Eine Handvoll Serien – 01/24 – K-Drama Special

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr. Wir beginnen direkt wieder mit einem K-Drama Special, denn da haben sich tatsächlich schon wieder fünf Stück angesammelt. Heute mit: Unheil vor der Tür, einem Pub in Itaewon, einer KI mit Brille, einem magischen Buch und der Braut des Goblins.

Doom at your service

Die Handlung: Tak Dong-Kyung hat einen wirklich beschissenen Tag. Sie erfährt, dass sie nur noch kurze Zeit zu leben hat, dass ihr Freund bereits verheiratet ist und ihr Bruder sich ein Teil des Erbes ihrer Eltern für eine dumme Geschäftsidee krallen will. In ihrer Frustration schreit sie in die Nacht, dass sie die Welt brennen sehen will. Dies hört Myul Mang, das Unheil. Er schließt einen Vertrag mit ihr, um die Schmerzen ihrer letzten Wochen von ihr zu halten, dafür muss sie sich das Ende des Welt wünschen, damit er ihren Wunsch erfüllen kann. Doch es soll anders kommen.

Meine Meinung: Dieses Drama war im letzten Jahr nicht nur mein Highlight unter den K-Dramen, sondern auch mein Jahreshighlight im Bereich Serien. Dabei war es eine absolute Zufallsentdeckung, für die ich sogar mein eigentlich aktuelles Drama pausierte. Und nachdem man die harten Nachrichten am Anfang überwunden hatte, war es genau so ein Drama, wie ich es liebe. Es baut sich sehr langsam auf, eigentlich konnte ich kaum sagen, was in den einzelnen Folgen so passiert ist, aber dafür baut es eine Herzlichkeit auf, die ich bei vielen Serien vermisse. Wir haben hier ein eindeutig reales Szenario mit der erkrankten Protagonistin und landen dann weiterhin im urbanem Setting in einer übernatürlichen Komponente. Dadurch war es nicht einfach nur ein weiteres Liebesdrama, tatsächlich kommt der Liebesaspekt erst später im Verlauf der Serie durch und nimmt dann nach und nach mehr Platz ein. Der Weltenbau ist vergleichsweise simpel und passt sich doch herrlich in die Geschichte ein. Und während sich Seo In-Guk wahrscheinlich in die Herzen aller Frauen gespielt hat, war mit Lee Soo-Hyuk einfach noch mein (aktuell) drittliebster koreanischer Schauspieler in einer größeren Nebenrolle vertreten. So habe ich jede Folge der Serie geliebt, habe mitgelitten, gebangt und mehrfach den Fernseher angeschrien, wenn etwas passierte, was mir absolut nicht gepasst hat. Und die Geschichte hat diesmal auch in ihre 16 Folgen gepasst, ohne zu lang oder zu kurz zu sein. Wer schon immer mal mit dem Genre K-Drama einfangen wollte, hier ist eine super Gelegenheit dazu!

Itaewon Class

Die Handlung: Park Saeroyi hat Probleme an seiner neuen Schule, da er das Mobbing eines Mitschülers nicht duldet. Da dieser aber der Sohn eines einflussreichen CEO ist, fliegt er von der Schule und sein Vater verliert seinen Job. Als kurz darauf sein Vater vom gleichen Mobber tot gefahren wird, dreht er durch und landet dadurch im Gefängnis. Doch Saeroyi hat einen Plan. Viele Jahre später eröffnet er in Itaewon eine kleine Bar und versucht diese zum Erfolg zu führen, um gegen die Familie, die ihn alles gekostet hat, bestehen zu können. 

Meine Meinung: Ich bin es ja inzwischen gewohnt bei einem K-Drama auch nach schwierigen ersten Folgen einfach mal dran zu bleiben, denn meist entwickeln sie sich erst so ab Folge 3 in eine gute Richtung. Bei Itaewon Class hat dieser Prozess deutlich länger gedauert, weswegen ich zwischendurch mehrfach an abbrechen gedacht habe. Doch nach dem ersten Zeitsprung entwickelt sich die Geschichte noch einmal ganz neu und dann werden auch nach und nach mehr Charaktere eingeführt, was gut funktioniert. Zumal wir hier auch mal einen deutlich diverseren Cast haben als sonst. Die Hauptgeschichte wird immer weiter geführt und es ist bestimmt keine Wohlfühlserie, was hier alles passiert ist schon schockierend. Wir haben im Laufe der Serie noch einen weiteren großen Zeitsprung, der zwar unerwartet kam, aber irgendwo auch logisch ist. Die ein oder andere Charakterentwicklung war dann zwar gewöhnungsbedürftig, aber wir kriegen auf jeden Fall noch unseren Anstieg in der Spannungskurve. So habe ich am Ende meinen Frieden mit der Serie geschlossen, hatte aber zwischendurch meine Auf- und Abs.

My holo love

Die Handlung: Han So-Yeon kämpft seit ihrer Kindheit mit Gesichtsblindheit, die sie aber verschweigt. Dadurch wird sie von ihren Kolleg*innen eher gemieden, und auch darüber hinaus führt sie eher ein zurückgezogenes Leben. Das ändert sich, als sie den Prototypen einer Brille in die Hände bekommt, mit der sie Holo sehen kann. Diese KI hilft ihr im Alltag. Doch sie bekam die Brille nur, weil die Erfinderfirma sie vor Dieben schützen wollte. Nun wollen sie ihren Prototypen dringend zurück. Blöd, dass So-Yeon eine starke Bindung zu Holo aufgebaut hat. Doch beruht diese auf Gegenseitigkeit? 

