Eine Handvoll Serien – 6/21 – Reportagenspecial

Herzlich Willkommen zur sechsten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr – einem Reportagenspecial. Heute mit dabei: Eine chaotische Köchin, einem fancy Motel, Aufräumen mal anders, traumhaften Häusern und Zickenkrieg in Australien.

Cooking with Paris – Staffel 1

Die Handlung: Paris Hilton hat ihren Ruf als IT-Girl und Partymaus hart erarbeitet. Doch nun will sie es ruhiger angehen lassen und sesshaft werden. Damit sie ihren Verlobten auch kulinarisch verwöhnen kann, versucht sie sich an einigen Rezepten. Dabei bekommt sie prominente Unterstützung.

Meine Meinung: Man kann von Paris Hilton halten, was man möchte, aber die Frau weiß sich zu vermarkten. Wie viel von der hilflosen Blondine in gewagten Designeroutfits gespielt ist und wie viel wirklich sie, vermag ich nicht zu sagen. Auf jeden Fall versteht sie etwas von gewagtem Auftritt. Auch die Kochshow selbst wirkt wie eine einzige Selbstinszenierung. Daneben wirkt Kim Kardeshian wie die Vorzeigehausfrau schlechthin. Wenn man die Serie aber mit einem gewissen Augenzwinkern betrachtet, funktioniert sie erstaunlich gut. Die Rezepte sind abwechslungsreich und aufwendig. Die grundsätzliche Überforderung beim Kochen für Anfänger*innen ist oftmals durchaus nachvollziehbar. Es ist eher das drum herum – ich meine wer kocht freiwillig im Abendkleid und mit Seidenhandschuhen? – das so herrlich abstrus wirkt. Sagen wir für die leichte Unterhaltung zwischendurch funktioniert die Serie erstaunlich gut. Man sollte nur keine Erwartungen an sie haben.

Motel Makeover – Staffel 1

Die Handlung: Die Freudinnen April und Sarah haben bereits ein Motel zusammen eröffnet. Nun wollen sie ein weiteres übernehmen. Dafür suchen sie sich ein heruntergewirtschaftetes und verpassen ihm ihren ganz eigenen Stil.

Meine Meinung: Eigentlich hatte ich nur durch Zufall auf die Serie geklickt, wollte nur kurz reinschauen. Dann war ich kurzzeitig abgeschreckt, weil es um ein Renovierungsprojekt über eine ganze Staffel geht. Ich befürchtete, dass es sich dadurch ziehen könnte. Doch schon nach einer Folge konnte ich nicht mehr wegschalten und habe die Staffel in drei Tagen durchgebinged. Dabei ist es vor allem die positive Art der beiden Freundinnen, die mich immer wieder mitgerissen hat. Ihre Vorliebe für gewisse Farben und einem guten Rosé sorgte fast dafür, dass ich meinen Weinvorrat aufgestockt hätte. Aber auch darüber hinaus ist es spannend, auch wenn die beiden sich eher durch überspielte Inkompetenz auszeichnen. Dennoch funktioniert es gut, da die beiden sich an den wichtigen Stellen Hilfe holen und genau wissen, wo ihre Stärken sind. Letztlich ziehen sich die Renovierungen tatsächlich aber eher Corona geschuldet. Mir hat die Serie gut gefallen und ich freu mich schon auf das nächste Projekt der beiden.

Glück und Freude mit Marie Kondo – Staffel 1

Die Handlung: Nach ihrem Aufräumerfolg ist Marie Kondo mit einer neuen Serie zurück. Auch diesmal geht es rund um das Thema Aufräumen. Sowohl am Arbeitsplatz als auch – und hier vorallem – im Leben der Teilnehmer*innen. Dabei will sie Glück und Freude verteilen.

Meine Meinung: Marie Kondo hat für eine weltweite Welle gesorgt. Entweder mochte man ihren Aufräumstil und hat ihre Tipps und Tricks auch gleich umgesetzt, sowie bei mir, oder man konnte damit wenig anfangen. Doch ihre Standardfrage „Does it spark joy?“ (Deutsch = Entfacht es Freude?) ist noch immer in aller Munde. Nun kam keine direkte zweite Staffel, sondern eine neue Kurzserie mit drei Folgen. Diesmal geht es primär um Arbeitsplätze, die es gilt aufzuräumen. Dabei geht Marie jedoch tiefer und packt Probleme an der Wurzel, die meistens im familiären liegen. So schafft sie es mit ihren Aufräumaktionen Glück und Freude ins Leben der Teilnehmer*innen zu bringen. Dabei sind es die Geschichten, die einen mitnehmen und mitfiebern lassen. Gespickt wird es auch hier mit einigen schönen Aufräumtipps, die man gut umsetzen kann. Denn am Arbeitsplatz ist vieles einfach nötig, entfacht aber nicht unbedingt Freude. Dabei ist Marie mit ihrer Art wieder ein wichtiger Bestandteil der Serie, drängt sich jedoch nicht in den Vordergrund, sondern lässt die Geschichten für sich sprechen.

Traumhaus Makeover – Staffel 1-2

Die Handlung: Shea McGee hat zusammen mit ihrem Mann eine Renovierungsfirma gegründet. Egal, ob das ganze Haus oder nur einzelne Zimmer, egal ob großes oder kleines Budget, die McGees kümmern sich um alle Wünsche. Mit ihrem unvergleichlichen Einrichtungsstil treffen sie dabei immer ins Schwarze. 

Meine Meinung: Nachdem mir Motel Makeover so gut gefiel, bin ich bei den Empfehlungen bei den Traumhäusern gelandet. Bereits nach einer Folge hatte mich auch diese Serie gefangen und ich habe in kürzester Zeit beide bereits erschienen Staffeln durchgebinged. Auch hier sind es vor allem die McGees, die durch ihre grundsympathische Art einen gefangen nehmen. Hinzu kommt auch, dass die Projekte teilweise wirklich spannend sind und man das Endergebnis sehen will. Hier wird im Gegensatz zum Motel in jeder Folge ein anderes Projekt vorgestellt. Dabei reicht die Palette von einzelnem Raum zu ganzem Haus. Alles ist möglich. Interessant fand ich auch, dass es diesmal auch alle möglichen Budgets gab. Also auch kleine Budgets berücksichtigt wurden. Demnach gab es dann eher kleinere Änderungen, aber sie wurden nicht von vornherein abgelehnt. In Staffel zwei ist dann auch Corona und die Auswirkungen wieder mit enthalten, da es sich mit den Dreharbeiten überschnitten hat. Auch hier ist es interessant, wie in der Branche und den USA damit umgegangen wurde.

Instant Hotel – Staffel 1-2

Die Handlung: In Australien wird es immer mehr zur Mode das eigene Heim auch als Hotel anzubieten, also daraus ein sogenanntes Instant Hotel zu machen. Verschiedene Besitzer*innen treten gegeneinander an, um herauszufinden, wer Australiens bestes Instant Hotel hat.

