Ant-Man

Am 23.07.2015 erscheint der neue Film aus dem Hause Marvel. Ich habe ihn in einer Vorpremiere bereits gesehen.

Kurz zur Story: Vor vielen Jahren entwickelte der Forscher Hank Pym ein Serum, um Gegenstände verkleinern zu können. Mithilfe eines Anzuges kann er sich selbst schrumpfen und wurde zu Ant-Man. Doch Howard Stark versuchte das Serum zu kopieren und für seine Zwecke zu nutzen. Aus Angst versteckt er sowohl das Serum als auch den Anzug. Doch Jahre später entwickelt Darren Cross, Geschäftsführer in Pyms Firma, ein ähnliches Serum. Um eine Katastrophe zu verhindern, rekrutiert Pym den jungen Scott Lang, um den Ant-Man wieder aufleben zu lassen.

Als ich den ersten Trailer gesehen habe, war ich sehr skeptisch gegenüber den Film, denn er wollte nicht in das mir bekannte Marvel-Universum passen. Ich kenne Hank Pym als Ant-Man und vorallem auch zusammen mit Wasp als Gründungsmitglied der Avengers. Daher war es für mich sehr ungewöhnlich, dass Hank Pym im Film Alt ist und auf einmal Scott Lang der Ant-Man sein soll. Aber ich habe das recherchiert! Hank Pym ist in den Comics Gründungsmitglied überlässt seine Identität aber in The Avengers #181 Scott Lang. Also hält sich der Film doch an Comicvorlagen, was zuvor meine Zweifel ausgelöst hatten.
Auch ansonsten passt sich der Film sehr gut in das bereits bestehende Marvel Cinematic Universe ein. Es knüpft an den letzten Avengersteil an und bietet immer wieder bekannte Gesichter durch Gastauftritte und bietet in den allseits bekannten After Credit Scenes auch wieder die Überleitung zum nächsten Film aus dem Hause Marvel. Etwas zu kurz kommt hier jedoch Hydra, da sie zwar erwähnt wird, aber im Gegensatz zu anderen Marvel-Filmen kaum Macht und Einfluss hat und sehr schnell vom Helden verscheucht wird.
Die Handlung an sich ist spannend gestaltet, auch wenn sie wenig überraschendes birgt. Das erste Drittel des Filmes erinnert dann auch eher an MacGyver.
Mehrfach ging mir während des Films der Satz „MacGyver trifft auf Lex Luthor“ durch den Kopf. Denn während der Held Scott Lang teilweise als MacGyver mit seinen genialen Einfällen dargestellt wird, scheint der Bösewicht Darren Cross aus dem DC Universum entnommen worden zu sein. Sowohl mit seiner Glatze, als auch mit seinem Vaterkomplex und seinem Wahn erinnert er doch sehr an Supermans Erzfeind. Trotz allem hat der Film seinen ganz eigenen Charme und punktet mit seinem typischen Marvel-Humor. Das Ende ist leider für meinen Geschmack etwas zu abgespaced, bewegt sich aber im Bereich des Erträglichem.
Und eins muss man dem Film lassen. Mir waren Ameisen noch nie so sympathisch! Der Film schafft es ihren Nutzen und ihre Fähigkeiten darzustellen und lässt dem Zuschauer gleichzeitig noch eine gewisse Beziehung zu ihnen aufbauen. Das schafft auch nicht jeder!

Alles in allem ist der Film wieder eine Bereicherung für das Marvel Cinematic Universe. Wer jedoch mit Marvel nichts anfangen kann, sollte auch diesen Film eher meiden. Ich gebe ihm solide 07 von 10 möglichen Punkten.

Für immer Adaline

Am 09.07.2015 erschien das amerikanische Drama mit Blake Lively in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Im Jahr 1933 hat Adaline Bowman einen Autounfall, den sie durch eine Verkettung glücklicher Umstände überlebt. Darüber hinaus altert sie aber ab diesem Tag auch nicht mehr. Ein paar Jahre ist alles gut, bis das FBI sich an ihre Fersen heftet, denn ewige Jugend wäre ein gutes Machtmittel. Also beschließt Adaline alle 10 Jahre Identität und Wohnort zu wechseln. Bis sie im Jahr 2014 den sympathischen Ellis kennenlernt.

