Slow West – Kurzkritik

Am 30.07.2015 erschien ein Film, der versuchte den Western wieder aufleben zu lassen, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jay Caverdish ist unsterblich verliebt. Doch seine Traumfrau musste aus Schottland fliehen und wird selbst im Exil im Wilden Westen in den Staaten noch per Steckbrief gesucht. Doch der naive Jay weiß davon nichts und lässt sein wohlhabenes Zuhause zurück und reist durch den Wilden Westen. Dabei trifft er auf Silas, ein Kopfgeldjäger, der ihm seine Hilfe und Schutz anbietet.

Es ist schon ein wenig her, dass ich den Film gesehen habe, und ich habe mich bisher sehr schwer getan den Film zu kritisieren, weil ich mit Western absolut nichts anfangen kann. Nach der Vorstellung waren meine Mitkinogänger größtenteils sehr positiv vom Film überzeugt. Ich stand dabei und musste erst einmal wieder richtig wach werden. Daher habe ich mich entschlossen hier wieder eine Kurzkritik zu verfassen, in der ich nicht auf die Handlung und die Spannungsbrücke eingehe.

Michael Fassbender übernimmt hier die Rolle des Vagabunden und Kopfgeldjägers Silas. Die Rolle übernimmt er mit seiner für ihn typischen Souveränität und bietet einen glaubhaften abgebrühten Cowboy. Seine Rolle passt sehr gut in den Film. Teilweise ist es schwer seine Gedankengänge nachzuvollziehen und bis zum Ende weiß man eigentlich nicht, was man wirklich von Silas halten soll. Er spricht wenig, aber doch genug um seinen Teil zum Film beizutragen.
Kodi Smit-McPhee übernimmt die Rolle des Jay. Jay ist schüchtern und in gutem Hause aufgewachsen. Dementsprechen naiv ist er seiner großen Liebe, die noch nicht einmal seine Gefühle wirklich erwiedert, in den Wilden Westen gefolgt. Dort vertraut er blind jedem, der ihm über den Weg läuft und wird nicht nur einmal über den Tisch gezogen. Kodi Smit-McPhee scheint perfekt in die Rolle zu passen. Doch schauspielerisch bietet er im Film dem Zuschauer nichts an. Sein Ausdruck ist durchgehend der eines verängstigten Kaninchens. In den meisten Szenen mag der Ausdruck passen, aber eine gewisse Auswahl hätte den Film doch aufgelockert.

Alles in allem ist der Film eine Homage an die alten Westernfilme und für Fans des Genres auf jeden Fall mal einen Blick wert. Denjenigen, die wie ich mit dem Genre nichts anfangen können, sollten besser die Finger von dem Film lassen.

Southpaw

Am 20.08.2015 erschien der Film, in dem Jake Gyllenhaal als Boxer alles verliert, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Billy Hope ist ein sehr erfolgreicher Boxer, hat aber auch ein Problem mit seinen Aggressionen. Zumindest im Ring zögert er bis er wirklich zuhaut bis zum Ende und steckt viel zu viel ein. Auf einer Charite-Veranstaltung wird seine Frau Maureen nach einem Handgemenge erschossen. In seiner Trauer nimmt er Drogen und trinkt zuviel, weswegen er das Sorgerecht für seine Tochter, seine Boxlizenz, seinen Trainer und den größten Teil seiner Freunde. Doch von ganz unten geht es nur nach oben.

