so hatten andere Städte nicht ganz so viel Glück.
Schauspielerisch war es insgesamt eine solide Leistung. Hier hat niemand rausgeragt, aber die Möglichkeiten des Drehbuchs wurden bestmöglich genutzt. Ein Punkt, weswegen der Film vielleicht doch im Kino lohnt, ist dann die Optik. Auch wenn hier logischerweise viel CGI genutzt wurde, so sah diese doch ziemlich gut aus. Gerade die Hohlerde wirkte auf der großen Leinwand ziemlich beeindruckend. Auch wenn das 3D eher störend war und es der Film nicht gebraucht hat.

Das Fazit

Godzilla x Kong – The New Empire funktioniert in seiner Einfachheit erstaunlich gut, wenn man nicht so viel Wert auf tiefgründige und logische Handlung legt, sondern lieber viel Action sehen will. Der Film handelt beide Ebenen gut und kommt mit vergleichsweise wenig Logiklöchern daher und überzeugt vor allem optisch. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Godzilla x Kong läuft seit dem 04.04.2024 in den deutschen Kinos

Rückblick auf das erste Quartal 2024

Wann genau ist eigentlich schon wieder ein ganzes Quartal passiert? Ich habe mich noch immer nicht daran gewöhnt 2024 hinter die Beiträge zu schreiben. Dennoch ist es bereits Zeit für den ersten Quartalsrückblick des Jahres. Wie gewohnt in Top 5 Listen (außer, es gab keine fünf Highlights, dann wie gewohnt reduziert). Und damit ohne groß weitere Worte zu verlieren:

Meine drei Kinohighlights

All of us strangers: Adam lebt in einem fast leeren Hochhaus und arbeitet an einem Buch. Dabei trifft er auf Harry, den einzig anderen Bewohner des Hauses. Sie kommen sich schnell näher und Adam beschließt sich seiner Vergangenheit zu stellen und reist zu seinem Elternhaus. Doch obwohl diese bereits vor vielen Jahren verstorben sind, ist es bewohnt. – Unglaublich berührender Film, der ganz tief unter die Haut geht und mit seiner Melancholie und Traurigkeit ansteckend ist. Denkt also an Taschentücher!

Dune Part II: Paul Atreides hat sich bei den Fremen bewiesen, doch er muss seine Zugehörigkeit festigen. Zusammen greifen sie regelmäßig die Harkonnen an und stellen sicher, dass sie ihre Spice-Produktion nicht in gewohntem Ausmaß erfüllen können. Gleichzeitig versucht seine Mutter ihne zu einem Messias zu machen, was Paul jedoch abzulehnen versucht. Doch als die Harkonnen immer unerbitterlich werden, müssen sich auch die Fremen zur finalen Schlacht um Arrakis aufmachen. – Bildgewaltig, erzählt erstaunlich gut zusammengefasst die zweite Hälfte des Buches, auch wenn einiges sehr schnell geht, und steht lediglich im Schatten des grandiosen ersten Parts.

The Zone of Interest: Familie Höß, dass sind Vater Rudolf, Mutter Hedwig und ihre fünf Kinder. Rudolf ist Lagerkommandant in Auschwitz und daher hat seine Familie ein Haus direkt an den Mauern des Konzentrationslagers. Tag und Nacht dringt die Geräuschkulisse des Lagers zur Familie, die ihrem normalen Alltag nachgehen. – Beklemmend und doch sehr gut atmosphärisch eingefangen. Konzept funktioniert gut über die gesamte Laufzeit.

Meine fünf filmischen Highlights

BTS: Yet to come: 2022 geben BTS ein kostenfreies Konzert in Busan und liefern dabei wieder eine wahnsinnige Show. – Wie immer eine Wahnsinnsshow und eine gute Auswahl aus ihrem Repertoire.

Alice im Wunderland: Alice sollte eigentlich den Lektionen ihrer großen Schwester lauschen, doch ist viel zu abgelenkt. Als sie dann auch noch einem weißen Kaninchen folgt und in ein Kaninchenloch fällt, landet sie im Wunderland, was mit allerlei kuriosen Bewohnern aufwartet. Wird sie ihren Weg zurück finden? – Immer wieder ein schöner Disneyfilm, der hinter jede Ecke neue Überraschungen bereit hält. Einer meiner liebsten Disneyfilme aller Zeiten.

BTS Muster: Happy ever after: Konzertfilm. 2018 schaffen es BTS bereits auf ihr viertes alljährliches Fankonzert unter dem Motto Happy ever after. Neben dem Konzert gibt es kurze Interviewformate und kleinere Spiele. Ebenso kurze Filme, die während der Outfitwechsel abgespielt werden. – Mal ein etwas älteres Konzert von BTS, wodurch ich tatsächlich einige Lieder auch nicht so kannte. Dennoch stimmt Konzept und Charme einfach überein.

MX Friends: Konzertfilm. Das 7. alljährliche Fankonzert der koreanischen Idolgruppe Monsta X stand unter dem Motto „Friends“. Mit einigen Anspielungen auf die beliebte Sitcom verbindet die Gruppe Konzert und  kleinere Filme bzw. Interviews. – Meine liebste K-Pop Band ist Monsta X und daher konnte mich das Konzert natürlich absolut mitreißen.

Dune Part I: Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides, Sohn des Herzogs, hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr? – Ein optischer grandioser, spannender, gut besetzter, also einfach perfekter Film.

Meine fünf serientastischen Highlights

Death in Paradise – Staffel 1-12 – Die beschauliche Karibikinsel Saint Marie hat ein sehr übersichtliches Polizeirevier. Lediglich drei ortsansässige Mitarbeitende sind angestellt. Dabei bekommen sie Hilfe von einem Detective – der alle paar Staffeln wechselt – aus Großbritannien, die allesamt brilliante Köpfe im Ermitteln sind, doch so ihre Schwierigkeiten mit den karibischen Bedingungen haben. Doch auch im Paradies gibt es Morde. – Nachdem der Pärchengatte sie bereits durchgebinged hatte, bin ich auch dieser britischen Krimiserie verfallen, die durch das karibische Setting, tolle Charaktere und interessante Fälle nach klassischem Whodunnit überzeugen kann

In the Soop – Staffel 2: BTS, das sind Jin, RM, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook. 2020 machte die Pandemie ihre Tourpläne zunichte und so hatten sie endlich mal Zeit für eine Auszeit. Dafür wurde ein Ferienhaus gemietet, mit allerlei Annehmlichkeiten ausgestattet, die sich die Jungs vorher wünschen durften und dann hieß es einfach mal nur ausspannen. Auch im Jahr 2021 durften sie für eine zweite Staffel wieder entspannen. – Wie kann es nur so entspannend sein sieben Jungs aus Korea in ihrem Entspannungsurlaub zu begleiten? Kürzer, mit neuer Location, aber der Charme bleibt erhalten.

CEO-dol Mart – K-Drama – Die fünfköpfige Idol Gruppe Thunder Boys haben leider den großen Durchbruch verpasst, nachdem ihr erster Erfolg von einer Tragödie überschattet wurde. Nun fünf Jahre später sind sie alle getrennte Wege gegangen, doch bekommen unerwartet einen Supermarkt vererbt, den sie nicht so leicht verkauft kriegen. Also beschließen sie sich wieder zusammen zu tun und den Supermarkt selbst zu leiten. Doch das ist gar nicht so einfach. – Ein sehr sympathisches Drama, wo es mal nicht um die große Liebe geht. Kann trotz der Kürze sehr überzeugen und hat mich mehrfach herzlich zum lachen gebracht

Attack on Titan – The Final: Die Walze wurde in Gang gesetzt und droht alles Leben zu zerstören. Die letzten Überlebenden vom Aufklärungstrupp müssen sich ausgerecht mit ihren Feinden verbünden, um die Walze zu stoppen. –  Der Abschluss der Serie in zwei Folgen in Spielfilmlänge. Ich war emotional nicht dafür bereit und bin noch immer am verarbeiten. Aber sie bringen die Serie zu Ende, ob es einem nun gefällt, oder nicht

Queer Eye – Staffel 8: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie sind alle homosexuell bzw. non-binär und haben jede Woche die gleiche Aufgabe. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen in New Orleans, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen.Auch in der achten Staffel schaffen die Fab 5 es wieder so viel Lebensfreude zu verströmen, dass man automatisch davon angesteckt wird. Tolle Geschichten dabei, die sehr berühren

Meine fünf buchigen Highlights

Boris: Boris, ein Vampir, hat seine Ausbildung beim thaumaturgischen Notdienst beendet und fängt in der Abteilung von Martin van Helsing, ein Werwolf, an. Gleich an seinem ersten Tag gibt es einen Anschlag auf eine Blutbank und kurz darauf eine gescheiterte Vampirverwandlung. Boris lassen beide Fälle nicht los. Gibt es eine größere Verschwörung? – Ein Spin-off der Mona-Reihe, die ich schon sehr geliebt habe. Diesmal im Krimi-Genre und doch wieder mit einem unfassbar gutem Gespür für Charaktere. Das Jahr begann also schon mit einem Highlight.