Der ganze Film ist sehr märchenhaft erzählt. Verstärkt wird dieser Eindruck durch eine Erzählstimme. Diese wurde in anderen Kritiken leider immer sehr negativ dargestellt. Ihr wird vorgeworfen den Zuschauer zu „bemuttern“. Ich stattdessen finde, dass die Erzählstimme den märchenhaften Charakter des Filmes unterstützt. Gleichzeitig versucht er eine einigermaßen akzeptable Erklärung für den Zuschauer abzuliefern, wieso Adaline nicht mehr altert. Das heißt es kombiniert den märchenhaften Charakter des Filmes, nimmt sein Publikum aber gleichzeitig auch ernst.
Die Handlung an sich weißt hin und wieder Schwachstellen auf, also genauer hinterfragen sollte man den Film nicht. Aber wenn man den Film einfach nur sieht, ist es ein sehr romantisches Drama. Der Film teilt sich im Prinzip in zwei Teile. Der erste Teil erzählt, wie Adaline nicht mehr altert, ihr Leben nun ist und wie sie auf den sympathischen Ellis trifft. Der zweite Teil ist wesentlich dramatischer, aber alles in allem kommt jeder Romanikfan bei diesem Film auf seine Kosten.
Blake Lively verkörpert die Rolle der Adaline. Hierbei schafft sie es ihre Jugend zu verkörpern, aber auch gleichzeitig die Reife durch ihr wirkliches Alter und sich immer eine gewisse geheimnissvolle Aura zu bewahren. Auch der restliche Cast ist sehr passend gewählt und trägt zur märchenhafte Erzählweise bei. Allen voran natürlich Harrison Ford, der den Vater des Ellis verkörpert und auch ohne Peitsche und Laserkanone eine gelungene Leitung abliefert.
Das Ende (ohne spoilern zu wollen) gefiel mir persönlich überhaupt nicht, aber passt trotzdem zum Konzept des Filmes.

Alles in allem ist der Film genau das richtige für Träumer und Romantikfans. Alle anderen dürften wenig Gefallen an dem Film finden. Von mir erhält er 06 von 10 möglichen Punkten.

Der unaufgeräumte Schreibtisch

Hallo ihr Lieben,

ich bin wieder zurück!
Vielleicht sollte ich dazu erwähnen, dass ich im Urlaub war. Ich habe mir Karlsbad und Prag angesehen. Beide Städte sind sehr schön und auf jeden Fall zu empfehlen!
Und kaum kommt man zurück ins vertraute Heim fällt einem der unaufgeräumte Schreibtisch in den Blick. Kennt ihr das? Ihr räumt ständig euren Schreibtisch auf und trotzdem ist er immer zugemüllt? Ich weiß gar nicht, wo immer alles herkommt. Aber irgendwelche Rechnungen, Mitschriften, Kabel oder Notizzettel finden sich immer. Habt ihr Tipps, wie ich es schaffe, dass ich nicht jedes Mal wenn ich mich an den Schreibtisch setze aufräumen muss? Ich hab den Dreh leider meine komplette Schul- und Studienzeit über nicht gelernt.

Und mit diesem kleinen Beitrag habe ich es geschafft, weder meinen Schreibtisch aufzuräumen, noch einen produktiven Beitrag zu schreiben. Es lebe die Prokrastination!

Die Serienblogparade by FrauMargarete – Volume 5

Hallo ihr Lieben 🙂
Noch nicht lange ist es her, als ich euch meine Lieblingsschurken in Filmen präsentierte. FrauMargarete greift dieses Thema nun wieder auf mit ihrem neuen Thema zu ihrer Serienblogparade.

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Thema #5: Von Helden und Schurken

Welche Serienfigur ist dein liebster Held?

Der Doktor, die Winchesters, Sherlock… um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Die Liste ist beliebig lang erweiterbar, denn für mich ist eine Serie erst dann wirklich gut, wenn ich den Helden auch mag, um den sich die Serie handelt. Ist mir ein Held unsympathisch, dann kann ich die Serie gar nicht oder nur selten gucken (und dann muss es genug andere Charaktere geben, die ich sehr mag!)

