Eine Handvoll Serien – 02/25 – fortgesetzte Serien

Herzlich Willkommen zur zweiten Ausgabe der serientastischen Handvoll. Nachdem wir uns das letzte Mal rein mit Animes befasst haben, geht es diesmal um Serien, bei denen ich weitere Staffeln gesehen habe. Heute mit: Reisen zwischen den Welten, Reisen zwischen New York und Hollywood, Reisen durch alternative Realitäten, Reisen in die Vergangenheit und Reisen in die Freiheit.

Die Titel der besprochenen Serien als Fanart auf lila Couch mit Fernbedienung in der Mitte

His Dark Materials – Staffel 3

Die Handlung: Lyra wurde von ihrer Mutter verschleppt und gleich vor mehreren Organisationen versteckt, die hinter ihr her sind. Auch Will gibt alles, um sie zu finden. Zeitgleich steht Lord Asriel vor einem großen Durchbruch, um gegen die Engel in den Krieg ziehen zu können.

Meine Meinung: Zwischen der zweiten und der dritten Staffel ist bei mir einiges an Zeit vergangen, dennoch bin ich relativ gut wieder im Geschehen drin. Der Anfang zieht sich leider etwas, da sich gefühlt alles immer wieder wiederholt. Doch sobald Lyra und Will wieder vereint sind, gibt es genug Wendungen, dass es wieder spannend wird und ich war wieder voll drin. Auch wenn die Geschichte, auf die es letztlich hinausläuft, irgendwie nicht die Richtung ist, die ich durch den Aufbau der Welten erwartet hatte – es war doch sehr biblische Schöpfungsgeschichte lastig. Aber es ist ein würdiger Abschluss einer fantastischen Serie, die auch hier wieder bildgewaltig daherkommt und dennoch die Charaktere und ihre Entwicklung nicht aus den Augen lässt. Gerade zwischendurch sollten die Taschentücher bereit liegen, denn die Staffel hält nochmal einige Schicksale bereit. Und dann, nachdem alles irgendwie geklärt zu sein schien, kam die letzte Folge. Sie ließ mich absolut gebrochen zurück und das war nicht in Ordnung! Zumal ich danach dringenden Redebedarf hatte, aber einfach niemand unter meinen Bekannten in der Serie weit genug war, so dass ich nicht gespoilert hätte.

Only Murders in the Building – Staffel 4

Die Handlung: Charles langjähriges Stuntdouble Sazz wird in seinem Appartement erschossen. Er ist sich sicher, dass der Anschlag eigentlich ihm galt. Das Trio beginnt zu ermitteln. Zeitgleich bekommen sie eine Anfrage aus Hollywood, wo die Geschichte ihres Podcasts verfilmt werden soll.

Meine Meinung: Wie viele Cameos kann man in einer Staffel unterbringen? Only murders in the building dachte sich wohl, nachdem sie schon Paul Rudd und Meryl Streep für die dritte Staffel gewinnen konnten, dass man dies noch deutlich toppen müsse. So geben sich hier allerhand Namen aus Hollywood die Klinke in die Hand. Was die Staffel aber nicht hat, ist eine interessante Handlung. Stattdessen wird sich an den gleichen Gags immer wieder abgearbeitet und noch mit einem weiteren Stargast wiederholt, um dann wieder genutzt zu werden, um … ich denke, ihr habt das Prinzip verstanden. Gleichzeitig wird zwischen New York mit dem Arconia und Hollywood hin und her gewechselt, da an beiden Standorten nach Hinweisen gesucht wird. Das fühlt sich zeitgleich überladen an, aber da es sowieso keine Handlung für die ganzen Folgen gab, war auch hier wieder einfach nur Lückenfüller. Da am Anfang eine Gruppe von Personen im Arconia als super verdächtig hingestellt wurde, musste auch hier immer wieder hingeschalten werden, egal, wie oft, die Truppe mit einer Erklärung und Alibis kam, sie mussten es einfach sein. Denn darüber hinaus hatte man einfach vergessen wirklich Leute mit Motiv und Möglichkeit einzubauen. So kam dann auch die Auflösung sehr aus heiterem Himmel und ergab so gar kein Sinn. Nach vielen Folgen voller Langeweile schien die Serie endgültig ihren Zenit überstanden zu haben. Der Cliffhanger und die bestätigte fünfte Staffel lassen mich jedoch skeptisch zurück.

