Mission Impossible: Rogue Nation

Am 06.08.2015 erschien der fünfte Teil der Mission Impossible-Reihe, die lose auf der Serie aus den 60er Jahren basieren, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Nach den letzten Aktionen von Ethan Hunts Team wird das IMF durch den CIA Vorsitzenden Alan Hunley aufgelöst. Gerade hatte jedoch Hunt die Existenz des Syndikats entdeckt, einer Organisation, die das genaue Gegenteil des IMF darstellt, und taucht daher unter. Nun wird er verfolgt vom CIA und jagt selbst das Syndikat.

Ich bin ja ein großer Fan, der ursprünglichen Serie und war daher bei den ersten drei Filmen eher enttäuscht. Erst als das Team im vierten Teil neu besetzt wurde und durch Simon Pegg und Jeremy Renner eine humorvolle Seite bekam, wurden mir die Filme sympathisch.
Rogue Nation übernimmt größtenteils das Team aus dem vierten Teil, tauscht aber die Quotenfrau gegen Luther, eine der beliebtesten Figuren aus den ersten drei Teilen, aus. Dies ist für die Handlung des Films ein sehr geschickter Schachzug und funktioniert sehr gut. Doch trotzdem bietet der Film deutlichen Frauenpower. Denn es wird Ilsa Faust vorgestellt, bei der man bis zum Schluss nicht so genau weiß, auf welcher Seite sie eigentlich steht. Zwar wird sie auch in kurzem Kleid und teilweise aufreizender Poisition dargestellt, dafür ist sie aber auch die erste Frau im Film, die bei einer Flucht ihre High-heels auszieht!
Die Schauspielleistungen sind allesamt gekonnt im Film, vorallem von Antagonist Solomon Lane gespielt von Sean Harris. Auch die Actionszenen wurden sehr schön inzeniert und da lohnt der Gang ins Kino, um es auf großer Leinwand bewundern zu können. Die Stunts übertreffen natürlich wieder einmal den vorherigen Film, wobei man langsam echt an der Glaubwürdigkeit zweifelt (und ich lass Filmen da immer viel durchgehen).
Die Handlung überzeugt auf jeden Fall durchgehend, auch wenn sich das Ende eine Spur zu lange hinzieht. Hier hat mir eine Prise Schnelligkeit gefehlt, da das Ende diesmal ohne eine Verfolgungsjagd auskommt. Auch diesmal ist wieder eine gute Portion Humor im Film, kann jedoch nicht mit dem Vorgänger mithalten, da diesmal die Dialoge etwas enthumorisiert wurde.

Alles in allem macht der Film Laune und lohnt den Gang ins Kino, sofern man etwas mit der Reihe bzw. mit dem vierten Teil anfangen kann. Dafür erhält der Film 7 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Juli 2015

Hallo ihr Lieben,
es ist passiert, der Juli ist zu Ende gegangen und ich hab es nicht einmal gemerkt! Also hier nun schnell meine Liste der Filme, die ich leider nicht geschafft habe zu sehen.

1) Big Business – Außer Spesen nichts gewesen: Der Trailer sieht sehr spannend aus! „Ich hatte nur zwei Angestellte. Einer war zu alt, der andere zu jung“. Ich hoffe, dass der Humor nicht allzu abgedreht ist, sondern auf einem gesunden Level bleibt.

2) Escorbar – Paradise Lost: Die Geschichte des Mafiosi Pablo Escorbar bzw. eines Jungen, der sich in die Tochter Escobars verliebt und daher davor steht in dessen Machenschaften gezogen zu werden. Trailer und Handlung sehen sehr interessant aus und ich habe mehrere positive Kritiken gelesen, daher interessiert mich der Film durchaus noch.

3) Heil: Kritiken sind zwar bisher eher negativ, aber der Trailer sieht für mich doch sehr interessant aus, da er mit vielen Klitschees aufräumt. Daher möchte ich ihn mir doch ansehen.

4) Margos Spuren: Ich mochte das Schicksal ist ein mieser Verräter und war daher doch interessiert in den neuen Film auf der Buchvorlage von John Green. Leider war mir dann die Hauptdarstellerin doch unsympathisch und der Trailer sah auch nicht so spannend aus. Aber trotzdem werde ich mir den Film noch ansehen.

