Urlaubsankündigung

Hallo ihr Lieben,
also nicht ich mache Urlaub -.- sondern dieser Blog. Zumindest für ca. 2 Wochen. Denn meine Zeit in der schönen Stadt Leipzig neigt sich dem Ende zu und ich bin mitten im Umzugstress. Nach Beendigung meiner Ausbildung ziehe ich nun endlich mit meinem Freund zusammen. Also heißt es neben der Arbeit noch Kisten packen, Möbel schleppen, sehr viel Bürokratie und hinterher natürlich auch die Kisten wieder auspacken… Ich beeil mich aber, so dass ihr baldmöglich wieder etwas von mir zu hören bekommt 🙂

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Blogparade: „Marry me!“

Hallo ihr Lieben,
kurz vor knapp möchte ich auch noch an der neuen Blogparade der singenden Lehrerin teilnehmen, die zu Recht den Titel „Königin der Blogparaden“ trägt! Die Blogparade selbst steht unter dem Titel „Marry me!“ – 7 Charaktere, die ich vom Fleck weg heiraten würde. Zwar habe ich im wahren Leben meinen Traummann bereits gefunden, aber die unten aufgeführten Heiratskandidaten sind ja auch leider nur fiktiv. Die Reihenfolge stellt keine Wertung da und daher geht es jetzt auch gleich los:

1)
Charakter: Ash
Serie: Vicious
Verkörpert von: Iwan Rheon

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Quelle

Treuherzige Augen, ein großes Herz, eine vielleicht nicht gerade vorzeigbare Familiengeschichte (beide Eltern im Gefängnis) und man könnte ihn vor Violet (siehe Bild) retten. Ein sehr sympathischer junger Mann und das Beste: Man hätte Ian McKellen und Derek Jacobi als schwules Ehepaar als Nachbar.

2)
Charakter: Mr. Darcy
Buch: Stolz & Vorurteil
Geschaffen von: Jane Austen

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Quelle

Seine Familie hat Geld und Ländereien und er hat seinen Stolz und Vorurteile… Ja so mag es am Anfang wirken, doch im Laufe des Buches enthüllt Mr Darcy seine wahren Beweggründe und er ist an sich ein herzensguter Mann, der für Freunde und Familie alles tun würde. Durchaus Heiratsmaterial.

3)
Charakter: Clint Barton (Hawkeye)
Filme: Thor, The Avengers, The Avengers – Age of Ultron, Civil War
Verkörpert von: Jeremy Renner

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Quelle

Ich habe einige Zeit überlegt, ob er tatsächlich zum Thema passt, aber spätestens seit Age of Ultron wissen wir, dass er seine Karriere bei den Avengers mit Frau und Kindern und einem wunderschönen Haus vereinen kann. Und er trifft genau meinen Humor! Bisschen sarkastisch angehaucht und schließlich soll man ja auch jemanden heiraten, mit dem man lachen kann!

4)
Charakter: Der Prinz
Film: Cinderella
Verkörpert von: Richard Madden

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Quelle

Und einmal die volle Ladung Klitschee bitte! Wer träumt nicht davon einen Prinzen zu heiraten? Vorallem, wenn er so sympathisch lachen kann? Außerdem ist er gütig und freundlich und ja ich wäre in diesem Märchen gerne die Prinzessin.

5)
Charakter: Christian
Film: Moulin Rouge
Verkörpert von: Ewan McGregor

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Quelle

Kommen wir vom Prinzen zum mittelosen Schriftsteller. Christian mag kein Geld haben, aber dafür ist sein Herz so groß, dass er es dir mit Freude schenkt und dazu hat er gleich noch ein schönes Lied auf den Lippen. Es wäre ein Leben in Armut, aber voller Liebe und Freude.

6)
Charakter: Leander „Lee“ FitzMor
Buch: Die Pan-Trilogie
Geschaffen von: Sandra Regnier

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Quelle

Und hier ist nun auch offiziell das Fabelwesen vertreten. Denn Lee ist eine Elfe. Aber keine Angst, kein kleines Flügelwesen, sondern ein stattlicher Mann. Er kann einen zwar auch beinahe zur Verzweiflung bringen, aber im Endeffekt überzeugt er durch seinen Charme.