Southpaw zeigt wie aus einer glücklichen Familie auf einmal eine zerissene werden kann. Durch den Tod seiner Frau Maureen dreht Billy Hope komplett durch. Gefangen in seiner Trauer verliert er nach und nach alles. Seinen Trainer und seine vermeintlichen Freunde. Sein Manager versucht ihn noch zu einem großen Deal zu überreden, da auch seine Finanzen nicht gut aussehen. Doch als er voller Wut beim nächsten Kampf dem Schiedrichter die Nase bricht und er auch noch seine Lizenz verliert, wendet sich auch sein Manager ab. Und nimmt seinen größten Konkurrenten unter Vertrag. Eben jenen, der eine große Rolle beim Handgemenge spielte, als Hopes Frau starb. Doch der größte Schlag fehlt noch. In seiner Trauer stürzt Hope sich in Drogen und Alkohol und verliert dadurch das Sorgerecht für seine Tochter. Der Film ist durchgehend emotional, aber trotz allem auch spannend. Man fragt sich, schafft Hope es das Sorgerecht wiederzuerlangen. Natürlich ist es schwierig für Zuschauer, die sich auf einen schönen Boxfilm á la Rocky gefreut haben. Zwar sind die Boxkämpfe wirklich herausragend choreographiert, aber die eigentliche Handlung enthält viel Drama und viele Tränen. Diese sind jedoch zu verzeihen, da der Film auch die menschliche Seite darstellt und den Tod einer geliebten Person steckt man eben nicht einmal so schnell weg.
Jake Gyllenhaal übernimmt die Rolle des Billy Hope. Hier passt er nicht nur in die Rolle des liebenden Vaters, sondern man nimmt ihm auch die Rolle des knallharten Boxers ab.
Forest Whitaker übernimmt die Rolle des Tick Wills. Er hat sein Gym in einem schlechten Stadtteil und bringt Kindern aus schlechten Familien das Boxen bei. Von Hope will er nichts wissen, denn er trainiert keine Profis. Doch Hope braucht dringend einen Job und nach einigen Diskussionen wird er der neue Hausmeister des Gyms und trainiert auch mit den Kids. Im Trailer wirkt Whitakers Rolle sehr philosophisch und weltgewandt. Erst im Film merkt man, dass das täuscht. Wills ist selbst komplett hinüber, sucht Hoffnung indem er den Kindern Hoffnung gibt und muss auch Schicksalsschläge hinnehmen. Doch trotz anfänglicher Schwierigkeiten hilft Wills Hope in seiner schwersten Zeit und bringt ihm eine ganz neue Taktik im Boxen bei – das Ausweichen.
Untermalt wird der ganze Film von der sehr treffenden Musik von dem inzwischen verstorbenen James Horner und Rapper Eminem lädt mit seiner musikalischen Nummer „Phenomenal“ zum Endkampf ein. „Phenomenal“ ist bereits im Trailer zu hören und spiegelt die gesamte Stimmung des Films wider.
Mit einer Gesamtlänge von 125 Minuten schießt der Film leider etwas über die Zielgerade hinaus, denn mitunter kann der Film den Spannungsbogen nicht halten und einige Szenen ziehen sich. Hier hätten es gekonnte 90-100 Minuten eher gerissen, da diese Kürzung die Längen heraus genommen hätte.

Alles in allem ist Southpaw ein sehenswertes Boxerdrama, sofern man sich auf einige tränenreiche Szenen einlassen kann. Dafür bekommt er von mir 07 von 10 möglichen Punkten.

Kill the Messenger

Am 10.09.2015 erscheint ein Film um den Jounalisten Gary Webb in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der Journalist Gary Webb arbeitet für eine kleinere Lokalzeitung. Doch bei seinen Recherchen findet er Hinweise, dass die CIA Drogengeschäfte unterstützt. Er verfolgt die Sache und landet damit einen großen journalistischen Erfolg. Doch die CIA versucht nun alles, um die Geschichte herunter zu spielen.

Die Geschichte des Gary Webb ist ein einziges Auf und Ab. Man verfolgt in der ersten Hälfte des Films seine Recherchen zu dem sehr heiklen Thema und ist mehr als nur einmal bestürzt über das, was er heraus findet. Doch ab der zweiten Hälfte wendet sich der Film komplett. Webb schrieb seinen heiklen Artikel und gerät so ins Kreuzfeuer. Zum einen versucht die CIA die ganze Geschichte zu vertuschen, zum anderen erhält er aber auch keinen Rückhalt aus den Journalistenkreisen, gerade die großen Zeitungen sind enttäuscht die Story nicht selbst gedruckt zu haben und zweifeln nun den Wahrheitsgehalt an.
Was als spannende Recherchejagd beginnt, mit dem sympatischen Webb, der sich nebenbei liebevoll um seine Familie kümmert, endet schon bald in einem sehr langatmigen und stellenweise langweiligen Film. Einige Einstellungen wären definitiv gut zu kürzen gewesen und haben teilweise auch nichts zur Handlung beigetragen. Das ist sehr schade, weil doch eine sehr spannende und auch dramatische Geschichte erzählt wird, der Film es aber schwer macht, dies auch so zu empfinden.
Jeremy Renner übernimmt in diesem Film die Rolle des Gary Webb. Unterschätzt durch Rollen in der Bourne-Reihe, bei Mission Impossible und The Avengers zeigt Renner in diesem Film einmal mehr, dass er ein sehr guter Schauspieler ist und rettet mehr als einmal die Szene. Er zeigt die Gefühle von Webb, auch wenn er diese gerade zu verbergen sucht, so dass man sich immer in den Charakter hineinversetzen kann. Man fühlt in jeder Szene mit Webb, ob er nun mit seinen Kindern spielt oder mit einem Drogenboss spricht. Sein unerschütterliches Vertrauen an die Wahrheit reißt einen mit und lässt einen den Kopf schütteln, wenn ein CIA-Mitarbeiter einem versucht zu erklären, wieso die Wahrheit besser verschwiegen werden sollte.
Die anderen Charaktere sind leider weniger stark besetzt und wirken daher gegen den starken Renner sehr blass und einige scheinen beinahe unterzugehen. Hier wäre ein stärkeres Spiel doch angebracht gewesen.

