Chainsaw Man – Reze Arc

Ein Vorwort

Zur Zeit ist es üblich, dass erfolgreiche Animeserien auch Kinofilme bekommen. Sei es, um die Serien abzuschließen (Haikyu!), um einzelne Folgen zu wiederholen und zusammenzufassen (Jujutsu Kaisen), einem Charaktere mehr Tiefe zu geben (Blue Lock) oder, um einfach einen zusammenhängenden Arc nicht auf mehrere Folgen aufzuteilen. Zu letzterer Kategorie gehört Chainsaw Man. Warum der Film ein durchmischtes Spektakel war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Fanart des Filmtitels auf einer Filmklappe mit erstem Mangaband im unteren Bildrand

Die Handlung

Nach den Geschehnissen in Staffel 1 der Serie ist in Denjis Leben als Chainsaw Man ein wenig Ruhe eingekehrt. Nachdem er mit seiner Vorgesetzten Makima einen Kinomarathon geschafft hat, trifft er auf Reze, die ihn fasziniert und er glaubt Gefühle zu entwickeln. Doch schon bald muss er sich die Frage stellen, ob er seinem Herzen wirklich trauen kann.

Meine Meinung

Meine Reise mit Chainsaw Man war ein regelrechtes Auf und Ab. Als ich das erste Mal von Manga und bevorstehender Animeverfilmung gehört hatte, war ich sofort begeistert von der Idee. Doch über den ersten Mangaband bin ich nicht herausgekommen, war mir der Einstieg doch zu sprunghaft und der Zeichenstil konnte mich auch nicht überzeugen. Dennoch gab ich dem Anime eine Chance und hier bin ich nach ein paar Anlaufschwierigkeiten doch gut reingekommen und habe die erste Staffel ziemlich verschlungen. Nun stand ein Film an, der an die erste Staffel anschloss und den sogenannten Reze Arc einfangen sollte, ehe es dann hoffentlich bald mit der zweiten Staffel weitergeht.
Und hier hatte ich wieder die typischen Probleme mit Chainsaw Man und mir. Ich bin einfach nicht in die Story gekommen. Denn am Anfang zeigt sich der Film seltsam nachdenklich. Denji und Makima gehen zusammen mehrfach ins Kino, was schon nicht so richtig zum Charakterbild passen wollte und sich auch gefühlt ziemlich zieht. Hier ist der Fokus einfach zu viel auf Denji, der es in seiner Nicht-Chainsaw Gestalt nicht so ganz schafft, die Geschichte zu tragen. Kurz darauf trifft er auf Reze, die dem Film den Namen gibt. Auch hier ist der Film noch eine ganze Weile ziemlich ruhig, schafft es aber mehr Handlung zu haben.
Doch sobald wir dann auf den Bomben-Teufel treffen, kommt wieder alles zusammen, was Chainsaw Man zu bieten hatte. Ausufernde Kämpfe und das mit den völlig abstrusesten Ideen, neuen tollen Charakteren, die die Handlung und Kämpfe aufmotzen und vorallem vielen Explosionen. Hier kommt ordentlich Schwung in den Film und ich hatte sehr viel Spaß. Dadurch kam auch das Interesse an der nächsten Staffel zurück.
Letztlich bin ich gut unterhalten aus dem Kino gekommen und blicke auf eine tolle zweite Hälfte zurück. Dennoch bleibt der Nachgeschmack der ersten Hälfte, die einfach nur sehr zäh war. Hier ist die Frage, ob das Zusammenstellen als Film wirklich sinnvoll war oder die Kürze der Serienfolgen hier das ganze nicht doch entzerrt hätte.

Das Fazit

Chainsaw Man – Reze Arc funktioniert eher ab der zweiten Hälfte, nimmt sich vorher zu viel Zeit und wirkt dadurch zäh. Doch dafür folgt die Belohnung mit typisch abgedrehtem Humor und ausufernder Action. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkte.

Chainsaw Man – Reze Arc lief ab dem 23.10.2025 in den deutschen Kinos

Mein Jahresrückblick 2025 – #3 – Die Serien

Willkommen zum dritten Jahresrückblick in diesem Jahr. Heute widmen wir uns den Serien, die weiterhin einen großen Anteil in meinem Leben einnehmen. Dabei liege ich bei der Serienanzahl nur leicht über dem Vorjahr, aber die Anzahl der Staffeln ist doch deutlich gestiegen.

Zur Statistik:

2024 habe ich 56 verschiedene Serien gesehen (2025=70), mit ingesamt 73 Staffeln (2025=120)

Mit einer (gerundeten) Lauflänge von
…  29.049 Minuten
…   484 Stunden
…   20 Tagen
…   2,88 Wochen
…   0,72 Monaten

Davon
… 5 Staffeln Wiederholungstäter
…  1 Staffeln Comedy Special
… 2 Staffeln Reportagen
… 2 Staffeln K-Drama
… 43 Staffeln Anime
… 12 Staffeln fortgesetzter Serien
… 8 Staffeln neuer Serien

Eine Auswahl der im Beitrag genannten Serien als Fanart arrangiert auf einer lila Couch.

I. Wiederholungstäter

2025 habe ich 4 Serien mit 5 Staffeln erneut angesehen – ohne Ranking:

Vicious – Staffel 2

Die Tagebücher der Apothekerin – Staffel 1

Alexa & Katie – Staffel 3-4

Hazbin Hotel – Staffel 1

II. Comedy Specials

2025 habe ich 1 Comedy Specials mit 1 Staffeln gesehen – ohne Ranking:

Last One Laughing – Staffel 6

Nach dem Vorbild der japanischen Serie no suberanai hanashi moderiert Michael „Bully“ Herbig diese Comedy-Sendung, in der Comedians sechs Stunden lang in einen Raum gesperrt werden mit nur einer Aufgabe: Nicht lachen. Denn wer zuletzt lacht, gewinnt 50.000 Euro für den guten Zweck. – Das gleiche Prinzip wie letztes Jahr? Das gleiche Prinzip wie jedes Jahr! Diesmal wieder mit größerer Comedianpräsenz, was man auch positiv merkt.

III. Reportagen

2025 habe ich 2 Serien mit Reportagencharakter und insgesamt 2 Staffeln gesehen. Eine der Kategorien, die im letzten Jahr mit am stärksten abgebaut hat – im Ranking:

Platz 2: BTS – Bon Voyage – Staffel 2

BTS, das sind Jin, RM, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook. In 2017 erfuhren sie am Ende ihrer USA-Tour, dass sie für eine Auszeit nach Hawaii fliegen. Dort mussten sie immer wieder mit einem überschaubarem Budget Challenges meistern oder neue Orte entdecken. Da kann man nur Bon Voyage wünschen. – Auch in Hawaii hatten BTS wieder allerlei Abenteuer zu erleben. Spannend anzusehen.

Platz 1: Queer Eye – Staffel 9

Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Jeremiah und Jonathan. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Kleine Änderungen im Cast, doch das Team bleibt herzlich wie eh und je. Tolle Geschichten.

IV. K-Dramen

2025 habe ich 2 Serien mit insgesamt 2 Staffeln aus Korea gesehen. Ebenfalls eine Kategorie, die stark gelitten hat. Vor allem aus Zeitgründen, da ich nicht so oft Zeit hatte, mich wirklich auf den Untertitel zu konzentrieren. Hinweis: K-Dramen bestehen i.d.R. nur aus einer abgeschlossenen Staffel, daher werden die Staffelnummern nur bei den Ausnahmen erwähnt – im Ranking:

Platz 2: Fly again

Han Yo-Hans Karriere als Ballettänzer wird durch einen Unfall jäh zerstört. An der Hanbit Art High School tritt er einer AG bei, die ein paar Außenseiter zu einer Idolgruppe formen will. Dabei lernt er Min On-Ji kennen, die unter dem Druck ihres Vaters zu zerbrechen droht. – Einfach nur super langweilig, schlecht gespielt, schlecht geschrieben, kurzum: eine absolute Enttäuschung

Platz 1: Hellbound – Staffel 2

Sieben Jahre sind vergangen und die neue Wahrheit ist inzwischen allgegenwärtig. Sie hat sogar Einfluss auf die Politik. Als ihr verstorbener Anführer zurückkehrt, steht die Welt Kopf. Die Speerspitze nutzt die Chance ebenfalls, um ihren Einfluss zu erweitern. – Leider sehr langatmig und wirklich etwas passiert ist erst in der letzten Folge. Musste wohl auch noch eine dritte Staffel aufbauen, obwohl es eigentlich unnötig wäre.

V. Anime

2025 habe ich 32 Animes mit insgesamt 43 Staffeln entdeckt. Damit ist diese Kategorie der große Gewinner des letzten Jahres. Hier habe ich einige Klassiker nachgeholt, aber auch kleinere Perlen entdeckt. – im Ranking:

Platz 32: Kakegurui – Staffel 1

Yumeko Jabami kommt neu an eine Privatschule, die Macht und Einfluss durch Glücksspiele auswertet. Doch mit ihrer Einsatzleidenschaft bricht sie mit dem System und macht so den Schülerrat auf sich aufmerksam, die sie anwerben wollen. Doch Yumeko will lieber auch diesen Stürzen. – An sich eine interessante Geschichte über Glücksspiel, aber so überzeichnet umgesetzt, dass es mich eher abgeschreckt hat.

Platz 31: The detective is already dead – Staffel 1

Kimihiko Kimizuka zieht das Unglück regelrecht an. Doch auf einem Flug, der prompt entführt wird, trifft er auf die Meisterdetektivin Siesta, die ihn als Assistenten anwirbt. Drei Jahre später ist Siesta tot und Kimihiko versucht ein normales Leben zu führen. Bis ihn seine Mitschülerin Nagisa Natsunagi  um Hilfe bittet. – Startete als interessanter Krimi, atete sehr schnell in ein sehr dramatisches Fantasy-Ding aus, bin ich nicht mit warm geworden.

Platz 30: Love of Kill – Staffel 1

Kopfgeldjägerin Chateau Dankworth trifft auf den Auftraksmörder Ryang-ha Son, der jedoch so von ihr angetan ist, dass er sie nicht umbringt, sondern auf ein Date einlädt. Er versucht ihr bei ihren Aufträgen zuvorzukommen, um sie wiederzusehen. Doch was hat es mit Chateaus Vergangenheit auf sich und wie kommt Ryang-ha dort vor? – Klang in der Grundidee besser, ist leider sehr langatmig und bietet bis zum Ende keine richtige Auflösung.

Platz 29: Dandadan – Staffel 1

Momo wollte eigentlich nur einem Mitschüler helfen, der gemobbt wird. Dieser versteht ihr Interesse jedoch falsch und erzählt ihr begeistert von seinem Wissen über Aliens auf der Erde. Momo glaubt ihm kein Wort und nennt ihn spaßeshalber Okarun. Gleichzeitig weiß sie von der Existenz von Geistern, da ihre Oma ein Medium ist. Dies wiederum glaubt Okarun nicht. Also schließen die beiden eine Wette und gehen an Orte, von denen der jeweils Andere behauptete, dass dort Geister bzw. Aliens zu finden seien. Allerdings stellt sich heraus, dass beides wahr ist und beide befinden sich kurzdarauf in ziemlichen Schwierigkeiten. – Einer der beliebtesten Animes des letzten Jahres konnte mich gar nicht überzeugen. Es war mir zu abgedreht und drüber und ich bin einfach kein Fan, wenn die Charaktere pausenlos schreien.

