Follow me to Wonderland

Ein Vorwort

Ich bin ein großer Fan von Alice im Wunderland und diversen Adaptionen. Dabei ist die Bandbreite der Möglichkeiten sehr groß, doch eine wirklich gute zu finden, ist dennoch schwierig. Bis ich auf Kristin Ullmanns Adaption gestoßen bin. Warum ich sie so gut fand, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Your soul in Wonderland

Die Handlung: Cat Ceshire ist eine royale Seelenfängerin in Wonderland. Doch bei einem Auftrag geht alles schief und sie muss nun nicht nur ihr eigenes, sondern auch die Leben ihrer Familie beschützen. Dabei scheint es mehr als nur eine Wahrheit zu geben.

Meine Meinung: Eine Alice im Wunderland-Adaption, wo die Grinsekatze in menschlicher Form die Protagonistin ist? Auch wenn ich auf meiner ersten Buch Berlin sehr lange um den ersten Band herumgeschlichen bin, bin ich nur froh, mich letztlich doch dafür entschieden zu haben. Denn gerade am Anfang gibt es sehr viel zu entdecken. Autorin Kristin Ullmann schafft es bekannte Figuren aus dem Wunderland zu nehmen und geschickt in ihre eigene Version einzubauen. Und auch, wenn die Geschichte sich Zeit nimmt, um sich aufzubauen, so war sie doch von Beginn an so spannend, dass ich das Buch innerhalb eines Tages komplett durchgelesen habe. Der locker und leichte Schreibstil war super flüssig zu lesen, was das nochmal begünstigt hat. Lediglich das Ende war dann etwas wirr erzählt, was mich das ein oder andere Mal etwas rausgebracht hat. Aber dennoch war ich sehr bereit für den nächsten Band.

Our souls in your Dreams

Die Handlung: Um ihre Schwester Maddie zu retten, muss sich Cat Ceshire mit dem Prinzen Gil und dem Mirriner Al zusammen tun und in ihren Traum eintauchen, um sie aufzuwecken. Doch vorher muss sie sich ihrem eigenen Traum stellen. Und dieser will sie nicht so einfach loslassen.

Meine Meinung: Nach dem gelungenen Auftakt war ich sehr gespannt, was uns im zweiten Band erwarten würde. Denn dieser ist in vielen Trilogien lediglich ein Füllband, um das Finale im dritten Band vorzubereiten. Doch auch hier wurde ich positiv überrascht, denn die Handlung wird zeitgleich vorangetrieben und durch die Traumsequenz hat der Band auch eine große eigene Geschichte, die schon für sich allein genommen sehr spannend ist. Wir lernen dadurch nochmal einiges über unsere Charaktere, was sonst vielleicht nir zur Sprache gekommen wäre. Zudem sind die verschiedenen Träume sehr kreativ gestaltet und bieten vieles zum entdecken. Auch hier bin ich wieder innerhalb weniger Tage durchgeschlittert und konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Und gerade das Ende konnte dann nochmal sehr viel rausholen, was die Balance zwischen den Charakteren eindeutig verändert hat. Ich war sehr gespannt auf alles, was im Finale noch kommen sollte.

My soul in your hands

Die Handlung: Um den Krieg Wonderlands gegen Mirror zu verhindern, müssen die Verbündeten rund um Cat Cheshire hinter die Spiegel reisen. Dort erwarten sie allerlei neue Abenteuer. Doch der größte Kampf steht noch bevor. 

Meine Meinung: Mein Hauptproblem bei Reihen ist, dass ich manchmal einfach nicht die Zeit finde sie zeitnah hintereinander zu lesen oder mir bewusst Pausen nehme. Allerdings war dadurch zwischen Band Zwei und Drei eine Pause von über einem Jahr. In der Zwischenzeit habe ich viele Bücher gelesen und viele Namen und Geschichten kennengelernt. Weswegen mir der Einstieg in Band Drei sehr schwer fiel. Natürlich hätte ich die anderen Bände auch vorher einfach nochmal lesen können, aber bei meinem wachsenden SuB war das dann doch keine Option. War es mir in den Bänden zuvor gar nicht so aufgefallen, doch gab es inzwischen einfach sehr viele Charaktere. Bis ich die alle wieder richtig zuordnen konnte, verging doch etwas Zeit. Den ein oder anderen eingebauten Hinweis in der Geschichte wäre gut gewesen. Aber letztendlich konnte die wieder sehr spannende Geschichte auch davon gut ablenken. Denn wir haben hier ein Abenteuer hinter den Spiegeln, dann die Vorbereitungen zum Finale und dann natürlich noch den Endkampf, der an Spannung nochmal alles von den Lesenden abverlangt. Denn hier werden alle Charaktere, die einem über drei Bände ans Herz gewachsen sind, einer großen Gefahr ausgesetzt und alles ist möglich. Ich werden den Ausgang hier nicht vorweg nehmen, denn die Reihe ist es wert, gelesen zu werden!

Das Fazit

Wer eine gute Alice im Wunderland-Adaption sucht, die zwar bekannte Charaktere und Motive aufgreift, daraus aber eine komplett eigene Geschichte macht, mit einem super flüssigen Schreibstil, der ist hier genau richtig. Aber lest die Reihe am besten direkt hintereinander weg, da sie doch viele Charaktere bietet.

Finding Paradise & Finding Home

Ein Vorwort

Streift man durch die Romance/New Adult-Abteilung in den Buchhandlungen gibt es doch oft die gleichen Settings. Aber wie wäre es mal mit einem Survival-Trip durch eine paradiesische Insel? Oder doch lieber eine Ranch in Texas? Beides bietet uns Ana Woods Finding-Reihe und kommt gleich noch mit einigen wichtigen Botschaften zu Natur- und Tierschutz um die Ecke. Wieso ich aber auch noch großen Spaß hatte die Reihe zu lesen, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Finding Paradise

Die Handlung: Kim wollte eigentlich mit ihrer besten Freundin ein Survival-Camp auf einer einsamen Insel in der Nähe von Sri Lanka besuchen. Doch diese sagte kurzfristig ab und Kim ist nun auf sich gestellt. In der Gruppe findet sie schnell Anschluss. Nur der gut aussehende Aidan scheint sie so gar nicht zu mögen. 

Meine Meinung: Ein Buch, das wortwörtlich im Paradies spielt? Ich war sofort begeistert und schlug direkt zu. Mit der Protagonistin Kim und ihrer Freundschaft zu ihrer besten Freundin bin ich auch direkt warm geworden. Mochte sehr die Idee hinter dem Freundschaftsarmband, wo sie Anhänger aus gemeinsamen Erlebnissen sammeln. Mit Aidan dagegen hatte ich so meine Anfangsschwierigkeiten. Auch wenn die im Laufe der Geschichte abnahmen, aber ich bin auch einfach nicht der größte Fan von Enemies to lovers. Nach einem guten Einstieg mit vielen interessanten Infos, die zeigen, dass der Autorin das Thema wirklich am Herzen lag, kam leider ein etwas zäherer Mittelteil. Auch hier mochte ich die kleinen Einschübe mit wichtigen Infos zum Artenschutz bzw. Naturschutz. Dabei kamen sie nie belehrend rüber, sondern waren eben das: wichtige kleine Informationen, die gut in die Geschichte eingearbeitet waren. Und gerade gegen Ende holt das Buch noch einmal alles aus der Geschichte raus. Die Konflikte zwischen Aidan und Kim waren gut rausgearbeitet und das Drama auch nachvollziehbar und nicht künstlich aufgebauscht. Umso gespannter war ich nun auf den zweiten Band.

Finding Home

Die Handlung: Holly reist nach Texas, um das Erbe ihrer verstorbenen Großmutter anzunehmen. Dabei erfährt sie, dass der attraktive Scott Teilerbe der Ranch ist und nicht nur das: er hat große Pläne. Denn er will die Ranch zu einer Wildtierauffangstation umbauen. Dagegen hat vor allem ihr Nachbar etwas. Ist Holly bereit ihre bisherigen Träume aufzugeben?

