Rückblick auf den Mai 2024

Wer hat denn den ganzen Regen bestellt? Nachdem der Mai sehr sonnig anfing, kamen dann sehr viele Wassermassen – wobei ich in Brandenburg noch sehr verschont geblieben bin. Grüße gehen raus an meine Freund*innen im Saarland. Und diesmal kann ich sogar mit einigen gesehenen Filmen aufwarten, womit auch meine übliche Floskel dazu entfällt. Alle weitere Detail nur jetzt, nur hier, im medialen Rückblick auf den Mai:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

The Fall Guy: Colt Seavers arbeitet als Stuntman. Doch nach einem Unfall zieht er sich komplett aus der Filmbranche zurück. Doch als er den Anruf bekommt, dass ausgerechnet Jody Moreno, früher Kamerafrau inzwischen Regisseurin eines Film und ganz nebenbei Colts Ex, ihn als Stuntman angefragt hat, sagt er zu und reist ans Set. Nur leider wusste Jody davon nichts und ist nicht gerade begeistert. Nebenbei ist der Hauptdarsteller des Films verschwunden und Colt bekommt von dessen Agentin den Auftrag ihn dezent zu suchen. Dabei gerät er in ein Netz aus Intrigen. – Spannungsgeladene Komödie, deren Witze bei mir leider kaum ziehen konnten. Auch wurde ich nicht in die Atmosphäre eingesogen, weswegen er bei mir weniger gut funktioniert hat.

IF: Imaginäre Freunde: Bea ist 12 Jahre und hat bereits ihre Mutter an den Krebs verloren. Nun ist ihr Vater für einen Eingriff im Krankenhaus, weswegen sie seit Jahren wieder bei ihrer Großmutter einzieht. Dabei begegnet sie zwei merkwürdigen Wesen aus dem Dachgeschoss und einem Mann namens Calvin, der diese zu betreuen scheint. Es stellt sich heraus, dass es sich dabei um IFs, also ehemalige imaginäre Freunde handelt, deren Kinder inzwischen erwachsen sind. Bea nimmt sich der Aufgabe an, ihnen neue Kinder zu suchen und taucht dabei ein eine faszinierende Welt ein. – Ein berührendes Drama voller phantastischer Elemente, dass im Trailer etwas irreführend als Komödie präsentiert wurde. Zauberhafte Elemente zum wegträumen, treffen auf mitfühlendes Drama rund um die Verlustangst bei Elternteilen.

Furiosa: Inmitten einer größtenteils unbewohnbaren Welt wächst Furiosa im grünen Tal auf, eine grüne Oase im Outback. Von dort wird sie entführt und Dementus, dem Anführer einer Motorradgang, gebracht, der sie adoptiert, um den Weg zum grünen Tal zu erfahren. Doch selbst die Folter ihrer Mutter, die ihr folgte, bringt Furiosa nicht zum reden. Also versucht Dementus stattdessen die Zitadelle von Immortan Joe einzunehmen. – Episodenartig erzählt, funktioniert nicht über die Länge des Films. Hat spannende Elemente und spannende Plotpunkte, kann diese aber nicht über die gesamte Länge halten.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Creed: Adonis Johnson ist der uneheliche Sohn von Apollo Creed und versucht in dessen Fußstapfen zu treten. Als er an der Westküste auf Widerstand stößt, reist er nach Philadelphia und bittet Rocky Balboa um Hilfe. Dieser will zunächst ablehnen, trainiert ihn dann aber doch. Während „Donnie“ versucht aus eigener Kraft Erfolg zu haben, verfolgt ihn dennoch der Ruf seines Vates. – Für das Erbe des Rocky-Franchises vermutlich gut, aber ich komm einfach nicht an die Boxerfilme heran, weil ich den Sport einfach nicht verstehe.

Die Mumie: 1290 v. Chr. wurde der Hohepriester Imhotep nach einer Affäre mit der Mätresse des Pharaos lebendig vergraben und gut versteckt. Sein Grabmahl wird stark bewacht. Dennoch gelangt der Amerikaner Rick O’Connell 1923 auf der Flucht genau dorthin. Ein paar Jahre später wollen der Archäologe Jonathan Carnahan und seine Schwester Evelyn die verschollene Stadt Hamunaptra suchen und engagieren dafür Rick. Doch sie ahnen nicht, was sie dabei sind zu erwecken. – Witzige Komödie, die man das Alter irgendwo ansieht, dafür jedoch erstaunlich gute Effekte aufweist.

Heathers – das Musical: An der Westerburg High dominiert die Mädchen-Clique Heathers, drei Mädchen mit dem gleichen Vornamen. Die introvertierte Veronica schafft es von diesen aufgenommen zu werden, fällt jedoch schon bald in Ungnade. Zusammen mit dem Draufgänger J. D. will sie der roten Heather nur einen Streich spielen und stürzt daraufhin die Kleinstadt ins Chaos. – Funktioniert etwas besser als der Film, aber mir sind die Lieder leider kaum im Ohr geblieben, weswegen es wohl auch bei dem einmaligem Sehen bleiben wird.

Der Junge im gestreiften Pyjama: Der achtjährige Bruno zieht mit seiner Familie von Berlin aufs Land, denn sein Vater ein SS-Offizier wurde als Kommandant eines Arbeitslagers abkommandiert. Von seinem Fenster aus sieht er etwas, was er für einen Bauernhof hält, nur dass alle Arbeitenden gestreifte Pyjamas tragen. Da keiner in seiner Umgebung ihm genau erklärt, was es mit dem KZ auf sich hat, freundet er sich mit Schmuel an, den er am Zaun des Lagers kennenlernt. – Gut gespielte Geschichte, die einen mitnimmt und nochmal einen Blick auf die damalige Zeit wirft.

Flüstern des Meeres: Taku Morisaki und Yutaka Matsuno sind beste Freunde. Als die neue Schülerin Rikako Muto in die Klasse kommt, gibt es Spannungen zwischen den Freunden, da Yutaka sich schnell in sie verliebt. Stattdessen hängt Rikako sich an Taku, da sie versucht zurück zu ihrem Vater nach Tokio zu kommen. – Leider schwächerer Ghibli Film, dessen Geschichte sehr wirr und irgendwie ohne Aussage war.

Natürlich Blond: Elle Woods studiert Mode und lebt auch für diese. Als ihr Freund ihr nicht den erwarteten Antrag macht, sondern sie abserviert, um in Harvard Jura zu studieren, schreibt sie sich ebenfalls ein und wird trotz eines unkonventionellem Bewerbungsvideo genommen. Doch ihr Freund ist inzwischen verlobt und glaubt auch nicht, dass sie ihr Studium schaffen könnte. Sie beschließt es allen zu zeigen, auch wenn ihr Weg, manchmal merkwürdig ist. – Witzige Komödie, die einige gute Aussagen hat, stellenweise aber auch nicht gut gealtert ist. Zumal Elles einziger Antrieb ihr Ex-Freund ist, der sie nichtmal nett abserviert hat.

Natürlich Blond 2: Im zweiten Teil plant Elle Woods, inzwischen als Anwältin praktizierend, ihre Hochzeit. Dafür will sie auch die leibliche Mutter ihres Hundes einladen. Dieser ist jedoch eingesperrt für Tierversuche. Ihre einzige Chance ist es, ein Gesetz gegen Tierversuche auf den Weg zu bringen. Also beschließt Elle kurzerhand ihre Kontakte in Washington aufzusuchen und dort eben dies zu versuchen. Dabei rennt ihr allerdings die Zeit weg, denn ihre Hochzeit steht bereits kurz bevor. – Nochmal eine Runde abstruser als Teil 1, aber wenn man darüber hinwegsieht, durchaus eine nette Komödie für einen Regentag.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keinen. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Garfield

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Criminal Minds – Staffel 2-4 (Nach ein paar Umbesetzungen, nimmt das Team nochmal ordentlich Fahrt auf. Orientiert sich aber auch weiterhin stark am Fall der Woche. Ab und an sind schon ein paar problematische Aussagen über Geisteskrankheiten dabei, aber für die Hintergrundbeschallung durchaus angenehm)

Chainsaw Man – Staffel 1 (Ich hatte einige Einstiegsschwierigkeiten, die ich auch schon im Manga hatte. Wird aber im Laufe der Folgen nochmal deutlich stärker, sobald man die Charaktere mehr kennenlernt)

MaiThinkX – Staffel 6 (Weiterhin interessante Themen mit starker Umsetzung und Betrachtung von allen Seiten. Freue mich über weitere Staffeln)

My Demon – K-Drama (Es hätte ein starkes Drama sein können, steht sich aber selbst im Weg und zieht sich dabei einfach in die Länge. Das Hauptpaar kann die Handlung nicht tragen und wirklich gut ist sie nur, wenn die Nebencharaktere zu Wort kommen)

The Brothers Sun – Staffel 1 (Nach den vielen guten Stimmen hatte ich hier mehr Komödie erwartet. War dafür ganz schön steif und weiß nicht so richtig, ob es sich ernst nehmen will oder nicht. War nicht mein Fall)

LOL – Staffel 5 (Auch die nächste Staffel von Last One Laughing konnte mich wieder komplett begeistern. Die Gags waren gut und auch die Kandidat*innen geben wieder alles)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 4.055
Seiten pro Tag: 130 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 5
Hörbuch: 1

Attack on Titan 5: Eren steht vor Gericht und kommt zwar frei, aber unter die Aufsicht des Hauptgefreiten Levi aus dem Aufklärungstrupp. Auch die übrigen Rekrut*innen müssen sich entscheiden, welchem Trupp sie beiwohnen möchten. Schon kurz darauf startet die nächste Aufklärungsmission. – Weiterhin spannende Geschichte, die im Anime sehr manganah umgesetzt wurde.

Rosefield Academy of Arts 1 – The Secrets we keep: Hazel wurde erfolgreich an der Rosefield Academy of Arts angenommen. Doch neben dem vollen Stundenplan interessiert sie viel mehr der mysteriöse Todesfall ihrer Schwester vor ein paar Jahren, der nie aufgeklärt wurde. Daher kann sie sich keine Ablenkung leisten. Doch der attraktive Tristan macht ihr da einen Strich durch die Rechnung. – Leider kommt das Buch erst sehr spät auf den Punkt, was mich etwas gestört hat. Mal schauen, was der zweite Band kann.

Im Schatten des Fuchses: Yumeko ist eine Kitsune und lebt unentdeckt in einem Kloster. Doch eine alte Prophezeiung steht vor der Erfüllung. Um dies zu verhindern muss sie eine Schriftrolle in einen entlegenden Tempel bringen. Ihr zur Seite steht der Samurai Tatsumi, dem sie jedoch nicht die Wahrheit sagen kann. Auch der Samurai hütet ein Geheimnis. Können sie alle Gefahren überwinden? – Sehr spannende japanisch angehauchte Welt mit kleineren episodenartigen Stellen, was insgesamt gut funktionierte, aber ein bisschen zu lang ist, zumal es der Auftakt einer Trilogie ist.

Die Tagebücher der Apothekerin 7: Maomao ist zwar verletzt, kommt aber schnell wieder auf die Beine. Nun gilt es die Verantwortlichen des Anschlags ausfindig zu machen. Zeitgleich hilft sie einem Freund bei seinem Liebeskummer, was Jinshi gar nicht gern sieht. – Es geht spannend und witzig weiter und Maomao und Jinshi kommen sich nochmal näher.

Tee? Kaffee? Mord! 4 – Der Besuch des lächelnden Belgiers: In Earlsraven taucht ein schrulliger Belgier auf, der direkt aus der Feder von Agatha Christie zu kommen scheint. Zeitgleich wird die Leiche des Antiquitätenhändlers gefunden, den der Belgier eigentlich aufsuchen wollte. Und wieder ist es an Nathalie Ames und ihrer Köchin Louise den Mörder zu finden. – Am Anfang wusste ich nicht, was ich mit der Hercule Poirot Anspielung anfangen sollte, aber sie hat dann doch für einige erheiternde Situation gesorgt. Hatte wieder viel Spaß beim Rätseln.