Platz 28: Food Wars – Staffel 1

Sōma Yukihira kommt an eine renommierte Kochschule, wo er jedoch ausgelacht wird, da sein Vater ein normales Restaurant ohne Sterne besitzt. Allerdings hat er von frühster Kindheit an Kochen gelernt und übertrumpft so die meisten Anwärter*innen, was ihm nicht unbedingt Freundschaft bringt. – Die Grundidee fand ich gut, die Umsetzung hat mir leider gar nicht zugesagt.

Platz 27: Alya sometimes hides her feelings in russian – Staffel 1

Alisa und Masachika sind Sitznachbarn in der Schule und könnten unterschiedlicher nicht sein. Denn die zielstrebige Alisa kann über den schluderigen Masachika nur den Kopf schütteln. Dennoch hat sie Gefühle für ihn, die sie sich aber nur traut auf russisch auszusprechen. Allerdings weiß sie nicht, dass er auch russsich spricht. – Kleine Rom-Com, mit interessantem Ansatz, der aber nicht so richtig ausgebaut wird.

Platz 26: Code Geass – Staffel 1-2

Der Schüler Lelouch wächst in einer Welt auf, in der Japan vom Heiligen Britannischen Reich eingenommen wurde. Eigentlich Sohn des britannischen Kaisers wächst er unter falscher Identität auf, nachdem ein Attentat auf seine Familie verübt wurde. Nachdem er unfreiwillig in ein Gefecht zwischen japanischen Widerstandskämpfern gerät und die geheimnisvolle C.C. befreit, verleiht ihm diese das Geass, womit er Leute nach bestimmten Regeln kontrollieren kann. Dies nutzt er für seinen eigenen Rachefeldzug. – Bin weder mit der Geschichte noch mit dem Animationsstil warm geworden, aber die Grundidee war spannend genug, um beide Staffeln zu sehen.

Platz 25: Neon Genesis Evangelion – Staffel 1

Shinji Ikari lebt in Neo Tokyo 3, nachdem die Stadt mehrfach Angriffen sogenannter Engel ausgesetzt war. Zur Verteidigung der Menschheit wurden Evangelions gebaut, die aber nur von ausgewählten Kindern gesteuert werden können. Shinji soll eins dieser Kinder werden, doch zu seinem Vater, der einer der höchsten Offiziere bei NERV ist, hat er ein schwieriges Verhältnis. – Die Legende im Animebereich konnte mich leider nicht abholen. Zu verworren waren die Auflösungen, so dass ich selbst nach einer anschleßenden Zusammenfassung noch nicht alles verstanden habe.

Platz 24: Yakuza goes Hausmann – Staffel 1-2

Tatsu war einst ein gefürchteter Yakuza, doch nachdem er seine Frau kennenlernte, hat er sich dafür entschieden Hausmann zu werden. Nun führt er einen vorbildlichen Haushalt, kocht ausufernd und ist in der Nachbarschaft berühmt berüchtigt. – Sehr eigenwillige Animation, aber die kurzen Geschichten sind sehr witzig und so plätschert die Serie gut nebenbei daher.

Platz 23: Horimiya – Staffel 1

Kyoko ist in der Schule eines der beliebtesten Mädchen, doch hat sie Nachmittags immer etwas vor und vertröstet ihre Freund*innen. Izumi ist in der Schule eher unauffällig und bleibt für sich. Als sich die beiden zufällig nach der Schule treffen, erkennen sie auch die Gründe. Während Kyoko eher zweckmäßig gekleidet ist und sich um Haushalt und ihren kleinen Bruder kümmert, ist Izumi stark tätowiert und entspricht dem Bild eines Unruhestifters. Die beiden freunden sich an, bleiben in der Schule jedoch weiterhin auf Distanz. – Unscheinbare Romance, stärker als der Manga, aber es passiert sehr wenig. Für manche aber vielleicht genau deswegen mal interessant.

Platz 22: Frieren – Staffel 1

Nach einem zehnjährigen Feldzug einer kleinen Gruppe rund um den Helden Himmel, gehen die Mitstreitenden getrennte Wege. Für die Elfin Frieren ist Zeit sehr relativ und als sie nach vielen Jahren wieder auf ihre früheren Kameraden trifft, sind diese stark gealtert. Sie nimmt es zum Anlass, um über vieles nachzudenken, aber auch um sich der Waisin Fern anzunehmen. – Ich bin mit den Charakteren leider nicht ganz warm geworden, aber interessant erzählte Geschichten.

Platz 21: Lycoris Recoil – Staffel 1

Die Lycoris Einheit ist eine geheime Einsatzgruppe von rein weiblichen Mitgliederinnen, die sich als Schülerinnen tarnen. Die in Ungnade gefallene Takina Inoue wird in ein Café versetzt, wo sie auf die Eliteassassinin Chisato Nishikigi trifft. Zuerst scheinen die beiden sehr ungleichen Mädchen nicht miteinander auszukommen, doch Takina befasst sich immer mehr mit Chisatos Ansichten. – Tolle Grundidee, konnte mich in der Umsetzung nur bedingt überzeugen, obwohl ich den Antagonisten durchaus leiden konnte.

Platz 20: Sailor Moon – Staffel 2

Die Sailorkriegerinnen stehen vor neuen Herausforderungen. Zunächst haben sie es mit einem Geschwisterpaar aus dem Weltall zu tun, die alles versuchen, um Energie für ihren Baum von den Menschen abzusaugen. Doch kaum ist dieses Problem gelöst, bekommt Bunny ein neues Problem: Sie erhält eine kleine Schwester, von der vorher niemand etwas wusste. Doch was ist das Geheimnis von Chibiusa? – Funktioniert in der ersten Hälfte besser, die aber eher Füller ist, überzeugt dennoch durch das übliche Monster der Woche Prinzip.

Platz 19: Tokyo Ghoul – Staffel 1

Für Ken scheint es endlich richtig gut zu laufen. Seine große Liebe Liz geht auf ein Date mit ihm. Leider stellt sich dabei heraus, dass sie ein Ghul ist, die sich ausschließlich von Menschenfleisch ernähren. Durch einen Unfall stirbt Liz jedoch, bevor sie Ken essen kann. Als dieser kurz darauf im Krankenhaus erwacht, stellt er fest, dass er inzwischen weder Mensch noch Ghul ist, sondern eine Mischung aus beidem. Die Ärzte haben ihm nämlich Liz Organe transplantiert, da sie sie für einen Menschen hielten. Nun muss er versuchen zu überleben, da ihn andere Ghule jagen und es auch eine geheime Organisation gibt, die es auf Ghule abgesehen haben. – Ein weiterer Anime-„Klassiker“, den ich nachgeholt habe. Konnte mich nicht so ganz überzeugen, war aber spannend genug, um vielleicht weiterschauen zu wollen.

Platz 18: Kaguya-sama: Love is war – Staffel 1-2

Kaguya ist aus reichem Hause und absolut wohlerzogen. Der Schülersprecher Miyuki kommt eher aus einfachen Verhältnissen, überzeugt aber durch seine guten Noten an der Privatschule. Beide stehen auf den Anderen, aber es ist natürlich unmöglich, dass sie das einfach zugeben. Und so versuchen sie einander diplomatisch auszuspielen, damit diese*r die Liebe gesteht. – Kommt erst spät in Schwung und konnte mich nur bedingt abholen. Die Geschichte dreht sich halt immer wieder im Kreis und macht keine richtigen Fortschritte. 

Platz 17: Miss Kobayashis Dragon Maid – Staffel 1

Kobayashi ist eine normale Büroangestellte, die mit sich und ihrem Leben hadert und deswegen immer wieder zu viel trinkt. Nach einer weiteren Zechtour befreit sie schließlich den Drachen Toru von einem Schwert, die in die Menschenwelt flüchten musste. Nur dass sie sich daran nicht mehr erinnern kann, bis Toru in Menschengestalt als Maid bei ihr einziehen will, um sich erkenntlich zu zeigen. Die beiden beginnen eine seltsame Freundschaft. – Sehr süße Idee, lebt aber erst von den späteren Charakteren.

Platz 16: My next life as a villainess – Staffel 1

Catarina Claes ist adlig und hat eigentlich alles, was sie will. Bis sie bei einem Ohnmachtsfall merkt, dass sie in einem Datingspiel ist und ihre Zukunft nicht gerade gut aussieht, da sie die Gegenspielerin der Heldin des Spiels ist. Also versucht sie alles in ihrer Macht stehende, um ihr Schicksal abzuwenden. – Alles etwas überzeichnet, aber funktioniert ganz gut und bietet viel Witz.

Platz 15: Blue Lock – Staffel 2

Der Kader für die Testspiele gegen die U18 Mannschaft steht und nun müssen die Kandidaten weiter beweisen. Denn ihre Gegner haben einiges auf dem Kasten. Zwischen Bruderrivalität müssen sie sich einem eingespielten Team stellen. – Der Animationsstil hat leider nachgelassen, aber die Geschichte war weiterhin sehr mitreißend.

Platz 14: Your lie in April – Staffel 1

Kosei Arima gilt als Wunderkind am Klavier doch nach dem Tod seiner toxischen Mutter, kann er die Musik nicht mehr hören. Bei einem Doppeldate lernt er die Geigerin Kaori Miyazono kennen, die nach all der Zeit wieder Licht in seine Welt bringt. Doch Kaori hat ein Geheimnis, das ihm erneut den Boden unter den Füßen wegziehen wird. – Bittersüßes Drama mit starken Charakteren und viel Liebe zur Musik. Auf jeden Fall eine Empfehlung.

Platz 13: Girls & Panzer – Staffel 1

In einer fiktiven Welt sind die Schulen auf großen Flugzeugträgern, die wie eine Kleinstadt aufgebaut sind, ansässig und die Sportart Senshado, also Panzerfahren, ist sehr beliebt. Miho Nishizumi will damit eigentlich nichts mehr zu tun haben, wird aber überredet, um die Schule vor der Schließung zu bewahren. – Panzerfahren als AG an der Schule? Das klang verrückt genug, um einen Blick zu wagen. Solide Grundstory, gut ausgearbeitet und niedlich umgesetzt.

Platz 12: Solo Leveling – Staffel 1-2

Sung Jin-Woo ist ein Hunter für leichte Dungeons, die durch regelmäßig auftauchende Portale mit der unseren Welt verbunden sind. Doch bei einem eigentlich leichten Auftrag finden die Hunter ein geheimes Dungeon, das sich jedoch als tödliche Falle entpuppt.Jin-Woo überlebt, doch muss feststellen, dass er nun regelmäßig Quests bekommt und so schnell aufsteigt. – Gute Adaption des Manhwa mit toller Animation. Ab der zweiten Staffel wird er dann aber einfach zu overpowered, um die Geschichte noch richtig spannend zu machen.