Alles in allem eine starke schauspielerische Leistung aber eine schwache Leistung bei der Handlung, da hier definitiv mehr Speilraum war. Daher erhält der Film 05 von 10 möglichen Punkten.

Self/less

Am 20.08.2015 erschien ein Film, der die Möglichkeit eines verlängerten Lebens aufzeigt, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Damian hat sein ganzes Leben seiner Arbeit gewidmet. Nun steht sein Tod kurz bevor und er merkt, dass er eigentlich nie wirklich gelebt hat. Doch er findet eine Firma, die ihm ein neues Leben mit einem neuen jungen Körper anbietet. Ihm wird versichert, dass der neue Körper in einem Labor entstand. Doch schon bald merkt Damian, dass etwas nicht stimmt.

Self/less erinnert von der Handlung her an Filme wie “die Insel”, begeistert aber mit seinem ganz eigenen Flair. Das Thema des längeren Lebens wurde immer wieder behandelt und als sollte man es inzwischen gelernt haben, es geht nie gut aus. Während in diesem Film am Anfang auch wieder alles schön aussieht, lernt man im Laufe des Films doch wieder, dass dies nicht sein kann. Mit der Hauptperson zusammen findet man nach und nach Dinge heraus und schüttelt einmal mehr den Kopf über die Menschen. Im Film wird vieles erst später aufgeklärt und animiert so den Zuschauer permanent zum mitdenken. Dies zusammen mit der packenden Handlung, den gut choreographierten Actionszenen und einer gut dosierten Portion Humor lassen die Minuten nur so verfliegen.
Ben Kingsley übernimmt hier die Rolle des Damian. Man lernt ihn als reichen Mann kennen, der die besten Tage bereits hinter sich hat und alles in den Aufbau seiner Firma gesteckt hat. Sogar die wertvolle Zeit mit seiner Tochter, die nur noch Verachtung für ihn und sein Geld übrig hat. Trotzdem wirkt er durch eine Krankheit und durch das Bedauern seines Verhaltens durch und durch sympathisch. Ben Kingsley ist hier auch defintiv die richtige Schauspielerwahl, denn vor ihm hat man durchaus Achtung, wenn er in seinem teuren Anzug den Raum betritt.
Ryan Reynolds übernimmt dann den zweiten großen Part im Film, nämlich Damians neuer Körper. Nach dem Körpertausch noch geschwächt, lernt er schon bald ganz neue Züge an sich kennen, die in Verbindung mit dem Körper stehen. Er lässt sein bisheriges Leben hinter sich und möchte eigentlich noch einmal ganz von vorne anfangen. Aber etwas in ihm lässt ihn nicht. Reynolds zeigt in diesem Film einmal mehr, dass er von seiner Mimik mehr kann, auch wenn seine Leistung in diesem Film bei weitem nicht an seine Glanzleistung aus „The Voices“ heran kommt. Stellenweise schläft sein Ausdruck aber leider auch ein, weswegen er einem immer wieder den gleichen Ausdruck zeigt, was doch auf Dauer monoton wirkt. Hier wäre definitiv noch etwas gegangen.
Für Fans des Genres ist der Film definitiv empfehlenswert, auch wenn er von der Handlung einigen Filmen ähnelt, was bei manchen Zuschauern auf Ablehnung stieß. Der Film bietet dadurch wenig neues und vieles von der Handlung ist vorhersehbar. Mich hat er denoch überzeugt.

Alles in allem für Genrefans durchaus empfehlenswert und durch seinen ganz eigenen Charme bekommt er 06 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im August 2015

Hallo ihr Lieben,
jeden Monat denk ich wieder „wow der Monat ging ja schnell ‚rum“. Wenn man bedenkt, dass es meinen Blog schon bald seit einem Jahr gibt! Die Zeit rennt wirklich, auch wenn es einem doch nicht immer so vorkommt. Also hier wieder meine Übersicht, der Filme, die ich leider verpasst habe im August zu sehen.
Im August war ich mit meinen Kinogängen sehr fleißig mit 9 gesehenen Filmen, aber im Filmstarken August gibt es trotzdem noch Filme, die ich noch nicht gesehen habe.

1) Aloha – die Chance auf Glück: Bradley Cooper bekommt die Chance seinen alten Beruf als Militärberater wieder aufzunehmen und trifft dabei auf die immer gut gelaunte Emma Stone, ist aber auch in der Nähe seiner Ex-Frau. Noch gespickt mit einem Alec Baldwin scheint der Film sehr sympathisch und ein lebensbejahendes Drama zu sein. Für mich auf jeden Fall noch sehenswert.

2) About a girl: Teenagerprobleme führen zu Selbstmord, der leider misslingt. Dieses Thema wurde im August gleich in zwei Filmen behandelt. Zum einen in Coconut hero und in dem deutschen Pendant About a girl. Während ich das Thema schon bei Coconut hero sehr gewagt fand und About a girl nicht gerade die besten Kritiken bekommen hat, bin ich doch auf die Umsetzung gespannt, auch im Vergleich. Daher möchte ich den Film doch noch sehen.