Bronwick Hall 1-2: Die magische Schule und Universität Bronwick Hall bildet junge Hexende aus. Blaine, die wegen des Hochverrats ihres Vaters in Ungnade fiel, versucht möglichst unauffällig zu bleiben und sucht in der Verlobung mit Karan Schutz. Doch Henry Saints, ein neuer Professor, lockt sie aus ihrer Deckung. Nach einem Rebellenangriff, bei dem Karan schwer verletzt wurde, setzt sie alles auf ein Gegenmittel. Doch dafür braucht sie Saints Hilfe. – Ein weiteres magisches Werk von Laura Labas mit einem tollen Weltenbau und Charakteren. Voller Twists und baut die Handlung sehr stark auf. Ich war sehr froh, den zweiten Band bereits da zu haben und gleich auch das Anschlussabenteuer verschlingen zu können.

Love Game: Hallie und Jack haben nach einer Hochzeit einen One-Night-Stand. Danach wird beiden klar, dass sie eher die große Liebe suchen und sie melden sich unabhängig bei einer Dating-App an. Dadurch treffen sie wieder aufeinander und schließen Freundschaft. Gleichzeitig schließen sie eine Wette ab: wer zuerst die Liebe findet, gewinnt. – Habe die Geschichte praktisch inhaliert. Sie ist zwar sehr vorhersehbar, aber ich mochte die Charaktere einfach.

Bride: Misery ist die Tochter eines einflussreichen Vampirs. Nachdem sie in ihrer Kindheit bereits einmal als Pfand in die Menschenwelt geschickt wurde, soll sie nun ein neues Opfer eingehen: Sie soll den neuen Werwolf-Alpha heiraten, um die verfeindeten Spezies zu einem Frieden zu zwingen. Doch Misery hat ihre ganz eigenen Gründe, um der Hochzeit zuzustimmen. – Ich habe es innerhalb von zwei Tagen inhaliert. Ali Hazelwood beweist, dass sie altbekannte Fantasytropes zu nutzen weiß, um eine spannende Geschichte draus zu basteln, bei der natürlich auch die Romantik – und der Spice – nicht fehlen darf.

Finding Home: Holly reist nach Texas, um das Erbe ihrer verstorbenen Großmutter anzunehmen. Dabei erfährt sie, dass der attraktive Scott Teilerbe der Ranch ist und nicht nur das: er hat große Pläne. Denn er will die Ranch zu einer Wildtierauffangstation umbauen. Dagegen hat vor allem ihr Nachbar etwas. Ist Holly bereit ihre bisherigen Träume aufzugeben? – Hat mir noch besser gefallen als Band 1, auch wenn das Drama am Ende ein wenig gezwungen wirkte. Aber davor eine sehr süße Geschichte und viel Tierliebe.

Was waren eure Highlights im ersten Quartal?

Rückblick auf den März 2024

Ein weiterer Monat ist um und mit einem Musicalbesuch und der Leipziger Buchmesse war auch einiges los. An meinem medialen Konsum hat sich dadurch kaum was geändert, da die Filme weiterhin schwächeln und Serien und Bücher weiter ein Hoch haben. Hier also mein allmonatlicher Rückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Dune 2: Paul Atreides hat sich bei den Fremen bewiesen, doch er muss seine Zugehörigkeit festigen. Zusammen greifen sie regelmäßig die Harkonnen an und stellen sicher, dass sie ihre Spice-Produktion nicht in gewohntem Ausmaß erfüllen können. Gleichzeitig versucht seine Mutter ihne zu einem Messias zu machen, was Paul jedoch abzulehnen versucht. Doch als die Harkonnen immer unerbitterlich werden, müssen sich auch die Fremen zur finalen Schlacht um Arrakis aufmachen. – Bildgewaltig, erzählt erstaunlich gut zusammengefasst die zweite Hälfte des Buches, auch wenn einiges sehr schnell geht, und steht lediglich im Schatten des grandiosen ersten Parts.

The Zone of Interest: Familie Höß, dass sind Vater Rudolf, Mutter Hedwig und ihre fünf Kinder. Rudolf ist Lagerkommandant in Auschwitz und daher hat seine Familie ein Haus direkt an den Mauern des Konzentrationslagers. Tag und Nacht dringt die Geräuschkulisse des Lagers zur Familie, die ihrem normalen Alltag nachgehen. – Beklemmend und doch sehr gut atmosphärisch eingefangen. Konzept funktioniert gut über die gesamte Laufzeit.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen in Vorbereitung auf Part Two habe ich Dune: Part 1

Kampf der Dinosaurier 2 – Superjäger: In diesem Teil der Dokureihe geht es vor allem um den Velociraptor und seine Jagdmethoden. Hätte er eine Chance beispielsweise gegen einen Ankylosaurus? Und was haben Krokodile mit der Frage zu tun? – Wieder ein kurzweiliger aber interessanter Teil der Dokureihe.

Rendezvous mit Joe Black: William Parrish ist erfolgreicher Unternehmer und steht kurz vor seinem 65. Geburtstag. Als der geheimnisvolle Joe Black in sein Leben tritt ändert sich jedoch einiges, denn dieser ist der Tod und gekommen, um William zu holen. Sie handeln einen Pakt aus, wenn William es schafft Joe bei Laune zu halten, darf er noch weiter leben. Doch das bringt einige Probleme mit sich. – Interessante Idee und ein Film, der sich ordentlich Zeit lässt, dabei aber keineswegs langweilig ist.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ghostbusters – Frozen Empire: Nachdem Ghostbusters Legacy das Franchise versucht hat wiederzubeleben, war ein weiterer Teil nur eine Frage der Zeit. Dennoch bin ich gespannt, ob der Film funktioniert.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Drive-away dolls

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Death in Paradise – Staffel 8-12 (Auch die anderen bisher erschienenen Staffeln habe ich einfach nur weggebinged. Das Konzept funktioniert auch mit immer mal wechselnder Besetzung super und ich freue mich einfach nur auf Staffel 13)

Born again – K-Drama (Ich mochte das Konzept der Serie, weswegen ich auch bis zum Ende geschaut habe, weil ich die Auflösung wissen wollte. Aber eigentlich wollte ich es immer nach ein paar Folgen wieder abbrechen, weil es sich viel zu sehr gezogen hat)

Drag me to dinner – Staffel 1 (Interessantes Konzept, dass eigentlich zu wenig genutzt wurde, weil es sich nicht ganz entscheiden konnte, ob es ne Drag Show oder doch ein Wettbewerb sein will. Aber hatte einige kleine Ideen, die es doch wieder aufgelockert haben)

Percy Jackson – Staffel 1 (Hat leider gar nicht funktioniert. Hält sich stark an die Bücher, übernimmt aber eher die Schwächen als die Stärken. Schauspielerisch gerade von den Jungdarstellenden eine Katastrophe und wer hat bitte die Dialoge geschrieben?)

Zoogeflüster North Carolina – Staffel 1 (Ich mochte das Original Zoogeflüster sehr gern, die NC Variante konnte mich nicht so in den Bann ziehen. Es war einfach nicht so die Nähe zu den Arbeitenden und den Tieren da wie im Original)

Brain Games – Staffel 7 (Etwas abgewandeltes Konzept, hat sich dadurch leider ab und an etwas gezogen, auch wenn die Themen spannend gewählt waren)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 9
Seiten insgesamt: 3.154
Seiten pro Tag: 101 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 4

Momo – the blood taker 5: Nach einem alles entscheidendem Kampf müssen Momo und Keigo mit einigen Veränderungen zurecht kommen. Doch noch Feinde tauchen auf der Bildfläche auf. – Mir ging der Kampf etwas zu schnell vorbei, musste mich erstmal an die Veränderung in der Geschichte gewöhnen. Bin trotzdem gespannt auf mehr.