Meine Meinung: Bei dem Setting mit der Ranch in Texas war ich vorab nicht so sehr begeistert, wie zuvor bei der paradiesischen Insel. Doch nach dem guten ersten Band war es für mich klar, dass ich auch den zweiten Band lesen wollte, zumal im ersten Band schon ein wenig die Thematik angeteasert wurde. Und ich muss sagen, dass schnell feststand, dass ich Band Zwei noch viel besser fand als den bereits guten ersten. Denn auch wenn eine Ranch in Texas nicht mein bevorzugtes Setting war, ist die Geschichte rund um Holly doch alles, was ich an dem Genre liebe. Wir haben eine tolle Liebesgeschichte, die sich zwar langsam aufbaut, aber immer genau die richtige Spannung liefert. Wir haben mit dem Umbau der Ranch zu einer Wildtierauffangsation auch hier wieder ein spannendes Thema und lernen viel über die Zustände auf anderen Ranches. Auch hier ist die Kritik an bestehenden Systemen wieder deutlich zu merken, aber es wird sich mehr auf die Liebe zu den Tieren konzentriert als ständig den erhobenen Zeigefinger zu zücken. So ist Ana Woods auch hier wieder die Balance zwischen notwendigen Infos und gute Einarbeitung in die Geschichte gelungen. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen und hier fiel mir auch nochmal mehr der sehr flüssige und gut lesbare Schreibstil der Autorin auf.

Das Fazit

Ana Woods schafft in ihrer Finding-Reihe eine gute Balance zwischen wichtigen Themen, tollen Settings und spannenden Liebesgeschichten. Gerade im zweiten Band hat sie mich auf jeder Seite abgeholt und ich habe die Bücher sehr genossen. Gerne mehr mit solchen Thematiken!

Rückblick auf das erste Quartal 2024

Wann genau ist eigentlich schon wieder ein ganzes Quartal passiert? Ich habe mich noch immer nicht daran gewöhnt 2024 hinter die Beiträge zu schreiben. Dennoch ist es bereits Zeit für den ersten Quartalsrückblick des Jahres. Wie gewohnt in Top 5 Listen (außer, es gab keine fünf Highlights, dann wie gewohnt reduziert). Und damit ohne groß weitere Worte zu verlieren:

Meine drei Kinohighlights

All of us strangers: Adam lebt in einem fast leeren Hochhaus und arbeitet an einem Buch. Dabei trifft er auf Harry, den einzig anderen Bewohner des Hauses. Sie kommen sich schnell näher und Adam beschließt sich seiner Vergangenheit zu stellen und reist zu seinem Elternhaus. Doch obwohl diese bereits vor vielen Jahren verstorben sind, ist es bewohnt. – Unglaublich berührender Film, der ganz tief unter die Haut geht und mit seiner Melancholie und Traurigkeit ansteckend ist. Denkt also an Taschentücher!

Dune Part II: Paul Atreides hat sich bei den Fremen bewiesen, doch er muss seine Zugehörigkeit festigen. Zusammen greifen sie regelmäßig die Harkonnen an und stellen sicher, dass sie ihre Spice-Produktion nicht in gewohntem Ausmaß erfüllen können. Gleichzeitig versucht seine Mutter ihne zu einem Messias zu machen, was Paul jedoch abzulehnen versucht. Doch als die Harkonnen immer unerbitterlich werden, müssen sich auch die Fremen zur finalen Schlacht um Arrakis aufmachen. – Bildgewaltig, erzählt erstaunlich gut zusammengefasst die zweite Hälfte des Buches, auch wenn einiges sehr schnell geht, und steht lediglich im Schatten des grandiosen ersten Parts.

The Zone of Interest: Familie Höß, dass sind Vater Rudolf, Mutter Hedwig und ihre fünf Kinder. Rudolf ist Lagerkommandant in Auschwitz und daher hat seine Familie ein Haus direkt an den Mauern des Konzentrationslagers. Tag und Nacht dringt die Geräuschkulisse des Lagers zur Familie, die ihrem normalen Alltag nachgehen. – Beklemmend und doch sehr gut atmosphärisch eingefangen. Konzept funktioniert gut über die gesamte Laufzeit.

Meine fünf filmischen Highlights

BTS: Yet to come: 2022 geben BTS ein kostenfreies Konzert in Busan und liefern dabei wieder eine wahnsinnige Show. – Wie immer eine Wahnsinnsshow und eine gute Auswahl aus ihrem Repertoire.

Alice im Wunderland: Alice sollte eigentlich den Lektionen ihrer großen Schwester lauschen, doch ist viel zu abgelenkt. Als sie dann auch noch einem weißen Kaninchen folgt und in ein Kaninchenloch fällt, landet sie im Wunderland, was mit allerlei kuriosen Bewohnern aufwartet. Wird sie ihren Weg zurück finden? – Immer wieder ein schöner Disneyfilm, der hinter jede Ecke neue Überraschungen bereit hält. Einer meiner liebsten Disneyfilme aller Zeiten.

BTS Muster: Happy ever after: Konzertfilm. 2018 schaffen es BTS bereits auf ihr viertes alljährliches Fankonzert unter dem Motto Happy ever after. Neben dem Konzert gibt es kurze Interviewformate und kleinere Spiele. Ebenso kurze Filme, die während der Outfitwechsel abgespielt werden. – Mal ein etwas älteres Konzert von BTS, wodurch ich tatsächlich einige Lieder auch nicht so kannte. Dennoch stimmt Konzept und Charme einfach überein.

MX Friends: Konzertfilm. Das 7. alljährliche Fankonzert der koreanischen Idolgruppe Monsta X stand unter dem Motto „Friends“. Mit einigen Anspielungen auf die beliebte Sitcom verbindet die Gruppe Konzert und  kleinere Filme bzw. Interviews. – Meine liebste K-Pop Band ist Monsta X und daher konnte mich das Konzert natürlich absolut mitreißen.

Dune Part I: Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides, Sohn des Herzogs, hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr? – Ein optischer grandioser, spannender, gut besetzter, also einfach perfekter Film.

Meine fünf serientastischen Highlights

Death in Paradise – Staffel 1-12 – Die beschauliche Karibikinsel Saint Marie hat ein sehr übersichtliches Polizeirevier. Lediglich drei ortsansässige Mitarbeitende sind angestellt. Dabei bekommen sie Hilfe von einem Detective – der alle paar Staffeln wechselt – aus Großbritannien, die allesamt brilliante Köpfe im Ermitteln sind, doch so ihre Schwierigkeiten mit den karibischen Bedingungen haben. Doch auch im Paradies gibt es Morde. – Nachdem der Pärchengatte sie bereits durchgebinged hatte, bin ich auch dieser britischen Krimiserie verfallen, die durch das karibische Setting, tolle Charaktere und interessante Fälle nach klassischem Whodunnit überzeugen kann

In the Soop – Staffel 2: BTS, das sind Jin, RM, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook. 2020 machte die Pandemie ihre Tourpläne zunichte und so hatten sie endlich mal Zeit für eine Auszeit. Dafür wurde ein Ferienhaus gemietet, mit allerlei Annehmlichkeiten ausgestattet, die sich die Jungs vorher wünschen durften und dann hieß es einfach mal nur ausspannen. Auch im Jahr 2021 durften sie für eine zweite Staffel wieder entspannen. – Wie kann es nur so entspannend sein sieben Jungs aus Korea in ihrem Entspannungsurlaub zu begleiten? Kürzer, mit neuer Location, aber der Charme bleibt erhalten.

CEO-dol Mart – K-Drama – Die fünfköpfige Idol Gruppe Thunder Boys haben leider den großen Durchbruch verpasst, nachdem ihr erster Erfolg von einer Tragödie überschattet wurde. Nun fünf Jahre später sind sie alle getrennte Wege gegangen, doch bekommen unerwartet einen Supermarkt vererbt, den sie nicht so leicht verkauft kriegen. Also beschließen sie sich wieder zusammen zu tun und den Supermarkt selbst zu leiten. Doch das ist gar nicht so einfach. – Ein sehr sympathisches Drama, wo es mal nicht um die große Liebe geht. Kann trotz der Kürze sehr überzeugen und hat mich mehrfach herzlich zum lachen gebracht

Attack on Titan – The Final: Die Walze wurde in Gang gesetzt und droht alles Leben zu zerstören. Die letzten Überlebenden vom Aufklärungstrupp müssen sich ausgerecht mit ihren Feinden verbünden, um die Walze zu stoppen. –  Der Abschluss der Serie in zwei Folgen in Spielfilmlänge. Ich war emotional nicht dafür bereit und bin noch immer am verarbeiten. Aber sie bringen die Serie zu Ende, ob es einem nun gefällt, oder nicht

Queer Eye – Staffel 8: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie sind alle homosexuell bzw. non-binär und haben jede Woche die gleiche Aufgabe. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen in New Orleans, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen.Auch in der achten Staffel schaffen die Fab 5 es wieder so viel Lebensfreude zu verströmen, dass man automatisch davon angesteckt wird. Tolle Geschichten dabei, die sehr berühren

Meine fünf buchigen Highlights

Boris: Boris, ein Vampir, hat seine Ausbildung beim thaumaturgischen Notdienst beendet und fängt in der Abteilung von Martin van Helsing, ein Werwolf, an. Gleich an seinem ersten Tag gibt es einen Anschlag auf eine Blutbank und kurz darauf eine gescheiterte Vampirverwandlung. Boris lassen beide Fälle nicht los. Gibt es eine größere Verschwörung? – Ein Spin-off der Mona-Reihe, die ich schon sehr geliebt habe. Diesmal im Krimi-Genre und doch wieder mit einem unfassbar gutem Gespür für Charaktere. Das Jahr begann also schon mit einem Highlight.

