Falcon and the Winter Soldier

Ein Vorwort

Nachdem WandaVision den Auftakt zu (mindestens) einer Handvoll Marvel-Serien auf Disney+ macht, ziehen nun zwei weitere altbekannte nach. Ein Duo, das bisher eher dafür bekannt ist, sich nur zu kabbeln, bekommt ihre eigene Serie. Dabei ist die Prämisse diesmal wieder ganz typisch für Marvel, also keine Sitcom mehr, wie bei WandaVision. Was die Serie denn nun kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Captain America 2 – Winter Soldier, Captain America 3 – Civil War, Avengers – Endgame – diese werde ich hier kurz vorstellen.
Welche Filme aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Captain America, Black Panther, Avengers – Infinity War und Spider Man – Far from home – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).
In Captain America 2 – Winter Soldier trifft Steve Rodgers (Captain America) beim Ausdauertraining auf Sam Wilson, einem Kriegsveteranen. Als Steve kurz darauf von dem SHIELD Projekt „Insight“ erfährt, stellt er sich dagegen. Er bekommt von Nick Fury einen Datenträger, der kurz darauf bei einem Angriff von einem maskierten Soldaten stirbt. Zusammen mit Natasha Romanoff (Black Widow) findet Steve heraus, dass HYDRA noch immer aktiv ist und Spione bei SHIELD hat. Bei der darauffolgenden Flucht suchen Natasha und Steve bei Sam Unterschlupf, der anbietet ihnen zu helfen. Durch die Entwendung eines Raketentournisters wird Sam zum Falcon und hilft aus der Luft. Als sie versuchen sich Zutritt zum SHIELD-Hauptquartier zu verschaffen, werden sie vom gleichen maskierten Soldaten angegriffen, bei dem es sich wohl um einen russischen Supersoldaten handelt. Bei der Demaskierung durch Steve, stellt dieser fest, dass es sich um seinen Kumpel Bucky aus der Zeit des zweiten Weltkriegs handelt, den HYDRA abgerichtet hat und der keine Erinnerungen mehr an ihre gemeinsame Zeit hat. Beim großen Endkampf appelliert Steve immer wieder an Buckys Erinnerungen, weswegen dieser ihm zum Schluss das Leben rettet. In der After Credit Scene sieht man Bucky, wie er eine Ausstellung über Captain America besucht.
In Captain America 3 – Civil War gibt es bei einem Einsatz der Avengers in Lagos einen Zwischenfall mit vielen zivilen Opfern, an der auch Captain America und Falcon beteilgt waren. Darauf entbrennt eine Debatte, ob die Avengers nur noch nach staatlicher Erlaubnis agieren dürfen. Bei den Verhandlungen der Vereinten Nation, kommt es jedoch zu einem Anschlag. Verübt wurde er von Baron Zemo, der jedoch Bucky die Schuld in die Schuhe schiebt. Es folgt eine Auseinandersetzung und schließlich die Spaltung der Avengers in zwei Lager. Am Ende folgen Steve, Bucky und Iron Man Zemo zu einem alten HYDRA Komplex, in der Befürchtung, dass Zemo das Winter Soldier Projekt wiederaufleben lassen will. Dieser hat aber das genaue Gegenteil getan, bringt aber durch eine alte Aufnahme Iron Man und Captain America gegen einander auf. Black Panther stößt dazu und hindert nicht nur Zemo am Selbstmord, sondern bietet auch Bucky Aysl in Wakanda, wo er in Cryostasis versetzt wird, bis es einen Weg gibt, ihn endgültig vor einer Konditionierung zu schützen. (Am Ende von Black Panther wird genau dies gezeigt, wodurch Bucky bereits in Infinity War wieder mitkämpft.)
In Avengers – Endgame sind fünf Jahre seit Thanos Schnipps vergangen und die Weltbevölkerung hat sich darauf eingestellt, dass sie um die Hälfte dezimiert wurden. Nachdem die Avengers es durch Zeitreisen geschafft haben, den Schnips rückgängig zu machen, kehren sowohl Falcon als auch Bucky zurück und kämpfen im finalen Entscheidungskampf mit. Am Ende kehrt Captain America noch einmal in die Vergangenheit zurück, doch anstatt zurückzuspringen, bleibt er in der Vergangeheit, um endlich mit Peggy Carter glücklich zu werden. So taucht er als alter Mann wieder auf und vermacht sein Schild an Sam (Falcon).

