Youth – Ewige Jugend (Kurzkritik)

Am 26.11.2015 erscheint ein Film, der das älter werden philosophisch betrachtet, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der Komponist Fred Ballinger und der Regisseur Mick Boyle verbringen ihre Ferien in einem Luxus-Wellnesshotel in der Schweiz. Dort beschäftigen sie sich damit, die anderen Gäste zu beobachten. Doch die Vorstellungen des Ruhestandes gehen bei beiden weit auseinander. Während Ballinger nicht mehr komponiert, und sogar den Auftrag der britischen Queen, vor ihr seine Werke zu dirigieren, ablehnt, steckt Mick mitten in den Vorbereitungen für einen neuen Film.

Youth ist einer der Filme, die bei Cineasten und Liebhabern von Kunstfilmen sehr gut ankommen, vom durchschnittlichen Publikum aber gemieden werden sollte. Der Film verläuft sich in einer aneinander Reihungen von philosophischen Fragen und Antworten. Im großen und ganzen geht es um zwei alte Männer, die im Alter nicht mehr glücklich sind, wie sie ihre Jugend verbracht haben. Fred Ballinger bereut vor allem das schlechte Verhältnis zu seiner Tochter, da er zu viel Zeit seiner Musik gewidmet hatte. Das Verhältnis der beiden wird auf das genauste durchleuchtet. Mick Boyle hingegen versucht sich an noch einem großen Film, eine Homage an alle seine vorherigen Werke. Nur seine Hauptdarstellerin spielt nicht so ganz mit. Doch trotz der ganzen Philospohie schafft der Film es nicht eine klare Aussage zu treffen oder einer direkten Struktur zu folgen. Stattdessen plätschert der Film so vor sich hin und vertraut darauf, dass die starke Besetzung des Filmes darüber hinweghilft. Aber selbst Michael Caine scheint in diesem Film sehr schwach und unpointiert. Erst im letzten Drittel erfährt man langsam seine Beweggründe und geht ganz anders mit seiner Rolle um.
Dadurch, dass dem Film die wirkliche Aussage und Pointe fehlt, ist dem Zuschauer nicht klar, wo genau das Ende ist. Während der Film sich immer weiter zieht, gibt es gefühlte 10 Szenen, die perfekt als einen runden Abschluss dienen. Nur das nur einer letztendlich wirklich als Abschluss dienen.

Alles in allem ist der Film nur für die oben genannte Zielgruppe und selbst dann unpointiert. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Spectre

Am 05.11.2015 erschien ein neuer Film der James Bond-Reihe in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Die Agenten der 00-Reihe sollen aussortiert werden, nachdem Mi5 und Mi6 zusammengelegt werden sollen. M versucht alles, um das zu verhindern. Doch James Bond spielt dagegen, in dem er in Mexiko City einen Alleingang wagt. Dabei stößt er auf die Organisation Spectre, die er nun verfolgen will. Um der Bürokratie aus dem Weg zu gehen, bittet er Q ihn verschwinden zu lassen und macht sich selbst auf die Suche nach Spectre.

