Wunderschöner

Ein Vorwort

Dass Karoline Herfurths Regiedebüt SMS für dich einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist, habe ich bestimmt schon mehrfach erwähnt. Während mich Einfach mal was schönes nicht ganz überzeugen konnte, waren es doch gerade die verschiedenen Perspektiven in Wunderschön und die gut aufgearbeiteten feminsitischen Themen, die mich überzeugen konnten. Doch war ich bei der Fortsetzung doch skeptisch, ob die Geschichte erneut so gut funktionieren könnte. Wie es letztendlich ausging, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Name des Films als Fanart mit Kinoticket auf einer Filmklappe

Die Handlung

Sonja und Milan haben sich getrennt und versuchen für die Kinder ein Nestmodell, doch auch das bringt Probleme mit sich. Ihre beste Freundin Vicky organisiert ein Schulprojekt, das nicht bei allen auf Begeisterung stößt. Milans Schwester Julie hat ihre Modelkarriere an den Nagel gehängt und versucht einen Neuanfang beim Fernsehen, bekommt es da aber mit Übergriffigkeiten zu tun. Nadine arbeitet ebenfalls beim Fernsehen und gehört dort zur Elite. Doch als sie erfährt, dass ihr Mann mit einer Prostituierten geschlafen hat, bricht für sie eine Welt zusammen.

Meine Meinung

Dass feministische Themen auch im Kino funktionieren können, bewies der erste Teil „Wunderschön“, da er mit Platz 1 der deutschen Kinocharts und dem besten Start eines deutschen Films nach der Pandemie aufwarten konnte. Die Fortsetzung hatte nun nochmal mehr Budget und auch mehr Themen im Gepäck. Und hier hatte sich Regisseurin Herfurth wieder einiges vorgenommen.
Aber fangen wir am Anfang an. Wir haben wieder verschiedene kleinere Geschichten, die sich in ihrer Gesamtheit zu einer großen zusammenfügen. Durch Überschneidungen bei Charakteren und Handlungsorten, greifen alle Episoden ineinander und werden gekonnt parallel erzählt. Zum einen haben wir da Sonja und Milan, die wir bereits aus dem ersten Teil kennen. Haben sie da zusammen als Paar versucht mit zwei Kindern zurecht zu kommen und vor allem Sonja mit den Veränderungen, die ihr Körper und ihr Leben als Mutter durchgemacht haben, zurecht zu kommen, so gab es hier erst einmal die Ernüchterung. Denn die beiden haben sich getrennt. Dabei hatten wir doch nicht die perfekte, aber die lebensnahe Liebesgeschichte der beiden miterlebt. Dennoch versuchen sie sich durch Therapie und dem sogenannten Nestmodell für die Kinder zusammenzureißen. Doch dann trifft Milan sich mit einer neuen Frau und Sonja erlebt das typische „Was hat sie, was ich nicht habe“ Drama inklusive wieder der Frage nach dem eigenen Körperbild.
Als zweiten Handlungsstrang haben wir Milans Schwester Julie. Nachdem sie im ersten Film eine Modellkarriere anstrebte und dadurch in die Magersucht geriet, hat sie diese hier therapiert – wenn auch nicht final überwunden, solche Erkrankungen bleiben oft lange heften und das wird hier gut aufgearbeitet – und versucht nun eine Karriere beim Fernsehen, aber im Hintergrund und nicht direkt vor der Kamera. Dort macht sie die Erfahrung eines Übergriffes durch einen Kollegen. Überwältigt von den Gefühlen des Ekels und der Fassungslosigkeit, bekommt sie jedoch keinerlei Verständnis oder Unterstützung, stattdessen muss sie sehen, wie ihr Kollege permanent verteidigt wird.
Dass alles hätte wohl schon für einen ganzen Film gereicht, aber Herfurth hat noch einen Handlungsstrang im Ärmel. Denn wir haben beim Fernsehen auch neue Charaktere. Allen voran Nadine. Sie gehört zur Elite beim Sender und brüstet sich mit ihrem makellosen Aussehen. Botox gehört zu ihrem Alltag und mit ihren Freundinnen lästert sie gerne über die nicht ganz so perfekte Kollegin aus dem Politikbereich. Doch als bekannt wird, dass ihr Mann eine Affäre mit einer Prostituierten hatte, gerät ihr perfektes Leben ins Wanken. Doch hier wird sich nicht nur auf die verletzte Frau gestürzt, nein hier geht es auch explizit um das Thema Prostitution und was viele Frauen durchmachen. Wie sie mit Versprechungen in unser Land gelockt werden, um dann unter rücksichtlosen Umständen ihren Körper verkaufen müssen. Hier wird sich mit dem Thema auch nicht zurückgehalten und Gegenstimmen auch gekonnt entkräftet.
In den ganzen großen Geschichten kommt die von Sonjas bester Freundin Vicky fast etwas kurz. Die organisiert eine Projektwoche an der Schule und will dort über feministische Themen sprechen. Hier trifft sie auf Nadines verwöhnte Tochter, die das alles für Mist hält. Bis sie sich selbst mit dem Thema auseinander setzen muss.
Ganz schön viel los in den 138 Minuten Film. Dennoch schafft Herfurth es erneut die Balance zu halten und alle Geschichten gleichberechtigt anzusprechen. Und auch, wenn bei manchen größere Schicksale dahinter stehen, so haben sie doch alle ihre Daseinsberechtigung und gehören angesprochen. Durch die gut ausgearbeiteten Charaktere und den (teilweise leider) sehr lebensnahen Geschichten, berührt und schockiert der Film gleichermaßen.
Manch einem könnte ein wenig der Feelgood Charme des ersten Teils fehlen, aber das hat der Film auch nie versprochen. Und in seiner Gesamtheit weiß Wunderschöner, wann er knallhart draufhalten muss und wann er uns wieder die „leichteren“ Geschichten präsentieren muss. Hier wird gelungen die Waage gehalten. Dennoch bleibt der Film leicht hinter seinem Vorgänger zurück, was bei mir aber auch mehr ein Gefühl ist und ich nicht so direkt mit Argumenten begründen kann.

Das Fazit

Wunderschöner wagt den Schritt die Themen zu vergrößern und macht sich damit bestimmt nicht nur Freunde. Dennoch weiß er die Waage zu halten und präsentiert gut ausgearbeitete feministische Themen mit tollen und nachvollziehbaren Charakteren. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Wunderschöner läuft seit dem 13.02.2025 in den deutschen Kinos

Rückblick auf das erste Quartal 2025

Da ist das erste Quartal 2025 auch schon wieder rum. Nachdem sich bei mir privat wieder ein wenig was geändert hat, kann ich dennoch auf ein gutes Serien- und Lesequartal zurückschauen. Nur die Filme haben wie immer gelitten und somit wurde dort meine übliche Top 5 wieder gekürzt. Und nun ohne weitere Worte meine Highlights aus dem letzten Quartal.

Die benannten Bücher, Filme und Serien arrangiert auf einem lila Sofa

Meine zwei Kinohighlights

Wunderschöner: Sonja und Milan haben sich getrennt und versuchen für die Kinder ein Nestmodell, doch auch das bringt Probleme mit sich. Ihre beste Freundin Vicky organisiert ein Schulprojekt, das nicht bei allen auf Begeisterung stößt. Milans Schwester Julie hat ihre Modelkarriere an den Nagel gehängt und versucht einen Neuanfang beim Fernsehen, bekommt es da aber mit Übergriffigkeiten zu tun. Nadine arbeitet ebenfalls beim Fernsehen und gehört dort zur Elite. Doch als sie erfährt, dass ihr Mann mit einer Prostituierten geschlafen hat, bricht für sie eine Welt zusammen. – Starke Fortsetzung, die noch einmal weitergehende feministische Themen anspricht außer den weiblichen Körper.

Mickey 17: Mickey wollte nur einem Kredithai entfliehen und meldet sich daher als Expendable für eine Raummission. Als dieser wird er immer vor geschickt, um Impfstoffe oder ähnliches zu testen. Und wenn er stirbt, wird er neu ausgedruckt und bekommt sein Bewusstsein wieder. Doch bei einer Mission wird er für tot gehalten, ohne zu sterben. Und so wird die 18. Variante von ihm gedruckt und er existiert auf einmal doppelt. Und das ist verboten. – Am Anfang richtig stark, macht am Ende aber wenig aus der Prämisse und geht sehr in die Systemkritik. Muss man mögen.

Meine zwei filmischen Highlights

Vergessene Welt: Jurassic Park: Vier Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Film schreibt Hammond Ian Malcolm an. Das Problem ist: Es gibt noch eine zweite Insel, wo die Züchtungen durchgeführt wurden, und Hammond will Wissenschaftler*innen zu Beobachtungen dort hin senden. Malcolm ist wenig begeistert, aber da eine Freundin von ihm bereits vor Ort ist, erklärt er sich bereit. Leider hat sich seine Tochter mit an Bord geschlichen.

The Anthem of the Heart: Jun Naruse ist eine regelrechte Quasselstrippe. Bis sie die Affäre ihres Vaters ausplaudert und für die Scheidung der Eltern verantwortlich gemacht wird. Da begegnet sie einem Ei, das ihre Lippen versiegelt, damit ihre Worte keinen Schmerz mehr verursachen können. Jahre später wird die schweigsame Jun zur Projektwoche ins Veranstaltungskomitee berufen. Ein Musical soll aufgeführt werden und sie merkt, dass sie ihre Worte singen kann, wenn schon nicht sprechen. – Sehr ruhiger, aber stark erzählter Anime.