Unfollow Me: Toni ist Bloggerin und hält sich seit einer traumatischen Stalkererfahrung eher bedeckt. Hikaru ist erfolgreicher Mangaka, der jedoch eine besondere Gabe hat. Seine Monster verlassen gern mal die Zeichnungen und suchen die Stadt heim. Als Toni bei einem der Ausbrüche angegriffen wird, beschließt sie Hikaru zu helfen. Doch beide behalten ihre Geheimnisse für sich. – Liza Grimms bisher stärkstes Buch voller richtig guter Illustrationen. Leider noch mit einigen Stopersteinen und es kommt durch die Geheimniskrämerei der beiden nicht so richtig auf den Punkt.

Belladaire Academy of Athletes 2 – Rivals: Lova und Luis waren eins das Traumpaar schlechthin. Doch vor drei Jahren änderte sich alles. Seitdem halten sie es kaum in einem Raum auf, ohne aufeinander loszugehen. Als sie beide in die engere Auswahl für das Elite-Team im Tennis kommen und sie zwangsläufig viel Zeit miteinander verbringen müssen, kommt das einem Pulverfass gleich. Ihre Freund*innen warten nur auf die große Explosion. – Schwächer als der erste Band, zumal die Zickereien zwischen Lova und Luis irgendwann nur noch anstrengend waren.

My roommate is a cat 9: Subaru hat für Haru einen Kratzbaum gekauft, was diese dankbar angenommen hat. Nun bietet er einer Bekannten an, dass diese ihren Kater auch mal an einen Kratzbaum heranführen kann. Haru versucht natürlich wieder alles, um ihn zu unterstützen. – Cosy, witzig, für Katzenliebhabende. Funktioniert auch im neunten Band noch gut.

Eine Leiche zum Tee 2 – Mord in der Bibliothek: An Amys Schule ist Projektwoche, zu der auch ein paar hochrangige Ehemalige eingeladen sind. Unter anderem soll ein Stück der hochverehrten Krimiautorin Olivia Hartcastle aufgeführt werden, mit ihr in einer Nebenrolle. Nur, dass es bei den Proben zu einem Mord kommt und die Autorin nicht mehr nur die Leiche spielt. Amy, ihre neue Freundin Willow, und natürlich ihre Tante und ihr Krimiclub, sind den Tätern dicht auf den Fersen. Doch auf einmal haben sie es auch noch mit Geistern zu tun. – Ich liebe die Geschichten rund um Amy und ihre Tante, sie sind so wunderbarer cosy crime, genau nach meinem Geschmack. Leider gibt es bisher keinen weiteren Band.

Night of the living cat 1: Durch eine Mutation wird die Welt auf einmal von Katzen bevölkert. Denn wer eine der infizierten Flauschetiger anfasst, wird selbst zur Katze. Auch die Mitarbeitenden eines Katzencafés sind auf der Flucht. Doch diese ist voller Entbehrungen und Gefahren. – War ein Manga-Blinddate und die Idee fand ich auch interessant. Leider hat mich die Geschichte an sich nicht so richtig mitgerissen, weswegen ich sie wohl erstmal nicht weiter verfolgen werde.

A Spark in Time 1 – Rendevous auf der Titanic: Lilly deGray und ihr Vater sind nicht nur Antiquitätenhändler, sondern können auch in der Zeit reisen, wodurch sie auch verloren geglaubte Stücke wiederfinden können. Doch durch Geldsorgen muss Lilly zu ihrem nächsten Auftrag alleine aufbrechen, der sie auf die Titanic führt. Dort trifft sie auf Ray, einem Passagier, der bei ihr sofort Gefühle auslöst. Was sie nicht weiß, ist, dass Ray eigentlich Damien ist, ebenfalls ein Zeitreisender. Und sein Ziel ist Lilly. – Es hätte genau mein Buch werden können! Leider schürt der Klappentext falsche Erwartungen und wir haben doch die übliche Gut/Böse Geschichte, die gerade am Anfang und am Ende eher ermüdet, als Spannung schürt. Aber die Recherche war auf den Punkt (außer einen Fehler, den ich nach einer Titanicdoku schon finden konnte).

Lost & Fallen – Engelgedöns: Talia lebt zusammen mit ihrem Onkel Gabriel auf einer beschaulichen Farm. Als dieser von einer Geschäftsreise nicht zurückkehrt, ist sie besorgt. Als kurz darauf die Höllenfürstin Lillith vor der Tür steht, kann sie nur knapp dem Tod entkommen. Sam ist ein ergebener Halbdämon Lilliths. Bis er Talia trifft und sie aus irgendeinem Grund verschont. Beide auf der Suche nach Antworten, treffen sich unter ungünstigen Umständen wieder. Doch irgendwie müssen sie sich dem Engelgedöns stellen. – Kleine Anfangsschwierigkeiten, doch dann ein spannendes Abenteuer. Mir war das ganze leider zu heftig und zu blutig, aber für Fans des Genres vermutlich genau passend. Ich musste nebenbei immer noch zu einem cosy Strandroman greifen.

More than a doll 5: Marin führt Gojo in ein Mangacafé, wo sie neue Cosplay-Ideen entwickeln. Begeistert von dem Sukkubus-Mädchen Liz mieten sie eine Räumlichkeit für das Fotoshooting. Dabei kommen sie sich noch einmal näher. – Herzallerliebst die beiden, wieder eine schöne Geschichte für zwischendurch.

Wie war euer Mai? Was waren eure Highlights?

Eine Handvoll Serien – 3/24 – K-Drama Special

Herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe der serientastischen Handvoll und dem zweiten K-Drama Special in diesem Jahr. Heute mit: ungewöhnlicher Hochzeit, Idols als Marktleitung, lächelnden Hotelangestellten, Geschichte, die sich wiederholt und einer Dämonenhochzeit.

So I married the Anti-Fan

Die Handlung: Lee Geun-Young ist Reporterin und soll von einer Cluberöffnung berichten, auf der auch das angesehene Idol Hoo Joon eingeladen ist. Dabei beobachtet sie vermeintlich sein schlechtes Verhalten gegenüber seiner Ex-Freundin und gerät mit ihm aneinander. Als sie kurz darauf ihren Job verliert, ist sie sich sicher, dass das Idol dahinter steckt und beschließt seine Lügen Publik zu machen. Dabei gerät sie ins Visier seiner Fans, nachdem sie sich öffentlich als Anti-Fan platziert hat. Doch ein Sender sieht darin Potential und schließt mit Geun-Young und Joon einen Vertrag über eine Reality Show, in der Idol und Anti-Fan zusammenleben. Doch die beiden sind wie ein Pulverfass kurz vorm explodieren.

Meine Meinung: Was als Handlungsbeschreibung super witzig klang, war leider eher anstrengend. Ich fand den Aspekt mit dem Anti-Fan und allgemein ein weiteres Drama in der Welt der Idols total spannend. Leider sind durchweg alle Charaktere unsympathisch – von vielleicht ein oder zwei Nebencharakteren abgesehen. Die Zickereien zwischen Geun-Young und Joon wollen einfach nicht aufhören. Immer, wenn man denkt, dass sie sich ein bisschen angenähert haben, kommt wieder die Kehrtwende und wir durchleben alles wieder von vorne. Manchmal kommen kurze Momente durch, in dem man mit den Charakteren Mitleid empfindet und kurz darauf wird es wieder durch ihr Verhalten zu nichte gemacht. Toxischer als dieser Beziehungsanfang ist nur die Geschichte der beiden Nebencharaktere in Form von Joons früheren Mittrainees. Hier wird sich solange terrorisiert, bis sogar Suizid im Raum steht. So hatte die Serie mit ihrer Idee viel Potential, die leider so gar nicht genutzt wurde. Schade.

CEO-dol Mart

Die Handlung: Die fünfköpfige Idol Gruppe Thunder Boys haben leider den großen Durchbruch verpasst, nachdem ihr erster Erfolg von einer Tragödie überschattet wurde. Nun fünf Jahre später sind sie alle getrennte Wege gegangen, doch bekommen unerwartet einen Supermarkt vererbt, den sie nicht so leicht verkauft kriegen. Also beschließen sie sich wieder zusammen zu tun und den Supermarkt selbst zu leiten. Doch das ist gar nicht so einfach.

Meine Meinung: Als großer Monsta X Fan habe ich die Serie eigentlich nur angefangen, weil Hyungwon einen Teil der Thunder Boys spielt. Geblieben bin ich, weil mich die Serie absolut mitreißen konnte. In gerade mal 10 für koreanische Verhältnisse mit ca. 40 Minuten, sehr kurzen Folgen wird eine Geschichte erzählt über Freundschaft, über Trauer, über Träume, über Hoffnung und über Neuanfänge. Das alles wird wunderbar als Komödie verpackt, weiß aber auch mit den Emotionen der Zuschauenden zu spielen. Gerade, weil hier mal die Freundschaft im Vordergrund stand und nicht die große Liebe, die hier fast gar nicht vorhanden ist, war es mal eine schöne Abwechslung zu den anderen Dramen. Schauspielerisch waren hier zwar nicht die größten Profis am Werk, aber auch das hatte Charme und machte die Serie noch sympathischer. Wer also mal ein K-Drama probieren möchte, aber von dem ganzen Romance Kram abgeschreckt ist, der findet hier den perfekten Einstieg ins Genre.

King the Land

Die Handlung: Gu Won ist Erbe der King Group und leitet den luxuriösen Teil des King Hotels. Dabei steht er in direkter Konkurrenz zu seiner Halbschwester, die darauf aus ist Alleinerbin zu werden. Cheon Sa-Rang träumte schon immer von einer Anstellung im King Hotel und hat sich durch ihr einnehmendes Lächeln und ihre Kompetenz schnell hochgearbeitet. Doch Won kann das aufgesetzte Lächeln überhaupt nicht ausstehen und gerät daher öfter mit ihr aneinander. Doch sie treffen immer wieder aufeinander und nähern sich langsam an. Hat ihre Liebe eine Chance?

Meine Meinung: Am Anfang war ich sehr skeptisch was die Serie anging. Sie wurde mir wärmstens empfohlen und so gab ich ihr eine Chance, doch gerade die ersten Folgen waren etwas chaotisch, vor allem weil einige Zeit zwischen den Episoden verging, ohne, dass die Darstellenden sich groß geändert haben. Nach ein paar Folgen war ich jedoch drin und dann konnte sie mich durchaus mitreißen. Sie schafft es eine gute Mischung aus Drama, Komödie, Romance und Freundschaft aufzubauen. Sa-Rang und ihre Freundinnen bekommen viel Zeit, um ihre tiefe Freundschaft zu festigen und auch ihre Freundinnen bekommen ihre eigene Geschichte. Dadurch gibt es immer einen guten Ausgleich zum vielen Drama und die Geschichte kommt gut voran. Zwischendurch gab es zwar immer mal wieder die Szenen, wo man sich an den Kopf fasst und sich fragt, wie falsch man Entscheidungen treffen kann, aber das hat eher zur Komödie beigetragen, als wirklich zu stören. Gegen Ende gab es dann vielleicht eine Wendung zu viel, da hier einfach kein Abschluss gefunden wurde, sondern die Serie partout auf die üblichen 16 Folgen gestreckt werden musste. Das war ein bisschen überflüssig, aber auch das war letztlich verzeihbar.

Born Again

Die Handlung: In den 1980er Jahren sind Cha Hyung-Bin, ein Polizist, und Jung Ha-Eun, eine Buchladenbesitzerin mit Herzfehler, verliebt und planen zu heiraten. Der schüchterne und aus schwierigen Verhältnissen stammende Gong Ji-Chul hat ebenfalls ein Auge auf Ha-Eun geworfen und mordet nach dem Vorbild seines Vaters, einem psychopathischem Massenmörder, um seiner großen Liebe ein gesundes Herz zu besorgen. Doch in den Wirrungen sterben alle drei. In der Gegenwart sind sie alle wiedergeboren. Ha-Eun ist inzwischen forensische Medizinerin, Hyung-Bin ist ein skurpeloser Staatsanwalt und Ji-Chul ist Medizinstudent. Das Schicksal führt sie alle wieder zusammen. Wird es diesmal ein Happy-end geben?