Platz 11: Monster – Staffel 1

Kenzo Tenma arbeitet in Düsseldorf als Gehirnchirurg und gilt als bester seines Fachs. Doch nach einer folgenschweren Entscheidung und einer Menge Gewissensbissen, steht er erneut vor einer Wahl. Den Bürgermeister retten, wie seine Vorgesetzten von ihm verlangen, oder einen kleinen Jungen. Er entscheidet sich für Johann, nicht ahnend, dass er damit einen späteren Psychopathen vor dem Tod bewahrt. – Ein Meisterwerk des Psychothrillers mit starken Grundsatzfragen, die hier von mehreren Seiten beleuchtet werden.

Platz 10: The aquatope on white sand – Staffel 1

Fuuka muss ihre Karriere als Idol in Toyko beenden. Doch sie will auch nicht zurück zu ihren Eltern. Kurzerhand landet sie auf Okinawa und stößt dort im Gama-Gama Aquarium auf die lebensfrohe Kukuru. Die beiden freunden sich an. Kukuru versucht mit allen Mitteln das Aquarium vor dem Bankrott zu retten. – Sehr schön gestalteter Anime mit Fernweh nach Okinawa und viel Liebe zu den Tieren im Aquarium mit einer tollen Geschichte über Freundschaft.

Platz 9: Call of the Night – Staffel 1

Kou Yamori sieht in seinem Alltag und der Schule keinen Sinn mehr und zieht lieber nachts um die Häuser, um wieder irgendetwas zu fühlen. Dabei trifft er auf Nazuna und freundet sich mit ihr an. Doch sie ist eine Vampirin und hat es auf sein Blut abgesehen. Eine ungewöhnliche Freundschaft beginnt. – Vampirgeschichte mal ganz anders. Ganz ruhig und nachdenklich erzählt. Hat dadurch echt gut funktioniert.

Platz 8: Noragami – Staffel 1-2

Der Gott Yato wünscht sich nichts mehr als einen eigenen Schrein, doch nach seiner Vergangenheit, die nicht gerade ruhmreich ist, hat er nichtmal mehr ein Shinki, die ultimative Waffe eines Gottes. Dann trifft er auf Hiyori Iki, die ihn vor einem Bus retten will und dabei selbst eine Halbdämonin wird. Yato verspricht ihr zu helfen, doch reichen seine Mittel nicht aus. Zusammen versuchen sie eine Lösung zu finden. – Eine witzige Geschichte über einen erfolglosen Gott, die dennoch einiges an Charaktertiefe bietet.

Platz 7: Kaiju No. 8 – Staffel 1

Kafka Hibino hat nur ein Ziel. Er will zum Verteidigungskorp, um die Menschen vor den regelmäßigen Angriffen durch Kaijus zu beschützen. Bisher hat er es aber nur zum Reinigungstrupp geschafft. Nach einem Unfall landet er zusammen mit seinem Kollegen Reno im Krankenhaus. Und gerade als Kafka erneut Mut gefasst hat, um sich beim Korp zu bewerben, greift ihn ein winziges Kaiju an und nistet sich in seinem Körper ein. Dadurch kann Kafka sich nun zwischen Kaiju- und Menschenkörper hin und her verwandeln. Dennoch tritt er zur Prüfung an, in dem Wissen, dass er getötet wird, sollte seine Kaiju Identität bekannt werden. – Gute Umsetzung des Mangas, wenn auch die Kämpfe stark gekürzt wurden.

Platz 6: Yuri on Ice – Staffel 1

Yuri Katsuki hat beim letzten Grand-Prix Finale im Eiskunstlaufen den letzten Platz belegt und überlegt seine Karriere zu beenden. Nachdem ein Video von ihm mit der Choreo seines großen Idols Victor Nikiforov viral geht, taucht auf einmal eben dieser im Onsen seiner Familie auf und bietet ihm an ihn zu trainieren. Yuri ist zwiegespalten. – Stark erzähltes Sportdrama, das Eiskunstlaufen noch einmal neu vorstellt. Schade, dass es bei der einen Staffel geblieben ist. – Stark erzähltes Sportdrama, das Eiskunstlaufen noch einmal neu vorstellt. Schade, dass es bei der einen Staffel geblieben ist.

Platz 5: Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Staffel 2

Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. Dieser hilft ihm zwar, darf offiziell aber nicht ermitteln, weswegen Toto die Lorbeeren bekommt. Doch, was hat es mit Rons seltsamen Tattoo auf sich? Und was ist damals beim Praktikantenblutbad wirklich passiert? – Auch die zweite Staffel adaptiert gekonnt die Mangavorlage und haucht den Charakteren gut Leben ein. Hatte viel Spaß beim Schauen.

Platz 4: Dr. Stone – Staffel 1-3

Taiju hat sich nach fünf Jahren des Anschmachtens endlich entschieden seiner großen Liebe diese zu gestehen. Doch ein Phänomen, das einem grünen Licht gleicht, lässt alle Menschen und Schwalben zu Stein werden. Es vergehen tausende von Jahren, ehe Taiju durch ein Wunder aus seiner Starre erwacht. Zum Glück ist auch sein bester Freund Senku erwacht, der durch seine große Liebe zur Wissenschaft zwar das Leben in der neuen Steinzeit ganz gut gemeistert hat, es fehlt ihm aber an Kraft, die Taiju mitbringt. Zusammen versuchen sie ihr Leben annehmlicher zu machen. Dabei erwecken sie jedoch einen Gegner der Wissenschaft, der es fortan auf Senku abgesehen hat. – Interessanter Ansatz, wenn die Menschheit quasi bei 0 starten muss, kann die Begeisterung für neue Wissenschaft auch gut halten und bietet interessante Charaktere.

Platz 3: Jujutsu Kaisen – Staffel 1-2

Yuji Itadori tritt an seiner Oberschule den Club für Okkultes bei, da er keine Lust auf Leichtathletik hat. Seine beiden Freunde und anderen Mitglieder des Clubs brechen ausversehen ein Siegel und entfesseln einen Fluch, in dem sie einen Finger aus einem Schrein nehmen. Yuji trifft auf den Jujutzisten Megumi, der jedoch gegen den entfesselten Fluch keine Chance hat. Um seine Freunde zu retten, isst Yuji den Finger und vereint sich damit mit dem Fluchgeist Sukuna. Eigentlich müsste er dadurch sterben, kann sich aber durchsetzen. Dadurch wird der Jujutsuisten-Orden auf ihn aufmerksam und will ihn eigentlich eliminieren lassen. Doch Satoru Gojo, ein einflussreicher und begabter Jujuzist und Lehrer, spricht sich für ihn aus und nimmt ihn unter seine Fittiche. – Als Einstieg etwas gewöhnungsbedürftig, da viel von Kampf zu Kampf gesprungen wird und viele Charaktere eingeführt werden, aber man gewöhnt sich dran. Und die zweite Staffel reißt einfach alles raus und hat mich gebrochen. Aber hier zeigt sich, was Kampfanimationstechnisch alles möglich ist. 

Platz 2: Wind Breaker – Staffel 1-2

Haruka liebt es sich zu Prügeln und zieht daher extra in ein Viertel, wo sich besonders viele Raufbolde rumtreiben sollen. Allerdings stellt sich heraus, dass hier die Wind Breaker ansässig sind, die sich lieber für Frieden und die Gemeinschaft einsetzen. Widerwillig lässt er sich auf die Gruppe ein und bekommt schon bald die Chance sich zu beweisen und muss doch einiges über Freundschaft lernen. – Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber sehr gut umgesetzt und konnte mich absolut mitreißen. Die zweite Staffel vertieft die Charaktere nochmal und teasert gut die nächsten Gegner an.

Platz 1: Link Click – Staffel 1-3

Cheng Xiaoshi und Lu Guang führen zusammen ein Fotogeschäft. Dabei erfüllen sie auch ungewöhnliche Aufträge. Denn zusammen können sie durch die Fotos in die Vergangenheit reisen. Doch trotz strenger Regeln geraten sie immer wieder in brenzlige Situationen. Vor allem, weil ein Feind sich zu sehr für ihre Fähigkeiten interessiert. – Ein chinesischer Anime, der mich direkt in den Bann ziehen konnte. War zwischendurch echt schwierig wieder aufzuhören. Dabei ist er auch hoch emotional, gut durchdacht und mit tollen Charakteren. Nach dem Cliffhanger in Staffel 2 musste ich direkt weiterschauen, aber Staffel 3 bzw. der Bridon Arc macht hier nur eine Menge Fragen und Handlungsstränge auf und beantwortet gar nichts. Warte jetzt sehnsüchtig auf Staffel 4.

VI. Fortgesetzte Serien

2025 habe ich 10 Serien fortgesetzt und dabei 12 neue Staffeln entdeckt – im Ranking:

Platz 10: What if… – Staffel 3

Eine weitere Reihe von alternativen Geschichten aus dem MCU. Was wäre zum Beispiel, wenn Agatha Harkness nach Hollywood gegangen wäre, Howard the Duck Vater wird oder der Red Guardian den Winter Soldier versucht aufzuhalten? – Geschaut, um bei Marvel auf dem Laufenden zu bleiben, aber bot nicht eine spannende Idee.

Platz 9: Die Ringe der Macht – Staffel 2

Galadriel hat Sauron entlarvt, doch dieser kann fliehen und beeinflusst mit seiner einzigartigen Überzeugungskraft nun den Elbenschmied Celebrimbor die Ringe der Macht zu schmieden. In Numenor stehen die Zeichen derweil auf Rebellion, nachdem die Königin erblindet aus der Schlacht aus Mittelerde zurückkehrte. – Auch wenn die namensgebenden Ringe diesmal durchgehend eine Rolle spielen, verzettelt sich die Serie in zu vielen Schauplätzen und bringt so keinen Handlungsstrang wirklich voran.

Platz 8: Only murders in the building – Staffel 4

Charles langjähriges Stuntdouble Sazz wird in seinem Appartement erschossen. Er ist sich sicher, dass der Anschlag eigentlich ihm galt. Das Trio beginnt zu ermitteln. Zeitgleich bekommen sie eine Anfrage aus Hollywood, wo die Geschichte ihres Podcasts verfilmt werden soll. – Der Abstieg der Serie geht immer weiter. Hier wird weniger auf eine gute und spannende Geschichte gesetzt als vielmehr auf viele Promis mit kurzen oder längeren Auftritten.