Meine Meinung: Nachdem mir die beiden Makeover Serien so gut gefielen, hat mir Netflix diese Serie vorgeschlagen.Durch einen Fehler auf der Streamingplattform begann ich mit Staffel 2. Hier lernen wir vier Paare kennen, die ihre Instant Hotels nach einander präsentieren. Die besten zwei kommen ins Finale. Neben den anderen Paaren gibt es eine Jury aus zwei professionellen Bewerter*innen. Das hat vergleichsweise gut geklappt, auch wenn ein paar ziemlich arrogant und zickig war, aber hey, das hat zumindest für Stimmung gesorgt. Wirklich schlimm wurde es erst, als ich mir danach noch die erste Staffel ansah. Denn hier gab es zwei Runde mit je fünf Paaren und nur einer professionellen Jurymeinung. War ich schon über die Zickereien in der ersten Runde erstaunt, versetzte die zweite der Serie den Todesstoß. Nur Intrigen, Lügen, Bevorteilung und Zickereien. Es war echt ein Armutszeugnis. Für so ein Niveau kann ich auch nachmittags ins Privatfernsehen schalten. Hätte ich mit der Staffel angefangen, hätte ich die zweite wohl nie gesehen. Wer auf niveauvolle Unterhaltung steht, sollte von dieser Serie die Finger lassen.

Habt ihr eine davon gesehen? Wie fandet ihr sie?

Dreierlei Grusel zu Halloween – Special

Es kommt mir wie gestern vor, dass ich die Halloween-Shirts Anfang Oktober ausgepackt habe. Jetzt ist der Herbst endgültig eingezogen, die Blätter verfärbt und von den Bäumen gefallen, die Heizung wurde leicht hochgedreht, beim Aufwachen ist es dunkel und ja, ich kommt zum Punkt: Es ist Ende Oktober und damit erreicht der Gruselmonat seinen Höhepunkt: Halloween.
Während viele zum Horroroctober die Chance nutzen, um 13 Horrorfilme zu schauen, habe ich wieder meine Monsterwochen wöchentlich herausgebracht. Zum Abschluss soll es aber nochmal um einen Gruselfaktor gehen. Dafür habe ich einen Film und eine Serie gesehen und ein Buch gelesen, die thematisch in den Gruselmonat passen.

Horror im Film: Nightbooks

Die Handlung: Alex (Winslow Fegley) stürmt nach einem desaströsen Geburtstag traurig und wütend aus der Wohnung seiner Eltern. Dabei findet er ein Appartement, das ihn magisch anzuziehen schien. Kurz darauf ist er in eben diesen gefangen, denn es gehört einer Hexe. Damit sie ihn nicht frisst, muss er ihr jeden Abend eine Gruselgeschichte erzählen. Dabei hat sich Alex geschworen keine Gruselgeschichten mehr zu erzählen.

Meine Meinung: Nightbooks ist einer dieser Filme, der eine tolle Grundidee hat, eine schöne Atmosphäre versprüht, die Idee an vielen Stellen gut ausarbeitet, aber letztlich doch nicht wirklich rund ist und in seiner Gänze nicht völlig funktioniert. Inspiration kam wahrscheinlich von Scary Stories to tell in the dark, denn Nightbooks hat ebenfalls eine Hauptstory und erzählt zwischendrin durch die nächtlichen Gruselgeschichten, die der Hexe vorgelesen werden müssen, kleinere Geschichten. Diese sind sehr minimalistisch gezeichnet, sehen dabei aber wunderbar aus. Das Hauptproblem des Films ist, dass er sich in kleinen Nebenhandlungen verliert und die Haupthandlung zu wenig ausgearbeitet hat. Dadurch wirkt es halt nur als ganz nett bzw ist man wenig interessiert am Schicksal der Charaktere. Hinzu kommt, dass gerade die Jungdarsteller*innen mitunter sehr unmotiviert wirken, gerade Winslow Fegley. Hier kann allerdings auch viel durch die Synchronisation verloren gegangen sein, denn die Stimme ist sehr nuschelig und schleppend und hat absolut keine Betonung. Krysten Ritter als Hexe scheint hier hingegen vollkommen in ihrer Rolle aufzugehen. Tatsächlich geht von ihr der meisten Charme aus, auch wenn ihr Charakter den bösen Part übernimmt. Letztlich hat mir der Film Spaß gemacht, ich fand die Kurzgeschichten gut und auch die Märchenadaption, die sich im Film verbirgt. Aber man muss über zu viele Schwächen in Handlung und Schauspiel hinwegsehen, was den Sehfluss stört.

Gruselfaktor 3/5 Kürbissen

Horror in Serie: Locke & Key

Die Handlung: Nach der Ermordung ihres Vaters ziehen die Geschwister Tyler, Kinsey und Bode Locke zusammen mit ihrer Mutter Nina in das Familienanwesend des Vaters. Dort finden sie allerlei seltsame Schlüssel, die unterschiedliche Fähigkeiten haben. Doch das Haus birgt ein Geheimnis. Worin war ihr Vater verwickelt und was hat es mit der Brunnenfrau auf sich?

Meine Meinung: Die erste Staffel Locke & Key umfasst zehn Episoden mit einer Lauflänge von durchschnittlich 50 Minuten. Dadurch ist ganz schön viel Zeit für Handlung, die an vielen Stellen durch das Finden neuer Schlüssel gestopft werden konnte, sich an manchen Stellen aber doch in Wiederholungen verliert. Dies merkt man gerade in der Mitte der Staffel, wenn die Charaktere eingeführt sind, aber das große Finale noch nicht vorbereitet wird. Das könnte aber auch nur mein Empfinden sein, da ich generell nicht der größte Fan von aufeinander aufbauenden Folgen bin, sondern in sich geschlossene bevorzuge. Die Handlung selbst ist an sich spannend und interessant. Der Gruselfaktor ist vorhanden, hält sich aber für Schisser wie mich durchaus im Rahmen. Es wird eher auf die mysteriöse Grundstimmung gesetzt als auf großartige Schockeffekte, was mir gut gefallen hat. Das Ende hingegen lässt mich etwas unbefriedigt zurück, deutet sich doch schon die Handlung für die zweite Staffel an. Ob ich mich der nochmal stelle oder die Serie für mich als Miniserie abspeichere, weiß ich noch nicht.

Gruselfaktor 3/5 Kürbissen

Horror im Buch: Halloween in Nebelwald

Die Handlung: Nebelwald ist ein kleiner Ort mitten in Thüringen. Während Michelle auf eine Party in einer alten Fabrik geschleppt wird, versucht Stephan seine Familie vor dem finanziellen Ruin zu bewahren und nimmt ein unmoralisches Angebot an. Doch etwas lauert in dem Wald und möchte keine ungebetenen Gäste.