Nach dem Erfolg von Skyfall waren die Erwartungen an Spectre sehr hoch. Skyfall schaffte es mit den bestehenden Klitschees spielerisch umzugehen („Was haben Sie erwartet? Explodierende Kugelschreiber? So etwas machen wir eigentlich nicht mehr“) und eine neue Zeit einzuläuten. Dementsprechend hoch waren die Erwartungen an Spectre.
Wie gewohnt wirft uns auch Spectre sofort mitten in eine Szenerie, in der Bond sich schnell mitten in nervenaufreibender Action wiederfindet. Vor der schönen Kulisse des „Tag der Toten“ in Mexiko-City, verfolgt er ein paar Männer, hört Informationen ab und sprengt schließlich den ganzen Blog in die Luft, um die Männer umzubringen. Das ganze endet in einem Kampf in einem Hubschrauber direkt über dem zentralen Ort des „Tag der Toten“. Überblende ins Intro, dass diesmal weder mit der Musik noch mit den Bildern überzeugen kann. Das Lied ist aussagelos und die Bilder setzen zu sehr auf halb nackte Frauen. Lediglich das wiederkehrende Bild eines Octopus lässt auf einen direkten Bezug zum Film schließen. Zurück in London muss sich Bond der Bürokratie stellen, denn M ist von Bonds Alleingang alles andere als begeistert. Der geplante Zusammenschluss des Mi5 und Mi6 mit der möglichen Auflösung der 00-Reihe zerrt an Ms Nerven und durch das von Bond verursachte Chaos fällt es ihm immer schwerer gegen die Argumentation seines Gegeners C anzukommen. Doch Bond hat eine eigene Mission. Eingeweiht werden Moneypenny und Q, die helfen sollen Bond verschwinden zu lassen. Dieser folgt den Spuren von Spectre, die ihn zu Ernst Stavro Blofeld führen, dem Kopf von Spectre. Ein Bösewicht, der schon immer dagewesen ist, und laut eigener Aussage, für all das Leid, dass Bond jemals wiederfahren ist, Schuld sein soll.
Spectre schürte Erwartungen in diesem Film einen Übergegner zu kreieren, jemand der sich wie ein roter Faden durch die Filme zieht. Nach kurzer Recherche findet der interessierte Zuschauer heraus, dass dies auch stimmt. Blofeld tauchte schon in den Filmen Liebesgrüße aus Moskau, Feuerball, Man lebt nur zweimal, Im Geheimdienst Ihrer Majestät, Diamantenfieber, In tödlicher Mission und Sag niemals nie auf. Leider verpasst Spectre auf diese Filme Bezug zu nehmen und scheint einen neuen Superbösen vorstellen zu wollen. Erwähnt werden die Filme Casino Royale und Skyfall, und auch die werden nur kurz angeschnitten. Der Zuschauer bekommt keine näheren Erklärungen, sondern soll die Tatsache einfach kommentarlos akzeptieren. Denn dafür hat Spectre keine Zeit. Der Film möchte nämlich nur eins: Eine bildgewaltige Actionszene nach der anderen sinnfrei aneinanderreihen und möglichst viel in möglichst kurzer Zeit zerstören. Das die eigentliche Handlung darunter leidet, scheint egal. Zwischendurch muss noch schnell die Frauenquote erfüllt werden, also wird eine Monica Belucci auf die Leinwand gezerrt mit max. 10 Minuten Leinwandzeit, aber Hauptsache Bond hat schnell jemanden zum verführen – wobei hier nicht einmal mehr von Verführung gesprochen werden kann. Beluccis Rolle ist wahllos austauschbar und erfüllt nur den Zweck Bond in eine Richtung zu schicken. Das hätte auch ein Zettel mit einem Hinweis drauf geschafft. Lediglich der Dialog zwischen Bond und Mr. White scheint tiefgründiger zu sein und verrät ein paar Details über Spectre.
Daniel Craig übernimmt die Rolle des James Bond. Gewohnt souverän, aber auch wortkarg stürzt er sich in eine Verfolgungsjagd nach der nächsten. Frauen muss er nicht einmal mehr verführen, ein ausdrucksloser Gesichtsausdruck scheint zu reichen. Für mehr ist auch keine Zeit, denn das Drehbuch drängt, es muss wieder mehr Action passieren. Die gewohnte coole, elegante Art von Bond kann nicht durchkommen.
Lea Seydoux übernimmt die Rolle des Bondgirls Madeleine Swann. Bekannt wird sie wohl eher als nervigste und unentschlossenste Bondgirl. Sie ändert ihre Meinung teilweise minütlich und scheint eher ein Klotz am Bein als eine wirkliche Hilfe für Bond. Von „fass mich nicht an“ zu „schlaf mit mir“ zu „aber ich liebe dich“ in einem Handgefecht und einer Entführung ist aber auch ein Rekord. Eine wirkliche Charakterentwicklung ist nicht erkennbar.
Christoph Waltz übernimmt die Rolle des übermächtigen Gegeners Blofeld. Aber mit gefühlten 10-15 Minuten Leinwandzeit von 150 Minuten schafft auch ein Christoph Waltz nicht irgendetwas im Film zu reißen. Das Markenzeichen Blofelds ist aus den alten Bonds Glatze und Katze. Während die Glatze komplett fehlt, wird zumindest die Katze zweimal kurz eingeblendet. Zwar völlig aus dem Zusammenhang gerissen, aber sie ist zu sehen. Wie oben erwähnt, wird die Rolle nichts genutzt, sondern viel zu schnell abgehandelt und auch letztendlich viel zu schnell besiegt.
Ben Whishaw übernimmt die Rolle des Q. Und damit die einzige Rolle, die etwas dynamik in den einschläfernden Film bringt. Seine sehr steife, britische Art steht im direkten Gegensatz zu Bond und somit führen die Dialoge zur einzigen Erheiterung im Film. Die einzige Rolle, die sich ebenfalls weiterentwickelt ist Ralph Fiennes als M. In Skyfall wusste man noch nicht genau, was man von ihm halten sollte, und auch in Spectre scheint das positive Bild wieder zu kippen, da M kaum hinter dem Schreibtisch hervorkommt. Erst im letzten Drittel schafft er es auszubrechen und dort findet man das sympathische an dem neuen M wieder.

Alles in allem sollte man Spectre nicht zu zu später Stunde sehen, denn es droht trotz viel Action Einschlafgefahr. Für die schwache Leistung gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Pan

Am 08.10.2015 erschien die Vorgeschichte zu den Peter Pan Filmen in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Peter lebt in einem Waisenhaus, immer in der Hoffnung, dass seine Mutter eines Tages zurück kommt und ihn holt. Als kleiner Rebel legt er sich regelmäßig mit den Schwestern des Waisenhauses an. Bis er mitbekommt, dass diese Waisen an Piraten auf einem fliegenden Schiff verkaufen. Auch er gerät in die Hände der Piraten und wird im Nimmerland in eine Miene gesteckt, die dem Piraten Blackbeard gehört. Doch als er herausfindet, dass er Fliegen kann, ändert sich die Lage. Denn nun scheint Peter der Verheißene zu sein.