Meine fünf serientastischen Highlights

Jujutsu Kaisen – Staffel 2: Die Staffel beginnt mit einem mehrfolgigen Rückblick auf Gojos und Getos Freundschaft, während sie noch in der Ausbildung waren. Damit wird übergeleitet zum Shibuya-Arc, in dem Getos Leute Shibuya angreifen und so die Jujutsisten herausfordern. Ein Kampf mit vielen Zivilisten ist gestartet. – Was mit einem spannenden Rückblick beginnt, endet in ein Nervenspektakel der einzigartigen Art.

Queer Eye – Staffel 9: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Jeremiah und Jonathan. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Kleine Änderungen im Cast, doch das Team bleibt herzlich wie eh und je. Tolle Geschichten.

Yuri on Ice – Staffel 1: Yuri Katsuki hat beim letzten Grand-Prix Finale im Eiskunstlaufen den letzten Platz belegt und überlegt seine Karriere zu beenden. Nachdem ein Video von ihm mit der Choreo seines großen Idols Victor Nikiforov viral geht, taucht auf einmal eben dieser im Onsen seiner Familie auf und bietet ihm an ihn zu trainieren. Yuri ist zwiegespalten. – Stark erzähltes Sportdrama, das Eiskunstlaufen noch einmal neu vorstellt. Schade, dass es bei der einen Staffel geblieben ist.

Heartstopper – Staffel 3: Nick und Charlie genießen den Sommer mit ihren Freund*innen. Doch Nick bemerkt zusehends, dass Charlie ein Problem zu haben scheint, denn er schiebt sein Essen immer nur hin und her. Doch ihn darauf anzusprechen ist gar nicht so einfach. – Auch in der dritten Staffel überzeugt die Serie mit so viel Wärme und Herzlichkeit. Einfach pure Liebe.

Wind Breaker – Staffel 1: Haruka liebt es sich zu Prügeln und zieht daher extra in ein Viertel, wo sich besonders viele Raufbolde rumtreiben sollen. Allerdings stellt sich heraus, dass hier die Wind Breaker ansässig sind, die sich lieber für Frieden und die Gemeinschaft einsetzen. Widerwillig lässt er sich auf die Gruppe ein und bekommt schon bald die Chance sich zu beweisen und muss doch einiges über Freundschaft lernen. – Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber sehr gut umgesetzt und konnte mich absolut mitreißen.

Meine fünf buchigen Highlights

Oracle: Julian kann seit Kindheitstagen seltsame Marker an Menschen sehen. Jahrelange Therapie half dagegen und dämmte auch die Panikattacken ein. Doch bei seinem versuchten Neustart an der Uni ist er sich sicher, seine Medikamente nicht mehr zu brauchen. Kurzerhand setzt er diese ab und sieht kurz darauf wieder die Marker, die jedoch drohendes Unheil ankündigen. Kann er diese verhindern und wie geht er damit um praktisch ein wandelndes Orakel zu sein? – Interessanter Grundgedanke, der sehr gut und spannend umgesetzt wurde.

Deep End: Scarlet ist Turmspringerin am College und trainiert für Olympia. Doch nach einem Unfall hadert sie mit dem Sport. Genau dann tritt Lukas, ein erfolgreicher Schwimmer, in ihr Leben. Leider ist er auch der Ex-Freund ihrer besten Freundin. Ein kurzfristiges Arragement sollte zur beiderseitigen Befriedigung sein, doch daraus wird schnell noch etwas ganz anderes. – Ali Hazelwood schreibt einfach tolle Geschichten, auch wenn ich den erneut ziemlich großen Spice-Anteil gar nicht bräuchte.

Kröten sind Chefsache: Miriam hat ganz neu in einer PR-Agentur als Grafikerin angefangen. Und neben den allgemeinen Anfangsproblemen hat sie auch noch ein Geheimnis. Denn sie ist eine Hexe. Und nach einer Menge Überstunden platzt ihr der Kragen. Doch ein harmloser Ausspruch wird zu einem Fluch und plötzlich ist ihr Chef eine Kröte. Zusammen versuchen sie nun den Fluch zu brechen. – Eine tolle Rom-Com mit witziger Prämisse, die gut ausgespielt wurde. Freue mich sehr auf Band 2.

Der Ring der Pharaonen: Drei Jahre nach den Ereignissen von Santorin sind Ben und Ria auf einer neuen Mission. Ein Hilferuf hat Ria nach London gelockt und schnell sind die beiden erneut in einem Kampf auf Leben und Tod verwickelt. – Sehr spannender Zwischenband zwischen der Atlantis- und der Pharaonen-Reihe. Hab es in einem Rutsch weggeatmet. 

Kikis kleiner Lieferservice 1-2: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Süßes Kinderbuch, das die Vorlage zur bekannten Verfilmung bietet. 

Was waren eure Highlights im letzten Quartal?

Mickey 17

Ein Vorwort

Spätestens seit Bong Joon-ho 2020 für seinen Film Parasite den Oscar gewonnen hat, dürfte er nicht nur den Filmfans ein Begriff sein. Diesmal geht er wieder direkt nach Hollywood und greift in seiner Buchverfilmung leider sehr reale Entwicklungen auf. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Name des Films als Fanart mit Kinoticket auf einer Filmklappe

Die Handlung

Mickey wollte nur einem Kredithai entfliehen und meldet sich daher als Expendable für eine Raummission. Als dieser wird er immer vor geschickt, um Impfstoffe oder ähnliches zu testen. Und wenn er stirbt, wird er neu ausgedruckt und bekommt sein Bewusstsein wieder. Doch bei einer Mission wird er für tot gehalten, ohne zu sterben. Und so wird die 18. Variante von ihm gedruckt und er existiert auf einmal doppelt. Und das ist verboten.

Meine Meinung

Von Bong Joon-ho habe ich bisher nur Snowpiercer und Parasite gesehen und fand zwar beide irgendwie gut, aber nicht so sehr, wie ihr Hype, gerade bei Parasite, suggerierte. Dennoch fand ich die Prämisse von Mickey 17 spannend genug, um ihm eine Chance zu geben. Leider wurde gerade aus der am Ende nur wenig gemacht.
Aber fangen wir am Anfang an. Zunächst lernen wir Mickey an einem ziemlichen Tiefpunkt in seinem Leben kennen, als seine 17. Variante in eine Felsspalte auf einem eisigen Planeten stürzt. Hier kommt direkt Bongs Humor durch, in Form des Nebencharakters Timo, der irgendwie immer ein Stichwortgeber für bevorstehende Verschlimmerungen war. Kurz darauf erfahren wir Mickeys Geschichte und wie er genau an diesem Punkt gelandet ist. Obwohl es sich wie ein ziemlicher Schnelldurchlauf anfühlt, ist es eigentlich der witzigste und spannendste Teil der Geschichte. Allerdings funktioniert es auch nur für die gute halbe Stunde, die sich Zeit genommen wurde. Wir erfahren genug über Mickeys Leben, die Raummission und seine vorherigen Kopien bzw. den Sinn und die Technik dahinter.
Zurück am Ausgangspunkt der Geschichte, überlebt Mickey und trifft dann auf die 18. Variante von ihm. Hier wird ganz kurz das ethische Dilemma der Multiplen aufgemacht und gute philosophische Fragen in den Raum geworfen. Also genau der Teil, für den ich ins Kino gegangen bin. Leider war es wohl nie der Gedanke des Regisseurs sich auf diesen Teil zu konzentrieren – oder es war bereits im Buch anders, das kann ich nicht sagen.
Auf jeden Fall haben wir hier praktisch eine Trump und Musk Variante bzw. wird auch gern der Vergleich zu Hitler gezogen, die leider nichtmal wie eine Parodie wirkt, da die Realität die Absurdität der Fiktion bereits übertroffen hat. Leider war gerade dieser Part, der, den ich nicht gebraucht hätte. Denn er ist absolut vorhersehbar und vermittelt genau das, was der durchschnittliche Zuschauende bereits weiß. Es werden keine Fragen oder Diskussionen aufgemacht, sondern lediglich eine Antwort präsentiert. Denn dieser Part bietet auch keine Angriffsfläche, da er nur eine Aussage am Ende zulässt.
Damit wird am Ende zwar ordentlich aus Hollywood gegen die aktuelle Regierung geschossen, was interessant ist, da sie zum Entstehungszeitpunkt 2021 noch nicht in dieser Extremität vorhersehbar war. Gleichzeitig wird sich aber wenig getraut, mit den Folgen von Klonen und Multiplen wird sich am Ende gar nicht auseinander gesetzt, was den Film aber ernst spannend gemacht hätte. So ziehen sich am Ende die 137 Minuten leider doch ein bisschen.

Das Fazit

Mickey 17 hat eine sehr spannende Prämisse, die leider nicht konsequent genutzt wird und hintenraus sehr generisch wirkt. Trotz starkem Schauspiel zieht sich die Geschichte leider etwas und somit bekommt der Film 06 von 10 möglichen Punkten.

Rückblick auf den März 2025

Miss me? Da ist einfach schon wieder ein ganzer Monat vorbei und ich versuche wieder in einen Rhythmus zu finden, um hier wieder ein bisschen aktiver zu werden. Ich verspreche mal keine Regelmäßigkeit, da im Hintergrund noch ein paar Dinge sich einfinden müssen. Aber ab und an dürfte es dann doch wieder einen Beitrag geben. Und so widmen wir uns doch direkt mal wieder meinem medialen Rückblick auf den auslaufenden Monat.