Welche Serienfigur ist der fieseste Schurke?

Immer diese schwierigen Fragen. Wer ist denn am fiesesten? Der Master aus Doktor Who oder Moriarty aus Sherlock waren schon ziemlich böse und haben die Helden fast in den Wahnsinn getrieben. Spike aus Buffy war zumindest am Anfang auch sehr böse, aber dabei so cool und lässig, dass ich ihn nicht als fies einordnen würde. In Game of Thrones gibt es viele Schurken. Aber weder Geoffrey, der mich einfach nur genervt hat, noch Tywin Lannister, den ich als sehr symapthisch empfunden habe, schaffen es für mich wirklich als fiesester Schurke. Wirklich am fiesesten finde ich Mason Eckhart aus Mutant X. Er „fängt“ Mutanten und sperrt sie in Kapseln, obwohl er selbst bei ihrer Entwicklung mitgeholfen hat und legt den Helden dabei viele Steine in den Weg.

Was muss ein Charakter haben, damit er sich zum Helden entwickelt?

Also für mich muss er erst einmal sympathisch sein. Ich erkenne keinen Charakter als Helden an, den ich nicht mag. Dann muss ein Held natürlich einen oder mehrere Gegenspieler haben. Die Moral darf gerne etwas zweifelhaft sein, aber im Endeffekt muss er (der Held, unabhängig vom Geschlecht) auf der Seite des „Guten“ stehen oder in einer Grauzone, die mehr Richtung „Gut“ geht. Der Doktor muss beispielsweise auf seiner Reise durch Raum und Zeit immer wieder schwierige Entscheidungen treffen, wo man teilweise überlegen muss, ob es jetzt „Gut“ war. Zum Beispiel löst er in der vierten Staffel (Rechnung seit dem Remake von 2005) den Vesuv aus, weswegen Pompeji verschüttet wird. Dabei starben viele Menschen. Der Preis für die Alternative wäre allerdings die gesamte Menschheit gewesen.

Was macht einen wirklich bösartigen Charakter aus?

Hier würde ich mal vereinfacht sagen, dass er „Böse“ sein muss. Und zwar ohne wenn und aber. In jeder seiner Handlung muss etwas negatives zu finden sein. Keine Reue, keine Rücksicht. Er darf dabei aber gerne sympathisch ‚rüberkommen!

So das war’s von mir zu diesem Thema, bis zum nächsten 😉

Insidious Chapter 3

Ebenfalls am 02.07.2015 erschien die Vorgeschichte zu der Insidious-Reihe in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Quinn Brenner lebt mit ihrem Vater und ihrem Bruder zusammen in einem Mehrfamilienhaus. Ihre Mutter ist vor kurzem gestorben. In ihrer Trauer sucht sie Elise Rainier auf, ein Medium. Doch bei dem Versuch Kontakt zu Quinns Mutter aufzunehmen, wird Elise von ihrer eigenen Dämonin heimgesucht und muss den Versuch abbrechen. Doch dabei hat sich ein anderes Wesen in unsere Welt geschlichen und sich nun an Quinns Fersen geheftet.

Ich habe die ersten Insidious Teile nicht gesehen, kann also keine Verbindung dazu herstellen. Die Handlung an sich ist schlüssig und hat durchaus Gruselpotenzial. Die Charaktere sind gut gestrickt und sehr verschieden, was ein gutes und harmonisches Zusammenspiel ermöglicht. Auch die Maske verdient ein großes Lob für die Geisterkostüme, die mit einer großen Sorgfalt ausgesucht und durchdacht wurden.
Leider benutzt der Film keine großen „Gruseleffekte“, sondern bedient sich der in letzter Zeit häufigen Methode, der „Schockmomente“. Dass heißt, dass zu einem bestimmten Moment irgendetwas oder jemand aus dem Nichts erscheint und das mit einem plötzlichen Anstieg der Musik. Natürlich erschrickt man und natürlich zuckt man dabei zusammen. Aber nachhaltig Gruseln tut man sich dabei eher weniger. Das ist sehr schade, denn der Film hatte ein deutlich größeres Potenzial und hat auch zunächst mit dem Spiel mit natürlichen Urängsten angefangen, wie zum Beispiel dem Klopfen aus einer leeren Wohnung.
Stefanie Scott als Quinn Brenner überzeugt leider sehr wenig in ihrer Rolle. Ihre Gesichtsausdrücke sind sehr gleich und selbst, wenn sie Todesangst haben sollte, wirkt sie relativ gelangweilt. Die eigentliche Stimmung hebt eher Lin Shaye als das Medium Elise Rainier, die permanent eine gute Rolle abliefert, mit der man mitfühlt und mitfiebert.
Die Stimmung des Films hebt sich zwischenzeitlich beachtlich, durch teilweise gewollte, teilweise aber auch ungewollte Komik. Die beiden Geisterjäger, die gerufen werden, gehören eindeutig zu ersterer Kategorie und geben dem Film eine gewisse Leichtheit. Hinzu kommt noch die ungewollte Komik, die herlich mit Kommentaren aus der Reihe hinter mir gefüttert wurde („Na zum Glück habe ich eine Falltür in mein Haus gebaut“ – um nur einen zu nennen).

