Kundschafter des Friedens 2

Ein Vorwort

2017 kam ein kleiner deutscher Film in die Kinos, der sich auf humorvolle Art mit alt gewordenen DDR-Spionen in der aktuellen Zeit befasst hat. Ein wenig Ostalgie und doch konnte er mich nur bedingt abholen. Gut, dass ich das alles schon wieder verdrängt hatte und daher trotzdem Lust hatte, den zweiten Teil zu sehen. Diesmal soll es für die Truppe nach Kuba gehen. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Titel des Films als Fanart arangiert mit Kinoticket auf einer Filmklappe

Die Handlung

Die Kundschafter des Friedens treffen auf der Beerdigung ihres damaligen Chefs auf dessen Tochter. Gerade Jochen Falk war schwer in sie verliebt und kann ihr so den Wunsch nach einem Austausch eines Testaments auch nicht abschlagen. Dafür muss die Gruppe nach Kuba, was sie sehr freut, da es doch die letzte sozialistische Bastion ist. Doch vor Ort kommt alles anders.

Meine Meinung

Das gute am ersten Film war, dass er sehr in die heist Movie Schiene ging und so seine Spannung irgendwie aufbauen konnte. Aber nach acht Jahren sind auch die Darstellenden nicht gut gealtert und so ist es gerade Henry Hübchen als Jochen Falk, der sich sehr steif durch seine Szenen kämpft. Auch von Logistiker Locke kam kaum noch Input. Er war halt da, weil er auch schon im ersten Teil mitspielte. Lediglich Romeo-Agent Harry bekommt hier nach einer Sinnkrise eine ganz neue Aufgabe und schafft es den Film nochmal in eine modernere Zeit zu bringen. Auch Katharina Thalbach als Technikerin Tamara bringt dem Film guten neuen Schwung. Würde die Handlung sich mehr auf sie konzentrieren, dann hätte er deutlich besser funktionieren können.
Aber fangen wir doch nochmal am Anfang an. Wir beginnen in der Zeit des kalten Krieges und  unsere Truppe trifft auf niemand geringerem als Fidel Castro. Dann kommt der Zeitsprung und jene Beerdigung, die die Kundschafter nach Kuba führt. Die ganze Geschichte ist schon sehr künstlich aufgebaut und schnell durchschaubar, dass es sich hier um eine Finte handelt. Natürlich läuft unsere Truppe dennoch in die Falle und muss danach alles wieder richten. Beziehungsweise will Falk alles richten, da die anderen lieber ihren Urlaub genießen.
Und gerade in diesen Urlaubsszenen liegen die verborgenen Stärken des Films. Zwar wird die DDR Geschichte und auch Castros Regentschaft sehr einseitig und unkritisch dargestellt, aber bei einer seichten Komödie wäre das wohl auch zu viel verlangt gewesen. Aber wir haben hier versteckt die Themen beginnende Demenz, Liebe im hohen Alter und Identitätsfindung.
Leider liegt der Fokus des Films dann doch wieder auf der künstlichen Geschichte rund um Falk frühere Liebe. Ein wenig Gerenne hier, ein wenig Gerenne da und dann ist der Film auch schon wieder vorbei. Er hat nicht unbedingt weh getan, und für einen Lacher ab und an war er auch gut, aber er ist nun nicht unbedingt gut. Vorallem die Ostalgie kommt wieder gut durch mit allerlei Anspielungen, die das ältere Publikum um mich herum wohl deutlich besser verstanden haben als ich.
Kurzum eine Fortsetzung, die nicht so wirklich funktioniert, aber die ältere Generation und ihre Ostalgie durchaus glücklich machen kann. Und wenigestens hat Katharina Thalbach ganz witzige Szenen.

Das Fazit

Kundschafter des Friedens 2 ist ein Sequel, das ebenso wie der erste Teil, nur bedingt funktioniert, und immer nur dann wirklich gut ist, wenn er sich von der eigentlichen Handlung wegbewegt. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Kundschafter des Friedens 2 läuft seit dem 23.01.2025 in den deutschen Kinos

Nosferatu

Ein Vorwort

1922 brachte Friedrich Wilhelm Murnau eine sehr bekannte – wenn auch nicht autherisierte – Dracula-Version in die Kinos, die das Genre nachhaltig prägte. Nun nach über 100 Jahren und in Ermangelung von neuen Ideen, wurde es mal wieder Zeit für ein Remake. Ob Nosferatu der Stummfilmvariante etwas hinzufügen kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Schriftzug Nosferatu im Stil des Kinoplakats mit Kinoticket arrangiert vor einer Filmklappe und der DVD des alten Nosferatu von 1922

Die Handlung

Der Immobilienmakler Knock erhält einen Auftrag vom Grafen Orlok aus den Karpaten. Dafür schickt er seinen Mitarbeiter Thomas Hutter zum Grafen. Dieser landet nach langer Reise in der Burg und steht dem Grafen gegenüber. Dieser ist sehr an Hutters Blut und seiner Frau Ellen interessiert und unterschreibt den Immobilienvertrag. Dann reist der Graf nach Wisborg und bringt Unheil über die Stadt.

Meine Meinung

Im Rahmen meiner ersten Monsterwochen 2020 befasste ich mich mit verschiedenen filmischen Erwählungen zu den literarischen Figuren Dracula und Frankenstein. Da kam ich auch mit Murnaus Nosferatu erstmalig in Berührung, dass nur knapp seiner kompletten Vernichtung entgangen ist, da es sich doch zu offensichtlich an Bram Stokers Dracula orientierte. Die Geschichte funktionierte wunderbar als Stummfilm, da es viel auf die Wirkung der Bilder und Max Schreck als Nosferatu setzte.
Doch würde dieser Film auch mit modernen Mitteln funktionieren? Regisseur Robert Eggers hat in seiner Karriere gezeigt, dass er es versteht mit düsteren Stoffen einzigartige Geschichten zu erzählen. Sein ganz besonderer Stil nutzte er nun auch wieder bei Nosferatu und holte sich dazu einige sehr begabte Schauspielende. Das 94 Minuten lange Original wurde dabei auf 132 Minuten aufgeblasen und das dürfte wohl auch der Schwachpunkt geworden sein. Denn die Geschichte bietet nicht genügend Handlung, weswegen Szenen unnötig gestreckt werden. Allein die Reise Thomas Hutters zur Burg Nosferatus wird mit einer sehr langen Inszenierung eines Fiebertraums unterbrochen, die zwar irgendwie die Stimmung widerspiegelt, aber zeitgleich auch die Handlung nicht voran treibt. Das kann man mögen, aber es gibt dem Film keinen Mehrwert.
Dabei ist es auch hier wieder die düstere Stimmung, die den Bann des Filmes erzeugt. Warum zur Hölle Nosferatu hier unbedingt dieses Aussehen haben musste, das so gar nicht mehr dem Original entspricht, aber auch in einer Neuinterpretation der Rolle nicht funktionieren will, erschließt sich mir nicht. Denn das übrige Setdesign und die Kostüme wirken gut gewählt und die Darstellenden geben sich sichtlich Mühe ihren Charakteren den letzten Schliff zu geben. Dies funktioniert leider auch nur bedingt, aber das liegt eher am Drehbuch.
Letztlich bleibt die Frage, was das Remake bewirken wollte. Es brachte weder den Stoff auf ein moderneres Niveau, verbesserte keine alten Effekte, die damals schon wegbereitend waren, entwickelt die Handlung nicht neu, sondern erzählt die gleiche Geschichte in aufgeblasener. Damit ist der neue Nosferatu Film nicht schlecht, aber wenn ich die Wahl habe, nehme ich da doch lieber das Original.

Das Fazit

Nosferatu erzählt den bekannten Stoff mit einer gelungenen düsteren Stimmung und guten Schauspielenden erneut, schafft es aber nicht eine eigene Note einzubringen, weswegen der Mehrwert eines Remakes fehlt. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Nosferatu läuft seit dem 02.01.2025 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den Januar 2025

Und da ist er, der erste Rückblick, der sich auf 2025 bezieht. Hier begann das Jahr sehr turbulent und leider eher im negativen Sinne. Ich hoffe sehr, ihr hattet einen besseren Start! Nichtsdestotrotz soll es hier um meinen medialen Rückblick gehen, der wie gewohnt mit wenigen Filmen aufwartet. Dafür habe ich mein Animewissen im Serienbereich weiter ausgeweitet. Aber nun ohne weitere Vorrede: Viel Spaß beim Rückblick.

Ein blauer Himmel mit Seifenblasen und der Schriftzug "Mein Monatsrückblick" darin

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Mufasa: Mufasa wird als junger Löwe von seinen Eltern getrennt. Der Löwenprinz Taka rettet ihn und will ihn in sein Rudel aufnehmen, was sein Vater sehr kritisch sieht. Während Mufasa also bei den Löwinnen aufwächst, sehen sich die beiden Jungen wie Brüder. Doch als ein Rudel gefährlicher weißer Löwen auftaucht, müssen sie fliehen und über sich hinauswachsen. – Ein weiteres Prequel, was niemand brauchte, was dann auch trotz anfänglicher guter Intention, nicht funktioniert, da es sich lieber an Klischees abarbeitet.

Nosferatu: Der Immobilienmakler Knock erhält einen Auftrag vom Grafen Orlok aus den Karpaten. Dafür schickt er seinen Mitarbeiter Thomas Hutter zum Grafen. Dieser landet nach langer Reise in der Burg und steht dem Grafen gegenüber. Dieser ist sehr an Hutters Blut und seiner Frau Ellen interessiert und unterschreibt den Immobilienvertrag. Dann reist der Graf nach Wisborg und bringt Unheil über die Stadt. – Sehr atmosphärisches Remake, das aber wenig neues einbindet, auch wenn die Schauspielenden versuchen mehr rauszuholen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Keinen. Ich kam einfach nicht dazu.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

September 5: Die Geiselnahme bei den olympischen Spielen in München 1972 aus der Sicht des übertragenden Senders zu zeigen, interessiert mich noch. Lief nur leider hier nicht.

Paddington in Peru: Die ersten beiden Filme konnten mich durch ihren ganz eigenen Charme und Witz überzeugen, daher bin ich gespannt, wie es mit dem dritten Teil aussieht.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Die Tagebücher der Apothekerin – Staffel 1 und Alexa & Katie – Teil 3-4

Jujutsu Kaisen – Staffel 2 (Was mit einem spannenden Rückblick beginnt, endet in ein Nervenspektakel der einzigartigen Art)

Dr. Stone – Staffel 1 (Interessanter Ansatz, wenn die Menschheit quasi bei 0 starten muss, kann die Begeisterung für neue Wissenschaft auch gut halten und bietet interessante Charaktere)

Tokyo Ghoul – Staffel 1 (Ein weiterer Anime-„Klassiker“, den ich nachgeholt habe. Konnte mich nicht so ganz überzeugen, war aber spannend genug, um vielleicht weiterschauen zu wollen)

Dandadan – Staffel 1 (Einer der beliebtesten Animes des letzten Jahres konnte mich gar nicht überzeugen. Es war mir zu abgedreht und drüber und ich bin einfach kein Fan, wenn die Charaktere pausenlos schreien)

What if… – Staffel 3 (Geschaut, um bei Marvel auf dem Laufenden zu bleiben, aber bot nicht eine spannende Idee)

The detective is already dead – Staffel 1 (Startete als interessanter Krimi, atete sehr schnell in ein sehr dramatisches Fantasy-Ding aus, bin ich nicht mit warm geworden)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 17
Seiten insgesamt: 4.643
Seiten pro Tag: 150 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 9

Yuzu – die kleine Tierärztin 1: Yuzu muss für eine Weile zu ihrem Onkel ziehen, der eine Tierklinik führt. Dabei muss sie ihre Angst vor Tieren überwinden und schafft es durch ihre einfühlsame Art für sich und die Tiere einzustehen. – Süßer Manga für die jüngere Zielgruppe, der durch seine Herzlichkeit auch die Älteren abzuholen vermag.

Cat on the heroes lab 3: Diesmal führt es die Helden mit ihren Katzen übers Meer, was sie nicht alle so gut vertragen. Und sie treffen auf einen Kaiser in Trauer um eine ganz besondere Katze. – Die Geschichte ist nach dem trägen ersten Band endgültig in Schwung gekommen und hat mich ab und an gut zum lachen gebracht.

