Mein Jahresrückblick 2022 – #4 – das Heimkino

Die Weihnachtstage sind vorüber, der Jahreswechsel steht bevor und damit herzlich Willkommen zum vierten und letzten Jahresrückblick in diesem Jahr. Vor der Pause zum Jahresende wollen wir uns diesmal dem Heimkino widmen. Also eben jenen Filmen, die ich von der heimischen Couch auf großem Fernseher gesehen habe. Dabei lief es ungefähr wie im Vorjahr, also nicht gut (verglichen mit den Vorjahren). Im Zweifel habe ich halt eher zur Serie als zum Film gegriffen.

Zur Statistik:

2022 habe ich zu Hause auf dem großen Fernseher 74 Filme gesehen (2021 waren es 77).

Davon
… 19 Wiederholungstäter
… 2 Stand-up Specials
… 8 von der Liste der Schande
… 17 Originals
… 3 Reportagen
… 25 Neuentdeckungen

I. Wiederholungstäter

2021 habe ich 19 Filme erneut gesehen, die ich bereits einmal gesehen hatte. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier gar nicht erneut erörtert werden – ohne Ranking

Everest | Ein Königreich für ein Lama | Avengers: Infinity War | Captain Marvel | Ant-Man & the WASP | Avengers: Endgame | Little Women | Phantastische Tierwesen 2: Grindelwalds Verbrechen | Mamma Mia 2 | Shrek | Shrek 2 | Cats | Rock of Ages | In the Heights | Kiss the Cook | Hairspray | Ready Player One | Your Name | The Equalizer

II. Comedy Specials

2022 habe ich 2 Stand-up Comedy-Specials  gesehen – ohne Ranking:

  1. Carolin Kebekus – Last Christmas Special

Pünktlich zu Weihnachten brachte Netflix ein neues Comedy Special raus. Diesmal mit Carolin Kebekus und dem sehr passenden Titel The last Christmas Special. – Gewohnt witzig, kommt aber nicht mehr an frühere Programme heran.

  1. Ali Wong – Dong Wong

In ihrem dritten Netflix-Special nimmt Ali Wong wieder kein Blatt vor dem Mund. Sie spricht über Frauen in der Comedy, ihre Ehe und absolut schonungslos über ihre Bedürfnisse. – Man muss sich an ihre Art gewöhnen, doch sie hat durchaus ihre Momente, die mich sehr zum lachen gebracht haben.

III. Reportagen

2022 habe ich 3 Reportagen bzw. Dokumentationen gesehen. Dabei war keine wirkliche Enttäuschung dabei, aber irgendjemand muss halt den letzten Platz belegen – im Ranking:

Platz 3: Death to 2021

Nach Death to 2020 gibt es auch für 2021 einen etwas anderen Jahresrückblick, der sich mit einem Augenzwinkern mit den Geschehnissen aus dem vergangenen Jahr auseinander setzt. – Ein paar witzige Ideen, gut für Zwischendurch.

Platz 2: Was Katzen denken

Eine Dokumentation über unsere Hauskatzen. Dabei geht es vorrangig darum zu beweisen, dass Katzen denken und lernen können. Neuste Erkenntnisse aus der Katzen-Forschung mit einfachen Experimenten dargestellt. – Interessante und doch kurzweilige Dokumentation, vor allem für Katzenfans geeignet.

Platz 1: Controlling Britney Spears

Nach der ersten Doku aus dem Hause Amazon Prime meldeten sich noch einmal neue Leute, die noch einmal einen ganz neuen Einblick auf den Alltag von Britney Spears während der Vormundschaft gaben. Diese wurden hier aufgearbeitet. – Auch hier wieder eine spannende Dokumentation, die ein ganz anderes Licht auf einige Vorgänge wirft.

IV. Klassiker/Liste der Schande

2022 habe ich 8 Filme aus dem Bereich Klassiker gesehen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen – im Ranking

Platz 8: Stand by me

Gordie, Chris, Vern und Teddy ziehen an einem heißen Sommertag los, um eine Leiche zu sehen. Dabei erkennen sie einige Wahrheiten und wachsen über sich hinaus. – Ruhig erzählte Coming-of-Age Geschichte, die in der Buchvorlage deutlich besser funktioniert. 

Platz 7: Das Bildnis des Dorian Gray (1945)

Lord Henry Wotton besucht den Künstler Basil Hallward, der ein neues Porträt fertig gestellt hat, was Lord Henry sehr gelungen findet. Es zeigt den jungen Dorian Gray. Obwohl sich Basil zunächst weigert, stellt er die beiden Herren doch einander vor. Lord Henry überzeugt Gray immer mehr von seiner Weltansicht. Nach einer Weile stellt Dorian Gray fest, dass die Veränderungen, wie Altern, aber auch die Veränderungen seines Charakters auf dem Porträt sichtbar sind, anstatt an ihm. – Langatmig erzählte Buchverfilmung, die die Schwächen des Buches nicht auszugleichen weich.

Platz 6: Sabrina

Sabrina ist die Tochter des Chauffeurs der Familie Larrabee. Während der ältere Sohn Linus Larrabee ganz in seiner Arbeit aufgeht, ist David ein Lebemann. Doch genau auf den hat Sabrina ein Auge geworfen. Nach einer Zeit in Paris kehrt Sabrina als elegante Frau zurück und wird erstmals von den Brüdern bemerkt, sehr zum Missfallen ihres Vaters. – Audrey Hepburn Klassiker, konnte mich nicht abholen, da sehr unsympathische Protagonist*innen.

Platz 5: Vertigo

Nach einer missglückten Verfolgung scheidet der Polizist John „Scottie“ Ferguson aus dem Dienst aus. Als er seinen alten Schulfreund Gavin Elster trifft, bittet dieser ihn seine Frau zu beschatten, da diese von ihrer verstorbenen Urgroßmutter besessen zu sein scheint. Doch mit seinen Gefühlen für Madleine hat Scottie nicht gerechnet. – Etwas zu langer Thriller, mit einer spannenden Geschichte.

Platz 4: Prestige

Ende des 19. Jahrhunderts konkurrieren zwei Magier um Publikum und den besten Trick. Robert Angier und Alfred Borden kennen sich aus ihren Anfangszeiten, die jedoch durch den Tod von Angiers Freundin überschattet wird. – Spannende Handlung, auch wenn ich einige Zeit gebraucht habe, um in die Geschichte reinzukommen.

Platz 3: Der Soldat James Ryan

Nach der Invasion der USA am D-Day wird Captain Miller mit einem Sonderauftrag ausgestattet. Der Brüder von Private James Ryan sind bereits alle gefallen. Damit die Mutter nicht noch mehr Verluste erleiden muss, soll Ryan zurückgeschickt werden. Leider wird er nach einem Fallschirmsprung vermisst. – Gut inszenierter, wenn auch hinten raus zu lang und zu heroischer Kriegsfilm.

Platz 2: Charade

Reggie Lampert will nach einem Skiurlaub eigentlich die Scheidung einreichen. Doch ihr Mann hat nicht nur das komplette Mobiliar verkauft, sondern wird auch ernordet. In der schweren Zeit suchen sie drei Männer heim, die auf der Suche nach etwas sind, dass Reggies Mann gehört hat. Sie findet unerwartet Hilfe in dem undurchsichtigen Peter Joshua. – Spannendes Katz und Maus Spiel mit Audrey Hepburn.

Platz 1: Good Morning Vietnam

Adrian Cronauer wird während des Krieges nach Vietnam geschickt, um dort in der Radiostation zu moderieren. Während er sich bei seinen Vorgesetzten eher unbeliebt macht, schafft er es mit seiner witzigen und unterhaltenden Art die Truppen bei Laune zu halten. – Unter die Haut gehendes Drama über die kleinen Hoffnungsschimmer im Vietnamkrieg mit einem großartigen Robin Williams.

V. Originals

2022 habe ich 17 Originals aus dem Hause Netflix, Disney+ und Prime gesehen. Dabei ist die Qualität leider noch weiter gesunken. – im Ranking

Platz 17: The Bubble

Mitten in der Pandemie begibt sich eine Filmcrew in eine sogenannte Bubble. Zwei Wochen Isolation, um dann zusammen trotz Covid-19 drehen zu können. Doch die Abgeschiedenheit, die regelmäßigen Tests und die angespannte Stimmung droht jederzeit zu eskalieren. – Absoluter Reinfall. Anstatt sich langsam zu steigern, gleich die vollkommene Eskalation, flache Witze, nervige Charaktere, ein weiterer Netflix Film, der trotz namenhaftem Cast nicht funktioniert.

Platz 16: Pinocchio (Disney+)

Geppetto ist ein Handwerker und Uhrmacher in einem kleinen italienischen Städtchen. Eines Abends wünscht er sich etwas vom Abendstern. Daraufhin erscheint die blaue Fee und erweckt die frisch fertig gestellte Holzpuppe Pinocchio. Um ein richtiger Junge zu werden, muss er beweisen, dass er Recht von Unrecht unterscheiden kann. Dafür bekommt er die Grille Jiminy an die Seite gestellt. – Lieblose Realverfilmung, die wenig bis nichts Neues einbringt und an der Distantziertheit der Charaktere scheitert.

Platz 15: Senior Year

Stephanie hat es geschafft von der unscheinbaren Außenseiterin zur Cheerleader-Kapitänin und beliebtestem Mädchen der Schule aufzusteigen. Doch bei einem Unfall bei einer Choreo kommt sie so ungünstig auf, dass sie für 20 Jahre im Koma liegt. Als sie wieder aufwacht, ist sie Mitte 30, gefühlt aber immer noch 17. Sie beschließt ihre guten alten Zeiten zurückzuerobern und ihr Abschlussjahr nachzuholen. Mit dem Ziel als Cheerleader-Kapitänin zur Ballkönigin gekrönt zu werden. Doch die Zeiten haben sich geändert. – Hatte gute Ansätze, die sich leider hinter einer 0815-Rebel Wilson Komödie verstecken.