Meine Meinung: Mit 119 Seiten ist Halloween in Nebelwald eine wunderbar kurzweilige Geschichte, die sich auch gut an einem Abend weglesen lässt. Dabei sind drei Handlungstränge vorhanden, die sich in der Erzählung abwechseln. Trotz der Kürze werden die Protagonist*innen gut charakterisiert, so dass man mit ihnen mitfühlt. Das Setting ist schnell erklärt, so dass der spannende Teil nicht lange auf sich warten lässt. Durch die drei verschiedenen Sichtweisen wird man immer wieder an spannenden Punkten zurückgelassen und kann so das Buch kaum aus der Hand legen. Neben den klassischen Horrorelementen ist es vor allem die Atmosphäre, die geschaffen wurde, die ordentlich für Gänsehaut sorgt. Auch hier ist das Buch selbst für Schisser wie mich gut zu lesen, da viel Mystery und Spannend zum Horror mit reinspielt. Zwischendurch hätte ich mir einzelne Passagen ein bisschen ausführlicher gewünscht, aber das hätte wahrscheinlich den Rahmen gesprengt. Für nächstes Jahr merke ich mir auf jeden Fall den Vorgängerband von Autorin Maria Winter vor.

Gruselfaktor 4/5 Kürbissen

Anime-Special: Penguin Highway

Ein Vorwort

Für alle Anime-Fans gibt es ab und an ein Anime-Special in meinem Stammkino (wahrscheinlich auch in anderen, aber da kenne ich die Spielpläne nicht). Normalerweise mache ich darum einen großen Bogen, da ich kein großer Anime-Fan bin. Ganz im Gegensatz zu meinem Lebensgefährten. Und so kam es, dass er, nachdem ich ihn bereits in das Anime-Special zu Your Name. begleitet hatte und er mir auch noch gefallen hatte, mich seitdem immer wieder zu überreden versucht. Diesmal sah er seine Chance wieder sehr gut, denn der Film trägt mein absolutes Lieblingstier im Namen. Und so sagte ich zu, ihn zu begleiten.

Die Handlung

Der viertklässler Aoyama wäre eigentlich gerne schon erwachsen. Seine Zeit vertreibt er sich mit Forschungen, die er akkribisch in Notizbüchern festhält. So ganz nebenbei schwärmt er für die Zahnarzthelferin, die er One-San nennt. Als in der ganzen Stadt auf einmal Pinguine auftauchen, muss er das natürlich sofort untersuchen.

Meine Meinung

Während Studio Ghibli auch den Anime-Neulingen ein Begriff sein dürfte mit Werken, wie Chihiros Reise ins Zauberland oder Prinzessin Mononoke, ist Studio Colorido ein eher unbekanntes Studio, was daran liegen dürfte, dass es auch noch nicht so lange existiert. Mit vier Filmen (laut Wikipedia) versucht das Studio aktuell noch Fuß zu fassen, neben den großen etablierten. Dies mag dem geübten Zuschauer noch in der Animation auffallen, im großen und ganzen ist dies aber kaum ersichtlich. Lediglich die sehr einfach Animation der Pinguine ist sehr auffällig, aber im Laufe des Filmes auch nicht weiter störend.
Den Film an sich zu beurteilen, fällt mir dann sehr schwer. Und das hat zwei Hauptgründe.
Zum einen die Handlung. Objektiv betrachtet ist die Handlung gut ausgearbeitet und beherrscht den Drahtseilakt zwischen realistischen Gedankengängen und Charakteren und dem fantastischen Einschlag. Subjektiv spiegelt für mich die Handlung aber genau das wider, was ich an Animefilmen nicht mag. Sicherlich in seinem eigenen Universum irgendwo logisch, ist die Handlung gerade dies für mich eben nicht. Ich kann die Gedankenwelt und Handlungen der einzelenen Charaktere nicht nachvollziehen und stehe so immer wieder vor einem „Häh?“-Moment und bräuchte jemanden, der neben mit sitzt und mir das Geschehene noch einmal Szene für Szene erklärt. Allerdings ist das Kino weder der passende Ort dafür, da man die anderen Zuschauer ja auch nicht stören will, noch konnte mir mein Lebensgefährte dies während des Films erklären, musste er auch erst auf die Auflösung am Ende warten. Und die Erklärungen im Nachgang haben mir dann auch nicht mehr wirklich geholfen, um den Film für mich positiver zu machen.
Zum anderen die Charaktere. Objektiv betrachtet sind die Charaktere gut charakterisiert, es wird sich Zeit genommen um sie und ihre Beweggründe vorzustellen und eben diese teilweise auch zu hinterfragen. Subjektiv betrachtet waren mir alle Charaktere unsympathisch. Am allermeisten leider der Protagonist Aoyama. Dass es hier um seine Coming-of-Age Geschichte geht, erschwert den Film für mich demnach noch einmal.
Grundsätzlich denke ich, dass der Film für Anime-Liebhaber gut funktionieren dürfte. Die Schwierigkeiten für mich sind nicht gleichbedeutend mit wirklichen Schwächen. Die Grundidee hinter dem Auftauchen der Pinguine mit der Verknüpfung des Prozesses des Erwachsenwerdens ist durchaus gelungen. Und selbst ich konnte mich beim Sehen zumindest an den Pinguinen erfreuen.

Das Fazit

Penguin Highway ist ein Anime, der für Fans des Genres duchaus funktionieren dürfte, mich persönlich aber nicht abholen konnte. Für alle neugierigen unter euch, die einen Anime abseits der großen etablierten Studios sucht, dürfte sich eine Sichtung von Penguin Highway durchaus lohnen.

Comedians der Welt

Ein Vorwort

Bereits seit längerem bringt Netflix in regelmäßigen Abständen Special zu verschiedenen Comedians auf der ganzen Welt heraus. Im deutschen Netflix sind da die deutschen Varianten, wie beispielsweise von Dieter Nuhr oder Enissa Amani zu sehen. Desweiteren die amerikanischen Varianten, von denen mich zuletzt Ellen DeGeneres und Ali Wong begeistern konnten. Doch nun geht Netflix noch einen Schritt weiter. Denn anstatt jedem Künstler ein eigenes Event zu widmen und dann mit einer Stunde Laufzeit an den Mann zu bringen, bekommen nun Künstler in den verschiedensten Ländern der Welt die Möglichkeit in Länderevents in kurzen Episoden sogenannte Comedy-„Snacks“ zu produzieren.