Meine Meinung: Ein Drama, das ich mit meiner besten Freundin zusammen gesehen habe, was wohl auch der Grund sein dürfte, warum ich es nicht abgebrochen habe. Aber wir mussten uns auch immer wieder überwinden weiter zu schauen, haben immer andere Serien dazwischen geschoben, um doch irgendwann weiterzuschauen. Denn obwohl die Serie gerade einmal 12 Folgen hatte und die auch nur ca. 50 Minuten gingen, hatte sie viel zu wenig Stoff dafür. Die Handlung hat sich immer wieder im Kreis gedreht, die gleichen Fehler wurden immer wieder gemacht und es ging einfach nichts voran. Die Charaktere waren auch ziemlich nervig und aus der Grundidee wurde nur wenig gemacht. Teilweise bin ich aus dem Augenrollen nicht mehr herausgekommen. Was sich Netflix hier bei ihrem Original gedacht hat, weiß man auch nicht so recht. Ich habe jedenfalls drei Kreuze gemacht als die Serie nach einem viel zu abgehobenem Finale endlich vorbei war.

Destined with you

Die Handlung: Lee Hong-Jo arbeitet im Landschaftsamt im Rathaus, wo sie jedoch aufgrund von Vorfällen in der Vergangenheit von ihrem Team eher gemieden wird. Bei einem Außeneinsatz in einem „Spukhaus“ trifft sie auf Jang Sin-Yu. Dieser ist Anwalt und arbeitet inzwischen auch im Rathaus. Eigentlich will er nichts mit der übereifrigen Beamtin zu tun haben, doch bekommt er den Auftrag eine alte verschlossene Kiste an eben diese zu übergeben. Durch Neugier hält er den Kontakt und beide finden heraus, dass ein Zauberbuch in der Kiste ist. Hong-Jo glaubt eigentlich nicht an Magie, aber warum den Liebeszauber nicht einmal an ihrem Schwarm austesten. Nur leider kommt Sin-Yu dazwischen. 

Meine Meinung: Destined with you wollte wohl das sein, was Doom at your service geschafft hat. Ein Drama mit übernatürlicher Note, eine Protagonistin, die einiges zu ertragen hat und ein Love interest, dem ein Geheimnis zu umgeben scheint. Dabei hat es aber leider keinen Charme, keine Herzlichkeit und vergisst zwischendrin regelmäßig, was es eigentlich erzählen will. Gibt es nun Magie in diesem Drama? Nun, da wurde sich zwischendurch einfach merhfach umentschieden, so dass man es selbst am Ende nicht sagen kann. Dann haben wir eine Enemies to lovers Geschichte, die aber einfach nicht funktioniert, weil beide Charaktere unsympathisch sind und wir ihnen die Entwicklung zum Liebespaar einfach nicht abkaufen. Da kann Rowoon noch so gut aussehen, er war einfach zwischendurch ein ziemliches Arschloch. Auch das Mobbing im Büro gegenüber der Protagonistin ist ziemlich heftig, weswegen es nicht klar ist, wieso sie am Ende mit ihrem Team befreundet ist. Auch ansonsten springt die Geschichte ziemlich hin und her und natürlich brauchten wir gegen Ende noch eine historische Komponente, die so willkürlich wirkt, dass den Schreibenden hier wohl einfach die Ideen ausgegangen sind.

Goblin

Die Handlung: Kim Shin wird zu einem Goblin und wandert fast tausend Jahre ruhelos durch die Welt. Nur die Braut des Dokkaebi (Goblin) kann ihn befreien. Mit Ji Eun-Tak einer Abschlussschülerin findet er diese schließlich, doch Abschied vom Leben war noch nie so schwierig. Dabei wurde sogar schon sein Haus an einen Gevatter Tod weiter vermietet. 

Meine Meinung: So viel hatte ich bereits über das K-Drama gehört. Es war tatsächlich sogar so ziemlich das Erste, von dem ich je gehört habe, da es in einem Buch erwähnt wurde, dass ich bereits las, ehe ich in den Strudel aus K-Dramen und K-Pop gezogen wurde. Da ich bisher aber nur die Netflix-Serien gesehen habe, blieb es mir verwehrt, auch wenn ich immer wieder schaute, ob es nicht doch irgendwo verfügbar wäre. Bis ich schließlich mit einem Gratisabo von Viki gelockt wurde (und bisher hängen geblieben bin). Und das war meine Chance. Und tatsächlich habe ich die Serie innerhalb kürzester Zeit durchgebinged, denn sie bot einfach alles. Eine spannende Geschichte, große Gefühle, tolle Charaktere, Einblicke in die koreanische Mythologie und ganz nebenbei Herzlichkeit und eine gehörige Portion Witz. Eigentlich habe ich sie weniger wegen der Liebesgeschichte geschaut, als vielmehr wegen der Bromance zwischen dem Dokkaebi und Gevatter Tod. Lediglich am Ende hat man gemerkt, wie sie die Handlung wieder partout auf die 16 Folgen strecken mussten und es deswegen ein paar der Wendungen gar nicht so gebraucht hätte. Aber das ist bei der Serie wirklich Jammern auf hohem Niveau.

Habt ihr eins davon gesehen? Wie fandet ihrs?