Platz 14: Day Shift

Bud Jablonski nutzt seinen Job als Poolreiniger zur Tarnung für seinen eigentlichen Job: Vampirjäger. Da er für die Zähne auf dem Schwarzmarkt kaum noch Geld bekommt, das Schulgeld seiner Tochter jedoch fällig wird, schließt er sich wieder der Gewerkschaft an. Da er dort vorher aber rausgeflogen war, bekommt er Seth als Aufpasser. Doch nach seinem letzten Auftrag hat er sich mächtige Feinde gemacht. – Weiß nicht so recht, ob er sich ernst nehmen soll oder nicht und verharrt in der „kann man mal gesehen haben“ Schiene ohne Potential zu nutzen.

Platz 13: The Power of the Dog

Phil und George Burbank leben 1925 in Montana auf einer Farm. Während Phil eher menschenscheu ist und sein Männlichkeitsbild gerne lauthals verkündet, heiratet George die verwitwete Rose. Dies führt zu Spannungen mit Phil. Rose Sohn Peter kommt sie im Sommer besuchen und wird von Phil unter die Fittiche genommen, was seiner Mutter gar nicht gefällt. – Langatmig und zu lange ohne roten Faden erzählt, mit vielen blassen und einem hervorstechenden, aber sehr negativ in Erinnerung bleibendem Charakter. Konnte leider gar nicht überzeugen.

Platz 12: A castle for Christmas

Sophie ist Bestsellerautorin. Doch als sie in Anlehnung an ihren Ex einen Hauptcharakter umbringt, nehmen ihre Fans ihr das sehr übel. Bis der Trubel sich gelegt hat, reist sie zu ihren Wurzeln nach Schottland. Dort findet sie heraus, dass Dun Dunbar zu verkaufen ist. Doch bevor der Kaufvertrag abgewickelt wurde, muss sie es mit dem griesgrämigen Herzog Myles aufnehmen. – Trashig, schlecht gespielt, jedes Klischee mitnehmend. Wer genau sowas sucht, wird hier fündig.

Platz 11: The knight before Christmas

Cole ist ein Ritter und lebt im 14. Jahrhundert. Doch als er bei einem Ausritt auf eine alte Dame trifft, schickt diese ihn in die Gegenwart. Dort trifft er auf die Lehrerin Brooke, deren Herz gebrochen ist. Mit ihrer Hilfe versucht er seine wahre Bestimmung zu finden. – Billig produziert mit vorhersehbarer Geschichte.

Platz 10: Prinzessinentausch

Bäckerin Stacy reist mit ihrem besten Freund und dessen Tochter nach Belgravia, um an einem Backwettbewerb teilzunehmen. Das Land bereitet sich zusätzlich auf die Hochzeit des Prinzen vor. Durch einen Zufall lernt Stacy die zukünftige Braut die Herzogin Margaret kennen. Da beide aussehen wie Zwillinge beschließen sie die Rollen zu tauschen, damit Margaret einen Einblick in das normale Leben bekommen kann. – Etwas kitschige und vorhersehbare Rollentauschgeschichte, aber mit viel Herz.

Platz 9: Chip & Chap – die Ritter des Rechts

Nach dem Ende ihrer Fernsehserie geht die Rettungstruppe getrennte Wege. Doch als Samson in Gefahr gerät, müssen sich Chip & Chap wieder zusammen tun, da die Polizei nur eingeschränkt ermittelt. – Ganz nett für zwischendurch, aber so wirklich kommen die Kindheitserinnerungen nicht durch.

Platz 8: Rot

Meilin Lee ist 13 und während sie in der Schule ein klassischer Teenager ist und mit ihren Freundinnen für eine angesagte Boyband schwärmt, ist sie zu Hause die absolute Vorzeigetochter. Doch bei einem starken Emotionsausbruch verwandelt sie sich auf einmal in einen roten Panda. Laut ihrer Mutter ist das ein Familienfluch und sie kann das bei einer Zeremonie beim nächsten roten Mond beseitigen. Solange soll sie sich isolieren. Doch als Meilin merkt, dass ihre Freundinnen sie beruhigen können, versucht sie ihren Alltag zu normalisieren. Vor allem, weil ein Konzert der Boyband ansteht. – Gute Grundidee, okaye Umsetzung, hätte mehr gekonnt.

Platz 7: Tick … Tick … Boom!

Jonathan Larson steht kurz vor seinem 30. Geburtstag. Während er seinen Unterhalt in einem Diner verdient, versucht er mit seinem Musical den großen Durchbruch zu schaffen. Dafür gibt es Einblicke in seinen Alltag, aber auch in die Konflikte, die durch den Termindruck auf ihm lastet. – Tolle Lieder, aber etwas schwerfällige Handlung, dafür aber emotional umso mitreißender ist. 

Platz 6: Don’t look up

Eine Gruppe Wissenschaftler*innen erkennt einen riesigen Meteoriten, der direkt auf die Erde zusteuert und das Leben auf dieser auszulöschen droht. Doch statt Vorkehrungen zu treffen, werden sie von der Präsidentin ausgelacht und von der Öffentlichkeit denunziert. – Ein erschreckend realistisches Szenario, wie man aktuell leider immer wieder sehen musste. Dennoch fehlt ihm ein wenig der Biss, den man von anderen Adam McKay Filmen kennt.

Platz 5: Die Weihnachtskarte

Ellen kommt aus gutem Hause und gehört zu New Yorks High Society. Sie steht kurz davor die Firma ihres Vaters zu übernehmen. Als sie jedoch wieder für Negativschlagzeilen sorgt, schließt sie einen Deal mit ihrem Vater. Sie muss mit 100 Dollar auskommen und in ihre Heimatstadt reisen, um dort dem früheren Geschäftspartner ihres Vaters eine Weihnachtskarte zu bringen. Dieser ist jedoch nicht da und ihr geht schon bald das Geld aus. Zum Glück hilft ihr der Gastwirt Jake. – Viel Klischee, aber mit viel Herz umgesetzt.

Platz 4: Jingle Jangle Journey

Der legendäre Spielzeugerfinder Jeronicus Jangle wird von seinem Gesellen Gustafson betrogen und verliert daraufhin alles. Jahre später ist er nur noch ein Schatten seiner selbst. Bis seine Enkelin Journey ihn besucht und ihm bei seiner letzten großen Erfindung hilft. – Tolles Weihnachtsmusical mit eindrucksvollen Bildern und mitreißenden Liedern.

Platz 3: Im Westen nichts Neues

Paul Bäumer meldet sich 1917 freiwillig für den Kriegsdienst und lügt dabei bei seinem Alter. Zusammen mit seinen Freunden und unterstützt durch patriotische Reden seines Lehrers ziehen sie voller Stolz los. Doch an der Westfront angekommen, werden sie sofort mit der harten Realität des Stellungskrieges konfrontiert. – Sehr unnahbarer Kriegsfilm, was wohl gewollt war, für mich aber nicht so ganz funktioniert hat.

Platz 2: Being the Ricardos

Lucille Ball und ihr Mann Desi Arnaz drehen zusammen die beliebte Fernsehserie I love Lucy. Doch in einer schicksalshaften Woche passieren zwei Sachen gleichzeitig: Lucille wird als Kommunistin betitelt und Desi wird eine Affäre vorgeworfen. Nun versucht das Paar neben den Dreharbeiten damit zurecht zu kommen. – Ruhig erzählter Film mit starkem Schauspiel und starkem Drehbuch.

Platz 1: The holiday calendar

Abby ist Fotografin. Doch von ihrem Traum eines eigenen Studios ist sie weit entfernt. Dann bekommt sie von ihrem Großvater einen antiken Adventskalender geschenkt. Zunächst misst sie den kleinen Figuren keine größere Bedeutung bei, doch dann häufen sich die Zufälle, so als ob der Kalender ihr die Zukunft voraussagt. – Süßer Weihnachtsfilm mit kleiner aber feiner Handlung.

VI. Neuentdeckungen

2022 habe ich 25 neue Filme entdeckt – im Ranking

Platz 25: Känguru Chroniken

Mark-Uwe Kling ist Kleinkünstler und lebt ein einfaches Leben, bis eines Tages ein Känguru vor seiner Tür steht, welches Kommunist ist. Kurz darauf ist es bei ihm eingezogen und stellt sein Leben ordentlich auf den Kopf. Als in der Nachbarschaft ein umstrittenes Bauprojekt des rechten Politiker Jörg Dwigs startet, versuchen die beiden mit Hilfe der Nachbarschaft Beweise dagegen zu beschaffen. – Als großer Fan von den Hörbüchern war ich hier sehr enttäuscht, da nur ein Witz wirklich gezündet hat, der Rest sehr lieblos zusammengeschrieben wurde.

Platz 24: Sharktopus

Blue Water wird damit beauftragt für die Marine einen Hai und einen Oktopus zu kombinieren und diesen abzurichten. Doch bei der Vorführung gelingt es dem Sharktopus zu fliehen. Fortan tyrannisiert er die Küste mit einem unstillbaren Hunger. Andy Flynn bekommt die Aufgabe ihn lebend wieder einzufangen. – Trash vom trashigsten, aber er hatte seine Momente.