Bronwick Hall 1-2: Die magische Schule und Universität Bronwick Hall bildet junge Hexende aus. Blaine, die wegen des Hochverrats ihres Vaters in Ungnade fiel, versucht möglichst unauffällig zu bleiben und sucht in der Verlobung mit Karan Schutz. Doch Henry Saints, ein neuer Professor, lockt sie aus ihrer Deckung. Nach einem Rebellenangriff, bei dem Karan schwer verletzt wurde, setzt sie alles auf ein Gegenmittel. Doch dafür braucht sie Saints Hilfe. – Ein weiteres magisches Werk von Laura Labas mit einem tollen Weltenbau und Charakteren. Voller Twists und baut die Handlung sehr stark auf. Ich war sehr froh, den zweiten Band bereits da zu haben und gleich auch das Anschlussabenteuer verschlingen zu können.

Love Game: Hallie und Jack haben nach einer Hochzeit einen One-Night-Stand. Danach wird beiden klar, dass sie eher die große Liebe suchen und sie melden sich unabhängig bei einer Dating-App an. Dadurch treffen sie wieder aufeinander und schließen Freundschaft. Gleichzeitig schließen sie eine Wette ab: wer zuerst die Liebe findet, gewinnt. – Habe die Geschichte praktisch inhaliert. Sie ist zwar sehr vorhersehbar, aber ich mochte die Charaktere einfach.

Bride: Misery ist die Tochter eines einflussreichen Vampirs. Nachdem sie in ihrer Kindheit bereits einmal als Pfand in die Menschenwelt geschickt wurde, soll sie nun ein neues Opfer eingehen: Sie soll den neuen Werwolf-Alpha heiraten, um die verfeindeten Spezies zu einem Frieden zu zwingen. Doch Misery hat ihre ganz eigenen Gründe, um der Hochzeit zuzustimmen. – Ich habe es innerhalb von zwei Tagen inhaliert. Ali Hazelwood beweist, dass sie altbekannte Fantasytropes zu nutzen weiß, um eine spannende Geschichte draus zu basteln, bei der natürlich auch die Romantik – und der Spice – nicht fehlen darf.

Finding Home: Holly reist nach Texas, um das Erbe ihrer verstorbenen Großmutter anzunehmen. Dabei erfährt sie, dass der attraktive Scott Teilerbe der Ranch ist und nicht nur das: er hat große Pläne. Denn er will die Ranch zu einer Wildtierauffangstation umbauen. Dagegen hat vor allem ihr Nachbar etwas. Ist Holly bereit ihre bisherigen Träume aufzugeben? – Hat mir noch besser gefallen als Band 1, auch wenn das Drama am Ende ein wenig gezwungen wirkte. Aber davor eine sehr süße Geschichte und viel Tierliebe.

Was waren eure Highlights im ersten Quartal?

Rückblick auf den März 2024

Ein weiterer Monat ist um und mit einem Musicalbesuch und der Leipziger Buchmesse war auch einiges los. An meinem medialen Konsum hat sich dadurch kaum was geändert, da die Filme weiterhin schwächeln und Serien und Bücher weiter ein Hoch haben. Hier also mein allmonatlicher Rückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Dune 2: Paul Atreides hat sich bei den Fremen bewiesen, doch er muss seine Zugehörigkeit festigen. Zusammen greifen sie regelmäßig die Harkonnen an und stellen sicher, dass sie ihre Spice-Produktion nicht in gewohntem Ausmaß erfüllen können. Gleichzeitig versucht seine Mutter ihne zu einem Messias zu machen, was Paul jedoch abzulehnen versucht. Doch als die Harkonnen immer unerbitterlich werden, müssen sich auch die Fremen zur finalen Schlacht um Arrakis aufmachen. – Bildgewaltig, erzählt erstaunlich gut zusammengefasst die zweite Hälfte des Buches, auch wenn einiges sehr schnell geht, und steht lediglich im Schatten des grandiosen ersten Parts.

The Zone of Interest: Familie Höß, dass sind Vater Rudolf, Mutter Hedwig und ihre fünf Kinder. Rudolf ist Lagerkommandant in Auschwitz und daher hat seine Familie ein Haus direkt an den Mauern des Konzentrationslagers. Tag und Nacht dringt die Geräuschkulisse des Lagers zur Familie, die ihrem normalen Alltag nachgehen. – Beklemmend und doch sehr gut atmosphärisch eingefangen. Konzept funktioniert gut über die gesamte Laufzeit.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen in Vorbereitung auf Part Two habe ich Dune: Part 1

Kampf der Dinosaurier 2 – Superjäger: In diesem Teil der Dokureihe geht es vor allem um den Velociraptor und seine Jagdmethoden. Hätte er eine Chance beispielsweise gegen einen Ankylosaurus? Und was haben Krokodile mit der Frage zu tun? – Wieder ein kurzweiliger aber interessanter Teil der Dokureihe.

Rendezvous mit Joe Black: William Parrish ist erfolgreicher Unternehmer und steht kurz vor seinem 65. Geburtstag. Als der geheimnisvolle Joe Black in sein Leben tritt ändert sich jedoch einiges, denn dieser ist der Tod und gekommen, um William zu holen. Sie handeln einen Pakt aus, wenn William es schafft Joe bei Laune zu halten, darf er noch weiter leben. Doch das bringt einige Probleme mit sich. – Interessante Idee und ein Film, der sich ordentlich Zeit lässt, dabei aber keineswegs langweilig ist.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ghostbusters – Frozen Empire: Nachdem Ghostbusters Legacy das Franchise versucht hat wiederzubeleben, war ein weiterer Teil nur eine Frage der Zeit. Dennoch bin ich gespannt, ob der Film funktioniert.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Drive-away dolls

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Death in Paradise – Staffel 8-12 (Auch die anderen bisher erschienenen Staffeln habe ich einfach nur weggebinged. Das Konzept funktioniert auch mit immer mal wechselnder Besetzung super und ich freue mich einfach nur auf Staffel 13)

Born again – K-Drama (Ich mochte das Konzept der Serie, weswegen ich auch bis zum Ende geschaut habe, weil ich die Auflösung wissen wollte. Aber eigentlich wollte ich es immer nach ein paar Folgen wieder abbrechen, weil es sich viel zu sehr gezogen hat)

Drag me to dinner – Staffel 1 (Interessantes Konzept, dass eigentlich zu wenig genutzt wurde, weil es sich nicht ganz entscheiden konnte, ob es ne Drag Show oder doch ein Wettbewerb sein will. Aber hatte einige kleine Ideen, die es doch wieder aufgelockert haben)

Percy Jackson – Staffel 1 (Hat leider gar nicht funktioniert. Hält sich stark an die Bücher, übernimmt aber eher die Schwächen als die Stärken. Schauspielerisch gerade von den Jungdarstellenden eine Katastrophe und wer hat bitte die Dialoge geschrieben?)

Zoogeflüster North Carolina – Staffel 1 (Ich mochte das Original Zoogeflüster sehr gern, die NC Variante konnte mich nicht so in den Bann ziehen. Es war einfach nicht so die Nähe zu den Arbeitenden und den Tieren da wie im Original)

Brain Games – Staffel 7 (Etwas abgewandeltes Konzept, hat sich dadurch leider ab und an etwas gezogen, auch wenn die Themen spannend gewählt waren)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 9
Seiten insgesamt: 3.154
Seiten pro Tag: 101 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 4

Momo – the blood taker 5: Nach einem alles entscheidendem Kampf müssen Momo und Keigo mit einigen Veränderungen zurecht kommen. Doch noch Feinde tauchen auf der Bildfläche auf. – Mir ging der Kampf etwas zu schnell vorbei, musste mich erstmal an die Veränderung in der Geschichte gewöhnen. Bin trotzdem gespannt auf mehr.

Bronwick Hall 2: Nach dem letzten Rebellenangriff muss Blaine die Scherben ihres Lebens zusammensuchen. Ihr bleiben nur ihre Freundin Linden und ihr noch immer Verlobter Karan. Doch sie hat den Entschluss gefassen, sich bei den Rebellen einzuschleusen, um den Anführer Smoke zu vernichten. Doch wo soll sie ansetzen? – Gelungener Abschluss der Dilogie. Konnte es  gerade gegen Ende nicht mehr aus der Hand legen. Nur der allerletzte Satz hat es etwas zerstört.