Blauer Himmel mit vereinzelten Seifenblasen mit dem Schriftzug "Mein Monatsrückblick"

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Captain America 4 – Brave New World: Sam Wilson ist noch dabei sich in seine Rolle als neuer Captain America einzufinden, als er zum Präsidenten ins weiße Haus eingeladen wurde. Doch sein Freund Isaiah wird beeinflusst und versucht ein Attentat. Um seine Unschuld zu beweisen, gräbt Sam einige Geheimnisse des Präsidenten aus. Und dann droht den USA auch noch ein Krieg mit Japan. – Hatte seine Schwächen und rettet bestimmt nicht das MCU, war aber auch nicht die erwartete Vollkatastrophe.

Mickey 17: Mickey wollte nur einem Kredithai entfliehen und meldet sich daher als Expendable für eine Raummission. Als dieser wird er immer vor geschickt, um Impfstoffe oder ähnliches zu testen. Und wenn er stirbt, wird er neu ausgedruckt und bekommt sein Bewusstsein wieder. Doch bei einer Mission wird er für tot gehalten, ohne zu sterben. Und so wird die 18. Variante von ihm gedruckt und er existiert auf einmal doppelt. Und das ist verboten. – Am Anfang richtig stark, macht am Ende aber wenig aus der Prämisse und geht sehr in die Systemkritik. Muss man mögen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

The Anthem of the Heart: Jun Naruse ist eine regelrechte Quasselstrippe. Bis sie die Affäre ihres Vaters ausplaudert und für die Scheidung der Eltern verantwortlich gemacht wird. Da begegnet sie einem Ei, das ihre Lippen versiegelt, damit ihre Worte keinen Schmerz mehr verursachen können. Jahre später wird die schweigsame Jun zur Projektwoche ins Veranstaltungskomitee berufen. Ein Musical soll aufgeführt werden und sie merkt, dass sie ihre Worte singen kann, wenn schon nicht sprechen. – Sehr ruhiger, aber stark erzählter Anime.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Flow: Ein Animationsfilm mit neuem Look und der Prämisse, dass nicht gesprochen wird. Ich bin gespannt, zumal es sich um die Geschichte einer Katze in einer überfluteten Welt dreht und der Oscar für den besten Animationsfilm gewonnen wurde.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Yuri on Ice – Staffel 1 (Stark erzähltes Sportdrama, das Eiskunstlaufen noch einmal neu vorstellt. Schade, dass es bei der einen Staffel geblieben ist.)

Frieren – Nach dem Ende der Reise – Staffel 1 (Ich bin mit den Charakteren leider nicht ganz warm geworden, aber interessant erzählte Geschichten)

Blue Lock – Staffel 2 (Der Animationsstil hat leider nachgelassen, aber die Geschichte war weiterhin sehr mitreißend)

Horimiya – Staffel 1 (Unscheinbare Romance, stärker als der Manga, aber es passiert sehr wenig. Für manche aber vielleicht genau deswegen mal interessant)

Code Geass – Staffel 1-2 (Bin weder mit der Geschichte noch mit dem Animationsstil warm geworden, aber die Grundidee war spannend genug, um beide Staffeln zu sehen)

Heartstopper – Staffel 3 (Auch in der dritten Staffel überzeugt die Serie mit so viel Wärme und Herzlichkeit. Einfach pure Liebe)

Alya sometimes hides her feelings in Russian – Staffel 1 (Kleine Rom-Com, mit interessantem Ansatz, der aber nicht so richtig ausgebaut wird)

Die Ringe der Macht – Staffel 2 (Auch wenn die namensgebenden Ringe diesmal durchgehend eine Rolle spielen, verzettelt sich die Serie in zu vielen Schauplätzen und bringt so keinen Handlungsstrang wirklich voran)

Mein Leserückblick

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 3.612
Seiten pro Tag: 116 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 5
Hörbuch: 3

Die Tagebücher der Apothekerin 11-12: Maomao kommt weiter hinter Geheimnisse rund um Jinshi. Doch sie befürchtet, dass es gefährlich für sie wird, wenn sie zu viel weiß. Doch dann soll sie ihn auf eine Jagd begleiten. – Man wird weiterhin auf die Folter gespannt, auch wenn die Beziehung zwischen Maomao und Jinshi nochmal voran getrieben wird.

Ashville Academy 1 – Wen die Nacht berührt: Hanna hat einen schlechten ersten Tag an der Ashville Academy. Als Mensch an der Schule für Übernatürliche hat sie von Anfang an den Kürzeren gezogen, vor allem, weil die Nachtmahrin Nora ihr eine Erinnerung stiehlt. Doch das ist nur der Anfang, denn an der Ashville verschwinden Studierende. Und Hanna und Nora stecken schon ganz bald mitten in den Ermittlungen. – Interessanter Ansatz, bin aber nicht richtig in die Handlung reingekommen.

Flüster mir ein Liebeslied 3: Himari hatte sich Zeit erbeten, um sich über ihre Gefühle klar zu werden. Doch als sie von einer Freundin gebeten wird, ihr das Feld zu überlassen, empfindet sie Anzeichen von Eifersucht. Und so verspricht sie Yori, dass sie zeitnah eine Entscheidung treffen wird. – Die Handlung bleibt ruhig, aber nimmt dennoch ein wenig Fahrt auf.

108 Dinge, die ich vor dem Schreiben meines ersten Buches gern gewusst hätte: Autorin Andrea Wilk hat schon viele Bücher veröffentlicht. Dabei hat sie eine Menge Erfahrungen gesammelt und aus ihren Fehlern gelernt. Hier hat sie eine Übersicht dieser Fehler gesammelt und was sie daraus gelernt hat. – Interessante Tipps fürs Selfpublishing.

Marriage Toxin 1: Gero ist ein Meister der Gifte und gehört zu einer traditionsreicher Familie von Auftragskillern. Die Ehe kam für ihn eigentlich nie in Frage, aber es muss einen Erben geben. Und damit seine Schwester nicht ihre Beziehung zu einer Frau aufgeben muss, sucht er nach einer Braut. Dabei helfen soll ihm eine Heiratsschwindlerin, die er bei einem Auftrag gerettet hat. – War anders als nach dem Klappentext erwartet, aber ich bin dennoch neugierig auf die weitere Handlung.

Dark Star Burning: Nach der Zerstörung des Tempels, der für Lan kurzzeitig ein Zuhause war und dem Verlust von Zen, sucht sie verzweifelt nach einem Weg die elantinische Besatzung doch noch zu beenden. Dafür reist sie in die Wüste und sucht nach einem Ort, der nicht mehr existieren soll. Wird sie ihre Welt retten können? – Starker Abschluss der Dilogie, auch wenn einige Aspekte etwas schnell abgearbeitet wurden.

Sarg jetzt nichts: Betty ist noch immer bei ihren Eltern im örtlichen Bestattungsinstitut. Doch auch hier bekommt sie wieder Herzschmerz. Was ist da eine bessere Abneigung als ein neuer Mord? Beziehungsweise eine neue Leiche bei ihren Eltern im Keller in Vorbereitung einer Beerdigung, die vielleicht doch nicht aufgrund eines Unfalls gestorben ist. – Deutlich stärker als Band 1, auch wenn Betty auch hier wieder sehr weinerlich und „missverstanden“ ist.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 14: Ron und Toto sind zurück in Japan und werden direkt von ihren Freunden und Bekannten empfangen, denn bei Ron im Haus soll es spuken. Da hilft es auch nicht, dass sie den Mord an einem Süßigkeitenkoch aufklären konnten. – Es gibt wieder mehrere kleine Fälle statt einen Bändeübergreifenden, was ich sehr begrüße.

Kröten sind Chefsache: Miriam hat ganz neu in einer PR-Agentur als Grafikerin angefangen. Und neben den allgemeinen Anfangsproblemen hat sie auch noch ein Geheimnis. Denn sie ist eine Hexe. Und nach einer Menge Überstunden platzt ihr der Kragen. Doch ein harmloser Ausspruch wird zu einem Fluch und plötzlich ist ihr Chef eine Kröte. Zusammen versuchen sie nun den Fluch zu brechen. – Eine tolle Rom-Com mit witziger Prämisse, die gut ausgespielt wurde. Freue mich sehr auf Band 2.

Der Ring der Pharaonen: Drei Jahre nach den Ereignissen von Santorin sind Ben und Ria auf einer neuen Mission. Ein Hilferuf hat Ria nach London gelockt und schnell sind die beiden erneut in einem Kampf auf Leben und Tod verwickelt. – Sehr spannender Zwischenband zwischen der Atlantis- und der Pharaonen-Reihe. Hab es in einem Rutsch weggeatmet.

Deep End: Scarlet ist Turmspringerin am College und trainiert für Olympia. Doch nach einem Unfall hadert sie mit dem Sport. Genau dann tritt Lukas, ein erfolgreicher Schwimmer, in ihr Leben. Leider ist er auch der Ex-Freund ihrer besten Freundin. Ein kurzfristiges Arragement sollte zur beiderseitigen Befriedigung sein, doch daraus wird schnell noch etwas ganz anderes. – Ali Hazelwood schreibt einfach tolle Geschichten, auch wenn ich den erneut ziemlich großen Spice-Anteil gar nicht bräuchte.

Tee? Kaffee? Mord! Folge 11 – Die fünf Portraits des toten Doktors: Köchin Louise bekommt fünf große Porträts zugeschickt. Das Problem: Sie alle zeigen einen Mörder, den die ehemalige Agentin geschnappt und hinter Gittern gebracht hat, und der eigentlich tot sein sollte. Doch hinter den Bildern steckt ein Rätsel, an dessen Lösung ein Menschenleben hängt. Zusammen mit ihrer Chefin Natalie und ihren Freunden versuchen sie alles, um das Mädchen zu retten. – Gut geschriebener Band, auch wenn ich die Grundidee nicht mochte.

Wie war euer März? Was waren eure Highlights?