Nervige Kinobesucher

Hallo ihr Lieben,
da will man sich nach einem langen Arbeitstag im Kino bei einem schönen Film entspannen und dann sind sie da… einfach überall… Menschen! An sich ja weder etwas ungewöhnliches, noch etwas schlimmes. Außer wenn ganz bestimmte Arten von Menschen mit einem im Kino sind, oder ganz schlimm… neben einem sitzen!
Ich denke ihr kennt sie alle!

1) Der Zuspätkommer
Endlich hat man die Werbung, den Eismann und die Trailer überstanden und genießt die ersten Sekunden des Films, da kommen sie angestürmt!
„‚Tschuldigung, ‚tschuldigung, darf ich ‚mal, ‚tschuldigung“ -.-
Da drängeln sie sich in einer Lautstärke noch an dir vorbei, die den Ton des Films übertönt. Gleichzeitig stellen sie sich dabei so ungeschickt an und stolpern über so ziemlich jede Tasche, warten aber auch nicht, bis man sie angehoben hat. Anstatt einfach Pünktlich zu kommen! (Oder zumindest während der halben Stunde Werbung…)

2) Der Treter
Ich weiß nicht, was ich verbrochen habe, aber ich habe immer die Treter hinter mir sitzen. Das ganze Kino schafft es die Füße still zu halten, außer die Person hinter mir. Vielleicht erwische ich auch immer den Sitz, auf deren Lehne „Bitte hier gegen Treten“ steht. Auf jeden Fall verlasse ich das Kino viel zu oft mit Rückenschmerzen.

3) Das Päärchen
„Oh Schatz ich liebe dich so“ „Nein ich liebe dich viel mehr“ „Ich liebe dich mehr als mein Leben“ *schmatz schmatz schmatz*
Kennt ihr diese Pärchen, die sich während eines Films durchgängig aufessen? Anstatt sich zusammen den Film anzusehen, knutschen sie in einer Tour und meistens nicht gerade leise. Ich  bin ja auch ein Fan von Kuschelsitzen, ich geh auch mit meinem Freund ins Kino… aber ich gucke mir auch immer den Film an!

4) Die Kichererbse
„Hihi hast du das gesehen hihi war witzig oder? hi hi hi hi hi hi“ Und das in der emotionalsten Szene des ganzen Films! Ich verstehe ja, dass man gerne einmal lacht, wenn man etwas lustig findet. Ich bin auch jemand, der einen Film eher mit Humor nimmt, als zu ernst. Aber wie schaffen es manche Menschen 120 Minuten am Stück zu kichern? Ich meine allein das verdient zwar Respekt, stört aber irgendwann doch. Vor allem wenn die Tonhöhe sehr hoch ist oder man sich gerade sehr emotional auf eine Szene einstellt.

5) Der dumme Fragensteller
„Wieso tut sie das?“ „Wo kommt er jetzt her?“ „Was ist jetzt die Verbindung zwischen den beiden?“ Herrgott nochmal, wenn man ins Kino geht, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass JEDER den Film zum ersten Mal sieht. Solche Menschen würd ich ja am liebsten mit dem Popcorn meines Sitznachbarn bewerfen! Manchmal versteh ich ja etwas auch nicht. Aber entweder frage ich wirklich leise und auch nur einmal oder ich warte bis zum Ende des Films.

6) Der Handy Checker
Ein Film geht im Durchschnitt 90-120 Minuten. Ist es so schwer in dieser Zeit das Handy in der Tasche zu lassen? Nein stattdessen wird munter drauf losgetippt, teilweise noch mit Tastenton und voller Bildschirmhelligkeit. Und dann verstehen sie nicht, dass man genervt ist, wenn es ständig von der Seite blendet.

7) Der Meckerer
„Oh könnt ihr jetzt nicht mal aufhören zu lachen?“ Nö, denn die Szene war sehr komisch! Der Meckerer ist jemand, der jeden im Kino nicht leiden kann und dem das auch ins Gesicht sagt. Leider immer unfreundlich und so gut wie immer unangemessen. Wenn ich eine Szene lustig finde, dann möchte ich gerne auch darüber lachen dürfen.