What if… – Staffel 3

Die Handlung: Eine weitere Reihe von alternativen Geschichten aus dem MCU. Was wäre zum Beispiel, wenn Agatha Harkness nach Hollywood gegangen wäre, Howard the Duck Vater wird oder der Red Guardian den Winter Soldier versucht aufzuhalten?

Meine Meinung: Schon die erste Staffel What if… funktionierte nicht wirklich. Die Geschichten waren sehr uninspiriert, auch wenn sie zunächst interessant klangen. Die zweite brachte die gleichen Probleme mit. Doch wirklich schlimm wurde es jetzt in Staffel 3. Während viele Fans die vierte Phase des MCU am liebsten vergessen wollen (und ich teilweise auch ganze Charaktere und Handlungsstränge auch vergessen habe), werden gerade die hier wieder aufgegriffen. Niemand wollte die Eternals wieder in Aktion sehen. Dabei scheint diesmal auch die Animation noch einmal gelitten zu haben, die Bewegungen wirken hölzern und es kommt kein richtiger Fluss zu stande. Stellenweise sind die Charaktere so schlecht animiert, dass ich sie bis zum Ende nicht erkannt hätte, wenn nicht die Namen gedroppt wurden. Und das große Finale war gefühlt ein Abklatsch der beiden vorherigen Staffelfinalen. Absolut keine neue Idee, es war einfach nur ein Aufgreifen von Charakteren, die für die kommenden Filme und Serien wichtig werden könnten. Bitte liebes MCU lass die Finger von Animationen und verschone uns mit einer weiteren Staffel (die dann auch wieder Kanon ist, weswegen man sie sich doch wieder schaut).

A Discovery of Witches – Staffel 2

Die Handlung: Diana Bishop ist eine brilliante Historikerin, die sich gerne mit dem Themebereich Alchemie befasst. Das liegt wohl daran, dass sie aus einer Familie von Hexen und Hexern abstammt, selbst aber eher unterbewusste Fähigkeiten hat. Als sie eines Tages ein seltenes Buch in der Bibliothek ausleihen kann, sind auf einmal alle Wesen an ihr interessiert. Vor allem der Vampir Matthew Clairmont hängt seitdem an ihr. Doch wer will ihr wirklich helfen und wer sucht nur nach einem Weg einen Vorteil gegenüber der anderen Spezies zu gewinnen? 

Meine Meinung: Am Ende der ersten Staffel haben wir gesehen, wie Diana und Matthew in die Vergangenheit reisten, um den Fängen des Rates zu entgehen. Daran wird nahtlos angeknüpft und wir folgen ihnen in ihrem neuen bzw. altem Leben. Denn Matthew hat zu dieser Zeit bereits gelebt. Dass sich hier diverse Paradoxen eröffnen, lassen wir mal außen vor. Denn die Probleme der Staffel sind schon viel früher spürbar. Denn es gibt kaum Handlung, so dass sich alles immer wieder im Kreis dreht. Diana versucht ihre Kräfte auszuweiten, Matthew will das nicht, weil er sie allein beschützen will, kämpft aber zeitgleich mit den Dämonen seiner Vergangenheit und so geht es immer weiter. Zwischendurch sind wir zurück in der Gegenwart, um zu sehen, wie es den Charakteren dort ergeht, aber irgendwie kommt auch hier nichts richtig in Schwung. Es wird alles immer abstrakter und mehr Charaktere, die man sich irgendwie merken soll, auch wenn es bei den meisten sehr verschwendet ist, weil sie erst Folgen später für ein paar Minuten auftauchen. Kurzum: Die ganze Staffel fühlt sich wie eine zu lang geratene Füllerfolge an. Mal schauen, ob ich der dritten Staffel noch eine Chance gebe.

Westworld – Staffel 4

Die Handlung: Calebs ruhiges Leben der letzten Jahre ist von jetzt auf gleich vorbei, als er und seine Familie angegriffen werden. Er muss sich mit Maeve zusammentun, um herauszufinden, was die feindlichen Hosts von ihm wollen. Zeitgleich fühlt sich die Programmiererin Christina verfolgt. 