Insomniacs 1: Ganta und Isaki könnten nicht unterschiedlicher sein, doch bei einem zufälligen Treffen im alten Astronomie-Club stellt sich heraus, dass beide an Schlafstörungen leiden und daher im Alltag die gleichen Probleme haben. Zusammen versuchen sie einen Weg zu finden. – Leichter Einstieg in die Geschichte, wo noch nicht allzu viel passiert ist.

Love Game: Hallie und Jack haben nach einer Hochzeit einen One-Night-Stand. Danach wird beiden klar, dass sie eher die große Liebe suchen und sie melden sich unabhängig bei einer Dating-App an. Dadurch treffen sie wieder aufeinander und schließen Freundschaft. Gleichzeitig schließen sie eine Wette ab: wer zuerst die Liebe findet, gewinnt. – Habe die Geschichte praktisch inhaliert. Sie ist zwar sehr vorhersehbar, aber ich mochte die Charaktere einfach.

You are my sun: Jae-Sun hat sich seinen Traum erfüllt und seinen eigenen Mangaladen eröffnet. Seit zwei Jahren beobachtet er nun schon den schweigsamen Henry, der jeden Freitag kommt, um ein Gacha zu ziehen. Bis er sich endlich traut ihn um ein Treffen zu bitten. Doch Jae-Sun muss mit seiner Angst vor Ablehnung zurecht kommen und auch Henry trägt Geheimnisse mit sich rum.  – Ich brauchte etwas zum reinkommen in die Geschichte, aber danach war ich sehr versunken und habe sehr mitgelitten mit den beiden.

Penelope 2: Penelope hat es tatsächlich geschafft und die ersten Sympathiewerte erhöht. Nun versucht sie den letzten Kandidaten freizuschalten. Dabei könnte sie es sich aber bei den Brüdern wieder verscherzen. Sie muss weiterhin mit Bedacht vorgehen. – Neue Wege und Möglichkeiten eröffnen sich, wodurch es gut spannend bleibt.

Finding Home: Holly reist nach Texas, um das Erbe ihrer verstorbenen Großmutter anzunehmen. Dabei erfährt sie, dass der attraktive Scott Teilerbe der Ranch ist und nicht nur das: er hat große Pläne. Denn er will die Ranch zu einer Wildtierauffangstation umbauen. Dagegen hat vor allem ihr Nachbar etwas. Ist Holly bereit ihre bisherigen Träume aufzugeben? – Hat mir noch besser gefallen als Band 1, auch wenn das Drama am Ende ein wenig gezwungen wirkte. Aber davor eine sehr süße Geschichte und viel Tierliebe.

Bride: Misery ist die Tochter eines einflussreichen Vampirs. Nachdem sie in ihrer Kindheit bereits einmal als Pfand in die Menschenwelt geschickt wurde, soll sie nun ein neues Opfer eingehen: Sie soll den neuen Werwolf-Alpha heiraten, um die verfeindeten Spezies zu einem Frieden zu zwingen. Doch Misery hat ihre ganz eigenen Gründe, um der Hochzeit zuzustimmen. – Ich habe es innerhalb von zwei Tagen inhaliert. Ali Hazelwood beweist, dass sie altbekannte Fantasytropes zu nutzen weiß, um eine spannende Geschichte draus zu basteln, bei der natürlich auch die Romantik – und der Spice – nicht fehlen darf.

Was waren eure Highlights im März?

Bronwick Hall

Ein Vorwort

Nachdem mich Autorin Laura Labas bereits mit Hexen und einer Parallelwelt in New Orleans begeistern konnte, mich absolut begeistern konnte mit Hexen in Seoul und der Dämonenwelt Koreas, wurde es nun Zeit in die Welt der Magiebegabten unter London und an die mysteriöse Bronwick Hall Academy einzutauchen. Warum ich auch diesmal nicht enttäuscht wurde, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Band 1 – Dornengift

Die Handlung: Die magische Schule und Universität Bronwick Hall bildet junge Hexende aus. Blaine, die wegen des Hochverrats ihres Vaters in Ungnade fiel, versucht möglichst unauffällig zu bleiben und sucht in der Verlobung mit Karan Schutz. Doch Henry Saints, ein neuer Professor, lockt sie aus ihrer Deckung. Nach einem Rebellenangriff, bei dem Karan schwer verletzt wurde, setzt sie alles auf ein Gegenmittel. Doch dafür braucht sie Saints Hilfe. 

Meine Meinung: Dark Academia ist gerade voll im Trend und macht auch vor der Fantasy nicht halt. Denn was bietet sich mehr an als altehrwürdige Universitäten und Magie? So lernen wir hier zunächst Blaine kennen, die aus verschiedenen Gründen eine Außenseiterin ist. Wir lernen Bronwick Hall kennen, wie es aufgebaut ist und welche Magiearten es gibt. Dafür wird sich zwar viel Zeit genommen, doch wird es durch Blaines Vergangenheit und ihre Problem damit, nicht langweilig. Stattdessen werden wir bereits an einer frühen Stelle mit den Rebellen und einem Angriff konfrontiert und lernen im Zuge dessen noch viel mehr von der Welt kennen. Der Weltenbau ist sehr gelungen und es gab genug Szenen, die Spannung erzeugten, welche die die Welt erklärten, aber auch genügend zwischenmenschliches. Aber inzwischen wusste ich gut genug, dass Laura Labas es versteht, einen in Sicherheit zu wiegen, man fühlt sich in die schöne Geschichte ein, vielleicht habe ich auch einen leichten Crush auf Henry Saints entwickelt, nur um dann mit einem Cliffhanger abgestraft zu werden. Wobei dieser im Vergleich zu den Emerald Witches fast human war. Dennoch war es gut, dass ich diesmal erst mit Band 1 angefangen habe, nachdem Band 2 bereits bei mir einziehen durfte.

Band 2 – Dornenkrone

Die Handlung: Nach dem letzten Rebellenangriff muss Blaine die Scherben ihres Lebens zusammensuchen. Ihr bleiben nur ihre Freundin Linden und ihr noch immer Verlobter Karan. Doch sie hat den Entschluss gefassen, sich bei den Rebellen einzuschleusen, um den Anführer Smoke zu vernichten. Doch wo soll sie ansetzen?

Meine Meinung: Nach dem nervenaufreibendem Finale von Band 1 fängt Band 2 erstaunlich langsam an. Wieder baut sich die Geschichte langsam auf, diesmal allerdings fast zu langsam. Nach über 300 Seiten war noch immer nicht so viel passiert, dass ich mir vorstellen konnte, dass auf den letzten 150 Seiten das komplette Finale passen sollte. Versteht mich nicht falsch, die Geschichte bis dahin war nicht langweilig und es war viel Platz für Charakterentwicklung, aber es stand dann eben doch im ungünstigen Verhältnis zum Finale. So dachte ich bis zu dem Zeitpunkt jedenfalls, denn das Finale war auserzählt rund und hat mich komplett zerstört. Hier sind Dinge passiert, die ich überhaupt nicht vorherseh und die mich bittere Tränen der Verzweiflung haben weinen lassen. Auf das noch kommende wurde ich dadurch jedoch in keiner Weise vorbereitet. Auf den letzten ca. 100 Seiten durfte mich keiner ansprechen, Hunger und Zeitgefühl waren komplett vergessen. Es gab nur noch mich und das Buch. Um mich dann am Ende wieder komplett zu zerstören. Um mich mit dem Epilog wieder zu besänftigen. Um mir ein rundes Ende zu geben, dass ich nach der Achterbahnfahrt aber auch verdient hatte. Nur um dann mit dem allerletzten Satz wieder alles kaputt zu machen. Wie fies möchte eine Autorin sein? Laura Labas hat sich wohl einen Platz auf dem Treppchen der fiesesten letzten Sätze gesichert.

Das Fazit
Bronwick Hall war eine runde Reihe, mit tollen Charakteren, mit einem faszinierendem Weltenbau und Laura Labas hat wieder einmal bewiesen, warum ich bei Büchern über Hexen und Magie auf ihre Bücher setzen kann. Ich freue mich auf weitere Werke aus ihrer Feder.

Eine Handvoll Bücher – 02/24

Herzlich Willkommen zur zweiten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: vielen Crushes, einer buchigen Buchhandlung, K-Pop in Seoul, Liebe zum Schach und dem Verschwinden.

The 99 boyfriends of Micah Summers

Die Handlung: Micah hatte in seinem Leben bereits 99x einen Crush auf einen Jungen. Diese hat er auf seinem Instagramkanal als Zeichnungen festgehalten. Leider hatte er aber noch nie ein Date bzw eine Beziehung. Mit Crush 100 soll alles anders werden. Und als er in der Bahn den perfekten Jungen trifft, ist er sich sicher. Das ist Crush 100. Aber sie wurden getrennt, ehe er auch nur den Namen erfahren konnte. Und so beginnt eine Suche durch Chicago.

