The Transporter – Refueled

Am 03.09.2015 erschien der vierte Teil, und der erste ohne Jason Statham, der Transporter Reihe in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Frank ist ein Kurier. Jedoch sind seine Lieferungen nicht immer ganz legal. Daher hat er wichtige Regeln aufgestellt. Keine Namen, der Deal wird nie geändert und er öffnet niemals das Paket. Doch bei dem Deal mit der geheimnisvollen Anna scheint es um mehr zu gehen. Sein Vater wird mit hineingezogen und auf einmal ist er in einen Krieg mit einem russischen Mafia-Boss verwickelt.

Ich sage am besten gleich vorweg, dass ich die ersten Transporter-Teile nicht gesehen habe. Ich kann daher keinerlei Vergleiche zu den anderen Teilen herstellen.
Der Film hält eindeutig, was er verspricht. Eine oberflächliche Handlung, dafür einiges an Action und einen gut aussehenden Mann im perfekt sitzenden Anzug. Letzteres dürfte zumindest für die Damenwelt einen großen Pluspunkt bilden. Wer auf eine tiefgründige Handlung hofft, ist bei diesem Film leider falsch. Die Handlung dient nur dazu die wilden Verfolgungsjagden, die größtenteils im Auto stattfinden, zu erklären. Gespickt wird das ganze mit einer gut dosierten Portion Humor, die die Action-Szenen etwas auflockern und daher einen ganz eigenen Charme versprühen. Frank ist seinen Prinzipien grundsätzlich treu. Aber die schöne Anna spielt mit unfairen Mitteln, da sie auf ihn angewiesen ist. Und so zieht sie seinen Vater mit hinein, Frank Senior, der das alles ziemlich locker zu nehmen scheint. Doch schnell merken Frank und Frank, dass Anna und ihre drei Helferinnen gar nicht die eigentlichen Feinde sind.
Ed Skrein übernimmt die Rolle des Transporters Frank. Dieser ist ein etwas steifer und prinzipientreuer Mann, aber für seinen Vater lässt er alles stehen und liegen. Der Anzug sitzt immer perfekt und wenn der eine schmutzig geworden ist hat er noch immer einen Ersatzanzug im Auto. Doch wenn es um seinen Vater geht, kennt er keine Gnade und lässt sofort alles stehen und liegen. Hierbei versprüht Skrein eine Menge unterschwelligen Charme und behält seine Eleganz selbst in den härtesten Kampfszenen bei. Sein Gesichtsausdruck variiert wenig, da er sich die meiste Zeit hinter einer Maske der Lässigkeit versteckt, was seine eigentlichen Gedankengänge versteckt. Daher fällt es einem in einigen Szenen schwer seine Handlungen direkt vorherzusehen.
Loan Chabanol übernimmt die Rolle der Anna. Anna wurde im jungen Alter bereits in die Prostitution geschickt. Nun haben sich Wut und Verzweiflung lang genug angestaut, so dass sie ihren Rachefeldzug durchzieht. Auch Chabanols Gesichtsausdruck ist meistens sehr gleich und mehr als einmal sieht sie so aus, als wüsste sie nicht so genau, was sie in einer Szene machen soll. Das könnte der Tatsache geschudet sein, dass es erst ihr dritter Film ist. Dennoch hätte man sich als Zuschauer hier eine gewisse Variation gewünscht, um den inneren Zwiespalt Annas besser darstellen zu können. Selbst als sie Frank verführt, wechselt sie keine Miene und gibt dem Zuschauer das Gefühl, dass ihr das genauso egal ist, wie die komplette Handlung. Doch eine gezwungene Prostituierte, die aus freien Stücken mit einem Mann schläft (und das auch nicht aus Liebe), sollte doch ein paar Emotionen haben.
Besonders sympathisch macht erst Ray Stevenson den Film. Er verkörpert Frank Senior, der gerade den Tod seiner Frau verschmerzt und trotz seines fortgeschrittenen Alters sich eine gewissen jugendliche Note behält und mehr als nur eine steife Szene auflockert. Nicht verlegen um einen guten Spruch, stürzt er sich voller Freude in den Krieg und erzählt sehr gerne Geschichten von früher. Ohne ihn hätte sich der Film wahrscheinlich an ein paar Stellen gezogen.
Trotz einer sehr vorhersehbaren Handlung schafft der Film es doch spannend zu bleiben und den Zuschauer an die Leinwand zu fesseln.

Alles in allem bietet der Film eine durchschnittliche Handlung aber schön anzusehende Action-Szenen. Wenn man weiß worauf man sich einlässt, macht der Film Laune ist aber nicht vergleichbar mit anderen Filmen des Genres. Dafür erhält er von mir 05 Punkte + 2 Sympathiepunkte für das schicke Auto und einen Ed Skrein im Anzug. Also 5+2 von 10 möglichen Punkten.