3) Southpaw: Jake Gyllenhaal als Boxer, der seine Frau verliert und in seiner Trauer auch das Sorgerecht für sein Tochter. Nun kämpft er um das Sorgerecht und steigt wieder in den Ring. Die Handlung überzeugt mich hier eher weniger als der vollkommen gelungene Trailer, der mich jedes Mal wieder mitreißt.

4) Der Chor – Stimmen des Herzens: Der Film ging eigentlich komplett an mir vorbei, bis ich letzte Woche doch einmal nicht im CineStar ins Kino gegangen bin, sondern in ein kleineres Nischenkino. Dort wurde ich auf den Film mit Dustin Hoffmann aufmerksam, der einen Knabenchor dirigiert. Als ein neuer Schüler dazustößt, der es im Leben nicht einfach hatte, aber eine begnadete Stimme, nimmt der Film seinen Lauf.

Und hier nun noch die Filme, die es nicht auf meine Liste geschafft haben, die ich aber auch nicht unerwähnt lassen möchte:

Dating Queen, Broadway Therapy, Vacation – Wir sind die Griswolds, Frank, Hitman – Agent 47

Learning to drive

Am 06.08.2015 erschien der Film, der einen lehrt, dass es nie zu spät für den Führerschein ist, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Wendy ist Mitte 40, seit über 20 Jahren glücklich verheiratet, eine erfolgreiche Buchkritikerin und hat eine erwachsene Tochter. Doch ihr ganzes Leben gerät aus den Fugen, als ihr Mann eine Affäre hat und sich von ihr scheiden lässt. Ihre Tochter versucht sie zu trösten und erzählt ihr von ihrem Leben auf einer Farm. Wendy verspricht ihr sie zu besuchen, sobald sie ihren Führerschein gemacht hat. Bei ihren Fahrstunden lernt sie Darwan, ihren streng gläubigen Hindu-Fahrlehrer, kennen. Er lehrt sie jedoch nicht nur das Fahren, sondern auch Lebensweisheiten.

Learning to drive ist ein absolut lebensbejahender Film, der einem zeigt, dass Liebe leider doch nicht für immer sein muss und wie man dann damit umgeht. Wenn einem auf einmal auffällt, dass man grundlegende Dinge, wie einen Führerschein einfach nicht gelernt/gemacht hat, denn der Partner konnte ja fahren. Der Film befasst sich mit der Leere, die eine Scheidung hinterlässt und den Problemen, die dann aufgeworfen werden. Wer bekommt das Haus? Kann man den anderen auszahlen? Im Film wird die Leere gefüllt mit den Fahrstunden. Gleichzeitig kommen durch Darwan aber auch die Themen Glauben, Einwanderung, arrangierte Ehen und Rassismus hinzu, so dass der Film sehr vielschichtig ist und einem immer wieder Anstöße zum Nachdenken mit auf den Weg gibt. So schnell lässt der Film einen nämlich nicht los.
Patricia Clarkson verkörpert die Rolle der Wendy und zeigt dabei briliant die verschiedenen Phasen der Trennungsverarbeitung. Man erkennt schon an ihren Gesichtszügen, was ihr gerade im Kopf vorgeht, noch bevor sie es in Dialogen anspricht. Gleichzeitig harmoniert sie sehr gut mit Ben Kingsley, der Darwan verkörpert. Auch er bietet uns eine Bandbreite an Emotionen, auch wenn man sie nicht immer sofort deuten kann.
Wendy ist jemand, in den man sich gut hineinversetzten kann. Sie ist komplett in ihrem Job aufgegangen und führte zudem eine gute Ehe. Nur sah ihr Mann das nicht mehr so. Man erfährt wenig aus der Zeit der Ehe, da der Film mit der Trennung startet. Man fühlt mit ihr und möchte gerne dem Mann eine ‘reinhauen. Gleichzeitig möchte man sie schütteln, weil sie immer wieder hofft, dass er wieder zu ihr zurückkommt. Doch auch das ist nur zu verständlich. Ich selbst habe auch keinen Führerschein und Wendys Fahrversuche haben meine Vorstellungen von meinen ersten Fahrstunden bestätigt, was mich doch des öfteren schmunzeln ließ.
Darwan ist zwar ein lebenserfahrener Mann, hat aber keine Ahnung von der Liebe. Während er seine Fahrstunden immer gerne mit kleinen Lebensweisheiten durchführt, ist es beinahe komisch zu sehen, wie unerfahren er in der Liebe ist. Doch durch eine arrangierte Ehe wird er gezwungenermaßen mit dem Thema konfrontiert. So teilen Wendy und Darwan ihre Probleme miteinander und schaffen so die Grundlage für eine Freundschaft, die den Film so liebenswert macht.
Während der erste Teil des Films absolut gelungen ist, lässt er in der zweiten Hälfte leider etwas nach, was dem Film doch einige Längen verleiht. Das ist schade, aber wenn Wendy und Darwan dann die gleiche Unterhaltung wieder und wieder führen, zieht es sich für den Zuschauer dann doch.