Mein Buchcafé in einer anderen Welt 2: Tsukina wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres treusten Kunden, der einen Krieg verhindern muss, den die eigentliche Heldin beinah ausgelöst hätte. Doch der status quo ist dabei sich zu ändern und Tsukina muss eine folgenschwere Entscheidung treffen. – Es geht spannend weiter, auch wenn das Ende sich wie ein Abschluss las. Bin gespannt, was da noch so passiert.

Ink Arcanum: William Bray hat endlich sein eigenes Tattoostudio eröffnet und findet ein geheimnisvolles Buch, das ihm bei der Weiterentwicklung helfen soll. Doch die Tattoos entwickeln ein Eigenleben und plötzlich findet sich Will auf der Flucht vor mehr als nur der Polizei wieder. – Interessante Grundidee, spannende Plottwists, ließ mich leider am Ende etwas emotionslos zurück. Aber wird bestimmt nicht mein letzter Hagemann sein.

Voll kein Typ 2: Die drei Freunde müssen sich erneut mit ihren Vorurteilen auseinander setzen, da die Damen aus der Crossdressbar ihre Gefühle ordentlich durcheinander gebracht haben. Es steht eine Mangaconvention und ein Zoobesuch an. – Die Idee wird gut weitergeführt und bringt durch die unterschiedlichen Charaktere viel Witz mit ein.

Where spring hides: Leni wäre am liebsten Musicaldarstellerin. Doch ihr Traum ist nicht mit dem kurz vor der Insolvenz stehenden Familienreiseunternehmen vereinbar. Daher begleitet sie eine Gruppe aus den USA auf einer großen Deutschlandtour. Doch diesmal hat sich Edward mit angemeldet, ein College-Basketballspieler, den Leni vor vier Jahren getroffen hat und die sofort ein besonderes Band verbunden hat. Der ihr jedoch damals nicht die Wahrheit über sein Leben sagen konnte. Doch eins steht für ihn fest: Er will Leni unbedingt wiedersehen. – Auch wenn mir der Turn zu „wir lieben uns“ etwas zu gewollt war, doch der stärkste Band der Reihe.

My home hero 4-5: Die Zeit für Tetsuo läuft langsam ab. Er muss einen Beweis erbringen, dass Kyoichi noch lebt. Ansonsten würde er sterben. Sein letzter Ausweg ist, dass er jemand anderen als Mörder entlarvt. Dabei braucht er weiterhin die Unterstützung seiner Frau, die jedoch feststellt, dass ihre Tochter erneut in Gefahr ist. – Die Geschichte hat gut Fahrt aufgenommen, zeigt aber auch, dass sie noch eine Weile weitergeht.

Die Schattenhand: Lymstock scheint ein ruhiges Städtchen zu sein. Der perfekte Ort für Jerry Burton, der nach einem Flugzeugabsturz von seinem Arzt Ruhe verschrieben bekommen hat, und seiner Schwester. Doch beleidigende Briefe voller abstoßender Anschuldigungen machen die Runde. Bis sie schließlich ein Todesopfer fordern. Jerry beginnt zu ermitteln und trifft schließlich auf Miss Marple, die bereits eine Theorie hat. – Miss Marple kommt in ihrem eigenen Roman lediglich auf 10 Seiten vor … mutig und erstaunlicherweise funktioniert die Geschichte trotzdem.

Remoire: Seraphine wurde als Kleinkind ihrer Familie entrissen und hat es irgendwie geschafft zu überleben. Doch als das Dunkel sich erneut erhebt, erfährt sie, dass sie eine viel größere Rolle darin spielt als sie je zu denken gewagt hatte. Ihr steht eine beschwerliche Reise bevor, bei der sie viel über sich und die Welt lernt, die in großer Gefahr schwebt. – Ein sehr gut geschriebenes Buch mit spannenden Charakteren, interessantem Plotttwist, dessen einziges Hindernis bei mir war, dass es im High Fantasy Bereich nicht mein Genre ist. Aber gerade das spannende Ende, das eher Richtung Dark Fantasy geht, konnte mich völlig bannen.

Oracle: Julian kann seit Kindheitstagen seltsame Marker an Menschen sehen. Jahrelange Therapie half dagegen und dämmte auch die Panikattacken ein. Doch bei seinem versuchten Neustart an der Uni ist er sich sicher, seine Medikamente nicht mehr zu brauchen. Kurzerhand setzt er diese ab und sieht kurz darauf wieder die Marker, die jedoch drohendes Unheil ankündigen. Kann er diese verhindern und wie geht er damit um praktisch ein wandelndes Orakel zu sein? – Interessanter Grundgedanke, der sehr gut und spannend umgesetzt wurde.

Angels of Death 6: Zack ist schwer verletzt und Rachel muss sich mit dem Priester der aktuellen Ebene zusammen tun, um an ein Heilmittel zu kommen. Doch das ist wieder mit allerlei Gefahren verbunden. – Fühlte sich ein wenig wie ein Füllerband an, mal schauen, wie es weitergeht.

Insomniacs 2: Isaki und Ganta bekommen die ersten Hindernisse bei der Gründung ihres Astronomie-Clubs zu spüren. Doch durch die Hilfe einer Ehemaligen, könnten sie an die benötigten Gelder kommen und finden gleichzeitig ein neues Projekt. – Die sehr süße und unaufgeregte Geschichte geht weiter und ich bin sehr gespannt.

Der geheime Orden von New Orleans: Elayne zieht mit ihrer Familie neu nach New Orleans. Doch eine merkwürdige Krankheit sucht ihre Schwester heim und die einzige Lösung scheint der gut aussehende Blake zu sein. Der führt sie in einen geheimen Orden ein und Elayne erfährt, dass sie von den Voodoo-Göttern ausgewählt wurde. Um ihrer Schwester zu helfen, nimmt sie ihr Schicksal an, nicht ahnend, was sie damit auslöst. – Mich sprach der Voodoo-Teil der Geschichte sehr an, leider ist er sehr untergegangen in einem wilden Misch aus allen Kulturen, die die Geschichte sehr wirr gemacht haben. Schade.

Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Süßes Kinderbuch, das die Vorlage zur bekannten Verfilmung bietet.

The masterful cat is depressed again, today 2: Saku und Yuichi haben eine Einladung zum Geburtstag der Nichte ihres Chefs bekommen. Doch wie kann sie erklären, dass Yuichi eine mannsgroße Katze ist und auf zwei Beinen läuft. Zum Glück fällt diesem eine Lösung ein. – Die Geschichte ist etwas schleppender als im ersten Band, aber noch immer voller Witz und Charme. Freue mich auf die weiteren Bände.

Where autumn leaves: Beth macht ein FSJ an einer renommierten Rehaklinik. Nach einem Zwischenfall kann sie einfach nicht an ihren eigentlichen Plänen festhalten. Doch in der Klinik trifft sie auf Jakob, ihrem Sandkastenfreund, der nach einem Kreuzbandriss darauf hofft, wieder fit fürs Feld zu werden. Doch er hat ein Geheimnis, das ihre ganze Welt zum einstürzen bringen könnte. – Der Abschluss der Festival Reihe beginnt spannend und stürzt sich dann in zu viele Themen, die am Ende mit einem Schnippsen gelöst werden und daher eher problematisch dargestellt sind. Schade.

Wie war euer Januar? Was waren eure Highlights?

Mufasa

Ein Vorwort

Disney verfolgt die Strategie der zumindest finanziell erfolgreichen Realverfilmungen weiter. Mit Mufasa gibt es als Prequel zu Der König der Löwen zumindest mal eine neue Geschichte, statt die gleiche erneut zu erzählen. Allerdings kennen wir die Hauptcharaktere auch bereits und wissen um ihr Schicksal. Kann der Film einen neuen Blick liefern und mit der Handlung überzeugen?

Filmtitel und Kinoticket auf Filmklappe mit Zazu-Plüsh

Die Handlung

Mufasa wird als junger Löwe von seinen Eltern getrennt. Der Löwenprinz Taka rettet ihn und will ihn in sein Rudel aufnehmen, was sein Vater sehr kritisch sieht. Während Mufasa also bei den Löwinnen aufwächst, sehen sich die beiden Jungen wie Brüder. Doch als ein Rudel gefährlicher weißer Löwen auftaucht, müssen sie fliehen und über sich hinauswachsen.

Meine Meinung

Der König der Löwen ist für viele noch immer der Film der Kindheit. Darüber hinaus habe ich das Gefühl, dass der zweite Teil eher unbekannt ist. Ich hingegen habe auch den zweiten geliebt und kenne daher auch die Geschichte von Simbas Tochter Kiara. Diese wird hier auch als Ausrede genutzt, um die Geschichte von Mufasa zu erzählen. Denn waren im Trailer bereits Timon und Pumbaa zu sehen, die ja aber gar nicht in Mufasas Geschichte vorkommen konnten, da ja erst Simba sie im ersten Teil kennenlernte, erklärt sich hier ihre Anwesenheit. Allerdings verkommen sie hier auch zu simplen Stichwortgebern und können bei weitem nicht an ihre Gagdichte von einst heranreichen, auch wenn hier mit aller Mühe ein Gag nach dem anderen rausgepresst wurde, die aber einfach nicht mehr zünden – auch nicht bei den anwesenden Kindern im Kino.
Aber fangen wir doch nochmal ganz am Anfang an. Wie erwähnt treffen wir zuerst auf Kiara. Die soll beim Königsfelsen bleiben, während Daddy Simba zu Mummy Nala geht, die wohl ein weiteres Baby erwartet. Hierzu hätte ich dann noch Fragen, denn dieses Geschwisterchen kommt im Sequel nicht vor und dort verfolgen wir Kiara bis ins Erwachsenenalter. Ist es also verstorben? Verstoßen? Weggelaufen? Wie Boris Blocksberg ins Internat geschickt und dann die Existenz vergessen worden? Okay, ich schweife ab, aber wenn wir einen Logikloch-Counter hätten, wäre er hier bereits ein paarmal angesprungen. Okay, also weiter in der Geschichte. Timon und Pumbaa wollen Kiara also ablenken und erzählen eine wirre Geschichte, in der sie die Protagonisten sind – wir erinnern uns an den Versuch eines dritten Teils, in dem sie genau das mit der Geschichte des ersten Films versucht haben, was nur mäßig funktionierte. Zum Glück taucht Rafiki auf und übernimmt die Rolle des Erzählens.
Wir lernen nun also Mufasa als jungen Löwen kennen und nun ja, es ist ein Disney-Film, aber ist das Kindheitstrauma nicht weit. Mufasa wird also von seinen Eltern getrennt und trifft auf Taka. Wer es noch nicht verstanden hat: Taka ist übrigens Scar. Wir wissen also wie die Geschichte der beiden ausgeht. Und während uns damals erklärt wurde, dass Mufasa halt der Zweitgeborene war und aus irgendeinem Grund trotzdem den Thron bekommen hat, was der Grund für Scars Verbitterung sein sollte, wird hier einfach eine komplett neue Geschichte aufgemacht. Okay, akzeptieren wir also die Tatsache, dass die beiden lediglich Brüder im Geiste sind. Denn wie Taka immer wieder betonte, wollte er immer einen „Brudaaa“ – okay, ich weiß, dass Disney eigentlich die Auswahl ihrer Synchronsprecher sehr ernst nimmt und wir in Deutschland auch echt gute haben, die eine tolle Arbeit leisten. Aber wer zur Hölle hat den Taka Sprecher genehmigt, der gefühlt tausendmal Bruder sagen muss und es einfach immer anstregendend Brudaaa nennt?
Während im folgenden eine interessante Spannung zwischen den beiden aufgemacht wird, da Mufasa als „Strafe“ mit den Löwinnen leben muss und dort allerlei hilfreiche Dinge fürs Leben lernt, „darf“ Taka bei den Löwen bleiben, lediglich, weil er der Prinz ist. Dadurch lernt aber auch nicht wirklich was, was ihm später zum Verhängnis wird. Allein dieses Ungleichgewicht richtig ausgebaut und richtig geschrieben, hätte sehr viel erklären können und wäre eine gute Geschichte geworden. Aber bei Disney wollte man keine tiefenpsychologische Geschichte, sondern lieber die gleiche Formel, die seit Ewigkeiten ausgelutscht ist.
Also bekommen wir unseren Oberbösewicht in Form des Rudels der weißen Löwen, die einfach nur böse sind und alle anderen Löwen töten wollen. Okay, sie bekommen einen Nebensatz zur Charakterisierung und sie sind übrigens alle Verstoßene, was Mufasa auch hätte drohen können. Naja, anstatt sich als found family zu verstehen, gehen sie halt lieber auf Rachezug. Also müssen Mufasa und Taka fliehen. Dabei treffen sie auf Sarabi und Zazu. Nun was passiert natürlich? Genau Taka verliebt sich in Sarabi, diese aber in Mufasa und während der noch versucht sie trotzdem mit seinem Bruder zu verkuppeln, gibt er sich schließlich geschlagen. Taka hasst also von jetzt auf gleich Mufasa, der sich vorher schon immer durch seine Erfahrungen bei den Löwinnen hervortun konnte. (Okay er wird hier schon als ein wenig Überklug dargestellt und macht seinen Charakter dadurch auch ein wenig Unglaubhaft, hier hätte ein bisschen mehr Teamwork nichts an der Aussage geändert.)
Naja ab hier werde ich den Film auch mal nicht weiter zusammenfassen, damit noch ein paar „Überraschungen“. bleiben. Aber sagen wir es bleibt so plakativ, also ein „everything wrong with Mufasa“ Video hätte einen sehr hohen Counter. Ich hatte sehr oft Fragezeichen über dem Kopf, einfach weil es mir nicht logisch war, dass die Charaktere so reagiert haben. Während das Potential für eine wesentlich logischere Entwicklung gegeben war. Das verwundert vor allem, da Regisseur Barry Jenkins eigentlich mit Filmen wie Moonlight und If Beale Street could talk bewiesen hat, dass er die Feinheiten herauszuarbeiten weiß. Für das Drehbuch war hier Jeff Nathanson verantwortlich, der einst mit Terminal und Catch me if you can, gute Bücher geschrieben hat, ehe er irgendwie dazu genutzt wurde, Filmreihen, die eigentlich ihren Zenit überschritten haben, weiterzuführen. Sei es Indiana Jones 4, Men in Black 3 oder Fluch der Karibik 5. Auch bei Mufasa konnte er nichts mehr retten.
Aber gut kommen wir mal zu etwas positivem: Der Optik. Während die Realverfilmung von Der König der Löwen vor allem für ihre zu realisitische Darstellung kritisiert wurde, da so sämtliche Emotionen der Charaktere verloren gingen, wurde sich dies hier zu Herzen genommen und die Löwen und anderen Tiere haben wenigstens ein bisschen Mimik bekommen, es wird sich dennoch viel an der realistischen Darstellung orientiert.
Über ein Problem müssen wir leider noch reden: die Lieder. Während die Hintergrundmusik gut funktioniert – was vor allem wohl daran liegt, dass sich hier hauptsächlich am Originalscore orientiert wurde und dadurch berechtigterweise immer wieder für Gänsehautmomente sorgte – sind es die neu geschriebene Lieder, die so gar nicht passen wollen. Sie wirken wie leblose Popsongs von der Stange und das obwohl sie von niemandem geringeren als Lin-Manuel Miranda (Hamilton, In the Heights) geschrieben wurden. Entweder bekam er hier keinerlei Freiheiten oder es wurden die immer gleichen Popsongs verlangt. Anders kann ich mir diesen Komplettreinfall nicht erklären. Denn ausnahmslos jedes Lied klingt gleich. Gleicher Beat, gleiche Geschwindigkeit, gleicher seelenloser Text. Schade, sind doch die Originallieder bis heute unvergessene Klassiker.
Im großen und ganzen ist Mufasa kein schlechter Film. Immerhin hat sich Disney getraut mal eine neue Geschichte zu erzählen. Aber er ist leider auch nicht gut.