Eine Handvoll Serien – 04/23 – K-Drama Special

Herzlich Willkommen zur vierten Handvoll Serien in diesem Jahr. Und dem zweiten K-Drama Special in diesem Jahr! Heute mit: einem sexy Mathelehrer, Intrigen im Krankenhaus, einer Gewichthebenden Fee, einer Welt voller Magie und ein Katz und Maus Spiel mit CEO.

Crash Course in Romance

Die Handlung: Choi Chi-Yeol ist ein berühmter Mathelehrer und seine Privatkurse sind heiß umkämpft. Nam Haeng-Seon hat einen Banchan-Laden und versucht für ihre Nichte die beste Schulbildung rauszuholen. Doch als sie für sie einen Platz bei Chi-Yeol erkämpft, hat sie keine Ahnung, dass dieser kurz darauf ihr Herz erobert. 

Meine Meinung: Nach der Beschreibung hatte ich eigentlich wenig Lust auf die Serie, zumal ich mir nicht vorstellen konnte, dass Mathelehrer attraktiv sein konnten. Außer natürlich sie werden von Jung Kyun-Ho gespielt, was für mich auch den Ausschlag gab, der Serie eine Chance zu geben. Und spätestens nach der ersten Folge, in der ein Werbespot für die Mathekurse an eine berühmte Szene aus Kingsman aber mit mathematischen Gleichungen angelegt wurde, war ich der Serie verfallen. Sie war wunderbar witzig, charmant, hatte eine tolle Liebesgeschichte und schafft es dennoch viele kritische Töne am Privatschulensystem Koreas durchsickern zu lassen. Die Kriminalgeschichte im Hintergrund hätte es gar nicht benötigt, aber sie gab der Serie noch einmal einen spannenden Kick, so dass es schwierig war nach den Folgen aufzuhören. Zwischendurch war es mir fast ein bisschen zu viel Drama, aber danach gab es das wieder in guten Dosen. Vor allem mochte ich aber Haeng-Seons unerschüttliches gutes Gemüt. Ihre Positivität, wie sie die Familie durch alle Krisen führt und trotzdem freundlich zu allen ist und das Leben genießt.

Doctor Stranger

Die Handlung: Park Hun (Lee Jong-Suk) und sein Vater werden nach einem politischen Komplott in Nordkorea eingeschleust und hinterher nicht wieder rausgelassen. Jahre später und nach einer spektakulären Flucht durch Budapest, wo er seine Verlobte gestorben glaubte, betreibt er eine kleine Klinik, die sich auf Banden und ähnliches spezialisiert hat. Da bekommt er das Angebot an einer renommierten Klinik zu arbeiten und gerät in einen Wettstreit mit einem Chirurgen darum, wer den erkrankten Ministerpräsidenten operieren darf. Noch ahnt Hun nicht, dass eben jeder vor all den Jahren dafür sorgte, dass er Nordkorea nie wieder verlassen sollte.

Meine Meinung: Nach W und Pinocchio, welche ich beide sehr mochte, versuchte ich mich an einer dritten Serie mit Lee Jong-Suk. Leider war diese ein ziemlicher Reinfall. Eigentlich klang sie sehr spannend. Ein bisschen Krankenhausdrama, ein bisschen mehr Einsicht in das angespannte Verhältnis mit Nordkorea und darüber hinaus noch eine Liebesgeschichte. Leider braucht die Serie schon sehr lang, um sich überhaupt in Position zu bringen, hat am Anfang schon so viel Drama, dass die Charaktere schon absolut gebrochen sein müssten. Doch irgendwie schaffen die Handlungsstränge es sich im Krankenhaus zu treffen. Dort ufert die Handlung dann aber vollends aus und dreht sich immer wieder im Kreis, um den Wettstreit, wer den Ministerpräsidenten operieren darf. Während sich die Handlung einfach nur komplett zieht und ich irgendwann aufgehört habe, wie oft Park Hun das Krankenhaus verlassen hat, nur um dann doch weiter zu arbeiten, wirkt das Ende seltsam gehetzt. Große Handlungsstränge, die ewig aufgebaut wurden, fallen innerhalb weniger Minuten in sich zusammen. Leider eine große Enttäuschung.

Weightlifting Fairy Kim Bok-Joo

Die Handlung: Kim Bok-Joo (Lee Song-Kyung) studiert an einer Sportuniversität mit Schwerpunkt Gewichtheben. Dabei trifft sie auf Jung Joon-Hyung (Nam Joo-Hyuk), einem Schwimmer, den sie aus der Grundschule kennt. Doch Bok-Joo schwärmt für dessen Cousin, dem sie jedoch nur durch seinen Job näher zu kommen glaubt. Allerdings ist Jae-I (Lee Jae-Yoon) Arzt, spezialisiert auf Diäten.