Die Handlung

12 Länder, 13 Events, 50 Künstler, 30 Minuten Zeit pro Künstler. So sieht Netflix neustes Comedyprojekt aus.

Meine Meinung

Über Stand-up Comedy kann man sich bekanntlich streiten. Manchmal findet man einen Komiker unfassbar lustig, einen anderen wieder gar nicht, den aber wieder ein anderes Publikum unglaublich erheiternd findet. Aber wer hat Zeit und Geld, um sich alle Programme live anzusehen, nur um dann wieder festzustellen, dass man jemanden vielleicht in kurzen Sketchen lustig findet, aber nicht in einem ganzen Programm. Und wie sieht es in den anderen Ländern aus?
Genau dafür hat Netflix nun die Lösung gefunden. Eher zufällig bin ich auf die neue Netflix Serie Comedians der Welt gestoßen. Und gleich in der ersten Folge der deutschen Ausgabe – mit Enissa Amani, Ilka Bessin und Kaya Yanar – erklärt Enissa Amani den Sinn hinter der Serie. Netflix hat sich überlegt, kleine Comedy-„Snacks“ zu produzieren, die weltweit gedreht und weltweit verfügbar sein sollen, damit die Menschen im Bus auf dem Weg zur Arbeit oder in ihrer Mittagspause eine kurze Folge der Serie sehen können und erheitert und mit guter Laune in den Tag starten können.
Dafür hat Netflix in 12 Ländern 13 Events organisiert – Kanada ist mit zwei Events vertreten, einmal in englischer und einmal in französischer Sprache – und die verschiedensten Comedians angefragt. Dabei kommt ein bunter Mix aus allen Themen heraus.
Netflix hat hier auch ganze Arbeit geleistet und überwiegend Comedians herausgesucht, die das breite Publikum durchaus lustig finden könnte. Und wenn dann doch einmal zwischendurch einer dabei ist, den man gar nicht mag, kann man entweder die Folge gleich überspringen oder 30 Minuten durchhalten. Gerade die dreißig Minuten sind ein guter Indikator, weil die Comedians ihre Geschichten nicht ewig strecken können, sondern ab einem gewissen Teil auf den Punkt kommen müssen. Und so erfährt man von so manchen Problemen mit Vorurteilen, Schwierigkeiten beim Reisen oder auch sexuellen Vorlieben. Auch wenn sich das ein oder andere Thema wiederholt, ist es doch immer wieder neu verarbeitet.
Wer Probleme mit den anderen Sprachen hat, dem ist mit Untertitel auch gut geholfen. Diese sind so übersetzt, dass man die Pointe gut mitkriegt und so auch alle Specials sehen kann.

Das Fazit

Wer sich für Comedy interessiert, gerne auch mal in einer anderen Sprache oder aus einem anderen Land, der hat hier die Möglichkeit die kurzen „Snacks“ zu genießen.

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R Volume 2 – Part 3

Der September neigt sich wieder dem Ende zu und damit auch meine September Challenge. Hier soll es nun um die Buchstaben B E und R gehen.  

„B“ wie Buffy – The Vampire Slayer

Staffeln insgesamt: 7
Staffeln gesehen: 7

Darum geht’s: Buffy Summers zieht in die Kleinstadt Sunnydale. Sie ist die Jägerin, eine durch das Schicksal ausgewählte Person, die allein gegen Vampire, Dämonen und andere Ausgeburten der Hölle kämpfen muss. Eigentlich will sie nun endlich ein ruhiges Leben führen, doch daraus wird nichts. Mit ihren besten Freunden Willow und Xander an der Seite und ihrem eifrigen Wächter Giles, stellt sie sich ständig wechselnden Gegnern.

Meine Geschichte mit der Serie: In der Schule habe ich einige Jahre an der Musical-AG teilgenommen. Im allerersten Jahr nach der Gründung der AG, versuchten wir uns an der Musicalfolge „Once more with feelings“ aus der sechsten Staffel. Danach war ich so angefixt, dass ich auch alle anderen Staffeln inklusive des Spin-Offs Angel verschlang. Zu der Zeit liefen die Staffeln immer und immer wieder bei mir über den Fernseher. Der Hype bekam bei mir Jahre später nochmal neues Aufwind. Als ich in Leipzig lebte, lernte ich einige Freunde kennen, die auch begeistert von der Serie sind und wir veranstalteten regelmäßig Buffy-Abende. Dabei trafen wir uns immer bei jemand anderem und schauten unsere Lieblingsfolgen – und davon gab es echt viele. Und jetzt wo ich das schreibe, kriege ich direkt wieder Lust ein paar Folgen Buffy zu schauen.

Darum empfehle ich die Serie: Joss Whedon, der Schöpfer der Serie, war es Leid, dass die blonde Frau in jedem Film gefangen wird und gerettet werden muss. Also schuf er kurzerhand eine der stärksten weiblichen Hauptrollen, die eine Serie je zum Vorschein brachte. Bei mir schaffte es bei der Blogparade Best Heroines sogar auf Platz 1. Allein das ist schon Grund genug der Serie eine Chance zu geben. Hinzu kommt, dass Buffy spannend, witzig, voller guter Dialoge und toller Ideen ist. Denn während es überwiegend das „Monster of the week“-Prinzip verfolgt, also in jeder Folge ein neuer Gegner auftaucht, gibt es auch staffelweise immer eine übergreifende Handlung. Neben all dem Spaß, den Buffy verbreitet, befasst es sich aber auch immer wieder mit ernsteren Themen. Tod eines Familienmitglieds ist nur ein Beispiel. Und gerade hier beweist sich, wie menschlich die Figuren bleiben!

„E“ wie Extreme Dinosaurs

Folgen insgesamt: 52
Folgen gesehen: unbekannt

Darum geht’s: Ein Forscher aus einer anderen Welt reist in die Vergangenheit der Erde ins Zeitalter der Dinosaurier, um eine Gruppe dieser intelligent zu machen und mit Spezialkräften auszustatten und zu seiner Armee zu machen. Doch die ersten vier sind auch noch mit einem Gewissen ausgestattet. So wenden sich T-Bone, Stegz, Bullzeye und Spike gegen ihren Schöpfer. Bei einem zweiten Experiment verzichtet der Forscher auf das Gewissen und schafft so die Antagonisten Bad Rap, Haxx und Spittor. In Folge der nächsten Geschehnisse landen alle sieben Superdinos in der heutigen Zeit. Während Bad Rap und seine Freunde versuchen die Welt zu zerstören und wieder in den Zustand des Mesozoikums zu versetzen, versuchen T-Bone und seine Freunde genau das zu verhindern.

Meine Geschichte mit der Serie: Die Serie hatte ihr Erstausstrahlung 1998 auf SuperRTL. Damit fiel sie genau in meine Kindheit und da ich mich damals schon für Dinosaurier begeistern konnte, gefiel mir die Serie sehr. Daher ist die Zahl der gesehenen Folgen auch unbekannt, weil ich nicht sagen könnte, ob ich früher alle Folgen gesehen habe. Inzwischen wurden die ersten 13 Folgen neu auf DVD veröffentlich und sind auch schon in mein DVD-Regal gewandert. Nun warten sie allerdings noch darauf gesehen zu werden…

Darum empfehle ich die Serie: Als ich die Serien für die SEPTEMBER-Challenge aussuchte, stolperte ich direkt über die drei Es und war nun am Ende doch etwas überfordert, bis mir die Serie aus meiner Kindheit wieder einfiel. Mich begeisterte sie damals, einfach nur, weil es um Dinosaurier ging und inzwischen ist sie einfach ein Stück meiner Kindheit, die mich immer noch fasziniert. Letztendlich ist sie aber schon etwas brutal für eine Kinderserie – obwohl heutzutage wohl wesentlich brutalere Kinderserien produziert werden.