Es hat doch jeder schon einmal davon geträumt, etwas besonderes zu sein. Doch Peter hat nur einen anderen Wunsch. Aufgewachsen in einem heruntergekommenen Waisenhaus und unter der harten Hand und dem Rohrstock der Schwestern, träumt er jeden Tag davon, dass seine Mutter wiederkommt und ihn aus dem Leben befreit. Egal, wie viele Jahre ins Land ziehen, er glaubt daran, dass sie irgendwann wiederkommt. Mitten in den Geschnissen des zweiten Weltkrieges, findet er jedoch heraus, dass die oberste Schwester des Waisenhauses ein Geheimnis hat. In ihrem Zimmer versteckte sie unmengen an Gold und anderen Schätzen. Durch die Enthüllung des Geheimnisses muss die oberste Schwester handeln. Anstatt immer nur zwei, verkauft sie also gleich alle Jungen an ein fliegendes Piratenschiff. Mitten in einem Luftangriff manövrieren die Piraten das Schiff durch Bomben in die abenteuerliche Welt von Neverland. Dort wird der kleine Peter in die große Miene von dem Piraten Blackbeard gesperrt. Dort muss er den ganzen Tag über arbeiten. Der einzige, der sich für ihn interessiert ist der undurchsichtige Hook, der sich eigentlich für niemanden interessiert. Aber Peter schafft es in einer Notsituation zu fliegen. Und es gibt eine alte Prophezeiung, die einen fliegenden Jungen als den Retter der Eingeborenen und der Feen vorhersagt. Auf einmal ist Blackbeard doch mehr an ihm interessiert, gleichzeitig sieht Hook seine Chance auf Flucht in Peter. Letztendlich gelingt den beiden auch die Flucht und sie finden die Eingeborenen, die auf Peter als Retter hoffen. Doch die Piraten sind ihnen dicht auf den Fersen.
Levi Miller übernimmt in seiner ersten großen Leinwandrolle, die Rolle des Peter Pan. Konsequent spielt er den kleinen Traufgänger, der nie um einen Spruch verlegen ist. Man merkt jedoch, dass es sein Leinwanddebut ist, da ihm eine Auswahl an Gesichtsausdrücken fehlt. Diese fehlen jedoch auch den anderen Darstellern. Während es bei Hook noch passt, wirkt das übertriebene, aber aussagelose Schauspiel Hugh Jackmans als Blackbeard relativ ermüdend. Er spielt zwar einen Exzentriker und nimmt auch die Eigenschaften an, spielt aber entweder übertrieben oder zu leicht. Die Figur des Blackbeard hat absolut keinen Tiefgang und wird nur als gierigen Bösewicht dargestellt.
Garett Hedlund übernimmt die Rolle des ewig gelangweilten Hooks. Während alle anderen in ein klares gut und böse Schema eingeteilt werden, ist er der einzige Charakter, der nicht eindeutig zuzuordnen ist. An sich interessiert er sich nur für sich selbst, aber irgendwie scheint er doch an dem Schicksal Neverlands interessiert zu sein. Damit ist er der einzige Charakter, der für Wendungen Sorgen kann.
Pan ist ein Film, der wunderschön und sehr farbenfroh anzusehen ist und von der Verrücktheit der Welt lebt. Allerdings weiß er nicht diese auszunutzen. Die Figuren sind teilweise naiv und nervig dargestellt und keiner beweist Tiefgang. Zudem ist der Film sehr langsam erzählt und scheint nicht auf den Punkt zu kommen. Es gibt miteinander verwobene Handlungsstränge und jedem wird nur die halbe Aufmerksamkeit zu Teil, so dass eine Verwirrung innerhalb der Handlung erfolgt und der Film dauerhaft nicht auf den Punkt kommt. Man geht aus dem Kino und weiß immer noch nicht, was der Film einem mitteilen möchte. Das einzig positive war, als Blackbeard alle Mienenmitarbeiter dazu brachte zur Ankunft des Schiffes mit den Waisenkindern Smells like teen spirit zu singen.
Der Film vermag es nicht den Zuschauer abzuholen. Der Film zieht sich und sagt doch nichts aus. Man merkt, dass Spielraum für einen zweiten Teil gelassen wurde.

