Ex_Machina

Ebenfalls am 23.04.2015 erschien das Regiedebut von Alex Garland in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der Programmierer Caleb gewinnt in einer internen Firmenverlosung ein Wochenende mit dem Konzernchef Nathan in dessen abgelegener High-Tech-Villa. Dort wird er auch sogleich in Nathans neustes Projekt einbezogen. Nathan hat eine neue KI namens Ava entwickelt und Caleb soll untersuchen, ob sie wie ein richtiger Mensch interagiert. Ein mehrfaches Intrigenspiel beginnt.

Die Handlung ist von Anfang an spannend inzeniert und durch die Intrigenspiele ist das Ende absolut unvorhersehbar. Ich war sehr überrascht, weil ich mit vielem gerechnet habe, aber nicht mit diesem Ende. Das sich die Spannung so gut aufbaut und auch hält ist besonders faszinierend, da es sich im größeren Sinne um ein Kammerspiel handelt. Abgesehen von der Anfangsszene spielt sich der ganze Film in und in näherer Umgebung von Nathans Villa ab.
Auch tragen die Schauspieler einen wesentlichen Teil bei. Gerade Alicia Vikander überzeugt als KI Ava. Sie spielt als ein Mensch einen Roboter, der als Mensch ‚rüberkommen soll. Doch diese Herausforderung meistert sie hervorragend. Auch Domhnall Gleeson (Caleb) und Oscar Isaac (Nathan) tauchen komplett in ihre Rollen ein. Der Film ist sehr dialoglastig. Auch handeln viele Dialoge von der wissenschaftlichen Seite der KIs. Für den Laien wird zwar viel erklärt, aber erst durch die gute Interaktion zwischen den Schauspielern bleibt der Film spannend.
Das Thema künstliche Intelligenz wurde bereits in vielen Filmen behandelt. Doch dieser Film beleuchtet noch einmal eine neue Seite und wirkt daher nicht wie ein Abklatsch des bereits gesehenem.

Alles in allem ist der Film für all jene ein Muss, die sich gerne mit dem Thema künstliche Intelligenz befassen, für alle andere trotzdem eine Filmempfehlung. Ex_Machina bekommt von mir 8 von 10 möglichen Punkten.

Die Serienblogparade by Frau Margarete – Volume 3

Alle guten Dinge sind sieben äh ich meine natürlich drei 🙂
Und weil ich grad so im Schreibfluss bin, folgt hier nun der dritte Teil der Serienblogparade. Damit bin ich auch auf dem aktuellen Stand, denn das vierte Thema ist vorgestern veröffentlicht worden und damit habe ich noch etwas Zeit für diesen Beitrag 😉

Serienblogparade-1024x374

Thema #3: Dauerbrenner: Welche Serie könntest du immer wieder sehen?

Hier gibt es bei mir natürlich eine klare Liste, der Serien, die ich immer und immer und immer wieder ansehe. Aber zu jedem Thema hat Frau Margarete auch Fragen deponiert, die ich zunächst gerne beantworten möchte.

Die erste Frage/These lautet: Ist eine Serie, die man immer wieder schauen kann, eine Lieblingsserie? Oder umgekehrt: Muss eine Lieblingsserie dieses Kriterium erfüllen?
Ja und Nein. Eine Lieblingsserie muss natürlich dieses Kriterium erfüllen. Aber nicht jede Serie, die dieses Kriterium erfüllt ist gleich meine Lieblingsserie. Wenn mich eine Serie nicht so sehr in den Bann ziehen kann, dass ich sie immer wieder sehen möchte, dann hat sie kein Potenzial in meine Lieblingsserienliste aufzutauchen. Dann taucht sie in meiner Liste „Gute Serien“ auf, aber nicht bei den Lieblingsserien. Andererseits gibt es Serien, die ich wegen ihrer Leichtheit immer wieder ansehen kann, aber dadurch gehören sie noch lange nicht zu meinen Lieblingsserien.

Die zweite Frage lautet: Was braucht eine Serie, dass du sie immer wieder ansehen kannst/willst?
Natürlich eine interessante und spannende Handlung, aber auch interessante Charaktere. Ein eindeutiges Muss ist auch eine gewisse Portion Humor. Wenn ich nicht in jeder Folge zumindest einmal Grinsen musste, wird es bei einer Serie schon schwieriger.