„R“ wie Rick und Morty

Staffeln insgesamt (bisher): 3
Staffeln gesehen (bisher): 1

Darum geht’s: Der alkoholabhängige aber brillante Wissenschaftler Rick Sanchez reist zusammen mit seinem Enkel, den etwas einfältigen Morty, durch den Kosmos und durch Parallelwelten. Dabei erleben sie eine Menge Abenteuer.

Meine Geschichte mit der Serie: Der einzige Buchstabe, zu dem ich absolut keine Serie finden konnte, war das R. in meiner Verzweiflung wandte ich mich an meinen Lebensgefährten, der wie aus der Pistole geschossen Rick & Morty raushaute. Dieser hatte er bisher immer alleine schauen müssen, da ich mich mit dem Look der Serie nicht anfreunden konnte. In meiner Verzweiflung wagte ich mich an die erste Staffel und wurde doch positiv überrascht.

Darum empfehle ich die Serie: Weil sie im Animationsbereich noch einmal frischen Wind in die festgefahrene Serienwelt bringt. Mit ihren kurzen ca. 20 minütigen Folgen erleben Rick & Morty immer wieder neue Abenteuer. Dabei variiert die Qualität der einzelnen Folgen stark. Aber spätestens seit in der dritten Folge der ersten Staffel ein Vergnügungspark innerhalb eines Menschen erschaffen wurde, der zwischen Disneyland und Jurassic Park hin und her springt und eine herrliche Karikatur des ganzen darstellt, war auch ich mit dem sehr gewöhnungsbedürftigen Humor konform.

Was wären eure TEM Serien? Habt ihr bei der September Challenge neue Serien entdecken können?

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R. Volume 2 – Part 2

Und weiter geht es, diesmal mit den Serien zum Abschnitt TEM. Es ist übrigens sehr gemein, dass im September gleich drei E vorkommen. Mit drei A wäre mir wesentlich mehr eingefallen…

„T“ wie The IT Crowd

Staffeln insgesamt: 4 + Serienfinale
Staffeln gesehen: 4 + Serienfinale

Darum geht’s: Die Nerds Roy und Moss arbeiten in der IT Abteilung von Reynholm Industries. Während die Büroräume grundsätzlich sehr modern und schick sind, sitzt die IT Abteilung im zugemüllten Keller. Die hochmotivierte Jen wird als Abteilungsleiterin eingestellt, hat aber eigentlich überhaupt keine Ahnung von Computern. Die Zusammenarbeit der Drei bzw. das Nerds gegen den Rest der Welt-Thema sind die zentralen Bestandteile der Serie.

Meine Geschichte mit der Serie: Eines schönen Abends scrollte ich durch Netflix auf der Suche nach einer kurzweiligen Serie, die mich zum einschlafen begleiten sollte. Lustig sollte sie sein und keinen großen Denkprozess erfordern. Ich stolperte über IT-Crowd, blieb hängen, suchtete die Serie durch, empfahl sie meinem Lebengefährten, wir suchteten sie zusammen durch und seitdem noch zwei weitere Male.

Darum empfehle ich die Serie: Bereits 1,5 Jahre vor The Big Bang Theory schaffte es die britische Serie sich mit dem Leben von Nerds und deren Alltagsprobleme zu befassen und zu analysieren. Dabei nimmt sie so stereotypisch alle aufs Korn – die Hinterwäldler Nerds, die arroganten Damen aus den oberen Stockwerken, den exzentrischen Chef, die modebewusste Abteilungsleiterin und noch viele mehr. Dabei ist jede Folge wirklich lustig und die Serie schafft es ein gutes Niveau konsequent zu halten.

„E“ wie Eine schrecklich nette Familie

Staffeln insgesamt: 11
Staffeln gesehen (bisher): 7

Darum geht’s: Al Bundy war ein großer Football-Star. Inzwischen ist er Schuhverkäufer, mit einer rothaarigen Hexe verheiratet und mit zwei Kindern gestraft. Obwohl er nur wenig verdient, ziehen ihn alle drei immer wieder das Geld aus der Tasche. Dabei muss er einen alten Dodge fahren und seine Frau Peggy ist Meisterin im Fernsehen, aber macht leider nie den Haushalt, geschweige, dass sie kocht. Und dann ziehen nebenan auch noch das Bänker-Ehepaar Steve und Marcie ein.

Meine Geschichte mit der Serie: Der Begriff Al Bundy und das dem armen Herr immer wieder das Geld aus der Tasche gezogen wird, war mir schon seit Jahren ein Begriff. Doch erst mein Lebensgefährte brachte mich dazu, die Serie mal zu beginnen und uns letztendlich auch alle Staffeln als DVD-Box zuzulegen. Die ersten Staffeln wurden noch verschlungen, doch irgendwann hatte die Serie ihren Zenit überschritten. Bis Staffel 7 bin ich gekommen, in Staffel 8 häng ich irgendwo. Die Serie wird bestimmt auch irgendwann mal weitergeschaut.

Darum empfehle ich die Serie: Weil sie einfach nur lustig ist und es viele Situationen gibt, die man nachempfinden kann, wenn man länger in einer Beziehung ist. Weil einem Al Bundy irgendwo Leid tut, andererseits empfindet man aber auch viel Schadenfreude, wenn die Kinder wieder was Neues ausgeheckt haben.

„M“ wie Mutant X

Staffeln insgesamt: 3
Staffeln gesehen: 3

Darum geht’s: Der Wissenschaftler Adam Kane führte mit seinem Team Experimente an kranken Kindern durch, um diese vor dem Tod zu bewahren. Diese führten jedoch zu Mutationen, die die verschiedensten Kräfte entstehen ließen. Während sein früherer Partner Mason Eckhardt mit der Firma Genom X versucht die misslungenen Experimente unter Verschluss zu halten und die Mutanten zu fangen und in Stase zu versetzt, hat Adam ein Team von vier mächtigen Mutanten um sich gescharrt, um den Mutaten ein normales Leben und die Freiheit zu ermöglichen. Zu seinem Team gehören Shalimar, Brennan, Jesse und Emma.