7)
Charakter: Der Doctor (10. Verkörperung)
Serie: Doctor Who
Verkörpert von: David Tennant

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Quelle

Wer würde nicht gerne mit diesem etwas verrückten, aber durch und durch sympathischen Timelord in seiner blauen Telefonzelle durch Zeit und Raum reisen? Gut, die meisten Abenteuer enden sehr gefährlich, und die Hochzeit würde wahrscheinlich durch einen Angriff der Daleks gestört werden, aber trotzdem.

Ganz knapp nicht in mein Ranking geschafft haben es Seeley Booth (Serie: Bones, verkörpert von David Boreanaz) und Harvey Specter (Serie: Suits, verkörpert von Gabriel Macht).

Welchen fiktiven Charakter würdet ihr am liebsten auf der Stelle heiraten?

Central Intelligence

Am 16.06.2016 erschien ein neuer Film mit Kevin Hard und Dwayne Johnson in den deutschen Kinos.

Calvin Joyner war der beliebteste Schüler an der High-School. Bob Stone dagegen ein dicker Junge, der gemobbt wurde. Doch Jahre später scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Stone ist inzwischen muskelbepackt und bei der CIA. Und versucht Joyner zu rekrutieren.

Central Intelligence spielt mit dem Thema der Erwartungen an die Zukunft, wenn man in der Schule ist. Joyner haben sie in der Schule immer gesagt, dass er einmal richtig erfolgreich wird. Der beliebteste Schüler des Abschlussjahrgangs, der mit der hübschesten Schülerin zusammen ist. Stone dagegen war ein großer pummeliger Junge, der in der Schule immer gehänselt wurde. Gerade nach einem Vorfall in der letzten Woche traut er sich nicht noch einmal hin. Viele Jahre später treffen wir wieder auf Hard. Er ist noch immer mit seiner damaligen Freundin zusammen, die aber beruflich wesentlich erfolgreicher ist als er. Lustlos gammelt er in seinem Job als Buchhalter und verpasst immer wieder wichtige Beförderungen. Auch seine Ehe ist nicht so erfolgreich, wie vorausgesagt wurde, denn seine Frau pocht immer wieder auf eine gemeinsame Paartherapie. Doch auf einmal will sich ein alter Freund – Stone- wieder mit ihm treffen. Ohne groß nachzudenken stimmt Joyner zu. Doch anstatt des erwarteten Pummels trifft er auf einen wahren Muskelberg. Stone hat sich stark verändert, aber sieht in Joyner noch immer den Held seiner Schulzeit an, den einzigen, der ihn damals verteidigt hat. Das Chaos ist perfekt, als am nächsten Morgen die CIA vor Joyners Tür steht und sich nach Stone erkundigt, der zwar inzwischen eigentlich für die CIA arbeitet, aber suspendiert ist, da er im Verdacht steht seinen früheren Partner umgebracht zu haben. Ein Katz und Mausspiel beginnt, bei dem sich Joyner entscheiden muss, auf welcher Seite er steht.
Central Intelligence hätte eine lustige Buddy-Komödie werden können. Leider schafft der Film dies nicht, weil einfach kein Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen Hard und Johnson aufkommt. Hard bleibt während des ganzen Films ein Feigling, der eigentlich nur einen Ausweg sucht, um wieder in sein altes Leben zurückkehren zu können. Seine fehlende Loyalität und sein Mangel an Ausdruck nehmen ihm viele Sympathien. Johnson hingegen wird zwar als der knallharte Muskelberg von der CIA dargestellt, jedoch merkt man schnell, dass er nicht sonderlich viel denkt, sehr naiv ist und auch nicht richtig zuhören kann. Die daraus entstehenden Situationen sind zwar mitunter witzig anzusehen, schaffen es aber nicht einen richtigen Komödienfaktor herzustellen. Stattdessen plätschert der Film von einer Actionszene zur nächsten und vermittelt zwischendurch nur wenig Inhalt. Auch kann kein Spannungsbogen entstehen. Lediglich die Actionszenen sind mitunter gut choreographiert, was aber den langen Zeitraum dazwischen nicht rechtfertigt. Weder Hard noch Johnson überzeugen durch eine großartige schauspielerische Leistung. Die Charaktere sind alle sehr stumpf gezeichnet und lieblos nach bestehenden Klitsches kreiert.