Alles in allem sagt der Film nichts aus und wird dadurch zu einem optisch schönen, aber langweiligem Filmereignis. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

The Walk

Am 22.10.2015 erschien ein Film, der den Gang des Philippe Petit über ein Drahtseil, dass zwischen den zwei Türmen des World Trade Centers gespannt wurde, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der Artist Philippe Petit hat nur ein Ziel im Leben. Immer einen neuen Ort finden, an dem er sein Drahtseil spannen kann. Eines Tages liest er beim Zahnarzt über den Bau des World Trade Centers. Von nun an ist er regelrecht besessen zwischen den zwei Türmen ein Drahtseil zu spannen und darüber zu laufen. Immer mehr Unterstützer findet er für seinen Traum, bis er schließlich oben am Rand steht und auf das gespannte Seil blickt.

Die Geschichte des Philippe Petit verkörpert von Joseph Gordon-Levitt. Doch wer denkt, dass der Film an der spannenden Stelle, nämlich in den USA am World Trade Center, einsetzt, hat weit gefehlt. Denn erst einmal bekommt man die gesamte Geschichte erzählt, wie Petit zum Drahtseil kam, in seiner Heimat in Frankreich. Er begann als kleiner Artist, als Straßenkünstler, immer auf der Flucht vor der Polizei und es reichte kaum zum überleben. Dies ändert sich auch nicht, als er das Drahtseil für sich entdeckt und Lektionen bei dem Zirkusdirektor Rudy lernt. Nur das seine anfängliche Faszination für das Seil schnell in eine Art Wahn umschlägt. Immer neue Plätze sucht er für seinen Seilgang, nicht zuletzt schritt er zwischen den beiden Türmen von Notre Dame über ein Seil. Schließlich findet er seinen Traum in den zwei Türmen des World Trade Centers. Kurzentschlossen sucht er nach Verbündeten und reist mit diesen in die USA. Eine halbsbrecherische Nacht- und Nebel-Aktion beginnt, denn ein Drahtseil zwischen die noch nicht fertigen Türme zu spannen ist illegal.
Joseph Gordon-Levitt übernimmt die Rolle des Philippe Petits. Er ist zwar ohne Frage ein brillianter Schauspieler, aber der gefakte französische Akzent wirkt doch etwas störend, hier wäre die Wahl eines echten Franzosen besser gewesen. Petit ist ein Träumer. Er selbst erzählt die Geschichte vom Kopf der Freiheitsstatue aus. Er kann keine Gründe für sein Faible für das Drahtseil oder für seinen lebensgefährlichen Traum nennen. Er scheint keine Angst vor dem Tod zu haben, ja er nimmt ihn sogar auf die leichte Schulter. Von seiner Erzählung aus, wirkt der Film sehr märchenhaft und realitätsfern. Gleichzeitig merkt man schnell, dass diese realitätsferne Petit zu einem unangenehmen Zeitgenossen machen. Seine Arroganz und Selbstsicherheit legt er selbst gegenüber seinen Helfern an den Tag und kann diese nur kritisieren, aber ihnen nicht danken.
Der Film schafft es an keiner Stelle richtige Spannung aufzubauen. Anstatt zwischen dem Aufbau des Seils und der Hintergrundgeschichte hin und her zu springen, um so zumindest Abwechslung in die Geschichte zu bringen, wird der Film in strenger Chronologie erzählt. Dadurch ist der Zuschauer nach der Hälfte schon fast eingeschlafen, als der vermeintlich spannende Part geginnt. Das Seil wird in einer Nacht und Nebel-Aktion gespannt, was mehr wie ein Banküberfall wirkt. Doch auch hier baut der Film keine Spannung auf, denn die Sequenz wird zu lang erzählt und zu oft müssen die Charaktere warten, weil irgendwo ein Wachmann seine Tour macht. Dies mag vielleicht realistisch sein, hätte aber doch kürzer gehalten werden können. Auch der Abschluss, der Gang über das gespannte Seil lässt keinen Nervenkitzel spüren, was auch daran liegen könnte, dass der Trailer einem schon verraten hat, dass Petit wirklich das Seil betritt. Doch selbst dort lässt er seine selbstgefällige Art heraus hängen und erzählt mit einer Arroganz von den Geschehnissen auf dem Seil, dass man ihm regelrecht wünscht zu fallen oder von einem Sturm überrascht zu werden.
Letztendlich hat der Vorfall es in die Zeitungen geschafft, aber ob Petit nun zufrieden ist, bleibt am Ende des Films abzuwarten.

Alles in allem schafft Regisseur Zemeckis es diesmal leider nicht einen Film zu schaffen, der zu einem zeitlosen Klassiker mutieren kann, sondern eher die Zuschauer zu langweilen. Lediglich für die gute Optik gibt es von mir 03 von 10 möglichen Punkten.

American Ultra

Am 15.10.2015 erschien ein Film über eine kiffende Killermaschine mit Jesse Eisenberg in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Mike Howell führt mit seiner Freundin Phoebe ein ziemlich verkifftes Leben. Er arbeitet die Nachtschichten in einem Supermarkt und ist so tollpatschig, dass es ein Wunder scheint, dass Phoebe bei ihm bleibt. Doch eines Tages taucht eine Frau im Laden auf und sagt einen Code vor ihm auf. Kurz darauf wird er überraschenderweise angegriffen und entdeckt dabei versteckte Fähigkeiten in ihm.