Fack ju Göhte 2

Am 17.09.2015 erschien die Fortsetzung mit der Chaosklasse der Goethe-Gesamtschule und dem chaotischsten Lehrer der Filmgeschichte, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Zeke Müller soll zusammen mit Frau Schnabelstedt auf internationale Klassenfahrt. Nur das diese es durch ein Missverständnis nicht aus Deutschland heraus schafft. Also muss sich Herr Müller allein mit seinen Chaosschülern herumschlagen. Der Plan ist der Konkurrenzschule, das Schillergymnasium, die Partnerschule in Thailand abzuluchsen. Doch gleichzeitig ist er auf ganz eigener Mission.

2015 scheint das Jahr der nicht gelungenen Fortsetzungen zu sein. Schon bei Avengers – Age of Ultron und bei Pitch Perfect 2 bin ich sehr enttäuscht worden, weil die Filme zu viel wollen, anstatt sich auf eine anständige Fortsetzung zu konzentrieren. Das gleiche ist leider auch bei diesem Film passiert. Der Film griff den Humor vom ersten Film auf, überspitzte ihn aber noch mehr als er ohnehin schon war. Die eigentliche Handlung ist so wirklich gar nicht zu erkennen. Der Film versucht mehrere Handlungsstränge gleichzeitig zu erzählen. Herr Müller ist auf der Suche nach Diamanten, die er neben dem Geld aus dem erste Teil bei dem Raubüberfall für den er saß erbeutete und nun wiederfand, die aber durch eine Verkettung unglücklicher Zufälle in Thailand landete. Gleichzeitig will die Schule mehr Förderungsgeldern und muss daher beweisen, dass sie ein internationales Projekt verfolgen. Warum nicht das der Konkurrenzschule einfach übernehmen? Vor allem wenn an dieser Schule das Glanzstück eines Lehrers unterrichtet. Diese beiden Handlungsstränge hätte man vielleicht noch unter einem Hut bringen können, wenn man nicht nebenbei noch versucht hätte, Herr Müllers Zweifel an seinem Lehrerdasein und seiner mangelnden Fähigkeit zu unterrichten in Kombination mit den dümmsten Menschen, die die Filmgeschichte je hervorgebracht hat, zu zeigen. Da dies jedoch der eigentliche Hauptschwerpunkt des Filmes sein sollte, hätte man ansonsten vielleicht etwas kürzer treten sollen. Doch stattdessen wurde noch ein weiteres schwerwiegendes Thema hinzugefügt.
2004 erschütterte ein Tsunami die Welt. Viele Menschen starben in Sri Lanka, Thailand, Indonesien und Indien. Auch viele Kinder verloren ihre Eltern und wurden zu obdachlosen Weisen. Im Film wird Anteilnahme vermittelt, die jedoch leider immer wieder missbraucht wurde. Anstatt das schwere Schicksal ernst zu nehmen, werden die Kinder sowohl von Herrn Müller, als auch von der Konkurrenzschule, für ihre eigenen Zwecke benutzt. Da bleibt einem doch schnell das Lachen im Halse stecken.
Auch ansonsten können leider nicht alle komischen Szenen überzeugen. Während es im ersten Teil viele zitierfähige Sprüche gab, schafft der zweite Teil dies leider nicht. Natürlich gibt es komische Momente, die auf einem geringen Intelligenzquotienten basieren, aber diese wirken leider nur für einen kurzen Lacher, jedoch nicht für ein ausgiebiges Lachen.
Elyas M’Barek übernimmt wieder einmal die Rolle des Zeke Müller und spielt dies mit der gleichen Souveränität, wie schon im ersten Teil. Herr Müller weiß immer noch nicht, ob er weiterhin ein Lehrer sein kann oder will. Er zweifelt an sich und wird gleichzeitig von seinen Schülern fast in den Wahnsinn getrieben. Doch obwohl er gerne durchbrennen möchte, schafft er es zu seinen Schülern durchzudringen und den Titel zu behalten „bester Lehrer, den wir je hatten“.
Doch obwohl die eigentliche Handlung nicht zu durchschauen ist, ist der Film trotzdem spannend. Denn die Frage, bleibt Herr Müller Lehrer oder brennt er durch, ist durchgehen präsent.

Alles in allem ist die Fortsetzung eindeutig durchgefallen und erhält daher nur 03 von 10 möglichen Punkten.

Alles steht Kopf – Kurzkritik

Am 01.10.2015 erscheint ein Animationsfilm, der die Gedankengänge im Kopf auf eine ganz neue Art und Weise darstellte, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Habt ihr je jemanden angesehen und euch gefragt, was eigentlich in seinem Kopf vorgeht? In diesem Film gibt es fünf Emotionen, die die Steuerknöpfe im Kopf der Menschen drücken: Wut, Angst, Kummer, Ekel und Freude. Doch nach dem Umzug der Familie, kommt das Leben von Riley ganz schön ins Wanken.