Bronwick Hall 2: Nach dem letzten Rebellenangriff muss Blaine die Scherben ihres Lebens zusammensuchen. Ihr bleiben nur ihre Freundin Linden und ihr noch immer Verlobter Karan. Doch sie hat den Entschluss gefassen, sich bei den Rebellen einzuschleusen, um den Anführer Smoke zu vernichten. Doch wo soll sie ansetzen? – Gelungener Abschluss der Dilogie. Konnte es  gerade gegen Ende nicht mehr aus der Hand legen. Nur der allerletzte Satz hat es etwas zerstört.

Insomniacs 1: Ganta und Isaki könnten nicht unterschiedlicher sein, doch bei einem zufälligen Treffen im alten Astronomie-Club stellt sich heraus, dass beide an Schlafstörungen leiden und daher im Alltag die gleichen Probleme haben. Zusammen versuchen sie einen Weg zu finden. – Leichter Einstieg in die Geschichte, wo noch nicht allzu viel passiert ist.

Love Game: Hallie und Jack haben nach einer Hochzeit einen One-Night-Stand. Danach wird beiden klar, dass sie eher die große Liebe suchen und sie melden sich unabhängig bei einer Dating-App an. Dadurch treffen sie wieder aufeinander und schließen Freundschaft. Gleichzeitig schließen sie eine Wette ab: wer zuerst die Liebe findet, gewinnt. – Habe die Geschichte praktisch inhaliert. Sie ist zwar sehr vorhersehbar, aber ich mochte die Charaktere einfach.

You are my sun: Jae-Sun hat sich seinen Traum erfüllt und seinen eigenen Mangaladen eröffnet. Seit zwei Jahren beobachtet er nun schon den schweigsamen Henry, der jeden Freitag kommt, um ein Gacha zu ziehen. Bis er sich endlich traut ihn um ein Treffen zu bitten. Doch Jae-Sun muss mit seiner Angst vor Ablehnung zurecht kommen und auch Henry trägt Geheimnisse mit sich rum.  – Ich brauchte etwas zum reinkommen in die Geschichte, aber danach war ich sehr versunken und habe sehr mitgelitten mit den beiden.

Penelope 2: Penelope hat es tatsächlich geschafft und die ersten Sympathiewerte erhöht. Nun versucht sie den letzten Kandidaten freizuschalten. Dabei könnte sie es sich aber bei den Brüdern wieder verscherzen. Sie muss weiterhin mit Bedacht vorgehen. – Neue Wege und Möglichkeiten eröffnen sich, wodurch es gut spannend bleibt.

Finding Home: Holly reist nach Texas, um das Erbe ihrer verstorbenen Großmutter anzunehmen. Dabei erfährt sie, dass der attraktive Scott Teilerbe der Ranch ist und nicht nur das: er hat große Pläne. Denn er will die Ranch zu einer Wildtierauffangstation umbauen. Dagegen hat vor allem ihr Nachbar etwas. Ist Holly bereit ihre bisherigen Träume aufzugeben? – Hat mir noch besser gefallen als Band 1, auch wenn das Drama am Ende ein wenig gezwungen wirkte. Aber davor eine sehr süße Geschichte und viel Tierliebe.

Bride: Misery ist die Tochter eines einflussreichen Vampirs. Nachdem sie in ihrer Kindheit bereits einmal als Pfand in die Menschenwelt geschickt wurde, soll sie nun ein neues Opfer eingehen: Sie soll den neuen Werwolf-Alpha heiraten, um die verfeindeten Spezies zu einem Frieden zu zwingen. Doch Misery hat ihre ganz eigenen Gründe, um der Hochzeit zuzustimmen. – Ich habe es innerhalb von zwei Tagen inhaliert. Ali Hazelwood beweist, dass sie altbekannte Fantasytropes zu nutzen weiß, um eine spannende Geschichte draus zu basteln, bei der natürlich auch die Romantik – und der Spice – nicht fehlen darf.

Was waren eure Highlights im März?

The Zone of Interest

Ein Vorwort

Schindlers Liste, Son of Saul, Das Leben ist schön. So unterschiedlich die Filme in ihrer Herangehensweise sind, so widmen sie sich alle dem gleichen dunklen Abschnitt in der Geschichte. The Zone of Interest zieht uns ebenfalls an die Mauern von Auschwitz, macht aber vor den Toren halt und erzählt die Geschichte der Familie eines deutschen Offiziers. Warum der Perspektivwechsel gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Familie Höß, dass sind Vater Rudolf (Christian Friedel), Mutter Hedwig (Sandra Hüller) und ihre fünf Kinder. Rudolf ist Lagerkommandant in Auschwitz und daher hat seine Familie ein Haus direkt an den Mauern des Konzentrationslagers. Tag und Nacht dringt die Geräuschkulisse des Lagers zur Familie, die ihrem normalen Alltag nachgehen.

Meine Meinung

Ein Film über das KZ Auschwitz aus der Sicht eines der leitenden Offiziere und seiner Familie, konnte das funktionieren? Ein Film, in dem es keine einzige explizite Szenen aus dem Lager selbst gab, sondern lediglich das Familienidyll außerhalb der Mauern gezeigt wird. Ein Film, in dem dennoch Auschwitz immer im Hintergrund ist und die Geräusche des Lagers dauerhaft zu hören sind.
Die Antwort ist Ja. Es funktioniert, denn der Film spielt viel mit unseren Sinnen. Wir kennen die Geschichte, wir wissen, was hinter den Mauern passiert. Wir wissen woher die Schreie kommen, warum ab und an Schüsse und Hundegebell zu hören ist. Wir müssen es nicht sehen, um das Grauen zu verstehen. Ich hatte zuvor Bedenken, ob diese Prämisse auch über die Laufzeit von 106 Minuten funktioniert und auch hier ist die Antwort eindeutig: Ja! Vordergründig die Geschichte der Familie, ohne eine direkte Handlung, eher immer wieder einzelne Szenen aus dem Alltag. Die Familie beim Baden. Die Familie bekommt neue „Fundsachen“ aus dem Lager. Ein Sommerfest. Alles wirkt irgendwie belanglos und doch erschafft der Film eine einzigartige Atmosphäre der Beklemmung. Denn wir müssen die Gräuel hinter den Mauern nicht sehen, um zu wissen, dass sie da sind.
Auch wird viel über Perspektiven gearbeitet. Während sich die Familie selbst an ihre Umgebung gewohnt hat und das meiste nicht mehr wirklich wahrzunehmen scheint, ändert sich dies, als die Mutter von Hedwig zu Besuch kommt. Während sie Anfangs noch sehr abgebrüht über das Thema sprechen kann, wird es ihr gerade in der Nacht zu viel. Denn zu wissen, dass die Lager existieren und der damaligen Meinung über Juden zuzustimmen, war eben doch etwas anderes, als die Rauchfahnen und Feuer permanent zu sehen und die Schreie täglich zu hören. Durch solche Einschübe in den normalen Familienalltag wird sehr viel Handlung vermittelt, ohne, dass es ausgesprochen werden musste.
Durch die Familie wird auch gut beleuchtet, was die Nähe zum Lager mit ihnen machte. Harmlose Spielereien der Kinder können schnell einen erschreckenden Twist nehmen. Asche, die von den Kindern geschrubbt werden muss und Gespräche der Erwachsenen, bei denen man sich am liebsten die Ohren zuhalten möchte. Lediglich gegen Ende geht der Film einen Schritt zu weit und inszeniert Höß nicht mehr als Menschen, sondern erhebt ihn zum Monster, was die Aussage des Films ein bisschen überreizt, da er gerade verdeutlicht, dass die Lageroffiziere Menschen mit Familienleben waren. Tagsüber Juden vergast, abends den Kindern Gute-Nacht-Geschichten vorgelesen. Das ist aber auch nur ein Kritikpunkt an einem sehr starken Film.
Die Liebe zum Detail merkt man dem Film auch an, dass nicht nur versucht hat das Haus der Familie so Originalgetreu wie möglich nachzubauen, es gab auch allein für die Vertonung ein 600 Seiten Dossier, um abschätzen zu können, welche Geräusche in welcher Lautstärke bis zum Haus der Familie gedrungen sind. Kein Wunder, dass dies nicht nur mit dem Oscar für den besten Ton, sondern auch für den besten internationalen Film belohnt wurde.