Platz 23: Muriels Hochzeit

Muriel Heslop ist mit ihrer schüchternen Art als die typische Verliererin abgestempelt. Doch mit einem Blankoscheck ihres Vaters bricht sie aus und trifft auf Rhonda, eine ehemalige Schulkameradin. Zusammen bauen sie sich ein neues Leben in Sydney auf, doch Muriel verfällt bald wieder in Tagträumereien, die dazu führen, dass sie die Realität immer mehr verklärt. – Wurde mir als Abba Fan empfohlen, konnte mich von der Geschichte nicht wirklich abholen, da für mich die Entwicklungen nicht nachvollziehbar waren.

Platz 22: Widows

Nach einem schiefgegangenen Überfall finden sich Veronica, Linda und Alice als Witwen wieder. Nur leider haben ihre toten Männer Schulden hinterlassen, die eingetrieben werden wollen. Obwohl grundverschieden, schließen sich die drei Frauen zusammen und versuchen ebenfalls einen Überfall durchzuziehen. – Funktioniert weder als Drama noch als Heist Movie, weil er zu gewollt versucht beides zu verbinden.

Platz 21: Sharknado

Ein Tornado zieht auf Los Angeles zu. Dabei trifft er ein Fischerboot mit hunderten lebenden Haien an Bord, die in den Tornado gezogen werden. Fin Shepard sieht sich kurz darauf einer überschwemmten und tödlichen Stadt gegenüber. Dennoch versucht er seine Familie zu erreichen und zu retten. – Einer meiner ersten Abstecher ins Trash-Genre. Dafür war er relativ gut.

Platz 20: The Disaster Artist

Der Film The Room hat inzwischen Kultstatus, vor allem, da Tommy Wiseau noch immer viele Rätsel aufgibt. Dies ist die Entstehungsgeschichte des absurden Films. – Ich hab The Room nicht gesehen, aber schon die Entstehung war mir zu abgedreht und der Film dadurch zu langatmig. Konnte mich nicht überzeugen.

Platz 19: Nightmare Alley

Stan Carlisle heuert bei einem Wanderjahrmarkt an und lernt dort auch den Illusionisten Pete kennen, von dem er einiges lernt. Übermütig brennt er mit der jungen Molly durch und sie bauen eine eigene Show auf. Als sich zwei Jahre später eine Chance auf einen großen Durchbruch bietet, wirft Stan alle Vorsicht und Regeln über Bord. – Brilliert im Schauspiel, Setting und Atmosphäre und hat ein gutes erstes Drittel, verliert sich darauf aber im Vorhersehbarem, wodurch er einiges an Qualität einbüßt. 

Platz 18: Mia und der weiße Löwe

Mia ist mit ihrer Familie nach Südafrika gezogen, weil ihr Vater dort eine Tierfarm eröffnet hat. Sie fühlt sich nicht richtig heimisch, bis ein weißes Löwenbaby geboren wird. Mia freundet sich zunehmend mit ihm an, doch ein Löwe ist eben kein Haustier. – Wenig Handlung, dafür fiel süßen Tiercontent. Ein Film für zwischendurch.

Platz 17: Paris kann warten

Anne Lockwood ist mit ihrem Mann in Cannes. Da sie wegen einer Ohrentzündung nicht fliegen kann, kann sie ihren Mann nicht zu einem Filmdreh nach Budapest begleiten. Jacques ein Geschäftspartner bietet an, sie mit dem Auto nach Paris zu fahren, wo sie sich wieder mit ihrem Mann treffen will. Dabei nimmt er jedoch einige Umwege. – Ruhig erzählt, weiß nicht so richtig, was er erzählen will und bleibt am Ende enttäuschend aussagelos.

Platz 16: Hocus Pocus

1693 werden drei Hexenschwestern hingerichtet, doch konnten sie vorher einen Fluch aussprechen. 1993 werden diese wieder erweckt. Überfordert mit der modernen Welt, müssen sie dennoch versuchen, einen Trank zu brauen, der sie über die Nacht hinaus am Leben erhält. Doch dafür brauchen sie die Energie eines Kindes. – Kultiger Halloweenfilm mit drei ganz eigenwilligen Hexen.

Platz 15: Willkommen im Wunderpark

June liebt es zusammen mit ihrer Mutter einen Modellpark zu bauen, der in ihrer Fantasie absolut lebendig ist. Doch als ihre Mutter erkrankt und für eine Behandlung fort muss, verliert June das Interesse. Auf dem Weg ins Mathecamp landet sie jedoch im verfallenen Park und muss diesen retten. – Grundsätzlich süße Idee, aber er bedient zu sehr die typischen Klischees und verteilt so keine Nähe und Wärme.

Platz 14: Dallas Buyers Club

Ron Woodroof erkrankt an HIV, was für den queerfeindlichen Lebemann schwer zu ertragen ist. Da er an ein neues Medikament in den USA schwer rankommt, reist er nach Mexiko und lernt dort eine Behandlung mit Körperstärkungsmitteln kennen. Damit auch andere Betroffene davon profitieren, er aber nicht wegen Medikamentenschmuggel angezeigt wird, gründet er den Dallas Buyers Club. – Am Anfang etwas problematisch, danach interessant, wenn er sich auch stellenweise zieht.

Platz 13: Mrs.Taylors Singing Club

Während die Soldat*innen im Auslandseinsatz sind, bleiben die Familien auf dem Stützpunkt zurück und versuchen sich bei verschiedenen Aktivitäten abzulenken. Kate Taylor hat sich als Offiziersgattin bisher rausgehalten, nach dem Tod ihres Sohnes versucht sie jedoch die Organisation an sich zu reißen. Sehr zum Leidwesen von Lisa, die bisher alles organisiert hat. – Sehr vorhersehbares Drama, funktioniert an vielen Stellen, hat aber auch zwischendurch deutliche Schwächen.

Platz 12: Schöne Bescherung

Clark Griswold will das perfekte Weihnachtsfest haben. Dafür lädt er seine und die Familie seiner Frau ein. Doch angefangen bei dem zu großen Weihnachtsbaum und der nicht funktionierenden Lichterkette geht so einiges schief. – Zu Anfang witziger Weihnachtsfilm, nach hinten raus einfach zu übertrieben für mich.

Platz 11: Das Bildnis des Dorian Gray (2009)

Lord Henry Wotton besucht den Künstler Basil Hallward, der ein neues Porträt fertig gestellt hat, was Lord Henry sehr gelungen findet. Es zeigt den jungen Dorian Gray. Obwohl sich Basil zunächst weigert, stellt er die beiden Herren doch einander vor. Lord Henry überzeugt Gray immer mehr von seiner Weltansicht. Nach einer Weile stellt Dorian Gray fest, dass die Veränderungen, wie Altern, aber auch die Veränderungen seines Charakters auf dem Porträt sichtbar sind, anstatt an ihm. – Optisch schöne und einem Schauerfilm angemessene Umsetzung. Handlung hat wenig Tiefe, aber die Grundaussage des Buches bleibt.

Platz 10: Shutter Island

US-Marshall Edward Daniels wird 1954 auf die Insel Shutter Island gerufen, die eine psychologische Anstalt beherbergt. Eine Insassin ist geflohen und er soll zusammen mit seinem Partner Chuck ermitteln. Doch ein aufziehender Hurrikan erschwert die Ermittlungen. Außerdem wird Daniels den Verdacht nicht los, dass irgendetwas nicht stimmt. – Spannender Thriller mit einem etwas zu überengagierten Leonardo diCaprio.

Platz 9: Die Poesie des Unendlichen

Der Mathematiker S. Ramanujan lebt in Indien, kurz vor dem ersten Weltkrieg. Da er durch seinen Stand im von den Briten besetzten Indien keine Chance hat, voranzukommen, schreibt er einen Brief nach Cambridge und wird eingeladen, dort weiter zu forschen. Doch vor Ort quält ihn nicht nur Heimweh, sondern auch der Rassismus. – Ruhig erzähltes historisches Drama aber mit spannender Geschichte.

Platz 8: Motherless Brooklyn

In den 1950er Jahren arbeitet Lionel Essrog für das Detektiv-Büro von Frank Minna. Durch sein fotografisches Gedächtnis ist er ein unverzichtbares Teammitglied. Als Minna bei einem Auftrag getötet wird, nimmt sich Lionel dem Auftrag an, merkt aber schnell, dass da mehr dran ist, als auf dem ersten Blick schien. – Spannender Krimi trotz ruhiger Erzählweise.

Platz  7: Christmas under Wraps

Dr. Lauren Brunell hat ihre ganze Karriere auf eine Stelle in Boston ausgelegt. Als sie diese nicht erhält, nimmt sie kurzerhand die Stelle im Krankenhaus einer Kleinstadt in Alaska an. Dort muss sie nicht nur mit den kalten Temperaturen klar kommen. – Ruhig erzähler Weihnachtsfilm, der ohne das übliche Drama auskommt.

Platz 6: Die Erfindung der Wahrheit

Elizabeth Sloane ist Lobbyistin und hat einige erfolgreiche Kampagnen für Cole Kravitz & Waterman geleitet. Doch beim Thema Waffenkäufe wechselt sie unerwartet das Lager und steigt bei einem kleinen Konkurrenten ein. Damit tritt sie einen Wettlauf los, bei dem einige schmutzige Mittel eingesetzt werden. – So ganz bin ich wohl nicht mit allen Wendungen hinterhergekommen, aber sehr spannender Politthriller.

Platz 5: Das Schloss im Himmel

Die Waisin Sheeta wird erst von dem undurchsichtigen Musca und dann von Piraten entführt. Dadurch landet sie in einem Bergarbeiterdorf und trifft auf Pazu, ebenfalls Waise. Er beschließt ihr zu helfen und zusammen wollen sie die geheimnisvolle Stadt im Himmel finden. Dabei kommen ihnen unverhofft die Piraten zur Hilfe. – Spannender Animeklassiker, mit tollen Bildern und tollen Charakteren.