Die Handlung

Sam Wilson alias the Falcon (Anthony Mackie) kann sich nicht damit anfreunden, dass er Steves Schild bekommen hat und damit in seine Fußstapfen treten soll. Stattdessen arbeitet er weiter als Falcon für die Air Force. James „Bucky“ Barnes (Sebastian Stan) ist nicht begeistert, dass das Schild nun in einem Museum steckt und stellt Sam zur Rede. Gleichzeitig befindet er sich in Therapie, um seine Taten als Winter Soldier verarbeiten zu können. Als eine Gruppe Supersoldaten auftauchen und für die Wiederherstellung der Verhältnisse vor dem Blip (Thanos Schnipps) kämpfen, passieren mehrere Sachen gleichzeitig. Falcon und Bucky müssen sich zusammenraufen und einen alten Feind rekrutieren und das Verteidigungsministerium ernennt einen neuen Captain America, inklusive dem gespendet Schild.

Meine Meinung

Was habe ich mich auf diese Serie gefreut. Ganz bewusst habe ich jeglichen Trailer vermieden, um alles neu und unvoreingenommen erleben zu können. Gerade die Figur des Winter Soldier finde ich sehr faszinierend und war hier gespannt, wie seine weitere Entwicklung verläuft. Nun stehe ich aber vor einem großen Problem: Ich weiß nicht, ob mir die Serie zu viel oder zu wenig erzählt hat.
Mit einer Lauflänge von 315 Minuten ist die Serie etwas länger als zwei durchschnittliche Marvel-Filme. Also jede Menge Zeit, um viel zu erzählen. Das wird einerseits genutzt und so werden eine Vielzahl von Themen angesprochen und es bleibt auch nicht nur beim ansprechen, sondern es werden auch viele Diskussionen geführt. Da gerät die aufkeimende Freundschaft zwischen Sam und Bucky gerne mal in den Hintergrund. Gerade hier fehlt mir zum Beispiel, wie es dazu kam, da sie auf einmal einfach zu zweit losziehen und das auch gar nicht mehr hinterfragen, sondern sich wie ein eingespieltes Team verhalten. Auch fehlten mir hier einfach die sarkastischen Dialoge, wie es sie noch in Civil War gegeben hat. Bis auf eine Szene, haben die beiden nur oberflächliche Dialoge oder sehr ernste.
Wirklich Schwung kommt in die Serie erst, wenn Daniel Brühl erneut in die Rolle des Baron Zemo schlüpfen darf, denn er bringt genau den Witz mit, den man zuvor vermisste. Allerdings gibt es auch hier einige Logiklöcher, die nicht so ganz zusammenpassen wollen. Vor allem Zemos Motiv bleibt lange unklar, nur um es dann in wenigen Szenen als erledigt abzuhaken.
Weil man ja Zeit hatte, konnte man aber nebenbei auch noch Sharon Carter wieder auftauchen lassen, deren Rolle und Motive sehr platt waren, wo man sich schon fragt, ob man sie dann nicht besser weggelassen hätte. Dann kommen noch die Dora Milaje (bekannt aus Black Panther) dazu, die auch eher Mittel zum Zweck sind. Also ich fand es schön, dass sie dabei waren, aber man hätte sie dann in die Handlung besser einbinden müssen!
Über den „neuen Captain America“ und seine Charakterentwicklung reden wir am besten nicht weiter. Hier war zwar ein Konzept dahinter, das nötig war, um bei Falcon eine nötige Entwicklung hervorzurufen, aber er war so nervig! Und irgendwie auch nur dafür da, dass die anderen beiden besser dastehen, bzw. die Serie gestreckt werden kann, weil er immer wieder Missionen vereitelt. Ihr merkt, hier wurde mir eindeutig zu viel unnötiges erzählt. Hätte man das weggelassen, wäre ein Film bei rausgekommen, der in seiner Gesamtheit dann wenigstens spannend gewesen wäre.
Und jetzt kommt das große Aber. Denn auch wenn hier vieles zu viel war, oder eben unnötig eingebunden, gab es eben auch die Handlungsstränge, die mir zu kurz kamen. Das beginnt mit der Antagonistin Karli bzw. der Gruppierung um sie, die eigentlich einen spannenden Hintergrund haben. Hier geht es nämlich um die Folgen des Blips und die Zurücknahme, die ebenfalls die Welt in Atem hält. Um Menschen, die einfach abgeschoben werden sollen. Um politische Diskussionen, um Einblicke in Flüchtlingsheime und eben um den Widerstand dagegen. Und während die Kämpfe mit Karli gerne ausufernd gezeigt werden, sind es gerade die Gespräche die zu kurz kommen. Hier verpasst die Serie wirklich in die Tiefe zu gehen und sich einer unbequemen Diskussion zu stellen.
Im großen und ganzen konzentriert sich die Serie zu sehr auf die ganzen Actionszenen, die alle toll choreographiert sind und denen man das hohe Budget auch ansieht, und zu wenig auf das zwischenmenschliche. Lieber werden unzählige oberflächliche Handlungsstränge aufgemacht, als ein paar wenige tiefgründige. Das macht die Serie nicht an sich schlecht. Aber sie verschenkt sehr viel Potential, um sich von der Masse der Filme abzuheben. Ihr fehlt das Alleinstellungsmerkmal und leider fehlt ihr auch der typische Marvelhumor, der nur selten durchkommt. Vielleicht habe ich auch einfach zu sehr auf etwas gehofft, was es am Ende nicht war.