Das Fazit

The Zone of Interest ist erschreckend, beklemmend und doch unfassbar wichtig, die Geschichte aus deutscher Perspektive zu sehen, ohne, dass die Gräueltaten versteckt oder kleingeredet werden. Der Alltag der Menschen, die sie nicht nur tolerierten, sondern aktiv mitgestalteten. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

The Zone of Interest läuft seit dem 20.02.2024 in den deutschen Kinos

All of us strangers

Ein Vorwort

Dass Hollywood auch gut japanische Romane verfilmen kann, hat vorletztes Jahr bereits Bullettrain eindrucksvoll bewiesen. Da wurde jedoch der eher ruhige Grundton des Buches, wie bei japanischen Romanen auch üblicher, bewusst ins Hollywood-Actiongenre gesteckt. Bei All of us strangers, das lose auf dem Buch von Taichi Yamada basiert, ist genau dies nicht der Fall. Warum der Film auf ganz andere Art berührt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Adam lebt in einem fast leeren Hochhaus und arbeitet an einem Buch. Dabei trifft er auf Harry, den einzig anderen Bewohner des Hauses. Sie kommen sich schnell näher und Adam beschließt sich seiner Vergangenheit zu stellen und reist zu seinem Elternhaus. Doch obwohl diese bereits vor vielen Jahren verstorben sind, ist es bewohnt.

Meine Meinung

Einsamkeit ist wohl eine der gemeinsten Emotionen. Wir empfinden sie in den unterschiedlichsten Situationen. Alleine und verlassen, aber auch umringt von Menschen. All of us strangers widmet sich genau dieser Emotion in all seinen Facetten. Ein Hochhaus mitten in der Großstadt, wo man meinen sollte, so umringt von Menschen kann man gar nicht einsam sein, und doch gleich zwei einsame Seelen allein in dem neuen Komplex. Sie finden zusammen und doch bleibt ein Gefühl von Einsamkeit.
All of us strangers ist ein Film, der über seine komplette Länge sehr ruhig erzählt wird. Kaum ein wirklich „aufregender“ Moment ist dazwischen. Er lullt einen mit seinem langsamen Aufbau ein und wiegt einen gleichzeitig in Sicherheit. Doch Sicherheit ist etwas, was dieser Film nicht bietet. Denn jede Szene ist lediglich ein Anlaufnehmen, um einem immer wieder die kleinen Momente um die Ohren zu hauen. Die einem das Gefühl von Familie und gleichzeitig von Verlust vermittelt. Vom Finden und vom wieder Verlieren. Ein Film, der einen in den Arm nimmt und doch zitternd alleine lässt.
Je weniger man vorher von dem Film weiß, desto erbarmungsloser ist er. Wir haben eine Liebesgeschichte, die einem so viel gibt und doch wieder so viel nimmt. Die Szenen mit Adams Eltern berühren einen und lassen einen im Film ankommen, nur um dann wieder mit Einsamkeit und Verlust konfrontiert zu werden. Und während ich all meine Empfindungen während dieses Film hier versuche in Worte zu fassen, kann ich die Essenz des ganzen doch nicht ausreichend formulieren, um dieser kleinen Perle gerecht zu werden.
Dies ist kein Feelgood Film. Dies ist ein Film, bei dem man eine Menge Taschentücher braucht, obwohl er nie offensichtlich auf die Tränendrüse drückt. Aber er weiß, wo er ansetzen muss und einzelne Aspekte beinahe im Nebensatz erwähnt, die einem den Boden unter den Füßen wegziehen. Es ist ein Film, der einen nicht einfach ziehen lässt. Er verändert einen und aus dem Kinosaal zu kommen und auf einmal wieder von einer lärmenden Menschenmenge umgeben zu sein, war so surreal, wie ich es sonst selten nach einem Film empfinde.
Während die Bilder meist eher einfach gehalten wurden, sind es gerade die Schauspielenden, die hier alles geben und alles aus dem Film rausholen. Man hätte keinen besseren Cast für den Film finden können und das weder Film noch Darsteller*innen bei den Oscars berücksichtigt wurden, ist eine Schande.

Das Fazit

All of us strangers ist ein Film, der einem gerade durch seine ruhige Erzählart zerstört. Man wird eingelullt durch die unaufgeregten Bilder und den tollen Cast, nur damit einem die Geschichte dann den Boden unter den Füßen wegzieht. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

All of us strangers läuft seit dem 08.02.2024 in den deutschen Kinos

Dune – Part Two

Ein Vorwort

Kaum ein Film konnte 2021 mehr Vorfreude unter Filmfans auslösen, als der erste Teil von Dune. Nachdem er bereits einige Monate verschoben wurde, konnte er nicht nur mich absolut begeistern und die seltenen 10 von 10 Punkte abstauben. Nun war der zweite Teil ebenso heiß erwartet, erzählt er doch die Geschichte des ersten Buches zu Ende. Ob er mit dem Highlight des ersten Parts mithalten kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

In Dune lernen wir Paul Atreides kennen. Er ist der Sohn des Oberhauptes des Hauses Atreides, die bisher auf einem sehr wasserreichen Planeten herrschten. Doch durch politische Umbrüche wird ihnen der Wüstenplanet Arrakis vom Imperator als Lehen übergeben. Der Planet ist wichtig, da er die einzigen Vorkomnisse von Spice, einem aus dem Wüstensand gewonnener Stoff, der für die interplanetare Fortbewegung essentiell ist, beherbergt. Bisher war Haus Harkonnen für Arrakis zuständig und sie haben nicht vor, so schnell das Feld zu räumen, schließlich hat der Spice-Abbau sie unvorstellbar reich gemacht. Vor dem Aufbrauch, wird Paul noch von der obersten Mutter der Bene Gesserit besucht, einer Schwesternschaft, die eine spezielle Ausbildung abgeschlossen haben und aus den Schatten heraus in die Politik eingreifen. Auch Pauls Mutter ist eine Bene Gesserit und muss mit ansehen, wie Paul einer qualvollen Prüfung unterzogen wird, um herauszufinden, ob er der Eine aus einer alten Prophezeiung sein könnte. Kurz darauf bricht Haus Atreides zur Reise auf und muss sich an die sehr konträre Umgebung gewöhnen. Sie versuchen auch Frieden mit den auf Arrakis heimischen Fremen zu schließen, die sich im Laufe von vielen Jahren an die Bedingungen der Wüste angepasst haben, aber von den Harkonnen stets bekämpft wurden. Obwohl ihnen von den Harkonnen nur wenig funktionierende Ausrüstung überlassen wurde, müssen sie die Spice-Produktion voran treiben. Nachdem Paul bereits einem ersten Attentat entkommen ist, greifen die Harkonnen, mit Unterstützung der imperialen Saudakar-Armee, in der Nacht an und überwältigen die meisten Atreides. Oberhaupt Leto Atreides wird zu Baron Harkonnen gebracht, der seinen Einfluss auf Arrakis wiedererlangen will. Trotz eines versuchten Attentats Letos, überlebt Baron Harkonnen. In der Zwischenzeit werden Paul und seine Mutter entführt. Sie sollen in der Wüste ausgesetzt werden, um nicht offiziell Schuld an ihrem Tod zu sein, da es sonst die Bene Gesserit erzürnen würde. Sie können sich jedoch befreien. Sie erhalten zuerst Hilfe von einem Verbündeten, der dem Massaker ebenfalls entfliehen konnte, nun aber versucht Paul und seiner Mutter Zeit zu verschaffen und schließlich stirbt.  In der Wüste müssen sie nicht nur den dort heimischen und sehr gefährlichen Sandwürmern ausweichen, sondern suchen auch die Fremen, um dort Unterschlupf zu erhalten. Mit dieser Begegnung, bei der sich Paul als würdig erweist, endet Part 1.

Meine Rezensionen zum ersten Buch und zu Part 1 findet ihr hier hinterlegt.

Die Handlung

Paul Atreides (Timothee Chalamet) hat sich bei den Fremen bewiesen, doch er muss seine Zugehörigkeit festigen. Zusammen greifen sie regelmäßig die Harkonnen an und stellen sicher, dass sie ihre Spice-Produktion nicht in gewohntem Ausmaß erfüllen können. Gleichzeitig versucht seine Mutter ihne zu einem Messias zu machen, was Paul jedoch abzulehnen versucht. Doch als die Harkonnen immer unerbitterlich werden, müssen sich auch die Fremen zur finalen Schlacht um Arrakis aufmachen.