Meine Meinung: Ein K-Drama, bei dem ich die Endwertung sehr schwierig finde. Denn ich glaube kaum eins hat mich so zwiegespalten zurückgelassen. Fangen wir mit den positiven Seiten an. Zum einen finde ich es absolut großartig, dass die Protagonistin Gewichtheberin ist. Also eigentlich eine Sportart ausübt, die als absolut unfeminin angesehen wird. Diese Aspekte werden auch regelmäßig besprochen, so zum Beispiel im Zuge der Besuche in der Diätklinik, dass Bok-Joo eigentlich gar kein Fett hat, sondern viele Muskeln, diese aber dennoch schwer aussehen. Und auch die Schwierigkeiten beim Verlieben, wenn man ein schwieriges Selbstbild hat. Das habe ich alles sehr an der Serie geliebt, weil es von vielen Klischees Abstand nimmt und andere widerum bewusst einsetzt. Schwierig fand ich hingegen den Love interest. Seine Geschichte wird erst groß aufgebaut und am Ende eher vergessen als wirklich aufgelöst. Allerdings wird er halt auch immer wieder wie der nette Typ dargestellt, damit sich unsere Prota in ihn verlieben kann, dabei geht er aber sehr übergriffig vor. Bis zum Ende nennt er sie Moppi, obwohl sie ihn mehrfach gebeten hat, es zu lassen. Immer wieder dringt er ungefragt in ihre Privatssphäre ein, ganz nach dem Motto, wenn ich nur beharrlich genug  dran bleibe, mag sie mich vielleicht irgendwann. Dadurch fiel es mir schwer, die Liebesgeschichte der beiden zu mögen, auch wenn der Rest drumrum wirklich gut war. Wichtige Themen, tolle Charaktere (mit Ausnahmen) und dazu auch noch witzig. Wie gesagt, ich bin zwiegespalten bei der Serie.

Business Proposal

Die Handlung: Shin Ha-Ri mag ihren Job als Food Specialist bei einer großen Firma für Tiefkühlgerichte. Doch als ihre beste Freundin sie bittet für sie zum Blind Date zu gehen und den Typen zu vergraulen, den ihr Vater für sie ausgesucht hat, ahnt Ha-Ri nicht, dass es sich dabei um den CEO der Firma handelt, für die sie arbeitet. Und dass er sie trotz des desaströsen ersten Dates direkt heiraten will.

Meine Meinung: Wüsste ich nicht inzwischen, dass man manchen K-Dramen mehr als eine Folge lang eine Chance geben müsste, ich hätte nie weitergeschaut. Die erste Folge war sehr cringe und voller Fremdschämpotential. Aber hätte ich da abgebrochen, wäre mir ein wahnsinnig witziges Drama entgangen. Das Katz und Maus Spiel zieht sich in manchmal geänderter Besetzung durch die ganze Serie und schafft immer wieder Situationen, in denen ich einfach nur am Boden lag vor Lachen. Es waren aber auch tolle Charaktere, bei denen ich vielleicht ein paar Folgen brauchte, um sie lieben zu lernen, aber im Großen und Ganzen waren sie alle irgendwie liebeswert. Das Ende hat dem ganzen dann einen kleinen Dämpfer verpasst, dass hätte es so nicht gebraucht, aber das ist eigentlich Jammern auf hohem Niveau. Auf jeden Fall eine Empfehlung und bitte lasst euch nicht von der ersten Folge abschrecken!

Alchemy of Souls

Die Handlung: Die mächtige Magierin Naksu (Jung So-Min) führt, um zu überleben, die verbotene Magie der Seelen durch. Dabei gelangt ihre Seele in den Körper des blinden Mädchens Mu-Deok. In dieser Form trifft sie auf einen mächtigen Erben einer Magierlinie Jang Uk (Lee Jae-Wook). Dieser ist aufgrund eines Geheimnisses um seine Geburt von den Lehren ausgeschlossen, auch wenn er enge Beziehungen zu den Anführern hegt. Mu-Deok wird zunächst seine Dienerin, doch bald stellt er fest, dass sie seine größte Chance ist, um sein verschlossenes Energieportal öffnen zu lassen.

Meine Meinung: Ein Drama, bei dem ich überlegt habe, ob es einen eigenen Beitrag braucht, um alles richtig zu verarbeiten. Aber ich versuche einfach mich kurzzufassen. Der Hype um die Serie war groß, so dass sie sogar in zwei Teile unterteilt und mit Pause ausgestrahlt wurde. Unterschied Nummer eins zu den Dramen, die ich sonst schaue, dürfte die Fantasywelt sein. Also ist es diesmal nicht urban mit Fantasyelementen, sondern wir lernen eine komplett neue Welt kennen. Der Weltenbau funktioniert gut und es gibt ein spannendes Magiesystem, über das man immer mehr lernt. Dadurch entstehen aber auch eine Vielzahl an Charakteren, die man sich erstmal merken muss, was nach einer Weile aber auch gut funktioniert (auch wenn ich mir nicht unbedingt alle Namen merken konnte).
Teil 1 der Serie beginnt sehr spannend und hält das Niveau auch ziemlich gut. Viel Weltenbau, aber immer in Dosen, so dass es nie zu viel wird. Die Geschichte von Jang Uk und Mu-Deok ist herrlich witzig am Anfang, wird immer dramatischer und schafft es den Umschwung zur Liebesgeschichte und dennoch die anderen Elemente nicht zu vernachlässigen. Auf jede neue Folge habe ich mich gefreut und einfach mit allen mitgelitten, gebangt, mich gefreut, gelacht und einfach alle Emotionen im Wechselbad der Gefühle durchlebt. Gegen Ende der zwanzig Folgen, die zu Teil 1 gehörten, merkte man schon, dass sie theoretisch genug Zeit hatten, um die Geschichte zu einem guten Ende zu bringen, sich dann aber dagegen entschieden haben und lieber alle mit nem riesigen Cliffhanger zurückgelassen haben.
In Teil 2 mit noch einmal zehn Folgen bin ich bis zum Schluss nicht wirklich reingekommen. Die Geschichte spielt ein paar Jahre später und zunächst lernen wir erst einmal, was mit allen Charakteren in der Zwischenzeit passiert ist und das war schon sehr deprimierend. Allgemein ist der zweite Teil sehr düster und niederschlagend. Es fehlen die witzigen Momente, die alles etwas auflockern, auch wenn zwischendurch versucht wurde, welche einzubringen. Aber die Chemie zwischen den beiden Protagonist*innen besteht einfach nicht mehr, zumal hier auch die Schauspielerin gewechselt wurde. Letztlich war der zweite Teil eher enttäuschend. Es hätte alles schon im ersten Teil gelöst werden können, es war einfach nur künstlich gestreckt.