Alles steht Kopf ist ein liebevoll kreierter und animierter Film, der für Kinder schön anzusehen ist, aber für Erwachsene auch ein Rießenspaß sein kann. Die Gag-Dichte ist sehr hoch, so dass man größtenteils auf dem Boden liegt vor Lachen.
Wir begleiten das Mädchen Riley und ihre Emotionen im Kopf mit Exkursen in die Köpfe ihrer Mitmenschen. Freude ist die Hauptemotion in Rileys Leben und findet einfach immer einen Grund glücklich zu sein. Umso genervter ist sie von Kummer. Jemand, der immer traurig und deprimiert ist und einfach alles neagtiv sieht. Ekel ist der arrogante Part. Wenn sie die Steuerknöpfe drückt, dann ist meistens Brokkoli oder ähnliches im Spiel, aber auch die Modetipps kommen von ihr. Angst sieht in jeder Handlung ein Todesurteil und in jeder Veränderung den Weltuntergang. Wut ist der Kolleriker, leicht reizbar und immer kurz vorm Explodieren. Natürlich sind die Emotionen überzeichnet, aber das macht den Film aus. Der Humor ist gut gewählt und bietet eine gute Auswahl an Running Gags, die auch sehr zitierfähig sind. Mit einer Detailliebe ist der Film für Jung und Alt ein Erlebnis.
Der Film hatte (meines Wissens nach) vorab nur einen Trailer, der über den eigentlichen Film nicht wirklich viel verrät, außer eine Szene, der ordentlich Lust auf den Film macht. Da der Film wirklich davon lebt, dass man am Anfang keine genaue Ahnung hat, was großartig passiert, möchte ich hier auch gar nicht näher auf  den Film eingehen, um nicht zu viel vorweg zu nehmen.

Alles in allem rate ich jedem sich diesen Film anzusehen und gebe ihm 09 von 10 möglichen Punkten.

Slow West – Kurzkritik

Am 30.07.2015 erschien ein Film, der versuchte den Western wieder aufleben zu lassen, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jay Caverdish ist unsterblich verliebt. Doch seine Traumfrau musste aus Schottland fliehen und wird selbst im Exil im Wilden Westen in den Staaten noch per Steckbrief gesucht. Doch der naive Jay weiß davon nichts und lässt sein wohlhabenes Zuhause zurück und reist durch den Wilden Westen. Dabei trifft er auf Silas, ein Kopfgeldjäger, der ihm seine Hilfe und Schutz anbietet.

Es ist schon ein wenig her, dass ich den Film gesehen habe, und ich habe mich bisher sehr schwer getan den Film zu kritisieren, weil ich mit Western absolut nichts anfangen kann. Nach der Vorstellung waren meine Mitkinogänger größtenteils sehr positiv vom Film überzeugt. Ich stand dabei und musste erst einmal wieder richtig wach werden. Daher habe ich mich entschlossen hier wieder eine Kurzkritik zu verfassen, in der ich nicht auf die Handlung und die Spannungsbrücke eingehe.

Michael Fassbender übernimmt hier die Rolle des Vagabunden und Kopfgeldjägers Silas. Die Rolle übernimmt er mit seiner für ihn typischen Souveränität und bietet einen glaubhaften abgebrühten Cowboy. Seine Rolle passt sehr gut in den Film. Teilweise ist es schwer seine Gedankengänge nachzuvollziehen und bis zum Ende weiß man eigentlich nicht, was man wirklich von Silas halten soll. Er spricht wenig, aber doch genug um seinen Teil zum Film beizutragen.
Kodi Smit-McPhee übernimmt die Rolle des Jay. Jay ist schüchtern und in gutem Hause aufgewachsen. Dementsprechen naiv ist er seiner großen Liebe, die noch nicht einmal seine Gefühle wirklich erwiedert, in den Wilden Westen gefolgt. Dort vertraut er blind jedem, der ihm über den Weg läuft und wird nicht nur einmal über den Tisch gezogen. Kodi Smit-McPhee scheint perfekt in die Rolle zu passen. Doch schauspielerisch bietet er im Film dem Zuschauer nichts an. Sein Ausdruck ist durchgehend der eines verängstigten Kaninchens. In den meisten Szenen mag der Ausdruck passen, aber eine gewisse Auswahl hätte den Film doch aufgelockert.

Alles in allem ist der Film eine Homage an die alten Westernfilme und für Fans des Genres auf jeden Fall mal einen Blick wert. Denjenigen, die wie ich mit dem Genre nichts anfangen können, sollten besser die Finger von dem Film lassen.

Southpaw

Am 20.08.2015 erschien der Film, in dem Jake Gyllenhaal als Boxer alles verliert, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Billy Hope ist ein sehr erfolgreicher Boxer, hat aber auch ein Problem mit seinen Aggressionen. Zumindest im Ring zögert er bis er wirklich zuhaut bis zum Ende und steckt viel zu viel ein. Auf einer Charite-Veranstaltung wird seine Frau Maureen nach einem Handgemenge erschossen. In seiner Trauer nimmt er Drogen und trinkt zuviel, weswegen er das Sorgerecht für seine Tochter, seine Boxlizenz, seinen Trainer und den größten Teil seiner Freunde. Doch von ganz unten geht es nur nach oben.