Meine Meinung

Nachdem Part I ziemlich offen endete, da erst mit Part II das erste Buch vollständig verfilmt werden sollte, waren natürlich viele Fragen noch offen. Dabei hat es Deniz Villeunve ziemlich gut geschafft das Buch in zwei Hälften zu teilen und ziemlich genau bei der Hälfte zu enden, zumal da auch ein Sinnabschnitt endete.
Nun stand aber eine neue Herausforderung an, denn der zweite Teil des Buches hatte weniger imposanste Weltenbauszenen, die im ersten Film noch für viele Wow-Momente gesorgt hatten, sondern fängt zunächst mit sehr viel Charakterentwicklung an. Paul muss seinen Platz bei den Fremen finden und auch seine Mutter muss sich auf ihrem Weg neu sortieren. Dabei versucht der Film schon einiges stark zusammenzuraffen, um Längen rauszunehmen, bzw. hat er auch so noch unglaublich viel zu erzählen, dass sich der Film stellenweise ziemlich gehetzt anfühlt. Denn selbst für die 166 Minuten Länge war es sehr viel Handlung und doch wurde sich wirklich nur auf das wichtigste aus dem Buch beschränkt. Gerade die Entwicklung der Mutter ist dadurch eher plump geraten und ihre Charakteränderung wird sehr sichtbar vollzogen, was eigentlich eher nach und nach enthüllt wird.
Aber nun, der Film hat vieles, aber keine Zeit, um sich an Details aufzuhalten. Auch wenn er genau dies ab und an noch versucht und gerade imposante Szenen, wie Pauls ersten Wurmritt (kein Spoiler ist in jedem Trailer zu sehen), komplett zeigt, um eben auch hier die imposanten Bilder beizubehalten. Wobei gerade dies ein wenig einbüßt, weil Part I bereits zeigte, was möglich ist und wie viel Liebe zum Detail in der Gestaltung der Welt steckt. So ist es zwar gemein, aber Villeneuve hat sich mit Part I selbst in Schatten gestellt und kann den gleichen Wow-Effekt nicht noch einmal erzeugen, auch wenn Part II unbestreitlich die gleiche hohe Qualität vom optischem aufweist und definitiv im Kino genossen werden sollte! Die Dune Reihe ist keine Reihe fürs Heimkino – und bitte bitte kommt gar nicht auf die Idee, die Filme auf einem Laptop oder Smartphone sehen zu wollen.
Das weitaus größere Problem, was sich in Part II jedoch auftut ist, dass auch die Handlung im Buch schwieriger wurde. Hier konnte das Buch durch seine Länge und seinen langsamen Aufbau noch ein wenig mehr punkten, doch alles, was ich an der Handlung kritisch finde, kann ich dem Film nicht zu lasten legen, da er sich halt sehr strikt an die Vorlage hält. Gerade bezogen auf die Entwicklung von Paul und seiner Mutter, fehlen gerade gegen Ende ein paar erklärende Szenen, so wirkt sie doch sehr abrupt. Aber ich wüsste auch nicht, wo man bei dem Spannungsaufbau dafür noch hätte Zeit finden sollen.
Positiv ist, dass wir hier endlich mal mehr Einblicke ins Reich der Harkonnen bekommen, auch wenn die unbändige Grausamkeit nicht zu 100% durchkommt, auch wenn es mit den nötigen Szenen versucht wird zu verdeutlichen. Aber allein Baron Harkonnens Fortbewegungsmittel umgesetzt zu sehen, der viel beschrieben und gezeichnet wurde, aber so noch einmal mehr den sonst etwas zu missenden Wow-Effekt schaffte.
Nun kommen wir wohl nicht drum rum über das Ende zu reden. Ich versuche es möglichst spoilerfrei zu halten. Wie schon in Part I bekommen wir ein Finale geliefert, dass die Spannung des Films gekonnt ins Unermessliche steigert und mit der finalen Schlacht um Arrakis aufwartet. Da hier sehr viele Charaktere agieren, wurden bewusst optische Wiedererkennungsmerkmale gesetzt und das funktioniert auch wunderbar. Der finale Dialog zwischen Paul und dem Imperator kommt allerdings etwas kurz, da aus Zeitgründen die Tochter, die im Buch bereits eine größere Rolle hatte, nicht genauer eingeführt wurde. Wirklich schwierig wird es jedoch danach, weil es klar mit einem offenem Ende endet, das man aber auch früher hätte ansetzten können. Gerade unter dem Aspekt, dass Villeneuve wohl plant mit einem Part III auch das zweite Buch zu verfilmen, hätte es die letzten Szenen wohl nicht gebraucht, um das Ende offen genug zu halten. Denn so steht jetzt eine sehr schwierige Botschaft im Raum, die wenn überhaupt erst in einem dritten Film revidiert werden kann. Das hätte durchaus durch ein paar Minuten weniger Film entschärft werden können, ohne, dass es dem Film irgendwie geschadet hätte.
So bin ich nach Part II deutlich zwiegespaltener als noch bei Part I. Denn die Genialität des Filmes möchte ich keineswegs absprechen. Wir haben unseren Blockbuster bekommen, auf den wir gewartet haben und außer meiner Kritik am Ende des Films, war doch alles andere mehr eine Kritik an der Handlung des Buches, was man einer Buchverfilmung, die sich an die Vorlage hält, aber wohl kaum vorwerfen kann. Die Optik hingegen sucht absolut seinesgleichen und auch wenn der Wow-Effekt geringer ist, bleibt sie doch herausragend.
Lediglich der Soundtrack, der sich hier etwas mehr zurücknimmt und sehr lange bis zum Maintheme braucht, konnte nicht mehr mit den epischen Ausmaßen Part I mithalten. Aber auch hier war wohl die Erwartungshaltung einfach zu groß, hatte mich der Soundtrack doch zuvor ab der ersten Minute gefesselt und in Part II halt erst später. Aber auch das bleibt Meckern auf hohem Niveau. Im Vergleich zu anderen Genrevertretern bleibt Dune absolut herausragend.

Das Fazit

Dune Part II adaptiert die zweite Hälfte des ersten Buches gekonnt und nimmt Längen und versucht die komplexe Handlung zeitgleich zu komprimieren. Das gelingt nicht immer zu 100% und generell steht Part II oft im Schatten der durch Part I geschaffenen Erwartungen. Dennoch ist es ein filmtechnisches Meisterwerk, bei dem viel Kritik Meckern auf hohem Niveau ist. Lediglich am sehr ungünstig offen gehaltenem Ende habe ich meine Probleme mit. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Dune – Part II läuft seit dem 29.02.2024 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den Februar 2024

Der Februar ist vorbei und nach vielen grauen, aber erstaunlich milden Tagen, bin ich dann doch bereit für einen richtigen Frühlingsanfang. Die ersten Anzeichen dafür waren ja da und einen schönen sonnigen Tag konnte ich schon im Zoo verbringen. Aber zunächst hier wieder der obligatorische Rückblick über meinen medialen Konsum im Februar.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Argylle: Autorin Elly Conway hängt bei ihrem neuen Argylle-Roman ein bisschen und plant daher ihre Mutter zu besuchen. Unterwegs trifft sie auf Aidan Wilde, der ihr erzählt, dass ihre Bücher real passiert sind und sie nun weiterschreiben muss, um ein Geheimnis zu lüften. Dabei findet sie allerhand über sich und ihren Protagonisten heraus. Immer mit dabei ist ihre Katze Alfie. – Kann gerade zum Anfang mit coolen Ideen überzeugen, schwächt sich aber selbst durch unzählige Plottwists immer mehr ab.

All of us strangers: Adam lebt in einem fast leeren Hochhaus und arbeitet an einem Buch. Dabei trifft er auf Harry, den einzig anderen Bewohner des Hauses. Sie kommen sich schnell näher und Adam beschließt sich seiner Vergangenheit zu stellen und reist zu seinem Elternhaus. Doch obwohl diese bereits vor vielen Jahren verstorben sind, ist es bewohnt. – Unglaublich berührender Film, der ganz tief unter die Haut geht und mit seiner Melancholie und Traurigkeit ansteckend ist. Denkt also an Taschentücher!

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Die Chroniken von Erdsee: Prinz Arren wird von einer  bösen Kraft manipuliert und ermordet seinen Vater, den König. Auf seiner Flucht begegnet er dem Magier Sperber, der ihn auf seiner Reise mitnimmt. Doch das Gleichgewicht von Gut und Böse in Erdsee ist gestört und noch immer ist jemand auf der Suche nach Arren. Wem kann er trauen? – Schwächerer Ghibli-Film. Erzählt einen Ausschnitt aus einer viel größeren Geschichte und verpasst dabei Weltenbau und Charaktere genauer auszuführen.

Habsburgs verkuppelte Töchter: Lange Zeit waren die Habsburger das regierende und Kaiserstellende Geschlecht in Österreich. Doch diesmal stehen die Töchter der Regierenden im Vordergrund und ihre Verkupplungen an andere Königs-/Kaiserhöfe. – Kurzweilige Dokumentation mit interessanten Schicksalen, bleibt aber durch die Kürze sehr oberflächlich.