Alles in allem ist den Machern ein absolut lebensbejahender und liebenswerter Film gelungen, dem ich 08 von 10 möglichen Punkten gebe.

Verpasst aber nicht vergessen – Teil 2

Hallo ihr Lieben,
heute soll es einmal wieder um die Filme gehen, die immer in meiner Verpasst-Übersicht auftauchten, die ich aber inzwischen geschafft habe zu sehen. Also folgen hier nun wieder ein paar Kurzkritiken:

1) Love Rosie, für immer vielleicht?: Eine Verfilmung eines Cecilia Ahern Buches. Schon allein durch diese Tatsache wappnet man sich gegen etwas Kitsch, sucht aber gleichzeitig die Taschentücher heraus. Für immer vielleicht handelt von Rosie und Sam, die sich seit ihrer Kindheit kennen und sich eigentlich auch lieben. Nur schaffen sie es nicht richtig sich das zu gestehen und sind doch immer in einer Beziehung mit jemand anderem oder etwas anderes im Leben kommt ihrer Liebe dazwischen. Doch schaffen sie es doch irgendwann zusammen zu kommen? Das bleibt die spannende Frage in einem liebevoll inzinierten Film, der nicht nur die Romanze, sondern auch einen hohen Humor Anteil zu bieten hat. Hinzu kommen die für den Film perfekt scheinenden Darsteller Lilly Collins und Sam Claflin. Alles in allem 09 von 10 möglichen Punkten.

2) Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück: Simon Pegg einmal nicht in seiner typischen Rolle, sondern viel ernster und trotzdem sympathisch wie immer. Der Psychiater Hector ist in seiner Arbeit und seiner Beziehung sehr eingefahren. Jeder Tag scheint nach dem gleichen Prinzip abzulaufen. Doch er schafft es einfach nicht deine Patienten zum glücklichsein zu bewegen. Eine Weltreise soll dies ändern. Über China, Kolumbien und den USA reist er und fragt jeden den er trifft nach seiner Definition für Glück. Dabei trifft er sympathische und weniger sympathische Menschen. Nur seine Freundin zu Hause findet die Reise nicht lustig und es kriselt ernsthaft. Der Film ist zwar etwas langsam erzählt, lässt sich aber auch Zeit einzelne Charaktere vorzustellen. Dadurch zieht der Film sich zwar zwischenzeitlich etwas, aber die lebensbejaende Botschaft behält er den ganzen Film über. Dafür erhält er 05 von 10 möglichen Punkten.

3) Monsieur Claude und seine Töchter: Französische Filme haben ja den Ruf etwas seltsam zu sein. Nicht jedoch dieser. Monsieur Claude ist streng katholisch und hat vier wunderbare Töchter. Doch nachdem die ersten drei sich einen Muslimen, einen Juden und einen Asiaten geangelt haben, scheint das Chaos schon vorprogrammiert. Die vierte Tochter ist nun die große Hoffnung. Und sie findet tatsächlich einen Katholiken, nur halt einen Schwarzen. Das ist zu viel für die Familie, die nun auch noch die Hochzeit organisiert. Der Film ist voller Vorurteile, verpackt diese aber mit so viel Humor, dass es nicht rassistisch ‚rüberkommt. Man kommt aus dem Lachen beinahe gar nicht mehr heraus. Trotzdem hat der Film auch Spannung und eine gute Portion Gesellschaftskritik. Dafür erhält er 08 von 10 möglichen Punkten.

4) Grand Budapest Hotel: Einer der Abräumer bei den diesjährigen Oscars. Mit einer vielleicht etwas ungewohnten Optik erzählt er die Geschichte des Pagen Zero, der im Grand Budapest Hotel unter Monsieur Gustave lernte und dabei eine Menge Abenteuer erlebte. Wenn man sich einmal auf die Stimmung und die Optik des Films eingelassen hat, kann er gut unterhalten, ist aber definitiv nicht für Jedermann. Belebt wird er vor allem von den Darstellern, die dem brillianten Ralph Fiennes in nichts nachstehen. Dafür erhält er 06 von 10 möglichen Punkten.

5) I, Frankenstein: Der Film ist von den Machern, der Underworld-Reihe, von der ich ein großer Fan bin. Dementsprechend waren auch meine Erwartungen. Auch die Grundidee des Frankensteins, der die Zeit überlebt hat und inzwischen in der modernen Welt angekommen ist. Optisch betrachtet kommt man als Zuschauer auch auf jeden Fall auf seine Kosten. Leider schafft der Film es durch eine Handlung, die zu viel in zu wenig Zeit wollte, auch durch brilliante Darsteller, allen voran Bill Nighy, nicht zu überzeugen. Man merkt, was der Film erreichen wollte, hat es aber leider versucht in 92 Minuten Film zu pressen und hat sich daher weder für Handlung noch für die Charaktere wirklich Zeit genommen. Daher gibt es nur 03 von 10 möglichen Punkten.