American Ultras ist noch viel traschiger als sein Trailer vermuten lässt. Am Anfang lernt man Mike kennen, der sich selbst als Versager und Tollpatsch darstellt. Gleichzeitig kifft er viel und oft. Er stellt seine Freundin Phoebe vor, die seiner Aussage nach viel zu gut für ihn ist. In der nächsten Szene sieht man sie zusammen in ihrer heruntergekommenen Wohnung kiffen und denkt sich, da haben sich aber zwei gefunden. Mike ist voller Unsicherheiten und Selbstzweifel und schafft es nicht einmal in ein Flugzeug zu steigen und in den bereits bezahlten Urlaub zu fliegen. Phoebe ist enttäuscht, scheint aber alles hin zu nehmen, was Mike tut. Alles ändert sich als eine Frau Mike in den 24 Stunden offenen Supermarkt, in dem er arbeitet, besucht und irgendeinen komischen Code vor ihm aufsagt. Als kurz darauf der Supermarkt und Mike angegriffen werden, schafft er es die Gegener elegant zu überwältigen, nur um im nächsten Monat fast einen Zusammenbruch zu erleiden und panisch Phoebe anzurufen. Als diese die beiden überwältigten Männer sieht, denkt sie sofort, dass Mike wieder Mist gebaut hätte, da dieser auch schon wieder zugekifft ist. Doch die beiden sind in einen Strudel geraten, der sich nicht mehr aufhälten lässt. Denn jemand möchte Mike tot sehen.
Jesse Eisenberg übernimmt die Rolle des ewig zugekifften Mikes. Mike identifiziert sich praktisch über das kiffen, denn seine Charaktereigenschaften sind Unsicherheit und Selbstzweifel. Um diese zu überspielen, dreht er sich ständig neue Joints, auch in den absolut unpassendsten Momenten. Er verkörpert den Wunsch jeder Menschen, die mit ihrem eigenen Leben unzufrieden sind. Der Traum etwas besonderes zu sein. Nur das sein Traum in Erfüllung geht und man ihn deswegen umbringen möchte. Jesse Eisenberg scheint wie für die Rolle gemacht. Er nimmt sich seines Charakters an und bringt uns alle Gefühle, Gedanken und Emotionen glaubhaft herüber.
Kristen Stewart übernimmt die Rolle der Phoebe. Ihr Schauspiel wirkt wie immer, eingerostet, einschläfernd und absolut emotionslos. In den kiffenden Szenen passt es vielleicht, dass sie nie den Mund zu zukriegen scheint, doch gerade in den emotionsgeladenen Szenen merkt man wie weit sie hinter Eisenberg liegt. Daher ist ihr Charakter Phoebe auch etwas undurchsichtig. Ohne sichtbare Emotionen ist es schwierig zu deuten, was sie denkt oder wieso sie sich in bestimmten Situationen so verhält. Hier hätte man definitiv stärker besetzen können.
American Ultra ist ein Film, der in der Grundidee bestimmt funktionieren könnte, aber so langsam erzählt wird, dass jeder Spannungsbogen verloren geht. Lediglich der Humor kann etwas punkten, wobei die meisten Szenen eher durch die Kifferei komisch werden, als wirklich einen humorvollen Gehalt zu haben. Heißt, dass der Zuschauer im ersten Moment lachen muss, weil der Film teilweise so absurd ist, aber sich im Endeffekt nicht unterhalten fühlt. Bis auf einige Ausnahmen sind viele Szenen vorhersehbar oder zumindest erahnbar, so dass der Film keinen Wiedererkennungswert hat.

Alles in allem liefert der Film eine schlechte Leistung ab, die auch durch ein paar witzige Szenen und der Schauspielleistung von Jesse Eisenberg nicht mehr gerettet werden kann. Daher gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.

Japan grüßt Leipzig

Hallo ihr Lieben,
kommen wir einmal zu etwas kulturellem (auch wenn Film und Buch zur Kultur gehört). Am 10.11.2015 sandte Japan einen Gruß an Leipzig mit einer eigenen Veranstaltung im Gewandhaus. Zusammen mit dem Mädels von Inkunabel (ihr Beitrag zur Veranstaltung erscheint voraussichtlich am 02.01.2016) zog ich mir ein hübsches Kleidchen an und nahm Platz, um mich grüßen zu lassen.