Alles in allem schrammt der Film am Thema vorbei und ist dabei nicht wirklich witzig und nicht wirklich spannend. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Rückblick 2. Quartal 2016: Die Highlights und Enttäuschungen

Hallo ihr Lieben,
frisch aus dem Urlaub zurück, möchte ich mit euch noch einmal das zweite Quartal Revue passieren lassen. Ich habe 23 Filme gesehen (7 im April, 7 im Mai und 9 im Juni).

Die Enttäuschungen

Platz 5: Hardcore

Der Film, der komplett in der Ego-Shooter-Perspektive gedreht wurde und dabei leider sehr wacklig, was zu Begegnungen mit der Kinotoilette führte. Idee gut, Umsetzung leider noch nicht. Auch die Handlung an sich kann nicht fesseln, da der Film nur auf die Bilder setzt.

Platz 4: Alice im Wunderland – Hinter den Spiegeln

Ein missglückter Versuch eine Fortsetzung zu Tim Burtons Alice im Wunderland aus dem Jahr 2010 zu schaffen. Leider ist die Handlung des Films ziemlich überflüssig und auch die Bilder und die bekannten Figuren können nicht mehr überzeugen.

Platz 3: Bad Neighbours 2

Wieder Studenten in der Nachbarschaft. Während der erste Kleinkrieg zwischen Familie und Studenten noch lustig war, schafft es der zweite Teil kaum noch einen einzigen Witz zu machen und schafft es auch nicht die eigentlichen Probleme im Film richtig anzusprechen.

Platz 2: The Neon Demon

The Neon Demon ist ein Film, der viel aussagen will, aber doch nichts aussagt. Die Handlung kommt durch die langen Sequenzen zu kurz und dadurch kommt auch kein Spannungsbogen auf. Ein Film, der auf Kunst setzt, aber keine Aussage trifft.

Platz 1: A bigger Splash

Vor der atemberaubenden Kulisse Süditaliens kam der bisher langweiligste Film des Jahres. Kaum Handlung, dafür aber eine Spielzeit von über 2 Stunden, in denen die Schauspieler eigentlich nur damit beschäftigt waren, sich auszuziehen. Trotz Starbesetzung kann der Film nur enttäuschen.

Die Highlights

Platz 5: Ein Hologramm für den König

Tom Hanks, der in Saudi-Arabien ein neues Hologramm-System vorstellen soll, aber extrem lange warten muss. Währendessen hat er genug Zeit seine eigenen Probleme zu überdenken und sein Leben neu zu ordnen. Dabei ist der Film ruhig und sympathisch erzählt. Zwischendurch driftet er ein wenig ab, kriegt aber am Ende noch die Kurve.

Platz 4: Bastille Day

Keine neue Handlung, aber dafür eine spannende und in sich schlüssige. Gutes Schauspiel und nur die Hälfte aller Klitschees, dass zeigte Bastille Day. Kein harmonisches Duo, das mit Madden und Elba präsentiert wird, und auch der Eiffelturm ist nicht dauerhaft zu sehen. All das macht den Reiz des Filmes aus.

Platz 3: The Jungle Book

Da kamen die Kindheitserinnerungen wieder hoch, als wieder in einem Film das Theme zu Probier’s mal mit Gemütlichkeit lief. Die Geschichte ist bekannt und doch konnte der Film überraschen und kam wesentlich düsterer daher, als die Disney Verfilmung von 1967 und konnte wieder neu begeistern.

Platz 2: Money Monster

Jodie Foster brachte uns den bisher spannendsten Film des Jahres. Obwohl er lange Zeit als Teil-Kammerspiel inzeniert ist, schaffen es die Thematik und das Spiel mit Gut und Böse zu überzeugen. Julia Roberts tut in ihrer Rolle das restliche.

Platz 1: Ein ganzes halbes Jahr

Romantik, Drama, Tragödie. Der Film vereint sie alle. Er versucht Hoffnung zu spenden und spielt doch mit dem Unausweichlichen. Kein Kritikpunkt zu finden, gute schauspielerische Leistungen und eine gute Buchumsetzung treffen in dem Film aufeinander und schafft es damit ich in mein Herz zu spielen und die 10 von 10 Punkten abzuräumen.