Frage drei lautet: Welche Serie hast du bisher am häufigsten gesehen?
Ich glaube hier kommen wir in Richtung meiner Auflistung. Eindeutig am häufigsten gesehen habe ich – wie im letzten Beitrag bereits erwähnt – Buffy und Angel, dicht gefolgt von Scrubs und Gilmore Girls. Desweiteren hoch im Kurs stehen Mutant X, PainKiller-Jane, Leverage und The Big Bang Theory. Die Häufigkeitt sagt hier natürlich nichts über das eigentliche Ranking im Beliebtheitsgrad aus, einfach weil ich einige Serien erst neu entdeckt habe, sie daher noch nicht so oft angesehen habe, sie aber definitiv hoch in meiner Beliebtheit stehen.

So ihr Lieben, dass war es jetzt aber für heute von mir 🙂 Die nächsten Tage werden wahrscheinlich auch wieder schreibintensiv 😉

Die Serienblogparade by FrauMargarete – Volume 2

Und weil es so schön war – auch auch weil ich gerne aufholen möchte, um zum aktuellen Thema zu kommen – hier gleich Volume 2:

Serienblogparade-1024x374

Thema #2: Erste Schritte: Mit welcher Serie hat alles angefangen?

Da vorab Zeichentrick- und Animeserien ausgeschlossen wurden, überspringen wir einen großen Teil meiner Lebensgeschichte und landen im Jahr 2008. Mit 15 Jahren entdeckte ich die Serienwelt. Zwar hatte ich auch vorher schon Serien gesehen, aber meistens eher durch meine Eltern – dazu gehörten Klassiker, wie the A-Team und Mission: Impossible, die noch immer in meine Top-Liste zählen, aber auch die ewig gleichen Crimeserien, die im Fernsehen liefen, wie CSI NY/Miami. Aber durch meinen Beitritt in die Musical-AG meiner Schule, in der wir „Once more with feelings“ das Musical aus der Serie Buffy – im Bann der Dämonen aufführten, wurde mein eigenes Interesse an Serien geweckt. Und genau mit der Serie fing alles an. Ich kaufte mir eine Staffel nach der nächsten und auch der Spinn-Off Angel – Jäger der Finsternis folgte zugleich. Am Anfang habe ich tatsächlich Strichliste geführt, wie oft ich die Folgen gesehen habe (meine Lieblingsfolgen haben es auf über 20x in einem Jahr geschafft), hab es aber irgendwann aufgegeben. Ich habe jede Folge wiederholt auch im Original gesehen und auch jede Folge mit Audiokommentar.

Nach Buffy und Angel folgten erst einmal lange Zeit nur wieder die gleichen Serien aus dem Fernsehen. Erst 2009/2010 wurde dann mein entgültiges Interesse an Serien geweckt. Ich „verguckte“ mich in mehrere Serien gleichzeitig (Mutant X, Smallville und PainKiller-Jane) und wartete jede Woche/Tag auf die neue Folgen. Und so entwickelte es sich nach und nach.

Die Serienblogparade by FrauMargarete – Volume 1

Hallo ihr Lieben 🙂

krankheitsbedingt bin ich leider ans Bett gebunden und kann daher heute Abend auch nicht in die Sneak 😦
Dafür bin ich aber über einen interessanten Blog gestolpert und zwar von Frau Margarete. Und dabei bin ich auch auf ihre aktuelle Serienblogparade gestoßen. Daran möchte ich gerne teilnehmen – hänge zwar inzwischen drei Themen hinterher, aber ich habe ja jetzt Zeit diese schnell nachzuholen. Keine Angst, meine Filmkritiken vernachlässige ich auch nicht, weswegen es wohl in den nächsten Tagen ein erhöhtes Posting geben wird (hoffe ich zumindest).

Serienblogparade-1024x374

Thema #1: Wie, wann und wo schaust du Serien am liebsten?

Serien schaue ich – im Gegensatz zu Filmen – häufig allein. Das liegt aber eher daran, dass viele meiner Serien unbekannter sind oder meine Freunde sie einfach nicht sehen bzw. in einer anderen Staffel/Folge sind. Serien, die (fast) jeder schon unzähllige Male gesehen hat, fallen daher auf, dass ich sie gerne mit Freunden gucke, weil man einfach eine beliebige Folge einschalten kann und alle wissen, worum es geht. Dazu gehören Serien, wie The Big Bang Theory und 2 Broke Girls, aber auch die Gilmore Girls. Mit meinem Freund zusammen habe ich immer wieder eine Serie, die wir gemeinsam gucken. Dadurch, dass wir eine Fernbeziehung haben, dauert esb aber auch immer eine Weile. Aktuell hab ich ihn zu Doctor Who bekehrt und er mich in die Welt von Game of Thrones geführt. Zwar lasse ich mir gerne Serien von Freunden empfehlen, gucke diese dann aber für mich.