Meine Meinung: Auch hier wollte ich nochmal ein neues Genre ausprobieren und mich von der Fantasy und Romance, die ich sonst oft bevorzuge zu trennen. Das es dann ein Psychothriller wurde, lag dann doch eher an Lee Soo-Hyuk und Jin Se-Yeon, da mir beide sehr sympathisch sind und ich es spannend fand sie beide mal in einem gemeinsamen Drama zu sehen. Leider war meine Grundeinschätzung leider doch richtig: Ich bin nicht für Psychothriller gemacht. Doch das Drama hat noch ein anderes großes Problem. Während die ersten Folgen in der Vergangenheit spielen und die Charaktere da gut vorgestellt werden und auch sinnvoll agieren, und man somit ihre Handlungen nachvollziehen kann, ist es in der Gegenwart das reinste Chaos. Die Charaktere werden zwar vorgestellt, aber irgendwie eher mit den unwichtigen Informationen, so dass man sich im Laufe des Dramas viel erarbeiten muss. Und dann fängt die Geschichte leider an sich immer wieder im Kreis zu drehen und nicht so wirklich vorwärts zu kommen. Und wenn die Charaktere endlich wieder in der passenden Ausgangssituation sind und man einen Showdown einleiten könnte, kommt ein Zeitsprung und wir fangen wieder bei Null an uns in die Geschichte einzuarbeiten. So kommt man vielleicht auf die geplante Folgenanzahl, aber der Spannung und der Geschichte allgemein hat es defintiv nicht gut getan. Auch war die Motivation der Charaktere teilweise sehr unklar und teilweise auch an den Haaren herbeigezogen. Blutig und voller Leichen war die Serie aber auf jeden Fall, trifft also das Genre. Ich mache dann aber doch wieder einen größeren Bogen darum.

My Demon

Die Handlung: Jeong Gu-Won ist ein 200 Jahre alter Dämon, der ständig neue 10-Jahres-Verträge abschließt, um Seelen für die Hölle zu sammeln. Dabei trifft er auf die CEO Do Do-Hee, die mit Intrigen in der Firma zu kämpfen hat. Bei einem Unfall übertragt sich das Tattoo, das Gu-Won seine Kräfte gibt, ausversehen auf Do-Hee. Fortan müssen sie zusammen arbeiten, um ihre Ziele zu erreichen und den Tausch rückgängig zu machen. Doch dann kommen auch noch Gefühle ins Spiel.

Meine Meinung: Es hätte das Drama des Jahres werden können. Es sah gut aus, die Handlung klang gut und bot genau die Mischung aus Drama und Fantasy, die mich in K-Dramen bisher meist gut überzeugen konnte. Noch das wunderbare Doom at your Service aus dem letzten Jahr im Kopf, war My Demon leider ein Reinfall. Waren die Charaktere am Anfang vielleicht nicht unbedingt sympathisch, aber charismatisch, verwischt das immer weiter und das Drama leidet schnell daran, dass sie für die 16 Folgen einfach nicht genug Handlung hatten – ein Phänomen, was ich leider immer öfter beobachte. So ist gerade Do-Hee bis zum Ende ziemlich unsympathisch und ihre Beziehung zu Gu-Won kauft man beiden nicht so wirklich ab. Es wirkt einfach gestellt und dreht sich auch immer wieder im Kreis, weswegen sich das Drama einfach unendlich zieht. Dabei sind es gerade die Nebencharaktere, die ordentlich Schwung reinbringen. Die beiden Assistent*innen der Protagonist*innen haben wunderbare Geschichten, das Marketing-Team ist immer wieder für einen Gag da und eine gewisse Straßengang ist wohl das humorvolle Highlight des ganzen Dramas. Mit allen habe ich mehr mitgelitten als mit den beiden Hauptcharakteren. Irgendwo wollte ich doch wissen, wie es aus geht, und wenn die ganzen langweiligen Füllerszenen zwischendurch nicht gewesen wären, hätte das Drama wohl auch wesentlich besser funktioniert. So bin ich nur froh, dass es zu Ende ist.

Habt ihr eins davon gesehen? Wie hat es auch gefallen?

The Rookie

Ein Vorwort

Nachdem ich Death in Paradise durch hatte, war da dieses große Loch. Ich hatte zwar unzählige Serien auf der Watchlist, aber konnte mich nicht durchringen. Dann tauchte The Rookie wieder in meinen Vorschlägen auf und ich dachte mit Nathan Fillion kann man kaum etwas falsch machen, oder? Warum ich bei The Rookie zwiegespalten bin, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

John Nolan (Nathan Fillion) wird Zeuge eines Banküberfalls. Mitte 40 und frisch geschieden, überdenkt er seine Lebensziele und beschließt, dass er seine erfolgreiche Baufirma schließt und Polizist werden will. Er besteht auch die Prüfungen und wird damit der älteste Rookie (=Neuling) des LAPD. Das bringt allerdings einige Nachteile mit sich, zumal sein Chef davon gar nicht begeistert ist.

Meine Meinung

Nathan Fillion ist vielen vermutlich als Castle aus der gleichnamigen Serie bekannt. Die Krimiserie mochte ich gerade in den ersten Staffeln, auch wenn sie hintenraus leider stark nachgelassen hat. The Rookie konzentriert sich jedoch weniger auf die Mordkomission des LAPD, sondern vielmehr auf die Polizist*innen im Streifendienst. Das verlagert sich nach hinten raus immer mehr, da einzelne Charakter die Abteilung wechseln, aber dazu später mehr.
Fangen wir mit den positiven Aspekten der Serie an. Sie schafft es durchaus den teilweise sehr tragischen Schicksalen auch eine humorvolle Note zu verpassen. Es gibt wohl kaum etwas, was ein Streifenpolizist noch nicht gesehen hat. Dennoch weiß die Serie, wann der Ton nicht angemessen ist und wechselt auch gern zu einem ernsteren Tonfall. Für jemanden, der die Serie hauptsächlich des Unterhaltungswertes wegen angefangen hat, könnte das vielleicht abstoßen, aber die Balance ist gut gehalten.
Zum anderen ist das Team einfach gut gewählt und entwickelt sich auch mit der Zeit immer weiter. Hatte ich am Anfang noch meine Probleme mit einigen, so wachsen sie einen immer weiter ans Herz, da die Serie auch stark Charaktergetrieben ist. Zwar haben wir zwischendurch auch eine gewisse Fluktuation – teilweise aus ziemlich nachvollziehbaren Entscheidungen der Darstellenden – aber wir werden dafür auch mit neuen Charakteren belohnt, die mal mehr, mal weniger gut ins Team passen.
Auch schafft die Serie es zwischendurch kontroverse Themen mit einzubeziehen. Anwälte, die sich über die Methoden beschweren, wo durchaus auch mal mit Argumenten ausdiskutiert wird, was angemessen oder auch manchmal notwendig ist und wo es zu weit geht. Die Charaktere bekommen die Chance sich und ihre Methoden zu hinterfragen. Aber vor allem auch der Rassismus und das racial profiling wird groß thematisiert und auch die Schwierigkeiten einer eigentlich humorvollen Polizeiserie, die sich dennoch mit #blacklivesmatter auseinander gesetzt hat. Hierfür werden natürlich absolute Negativbeispiele genutzt, um das eigentliche Team, das eine große Diversität zeigt, davon freizusprechen.
Der größte Kritikpunkt für mich an der Serie ist die absolute Übertriebenheit der einzelnen Fälle. Was allein alles in der ersten Staffel passiert, liest sich wie eine Liste aller worst case Szenarien, die man sich einfallen lassen konnte. Theoretisch ist Los Angeles in jeder Folge mehr oder weniger dem Untergang geweiht und die Teammitglieder eigentlich ständig in absoluter Lebensgefahr. Ständige Verfolgungsjagden und keine Folge ohne eine große Schießerei. Das ganze steigert sich natürlich noch über die einzelnen Staffeln und irgendwann nehmen einzelne Fälle auch mehr als nur Doppelfolgen ein und ziehen sich gleich teilweise über halbe Staffeln. Und wenn man feierte, dass die große Bedrohung endlich geschafft wurde, musste die nächst größere gefunden werden, die dann noch mehr aufgebauscht wurde. Hätte ich mich nicht schon vorher so sehr mit dem Team angefreundet, ich hätte irgendwann abgebrochen.
So steckt in vielem vermutlich ein wahrer Kern und es wurden auch gut die kleinen oder größeren Probleme, mit denen man konfrontiert wird, wenn man Streife fährt, wie lange Schichten, Bereitschaft, Hitze in der vollen Montur und andere Aspekte, angesprochen, aber das ganze wird halt immer wieder überschattet von einem großen Hang zur Überdramatisierung. Manche schauen solche Serien vielleicht gerade deswegen, aber mich schreckt es leider eher ab. Gerade mit dem sehr guten Death in Paradise kurz davor, fällt mir das halt noch mehr negativ auf.

Das Fazit

The Rookie punktet mit einer witzigen Grundprämisse, tollen Charakteren und neben den humorvollen Aspekten auch mit einer gewissen Ernsthaftigkeit gewisser Themen gegenüber, verbirgt dies aber hinter sehr aufgebauschtem Drama und dem ständigen Katastrophenfall. So bin ich letztlich zwiegespalten, ob ich die Serie wirklich gut finde, werde aber auch weitere Staffeln durchaus mir ansehen.

The Rookie ist mit aktuell fünf Staffel bei Disney+ im Abo enthalten

Percy Jackson & Avatar – zweierlei Serienrezensionen

Ein Vorwort

Zur Zeit sind ja Realverfilmungen wieder voll in Mode und nach Netflixs Erfolg mit One Piece hauen sie mit Avatar gleich die nächste Serie raus. Disney hält da ein wenig gegen und bleibt lieber bei der klassischen Buchverfilmung, aber eins haben Percy Jackson und Avatar gemein: Eine Kinoverfilmung, die gefühlt alle Fans hassen. Ich habe mir beide Serien angesehen – bei einer mit viel Vorwissen, bei einer mit überhaupt keinem Vorwissen. Wie das funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Percy Jackson – Staffel 1

Die Handlung: Percy Jackson hatte schon immer Probleme sich in Schulen einzufinden, da ihm immer wieder seltsame Dinge geschehen, die ihm einfach keiner glaubt. Bis seine Mutter ihm endlich gesteht, dass er der Nachfahre eines griechischen Gottes ist und er daher im Camp Halbblood am besten aufgehoben ist. Doch auf dem Weg werden sie angegriffen und seine Mutter stirbt vermeidlich. Als ihm dann auch noch vorgeworfen wird, dass er Zeus‘ Herrscherblitz gestohlen haben soll, bricht er mit Annabeth und Grover auf, um seinen Namen rein zu waschen.