Das Fazit

Mufasa versucht eine neue Geschichte mit größtenteils bekannten Charakteren zu erzählen und scheitert an dem vorhersehbarem Ausgang, traut sich aber auch nicht von der altbekannten (aber inzwischen überholten) Formel abzuweichen. Mit einer Menge Logiklöchern  und seelenlosen Liedern, können auch die Optik und der alte Soundtrack nicht viel retten. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Mufasa läuft seit dem 18.12.2024 in den deutschen Kinos

Rückblick auf das vierte Quartal 2024

Wir sind bald durch mit den ganzen Rückblicken, ich verspreche es euch! Aber so ein Jahresende zieht es halt mit sich, dass auch das vierte Quartal des Jahres endet. Ich hoffe ihr habt die ganzen Feiertage gut überstanden, aber wir wollen doch nochmal auf meine Highlights aus dem letzten Quartal zurückblicken.

Meine vier Kinohighlights

Der Buchspazierer: Carl Kollhoff spaziert für eine kleine Buchhandlung jeden Tag durch die Stadt und liefert Buchbestellungen aus. Die Stammkundschaft hat von ihm inzwischen Namen aus Büchern bekommen, so schaut er regelmäßig bei Mr. Darcy oder Frau Langstrumpf vorbei. Dabei wahrt er stets eine höfliche Distanz. Bis er auf die neunjährige Schascha trifft, die ihn gern begleiten möchte und durch ihre quirlige Art seinen Alltag ordentlich auf den Kopf stellt. – Sehr schöner und emotionaler Film mit tollen Aussagen und viel Liebe zum Buch.

Der wilde Roboter: Nach einem Schiffsunglück landet der Roboter Rozzum 7134 auf einer einsamen Insel. Diese ist fernab von Menschen, aber dafür voller Tiere. Da der einzige Existenzgrund für einen Rozzum das Erledigen von Aufgaben ist, versucht sie diese in der Tierwelt zu finden, was zu einigen Missverständnissen führt. Bis sie auf ein Gänseei trifft und die Aufgabe bekommt sich um das Kücken zu kümmern. – Supersüßer Animationsfilm, bei dem wohl kein Auge trocken bleiben dürfte.

Wicked: Die böse Hexen des Westens ist tot. Die Leute feiern ihr Ableben. Da taucht die gute Hexe Glinda auf und erzählt von ihrer Freundschaft zu Elphaba, die später zur böse Hexe wurde. Wie sie als Baby bereits grün geboren wurde und dadurch stets Ausgrenzung erfuhr und ihr Zusammentreffen an der Akademie Glizz. – Rundum gelungene Musicalverfilmung, mit großartigem Cast. tollen Lieder, einer atemberaubenden Optik und guter Umsetzung der Thematik.

Vaiana 2: Vaiana kehrt nach einer Expeditionstour zurück auf ihre Heimatinsel. Dort bekommt sie einen neuen Titel verliehen, doch bei der Zeremonie kommt es zu einem Zwischenfall und sie erhält eine Vision, die sie dazu animiert einen verschollenen Knotenpunkt zwischen den anderen Inseln zu suchen. Dafür braucht sie eine Crew. Gleichzeitig gerät Maui in Gefangenschaft. – Tolle Fortsetzung, die nicht ganz an den ersten Teil heranreicht, aber wieder eine starke Geschichte erzählt.

Meine fünf filmischen Highlights

Die Verfluchten: Philip Winthrop hat sich mit Madeleine Usher verlobt und reist zu dem Landsitz der Familie, um sie abzuholen. Doch vor Ort verhalten sich der Butler und vorallem Madeleines Bruder Roderick sehr merkwürdig und erzählen etwas von einer seltsamen Krankheit. Philip will es nicht glauben und versucht alles, um seine Verlobte zu retten. – Gute Verfilmung der Kurzgeschichte von Poe.

Aquarium of the Dead: In einem Aquarium in Kalifornieren wird das Geld knapp. So versuchen sie durch private Führungen etwas mehr Geld reinzubekommen und zeitgleich wird der Senator eingeladen, um über eine Finanzspritze zu reden. Doch dabei kommt es zur Katastrophe. Vermeindlich tote Tiere erwachen wieder zum Leben und greifen an. – Ja, es war absoluter Trash und sah katastrophal aus, aber ich habe mich herzlich amüsiert! Und die Geschichte war irgendwie doch halbwegs logisch. 

Jurassic Park: Nach einem Zwischenfalls auf dem sich im Aufbau befindenden Erlebnispark auf der Isla Nublar, wollen die Investoren eine Überprüfung des Parks durch Experten. Dafür werden der Paläontologe Dr. Alan Grant, die Paläobiologin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm angefordert. Zunächst wissen sie nicht, was ausgerechnet sie dort sollen, bis sie Bewohner des Parks kennenlernen: Dinosaurier. Doch ein weiterer Zwischenfall bringt das Team in ernsthafte Gefahr. – Nicht umsonst ein absoluter Klassiker, und einfach immer wieder spannend.

Das Mädchen, das durch die Zeit sprang: Makoto ist eine ganz normale Schülerin, die gern mit ihren beiden besten Freunden Baseball spielt und immer ein bisschen verpeilt ist. Doch an einem Tag stolpert sie erst auf eine merkwürdig aussehende Walnuss und dann versagen die Bremsen ihres Fahrrad, wodurch sie vor einen fahrenden Zug fällt. Eigentlich tot reist sie jedoch wenige Augenblicke in der Zeit zurück und kann so ihr Schicksal abwenden. Neugierig geworden testet sie ihre Fähigkeit aus, nichtsahnend, dass sie dadurch andere ins Unglück stürzen kann. – Spannendes Drama über Zeitreisen und die Ethik dahinter.

Meine fünf serientastischen Highlights

Geschichte mal anders – Staffel 1: Eine Serie, die kein Interesse daran hat uns stringend die Geschichte runterzubeten oder uns mit unzähligen Jahreszahlen zu langweilen. Stattdessen hat sie für jede Folge eine Frage als Aufhänger und arbeitet sich anhand historischer Beispiele, Statistiken und Fun Facts daran ab. Ob es nun die Frage ist, wie man in den USA Präsident wird, wie man reich wird oder wie man eine Revolution startet. – Interessanter Ansatz und gute Themenauswahl. Allerdings mehr zur Unterhaltung als zur wirklichen Wissensvermittlung

His dark Materials – Staffel 3: Lyra wurde von ihrer Mutter verschleppt und gleich vor mehreren Organisationen versteckt, die hinter ihr her sind. Auch Will gibt alles, um sie zu finden. Zeitgleich steht Lord Asriel vor einem großen Durchbruch, um gegen die Engel in den Krieg ziehen zu können. – Spannender Abschluss einer herausragenden Reihe mit einem Ende, über das ich immer noch mit jemandem Reden muss.

The aquatope on the white sand – Staffel 1: Fuuka muss ihre Karriere als Idol in Toyko beenden. Doch sie will auch nicht zurück zu ihren Eltern. Kurzerhand landet sie auf Okinawa und stößt dort im Gama-Gama Aquarium auf die lebensfrohe Kukuru. Die beiden freunden sich an. Kukuru versucht mit allen Mitteln das Aquarium vor dem Bankrott zu retten. – Sehr cuter Sommeranime mit ganz viel Liebe zu einem Aquarium und dessen Bewohnern.

Kaiju No. 8 – Staffel 1: Kafka arbeitet in der Abteilung für Kaiju-Beseitigung, wo er auf Reno trifft, der sich auf die Eignungsprüfung im Verteidigungskorps vorbereitet. Bei einem Zwischenfall mit einem Kaiju wird Kafka gebissen und kann sich fortan teilweise in einen Kaiju verwandeln. Das müssen die beiden aber unbedingt geheim halten. Gar nicht so leicht, zumal sie sich beide für die Prüfung angemeldet haben. – Spannender Einstieg, treibt die Handlung schnell voran, da die Kämpfe im Vergleich zum Manga etwas zu kurz kommen.

The good Witch – Staffel 4: Cassie Nightingale lebt in der Kleinstadt Middleton und ist für ihre Vorahnungen und Kräutermedizin bekannt. Als nebenan der Arzt Sam Radford mit seinem Sohn Nick einzieht. bekommt sie einen großen Kritiker, der jedoch nach und nach erstaunliches feststellt. – Super cosy Herbstserie mit einer überschaubaren Portion Drama. Hält die Qualität auch gut über die Staffeln an, freue mich auf weitere.

Meine fünf buchigen Highlights

Yadriel & Julian: Yadriel entstammt einer Dynastie an Brujx, die dafür zuständig sind Geister in die Totenwelt zu geleiten. Doch Yadriel wird die Zeremonie verweigert, da er trans ist. Und bei seiner ersten Beschwörung erwischt er gleich noch den falschen Geist. Und Julian denkt gar nicht daran sich erlösen zu lassen. – Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, aber die Geschichte entwickelt sich schnell zu einem tollen Buch mit wichtigen Aussagen zu trans Personen.