Was waren eure Highlights und Enttäuschungen im 2. Quartal des Jahres?

High Rise

Am 30.06.2016 erschien ein neuer Film über eine dystopische Vergangenheit in den deutschen Kinos.

Robert Laing zieht in ein Hochhaus, in dem die Gesellschaftsstrukturen klar gezogen sind. Während die Wohlhabenden sich in den oberen Stockwerken ausbreiten, wurden Familien und Menschen mit weniger Einkommen in die unteren Stockwerke verbannt. Doch schon schnell kommen Krisen auf.

High Rise basiert auf einen Buch von J.G. Ballard, dass 1975 erschien und damals eine dystopische Moderne entwarf. Die Ausgangsidee ist, dass alle Gesellschaftsschichten in einem Hochhaus zusammen wohnen. Die oberen Etagen sind von den Wohlhabenden bezogen. Hier dominieren ausschweifende und teure Partys das Leben. Die unteren Etagen hingegen gehören den wenig Verdienenen und den Familien mit Kindern. Ziemlich mittig zieht Robert Laing ein. Hin- und hergerissen, da er sich zum einem mit einer Familie aus den unteren Stockwerken anfreundet und zum anderen aber vom Schöpfer des Hochhauses Anthony Royal fasziniert ist. So kauft er zwar in den unteren Stockwerken ein, wird aber mitunter auch auf die Partys in den oberen Stockwerken eingeladen. Nach permanenten Stromausfällen, die vorallem die unteren Stockwerke betrifft, gibt es eine Rebellion, die schnell in Anarchie ausbricht.
High Rise ist ein Film, der versucht gesellschaftskritisch darzustellen, was passiert, wenn einem durchgängig vor Augen geführt wird, dass es Menschen gibt, denen es besser als dir geht. Eine Grundidee mit hohem Potential. Der Look ist an die 1970/1980er Jahre angelehnt. Leider schafft der Film es am Anfang nicht richtig in die Thematik einzuführen und verliert sehr schnell den Faden und scheint ab der zweiten Hälfte nur noch ein Bild der Verwüstung, des Chaos und der Anarchie zu zeigen. Abstruse Handlungen, viele Tote und ein Leben im Chaos – und trotzdem bleiben die Bewohner in ihrem Hochhaus. Teilweise fahren sie nicht einmal mehr zur Arbeit. Der Spannungsbogen, der sich am Ende der ersten Hälfte aufbauen wollte, ist schnell vergessen. Kopfschüttelnd sieht man sich das Chaos an und doch findet der Film einfach kein Ende. Die Gesellschaftskritik, die sich zunächst andeutet, ist schnell in den Hintergrund geraten. Das ist sehr schade, denn aus der Idee hätte man defintiv mehr machen können.
Tom Hiddlestone übernimmt die Rolle des Protagonisten Robert Laing. Als Neurologe findet er das „Experiment“ im Hochaus sehr spannend und gerät gleichzeitig direkt zwischen die Fronten. Obwohl auch er merklich immer verrückter wird, scheint er noch der Normalste im Hochhaus zu sein. Hiddlestone meistert souverän die Rolle und zeigt seine ausgezeichneten Schauspielkünste.
Auch der übrige Cast gerade mit Jeremy Irons und Luke Evans brillieren in ihren Rollen. Hier fällt keiner negativ auf. Trotzdem kann letztendlich die Handlung des Films nicht überzeugen. Der Film bietet zwar großen Interpretationsspielraum, erzählt aber letztendlich zu wenig, um den Zuschauer die Handlung verständlich zu machen.

Alles in allem hatte High Rise eine gute Grundidee, die aber schlecht umgesetzt wurde. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Juni 2016

Hallo ihr Lieben,
ihr kennt das Format, also diesmal das ganze ohne viele Worte!

1) Whisky Tango Foxtrott: Tina Fey als freche Journalistin in Afghanistan. Der Film lief in keinem einzigen der unzähligen Kinos in Leipzig! Schade, denn ich wollte ihn wirklich gerne sehen.