Der erste Teil war geprägt von musikalischen Einlagen. Insgesamt drei Chöre traten auf und sangen japanische Volkslieder, oder moderne bzw. deutsche Volkslieder auf Japanisch. Dies war für mich als Chorliebhaberin und ehemalige Chorsängerin besonders schön, auch wenn es sich irgendwann zog – Abwechslung zu anderen Programmpunkten wäre besser gewesen.
Der zweite Teil bestand aus einer Kimonoshow. Hier wurden verschiedene Kimonos vorgestellt, sortiert nach Muster, Anwendung, Jahreszeit oder auch Kimonos, die Buchstaben und Farben zugeordnet werden. Das war teilweise sehr eindruckend. Als Zusatz hätte ich mir die einzelnen Bestandteile eines Kimono gewünscht.

Kritisch zu sehen war die Wahl des Moderator. Zwar lebte dieser in Japan und konnte auch japanische Worte gut aussprechen, aber es fehlte ihm an jeglicher Betonung und Emotion in der Stimme. Stattdessen schaffte er es Menschen zum einschlafen zu bringen. Das nahm dann doch die Stimmung und die Faszination an den Abend.
Auch kritisch finde ich das Klatschverhalten des Publikums, gerade bei der Kimonoshow. Es ist üblich, dass während einer laufenden Präsentation, ich beziehe mich hier auf die Kimonoshow, nicht geklatscht wird, sondern am Ende alle Teilnehmer noch einmal auf die Bühne gebeten werden und man dort durch Applaus Respekt und Anerkennung zeugt. Selbst wenn dies nicht geläufig wäre, ist anzunehmen, dass pro Kimono-Model einmal geklatscht wird. Doch das gestrige Publikum überlegte sich pro Kimono 3-5 mal zu klatschen, was nicht nur nervig war, sindern auch den Ablauf störte.

Alles in allem hatte ich einen sehr netten Abend und fühle mich der japanischen Kultur zumindest ein bisschen näher gebracht und zwar der traditionellen Kultur und nicht der modernen Manga-Kultur.

Sicario

Am 01.10.2015 erschien ein Film der das Krisengebiet Grenze Mexiko-USA genauer unter die Lupe nimmt in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Kate Macer ist beim FBI auf Entführungsfälle spezialisiert. Bei einem ihrer Fälle findet sie ein Haus, voller Leichen in den Wänden. Durch ihre starke Art wird ihr ein Job angeboten in einem Spezialteam, dass ein Kartell ausheben möchte. Zögernd nimmt sie an und wird sofort mit der Situation an der mexikanisch-amerikanischen Grenze konfrontiert. Da sie von ihrem Team über die Missionsziele im Unklaren gelassen wird, versucht sie herauszufinden, welches Spiel gespielt wird und wie viel sie mit ihrem Gewissen vereinbaren kann.

Sicario bedeutet Auftragskiller. Wer für wen den Auftrag hat jemanden zu töten, bleibt jedoch bis zum Ende ungeklärt. Vorher lernt man die sympathische aber knallharte Kate Macer kennen, die versucht ihren Job mit einer möglichst geringen Opferzahl auszuüben. Doch als sie in einem Haus, wo ein Entführungsopfer vermutet wurde, unzählige Leichen in den Wänden findet, gerät ihre Welt ins Wanken. Schnell ist klar, dass ein Drogenkartell dahinter steckt. Auftritt des undurchsichtigen Geheimagenten Matt Graver, der ein neues Team für spezielle Missionen zusammenstellen möchte und ein Teammitglied des FBIs braucht. Kate ist unschlüssig, willigt aber ein, weil ihr versichert wurde, dass es gegen die Männer, die für das Leichenhaus verantwortlich seien, sei. Dort lernt sie auch Söldner Alejandro kennen. Doch schnell merkt sie, dass ihr entweder falsche Informationen oder gar keine gegeben werden und sie lange im Dunkeln tappt, was gespielt wird. Schneller als ihr lieb ist, ist sie Zeugin eines Gefangenentransportes über die Grenze mit einer nervenaufreibenden Schießerei. Doch Kate spielt mit, immer in dem Glauben das richtige zu tun.
Sicario schafft es gekonnt und beinahe spielerisch eine Spannung aufzubauen, die den Zuschauer an den Kinositz fesselt. Zusammen mit Kate wird man mit der Situation im Grenzgebiet und die dramatischen Umstände konfrontiert und kann ihnen so schnell nicht entfliehen. Während man die Szenerie noch klein zu reden versucht, schwebt die Kamera über die Szenerie und demonstriert einem die Ausmaße des Elends, vor dem man am liebsten die Augen verschließen möchte. Der Film nimmt kein Blatt vor den Mund und beschönigt nichts. Gleichzeitig spielt er mit den Erwartungen und Vorurteilen der Zuschauer. Der nette tanzende Mann muss der Gute sein, während der tätowierte, der immerzu schläft, wenn sein Sohn mit ihm Fußball spielen möchte, automatisch der Böse sein muss. Aber der Film kennt nicht nur schwarz und weiß, sondern eine ganze Palette an Grauabstufungen, dass man häufig seine eigene Moral und Ideale in Frage stellt.
Andererseits verpasst der Film es den Zuschauer genügen aufzuklären. Hintergründe werden gar nicht benannt, so dass der Laie doch nur schwer mit den Szenerien umgehen kann. Der gesamte Film wird aus Kates Sicht erzählt, die mit Absicht die meiste Zeit im Dunkeln tappt, dadurch tappt aber auch der Zuschauer im Dunkeln, was genau gespielt wird, was teilweise zu einer Frustration führt.
Emily Blunt übernimmt die Rolle der Kate Macer und hat mit Josh Brolin und Benicio del Toro zwei starke männliche Gegenspieler. Doch sie bringt uns die Kate glaubhaft als starke Frau herüber. Sie kann kämpfen, ist zäh und verkraftet einiges, darf aber auch weinen und in bestimmten Momenten schwach sein und sich retten lassen, ohne das wir sie gleich als „typische Frau“ abstempeln.