6) Ted 2: Der besoffenste Teddybär der Filmgeschichte ist zurück. Und er hat geheiratet. Doch auch ein Teddybär kann Eheprobleme bekommen. Diese soll nun ein Baby lösen. Doch der Adoptionsantrag löst eine Welle aus, die Ted nun stoppen muss. Denn nicht nur wird ihm das Recht verwährt, auch seine Ehe wird angezweifelt, da er nicht als Mensch gilt. Doch genau das möchte er nun beweisen. Wer den ersten Ted-Film mochte, wird auch den zweiten mögen. Der Humor ist genauso deftig, allerdings doch etwas weniger unter der Gürtellinie als noch der erste. Nur Amada Seyfried mag einfach nicht in den Film passen, da man ihr die Rolle einfach nicht abkauft. Man weiß auch nicht, was sie jetzt genau darstellen möchte, weil man kann nicht gleichzeitig die kiffende Anwältin und die brilliante Anwältin sein. Abgesehen von diesem Handlungsschwachpunkt, zeigt der Film viele bekannte Gesicher und die Lachmuskeln haben auf jeden Fall ordentlich zu tun. Dafür erhält der Film 06 von 10 möglichen Punkten.

7) a world beyond: Der Disneyfilm über eine Welt, die die Zukunft verändert sollte und ein Mädchen, dass den scheinbar vorhergesagten Untergang der Welt verändern könnte. Leider blieb der Film weit hinter meinen Erwartungen zurück, da ich mich wirklich auf den Film gefreut hatte. Doch die Handlung ist abgestumpft, hält sich viel zu lange an Kleinigkeiten auf und nimmt das angeschnittene Thema nicht ernst. Es hätte ein spannendes Abenteuer in einer Parallelwelt sein können, wurde aber Hugh Laurie, der der Welt abgeschworen hat, gegen George Clooney, der zwar keine Hoffnung mehr hat, aber trotzdem hilft. Es wurden gesellschaftskritische Themen angesprochen, aber dann nicht ausgeführt oder so schnell abgehandelt, dass sich keiner damit näher auseinandersetzt. Grundidee gut, Umsetzung schlecht. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

8) San Andreas: Der San Andreas Graben löst eine Kette von sehr schweren Erdbeben aus und reist sogar teilweise auf. Dieses Phänomen könnte Wirklichkeit sein, daher hinterlässt der Film einen bitteren Nachgeschmack. Des weiteren geht es um Dwayne Johnson, der seine Familie während der Katastrophe zu retten versucht, da er Rettungspilot ist. Vorab befürchtete ich, dass es so ein typisches Liebesdrama mit viel Zerstörung wird, doch hier geht es um Familienliebe und auch die steht nicht zu sehr im Vordergrund und lässt sich so gut ertragen. Stattdessen ist der Film ein gespanntes Drahtseil für die Nerven, denn der Film bleibt spannend und man versucht mit den Charakteren einen Ausweg zu finden. Ich musste mich mehr als einmal in den Arm meines Freundes krallen, weil ich so sehr mitfieberte. Alles in allem erhält der Film 06 von 10 möglichen Punkten.

So das war es dann auch schon wieder für dieses Mal. Ich bleibe dran die Filme nachzuholen 😉

Codename U.N.C.L.E.

Am 13.08.2015 erschien ein Film, der den kalten Krieg wieder thematisierte, aber auf eine ganz andere Art, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Napoleon Solo, ein Agent der CIA, soll in der DDR Gaby Teller befreien. Dabei wird er jedoch vom KGB-Agenten Illya Kuryakin beinahe gehindert. Doch kurz darauf wollen Russland und die USA gemeinsame Sache machen, um die deutsche Victoria Vinciguerra am Bau einer Atombombe zu hindern. Und als Agenten werden Solo und Kuryakin ausgewählt, um mit Gaby nach Italien zu reisen. Dies geht natürlich nicht ohne Konflikte.