Das war auch der einzige Film, den ich von meiner Liste in diesem Monat verpasst habe. Dafür gibt es noch eine ganze Reihe von Filmen, die es ganz knapp nicht auf meine Liste geschafft haben, die ich aber trotzdem noch kurz erwähnen möchte:

Der Moment der Wahrheit, Seitenwechsel, Vor der Morgenröte, Vor ihren Augen, Das Talent des Genesis Potini

Green Room

Am 02.06.2016 erschien einer der letzten Filme mit Anton Yelchin in den deutschen Kinos.

Die Punkrock Band „Ain’t Rights“ tourt ohne Budget durch die USA. Unterwegs bekommen sie einen Gig in einem Nazi-Schuppen, der sie mitten in die Einöde führt. Nach ihrem erfolgreichen Gig werden sie jedoch Zeuge eines Mordes und werden in den Proberaum gesperrt. Ein Katz und Maus Spiel beginnt.

Star Trek – The next Generation trifft auf das Reboot von Star Trek. Patrick Stewart als Nazi-Führer gegen Anton Yelchin als Kopf der Band „Ain’t Rights“. Nazis gegen Punks. So ist das Thema des Films. Das Sehvergnügen dürfte jedoch getrübt sein durch den schweren Unfall Anton Yelchins, den er mit dem Tod bezahlte.
Der Traum einer jeder Band ist eine eigene große Tour. Wenn jedoch der große Vertrag und damit auch die Sponsoren fehlen, muss es halt ohne Geld gehen. „Ain’t rights“ lassen sich jedenfalls nicht von ihrem Traum abbringen und touren im alten Bus durch die USA, immer versucht mit kleinen Auftritten ein wenig Geld zu verdienen, um sich Essen und Benzin kauen zu können. Nach einem gescheiterten Gig bekommen sie das Angebot abseits des Weges einen Ersatzgig in einem Nazi-Schuppen halten zu können. Da sie dringend Geld brauchen, nehmen sie an. Es scheint auch vorerst alles glatt zu gehen. Doch als sie gehen wollen, werden sie Zeuge eines Mordes. Die Organisatoren geraten in Panik und sperren die Band kurzerhand in einen Raum ein, aus dem es keinen zweiten Ausweg gibt. Ein gnadenloses Katz und Maus Spiel beginnt, denn der Mord soll nun der Band angehangen werden.
Green Room kommt überraschend brutal und entgültig daher, dass lässt sich auf dem erste Blick nicht abschätzen. Ihn deswegen aber als Horrorfilm zu betiteln, ist übertrieben. Die Bezeichnung Thriller trifft es eher. Die Handlung braucht ein wenig, um in Schwung zu kommen. Am Anfang weiß man nicht genau, wohin der Film eigentlich führen will und auch nachdem der Mord passierte, baut sich einige Zeit keine Spannung auf. Erst nach über einem Drittel beginnt letztendlich die Jagd der Skinheads auf die Punks, die wiederum versuchen zu fliehen. Erst hier baut sich eine gewissen Spannung auf. Allerdings kommen schnell die üblichen Klitschees auf, bei denen sich das halbe Kino gegen die Stirn klatschte. Vom Setting her ist der Film sehr einfach gehalten, aber doch auch authentisch. Schauspieltechnisch wurde eine gute Auswahl getroffen. Gerade Patrick Stewart als Nazi-Führer war gut gewählt. Berühmtheit erlangte Stewart durch seine Rollen als Captain Pickard in Star Trek – The next Generation und als Professor Xavier in den X-Men Filmen. In beiden Rollen spielt er einen weisen, väterlichen Charakter. Auch in Green Room will man ihn zunächst damit assoziieren, weswegen es länger dauert, bis man ihn als den Hauptbösewicht identifiziert.

Alles in allem birgt Green Room leider wenig Spannung für einen Thriller. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Alice im Wunderland – Hinter den Spiegeln

Am 26.05.2016 erschien der zweite Teil der Tim Burton Verfilmung von Alice im Wunderland in den deutschen Kinos.

Alice Kingsleigh ist nach ihrem letzten Abenteuer im Unterland über die Weltmeere gereist. Zurück in London muss sie feststellen, dass die Gesellschaft ihre Ansichten über eine Frau in Führungspositionen nicht geändert hat. Doch ein Hilferuf aus Unterland lässt sie alles stehen und liegen lassen, denn der Hutmacher ist sehr krank. Alice muss durch die Zeit reisen, um ihn heilen zu können.