Alles in allem baut der Film leider zu oft auf Schockmomente, was die Stimmung etwas kaputt macht, denn das Potenzial zum guten Gruseln war da. Dafür gibt es von mir 04 von 10 möglichen Punkten.

Die Minions

Am 02.07.2015 erschien die Vorgeschichte zu den „ich einfach unverbesserlich“ Filmen bei denen diesmal die Gehilfen des bösen Gru in Augenschein genommen werden, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Die Minions waren schon immer auf der Suche nach dem bösesten und fiesesten Schurken, um ihnen zu dienen. Doch im Laufe der Geschichte hatten sie einfach kein Glück einen Schurken zu behalten. Dadurch wurden sie sehr antriebslos. Bis sich Kevin, Stuart und Bob auf den Weg machten, endlich einen neuen Schurken zu finden. Ihr Weg führt sie über New York zur Villain-Convention. Dort treffen sie auf Scarlett Overkill.

Vorab gab es ja viele Spekulationen, ob die Minions, die in „Ich einfach unverbesserlich“ nur als lustige Nebencharaktere fungierten, auch das Potenzial haben einen ganzen Film zu tragen. Der Hype um die Minions ist groß, daher war es naheliegend, dass ein Film kommen würde. Und sie schaffen es tatsächlich den 91 Minütigen Film zu tragen. Sie bleiben ihren Rollen aus den ersten Filmen treu, sind weiterhin etwas tollpatschig, aber unglaublich liebenswürdig und sehr witzig. Dadurch, dass drei Minions im Vordergrund stehen, konnten auch die Charaktere vertieft werden, was mit allen Minions etwas schwer geworden wäre. Auch alle anderen Charaktere wurden gut gezeichnet und bilden eine gesunde Mischung.

Allerdings haben es die Macher der Trailer wieder einmal geschafft, praktisch den ganzen Film vorweg zu nehmen. Wenn man vorab alle Trailer gesehen hat, kennt man die meisten Szenen und auch die ganze Story. Der Film bietet dann nur noch wenig neuen Witz und auch wenig unvorhergesehenes. Das finde ich sehr schade, weil der erste Trailer richtig Lust auf den Film gemacht hat, aber von der eigentlichen Story wenig verraten hatte. Dies änderte sich aber mit dem zweiten Trailer, der dann in der Kombination mit dem ersten praktisch alles vorweg nahm. Das ist echt ärgerlich und sollte meiner Meinung nach vermieden werden.

Vorab hatte ich auch meine Zweifel bezüglich der Sprache der Minions, da dies ein Gemisch aus den verschiedensten Sprachen ist. Teilweise hat man dann doch etwas verstanden, da auch Deutsch und Englisch dazuzählen. Aber auch ansonsten konnte man durch Gestik, Mimik und Handlung immer verstehen, was einem die Minions sagen wollten und es blieb nichts unklar.
Ein riesen Lob gebührt Heitor Pereira für die musikalische Auswahl. Jedes Musikstück ist sehr gut gewählt und hat sehr viel zur guten Laune des Films beigetragen. Teilweise waren sie etwas ironisch, was sie nur noch passender und lustiger gemacht haben. Auch haben sie die Zeit, in der der Film spielt gut aufgegriffen und ‚rüber gebracht.
Die Handlung an sich ist gut durchdacht und bietet allerlei Witz und Charme. Nur gegen dem Ende bleibt der Film leider nicht seinem Stil treu, sondern überdreht in einer „Endschlacht“. Das hat leider sehr viel Witz wieder genommen und wollte einfach nicht so richtig ‚rein passen. Das eigentliche Ende aber hat dies wieder gut überspielt und gibt auch die perfekte Überleitung zu „Ich einfach unverbesserlich“.