Wie sehr ihr das? Und was stört euch im Kino am meisten? Habe ich eine Kategorie vergessen?

Unknown User

Am 16.07.2015 erschien ein etwas andersartiger Horrorthriller in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Vor genau einem Jahr brachte sich Laura Barns um, nachdem ein peinliches Video von ihr auf Youtube gestellt wurde und sie starkem Cybermobbing ausgesetzt war. Heute an ihrem Todestag skypen fünf Freunde, die alle Laura kannten. Doch irgendetwas ist seltsam. Ein 6. unbekannter User ist mit dabei und lässt sich nicht wegklicken. Es ist Laura Barns Account, die von nun an die fünf Freunde terrorisiert.

Wirklich neuartig ist die Story nicht, aber dafür die Inszenierung. Gedreht wurde der Film an einem Stück und zeigt die ganze Zeit nur den Bildschirm des Hauptcharakters. Die einzelnen Charaktere sieht man durch die Skype-Videochats und alle anderen Informationen erhält man, wenn Blaire (auf deren Bildschirm der Zuschauer sieht) etwas recherchiert. Dabei ist es sehr löblich, dass der komplette Bildschirm ins Deutsche übersetzt wurde und nicht nur alles mit einem Untertitel versehen wurde. Andererseits muss sich der Zuschauer auch seine Informationen selbst zusammen suchen. Wer nicht schnell genug liest, verliert teilweise Informationen. Zwar werden alle Chatfenster immer lange genug gezeigt, aber gerade, wenn Blaire etwas recherchiert, schafft man es eher nicht alle relevanten Informationen zu erlesen.
Der Film wurde dem Horrorgenre zugeordnet, ist hier aber ziemlich fehl am Platz. Denn gruselig ist der Film eher weniger. Klar zählt das „Abschlachten“ von Leuten auch mit in das Horrorgenre, aber trotzdem erzeugt der Film eher die durchgängige Spannung eines Thrillers. Wer sich also gruseln muss, um einen Film zu mögen, ist hier falsch. Trotz allem ist der Film nicht gleich schlecht.
Die Schauspielleistungen sind teilweise etwas Laienhaft, gerade wenn der Fokus nicht auf der Kamera liegt. Allerdings ist das Spielfeld auch relativ kein, wenn man nur vor einer kleinen Laptopkamera sitzt. Dafür war die Freundesgruppe sehr heterogen. Zicke, Computernerd, Schönling, Macho, etc. Und alle hatten irgendwie mit dem Tod Laura Barns zu tun. Während bei der Hälfte deutlich gezeigt wird, warum Laura deren Tod will, weiß ich es bei den anderen noch immer nicht (Wer die Lösung hat, darf mich gerne aufklären).
Was mich aber den ganzen Film über stört ist die durchgehend schlechte Internetverbindung. Die Videochats sind verruckelt, Videos und Bilder brauchen ewig zum laden, die den Film Längen verschafft, die zu vermeiden wären. Klar kann man jetzt mit dem Argument kommen „das wirkt halt authentischer“. Aber das Argument kommt nur von jemandem, der ebenfalls eine schlechte Internetverbindung hat (oder einen leistungsschwachen PC).

Alles in allem ist der Film kein Meisterwerk aber schön neuartig und daher für Thrillerfans zu empfehlen. Von mir bekommt er dafür 5 von 10 möglichen Punkten.

Duff – hast du keine, bist du eine

Ebenfalls am 09.07.2015 erschien die Teenagerkomödie, die das Schubladendenken reformiert, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Bianca stand unbewusst schon immer im Schatten ihrer gutaussehenden Freundinnen Jess und Casey. Doch erst die gutaussehende Sportkanone Wesley macht sie darauf aufmerksam, was alle anderen wirklich in ihr sehen. Eine DUFF – eine designated, ugly, fat friend. Bianca will das jedoch nicht auf sich sitzen lassen und bietet Wesley einem Deal an. Sie hilft ihm in Chemie zu bestehen, wenn er ihr hilft bei ihrem Schwarm zu landen.