Meine Meinung: Kaum waren die ersten Folge der Serie draußen, kamen schon die begeisterten Stimmen der Percy Jackson Fans, wie gelungen die Umsetzung sei. Dass es genau die Serie sei, auf sie immer gewartet hätten und sie nun endlich die schlechte Verfilmung vergessen könnten. Ich war da etwas weniger optimistisch, was aber wohl auch daran liegt, dass ich niemals ein großer Fan der Buchreihe war. Zu viele schwierige Szenen, die ziemlich unkommentiert geblieben sind. Ich meine, die schlachten sich in ihrem angeblich sicherem Camp halb ab und die Aufsichtspersonen machen eher noch Scherze darüber? Und eins kann man auf jeden Fall über die Serie sagen: Handlungstechnisch ist sie sehr nah an der Buchvorlage und weicht davon auch nicht wirklich ab.
Buchfans mag das imponieren, leider übernehmen sie damit aber auch jede Schwäche der Bücher. Nächstes Problem ist, dass sie Szenen, die sie nicht optisch gut rüberbringen können, wie Erklärungsszenen, völlig überhetzen und es scheint, dass sie überhaupt keine Zeit hätten und wieder andere, gerade die Kampfszenen, dann schon fast über inszenieren. So wirkt die Serie total gehetzt, zieht sich aber gleichzeitig zäh wie Kaugummi. Acht Folgen hat die erste Staffel und ich habe mich eigentlich durch jede einzelne durchgequält.
Das hat aber noch zwei ganz entscheidende Gründe, warum die Serie für mich einfach nicht funktioniert. Zum einen die Darstellenden. Gerade die drei Jungdarsteller*innen passen vielleicht optisch super in die Rollen und wurden sogar von Rick Riordan, dem Autor der Reihe, abgesegnet, aber eins können sie nicht und das ist Schauspielern. So wenig Ausdruck im Gesicht und jeden Satz mit einer gelangweilten Monotonie vorgetragen, bringt leider Null Emotionen rüber und trägt zur Grundlangweile der Serie bei. Leider war ich aber auch damit beschäftigt mich genau darüber die meiste Zeit aufzuregen.
Aber selbst wenn sie es auch nur ansatzweise geschafft Emotionen in ihr Spiel zu legen, so hätten wir immer noch ein weiteres Problem: Die absolut grottig geschriebenen Dialoge. Selbst gut ausgebildeten Schauspielenden wäre es wohl schwer gefallen die Dialoge sinnvoll rüberzubringen. So kam eins zum nächsten und ich muss leider sagen: Die Serie war ein Reinfall.
Auch optisch kann sie nur bedingt überzeugen und kommt damit nicht an die Konkurrenz aus dem  Hause HBO oder Netflix ran. Woher die ganzen positiven Stimmen kommen, kann ich mir nicht erklären, denn selbst, wenn man über die Schwächen der Handlung hinwegsieht, da aus der Buchvorlage übernommen wurden, passt hier leider kaum etwas zusammen.

Avatar – Der Herr der Elemente – Staffel 1

Die Handlung: Vor 100 Jahren wurde Aang zum neuen Avatar, der Herr der vier Elemente. Doch das friedliche Zusammenleben der vier Nationen Feuer, Wasser, Wind und Erde wird durch den Angriff der Feuernation gestört, wobei die Windnation komplett ausgelöscht wird. Aang stürzt bei einem Sturm und friert in einem Eisblock ein. Als er nach 100 Jahren erwacht, ist die Welt nicht mehr das, was er kannte und er muss nicht nur mit den Veränderungen klar kommen, sondern auch die Bürde als Avatar annehmen, um gegen die Feuernation antreten zu können.

Meine Meinung: Im Gegensatz zu One Piece oder Percy Jackson hatte ich mit Avatar zuvor keine Berührungspunkte. Ich habe die Nickelodeon Serie nie gesehen und auch den Film damals vermieden – auch wenn die Fans die Existenz dessen leugnen. Dementsprechend schwer ist es mir gefallen in die Serie reinzukommen. Denn die Serie ist weniger für Neulinge, als vielmehr für die Fans der Animationsserie gemacht. Das fängt damit an, dass der Zeitsprung von 100 Jahren am Anfang ziemlich verwirrend ist und bis man die damit einhergehenden Veränderungen genau begreift, es ein wenig dauert. Auch danach lebt die Serie viel von Andeutungen.
Wir haben zwar mehr oder weniger in sich geschlossene Abschnitte auf Aangs Reise, doch wie die Welt genau funktioniert oder auch was die Beweggründe einzelner Charaktere ist, wird immer wieder nur angedeutet und auf spätere Folgen verschoben. Das mag für die Fans funktionieren, die das Vorwissen haben, aber als Neuling war ich die meiste Zeit eher verwirrt. So saß ich gerade die ersten beiden Folgen mit großen Fragezeichen über dem Kopf da. Ab Folge Drei hatte ich dann überhaupt erst Lust weiterzuschauen, was dann aber auch immer wieder schwand und doch wieder da war. Denn die Geschichte an sich fand ich durchaus interessant und wollte auch wissen, wie es weitergeht. Aber manchmal hatte ich auch einfach keine Lust die Brocken von Antworten zusammen zusetzen.
Was aber eindeutig für die Serie spricht ist die Optik. Denn hier beweist Netflix wieder einmal, dass sie wissen, wie man fantastische Welten bildgewaltig umsetzt. Immer wieder brachte sie mich zum staunen und gerade dadurch war meine Neugier dann auch wieder mehr geweckt, weil ich wissen wollte, was alles dahinter steckt.
Abgeflacht wurde die Euphorie dann eher wieder von den teilweise eher hölzernen Dialogen, die oft auch das immer gleiche aussagten. Man hätte locker eine ganze Folge einsparen können, wenn man nur die immer gleichen Aussagen gestrichen hätte. Während ich den Cast grundsätzlich mochte, hatte ich ein paar Probleme mit Gordon Cormier als Aang. Ich fand ihn nicht grundsätzlich schlecht gecastet, aber an manchen Stellen ist er doch ans Ende seiner Schauspielfähigkeiten gekommen. Teilweise hatte er aber auch einfach Dialoge, die nicht zu seinem Charakter passten. So pendelt er zwischen naivem Kind und uraltem Weisen, was befremdlich wirkt. Dabei kann man sich nicht einmal auf eine Entwicklung in seinem Charakter berufen, denn die Sprunghaftigkeit bleibt die ganze Zeit erhalten.
Im Vergleich zu Percy Jackson bin ich hier aber weiter interessiert und würde auch bei einer zweiten Staffel wieder einschalten. An den Erfolg von One Piece dürfte Netflix hier aber nicht erneut ranreichen können.

Percy Jackson ist bei Disney+ im Abo enthalten
Avatar – der Herr der Elemente ist bei Netflix im Abo enthalten

Rückblick auf den April 2024

Der April hat seinem Ruf dieses Jahr alle Ehre gemacht und so ziemlich jede Jahreszeit gezeigt. Wir hatten Sommer, ein paar Tage später schneite es, dann war es angenehm frühlingshaft und dann gab es die herbstlichen Regentage. Nun zumindest Buchtechnisch lief es ziemlich gut bei mir, natürlich wieder zu ungunsten der Filme, wobei ich es diesmal vergleichsweise oft ins Kino geschafft habe. Aber nun ohne weitere Worte, direkt zum medialen Rückblick auf den April.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Agust D – D-Day Konzertfilm: 2023 erschien das dritte Studioalbum von Agust D (aka Suga von BTS). Daraufhin ging er auf große Tournee. Nach einer Liveübertragung aus Tokyo gab es nun eine Konzertaufzeichnung des großen Finales in Seoul inklusive einiger Stargäste. – Das Konzert ist wirklich toll, leider sind ein paar Gastauftritte rausgeschnitten und allgemein wirkt es sehr zusammengeschnitten, wobei ziemlich viel vom Vibe verloren geht. Schade.

Godzilla x Kong – The New Empire: Während Kong sich in die Hohlerde zurückgezogen hat, bewacht Godzilla weiterhin die Erdoberfläche. Dadurch kommen sie sich auch nicht in die Quere und Godzilla bekämpft alle Bedrohungen auch alleine. Doch Monarch misst Schwankungen in der Hohlerde. Als Kong für eine medizinische Behandlung an die Oberfläche kommt, folgt ein Forschungsteam ihm bei seiner Rückkehr. Und sie finden nicht nur eine verschollene Zivilisation, sondern stellen fest, dass die Erdoberfläche in Gefahr ist. Doch Kong allein kann die Bedrohung nicht aufhalten. Er muss sich erneut mit Godzilla verbünden. – Monsterkloppe mit genug Handlung, um sie nachzuvollziehen. Über die paar Logiklöcher lässt sich relativ gut hinwegsehen und man bekommt, was der Trailer verspricht.

Spy x Family – Code White: Für einen Kochwettbewerb an der elitären Eden-Akademie bringt Familie Forger dazu einen Wochenendtrip zu machen. Vater Loid wird dabei jedoch eingespannt, seine Spiontätigkeit nebenbei auszuführen, was er aber vor vor Mutter Yor und Tochter Anya geheim halten muss. Dabei haben auch die beiden ihre Geheimnisse. – Schöne Ergänzung zur Anime-Serie und den Mangas, am Anfang etwas lang gezogen, aber gerade am Ende sehr witzig und super spannend.

Back to Black: Amy Winehouse gelingt der große Musikdurchbruch in jungen Jahren. Doch ihre Alkoholsucht und andere Drogen reißen sie immer weiter in einen Strudel, aus dem sie nicht herauszukommen scheint. – Ein gut geschriebenes Musik-Biopic, in dem wirklich mal eine Geschichte erzählt wird und es nicht um reine Infos aus dem Wikipedia-Artikel geht.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Die Erben der Saurier: In mehreren Abschnitten erzählt die Doku, welche Lebewesen nach dem Ende der Dinosaurier nach und nach die Erde bevölkerten. Dabei mussten sie sich immer wieder auf Bedrohungen und Klimawechsel anpassen. – Spannende Doku, die durch ihre fiktiven Charaktere, auf die sich konzentriert wird, das Gefühl geben, dass es sich um eine Live-Doku handelt.

MX University: 2021 gab die koreanische Idol-Gruppe Monsta X bereits ihr fünftes Fankonzert. Neben ihren größten Hits haben sie auch wieder einige Videos und Spiele vorbereitet. – Ich liebe die Idolgruppe und habe mich daher über jede Minute gefreut, vor allem die Lieder waren wieder super interpretiert. Die Spiele haben sich vielleicht ein wenig gezogen, aber waren trotzdem interessant.

Captain Phillips: Phillips ist Captains eines Frachtschiffes, das Waren über die Meere befördert. Seine nächste Fahrt führt ihn und sein Team auch in ein Gebiet, in dem immer wieder somalische Piraten gesichtet wurden. Während sie eigentlich dachten ausreichend Vorbereitungen getroffen zu haben, kommt es dennoch zum Supergau: Das Schiff wird von Piraten eingenommen. Und sie sind leider so gar nicht an den Waren interessiert, sondern wollen Lösegeld für die Crew. – Ein weiterer Film in meiner Tom Hanks Sammlung ist gesehen. Während mich die Prämisse am Anfang nicht abholen konnte, zieht der Film einen mit der Zeit immer mehr in den Bann und man fiebert einfach nur noch mit.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

The Fall Guy: Ein Stuntman und die Regisseurin. Die Trailer sahen zeitgleich völlig verwirrend und ziemlich interessant aus. Wird im Mai direkt nachgeholt, Karten sind schon gekauft.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich The A-Team – Staffel 2 (Weiterhin ein Guilty Pleasure und ein bisschen weniger schwierig gealtert als noch Staffel 1)

The Rookie – Staffel 1-5 (Grundsätzlich mochte ich die Charaktere, den Vibe und einzelne Geschichten. Das Problem ist eher, dass jede Folge völlig überzogen ist und eigentlich immer der worst case Fall eintritt)

MaiThinkX – Staffel 1-5 (Spannende und packend umgesetzte Wissenschafts-Show, die den schmalen Grad zwischen Unterhaltung und Wissensvermittlung wunderbar meistert)

Spy x Family – Staffel 2.1 (Die Geschichte rund um die etwas andere Familie geht weiter und hält sich auch hier wieder nah an die Manga-Vorlage und kann den Charme dieser wunderbar einfangen)

Avatar – der Herr der Elemente – Staffel 1 (Optisch wunderbar inszenierte Realverfilmung, habe allerdings gebraucht, um in die Geschichte rein zu kommen und bin je nach Folge auch gern mal wieder abgedriftet)

Cook at all Costs – Staffel 1 (Wunderbar kurzweilige Kochshow mit einer interessanten Prämisse, so dass ich die ganze Staffel am Stück weggebinged habe)

A sign of Affection – Staffel 1 (Sehr gefühlvoller Anime über eine gehörlose Studentin und ihre erste große Liebe, die ruhig erzählt ist und einen doch in den Bann zu ziehen vermag)

Criminal Minds – Staffel 1 (So ganz bin ich nicht an das Team und die Fälle rangekommen, aber funktioniert gut zum abschalten. Werde die Serie erstmal weiter verfolgen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.764
Seiten pro Tag: 159 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 8
Comic/Manga/Graphic Novel: 3
Hörbuch: 2

More than roommates: Annie ist als Musikerin mit ihrem Freund erfolgreich auf YouTube unterwegs und sie haben gerade einen Plattendeal an Land gezogen. Das ändert sich jedoch, als ihr Freund sie kurzerhand gegen seine neue Flamme ersetzt. Doch Annie findet in der WG ihrer besten Freundin eine neue Bleibe, auch wenn ihr von Moon das freie Zimmer direkt vor der Nase weggeschnappt wurde. Auch er scheint gerade eine Niederlage erlebt zu haben. Zusammen versuchen sie die Scherben ihres Lebens zusammenzukehren und kommen sich dabei immer näher. – Ich liebe die Geschichte, sie hat alles gehabt. Coole K-Pop Anspielungen, Drama, große Gefühle, viel Liebe zur Musik und das beste aus München und Seoul vereint.