Platz 7: Wednesday – Staffel 7

Wednesday kehrt für das nächste Schuljahr an die Evermore Academy zurück. Geplagt von Visionen um den Tod ihrer besten Freundin, versucht sie dies zu verhindern. Dabei überwirft sie sich mit ihrer Mutter, die diesmal in nächster Nähe zum Campus bleibt. Der neue Direktor plant eine große Party, bei der er ebenfalls auf die Gunst der Familie Addams angewiesen ist. – Auch hier funktioniert die zweite Staffel nicht mehr so gut, wie die Erste, kann sich aber mit einigen neuen Ideen dennoch gut halten. Neue Charaktere bringen ein großes neues Rätsel auf. Nur die Überpräsenz der restlichen Familie Adams scheint nicht so richtig zur Handlung zu passen.

Platz 6: Criminal Minds – Staffel 10-12

Das BAU-Team des FBI ist spezialisert auf Fälle mit Serientätern, wo sie Profile für erstellen. Dabei reisen sie zu den einzelnen Polizeistationen, die ihre Hilfe anfordern. – Während ich in Staffel 10 und 11 eher mit Neubesetzungen zu kämpfen hatte, ist Staffel 12 einfach nur anstrengend gewesen, da hier zuviel Hintergrunddrama rund um Spencer war und ich so überhaupt nicht mehr in den einzelnen Fällen war.

Platz 5: Dr. Who (2024) – Staffel 2

Belina Chandra wird von Robotern auf einen nach ihr benannten Planeten entführt. Der Doctor setzt alles daran, um sie zu retten und zurück auf die Erde und in ihre Zeitlinie zu bringen. Doch da gibt es allerlei Schwierigkeiten. – Hatte wieder tolle Geschichten mit dabei, bleibt aber in seiner Gesamtheit etwas hinter der ersten Staffel zurück. Bin noch nicht überzeugt von der Reinkarnation, aber mal schauen, was die bringt.

Platz 4: Death in Paradise – Staffel 13

Die beschauliche Karibikinsel Saint Marie hat ein sehr übersichtliches Polizeirevier. Lediglich drei ortsansässige Mitarbeitende sind angestellt. Dabei bekommen sie Hilfe von einem Detective – der alle paar Staffeln wechselt – aus Großbritannien, die allesamt brilliante Köpfe im Ermitteln sind, doch so ihre Schwierigkeiten mit den karibischen Bedingungen haben. Doch auch im Paradies gibt es Morde. – Wieder eine starke Staffel, auch wenn es das „Happy-End“ im Finale nicht gebraucht hätte. Oder das Zurückholen bereits verabschiedeter Charaktere …

Platz 3: Good Witch – Staffel 5

Cassie Nightingale lebt in der Kleinstadt Middleton und ist für ihre Vorahnungen und Kräutermedizin bekannt. Als nebenan der Arzt Sam Radford mit seinem Sohn Nick einzieht. bekommt sie einen großen Kritiker, der jedoch nach und nach erstaunliches feststellt. In der fünften Staffel haben sie endlich zueinander gefunden und müssen nun ihre zerstrittenen Kinder dazu bringen, sich wieder anzunähern. – So langsam ist hier auch ein wenig die Luft raus. Man merkt, dass sie sich immer mehr ausdenken mussten, das die Charaktere aber kaum noch hergaben. Gegen Ende aber noch einmal wieder schön cosy geworden.

Platz 2: Heartstopper – Staffel 3

Nick und Charlie genießen den Sommer mit ihren Freund*innen. Doch Nick bemerkt zusehends, dass Charlie ein Problem zu haben scheint, denn er schiebt sein Essen immer nur hin und her. Doch ihn darauf anzusprechen ist gar nicht so einfach. – Auch in der dritten Staffel überzeugt die Serie mit so viel Wärme und Herzlichkeit. Einfach pure Liebe.

Platz 1: His dark materials – Staffel 3

Lyra wurde von ihrer Mutter verschleppt und gleich vor mehreren Organisationen versteckt, die hinter ihr her sind. Auch Will gibt alles, um sie zu finden. Zeitgleich steht Lord Asriel vor einem großen Durchbruch, um gegen die Engel in den Krieg ziehen zu können. – Runder Abschluss der Serie, noch einmal komplett spannend und das Ende hat mich einfach gebrochen

VII. Neuentdeckungen

2025 habe ich 5 Serien neu entdeckt und davon 8 Staffeln gesehen, womit auch diese Kategorie deutlich geschrumpft ist. Aber die meisten Neuentdeckungen sind im Animebereich gewesen – im Ranking:

Platz 5: The Penguin – Staffel 1

Oswald „Oz“ Cobb, besser bekannt als der Pinguin, nutzt das Chaos nach den Zerstörungen des Riddlers (The Batman 2022), um seinen Einflussreich zu erweitern und eine neue Drogen an den Start zu bringen. Dabei stellt er sich den Größen der Unterwelt Gothams und versucht diese gegeneinander auszuspielen. Doch gerade die Familien Falcone und Maroni sind zäher als er glaubte. – Leider eher enttäuschend, kommt nicht richtig in Fahrt und dreht sich immer wieder im Kreis. Schade, denn Collin Farrel gibt einen tollen Pinguin ab.

Platz 4: House of the Owl – Staffel 1

Ryutaro Ogami ist ein Geschäftsmann, der als sogenannter Fixer eine Menge Einfluss auf die Politik des Landes hat. Doch während er dort alle Fäden geschickt in der Hand hält, ist es seine eigene Familie, an der er scheitert. – Japanischer Politthriller, stark erzählt, aber konnte mich nicht richtig abholen.

Platz 3: The Day of the Jackal – Staffel 1

Der Schakal ist ein Profikiller, dem kein Attentat zu kompliziert ist. Als er die Aufgabe bekommt einen einflussreichen IT-Guru zu eliminieren, nimmt er an, in der Annahme mit dem Honorar endlich in den Ruhestand treten zu können, um mehr Zeit für seine Familie zu haben. Dabei liefert er sich jedoch ein Katz- und Maus Spiel mit der MI6 Agentin Bianca Pullman. Doch die Verschwörungen reichen tiefer als beide ahnen. – Sehr langsam erzählte Adaption des Stoffes, der sich viele Freiheiten nimmt, aber durch die beiden Hauptdarstellenden erstaunlich gut funktioniert.

Platz 2: Helluva Boss – Staffel 1-2

Die Auftragsmord-Organisation (I.M.P) von Blitzo funktioniert nur durch die Leihgabe eines Grimoire, welches er von dem Höllenprinzen Stolas bekommt. Beim Aufeinandertreffen von alten und neuen Bekannten gibt es immer wieder Probleme, doch irgendwie kann sich das Team immer wieder retten. – Kommt von der Handlung und den Liedern nicht an Hazbin Hotel heran, schafft aber eine tolle Geschichte, mit spannenden Einzelepisoden und faszinierenden Charakteren.

Platz 1: Ghosts – Staffel 1-3

Sam und Jay erben ein riesiges Landgut, dass sie zu einem Bed & Breakfast umbauen wollen. Dies passt den ansässigen Geistern jedoch gar nicht. Dabei kommt es zu einem Unfall, in dessen Folge Sam ein Nahtoderlebnis hat und fortan die Geister sehen kann. Schnell entwickeln sie sich zu einer Familie und unterstützen nun die Pläne. Nur Jay, der die Geister weiterhin nicht sehen kann, ist nicht immer begeistert von der Gabe seiner Frau. – Es war Liebe auf die erste Folge. Einfach eine sehr witizge Geschichte, die durch die Vielzahl an verschiedenen Charakteren wunderbar funktioniert.

Was war euer Highlight in 2025? Welche Serie sollte ich unbedingt mal schauen?

Eine Handvoll Serien – 01/25 – Anime-Special

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr und wir beginnen direkt mit einem Anime-Special. Heute mit: der Steinzeit in der Zukunft, menschenfressenden Wesen, Städtezerstörenden Wesen, Aliens vs. Geister und jugendlichen Schlägereien.

Die Titel der beschriebenen Animes als Fanart auf lila Couch mit Fernbedienung in der Mitte

Dr. Stone – Staffel 1

Die Handlung: Taiju hat sich nach fünf Jahren des Anschmachtens endlich entschieden seiner großen Liebe diese zu gestehen. Doch ein Phänomen, das einem grünen Licht gleicht, lässt alle Menschen und Schwalben zu Stein werden. Es vergehen tausende von Jahren, ehe Taiju durch ein Wunder aus seiner Starre erwacht. Zum Glück ist auch sein bester Freund Senku erwacht, der durch seine große Liebe zur Wissenschaft zwar das Leben in der neuen Steinzeit ganz gut gemeistert hat, es fehlt ihm aber an Kraft, die Taiju mitbringt. Zusammen versuchen sie ihr Leben annehmlicher zu machen. Dabei erwecken sie jedoch einen Gegner der Wissenschaft, der es fortan auf Senku abgesehen hat.

Meine Meinung: Mir war vorab das grobe Konzept der Serie bekannt, ich war aber unsicher, ob es genug Handlung für mehrere Staffeln bietet. Doch tatsächlich schafft Dr. Stone es gleich am Anfang genug Charaktere einzuführen, die für verschiedene Handlungsstränge reichen. So gibt es bereits da den Grundkonflikt zwischen Kraft und Wissenschaft. So richtig in Schwung kommt sie aber erst nach ca. einem Viertel der ersten Staffel als unser Protagonist Senku auf ein Dorf voller Menschen trifft, die schon immer in der Steinwelt gelebt haben. Manchmal wirkt es zwar etwas übertrieben, dass Senku als Oberschüler, selbst wenn er sich immer sehr für die Wissenschaft interessiert hat, wirklich so absolut alles zu wissen scheint. Aber darüber kann man leicht hinwegsehen, denn die Forschungsparts sind gut aufgeschlüsselt, so dass auch Laien wie ich sie gut verstehen können. Grundsätzlich wird man sehr mitgerissen und fiebert bei jedem Fortschritt mit. Zwischendurch werden auch die zwischenmenschlichen Handlungen weiter vorangetrieben, so dass es auch hier spannend bleibt. Nun bin ich sehr gespannt auf die zweite Staffel.

Tokyo Ghoul – Staffel 1

Die Handlung: Für Ken scheint es endlich richtig gut zu laufen. Seine große Liebe Liz geht auf ein Date mit ihm. Leider stellt sich dabei heraus, dass sie ein Ghul ist, die sich ausschließlich von Menschenfleisch ernähren. Durch einen Unfall stirbt Liz jedoch, bevor sie Ken essen kann. Als dieser kurz darauf im Krankenhaus erwacht, stellt er fest, dass er inzwischen weder Mensch noch Ghul ist, sondern eine Mischung aus beidem. Die Ärzte haben ihm nämlich Liz Organe transplantiert, da sie sie für einen Menschen hielten. Nun muss er versuchen zu überleben, da ihn andere Ghule jagen und es auch eine geheime Organisation gibt, die es auf Ghule abgesehen haben.