Alles in allem ist Sicario mitreißend, spannend und bringt frischen Wind ins Genre. Nur die dauerhafte Unaufgeklärtheit nervt und daher gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

45 years (Kurzkritik)

Am 10.09.2015 erschien ein Beziehungsdrama ohne Drama in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Kate und Geoff Mercer sind seit 45 Jahren verheiratet. Weil Geoff zu ihrem 40. Hochzeitstag zu krank zum feiern war, wollen sie die Feierlichkeiten nun nachholen. 5 Tage vorher bekommt Geoff einen Brief, indem etwas zu seiner Ex-Freundin steht. Das wühlt das so harmonische Eheleben gewaltig auf.

45 years ist ein Film, der von den Kritikern hoch gelobt wurde, die Darsteller haben Auszeichnungen bekommen, aber als „normaler“ Kinozuschauer sitzt man im Kino und fragt sich, was will der Film einem eigentlich sagen? Denn der Film erzählt das Leben der beiden Rentner in allen Ausführlichkeiten. Die Mercers leben etwas außerhalb der Stadt in einem Haus mitten im Grünen. Ebenso harmonisch wie die Umgebung ist auch das Leben. Man sieht beide lesen – egal ob Zeitung oder Buch – essen, Kate mit dem Hund spazieren gehen und die Fahrt in die Stadt gleicht einem kleinen Abenteuer. Nur der Brief, der am Anfang eintrudelte, stört die Harmonie. Katya, eine Freundin Geoffs lange vor Kates Zeit, wurde in einer Gletscherspalte gefunden. Das nimmt Geoff ein wenig mit, aber er lässt es sich kaum anmerken. Dafür keimt in Kate eine Eifersucht, die sie von innen aufzufressen droht. Aber auch sie lässt es sich eigentlich nicht anmerken und der Zuschauer muss raten, was sie eigentlich denkt. So zieht sich der Film eine gefühlte Ewigkeit hin ohne eine Pointe oder eine Aussprache zu finden.
Der Film lässt einem zum einen mit Wohlwollen in die Zukunft als Rentnerpaar gucken, auf die Harmonie, auf das Zufrieden mit dem Leben sein. Zum anderen beunruhigt er aber auch, denn wenn man sich nach 45 Jahren noch nicht über seine Gefühle unterhalten kann, dann sehe ich schwarz für die meisten Beziehungen.

Alles in allem ist 45 years ein Film für ein ganz spezielles Publikum und bekommt von mir 02 von 10 möglichen Punkten.

Steve Jobs (Kurzkritik)

Am 12.11.2015 erscheint ein neues Biopic über den Apple-Gründer Steve Jobs in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Steve Jobs steht vor der Präsentation des Mackintosh. An seiner Seite seine treue Marketing Chefin Joanna. Doch direkt vor der Präsentation trifft er auf verschiedene Mitarbeiter und auf seine Ex-Freundin mit Tochter, die nach einem Test als Jobs Tochter bestätigt wurde. Trotzdem will er die Vaterschaft nicht anerkennen.

Steve Jobs erzählt keine komplette Lebensgeschichte. Der Film spielt vor drei verschiedenen Präsentationen, beginnend mit dem Mackintosh. Dabei begegnen Jobs immer die gleichen Personen, mit denen er eigentlich nicht reden will, es aber doch irgendwie muss. Dabei versucht seine Markenting Chefin Joanna alles zu regeln und Jobs zu bremsen, der seine Mitarbeiter anschreit, beleidigt, ihnen unmögliche Aufgaben gibt und mit Kündigungen droht. Alles für die perfekte Präsentation. In den Gesprächen lernt man die Hintergründe zu den Produkten und auch zu Jobs selbst, wobei zumindest er in keinem guten Licht mehr dasteht.
Michael Fassbender übernimmt die Rolle des Steve Jobs. Dabei beweist er einmal mehr, was für ein guter Charakterschauspieler er ist. Jobs selbst wird immer als das Genie von Apple dargestellt. Aber in diesem Film merkt man, dass er teilweise an der Produktentwicklung nicht beteiligt war, diese aber als seine hingestellt hat und auch im privaten kein netter Zeitgenosse ist. Im Film tauchen immer wieder seine Ex-Freundin und seine Tochter auf, für die er lange Zeit die Vaterschaft nicht anerkennt.
Der Film schafft es trotz dreimal der exakt gleichen Sitaution nicht an Spannung zu verlieren, was vor allem den ausgefeilten Dialogen und Fassbenders Darstellung geschuldet ist.