Alles in allem unterhält der Film sehr gut und jeder, der die Minions mag, sollte sich diesen Film ansehen. Daher erhält er von mir 07 von 10 möglichen Punkten.

Die Pan-Trilogie – Band 1 – Das geheime Vermächtnis des Pan

Vor ein paar Wochen fand ich durch einen längst vergessenen Zufall die Pan-Trilogie von Sandra Regnier.Und ich habe sie verschlungen! Ich habe alle drei Teile in nur ca. 2 Wochen gelesen und das obwohl ich sehr selten Zeit zum Lesen finde. Daher hier nun meine erste Buchkritik.

Band 1: Das geheime Vermächtnis des Pan

Kurz zur Story: Der Elf Leander FitzMor, kurz Lee, besucht eine Schule in London. Denn hier soll er die Prophezeite finden. Durch einen Kuss, möchte er sie an sich binden, denn sie ist ihm durch die Prophezeiung als Frau versprochen und der Kuss eines Elfen lässt eine Frau nie wieder jemand anderen lieben. Schnell findet er Felicity und durch seinen Charme kommt es zum Kuss. Doch kurz darauf muss er feststellen, dass es zwei Felicitys an der Schule gibt und er die falsche an sich gebunden hat.

Seit Stephanie Meyers Erfolg mit Twilight sind die Vergleiche mit diesen Romanen nicht mehr Weit, sobald es in den realitätsbezogenen Fantasy geht. Doch auch wenn der Schauplatz wieder an einer Schule beginnt, tritt „Das geheime Vermächtnis des Pan“ Twilight sehr schnell in den Hintern. Zwar ist Lee als unglaublich hübsch beschrieben, aber sein Charakter hat viel mehr Tiefgang als ein Edward Cullen. Denn zunächst ist er überglücklich, dass seine prophezeite Frau ebenfalls wunderhübsch ist, bis er herausfindet, dass es sich um eine Verwechslung handelt. Die richtige Felicity ist das absolute Gegenteil. Dicklich, ungepflegt und durch das Arbeiten im Pub ihrer Mutter auch immer mit dem Duft nach Whiskey. Lee ist natürlich alles anderes als begeistert und versucht trotzdem sie kennenzulernen. Aber nein auch hier zieht nicht das typische Aschenputtel-Klitschee, sondern Felicity versucht mit Hilfe ihrer Freunde selbst etwas zu ändern. Sie geht regelmäßig joggen und versucht nicht mehr so spät im Pub zu arbeiten. Lee hält sie erst einmal auf Abstand. Doch er versucht sie trotzdem näher kennenzulernen.
Der Freundeskreis von Felicity ist begrenzt, aber voller verschiedenster Charaktere. Man fühlt sich schnell als Mitglied des Freundeskreises und wird nach und nach mit Hintergrundinformationen der einzelnen Charaktere gefüttert.
Die ersten zwei Drittel scheinen aus dem Leben eines normalen Teenagers gegriffen zu sein, nur leicht gespickt, mit rätselhaftem Verhalten Lees oder leichten rätselhaften Vorfällen in Felicitys Leben. Erst danach kommt man langsam dahinter, was Lee ist und was Felicity mit allem zu tun hat. Aber ich für meine Fälle mag es, wenn sich die Story langsamer aufbaut und nicht alles Knall auf Fall über den Protagonisten hereinbricht.
Der Schreibstil von Regnier ist leicht und locker, aber doch mit der gewissen Portion Anspruch. Also ein guter Lesefluss ist gewährleistet.
Also für jeden, der endlich einmal etwas lesen möchte, der realitätsbezogenen Fantasy gerecht wird, eine absolute Leseempfehlung!