Meine Meinung: Ghule waren nun nicht unbedingt die Art von übernatürlichen Kreaturen, für die ich mich brennen interessiere. Doch da Tokyo Ghoul anscheinend sehr bekannt in der Animewelt ist – zumindest kommen in Animequizzen sehr oft Fragen dazu – und ich mich etwas weiterbilden wollte, gab ich der ersten Staffel eine Chance. Nachdem auch das Grundsetting mit Ken als Halbghul gesetzt wurde, kommt die Serie auch gut in Schwung. Im Café Antik lernt Ken mit seinem neuen Leben umzugehen und findet Verbündete. Dabei kommt immer wieder die Frage auf, ob alle Ghule automatisch böse sind und getötet werden sollten, auch wenn sie versuchen, friedlich unter den Menschen zu leben. Und was ist mit Menschen, die aus purer Bösartigkeit Ghule töten? Sind sie dennoch automatisch besser? Das ist spannend und funktioniert über die 12 Folgen der ersten Staffel gut. Zwischendrin lernen wir die verschiedensten Ghule kennen und lernen so, dass auch sie sehr unterschiedlich in ihrem Charakter sind. Das Finale geht dann direkt in die Vollen und liefert ordentlich ab. Allerdings war ich danach auch erstmal gut gesättigt, so dass ich der zweiten Staffel vermutlich irgendwann eine Chance geben werde, aber gerade lieber erstmal andere Serien geschaut habe.

Kaiju No. 8 – Staffel 1

Die Handlung: Kafka Hibino hat nur ein Ziel. Er will zum Verteidigungskorp, um die Menschen vor den regelmäßigen Angriffen durch Kaijus zu beschützen. Bisher hat er es aber nur zum Reinigungstrupp geschafft. Nach einem Unfall landet er zusammen mit seinem Kollegen Reno im Krankenhaus. Und gerade als Kafka erneut Mut gefasst hat, um sich beim Korp zu bewerben, greift ihn ein winziges Kaiju an und nistet sich in seinem Körper ein. Dadurch kann Kafka sich nun zwischen Kaiju- und Menschenkörper hin und her verwandeln. Dennoch tritt er zur Prüfung an, in dem Wissen, dass er getötet wird, sollte seine Kaiju Identität bekannt werden.

Meine Meinung: Über Kaiju No. 8 bin ich als Manga gestolpert, als ich nach Geschenkideen für den Pärchengatten suchte. Inzwischen hat er die Reihe auch gut weitergelesen und auch ich habe sechs Bände mittlerweile verschlungen. Dabei war es gerade die gute Mischung aus Action und nachdenklicher Handlung, die nah am Charakter bleibt, die mich überzeugen konnte. Nun wollte ich auch mal einen Blick in die Animeumsetzung werfen. Mir gefiel der Stil der Adaption auch sehr gut und gerade der Introsong hat es mir angetan. Was mir allerdings auffiel ist, dass hier viele Bände in wenigen Folgen umgesetzt wurden, da bei den Actionszenen stark gespart wurde. Alles ging sehr flott und auch wenn die Spannung nur geringfügig darunter litt, war es doch schade, dass zwischendurch sehr schnell Lösungen gefunden wurden, für die im Manga einige Kapitel gebraucht wurden. Aber wer die Mangavorlage nicht kennt, wird es kaum bemerken und es ist auch Meckern auf hohem Niveau. Ich bin auf jeden Fall gespannt weiterzulesen und dann die Umsetzung in einer potentiellen zweiten Staffel zu bewundern.

DanDaDan – Staffel 1

Die Handlung: Momo wollte eigentlich nur einem Mitschüler helfen, der gemobbt wird. Dieser versteht ihr Interesse jedoch falsch und erzählt ihr begeistert von seinem Wissen über Aliens auf der Erde. Momo glaubt ihm kein Wort und nennt ihn spaßeshalber Okarun. Gleichzeitig weiß sie von der Existenz von Geistern, da ihre Oma ein Medium ist. Dies wiederum glaubt Okarun nicht. Also schließen die beiden eine Wette und gehen an Orte, von denen der jeweils Andere behauptete, dass dort Geister bzw. Aliens zu finden seien. Allerdings stellt sich heraus, dass beides wahr ist und beide befinden sich kurzdarauf in ziemlichen Schwierigkeiten.

Meine Meinung: Bei all den guten Animes, die ich in letzter Zeit gesehen habe, war dann doch mal eine Schwachstelle darunter. Während DanDaDan der Hit der vergangenen Saison war, konnter er mich so gar nicht abholen. Dabei fand ich die Grundidee super spannend und das war auch der Grund, warum ich die Staffel nicht vorab abgebrochen habe. Es war mir vom Zeichenstil schon etwas suspekt, aber da hätte ich noch drüber hinwegsehen können, wenn der Anime nicht vor allem eins ist: Laut. Die Charaktere können gefühlt nichts anderes außer sich anzuschreien. In einem fort, egal, ob es vielleicht angebracht ist, weil sie sich in einer brenzligen Situation befinden, oder ob sie sich eigentlich gerade normal unterhalten. Es wird einfach immer geschrien. Hinzu kommt, dass der Anime seine Charakter erstaunlich gern auszieht, während sie gegen gefährliche Alien und Geister kämpfen. Da bin ich einfach kein Fan von und so konnte mich die Serie nicht abholen. Leider endete sie auch noch mit einem ziemlichen Cliffhanger, der sehr aus der Luft gegriffen wirkt und absolut nicht notwendig gewesen wäre. Als ob den Machern zwischendurch entfallen ist, wie viele Folgen die Staffel haben soll und sie dann halt nur diese Anzahl rausgegeben haben.

Wind Breaker – Staffel 1

Die Handlung: Haruka liebt es sich zu Prügeln und zieht daher extra in ein Viertel, wo sich besonders viele Raufbolde rumtreiben sollen. Allerdings stellt sich heraus, dass hier die Wind Breaker ansässig sind, die sich lieber für Frieden und die Gemeinschaft einsetzen. Widerwillig lässt er sich auf die Gruppe ein und bekommt schon bald die Chance sich zu beweisen und muss doch einiges über Freundschaft lernen.

Meine Meinung: Witzigerweise ist hier das komplette Gegenteil zu DanDaDan entstanden. Mich hat die Grundhandlung so überhaupt gar nicht angesprochen, dafür aber die Optik. Und so gab ich der Serie eine Chance und habe sie in wenigen Tagen weggebinged, da ich einfach ab der zweiten Folge drin war. Es sind einfach direkt so viele interessante Charaktere dabei, dass ich immer mehr wissen wollte und nach jeder Folge einfach die nächste lief. Die Kämpfe selbst waren sehr gut und mitreißend animiert, auch wenn ich das Grundprinzip immer noch nicht gut finde bzw. einfach kein Fan von solch sinnloser Gewalt bin. Doch auch das wurde auf einem guten Level vermittelt, dass ich damit klar kam. Und auch, wenn die Kämpfe im Mittelpunkt stehen, werden diese genutzt, um die Charaktere weiterzuentwickeln und um Hintergrundgeschichten zu erzählen. Ich bin sehr hyped auf die kommende zweite Staffel und überlege schon die Zwischenzeit mit dem Manga zu überbrücken.

Habt ihr einen der Animes gesehen und wie fandet ihr ihn?

Jujutsu Kaisen – Anime

Ein Vorwort

Es wird mal wieder Zeit uns einer Anime-Serie zuzuwenden. Nachdem ich beide Staffeln und den Vorgeschichtenfilm gesehen habe, fühle ich mich bereit euch einen Überblick zu geben und zu sagen, warum ich gerade die zweite Staffel wegbingen musste.

Der Serientitel inszeniert auf einem Tablet mit einem Standbild aus dem Opening und einer Fernbedienung als Stilmittel

Die Handlung

Yuji Itadori tritt an seiner Oberschule den Club für Okkultes bei, da er keine Lust auf Leichtathletik hat. Seine beiden Freunde und anderen Mitglieder des Clubs brechen ausversehen ein Siegel und entfesseln einen Fluch, in dem sie einen Finger aus einem Schrein nehmen. Yuji trifft auf den Jujutzisten Megumi, der jedoch gegen den entfesselten Fluch keine Chance hat. Um seine Freunde zu retten, isst Yuji den Finger und vereint sich damit mit dem Fluchgeist Sukuna. Eigentlich müsste er dadurch sterben, kann sich aber durchsetzen. Dadurch wird der Jujutsuisten-Orden auf ihn aufmerksam und will ihn eigentlich eliminieren lassen. Doch Satoru Gojo, ein einflussreicher und begabter Jujuzist und Lehrer, spricht sich für ihn aus und nimmt ihn unter seine Fittiche.

Meine Meinung

Bekanntermaßen ist Attack on Titan mein Lieblingsanime. Seitdem wurde mir Jujutsu Kaisen immer wieder vorgeschlagen. Nachdem auch meine beste Freundin komplett im Fandom aufging und mir immer wieder von den Figuren vorschwärmte, beschloss ich ihr auch noch eine Chance zu geben. Und während die erste Staffel bei mir noch eher im Hintergrund lief, waren es dann der Film 0 mit der Vorgeschichte und vor allem die zweite Staffel, die mich komplett in ihren Bann zogen.
Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen zunächst den Protagonisten Yuji Itadori kennen. Während schon in der ersten Szene klar wird, dass mit ihm etwas nicht stimmt, erfahren wir dies dann auch ausführlich in den kommenden Folgen. Hier zeigt der Anime auch direkt, dass er die Charakterentwicklung komplett in den Kämpfen einbaut. Und gerade die sind es, die Jujutsu Kaisen zu etwas besonderem machen. Wir bekommen die Charaktere auch schön nach und nach vorgestellt, so dass wir nicht direkt mit Namen überschüttet werden. Allerdings wirkt die Geschichte hier noch sehr episodenartig und wir schlittern von epischen Kampf in epischen Kampf, was mir ein wenig zu viel war. Da fehlte mir ein bisschen Entwicklung außerhalb der Kämpfe und ein paar mehr Erklärungen. Gerade das Zusammentreffen mit der Schule aus Kyoto und deren Charakter war mir dann zu viel. Zu viele neue Charaktere, zu viele neue Namen und Fähigkeiten und mir viel es zunehmend schwer zu unterscheiden, wer wirklich wichtig ist.
Weiter geht es mit dem Kinofilm Jujutsu Kaisen 0. Dieser erzählt zwar die Vorgeschichte, also einen Jahrgang über unserem Haupttrio aus der Serie, enthält aber wichtige Informationen für die zweite Staffel. Hier war ich zunächst auch skeptisch, da wir wieder auf allerlei Charaktere treffen, die wir schon kannten, die vorher aber noch keine so große Rolle spielten. Diese bekommen hier deutlich mehr Tiefe, was schön zu sehen war und der Endkampf lässt sich auf jeden Fall wieder sehen.
Kommen wir also zur zweiten Staffel. Diese beginnt ganz ungewohnt mit Charakteren, die  wir zwar irgendwie schon kannten, aber hier wesentlich jünger sind. Denn das erste Viertel befasst sich ebenfalls mit der Vorgeschichte, aber wir gehen noch einmal weiter in die Vergangenheit und lernen Gojo und Geto in ihrer Schulzeit kennen – wir erinnern uns, dass Gojo inzwischen als einflussreicher Lehrer fungiert. Wir lernen hier eine Menge über ihre Freundschaft und ihre verschiedenen Kräfte und Getos Weg weg von der Schule hin zu den dunklen Künsten.
Nach diesem durchaus interessanten Ausflug in die Vergangenheit – und der vor allem dazu diente, die Charaktere noch einmal zu vertiefen, auch wenn dies wieder hauptsächlich durch Kämpfe passierte – kehren wir in die Gegenwart zurück. Und zum Shibuya-Incident. Denn dieser beschreibt den nächsten Abschnitt, der sich über die komplette restliche Staffel zieht. Wir sind endgültig weg von dem Episodencharakter der ersten Staffel und handeln hier eine zusammenhängende Handlung ab. Und hier ist es wichtig, dass vorher bei der Einführung der Charaktere gut aufgepasst wird, denn alle bekommen hier ihre Nebenkämpfe, die ausschließlich mit der Haupthandlung zu tun haben. Und hier wird alles an Kampfanimation herausgeholt, was möglich ist.
Mich hat diese zweite Staffel einfach nur gebrochen. Denn natürlich stirbt mein Lieblingscharakter nach einer verzweifelten Schlacht. Aber kannte ich ja nun auch schon von Attack on Titan. Während ich die erste Staffel noch immer mal wieder ein paar Folgen gesehen habe und dann auch wieder genug hatte, konnte ich hier nicht abschalten. Sie wurde einfach in einem Rutsch weggebinged.
So bietet Jujutsu Kaisen interessante Charaktere, wobei das Haupttrio eigentlich ein bisschen hinter den anderen zurückbleibt. Vor allem bekommen wir aber atemraubende Action und Kämpfe. Mir fehlte dabei ein wenig die Erklärungen, die sehr schnell dazwischen geklemmt wurden, aber das ist doch Jammern auf hohem Niveau. Und ich fieber nun sehr stark auf eine dritte Staffel hin, denn die zweite endet doch sehr offen und lässt viele Fragen offen.