Ich bin eindeutig ein „Binge-Watching“-Anhänger, dass heißt, dass ich Serien am Stück sehe, also mehrere Folgen pro Tag. Wenn ich mich in eine Serie „verguckt“ habe, dann seh ich diese Serie in jeder freien Minute. Mein Rekord liegt derzeit bei 4 Staffeln Doctor Who in 1,5 Wochen (trotz Vollzeitjob, genügend Schlaf und sozialem Kontakt). Andererseits gibt es auch Serien, die ich über einen längeren Zeitraum sehe. Meist fängt es mit Binge-Watching an, aber je mehr Staffeln es gibt, umso mehr wird es zum Gelegenheitsgucken. So geht es mir beispielsweise gerade mit „Eine schrecklich nette Familie“. Nachdem mein Freund und ich uns alle 11 Staffeln angeschafft hatten, habe ich die ersten 6 Staffeln am Stück gesehen. Aber seitdem plätschert die Serie so dahin. Manchmal fange ich auch eine Serie an, guck sie aber irgendwann nicht mehr weiter – aus Zeitgründen oder einfach weil ich immer viele Serien gleichzeitig gucke – nur um nach einer Zeit wieder von vorne anzufangen.

Bei der Frage Online-Portal vs. Im Regal stehen haben, geht es bei mir Unentschieden aus. Meine absoluten Lieblingsserien möchte ich im Regal stehen haben (auch wenn es aus finanziellen Gründen noch in der Umsetzungphase ist). Da ich aber immer mehr Serien sehe, als ich mir je leisten könnte, bzw. auch teilweise erst in eine Serie ‚reinschnuppern möchte, ehe ich mich zu einem Kauf entscheide, nutze ich auch Online-Portale, wie Maxdome und Netflix.

Auch das Duell Original vs. Synchronisiert geht bei mir unentschieden aus. An sich gucke ich Serien synchronisiert also auf Deutsch. Hat den einfach Grund, dass es meine Muttersprache ist. Versteh ich immer, muss ich nicht immer bei Nachdenken, da funktioniert auch mein Multitasking-Talent (beispielsweise wenn ich nebenbei schreibe oder koche/backe oder ähnliches). Aber es gibt auch Serien, bei denen kann ich mich einfach nicht oder nicht mehr an die deutschen Synchronstimmen gewöhnen. Das kann zum einen daran liegen, dass ich eine Serie unbedingt sehen wollte und sie daher schon bei US-Release gesehen habe. Beispiele dazu sind Arrow, Almost Human und Agents of S.H.I.E.L.D. Habe ich mich erst einmal an Stimmen gewöhnt, fällt es mir schwer mich wieder umzugewöhnen. Zum anderen kann es aber auch sein, dass ich eine Serie einmal im Original gesehen habe und die Originalstimmen dann viel passender finde. Ein Beispiel ist Gilmore Girls. Ich hatte die Serie schon mehrfach auf Deutsch gesehen und sie in Vorbereitung auf eine Englischprüfung mir im Original angehört (gute Übung, um Hörverstehen zu trainieren!). Seitdem sind mir die Originalstimmen viel sympathischer und ich kann die Serie nicht mehr in synchronisierter Form sehen.

Zum Abschluss wurde noch nach dem liebsten Platz gefragt, um Serien zu schauen. Das ist für mich eindeutig die schwerste Frage. Ich gucke Serien fast überall innerhalb meiner Wohnung und der von meinem Freund. Ob auf der Couch, im Bett, in der Badewanne, in der Küche oder am Schreibtisch (bei mir zu Hause versteht sich, auf Arbeit natürlich nicht). Einwirklicher Lieblingsort ist sehr schwer zu bestimmen. Natürlich ist es in der Badewanne immer sehr entspannend, aber auch in eine Decke gewickelt mit einer Tasse Tee in der Hand auf der Couch oder im Bett ist sehr gemütlich. An sich haben alle Plätze ihre Vor- und Nachteile. Aber wenn ich mich wirklich entscheiden müsste, würde die Wahl wohl doch auf das Bett fallen.