 

Freistatt

Am 25.06.2015 erschien Drama über die wahren Begebenheiten in der „kirchlichen Erziehungsanstalt“ Freistatt in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der 14-jährige Wolfgang passt mit seiner rebellischen Art nicht in das Leben seines Stiefvaters. 1968 schickt er daher Wolfgang in die kirchliche Erziehungsanstalt Freistatt. Dort stehen Überwachung, Einsperrung und harte Arbeit im Moor auf der Tagesordnung.

Ich finde es schwierig einen solchen Film zu bewerten, denn die Realität folgt keinem Skript. Der Film zeigt ungeschönt die Geschehnisse in Freistatt. Er basiert auf Erzählungen ehemaliger „Insassen“ in der Einrichtung. Die Geschichte ist dadurch nicht spannend und die Minuten ziehen sich nur so dahin. Dafür ist der Film aber umso bestürzender und lässt einen mit den Jungs mitfühlen und einen einmal mehr über die Geschichte den Kopf schütteln. Die Schauspieler bringen ihre Rollen alle mitfühlsam ‚rüber und tragen dadurch den Film.

Alles in allem ist der Film vielleicht nicht die große Kunst für die große Leinwand und das breite Publikum, aber sollte in keinem Geschichtsunterricht mehr fehlen. Den Film möchte ich nicht bewerten.

Gesehen im Juni 2015

Hallo ihr Lieben,
hier nun meine angekündigte Übersicht der Filme, die ich nicht auf der Kinoleinwand gesehen habe. Ausgenommen sind auch die Filme, die auf meiner Verpasst-Liste stehen, da diese in meinem Format „Verpasst aber nicht Vergessen“ behandelt werden.

1) Remember Sunday: Seit einem Unfall hat Gus kein Kurzzeitgedächtnis mehr. Jeden Morgen erwacht er in seinem Bett und weiß nicht, wo er ist und was seit seinem Unfall passiert ist. Mit Hilfe von Zetteln und Notizen überall und seinem Diktiergerät versucht er ein halbwegs normales Leben zu führen. Und dann trifft er auf Molly. Die Thematik wurde schon des öfteren behandelt, aber hier trifft sie genau den richtigen und vorallem sehr romantischen Ton. Die Charaktere sind liebevoll dargestellt und die Handlung zum dahinschmelzen. Für alle Romantikfans ein Film, den man gesehen haben muss.

2) Larry Crowne: Tom Hanks und Julia Roberts brillieren hier zusammen vor der Kamera. Larry Crowne verliert durch die Wirtschaftskrise seinen Job, weil er keinen College-Abschluss hat. Da er auch so schnell keinen neuen Job findet, schreibt er sich am College ein, um seine Chancen zu verbessern. Hier trifft er auf die Professorin Mrs Tainot. Diese ist weder im Job noch in der Ehe glücklich. Ich habe diesen Film bestimmt das 5. oder 6. Mal gesehen und jedes Mal bekomme ich meine Extra-Portion Lebensenergie. Larry Crowne wird oft auf die Liebesgeschichte reduziert, aber er hat daneben so viele Mitteilungen, allen voran „Du bist nie zu alt um dein Leben neu zu gestalten“. Für mich auf jeden Fall ein Gute-Laune-Film, den ich jeden empfehlen kann.

3) Briefe an Julia: Sophie Hall ist eine junge Journalistin, die mit ihrem Verlobten Urlaub in Verona macht. Doch während dieser nur sein neu eröffnetes Restaurant im Kopf hat und Geschäftskontakte sucht, trifft Sophie auf die „Sekretärinnen Julias“, die Briefe an Shakespeares berühmteste Heldin beantworten. Dabei findet sie einen längst vergangenen Brief und beantwortet diesen. Nur um kurz darauf mit der Schreiberin und ihrem Enkel auf der Suche nach der wahren Liebe zu sein.
Amandy Seyfried spielt hier ihre übliche Rolle als sympathische Frau, die um die Liebe kämpft. Leider wird sie auch hier wieder als etwas zu perfekt dargestellt. Doch abgesehen davon, ist der Film auch wieder absolut lebensbejaend und mit überaus sympathischen Charaktern bestückt. Hier lernt man vor der Kulisse Italiens zu träumen.