Spellshop: Kiela ist Bibliothekarin durch und durch. Doch als die Revolution auch vor der großen Bibliothek nicht Halt macht, muss sie zusammen mit der sprechenden Pflanze Caz fliehen. Sie landet in dem alten Cottage ihrer verstorbener Eltern und beginnt dort ein neues Leben als Marmeladenverkäuferin. Doch das gelingt ihr nur mithilfe kleiner Zauber, die aber im ganzen Land verboten sind. – So ein supersüßer cosy Fantasyroman! Ich bin absolut in der Welt versunken und habe einfach alles geliebt. 

Larsson Legacy: Theodor Skogen besucht den alljährlichen Maskenball der High Society Norwegens. Dort fasziniert ihn die geheimnisvolle Lou mit den vielen Tattoos. Beide spüren sofort eine Anziehung zwischen sich, doch Lou ist niemand anderes als Lovisa Larsson, Erbin von Knad, dem größten Konkurrenten von KOSGEN, dem Erbe von Theo. Gibt es eine Chance für sie beide? – Während Theo zuvor eher unsympathisch war, war ich bei dem Band skeptisch, aber wow hat der gut funktioniert! Ich hab ihn absolut verschlungen.

Bandenkrieg in Vertikow: Peers neue Nachbarin Jutta Abramczyk benötigt Hilfe. Ihr Mann ist vor einer Weile verstorben und sie und ihr Sohn Ludwig wollten in Vertikow Abstand zu allem gewinnen. Doch jetzt geht das Gerücht um, dass sie ihren Mann umgebracht hätte. Peer soll das entkräften. Zeitgleich wird Vertikow aber auch von einer räuberischen Bande heimgesucht. – Wieder ein starker Band, der noch einmal ganz anders aufgebaut war. Bin nur so durch die Seiten geflogen.

Sturmflirren: Rea hat eigentlich alles, was sie braucht. Bis ihr Vater eine Stelle als Diplomat in Qatar bekommt. Den Umzug nach Doha steckt sie überhaupt nicht gut weg und kann sich weder an das Wüstenklima noch die andere Kultur gewöhnen. Bis sie ein geheimnisvolles Phantom trifft und mit einer neuen Freundin bei illegalen Autorennen in der Wüste dabei ist. – Super tiefgründiger Roman von der Autorin meines letztjährigen Jahreshighlights.

Was waren eure Highlights im letzten Quartal?

The Final Jahresrückblick 2024

Na, könnt ihr das Wort Jahresrückblick noch lesen?
Okay, das ist dann auch vorerst wirklich der Letzte! In diesem Format geht es noch einmal um Top 5 Listen, allerdings mit etwas anderen Inhalten. Dabei habe ich versucht aus jeder Blogkategorie etwas zu finden, was bei den anderen Jahresrückblicken etwas zu kurz kommt. Bereit?

Top 5 Serienintros

Der Titel sagt hier wohl alles. Dabei geht es nicht darum, dass die Serien im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich sie in 2024 gesehen habe. Kein weiteres Ranking:

The Owl House – Staffel 1

Hellbound – Staffel 1

Westworld – Staffel 4

His dark Materials – Staffel 3

Ready, Set, Love – Thai-Drama

Top 5 – Kinotrailer

Wer oft ins Kino geht wird mit vielen Trailern bombardiert. Die meisten sind okay, einige sind sehr nervig, aber nur die wenigsten machen wirklich Laune auf den Film. Hier geht es um die Trailer, die ich 2024 im Kino gesehen habe, unabhängig ob der Film auch in diesem Jahr angelaufen ist. Kein weiteres Ranking:

Joker 2 – Folie a deux

Wicked

Vaiana 2

Deadpool & Wolverine

Der Buchspazierer

Top 5 tierische Begleitung

In dieser Kategorie stelle ich euch meine liebsten tierischen Begleiter*innen vor. Diese können in (Kino-)filmen oder Serien vorgekommen sein. Kein weiteres Ranking:

Godzilla – Godzilla vs. Kong 2 – The new Empire

Razzle & Dazzle – Hazbin Hotel

Die Pinguine (nicht The Penguin!) – Batman Returns

Bond – Spy x Family

Holzmann – Hilda

Top  5  Buchcover

Auch hier geht es um genau das, was der Titel verspricht. Dabei geht es auch hier nicht darum, dass das Buch im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich es in 2024 gelesen habe. Kein weiteres Ranking:

A Spark of Time

Dunkles Wasser

Die Farbe der Knochen von Alpakas am Strand

Tough Choices & Saved Dreams

Starlight Witch

Rückblick auf den Dezember 2024

Das Jahr 2024 ist vorbei. Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gekommen und schaut mit mir positiv in eben dieses. Vorsätze habe ich nicht, außer das Beste aus dem zu machen, was kommt. Aber einen letzten Monatsrückblick habe ich noch übrig. Und genau dem wollen wir uns jetzt widmen.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Vaiana 2: Vaiana kehrt nach einer Expeditionstour zurück auf ihre Heimatinsel. Dort bekommt sie einen neuen Titel verliehen, doch bei der Zeremonie kommt es zu einem Zwischenfall und sie erhält eine Vision, die sie dazu animiert einen verschollenen Knotenpunkt zwischen den anderen Inseln zu suchen. Dafür braucht sie eine Crew. Gleichzeitig gerät Maui in Gefangenschaft. – Erneut spaßiger Familienfilm, der gut funktioniert, aber gerade liedtechnisch nicht an den Vorgänger herankommt.

Wicked: Die böse Hexen des Westens ist tot. Die Leute feiern ihr Ableben. Da taucht die gute Hexe Glinda auf und erzählt von ihrer Freundschaft zu Elphaba, die später zur böse Hexe wurde. Wie sie als Baby bereits grün geboren wurde und dadurch stets Ausgrenzung erfuhr und ihr Zusammentreffen an der Akademie Glizz. – Wow! Einfach wow! So ein toller Film, der mich restlos begeistern konnte. Kann den zweiten Teil kaum abwarten,

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Schöne Bescherung (Unterhaltsamer Weihnachtsfilm)

Jujutsu Kaisen 0: Yuuta Okkotsu wird im Kindesalter Zeuge, wie seine Freundin Rika stirbt. Dadurch entwickelt sich ein Fluch, der sich an ihn haftet. Bereit sein eigenes Leben zu beenden, um dem Fluch zu entkommen, findet ihn der stärkste Jujuzist Satoru Gojo, der ihn an die Akademie in Tokyo mitnimmt. Hier muss er sich seiner Kraft und seiner Vergangenheit stellen. Zumal Satorus früherer bester Freund einen Großangriff plant, um an Yuutas Fluch zu kommen. – Ein Zwischenfilm der Serie, der neue wichtige Charaktere einführt und gerade die Geschichte zwischen Gojo und Geto weiterspinnt. Sehr spannend und actionsreich.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Der Herr der Ringe – Schlacht der Rohirim: Wenn ein Animestudio auf die Werke von J. R. R. Tolkien trifft und daraus ein Film entsteht, dann sind das zwei ausreichende Argumente, um mich ins Kino zu locken. Oder wie mein heimisches Kino sagen würde: Wir zeigen den Film leider nicht.

Mufasa: Disney bringt ihren Film zur Weihnachtszeit raus und damit diesmal die Vorgeschichte zu Der König der Löwen. Ich bin sehr skeptisch, ob das funktioniert und habe den Film erstmal in den Januar verschoben.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Here, Der Spitzname und Freud

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Criminal Minds – Staffel 10 (Bin mit der neuen Ermittlerin nicht so richtig warm geworden, aber ansonsten sind die Fälle weiterhin spannend)

His dark Materials – Staffel 3 (Runder Abschluss der Serie, noch einmal komplett spannend und das Ende hat mich einfach gebrochen)

Fly again – K-Drama (Einfach nur super langweilig, schlecht gespielt, schlecht geschrieben, kurzum: eine  absolute Enttäuschung)

The aquatope on the white sand – Staffel 1 (Sehr schön gestalteter Anime mit Fernweh nach Okinawa und viel Liebe zu den Tieren im Aquarium mit einer tollen Geschichte über Freundschaft)

Jujutsu Kaisen – Staffel 1 (Als Einstieg etwas gewöhnungsbedürftig, da viel von Kampf zu Kampf gesprungen wird und viele Charaktere eingeführt werden, aber man gewöhnt sich dran)

House of the Owl – Staffel 1 (Japanischer Politthriller, stark erzählt, aber konnte mich nicht richtig abholen)

Only murders in the building – Staffel 4 (Der Abstieg der Serie geht immer weiter. Hier wird weniger auf eine gute und spannende Geschichte gesetzt als vielmehr auf viele Promis mit kurzen oder längeren Auftritten)

Kaiju No. 8 – Staffel 1 (Gute Umsetzung des Mangas, wenn auch die Kämpfe stark gekürzt wurden)

Good Witch – Staffel 5 (So langsam ist hier auch ein wenig die Luft raus. Man merkt, dass sie sich immer mehr ausdenken mussten, das die Charaktere aber kaum noch hergaben. Gegen Ende aber noch einmal wieder schön cosy geworden)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 19
Seiten insgesamt: 4.748
Seiten pro Tag: 153 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 10
Hörbuch: 1
E-Book: 2

A man and his cat 3: Herr Kanda wird mit seiner Vergangenheit bei einem Klavierkonzert konfrontiert. Zum Glück wartet zu Hause sein Kater Fukumaru und kann ihn wieder aufmuntern. Außerdem steht ein Tierarztbesuch an. – Einfach eine super cosy Reihe, ich bin immer wieder hin und weg von der Verbindung der beiden.

Cat on the heroes lap 2: Unsere Helden haben es in die nächste Stadt geschafft. Dabei folgt die Katze ihnen noch immer auf Schritt und Tritt. Doch als die Stadt von unsichtbaren Feinden angegriffen wird, sind die Katzen überaus hilfreich. – Hat mit deutlich besser als der erste Band gefallen, da doch mal ein bisschen mehr passiert ist.

Sturmflirren: Rea hat eigentlich alles, was sie braucht. Bis ihr Vater eine Stelle als Diplomat in Qatar bekommt. Den Umzug nach Doha steckt sie überhaupt nicht gut weg und kann sich weder an das Wüstenklima noch die andere Kultur gewöhnen. Bis sie ein geheimnisvolles Phantom trifft und mit einer neuen Freundin bei illegalen Autorennen in der Wüste dabei ist. – Yasmin Shakarami enttäuscht nie. Wieder eine wunderschöne Geschichte, mit starken Charakteren und sie schafft die Balance zwischen der Schönheit Katars und den Schattenseiten zu halten.

Unser Mathelehrer unterrichtet von draußen – damit er dabei rauchen kann: Wir alle hatten sie, die Lehrer*innen, die besonders schrullig oder besonders problematisch waren. Die Autorinnen sammeln hier wieder allerlei Anekdoten und bereiten sie thematisch auf. – Gefiel mir besser als die Sammlung über die Helekoptereltern und bot teilweise auch interessante Informationen.

Don’t kiss the Dragon 2: Sakura und Ren, der noch immer vom Drachen in Besitz genommen wird, suchen weiter nach dessen Körper. Dabei finden sie heraus, dass die neue Lehrerin ebenfalls ein Geheimnis birgt. – Kurzweiliger Fantasysmanga. Schafft es zu unterhalten, aber bleibt auch nicht lange im Gedächtnis.

Mörderisches Somerset 1 – der tote Professor: June erbst das Haus ihrer Tante in Lower Foxdale. Eigentlich wollte sie es nur ausräumen, aber nachdem ihr Freund ihr das Herz das bricht, gibt sie dem kleinen Ort eine Chance und freundet sich schnell mit der Buchhändlerin Pomona und dem Antiquariatsbesitzer Mr. Whalley an. Doch dann verstirbt ihr Nachbar und alle halten es für einen tragischen Unfall. June hat da allerdings so ihre Zweifel. – Das war leider nichts. Der ganze Fall war von Anfang an super offensichtlich, da es auch einfach nur einen möglichen Verdächtigen gab. Schade, denn das Trio hatte Potential.

Das Meer der Legenden 2 – Piratenherz: Mavi und die Piratencrew setzen neuen Kurs. Kapitän Tayon hat den sagenumwobenen Kompass eines legendären Kapitäns und will nun durch die gefährlichem Stromschnellen schippern. Doch vorher müssen sie noch ganz anderen Gefahren trotzen. – Den ersten Band habe ich nur so verschlungen, der zweite konnte mich leider überhaupt nicht überzeugen. Es passiert ewig nichts, so dass das Finale am Ende (und das einzig spannende am ganzen Buch) viel zu kurz kam.