Meine Meinung: Westworld ist eine dieser Serien, die eine fantastische erste Staffel hatten und sich dann mit ihren hochtrabenen Ansprüchen selbst immer weiter kaputt geschrieben haben. Während die zweite Staffel noch spannende Elemente innerhalb des Parks hatte, sich aber mit viel zu wirren Zeitlinien disqualifizierte, ging es in der dritten Staffel zum ersten Mal aus dem Park raus. Die Host sind nun in der realen Welt und auch das funktionierte eher schlecht als recht. Die Geschichte wurde sehr wirr, aber hatte irgendwo noch ein Ziel. In Staffel 4 sollte nun alles nochmal getoppt werden. Dass die Zuschauenden schon beim vielen hin und her von Staffel 2-3 nicht mehr mitkamen, war egal. Eine noch größere Bedrohung musste her, aber irgendwo mussten auch wieder die bekannten Charaktere eingebunden werden, die sich vorher schon zahllos aufopferten. Kurzum: Die Motivationen waren nicht mehr glaubhaft und ich bin handlungstechnisch nicht mal im Ansatz mehr mitgekommen. Gefühlt bräuchte ich zu jeder Folge ein langes Erklärungsvideo, das alle Aspekte aufschlüsselt, aber so sollte eine Serie nicht laufen. Dabei habe ich kein Problem mit Serien, die auch ein wenig Denkleistung erfordern, aber bitte tut doch wenigstens so, als würdet ihr eure eigene Handlung noch verstehen.

Habt ihr eine der Serien gesehen? Wie fandet ihr sie?

Eine Handvoll Serien – 3/21

Herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: einer Freundschaft seit Kindertagen, einer magischen Parallelwelt, einer Country Sängerin als Nanny, ein Einblick in die unteren Decks und einer Entdeckung von Hexen.

Immer für dich da – Staffel 1

Die Handlung: Tully Hart (Katherine Heigl), eine erfolgreiche Talk-Show Moderatorin und Kate Mularkey (Sarah Chalke), Hausfrau und mitten in der Scheidung, sind seit ihrer Kindheit die besten Freundinnen. Während Tully aus schwierigen Verhältnissen mit ihrer drogensüchtigen Hippie-Mutter kam, ist Kate sehr behütet aufgewachsen. Doch trotz aller Gegensätze sind sie immer für einander da.

Meine Meinung: Immer für dich da erzählt die Geschichte einer Freundschaft auf drei Zeitebenen. Zum einen die Jugend der beiden, dann ihre erste Zeit in der Medienbranche und schließlich die Gegenwart (zeitlich Anfang der 2000er), in der Tully ihre Karrieredurchbruch schon hinter sich hat und Kate mit ihrer Scheidung und dem Wiedereintritt in die Medienbranche hadert. Nach dem Trailer habe ich gezögert, ob die Serie wirklich etwas für mich ist, weil ich kein großer Fan von reinen Dramaserien bin. Mich hat letztlich die Prämisse der Freundschaft und der Originaltitel „Firefly Lane“ überzeugt. Leider war letztlich mein erster Eindruck richtig. Denn die Serie findet keinen richtigen Rhythmus, sondern springt in den Zeiten hin und her und zeigt nur, wie sich die beiden Freundinnen immer wieder streiten – teilweise auch aus vollkommen nachvollziehbaren Gründen – und sich dann wieder vertragen. Viele Entwicklungen gerade aus der Vergangenheit werden durch den Gegenwartszeitstrang vorweggenommen, weswegen sie einfach nicht überraschend kommen. Lediglich die Dynamik der beiden Protagonistinnen hält die Zuschauenden bei der Stange. Leider tritt sehr schnell das ein, was ich an Dramaserien nicht mag: Es passiert zu schnell zu viel. Grundsätzlich finde ich die angesprochenen Themen gut und auch wie damit umgegangen wird. Aber es ist in der Masse einfach zu viel. Und dann hat man sich durch die ganze Staffel mit 10 Folgen mit je ca. 50 Minuten Lauflänge gequält um ein so offenes Ende mit Cliffhanger zu bekommen, dass man beinahe gezwungen wird, eine mögliche zweite Staffel zu sehen. Ob ich der Serie dann aber noch einmal eine Chance geben würde, bleibt abzuwarten.