Platz 4: Birnenkuchen mit Lavendel

Louise führt nach dem Tod ihres Mannes seine Birnenplantage weiter. Diese wirft jedoch kaum Profit ab und so ist die alleinerziehende Mutter ziemlich verschuldet. Als sie den Pierre anfährt, nimmt sie ihn kurzerhand mit. Durch das Asperger-Syndrom fällt Pierre der Kontakt mit Menschen schwer, weswegen er sich auf der Plantage um so wohler fühlt. – Ruhig erzählter französischer Film mit einer schönen Geschichte.

Platz 3: S.U.M. 1

Im Jahr 2070 lebt die Menschheit unter der Erde. Überirdisch gibt es Kontrollposten, die Soldaten für je 100 Tage bewachen. S.U.M.1 ist einer von ihnen. Doch die Isolation und Monotonie führen zu Paranoia, die den Einsatz sichtlich erschweren. – Trotz Kammerspielartigem Setting und fast Soloperformance von Iwan Rheon spannend, beklemmend und düster. Durchaus sehenswert.

Platz 2: Train to Busan

Seok-Woo ist Fondmanager und hat daher wenig Zeit für seine Tochter Su-An. Diese ist so traurig, dass sie mit dem Zug zurück zu ihrer Mutter nach Busan fahren will. Seok-Woo will sie nicht allein fahren lassen und steigt mit ein. Doch auf der Fahrt häufen sich die Meldungen, um merkwürdige Tumulte in ganz Korea. – Ich hasse Zombies. Ich hasse Horrorfilme. Aber dafür ist der Film echt gut.

Platz 1: Kikis kleiner Lieferservice

Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Ein süßer unaufgeregter Anime.

Was waren eure Highlights? Welchen Film hättet ihr anders bewertet? Welchen Film sollte ich unbedingt noch sehen?

Mein Jahresrückblick 2022 – #3 – die Serien

Willkommen zum dritten Jahresrückblick in diesem Jahr. Es geht diesmal um die Serien. Im Vergleich zu 2021 bin ich wieder deutlich mehr zum Serienschauen gekommen. Natürlich geht es immer auch mehr zu schauen, aber ich bin  da doch sehr zufrieden. Es folgt der Rückblick.

Zur Statistik:

2022 habe ich 77 verschiedene Serien gesehen (2021=66), dabei 103 Staffeln (2021=83)

Mit einer Lauflänge von
… 48.144 Minuten
… 802,4 Stunden
… 33,43 Tagen
… 4,78 Wochen
… 1,19 Monaten

Davon
… 10 Staffeln Wiederholungstäter
…  3 Staffeln Comedy Special
…  17 Staffeln Reportagen
… 14 Staffeln K-Drama
… 14 Staffeln Anime
… 15 Staffeln fortgesetzter Serien
… 30 Staffeln neuer Serien

I. Wiederholungstäter

2022 habe ich 6 Serien mit 10 Staffeln erneut angesehen – ohne Ranking:

  1. Shadow & Bone – Staffel 1
  2. Friends – Staffel 1-3
  3. Willkommen in Gravity Falls – Staffel 1
  4. The Big Bang Theory – Staffel 1-3
  5. Darkwing Duck – Staffel 1
  6. Ducktales – Staffel 2

II. Comedy Special

2022 habe ich 1 Comedy Specials mit insgesamt 3 Staffeln gesehen – ohne Ranking:

  1. Last One Laughing – Staffel 1-3

Nach dem Vorbild der japanischen Serie no suberanai hanashi moderiert Michael „Bully“ Herbig diese Comedy-Sendung, in der Comedians sechs Stunden lanng in einen Raum gesperrt werden mit nur einer Aufgabe: Nicht lachen. Denn wer zuletzt lacht, gewinnt 50.000 Euro für den guten Zweck. – Eigentlich nicht wirklich lustig, da auch viel Fäkalhumor vorkommt, aber dennoch zieht die Serie einen in den Bann.

III. Reportagen

2022 habe ich 15 Serien mit Reportagencharakter und insgesamt 17 Staffeln gesehen. Interessanterweise gab es hier nicht so wirklich eine Enttäuschung. Manche waren nur einfach besser als die Anderen – im Ranking:

Platz 15: Requisiten – Staffel 1

Dan Lanigan ist ein begeisterter Sammler von Filmrequisiten. In dieser Reporage geht er auf Schatzsuche für acht Disney Klassiker, trifft Mitwirkende, die kleine Schätze aufgehoben haben, durchsucht die Disney Archive und reist dafür kreuz und quer durch die USA. – Auf der Suche nach ikonischen Requisiten aus der Disney-Geschichte. Zwischendurch ganz tolle Geschichten dabei, aber sehr ruhig und damit auch etwas langatmig aufgezogen.

Platz 14: Steetfood Asien – Staffel 1

Thematisch nach Ländern sortiert erzählt diese Dokumentation die Geschichten von erfolgreichen Streetfood-Kochenden. Dabei geht es neben den Geschichten der „Restaurants“ auch um die Geschichte der Rezepte und um die Personen hinter dem Essen, um Traditionen und die Bedeutung von Streetfood in den einzelnen Ländern. – Sehr nüchterne Dokuserie über Streetfood in Asien. Konnte mich nicht packen, obwohl das Essen interessant aussah

Platz 13: Indian Matchmaking – Staffel 2

Sima Taparia ist eine Heiratsvermittlerin. Sie lebt in Mumbai, hat aber Klienten in  ganz Indien und den USA. Die Serie verfolgt sie bei ihrer Arbeit und erzählt die Hintergründe der indischen Tradition der Heiratsvermittlung und wie sich die moderne Variante von der früheren unterscheidet. – Altbekannte Gesichter und neue geben sich hier die Ehre. Ich bin etwas schwieriger reingekommen als in Staffel 1, aber hinten raus doch wieder spannende Einblicke in die indische Heiratsvermittlung.

Platz 12: Behind the Attraction – Staffel 1

1955 eröffnete in Anaheim, Kalifornien das erste Disneyland. Dabei waren die Attraktionen mit einer Hingabe entwickelt worden, das sie noch immer funktionieren. Diese Dokumentation zeigt die Geschichte der verschiedenen Attraktionen, von zeitlosen Klassikern wie Jungle Cruise bis zu modernen Neugestaltungen beispielsweise des Twilight Zone Tower of Terrors (inzwischen eine Guardians of the Galaxy Attraktion). – Dokuserie über die verschiedenen Attraktionen in den Disneyland Parks. Spannend und voller interessanter Hintergrundinformationen.

Platz 11: The world according to Jeff Goldblum – Staffel 2

Jeff Goldblum, ja der Schauspieler, hat 10 verschiedene Themen vorgesetzt bekommen, auf die er einen Blick werfen soll. Dabei sind es ganz alltägliche Themen, wie Geburtstage, Rätsel  oder Feuerwerk. Dafür hat er sich möglichst wenig informiert, um durch Gespräche mit den verschiedensten Personen neue Einblicke zu erhalten und seine Gedanken dazu mitzuteilen.  – Etwas schwächer als die herausragende erste Staffel, aber noch immer interessant.

Platz 10: Drink Masters – Staffel 1

Statt eines Kochwettbewerbs geht es in dieser Challenge um den ultimativen Drink. Barkeeper aus den USA stellen sich der Herausforderung und kreieren die spektakulärsten Getränke. Dabei versucht jeder zu gewinnen, um den Titel des Drink Master erhalten zu können. – Wettbewerb um den besten Cocktail. Ich habe richtig mitgefiebert und war fasziniert von den ganzen Zubereitungsarten

Platz 9: Instant Dream Home – Staffel 1

Komplette Hausrenovierung innerhalb eines Tages. Nichts geringeres ist das Motto der Serie. Dafür werden über 200 Arbeitende gebraucht und natürlich eine sehr genaue Planung, damit alles reibungslos funktionieren kann. – Ich mag Umbauserien und diese habe ich in einem Stück weggebinged. Guter Aufbau, schöne Designkonzepte, spannender Aufbau.

Platz 8: Easy Bake Battle – Staffel 1

Moderator Antoni Porowski sucht die besten Hobbykochenden. Wichtigstes Kriterium: Die Kandidat*innen müssen die Rezepte möglichst einfach, mit vielen Tricks und doch sehr kreativ umsetzen. Denn die Zeit ist knapp.- Wenig Zeit, möglichst einfache Rezepte, leckere Kreationen. Ließ sich wunderbar wegbingen.

Platz 7: How to build a sex room – Staffel 1

Statt einer üblichen Zimmerrenovierung widmet sich Melanie Rose den intimen Wünschen ihrer Klient*innen. Denn egal ob  aufgewertetes Schlafzimmer oder groß angelegtes Dungeon, sie lässt keine sex room Wünsche offen. – Als Fan von Einrichtungssendungen konnte ich bei diesem Konzept nicht widerstehen. Sehr sympathische Host.

Platz 6: Queer Eye Germany – Staffel 1

Die Fab Five Germany sind Ayan, Aljosha, Leni, Jan-Henrik und David. Jede Folge reisen sie in eine andere Stadt und überraschen eine nominierte Person, deren Leben innerhalb einer Woche auf Vordermann gebracht wird. Dabei ist das oberste Ziel ein positives Lebensgefühl zu vermitteln. – Nach einer katastrophalen ersten Folge, voller gestelzter und auswenig gelernter Sätze, funktioniert der Ableger ab Folge 2 erstaunlich gut, auch wenn es nicht ans Original herankommt.