Habt ihr eins davon gesehen? Wie haben sie euch gefallen?

Mein Serien-Adventskalender 2022: 24x Weihnachten in Serie(n) – 7. Türchen

Thirty-Nine – Samseong-dong, Hyochang-dong und Gocheok-dong – Staffel 1 Folge 12

Darum geht’s – in der Serie

Cha Mi-jo, Jeong Chan-young und Jang Joo-hee sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Zusammen haben sie die Krankheit von Joo-hees Mutter überstanden und Mi-jo auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter beigestanden. Jetzt sind sie 39 und überlegen, ob sie alles im Leben erreicht haben. Doch eine Nachricht reist ihnen den Boden unter den Füßen weg.

Darum geht’s – in der Folge

Zu Weihnachtszeit laden Mi-jo und Joo-hee alle Bekannten von Chan-young zu einem Überraschungsbrunch ein, damit sie nochmal alle sehen kann. Dabei hält sie eine zu Tränen rührende Rede.

Der Weihnachtszauber

Wird hier definitiv vom Tränenreichen Finale der Serie überschattet. Zwar kommt Weihnachten  hier vor, aber spielt lediglich eine begleitende Rolle. Nichtsdestotrotz ein traurig schöner Finale dieses K-Dramas.

Weihnachtsfaktor: 2* – Früher war mehr Lametta

Eine Handvoll Serien – 04/22 – K-Drama Special

Willkommen zur vierten serientastischen Handvoll in diesem Jahr! Heute mit: einer fangirlenden Kuratorin, einer Band im Krankenhaus, der Suche nach der Liebe, einem dem Tod nahem Hotel und  einem musikalischem Zauberer.

Her private life

Die Handlung: Seong Duk-Mi (Park Min-Young) arbeitet in einer renommierten Kunstgalerie und muss dort mit ihrem neuen Chef Ryan Gold (Kim Jae-Wook) zurecht kommen. Gleichzeitig ist sie großer Fan einer K-Pop Band und vorallem vom Sänger Cha Si-An (Jung Je-Won), doch diese Leidenschaft muss sie im Geheimen ausleben. Nach einem Vorfall mit einer Jacke, muss sie eine Beziehung mit ihrem Chef faken, um die Fans Si-Ans zu beruhigen. Doch dann schleichen sich noch andere  Gefühle ein. 

Meine Meinung: Dass einige K-Pop Bands es inzwischen international zur Bekanntheit geschafft haben und sich auch hierzulande riesige Fangruppen gebildet haben, ist eine Entwicklung, die deutlich zu beobachten ist. Doch wie ist es mit den Fans aus dem eigenen Land? Dafür bietet Her private life einen wunderbaren Einblick. Was es mit Verkäufen auf sich hat und wieso sich manche mehr als einmal ein Album kaufen, war mir vorher gar nicht bewusst. Doch auch neben dem Thema Fangirling bietet die Serie allerhand Stoff. Wir haben das Thema Kunst und die Arbeit in der Kunstgalerie. Wir haben eine enemys to lovers Geschichte voller toller romantischer Momente und wir haben eine ganz tolle Freundschaft, die erzählt wird. Die Serie habe ich zusammen mit meiner besten Freundin angeguckt und mehr als einmal, haben wir uns versichert „Ja, das würde ich auch für dich tun!“ Die Serie schleicht sich schnell ins Herz rein und macht sich dort breit. Man fiebert mit der Protagonistin richtig mit und in der nächsten Szene liegt man wieder auf dem Boden vor Lachen, weil die Serie es einfach immer wieder schafft aus kleinen Momenten richtige Pointen zu formen. Lediglich das Ende gerät etwas holprig, da die Handlung partout auf 16 Folgen gestreckt werden musst und dadurch nochmal Wendungen eingebaut wurden, die überhaupt nicht mehr nötig waren. Aber das ist tatsächlich Jammern auf sehr hohem Niveau. 

Hospital Playlist

Die Handlung: Die Ärzt*innen Lee Ik-Joon (Jo Jung-Suk), Ahn Jeong-Won (Yoo Yeon-Seok), Kim Joon-Wan (Jung Kyung-Ho), Yang Seok-Hyung (Kim Sae-Myung) und Chae Song-Hwa (Jeon Mi-Do) sind beste Freund*innen und arbeiten zusammen im Krankenhaus, in verschiedenen Abteilungen. Neben ihren persönlichen Geschichten und ihrer Arbeit im Krankenhaus, gründen sie eine Band und versuchen Zeit für die Proben zu finden.