Southpaw zeigt wie aus einer glücklichen Familie auf einmal eine zerissene werden kann. Durch den Tod seiner Frau Maureen dreht Billy Hope komplett durch. Gefangen in seiner Trauer verliert er nach und nach alles. Seinen Trainer und seine vermeintlichen Freunde. Sein Manager versucht ihn noch zu einem großen Deal zu überreden, da auch seine Finanzen nicht gut aussehen. Doch als er voller Wut beim nächsten Kampf dem Schiedrichter die Nase bricht und er auch noch seine Lizenz verliert, wendet sich auch sein Manager ab. Und nimmt seinen größten Konkurrenten unter Vertrag. Eben jenen, der eine große Rolle beim Handgemenge spielte, als Hopes Frau starb. Doch der größte Schlag fehlt noch. In seiner Trauer stürzt Hope sich in Drogen und Alkohol und verliert dadurch das Sorgerecht für seine Tochter. Der Film ist durchgehend emotional, aber trotz allem auch spannend. Man fragt sich, schafft Hope es das Sorgerecht wiederzuerlangen. Natürlich ist es schwierig für Zuschauer, die sich auf einen schönen Boxfilm á la Rocky gefreut haben. Zwar sind die Boxkämpfe wirklich herausragend choreographiert, aber die eigentliche Handlung enthält viel Drama und viele Tränen. Diese sind jedoch zu verzeihen, da der Film auch die menschliche Seite darstellt und den Tod einer geliebten Person steckt man eben nicht einmal so schnell weg.
Jake Gyllenhaal übernimmt die Rolle des Billy Hope. Hier passt er nicht nur in die Rolle des liebenden Vaters, sondern man nimmt ihm auch die Rolle des knallharten Boxers ab.
Forest Whitaker übernimmt die Rolle des Tick Wills. Er hat sein Gym in einem schlechten Stadtteil und bringt Kindern aus schlechten Familien das Boxen bei. Von Hope will er nichts wissen, denn er trainiert keine Profis. Doch Hope braucht dringend einen Job und nach einigen Diskussionen wird er der neue Hausmeister des Gyms und trainiert auch mit den Kids. Im Trailer wirkt Whitakers Rolle sehr philosophisch und weltgewandt. Erst im Film merkt man, dass das täuscht. Wills ist selbst komplett hinüber, sucht Hoffnung indem er den Kindern Hoffnung gibt und muss auch Schicksalsschläge hinnehmen. Doch trotz anfänglicher Schwierigkeiten hilft Wills Hope in seiner schwersten Zeit und bringt ihm eine ganz neue Taktik im Boxen bei – das Ausweichen.
Untermalt wird der ganze Film von der sehr treffenden Musik von dem inzwischen verstorbenen James Horner und Rapper Eminem lädt mit seiner musikalischen Nummer „Phenomenal“ zum Endkampf ein. „Phenomenal“ ist bereits im Trailer zu hören und spiegelt die gesamte Stimmung des Films wider.
Mit einer Gesamtlänge von 125 Minuten schießt der Film leider etwas über die Zielgerade hinaus, denn mitunter kann der Film den Spannungsbogen nicht halten und einige Szenen ziehen sich. Hier hätten es gekonnte 90-100 Minuten eher gerissen, da diese Kürzung die Längen heraus genommen hätte.

Alles in allem ist Southpaw ein sehenswertes Boxerdrama, sofern man sich auf einige tränenreiche Szenen einlassen kann. Dafür bekommt er von mir 07 von 10 möglichen Punkten.

Unbreakable Kimmy Schmidt

Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich euch eine Netflix-Original Serie präsentieren, die ich durch Zufall bei der Suche nach neuen Serien gefunden habe.

Kurz zur Story: Kimmy Schmidt war 15 Jahre in einem Bunker gefangen, zusammen mit 3 anderen Frauen, weil ein Predigter ihnen glauben machte, dass die Welt 2006 untergegangen ist. Nach ihrer neu gewonnen Freiheit zieht Kimmy nach New York und trifft allerhand kuriose Menschen.