Ja die Story des hässlichen Entleins hat man schon zuhauf gesehen. Und auch dieser Film bietet von der Handlung her wenig neues und ist vom Anfang bis zum Ende vorhersehbar. Aber während viele dieser Filme nur langweilig und Klitschee beladen sind, bringt DUFF einen frischen Wind in das Genre. Denn dieser Film vermittelt nicht die Nachricht, dass man sich mit neuen Klamotten und etwas Schminke sofort in einen wunderschönen Schwan verwandelt. Sie vermittelt eher, dass man sich vielleicht neu finden muss, aber trotzdem immer sich selbst bleiben sollte.
Vor allem basiert Duff nicht nur auf Teenagerrumgeheule und Zickenkrieg (auch wenn die Elemente trotzdem verwendet werden), sondern beschäftigt sich auch mit dem Teenagerwahn der Selbstdarstellung in den sozialen Netzwerken und befasst sich mit dem Thema des Cybermobbings. Doch trotzdem erzählt der Film alles auf eine sehr humorvolle Art, die den Film sich einfach sehen lässt und nicht anstengend wird.
Die Schauspielleistungen sind ebenfalls zwar gut, heben sich aber trotzdem nicht ab. Lediglich Ken Jeong als Lehrer hebt sich durch seine quirlige Art etwas ab.

Alles in allem macht DUFF Spaß zu gucken und vermittelt unterschwellig auch noch die richtige Botschaft und ist daher nicht nur ein Film für Genrefans. Alles in allem erhält er von mir 06 von 10 möglichen Punkten.

Mama gegen Papa

Am 09.07.2015 erschien eine neue französische Komödie unter dem Motto „Wer hier verliert, gewinnt“ in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Florence und Vincent Leroy führen eine vorbildliche und glückliche Ehe mit ihrem drei Kindern. Nur lieben sie sich nicht mehr. Also beschließen sie ganz einvernehmlich sich scheiden zu lassen. Sie sind sich in allem einig und wollen sich das Sorgerecht teilen. Doch dann bekommen beide beruflich das Angebot ihres Lebens. Beide nehmen an und hoffen, dass der jeweils andere das Sorgerecht übernimmt. Doch da keiner Nachgeben will, fangen beide an die Kinder immer mehr zu manipulieren, dass sie das andere Elternteil bei einer Abstimmung vorziehen würden.

 Mama gegen Papa balanciert durchgängig auf einer Linie zwischen Humor, schwarzem Humor und holt das Jugendamt. Während der Film sehr humorvoll anfängt, steigert er sich immer mehr ins absolut übertriebene. Ja, die Kinder sind nicht einfach, da sich auch einige in der Pubertät befinden. Während die meisten Aktionen einen vor Lachen fast auf dem Boden liegen lassen, gehen ein paar jedoch eindeutig zu weit und einem bleibt das Lachen im Halse stecken.
Wenn man diese Tatsache jedoch außer Acht setzt, schafft der Film es nach einer etwas zu lang geratenen Aufwärmphase, die Spannung durchgängig zu halten. Kaum glaubt man, dass die Tat des einen nicht mehr übertroffen werden kann, schafft es der andere trotzdem. Nur das Ende mag so gar nicht gelingen. Auf dem absoluten Höhepunkt des Chaos schien dem Drehbuchautor die Puste auszugehen, weswegen ein liebloses und vorallem liebeloses Ende hingeklatscht wurde.

Alles in allem schafft der Film durchaus das Publikum gut zu unterhalten, wenn man über ein paar Schwachstellen hinwegsieht. Daher gibt es 6 von 10 möglichen Punkten.

Ant-Man

Am 23.07.2015 erscheint der neue Film aus dem Hause Marvel. Ich habe ihn in einer Vorpremiere bereits gesehen.

Kurz zur Story: Vor vielen Jahren entwickelte der Forscher Hank Pym ein Serum, um Gegenstände verkleinern zu können. Mithilfe eines Anzuges kann er sich selbst schrumpfen und wurde zu Ant-Man. Doch Howard Stark versuchte das Serum zu kopieren und für seine Zwecke zu nutzen. Aus Angst versteckt er sowohl das Serum als auch den Anzug. Doch Jahre später entwickelt Darren Cross, Geschäftsführer in Pyms Firma, ein ähnliches Serum. Um eine Katastrophe zu verhindern, rekrutiert Pym den jungen Scott Lang, um den Ant-Man wieder aufleben zu lassen.