Meine Meinung: Bei Krankenhausserien bin ich bis auf wenige Ausnahmen raus. Scrubs kann ich mir immer wieder angucken und Dr. House habe ich bis zur sechsten Staffel (oder so) verfolgt. Aber gerade, wenn Krankenhaus auf Liebesdrama stieß, wie zum Beispiel Greys Anatomie, war ich raus. Dennoch hat mit Netflix sehr energisch Hospital Playlist immer wieder vorgeschlagen, bis ich nachgab und einen Blick wagte. Und dann war ich im Sog der Serie gefangen (wie es mir bei K-Dramen eigentlich ständig passiert). Die fünf Protagonist*innen sind alle herrlich anders und doch ist ihre Freundschaft der rote Faden der Serie. Etwas überfordert war ich zunächst mit den ganzen Nebencharakteren, wo jetzt welche Assistenzärzt*innen hingehörten und wo welches Pflegepersonal. Die Serie besticht zum einen durch mitreißende Fälle, die dennoch nicht unrealistisch sind. Es sind also nicht wie bei Dr. House immer die Krankheiten, auf die natürlich niemand anderes gekommen wäre, und dennoch spannende Diagnosen. Natürlich dürfen auch die ein oder andere Liebesromanze nicht fehlen, unerwiderte Gefühle und das übliche Drama. Dabei wird das ganze aber sehr liebevoll verpackt und steht im guten Verhältnis zum medizinischen Teil. 

Lovestruck in the City

Die Handlung: Als sich der Architekt Park Jae-Won (Ji Chang-Wook) von seiner Arbeit eine Auszeit gönnt und einen längeren Surferurlaub macht, trifft er auf Lee Eun-O (Kim Ji-Won), die dort vor ihrem Leben geflohen ist. Als beide wieder in ihr Leben zurückkehren, bricht sie den Kontakt plötzlich ab. Jae-Won versucht daraufhin verzweifelt sie wiederzufinden.

Meine Meinung: Mit vergleichbar kurzen Folgen lockte dieses K-Drama, ist bisher aber auch das Schwächste, was ich gesehen habe. Die Handlung baut sich noch langsamer auf als in anderen Dramen und einige Folgen lang, wusste ich nicht, worauf es hinauslief. Zudem waren mir beide Protagonist*innen sehr unsympathisch, so dass ich wenig Interesse an ihrer Suche hatte. Im Laufe der Serie wird dies ein wenig besser, aber gerade durch die nebenbei geführten Interviews, wodurch die Serie ins Mockumentary-Genre fallen dürfte, dreht sich die Handlung immer und immer wieder im Kreis. Erst ganz gegen Ende, wenn das Geheimnis der Protagonistin gelüftet wird, klärt sich einiges auf und ich bin mit der Serie etwas versöhnlicher geworden. Doch davor habe ich mich durch viele Folgen nur durchgequält. Hier ist mir wieder einmal zum Verhängnis geworden, dass ich ganz selten Serien abbreche. Leider haben es die Nebencharaktere auch nur bedingt aufgelockert, auch wenn hier mitunter die schönere Geschichte zu finden war. 

Hotel del Luna

Die Handlung: Go Chan-Seong (Yeo Jin-Gu) kehrt nach seinem Auslandsstudium der Hotellerie zurück nach Korea, da er denkt mit seinem Geburtstag einem von seinem Vater verschuldeten Fluch entkommen zu sein. Doch die mysteriöse Jang Man-Wol (Lee Ji-eun) spürt ihn auf und zwingt ihn im Hotel del Luna, einem Hotel für die Toten, zu arbeiten.

Meine Meinung: Nach Mystic Pop-up Bar wusste ich, dass ich nochmal ein K-Drama in die mystische Richtung sehen wollte. Hotel del Luna kam mir da gerade Recht. Hier fiel mir der Einstieg in die Serie auch etwas einfacherer als bei Mystic Pop-up Bar, auch wenn da letztlich die Charaktere etwas sympathischer waren. Dennoch konnte ich auch hier mich schnell in die Charaktere einfinden und mitfiebern. In den einzelnen Folgen hat man nicht nur einzelne Nebenhandlungen, ein wenig den „Todesfall der Woche“, sondern erfährt auch immer wieder Stücke aus dem früheren Leben der Hotelleiterin, die sich in die Haupthandlung einfügen. Auch wenn nach und nach der Fokus immer weiter auf die Haupthandlung rutscht und hier die potenzielle Liebesgeschichte mehr Platz einnimmt, so gibt es dennoch genügend Platz für weitere Nebenhandlungen. Gerade die Nebencharaktere bilden hier einen großen Mehrwert, sorgen sie doch für viel Witz, aber bieten auch tolle Nebenhandlungen, mit denen man ebenso mitfiebert, wie mit der Haupthandlung. So bietet Hotel del Luna Mystik, Horror, Drama, Romantik und Komödie in einem, wodurch so einige auf ihre Kosten kommen dürften. Auch hier eine große Empfehlung. 

Annarasumanara

Die Handlung: Yoon Ah-Yi (Lisa Yamada) wurde von allen im Stich gelassen und lebt allein mit ihrer Schwester zusammen. Neben der Schule versucht sie Geld für Miete und Essen zusammen zu kratzen, was ihr in der Schule einen Außenseiterstatus einbrachte. Dann trifft sie auf einem verlassenen Jahrmarkt einen mysteriösen Zauberer (Ji Chang-Wook), der ihr eine neue Welt zeigt.