Unbreakable Kimmy Schmidt ist eine Serie, die unterhalten soll. Die Serie bietet kurze und prägnante Folgen, die mit einer Länge von durchschnittlich 25 Minuten perfekt in jede Tagesgestaltung passen. Durch eine sehr leichte Unterhaltung kann man die Serie gut auch nebenbei konsumieren und muss sich nicht immer zu 100% auf die Serie konzentrieren.
Die erste Folge fängt mit der Ausgangslage an, dass man vier Frauen in einem Bunker findet, die das Militär befreit. Erst nach und nach erfährt man, wieso sie in dem Bunker waren. Die ganze Serie über werden Rückblenden genutzt und somit nicht nur das neue Leben gezeigt, was sich Kimmy geschaffen hat. Weiter in der ersten Folge begleitet man Kimmy, die mit einem unerschütterlichen Glauben an die Menschheit sich sofort ins New Yorker Leben stürzt. Durch Zufall trifft sie auf Lillian trifft, die für den schwulen Titus eine Mitbewohnerin sucht, damit ihr endlich jemand Miete bezahlt. Als sie jedoch hört, dass Kimmy keinen Job hat, schickt sie sie weg, bis Kimmy die Miete bezahlen kann. Doch die Serie hat nicht ohne Grund den Namen Unbrekable Kimmy Schmidt. Über viele Zufälle und Missverständnisse trifft sie auf die stinkreiche Jacqueline Voorhees, die von Beruf Ehefrau ist. Sie bekommt einen Job und somit auch die Wohnung. Und der Grundstein für die Serie ist gelegt. Denn kein Charakter, der in der Serie auftaucht ist gewöhnlich. Jeder ist auf seine Art und Weise absolut einmalig und sehr extrovertiert. Doch jeder ist irgendwo liebenswert, auch wenn es die komplette erste Staffel dauert bis man sich an die Figuren gewöhnt hat.
Das Intro der Serie beschafft einem zwar für einen längeren Zeitraum einen Ohrwurm, aber ansonsten ist es leider wenig anschaulich gestaltet. Es werden Clips aneinander gereiht, die bis auf den ersten nichts mit der Serie oder den Charakteren zu tun haben. Es sind Clips, die Kinder zeigen. Man kann dies vielleicht noch im übertragendem Sinn sehen, dass sich Kimmy durch 15 Jahre im Bunker, noch in den Kinderschuhen befindet, aber trotz allem finde ich das Intro nicht passend für die Serie.
Die Schauspielleistungen sind allesamt gut in der Serie. Es sind nun keine herausragenden dabei, dass ist für die Serie aber auch nicht nötig, da sie eine sehr leichte Unterhaltung darstellt. Die Folgen sind in sich abgeschlossen, aber die Handlung zieht sich über die ganze Staffel. Es bleibt immer wieder spannend, was als neues auf Kimmy zukommt und wie sie es diesmal wieder schafft die Situation zu meistern. Dabei sind es teilweise ganz normale Alltagsprobleme, die aber durch die extrovertieren Charaktere einen ganz eigenen Charme versprühen.

Alles in allem ist die Serie nicht für jedermann etwas, aber ich empfehle jeden zumindest einmal hineingeguckt zu haben, der auf leichte Unterhaltung in einer Serie steht!

Kill the Messenger

Am 10.09.2015 erscheint ein Film um den Jounalisten Gary Webb in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der Journalist Gary Webb arbeitet für eine kleinere Lokalzeitung. Doch bei seinen Recherchen findet er Hinweise, dass die CIA Drogengeschäfte unterstützt. Er verfolgt die Sache und landet damit einen großen journalistischen Erfolg. Doch die CIA versucht nun alles, um die Geschichte herunter zu spielen.

Die Geschichte des Gary Webb ist ein einziges Auf und Ab. Man verfolgt in der ersten Hälfte des Films seine Recherchen zu dem sehr heiklen Thema und ist mehr als nur einmal bestürzt über das, was er heraus findet. Doch ab der zweiten Hälfte wendet sich der Film komplett. Webb schrieb seinen heiklen Artikel und gerät so ins Kreuzfeuer. Zum einen versucht die CIA die ganze Geschichte zu vertuschen, zum anderen erhält er aber auch keinen Rückhalt aus den Journalistenkreisen, gerade die großen Zeitungen sind enttäuscht die Story nicht selbst gedruckt zu haben und zweifeln nun den Wahrheitsgehalt an.
Was als spannende Recherchejagd beginnt, mit dem sympatischen Webb, der sich nebenbei liebevoll um seine Familie kümmert, endet schon bald in einem sehr langatmigen und stellenweise langweiligen Film. Einige Einstellungen wären definitiv gut zu kürzen gewesen und haben teilweise auch nichts zur Handlung beigetragen. Das ist sehr schade, weil doch eine sehr spannende und auch dramatische Geschichte erzählt wird, der Film es aber schwer macht, dies auch so zu empfinden.
Jeremy Renner übernimmt in diesem Film die Rolle des Gary Webb. Unterschätzt durch Rollen in der Bourne-Reihe, bei Mission Impossible und The Avengers zeigt Renner in diesem Film einmal mehr, dass er ein sehr guter Schauspieler ist und rettet mehr als einmal die Szene. Er zeigt die Gefühle von Webb, auch wenn er diese gerade zu verbergen sucht, so dass man sich immer in den Charakter hineinversetzen kann. Man fühlt in jeder Szene mit Webb, ob er nun mit seinen Kindern spielt oder mit einem Drogenboss spricht. Sein unerschütterliches Vertrauen an die Wahrheit reißt einen mit und lässt einen den Kopf schütteln, wenn ein CIA-Mitarbeiter einem versucht zu erklären, wieso die Wahrheit besser verschwiegen werden sollte.
Die anderen Charaktere sind leider weniger stark besetzt und wirken daher gegen den starken Renner sehr blass und einige scheinen beinahe unterzugehen. Hier wäre ein stärkeres Spiel doch angebracht gewesen.

Alles in allem eine starke schauspielerische Leistung aber eine schwache Leistung bei der Handlung, da hier definitiv mehr Speilraum war. Daher erhält der Film 05 von 10 möglichen Punkten.