Platz 5:  Brain Games – Staffel 5-6

Können wir unseren Sinnen oder unserem Erinnerungsvermögen wirklich immer trauen? Die Serie befasst sich mit optischen Täuschungen und anderen Illusionen und erklärt dabei die Phänomene, die uns täuschen können, die aber für uns auch recht nützlich sein können. – Auch wenn sich einige Themen doppeln, so sind es doch immer noch neue Experimente und Erkenntnisse über das menschliche Gehirn. Immer wieder spannend zu sehen.

Platz 4: Getting curious with Jonathan van Ness – Staffel 1

Jonathan van Ness (bekannt unter anderem durch Queer Eye) beleuchtet in jeder Folge andere Themen, wie Insekten oder Eiskunstlaufen. Dabei findet they immer wieder neue Aspekte. – Ganz alltägliche Themen werden nochmal völlig neu beleuchtet und das auf die übliche quirlige Art von Jonathan van Ness. Es funktioniert einfach sehr gut.

Platz 3: The Home Edit – Staffel 2

In The Home Edit reisen Clea Shearer und Joanna Teplin von der gleichnamigen Firma zu diversen Kunden prominenter und unbekannter Natur, um an bestimmten Stellen im Haus beim Aufräumen, Sortieren und Ordnen zu helfen. Mit dabei sind unter anderem Reese Witherspoon, Khloe Kardashian und Neil Patrick Harris. – Auch in der zweiten Staffel wieder voller guter Tipps, schönen Regenbögenhäusern und sehr viel Lebensfreude.

Platz 2: Traumhaus Makeover – Staffel 3

Shea McGee hat zusammen mit ihrem Mann eine Renovierungsfirma gegründet. Egal, ob das ganze Haus oder nur einzelne Zimmer, egal ob großes oder kleines Budget, die McGees kümmern sich um alle Wünsche. Mit ihrem unvergleichlichen Einrichtungsstil treffen sie dabei immer ins Schwarze. – So sympathische Protagonist*innen und tolle Design-konzepte. Einfach zum wegbingen.

Platz 1: Queer Eye – Staffel 5-6

Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Bobby und Jonathan. Sie sind alle homosexuell bzw. non-binär und haben jede Woche die gleiche Aufgabe. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen in Georgia, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Ich habe diese Staffel so sehr gebraucht und sie hat mir genau die guten Vibes geliefert, die ich mir erhofft hatte.

IV. K-Dramen

Neue Kategorie: 2022 habe ich ein neues Genre für mich entdeckt und 14 Serien aus Korea gesehen. Bis auf eine Enttäuschung waren sie alle auf ihre Art und Weise großartig. Hier zu sortieren ist mir sehr schwer gefallen. – im Ranking:

Platz 14: Lovestruck in the City

Als sich der Architekt Park Jae-Won von seiner Arbeit eine Auszeit gönnt und einen längeren Surferurlaub macht, trifft er auf Lee Eun-O, die dort vor ihrem Leben geflohen ist. Als beide wieder in ihr Leben zurückkehren, bricht sie den Kontakt plötzlich ab. Jae-Won versucht daraufhin verzweifelt sie wiederzufinden. – Die Geschichte war ein auf und ab, konnte mich aber im Gesamtkonzept nicht überzeugen, auch wenn sie hinten raus nochmal deutlich an Stärke zugelegt hat.

Platz 13: Thirty-Nine

Cha Mi-jo, Jeong Chan-young und Jang Joo-hee sind seit ihrer Kindheit beste Freundinnen. Zusammen haben sie die Krankheit von Joo-hees Mutter überstanden und Mi-jo auf der Suche nach ihrer leiblichen Mutter beigestanden. Jetzt sind sie 39 und überlegen, ob sie alles im Leben erreicht haben. Doch eine Nachricht reist ihnen den Boden unter den Füßen weg. – Traurig schönes K-Drama über eine Freundschaft und eine Krankheitsgeschichte.

Platz 12: Annarasumanara

Yoon Ah-Yi wurde von allen im Stich gelassen und lebt allein mit ihrer Schwester zusammen. Neben der Schule versucht sie Geld für Miete und Essen zusammen zu kratzen, was ihr in der Schule einen Außenseiterstatus einbrachte. Dann trifft sie auf einem verlassenen Jahrmarkt einen mysteriösen Zauberer, der ihr eine neue Welt zeigt. – Für ein Musical gab es mitunter wenig Lieder, aber die Geschichte ist schöntraurig und geht tief unter die Haut. Am Ende bleiben leider zu viele Fragen offen.

Platz 11: Do Do Sol Sol La La Sol

Auf der Hochzeit von Gu Ra-Ra stirbt ihr Vater. Dadurch mittellos geworden, platzt die Hochzeit und ihr bisher behütetes Leben. Einer Intuition folgend wagt sie einen Neustart in einer anderen Stadt und trifft dort auf den ebenfalls mittellosen Sunwoo Joon. Zusammen versuchen sie über die Runden zu kommen und Ra-Ra gründet schließlich eine eigene Klavierschule La La Land. – Schwieriger Einstieg, toller und starker Mittelteil voller Liebe zur Musik und toller Liebesgeschichte und tollen Charakteren, leider sehr schwaches Ende.

Platz 10: Hospital Playlist – Staffel 1

Die Ärzt*innen Lee Ik-Joon, Ahn Jeong-Won, Kim Joon-Wan, Yang Seok-Hyung und Chae Song-Hwa sind beste Freund*innen und arbeiten zusammen im Krankenhaus, in verschiedenen Abteilungen. Neben ihren persönlichen Geschichten und ihrer Arbeit im Krankenhaus, gründen sie eine Band und versuchen Zeit für die Proben zu finden. – Ein bisschen Krankenhaus, ein bisschen Drama, aber größtenteils einfach tolle Charaktere. Gut für zwischendurch, da wenig zusammenhängende Handlung.

Platz  9: Romance is a bonus book

Cha Eun-ho und Kang Dan-i sind schon ewig befreundet. Doch traut sie sich nicht ihm vom Scheitern ihrer Ehe zu erzählen. Da sie jedoch droht auf der Straße zu landen, schleicht sie sich wieder in sein Leben. Als im Verlag, bei dem Eun-ho Cheflektor ist, eine Stelle frei wird, fälscht Dan-i ihren Lebenslauf. Doch im Verlag versuchen beide ihre Freundschaft zu verbergen – oder ist da mehr? – Sehr süß, tolle Geschichte und voller Liebe zu Büchern.

Platz 8: Cinderella and the four knights

Ha-won wird von ihrer Stieffamilie schlecht behandelt und versucht daher selbst durch viele Nebenjobs das Geld für die Uni zusammen zu sparen. Dabei wird der reiche Erbe Kang Hyun-min auf sie aufmerksam. Kurz darauf engagiert sie der Großvater der Kang Cousins. Sie darf im großen Anwesen der Familie wohnen, soll sie aber zu einer Familie machen. Das ist jedoch gar nicht so leicht. – Zunächst sehr cringe, danach immer besser und am Ende einfach nur noch eine süße Geschichte

Platz 7: Extraordinary Attorney Who

Woo Young-woo ist Autistin. Dennoch hat sie es geschafft Anwältin zu werden und wird in einer großen Kanzlei angenommen. Doch schon ihr erster Tag stellt sich als große Herausforderung heraus, stößt sie doch auf viel Unverständnis und Vorurteile. Doch ihr brilliante Kombinationsgabe reist bei so manchem Fall das Ruder rum. – Etwas holpriger Einstieg, dann aber ein sehr liebevolles und schönes Drama.

Platz 6: Tommorow

Choi Jun-woong hat einen Unfall, während er versucht einen Suizid zu verhindern, und fällt ins Koma. Dabei wurde er von zwei Sensenmenschen beobachtet. Er bekommt ein verlockendes Angebot. Er muss sechs Monate ebenfalls als Sensenmann arbeiten und darf dann in sein Leben zurückkehren. Dabei kommt er in die Abteilung  zur Verhinderung von Suiziden. Und dabei kommt das kleine Team immer wieder an ihre Grenzen. – Schwieriges Thema, gut aufgearbeitet, sympathische Charaktere

Platz 5: Hotel del Luna

Go Chan-Seong kehrt nach seinem Auslandsstudium der Hotellerie zurück nach Korea, da er denkt mit seinem Geburtstag einem von seinem Vater verschuldeten Fluch entkommen zu sein. Doch die mysteriöse Jang Man-Wol spürt ihn auf und zwingt ihn im Hotel del Luna, einem Hotel für die Toten, zu arbeiten. – Fantasy, Komödie, Thriller, Krimi, Horror, Romance, das K-Drama verbindet einfach alles und verzaubert in jeder Folge. Taschentücher sollte man ebenso bereit halten, wie etwas zum reinkrallen bei den gruseligen Szenen.

Platz 4: W – Two world apart

Oh Yeon-joo ist Assistenzärztin und Tochter des berühmten Comicautors Oh Sung-moo. Als sie ihren Vater besucht landet sie aus Versehen in seinem Comic W und trifft auf den Protagonisten Kang Cheol. Während sie zunächst nur versucht in ihre Welt zurückzukehren, verstrickt sie sich immer mehr in Kang Cheols Suche nach dem Mörder seiner Familie. – Die Geschichte rund um den Comic W und die Verschmelzung der realen und der Comicwelt hat mit sehr gut gefallen. Ich mochte die Geschichte und die Charaktere einfach so gern.