Bee my humble love: Julie wird von ihrem Traumjob gefeuert. Doch ihr Chef macht ihr ein Angebot, wie sie ihn wieder bekommen könnte. Sie muss nach Schweden reisen und dort bei Humble Bees & Teas versuchen den Besitzer Oscar Morrison zu überzeugen, sich der Firma anzuschließen. Die steht allerdings für alles, was Oscar verabscheut. Dennoch nimmt Julie die Aufgabe an und weiß nicht, dass sie davor steht mehr zu verlieren als nur ihren Job. – Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um in die Geschichte zu kommen und mich mit der Protagonistin anzufreunden, aber dann konnte ich das Buch kaum noch aus den Händen legen.

Die Nacht der Königinnen: Der junge König Gideon hat nach dem Tod seines Vaters frisch den Thron bestiegen. Ihm werden allerlei dunkle Kräfte nachgesagt, weswegen seine Thronbesteigung kritisch beäugt wird. Umso schockierter ist Alixandra als sie zusammen mit zwölf weiteren adligen Mädchen an den Hof gerufen wird, um bei einer königlichen Brautschau anwesend zu sein. Dort angekommen passieren jedoch allerlei seltsame Dinge. Alixandra und ihre neuen Freundinnen versuchen diesen auf den Grund zu gehen. – Ein weiteres Buch, das ich einfach weggesnackt habe. Ich liebe Christian Handels Schreibstil und hier hat er es wieder geschafft einen unwiderstehlichen Sog aufzubauen, das ich die Geschichte quasi inhaliert habe.

Hard Liquor – der Geschmack der Nacht: Tycho entwickelt unmenschliche Kräfte, wenn sie Alkohol trinkt. So manchmal hat es ihr des Nachts auf dem Heimweg schon geholfen. Die Medien feiern die unbekannte Rächerin als Captain Vodka. Doch kurz darauf ist eine geheimnisvolle Sekte hinter ihr her und Tycho weiß nicht mehr, wem sie noch trauen kann. Zumal alles viel größer scheint als sie ihr Leben lang ahnte. – Hier bin ich nicht so richtig in die Geschichte reingekommen, es waren mir auch ein paar zu viele Charaktere, die ich immer wieder durcheinander gebracht habe (was aber auch am Hörbuch liegen könnte). Die Geschichte an sich mochte ich aber.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 8: Ron und Toto haben wieder allerhand zu tun. Zum einen müssen sie sich mit einem Möchtegern-Detektiv aus der Nachbarschaft herumschlagen, der mit seinen Schlussfolgerungen gern daneben liegt. Zum anderen bekommen sie Besuch von Dr. Hirsch, dem berüchtigten Gerichtsmediziner von der Blue Akademie. – Ein weiterer spannender Band der Reihe.

Fallopia – Die Nebel der Kaltwüste: Die glorreichen Sieben, das sind der Halbling Dan, die Gnomin Orla und die Hochelfin Alea. Als ein geheimnisvoller Nebel Fallopia in Chaos stürzt, werden sie gerufen, um eine Prophezeiung zu erfüllen. Doch dafür müssen sie den Auserwählten Kendrick mitnehmen, der eher ein aufgeblasener Möchtegern denn ein Held ist. Können sie Fallopia retten? – Funtasy vom Feinsten! Ich habe so oft herzhaft gelacht und jede neue Idee einfach gefeiert. Wäre auf jeden Fall bereit für neue Abenteuer des Trios.

Die Myzel-Chroniken 1 – Die Entstehung der Chroniken: Das Pilzwesen Zomis ist der Geschichtenerzähler seines Dorfes. Doch als er den Hilferuf seines alten Meisters erhält, muss er feststellen, dass seine Welt vor der Zerstörung steht. Daher macht er sich auf einen langen Weg voller Gefahren, um zum Urpilz zu kommen und dort Hilfe zu erhalten. – Ich habe den Weltenbau und die ganzen super recherchierten Anspielungen geliebt, leider ging mir die Geschichte an sich etwas zu schnell, wodurch ich nicht so richtig mitfiebern konnte.

Haikyu! 4: Das Trainingsspiel gegen die Nekoma Highschool steht an. Dabei ist das Karasuno Team gerade erst dabei sich zu finden und stehen nun berühmt berüchtigen Gegnern gegenüber. Können sie das Match für sich gewinnen? – Das große Trainingsspiel funktioniert auch als Manga wunderbar, nachdem ich den Anime bereits geliebt habe.

Wer bist du wirklich?: Holger ist Obdachlos und hat keinerlei Erinnerungen an sein früheres Leben. Als er ein Handy zugespielt bekommt und eine verzerrte Stimme ihm ein Verbrechen vorwirft, macht er sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit. Und er muss sich fragen: Wer ist er wirklich? – Eine Kurzgeschichte im Rahmen der Aktion #wirschreibenzuhause – Kurzweilig, aber doch spannend und ich war wirklich gespannt auf die Auflösung.

Belladaire Academy of Athletes 1 – Liars: Nika wurde an der elitären Belladaire Academy in Monaco angenommen. Dafür musste sie viel sparen, da sie nicht wie viele der anderen aus reichem Hause kommt. Nachdem sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, verstrickt sie sich jedoch schnell in einem Lügengeflecht, um dazuzugehören. Ambrose stand immer im Schatten seines erfolgreicheren Bruders. Als er hinter Nikas Geheimnis kommt, schlägt er ihr einen Deal vor. – Eigentlich nicht mein Genre und die Geschichte hätte sehr schnell gelöst werden können, wenn die Charaktere einfach miteinander geredet hätten, aber der Schreibstil hat mich dann doch so sehr in den Bann gerissen, dass ich es nicht aus den Händen legen konnte und mir gleich noch die Folgebände zugelegt habe.

Tee? Kaffee? Mord! 3 – Die blauen Pudel des Sir Theodore: Nathalie Ames wird als Gastjurorin bei einer Hundeschau eingeladen. Doch dort kommt es zum Supergau. Ausgerechnet die Pudel von Sir Theodore werden blau eingefärbt. Doch damit nicht genug, kurz darauf wird der Veranstalter ermordet und Sir Theodore ist der Hauptverdächtige. Nathalie und ihre Köchin Louise ermitteln wieder, allerdings haben sie diesmal gleich drei blaue Pudel im Schlepptau. – Ich liebe die relativ kurzen Cosy Crime Geschichten der Reihe und Nathalie ist wieder einfach nur super sympathisch.

Angels of Death 5: Rachel und Isaac entkommen gerade so der Bestraferin. Doch wie ist sie überhaupt dazu geworden? Der Band beleuchtet genauer die Vorgeschichte dieser Figur. – War mir ein bisschen zu viel Hintergrundgeschichte, hat die eigentlich kaum voran gebracht, aber war trotzdem interessant.

Madness: Alice folgt einem weißen Kaninchen in eine seltsame Welt voller tickender Uhren statt Herzen und Bäumen aus Kupfer. Dabei trifft sie auf den Hutmacher Elric und die Grinsekatze, die ihr von ihrem Erbe und ihrer Aufgabe erzählen. Denn Wunderland ist in Gefahr und nur sie kann den Verfall aufhalten. – Eine weitere Alice im Wunderland Adaption, die besser funktioniert als andere, die ich gelesen habe, aber mich nicht final überzeugen konnte.

Wie Wellen im Sturm: Louise bekommt die Chance ihr Schreibtalent im Internat Schloss Mare zu verbessern. Dafür lässt sie ihre Familie zurück und stellt sich der ganz neuen Welt. Im Fußballteam findet sie schnell Anschluss und Freundinnen. Nur ihre Mitbewohnerin Mika ist ziemlich verschlossen, vor allem da Louise durch Zufall ein Geheimnis von ihr erfährt. Zeitgleich schlägt ihr Herz in Mikas Nähe unglaublich schnell. Was haben diese Gefühle zu bedeuten? – Endlich wieder eine queere Liebesgeschichte! Und dann auch noch eine sehr süße und auch das Ambiente und der Schreibstil haben mich komplett überzeugt.

Fake Roomie: Amy und Cameron sind seit Kindheitstagen befreundet und haben fünf unumstößliche Regeln. Vor allem wollen sie sich nicht ineinander verlieben. Doch als Amy die Option auf ein Hauskauf bekommt, wo Paare bevorzugt werden, gehen die beiden einen Deal ein. Da ist das Gefühlschaos vorprogrammiert. – Auch wenn man von Anfang an wusste, worauf die Geschichte hinausläuft, hat mich die große Dosis Gefühle überrollt und dazu gebracht das Buch in zwei Tagen zu verschlingen.

Was waren eue Highlights im April?

Death in Paradise

Ein Vorwort

Normalerweise schaue ich Krimi-Serien gern im Herbst. Aber eine Serie, die im tropischen Paradies in der Karibik spielt, kann man auch gut in Vorbereitung auf den Frühling schauen, oder? Warum Death in Paradies nicht nur durch das Setting punkten konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Die beschauliche Karibikinsel Saint Marie hat ein sehr übersichtliches Polizeirevier. Lediglich drei ortsansässige Mitarbeitende sind angestellt. Dabei bekommen sie Hilfe von einem Detective – der alle paar Staffeln wechselt – aus Großbritannien, die allesamt brilliante Köpfe im Ermitteln sind, doch so ihre Schwierigkeiten mit den karibischen Bedingungen haben. Doch auch im Paradies gibt es Morde.

Meine Meinung

Nachdem ich mit vielen Pausen es irgendwann endlich geschafft hatte The Mentalist zu beenden, stellte sich für mich die Frage nach einer neuen Krimi-Serie zum wegbingen. Und ganz ehrlich: ich wollte wirklich nur eine kleine, überschaubare Serie, die mir klassisch den Mord der Woche bietet und nicht ständig mit noch größeren und noch schlimmeren Morden aufwarten muss. Mit einem sympathischen Ermittlungsteam, bei dem man nicht ständig darauf warten muss, dass sie ab einer gewissen Staffel zusammen kommen und es sich nur noch um die Beziehung dreht. Aber wo so eine Serie finden?
Zum Glück hatte der Pärchengatte genau die richtige Serie kurz vorher weggebinged. Und so hatte ich bereits Ausschnitte aus Death in Paradise gesehen und wollte ihr nun ebenfalls eine Chance geben. Und es war genau die Serie, die ich gesucht hatte! Mit dem Mord der Woche bzw. der Folge. Bis auf wenige Ausnahmen war der Fall mit Ende der Folge auch abgeschlossen. Gleichzeitig haben wir in jeder Folge das klassische Whodunnit. Am Anfang der Folge werden ein paar Charaktere gezeigt, einer davon stirbt und man kann die Verdächtigen genau auf diese Gruppe gezeigter Charaktere eingrenzen. Doch damit ist die Serie keineswegs langweilig! Mehr als einmal bin ich absolut daran verzweifelt, wer es sein könnte, weil man sich nie sicher sein konnte, selbst wenn Charaktere als zu verdächtig oder zu unschuldig dargestellt wurden, konnte es noch immer jeder sein. Die Methode einfach die am wenigsten verdächtige Person zu nehmen, geht hier keineswegs auf. Und selbst, wenn sich mein Verdacht am Ende als richtig erwies, so konnte ich doch nie vorhersagen, wie der Mord ausgeführt wurde.
Kommen wir also zum Ermittlungsteam. Hier haben wir an erster Stelle immer einen Ermittler aus England, der sich erst an die Zustände in Saint Marie gewöhnen muss. In den bisherigen 12 Staffeln hat dieser ingesamt dreimal gewechselt. Dabei waren es stets sehr außergewöhnliche Charaktere, die sich aber untereinander doch stark unterschieden. Dann gibt es immer noch drei ortansässige Ermittelnde, eine in Zivil, zwei in Uniform. Auch diese haben im Laufe der Staffeln immer mal gewechselt, um neue Charaktere einzubringen. Dabei waren manche sympathischer als andere, aber insgesamt hat die Dynamik immer gut funktioniert. Hier wurde sich vermutlich am Erfolgskonzept von Doctor Who orientiert, denn durch den regelmäßigen Wechsel der Charaktere kam man gar nicht dazu die Geschichten immer weiter künstlich aufzubauschen, denn die Charaktere sorgten für eine gute Dynamik und viel Witz und Spaß.
Zwar sind die Folgen sehr gleich aufgebaut, dennoch bietet jede auf ihre Art Witz, Charme und Spannung. Und sie lässt sich auch wunderbar nach einem stressigen Tag schauen zum abschalten, sie kann einem nach einem miesen Tag wieder aufbauen und sie funktioniert eben auch wunderbar für Krimi Fans. So ist ein Blick hier auf jeden Fall wert.