Self/less

Am 20.08.2015 erschien ein Film, der die Möglichkeit eines verlängerten Lebens aufzeigt, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Damian hat sein ganzes Leben seiner Arbeit gewidmet. Nun steht sein Tod kurz bevor und er merkt, dass er eigentlich nie wirklich gelebt hat. Doch er findet eine Firma, die ihm ein neues Leben mit einem neuen jungen Körper anbietet. Ihm wird versichert, dass der neue Körper in einem Labor entstand. Doch schon bald merkt Damian, dass etwas nicht stimmt.

Self/less erinnert von der Handlung her an Filme wie “die Insel”, begeistert aber mit seinem ganz eigenen Flair. Das Thema des längeren Lebens wurde immer wieder behandelt und als sollte man es inzwischen gelernt haben, es geht nie gut aus. Während in diesem Film am Anfang auch wieder alles schön aussieht, lernt man im Laufe des Films doch wieder, dass dies nicht sein kann. Mit der Hauptperson zusammen findet man nach und nach Dinge heraus und schüttelt einmal mehr den Kopf über die Menschen. Im Film wird vieles erst später aufgeklärt und animiert so den Zuschauer permanent zum mitdenken. Dies zusammen mit der packenden Handlung, den gut choreographierten Actionszenen und einer gut dosierten Portion Humor lassen die Minuten nur so verfliegen.
Ben Kingsley übernimmt hier die Rolle des Damian. Man lernt ihn als reichen Mann kennen, der die besten Tage bereits hinter sich hat und alles in den Aufbau seiner Firma gesteckt hat. Sogar die wertvolle Zeit mit seiner Tochter, die nur noch Verachtung für ihn und sein Geld übrig hat. Trotzdem wirkt er durch eine Krankheit und durch das Bedauern seines Verhaltens durch und durch sympathisch. Ben Kingsley ist hier auch defintiv die richtige Schauspielerwahl, denn vor ihm hat man durchaus Achtung, wenn er in seinem teuren Anzug den Raum betritt.
Ryan Reynolds übernimmt dann den zweiten großen Part im Film, nämlich Damians neuer Körper. Nach dem Körpertausch noch geschwächt, lernt er schon bald ganz neue Züge an sich kennen, die in Verbindung mit dem Körper stehen. Er lässt sein bisheriges Leben hinter sich und möchte eigentlich noch einmal ganz von vorne anfangen. Aber etwas in ihm lässt ihn nicht. Reynolds zeigt in diesem Film einmal mehr, dass er von seiner Mimik mehr kann, auch wenn seine Leistung in diesem Film bei weitem nicht an seine Glanzleistung aus „The Voices“ heran kommt. Stellenweise schläft sein Ausdruck aber leider auch ein, weswegen er einem immer wieder den gleichen Ausdruck zeigt, was doch auf Dauer monoton wirkt. Hier wäre definitiv noch etwas gegangen.
Für Fans des Genres ist der Film definitiv empfehlenswert, auch wenn er von der Handlung einigen Filmen ähnelt, was bei manchen Zuschauern auf Ablehnung stieß. Der Film bietet dadurch wenig neues und vieles von der Handlung ist vorhersehbar. Mich hat er denoch überzeugt.

Alles in allem für Genrefans durchaus empfehlenswert und durch seinen ganz eigenen Charme bekommt er 06 von 10 möglichen Punkten.

Learning to drive

Am 06.08.2015 erschien der Film, der einen lehrt, dass es nie zu spät für den Führerschein ist, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Wendy ist Mitte 40, seit über 20 Jahren glücklich verheiratet, eine erfolgreiche Buchkritikerin und hat eine erwachsene Tochter. Doch ihr ganzes Leben gerät aus den Fugen, als ihr Mann eine Affäre hat und sich von ihr scheiden lässt. Ihre Tochter versucht sie zu trösten und erzählt ihr von ihrem Leben auf einer Farm. Wendy verspricht ihr sie zu besuchen, sobald sie ihren Führerschein gemacht hat. Bei ihren Fahrstunden lernt sie Darwan, ihren streng gläubigen Hindu-Fahrlehrer, kennen. Er lehrt sie jedoch nicht nur das Fahren, sondern auch Lebensweisheiten.