Rückblick auf den Februar 2025

Und damit ist der kürzeste Monat des Jahres schon wieder vorbei. Das schlägt sich wie jedes Jahr auch in meiner Statistik wieder. Zumal diesmal auch privat die Zeichen auf Veränderung standen. Mal schauen, wie sich hier alles im nächsten Monat entwickelt. Aber bis dahin gibt es erstmal meine monatliche Auswertung meines medialen Konsums.

Der Text "Mein Monatsrückblick" vor hellblauem Himmel mit vereinzelten Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Kundschafter des Friedens 2: Die Kundschafter des Friedens treffen auf der Beerdigung ihres damaligen Chefs auf dessen Tochter. Gerade Jochen Falk war schwer in sie verliebt und kann ihr so den Wunsch nach einem Austausch eines Testaments auch nicht abschlagen. Dafür muss die Gruppe nach Kuba, was sie sehr freut, da es doch die letzte sozialistische Bastion ist. Doch vor Ort kommt alles anders. – Funktioniert nur bedingt und ist leider immer dann gut, wenn er sich von der eigentlichen Handlung wegbewegt.

Wunderschöner: Sonja und Milan haben sich getrennt und versuchen für die Kinder ein Nestmodell, doch auch das bringt Probleme mit sich. Ihre beste Freundin Vicky organisiert ein Schulprojekt, das nicht bei allen auf Begeisterung stößt. Milans Schwester Julie hat ihre Modelkarriere an den Nagel gehängt und versucht einen Neuanfang beim Fernsehen, bekommt es da aber mit Übergriffigkeiten zu tun. Nadine arbeitet ebenfalls beim Fernsehen und gehört dort zur Elite. Doch als sie erfährt, dass ihr Mann mit einer Prostituierten geschlafen hat, bricht für sie eine Welt zusammen. – Starke Fortsetzung, die noch einmal weitergehende feministische Themen anspricht außer den weiblichen Körper.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Jurassic Park 2 – Vergessene Welt

Jurassic Park III: Dr. Alan Grant hat nach den Ereignissen im ersten Teil nur ein Ziel: Nie wieder einen lebenden Dino sehen. Lieber widmet er sich weiter seinen Ausgrabungen. Doch als Familie Kirby ihm viel Geld bietet, um bei einem Rundflug über die Insel Sorna anwesend zu sein, stimmt er schließlich zu. Doch die Kirbys haben gelogen und sich auf der Suche nach ihrem verschollenen Sohn und landen auf der Insel. Das wird schnell zum Überlebenskampf. – Schlechtester Teil der Reihe, der sich nur noch auf die Actionszenen mit den Fleischfressern konzentriert und die eigentliche Schönheit des ersten Teils weglässt.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Like a complete unknown & Heldin

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Queer Eye – Staffel 9 (Kleine Änderungen im Cast, doch das Team bleibt herzlich wie eh und je. Tolle Geschichten)

Love of Kill – Staffel 1 (Klang in der Grundidee besser, ist leider sehr langatmig und bietet bis zum Ende keine richtige Auflösung)

Sailor Moon – Staffel 2 (Funktioniert in der ersten Hälfte besser, die aber eher Füller ist, überzeugt dennoch durch das übliche Monster der Woche Prinzip)

Wind Breaker – Staffel 1 (Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber sehr gut umgesetzt und konnte mich absolut mitreißen)

Kaguya-sama – love is war – Staffel 1 (Kommt erst spät in Schwung und konnte mich nur bedingt abholen)

Miss Kobayashis Dragon Maid – Staffel 1 (Sehr süße Idee, lebt aber erst von den späteren Charakteren)

My next life as a villainess – Staffel 1 (Alles etwas überzeichnet, aber funktioniert ganz gut und bietet viel Witz)

Criminal Minds – Staffel 11 (Es stehen wieder personelle Veränderungen im Team an, die nicht so gut funktionieren, aber die Fälle sind weiterhin spannend)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten insgesamt: 2.601
Seiten pro Tag: 93 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 6
Hörbücher: 2

A Man and his Cat 4-5: Während Herr Kanda neue Bekanntschaften schließt, trifft Fukumaru auf einen alten Bekannten. Und weil er ihm helfen will, rennt er aus der Wohnung. Dabei verläuft er sich aber und findet den Weg nicht zurück. Doch Herr Kanda setzt alle Hebel in Bewegung, um ihn wieder zu finden. – Weiterhin eine supersüße Geschichte, die auch nach fünf Bänden noch gut funktioniert.

More than a doll 6-7: Gojo und Marin nehmen an einem weiteren Cosplay Event teil und schließen neue Bekanntschaften. Außerdem steht ein Schulevent bevor, bei dem die beiden für den Cosplay Wettbewerb ausgewählt werden. Können sie die Hoffnungen ihrer Klasse meistern? – Hier kommt nochmal mehr Charakterentwicklung mit rein, was gut funktioniert. Ich bin weiterhin gespannt.

Haikyu! 7: Die Karasuno steht im zweiten Satz gegen die Aoba Johsai. Die Nerven liegen blank, vor allem bei Zuspieler Tobio Kageyama. Daher wird er erst einmal ausgewechselt und Sugawara darf spielen. Wird er es schaffen die Gemüter so weit zu beruhigen, dass sie noch eine Chance haben? – Auch wenn ich durch den Anime den Ausgang kenne, bleibt es spannend.

Song of Silver – das verbotene Siegel: Lans Heimat ist vor einigen Jahren erobert worden und hat ihrer Familie das Leben gekostet. Nun versucht sie sich als Singmädchen über Wasser zu halten. Doch in einer schicksalshaften Nacht verliert sie alles, was sie bis dahin kannte. Dabei trifft sie auf den geheimnisvollen Zen, der sie jenseits der Stadt bringt und eine Welt zeigt, die Lan für verloren gehalten hat. – Gelungener Weltenbau, tolle Charaktere, spannende Geschichte, hat mich gerade gegen Ende stark emotional mitgenommen.

Kikis kleiner Lieferservice 2 – Kiki und die neue Magie: Kikis ist wieder zurück und bekommt wieder allerlei Aufträge für ihren Lieferservice. Doch als sie einen schwarzen Brief überbringen soll, wird sie mit allerlei Vorurteilen gegen Hexen konfrontiert und stürzt in eine Sinnkrise. Können ihre Freunde und ihr trauer Kater Jiji sie aus ihrem Loch holen? – Wieder sehr süße Geschichten und man merkt, dass Kiki sich weiter entwickelt.

Tee? Kaffee? Mord! 9 – Ein Mörder steht im Walde: Die Starköchin Keetje Koopmans wird beim campen in der Nähe von Earlsraven tot aufgefunden. Ein Eintopf aus Giftpilzen ist der Übeltäter. Dennoch deuten alle Zeichen auf Mord. Natalie und ihre Köchin Louise nehmen die Ermittlungen auf, die Louise sogar in die Niederlande zum Dreh einer Kochshow bringen. – Mal eine ganz andere Geschichte, die viel Spaß beim Hören gemacht hat.

Tee? Kaffee? Mord! 10 – Die kleinen Leute von Pittlewood:In Pittlewood hält sich eine Sage standhaft. Die kleinen Leute werden kommen und die Bewohnenden für die Taten der Vergangenheit bestrafen. Als eine Mordserie wirklich auf kleine Leute hindeutet ist das Dorf in heller Aufregung. Natalie und ihre Köchin Louise glauben jedoch nicht daran und nehmen die Ermittlungen auf. – Eine etwas schwächere Folge, da ich – wie auch die Protagonistin – schnell von den kleinen Leuten genervt war.

Insomniacs 3: Der neugegründete Astronomieclub hat alle Hände voll zu tun, um ein Event zu organisieren, damit der Club nicht aufgelöst wird. Dabei müssen die Mitglieder ihre Freunde um Hilfe bitten, was ihnen alles andere als leicht fällt. – Weiterhin sehr süße Geschichte, die aber noch nicht so richtig in Schwung gekommen ist.

Das krumme Haus: Familie Leonides lebt in einem kleinen krummen Haus. Drei Generationen umfasst die Familie und Charles Hayward hat sich in die Enkelin Sophia verliebt. Doch als das Oberhaupt der Familie Aristide ermordet wird, bittet sie ihn die Ermittlungen zu unterstützen, da sie sich sonst nicht mit ihm verloben kann. Doch die Ermittlungen scheinen lange ins Leere zu laufen, bis sich die Ereignisse überschlagen. – Ein Agatha Christie ohne Poirot oder Marple, aber nicht weniger spannend.

Wie war euer Februar? Was sind eure Highlights?

Kundschafter des Friedens 2

Ein Vorwort

2017 kam ein kleiner deutscher Film in die Kinos, der sich auf humorvolle Art mit alt gewordenen DDR-Spionen in der aktuellen Zeit befasst hat. Ein wenig Ostalgie und doch konnte er mich nur bedingt abholen. Gut, dass ich das alles schon wieder verdrängt hatte und daher trotzdem Lust hatte, den zweiten Teil zu sehen. Diesmal soll es für die Truppe nach Kuba gehen. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Titel des Films als Fanart arangiert mit Kinoticket auf einer Filmklappe

Die Handlung

Die Kundschafter des Friedens treffen auf der Beerdigung ihres damaligen Chefs auf dessen Tochter. Gerade Jochen Falk war schwer in sie verliebt und kann ihr so den Wunsch nach einem Austausch eines Testaments auch nicht abschlagen. Dafür muss die Gruppe nach Kuba, was sie sehr freut, da es doch die letzte sozialistische Bastion ist. Doch vor Ort kommt alles anders.