Das Fazit

Falcon and the Winter Soldier ist eine Serie in typischer Marvelmanier, die als Film wahrscheinlich besser funktioniert hätte. Hier wurde gleichzeitig zu viel und zu wenig erzählt und wirkt so sehr unausgeglichen. Dafür entlohnen die Actionszenen, die mit den Kinoproduktionen mithalten können.

Falcon and the Winter Soldier ist seit dem 23.04.2021 vollständig auf Disney+ zu sehen

Eine Handvoll Serien

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der ‚Eine Handvoll‘ Reihe in 2021. Die Serien haben das Jahr 2020 beendet und sie dürfen das neue Jahr eröffnen. Heute mit einem Arzt auf Abwegen, ein Kopfgeldjäger mit väterlichen Gefühlen, der Faszination für Schach, Mode in Paris und vor allem viel Essen.

The Chef Show – Staffel 1

Die Handlung: Regisseur Jon Favreau und Küchenchef Roy Choi reisen durch die USA. In Anlehnung an den Film Kiss the cook, kochen sie Rezepte nach, bekommen neue Rezepttipps und ab und an gibt es sogar ein paar Einblicke und Insiderinformationen zu Favreaus Filmen. 

Meine Meinung: Ein wirklich gut gemeinter Rat und glaubt mir, ihr werdet mir dafür danken: Schaut diese Serie auf keinen Fall mit leeren Magen! Selbst wenn man absolut satt ist, kann es noch passieren, dass es einfach so lecker aussieht, dass man unbedingt alles sofort nachkochen will. So ein richtiges Konzept scheint die Serie nicht zu haben, auch Favreau und Choi witzeln zwischenzeitlich darüber. Das macht aber gar nichts, denn gerade die Planlosigkeit führt dazu, dass einfach verschiedene Sachen ausprobiert werden. So gibt es Folgen, wo sie einfach nur mit verschiedenen Gästen kochen und dann wieder Folgen, wo sie kochen lassen und einfach nur mit ihren Gästen plaudern. Dabei bekommt man einige Hintergrundinfos zum Film Kiss the Cook, aber vor allem gibt es eine Menge Kochtipps. Für Vegetarier und Veganer dürfte es hier schwierig werden, weil es auch viel um die richtige Zubereitung von Fleisch geht. Aber gerade die hat es in sich, also Fleischfans aufgepasst. Zwischenzeitlich hat man einfach nur noch das Gefühl, dass es foodporn vom feinsten ist. Das schöne ist aber eben auch, dass es keine alltäglichen Rezepte sind, aber doch welche, die man durchaus nachkochen kann – auch wenn man allein für eine Marinade gefühlt 1000 Zutaten braucht.