So damit bin ich durch mit der ersten Frage (ist doch ein etwas längerer Beitrag geworden, aber solchen Fragen komme ich einfach ins Erzählen…). Ich werd mich wohl direkt um die nächste Frage kümmern. Wo wir gerade beim Thema sind: Könnt ihr mir Serien empfehlen? Ich lass mich gerne inspirieren und freue mich über Kommentare mit Serienvorschlägen 🙂

Avengers – Age of Ultron

Am 23.05.2015 war das dreijährige Warten auf eine Fortsetzung des Avengersfilms vorbei.

Kurz zur Story: Inspiriert durch die künstliche Intelligenz aus Lokis Zepter, entwickelt Tony Stark (Iron Man) zusammen mit Bruce Banner (Hulk) ebenfalls eine künstliche Intelligenz, die auf JARVIS Computersystem basiert. Sie soll eigentlich zum Schutz der Menschheit dienen, doch entwickelt sie schnell ein Eigenleben und entwickelt zudem einen Hass auf die Menschheit und seinen Schöpfer. Nun müssen die Avengers ihre bisher größte Aufgabe meistern und zugleich zeigen, dass sie untereinander weiterhin zusammen halten.

Jeder, der meinen Blog ein wenig verfolgt, weiß, dass ich ein riesengroßer Marvel-Fan bin. Der erste Avengersfilm gehört zu meinen absoluten Lieblingsfilmen. Drei Jahre musste ich auf die Fortsetzung warten, nur um jetzt bitterlich enttäuscht zu werden. Gleich vorweg, vielleicht ist der Film gar nicht sooo schlecht, aber meine Erwartungen waren halt sehr hoch.

Die eigentliche Grundstory um Ultron ist gut durchdacht und auch gut umgesetzt. Aber dies hat Joss Whedon diesmal wohl nicht gereicht. An sich hat Whedon für seine bisherigen Werke meine absolute Bewunderung. Aber diesmal wollte er zu viel. Neben der Hauptstory, die an sich schon für einen Film mit Überlänge reicht, kamen noch angefangene und teilweise auch überflüssige Handlungsnebenstränge dazu, die absolut nicht in den Film passten, weder zeitlich noch thematisch. Es werden neue Charaktere eingeführt, diese aber auch zu wenig beleuchtet, so dass man sich mit ihnen nicht identifizieren konnte.
Aber eins nach dem anderen. Die Idee Whedons die Ängste der Charaktere einzuführen – herbeigeführt durch den neuen Charakter Scarlett Witch – ist an sich nicht schlecht, aber der Film scheint keine Zeit dafür zu haben, weswegen sie nur in einzelnen Traumsequenzen angesprochen werden. Dadurch scheint das Thema so wahllos in den Film geschnitten, ohne näher durchleuchtet zu werden oder irgendeinen großen Einfluss auf die Handlung zu haben.
Die Hintergrundgeschichte von Black Widow ist durchaus spannend. Die Erläuterung, wie sie zur eiskalten Killerin geworden ist, ist interessant, hätte aber gerne noch ein wenig genauer erzählt werden können. Dies aber im Zusammenhang mit einer absolut unpassenden Liebesgeschichte zu Bruce Banner (Hulk) zu erzählen, ist doch fragwürdig. Wieso muss in jedem Film immer mindestens eine Liebesgeschichte vorkommen? Für mich unbgefreiflich, weil es den Filmfluss zumindest bei Age of Ultron zerstört und auch nicht zu den Charakteren passen will. Black Widow ist zur eiskalten Killerin erzogen worden, da passt die Liebesgeschichte nicht dazu. Genauso wie bei Bruce, der mit seinen Agressionsbewältigungsproblemen genug beschäftigt ist. Und was ist aus Betty Ross geworden? Bruces große Liebe aus den bisherigen Hulk-Filmen? Für mich eine absolut störende Nebenhandlung.
Fast noch störrender finde ich jedoch die Nebenhandlung mit Hawkeye und seiner Familie. Von einer eher vernichtenden Schlacht der Avengers wird in eine Familienidylle gehüpft, die einem eher das Gefühl gibt in einen anderen Film gehüpft zu sein. Hier wurde wertvolle Filmzeit geopfert, die besser in die Hauptstory investiert worden wäre, denn die kann man schnell mal aus den Augen verlieren.