Meine Meinung: Wohl das K-Drama, das mich mit den gemischtesten Gefühlen zurückgelassen hat. Denn wir haben zum einen schillernde Szenen voller Magie und ein schönes Musical, wir haben aber auch untypisch viel Leid und schwere Schicksale. Für Ah-Yi scheint nur zu gelten, wie man ihr das Leben noch schwerer machen kann. Nicht nur haben die Eltern sie und ihre Schwester zurückgelassen, auch erdrückt die Geldnot sie fast. Die Situation in der Schule mit dem Mobbing macht es nicht gerade besser. Da dies bei mir tendenziell ein Trigger ist, fiel es mir immer schwerer die Serie weiter zu schauen, doch sie ist gleichzeitig so spannend gestaltet, dass ich doch irgendwie dran geblieben bin. Den Namen Musical-Serie macht sie gerade am Anfang alle Ehre, mit tollen Liedern und tollen Inszenierungen. Leider nimmt dies über den Verlauf der Serie immer mehr ab  und die Lieder wurden auch einseitiger. Bei gerade einmal sechs Folgen keine gute Entwicklung. Letztlich ist es aber das Ende, was irgendwie rund ist und doch so viele Fragen offen lässt, dass ich nicht genau weiß, was ich final von der Serie halten soll.

Eine Handvoll Serien – 3/22 – K-Drama Special

Willkommen zur dritten serientastischen Handvoll in diesem Jahr! Heute mit: einer Ärztin in einer Comicwelt, Liebesgeflüster in einem Verlag, einem funkelnden Stern, dem Lindern von Grollen und einer besonderen Freundschaft.

W – Two worlds apart

Die Handlung: Oh Yeon-joo ist Assistenzärztin und Tochter des berühmten Comicautors Oh Sung-moo. Als sie ihren Vater besucht landet sie aus Versehen in seinem Comic W und trifft auf den Protagonisten Kang Cheol. Während sie zunächst nur versucht in ihre Welt zurückzukehren, verstrickt sie sich immer mehr in Kang Cheols Suche nach dem Mörder seiner Familie. 

Meine Meinung: Nach Extraordinary You stand die Frage im Raum, ob es mein erstes und letztes K-Drama bleibt. Doch irgendwo war der Reiz da und nachdem mir W empfohlen wurde, da es ebenfalls (unter anderem) in einer Comicwelt spielt, war die Entscheidung gefallen. Am Anfang baut es sich etwas merkwürdig auf, ebenfalls wie bei Extraordinary You hat mir die erste Folge überhaupt nicht gefallen. Danach wurde es aber immer besser und die Spannung baute sich sehr stark auf, so dass Folge um Folge verschlungen wurde. Gleichzeitig war aber auch ein gewisser Humor immer mit dabei, so dass die einzelnen Folgen auch einfach Spaß machten zu sehen. Die Verschmelzung von realer und Comicwelt harmonierte gut und sorgte immer wieder für neue Ideen. Mehr als einmal verzweifelte ich durch die Wendungen und auswegslos erscheinenden Situationen. Doch es wurde immer auch eine realistische Lösung gefunden. Nach hinten raus ist die Serie vielleicht ein/zwei Folgen zu lang, so dass es hin und wieder eine Wendung zu viel gab, aber am Ende  kam ein stimmiges Drama heraus. Große Empfehlung auch als Einstieg in die K-Drama Welt.

Romance is a bonus book

Die Handlung: Cha Eun-ho und Kang Dan-i sind schon ewig befreundet. Doch traut sie sich nicht ihm vom Scheitern ihrer Ehe zu erzählen. Da sie jedoch droht auf der Straße zu landen, schleicht sie sich wieder in sein Leben. Als im Verlag, bei dem Eun-ho Cheflektor ist, eine Stelle frei wird, fälscht Dan-i ihren Lebenslauf. Doch im Verlag versuchen beide ihre Freundschaft zu verbergen – oder ist da mehr?

Meine Meinung: Durch W wurde mir Romance is a bonus book immer wieder von Netflix vorgeschlagen, da Lee Jong-suk auch hier den Protagonisten spielt. Da ich sein Spiel mochte und mir die Handlung zusagte, entschied ich mich hierfür als nächstes Drama. Hier fiel mir der Einstieg jedoch noch einmal etwas schwerer. Denn die Freundschaft zwischen Eun-ho und Dan-i wirkt ziemlich merkwürdig auf mich. Sie benehmen sich gleichzeitig wie die besten Freunde seit Jahren, aber hatten doch so viele Jahre keinen richtigen Kontakt, dass zumindest er kaum etwas noch von ihr weiß. Sobald man sich jedoch an diese Ausgangssituation gewöhnt hat, bekommt man ein liebevolles Drama mit vielen tollen Charakteren, einem tollen Verlagsleben und neben der Liebesgeschichte auch ein großes Geheimnis, was es zu entdecken gab. Hier bleibt am Ende der ganz große Knall bzw. die ganz große Wendung zwar aus, aber es gab trotzdem genug Drama für alle Folgen, um sie spannend zu halten. Vor allem ist die Liebe zu Büchern hier sehr präsent, was ich sehr mochte.