Das Fazit

Death in Paradise bietet das klassische Whodunnit mit dem Mord der Folge, einem tollen und neuen Setting, wobei mehr auf klassische Ermittlungsarbeit gesetzt wird als große moderne Technologien, einem tollen und sympathischen Cast und sie umgeht vorallem die klassischen Fehler anderer Krimiserien. Nicht nur eine Empfehlung für Krimifans!

Eine Handvoll Serien – 2/24

Willkommen zur zweiten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: einer Stadt voller Gefängnisse, einer Monarchie, Pokemon im Urlaub, Rehabilitation in der Hölle und Feen in Norwegen.

Mayor of Kingstown – Staffel 1

Die Handlung: In der kleinen Stadt Kingstown gibt es kaum Jobs, außer in den Gefängnissen. Hier versucht Mike McLusky dem Erbe seines Bruders gerecht zu werden und als Bindeglied zwischen Insassen, Gangs auf der Straße und den Wärtern zu agieren. Dabei gerät er selbst immer wieder ins Fadenkreuz.

Meine Meinung: Eine Serie so absolut außerhalb meiner bevorzugten Genres und meiner comfort zone? Ja, ihr habt es richtig erraten, es ist eine Serie mit Jeremy Renner in der Hauptrolle, weswegen ich zumindest mal einen Blick riskieren wollte – zumal ich eh gerade ein Paramount+ Probeabo hatte. Aber die Serie ist definitiv nichts für schwache Nerven, denn hier gibt es kaum eine Szene ohne Gewalt. Warum überhaupt noch jemand in dieser Stadt wohnt ist mir ein absolutes Rätsel. Dabei ist das Drehbuch durchaus gut geschrieben und weiß die Charaktere gut einzusetzen. Aber ich konnte es einfach nicht mehr sehen. Zumal es auch eine ordentliche Portion Gewalt gegen Frauen inklusive Vergewaltigungen gab. Auch wenn die Kamera hier nicht unbedingt direkt drauf hält, war das Leid der Charaktere teilweise nur schwer auszuhalten, weswegen ich auch beschlossen habe, nach der ersten Staffel nicht weiterzuschauen. So sehr ich mich auch über eine neue Serie mit Mr. Renner gefreut habe, so ist es einfach nicht meine Serie.

The Crown – Staffel 6

Die Handlung: Nach der Scheidung von Prinz Charles und Diana gibt diese den Avancen von Dodi Fayed nach. Doch die Paparazzi verfolgen sie schamlos überall hin, was schließlich zum bekannten Unglück führte. Doch auch danach schwebt die Familie zwischen Feierlichkeiten und Verlusten. Schließlich rückt der Fokus auf Prinz William, der an der Uni Kate Middleton kennenlernt.

Meine Meinung: Der Abschluss der Serie, die ich über die Staffeln sehr genossen habe, ist seltsam ernüchternd. Als ob der Serie auf den letzten Metern die Luft ausgegangen wäre. In der ersten Hälfte befassen wir uns nochmal mit vorangig mit Charles und Diana, was insgesamt einfach zu viel Platz einnahm. Es gab zu dem Zeitpunkt auch noch andere Themen, die viel zu sehr am Rand nur erwähnt wurden, um wieder ins Liebesdrama einzutauchen. Und sobald der Teil auserzählt wurde, gelingt der Serie nicht so richtig die Wendung zu anderen Themen. Sie versucht sich nun auf William und Kate zu konzentrieren, doch schweift davon immer wieder ab, hat aber eigentlich auch ansonsten wenig zu erzählen. Am enttäuschendsten ist dann jedoch die finale Folge. Hier wurden extra nochmal Claire Foy und Olivia Coleman als frühere Darstellerinen der Queen dazugeholt, um einen inneren Konflikt der Queen über die Zukunft zu skizzieren, was aber so gar nicht funktioniert. Wir haben noch Charles und Camillas Hochzeit, die aber einfach ins Leere läuft. Es wirkt einfach nicht wie ein runder Abschluss einer Serie, die über die Staffeln so viel aufgebaut hat, deren Staffeln ich immer sehr entgegen gefiebert habe und lässt auch den Cast ein bisschen ungenutzt zurück. Schade.

The Pokemon Congierce – Staffel 1

Die Handlung: Haru kommt frisch im Pokemon-Resort an, einer Insel, wo Reisende mit ihren Pokemons entspannend können. Sie fängt als Concierge an und lernt nicht nur den Umgang mit den verschiedenen Pokemon, sondern lernt auch viel über sich selbst. Dabei erlebt sie allerlei Abenteuer.

Meine Meinung: So kurzweilig die Serie mit ihren gerademal vier Folgen auch ist, so guttuend ist sie auch. Im Prinzip ist es nur ein Serie über ein Resort, mit dem Unterschied, dass hier halt auch Pokemon leben. Mit der Stop-Motion Knetoptik ist alles sehr liebevoll gestaltet, wodurch gerade die kleinen Monster einen schnell ans Herz wachsen – wenn sie das nicht ohnehin schon sind. Mit der Protagonistin habe ich etwas länger gebraucht, um warm zu werden, doch auch das ist schnell geschafft – zumal es halt auch einfach nicht viel Zeit ist. In jeder Folge sind kleine Lebenslektionen verborgen, die sich viel mit den Themen Entspannend und Freundschaft befassen und so zeitgleich auch noch gute Themen umfasst. Dabei wird hier jedoch keineswegs der Finger belehrend erhoben, sondern die Lektionen sind gut in der Serie eingebaut, so dass man sie zwar bemerkt, sie aber die cozy Grundstimmung nicht stören. So freu ich mich auf jeden Fall auf noch viele weitere Folgen.

Hazbin Hotel – Staffel 1

Die Handlung: Charlie Morningstar, die Tochter des Höllenfürsten Lucifer, hat einen einmaligen Plan, um gegen die Überbevölkerung der Hölle vorzugehen: Ein Hotel, in dem Dämonen rehabilitiert werden, um dann in den Himmelaufsteigen zu können. Das würde auch die jährliche Säuberung durch den Himmel in der Hölle überflüssig machen. Doch davor stehen ihr noch allerlei Schwierigkeiten bevor.

Meine Meinung: Definitiv die abgedrehteste Serie, die ich seit langem gesehen habe und das hat nur teilweise etwas mit dem außergewöhnlichem Zeichenstil zu tun. Nachdem die Pilotfolge bereits auf Youtube ein großer Erfolg war, hat sich nach Jahren endlich ein Studio gefunden, um die Geschichte serientechnisch umzusetzen. Und das lohnt sich defintiv, auch wenn es besser ist, die Pilotfolge zu kennen, da man sonst eher kalt in die Geschichte geschmissen wird. So haben wir eine abgedrehte Serie über Rehabilitation in der Hölle, die so wunderbare Karikaturen erschafft, dass für jeden ein Lieblingscharakter dabei ist. So viele originelle Ideen, die man sonst im Einheitsbrei eher vergeblich sucht und das immer mit einigen flotten Musicalnummern versehen. Dabei ist die Serie aber auch sehr explizit, was nicht jeden abholen dürfte, aber dennoch empfehle ich eigentlich jedem zumindest mal einen Blick drauf zu werfen. Auf jeden Fall hatte ich nach der Serie auch wieder große Lust auf ein Cosplay.

Hilda – Staffel 3

Die Handlung: Bei Hilda steht ein Besuch bei ihrer Tante an, doch dort scheint einiges merkwürdig zu sein. Später taucht auch ihr Vater auf, der einiges durcheinander wirft. Doch das ist nicht das einzige Familienproblem, um das sich Hilda in dieser Staffel kümmern muss. Denn eine Offenbarung stellt ihre komplette Identität auf den Kopf.

Meine Meinung: Leider die schwächste Staffel der Serie. Es fehlte einfach der typische Charme, die kleinen Witze und irgendwie auch der Flair, die die Serie zuvor so gut gemacht hat. Das beginnt schon damit, dass wir in der ersten Folge die bekannten Gefilde verlassen und zu Hildas Tante reisen. Hier scheinen einige Geheimnisse zu liegen. Und das taucht in der ganzen Staffel immer wieder auf. Wir lernen Hildas Vater kennen, die Thematik zieht sich ebenfalls durch die restliche Staffel, bevor wir mit der letzten Folge in Filmlänge praktisch alles vorher da gewesene zunichte machen. Leider ziehen sich die  einzelnen Folgen auch noch wie Kaugummi, es kann wenig überraschen, bekannte Figuren werden nicht mehr gut genutzt und am Ende war ich einfach nur froh, als ich die Serie durch hatte. Das ist besonders enttäuschend, weil die vorherigen Staffeln da eindeutig ein anderes Niveau versprochen haben. So ist es eher ein unwürdiges Ende der Serie.

Habt ihr eine davon gesehen? Wie fandet ihr sie?

Rückblick auf das erste Quartal 2024

Wann genau ist eigentlich schon wieder ein ganzes Quartal passiert? Ich habe mich noch immer nicht daran gewöhnt 2024 hinter die Beiträge zu schreiben. Dennoch ist es bereits Zeit für den ersten Quartalsrückblick des Jahres. Wie gewohnt in Top 5 Listen (außer, es gab keine fünf Highlights, dann wie gewohnt reduziert). Und damit ohne groß weitere Worte zu verlieren:

Meine drei Kinohighlights

All of us strangers: Adam lebt in einem fast leeren Hochhaus und arbeitet an einem Buch. Dabei trifft er auf Harry, den einzig anderen Bewohner des Hauses. Sie kommen sich schnell näher und Adam beschließt sich seiner Vergangenheit zu stellen und reist zu seinem Elternhaus. Doch obwohl diese bereits vor vielen Jahren verstorben sind, ist es bewohnt. – Unglaublich berührender Film, der ganz tief unter die Haut geht und mit seiner Melancholie und Traurigkeit ansteckend ist. Denkt also an Taschentücher!

Dune Part II: Paul Atreides hat sich bei den Fremen bewiesen, doch er muss seine Zugehörigkeit festigen. Zusammen greifen sie regelmäßig die Harkonnen an und stellen sicher, dass sie ihre Spice-Produktion nicht in gewohntem Ausmaß erfüllen können. Gleichzeitig versucht seine Mutter ihne zu einem Messias zu machen, was Paul jedoch abzulehnen versucht. Doch als die Harkonnen immer unerbitterlich werden, müssen sich auch die Fremen zur finalen Schlacht um Arrakis aufmachen. – Bildgewaltig, erzählt erstaunlich gut zusammengefasst die zweite Hälfte des Buches, auch wenn einiges sehr schnell geht, und steht lediglich im Schatten des grandiosen ersten Parts.

The Zone of Interest: Familie Höß, dass sind Vater Rudolf, Mutter Hedwig und ihre fünf Kinder. Rudolf ist Lagerkommandant in Auschwitz und daher hat seine Familie ein Haus direkt an den Mauern des Konzentrationslagers. Tag und Nacht dringt die Geräuschkulisse des Lagers zur Familie, die ihrem normalen Alltag nachgehen. – Beklemmend und doch sehr gut atmosphärisch eingefangen. Konzept funktioniert gut über die gesamte Laufzeit.