Mein Buchcafé in einer anderen Welt 1: Tsukina ist wenig begeistert, als ihr „Gott“ erklärt, dass sie als Heldin in eine andere Welt reisen soll. So handelt sie zumindest ihre eigenen Bedingungen aus und betreibt fortan mit ihrer Magie ein kleines Buchcafé. Dabei hat die Welt eigentlich bereits eine Heldin, die aber gar nicht daran denkt Magie zu erlernen und sich lieber die Gunst des Prinzen geangelt hat. – Ich liebe die Grundidee, die hier gut umgesetzt wurde und freue mich zu erfahren, was als nächstes passiert.

Die rachsüchtige weiße Katze und der Drachenkönig 1: Ruri will nur eins: In Ruhe studieren. Ohne dabei wieder auf ihre Hassfreundin Asahi zu treffen, die sie bereits in ihrer Kindheit tyrannisiert hat, aber auch in ihr hing wie eine Klette. Leider werden sie zusammen in eine andere Welt beschworen, wo sich die Geschichte wiederholt. Während Asahi von allen geliebt wird, wird Ruri schnell verstoßen und zum sterben zurückgelassen. Doch das Schicksal meint es anders mit ihr. – Viel zu lange Einführung der Protagonistin. So kam wenig bis keine Spannung auf, am Ende wurde aber genug angeteasert, dass ich dem zweiten Band vielleicht noch eine Chance gebe.

My roommate is a cat 10: Subaru und Haru gehen dem Alltag weiter nach, besuchen Freunde und treffen alte Bekannte. Subaru findet sogar endlich jemanden, mit dem er über seine Leidenschaft zur Literatur sprechen kann. – Kann das Niveau weiterhin halten und unterhält gut.

Lovely, Hateful, Christmas: Levi reist kurz vor  Weihnachten nach Finnland, seiner Heimat, um dort seine Kindheit aufzuarbeiten. Leider lässt ihn zuvor sein Mietwagen im Stich und er landet in seiner persönlichen Hölle: Dem Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi. Dort trifft er auf Juna, die Weihnachten über alles liebt. Kann sie Grinch-Levi von der Schönheit des Festes überzeugen? – Ganz nette Idee mit einigen Logiklöchern. Wenn man einige Augen zudrückt, aber ganz nett.

Muderous Lewellyn’s Candelit Dinner 1: Der verarmte Ghostwriter Shavonne lebt in der Ira Street, einem heruntergekommenen Viertel, in dem seit kurzen eine Reihe von Morden die Gemüter erhitzt. Sein aufdringlicher neuer Nachbar ist dabei auch keine Hilfe. Um den Frieden zu wahren, stimmt er einem Dinner in dessen Wohnung zu. Nicht ahnend, dass dies sein Leben für immer verändern wird. – Spannende Grundidee, die noch nicht so richtig in Schwung gekommen ist, freue mich aber sehr auf mehr.

Voll kein Typ 1: Tokiwa und seine beiden besten Freunde sind auf ein Blind-Date eingeladen. Doch statt den erwarteten Mädels sitzen ihnen drei Typen gegenüber. Irritiert wollen sie schon wieder gehen, bis sie erfahren, dass sie drei Mädels in einer Crossdresser-Bar arbeiten. Das bringt die Gefühlswelt der drei Jungen ganz schön durcheinander. – Auch hier eine super Grundidee, die gut genutzt wurde. Brauche unbedingt den zweiten Band.

Magic so pure & evil: In Magnolia Bay regiert der Skarabäusclan und die Brennende Lilie. Zumindest inoffiziell. Kari wurde als Kind an den Anführer der Skarabäen verkauft und arbeitet dort nun als rücksichtlose Schutzgeldeintreiberin. Doch als ihr Vater nach vielen Jahren um ihr Leben fleht, gescheiht etwas unbegreifbares. Auf einmal kann sich niemand mehr an Kari erinnern. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Nael, der sie in die Geheimnisse der Walled City einführt. – Sehr verwirrender Weltenbau, der nicht so richtig funktioniert, Klischeecharaktere treffen auf Logiklöcher, kurzum: die Geschichte hat nicht wirklich funktioniert.

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden: Ein junger (namenloser) Briefträger wird mit seinem bevorstehendem Tod konfrontiert. Da taucht der Teufel bei ihm auf und schlägt ihm einen Deal vor. Für jeden Tag, den der Protagonist länger leben darf, entfernt der Teufel eine Sache von der Welt. Zunächst scheint die Sachlage einfach, denn es gibt so viel unnützes Zeug auf der Welt. Doch was, wenn sich damit auch der eigene Charakter ändern würde? – Sehr nachdenkliches kurzweiliges Buch mit Clickbait-Titel. Hat mir dennoch gut gefallen.

If the Villainess and Villain met and fell in love: Brigitte Meidell ist an einer Akademie für spirituelle Kräfte. Leider hat sie nur einen Pakt mit einem kleinen Spirit ohne Name. Dann löst auch noch ihr Verlobter eben diese und löst eine Welle von Hohn und Spott gegen Brigitte aus. Nur einer schließt sich nicht an: Yuri Aurealis. Ein intelligenter Junge, der aber auch sehr arrogant ist. Brigitte versucht trotzdem mit ihm in den Wettstreit zu treten und löst dabei noch etwas ganz anderes in ihm aus. – Klischee über Klischee, konnte mich gar nicht abholen.

Anna: Anna hat einen guten Job, eine stablige Ehe und zwei wunderbare Kinder. Doch irgendetwas schien all die Zeit zu fehlen. Bis sie auf Grace trifft, die als Straßenmusikerin ihren Traum lebt. Die beiden freunden sich an und starten gemeinsam ihre Karriere. Doch Anna erfährt bald von Grace Geheimnis, das ihre gemeinsame Zeit mit einem unausweichlich näherrückendem Ende umhüllt. – Nach dem Buch musste ich erstmal neue Taschentücher kaufen, denn der Verbrauch war sehr hoch. Aber ein super schönes Buch über Träume und das, was wirklich wichtig ist im Leben.

Brunnengeister: Einst lebten Wunschgeister im Königreich. Als die lebensfrohe Lina entgegen ihrer Wünsche verheiratet werden soll, erinnert sie sich wieder an die alten Legenden und opfert eine goldene Kugel in einem alten Brunnen. Doch damit erweckt sie eine alte Macht, die besser weiter geruht hätte. – Nachdem mir Schattengold nicht gefallen hatte, konnte mich Brunnengeister wieder absolut abholen und so sehr in den Bann ziehen, dass ich es an zwei Tagen verschlungen habe.

Even if you slit my mouth 1: Miroku ist eine Kuchisake-Onna. Ein fiktives Wesen aus Großstadtlegenden. Doch weil immer weniger Menschen an sie glauben, ist ihre Existenz gefährdet. Dadurch geht sie einen Deal mit Koichi ein. Sie hat ein Jahr Zeit, um ihn zu erschrecken und damit die Verlobung der beiden zu lösen. Zeitgleich versucht er aber sie von seinen Gefühlen zu überzeugen. – Vom Titel und Cover her hielt ich es für eine sehr toxische Geschichte und wollte sie nicht lesen. Meine beste Freundin überzeugte mich aber und was soll ich sagen: Sie ist absolut nicht toxisch, sondern sehr schön erzählt und gefällt mir sehr gut.

Was waren eure Highlights im Dezember?

Mein Jahresrückblick 2024 – #4 – Das Heimkino

Die Weihnachtstage sind so gut wie vorüber, der Jahreswechsel steht bevor und damit herzlich Willkommen zum vierten und letzten Jahresrückblick in diesem Jahr. Mitten in der Pause zum Jahresende wollen wir uns noch dem Heimkino widmen. Also eben jenen Filmen, die ich von der heimischen Couch auf großem Fernseher gesehen habe. Dieses Jahr lief wieder deutlich besser als im Jahr zuvor, aber bei weitem nicht so gut, wie noch vor ein paar Jahren.

Zur Statistik:

2024 habe ich zu Hause auf dem großen Fernseher 57 Filme gesehen (2023 waren es 35).

Davon
… 10 Wiederholungstäter
… 0 Stand-up Special
… 4 von der Liste der Schande
… 1 Original
… 10 Reportagen
… 32 Neuentdeckungen

I. Wiederholungstäter

2024 habe ich 10 Filme erneut gesehen, die ich bereits einmal gesehen hatte. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier gar nicht erneut erörtert werden – ohne Ranking

Alice im Wunderland | Der König der Löwen 2 | Dune | Corpse Bride | Catch me if you can | Mein Nachbar Totoro | Kikis kleiner Lieferservice | Beetlejuice | Jurassic Park | Peter Pan (2003)

II. Comedy Specials

2024 habe ich 0 Stand-up Comedy-Special gesehen – vielleicht wieder mehr im nächsten Jahr

III. Reportagen & Konzerte

2024 habe ich 10 Reportagen bzw. Konzertfilme gesehen. Da die Konzerte inzwischen die Reportagen überholt hat, hab ich den Kategorienamen erweitert – im Ranking

Platz 10: Kampf der Dinosaurier 2 – Superjäger

In diesem Teil der Dokureihe geht es vor allem um den Velociraptor und seine Jagdmethoden. Hätte er eine Chance beispielsweise gegen einen Ankylosaurus? Und was haben Krokodile mit der Frage zu tun? – Wieder ein kurzweiliger aber interessanter Teil der Dokureihe.

Platz 9: Kampf der Dinosaurier 1 – Könige der Urzeit

Tyrannosaurus Rex und ein Triceratops im direkten Kampf. Wer könnte hier gewinnen? Forschende versuchen herauszufinden, was realistisch ist und neue Funde geben neue Hinweise. – Interessante kurzweilige Doku, wo wirklich mal genau aufgeschlüsselt wird, wie viel wirklich aus einzelnen Funden herausgelesen werden kann.

Platz 8: Heathers – das Musical

An der Westerburg High dominiert die Mädchen-Clique Heathers, drei Mädchen mit dem gleichen Vornamen. Die introvertierte Veronica schafft es von diesen aufgenommen zu werden, fällt jedoch schon bald in Ungnade. Zusammen mit dem Draufgänger J. D. will sie der roten Heather nur einen Streich spielen und stürzt daraufhin die Kleinstadt ins Chaos. – Funktioniert etwas besser als der Film, aber mir sind die Lieder leider kaum im Ohr geblieben, weswegen es wohl auch bei dem einmaligem Sehen bleiben wird.

Platz 7: Die Erben der Saurier

In mehreren Abschnitten erzählt die Doku, welche Lebewesen nach dem Ende der Dinosaurier nach und nach die Erde bevölkerten. Dabei mussten sie sich immer wieder auf Bedrohungen und Klimawechsel anpassen. – Spannende Doku, die durch ihre fiktiven Charaktere, auf die sich konzentriert wird, das Gefühl geben, dass es sich um eine Live-Doku handelt.

Platz 6: Habsburgs verkuppelte Töchter

Lange Zeit waren die Habsburger das regierende und Kaiserstellende Geschlecht in Österreich. Doch diesmal stehen die Töchter der Regierenden im Vordergrund und ihre Verkupplungen an andere Königs-/Kaiserhöfe. – Kurzweilige Dokumentation mit interessanten Schicksalen, bleibt aber durch die Kürze sehr oberflächlich.

Platz 5: MX University (2021)

2021 gab die koreanische Idol-Gruppe Monsta X bereits ihr fünftes Fankonzert. Neben ihren größten Hits haben sie auch wieder einige Videos und Spiele vorbereitet. – Ich liebe die Idolgruppe und habe mich daher über jede Minute gefreut, vor allem die Lieder waren wieder super interpretiert. Die Spiele haben sich vielleicht ein wenig gezogen, aber waren trotzdem interessant.

Platz 4: BTS Muster: Happy ever after

2018 schaffen es BTS bereits auf ihr viertes alljährliches Fankonzert unter dem Motto Happy ever after. Neben dem Konzert gibt es kurze Interviewformate und kleinere Spiele. Ebenso kurze Filme, die während der Outfitwechsel abgespielt werden. – Mal ein etwas älteres Konzert von BTS, wodurch ich tatsächlich einige Lieder auch nicht so kannte. Dennoch stimmt Konzept und Charme einfach überein.