Meine Meinung: Ich hab das Buch gesehen, mich in Titel und Cover verliebt, Klappentext hat auch gepasst und schwupps durfte es bei mir einziehen. Habe mich auch direkt zu Anfang in die Geschichte und die Charaktere verliebt und bin nur so durch die Seiten geflogen. Ich mochte Micah, ich mochte seine Suche und die Idee hinter seinem Instagram Account. Allerdings haben wir nach ca. 150 Seiten gefühlt den Höhepunkt des Buches bereits erreicht. Ich war gespannt, was danach noch kommen sollte, hatte ich doch noch einige Seiten vor mir. Die Wendung des Buches hat mir dann leider eher weniger gefallen. Da sie so früh im Buch stattfand, war leider ziemlich offensichtlich worauf es hinauslief und ich hatte das Gefühl, dass es dem Anfang einfach nicht gerecht wurde. Als ob ich ein wenig um die Geschichte betrogen wurde. Ich möchte nichtmal sagen, dass es unlogisch oder schlecht war, es war einfach nur nicht das, worauf ich mich bei der Geschichte gefreut habe. Und das hat meine anfängliche sehr starke Begeisterung zu dem Buch leider getrübt. Dennoch eine deutliche Empfehlung!

Die Buchhandlung in der Baker Street

Die Handlung: Valentina ist seit ihrer Kindheit entfremdet von ihrer Mutter, die sie früh verlassen hat. Umso überraschter ist sie, als sie die Buchhandlung in London von ihrer Mutter erbt. So verlässt sie Seattle und will eigentlich das Erbe so schnell wie möglich verkaufen. Doch in London lernt sie Menschen kennen, die ihr schnell ans Herz wachsen und sie lernt Dinge über sich und ihre Mutter, die ihre Entscheidung stark ins Wanken bringen. 

Meine Meinung: Ein Zufallsfund in einer Buchhandlung. Nach dem Titel und Cover habe ich eine deutlich andere Geschichte erwartet und war daher zunächst etwas enttäuscht. Doch nachdem ich dem Buch eine richtige Chance gab, bin ich schnell in die Geschichte eingetaucht, die sowohl die Geschichte der Mutter, als auch die der Tochter erzählt. Mit diesen Perspektivwechseln hatte ich auch nicht gerechnet, aber beide Geschichten ergeben nur zusammen Sinn und so hab ich mich freudig auf beide gestürzt. Hier ist eine Menge Liebe zu Büchern und Geschichten zu spüren, auch wenn hier wieder einmal eine Buchhandlung gerettet wird, die außerhalb der Buchwelten wohl so gar nicht existieren, geschweige denn überleben würde. Eine Buchhandlung rein auf Sammler ausgelegt, ohne den aktuellen Buchmarkt zu berücksichtigen? Aber davon mal abgesehen, war es eine sehr schöne Geschichte, die mir trotz einiger dramatischer Aspekte stets ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte. Und ganz im Sinne der Geschichte: Manchmal sucht man Bücher nicht, manchmal finden sie einen.

Chasing Melodies

Die Handlung: June lebt mit ihrer Mutter in New York und versucht durch Jobs diese finanziell zu unterstützen. Doch als sie ein Praktikum bei Blossom Entertainment, einem Musikmanagement in Seoul, bekommt, ergreift sie die Chance ihren Vater wiederzusehen. Gleichzeitig kommt sie ihren liebsten Idols ganz nah. Über eine Dating-App lernt sie Alexander kennen, mit dem sie sich sofort verbunden fühlt, nichtsahnend, um wen es sich dabei wirklich handelt.

Meine Meinung: Ein Buch, das ich unbedingt direkt zum Erscheintermin haben und lesen wollte, habe ich mich doch im Vorfeld schon sehr auf die Geschichte gefreut. Am Anfang braucht sie zwar ein bisschen, aber sobald wir mit June in Seoul ankommen, gibt es kein Halten mehr. Es ist tatsächlich ein realistisches Kennenlernen und auch, dass June sich mit den Sitten und der Sprache so gut auskennt, ist gut erklärt. Dennoch nimmt sich das Buch Zeit, um die Geschichte in aller Ruhe auszubreiten, was mir manchmal ein wenig zu sehr slow burn war, aber das ist Meckern auf hohem Niveau. Auch dass das obligatorische Drama ausfiel, bzw. auf ein gutes Maß geschrumpft wurde, hat mir gut gefallen. Es ist immer noch eine gut getroffene K-Pop-Romance, aber es wurden dennoch einige Klischees ausgelassen. Auch die wichtigsten Begrifferklärungen am Anfang helfen, um es zu einer guten Einstiegslektüre ins Genre zu machen. Und selbst, wenn man nichts mit K-Pop anfangen kann, ist es eine funktionierende Liebesgeschichte.

Check & Mate

Die Handlung: Mallory hat Schach einst geliebt, doch inzwischen scheint es ihr ein Fluch zu sein. Doch als sie in einem Wohltätigkeitsturnier ausversehen den amtierenden Weltmeister Nolan Sawyer schlägt, wird sie wieder in die Welt des Profischachs gerissen. Denn Nolan will unbedingt erneut gegen sie antreten und Mallory braucht Geld für ihre Familie.

Meine Meinung: Ich liebe die Bücher von Ali Hazelwood. Zumindest die beiden mit den sehr langen deutschen Titeln, die ich bereits gelesen und verschlungen habe und die sogar Jahresghighlight waren. Dabei habe ich besonders ihre Liebe zur Wissenschaft und ihre doch etwas älteren Protagonist*innen genossen. Nun ging es diesmal um Schach, ein Spiel, das ich zwar beherrsche, aber nie sonderlich gut drin war, und die Hauptcharaktere sind diesmal wieder jünger. Herausgekommen ist wieder ein Werk, das ich einfach nur verschlungen habe – der Schreibstil macht es einem auch sehr leicht – dass dennoch etwas gewöhnungsbedürftiger war. Um ehrlich zu sein, habe ich die Liebesgeschichte bis zum Ende nicht so ganz verstanden, da es viel mit Schachanalogien erzählt wurde, bzw. sich auch viel beim Schachspielen entwickelt wurde. Aber das zieht die Geschichte keineswegs hinab, die sich auch viel über die klassische Liebesgeschichte hinwegsetzt und Mallorys Leben in allen Facetten erzählt und dabei bereits genug Drama bietet. Ihre besondere Beziehung zu Schach, ihrer Familie und ihre Rolle als Frau im Profischach reicht allein, um das Buch zu füllen. Dennoch ist es nicht überfüllt, sondern erzählt rund alles aus. Beziehungsweise fast alles. Gerade am Ende lässt es einiges offen, was irgendwie zur Geschichte passte, mir aber missfiel. Nun, man kann eben nicht alles haben.

Die Kunst des Verschwindens

Die Handlung: Nico trifft durch Zufall die Schauspielerin Ellen Kirsch und freundet sich mit ihr an. Während jede Begegnung mit ihr, sich beinahe magisch anfühlt, scheint Ellen etwas zu bedrücken. Und dann verschwindet die Schauspielerin ohne ein Wort. Doch Nico kommt mit der Leere, die ihr Verschwinden hinterlassen hat, nicht zurecht.

Meine Meinung: Ein Buch, das ich geschenkt bekam, ansonsten wäre ich wohl nie darüber gestolpert. Und erstaunlicherweise ist es auch ein Buch mit einem Schreibstil, den ich normalerweise meide, mit einer Geschichte, die mir normalerweise viel zu langsam erzählt wurde, mit Protagonistinnen, die mir normalerweise zu ruhig wären. Doch Die Kunst des Verschwindens schafft es eine Geschichte zu erzählen, die mich zu faszinieren wusste, bei der ich wie im Fiebertraum immer weiter gelesen habe und mich immer weiter in Vermutungen verstrickt habe. Eine Geschichte, die mich immer wieder zu überraschen wusste, die mich immer wieder zu schocken wusste, die einfach nicht vorhersehbar war. Wir starten bei einer Zufallsbekanntschaft in Berlin, doch landen irgendwie sogar in den Pariser Untergrund und ich kann gar nicht so genau beschreiben, wie dieses Buch es hinbekommen hat, dass das alles sinnvoll und logisch erscheint, obwohl es eigentlich sehr wild wirkt und doch so eine Ruhe ausstrahlt, die auf einen übergeht. Es war definitiv mal eine ganz andere Leseerfahrung und hat mich aus meiner üblichen Komfortzone geholt.

Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie fandet ihr sie?

Tokioregen

Ein Vorwort

In meinem Jahresranking 2023 hat es sich schon deutlich gezeigt, dass Tokioregen für mich das Jahreshighlight war. Dabei fiel mir auf, dass ich aber trotzdem noch keinen Beitrag dazu gemacht habe. Das möchte ich heute dringend nachholen, denn meine Begeisterung für das Buch kennt keine Grenzen. Doch lest selbst:

Die Handlung

Malu reist für ein Auslandsjahr nach Tokio. Ihre Gastschwester stellt ihr Kentaro vor, der ihr eine ganz besondere Seite der ganz besonderen Stadt zeigt. Doch die Geister der Vergangenheit scheinen sie nicht loszulassen. 

Meine Meinung

Hallo Jahreshighlight! Okay, das ist die Kurzzusammenfassung, aber ich will versuchen meine Begeisterung doch noch in ein paar mehr Worte zu fassen. Was zunächst wie das typische vor den Problemen wegrennen wirkt, geht hier schon nach den ersten Seiten in eine so herzliche Geschichte auf, dass jegliche Vorurteile wie weggeblasen wirken. Stattdessen betreten wir mit Malu ein Land und insbesondere eine Stadt, die vor allem den Japanbegeisterten und den Manga/Anime Fans so vertraut scheint und doch immer wieder so abstrakt wirkt. Doch Yasmin Shakarami schafft es innerhalb kürzester Zeit uns nach Tokio zu entführen und es wirken zu lassen, als ob wir nochmal eine völlig neue Stadt erkunden. So hat man das quirlige Leben noch nie erlebt. Und wer es hier geschafft hat aus dem Staunen und der Liebe für die Stadt wieder rauszukommen, der bekommt mit den verschiedensten Charakteren eine neue Sinflut an Eindrücken aufgebrummt, die jedoch durch den locker leichten, flüssigen und doch zeitgleich faszinierenden Schreibstil leicht zu verdauen sind. Dabei haben die Charaktere alle ihre Ecken und Kanten und wirken so real, als ob man sie sehr wohl in Japan besuchen könnte. Und dann lernen wir Kentaro kennen und wow, Bookboyfriend erster Klasse. Auch, wenn er seine Dämonen hat, schafft er es einen noch mehr in den Bann zu ziehen als das Buch sowieso schon tat. Wir sind übrigens immer noch auf den ersten Seiten des Buches und haben schon so viele Eindrücke zu verarbeiten.
Doch Shakarami fängt hier gerade erst an aufzudrehen. Denn so faszinierend bis hierhin auch alles war, so bleiben wir nicht in unserer Blase. Denn die japanische Kultur wird mit ihren Vorteilen, aber auch mit ihren (aus unserer Sicht) Schattenseiten gezeigt. Die Dinge, über die nie gesprochen wird. Und wir werden mit Kentaro noch tiefer in ein anderes Tokio gezogen und was waren das bitte für einmalige Szenen? Und damit sind wir noch lange nicht am Ende des Buches. Während der Klappentext des Buches das noch folgende bereits vorweg nimmt, habe ich mich bei meiner Handlungszusammenfassung bewusst dagegen entschieden. Daher werde ich hier auch nicht direkter drauf eingehen. Aber auch die noch folgenden Ereignisse stürzen uns in ein Wirrwarr der Gefühle, wir sind gefangen zwischen hoffen, bangen, Daumen drücken und die Entwicklung der Charaktere, die hier nochmal deutlich voran getrieben wird, zu bewundern. Hier holt die Autorin noch einmal alles aus der Geschichte raus und fast wirkt alles viel zu viel für die doch überschauliche Dicke des Buches und doch hat alles seinen Platz, nichts wirkt gehetzt oder überstürzt, die Charaktere haben ihre Zeit sich zu entwickeln und gleichzeitig wird auch nichts künstlich gestreckt.
Ich habe im letzten Jahr eine Handvoll Bücher gelesen, die mich wirklich nachhaltig geprägt, fasziniert und begeistert haben. Doch Tokioregen, was eigentlich ein Glücksgriff durch das schöne Cover und den ansprechenden Titel war, hat alles getoppt und sich sofort einen nachhaltigen Platz in meinem Herzen erobert. Ich freue mich bereits jetzt auf ein Re-Read (was bei mir sehr selten vorkommt), um die Geschichte noch ein weiteres Mal erleben zu dürfen. Und ich möchte es ganz nebenbei einfach jedem in die Hand drücken.
Dass meine Begeisterung kein Ende kennt, zeigt wohl auch dieser Beitrag, denn eigentlich sollte es eine Kurzkritik mit ca. 150 Wörtern im Rahmen meiner Handvoll Bücher werden und dann ist die Begeisterung einfach aus mir raus eskaliert und hier sind wir nun. Es wird wohl eine Weile dauern, eh ich wieder so ein Werk in die Finger kriege.

Das Fazit

Tokioregen führt einen in ein ganz besonderes Tokio, mit tollen Charakteren, einer faszinierenden und so vielschichtigen Geschichte, dass sie einen immer wieder begeistern und überraschen kann. Es ist ein ganz besonderes Herzensbuch für mich und nennt sich nicht umsonst Jahreshighlight.

Rückblick auf den Februar 2024

Der Februar ist vorbei und nach vielen grauen, aber erstaunlich milden Tagen, bin ich dann doch bereit für einen richtigen Frühlingsanfang. Die ersten Anzeichen dafür waren ja da und einen schönen sonnigen Tag konnte ich schon im Zoo verbringen. Aber zunächst hier wieder der obligatorische Rückblick über meinen medialen Konsum im Februar.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Argylle: Autorin Elly Conway hängt bei ihrem neuen Argylle-Roman ein bisschen und plant daher ihre Mutter zu besuchen. Unterwegs trifft sie auf Aidan Wilde, der ihr erzählt, dass ihre Bücher real passiert sind und sie nun weiterschreiben muss, um ein Geheimnis zu lüften. Dabei findet sie allerhand über sich und ihren Protagonisten heraus. Immer mit dabei ist ihre Katze Alfie. – Kann gerade zum Anfang mit coolen Ideen überzeugen, schwächt sich aber selbst durch unzählige Plottwists immer mehr ab.

All of us strangers: Adam lebt in einem fast leeren Hochhaus und arbeitet an einem Buch. Dabei trifft er auf Harry, den einzig anderen Bewohner des Hauses. Sie kommen sich schnell näher und Adam beschließt sich seiner Vergangenheit zu stellen und reist zu seinem Elternhaus. Doch obwohl diese bereits vor vielen Jahren verstorben sind, ist es bewohnt. – Unglaublich berührender Film, der ganz tief unter die Haut geht und mit seiner Melancholie und Traurigkeit ansteckend ist. Denkt also an Taschentücher!

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Die Chroniken von Erdsee: Prinz Arren wird von einer  bösen Kraft manipuliert und ermordet seinen Vater, den König. Auf seiner Flucht begegnet er dem Magier Sperber, der ihn auf seiner Reise mitnimmt. Doch das Gleichgewicht von Gut und Böse in Erdsee ist gestört und noch immer ist jemand auf der Suche nach Arren. Wem kann er trauen? – Schwächerer Ghibli-Film. Erzählt einen Ausschnitt aus einer viel größeren Geschichte und verpasst dabei Weltenbau und Charaktere genauer auszuführen.

Habsburgs verkuppelte Töchter: Lange Zeit waren die Habsburger das regierende und Kaiserstellende Geschlecht in Österreich. Doch diesmal stehen die Töchter der Regierenden im Vordergrund und ihre Verkupplungen an andere Königs-/Kaiserhöfe. – Kurzweilige Dokumentation mit interessanten Schicksalen, bleibt aber durch die Kürze sehr oberflächlich.

BTS Muster: Happy ever after: Konzertfilm. 2018 schaffen es BTS bereits auf ihr viertes alljährliches Fankonzert unter dem Motto Happy ever after. Neben dem Konzert gibt es kurze Interviewformate und kleinere Spiele. Ebenso kurze Filme, die während der Outfitwechsel abgespielt werden. – Mal ein etwas älteres Konzert von BTS, wodurch ich tatsächlich einige Lieder auch nicht so kannte. Dennoch stimmt Konzept und Charme einfach überein.

Monsta X: Friends: Konzertfilm. Das 7. alljährliche Fankonzert der koreanischen Idolgruppe Monsta X stand unter dem Motto „Friends“. Mit einigen Anspielungen auf die beliebte Sitcom verbindet die Gruppe Konzert und  kleinere Filme bzw. Interviews. – Meine liebste K-Pop Band ist Monsta X und daher konnte mich das Konzert natürlich absolut mitreißen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Lisa Frankenstein: 1989 erweckt Lisa, eine Highschool-Außenseiterin, ausversehen eine viktorianische Leiche zum Leben, in die sie sich auch noch verliebt. Es klingt herrlich abstrus und sieht optisch auch sehr cool aus, weswegen ich noch sehr hoffe, den Film bald zu Gesicht zu bekommen.