Temple – Staffel 1

Die Handlung: Daniel Milton (Mark Strong) ist ein angesehener Chirurg. Als seine Frau Beth (Catherine McCormack) an einer tödlichen Krankheit erkrankt, schafft er es nicht sie gehen zu lassen. Stattdessen stimmt er dem Angebot von Lee (Daniel Mays) zu, eine illegale Klinik unter der Londoner Metrostation Temple zu eröffnen. Dort kann er weiter an einem Heilmittel für seine Frau forschen und diese am Leben erhalten und Lee kann seinen Survivalort ausbauen. Doch die Probleme lassen nicht lange auf sich warten.

Meine Meinung: Temple ist so eine Serie, bei der ich hinterher einfach nicht sagen kann, ob ich sie nun gut fand, oder nicht. Weil grundsätzlich hat sie ein gutes Setting, eine krasse Idee, die aber spannend umgesetzt wurde und vor allem gute Darsteller. Gerade Mark Strong als Daniel Milton schafft es seiner Figur alles zu geben: Die nötige Härte, um das Projekt durchzuziehen, die Liebe zu seiner Frau, Durchsetzungsvermögen. Trauer, Liebe, Angst, Verzweiflung. Und dennoch bleibt er als Charakter unnahbar. Man versteht seine Beweggründe, aber ab einem gewissen Punkt sind seine Taten einfach nicht mehr vertretbar. Schwieriger wird es dann bei Lee. Er ist eigentlich dieser eine nervige Charakter, ohne den es aber einfach nicht funktioniert. Und so sehr man ihn auch verstehen will, seine Handlungen sind einfach größtenteils nicht nachvollziehbar. Mit acht Folgen sollte die Serie eigentlich eine abgeschlossene Miniserie sein. Die Handlung wird für diese acht Folgen auch ziemlich gestreckt. Vielleicht hätten es sechs auch getan. Dennoch weigere ich mich diese Serie als eine abgeschlossene Miniserie anzusehen. Denn Miniserien sollten eigentlich nicht mit einem ziemlich großen Cliffhänger enden! Was mich letztlich aber wirklich störte, war das aufgebauschte Drama. Nie war es genug, immer musste noch einmal was drauf gesetzt werden.

The Mandalorian – Staffel 2

Die Handlung: Der Mandalorianer (Pedro Pascal) reist weiter mit dem Kind durch die Galaxie. Neue Freunde, aber auch neue Feinde säumen seinen Weg. Diesmal ist er auf der Suche nach einem Jedi, der sich dem Kind annehmen kann. Doch Moff Gideon (Giancarlo Esposito) ist weiterhin hinter dem Kind her.

Meine Meinung: Nach der starken ersten Staffel war nun die Frage, ob Jon Favreau und sein Team noch genügend Stoff für eine zweite Staffel hätten. Und sie haben gezeigt: Ja, der Stoff dafür ist da. Ob es nun wieder Episoden sind, die für die übergeordnete Handlung essentiell sind, oder ob es ‚Monster of the week‘ Folgen sind. Wie schon in der ersten Staffel ist es eben gerade die Abwechslung aus beidem, die den Reiz ausmacht.
Wir lernen hier noch einmal einiges Neues über Mando, das Kind und die Übrigbleibsel der Jedi. Die Folgen haben genau die richtige Balance zwischen Spannung und dem typischen Star Wars Gefühl. Es gibt überraschende Wendungen, Nostalgie für die eingefleischten Star Wars Fans und auch ein paar schöne Weltraumszenen. Wer die erste Staffel mocht, wird sich auch an der zweiten wieder erfreuen.