Meine Meinung

Das gute am ersten Film war, dass er sehr in die heist Movie Schiene ging und so seine Spannung irgendwie aufbauen konnte. Aber nach acht Jahren sind auch die Darstellenden nicht gut gealtert und so ist es gerade Henry Hübchen als Jochen Falk, der sich sehr steif durch seine Szenen kämpft. Auch von Logistiker Locke kam kaum noch Input. Er war halt da, weil er auch schon im ersten Teil mitspielte. Lediglich Romeo-Agent Harry bekommt hier nach einer Sinnkrise eine ganz neue Aufgabe und schafft es den Film nochmal in eine modernere Zeit zu bringen. Auch Katharina Thalbach als Technikerin Tamara bringt dem Film guten neuen Schwung. Würde die Handlung sich mehr auf sie konzentrieren, dann hätte er deutlich besser funktionieren können.
Aber fangen wir doch nochmal am Anfang an. Wir beginnen in der Zeit des kalten Krieges und  unsere Truppe trifft auf niemand geringerem als Fidel Castro. Dann kommt der Zeitsprung und jene Beerdigung, die die Kundschafter nach Kuba führt. Die ganze Geschichte ist schon sehr künstlich aufgebaut und schnell durchschaubar, dass es sich hier um eine Finte handelt. Natürlich läuft unsere Truppe dennoch in die Falle und muss danach alles wieder richten. Beziehungsweise will Falk alles richten, da die anderen lieber ihren Urlaub genießen.
Und gerade in diesen Urlaubsszenen liegen die verborgenen Stärken des Films. Zwar wird die DDR Geschichte und auch Castros Regentschaft sehr einseitig und unkritisch dargestellt, aber bei einer seichten Komödie wäre das wohl auch zu viel verlangt gewesen. Aber wir haben hier versteckt die Themen beginnende Demenz, Liebe im hohen Alter und Identitätsfindung.
Leider liegt der Fokus des Films dann doch wieder auf der künstlichen Geschichte rund um Falk frühere Liebe. Ein wenig Gerenne hier, ein wenig Gerenne da und dann ist der Film auch schon wieder vorbei. Er hat nicht unbedingt weh getan, und für einen Lacher ab und an war er auch gut, aber er ist nun nicht unbedingt gut. Vorallem die Ostalgie kommt wieder gut durch mit allerlei Anspielungen, die das ältere Publikum um mich herum wohl deutlich besser verstanden haben als ich.
Kurzum eine Fortsetzung, die nicht so wirklich funktioniert, aber die ältere Generation und ihre Ostalgie durchaus glücklich machen kann. Und wenigestens hat Katharina Thalbach ganz witzige Szenen.

Das Fazit

Kundschafter des Friedens 2 ist ein Sequel, das ebenso wie der erste Teil, nur bedingt funktioniert, und immer nur dann wirklich gut ist, wenn er sich von der eigentlichen Handlung wegbewegt. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Kundschafter des Friedens 2 läuft seit dem 23.01.2025 in den deutschen Kinos

Nosferatu

Ein Vorwort

1922 brachte Friedrich Wilhelm Murnau eine sehr bekannte – wenn auch nicht autherisierte – Dracula-Version in die Kinos, die das Genre nachhaltig prägte. Nun nach über 100 Jahren und in Ermangelung von neuen Ideen, wurde es mal wieder Zeit für ein Remake. Ob Nosferatu der Stummfilmvariante etwas hinzufügen kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Schriftzug Nosferatu im Stil des Kinoplakats mit Kinoticket arrangiert vor einer Filmklappe und der DVD des alten Nosferatu von 1922

Die Handlung

Der Immobilienmakler Knock erhält einen Auftrag vom Grafen Orlok aus den Karpaten. Dafür schickt er seinen Mitarbeiter Thomas Hutter zum Grafen. Dieser landet nach langer Reise in der Burg und steht dem Grafen gegenüber. Dieser ist sehr an Hutters Blut und seiner Frau Ellen interessiert und unterschreibt den Immobilienvertrag. Dann reist der Graf nach Wisborg und bringt Unheil über die Stadt.

Meine Meinung

Im Rahmen meiner ersten Monsterwochen 2020 befasste ich mich mit verschiedenen filmischen Erwählungen zu den literarischen Figuren Dracula und Frankenstein. Da kam ich auch mit Murnaus Nosferatu erstmalig in Berührung, dass nur knapp seiner kompletten Vernichtung entgangen ist, da es sich doch zu offensichtlich an Bram Stokers Dracula orientierte. Die Geschichte funktionierte wunderbar als Stummfilm, da es viel auf die Wirkung der Bilder und Max Schreck als Nosferatu setzte.
Doch würde dieser Film auch mit modernen Mitteln funktionieren? Regisseur Robert Eggers hat in seiner Karriere gezeigt, dass er es versteht mit düsteren Stoffen einzigartige Geschichten zu erzählen. Sein ganz besonderer Stil nutzte er nun auch wieder bei Nosferatu und holte sich dazu einige sehr begabte Schauspielende. Das 94 Minuten lange Original wurde dabei auf 132 Minuten aufgeblasen und das dürfte wohl auch der Schwachpunkt geworden sein. Denn die Geschichte bietet nicht genügend Handlung, weswegen Szenen unnötig gestreckt werden. Allein die Reise Thomas Hutters zur Burg Nosferatus wird mit einer sehr langen Inszenierung eines Fiebertraums unterbrochen, die zwar irgendwie die Stimmung widerspiegelt, aber zeitgleich auch die Handlung nicht voran treibt. Das kann man mögen, aber es gibt dem Film keinen Mehrwert.
Dabei ist es auch hier wieder die düstere Stimmung, die den Bann des Filmes erzeugt. Warum zur Hölle Nosferatu hier unbedingt dieses Aussehen haben musste, das so gar nicht mehr dem Original entspricht, aber auch in einer Neuinterpretation der Rolle nicht funktionieren will, erschließt sich mir nicht. Denn das übrige Setdesign und die Kostüme wirken gut gewählt und die Darstellenden geben sich sichtlich Mühe ihren Charakteren den letzten Schliff zu geben. Dies funktioniert leider auch nur bedingt, aber das liegt eher am Drehbuch.
Letztlich bleibt die Frage, was das Remake bewirken wollte. Es brachte weder den Stoff auf ein moderneres Niveau, verbesserte keine alten Effekte, die damals schon wegbereitend waren, entwickelt die Handlung nicht neu, sondern erzählt die gleiche Geschichte in aufgeblasener. Damit ist der neue Nosferatu Film nicht schlecht, aber wenn ich die Wahl habe, nehme ich da doch lieber das Original.

Das Fazit

Nosferatu erzählt den bekannten Stoff mit einer gelungenen düsteren Stimmung und guten Schauspielenden erneut, schafft es aber nicht eine eigene Note einzubringen, weswegen der Mehrwert eines Remakes fehlt. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Nosferatu läuft seit dem 02.01.2025 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den Januar 2025

Und da ist er, der erste Rückblick, der sich auf 2025 bezieht. Hier begann das Jahr sehr turbulent und leider eher im negativen Sinne. Ich hoffe sehr, ihr hattet einen besseren Start! Nichtsdestotrotz soll es hier um meinen medialen Rückblick gehen, der wie gewohnt mit wenigen Filmen aufwartet. Dafür habe ich mein Animewissen im Serienbereich weiter ausgeweitet. Aber nun ohne weitere Vorrede: Viel Spaß beim Rückblick.

Ein blauer Himmel mit Seifenblasen und der Schriftzug "Mein Monatsrückblick" darin

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Mufasa: Mufasa wird als junger Löwe von seinen Eltern getrennt. Der Löwenprinz Taka rettet ihn und will ihn in sein Rudel aufnehmen, was sein Vater sehr kritisch sieht. Während Mufasa also bei den Löwinnen aufwächst, sehen sich die beiden Jungen wie Brüder. Doch als ein Rudel gefährlicher weißer Löwen auftaucht, müssen sie fliehen und über sich hinauswachsen. – Ein weiteres Prequel, was niemand brauchte, was dann auch trotz anfänglicher guter Intention, nicht funktioniert, da es sich lieber an Klischees abarbeitet.

Nosferatu: Der Immobilienmakler Knock erhält einen Auftrag vom Grafen Orlok aus den Karpaten. Dafür schickt er seinen Mitarbeiter Thomas Hutter zum Grafen. Dieser landet nach langer Reise in der Burg und steht dem Grafen gegenüber. Dieser ist sehr an Hutters Blut und seiner Frau Ellen interessiert und unterschreibt den Immobilienvertrag. Dann reist der Graf nach Wisborg und bringt Unheil über die Stadt. – Sehr atmosphärisches Remake, das aber wenig neues einbindet, auch wenn die Schauspielenden versuchen mehr rauszuholen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Keinen. Ich kam einfach nicht dazu.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

September 5: Die Geiselnahme bei den olympischen Spielen in München 1972 aus der Sicht des übertragenden Senders zu zeigen, interessiert mich noch. Lief nur leider hier nicht.