Immer für dich da ist seit dem 03.02.2021 auf Netflix verfügbar

Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 1

Die Handlung: Luz Noceda war eigentlich auf dem Weg in ein Sommercamp für schwierige Teenager, in das sie ihre Mutter schicken wollte, nachdem sie in der Schule vermehrt auffällig wurde, da sie eher in einer eigenen Fantasy als der Realtät zu leben scheint. Doch unterwegs folgt sie einer Eule und stolpert prompt durch ein Portal in eine andere Welt. Dort trifft sie auf die Eulenlady und Hexe Eda und ist so fasziniert von der Welt, dass sie beschließt zu bleiben. Und obwohl Menschen keine Magie ausüben können, nimmt die bei Eda Unterricht.

Meine Meinung: Manche Serien darf man auf keinen Fall nach ihrer Pilotfolge beurteilen. Als mir meine beste Freundin ganz begeistert von ihrer Neuentdeckung erzählt hat, habe ich ihr vertraut. Gefiel mir doch schon „Willkommen in Gravity Falls“ sehr gut, bei der Showrunnerin Dana Terrace ebenfalls ihre Finger im Spiel hatte. Doch nach der ersten Folge hätte ich beinahe aufgehört, weil es mir ein einziges Chaos war und ich bis auf wenige Figuren nichts mehr der Serie anfangen konnte. Doch ich hielt durch und ab Folge 3 wurde es merklich besser, bis ich gänzlich dem Sog der Serie erlag und innerhalb von drei Tagen die erste Staffel mit 19 Folgen je ca. 23 Minuten durchgebinged habe. Denn Willkommen im Haus der Eulen bietet nicht nur eine völlig faszinierende Parallelwelt voller Überraschungen und Gefahren, sondern auch liebenswerte Charaktere. An manche musste man sich vielleicht erst gewöhnen, aber andere hat man sehr schnell ins Herz geschlossen – ich sag nur Edas dämonischen Mitbewohner King. Vieles ist auch sehr abgedreht, aber letztlich immer in einem guten Maß (außer halt in der Pilotfolge). Wer mit der Serie anfangen will, den erwartet eine abgefahrene Welt, aber doch irgendwo im Stile anderer Disneyserien.

Willkommen im Haus der Eulen ist seit dem 31.08.2020 auf Disney+ verfügbar

Country Comfort – Staffel 1

Die Handlung: Bailey (Katherine McPhee) ist Countrysängerin von ganzem Herze und sing in der Band ihres Freundes. Als dieser nicht nur mit ihr Schluss macht, sondern sie auch aus der Band wirft und gegen seine neue jüngere Freundin austauscht. Als sie vor der Situation fliehen will, bleibt auch noch ihr Wagen liegen. Auf der nächstgelegegen Farm trifft sie auf Familie Haywood, die sie für ihre neue Nanny halten. Trotz aller Erklärungsversuche Baileys wird sie eingestellt und stellt kurz darauf fest, dass die Mutter vor nicht allzulanger Zeit gestorben ist und die Kinder sich nicht an die neue Freundin ihres Vaters gewöhnen wollen. Umso schneller schließen sie Bailey ins Herz, die nun nebem dem Nannysein versucht ihre Solokarriere voranzutreiben.

Meine Meinung: Country Comfort umfasst bisher eine Staffel mit 10 Folgen mit einer Länge zwischen 20 und 30 Minuten. Der Einstieg in die Serie ging sehr flott, so dass man sich schnell  auf der Ranch von Familie Haywood wiederfindet. Hier gibt es einen kurzen Zeitpunkt der Überforderung, wenn man versucht sich die Namen der fünf Kinder zu merken. Aber auch das ist schnell überwunden, so dass man sich auf die Handlung konzentrieren kann. Zumal die Kinder, auch wenn sie bewusst mit einem gewissen familienähnlichen Aussehen gecastet wurden, sich durch ihren Charakter stark unterscheiden. Dadurch findet man leicht in die Serie rein, zumal jeder Charakter die Handlung auf eine bestimmte Weise vorantreibt. Als Sitcom funktioniert die Serie größtenteils sehr gut. Es gibt pro Folge einige gut pointierte Witze, die einen instant lachen lassen und so hat man das Gefühl, dass die Serie gute Laune verbreitet. Das Problem ist eher, dass die Serie trotz der herzlichen Charaktere, an vielen Stellen sehr gestellt wirkt. Man kann einfach die gesamte Handlung sehr gut vorhersehen, vor allem die in den einzelnen Folgen. Dadurch passiert wenig überraschendes. Wen das nicht stört, dem garantiere ich ein paar erheiternde Minuten mit der Haywood-Familie.