Meine fünf filmischen Highlights

BTS: Yet to come: 2022 geben BTS ein kostenfreies Konzert in Busan und liefern dabei wieder eine wahnsinnige Show. – Wie immer eine Wahnsinnsshow und eine gute Auswahl aus ihrem Repertoire.

Alice im Wunderland: Alice sollte eigentlich den Lektionen ihrer großen Schwester lauschen, doch ist viel zu abgelenkt. Als sie dann auch noch einem weißen Kaninchen folgt und in ein Kaninchenloch fällt, landet sie im Wunderland, was mit allerlei kuriosen Bewohnern aufwartet. Wird sie ihren Weg zurück finden? – Immer wieder ein schöner Disneyfilm, der hinter jede Ecke neue Überraschungen bereit hält. Einer meiner liebsten Disneyfilme aller Zeiten.

BTS Muster: Happy ever after: Konzertfilm. 2018 schaffen es BTS bereits auf ihr viertes alljährliches Fankonzert unter dem Motto Happy ever after. Neben dem Konzert gibt es kurze Interviewformate und kleinere Spiele. Ebenso kurze Filme, die während der Outfitwechsel abgespielt werden. – Mal ein etwas älteres Konzert von BTS, wodurch ich tatsächlich einige Lieder auch nicht so kannte. Dennoch stimmt Konzept und Charme einfach überein.

MX Friends: Konzertfilm. Das 7. alljährliche Fankonzert der koreanischen Idolgruppe Monsta X stand unter dem Motto „Friends“. Mit einigen Anspielungen auf die beliebte Sitcom verbindet die Gruppe Konzert und  kleinere Filme bzw. Interviews. – Meine liebste K-Pop Band ist Monsta X und daher konnte mich das Konzert natürlich absolut mitreißen.

Dune Part I: Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides, Sohn des Herzogs, hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr? – Ein optischer grandioser, spannender, gut besetzter, also einfach perfekter Film.

Meine fünf serientastischen Highlights

Death in Paradise – Staffel 1-12 – Die beschauliche Karibikinsel Saint Marie hat ein sehr übersichtliches Polizeirevier. Lediglich drei ortsansässige Mitarbeitende sind angestellt. Dabei bekommen sie Hilfe von einem Detective – der alle paar Staffeln wechselt – aus Großbritannien, die allesamt brilliante Köpfe im Ermitteln sind, doch so ihre Schwierigkeiten mit den karibischen Bedingungen haben. Doch auch im Paradies gibt es Morde. – Nachdem der Pärchengatte sie bereits durchgebinged hatte, bin ich auch dieser britischen Krimiserie verfallen, die durch das karibische Setting, tolle Charaktere und interessante Fälle nach klassischem Whodunnit überzeugen kann

In the Soop – Staffel 2: BTS, das sind Jin, RM, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook. 2020 machte die Pandemie ihre Tourpläne zunichte und so hatten sie endlich mal Zeit für eine Auszeit. Dafür wurde ein Ferienhaus gemietet, mit allerlei Annehmlichkeiten ausgestattet, die sich die Jungs vorher wünschen durften und dann hieß es einfach mal nur ausspannen. Auch im Jahr 2021 durften sie für eine zweite Staffel wieder entspannen. – Wie kann es nur so entspannend sein sieben Jungs aus Korea in ihrem Entspannungsurlaub zu begleiten? Kürzer, mit neuer Location, aber der Charme bleibt erhalten.

CEO-dol Mart – K-Drama – Die fünfköpfige Idol Gruppe Thunder Boys haben leider den großen Durchbruch verpasst, nachdem ihr erster Erfolg von einer Tragödie überschattet wurde. Nun fünf Jahre später sind sie alle getrennte Wege gegangen, doch bekommen unerwartet einen Supermarkt vererbt, den sie nicht so leicht verkauft kriegen. Also beschließen sie sich wieder zusammen zu tun und den Supermarkt selbst zu leiten. Doch das ist gar nicht so einfach. – Ein sehr sympathisches Drama, wo es mal nicht um die große Liebe geht. Kann trotz der Kürze sehr überzeugen und hat mich mehrfach herzlich zum lachen gebracht

Attack on Titan – The Final: Die Walze wurde in Gang gesetzt und droht alles Leben zu zerstören. Die letzten Überlebenden vom Aufklärungstrupp müssen sich ausgerecht mit ihren Feinden verbünden, um die Walze zu stoppen. –  Der Abschluss der Serie in zwei Folgen in Spielfilmlänge. Ich war emotional nicht dafür bereit und bin noch immer am verarbeiten. Aber sie bringen die Serie zu Ende, ob es einem nun gefällt, oder nicht

Queer Eye – Staffel 8: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie sind alle homosexuell bzw. non-binär und haben jede Woche die gleiche Aufgabe. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen in New Orleans, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen.Auch in der achten Staffel schaffen die Fab 5 es wieder so viel Lebensfreude zu verströmen, dass man automatisch davon angesteckt wird. Tolle Geschichten dabei, die sehr berühren

Meine fünf buchigen Highlights

Boris: Boris, ein Vampir, hat seine Ausbildung beim thaumaturgischen Notdienst beendet und fängt in der Abteilung von Martin van Helsing, ein Werwolf, an. Gleich an seinem ersten Tag gibt es einen Anschlag auf eine Blutbank und kurz darauf eine gescheiterte Vampirverwandlung. Boris lassen beide Fälle nicht los. Gibt es eine größere Verschwörung? – Ein Spin-off der Mona-Reihe, die ich schon sehr geliebt habe. Diesmal im Krimi-Genre und doch wieder mit einem unfassbar gutem Gespür für Charaktere. Das Jahr begann also schon mit einem Highlight.

Bronwick Hall 1-2: Die magische Schule und Universität Bronwick Hall bildet junge Hexende aus. Blaine, die wegen des Hochverrats ihres Vaters in Ungnade fiel, versucht möglichst unauffällig zu bleiben und sucht in der Verlobung mit Karan Schutz. Doch Henry Saints, ein neuer Professor, lockt sie aus ihrer Deckung. Nach einem Rebellenangriff, bei dem Karan schwer verletzt wurde, setzt sie alles auf ein Gegenmittel. Doch dafür braucht sie Saints Hilfe. – Ein weiteres magisches Werk von Laura Labas mit einem tollen Weltenbau und Charakteren. Voller Twists und baut die Handlung sehr stark auf. Ich war sehr froh, den zweiten Band bereits da zu haben und gleich auch das Anschlussabenteuer verschlingen zu können.

Love Game: Hallie und Jack haben nach einer Hochzeit einen One-Night-Stand. Danach wird beiden klar, dass sie eher die große Liebe suchen und sie melden sich unabhängig bei einer Dating-App an. Dadurch treffen sie wieder aufeinander und schließen Freundschaft. Gleichzeitig schließen sie eine Wette ab: wer zuerst die Liebe findet, gewinnt. – Habe die Geschichte praktisch inhaliert. Sie ist zwar sehr vorhersehbar, aber ich mochte die Charaktere einfach.

Bride: Misery ist die Tochter eines einflussreichen Vampirs. Nachdem sie in ihrer Kindheit bereits einmal als Pfand in die Menschenwelt geschickt wurde, soll sie nun ein neues Opfer eingehen: Sie soll den neuen Werwolf-Alpha heiraten, um die verfeindeten Spezies zu einem Frieden zu zwingen. Doch Misery hat ihre ganz eigenen Gründe, um der Hochzeit zuzustimmen. – Ich habe es innerhalb von zwei Tagen inhaliert. Ali Hazelwood beweist, dass sie altbekannte Fantasytropes zu nutzen weiß, um eine spannende Geschichte draus zu basteln, bei der natürlich auch die Romantik – und der Spice – nicht fehlen darf.

Finding Home: Holly reist nach Texas, um das Erbe ihrer verstorbenen Großmutter anzunehmen. Dabei erfährt sie, dass der attraktive Scott Teilerbe der Ranch ist und nicht nur das: er hat große Pläne. Denn er will die Ranch zu einer Wildtierauffangstation umbauen. Dagegen hat vor allem ihr Nachbar etwas. Ist Holly bereit ihre bisherigen Träume aufzugeben? – Hat mir noch besser gefallen als Band 1, auch wenn das Drama am Ende ein wenig gezwungen wirkte. Aber davor eine sehr süße Geschichte und viel Tierliebe.

Was waren eure Highlights im ersten Quartal?

Rückblick auf den März 2024

Ein weiterer Monat ist um und mit einem Musicalbesuch und der Leipziger Buchmesse war auch einiges los. An meinem medialen Konsum hat sich dadurch kaum was geändert, da die Filme weiterhin schwächeln und Serien und Bücher weiter ein Hoch haben. Hier also mein allmonatlicher Rückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Dune 2: Paul Atreides hat sich bei den Fremen bewiesen, doch er muss seine Zugehörigkeit festigen. Zusammen greifen sie regelmäßig die Harkonnen an und stellen sicher, dass sie ihre Spice-Produktion nicht in gewohntem Ausmaß erfüllen können. Gleichzeitig versucht seine Mutter ihne zu einem Messias zu machen, was Paul jedoch abzulehnen versucht. Doch als die Harkonnen immer unerbitterlich werden, müssen sich auch die Fremen zur finalen Schlacht um Arrakis aufmachen. – Bildgewaltig, erzählt erstaunlich gut zusammengefasst die zweite Hälfte des Buches, auch wenn einiges sehr schnell geht, und steht lediglich im Schatten des grandiosen ersten Parts.

The Zone of Interest: Familie Höß, dass sind Vater Rudolf, Mutter Hedwig und ihre fünf Kinder. Rudolf ist Lagerkommandant in Auschwitz und daher hat seine Familie ein Haus direkt an den Mauern des Konzentrationslagers. Tag und Nacht dringt die Geräuschkulisse des Lagers zur Familie, die ihrem normalen Alltag nachgehen. – Beklemmend und doch sehr gut atmosphärisch eingefangen. Konzept funktioniert gut über die gesamte Laufzeit.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen in Vorbereitung auf Part Two habe ich Dune: Part 1

Kampf der Dinosaurier 2 – Superjäger: In diesem Teil der Dokureihe geht es vor allem um den Velociraptor und seine Jagdmethoden. Hätte er eine Chance beispielsweise gegen einen Ankylosaurus? Und was haben Krokodile mit der Frage zu tun? – Wieder ein kurzweiliger aber interessanter Teil der Dokureihe.

Rendezvous mit Joe Black: William Parrish ist erfolgreicher Unternehmer und steht kurz vor seinem 65. Geburtstag. Als der geheimnisvolle Joe Black in sein Leben tritt ändert sich jedoch einiges, denn dieser ist der Tod und gekommen, um William zu holen. Sie handeln einen Pakt aus, wenn William es schafft Joe bei Laune zu halten, darf er noch weiter leben. Doch das bringt einige Probleme mit sich. – Interessante Idee und ein Film, der sich ordentlich Zeit lässt, dabei aber keineswegs langweilig ist.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ghostbusters – Frozen Empire: Nachdem Ghostbusters Legacy das Franchise versucht hat wiederzubeleben, war ein weiterer Teil nur eine Frage der Zeit. Dennoch bin ich gespannt, ob der Film funktioniert.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Drive-away dolls

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Death in Paradise – Staffel 8-12 (Auch die anderen bisher erschienenen Staffeln habe ich einfach nur weggebinged. Das Konzept funktioniert auch mit immer mal wechselnder Besetzung super und ich freue mich einfach nur auf Staffel 13)

Born again – K-Drama (Ich mochte das Konzept der Serie, weswegen ich auch bis zum Ende geschaut habe, weil ich die Auflösung wissen wollte. Aber eigentlich wollte ich es immer nach ein paar Folgen wieder abbrechen, weil es sich viel zu sehr gezogen hat)

Drag me to dinner – Staffel 1 (Interessantes Konzept, dass eigentlich zu wenig genutzt wurde, weil es sich nicht ganz entscheiden konnte, ob es ne Drag Show oder doch ein Wettbewerb sein will. Aber hatte einige kleine Ideen, die es doch wieder aufgelockert haben)

Percy Jackson – Staffel 1 (Hat leider gar nicht funktioniert. Hält sich stark an die Bücher, übernimmt aber eher die Schwächen als die Stärken. Schauspielerisch gerade von den Jungdarstellenden eine Katastrophe und wer hat bitte die Dialoge geschrieben?)