BTS Muster: Happy ever after: Konzertfilm. 2018 schaffen es BTS bereits auf ihr viertes alljährliches Fankonzert unter dem Motto Happy ever after. Neben dem Konzert gibt es kurze Interviewformate und kleinere Spiele. Ebenso kurze Filme, die während der Outfitwechsel abgespielt werden. – Mal ein etwas älteres Konzert von BTS, wodurch ich tatsächlich einige Lieder auch nicht so kannte. Dennoch stimmt Konzept und Charme einfach überein.

Monsta X: Friends: Konzertfilm. Das 7. alljährliche Fankonzert der koreanischen Idolgruppe Monsta X stand unter dem Motto „Friends“. Mit einigen Anspielungen auf die beliebte Sitcom verbindet die Gruppe Konzert und  kleinere Filme bzw. Interviews. – Meine liebste K-Pop Band ist Monsta X und daher konnte mich das Konzert natürlich absolut mitreißen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Lisa Frankenstein: 1989 erweckt Lisa, eine Highschool-Außenseiterin, ausversehen eine viktorianische Leiche zum Leben, in die sie sich auch noch verliebt. Es klingt herrlich abstrus und sieht optisch auch sehr cool aus, weswegen ich noch sehr hoffe, den Film bald zu Gesicht zu bekommen.

Dune 2: Die Verfilmung der zweiten Hälfte des ersten Buches kam natürlich zum letzten Tag des Monats in die Kinos, weswegen ich es nicht mehr geschafft habe. Aber nach dem sensationell gutem ersten Teil steht es wohl außer Frage, wieso ich den nächsten sehen will.

Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Eine Million Minuten & The Zone of Interest

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Modern Family – Staffel 7-8 (Man merkt die fortgeschrittene Geschichte durch das Alter der Kinder, funktioniert dadurch aber doch immer besser)

Doctor Who – Staffel 13 (Die wohl schwächste Staffel von Doctor Who. Hat ein übergreifendes Thema und verstrickt sich dadurch immer mehr, will mehr, als man verdauen kann. Ich hab sehr schnell innerlich abgeschaltet)

King the Land – K-Drama (Sehr süßes Drama, bei dem ich ein wenig Eingewöhnung brauchte. Danach aber stark gespielt und weiß neben Drama und Romantik auch die Komik nicht zu vergessen)

Hazbin Hotel – Staffel 1 (Wie abgedreht darf eine Serie sein? Diese legt die Latte definitv sehr hoch, kann aber durchaus durch neue Ideen, tolle Lieder und reihenweise liebens- und hassenswerte Charaktere zu überzeugen)

Death in Paradise – Staffel 1-7 (Nachdem der Pärchengatte sie bereits durchgebinged hatte, bin ich auch dieser britischen Krimiserie verfallen, die durch das karibische Setting, tolle Charaktere und interessante Fälle nach klassischem Whodunnit überzeugen kann)

Attack on Titan – The Final (Der Abschluss der Serie in zwei Folgen in Spielfilmlänge. Ich war emotional nicht dafür bereit und bin noch immer am verarbeiten. Aber sie bringen die Serie zu Ende, ob es einem nun gefällt, oder nicht)

Echo – Staffel 1 (Marvel haut eine weitere Enttäuschung raus. Will gleichzeitig sehr viel und erzählt gleichzeitig nichts. Dadurch unglaublich langweilig und belanglos, obwohl einige gute Ideen erkennbar sind)

Hilda – Staffel 3 (Kann nicht mehr an dem Charme der vorherigen Staffeln anknüpfen. Verstrickt sich zu sehr in einer folgenübergreifenden Handlung, die im Finalfilm endet. Schade.)

Queer Eye – Staffel 8 (Auch in der achten Staffel schaffen die Fab 5 es wieder so viel Lebensfreude zu verströmen, dass man automatisch davon angesteckt wird. Tolle Geschichten dabei, die sehr berühren)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 8
Seiten insgesamt: 2.386
Seiten pro Tag: 82 im Durchschnitt
Hardcover: 1
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 3

The 99 boyfriends of Micah Summers: Micah hatte in seinem Leben bereits 99x einen Crush auf einen Jungen. Diese hat er auf seinem Instagramkanal als Zeichnungen festgehalten. Leider hatte er aber noch nie ein Date bzw eine Beziehung. Mit Crush 100 soll alles anders werden. Und als er in der Bahn den perfekten Jungen trifft, ist er sich sicher. Das ist Crush 100. Aber sie wurden getrennt, ehe er auch nur den Namen erfahren konnte. Und so beginnt eine Suche durch Chicago. – Beginnt sehr stark, nur, dass die eigentliche Handlung ziemlich schnell abgeschlossen ist und das Buch dann leider sehr offensichtlich auf einen Plottwist hinarbeitet, der die vorherige Geschichte eigentlich überflüssig macht. Schade.

Penelope – Das Böse ist dem Tod geweiht 1: Nach einer durchzockten Nacht des beliebten Dating-Simulations-Games „Die Tochter des Dukes“ erwacht die Protagonistin nicht in der Rolle der Heldin Yvonne, sondern in der der Antagonistin Penelope Eckart. Doch diese stirbt in fast jedem möglichen Handlungsstrang. Um zu überleben, muss sie versuchen die vorgefertigten Antwortmöglichkeiten zu umgehen. – Interessanter Auftakt, wo zunächst die wichtigsten Charaktere vorgestellt werden. Freue mich sehr auf die nächsten Bände.

Bronwick Hall – Dornengift: Die magische Schule und Universität Bronwick Hall bildet junge Hexende aus. Blaine, die wegen des Hochverrats ihres Vaters in Ungnade fiel, versucht möglichst unauffällig zu bleiben und sucht in der Verlobung mit Karan Schutz. Doch Henry Saints, ein neuer Professor, lockt sie aus ihrer Deckung. Nach einem Rebellenangriff, bei dem Karan schwer verletzt wurde, setzt sie alles auf ein Gegenmittel. Doch dafür braucht sie Saints Hilfe. – Ein weiteres magisches Werk von Laura Labas mit einem tollen Weltenbau und Charakteren. Voller Twists und baut die Handlung sehr stark auf. Bin sehr froh den zweiten Band bereits in den Händen zu halten, denn ich muss dringend wissen, wie es weitergeht.

Double Crush: Kolly ist die Tochter der CEO der Ognito Inc, eine Agentur, die sich auf Doppelgänger*innen in Los Angeles spezialisiert hat. Kolly bekommt den Auftrag die Doubles für eine beliebte Band zu trainieren. Doch zwischen dem Double Lincoln und ihr knistert es gewaltig. Doch die Regeln ihrer Mutter sind eindeutig. Auch hat Lincoln ein Geheimnis, das ihn als Double disqualifizieren würde. Zumal man niemals einen Doppelgänger küssen sollte, denn man erwischt immer den Falschen. – Tolle Grundidee, bin leider mit der Protagonistin überhaupt nicht warm geworden, weswegen ich nicht richtig in die Geschichte reingekommen bin.

Flüster mir ein Liebeslied 2: Während Himari versucht herauszufinden, was ihre Gefühle bedeuten und was Liebe genau für sie ist, tritt Yori der Band Sweet Explosion bei, um Himari doch noch für sich zu gewinnen. – Leider etwas schwächer als der erste Band, da er sich etwas gezogen hat.

A man and his cat 1: In einer Zoohandlung in Japan werden täglich neue Kitten verkauft. Doch ein etwas dickerer und nicht ganz so süßer Kater bleibt Tag für Tag zurück. Bis ein alter Mann kommt und genau ihn kauft. Glücklich endlich ein richtiges Zuhause – und einen Namen – zu haben, lernen sich Fukumaru und der alte Mann täglich besser kennen. – So ein süßer und herzlicher Manga. Habe jede Seite geliebt! (Und ein wenig den Pärchengatten und meine Katzis da drin gesehen)

Der fürsorgliche Mr. Cave: Nachdem Terence Cave nicht nur Mutter und Frau verloren hat, sondern auch den Tod seines Sohnes mit ansehen musste, beschließt er auf seine Tochter Bryony ganz genau acht zu geben und merkt nicht, dass er sie mit seiner Fürsorge immer weiter erdrückt. – Unglaublich starkes Buch, das ich dennoch mehrfach aus der Hand legen musste, weil die Geschichte sehr bedrückend ist. Man ist hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unverständnis.