Ansonsten bietet der Film alles, was man von einem Marvel-Film erwartet: Spannende Actionszenen und humorvolle Dialoge. Leider ist die Handlung so wirr und überladen, dass man gar nicht dazu kommt dies zu genießen.

Alles in allem bin ich von dem Film echt enttäuscht und selbst mit Marvelbonus schafft der Film nur 6 von 10 möglichen Punkten.

Big Eyes

Am 23.04.2015 präsentierte uns Tim Burton seinen neuen Film auf der deutschen Kinoleinwand.

Kurz zur Story: Als Frau hatte man es in den 50er Jahren nicht leicht. Das merkt auch Margaret als sie vor ihrem Ehemann wegläuft und versucht sich und ihre Tochter zu ernähren. Nebenbei malt sie und zwar Bilder von Kindern mit großen Augen. Walter Keane entdeckt sie und schnell entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden und sie heiraten. Walter ist selbst Maler, aber nicht besonders erfolgreich. Doch mit Margarets Bildern, die er als seine ausgibt, baut er ein Imperium auf. Doch Margaret muss von nun an vor allen, selbst vor der eigenen Tochter, verheimlichen, dass sie die eigentliche Künstlerin ist.

Der Film basiert auf der wahren Lebensgeschichte von Margaret und Walter Keane. Daher tu ich mich immer etwas schwer die Handlung an sich zu kritisieren, denn den Drehbuchschreibern sind dabei immer etwas die Hände gebunden. Trotzdem ist die Geschichte sehr langsam erzählt und hat daher einige Längen, die man hätte einkürzen können. Auch ging dadurch das Hauptaugenmerk des Films verloren. Der Film baut sich 80-90 Minuten lang auf, um dann den Höhepunkt in 10 Minuten abzuhandeln. Stattdessen dreht sich der ganze Film nur um die Rolle der Margaret. „Soll ich ihn verlassen?“ und „Ich fühle mich nicht wohl, aber kann ich ohne ihn noch malen?“ sind die zentralen Fragen des Films, die bis ins kleinste Detail ausdiskutiert wurden. Und als sie endlich beantwortet wurden, dachte man der Film sei endlich vorbei. Aber nein, denn hier begann der eigentliche Höhepunkt des Films, den man nie erwartet hätte.
Christoph Waltz, der den Walter Keane verkörpert, präsentiert sich hier wieder von seiner besten Seite und zeigt wieder einmal, dass er ein begnadeter Schauspieler ist. Doch leider hebt es sich keinesfalls von seinen bekannten Rollen aus den Tarantino-Filmen ab und wirkt daher nur wie ein Abklatsch. „Christoph Waltz spielt Christoph Waltz“ hab ich mehr als einmal zu seiner Rolle gehört. Das ist schade, denn er ist in seiner Rolle wirklich gut, aber hier möchte es einfach nicht wirklich passen.
Amy Adams als Margaret Keane hingegen wirkt den ganzen Film hindurch blass. Gegen einen starken Christoph Waltz kommt sie den ganzen Film nicht an. Zwar ist ihre Rolle als Frau dem Mann des Filmes sowieso untergeordnet, aber trotzdem nimmt man sie teilweise als passiven Handlungsteilnehmer wahr, anstatt als Hauptfigur.

Alles in allem ist die Geschichte der Keanes faszinierend und hätte Material für einen wirklich spannenden Film geboten, leider wurde hier zu viel Augenmerk auf die falschen Aspekte gelegt, was für mich nur 04 von 10 möglichen Punkten bedeutet.

Dessau Dancers

Am 16.04.2015 erschien der deutsche Film über die Break-Dance-Bewegung in der DDR.

Kurz zur Story: 1985 erschien der amerikanische Film „Beatstreet“, wo es um die Hip-Hop und Breakdance Bewegung geht. Total fasziniert davon bildet sich eine Gruppe in der DDR, die ebenfalls auf offener Straße Break-Dance tanzen. Das gefällt den DDR-Funktionären aber gar nicht, weswegen sie versuchen mit dieser Gruppe den Breakdance zu sozialisieren.