2010 inzenierte Tim Burton seine Variante von Alice im Wunderland. Ein düsteres und trübsinniges Unterland erwartete den Zuschauer, denn das Reich stand unter der Regierung der bösen Herzkönigin. Durch ein einmaliges Setdesign, knallbunte Kostüme und eine gute Auswahl an Schauspielern konnte der Film begeistern. Seine Handlung war angelehnt an das zweite Buch von Lewis Caroll, dem Autor von Alice im Wunderland, das den Titel „Alice hinter den Spiegeln“ trug. Aber wenn schon der erste Burton-Film die Handlung des zweiten Buches hatte, was wurde nun im zweiten Film verfilmt? Eine gänzlich neue Geschichte! Bezeichnend für den Film ist auch, dass Burton nicht mehr Regie führte, sondern lediglich als Produzent agierte.
Alice Kingsleigh lehrte uns im ersten Teil, dass man schon vor dem Frühstück an 7 unglaubliche Dinge glauben kann. Nach ihren Abenteuern in Unterland kehrte sie zurück in ihre Welt, lehnte die Verlobung mit Hamish ab und verfolgte den Traum ihres Vaters weiter. Sie bereiste die 7 Weltmeere. Dort setzt nun der zweite Film an. Alice kehrt gerade von ihrer letzten Reise nach London zurück und muss feststellen, dass ihr Traum zu zerplatzen droht. Ihre Mutter ist verarmt und ist kurz davor das Schiff verkaufen zu müssen. Alices früherer Geschäftspartner ist verstorben und Hamish, ihr einst Verlobter, hat die Geschäfte übernommen. Er grollt noch immer über die geplatzte Verlobung und versucht Alice ganz zu verdrängen. In dieser ausweglosen Situation bekommt Alice Nachricht aus Unterland und entkommt der Realität durch einen Zauberspiegel. Dort muss sie feststellen, dass der Hutmacher sehr krank ist. Leider kann sie ihm nicht sofort helfen. Die weiße Königin rät ihr ins Reich der Zeit zu gehen und dort einen Gegenstand zu stehlen, mit dem sie in die Vergangenheit reisen kann, um dort die Familie des Hutmachers zu retten. Zeit, ein mürrischer Mann, ist von der Idee nicht begeistert und sieht das Gefüge der Zeit in Gefahr.
Alice im Wunderland – Hinter den Spiegeln versprach vom Trailer her ein Wiedersehen mit den bekannten geliebten Figuren und eine neue spannende Handlung. Leider hat der Film einfach nur versucht mit den bekannten Figuren viel Geld zu machen. Die Handlung ist lieblos zusammengeschustert, voller Logiklöcher und wie sich am Ende herausstellt auch ziemlich überflüssig. Es gibt einen permanenten Wechsel zwischen London und Unterland, weswegen man sich auf keine Handlung richtig einlassen kann. Es folgt Zeitreise auf Zeitreise und es wird alles immer absurder, was das Sehvergnügen sehr stark trübt. Es kommt keine Spannung auf, da das Ende sehr vorhersehbar war.
Auch die Charaktere waren nur noch ein Abklatsch ihrer selbst. Es gab kaum lustige Dialoge, jede Szene wirkte gestellt und auch die Darsteller wirkten mitunter unmotiviert. Gerade Johnny Depp als der verrückte Hutmacher fiel weiter hinter seine Leistung von 2010 zurück und enttäuschte auf ganzer Linie. Selbst Helena Bonham Carter konnte als Rote Königin nicht mehr überzeugen. Lediglich Sascha Baron Cohen als Zeit lieferte eine gute Performance ab, was für Cohen eher untypisch ist. Zeit übernahm praktisch den Part des verrückten Hutmachers und brachte wenigsten ein wenig Witz in den Film.