Meine Geschichte mit der Serie: Ähnlich wie bei Painkiller-Jane bin ich tatsächlich beim durchschalten auf Tele 5 hängen geblieben und habe mich in die Serie verliebt. Sie ist bis heute meine Lieblingsserie und die Shalimar Fox hat mich zu meinem Blognamen inspiriert (auch wenn ich das r am Ende nicht hübsch fand…) Leider endet die Serie nach der dritten Staffel mit einem bösen Cliffhanger…

Darum empfehle ich die Serie: Sie ist zu einer Zeit entstanden, als gerade Matrix und der erste X-Men Film groß rauskamen und für Erfolg sorgten. Das Ziel der Produzenten – hier hatte übrigens auch MARVEL die Hände mit im Spiel – war es beide Elemente zu vereinen und eine Serie zu konsipieren. Mich hat sie vollständig überzeugt, weil sie Spannung, Witz und Charme vereint und ich sehr gut mit den Charakteren mitfühlen kann.

Was wären eure TEM Serien?

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R. Volume 2 – Part 1

Wie bereits im letzten Jahr hat Zack wieder zu seiner SEPTEMBER-Challenge aufgerufen. Wie schon im letzten Jahr sollen wir wieder neun Filme vorstellen, die am Ende das Wort SEPTEMBER bilden. Dabei können wir uns aussuchen, ob es unsere Lieblingsfilme sind oder ob wir ganz neue Filme gucken oder uns was ganz anderen dazu einfallen lassen. Ich habe mir diesmal die Freiheit herausgenommen, das ganze ein bisschen zu verändern. Statt über neun Filme zu berichten, will ich neun Serien besprechen. Und auch dieses Jahr bündel ich die Beiträge wieder in drei Parts, da ich ansonsten nicht hinterherkomme.

„S“ wie Supernatural

Staffeln insgesamt (bisher): 13
Staffeln gesehen (bisher): 7

(Ja gut ist nicht das richtige Intro, sondern nur aus einer Folge, aber das normale Intro ist langweilig, und das Intro supercool!)

Darum geht’s: Sam und Dean Winchester sind Jäger. Sie jagen alles, was übernatürlich ist, wie Vampire, Dämonen, Ghouls, Horrorclowns, Geister, und noch vieles mehr. Dabei vereint die Serie zwei sympathische Darsteller und gut recherchierte Mythen und Sagen aus verschiedenen Kulturen und Religionen.

Meine Geschichte mit der Serie: Das erste Mal auf Supernatural bin ich gestoßen, als ich frisch mein Studium angefangen habe und meine inzwischen beste Freundin kennenlernte. Wir hatten uns über unsere Lieblingsserien unterhalten und was wir grundsätzlich an Serien mögen. Ein paar Tage später drückte sie mir die erste Staffel von Supernatural in die Hand mit den Worten „Du wirst es lieben“. Ich habe die erste Staffel innerhalb von wenigen Tagen verschlungen und konnte gar nicht mehr aufhören, den nächsten Fall der Winchesters zu gucken.
Die ersten drei Staffeln liebe ich noch immer. Ab Staffel Vier verändert sich die Dynamik ein bisschen und das Christentum wird immer präsenter, konnte ich aber auch noch gut gucken. Leider ließ mein persönlicher Hype ab Staffel 5 immer mehr nach, Staffel 6 ließ sich auch noch gerade so gucken, durch Staffel 7 habe ich mich schon ein bisschen durchquälen müssen. Nun wartet eigentlich Staffel 8 auf mich, aber ich kann mich einfach nicht mehr durchringen die Serie weiter zu sehen (und habe die gleiche Erfahrung von Freunden bestätigt bekommen, die teilweise schon nach Staffel 5 aufgegeben haben).

Darum empfehle ich die Serie: Weil sie unglaublich viel Herz und Witz hat und dabei doch immer in ihrem düsteren spannenden Setting bleibt. Die Brüder wachsen einem sehr schnell ans Herz, auch wenn es irgendwann nicht mehr glaubhaft ist, was sie alles durchmachen müssen. Gerade die „Specialfolgen“ sind es wert, die Serie vielleicht doch weiter zu gucken, denn hier experimentiert die Serie gerne mit bestimmten Elementen und heraus kommt einfach nur ein großer Spaß.

„E“ wie Elementary

Staffeln insgesamt (bisher): 6
Staffeln gesehen (bisher): 3

Darum geht’s: Sherlock Holmes arbeitet als Berater für das NYPD in New York und kämpft nach seiner Drogensucht mit  der Abstinenz. Joan Watson wird als Suchtbetreuerin von Sherlocks Vater eingestellt, erweist sich aber bald als geeginete Partnerin für seine Beratertätigkeit. Zusammen lösen sie Fälle, an dem das NYPD sonst gescheitert wär.

Meine Geschichte mit der Serie: Gefühlt einmal im Jahr kommt bei mir das Crime-Fieber auf. Während es im letzten Jahr mit allen Staffeln Castle gestillt wurde, ist dieses Jahr meine zufällige Wahl auf Elementary gefallen. Bisher habe ich die ersten drei Staffeln gesehen und erfreue mich derzeit an der vierten Staffel.

Darum empfehle ich die Serie: Eine Neuadaption des Stoffes von Arthur Conan Doyle hat bereits die BBC mit der sehr erfolgreichen Serie Sherlock und Stars wie Benedict Cumerbatch und Martin Freeman produziert. Elementary stützt sich nicht das vorhandene Material, sondern nutzt lediglich die Charaktere und ihre Eigenschaften. So ist Sherlock Holmes auch hier ein Meisterdetektiv mit stumpfen sozialen Fähigkeiten und einer sehr eigenen Aroganz. An seiner Seite steht diesmal ein weiblicher Watson, weswegen aus John Joan wurde. Captain Gregson – in den Büchern Lestrades rechte Hand – ist Captain des Reviers und natürlich dürfen Irene Adler und Moriarty nicht fehlen, die ebenfalls eine Neuinterpretation bekamen. So isz Elementary kein Abklatsch von Sherlock, sondern eine interessante und gut gemachte Crime-Serie.

„P“ wie Pain-Killer Jane

Staffeln insgesamt: 1
Staffeln gesehen: 1

(Ebenfalls nicht das Intro, da Youtube dies aus Rechtsgründen gesperrt hat. Aber vielleicht bekommt ihr so trotzdem einen Einblick in den Look der Serie)

Darum geht’s: Jane Vesco ist Ermittlern im Drogendezernat. Bei einem ihrer Aufträge trifft sie auf Andre McBride, der sie abwirbt. Er arbeitet für eine geheime Behörde mit einem kleinen Team, die sogenannte Neuros jagen. Menschen mit einer neurologischen Abweichung, weswegen sie mit ihren Gedanken unvorstellbare Dinge anrichten können. In der ersten Folge stellt sich heraus, dass auch Jane sonderbare Fähigkeiten hat. Sie kann sich in Rekordgeschwindigkeit heilen und überlebt daher auch die größten Verletzungen. Dies hilft ihrem Team.

Meine Geschichte mit der Serie: Dadurch, dass Tele5 vor einigen Jahren alle Staffeln Smallville zeigte, sah ich häufiger den Sender. Dadurch bin ich nicht nur auf die Serie Mutant X, sondern auch auf PainKiller-Jane gestoßen, die mir sogleich zusagte. Leider wurde sie nach nur einer Staffel wieder eingestellt.