Platz 3: BTS – Yet to come

2022 geben BTS ein kostenfreies Konzert in Busan und liefern dabei wieder eine wahnsinnige Show. – Wie immer eine Wahnsinnsshow und eine gute Auswahl aus ihrem Repertoire.

Platz 2: BTS – Speak Yourself London

Konzertfilm. Im Rahmen des Releases ihrer dreiteiligen Albumreihe Love Yourself gehen sie auf mehrjährigen Welttournee. Mehrere Konzerte davon wurden mitgefilmt und später veröffentlicht. Gesehen habe ich das Konzert aus London. – Wieder ein absolut gelungenes Konzert.

Platz 1: MX Friends (2023)

Das 7. alljährliche Fankonzert der koreanischen Idolgruppe Monsta X stand unter dem Motto „Friends“. Mit einigen Anspielungen auf die beliebte Sitcom verbindet die Gruppe Konzert und kleinere Filme bzw. Interviews. – Meine liebste K-Pop Band ist Monsta X und daher konnte mich das Konzert natürlich absolut mitreißen.

IV. Klassiker/Liste der Schande

2024 habe ich 4 Filme aus dem Bereich Klassiker gesehen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen – im Ranking

Platz 4: Der Untergang des Hauses Usher (1928)

Familie Usher bestehend aus Roderick und Madeline Usher sitzen entspannt beim Abendessen. Dabei befallen Madeline ungewöhnliche Bilder, die sie in den Wahnsinn und schließlich in den Tod treiben. Roderick befürchtet nun das gleiche Schicksal. Der Reisende besucht ihn und versucht zu helfen. – Etwas wirre Darstellung der Geschichte, aber in der Kürze alles drin.

Platz 3: Roter Drache

Drei Jahre nachdem FBI-Agent Will Graham den Kannibalen Hannibal Lecter überführt hat und dabei fast verstarb, wird er um Hilfe ersucht. Ein neuer Serienmörder, von der Presse als „Zahnfee“ bezeichnet, treibt zu Vollmond sein Unwesen. Da Graham keinen richtigen Ansatz hat, bittet er Lecter um Hilfe, der fortan ein Katz- und Maus-Spiel mit ihm treibt. – Kommt nicht an Das Schweigen der Lämmer heran, aber funktioniert als Thriller gut.

Platz 2: Psycho

Marion Crane unterschlägt 40.000 Dollar ihres Arbeitsgebers und flieht aus der Stadt. Nachdem sie damit einen Polizisten und einen Autohändler misstrauisch gemacht hat, landet sie in einem abgelegenen Motel. Der Besitzer Norman Bates versucht etwas unbeholfen sich der Frau zu nähern, doch seine Mutter scheint von dem Besuch wenig zu halten. Später machen sich ein Privatdetektiv und Marions Schwester und Ex-Freund auf die Suche nach ihr und landen dabei ebenfalls in Bates Motel. Doch das geht nicht für alle glimpflich aus. – Bisher mein liebster Alfred Hitchcock Film. Der hat mich einfach bekommen, durch seine gute Atmosphäre.

Platz 1: Die Verfluchten

Philip Winthrop hat sich mit Madeleine Usher verlobt und reist zu dem Landsitz der Familie, um sie abzuholen. Doch vor Ort verhalten sich der Butler und vorallem Madeleines Bruder Roderick sehr merkwürdig und erzählen etwas von einer seltsamen Krankheit. Philip will es nicht glauben und versucht alles, um seine Verlobte zu retten. – Gute Verfilmung der Kurzgeschichte von Poe.

V. Originals

2024 habe ich 1 Original aus dem Hause Netflix, Disney+ und Prime gesehen – ohne Ranking:

Leo

Leo ist eine Echse und lebt zusammen mit Squirtle, einer Schildkröte, in einem Terrarium in einer fünften Klasse. Als beim alljährlichen Elternabend über das Alter von Echsen diskutiert wird, findet Leo heraus, dass er wahrscheinlich nur noch ein Jahr zu Leben hat. Gleichzeitig beschließt die Vertretungslehrerin, dass die Kinder abwechselnd eines der Tiere übers Wochenende mit nach Hause nehmen müssen. Leo sieht darin seine Chance zu fliehen und noch ein Abenteuer in seinem letzten Jahr zu erleben. Doch es soll anders kommen. – Ich habe den Film geliebt. Zunächst wusste ich nicht genau, worauf er hinauswollte und wurde einfach nur gut unterhalten, aber er entwickelt sich zu einem wunderbaren coming-of-age Film, den ich so nicht vorhergesehen hatte.

VI. Neuentdeckungen

2024 habe ich 32 neue Filme entdeckt – im Ranking

Platz 32: Niko – ein Rentier hebt ab

Niko ist sich sicher, sein Vater ist ein Rentier der fliegenden Garde, die den Schlitten des Weihnachtsmannes ziehen. Dafür wird er gern von Gleichaltrigen verspottet. Als er durch einen Fehler zwei Wölfe ins sichere Tal lockt, beschließt er, zu gehen und endlich nach seinem Vater zu suchen. Mit dabei ist das unsichere Flughörnchen Julius, der ihm mit Rat und Tat zur Seite steht. Doch auch die Wolfsherde macht sich aus Hunger auf die Suche. – Relativ billig animiert, Handlung sehr generisch und vorhersehbar und manchmal auch von fraglicher Moral. Das ausgerechnet der schwarze Wolf der Oberbösewicht ist, ist nur eine von fraglichen Entscheidungen in diesem Kinderfilm.

Platz 31: Die Chroniken von Erdsee

Prinz Arren wird von einer bösen Kraft manipuliert und ermordet seinen Vater, den König. Auf seiner Flucht begegnet er dem Magier Sperber, der ihn auf seiner Reise mitnimmt. Doch das Gleichgewicht von Gut und Böse in Erdsee ist gestört und noch immer ist jemand auf der Suche nach Arren. Wem kann er trauen? – Schwächerer Ghibli-Film. Erzählt einen Ausschnitt aus einer viel größeren Geschichte und verpasst dabei Weltenbau und Charaktere genauer auszuführen.

Platz 30: Der Dschungel der 1000 Gefahren

Die Familie Robinson kommt aus der Schweiz und wollte eigentlich in Neuginea ein neues Leben anfangen. Durch die Verfolgung durch Piraten und einen Sturm werden sie von der Crew allein zurückgelassen und laufen schließlich auf Grund. Sie schaffen es auf eine Insel zu fliehen und versuchen dort ein neues Leben anzufangen. Dabei müssen sie allerhand Gefahren überwinden. – Sehr langweiliger und unlogischer Abenteuerfilm.

Platz 29: Jenseits von Afrika

Karen Blixen reist 1914 nach Kenia, um dort mit ihrem Verlobten und später Ehemann ein neues Leben zu beginnen. Doch ihr Mann, der vorgereist ist, hat statt einer Molkerei eine Kaffeeplantage erworben. Blixen kämpft nun jahrelang mit Geldsorgen und den Seitensprüngen ihres Mannes, die ihr auch Syphilis einbringen. Dabei schlägt ihr Herz für den britischen Abenteurer Denys, der ihr aber ebenfalls keine dauerhafte Sicherheit bieten kann. – Wie langweilig will man eine Geschichte erzählen? Syndney Pollock so „Kein Ding, krieg ich hin“. Es passiert gefühlt nichts, obwohl die Geschichte eigentlich genug hergibt und die Anziehung zwischen den Figuren ist absolut nicht nachvollziehbar.

Platz 28: Ocean Waves – Das Flüstern des Meeres

Taku Morisaki und Yutaka Matsuno sind beste Freunde. Als die neue Schülerin Rikako Muto in die Klasse kommt, gibt es Spannungen zwischen den Freunden, da Yutaka sich schnell in sie verliebt. Stattdessen hängt Rikako sich an Taku, da sie versucht zurück zu ihrem Vater nach Tokio zu kommen. – Leider schwächerer Ghibli Film, dessen Geschichte sehr wirr und irgendwie ohne Aussage war.

Platz 27: 5 headed shark attack

Als das Gerücht um einen vierköpfigen Hai umgeht, sieht der Direktor eines finanziell schwachen Aquariums seine Chance und verpflichtet eine Mitarbeiterin und deren Studierende diesen zu fangen. Dabei verschweigt er jedoch Details, weswegen sie ins offene Maul fahren. Zumal der Hai noch einen fünften Kopf entwickelt. – Ebenfalls eine Enttäuschung. Der Hai war zwar halbwegs cool, aber die Charaktere eher nervig.

Platz 26: Mega Shark vs. Crocosaurus

In einer Mine treffen Arbeiter auf ein riesengroßes Krokodil, das alle verspeist. Um das Problem zu beseitigen wird ein Großwildjäger angeheuert. Zeitgleich taucht Mega Shark wieder auf und bedrängt die Marine. Das FBI heuert auch hier einen Experten an. Zusammen versuchen sie beide Probleme einzudämmen. – Absoluter Trash unter den Trashfilmen. Die Handlung hat überhaupt nicht funktioniert und es war nichtmal unterhaltsam. Leider sehr langatmig.

Platz 25: 6 headed shark attack

Eine Gruppe von Pärchen versuchen ihre Beziehungen zu retten und sind auf einer einsamen Insel auf einem Selbstfindungstrip. Doch die Spannungen zwischen den Teilnehmenden ist nicht das gefährlichste. Denn im Wasser taucht ein gefährlicher Hai auf. Und er hat sechs Köpfe. – Noch schlimmer als mit nur fünf Köpfen. Wieder war der Hai eigentlich total cool, aber die Charaktere waren einfach nur super nervig und man hat sich nur gewünscht, dass sie schneller gefressen werden.

Platz 24: Batman & Robin

Mr. Freeze versucht einen Diamanten zu stehlen, da er dessen Energie zur Heilung seiner eingefrorenen Frau benötigt. Doch Batman und Robin können dies verhindern. Zeitgleich kommt die Biologin Dr. Isley hinter das Geheimnis ihres Chefs. Dieser versucht sie zum Schweigen zu bringen und erschafft dabei ungewollt Poison Ivy. Diese ist nun hinter Bruce Wayne her, der sich ihrer Meinung nach mehr für die Rettung der Natur einsetzen soll. Als dies misslingt, schließt sie einen Pakt mit Freeze und versucht Batman und Robin zu entzweien. – Bei der Reihe war deutlich die Luft raus. Da kann Uma Thurman noch eine so gute Poison Ivy sein, die Streitereien zwischen Batman und Robin waren einfach nur super nervig.

Platz 23: The Ballad of Songbirds and Snakes

Zu den 10. alljährlichen Hungerspielen wurde sich ein Mentor*innenprogramm ausgedacht, um die Zuschauendenzahlen zu steigern. Auch der junge Coriolanus Snow wurde dafür ausgewählt. Doch er bekommt ausgerechnet District 12 zugeteilt. Mit Lucy Gray als Tribut bekommt er die Chance sein Ansehen zu ändern. Doch was ist der Preis dafür? – Setzt das Buch sehr farbenfroh um, übernimmt aber auch alle Schwächen mit und kann daher im Endeffekt nicht überzeugen.

Platz 22: Sharkansas – Womens Prison Massacre

Fünf Insassen des Frauengefängnises in Kansas sollen Waldarbeiten verrichten. Doch ein mutierter Hai treibt sich in dem Sumpfgebiet herum und frisst eine der Frauen. Bei der übereilten Rückreise wird der Bus von der Geliebten einer der Insassen überfallen. Sie reisen in ein abgelegenes Haus, das schon bald zur Falle wird, da der Hai sie verfolgt hat. Und er ist hungrig. – Noch mehr Haitrash, aber abgesehen von den vielen Zickenkriegen doch irgendwie spannend.

Platz 21: Sharktopus vs. Whalewolf

Eine verrückte Wissenschaftlerin will einen Football-Star aufpeppen und kreuzt seine DNA mit der eines Wales und eines Wolfes. Da dies aber bei Vollmond geschieht, misslingt das Experiment und aus ihm wird Whalewolf. Bei seinen Ausläufen, um Nahrung zu finden, begegnet er auch dem Shartopus und wird in einen erbitterten Kampf hineingezogen. – Es war einfach nur abstrus, aber der Whalewolf war schon irgendwie süß und abgesehen von einer problematischen Vodoo Darstellung auch sehr unterhaltsam!