Alles in allem enttäuschte der Film auf ganzer Linie und schien nur noch auf die bekannten Figuren zurückzugreifen. Dafür gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

Bastille Day

Am 23.06.2016 erschien ein neuer Actionthriller mit Idris Elba in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Michael Mason lebt in Paris und ist ein Taschendieb. Als er eines Tages eine Tasche klaut, in der sich eine Bombe befindet, die auch noch in der Stadt explodiert und Menschen sterben, gerät er ins Visier der CIA. Agent Sean Briar, der für seine Alleingänge bekannt ist, wird auf ihn angesetzt. Doch schnell stellt sich heraus, dass Mason unschuldig ist und die Bombe erst der Anfang war.

Im Angesicht der Terroranschläge auf Paris im letzten Jahr ist Bastille Day vielleicht mit etwas Vorsicht zu genießen. Aber da die Handlung absolut keinen Bezug zu den realen Anschlägen hat, kann man den Film auch ohne bitteren Nachgeschmack gucken.
Michael Mason ist amerikanischer Staatsbürger, lebt aber in Paris und verdient seinen Lebensunterhalt mit Taschendiebstählen. Seine Beute verkauft er dann an zwielichtige Geschäftsmänner. Dieses Leben funktioniert bis er eines Tages ausversehen die falsche Tasche stiehlt. Denn sie gehört Zoe, die von einer kleinen Rebellengruppe angeworben wurde. Sie wollten eigentlich ein Attentat auf ein Bürogebäude verüben, doch hatte Zoe kalte Füße. Nun ist die CIA auf Mason aufmerksam geworden und senden den Agenten Sean Briar aus, um Mason zu fangen. Briar ist mürrisch und handelt immer sehr intuitiv, weswegen er aber eine Verwarnung von der CIA bekommen hat. Nach einer wilden Verfolgungsjagd hat Briar Mason gefangen und muss zu seinem Bedauern feststellen, dass er eine sehr passive Rolle bei dem Anschlag hatte. Inzwischen hat sich aber eine Terrorgruppe zu der Explosion bekannt und es hetzt verschiedene Gruppen gegeneinander auf. Es kommt zu einem halben Bürgerkrieg. Mason und Briar müssen gezwungenermaßen miteinander arbeiten.
Bastille Day ist ein Thriller, der vielleicht nicht die neuste und innovativste Handlung hat, diese aber mit Liebe zum Detail ausgearbeitet ist, schlüssig ist und obwohl man schnell erkennt, wer Gut und wer Böse ist, doch die Spannung durchgängig hoch halten kann und vorallem trotzdem immer noch für kleine Überraschungen sucht. Auch endet er nicht in einem typischen Buddy-Film, in dem das ungleiche Paar Briar und Mason am Ende beste Freund sind, sondern sie respektieren sich lediglich für ihre Taten. Dies gibt dem Film einen erstaunlich frischen Wind und ist einmal eine nette Abwechslung. Auch gibt es Ausnahmsweise keine nervige Liebesgeschichte und Zoe handelt nur die Hälfte aller Klitschees von Frauen in Actionfilmen ab.
Idris Elba übernimmt die Rolle des Sean Briar und zeigt einen ersten Vorgeschmack, auf was man sich freuen dürfte, wenn er der neue James Bond werden würde. Leider ist seine Rolle so mürrisch, dass man keine Beziehung zu ihm aufbauen kann und man seine Taten daher immer mit einer großen Distanz beobachtet. Hier hätten kleine Charaktermacken gut gepasst, um eine größere Nähe zum Publikum zu schaffen.
Richard Madden übernimmt die Rolle des Michael Mason. Die Rolle spielt er angemessen, auch wenn er die meiste Zeit wie ein geprügelter Hund aussieht. Hier hätte er trotz seiner ausweglosen Situation ein bisschen von seiner anfänglichen Arroganz behalten können. Eine wirkliche Dynamik oder gute Chemie kommt zwischen den Charakteren Mason und Briar leider nicht auf, was aber den Effekt des ungleichen Paares verstärkt.
Das Setting Paris ist eine nette Abwechslung zu den Standartstädten in den USA und es werden auch ausnahmsweise keine Wahrzeichen zerstört. Man merkt, dass der Film in Paris spielt, aber es wird einem auch nicht in jeder zweiten Szene durch die Einblendung des Eiffelturmes auf die Nase gebunden. Die Action-Szenen sind gut choreografiert, geben Briar aber auch keine übermenschlichen Fähigkeiten.