 Natürlich klingt der Plot nicht so ganz neu, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass der Film die Serie Solo für U.N.C.L.E. wieder beleben sollte. Ich kenne die Serie aus den 1960er Jahren nicht, bin aber sehr angetan von dem daraus erzeugten Film.
Denn wenn ein CIA-Agent und ein KGB-Agent schon in der ersten Szene aufeinander treffen und dort den gleichen Auftrag haben und sich noch gegenseitig umbringen wollen und kurz darauf wieder aufeinander treffen, aber auf einmal zusammen arbeiten sollen, ist das schon ein Grund zum Schmunzeln. Wenn dann aber auch bei der Art der Ausführung des Auftrags grundsätzliche Unterschiede bestehen, jeder aber auf seine Art vertraut, resultieren da schon sehr lustige Dialoge heraus, die das Publikum aus vollem Halse lachen lassen.
So richtig trauen die beiden Agenten sich während des ganzen Films nicht über den Weg, obwohl sie irgendwann anfangen für einander einzustehen, was die Spannung des Films hält. Die die eher schlecht als recht geschlossene Freundschaft steht durchgehen auf der Kippe und der Zuschauer weiß auch gar nicht so recht, was er sich denn wünschen soll, weil beide Varianten mit viel Humor gezeigt werden. Auch könnten die beiden Charaktere einfach nicht unterschiedlicher sein. Natürlich wurden ihnen teilweise Charaktereigenschaften, die man mit ihrem Herkunftsland verbindet, zugeschrieben, so dass auch nie ein Zweifel aufkommt, wer jetzt aus welchem Lager kommt. Diese tropfen natürlich voller Vorurteile, wirken sich aber nicht negativ auf den Film aus.
Auch die anderen Charaktere wurden liebevoll und mit dem nötigen Tiefgang gezeichnet und zeigen auch im Laufe des Films mehrere Seiten ihres Charakters, was das Katz- und Maus-Agenten-Versteckspiel noch ausgefeilter und spannender macht. Trotz allem bleiben einige Teile des Films leider etwas zu vorhersehbar.
Die Kostüme sind zeitgemäß und sehr gut gewählt. Der ungeschulte Zuschauer erkennt auf erstem Blick zwar nicht die einzelnen Details, aber dafür wird dies teilweise im Film ausdiskutiert. Natürlich auf eine sehr lustige Art und Weise.

Alles in allem unterhält der Film das Publikum, schafft es aber im gleichen Atemzug durchgehend spannend zu bleiben. Dafür erhält er 07 von 10 möglichen Punkten.

Fantastic Four

Am 13.08.2015 erschien der neue Versuch die vier Marvel Helden auf die Leinwand zu bekommen in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Reed Richards weiß seit seiner Kindheit, dass er irgendwann Lebewesen in andere Dimensionen teleportieren möchte. Doch auch als er älter wurde, wurde er dafür immer nur ausgelacht und von seinen Lehrern verurteilt. Nur sein Freund Ben Grimm hielt immer zu ihm. Bis er auf … und Sue Storm trifft, die an seine Vision glauben und bereits ähnliche Versionen wie Reed entworfen haben. Kurzerhand wird Reed angeworben zusammen mit Victor van Doom und Sues und ihrem Bruder Johnny an einem Teleporter zu arbeiten. Tatsächlich schaffen sie es auch, nur das die Geldgeber nicht die Erbauer auch die ersten Teleportieren sein lassen wollen. Also versuchen sie es zusammen mit Reeds Freund aus Kindertagen Ben in einer Nacht und Nebel Aktion, die vollkommen nach hinten los geht.

Seit dem letzten Versuch von 2004 kennt man die vier Helden, die sich die Fantastic Four nennen. Reed Richards, der seine Gliedmasen gummiartig ausdehnen kann, Sue Storm, die sich unsichtbar machen kann, Johnny Storm, die menschliche Fackel und Ben Grimm, der nach dem Unfall nur noch ein großer Steinhaufen ist. Während viele Stimmen aus den Kritikerreihen, diesen Film als sehr schlecht und weit unter dem bereits schlechten ersten Teil sehen, muss ich sagen, dass ich die schlechten Kritiken nur teilweise nachvollziehen kann.
Denn im Gegensatz zum vorherigen Teil wird hier viel mehr auf die Details geachtet. Es beginnt schon mit der Schauspielerauswahl. Diesmal wird auf jüngere Darsteller gesetzt, allen voran Miles Teller, der spätestens seit Whiplash zeigte, was er drauf hatte. Das diese leider anhand des nicht gelungenen Drehbuches mit seinen teilweise sehr platten Dialogen grundsätzlich unterfordert scheinen, merkt man dem Film schon an, aber trotzdem holen sie viel aus dem Film heraus. Hinzu kommen geschlossene Handlungslöcher aus dem letzten Film. Denn diesmal wird ganz genau gezeigt, wieso die vier ausgerechnet diese “Kräfte” erhalten und keine anderen. Das ist zuvor immer unklar geblieben. Hinzu kommen liebevolle Details, wie klarere menschliche Umrisse bei Ben Grimm als “Das Ding”, wie einen sehr menschlich geformten Hintern.
Das sich Regisseur Josh Trank bereits von dem Film distanzierte, weil die für ihn entscheidenden Szenen herausgeschnitten wurden und er zu diesem Ende “gezwungen” wurde, ist schon verständlich, aber trotzdem merkt man, dass er sehr viel Herzblut in den Film investiert hat und auch die Charaktere auf einer sehr tiefen Ebene hätten liegen können. Reed wird diesmal nicht einfach plump als guten Wissenschaftler dargestellt, sondern wir lernen ihn bereits in der 5. Klasse kennen und erfahren, wie er Ben Grimm kennenlernte. Das macht ihn viel menschlicher und so fühlt man viel mehr mit ihm und seinen Entscheidungen als zuvor. Auch Johnny Storm bleibt zwar der bekannte Draufgänger, bringt aber mit seinem Ego in Verbinung mit seinen Kräften niemanden mehr in Gefahr, wie noch in der Version von 2004. Allgemein erhalten alle Charaktere mehr Tiefgang und so auch mehr Sympathiepunkte im Publikum.
Die viseullen Effekte sind der heutigen Generation angepasst und sorgen so für ein sehr schönes Bild zum angucken. Durch Liebe zum Detail, aber auch einer schönen Orientierung an den Comics fühlt man sich an die Qualität der Marvel-Reihe erinnert.