Platz 20: Sharknado 2

Nach den Ereignissen mit dem Sharknado haben sich Fin und seine Ex-Frau April wieder versöhnt. Sie reisen zusammen nach New York City, um sich mit Freunden zu treffen. Doch schon im Flugzeug erkennt Fin, dass sich erneut ein Sharknado anbahnt. In New York will ihm zunächst niemand glauben, bis es wieder Haie regnet. – Trashige Fortsetzung mit noch mehr großen Heldenmomenten für Fin. Was zum schmunzeln.

Platz 19: Batmans Rückkehr

Aus den Tiefen der Kanalisation taucht der Pinguin auf und beteuert nur nach seinen Eltern zu suchen, die ihn als kleines Kind aussetzten. Dabei vertraut er auf die Hilfe von Max Shreck, ein Milliardär, der ganz eigene Pläne verfolgt. Batman versucht diese Pläne zu durchkreuzen und muss sich gleichzeitig mit der kratzbürstigen Catwoman auseinander setzen. – Die Handlung an sich ist eher schwach, aber gerade die Figur des Pinguins kann mit einigen witzigen Einfällen überzeugen.

Platz 18: Natürlich Blond 2 – Red, White & Blonde

Im zweiten Teil plant Elle Woods, inzwischen als Anwältin praktizierend, ihre Hochzeit. Dafür will sie auch die leibliche Mutter ihres Hundes einladen. Dieser ist jedoch eingesperrt für Tierversuche. Ihre einzige Chance ist es, ein Gesetz gegen Tierversuche auf den Weg zu bringen. Also beschließt Elle kurzerhand ihre Kontakte in Washington aufzusuchen und dort eben dies zu versuchen. Dabei rennt ihr allerdings die Zeit weg, denn ihre Hochzeit steht bereits kurz bevor. – Nochmal eine Runde abstruser als Teil 1, aber wenn man darüber hinwegsieht, durchaus eine nette Komödie für einen Regentag.

Platz 17: Natürlich Blond

Elle Woods studiert Mode und lebt auch für diese. Als ihr Freund ihr nicht den erwarteten Antrag macht, sondern sie abserviert, um in Harvard Jura zu studieren, schreibt sie sich ebenfalls ein und wird trotz eines unkonventionellem Bewerbungsvideo genommen. Doch ihr Freund ist inzwischen verlobt und glaubt auch nicht, dass sie ihr Studium schaffen könnte. Sie beschließt es allen zu zeigen, auch wenn ihr Weg, manchmal merkwürdig ist. – Witzige Komödie, die einige gute Aussagen hat, stellenweise aber auch nicht gut gealtert ist. Zumal Elles einziger Antrieb ihr Ex-Freund ist, der sie nichtmal nett abserviert hat.

Platz 16: Ostwind 2

Mika verbringt ihre Ferien wieder auf dem Reiterhof ihrer Großmutter, das jedoch kurz davor steht bankrott zu gehen, da ein anderer Hof viel moderner ist und viele Schüler*innen abwirbt. Ein Turnier soll das retten, doch Mika hat Ostwind versprochen keine Turniere mehr zu reiten. Dann trifft sie im Wald auch noch eine wilde Stute und Milan, der diese einfangen soll. – Lief eher durch Zufall bei mir, aber für die generische Geschichte, hatte sie erstaunlich viel Gefühl und gut gefilmte Bilder. Konnte berühren, ohne aufdringlich zu sein. Hätte ich bei dem Film nicht erwartet.

Platz 15: Batman (1989)

In Gotham geht die legende einer menschengroßen Fledermaus um. Die Journalist*innen Vicky Vale und Alexander Knox wollen dem auf die Schliche kommen. Bei einem ersten Aufeinandertreffen von Batman und dem Unterwelt-Handlanger Jack Napier stürzt dieser in Säure und überlebt nur knapp. Durch sein neues Aussehen nennt er sich Joker und terrorisiert fortan die Stadt. Batman muss sich entscheiden, ob er die Stadt oder Vicky Vale retten will. – Der Film hätte auch Joker heißen können, da Jack Nicholson eindeutig den Film trägt, aber für den Einstieg schon ganz gut.

Platz 14: The Dark Knight Rises

Nach den Ereignissen im vorherigen Film hat Bruce Wayne die Rolle des Rächers an den Nagel gehängt. Doch dann taucht Bane auf und fordert eine Revolution in Gotham. Während sich Batman mit Catwoman einlässt, merkt er jedoch schnell, dass er gegen Bane nicht ankommt. Auch Comissioner Gordon kommt an seine Grenzen. Und während Batman von Bane weggesperrt wurde, nimmt er die Stadt Stück für Stück ein. Wird der dunkle Ritter aufsteigen? – Sehr langer Film, der aber auch viel zu erzählen hatte. Kann deswegen aber auch nicht mehr mit seinen Vorgängern mithalten.

Platz 13: Creed

Adonis Johnson ist der uneheliche Sohn von Apollo Creed und versucht in dessen Fußstapfen zu treten. Als er an der Westküste auf Widerstand stößt, reist er nach Philadelphia und bittet Rocky Balboa um Hilfe. Dieser will zunächst ablehnen, trainiert ihn dann aber doch. Während „Donnie“ versucht aus eigener Kraft Erfolg zu haben, verfolgt ihn dennoch der Ruf seines Vates. – Für das Erbe des Rocky-Franchises vermutlich gut, aber ich komm einfach nicht an die Boxerfilme heran, weil ich den Sport einfach nicht verstehe.

Platz 12: Die Mumie

1290 v. Chr. wurde der Hohepriester Imhotep nach einer Affäre mit der Mätresse des Pharaos lebendig vergraben und gut versteckt. Sein Grabmahl wird stark bewacht. Dennoch gelangt der Amerikaner Rick O’Connell 1923 auf der Flucht genau dorthin. Ein paar Jahre später wollen der Archäologe Jonathan Carnahan und seine Schwester Evelyn die verschollene Stadt Hamunaptra suchen und engagieren dafür Rick. Doch sie ahnen nicht, was sie dabei sind zu erwecken. – Witzige Komödie, die man das Alter irgendwo ansieht, dafür jedoch erstaunlich gute Effekte aufweist.

Platz 11: She said

2017 löst die New York Times Recherche zu Harvey-Weinstein und den Vorwürfen gegen ihn einen Skandal aus und die MeToo-Bewegung wird gegründet. Der Film zeigt den langen Weg der beiden Journalistinnen Jodi Kantor und Megan Twohey bis zur Veröffentlichung des Artikels. Dabei kämpfen sie nicht nur gegen Weinsteins Anwaltteam, sondern auch gegen die Angst der betroffenen Frauen. – Starker Film von der Aussage her, leider etwas zäh inszeniert.

Platz 10: Captain Phillips

Phillips ist Captains eines Frachtschiffes, das Waren über die Meere befördert. Seine nächste Fahrt führt ihn und sein Team auch in ein Gebiet, in dem immer wieder somalische Piraten gesichtet wurden. Während sie eigentlich dachten ausreichend Vorbereitungen getroffen zu haben, kommt es dennoch zum Supergau: Das Schiff wird von Piraten eingenommen. Und sie sind leider so gar nicht an den Waren interessiert, sondern wollen Lösegeld für die Crew. – Ein weiterer Film in meiner Tom Hanks Sammlung ist gesehen. Während mich die Prämisse am Anfang nicht abholen konnte, zieht der Film einen mit der Zeit immer mehr in den Bann und man fiebert einfach nur noch mit.

Platz 9: Batman Begins

Bruce Wayne, verbittert nach der Begnadigung des Mörders seiner Eltern, reist um die Welt, um seine Ängste zu überwinden. Dabei trifft er auf die Geheimorganisation Ra’s al Ghul, die ihn aufnehmen. Nach seiner Rückkehr in Gotham beschließt er dem organisiertem Verbrechen den Kampf anzusagen und legt sich seine Deckidentität als Batman zu. – Guter Auftaktfilm, der eine stabile Basis für die kommenden Filme webt, sich aber mit den beiden Bösewichten etwas übernimmt.

Platz 8: Das Mädchen, das durch die Zeit sprang

Makoto ist eine ganz normale Schülerin, die gern mit ihren beiden besten Freunden Baseball spielt und immer ein bisschen verpeilt ist. Doch an einem Tag stolpert sie erst auf eine merkwürdig aussehende Walnuss und dann versagen die Bremsen ihres Fahrrad, wodurch sie vor einen fahrenden Zug fällt. Eigentlich tot reist sie jedoch wenige Augenblicke in der Zeit zurück und kann so ihr Schicksal abwenden. Neugierig geworden testet sie ihre Fähigkeit aus, nichtsahnend, dass sie dadurch andere ins Unglück stürzen kann. – Spannendes Drama über Zeitreisen und die Ethik dahinter.

Platz 7: Der Junge im gestreiften Pyjama

Der achtjährige Bruno zieht mit seiner Familie von Berlin aufs Land, denn sein Vater ein SS-Offizier wurde als Kommandant eines Arbeitslagers abkommandiert. Von seinem Fenster aus sieht er etwas, was er für einen Bauernhof hält, nur dass alle Arbeitenden gestreifte Pyjamas tragen. Da keiner in seiner Umgebung ihm genau erklärt, was es mit dem KZ auf sich hat, freundet er sich mit Schmuel an, den er am Zaun des Lagers kennenlernt. – Gut gespielte Geschichte, die einen mitnimmt und nochmal einen Blick auf die damalige Zeit wirft.

Platz 6: The Dark Knight

Der Joker ist nach Gotham gekommen und fordert Batman heraus. Er spielt den Untergrund gegeneinander aus und fordert, dass Batman die Maske abnimmt, sonst würde er weiter töten. Im Zwiespalt tut er sich mit dem Anwalt, und neuen Liebhaber seiner Ex Rachel, Harvey Dent zusammen, um gegen den Joker anzutreten. Doch dabei sind Verluste vorprogrammiert. – Nicht umsonst der stärkste Film der Reihe mit einem brilliant spielenden Heath Ledger als Joker.

Platz 5: Godzilla Minus One

Am Ende des zweiten Weltkriegs landet der Guerilla-Flieger Kōichi Shikishima auf einer Insel mit einem vermeintlichen Schaden am Flugzeug. In dieser Nacht greift jedoch Godzilla diese Insel an und nur Shikishima und ein Ingenieur überleben. Zurück in Tokyo steht er vor den Ruinen seines Elternhauses. Auf dem Markt läuft er einer Frau über den Weg, die ein Baby aufgenommen hat. Kurzerhand zieht diese bei ihr ein und in der Zeit des Wiederaufbaus arrangieren sie sich irgendwie. Doch dann taucht Godzilla wieder auf und zerstört Tokyo. Und Shikishima schließt sich einer Gruppe an, die einen Plan austüfteln, um Godzilla zu stoppen. – Mehr Charakterdrama als großer Monsterfilm und kann gerade deswegen überzeugen.

Platz 4: Aquarium of the Dead

In einem Aquarium in Kalifornieren wird das Geld knapp. So versuchen sie durch private Führungen etwas mehr Geld reinzubekommen und zeitgleich wird der Senator eingeladen, um über eine Finanzspritze zu reden. Doch dabei kommt es zur Katastrophe. Vermeindlich tote Tiere erwachen wieder zum Leben und greifen an. – Ja, es war absoluter Trash und sah katastrophal aus, aber ich habe mich herzlich amüsiert! Und die Geschichte war irgendwie doch halbwegs logisch.

Platz 3: Rendezvous mit Joe Black

William Parrish ist erfolgreicher Unternehmer und steht kurz vor seinem 65. Geburtstag. Als der geheimnisvolle Joe Black in sein Leben tritt ändert sich jedoch einiges, denn dieser ist der Tod und gekommen, um William zu holen. Sie handeln einen Pakt aus, wenn William es schafft Joe bei Laune zu halten, darf er noch weiter leben. Doch das bringt einige Probleme mit sich. – Interessante Idee und ein Film, der sich ordentlich Zeit lässt, dabei aber keineswegs langweilig ist.

Platz 2: The Whale

Charlie hat nach einem Verlust sich vollständig zurückgezogen. Durch seine morbide Adipositas traut er sich nicht einmal bei seinem Online-Kurs, den er gibt, die Webcam einzuschalten. Seine Freundin Liz, die Krankenpflegerin ist, drängt ihn ins Krankenhaus zu fahren, da sie befürchtet, dass sein Herz aufgibt. Doch Charlie versucht sich mit seiner entfremdeten Tochter zu versöhnen, die jedoch wenig Verständnis zeigt. – Absolut berechtigter Oscar-Gewinn von Brendan Fraser hier. Ein Film, der einen in eine Schockstarre zwingt und man kann nur hilflos dem Kammerspiel zusehen. Der berührt und schockiert auf mehreren Ebenen.