Follow me to Wonderland III – My soul in your hands: Um den Krieg Wonderlands gegen Mirror zu verhindern, müssen die Verbündeten rund um Cat Cheshire hinter die Spiegel reisen. Dort erwarten sie allerlei neue Abenteuer. Doch der größte Kampf steht noch bevor. – Spannender und runder Abschluss der Alice im Wunderland-Adaption. Hatte nur bei den ganzen Charakteren ein wenig Probleme mich an alle zu erinnern, da zwischen Band 2 und 3 doch etwas Zeit verstrichen ist.

Wie war euer Februar? Was waren eure Highlights?

Argylle

Ein Vorwort

2014 überraschte Regisseur Matthew Vaughn mit seiner überzeichneten, aber doch zielsicher treffenden Actionkomödie Kingsman und konnte nicht nur mich vollkommen überzeugen. Nach einem schon nicht mehr richtig funktionierendem Sequel und einem richtig schlechten Prequel, schien die Kingsman Reihe beendet zu sein. Nun hat Vaughn mit Argylle einen neuen Film rausgebracht, der dennoch eine Verbindung zum Kingsman-Franchise haben soll. Dafür hat er sogar extra ein Buch herausgebracht, mit gleichem Namen, dass er „verfilmen“ wollte. Kann der Reihenauftakt ebenfalls überraschen, wie zuvor Kingsman?

Die Handlung

Autorin Elly Conway (Bryce Dallas Howard) hängt bei ihrem neuen Argylle-Roman ein bisschen und plant daher ihre Mutter zu besuchen. Unterwegs trifft sie auf Aidan Wilde (Sam Rockwell), der ihr erzählt, dass ihre Bücher real passiert sind und sie nun weiterschreiben muss, um ein Geheimnis zu lüften. Dabei findet sie allerhand über sich und ihren Protagonisten heraus. Immer mit dabei ist ihre Katze Alfie.

Meine Meinung

Nachdem ich den ersten Trailer zu Matthew Vaughns neustem Film sah, war ich zwiegespalten. Er konnte funktionieren, durch die interessante Ausgangsidee, nach einem richtig starken und zwei eher schwachen Kingsman-Filmen, war ich aber trotzdem vorsichtiger. Die Hintergrundgeschichte, dass Matthew Vaughn zunächst den Roman Argylle hat schreiben lassen, den unter dem Namen Elly Conway veröffentlicht hat und dann angekündigte diesen zu verfilmen, ist schon wieder sehr witzig. Zumal es zwischendurch bereits das Gerücht gab, dass Taylor Swift das Buch unter Pseudonym geschrieben hätte. Es kam dann aber heraus, dass es für den Film in Auftrag gegeben wurde und auf der Basis dann das Drehbuch geschrieben wurde.
Nun saß man doch irgendwie wieder mit Erwartungen in dem Film. Und gerade am Anfang hat man auch genau das bekommen, was der Trailer versprach. Eine Protagonistin, die hinter ihrem Schreibtisch hervorgezogen wurde und auf einmal in der realen Welt der Spionage auskommen muss und sich mit einigen Sachen einfach nicht abfinden kann. Ihre eigene Romanwelt ist absolut abgedreht und ähnelt eher James Bond in seinen abgedrehtesten Tagen, als realen Szenarien – ich sag nur Verfolgungsjagd mit Auto über die Dächer Griechenlands. Ich mochte die ganzen Anspielungen auf das reale Leben einer Autorin, mit Recherche und wie der Plot verknüpft worden wäre, damit es einem die Lesenden abkaufen. Die überzeichneten Bücher dann allerdings im Realismus mit einem le Carré zu vergleichen, gleicht dann doch Blasphemie.
Leider hat der Film es nicht dabei belassen. Nach ca. einem Drittel, in dem die wichtigsten Charaktere eingeführt wurden, fängt leider das große Plottwist Karoussel an. Denn es konnte nicht nur bei einem Plottwist bleiben, es musste immer noch einer drauf gesetzt werden. Dadurch zieht sich der Film leider auch ziemlich, hatte zwischendurch bereits einige Szenen, die ein Ende hätten sein können, aber es musste noch mehr sein. Das funktioniert so gar nicht und streckt den Film auf quälend lange 139 Minuten, die nach 60 Minuten schon so langsam nicht mehr funktionieren.
So hat Argylle zwischendrin durchaus noch gute Ideen, versucht sich an dem bekannten Witz aus Kingsman, kann diesen aber nur selten halten. Einige Szenen sind dadurch einfach zu gewollt überzeichnet. Einzelne Witze zu lange ausgespielt. Dadurch ist Argylle am Ende kein schlechter Film geworden, aber enttäuscht gerade gegen Ende eher als zu überzeugen, ermüdet und hätte einfach so viel mehr sein können, wenn die ganzen Plottwists weggelassen worden wären. So hatte ich zeitgleich doch irgendwie eine gute Zeit im Kino, habe den Film aber eher negativ in Erinnerung. Manchmal ist weniger eben doch mehr.
Dann ist da noch die Sache mit der Katze. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine große Katzenfreundin bin. Demnach leide ich immer schnell mit den Fellnasen mit. Mal ganz davon abgesehen, dass sich für eine Fold-Katze (Katze mit Klappohren) entschieden wurde, die zwar mega süß sind, allerdings auch Qualzucht und daher in Deutschland inzwischen auch verboten, waren die wenigsten Szenen mit der Katze wirklich sinnvoll. Sie wurde genutzt, um den Charakter der Protagonistin zu verstärken, dennoch sind leider die meisten Szenen unglaublich viel Stress für Katzen. Da wurde sich dann mit sehr schlechtem CGI beholfen, aber dennoch hatte ich fast durchgehend einfach nur Mitleid mit der Katze. Und das ohne wirklichen Mehrwert für den Film. Was im Trailer noch Anreiz für den Film war, entwickelte sich schnell zu einem Faktor, der mir zunehmend Bauchschmerzen verursacht hat.

Das Fazit

Argylle kommt mit einer guten Grundidee daher, die er sich schnell durch einen Haufen unnötiger Plottwist kaputt macht. Zwischendurch gab es zwar noch ein paar witzige Ideen, aber die wurden eigentlich auch immer durch einen Negativaspekt wieder ausgeglichen. So ist der Film am Ende nicht wirklich schlecht, aber halt auch leider nicht gut. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Argylle läuft seit dem 01.02.2024 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den Januar 2024

Und da wären wir dann auch schon beim ersten Monatsrückblick des Jahres. Na, habt ihr euch schon daran gewöhnt 2024 zu schreiben oder müsst ihr noch regelmäßig die 23 durchstreichen? Und damit nach diesem schneereichen Monat, geht es direkt über zu meinem medialen Rückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Der Junge und der Reiher: Maki Mahito zieht während des zweiten Weltkriegs und nachdem seine Mutter in einem Brand ums Leben kam, mit seinem Vater aufs Land, da er dort die jüngere Schwester seiner verstorbenen Frau geheiratet hat. Während der Vater mit der Leitung einer Rüstungsfabrik beschäftigt ist, erkundet Mahito das Grundstück und trifft dabei immer wieder auf einen Reiher, der ihn zu einem teilweise verschütteten Turm führt. Doch erst als seine Stiefmutter entführt wird, betritt er durch den Turm eine andere Welt. Wird er sie finden und können beide zurückkehren? – Myazaki zieht man wieder alle Register und bietet und einen Film, der so viel zeigt, dass es bei der ersten Sichtung eher überfordert. Wahrscheinlich muss ich ihn einfach noch ein paar Mal sehen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehene habe ich Alice im Wunderland und König der Löwen 2 – Simbas Königreich

BTS – Yet to come: 2022 geben BTS ein kostenfreies Konzert in Busan und liefern dabei wieder eine wahnsinnige Show. – Wie immer eine Wahnsinnsshow und eine gute Auswahl aus ihrem Repertoire.

Kampf der Dinosaurier 1 – Könige der Urzeit: Tyrannosaurus Rex und ein Triceratops im direkten Kampf. Wer könnte hier gewinnen? Forschende versuchen herauszufinden, was realistisch ist und neue Funde geben neue Hinweise. – Interessante kurzweilige Doku, wo wirklich mal genau aufgeschlüsselt wird, wie viel wirklich aus einzelnen Funden herausgelesen werden kann.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keiner. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Next Goal Wins

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Die Gummibärenbande – Staffel 1, Modern Family – Staffel 4-6

What if… – Staffel 2 (Deutlich interessantere Ideen dabei gewesen als noch in Staffel 1, doch bleibt es weiterhin sehr nah an den bereits existierenden Geschichten und kommt einfach nicht über ein „war okay“ hinaus)

Doctor Who – Staffel 11-12 (Jodie Whittaker übernimmt die Rolle des Doctors und scharrt ein neues Team um sich. Ich mochte sie als Doctor, aber ich hab keinen wirklichen Bezug zu ihren Abenteuern gefunden. Schade.)