Dune 2: Die Verfilmung der zweiten Hälfte des ersten Buches kam natürlich zum letzten Tag des Monats in die Kinos, weswegen ich es nicht mehr geschafft habe. Aber nach dem sensationell gutem ersten Teil steht es wohl außer Frage, wieso ich den nächsten sehen will.

Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Eine Million Minuten & The Zone of Interest

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Modern Family – Staffel 7-8 (Man merkt die fortgeschrittene Geschichte durch das Alter der Kinder, funktioniert dadurch aber doch immer besser)

Doctor Who – Staffel 13 (Die wohl schwächste Staffel von Doctor Who. Hat ein übergreifendes Thema und verstrickt sich dadurch immer mehr, will mehr, als man verdauen kann. Ich hab sehr schnell innerlich abgeschaltet)

King the Land – K-Drama (Sehr süßes Drama, bei dem ich ein wenig Eingewöhnung brauchte. Danach aber stark gespielt und weiß neben Drama und Romantik auch die Komik nicht zu vergessen)

Hazbin Hotel – Staffel 1 (Wie abgedreht darf eine Serie sein? Diese legt die Latte definitv sehr hoch, kann aber durchaus durch neue Ideen, tolle Lieder und reihenweise liebens- und hassenswerte Charaktere zu überzeugen)

Death in Paradise – Staffel 1-7 (Nachdem der Pärchengatte sie bereits durchgebinged hatte, bin ich auch dieser britischen Krimiserie verfallen, die durch das karibische Setting, tolle Charaktere und interessante Fälle nach klassischem Whodunnit überzeugen kann)

Attack on Titan – The Final (Der Abschluss der Serie in zwei Folgen in Spielfilmlänge. Ich war emotional nicht dafür bereit und bin noch immer am verarbeiten. Aber sie bringen die Serie zu Ende, ob es einem nun gefällt, oder nicht)

Echo – Staffel 1 (Marvel haut eine weitere Enttäuschung raus. Will gleichzeitig sehr viel und erzählt gleichzeitig nichts. Dadurch unglaublich langweilig und belanglos, obwohl einige gute Ideen erkennbar sind)

Hilda – Staffel 3 (Kann nicht mehr an dem Charme der vorherigen Staffeln anknüpfen. Verstrickt sich zu sehr in einer folgenübergreifenden Handlung, die im Finalfilm endet. Schade.)

Queer Eye – Staffel 8 (Auch in der achten Staffel schaffen die Fab 5 es wieder so viel Lebensfreude zu verströmen, dass man automatisch davon angesteckt wird. Tolle Geschichten dabei, die sehr berühren)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 8
Seiten insgesamt: 2.386
Seiten pro Tag: 82 im Durchschnitt
Hardcover: 1
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 3

The 99 boyfriends of Micah Summers: Micah hatte in seinem Leben bereits 99x einen Crush auf einen Jungen. Diese hat er auf seinem Instagramkanal als Zeichnungen festgehalten. Leider hatte er aber noch nie ein Date bzw eine Beziehung. Mit Crush 100 soll alles anders werden. Und als er in der Bahn den perfekten Jungen trifft, ist er sich sicher. Das ist Crush 100. Aber sie wurden getrennt, ehe er auch nur den Namen erfahren konnte. Und so beginnt eine Suche durch Chicago. – Beginnt sehr stark, nur, dass die eigentliche Handlung ziemlich schnell abgeschlossen ist und das Buch dann leider sehr offensichtlich auf einen Plottwist hinarbeitet, der die vorherige Geschichte eigentlich überflüssig macht. Schade.

Penelope – Das Böse ist dem Tod geweiht 1: Nach einer durchzockten Nacht des beliebten Dating-Simulations-Games „Die Tochter des Dukes“ erwacht die Protagonistin nicht in der Rolle der Heldin Yvonne, sondern in der der Antagonistin Penelope Eckart. Doch diese stirbt in fast jedem möglichen Handlungsstrang. Um zu überleben, muss sie versuchen die vorgefertigten Antwortmöglichkeiten zu umgehen. – Interessanter Auftakt, wo zunächst die wichtigsten Charaktere vorgestellt werden. Freue mich sehr auf die nächsten Bände.

Bronwick Hall – Dornengift: Die magische Schule und Universität Bronwick Hall bildet junge Hexende aus. Blaine, die wegen des Hochverrats ihres Vaters in Ungnade fiel, versucht möglichst unauffällig zu bleiben und sucht in der Verlobung mit Karan Schutz. Doch Henry Saints, ein neuer Professor, lockt sie aus ihrer Deckung. Nach einem Rebellenangriff, bei dem Karan schwer verletzt wurde, setzt sie alles auf ein Gegenmittel. Doch dafür braucht sie Saints Hilfe. – Ein weiteres magisches Werk von Laura Labas mit einem tollen Weltenbau und Charakteren. Voller Twists und baut die Handlung sehr stark auf. Bin sehr froh den zweiten Band bereits in den Händen zu halten, denn ich muss dringend wissen, wie es weitergeht.

Double Crush: Kolly ist die Tochter der CEO der Ognito Inc, eine Agentur, die sich auf Doppelgänger*innen in Los Angeles spezialisiert hat. Kolly bekommt den Auftrag die Doubles für eine beliebte Band zu trainieren. Doch zwischen dem Double Lincoln und ihr knistert es gewaltig. Doch die Regeln ihrer Mutter sind eindeutig. Auch hat Lincoln ein Geheimnis, das ihn als Double disqualifizieren würde. Zumal man niemals einen Doppelgänger küssen sollte, denn man erwischt immer den Falschen. – Tolle Grundidee, bin leider mit der Protagonistin überhaupt nicht warm geworden, weswegen ich nicht richtig in die Geschichte reingekommen bin.

Flüster mir ein Liebeslied 2: Während Himari versucht herauszufinden, was ihre Gefühle bedeuten und was Liebe genau für sie ist, tritt Yori der Band Sweet Explosion bei, um Himari doch noch für sich zu gewinnen. – Leider etwas schwächer als der erste Band, da er sich etwas gezogen hat.

A man and his cat 1: In einer Zoohandlung in Japan werden täglich neue Kitten verkauft. Doch ein etwas dickerer und nicht ganz so süßer Kater bleibt Tag für Tag zurück. Bis ein alter Mann kommt und genau ihn kauft. Glücklich endlich ein richtiges Zuhause – und einen Namen – zu haben, lernen sich Fukumaru und der alte Mann täglich besser kennen. – So ein süßer und herzlicher Manga. Habe jede Seite geliebt! (Und ein wenig den Pärchengatten und meine Katzis da drin gesehen)

Der fürsorgliche Mr. Cave: Nachdem Terence Cave nicht nur Mutter und Frau verloren hat, sondern auch den Tod seines Sohnes mit ansehen musste, beschließt er auf seine Tochter Bryony ganz genau acht zu geben und merkt nicht, dass er sie mit seiner Fürsorge immer weiter erdrückt. – Unglaublich starkes Buch, das ich dennoch mehrfach aus der Hand legen musste, weil die Geschichte sehr bedrückend ist. Man ist hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unverständnis.

Follow me to Wonderland III – My soul in your hands: Um den Krieg Wonderlands gegen Mirror zu verhindern, müssen die Verbündeten rund um Cat Cheshire hinter die Spiegel reisen. Dort erwarten sie allerlei neue Abenteuer. Doch der größte Kampf steht noch bevor. – Spannender und runder Abschluss der Alice im Wunderland-Adaption. Hatte nur bei den ganzen Charakteren ein wenig Probleme mich an alle zu erinnern, da zwischen Band 2 und 3 doch etwas Zeit verstrichen ist.

Wie war euer Februar? Was waren eure Highlights?

Silver & Poison

Ein Vorwort

Ich habe mal wieder eine Reihe beendet und bevor ich wieder vergesse zeitnah über die Geschichte zu schreiben, widmen wir uns gleich der Silver & Poison Reihe von Anne Lück, die nur ein kleiner Coverkauf war – also die Geschichte hat mich auch angesprochen. Was die Reihe über den hübschen Einband hinaus zu bieten hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Band 1 – Das Elixier der Lügen

Die Handlung: Avery ist eine Poisonerin, die mit dem Mischen von Drinks Menschen dazu bringen kann, bestimmte Dinge zu tun. Da sie in Schuld bei dem Boss einer gefährlichen Gang steht, gerät sie ins Visier der Polizei. Doch mit Hayes verbindet sie eine Vergangenheit. Als in der magischen Welt seltsame Dinge vor sich gehen, muss Avery mit Hayes zusammen arbeiten.