Platz 1: Batman Forever

Während Batman damit beschäftigt ist Two-Face das Handwerk zu legen, der Rache auf Batman sinnt, kommt es bei Wayne Industries zu einer neuen Entwicklung des exzentrischen Edward Nygma. In seiner neuen Identität als Riddler schickt Nygma Batman Briefe, um an sein Gehirn zu kommen. Dafür tut er sich mit Two-Face zusammen. Batman hat unterdessen den Waisen Dick Grayson unter seine Fittiche genommen, da er den Tod seiner Familie durch Two-Face nicht verhindern konnte. Dieser will nun Batmans rechte Hand werden. – Ich liebe die Bromance von Two-Face und dem Riddler einfach. Der Rest ist etwas naja und gerade Nicole Kidman ist einfach nur überflüssig, aber die beiden Bösewichte haben einen großen Platz in meinem Herzen gewonnen.

Was war euer liebster Film, den ihr in diesem Jahr auf dem heimischen Sofa genossen habt?

Wicked

Ein Vorwort

Wicked zählt zu den international erfolgreichsten Musicals. Auch hier in Deutschland lief es viele Jahre und doch habe ich es trotz meiner Leidenschaft für Musicals nie geschafft es auf der Bühne zu sehen. Umso mehr habe ich mich gefreut, als die Verfilmung angekündigt wurde. Abgesehen von den Trailern habe ich vorab auch versucht möglichst wenig darüber zu wissen, auch wenn mir die grobe Handlung bekannt war und ich 2-3 Lieder auch schon kannte. Warum ich absolut begeistert von dem Film bin, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Die böse Hexen des Westens ist tot. Die Leute feiern ihr Ableben. Da taucht die gute Hexe Glinda auf und erzählt von ihrer Freundschaft zu Elphaba, die später zur böse Hexe wurde. Wie sie als Baby bereits grün geboren wurde und dadurch stets Ausgrenzung erfuhr und ihr Zusammentreffen an der Akademie Glizz.

Meine Meinung

Zwei Sachen sollte man vor dem Kinobesuch wissen. Zum einen handelt es sich bei Wicked um den ersten Teil, der den ersten Akt des Musicals adaptiert. Die Fortsetzung ist für Ende 2025 geplant. Zum anderen wird der Film in verschiedenen Fassungen gezeigt. Zum einen in der deutschen Fassung, hier sind die Dialoge und die Songs auf deutsch. Dann im OV, also in der originalen englischen Fassung. Hier sind Dialoge und Songs auf englisch. Und dann die Mischform. Deutsch mit Songs in OmU (Original mit Untertitel). Wer sich also im englischen nicht so sicher fühlt und die Dialoge lieber auf deutsch hat, aber trotzdem nicht die originalen Sängerinnen missen will, für den ist das der ideale Kompromiss und ich finde es sehr schön, dass es bei so einer großen Produktion auch angeboten wird. (PS: Wer die deutschen Songs aus der Bühnenproduktion liebt, sollte wissen, dass diese im Film wegen der Lippensynchronität leicht angepasst wurden.)
Aber kommen wir zum eigentlichen Film. Und ich muss sagen, dass ich absolut geflasht bin. Ich war nach den Trailern schon absolut begeistert von der Optik, aber der Film bietet noch so viel mehr. Und wie so oft bei Filmen, die mich absolut begeistern konnten, fällt es mir sehr schwer diese Begeisterung auch in Worte zu fassen. Also versuchen wir es einfach  schrittweise. Ich habe mich aus Zeitgründen (die Vorstellung passte am besten in meinen Terminkalender) für die deutsche Fassung mit den Songs in OmU entschieden.
Der Film beginnt so ziemlich am Ende, spoilert dabei aber lediglich die, die den Zauberer von Oz nicht kennen, da es sich bei Wicked um eine Vorgeschichte dessen handelt. Hier wird wohl auch gleich der Hauptgrund gezeigt, wieso eine Ariana Grande für die Rolle der Glinda gecastet wurde. Denn die hohen Töne liegen ihr auf jeden Fall und sie kann allgemein während des Films eine weitreichende Bandbreite ihrer Stimme zeigen. Wir erfahren die Hintergründe von Elphabas Geburt und ihre Kindheit, die alles andere als leicht war. Durch ihre grüne Hautfarbe erfährt sie von Anfang an nur Abneigung. Schließlich kommen wir zum Hauptschauplatz des Films: die Akademie Glizz.
Während Elphaba eigentlich nur ihre Schwester Nessarose bringen wollte, wird sie  durch einen Zwischenfall ebenfalls aufgenommen. Hier macht Wicked neben dem Rassismusthema rund um Elphaba noch eine weitere Komponente auf. Denn Nessarose sitzt im Rollstuhl und hier kommt der Alltagsableismus durch, wenn dabei ständig über ihren Kopf hinweg entschieden wird und die übertriebene Fürsorglichkeit mit Übergriffigkeit verwechselt wird.
Auch Glinda erscheint und ist sofort die beliebteste Mitschülerin und zeigt das auch deutlich. Sie will ständig die gute sein, greift dabei aber oft zu den falschen Mitteln. Und dann kommt auch noch Elphaba und bekommt die große Chance, die sie sich ihr Leben lang erträumt hat (und wohl das Einzige ist, was sie nicht bekommen kann). So trägt uns der Film weiter durch die Geschichte, wie die beiden sich schließlich anfreunden. All das benötigt seine Zeit und dauert einige Lieder, aber trotzdem zieht sich der Film an keiner Stelle. Trotz einer Lauflänge von ca. 160 Minuten, ist keine Minute zu viel.
Aber wir sind bei weitem noch nicht am Ende von den ganzen Nebenhandlungen, die schließlich zum großen Finale in der Smaragdstadt beim Zauberer von Oz führen. Da hätten wir noch ein weiteres Rassismusthema, was leider aktueller denn je ist. Denn während die Unzufriedenheit im Volk wächst, wird sich einfach ein neues Feindbild gesucht. Diesmal in Form von sprechenden Tieren. Hier werden abscheuliche Theorien geäußert, die völlig übertrieben klängen, wenn die Geschichte nicht schon längst bewiesen hätte, wie real diese werden können.
Und so ganz ohne Love interest kommen wir halt auch nicht aus. Leider hat er eine schreckliche Abneigung gegen Bücher, die für mich in seinem Lied fast unerträglich war. Denn es wird auf ihnen herumgetrampelt, sie werden geworfen, als Skateboard benutzt und ach mein armes Herz ist so gebrochen. Danach ging es dann aber auch wieder. Interessant war, dass hier Jonathan Bailee gecastet wurde, der doch etwas zu alt aussah, um noch zur Schule zu gehen. Auch die anderen Darstellenden sind deutlich älter, aber bei ihm fiel es irgendwie noch einmal deutlicher auf.
So jetzt habe ich viel über die Handlung gesprochen, kommen wir noch zu drei weiteren Komponenten, die den Film ausmachen. Zum einen der grandiose Cast, der sich durch alle Rollen zieht. Hatte ich am Anfang noch Bedenken wegen Ariana Grande, so ist ihr die Rolle auf den Leib geschrieben. Eine Michelle Yeoh oder ein Jeff Goldblum liefern natürlich ab, aber vor allem Cynthia Erivo als Elphaba kann in jeder einzelnen Szene absolut überzeugen.
Dann hätten wir noch die unglaubliche Optik, die ich hier lobend erwähnen möchte. Gerade die vielen Kamerafahrten durch diese, dürfte mit ein Grund sein, wieso der Film deutlich länger ist als der erste Akt des Musicals. Aber hier gibt es einfach genug zum Bestaunen und Bewundern, so dass ich froh war, genau dafür Zerit zu haben.
Und last, but not least, die Lieder. Ein wahnsinnig guter Soundtrack, der wohl auch zur großen Beliebtheit des Bühnenstücks beigetragen hat, wird hier sehr gut adaptiert und eingesetzt. Sie im englischen Original zu hören, war für mich die richtige Wahl (auch wenn sie zufällig war) und ich werde ihn bestimmt noch einge Male hören.

Das Fazit

Wicked ist eine Musicaladaption, die auf allen Ebenen überzeugen kann. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil, ob er das sehr hohe Niveau halten kann. Dafür gibt es 10 von 10 möglichen Punkten.

Wicked läuft seit dem 11.12.2024 in den deutschen Kinos

Vaiana 2

Ein Vorwort

2016 hatte Disney gerade durch den Erfolg von Frozen wieder ordentlich Aufwind bekommen und wagte sich an neue Konzepte. So durfte mit Vaiana eine Häuptlingstochter aus Polynesien die Weltmeere erobern. Da sich der Mäusekonzern aktuell eher an der gefühlt hundersten uninnovativen Realverfilmung versucht und die letzten Animationsfilme auch eher mies liefen, wurde nun kurzerhand die Vaiana Serie gekippt und zu einem zweiten Teil umgebaut. Ob das funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Vaiana kehrt nach einer Expeditionstour zurück auf ihre Heimatinsel. Dort bekommt sie einen neuen Titel verliehen, doch bei der Zeremonie kommt es zu einem Zwischenfall und sie erhält eine Vision, die sie dazu animiert einen verschollenen Knotenpunkt zwischen den anderen Inseln zu suchen. Dafür braucht sie eine Crew. Gleichzeitig gerät Maui in Gefangenschaft.

Meine Meinung

Inzwischen freut man sich ja eher, wenn Disney ein Sequel im Animationsbereich ankündigt, anstatt den neusten sinnlosen Realfilm – auch wenn eben dieser für Vaiana wohl in der Planung ist. Und zumindest mit Frozen 2 und Chaos im Netz konnte Disney gut unterhalten. Dass hier aus der Not heraus eine Serie umgewandelt wurde, ließ hingegen das schlimmste befürchten. Aber hey, immerhin gab es diesmal keine lächerliche deutsche Tagline, wie „Das Paradies hat einen Haken“.
Zunächst treffen wir wieder auf Vaiana und erfahren, was sie in der Zwischenzeit so erlebt hat. Es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten, wir treffen aber auch auf neue Gesichter. Motonui hat sich seit der Rettung von Te Fiti gut entwickelt und hier bekommen wir eine grobe Übersicht. Nachdem dann auch Maui wieder eingeführt wurde, wenn auch noch getrennt vom Rest, geht es auch wieder auf große Fahrt.
Und diesmal durfte gleich eine ganze Crew mit. Die Einführung dieser ging flott voran und auch wenn ich zunächst Bedenken hatte, funktionierte gerade die Vielfalt der Charaktere sehr gut. Ab hier schreitet die Handlung flott voran und bringt einige spannende Momente mit sich, lässt aber auch immer Pausen, damit die Zuschauenden auch wieder durchatmen können. Aber vor allem bietet der Film eine ganze Menge Spaß.
Die Witze zünden gut und konnten Groß und Klein im Kino gleichermaßen abholen. Die Charaktere harmonieren gut miteinander und bringen ganz neue Ebenen rein. Da wirkt Maui zunächst wie ein unwichtiger Nebencharakter, der nur der Nostalgie wegen reaktiviert wurde. Aber auch das bessert sich im Laufe des Films, spätestens wenn die Handlungsstränge zusammenlaufen.
So ganz kommt der Film nicht über den Seriencharakter hinweg, der aber eher auffällt, wenn man den Hintergrund kennt. Aber ganz können sie nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Geschichte mal in Episoden aufgeteilt war. Die neuen Lieder brauchen ebenfalls ihre Zeit, um richtig zu zünden und sind keine instant Ohrwürmer, wie noch im ersten Teil. Dennoch sind sie melodisch und verbinden alte Rhythmen mit neuen und bringen den Film stets voran.
Im großen und ganzen kommt der zweite Teil zwar nicht an den Vorgänger heran, macht seine Sache als Sequel aber gut und weiß zu unterhalten. Auch wird er bestimmt noch mehrfach konsumiert.

Das Fazit

Vaiana 2 bringt eine neue spannende Handlung und bietet wieder viel Witz und eine schön gestaltete Welt. Dabei steht der Film aber im Schatten seines Vorgängers, gerade, was die Lieder angeht. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Vaiana 2 läuft seit dem 28.11.2024 in den deutschen Kinos