Darum empfehle ich die Serie: PainKiller-Jane punktet mit einem hervoragenden Cast, neuen Ideen und einer guten Optik. Die Dynamik des Teams konnte mich ein ums andere Mal mitreißen. Auch wenn ähnliche Geschichten bereits erzählt wurden, konnte die Serie doch innovative Ideen einfließen lassen und bietet im mehrteiligen Finale auch noch einmal eine neue Sichtweise auf das zuvorgeschehene.

Was wären eure S.E.P. Serien?

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R – Part 3

Hallo ihr Lieben,
der dritte und letzte Part von Zacks SEPTEMBER Challenge widmet sich den letzten drei Buchstbaben B.E.R., die ja eigentlich für eine viel zu späte Fertigstellung stehen (zumindest wenn man im Tourismus arbeitet und dringend auf seine Fertigstellung wartet…), dennoch soll dieser Beitrag ganz pünktlich am letzten Mittwoch des Monats erscheinen. Für diesen Part habe ich (ausnahmsweise) einmal meinem Freund die Entscheidung gelassen. Hier sind seine B.E.R Filme:

„B“ wie Breakfast Club

Der Inhalt:

5 Jugendliche, die auf dem ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten, müssen zusammen an einem Samstag aus ganz unterschiedlichen Gründen nachsitzen. Während sie sich zunächst alle misstrauen und einfach nur wollen, dass der Tag endet, gestehen sie sich doch irgendwann ihre Ängste und Sorgen.

Meine Empfindungen zum Film

Breakfast Club gilt als Klassiker der Filmgeschichte. Schon seit langem wollte ich das Kammerspiel mal näher begutachten, da viele es in den höchsten Tönen empfahlen. Als mein Freund nun diesen Film vorschlug war ich also sofort dabei. Doch zunächst fiel es mir sehr schwer in den Film einzusteigen, da er doch sehr langsam erzählt wird. Erst gegen Ende, als sich die fünf Jugendlichen endlich öffneten fand ich ein bisschen Anschluss und konnte mich doch noch ein wenig für den Film begeistern. Vielleicht waren meine Erwartungen durch die vielen Empfehlungen einfach nur viel zu hoch und beim zweiten Mal sehen finde ich ihn dann schon wesentlich besser.

„E“ wie Escape Plan

Der Inhalt:

Ray Breslin hat sich darauf spezialisiert aus Hochsicherheitsgefängnissen auszubrechen, um den Betreibern ihre Schwachstellen vor Augen zu führen. Doch bei seinem aktuellen Auftrag scheint etwas völlig falsch zu laufen. Davon lässt sich Breslin jedoch nicht aufhalten und versucht mit seinem Verbündeten Emil Rottmayer dennoch zu entkommen.

Meine Empfindungen zum Film

Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger sind die Helden der Filme, für die mich mein Freund noch immer begeistern möchte. Doch der Zufall brachte zunächst einen neueren Film mit diesen beiden Schauspielern ins Sky Wochenendprogramm. Escape Plan konnte mich schnell begeistern, da ich das Konzept des Rätsels mit anschließender Aufklärung immer wieder gerne sehe. Also zunächst den OMG, wie macht er das Moment mit einem anschließenden Wenn er das so erklärt, klingt das voll einfach und logisch. Escape Plan hatte zudem eine interessante Handlung und hat es geschafft die Spannung bis zum Ende zu halten.

„R“ wie RED – älter, härter, besser

Der Inhalt

Frank Moses war einer der Spitzenagenten bei der CIA, bis er in Rente ging. Nun ist sein einziger Trost in seinem einsamen Leben die Telefonate mit seiner Bearbeiterin Sarah Ross. Bis der Befehl ihn und andere Teilnehmer einer geheimen CIA-Mission zu töten erteilt wird. Auf einmal muss er nicht nur sein Leben und das von Sarah retten, sondern auch seine alten Freunde zusammen trommeln, um die Verschwörung aufzudecken.

Meine Empfindungen zum Film

Bei diesem Vorschlag meines Freundes habe ich relativ schnell zugestimmt, da in der Besetzungsliste Karl Urban auftauchte und ich ihn sehr gerne in Filmen ansehe. Erstaunlicherweise konnte mich aber auch die Handlung sehr schnell fesseln und ich fieberte bis zum Ende mit den Charakteren mit. Versteht mich nicht falsch, ich schaue gerne Actionfilme, wenn die Handlung irgendwo ein bisschen eigenen Charme hat. Aber der ehemalige CIA-Agent, der wieder zurückgeholt wird aus irgendwelchen Gründen, klang vorher einfach nicht innovativ. Aber der Film konnte trotzdem mit einer ganz eigenen Dynamik und coolen Ideen aufwarten.

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R – Part 2

Hallo ihr Lieben,
für den zweiten Teil von Zackmovies September-Aufgabe habe ich mir vorgenommen drei neue Filme zu sehen. Dabei suchte ich zufällig in den Listen der von mir abonierten Streaming-Dienste.

„T“ wie Trumbo

Der Inhalt

Dalton Trumbo ist ein begabter und erfolgreicher Drehbuchautor im Hollywood ist der 1940er Jahre und Kommunist. Doch nach dem Ende des zweiten Weltkrieges werden vermehrt Kommunisten in den USA auf eine schwarze Liste gesetzt. Dadurch ist es ihnen fast unmöglich zu arbeiten. Auch Trumbo wird zunächst verurteilt und wird hinterher in Hollywood geächtet.

Meine Empfindungen zum Film

Trumbo beginnt mit einer sehr langsamen Erzählung der vielen Beschuldigungen in Hollywood nach dem zweiten Weltkrieg. Der Weg von diesen bis zur Inhaftierung Trumbos sind leider sehr langatmig erzählt und konnte mich kaum fesseln. Ers die zweite Hälfte des Film, die mit der Freilassung Trumbos aus dem Gefängnis beginnt und erzählt, wie Trumbo trotzdem immer neue Drehbücher verfasst. Hier wird der Film packend und konnte mich gänzlich in den Bann ziehen. Positiv fand ich auch, dass alle Charaktere weder als gut noch als schlecht dargestellt wurden. Auch wurde sowohl Kommunismus als auch Kapitalismus kritisiert, aber auch nicht größer thematisiert.
Insgesamt hat mir der Film nach der ersten Stunde gut gefallen und eine interessante Geschichte erzählt.

„E“ wie E-Mail für dich

Der Inhalt

 Joe Fox eröffnet eine neue Discounter-Buchhandlung. Kathleen Kelly hat gleich um die Ecke einen kleinen Buchladen mit viel Charme. Anonym im Internet schreiben sie sich E-Mails und flirten miteinander. Im analogen Leben beginnen sie einen Krieg um die Existenz von Kellys Laden.