Meine Meinung: Der erste Band beginnt relativ ruhig und langsam damit die Welt einzuführen. Wir lernen einiges über das Magiesystem, die verschiedenen „Abteilungen“ und wie die Welt aufgeteilt ist. Wir lernen Avery genauer kennen, ihre Vergangenheit, ihre Gegenwart und nach und nach die wichtigsten Charaktere. Allerdings wurde sich dafür für mich etwas zu viel Zeit gelassen. Ich bin nicht so richtig in die Geschichte reingekommen, hab zwar teilweise mit den Figuren mitgefiebert, aber es war mir zu langsam erzählt. Nicht wirklich langatmig, aber der Pepp hat irgendwie gefehlt. Wirklich spannend wurde es erst gegen Ende und dann kam der fiese Cliffhanger, der mich doch zu Band 2 greifen ließ.
Doch auch, wenn ich nicht so richtig in die Geschichte reinkam, so fasziniert war ich doch von der Welt. Ich mochte das Worldbuilding und die Vielschichtigkeit der Charaktere. Manchmal kam ich mit ein paar Namen durcheinander – was aber auch daran liegen könnte, dass ich Band 1 als Hörbuch gehört habe. Da fallen mir Namen immer etwas schwerer als beim Lesen.

Band 2 – Die Essenz der Erinnerung

Die Handlung: Avery befindet sich nach Islas Mord auf der Flucht, da die ganze magische Gemeinde glaubt, dass sie die Mörderin sei. Nur der undurchsichtige Ryker glaubt ihr und hilft ihr bei der Flucht. Doch kann sie ihm vertrauen? Und was ist mit Detective Hayes, dem sie gerade erst näher gekommen ist? 

Meine Meinung: Hätte es den Cliffhanger in Band 1 nicht gegeben, ich weiß nicht, ob ich weitergelesen hätte. Da ich selten Reihen abbreche, vermutlich schon, aber wohl nicht so zeitnah. Hier habe ich nach dem Anfang auch vom Hörbuch aufs Lesen gewechselt. Nachdem ich mich am Anfang noch ein wenig überwinden musste, es weiterzulesen, weil wir an einem Punkt waren, wo gerade alles den Bach runtergegangen ist, bin ich aber überraschend schnell an einen Punkt gekommen, wo ich es kaum noch aus der Hand legen konnte. Die Langsamkeit von davor war wie weggeblasen und es passierte viel, aber es gab trotzdem Verschnaufpausen. Ich bin mit den Charakteren noch wärmer geworden und habe diesmal richtig mitgefiebert. Ich kann nicht sagen, ob es der Wechsel vom Hörbuch begünstigt hat oder, ob es generell an der Story liegt, aber Band 2 hat mich mitgerissen, ich habe die Welt noch mehr geliebt und konnte es nach dem Anfang kaum noch aus der Hand legen. Im Nachhinein würde ich die Reihe daher als gelungen ansehen. Und vielleicht gefällt euch Band 1 ja auch einfach besser.

Das Fazit

In seiner Gesamtheit funktioniert Silver & Poison ganz gut. Wobei für mich Band 2 einfach deutlich stärker war und besser funktioniert hat. Aber es war ein tolles Wordlbuilding, eine interessante Geschichte und gegen Ende hatte es absoluten Suchtfaktor.

Boris

Ein Vorwort

Erinnert ihr euch an die Mona Reihe? Die Funtasy Serie über eine junge Hexe, die mit ihren Kräften Probleme hat und sich bei einem Ritual, um das Museum, in dem sie arbeitet, zu schützen, sich ausversehen an einen Erzdämon bindet und diesen heiraten muss? Nun, nachdem ich die Reihe absolut geliebt habe und jeden Band sofort verschlungen habe, hat Autorin I. B. Zimmermann nun ein Spin-off über den Vampir Boris herausgebracht. Ich musste es natürlich sofort haben und erzähle ich heute, warum ich auch diesen Band absolut verschlungen habe.

Ein paar Worte zu Mona

Wir lernen Boris bereits in der Mona Trilogie kennen, die zeitlich vor dem Spin-off spielt. Mal abgesehen davon, dass ich die Reihe jedem empfehle, da sie eine gute Mischung aus Spaß, Fantasy und ernsten Themen bietet, die zu einer einzigartigen Mischung gemixt wurden, ist es grundsätzlich empfehlenswert die Reihe vor Boris zu lesen. Man versteht Boris auch ohne die Mona Reihe, aber verpasst einiges an Entwicklung und Hintergrundinformationen, die zwar gut versucht wurden in Boris einzubauen, aber für das volle Erlebnis bietet es sich an. Falls ihr noch zögert, geht es hier zu meinem ausführlichen Beitrag über Mona.

Die Handlung

Boris, ein Vampir, hat seine Ausbildung beim thaumaturgischen Notdienst beendet und fängt in der Abteilung von Martin van Helsing, ein Werwolf, an. Gleich an seinem ersten Tag gibt es einen Anschlag auf eine Blutbank und kurz darauf eine gescheiterte Vampirverwandlung. Boris lassen beide Fälle nicht los. Gibt es eine größere Verschwörung?

Meine Meinung

Als ein Spin-off zur Mona-Reihe angekündigt wurde, die zunächst nur als Sonderausgabe herauskam, bevor sie nun auch als reguläre Ausgabe erschien, war ich sofort Feuer und Flamme und bestellte die Sonderausgabe. Boris war mir bereits in der Trilogie sehr ans Herz gewachsen. Ein 2000 Jahre alter Vampir, der in seinem Leben schon so einiges erlebt hat, nun aber in einer Welt lebt, in der sich die mystischen Wesen nicht mehr verstecken müssen.
Nun hat er sich vom Nachtwächter im Museum zum Neuling beim traumaturgischen Notdienst, also mehr oder weniger die Polizei der übernatürlichen Wesen, entwickelt. Dafür musste er einige Aspekte seines Lebens anpassen, was zu neuen Einschränkungen führt. Wir bleiben also nah an seinem Charakter und erleben jede Neuerungen hautnah mit.
Als Fan der Mona Reihe sollte man wissen, dass es bei Boris vorangig um den Kriminalfall geht und es daher weitaus ernster und weniger witzig zugeht. Das passt aber zur Stimmung des Buches und der flüssige und leichte Schreibstil der Autorin lässt einen dennoch nur so durch die Seiten fliegen. Mit fast 700 Seiten ist Boris durchaus dicker als ein einzelner Mona Band und zuvor befürchtete ich, dass sich der Kriminalfall dadurch unangenehm ziehen würde. Dabei war das Gegenteil der Fall. Der Fall ist groß angelegt, hat viele Wendungen und Plottwist, die ich eindeutig nicht kommen sah, aber ist dennoch auf einem Level, dass alles nachvollziehbar bleibt.
Die Dicke des Buches ist aber auch mit den vielen Charakteren zu erklären und den vielen Szenen, die das zwischenmenschliche (das zwischen-nicht-menschliche? Das zwischen-un-menschliche? Wie ist der Begriff bei Nicht-Menschen?) der Einheit näher beschreiben. Und hier ist keine Szene zu viel, denn I. B. Zimmermann schafft es wieder einmal so vielseitige und doch so liebenswerte Charaktere zu entwickeln, dass sie sich damit deutlich von der Masse auf dem Buchmarkt abheben und die Geschichte zu etwas ganz besonderem macht.
Gleichzeitig bekommen wir auch noch eine tolle queere Liebesgeschichte, die vielleicht etwas zu sehr slow burn für meinen Geschmack war, aber in sich gut funktioniert. Wir treffen auch auf altbekannte Charaktere aus den Mona Büchern, dennoch geht es hier hauptsächlich um die neuen Charaktere.
Insgesamt kann ich sagen, dass ich Boris wieder sehr geliebt habe, die Geschichte als Einzelband rund und auserzählt ist – auch wenn ich nichts gegen einen weiteren Band mit einer neuen Geschichte einzuwenden hätte. Wer es also etwas düster mag, Krimis mag, tolle und einzigartige Charaktere liebt und nichts gegen ein bisschen Witz zwischendrin einzuwenden hat, der ist hier absolut richtig.

Das Fazit

Boris kann wieder mit einer tollen Geschichte, einzigartigen und liebenswerten Charakteren, einem spannenden Kriminalfall und einfach dem gewissen Etwas überzeugen. Nicht nur für Fans der Mona Reihe ein Lesevergnügen auf jeder Seite.