Alles in allem ist die Kritik am Film teilweise berechtigt, aber so schlecht wie viele ihn sehen, kann ich ihn einfach nicht bewerten, weil er durchaus auch seinen Wert hat. Dafür erhält er von mir 05 von 10 möglichen Punkten.

Boy 7

Am 20.08.2015 erscheint ein neuer deutscher Thriller in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Sam erwacht an einer U-Bahnstation ohne Erinnerungen. Doch anscheinend wird er von der Polizei gesucht. Er flieht vor den Beamten und versucht seine Schritte zu rekonstruieren. Dabei findet er sein Notizbuch, in dem er alles aufschrieb für den Fall, dass er sein Gedächtnis verlöre. Er findet heraus, dass er nachdem er die Schuldatenbank gehakt hatte, in eine Resozialisierungsanstalt gesteckt wurde. Während dort am Anfang alles gut aussieht und ihm gute Chancen geboten werden, merkte er immer mehr, dass etwas nicht stimmte.

Die Handlung klingt nun nicht gerade neu, denn dieses oder ähnliche Szenarios wurden schon öfter verfilmt. Nicht weiter verwunderlich ist es, dass der Film bis auf wenige Ausnahmen absolut vorhersehbar ist. Trotzdem gibt er eine ganz gute Leistung ab, wenn man mal von ein paar Logikfehlern absieht oder er doch teilweise ein paar Klitschees zu viel bedient.
Natürlich musste in diesem Film auch wieder die obligatorische Liebesgeschichte untergebracht werden, die eigentlich so gar nicht wirklich in die Handlung und vor allem nicht in die Szenerie passen will. Aber was erwartet man, wenn beide Geschlechter eine Hauptrolle bekommen.
Boy 7 hat einen der schrägsten Bösewichte, die ich seit langem gesehen habe. Man merkt zwar schon ab seiner ersten Szene, dass er wohl der Bösewicht sein soll, aber mit seinem sehr schmierigem Gehabe, seiner Arroganz seinem Aussehen betreffend und seiner neutralen und fast einschläfernden Stimme wirkt er zunächst nicht so. Auch im weitern Verlauf sorgt er eher für Erheiterung, als dass man ihn ernst nimmt. Aber genau das ist der Fehler, denn er hat es Faustdick hinter den Ohren. Und selbst wenn er oder seine Äußerungen lustig erscheinen, kann er jedoch gleichzeitig sehr kaltblütig sein. Das macht ihn zwar irgendwie interessant, aber so richtig ernstzunehmen ist er dann doch nicht. Daher fehlt dem Film doch irgendwie der Bösewicht, als dauerhafte Bedrohung.
Während Jens Harzer trotz aller Kritik an seiner Rolle als Bösewicht, diese trotzdem souverän spielt, enttäuscht David Kross in der Hauptrolle leider eher. Er schafft es leider nicht die Emotionen seiner Rolle dem Zuschauer verständlich ‘rüberzubringen. Diese muss der Zuschauer durch Situation und Dialoge erraten. Egal ob er nun auf der Flucht ist, im Gericht oder in der neuen Umgebung der Resozialisierungsanstalt, seine Mimik bleibt unverändert. Hier wäre jemand anderes wohl die bessere Wahl gewesen. Bei Emilia Schürle hingegen variiert die Leistung. Ihre harte Schale spielt sie souverän und gut. Sobald es aber auch hier um ein breiteres Spektrum an Emotionen geht, versagt auch sie. Man merkt ihr an, dass ihre Schauspielerfahrungen vor allem auf den Freche Mädchen-Filmen basieren.

Alles in allem ist Boy 7 durchaus spannend und auch sehenswert, bleibt aber hinter vergleichbaren Filmen seines Genres weit zurück. Dafür erhält er 04 von 10 möglichen Punkten.