Platz 3: Her private life

Seong Duk-Mi arbeitet in einer renommierten Kunstgalerie und muss dort mit ihrem neuen Chef Ryan Gold zurecht kommen. Gleichzeitig ist sie großer Fan einer K-Pop Band und vorallem vom Sänger Cha Si-An, doch diese Leidenschaft muss sie im Geheimen ausleben. Nach einem Vorfall mit einer Jacke, muss sie eine Beziehung mit ihrem Chef faken, um die Fans Si-Ans zu beruhigen. Doch dann schleichen sich noch andere Gefühle ein. – Super süßes Drama mit viel Witz und Charme. Hintenraus 1-2 Folgen zu lang.

Platz 2: Mystic Pop-up Bar

Han Kang-Bae stolpert in eine unauffällige Pop-Up-Bar. Als die Besitzerin Weol-Ju erkennt, dass Kang-Bae durch Berührung Menschen unfreiwillig dazu bringt, ihm alle ihre Sorgen anzuvertrauen, wittert sie die Chance ihren 500 Jahre dauernden Fluch zur Erfüllung zu bringen. Immer an ihrer Seite ist Guibanjang. – Originell, witzig, spannend, mystisch, einfach die perfekte Mischung aus allem. Große Empfehlung.

Platz 1: Extraordinary You

Dan-o stellt fest, dass ihr Leben Teil eines Comics ist. Doch statt wie vermutet ist sie nicht die Protagonistin, sondern nur die Nebendarstellerin. Sie ist verlobt mit Geyong/Kyung, der sie aber nicht leiden kann, und hat ein schwaches Herz. Hoffnung schöpft sie als die Nummer 13 in ihrer Klasse kennenlernt, der vom Autor nicht mal einen Namen bekam, daher nennt sie ihn Haru. Zusammen versuchen sie ihr Schicksal und den Willen des Autors zu brechen. – Ich habe mich in die Serie und daraufhin in das Genre verliebt. Es ist spannend, es ist romantisch, es ist dramatisch, es ist witzig und vor allem mitreißend in jeglicher Hinsicht. Es ist eine völlig neue Geschichte, voller Wendungen, die ich nicht kommen sah.

V. Anime

Neue Kategorie: 2022 habe ich 8 Animes mit insgesamt 14 Staffeln entdeckt – im Ranking:

Platz 8: Vampire in the Garden – Miniserie

In einer Welt ohne Musik, da diese die verfeindeten Vampire anlocken könnten, leben die Menschen im ständigen Krieg mit eben diesen. Als Momo, die Tochter der Kommandantin, vor deren strengen Erziehungsmethoden flieht, trifft sie auf Fine, eine adlige Vampirin, die ihr eine andere Welt zeigt. Auf der Flucht versuchen beide ihren Familien zu entkommen, um an eine gemeinsame Zukunft glauben zu können. – Vampiranime, konnte mich leider von den Charakteren und der Geschichte nicht überzeugen, obwohl die Ausgangssituation interessant klang

Platz 7: Aggretsuko – Staffel 3-4

Retsuko ist eine rote Pandadame, die in der Buchhaltung eines großen Unternehmens arbeitet. Während sie tagsüber eher still und schüchtern ist, geht sie abends heimlich in eine Karaokeeinrichtung und singt sich ihren Frust von der Seele – und zwar in bester Death Metal Manier. – Die dritte Staffel funktioniert nicht mehr ganz so gut, allerdings ist die Handlung zumindest für die Staffel abgeschlossen. In der vierten Staffel verliert die Serie weiter an Schwung, hat aber wieder eine bessere Geschichte zu erzählen, als Staffel 3.

Platz 6: Fairy Gone – Staffel 1

Nach einem langen Krieg gibt es nur noch wenige Feensoldaten, denen Feenorgane eingepflanzt wurden, um diese als Waffen beschwören zu können. Die Organisation Dorothea hat die Aufsicht über diesen. Nachdem Maria Noel von einer Fee besessen wird, wird sie in das Team aufgenommen. Nach und nach entdeckt sie Geheimnisse der Regierung, die bis in ihre Kindheit zurückreichen. – Gute Grundidee, Umsetzung etwas langatmig und wirr.

Platz 5: Star Wars: Visionen – Staffel 1

9 verschiedene Anime-Studios lassen sich vom Star Wars Universum inspirieren, um eigene kurze Geschichten zu schaffen. Ob von der Tochter eines Lichtschwert-Bauers, einem kleinen cybernetischen Jungen, der von der Welt außerhalb träumt oder einer Band, die vor niemand geringerem als Jabba the Hut spielen soll. – Sind spannende Ideen dabei, lohnt auf jeden Fall einen Blick.

Platz 4: Death Note – Staffel 1-2

Light Yagami findet das Death Note des Todesgott Ryuk. Dieser hat sich in der Welt der Todesgötter gelangweilt und sucht nun Zerstreuung. Light hingegen ist von den Möglichkeiten des Death Note fasziniert. So fängt er fortan an damit gezielt Morde an Verbrechern auszuüben. Das ruft die Polizei weltweit auf den Plan. Auch Lights Vater, der bei der japanischen Polizei arbeitet, wird auf den Fall angesetzt. Doch erst als der mysteriöse L auftaucht, scheint er Light auf die Spur zu kommen. – Sehr manganahe Umsetzung. Da dieser sehr dialoglastig ist, funktioniert der Anime zwar, bietet aber kaum einen Mehrwert. Gerade zum Ende hin sehr gehetzt.

Platz 3: Komi can’t communicate – Staffel 1

Komi ist eine der beliebtesten Schülerinnen. Dabei ist sie sehr schweigsam. Tadano ist der typische Außenseiter. Doch er freundet sich mit Komi an und erfährt von ihren sozialen Ängsten, weswegen es ihr schwer fällt zu reden. Dabei hat sie einen großen Wunsch, bei dem Tadano ihr helfen soll: Sie will 100 Freund*innen finden. – Süßer Anime über ein Mädchen mit sozialen Ängsten, der wirklich gut mit dem Thema umgeht und die typischen Klischees weglässt

Platz 2: Spy x Family – Staffel 1.1

Twilight ist Spion aus Westalis und wird nach Ostania geschleust. In Berlint soll er sich unter der Tarnidentität Loid Forger Zugang zu einem der führenden Politiker verschaffen. Der einfachste Weg ist über die Eden-Akademie, eine der führenden Schulen. Dafür benötigt er jedoch ein Kind. In einem Waisenhaus adoptiert er die Telepathin Anya, ohne von ihren Fähigkeiten zu wissen. Doch leider akzeptiert die Eden nur vollständige Familien, weswegen Loid noch eine Frau braucht. Diese findet er in Yor, weiß jedoch nicht, dass sie eine berühmte Auftragskillerin namens Dornenprinzessin ist. – Schöne Verfilmung der Mangareihe, sehr buchnah und doch spannend umgesetzt, so dass ein Mehrwert vorhanden ist.

Platz 1: Attack on Titan – Staffel 1-4.2

Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Ich liebe diese Serie. Sie ist spannend, mitreißend, voller toller charaktere, hat einen superinteressanten Weltenbau und lässt einen einfach nicht mehr los. Auch wenn mich das Finale von Staffel 3 wohl zerstört hat.

VI. Fortgesetzte Serien

2022 habe ich 14 Serien fortgesetzt und dabei 15 neue Staffeln entdeckt. Auch hier gab es keine wirklich schlechte Staffel, eher enttäuschende im Verglech zu den vorherigen. Allerdings gab es auch nur wenige Highlights. Es dominierte das Mittelfeld – im Ranking:

Platz 14: Marvelous Mrs. Maisel  – Staffel 3

Die Tour im Vorprogramm von niemand geringerem als Shy Baldwin steht an. Dabei bleiben Midge und Susie ganz schön auf Trab. Rose und Abe hingegen kämpfen mit finanziellen Problemen und Joel versucht seine eigene Bar zu eröffnen, was ihm einiges abverlangt. – Durch die Geschichte rund um die Tour funktioniert die dritte Staffel relativ gut, auch wenn die einzelnen Folgen jeweils wieder ein bisschen zu lang sind.

Platz 13: Umbrella Academy – Staffel 3

Nach dem letzten Zeitsprung landen die Umbrellas in einer Welt, in der sie niemand für die Academy ausgewählt worden. Stattdessen gibt es die Sparrow Academy mit anderen besonderen Kindern, die von den Eindringlingen nicht sonderlich erfreut sind. Kurzerhand quartieren sie sich im Hotel Oblivion ein. – Baut leider in der dritten Staffel immer weiter ab, auch wenn gute neue Ansätze vorhanden waren. War mit 10 Folgen einfach zu lang.

Platz 12: Rick & Morty – Staffel  5

Auch in der fünften Staffel wird es nicht langweilig im Hause Smith. Ob Köder-Familien, apokalyptische Kneipentour oder einem Truthahn zum Erntedankfest, es gibt wieder jede Menge Abenteuer zu erleben für Rick und seinen Enkel Morty. – Mitunter noch gute Ideen, aber eher von allem zu viel. Vor allem die Dynamik zwischen beiden Protagonisten war ziemlich schwierig.

Platz 11: Murdoch Mysteries – Staffel 2*

Detective William Murdoch arbeitet im 4. Polizeirevier von Toronto in den 1890er Jahren. Mit seinem unstillbaren Drang nach neuen Erkenntnissen ist er der Wissenschaft zeitweise voraus, was sein Vorgesetzter Inspector Thomas Brackenreid eher kritisch beäugt. Unterstützt wird er von Pathologin Dr. Julia Ogden. – Auch die zweite Staffel bietet wieder spannende Fälle und eine gute Charakterentwicklung.

Platz 10: Picard – Staffel 2

Nach ihrem ersten gemeinsamen Abenteuer sind  Picards Crew in alle Winde zerstreut. Doch bei einem Notruf, der nach niemand geringerem als Picard selbst verlangt,  versammeln sie sich wieder. Doch die Borg-Königin versetzt sie kurzerhand in eine Parallelwelt, in der sich  Picard um zurückkehren zu können, seiner eigenen Kindheit stellen muss. – Schafft mit dem Zeitreisenthema nochmal eine neue Richtung, hadert aber mit ein paar problematischen Stellen.