Das Fazit

Jujutsu Kaisen ist ein starker Action Anime, der mit interessanten Charakteren, einem spannenden Weltenbau und vor allem sehr gut inszenierten Kämpfen punkten kann. Man sollte sich nur genau überlegen, welchen Charakter man mag, sonst helfen nur eine Menge Taschentücher.

Jujutsu Kaisen ist bei Crunchyroll im Stream enthalten

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi

Ein Vorwort

Es begab sich, dass ich mit dem Pärchengatten in einem Mangaladen landete. Noch unerfahren in dem Genre, holte ich mir die Beratung eines Mitarbeiters und hatte kurz darauf einen ganzen Stapel in den Armen. Nicht jede Reihe habe ich akribisch weiter verfolgt, aber eine hatte es mir ganz besonders angetan: Meisterdetektiv Ron Kamonohashi. Nach elf Bänden geht nun der erste große Handlungsstrang zu Ende und so will ich ein Zwischenresumé ziehen.

Alle Mangabände verstreut um ein Tablett mit dem Titel aus dem Anime

Die Handlung

Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. Dieser hilft ihm zwar, darf offiziell aber nicht ermitteln, weswegen Toto die Lorbeeren bekommt. Doch, was hat es mit Rons seltsamen Tattoo auf sich? Und was ist damals beim Praktikantenblutbad wirklich passiert?

Meine Meinung

Natürlich gibt es bereits unzählige Sherlock Holmes Adaptionen da draußen. Der Meisterdetektiv, der aus kleinsten Details unzählige Schlüsse ziehen kann und dem kein Rätsel zu schwer ist. Immer mit dabei, den mal mehr, mal weniger, tollpatschigen Assistenten. Das Konzept geht schon allein auf, weil man als Leserschaft natürlich lieber alle Hinweise selbst finden möchte, um mit dem Genie mitzuhalten, aber eigentlich immer ein bisschen im Dunkeln stochert, wie ein Dr. Watson.
Auch hier sind wir irgendwo in diesem Adaptionengewimmel und die Namen Holmes und Moriarty fallen auch gern. Dennoch hat die Mangareihe ihren ganz eigenen Charme. Ron ist sehr eigen in seinem Verhalten und treibt den korrekten Toto, der eigentlich nur versucht bei der Polizei nicht komplett unterzugehen, regelmäßig an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Allein seine Angewohnheit sich neben die gefundenen Leichen zu legen und mit ihnen Zwiesprache zu halten, ist ein gutes Beispiel dafür. Oder seine Angewohnheit braunen Zuckersirup auf alles ansatzweise essbares zu träufeln.
Dennoch sind es seine Geistesblitze, die dafür sorgen, dass er eigentlich unersetzbar ist. Blöderweise hat er ein Handicap, das ihn daran hindert, weiter als Detektiv tätig zu sein. So ist die Geschichte rund um das Praktikantenblutbad der rote Faden, der sich durch die ersten elf Bände zieht und in einem epischen Finale endet. Danach hätte die Reihe tatsächlich auch enden können und wäre rund fertig erzählt gewesen.
Zwischendurch gibt es aber noch eine Menge anderer Fälle, die mal kürzer und mal länger sind. Wir treffen auf viele Charaktere, gerade die Dozenten von der Blue Akademie, wo Ron zuvor gelernt hatte, die mal kleinere und mal größere Rollen übernehmen. Da wir sie auch gern mal wiedertreffen, ist es hilfreich sie sich auch zu merken. Dabei ist jeder Fall neu und anders faszinierend und ich bin ehrlich: Ich kam so gut wie nie auf die richtige Lösung.
So blicke ich nun fasziniert auf die neue Ära und die neue Überhandlung, freue mich aber gerade auf die kleineren Zwischenfälle zum miträtseln.

Ein paar Worte zum Anime

Wie jede gute (und erfolgreiche) Mangareihe, hat auch Meisterdetektiv Ron Kamonohashi eine Animeverfilmung bekommen. In Deutschland ist inzwischen die erste Staffel in OmU und mit deutscher Synchro veröffentlicht. Sie hält sich wunderbar eng an die Mangas und schafft es diese würdig zu adaptieren. Dabei kommen die Charaktere noch einmal besser zur Geltung, da sie lebhafter agieren können. Beide Medien erzählen aber die gleiche Geschichte, also kann man sich sein Lieblingsformat – Manga oder Anime – aussuchen, oder man inhaliert einfach beides.

Das Fazit

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi ist eine gelungene Sherlock Holmes Adaption, die eigene Stoffe und Fälle hat, sich aber am Grundkonstrukt orientiert. Durch seine unkonventionelle Ermittlungsarbeit bringt Ron viel Witz mit und die Fälle sind stets spannend und warten mit überraschenden Lösungen auf.

Blue Lock – Episode Nagi

Ein Vorwort

2023 brachte uns Crunchyroll die 8-bit Produktion Blue Lock auf den heimischen Fernseher und damit den japanischen Fußball näher. Und nachdem wir noch in selige Erinnerungen an den Haikyu Film schweben, bekamen wir auch zu Blue Lock einen Film.  Allerdings ist die Handlung zeitgleich zur ersten Staffel angesiedelt und überschneidet sich oft. Kann das funktionieren? Erfahrt es in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Nagi hat eigentlich kein Interesse an Sport oder allgemein etwas anderem als seine Videospiele. Bis Reo auf ihn aufmerksam wird. Als Sohn einer wohlhabenden Familie ist er es gewohnt alles zu bekommen, was er will. Doch seine neue Leidenschaft Fußball stößt sowohl bei seinem Vater als auch bei seinen Freunden auf Unverständnis. So überredet er Nagi, der sich als erstaunlich talentiert erweist und kurz darauf bekommen sie eine Einladung zu Blue Lock, einem Auswahlverfahren für den besten Stürmer Japans. Doch bei Blue Lock kann nur einer gewinnen.

Meine Meinung

Nagi war in der Serie bereits ein interessanter Charakter, so dass die Wahl ihn als Protagonisten zu nehmen, durchaus nah lag. Dabei gab es aber ein Problem: Seine Hintergrundgeschichte und seine Freundschaft zu Reo wurde bereits in der Serie dargestellt. Da gab es wenig Potential, um noch spannende Details rauszupressen. Dennoch wollte ich dem Film eine Chance geben.
Wir beginnen auch in der Zeit vor Blue Lock. Nagi und Reo treffen zum ersten Mal aufeinander und Reo kommt seinem Traum von Fußball näher, während Nagi eigentlich lieber Videospiele zocken möchte. Hier gibt es dann tatsächlich auch neue Infos, auch wenn die wichtigsten Szenen bereits bekannt waren. Aber auch, wenn die beiden und ihre Freundschaft hier einen größeren Part bekommen haben, bleibt sie merkwürdig undurchsichtig und bis zum Ende ist immer noch nicht klar, welche Art der Beziehung sie zueinander haben.
Weiter geht es zu Blue Lock, wo dann zwar die Spiele von Nagis Gruppe nochmal gezeigt werden, die wir vorher nur vom Ergebnis her kannten, aber wirklich in größerer Länge wurde nur das Spiel gegen Team Z – aus dessen Sicht die Serie erzählt wurde – gezeigt, das eben bereits in der Serie zu sehen war. Zwar diesmal aus der anderen Sicht, aber die Erkenntnisse, die Nagi hieraus mitnahm, waren eben auch nicht neu.
So zieht sich der Film weiter und bleibt an Nagi dran, der aber auch in der Serie ab dem Punkt Protagonist wurde. Hier gibt es für Serienfans eigentlich keinen Mehrwert und für Nicht-Fans dürfte der Film auch nicht interessant sein. Dennoch ist es faszinierend wie sehr durch starke Bilder und Szenen die Spannung des Films weitestgehend gehalten werden kann. Man ist trotzdem mit drin und fiebert mit, obwohl man längst weiß, wie die Spiele ausgehen.
Es gibt übrigens eine After Credit Scene. Allerdings frage ich mich, ob sie nicht die zweite Staffel etwas gespoilert hat, weil sie hinter Entscheidungen angesiedelt ist, die erst noch anstehen. Aber sie wurde dennoch benötigt, um der Geschichte von Nagi und Reo überhaupt noch eine neue Ebene zu geben.

Das Fazit

Blue Lock – Episode Nagi bietet für Fans der Serie wenig Neues, wiederholt praktisch die erste Staffel noch einmal aus einer anderen Sicht und kann dennoch die Spannung halten. Leider verfehlt sie ihr vordergrüdigstes Ziel: Nagi als Charakter und die Freundschaft zu Reo stärker zu erläutern. Schade. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Blue Lock – Episode Nagi läuft seit dem 23.07.2024 in den deutschen Kinos

Haikyu!! – Das Playoff der Müllhalde

Ein Vorwort

Nach vier Staffeln voller Volleyball-Action aus Japan wird Haikyu nicht mit einer fünften Staffel, sondern mit Kinofilmen fortgesetzt. Den Anfang macht das lang ersehnte und seit Staffel Eins angeteaserte „Playoff der Müllhalde“ gegen Nekoma. Ob die Spannung auch über einen ganzen Film gehalten werden kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Filmklappe mit Kinokarte und selbstgemaltem Titel zum Film Haikyuu mit zwei Mangabänden und einem Acrylständer zu der Reihe.