Do Do Sol Sol La La Sol

Die Handlung: Auf der Hochzeit von Gu Ra-Ra stirbt ihr Vater. Dadurch mittellos geworden, platzt die Hochzeit und ihr bisher behütetes Leben. Einer Intuition folgend wagt sie einen Neustart in einer anderen Stadt und trifft dort auf den ebenfalls mittellosen Sunwoo Joon. Zusammen versuchen sie über die Runden zu kommen und Ra-Ra gründet schließlich eine eigene Klavierschule La La Land.

Meine Meinung: Wer über den Namen dieses K-Drama stolpert, sollte es versuchen zu singen, denn es handelt sich dabei um die Noten zu Funkel, Funkel kleiner Stern von Mozart. Dieses Lied spielt eine große Rolle in diesem Drama, generell geht es viel um Musik. Mir gefiel gut, dass wir uns hier mal außerhalb Seouls befinden, denn die kleine Hafenstadt war sehr entzückend. An die einzelnen Charaktere musste ich mich erst gewöhnen, gerade Ra-Ra war sehr gewöhnungsbedürftig. Angefangen habe ich das Drama auch eher wegen Lee Jae-wook, der mir schon in Extraordinary You sehr gut gefallen hat. Doch je länger die Serie lief, desto mehr wurde ich Teil der Gemeinschaft und desto mehr konnte ich mit den Charakteren mitfühlen und sie teilweise sogar verstehen. So hat die Serie einen sehr starken Mittelteil. Leider zerstört sie sich in der letzten Folge komplett selbst. Ich mochte die Entwicklung gegen Ende schon nicht, aber die letzte Folge reißt einem den Boden unter den Füßen weg, um dann mit der billigsten Erklärung überhaupt zu kommen. Das hat leider sehr viel kaputt gemacht, weswegen dieses Drama aktuell für mich zu den schwächsten zählt, die ich gesehen habe.

Mystic Pop-up Bar

Die Handlung: Han Kang-Bae stolpert in eine unauffällige Pop-Up-Bar.  Als die Besitzerin Weol-Ju erkennt, dass Kang-Bae durch Berührung Menschen unfreiwillig dazu bringt, ihm alle ihre Sorgen anzuvertrauen, wittert sie die Chance ihren 500 Jahre dauernden Fluch zur Erfüllung zu bringen. Immer an ihrer Seite ist Guibanjang. 

Meine Meinung: Hier war es tatsächlich der Name, der mich dazu bewogen hat das Drama zu sehen. Etwas verwirrt war ich nach der Zusammenfassung als mich die erste Folge ins historische Korea zurückreisen ließ. Hierzu gibt es auch immer wieder Rückblenden, doch glücklicherweise wird viel in der Gegenwart erzählt, denn ich mochte die Schauspieler*innen aus diesem Teil nicht unbedingt. Dafür ist der Rest jedoch umso besser! Die Geschichte ist übernatürlich und das wird auch vollständig ausgenutzt. Es gibt so viele tolle Ideen, allein die Jenseits-Olympischen-Spiele um die Lottozahlen war für mich ein absolutes Highlight. Zwar ist die Geschichte an sich übergeordnet und erstreckt sich über die ganze Serie, dennoch sind die meisten Folgen in sich relativ abgeschlossen, da es meist um den einen Fall der Woche geht. Das mag ich an Serien ja besonders gern und es konnte mich auch hier sehr begeistern. Generell waren es aber einfach die Charaktere, die Aufmachung, die Geschichte, die Witze, die mich alle mitreißend konnten. Hier stimmte einfach fast alles, weswegen die Serie auf jeden Fall unter meinen Top 3 landet. Allerdings sollte man die Serie (wie die meisten Dramas) nicht hunrig gucken.

Thirty Nine

Die Handlung: Cha Mi-jo, Jeong Chan-young und Jang Joo-hee sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Zusammen haben sie die  Krankheit von Joo-hees Mutter überstanden und Mi-jo auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter beigestanden. Jetzt sind sie 39 und überlegen, ob sie alles im Leben erreicht haben. Doch eine Nachricht reist ihnen den Boden unter den Füßen weg.

Meine Meinung: Das war wohl das traurigste Drama, das ich bisher gesehen habe. Die Geschichte dreht sich um die Nachricht, die relativ zu Anfang bekannt gegeben wird (aus spoilergründen möchte ich sie nicht verraten)  und zieht sich durch die ganze Serie. Die lockere Freundschaftsgeschichte, die mir versprochen wurde, war hier nicht vorhanden. Was ich jedoch bekommen habe, sind drei tolle Freundinnen, die zwar sehr unterschiedlich sind, aber gerade deshalb so gut miteinander funktionierten. Im Laufe der Geschichte bekommt jede auch noch ihre Liebesgeschichte – unter anderem mit Lee Tae-Hwan und möglicherweise sind öfter mal Schauspieler*innen der Grund für die Auswahl meiner Dramas. Dadurch entspannt sich die Handlung etwas, doch die getrübte Stimmung bleibt bestehen. Hier fehlten mir am meisten die leichten Witze, die oftmals in Dramas mit eingebaut werden. Generell war die Handlung sehr ruhig erzählt, was mir nicht unbedingt zusagte. Es ist dennoch eine gute Serie, aber mir fehlte von der Stimmung her das gewisse Etwas. Vielleicht  hatte ich auch einfach nur etwas anderes erwartet.

Was sind eure liebsten K-Dramas? Gern her mit euren Empfehlungen! Ansonsten arbeite ich bereits ganz fleißig an Ausgabe 2 des Specials…