Learning to drive ist ein absolut lebensbejahender Film, der einem zeigt, dass Liebe leider doch nicht für immer sein muss und wie man dann damit umgeht. Wenn einem auf einmal auffällt, dass man grundlegende Dinge, wie einen Führerschein einfach nicht gelernt/gemacht hat, denn der Partner konnte ja fahren. Der Film befasst sich mit der Leere, die eine Scheidung hinterlässt und den Problemen, die dann aufgeworfen werden. Wer bekommt das Haus? Kann man den anderen auszahlen? Im Film wird die Leere gefüllt mit den Fahrstunden. Gleichzeitig kommen durch Darwan aber auch die Themen Glauben, Einwanderung, arrangierte Ehen und Rassismus hinzu, so dass der Film sehr vielschichtig ist und einem immer wieder Anstöße zum Nachdenken mit auf den Weg gibt. So schnell lässt der Film einen nämlich nicht los.
Patricia Clarkson verkörpert die Rolle der Wendy und zeigt dabei briliant die verschiedenen Phasen der Trennungsverarbeitung. Man erkennt schon an ihren Gesichtszügen, was ihr gerade im Kopf vorgeht, noch bevor sie es in Dialogen anspricht. Gleichzeitig harmoniert sie sehr gut mit Ben Kingsley, der Darwan verkörpert. Auch er bietet uns eine Bandbreite an Emotionen, auch wenn man sie nicht immer sofort deuten kann.
Wendy ist jemand, in den man sich gut hineinversetzten kann. Sie ist komplett in ihrem Job aufgegangen und führte zudem eine gute Ehe. Nur sah ihr Mann das nicht mehr so. Man erfährt wenig aus der Zeit der Ehe, da der Film mit der Trennung startet. Man fühlt mit ihr und möchte gerne dem Mann eine ‘reinhauen. Gleichzeitig möchte man sie schütteln, weil sie immer wieder hofft, dass er wieder zu ihr zurückkommt. Doch auch das ist nur zu verständlich. Ich selbst habe auch keinen Führerschein und Wendys Fahrversuche haben meine Vorstellungen von meinen ersten Fahrstunden bestätigt, was mich doch des öfteren schmunzeln ließ.
Darwan ist zwar ein lebenserfahrener Mann, hat aber keine Ahnung von der Liebe. Während er seine Fahrstunden immer gerne mit kleinen Lebensweisheiten durchführt, ist es beinahe komisch zu sehen, wie unerfahren er in der Liebe ist. Doch durch eine arrangierte Ehe wird er gezwungenermaßen mit dem Thema konfrontiert. So teilen Wendy und Darwan ihre Probleme miteinander und schaffen so die Grundlage für eine Freundschaft, die den Film so liebenswert macht.
Während der erste Teil des Films absolut gelungen ist, lässt er in der zweiten Hälfte leider etwas nach, was dem Film doch einige Längen verleiht. Das ist schade, aber wenn Wendy und Darwan dann die gleiche Unterhaltung wieder und wieder führen, zieht es sich für den Zuschauer dann doch.

Alles in allem ist den Machern ein absolut lebensbejahender und liebenswerter Film gelungen, dem ich 08 von 10 möglichen Punkten gebe.

Verpasst aber nicht vergessen – Teil 2

Hallo ihr Lieben,
heute soll es einmal wieder um die Filme gehen, die immer in meiner Verpasst-Übersicht auftauchten, die ich aber inzwischen geschafft habe zu sehen. Also folgen hier nun wieder ein paar Kurzkritiken:

1) Love Rosie, für immer vielleicht?: Eine Verfilmung eines Cecilia Ahern Buches. Schon allein durch diese Tatsache wappnet man sich gegen etwas Kitsch, sucht aber gleichzeitig die Taschentücher heraus. Für immer vielleicht handelt von Rosie und Sam, die sich seit ihrer Kindheit kennen und sich eigentlich auch lieben. Nur schaffen sie es nicht richtig sich das zu gestehen und sind doch immer in einer Beziehung mit jemand anderem oder etwas anderes im Leben kommt ihrer Liebe dazwischen. Doch schaffen sie es doch irgendwann zusammen zu kommen? Das bleibt die spannende Frage in einem liebevoll inzinierten Film, der nicht nur die Romanze, sondern auch einen hohen Humor Anteil zu bieten hat. Hinzu kommen die für den Film perfekt scheinenden Darsteller Lilly Collins und Sam Claflin. Alles in allem 09 von 10 möglichen Punkten.

2) Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück: Simon Pegg einmal nicht in seiner typischen Rolle, sondern viel ernster und trotzdem sympathisch wie immer. Der Psychiater Hector ist in seiner Arbeit und seiner Beziehung sehr eingefahren. Jeder Tag scheint nach dem gleichen Prinzip abzulaufen. Doch er schafft es einfach nicht deine Patienten zum glücklichsein zu bewegen. Eine Weltreise soll dies ändern. Über China, Kolumbien und den USA reist er und fragt jeden den er trifft nach seiner Definition für Glück. Dabei trifft er sympathische und weniger sympathische Menschen. Nur seine Freundin zu Hause findet die Reise nicht lustig und es kriselt ernsthaft. Der Film ist zwar etwas langsam erzählt, lässt sich aber auch Zeit einzelne Charaktere vorzustellen. Dadurch zieht der Film sich zwar zwischenzeitlich etwas, aber die lebensbejaende Botschaft behält er den ganzen Film über. Dafür erhält er 05 von 10 möglichen Punkten.

3) Monsieur Claude und seine Töchter: Französische Filme haben ja den Ruf etwas seltsam zu sein. Nicht jedoch dieser. Monsieur Claude ist streng katholisch und hat vier wunderbare Töchter. Doch nachdem die ersten drei sich einen Muslimen, einen Juden und einen Asiaten geangelt haben, scheint das Chaos schon vorprogrammiert. Die vierte Tochter ist nun die große Hoffnung. Und sie findet tatsächlich einen Katholiken, nur halt einen Schwarzen. Das ist zu viel für die Familie, die nun auch noch die Hochzeit organisiert. Der Film ist voller Vorurteile, verpackt diese aber mit so viel Humor, dass es nicht rassistisch ‚rüberkommt. Man kommt aus dem Lachen beinahe gar nicht mehr heraus. Trotzdem hat der Film auch Spannung und eine gute Portion Gesellschaftskritik. Dafür erhält er 08 von 10 möglichen Punkten.