Zoogeflüster North Carolina – Staffel 1 (Ich mochte das Original Zoogeflüster sehr gern, die NC Variante konnte mich nicht so in den Bann ziehen. Es war einfach nicht so die Nähe zu den Arbeitenden und den Tieren da wie im Original)

Brain Games – Staffel 7 (Etwas abgewandeltes Konzept, hat sich dadurch leider ab und an etwas gezogen, auch wenn die Themen spannend gewählt waren)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 9
Seiten insgesamt: 3.154
Seiten pro Tag: 101 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 4

Momo – the blood taker 5: Nach einem alles entscheidendem Kampf müssen Momo und Keigo mit einigen Veränderungen zurecht kommen. Doch noch Feinde tauchen auf der Bildfläche auf. – Mir ging der Kampf etwas zu schnell vorbei, musste mich erstmal an die Veränderung in der Geschichte gewöhnen. Bin trotzdem gespannt auf mehr.

Bronwick Hall 2: Nach dem letzten Rebellenangriff muss Blaine die Scherben ihres Lebens zusammensuchen. Ihr bleiben nur ihre Freundin Linden und ihr noch immer Verlobter Karan. Doch sie hat den Entschluss gefassen, sich bei den Rebellen einzuschleusen, um den Anführer Smoke zu vernichten. Doch wo soll sie ansetzen? – Gelungener Abschluss der Dilogie. Konnte es  gerade gegen Ende nicht mehr aus der Hand legen. Nur der allerletzte Satz hat es etwas zerstört.

Insomniacs 1: Ganta und Isaki könnten nicht unterschiedlicher sein, doch bei einem zufälligen Treffen im alten Astronomie-Club stellt sich heraus, dass beide an Schlafstörungen leiden und daher im Alltag die gleichen Probleme haben. Zusammen versuchen sie einen Weg zu finden. – Leichter Einstieg in die Geschichte, wo noch nicht allzu viel passiert ist.

Love Game: Hallie und Jack haben nach einer Hochzeit einen One-Night-Stand. Danach wird beiden klar, dass sie eher die große Liebe suchen und sie melden sich unabhängig bei einer Dating-App an. Dadurch treffen sie wieder aufeinander und schließen Freundschaft. Gleichzeitig schließen sie eine Wette ab: wer zuerst die Liebe findet, gewinnt. – Habe die Geschichte praktisch inhaliert. Sie ist zwar sehr vorhersehbar, aber ich mochte die Charaktere einfach.

You are my sun: Jae-Sun hat sich seinen Traum erfüllt und seinen eigenen Mangaladen eröffnet. Seit zwei Jahren beobachtet er nun schon den schweigsamen Henry, der jeden Freitag kommt, um ein Gacha zu ziehen. Bis er sich endlich traut ihn um ein Treffen zu bitten. Doch Jae-Sun muss mit seiner Angst vor Ablehnung zurecht kommen und auch Henry trägt Geheimnisse mit sich rum.  – Ich brauchte etwas zum reinkommen in die Geschichte, aber danach war ich sehr versunken und habe sehr mitgelitten mit den beiden.

Penelope 2: Penelope hat es tatsächlich geschafft und die ersten Sympathiewerte erhöht. Nun versucht sie den letzten Kandidaten freizuschalten. Dabei könnte sie es sich aber bei den Brüdern wieder verscherzen. Sie muss weiterhin mit Bedacht vorgehen. – Neue Wege und Möglichkeiten eröffnen sich, wodurch es gut spannend bleibt.

Finding Home: Holly reist nach Texas, um das Erbe ihrer verstorbenen Großmutter anzunehmen. Dabei erfährt sie, dass der attraktive Scott Teilerbe der Ranch ist und nicht nur das: er hat große Pläne. Denn er will die Ranch zu einer Wildtierauffangstation umbauen. Dagegen hat vor allem ihr Nachbar etwas. Ist Holly bereit ihre bisherigen Träume aufzugeben? – Hat mir noch besser gefallen als Band 1, auch wenn das Drama am Ende ein wenig gezwungen wirkte. Aber davor eine sehr süße Geschichte und viel Tierliebe.

Bride: Misery ist die Tochter eines einflussreichen Vampirs. Nachdem sie in ihrer Kindheit bereits einmal als Pfand in die Menschenwelt geschickt wurde, soll sie nun ein neues Opfer eingehen: Sie soll den neuen Werwolf-Alpha heiraten, um die verfeindeten Spezies zu einem Frieden zu zwingen. Doch Misery hat ihre ganz eigenen Gründe, um der Hochzeit zuzustimmen. – Ich habe es innerhalb von zwei Tagen inhaliert. Ali Hazelwood beweist, dass sie altbekannte Fantasytropes zu nutzen weiß, um eine spannende Geschichte draus zu basteln, bei der natürlich auch die Romantik – und der Spice – nicht fehlen darf.

Was waren eure Highlights im März?

Dreierlei Marvel Serien

Ein Vorwort

Eigentlich hatten die Marvel Serien bisher immer einen eigenen Beitrag. Nachdem nun aber wieder in kürzester Zeit gleich drei Serien erschienen sind, wobei es sich bei What if und Loki um die zweiten Staffeln handelt und bei Echo um den Auftakt der Spotlight-Reihe, wurde es einfach zu viel. Daher nun hier alles nochmal im Schnelldurchlauf.

Loki – Staffel 2

Die Handlung: Nachdem Sylvie Jenem, der bleibt, getötet hat, bricht Chaos in der TVA aus, da zu viele neue Abzweigungen entstehen. Loki springt zeitgleich unkontrolliert in der Zeit, was sich als „Zeitzerrung“ herausstellt. Zusammen mit Mobius, dem Techniker Ouroboros und Hunter B-15 versuchen sie das Zusammenbrechen des Webstuhls der Zeit zu verhindern. Dafür müssen sie Sylvie finden, die jedoch gar nicht daran denkt, etwas zu ändern. Doch das Ende der Zeit steht bevor.

Meine Meinung: Die erste Staffel von Loki war als dritte Serie noch erstaunlich erfrischend und kam noch vor der völligen Übersättigung raus. So gehört sie wohl auch mit zum besten, was Disney serientechnisch im MCU rausbrachte. Die zweite Staffel war damit irgendwie die Hoffnung auf nochmal ein bisschen guten Content. Aber sie hatte das gleiche Problem, wie viele Serien im MCU: Sie hatte nicht genügend Handlung für eine ganze Staffel. Und so kommt Loki in der zweiten Staffel eigentlich mit einer spannenden Geschichte, tollen Einfällen und vor allem einer faszinierenden Optik da, verennt sich aber gleichzeitig in Wiederholungen und irgendwie endet jede Folge so im Nichts. Das ändert sich erst im Staffelfinale, dass erzählerisch nochmal alle Register zieht und im wohl epischsten Finale der MCU Serien endet. Da wird man durchaus nochmal positiv auf die Serie gestimmt, der Weg ist aber lang und steinig. Nicht nur mit dem Auftauchen von Ke Huy Quan als Ouroboros, auch mit den allgemeinen Wirrungen der Zeit-Geschichte wird wohl versucht den Hype um Everything, Everywhere all at once anzuknüpfen, schafft es aber nicht die Zeit-Geschichten logisch zu halten bzw. so abgedreht zu werden, dass die Logik auch wieder egal ist. So bleibe ich bei der zweiten Staffel deutlich unentschlossen, ob sie mir gefallen hat oder nicht, obwohl sie wohl die stärkste Staffel war, die Marvel seit Hawkeye hervorgebracht hat.

What if… – Staffel 2

Die Handlung: Eine weitere Reihe von alternativen Geschichten aus dem MCU. Was wäre zum Beispiel, wenn Nebula für das Nova Corps rekrutiert worden wäre? Oder wenn Iron Man auf den Grandmaster treffen würde?

Meine Meinung: Eine weitere zweite Staffel, die wohl zu erwarten war, hat die erste zwar nicht überzeugt, aber bietet sie gefühlt unendliche Möglichkeiten, was passieren könnte. Leider funktionieren die einzelnen Folgen auch hier nur bedingt, da die Geschichten meist wenig innovativ sind. Ausnahmen bestätigen die Regel. Aber meist sind es normale Geschichten, die wir bereits kennen, nur dass ein Charakter ausgetauscht wurde. So war Iron Man beim Grandmaster doch einfach nur Thor 3, nur eben mit Iron Man und in Kürzer – was die Geschichte aber auch nicht besser gemacht hat. Abgesehen von einer neuen Originalgeschichte, die irgendwie für Echo eine Bedeutung zu haben schien, aber irgendwie dort auch wieder nicht aufgegriffen wurde, bleiben wir auch bei den altbekannten Charakteren. Selbst das Finale ist irgendwie wieder eine Art des Finales der ersten Staffel und kommt daher sehr unspannend daher. Wirklich gefallen hat mir nur eine Folge, in der Hera auf Shang-Chi traf, alle andere hat man halt irgendwie gesehen, ohne sie richtig wahrzunehmen.

Echo – Staffel 1

Die Handlung: Maya Lopez hat Kingpin erschossen. Nun versucht sie seine Institution, der sie selbst einmal anhörte, zu destabilisieren. Dabei macht sie sich jedoch eine Menge Feinde. Für Unterstützung muss sie in ihre Heimatstadt zurückkehren. Doch nicht alle dort, nehmen sie mit offenen Armen wieder auf.

Meine Meinung: Hawkeye gehört bisher noch immer zu meiner liebsten MCU Serie, drehte sie sich doch um meinen Lieblingsavenger und hatte eine funktionierende Handlung. So richtig die Notwendigkeit aus der Figur Mara Lopez eine eigene Serie zu machen, hat sich mir nicht erschlossen, war sie doch eher blass geblieben, nachdem feststand, dass sie nicht die Hauptantagonistin in Hawkeye war. Dennoch hatte sie eigentlich spannende Aspekte, die man bestimmt gut ausarbeiten konnte. Aber nicht so, wie es passiert ist. Denn auch Echo hat das gleiche Problem, wie viele Serien des MCU. Sie erzählt zeitgleich zu viel und zu wenig. Also sie macht viele Handlungsstränge auf, beendet aber kaum einen. Stattdessen hält sie sich viel zu lange mit wenig sinnvollen Szenen auf und dreht sich permanent im Kreis. Und auch wenn Vincent D’Onofrio als Kingpin bisher super funktioniert hat, war die Wiederbelebung nach Hawkeye leider nicht gut durchdacht, wird die Figur des Kingpin doch immer blasser. Sie lebt mehr von ihrem Mythos, aufgebaut in der vor MCU Zeit in Daredevil, als dass sie hier noch erschrecken kann. Leider ist die Geschichte in Echo auch voller Logiklöcher und widerspricht sich im zeitlichen Ablauf immer wieder selbst. So gern ich auch die Repräsentation der indigenen Bevölkerung und der Gehörlosen hier hervorhoben möchte, so wurden doch beide Themen entweder kaum angesprochen oder es wurde sich sehr leicht gemacht. Wenn die eine Gehörlose Person seit Jahrzehnten nicht mehr im Dorf ist und trotzdem noch alle perfekt Gebärde können, klingt das leider nicht sehr logisch. Vielleicht hätte Echo als Fernsehfilm gut funktioniert, weil sie sich dann auf das wichtigste hätte beschränken müssen und sie wäre nicht so lang gezogen worden, oder vielleicht hätten mehr Folgen geholfen, dass alles angedeutete auch richtig umgesetzt worden wäre. Aber so wie es abgeliefert wurde, ist es einfach nur eine weitere Enttäuschung aus dem Hause Marvel.

Habt ihr eine oder mehrere davon gesehen? Wie fandet ihr sie?