Platz 9: Bridgerton – Staffel 2

Anthony beschließt endlich doch eine Ehefrau zu suchen. Zum Glück steht die nächste Debütantinnensaison bevor. Kate und Edwina Sharma unter der Obhut von Lady Dunbury ziehen seine Aufmerksamkeit auf sich. Eloise sträubt sich zwar weiterhin, gehört aber zu den Debütantinnen. Und noch immer ist die Frage nach Lady Whistledown ungeklärt. – Wesentlich langatmiger als Staffel 1 und steht sich bei den Charakteren ein wenig selbst im Weg, wodurch die Herzlichkeit ziemlich verloren geht. Schade.

Platz 8: The Mentalist – Staffel 5

Patrick Jane war jahrelang als Medium unterwegs und zockte ahnungslose Kunden ab. Als er sich bei einem Fernsehinterview mit dem Serienkiller „Red John“ anlegt, tötet dieser seine Frau und seine Tochter. Daraufhin hängt er den Mentalistenjob an den Nagel und arbeitet jetzt als Berater beim CBI. Dort stößt er mit seiner selbstherrlichen Art und bewusst anderen Art zu denken an, hat aber eine hohe Verbrechensaufklärungsrate. – Nach dem zermürbenden Finale der vierten Staffel habe ich eine ganze Weile Abstand gebraucht. Auch jetzt ist die übergeordnete Handlung sehr nervig, aber mit genug Abstand habe ich durchgehalten.

Platz 7: Brooklyn 99 – Staffel 7

Nachdem Captain Holt degradiert wurde, steht dem 99. Revier wieder eine neue Chefin bevor. Jake will unbedingt beweisen, dass sie Böse ist, verrennt sich allerdings etwas. Außerdem gibt es Neuigkeit im Hause Santiago/Peralta und das ein oder andere Wiedersehen. – Im großen und ganzen funktioniert die Serie noch, doch man merkt, dass die Luft eher raus ist.

Platz 6: Mit Schirm, Charme und Melone – Staffel 4

Die Agenten John Steed und Emma Peel werden in verschiedene Teile Großbritanniens geschickt mit verschiedenen Missionen. Dabei ergänzen sie sich mit Steeds Lässigkeit und Peels Karate-Künsten wunderbar, um jede Situation zu meistern. – Warum Staffel 4 und wann wurde Staffel 1 gesehen? Sagen wir Amazon hat mich verarscht… Aber die Staffel funktioniert auch eigenständig sehr gut, spannende Folgen, voller britischer Eleganz.

Platz 5: Superstore – Staffel 5-6

Cloud 9 ist ein sogenannter Superstore. Gefühlt so groß wie eine Kleinstadt gibt es hier absolut alles zu kaufen. Dabei haben die Mitarbeiter*innen alle Hände voll zu tun, um das Chaos einzudämmen. Dabei ist jedoch stets Zeit für allerlei Drama. – Hat im Vergleich zu den vorherigen Staffeln stark nachgelassen, da es fast nur noch um das Gewerkschaftsthema ging, aber hatte dennoch seine Momente. Die wohl aktuellste Serie, da die sechste Staffel mitten in der Pandemie spielt. Dachte ich erst, dass ich das Thema nicht auch noch in meinen Serien bräuchte, doch es ist gut umgesetzt und umschifft humorvoll alle schwierigen Debatten. Ein toller und starker Abschluss der Serie nach einer schwachen fünften Staffel

Platz 4: Grace & Frankie  – Staffel 7

Nach dem Wasserschaden bei Robert und Sal im Haus, ziehen diese kurzerhand ebenfalls ins Strandhaus, was zu einigen Spannungen führt. Grace und Frankie suchen unterdessen das Geld und Nick findet einen Weg sich vor dem Gefängnis zu schützen. Auch bei Brianna und Coyote kriselt es, doch irgendwie finden alle ihren Weg. – Schönes Ende, dennoch die schwächste Staffel.

Platz 3: The Crown – Staffel 5

Die 1990er Jahre sind geprägt von Krisen um die Krone. Diana macht die Ungerechtigkeiten Publik und stellt sich damit öffentlich gegen die Krone und ihren noch Ehemann Charles. Doch auch an anderen Stellen kriselt es. – Auch in der fünften Staffel noch sehr stark inszeniert, auch wenn der Fokus ein wenig zu sehr auf Charles und Diana lag.

Platz 2: Miracle Workers – Oregon Trail – Staffel 3

Nach einigen sehr harten Jahren beschließt ein Dorf sich auf den Weg nach Oregon zu machen. Reverend Ezekiel Brown (Daniel Radcliffe) ist zwiegespalten, ob sie die Reise wirklich schaffen können, doch der Revolverheld Benny the Teen (Steve Buscemi) verspricht ihnen den Weg zu weisen – allerdings versucht er damit eher der Hand des Gesetzes zu entgehen. So ist es an Prudence Aberdeen (Geraldine Viswanathan) und dem Reverend halbwegs für Ordnung zu suchen. Denn der Weg ist lang und beschwerlich. – Diesmal geht es um den Oregon Trail. Nach der etwas schwächeren zweiten Staffel wieder eine sehr starke dritte mit vielen tollen Witzen.

Platz 1: Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 2

Nach dem Tod ihres Vaters ist Zoe völlig aus der Bahn geworfen. Mit der Unterstützung von Simon und Max kämpft sie sich ins Leben und in ihren Alltag zurück. Dort stehen neben beruflichen Herausforderungen auch noch eine Herzensentscheidung aus. Und ganz nebenbei versucht sie immer noch durch die Herzenslieder aller um sie herum zu helfen. – Eine tolle zweite Staffel, auch wenn es in Liebesdingen etwas zu sehr hin und her ging.

VII. Neue Serien

2022 habe ich 27 Serien neu entdeckt und davon 30 Staffeln gesehen. Hier verbergen sich tatsächlich viele Enttäuschungen. Alles, was in den anderen Kategorien fehlte, taucht hier auf – im Ranking:

Platz 27: Moonknight – Staffel 1

Steven Grant leidet an Schlafstörungen und hat immer wieder Träume oder Visionen, die aus einem anderen Leben zu scheinen stammen. Dabei wacht er immer wieder an Orten auf und weiß nicht, wie er dort hin gekommen ist. Während seiner Schicht im Museum erkennt er, dass der ägyptische Mondgott Konshu ihn auserwählt hat. Und eine große Mission steht bevor, denn Arthur Harrow will niemand geringeren als die Göttin Ammit wiederbeleben. – Marvels diesjähriger Serienauftakt fällt leider in ziemlich allen Aspekten durch.

Platz 26: Motherland: Fort Salem – Staffel 1

Die Hexen Raelle Collar, Abigail Bellweather und Tally Craven kommen neu an die Hexenakademie, wo sie militärisch ausgebildet werden, um die Welt zu beschützen. Denn die Plage, eine radikale Hexengruppierung, inszeniert immer wieder Anschläge auf die Bevölkerung. Dabei müssen sie einiges durchmachen. – Modernes Kriegsdrama mit Hexen. Etwas zu viel Zickenkrieg, aber sehr interessanter Weltenbau.

Platz 25: She-Hulk – Staffel 1

Jennifer Walters (Tatiana Maslany) ist Anwältin und ganz zufrieden mit ihrem Leben. Doch bei einem Unfall kommt sie mit dem Blut ihres Cousins Bruce Banner (Mark Ruffalo) in Berührung. Problem dabei ist, dass sie dadurch auch seine Hulk-Kräfte abbekommt. Schnell lernt sie diese zwar zu kontrollieren, dennoch ändert sich alles in ihrem Leben. Sie bekommt den Titel She-Hulk und muss nun versuchen sich selbst neu zu erfinden. –  Auch hier gute Grundidee, aber die Umsetzung funktioniert nicht durch die Charaktere und vor allem das schlechte CGI.

Platz 24: Space Force – Staffel 1

Die neugegründete Space Force soll wieder Menschen auf den Mond bringen und dort wissenschaftliche Untersuchungen anordnen. Mark R. Naird bekommt die Führung zugeteilt. Zusammen mit dem wissenschaftlichen Leiter Dr. Adrian Mallory hat er alle Hände voll zu tun, zumal sich Militär und Wissenschaft gerne gegenseitig im Weg stehen.- Witze funktionieren nur bedingt, Charaktere etwas flach. Bin unsicher, ob ich die Serie weiter gucken mag.

Platz 23: Truth Seekers – Staffel 1

Gus Roberts arbeitet für den großen Mobilfunkanbieter Smyle, der eine fast perfekte Reichweite verspricht. Als er Elton John als neuen Partner zugeteilt bekommt, ist er skeptisch, denn seine eigentliche Leidenschaft ist das Übernatürliche. So muss Elton mit zu den Aktionen fahren. Überraschend gabeln die beiden auch Astrid auf, die vor irgendetwas auf der Flucht zu sein scheint. – Hatte so seine Momente, aber kommt die meiste Zeit nicht zum Punkt. Bringt die Charaktere nicht richtig rüber und daher größtenteils uninteressant.

Platz 22: Miss Marvel – Staffel 1

Kamala Khan ist 16 und lebt in Jersey City. Ihre Familie stammt aus Pakistan und kann daher ihre Faszination für ihr großes Vorbild Captain Marvel nicht nachvollziehen. Als sie für eine Comic Convention ihr Cosplay etwas aufpeppen will und einen alten Armreif aus ihrer Familie umlegt, hat sie auf einmal Superkräfte. Doch diese wollen kontrolliert werden. – Verheddert sich mehrfach im roten Faden und weiß nicht so richtig, was sie erzählen will. Gute Ansätze vorhanden, Umsetzung eher mau.