4) Selbst ist die Braut: Sandra Bullock, die Ryan Reynolds als Chefin erst unterdrückt und als sie abgeschoben werden soll auf einmal heiraten will. Heraus gekommen ist ein sehr humorvoller Film, der meiner Meinung nach etwas zu schnell von der eigentlichen Idee abdriftet. Aber hier auf jeden Fall eine starke Frauenrolle mit den verschiedensten Charakteren. Der Film lohnt auf jeden Fall einen Blick.

5) Forrest Gump: Ja, ich habe zum ersten Mal in meinem Leben Forrest Gump gesehen. Und bin seitdem hin und weg von dem Film. Wie Forrest auf dieser Bank in Savannah sitzt und sein Leben erzählt, dass immer nur aus überraschenden Fügungen besteht. Einfach ein herzerwärmender Film, und zu Recht ein absoluter Klassiker.

6) Shame: Ein Film, der sich mit dem Thema der Sexsucht befasst. Michael Fassbender hat hier die Hauptrolle übernommen und trägt damit den Film. Die Handlung an sich ist leider etwas undurchsichtig und der Film entwickelt sich eher in die Richtung „interpretier mich“, was mich an Filmen immer stört. Trotzdem wird mit dem Thema respektvoll umgegangen und es geht nicht nur um ein Porno mit Handlung. Für alle, die sich dem Thema respektvoll nähern wollen, kann ich den Film empfehlen, wenn man bereit ist, die ganze Zeit mitzudenken.

7) Einfach zu haben: Emma Stone spielt hier ein Mädchen, dass durch Lügen und dem Bedürfnis einem Freund zu helfen als Schlampe abgestempelt wird. Alles begann nur mit einer kleinen Lüge, um ihre gute Freundin Rhi nicht auf einen Campingausflug begleiten zu müssen. Doch eine Lüge folgte der nächsten und in der Zeit des Internets sind dem ja keine Grenzen gesetzt. Erzählt wird die ganze Geschichte rückblickend von Olive (Emma Stone) unterteilt in 5 Akten. Der Film springt zwischen humorvoll, provozierend und absolut sympathisch hin und her und ist daher auf jeden Fall einen Blick wert.

8) Enders Game: In der Zukunft begleiten wir Ender an die Militärschule, an der er und viele andere in seinem jungen Alter Taktiken und Übungen erlernen, um vor der ständigen Bedrohung durch eine außerirdische Lebensform namens „Formics“ beschützen zu können. Dabei fällt es ihm schwer sich anderen unterzuordnen und hat dabei aber immer die besten Einfälle, so dass er schnell die Karriereleiter emporklettert. Der Film ist spannend gestaltet und hätte der Auftakt einer schönen Trilogie werden können, aber leider war das Interesse an dem Film zu gering. Ich hab ihn auch erst jetzt gesehen, was schade ist, denn auf der großen Leinwand hätte er bestimmt noch einmal mehr gewirkt.

9) Rock of Ages: Die Verfilmung eines Musicals, das voller Rockklassiker der 80er Jahre ist. Die Handlung überzeugt leider eher weniger, da eine klassische Liebesgeschichte im Vordergrund steht, aber daneben birgt der Film tolle Charaktere und die Lieder gehen einem so schnell nicht mehr aus dem Ohr. Gespickt mit einem absoluten Starcast (Tom Cruise, Catherine Zeta-Jones, Alec Baldwin, Mary J. Blidge & Russel Brand) ist der Film trotzdem sympathisch gestaltet und lädt zum Rocken ein.

10) P.S. Ich liebe dich: Holly führte eine glückliche Ehe, doch verliert durch eine Krankheit ihren geliebten Gerry viel zu früh. Um ihr jedoch über die Trauer hinwegzuhelfen, hat Gerry für jeden Monat einen Brief deponiert, in der er ihr Anweisungen gibt. Ich habe die Buchvorlage von Cecelia Ahern vor ein paar Jahren verschlungen, denn die Handlung ist an sich wirklich rührend und lässt den Leser lachen und weinen gleichzeitig. Der Film wird dem leider absolut nicht gerecht. Die Handlung wurde geändert, so dass die eigentliche Botschaft nicht mehr ‚rüberkommt und die rührendsten Szenen des Buches wurden gleich ganz weggelassen. In diesem Fall lest lieber das Buch als diesen Film zu sehen!