Country Comfort ist seit dem 19.03.2021 auf Netflix verfügbar

Star Trek: Lower Decks – Staffel 1

Die Handlung: Es ist viel zu tun auf der USS Cerritos, einem eher unbedeutenderen Schiff der Sternenflotte. Das alles reibungslos funktioniert liegt wohl vor allem an den Ensigns, die auf den unteren Decks arbeiten, weit entfernt von der Brücke. Diesmal geht es um die Abenteuer dieser Crew.

Meine Meinung: Gefühlt schießen seit neuestem nach dem Erfolg von Rick & Morty immer mehr Animationsserien aus dem Boden, die weniger kinderfreundlich sind, sondern eine sehr derbe Sprache haben. Star Trek: Lower Decks gehört dazu. Sobald man sich damit arrangiert hat, dass sie ganz anders als die bekannten Star Trek Serien ist und bekannte Muster auch gerne mal auf die Schippe nimmt – aber immer mit einem liebevollen Zwinkern – findet man sich in einem Team voller witziger und einzigartiger Charaktere wieder. Und auch, wenn man einiges von der Brückencrew erfährt, auch wenn diese absichtlich sehr klischeehaft dargestellt wurde, liegt der Fokus doch auf den Ensigns und den unteren Decks. Also genau die, die in den bisherigen Serien immer dann eingeblendet wurden, wenn das Schiff angegriffen wurde und man darstellen wollte, dass das ganze Schiff durchgeschüttelt wurde. Und das ist nicht nur ein interessanter Einblick in die unbekannteren Regionen, sondern eben auch sehr witzig, weil hier sehr viel schief geht. Wer also mal einen neuen Blick wagen und sich von den derberen Dialogen nicht abschrecken lässt, der wird hier bestimmt fündig.

Star Trek: Lower Decks ist seit dem 22.01.2021 auf Prime Video verfügbar

A Discovery of Witches – Staffel 1

Die Handlung: Diana Bishop (Teresa Palmer) ist eine brilliante Historikerin, die sich gerne mit dem Themebereich Alchemie befasst. Das liegt wohl daran, dass sie aus einer Familie von Hexen und Hexern abstammt, selbst aber eher unterbewusste Fähigkeiten hat. Als sie eines Tages ein seltenes Buch in der Bibliothek ausleihen kann, sind auf einmal alle Wesen an ihr interessiert. Vor allem der Vampir Matthew Clairmont (Matthew Goode) hängt seitdem an ihr. Doch wer will ihr wirklich helfen und wer sucht nur nach einem Weg einen Vorteil gegenüber der anderen Spezies zu gewinnen?

Meine Meinung: Ich habe mich lange nicht mehr an Serien (oder auch Bücher und Filme) gewagt, in denen Vampire vorkommen, war das Thema doch sehr ausgelaugt worden durch die letzten Jahre. Doch nach einigem Zögern gab ich a Discovery of Witches eine Chance – und wurde sowohl überrascht, als auch enttäuscht. Denn die Serie selbst schafft mit ihren Hexen, Vampiren und Dämonen eine spannende Welt, mit eigenen Regeln, über die man gerne mehr erfahren möchte, und die einen bei der Stange hält. Die ständig neuen Entwicklungen und Wirrungen der vorhandenen Charaktere sind gut ausgearbeitet und bieten sowohl Spannung als auch überraschende Wendungen. Dabei wird in vielen Fällen auf gängige Klischees verzichtet, wenn sie auch nicht gänzlich vermeidbar sind. Wesentlich störender war die sich viel zu schnell entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Diana und Matthew, die an vielen Stellen sehr gestellt wirkt, auch wenn Matthew Goode alles dran setzt und dagegen anspielt. Ein Problem könnte auch Teresa Palmer sein, die mir ihre Diana Bishop leider sehr platt präsentiert und sich so auch zwischen den beiden Charakteren keine richtige Chemie aufbaut. So war ich während des Sehens gefangen zwischen „Erzählt mir mehr“ und einem genervten Augenrollen, wenn statt neuer Entwicklungen lieber ein wenig Süßholzgeraspel eingefügt wurde. Der zweiten Staffel werde ich aber dennoch wahrscheinlich eine Chance geben.

A Discovery of Witches ist aktuell bei Sky Ticket enthalten

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