Die Handlung

Die Oberschule Karasuno hat es ins Achtelfinale der japanischen Meisterschaften im Volleyball geschafft. Hier stehen sie nun der Nekoma Oberschule gegenüber, die sie bereits aus vielen Testspielen kennen. Zumal die beiden Teams eine lange Geschichte haben. Anpfiff für das Schlacht am Müllplatz.

Meine Meinung

Vier Staffeln hat es gebraucht, um endlich zu dem lang angeteaserten Play-off an der Müllhalde zu kommen. Nun sollte dies auch nicht über eine weitere Staffel, sondern über einen Kinofilm geschehen. Die Zweifel waren groß, immerhin fehlten noch etliche Mangakapitel bzw -bände. Zumindest soll noch ein zweiter Film kommen, aber ob der es schafft die Geschichte final zu erzählen, bleibt auch abzuwarten.
Aber zunächst soll es um den bereits erschienen Film gehen. Hier werden wir ohne große Exposition ziemlich direkt in das Spiel gezogen. Nochmal kurz die wichtigsten Charaktere kurz gezeigt, schon geht es los. Hier ist deutlich, dass es sich nicht um einen unabhängigen Film handelt, sondern dieser direkt die Animeserie fortführt. Zunächst wirkt das fast enttäuschend, weil für die zuschauenden Fans hier viele Gefühle dran hängen – was man schon an den unzähligen Cosplays im Kino gesehen hat. Doch die Geschichte baut sich um das Spiel herum auf und wir bekommen Rückblenden geboten, die die Intensität zwischen den Charakteren noch einmal verdeutlicht. Hier wird das Augenmerk auch stark auf Nekoma gelegt, denn über die Jungs der Karasuno haben wir in den vier Staffeln bereits sehr viel erfahren, da es sich immerhin um ihr Team dreht.
Wir bekommen mehr Einblicke in die tiefe Freundschaft von Kuroo und Kenma, aber auch wie Kenma zu Volleyball steht, und wie er seine Fähigkeiten einsetzt, obwohl er eigentlich kein Fan von Sport ist. Das wird dann auch schnell das Hauptaugenmerk des Films, denn er setzt die Taktiken der Nekoma und versucht so die Karasuno immer wieder auszuspielen. Diese versuchen zwar dem ganzen etwas entgegen zu setzen, aber müssen ihre Schwächen eingestehen.
Es wird eine nervenaufreibende Jagd um den nächsten Punkt und man hat dem ganzen Kinosaal angemerkt, wie die Spannung auf jeden einzelnen überging. Bei jedem Ballwechsel wurde mitgefiebert und die Macher des Films wussten ganz genau, wie sie mit den gezeigten Informationen umzugehen hatten. So gab es zwischenzeitlich immer mal wieder Fragezeichen über den Köpfen der Zuschauenden, die zwar kurz danach aufgeklärt wurden, aber so fühlte man sich noch einmal mehr mitten im Film, statt nur als Zuschauender auf eine Leinwand. Geschickt wurden die Emotionen aller gesammelt und man konnte beinahe spüren, wie das ganze Kino kollektiv den Atem anhielt, wenn es um die Entscheidung ging, ob beispielsweise ein Ball im Aus war oder nicht.
Kurzum jeder Haikyu Fan kommt hier klar auf seine Kosten. Es ist spannend, es ist intensiv und die Emotionen sind auf dem Höhepunkt. So sehr habe ich wohl seit dem Finale von Staffel Drei nicht mehr mitgefiebert. Dennoch wird auch über das Spiel hinaus mehrere Geschichten erzählt, die uns nochmal Charaktere näher bringen. Also alles, was das Fanherz begehrte.

Das Fazit

Haikyu!! – Das Playoff der Müllhalde bietet alles, was sich Fans wünschen konnten. Starke Konzentration auf das Spiel, aber auch viel charakterbasiert und kann über die ganze Filmlänge Spannung und Emotionen halten und weiß durch geschickte Erzähltechniken diese voll auszunutzen. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Haikyu!! – Das Playoff der Müllhalde läuft seit dem 25.06.2024 in den deutschen Kinos

Spy x Family – Code White

Ein Vorwort

Über meine Begeisterung von Spy x Family, sowohl als Manga als auch als Anime, habe ich ja bereits gesprochen – hier nochmal nachzulesen. Als dann ein Mangaunabhängiger Film für die Kinos angekündigt wurde, war ich zwar etwas skeptisch, aber auch sehr hyped und bin natürlich sofort ins Kino gerannt. Warum der Film mit kleineren Abstrichen für sich gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Für einen Kochwettbewerb an der elitären Eden-Akademie bringt Familie Forger dazu einen Wochenendtrip zu machen. Vater Loid wird dabei jedoch eingespannt, seine Spiontätigkeit nebenbei auszuführen, was er aber vor vor Mutter Yor und Tochter Anya geheim halten muss. Dabei haben auch die beiden ihre Geheimnisse.

Meine Meinung

Bei der Vermarktung eines Anime-Films, der auf einer bestehenden Reihe basiert, aber dennoch unabhängig ist, gibt es gleich mehrere Probleme. Denn zum einen zieht man damit natürlich hauptsächlich die Fans in die Kinos, die bereits gut in der Materie drin stecken und daher mit wenigen Informationen auskommen. Allerdings gibt es auch die Zuschauenden, die sich vorher nicht mit dem Manga oder Anime auseinander gesetzt haben, sondern einfach gern mal einen Anime im Kino schauen. Die brauchen natürlich ein paar mehr Hintergrundinformationen. Doch wie bringt man beide Parteien unter einem Hut?
Spy x Family versucht diesen Spagat, gerät dadurch aber gerade am Anfang stark in die reine Erklärbärfalle. Dadurch zieht sich dieser ein bisschen für die Fans, die bereits alle wichtigen Informationen kennen. Bevor es dann wirklich in den Urlaub geht, vergeht also eine ganze Weile. Zumal der große Konflikt, der aufgemacht wird, von Anfang an nicht funktioniert, da er zwischen den beiden bereits erschienen Staffeln spielen soll und man daher weiß, wie es weitergeht. Dass mit der Auflösung der Familie Forger gedroht wurde, ist daher kein spannender Aufhänger.
Die Reise an sich hingegen gestaltet sich spannend, bietet Überraschungen, zeigt die Charaktere in gewohnter Manier und kann ihnen doch auch mehr Tiefe geben und so Handlung voran treiben. Hier kommt der Film richtig in Schwung und führt uns auch raus aus Berlint, womit auch die Abweichung zur eigentlichen Story räumlich spürbar ist. Die restliche Geschichte funktioniert auch insgesamt vom Spannungsaufbau besser, auch wenn man irgendwie weiß, dass es ein Happy End geben muss. Aber der Weg dahin ist lang und steinig und bietet Fans und Neueinsteigenden einiges.
Lediglich der große Finalkampf schießt ein wenig über das Ziel heraus. Hier wollte sich der Film der Leinwand würdig erweisen und ein großes Spektakel inszenieren inklusive einiger Anspeilungen aug andere Werke der Filmgeschichte. Nur, dass er dabei die Charaktere ein wenig überstrapaziert und vor allem ihre Blauäugigkeit und das Tatsachen nicht erkennen können, was die Identität des anderen angeht, ist hier fast schon ein Logikloch. Aber es durfte halt auch nicht bekannt werden, weil sich der Film wieder in den Manga einpflegen lassen muss. Alles ein bisschen reduzierter hätte vermutlich genau so gut funktioniert, ohne die Logik außen vor zu lassen.
Das ist allerdings auch alles Jammern auf hohem Niveau, denn die Charaktere gestalten die Geschichte liebevoll, spannend und gerade durch Anyas Gedanken auch sehr witzig. Ich hatte insgesamt gesehen großen Spaß mit dem Film, auch wenn ich ihn bewusst als Bonus zu Manga und Anime sehe.

Das Fazit

Spy x Family funktioniert für Fans und Neueinsteiger gleichermaßen etwas holprig am Anfang, steigert sich dann deutlich, bis der Endkampf etwas übers Ziel hinausschießt. Aber insgesamt wird einem eine spannende Geschichte geboten, die gut zu unterhalten weiß. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Spy x Family – Code White läuft seit dem 23.04.2024 in den deutschen Kinos

Anime Special: Over the sky

Ein Vorwort

Ich glaub so langsam kann ich nicht mehr sagen, dass Animes eigentlich gar nicht mein Ding sind. Habe ich mich doch gerade im Serienbereich immer weiter eingearbeitet, einige Mangareihen angefangen und kann auf Animemessen inzwischen einige Cosplays erkennen. So war ich bei einem neuen Anime Special, das kein Abschlussfilm einer Anime-Serie ist, doch direkt dabei. Was Over the sky so kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Mio ist mit Shin seit Kindheitstagen befreundet, doch langsam regen sich tiefere Gefühle für ihn in ihr. Damit er das aber nicht mitbekommt, provoziert sie einen Streit. Diesen bereut sie noch am gleichen Tag und fährt im strömendem Regen zu Shin, wobei sie jedoch in einen Unfall gerät. Kurz darauf findet sie sich in einer anderen Welt wieder und muss eine vergessene Erinnerung in ihrem Inneren suchen.

Meine Meinung

Over the sky ist einer dieser Filme, die als Kurzfilm geplant waren und dann doch auf knapp über 90 Minuten gestreckt wurde. Und genau das, merkt man ihm leider an. Denn eine gute Grundidee ist durchaus vorhanden, man muss sie nur finden.
Doch von Anfang an. Zunächst lernen wir Mio und ihren Alltag kennen. Ihre etwas distanzierte Familie, ihren Freundeskreis und ihre Probleme in der Schule. Hier lässt sich noch nicht ableiten, worauf der Film hinaus will, außer uns die Protagonistin vorzustellen, was aber auch nicht so richtig funktioniert. Nach und nach kommt der Konflikt mit den Gefühlen zu ihrem besten Freund durch. Dann der harte Cut. Nach einem Streit gerät sie in einem Unfall und wacht in einer anderen Welt auf, die zunächst der ihren sehr ähnelt.
Hier merkt man, dass der Film eigentlich eine gute Grundidee hatte, denn Mio ist der Weg in ihre Welt verwehrt, solange sie nicht noch eine Sache erledigt. Nur welche ist die große Frage. Zur Hilfe eilt ihr Kuscheltier, das auf einmal lebendig ist und wohl einfach nur der süße Sidekick sein soll, der bei Erfolg gut fürs Merchandise wäre. So eilt sie durch die andere Welt ohne wirkliches Ziel und trifft immer wieder auf ein Wesen, das sie vernichten will. Mit vereinten Kräften kann sie immer wieder fliehen, doch genau hier wird der Film wirr und dreht sich immer wieder im Kreis. Gleichzeitig versucht Shin auf der anderen Seite ebenfalls einen Weg zu finden, um Mio zu retten. Der ganze Handlungsstrang wirkt komplett wie eingefügt, um den Film noch etwas zu strecken.
Letztlich ist es ein Film, den man gefühlt schon mehrfach gesehen hat. Geschichten zu reproduzieren ist ja auch grundsätzlich vollkommen in Ordnung, wenn es denn funktioniert und man den Zuschauenden etwas bietet. Und genau das fehlt in Over the sky leider. Nette Geschichte, die als Kurzfilm vermutlich deutlich besser funktioniert hätte, mit leider auch sehr blassen Charakteren, was es zusätzlich schwierig macht. Dadurch war mir der Ausgang der Geschichte auch ziemlich egal. Ich habe nicht migefiebert. So war der Film nicht wirklich schlecht, aber eben auch nicht gut.