Als ich den ersten Trailer gesehen habe, war ich sehr skeptisch gegenüber den Film, denn er wollte nicht in das mir bekannte Marvel-Universum passen. Ich kenne Hank Pym als Ant-Man und vorallem auch zusammen mit Wasp als Gründungsmitglied der Avengers. Daher war es für mich sehr ungewöhnlich, dass Hank Pym im Film Alt ist und auf einmal Scott Lang der Ant-Man sein soll. Aber ich habe das recherchiert! Hank Pym ist in den Comics Gründungsmitglied überlässt seine Identität aber in The Avengers #181 Scott Lang. Also hält sich der Film doch an Comicvorlagen, was zuvor meine Zweifel ausgelöst hatten.
Auch ansonsten passt sich der Film sehr gut in das bereits bestehende Marvel Cinematic Universe ein. Es knüpft an den letzten Avengersteil an und bietet immer wieder bekannte Gesichter durch Gastauftritte und bietet in den allseits bekannten After Credit Scenes auch wieder die Überleitung zum nächsten Film aus dem Hause Marvel. Etwas zu kurz kommt hier jedoch Hydra, da sie zwar erwähnt wird, aber im Gegensatz zu anderen Marvel-Filmen kaum Macht und Einfluss hat und sehr schnell vom Helden verscheucht wird.
Die Handlung an sich ist spannend gestaltet, auch wenn sie wenig überraschendes birgt. Das erste Drittel des Filmes erinnert dann auch eher an MacGyver.
Mehrfach ging mir während des Films der Satz „MacGyver trifft auf Lex Luthor“ durch den Kopf. Denn während der Held Scott Lang teilweise als MacGyver mit seinen genialen Einfällen dargestellt wird, scheint der Bösewicht Darren Cross aus dem DC Universum entnommen worden zu sein. Sowohl mit seiner Glatze, als auch mit seinem Vaterkomplex und seinem Wahn erinnert er doch sehr an Supermans Erzfeind. Trotz allem hat der Film seinen ganz eigenen Charme und punktet mit seinem typischen Marvel-Humor. Das Ende ist leider für meinen Geschmack etwas zu abgespaced, bewegt sich aber im Bereich des Erträglichem.
Und eins muss man dem Film lassen. Mir waren Ameisen noch nie so sympathisch! Der Film schafft es ihren Nutzen und ihre Fähigkeiten darzustellen und lässt dem Zuschauer gleichzeitig noch eine gewisse Beziehung zu ihnen aufbauen. Das schafft auch nicht jeder!

Alles in allem ist der Film wieder eine Bereicherung für das Marvel Cinematic Universe. Wer jedoch mit Marvel nichts anfangen kann, sollte auch diesen Film eher meiden. Ich gebe ihm solide 07 von 10 möglichen Punkten.

Für immer Adaline

Am 09.07.2015 erschien das amerikanische Drama mit Blake Lively in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Im Jahr 1933 hat Adaline Bowman einen Autounfall, den sie durch eine Verkettung glücklicher Umstände überlebt. Darüber hinaus altert sie aber ab diesem Tag auch nicht mehr. Ein paar Jahre ist alles gut, bis das FBI sich an ihre Fersen heftet, denn ewige Jugend wäre ein gutes Machtmittel. Also beschließt Adaline alle 10 Jahre Identität und Wohnort zu wechseln. Bis sie im Jahr 2014 den sympathischen Ellis kennenlernt.