Paddington in Peru: Die ersten beiden Filme konnten mich durch ihren ganz eigenen Charme und Witz überzeugen, daher bin ich gespannt, wie es mit dem dritten Teil aussieht.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Die Tagebücher der Apothekerin – Staffel 1 und Alexa & Katie – Teil 3-4

Jujutsu Kaisen – Staffel 2 (Was mit einem spannenden Rückblick beginnt, endet in ein Nervenspektakel der einzigartigen Art)

Dr. Stone – Staffel 1 (Interessanter Ansatz, wenn die Menschheit quasi bei 0 starten muss, kann die Begeisterung für neue Wissenschaft auch gut halten und bietet interessante Charaktere)

Tokyo Ghoul – Staffel 1 (Ein weiterer Anime-„Klassiker“, den ich nachgeholt habe. Konnte mich nicht so ganz überzeugen, war aber spannend genug, um vielleicht weiterschauen zu wollen)

Dandadan – Staffel 1 (Einer der beliebtesten Animes des letzten Jahres konnte mich gar nicht überzeugen. Es war mir zu abgedreht und drüber und ich bin einfach kein Fan, wenn die Charaktere pausenlos schreien)

What if… – Staffel 3 (Geschaut, um bei Marvel auf dem Laufenden zu bleiben, aber bot nicht eine spannende Idee)

The detective is already dead – Staffel 1 (Startete als interessanter Krimi, atete sehr schnell in ein sehr dramatisches Fantasy-Ding aus, bin ich nicht mit warm geworden)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 17
Seiten insgesamt: 4.643
Seiten pro Tag: 150 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 9

Yuzu – die kleine Tierärztin 1: Yuzu muss für eine Weile zu ihrem Onkel ziehen, der eine Tierklinik führt. Dabei muss sie ihre Angst vor Tieren überwinden und schafft es durch ihre einfühlsame Art für sich und die Tiere einzustehen. – Süßer Manga für die jüngere Zielgruppe, der durch seine Herzlichkeit auch die Älteren abzuholen vermag.

Cat on the heroes lab 3: Diesmal führt es die Helden mit ihren Katzen übers Meer, was sie nicht alle so gut vertragen. Und sie treffen auf einen Kaiser in Trauer um eine ganz besondere Katze. – Die Geschichte ist nach dem trägen ersten Band endgültig in Schwung gekommen und hat mich ab und an gut zum lachen gebracht.

Mein Buchcafé in einer anderen Welt 2: Tsukina wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres treusten Kunden, der einen Krieg verhindern muss, den die eigentliche Heldin beinah ausgelöst hätte. Doch der status quo ist dabei sich zu ändern und Tsukina muss eine folgenschwere Entscheidung treffen. – Es geht spannend weiter, auch wenn das Ende sich wie ein Abschluss las. Bin gespannt, was da noch so passiert.

Ink Arcanum: William Bray hat endlich sein eigenes Tattoostudio eröffnet und findet ein geheimnisvolles Buch, das ihm bei der Weiterentwicklung helfen soll. Doch die Tattoos entwickeln ein Eigenleben und plötzlich findet sich Will auf der Flucht vor mehr als nur der Polizei wieder. – Interessante Grundidee, spannende Plottwists, ließ mich leider am Ende etwas emotionslos zurück. Aber wird bestimmt nicht mein letzter Hagemann sein.

Voll kein Typ 2: Die drei Freunde müssen sich erneut mit ihren Vorurteilen auseinander setzen, da die Damen aus der Crossdressbar ihre Gefühle ordentlich durcheinander gebracht haben. Es steht eine Mangaconvention und ein Zoobesuch an. – Die Idee wird gut weitergeführt und bringt durch die unterschiedlichen Charaktere viel Witz mit ein.

Where spring hides: Leni wäre am liebsten Musicaldarstellerin. Doch ihr Traum ist nicht mit dem kurz vor der Insolvenz stehenden Familienreiseunternehmen vereinbar. Daher begleitet sie eine Gruppe aus den USA auf einer großen Deutschlandtour. Doch diesmal hat sich Edward mit angemeldet, ein College-Basketballspieler, den Leni vor vier Jahren getroffen hat und die sofort ein besonderes Band verbunden hat. Der ihr jedoch damals nicht die Wahrheit über sein Leben sagen konnte. Doch eins steht für ihn fest: Er will Leni unbedingt wiedersehen. – Auch wenn mir der Turn zu „wir lieben uns“ etwas zu gewollt war, doch der stärkste Band der Reihe.

My home hero 4-5: Die Zeit für Tetsuo läuft langsam ab. Er muss einen Beweis erbringen, dass Kyoichi noch lebt. Ansonsten würde er sterben. Sein letzter Ausweg ist, dass er jemand anderen als Mörder entlarvt. Dabei braucht er weiterhin die Unterstützung seiner Frau, die jedoch feststellt, dass ihre Tochter erneut in Gefahr ist. – Die Geschichte hat gut Fahrt aufgenommen, zeigt aber auch, dass sie noch eine Weile weitergeht.

Die Schattenhand: Lymstock scheint ein ruhiges Städtchen zu sein. Der perfekte Ort für Jerry Burton, der nach einem Flugzeugabsturz von seinem Arzt Ruhe verschrieben bekommen hat, und seiner Schwester. Doch beleidigende Briefe voller abstoßender Anschuldigungen machen die Runde. Bis sie schließlich ein Todesopfer fordern. Jerry beginnt zu ermitteln und trifft schließlich auf Miss Marple, die bereits eine Theorie hat. – Miss Marple kommt in ihrem eigenen Roman lediglich auf 10 Seiten vor … mutig und erstaunlicherweise funktioniert die Geschichte trotzdem.

Remoire: Seraphine wurde als Kleinkind ihrer Familie entrissen und hat es irgendwie geschafft zu überleben. Doch als das Dunkel sich erneut erhebt, erfährt sie, dass sie eine viel größere Rolle darin spielt als sie je zu denken gewagt hatte. Ihr steht eine beschwerliche Reise bevor, bei der sie viel über sich und die Welt lernt, die in großer Gefahr schwebt. – Ein sehr gut geschriebenes Buch mit spannenden Charakteren, interessantem Plotttwist, dessen einziges Hindernis bei mir war, dass es im High Fantasy Bereich nicht mein Genre ist. Aber gerade das spannende Ende, das eher Richtung Dark Fantasy geht, konnte mich völlig bannen.

Oracle: Julian kann seit Kindheitstagen seltsame Marker an Menschen sehen. Jahrelange Therapie half dagegen und dämmte auch die Panikattacken ein. Doch bei seinem versuchten Neustart an der Uni ist er sich sicher, seine Medikamente nicht mehr zu brauchen. Kurzerhand setzt er diese ab und sieht kurz darauf wieder die Marker, die jedoch drohendes Unheil ankündigen. Kann er diese verhindern und wie geht er damit um praktisch ein wandelndes Orakel zu sein? – Interessanter Grundgedanke, der sehr gut und spannend umgesetzt wurde.

Angels of Death 6: Zack ist schwer verletzt und Rachel muss sich mit dem Priester der aktuellen Ebene zusammen tun, um an ein Heilmittel zu kommen. Doch das ist wieder mit allerlei Gefahren verbunden. – Fühlte sich ein wenig wie ein Füllerband an, mal schauen, wie es weitergeht.

Insomniacs 2: Isaki und Ganta bekommen die ersten Hindernisse bei der Gründung ihres Astronomie-Clubs zu spüren. Doch durch die Hilfe einer Ehemaligen, könnten sie an die benötigten Gelder kommen und finden gleichzeitig ein neues Projekt. – Die sehr süße und unaufgeregte Geschichte geht weiter und ich bin sehr gespannt.

Der geheime Orden von New Orleans: Elayne zieht mit ihrer Familie neu nach New Orleans. Doch eine merkwürdige Krankheit sucht ihre Schwester heim und die einzige Lösung scheint der gut aussehende Blake zu sein. Der führt sie in einen geheimen Orden ein und Elayne erfährt, dass sie von den Voodoo-Göttern ausgewählt wurde. Um ihrer Schwester zu helfen, nimmt sie ihr Schicksal an, nicht ahnend, was sie damit auslöst. – Mich sprach der Voodoo-Teil der Geschichte sehr an, leider ist er sehr untergegangen in einem wilden Misch aus allen Kulturen, die die Geschichte sehr wirr gemacht haben. Schade.

Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Süßes Kinderbuch, das die Vorlage zur bekannten Verfilmung bietet.

The masterful cat is depressed again, today 2: Saku und Yuichi haben eine Einladung zum Geburtstag der Nichte ihres Chefs bekommen. Doch wie kann sie erklären, dass Yuichi eine mannsgroße Katze ist und auf zwei Beinen läuft. Zum Glück fällt diesem eine Lösung ein. – Die Geschichte ist etwas schleppender als im ersten Band, aber noch immer voller Witz und Charme. Freue mich auf die weiteren Bände.

Where autumn leaves: Beth macht ein FSJ an einer renommierten Rehaklinik. Nach einem Zwischenfall kann sie einfach nicht an ihren eigentlichen Plänen festhalten. Doch in der Klinik trifft sie auf Jakob, ihrem Sandkastenfreund, der nach einem Kreuzbandriss darauf hofft, wieder fit fürs Feld zu werden. Doch er hat ein Geheimnis, das ihre ganze Welt zum einstürzen bringen könnte. – Der Abschluss der Festival Reihe beginnt spannend und stürzt sich dann in zu viele Themen, die am Ende mit einem Schnippsen gelöst werden und daher eher problematisch dargestellt sind. Schade.

Wie war euer Januar? Was waren eure Highlights?

Mufasa

Ein Vorwort

Disney verfolgt die Strategie der zumindest finanziell erfolgreichen Realverfilmungen weiter. Mit Mufasa gibt es als Prequel zu Der König der Löwen zumindest mal eine neue Geschichte, statt die gleiche erneut zu erzählen. Allerdings kennen wir die Hauptcharaktere auch bereits und wissen um ihr Schicksal. Kann der Film einen neuen Blick liefern und mit der Handlung überzeugen?

Filmtitel und Kinoticket auf Filmklappe mit Zazu-Plüsh

Die Handlung

Mufasa wird als junger Löwe von seinen Eltern getrennt. Der Löwenprinz Taka rettet ihn und will ihn in sein Rudel aufnehmen, was sein Vater sehr kritisch sieht. Während Mufasa also bei den Löwinnen aufwächst, sehen sich die beiden Jungen wie Brüder. Doch als ein Rudel gefährlicher weißer Löwen auftaucht, müssen sie fliehen und über sich hinauswachsen.