Es bleibt bei diesem Artikel bei einer Kurzkritik, da es mir schwerfällt dem Film gegenüber objektiv zu bleiben, da mir Jobs sehr unsympathisch ist und ich auch von Apple nichts halte. Dies hat jedoch nichts mit dem Film an sich zu tun.

Alles in allem ist es endlich einmal ein kritisches Biopic, indem Jobs nicht glorifiziert wird und bekommt 07 von 10 möglichen Punkten.

the last witch hunter

Am 22.10.2015 erschien ein neuer Actionfilm mit Vin Diesel in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Kaulder hat im 13. Jahrhundert durch die Pest seine Familie verloren. Zusammen mit anderen Männern mit gleichem Schicksal sucht er die Hexenkönigin auf, die die Pest über die Menschheit brachte. Bei dem Versuch sie zu töten, wird er verflucht und muss von nun an ewig leben. Doch er hat seine Bestimmung gefunden und wurde Hexenjäger. Angekommen in der Gegenwart wird sein einziger Vertrauter ermordet und Kaulder versucht herauszufinden von wem und warum?

The last witch hunter bringt Vin Diesel einmal mehr auf die Kinoleinwand. Gewohnt Wortkarg und voller Action.
Der Film erzählt hintereinander auf zwei Zeitebenen. Zunächst erzählt der Film die Ausgangsbasis, also den Feldzug verzweifelter gebrochener Männer gegen die Hexenkönigin. Nachdem Kaulder verflucht wurde, springt der Film in die Gegenwart. Dort lernen wir Dolan kennen, einen engen Vertrauten Kaulders. In jeder Generation gibt es einen Dolan, der, wie Kaulder auch, der Vereinigung Axt und Kreuz dient. Der aktuelle möchte sich jedoch zur Ruhe setzen und wird noch am gleichen Tag ermordet. Kaulder glaubt nicht an einen Zufall und untersucht den Tod genauer. Schnell findet er heraus, dass es sich um einen Mord findet. Und Dolan hat ihm einen Hinweis gegeben „Erinnere dich an deinen Tod“. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn genau das versucht jemand zu verhindern. An seiner Seite hat er den neuen Dolan und nach seinem ersten Versuch sich an seinen Tod zu erinnern auch die Hexe Chloe.
Vin Diesel übernimmt die Rolle des Kaulder. Das überraschenste an seiner Rolle ist, dass er im 13. jahrhundert Haare hat. Ansonsten spielt er auch hier wieder seine übliche Rolle, die wir schon aus XxX und Riddick kennen. Aber es funktioniert. Man nimmt Diesel die Rolle des leidgeplagten und inzwischen von seinem Job angeödeten Hexenjäger ab. Kaulder lebt inzwischen seit 700 Jahren. Immer wieder hat er die gleichen Jobs, doch inzwischen steht er dem hohen Rat von Axt und Kreuz unter und inzwischen darf er nicht mehr töten, da die Hexen in ein Gefängnis gesperrt werden. Erst Chloe gibt dem ganzen das gewisse etwas.
Rose Leslie übernimmt die Rolle der Chloe. Bereits in Game of Thrones spielte sie eine starke Frau und lässt sich auch in diesem Film nicht unterkriegen. Als Hexe hat sie es nicht leicht im Leben. Trotzdem hat sie ihre eigene Bar eröffnet. Auch nach dessen Zerstörung gibt sie nicht auf, sondern versucht Kaulder zu helfen. Mit ihrer ganz eigenen Art bringt sie den gewissen Charme in den Film, den Diesel nicht verströmen kann.
Doch trotz der spannenden Action, der guten Figuren und der schönen Optik kann der Film nicht überzeugen. Es wird ein sehr großes Universum aufgebaut, dass Lust auf mehr macht. Aber es wird einfach nicht genutzt. Es werden Hinweise auf die Ausmaße gesetzt, aber mehr als kurze Erwähnungen werden nicht genutzt. Trotz der Ankündigung eines zweiten Teiles gibt es wenig Hoffnung auf weitere Nutzung des Universums. Dabei gibt es genügen Stoff, um daraus eine gelungene Serie mit mindestens 4 Staffeln zu kreieren. Der Film versucht hingegend schnell Spannung zu erzeugen und diese mit viel Action auszufüllen. Dies wird zwar umgesetzt, aber der Film bleibt damit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Alles in allem wäre das Universum für eine Serie passender, aber als Film nicht gelungen. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.