Der ganze Film ist sehr märchenhaft erzählt. Verstärkt wird dieser Eindruck durch eine Erzählstimme. Diese wurde in anderen Kritiken leider immer sehr negativ dargestellt. Ihr wird vorgeworfen den Zuschauer zu „bemuttern“. Ich stattdessen finde, dass die Erzählstimme den märchenhaften Charakter des Filmes unterstützt. Gleichzeitig versucht er eine einigermaßen akzeptable Erklärung für den Zuschauer abzuliefern, wieso Adaline nicht mehr altert. Das heißt es kombiniert den märchenhaften Charakter des Filmes, nimmt sein Publikum aber gleichzeitig auch ernst.
Die Handlung an sich weißt hin und wieder Schwachstellen auf, also genauer hinterfragen sollte man den Film nicht. Aber wenn man den Film einfach nur sieht, ist es ein sehr romantisches Drama. Der Film teilt sich im Prinzip in zwei Teile. Der erste Teil erzählt, wie Adaline nicht mehr altert, ihr Leben nun ist und wie sie auf den sympathischen Ellis trifft. Der zweite Teil ist wesentlich dramatischer, aber alles in allem kommt jeder Romanikfan bei diesem Film auf seine Kosten.
Blake Lively verkörpert die Rolle der Adaline. Hierbei schafft sie es ihre Jugend zu verkörpern, aber auch gleichzeitig die Reife durch ihr wirkliches Alter und sich immer eine gewisse geheimnissvolle Aura zu bewahren. Auch der restliche Cast ist sehr passend gewählt und trägt zur märchenhafte Erzählweise bei. Allen voran natürlich Harrison Ford, der den Vater des Ellis verkörpert und auch ohne Peitsche und Laserkanone eine gelungene Leitung abliefert.
Das Ende (ohne spoilern zu wollen) gefiel mir persönlich überhaupt nicht, aber passt trotzdem zum Konzept des Filmes.

Alles in allem ist der Film genau das richtige für Träumer und Romantikfans. Alle anderen dürften wenig Gefallen an dem Film finden. Von mir erhält er 06 von 10 möglichen Punkten.

Insidious Chapter 3

Ebenfalls am 02.07.2015 erschien die Vorgeschichte zu der Insidious-Reihe in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Quinn Brenner lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder zusammen in einem Mehrfamilienhaus. Ihre Mutter ist vor kurzem gestorben. In ihrer Trauer sucht sie Elise Rainier auf, ein Medium. Doch bei dem Versuch Kontakt zu Quinns Mutter aufzunehmen, wird Elise von ihrer eigenen Dämonin heimgesucht und muss den Versuch abbrechen. Doch dabei hat sich ein anderes Wesen in unsere Welt geschlichen und sich nun an Quinns Fersen geheftet.

Ich habe die ersten Insidious Teile nicht gesehen, kann also keine Verbindung dazu herstellen. Die Handlung an sich ist schlüssig und hat durchaus Gruselpotenzial. Die Charaktere sind gut gestrickt und sehr verschieden, was ein gutes und harmonisches Zusammenspiel ermöglicht. Auch die Maske verdient ein großes Lob für die Geisterkostüme, die mit einer großen Sorgfalt ausgesucht und durchdacht wurden.
Leider benutzt der Film keine großen „Gruseleffekte“, sondern bedient sich der in letzter Zeit häufigen Methode, der „Schockmomente“. Dass heißt, dass zu einem bestimmten Moment irgendetwas oder jemand aus dem Nichts erscheint und das mit einem plötzlichen Anstieg der Musik. Natürlich erschrickt man und natürlich zuckt man dabei zusammen. Aber nachhaltig Gruseln tut man sich dabei eher weniger. Das ist sehr schade, denn der Film hatte ein deutlich größeres Potenzial und hat auch zunächst mit dem Spiel mit natürlichen Urängsten angefangen, wie zum Beispiel dem Klopfen aus einer leeren Wohnung.
Stefanie Scott als Quinn Brenner überzeugt leider sehr wenig in ihrer Rolle. Ihre Gesichtsausdrücke sind sehr gleich und selbst, wenn sie Todesangst haben sollte, wirkt sie relativ gelangweilt. Die eigentliche Stimmung hebt eher Lin Shaye als das Medium Elise Rainier, die permanent eine gute Rolle abliefert, mit der man mitfühlt und mitfiebert.
Die Stimmung des Films hebt sich zwischenzeitlich beachtlich, durch teilweise gewollte, teilweise aber auch ungewollte Komik. Die beiden Geisterjäger, die gerufen werden, gehören eindeutig zu ersterer Kategorie und geben dem Film eine gewisse Leichtheit. Hinzu kommt noch die ungewollte Komik, die herlich mit Kommentaren aus der Reihe hinter mir gefüttert wurde („Na zum Glück habe ich eine Falltür in mein Haus gebaut“ – um nur einen zu nennen).