Das Damengambit – Miniserie

Die Handlung: Beth Harmon (Anya Taylor-Joy) ist eine Waise. Im Waisenhaus lernt sie vom stillen Hauswart Schach spielen. Sie entwickelt sich trotz aller Widrigkeiten zu einem Profi und schafft es bis in die obersten Ränge. Dabei stehen ihr Suchtprobleme im Weg. 

Meine Meinung: Ich glaube Schach war noch nie so spannend wie in dieser Serie. Selbst wenn verschiedene Eröffnungssequenzen diskutiert werden oder verschiedene Spiele gezeigt werden, bleibt die Serie spannend. Das liegt wohl vor allem an der Begeisterung der Charaktere für Schach, die sich auch gerne gegenseitig aufstacheln, aber auch an der sehr schönen bildlichen Darstellung. Das ist auch allgemein sehr beeindruckend für die Serie. Viele Szenen sind einfach nur künstlerisch abgestimmt. Anya Taylor-Joys Darstellung der Beth ist sehr authentisch und sie spielt ihren Charakter sehr souverän. Mein Problem war so ein bisschen, dass ich einfach nur mit ihrem Charakter, also Beth, nicht warm geworden bin. Natürlich ist ihr Charakter generell darauf angelegt, dass sie alle auf Distanz hält und das ist durch ihre Geschichte auch verständlich, aber irgendwo fehlte mir trotzdem die Nähe. Aber das ist im großen und ganzen nur ein kleiner Kritikpunkt. Einen Blick lohnt die Serie auf jeden Fall.

Emily in Paris – Staffel 1

Die Handlung: Emily Cooper ist engagiert und arbeitet leidenschaftlich gerne für die Marketingagentur, bei der sie angestellt ist. Als sie das Angebot bekommt für eine Weile in Paris bei der Tochterfirma zu arbeiten, nimmt sie sofort an. Doch die französischen Kollegen sind alles andere als begeistert von ihrem Engagement. Und dann kommt noch der Kulturschock hinzu. 

Meine Meinung: Emily in Paris ist so eine Serie, die ich eigentlich wirklich gerne mögen würde. Aber ich kann es nicht. Denn eigentlich fand ich es mal ganz schön eine Serie zu haben, die in Paris spielt. Nicht weil ich Paris so toll finde – meine persönlichen Erfahrungen mit der Stadt sind eher mäßig schön – aber ich finde es eben schön, wenn nicht immer alles nur in den USA spielt. Hinzu kommt, dass ich Lily Collins als Schauspielerin eigentlich auch sehr sympathisch finde. Mein Problem mit der Serie ist, dass sie den schmalen Grad zwischen Kulturschock und Abwertung einer Nation hier leider mehrfach überschritten wurde. Ja, der Lebensstil in Frankreich ist anders als den USA, aber hier wird grundsätzlich gesagt, dass es in den USA alles besser ist und der Weg in Frankreich grundsätzlich faul. Es geht weiter, dass ja alle Franzosen Sexisten sind und treu ist da natürlich auch niemand. Ähm, wie bitte? Aber selbst, wenn man darüber noch irgendwie hinwegsehen kann, gibt es immer noch das Problem, dass einfach viel zu viele Charaktere ziemlich unsympathisch sind. Die Modebranche kommt also nicht unbedingt gut bei weg. Denn laut der Serie arbeiten da nur Egoisten und jeder sucht nur nach seinem eigenen Vorteil. Und dann ist die Serie halt auch einfach nicht spannend. Gefühlt stolpert Emily von einem Fettnäpfchen ins nächste und heult sich dann wieder irgendwo aus – allerdings sind auch ziemlich viele gemein zu ihr. Aber wieso hat sie dann immer so gute Laune? Also ihr merkt, mich konnte die Serie absolut nicht überzeugen, oft hat sie mich abgestoßen, die meiste Zeit hat sie mich einfach genervt. Also dafür leider keine Empfehlung.

Habt ihr eine Serie davon gesehen? Wie fandet ihr sie?