Meine Empfindungen zum Film

Ich bin ein großer Tom Hanks Fan und dieser Film fehlte mir noch aus seiner Liste. Und wie auch in seine anderen Filme bringt er einen unglaublichen Charme in seine Rolle, Die Handung selbst war sehr einfach gestrickt. Für mich war der Film zu sehr in zwei Teile geteilt. Zunächst geht es hauptsächlich um die Konkurrenz und danach geht es nur noch um die Liebesgeschichte. Das hat mich ziemlich gestört, obwohl mich die Geschichte als ganzes sehr begeistern konnte.

„M“ wie Mansfield Park

Der Inhalt

Fanny Price kommt aus einer armen und kinderreichen Familie. Daher wird sie zu wohlhabeneren Verwandten geschickt, die sie aber nie als eine der ihren behandeln. Lediglich ihr Cousin Edmund behandelt sie ebenbürtig. So wachsen sie zusammen auf. Irgendwann beginnt das Liebeschaos auf Mansfield Park.

Meine Empfindungen zum Film

Nach Stolz und Vorurteil erst meine zweite Verfilmung eines Stolz und Vorurteil Romans. Die Vorlage habe ich (noch) nicht gelesen, aber mir scheint, dass der Film viel Potential verschenkt. So geht er immer wieder im Nebensatz auf die Sklaverei in Antigua ein und einiger Gräueltaten, die dort verrichtet wurden, führt diese aber nie genauer aus. Dennoch hat Mansfield Park einen vergleichbaren Charme mit Stolz und Vorurteil – auch wenn dieser Film mir doch deutlich besser gefallen hat.

Special: S.E.P.T.E.M.B.E.R – Part 1

Hallo ihr Lieben,
bei Zacksmovie wurde dazu aufgerufen im September 9 Filme zu sehen, die mit ihren Anfangsbuchstaben das Wort September bilden. Hierbei wird es uns völlig frei gelassen, ob wir unsere 9 Lieblingsfilme nehmen oder 9 völlig neue Filme ansehen. Angespornt werden wir jedoch nicht einfach nur Kritiken zu schreiben, sondern auch zu schreiben, was wir mit dem Film verbinden. Da ich es nicht schaffen werde 9 einzelne Beiträge zu schreiben, spalte ich den September in drei Teile. In Teil 1 behandele ich die esten drei Buchstaben. Hier habe ich mich für drei Filme entschieden, die ich sehr gerne mag.

„S“ wie „Sofies Welt

Meine Geschichte mit dem Film

Die Geschiche in der Geschichte in der Geschichte. Das erste Mal bin ich über diesen Film an der Schule im Kunstunterricht gestoplert. Unser Kunstlehrer bestand damals darauf, dass wir ihn sehen – auch wenn er keine Relevanz zu den behandelten Themen hatte – und weil es ein Schulfilm war, fand ich ihn natürlich doof – wie halt alle Filme, die man in der Schule sehen musste. Erst später als ich an der Uni war, lief mir der Film wieder über den Weg. Durch die Erzählung der Geschichte in drei Erzählebenen und dem letztendlichen Ausbrechen der Charaktere der zweiten in die erste Ebene war das Buch zum Film ein wichtiges Beispiel in meiner Vorlesung über die Erzähltheorie. Das Buch hat zwar inzwischen auch einen Weg in mein Bücherregal gefunden – und liegt offiziell auf meinem SuB – aber der Film konnte mich danach noch gut begeistern.

Der Inhalt

Sofie lebt mit ihrer Mutter in einer kleinen Stadt in Norwegen. Eines Tages bekommt sie Briefe von einem Unbekannten. In diesen stehen philosophische Fragen, wie „Wer bist du“ und „Woher kommt die Welt“. Kurz darauf begegnet sie Alberto Knox, der ihr die Briefe schrieb und sie nun immer wieder in die Vergangenheit entführt und ihr dabei einen kleinen Einblick in die Geschichte der Philosophie gibt. Dabei findet sie heraus, dass ihr Welt nicht real ist, sondern sie nur ein Charakter in einem Buch ist, das ein stationierter UN-Soldat an seine Tochter schreibt.

„E“ wie Eat Pray Love

Meine Geschichte mit dem Film

Eat Pray Love wird wohl auf immer mein Liebeskummerfilm bleiben, auch wenn ich den Film auch so gerne sehe. Aber ich habe ihn das erste Mal gesehen, als ich ganz dollen Liebeskummer hatte. Wie schön, dass die Protagonistin diesen auch hatte und dann überwinden konnte. So hat mir der Film in dieser Zeit immer ein gutes Gefühl gegeben. Auch in der nächsten Liebeskummerphase habe ich den Film immer und immer wieder gesehen. Auch das Buch habe ich in der Zeit verschlungen, doch das hat mich stellenweise nur noch trübsinnger gestimmt und ich habe mich lieber wieder dem Film zugewandt, der doch größtenteil hoffnungsvoll gestimmt war.

Der Inhalt

Elizabeth Gilbert hat eigentlich ein erfülltes Leben. Gut bezahler Job und verheiratet. Doch sie fühlt sich zunehmend in ihrer Ehe unglücklich. Nach der Scheidung verliebt sie sich ganz neu, wird aber auch dort nicht glücklich. Also beschließt sie sich erst einmal selbst zu finden. So reist sie zunächst nach Italien, um den Genuss zu lernen, dann nach Indien, um dort intensiv zu beten, und schließlich nach Bali.

„P“ wie Plötzlich Prinzessin 1&2

Meine Geschichte mit dem Film

Die Reihe gehört mit zu meinen ältesten DVDs – meine Disneyfilme hatte ich früher noch alle auf Videokassette – und vor allem zu den ersten, die ich mir auch selbst von meinem Taschengeld gekauft habe. Auch ist Protagonistin Mia Thermopolis zu Anfang des ersten Film jemand „Unsichtbares“ und wird nach der Eröffnung, dass sie Prinzessin ist, praktisch dazu gezwungen nicht mehr „Unsichtbar“ zu sein und dabei versucht sie trotzdem noch irgendwo sie selbst zu bleiben. Damit war sie für mich zu der Zeit auch ein bisschen ein Vorbild.

Der Inhalt

Im ersten Teil lernen wir Mia Thermopolis kennen. Sie lebt mit ihrer Mutter in San Francisco. An der Schule wird sie von den meisten ihrer Mitschüler nicht wahrgenommen. Doch eines Tages taucht ihre Großmutter auf und eröffnet ihr, dass sie Prinzessin eines kleinen Landes namens Genovien ist. Doch eine Prinzessin zu sein, reicht nicht aus. Mia muss auch lernen sich wie eine Prinzessin zu verhalten.
Im zweiten Teil hat Mia inzwischen Schule und Uni beendet und reist nun endlich nach Genovien. Doch auf einmal wird ihr der Titel streitig gemacht, wenn sie nicht innerhalb von 30 Tagen heiratet.