Alles in allem baut der Film leider zu oft auf Schockmomente, was die Stimmung etwas kaputt macht, denn das Potenzial zum guten Gruseln war da. Dafür gibt es von mir 04 von 10 möglichen Punkten.

Die Minions

Am 02.07.2015 erschien die Vorgeschichte zu den „ich einfach unverbesserlich“ Filmen bei denen diesmal die Gehilfen des bösen Gru in Augenschein genommen werden, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Die Minions waren schon immer auf der Suche nach dem bösesten und fiesesten Schurken, um ihnen zu dienen. Doch im Laufe der Geschichte hatten sie einfach kein Glück einen Schurken zu behalten. Dadurch wurden sie sehr antriebslos. Bis sich Kevin, Stuart und Bob auf den Weg machten, endlich einen neuen Schurken zu finden. Ihr Weg führt sie über New York zur Villain-Convention. Dort treffen sie auf Scarlett Overkill.

Vorab gab es ja viele Spekulationen, ob die Minions, die in „Ich einfach unverbesserlich“ nur als lustige Nebencharaktere fungierten, auch das Potenzial haben einen ganzen Film zu tragen. Der Hype um die Minions ist groß, daher war es naheliegend, dass ein Film kommen würde. Und sie schaffen es tatsächlich den 91 Minütigen Film zu tragen. Sie bleiben ihren Rollen aus den ersten Filmen treu, sind weiterhin etwas tollpatschig, aber unglaublich liebenswürdig und sehr witzig. Dadurch, dass drei Minions im Vordergrund stehen, konnten auch die Charaktere vertieft werden, was mit allen Minions etwas schwer geworden wäre. Auch alle anderen Charaktere wurden gut gezeichnet und bilden eine gesunde Mischung.

Allerdings haben es die Macher der Trailer wieder einmal geschafft, praktisch den ganzen Film vorweg zu nehmen. Wenn man vorab alle Trailer gesehen hat, kennt man die meisten Szenen und auch die ganze Story. Der Film bietet dann nur noch wenig neuen Witz und auch wenig unvorhergesehenes. Das finde ich sehr schade, weil der erste Trailer richtig Lust auf den Film gemacht hat, aber von der eigentlichen Story wenig verraten hatte. Dies änderte sich aber mit dem zweiten Trailer, der dann in der Kombination mit dem ersten praktisch alles vorweg nahm. Das ist echt ärgerlich und sollte meiner Meinung nach vermieden werden.

Vorab hatte ich auch meine Zweifel bezüglich der Sprache der Minions, da dies ein Gemisch aus den verschiedensten Sprachen ist. Teilweise hat man dann doch etwas verstanden, da auch Deutsch und Englisch dazuzählen. Aber auch ansonsten konnte man durch Gestik, Mimik und Handlung immer verstehen, was einem die Minions sagen wollten und es blieb nichts unklar.
Ein riesen Lob gebührt Heitor Pereira für die musikalische Auswahl. Jedes Musikstück ist sehr gut gewählt und hat sehr viel zur guten Laune des Films beigetragen. Teilweise waren sie etwas ironisch, was sie nur noch passender und lustiger gemacht haben. Auch haben sie die Zeit, in der der Film spielt gut aufgegriffen und ‚rüber gebracht.
Die Handlung an sich ist gut durchdacht und bietet allerlei Witz und Charme. Nur gegen dem Ende bleibt der Film leider nicht seinem Stil treu, sondern überdreht in einer „Endschlacht“. Das hat leider sehr viel Witz wieder genommen und wollte einfach nicht so richtig ‚rein passen. Das eigentliche Ende aber hat dies wieder gut überspielt und gibt auch die perfekte Überleitung zu „Ich einfach unverbesserlich“.

Alles in allem unterhält der Film sehr gut und jeder, der die Minions mag, sollte sich diesen Film ansehen. Daher erhält er von mir 07 von 10 möglichen Punkten.