Vorfreude für die 2. Hälfte 2015

Hallo ihr Lieben,
zu Anfang des Jahres hab ich euch eine Liste geschrieben, auf welche Filme ich mich besonders freue. Zu dem Zeitpunkt waren aber die meisten Filme der zweiten Hälfte noch nicht bekannt gegeben. Deshalb präsentiere ich euch hier nun meine überarbeitete Liste für die Filme, die dieses Jahr noch in den deutschen Kinos starten.

1) Die Minions: Die kleinen süßen „Wasauchimmer“ aus Ich einfach unverbesserlich bekommen endlich ihren eigenen Film. Der Trailer lässt auf einen sehr humorvollen Film schließen und ich freue mich wahnsinnig drauf.

2) DUFF – hast du keine bist du eine: Die ganze Welt ist in Klitschees und Vorurteile eingeteilt. Ein Mädchen, dass von ihrer Kategorie nichts wusste, versucht sich jedoch daraus zu befreien. Mir sagt die Story und der Trailer zu, daher steht der Film definitiv auf meiner Liste.

3) Ant-Man: Jeder, der meinen Blog verfolgt, weiß, dass ich ein großer Marvel-Fan bin. Daher lass ich mir natürlich den nächsten Film nicht entgehen. Etwas skeptisch bin ich noch wegen des Helden, da sie doch der Comicvorlage widerspricht, aber vielleicht überrascht mich der Film ja noch.

4) Pixels: Zum Leben erweckte Computerspiele, gesteuert von Aliens, die die Erde angreifen. „Pac Man ist böse?“ ist nur ein Zitat aus dem Trailer, dass mich sofort ins Kino laufen lässt.

5) Mission Impossible: Rogue Nation: Während ich die ersten drei Filme als Fan der ursprünglichen Serie eher nicht mochte, bin ich ein großer Fan des vierten Teils (Phantom Protokoll) mit dem neuen Cast um Simon Pegg und Jeremy Renner. Daher will ich mir den neuen Teil nicht entgehen lassen, in der Hoffnung, dass er sich am vierten orientiert und mich daher umhauen wird.

6) Fack ju Göhte 2: Der erste Teil war zwar nicht gut, aber unheimlich lustig. Die ersten Teaser lassen auf eine gute Fortsetzung schließen und ich hoffe einfach nur auf gute Unterhaltung.

7) Kill the Messenger: Story und Trailer sahen halbwegs interessant aus, aber ich als Fangirl hab an sich nur einen Grund diesen Film zu sehen: Jeremy Renner.

8) Maze Runner – die Auserwählten in der Brandwüste: Ich mochte sehr den ersten Teil, der letztes Jahr in den Kinos lief. Danach habe ich die Büchertrilogie absolut verschlungen und bin jetzt sehr gespannt auf die filmische Umsetzung. Auch wenn mich der Trailer eher kritisch gestimmt hat.

9) Pan: Peter Pan war einer meiner liebsten Disneyfilme. Nun wird die Vorgeschichte verfilmt. Der Trailer lässt auf einen gut gemachten Film schließen und daher auch dies einer meiner Favoriten dieses Jahr.

10) Spectre: Skyfall hat mich als Nicht-James-Bond-Gucker überzeugt und ich hoffe auf eine gelungene Fortsetzung mit Daniel Craig und Ralph Fiennes als M.

11) Mockingjay 2: Der (hoffentlich) krönende Abschluss der Tribute von Panem-Reihe. Ich habe die Bücher gelesen und erwarte daher großes.

12) Star Wars – das Erwachen der Macht: Ich bin Star Wars-Fan. Daher auch neugierig, wie die neue Trilogie eingeleitet wird.

13) Die Peanuts: Meine Mama ist ein großer Peanuts Fan, daher bin ich mit Snoopy und Co. aufgewachsen und freue mich auf Kindheitserinnerungen im Kino.

Was sind eure Highlights der kommenden Jahreshälfte?