Meine Meinung

Der König der Löwen ist für viele noch immer der Film der Kindheit. Darüber hinaus habe ich das Gefühl, dass der zweite Teil eher unbekannt ist. Ich hingegen habe auch den zweiten geliebt und kenne daher auch die Geschichte von Simbas Tochter Kiara. Diese wird hier auch als Ausrede genutzt, um die Geschichte von Mufasa zu erzählen. Denn waren im Trailer bereits Timon und Pumbaa zu sehen, die ja aber gar nicht in Mufasas Geschichte vorkommen konnten, da ja erst Simba sie im ersten Teil kennenlernte, erklärt sich hier ihre Anwesenheit. Allerdings verkommen sie hier auch zu simplen Stichwortgebern und können bei weitem nicht an ihre Gagdichte von einst heranreichen, auch wenn hier mit aller Mühe ein Gag nach dem anderen rausgepresst wurde, die aber einfach nicht mehr zünden – auch nicht bei den anwesenden Kindern im Kino.
Aber fangen wir doch nochmal ganz am Anfang an. Wie erwähnt treffen wir zuerst auf Kiara. Die soll beim Königsfelsen bleiben, während Daddy Simba zu Mummy Nala geht, die wohl ein weiteres Baby erwartet. Hierzu hätte ich dann noch Fragen, denn dieses Geschwisterchen kommt im Sequel nicht vor und dort verfolgen wir Kiara bis ins Erwachsenenalter. Ist es also verstorben? Verstoßen? Weggelaufen? Wie Boris Blocksberg ins Internat geschickt und dann die Existenz vergessen worden? Okay, ich schweife ab, aber wenn wir einen Logikloch-Counter hätten, wäre er hier bereits ein paarmal angesprungen. Okay, also weiter in der Geschichte. Timon und Pumbaa wollen Kiara also ablenken und erzählen eine wirre Geschichte, in der sie die Protagonisten sind – wir erinnern uns an den Versuch eines dritten Teils, in dem sie genau das mit der Geschichte des ersten Films versucht haben, was nur mäßig funktionierte. Zum Glück taucht Rafiki auf und übernimmt die Rolle des Erzählens.
Wir lernen nun also Mufasa als jungen Löwen kennen und nun ja, es ist ein Disney-Film, aber ist das Kindheitstrauma nicht weit. Mufasa wird also von seinen Eltern getrennt und trifft auf Taka. Wer es noch nicht verstanden hat: Taka ist übrigens Scar. Wir wissen also wie die Geschichte der beiden ausgeht. Und während uns damals erklärt wurde, dass Mufasa halt der Zweitgeborene war und aus irgendeinem Grund trotzdem den Thron bekommen hat, was der Grund für Scars Verbitterung sein sollte, wird hier einfach eine komplett neue Geschichte aufgemacht. Okay, akzeptieren wir also die Tatsache, dass die beiden lediglich Brüder im Geiste sind. Denn wie Taka immer wieder betonte, wollte er immer einen „Brudaaa“ – okay, ich weiß, dass Disney eigentlich die Auswahl ihrer Synchronsprecher sehr ernst nimmt und wir in Deutschland auch echt gute haben, die eine tolle Arbeit leisten. Aber wer zur Hölle hat den Taka Sprecher genehmigt, der gefühlt tausendmal Bruder sagen muss und es einfach immer anstregendend Brudaaa nennt?
Während im folgenden eine interessante Spannung zwischen den beiden aufgemacht wird, da Mufasa als „Strafe“ mit den Löwinnen leben muss und dort allerlei hilfreiche Dinge fürs Leben lernt, „darf“ Taka bei den Löwen bleiben, lediglich, weil er der Prinz ist. Dadurch lernt aber auch nicht wirklich was, was ihm später zum Verhängnis wird. Allein dieses Ungleichgewicht richtig ausgebaut und richtig geschrieben, hätte sehr viel erklären können und wäre eine gute Geschichte geworden. Aber bei Disney wollte man keine tiefenpsychologische Geschichte, sondern lieber die gleiche Formel, die seit Ewigkeiten ausgelutscht ist.
Also bekommen wir unseren Oberbösewicht in Form des Rudels der weißen Löwen, die einfach nur böse sind und alle anderen Löwen töten wollen. Okay, sie bekommen einen Nebensatz zur Charakterisierung und sie sind übrigens alle Verstoßene, was Mufasa auch hätte drohen können. Naja, anstatt sich als found family zu verstehen, gehen sie halt lieber auf Rachezug. Also müssen Mufasa und Taka fliehen. Dabei treffen sie auf Sarabi und Zazu. Nun was passiert natürlich? Genau Taka verliebt sich in Sarabi, diese aber in Mufasa und während der noch versucht sie trotzdem mit seinem Bruder zu verkuppeln, gibt er sich schließlich geschlagen. Taka hasst also von jetzt auf gleich Mufasa, der sich vorher schon immer durch seine Erfahrungen bei den Löwinnen hervortun konnte. (Okay er wird hier schon als ein wenig Überklug dargestellt und macht seinen Charakter dadurch auch ein wenig Unglaubhaft, hier hätte ein bisschen mehr Teamwork nichts an der Aussage geändert.)
Naja ab hier werde ich den Film auch mal nicht weiter zusammenfassen, damit noch ein paar „Überraschungen“. bleiben. Aber sagen wir es bleibt so plakativ, also ein „everything wrong with Mufasa“ Video hätte einen sehr hohen Counter. Ich hatte sehr oft Fragezeichen über dem Kopf, einfach weil es mir nicht logisch war, dass die Charaktere so reagiert haben. Während das Potential für eine wesentlich logischere Entwicklung gegeben war. Das verwundert vor allem, da Regisseur Barry Jenkins eigentlich mit Filmen wie Moonlight und If Beale Street could talk bewiesen hat, dass er die Feinheiten herauszuarbeiten weiß. Für das Drehbuch war hier Jeff Nathanson verantwortlich, der einst mit Terminal und Catch me if you can, gute Bücher geschrieben hat, ehe er irgendwie dazu genutzt wurde, Filmreihen, die eigentlich ihren Zenit überschritten haben, weiterzuführen. Sei es Indiana Jones 4, Men in Black 3 oder Fluch der Karibik 5. Auch bei Mufasa konnte er nichts mehr retten.
Aber gut kommen wir mal zu etwas positivem: Der Optik. Während die Realverfilmung von Der König der Löwen vor allem für ihre zu realisitische Darstellung kritisiert wurde, da so sämtliche Emotionen der Charaktere verloren gingen, wurde sich dies hier zu Herzen genommen und die Löwen und anderen Tiere haben wenigstens ein bisschen Mimik bekommen, es wird sich dennoch viel an der realistischen Darstellung orientiert.
Über ein Problem müssen wir leider noch reden: die Lieder. Während die Hintergrundmusik gut funktioniert – was vor allem wohl daran liegt, dass sich hier hauptsächlich am Originalscore orientiert wurde und dadurch berechtigterweise immer wieder für Gänsehautmomente sorgte – sind es die neu geschriebene Lieder, die so gar nicht passen wollen. Sie wirken wie leblose Popsongs von der Stange und das obwohl sie von niemandem geringeren als Lin-Manuel Miranda (Hamilton, In the Heights) geschrieben wurden. Entweder bekam er hier keinerlei Freiheiten oder es wurden die immer gleichen Popsongs verlangt. Anders kann ich mir diesen Komplettreinfall nicht erklären. Denn ausnahmslos jedes Lied klingt gleich. Gleicher Beat, gleiche Geschwindigkeit, gleicher seelenloser Text. Schade, sind doch die Originallieder bis heute unvergessene Klassiker.
Im großen und ganzen ist Mufasa kein schlechter Film. Immerhin hat sich Disney getraut mal eine neue Geschichte zu erzählen. Aber er ist leider auch nicht gut.

Das Fazit

Mufasa versucht eine neue Geschichte mit größtenteils bekannten Charakteren zu erzählen und scheitert an dem vorhersehbarem Ausgang, traut sich aber auch nicht von der altbekannten (aber inzwischen überholten) Formel abzuweichen. Mit einer Menge Logiklöchern  und seelenlosen Liedern, können auch die Optik und der alte Soundtrack nicht viel retten. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Mufasa läuft seit dem 18.12.2024 in den deutschen Kinos

Rückblick auf das vierte Quartal 2024

Wir sind bald durch mit den ganzen Rückblicken, ich verspreche es euch! Aber so ein Jahresende zieht es halt mit sich, dass auch das vierte Quartal des Jahres endet. Ich hoffe ihr habt die ganzen Feiertage gut überstanden, aber wir wollen doch nochmal auf meine Highlights aus dem letzten Quartal zurückblicken.

Meine vier Kinohighlights

Der Buchspazierer: Carl Kollhoff spaziert für eine kleine Buchhandlung jeden Tag durch die Stadt und liefert Buchbestellungen aus. Die Stammkundschaft hat von ihm inzwischen Namen aus Büchern bekommen, so schaut er regelmäßig bei Mr. Darcy oder Frau Langstrumpf vorbei. Dabei wahrt er stets eine höfliche Distanz. Bis er auf die neunjährige Schascha trifft, die ihn gern begleiten möchte und durch ihre quirlige Art seinen Alltag ordentlich auf den Kopf stellt. – Sehr schöner und emotionaler Film mit tollen Aussagen und viel Liebe zum Buch.