Alles in allem ist Bastille Day ein schöner Action-Film mit einer nicht neuen Handlung, aber dafür erfrischend wenig Klitschees. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

The Neon Demon

Am 23.06.2016 erschien ein Film, der sich mit dem Konkurrenzkampf in der Modewelt auseinander setzt, in den deutschen Kinos.

Jesse ist 16 Jahre alt und weise. Sie hat die Schule nicht abgeschlossen, aber ihr wurde immer wieder gesagt, wie hübsch sie ist. Als sie nach Los Angeles geht wird sie schnell von einer Modelagentur angeworben und schafft es durch ihr jugendliches Alter und ihrer Schönheit ohne Operationen schnell aufzusteigen. Das lässt andere Models eifersüchtig werden.

The Neon Demon ist ein Film, der viel aussagen will, aber doch nichts aussagt. Die zentrale Figur ist das Model Jesse. Sie ist 16 Jahre alt und stolpert in Los Angeles in die Modewelt hinein. Sie lebt in einem heruntergekommenen Motel und bändelt mit einem jungen Mann an, der gerne Fotograf wäre. Da sie Waisin ist und keinen Schulabschluss hat, versucht sie eine Karriere als Model zu starten. Dies gelingt ihr auch viel zu gut. Sie schafft es sofort einen Job bei einer Modelagentur zu bekommen und auch bei Castings überzeugt sie sofort. Damit zieht sie aber auch die Eifersucht anderer Models auf sich. Jesse ist in der ersten Hälfte des Films noch sehr zurückhaltend und eher ein graues Mäuschen, dass wandelt sich aber schlagartig in der zweiten Hälfte und sie passt sich dem Auftreten in der Branche an. Unterstützt wird sie von der Make-up-Artist Ruby.
So eine richtige Handlung aus dem Film zu erkennen, gestaltet sich als sehr schwer. Denn der Film ist sehr langsam erzählt und zeigt viele langsame Kamerafahrten. Dadurch entsteht auch kein Spannungsbogen, was den Film noch langsamer wirken lässt. Das erste, was bei diesem Film ins Auge sticht ist das außergewöhnliche Setdesign. Schon im Trailer ist die sehr künstlerische und moderne Aufmachung zu sehen. Gepaart mit teilweise sehr ausgefallen Kostümen ergibt dies einen ganz eigenen Look, der den Film auszeichnet. Zudem hat der Film sehr starke Schauspieler gecastet, die auch bei langen Kameraeinstellungen überzeugen können.
Was jedoch überhaupt nicht überzeugen kann ist die Handlung zusammen mit den Dialogen. Denn anstatt eine verständliche Handlung zu treffen und durch die Dialoge Ausagen zu treffen, ist der Film so angelegt, dass jede Szene ein Kunstwerk für sich ist und danach schreit interpretiert zu werden. Während dies in der ersten Hälfte des Films auch noch funktioniert, verliert er sich in der zweiten Hälfte komplett, schafft es auch nach Interpretationen keine Aussage zu treffen. Das Ende ist dann nur noch eine reine Metapher. Hier scheint das Augenmerk auf ein hochdramatisches und schockierendes Finale gesetzt worden zu sein, was aber nicht mehr zum Rhythmus des vorherigen Films passt. An sich soll die Schnellebigkeit der Modewelt kritisiert werden, in der man ab 20 Jahren alt ist und kaum noch etwas taugt, in der Schönheitsoperationen etwas alltägliches und gutes sind, in der Eifersucht und Rachsucht auf der Tagesordnung stehen. Doch the Neon Demon schrammt an diesem Thema vorbei und scheint nur noch die Aussage zu haben, dass jedes unschuldige Mädchen in der Modewelt zu einer „Bitch“ werden kann. Das einzige, was letztendlich vom Film in Erinnerung bleibt, sind abartige Szenen am Ende des Films.
Die Rolle von Keanu Reeves ist eine absolut austauschbare Rolle. Sie hat keinen Wert für den Ausgang der Geschichte und scheint nur hereingenommen zu sein, damit ein sehr bekannter Name auf dem Werbeplakat stehen kann.

Alles in allem ist The Neon Demon ein langweiliger Film, der sich zu sehr als Kunst sieht, aber am eigentlichen Thema vorbeischrammt. Dafür gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.