Das Fazit

Over the sky ist ein Anime, der lieber im Kurzfilmbereich geblieben wäre. Die Handlung ist grundsätzlich durchdacht, auch wenn die Thematik schon mehrfach verfilmt wurde. Leider bleiben die Charaktere blass und die Handlung dreht sich einmal zu oft im Kreis. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Over the sky lief am 26.09.2023 als Anime Special in den deutschen Kinos

Eine Handvoll Serien – 05/23 – Sportanime Special

Herzlich Willkommen zur fünften Handvoll Serien in diesem Jahr. Und dem ersten Anime Special in diesem Jahr! Und weil das noch nicht special genug war, gibt es sogar ein Sportanime Special. Heute mit: Volleyball, Basketball, Fußball, Wasserball und Schwimmen.

Haikyu – Staffel 1-4 – Volleyball

Die Handlung: Nach einem weniger erfolgreichen Volleyballturnier in der Mittelschule kommt Hinata in die Oberschule und freut sich auf das Volleyball-Team. Leider ist sein Kontrahent aus eben jenem ersten und letzten Turnier auch dabei und Kageyama ist ebenso wenig begeistert. Doch sie werden nur zusammen ins Team aufgenommen. Gezwungenermaßen müssen sie zusammenarbeiten.

Meine Meinung: Fangen wir diesmal direkt mit meinem Highlight an. Während ich in der Schule Volleyball absolut gehasst habe (und gefühlt jedes Jahr wieder spielen musste), war ich dementsprechend kritisch, ob mir eine Serie über diese Sportart gefallen könnte. Aber der Pärchengatte war sehr penetrant und schwärmte immer wieder und was soll ich sagen: Er hatte Recht. Nach einer leichten Eingewöhnungsphase, in der sich das Team finden musste, ist es gerade der Teamgeist, der trotz der verschiedenen Charaktere, die aufeinanderprallen funktioniert, der die Serie so lebendig macht. Und von dort geht es Schlag auf Schlag. Turniere, Training, Trainingcamps, Freundschaftsspiele und nebenbei schafft die Serie es ausreichend Platz für Charakterentwicklungen zu lassen. Dabei liegt der Fokus zwar schon stark auf Hinata und Kageyama, aber auch die anderen Teammitglieder kommen mal mehr mal weniger stark zur Geltung. Auch aus anderen Teams lernt man einige Spieler kennen und freut sich bei einigen immer wieder über ein Wiedersehen – bei anderen dann doch eher nicht so. Die vier Staffeln vergehen wie im Flug, gerade Staffel 3 habe ich fast in einem Rutsch durchgesehen, weil ich einfach nicht wegschalten konnte – möglicherweise habe ich dafür fast Termine verschoben, so gefesselt war ich. Auf jeden Fall kann ich die Serie nur jeden empfehlen, der Anime und/oder Sport mag.

Blue Lock – Staffel 1 – Fußball

Die Handlung: Nachdem die japanische Nationalmannschaft weiterhin im Fußball kaum Erfolge vorzuweisen hat, wurde das Blue Lock Programm ins Leben gerufen. Nachwuchskicker aus dem ganzen Land wurden eingeladen, nicht ahnend, dass es die schwerste Prüfung wird, die sie je hatten.

Meine Meinung: Auch wenn ich mit Fußball nicht viel anfangen kann, war es hier gerade die Prämisse, die mich neugierig gemacht hat. Normalerweise schrecken mich Hypes vorab ab, aber diesmal war die Vorfreude in den Magazinen regelrecht spürbar, weswegen ich mir die Serie direkt zum Erscheinen der ersten Staffel ansah. Allerdings hatte ich dann doch große Probleme in die Serie reinzufinden. Nicht, weil die einzelnen Folgen langweilig waren oder es keine interessanten Charaktere gab, aber irgendwie hatte ich immer wenig Lust die nächste Folge zu sehen. Es war einfach zu sehr das Gleiche jede Folge und gerade am Anfang bekam nur der Protagonist eine Hintergrundgeschichte. Nach der ersten Hälfte bessert sich das deutlich und ab da war ich auch wesentlich mehr in der Geschichte drin. Wir kommen einzelnen Charakteren näher und dadurch sind wir auch mit dem Ausgang der einzelnen Stationen näher involviert. So bin ich doch angefixt und bin sehr gespannt auf die nächste Staffel.

Free – Staffel 1-3 – Schwimmen

Die Handlung: Nachdem sie bereits früher zusammen in einer Staffel schwammen gründen Haruka Nanase, Makoto Tachibana und Nagisa Hazuki einen Schwimmclub in der Oberschule, aber dafür brauchen sie noch einen vierten Schwimmer. Außerdem taucht Rin Matsuoka wieder auf, allerdings an der Konkurrenzschule. Die vier verbindet eine Vergangenheit, die sie auseinander gerissen hat. 

Meine Meinung: Funfact zu mir: Ich war acht Jahre lang Leistungsschwimmerin. Dementsprechend war ich sehr begeistert als ich diesen Sportanime über das Schwimmen fand. Nach Fußball und Volleyball, was so gar nicht meine Sportarten sind, war ich hier zumindest direkt in der Thematik drin und auch ab und an ein wenig nostalgisch. Da Schwimmen meist ein Einzelsport ist, war es hier etwas schwieriger das Team zu bilden, aber mit dem Staffelschwimmen haben sie eine gute Lösung gefunden. Am Anfang habe ich ein wenig gebraucht, um mit den Charakteren warm zu werden (und ich habe das Gefühl, dass ich das hier bei jeder Kritik schreiben werde), gerade mit Haruka, da er doch einen sehr eigenwilligen Charakter hat. Aber danach sind mir die Charaktere nur noch mehr ans Herz gewachsen und ich habe sehr mit ihnen mitgefiebert. Das Problem an der Serie ist eher, dass pro Staffel immer mehr Charaktere hinzukommen, die auf einmal alle irgendwie mit der Vergangenheit der Vier zusammenhängen oder mit ihnen verwandt sind. Das wurde irgendwann doch sehr unglaubwürdig. Zudem habe ich gerade in der dritten Staffel auch einfach den Überblick verloren. Hier gab es dann auch die zusätzliche Schwierigkeit, dass die Hälfte des Teams die Oberschule abgeschlossen hat und an der Uni angefangen hat. Das konnte zumindest gut gelöst werden. Auch sind die Probleme und Streitigkeiten teilweise etwas stark überspitzt, aber durch die sympathische Erzählweise, ist das zu verkraften. So konnte ich fast nicht aufhören zu schauen und habe die drei Staffeln in kürzester Zeit durchgebinged.

Kurokos Basketball – Staffel 1-3 – Basketball

Die Handlung: Die Teko Mittelschule hat unzählige Preise im Basketball gewonnen, was vor allem an fünf Spielern lag, die als die Wundergeneration bekannt sind. Kuroko wurde als geheimes sechstes Mitglied geführt. An der Oberschule gehen sie auf getrennte Schulen. Da die Wundergeneration vor allem durch ihre Egos bekannt wurde, will Kuroko mit seinem neuem Team zeigen, dass Teamgeist über alles steht.

Meine Meinung: Wenn es um Ballsportarten geht, war mir Basketball doch noch immer die Liebste – auch wenn ich mit meiner Körpergröße nie sonderlich erfolgreich war. Daher habe ich mich, nachdem ich einmal mit den Sportanimes angefangen habe, nach einer Basketballserie umgesehen und mich schließlich für Kurokos Basketball entschieden. Nach meiner Begeisterung für Haikyu war ich zunächst etwas ernüchtert und überlegte, die Serie nicht weiterzuschauen. Denn statt zunächst die Mannschaft und Charaktere genauer vorzustellen, ging es direkt mit den ersten Spielen ans Eingemachte. Das ging mir zu schnell und ich hatte keine Möglichkeit den Spielern näher zu kommen. Aber ich habe der Serie eine Chance gegeben und was soll ich sagen (ihr ahnt es bestimmt): Die Serie hat nach der Eingewöhnungsphase einen echt starken Sog entwickelt. Eigentlich geht sie erst ab der zweiten Staffel richtig los und hält einen bis zum Ende der dritten Staffel in Atem. Da fiel am Ende das Abschiednehmen regelrecht schwer. Zum Glück gab es noch einen Abschlussfilm, so dass es noch ein Wiedersehen mit den Charakteren gibt. Die Serie hatte zwar ein rundes und zufriedenstellendes Ende, aber der Film stellt noch einmal ein paar Weichen richtig.

Re-Main – Staffel 1 – Wasserball

Die Handlung: Minato ist erfolgreich im Wasserball, bis er nach einem Turnier einen Autounfall hat. Als er auf dem Koma erwacht, ist ein Jahr vergangen und er hat keine Erinnerung an die letzten drei Jahre. Da er in seinem Team nicht mehr mithalten kann, muss er die Schule wechseln. Dort versucht Jo gerade ein Wasserball-Team zu gründen.

Meine Meinung: Nach den ganzen Ballsportserien in der Halle, habe ich schlussendlich noch eine Serie, die Bälle und meine Leidenschaft fürs Schwimmen vereinen konnte. Und es war tatsächlich die erste Serie, bei der ich direkt mit den Charakteren warm geworden bin. Ich mochte das Team und ihren Willen, auch wenn sie direkt sehr hohe Ziele hatten. Da alles Anfänger sind, wird man selbst in die Regeln eingeführt und lernt mit ihnen die einzelnen Spielzüge. Dadurch gab es auch nicht direkt so viele Turniere, sondern es ging eher um die Teamfindung und das Training, was mir gut gefiel für die erste Staffel. Leider hätte mich die Serie im letzten Drittel fast verloren, da ich den Plottwist überhaupt nicht mochte. Dadurch wurde die ganze Dynamik der Gruppe und der Serie zerstört und es hat bis zur letzten Folge gedauert, um mich wieder mit der Serie zu versöhnen. Da war es diesmal Glück, dass ich mich bereits am Anfang in den Anime verguckt hatte und daher durchgehalten habe. Jetzt freue ich mich allerdings, sollte es eine weitere Staffel geben.

Was sind eure liebsten Animes? Besonders eure liebsten Sportanimes?