The Mentalist – Staffel 7 (Eine verkürzte letzte Staffel, funktioniert durch die Handlung beim FBI wieder sehr gut, aber das Finale ist völlig überstürzt und damit beinahe lieblos)

BTS – In the Soop – Staffel 2 (Wie kann es nur so entspannend sein sieben Jungs aus Korea in ihrem Entspannungsurlaub zu begleiten? Kürzer, mit neuer Location, aber der Charme bleibt erhalten.)

So I married the Anti-Fan – K-Drama (Die Idee klang gut, der Einstieg war sehr holprig, da eigentlich die ganze Geschichte mit einer kurzen Aussprache erledigt gewesen wäre. Nimmt einen dennoch erstaunlich mit und kann zwischendurch durchaus überzeugen. Das Finale war dann doch zu sehr Drama)

CEO-dol Mart – K-Drama (Ein sehr sympathisches Drama, wo es mal nicht um die große Liebe geht. Kann trotz der Kürze sehr überzeugen und hat mich mehrfach herzlich zum lachen gebracht)

In love with the villainess – Staffel 1 (Ich bin begeistert von der Idee, auch wenn es ähnliche Plots mehrfach gibt, kann die Spannung nicht ganz nach hinten raus halten, aber war nett für zwischendurch)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten insgesamt: 3.435
Seiten pro Tag:  im Durchschnitt 111
Hardcover: 2
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 6
E-Book: 1

Meisterdetektiv Ron Kamonohoshi 7: Zwei identische Tempel, einer in England, einer in Japan. Während vor 70 Jahren in England bereits ein unaufgeklärter Mord in diesem Tempel passierte, gibt es nun auch in Japan eine Leiche. Und der Tathergang scheint vollkommen identisch zu sein. – Wieder ein etwas anderer Fall, der nochmal neue Charaktere einführt. Es bleibt spannend.

My capricorn friend: Yuya Matsuda schaut beim Mobbing an seiner Schule lieber weg, um nicht selbst ins Kreuzfeuer zu geraten. Doch als auf seinem Balkon ein Zeitungsausschnitt aus der Zukunft auftaucht, aus dem herausgeht, dass der Mobber ermordet wird und der Mörder sich kurz darauf im Gefängnis erhängen wird, beschließt Yuya doch einzugreifen. Doch wie viel kann er noch verhindern? – Ein eher deprimierender Einzelband, der sich dem schwierigen Thema Mobbing nähert.

Stray Love Hearts 5: Hiyokis ist endlich beim letzten Zimmer angekommen. Doch dahinter erwartet sie eine Überraschung. Kann sie endlich den Dieb ihres Herzens finden? – Der Abschlussband hatte zwar noch ne unvorhersehbare Wendung, aber wie auch der Rest der Reihe kann es nicht überzeugen. Aber ich wollte halt doch wissen, was nun die Auflösung des ganzen ist.

Boris: Boris, ein Vampir, hat seine Ausbildung beim thaumaturgischen Notdienst beendet und fängt in der Abteilung von Martin van Helsing, ein Werwolf, an. Gleich an seinem ersten Tag gibt es einen Anschlag auf eine Blutbank und kurz darauf eine gescheiterte Vampirverwandlung. Boris lassen beide Fälle nicht los. Gibt es eine größere Verschwörung? – Ein Spin-off der Mona-Reihe, die ich schon sehr geliebt habe. Diesmal im Krimi-Genre und doch wieder mit einem unfassbar gutem Gespür für Charaktere. Das Jahr begann also schon mit einem Highlight.

Die Kunst des Verschwindens: Nico trifft durch Zufall die Schauspielerin Ellen Kirsch und freundet sich mit ihr an. Während jede Begegnung mit ihr, sich beinahe magisch anfühlt, scheint Ellen etwas zu bedrücken. Und dann verschwindet die Schauspielerin ohne ein Wort. Doch Nico kommt mit der Leere, die ihr Verschwinden hinterlassen hat, nicht zurecht. – Eigentlich so gar nicht mein Genre und Schreibstil, aber als Geschenk in meinem Besitz gelandet und es konnte mich auf unbeschreibliche Art faszinieren, dass ich es doch mehr oder weniger verschlungen habe.

Küss den Kater 1: Erina wollte nur den süßen Kater vor ihrem Fenster hereinlassen, damit er nicht friert, nicht ahend, dass es sich dabei um ihren Klassenkamerad handelt, der durch Küsse zwischen Mensch und Kater wechseln kann. Doch Erina hat nicht die Absicht ihn zu küssen. – Schon sehr leicht, locker und witzig erzählt, weswegen ich nur so durch die Seiten geflogen bin, aber so richtig überzeugen konnte mich die schon teilweise sehr übergriffige Geschichte nicht.

Solo Leveling 2: Sung Jin-Woo levelt sich fleißig weiter hoch. Dafür schließt er sich einer Gruppe an, die gerade ein neues Dungeon betreten wollen. Doch es entpuppt sich als Falle und er muss nun seine neuen Fähigkeiten unter Beweis stellen, um am Leben zu bleiben. Das bleibt allerdings nicht unbemerkt. – Es geht spannend weiter und wir lernen etwas mehr über die Welt. Doch so richtig dürfte es erst im nächsten Band losgehen.

The Spanish Love Deception: Lina hat ein Problem. Sie hat ihrer Familie erzählt, dass sie ihren Freund mit zur Hochzeit ihrer Schwester nach Spanien bringt. Nur existiert der leider nicht. Doch ohne aufzutauchen, steht nicht zur Debatte, schließlich wird ihr Ex-Freund mit seiner Verlobten auftauchen. Ausgerechnet ihr Kollege Aaron Blackford bietet sich an. Jener Aaron, der immer furchtbar steif ist und sie immer wegen ihrer quirligen Art abstraft. – Zu lang. Viel zu lang. Bis wir überhaupt in Spanien ankommen, haben wir ca. 400 Seiten vor uns, wobei viele sich immer wieder im Kreis drehen und die Geschichte kaum voran bringen. Ab Ankunft in Spanien wurde es dann deutlich spannender, aber der Charakterwandel Aarons war überhaupt nicht nachvollziehbar.

Songs of Emerald Hills: Caroline hat kein Ziel in ihrem Leben. Seit dem Tod ihrer besten Freundin kann sie für nichts Freude empfinden. Schon gar nicht für ihr Jura Studium, womit sie ihren Eltern eine Freude machen wollte. Als ein Angebot aus Irland hereinflattert, greift sie direkt zu. Sie soll sich für ein paar Wochen um eine ältere Damen kümmern, die aktuell an Krücken läuft. Doch ihre Ankunft verläuft nicht wie erhofft. Zum Glück gibt es Conor, mit dem sie sich direkt versteht. Dieser hat allerdings seine eigenen Probleme, denn seine Schüle für Gälisch läuft seit langem nicht mehr. – Cozy Irland-Romance mit viel Liebe zu Land und Leuten – vom Land bekommen wir leider ziemlich wenig zu lesen. Die Handlung ist teilweise etwas gewollt und man sollte einiges nicht näher hinterfragen, dann funktioniert das Buch gut.

Waldsterben in Vertikow: Peer Wesendonks zweiter Fall, diesmal geht es um einen Waldraub. Der ortsansässigen Firma wurden viele Bäume abgeholzt und geklaut. Nun steht diese vor dem finanziellen Ruin. Die Baronin höchst selbst beauftragt Peer mit den Ermittlungen, denn die Polizei soll nicht eingeschalten werden. – Wieder ein etwas anderer Fall, der sich gut von anderen Krimis unterscheidet, mit einem eigensinnigen Ermittler und viel Dorfklatsch.

Zur Hölle mit Enra 1: Der Höllenfürst hat eine Liste mit potentiellen Sündenden erstellt und seine Söhne ziehen zum Wettstreit aus, möglichst viele von der Liste vorab zu streichen. So auch Enra. Dieser trifft jedoch auf Komachi, die sich weigert zu akzeptieren, dass sie zur Sünderin werden soll und Enra daher beweisen will, dass sie unschuldig ist. Dass Enra dafür in Menschengestalt an ihrer Schule auftaucht, hat sie nicht erwartet. – Ein etwas anderes Minority Report, kann leider die Idee nicht wirklich gut aufbauen und scheitert an den Charakteren.

Wie war euer Start ins Jahr?