4) Grand Budapest Hotel: Einer der Abräumer bei den diesjährigen Oscars. Mit einer vielleicht etwas ungewohnten Optik erzählt er die Geschichte des Pagen Zero, der im Grand Budapest Hotel unter Monsieur Gustave lernte und dabei eine Menge Abenteuer erlebte. Wenn man sich einmal auf die Stimmung und die Optik des Films eingelassen hat, kann er gut unterhalten, ist aber definitiv nicht für Jedermann. Belebt wird er vor allem von den Darstellern, die dem brillianten Ralph Fiennes in nichts nachstehen. Dafür erhält er 06 von 10 möglichen Punkten.

5) I, Frankenstein: Der Film ist von den Machern, der Underworld-Reihe, von der ich ein großer Fan bin. Dementsprechend waren auch meine Erwartungen. Auch die Grundidee des Frankensteins, der die Zeit überlebt hat und inzwischen in der modernen Welt angekommen ist. Optisch betrachtet kommt man als Zuschauer auch auf jeden Fall auf seine Kosten. Leider schafft der Film es durch eine Handlung, die zu viel in zu wenig Zeit wollte, auch durch brilliante Darsteller, allen voran Bill Nighy, nicht zu überzeugen. Man merkt, was der Film erreichen wollte, hat es aber leider versucht in 92 Minuten Film zu pressen und hat sich daher weder für Handlung noch für die Charaktere wirklich Zeit genommen. Daher gibt es nur 03 von 10 möglichen Punkten.

6) Ted 2: Der besoffenste Teddybär der Filmgeschichte ist zurück. Und er hat geheiratet. Doch auch ein Teddybär kann Eheprobleme bekommen. Diese soll nun ein Baby lösen. Doch der Adoptionsantrag löst eine Welle aus, die Ted nun stoppen muss. Denn nicht nur wird ihm das Recht verwährt, auch seine Ehe wird angezweifelt, da er nicht als Mensch gilt. Doch genau das möchte er nun beweisen. Wer den ersten Ted-Film mochte, wird auch den zweiten mögen. Der Humor ist genauso deftig, allerdings doch etwas weniger unter der Gürtellinie als noch der erste. Nur Amada Seyfried mag einfach nicht in den Film passen, da man ihr die Rolle einfach nicht abkauft. Man weiß auch nicht, was sie jetzt genau darstellen möchte, weil man kann nicht gleichzeitig die kiffende Anwältin und die brilliante Anwältin sein. Abgesehen von diesem Handlungsschwachpunkt, zeigt der Film viele bekannte Gesicher und die Lachmuskeln haben auf jeden Fall ordentlich zu tun. Dafür erhält der Film 06 von 10 möglichen Punkten.

7) a world beyond: Der Disneyfilm über eine Welt, die die Zukunft verändert sollte und ein Mädchen, dass den scheinbar vorhergesagten Untergang der Welt verändern könnte. Leider blieb der Film weit hinter meinen Erwartungen zurück, da ich mich wirklich auf den Film gefreut hatte. Doch die Handlung ist abgestumpft, hält sich viel zu lange an Kleinigkeiten auf und nimmt das angeschnittene Thema nicht ernst. Es hätte ein spannendes Abenteuer in einer Parallelwelt sein können, wurde aber Hugh Laurie, der der Welt abgeschworen hat, gegen George Clooney, der zwar keine Hoffnung mehr hat, aber trotzdem hilft. Es wurden gesellschaftskritische Themen angesprochen, aber dann nicht ausgeführt oder so schnell abgehandelt, dass sich keiner damit näher auseinandersetzt. Grundidee gut, Umsetzung schlecht. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

8) San Andreas: Der San Andreas Graben löst eine Kette von sehr schweren Erdbeben aus und reist sogar teilweise auf. Dieses Phänomen könnte Wirklichkeit sein, daher hinterlässt der Film einen bitteren Nachgeschmack. Des weiteren geht es um Dwayne Johnson, der seine Familie während der Katastrophe zu retten versucht, da er Rettungspilot ist. Vorab befürchtete ich, dass es so ein typisches Liebesdrama mit viel Zerstörung wird, doch hier geht es um Familienliebe und auch die steht nicht zu sehr im Vordergrund und lässt sich so gut ertragen. Stattdessen ist der Film ein gespanntes Drahtseil für die Nerven, denn der Film bleibt spannend und man versucht mit den Charakteren einen Ausweg zu finden. Ich musste mich mehr als einmal in den Arm meines Freundes krallen, weil ich so sehr mitfieberte. Alles in allem erhält der Film 06 von 10 möglichen Punkten.

So das war es dann auch schon wieder für dieses Mal. Ich bleibe dran die Filme nachzuholen 😉