Der wilde Roboter: Nach einem Schiffsunglück landet der Roboter Rozzum 7134 auf einer einsamen Insel. Diese ist fernab von Menschen, aber dafür voller Tiere. Da der einzige Existenzgrund für einen Rozzum das Erledigen von Aufgaben ist, versucht sie diese in der Tierwelt zu finden, was zu einigen Missverständnissen führt. Bis sie auf ein Gänseei trifft und die Aufgabe bekommt sich um das Kücken zu kümmern. – Supersüßer Animationsfilm, bei dem wohl kein Auge trocken bleiben dürfte.

Wicked: Die böse Hexen des Westens ist tot. Die Leute feiern ihr Ableben. Da taucht die gute Hexe Glinda auf und erzählt von ihrer Freundschaft zu Elphaba, die später zur böse Hexe wurde. Wie sie als Baby bereits grün geboren wurde und dadurch stets Ausgrenzung erfuhr und ihr Zusammentreffen an der Akademie Glizz. – Rundum gelungene Musicalverfilmung, mit großartigem Cast. tollen Lieder, einer atemberaubenden Optik und guter Umsetzung der Thematik.

Vaiana 2: Vaiana kehrt nach einer Expeditionstour zurück auf ihre Heimatinsel. Dort bekommt sie einen neuen Titel verliehen, doch bei der Zeremonie kommt es zu einem Zwischenfall und sie erhält eine Vision, die sie dazu animiert einen verschollenen Knotenpunkt zwischen den anderen Inseln zu suchen. Dafür braucht sie eine Crew. Gleichzeitig gerät Maui in Gefangenschaft. – Tolle Fortsetzung, die nicht ganz an den ersten Teil heranreicht, aber wieder eine starke Geschichte erzählt.

Meine fünf filmischen Highlights

Die Verfluchten: Philip Winthrop hat sich mit Madeleine Usher verlobt und reist zu dem Landsitz der Familie, um sie abzuholen. Doch vor Ort verhalten sich der Butler und vorallem Madeleines Bruder Roderick sehr merkwürdig und erzählen etwas von einer seltsamen Krankheit. Philip will es nicht glauben und versucht alles, um seine Verlobte zu retten. – Gute Verfilmung der Kurzgeschichte von Poe.

Aquarium of the Dead: In einem Aquarium in Kalifornieren wird das Geld knapp. So versuchen sie durch private Führungen etwas mehr Geld reinzubekommen und zeitgleich wird der Senator eingeladen, um über eine Finanzspritze zu reden. Doch dabei kommt es zur Katastrophe. Vermeindlich tote Tiere erwachen wieder zum Leben und greifen an. – Ja, es war absoluter Trash und sah katastrophal aus, aber ich habe mich herzlich amüsiert! Und die Geschichte war irgendwie doch halbwegs logisch. 

Jurassic Park: Nach einem Zwischenfalls auf dem sich im Aufbau befindenden Erlebnispark auf der Isla Nublar, wollen die Investoren eine Überprüfung des Parks durch Experten. Dafür werden der Paläontologe Dr. Alan Grant, die Paläobiologin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm angefordert. Zunächst wissen sie nicht, was ausgerechnet sie dort sollen, bis sie Bewohner des Parks kennenlernen: Dinosaurier. Doch ein weiterer Zwischenfall bringt das Team in ernsthafte Gefahr. – Nicht umsonst ein absoluter Klassiker, und einfach immer wieder spannend.

Das Mädchen, das durch die Zeit sprang: Makoto ist eine ganz normale Schülerin, die gern mit ihren beiden besten Freunden Baseball spielt und immer ein bisschen verpeilt ist. Doch an einem Tag stolpert sie erst auf eine merkwürdig aussehende Walnuss und dann versagen die Bremsen ihres Fahrrad, wodurch sie vor einen fahrenden Zug fällt. Eigentlich tot reist sie jedoch wenige Augenblicke in der Zeit zurück und kann so ihr Schicksal abwenden. Neugierig geworden testet sie ihre Fähigkeit aus, nichtsahnend, dass sie dadurch andere ins Unglück stürzen kann. – Spannendes Drama über Zeitreisen und die Ethik dahinter.

Meine fünf serientastischen Highlights

Geschichte mal anders – Staffel 1: Eine Serie, die kein Interesse daran hat uns stringend die Geschichte runterzubeten oder uns mit unzähligen Jahreszahlen zu langweilen. Stattdessen hat sie für jede Folge eine Frage als Aufhänger und arbeitet sich anhand historischer Beispiele, Statistiken und Fun Facts daran ab. Ob es nun die Frage ist, wie man in den USA Präsident wird, wie man reich wird oder wie man eine Revolution startet. – Interessanter Ansatz und gute Themenauswahl. Allerdings mehr zur Unterhaltung als zur wirklichen Wissensvermittlung

His dark Materials – Staffel 3: Lyra wurde von ihrer Mutter verschleppt und gleich vor mehreren Organisationen versteckt, die hinter ihr her sind. Auch Will gibt alles, um sie zu finden. Zeitgleich steht Lord Asriel vor einem großen Durchbruch, um gegen die Engel in den Krieg ziehen zu können. – Spannender Abschluss einer herausragenden Reihe mit einem Ende, über das ich immer noch mit jemandem Reden muss.

The aquatope on the white sand – Staffel 1: Fuuka muss ihre Karriere als Idol in Toyko beenden. Doch sie will auch nicht zurück zu ihren Eltern. Kurzerhand landet sie auf Okinawa und stößt dort im Gama-Gama Aquarium auf die lebensfrohe Kukuru. Die beiden freunden sich an. Kukuru versucht mit allen Mitteln das Aquarium vor dem Bankrott zu retten. – Sehr cuter Sommeranime mit ganz viel Liebe zu einem Aquarium und dessen Bewohnern.

Kaiju No. 8 – Staffel 1: Kafka arbeitet in der Abteilung für Kaiju-Beseitigung, wo er auf Reno trifft, der sich auf die Eignungsprüfung im Verteidigungskorps vorbereitet. Bei einem Zwischenfall mit einem Kaiju wird Kafka gebissen und kann sich fortan teilweise in einen Kaiju verwandeln. Das müssen die beiden aber unbedingt geheim halten. Gar nicht so leicht, zumal sie sich beide für die Prüfung angemeldet haben. – Spannender Einstieg, treibt die Handlung schnell voran, da die Kämpfe im Vergleich zum Manga etwas zu kurz kommen.

The good Witch – Staffel 4: Cassie Nightingale lebt in der Kleinstadt Middleton und ist für ihre Vorahnungen und Kräutermedizin bekannt. Als nebenan der Arzt Sam Radford mit seinem Sohn Nick einzieht. bekommt sie einen großen Kritiker, der jedoch nach und nach erstaunliches feststellt. – Super cosy Herbstserie mit einer überschaubaren Portion Drama. Hält die Qualität auch gut über die Staffeln an, freue mich auf weitere.

Meine fünf buchigen Highlights

Yadriel & Julian: Yadriel entstammt einer Dynastie an Brujx, die dafür zuständig sind Geister in die Totenwelt zu geleiten. Doch Yadriel wird die Zeremonie verweigert, da er trans ist. Und bei seiner ersten Beschwörung erwischt er gleich noch den falschen Geist. Und Julian denkt gar nicht daran sich erlösen zu lassen. – Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, aber die Geschichte entwickelt sich schnell zu einem tollen Buch mit wichtigen Aussagen zu trans Personen.

Spellshop: Kiela ist Bibliothekarin durch und durch. Doch als die Revolution auch vor der großen Bibliothek nicht Halt macht, muss sie zusammen mit der sprechenden Pflanze Caz fliehen. Sie landet in dem alten Cottage ihrer verstorbener Eltern und beginnt dort ein neues Leben als Marmeladenverkäuferin. Doch das gelingt ihr nur mithilfe kleiner Zauber, die aber im ganzen Land verboten sind. – So ein supersüßer cosy Fantasyroman! Ich bin absolut in der Welt versunken und habe einfach alles geliebt. 

Larsson Legacy: Theodor Skogen besucht den alljährlichen Maskenball der High Society Norwegens. Dort fasziniert ihn die geheimnisvolle Lou mit den vielen Tattoos. Beide spüren sofort eine Anziehung zwischen sich, doch Lou ist niemand anderes als Lovisa Larsson, Erbin von Knad, dem größten Konkurrenten von KOSGEN, dem Erbe von Theo. Gibt es eine Chance für sie beide? – Während Theo zuvor eher unsympathisch war, war ich bei dem Band skeptisch, aber wow hat der gut funktioniert! Ich hab ihn absolut verschlungen.

Bandenkrieg in Vertikow: Peers neue Nachbarin Jutta Abramczyk benötigt Hilfe. Ihr Mann ist vor einer Weile verstorben und sie und ihr Sohn Ludwig wollten in Vertikow Abstand zu allem gewinnen. Doch jetzt geht das Gerücht um, dass sie ihren Mann umgebracht hätte. Peer soll das entkräften. Zeitgleich wird Vertikow aber auch von einer räuberischen Bande heimgesucht. – Wieder ein starker Band, der noch einmal ganz anders aufgebaut war. Bin nur so durch die Seiten geflogen.

Sturmflirren: Rea hat eigentlich alles, was sie braucht. Bis ihr Vater eine Stelle als Diplomat in Qatar bekommt. Den Umzug nach Doha steckt sie überhaupt nicht gut weg und kann sich weder an das Wüstenklima noch die andere Kultur gewöhnen. Bis sie ein geheimnisvolles Phantom trifft und mit einer neuen Freundin bei illegalen Autorennen in der Wüste dabei ist. – Super tiefgründiger Roman von der Autorin meines letztjährigen Jahreshighlights.

Was waren eure Highlights im letzten Quartal?