Der Film ist ein absoluter Nischenfilm. Wer an der Geschichte der DDR interessiert ist oder die Breakdance-Bewegung der DDR miterlebt hat findet vielleicht Gefallen an diesem Film. Aber jedem anderen ist eindeutig abzuraten. Die Story ist kein bisschen packend, es werden Auftritte aneinander gereiht und selbst das Drama wird so lieblos erzählt, dass man kein bisschen mitfiebert.
Auch die Schauspielleistungen lassen gerade bei den jungen Leuten allesamt zu Wünschen übrig. Emotionen werden kaum bis gar nicht gezeigt, der Text wird auswenig gelernt aufgesagt, aber nicht interpretiert. Hier hätte man eindeutig talentiertere Nachwuchskräfte wählen können und auch welche, die Tanzerfahrungen haben. Denn selbst die Tanzszenen sind sehr leicht gehalten und schlecht durchchoreografiert. Für einen Tanzfilm eine ziemlich schlechte Leistung.
Die Charaktere werden im Film zwar immer anskizziert, aber haben selbst keinen Tiefgang, so dass man keine Beziehung zu ihnen aufbauen kann und auch größtenteils ihre Handlungen nicht nachvollziehen kann.
Der einzig lustige Part an dem Film ist, wenn die DDR Funktionäre versuchen englische Wörter auszusprechen.

Alles in allem allerhöchstens ein Nischenfilm, für alle anderen nicht zu empfehlen. Daher auch nur 02 von 10 möglichen Punkten.

Der kleine Tod

Am 09.04.2015 erschien die australische Komödie über verschiedene sexuelle Vorlieben.

Kurz zur Story: Fünf verschiedene Paare, die alle unterschiedliche sexuelle Vorlieben haben. Eine möchte gerne vergewaltigt werden, einer steigert sich in die Rollenspiele hinein, eine bekommt nur einen Orgasmus, wenn ihr Partner weint, sexuelle Erregung wenn die Partnerin schläft und ein Tauber, der gerne bei einer Sexhotline anrufen möchte.

Der Film ist voll mit bitterbösem Humor, der genau an den richtigen Stellen angesetzt ist. Die Handlung bietet nicht vorhersehbare Wendungen und die verschiedensten sexuellen Vorlieben.
Wer jedoch einen halben Porno erwartet, wird enttäuscht, denn Sexszenen an sich sind Seltenheit. Der Film beschäftigt sich eher mit den Mitteln, die herangezogen werden, um die Vorliebe zu erzeugen. Und gerade die erzeugen die bitterbösen aber doch sehr lustigen Momente.
Was mich an dem Film stört ist die ständige Unterstellung, dass eine sexuelle Vorliebe etwas schlechtes ist, dass man es vor seinem Partner verstecken muss. Selbst wenn die Charaktere unter Freunde sind, reden sie nicht offen, sondern verstricken sich in Lügen und Ausreden. Hier ist jedoch zwischen den einzelnen Paaren zu unterscheiden, denn das trifft nicht auf alle zu. Gerade Paar Nummer 1, wo sie sich wünscht, dass er sie vergewaltigt, und „Paar“ Nummer 5, der Taube der bei einer Sexhotline anrufen möchte. Beide Szenarien sind mit einer Liebe und Genauigkeit dargestellt, die berühren.

Alles in allem hat der Film seine Höhen und Tiefen, ist jetzt kein Meisterwerk der Filmgeschichte, aber ein interessanter Nischenfilm und erhält von mir 6 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im April 2015

Hallo ihr Lieben,
hier nun wieder die Liste der Filme, die ich leider verpasst habe zu sehen.

1) Best Exotic Marigold Hotel 2: Ich kenn den ersten Teil nicht, aber allein die Zusammensetzung des Casts macht Laune auf den Film. Judy Dench, Maggie Smith und Bill Nighy um nur ein paar zu nennen. Daher wird das wohl ‚mal ein Film, den ich mir an einem Regentag zu Hause ansehen werde.

2) Nur eine Stunde Ruhe: Michel Leproux will nichts weiter als sich an seinem freien Tag seine neu erworbene Schallplatte anzuhören. Doch er kommt einfach nicht dazu. Ich denke, es wird eine relativ kurze Komödie, die dadurch aber die Handlung genau auf den Punkt bringt.

Das war’s auch schon wieder mit meiner Liste und es folgen wieder meine Kritiken zu den Filmen, die ich gesehen habe.