Platz 21: What we do in the shadows – Staffel 1

In einer Villa in Staten Island leben vier Vampire seit über 100 Jahren zusammen. Geholfen wird ihnen von einem Vertrauten, der die Brücke zu den Menschen bildet. Ein Dokumentarfilmteam sucht diese auf und begleitet sie in ihrem Alltag. – Serienvariante von 5 Zimmer, Küche, Sarg, funktioniert nur bedingt. Einzelne Folgen ganz witzig, im großen und ganzen zünden die Witze eher nicht.

Platz 20: First Kill – Staffel 1

Calliope Burns ist neu an der Schule und Juliette Fairmont hat einen Crush auf sie. Doch da gibt es ein großes Problem. Juliette ist eine Legacy Vampirin, weswegen ihr Sonne nichts ausmacht, doch sie steht kurz vor dem Zeitpunkt, wo sie ihre erste Tötung vollziehen muss, um überleben zu können. Und Calliope und ihre Familie sind ausgebildete Vampirjäger*innen. Und auch Calliope wartet auf die Chance ihrer ersten Tötung. – Guten Grundidee (mal wieder). Funktioniert aber nicht über die Dauer der Staffel, starker Anfang, schwaches Ende.

Platz 19: And just like that – Staffel 1

Carry Bradshaw und ihre Freundinnen Miranda und Charlotte kämpfen mit dem älter werden, mit Herausforderungen der modernen Gesellschaft und Carry auch mit dem Tod ihres Mannes. Dabei halten die Freundinnen noch immer zusammen wie Pech und Schwefel. – Das Reboot/Sequel/was auch immer funktioniert stellenweise recht gut, vor allem wenn sich die Serie auf Carries Leben konzentriert. Ansonsten war es mir einfach ein bisschen zu viel Drama.

Platz 18: Gilbert & Sadie – Staffel 1

Sadie ist eine junge Magierin, die von dem Kaninchen Gilbert betreut wird. Zum einen muss sie ihre Fähigkeiten aber vor den Menschen geheim halten, nur ihre engsten Freund*innen wissen Bescheid, zum anderen scheint sie Chaos wie magisch anzuziehen. Gilbert hat also alle Hände voll zu tun, um seinen Job als Lehrer und Mentor gerecht zu werden. – Süße Grundidee, leider sehr gleiche Folgen und zu naive Protagonistin. Hatte ich mir mehr von erhofft.

Platz 17: Das Buch von Boba Fett – Staffel 1

Boba Fett etabliert sich als Verbrecherlord im ehemaligen Gebiet von Jabba dem Hutten. Zusammen mit seiner treuen Gefährtin Fennec Shand versucht er sich gegen verfeindete Verbrechersyndikate durchzusetzen. Besonders das Pyke-Syndikat versucht sehr verbissen seine Herrschaft zu beenden. – Sehr langweilige Serie aus dem The Mandalorian Universum, mit zu vielen Folgen für zu wenig Handlung.

Platz 16: Uncoupled – Staffel 1

Michael und Colin sind das Traumpaar schlechthin. Doch nach jahrelanger glücklicher Beziehung trennt sich Colin unerwartet auf seiner Überraschungs-Geburtstags-party. Vom Singleleben in New York völlig überfordert versucht Michael mit seiner Trauer und Enttäuschung zurecht zu kommen. – Modern Family trifft auf Sex and the City, dennoch will die Geschichte nicht richtig funktionieren.

Platz 15: The Big Show Show – Staffel 1

Der Wrestler Big Show beendet seine Karriere und kann so endlich mehr Zeit mit seiner Familie verbringen. Gleichzeitig zieht Lola, seine Tochter aus einer früheren Beziehung bei ihm ein. Zusammen mit seinen beiden jüngeren Töchtern Mandy und JJ birgt dies allerlei Potantial für Chaos. – Ganz witzig für Zwischendurch, man darf halt keinerlei Tiefgang erwarten und die schauspielerischen Leistungen sind auch sehr flach.

Platz 14: Ich bin Groot – Miniserie

Der kleine Baum aus Guardians of the Galaxy erlebt allerlei Abenteuer. Ob bei ersten Schritten, einem Bad oder gar einem Dance-Battle. In diesen kurzen Episoden muss er sich allein behaupten. – 5 Minifilme um den kleinen Groot, ganz süß gemacht, nichts außergewöhnliches.

Platz 13: Detective Grace – Staffel 1*

Roy Grace ist verzweifelt. Nachdem bei seinem letzten Fall bekannt wurde, dass er ein Medium um Hilfe bat, ist er zu Schreibtischarbeit verdonnert. Dabei juckt es ihm in den Fingern draußen aktiv zu sein. Zum Glück hat er seinen Partner Glenn Branson der ihn bei den brisanten Fällen mit einbezieht. Denn auch wenn mit fragwürdigen Methoden, hat Grace doch stets den richtigen Riecher. – Sehr unnahbarer Protagonist, relativ interessante Fälle, konnte mich nicht ganz abholen

Platz 12: In 80 Tagen um die Welt – Miniserie

Phileas Fogg wettet mit seinem Freund Bellamy, dass er es in 80 Tagen um die Welt schafft. Da Fogg es bisher nicht einmal aus London herausgeschafft hat, sieht der finanziell angeschlagene Bellamy seine Chance die Schulden bei der Bank zurückzuzahlen. Doch Fogg bricht wirklich zur Reise auf. An seiner Seite Jean Passepartout und die Journalistin Abigail „Fix“ Fortescue. – Neuverfilmung des bekannten Klassikers und dennoch an einigen Stellen modern interpretiert. Die Änderungen haben mir gut gefallen und auch so war die Serie spannend und hochwertig produziert.

Platz 11: Only murders in the building – Staffel  1-2

Schauspieler Charles-Haden Savage, Theaterregisseur Oliver Putnam und Mabel Mora leben alle im Arconia Appartement Gebäude in New York. Während sie zuvor keine Berührungspunkte hatten, finden sie durch Zufall heraus, dass sie alle den gleichen Lieblings-True-Crime Podcast haben. Dann gibt es während eines Feueralarms eine Leiche. Während die Polizei Suizid vermutet, sind sich die drei einig: Es war Mord. –  Ist für die Handlung etwas zu lang und streckt sich daher, im großen und ganzen aber spannend. Nach dem Cliffhanger in Staffel 1 lässt sich die Serie wieder sehr viel Zeit und verstrickt sich so sehr, dass es am Ende irgendwie jeder hätte sein können. Keine befriedigende Auflösung.

Platz 10: Adam Dalgliesh – Staffel 1*

Adam Dalgliesh ist Ermittler beim Scotland Yard. Schweigsam und in Trauer ist er nach dem Tod seiner Frau frisch in den Dienst zurückgekehrt. Ihm zugeteilt wird DS Charles Masterson, der die poetische Ader Dalglieshs kritisch begutachtet. Zusammen sitzen sie an besonders ausgewieften Fällen. – Ruhig erzählte britische Krimiserie, etwas schwacher Protagonist, spannende Fälle.

Platz 9: How I met your father – Staffel 1

Sophie erzählt ihrem Sohn die Geschichte, wie sie seinen Vater getroffen hat. Dabei beginnt sie jedoch ganz am Anfang, als die Nase voll von den ganzen schlechten Tinder-Dates hatte und statt der großen Liebe Freundschaften fürs Leben schließt. – Ganz nettes Reboot, kann aber nicht die alten Vibes hervorholen. Mal schauen, was folgende Staffeln bringen.

Platz 8: Blockbuster – Staffel 1

Timmy ist Manager einer Blockbuster-Filiale, die sich trotz Streamingkonkurrenz als Videothek hält. Doch als er den Anruf bekommt, dass die Kette Pleite ist und sie offiziell die letzte existierende Filiale sind, sieht er sich mit ganz neuen Problemen konfrontiert. – Lustige kurzweilige Sitcom, die Lust auf mehr macht

Platz 7: The Pembrokeshire Murders – Miniserie*

Kriminalkomissar Steve Wilkins rollt zehn Jahre nach mehreren Morden diese noch einmal auf, um den wegen eines anderen Verbrechens inhaftierten John Cooper zu überführen. Damit will er verhindern, dass dieser entlassen wird und weiter morden kann. Dabei haben er und sein Team nur ein begrenztes Budget zur Verfügung, um mit Hilfe neuer DNA-Technik neue Beweise zu sammeln. – Spannende Miniserie, die sich eher auf den Ermittler als auf den Tathergang konzentriert.

Platz 6: Inside Job – Staffel 1

Reagan Ridley arbeitet als Wissenschaftlerin bei Cognito Inc., eine Firma, die sich mit Verschwörungstheorien befasst bzw. für deren Geheimhaltung zuständig ist. Zusammen mit ihrem Team hat sie dabei alle Hände voll zu tun. – Animationsserie in Rick & Morty Manier über Verschwörungstheorien. Sobald man sich an die Charaktere gewöhnt hat, sehr witzig.

Platz 5: Golden Girls – Staffel 1-2

Um im Alter nicht allein zu sein und Geld zu sparen sind Blanche, Dorothea und Rose zusammengezogen. Dabei sind sie vom Charakter her total unterschiedlich, doch trotz einiger Konflikte finden sie immer wieder zusammen. Als dann noch Dorotheas Mutter Sophia aus dem Altenheim ausziehen muss, weil es da gebrannt hat, ist das Chaos perfekt. – Gute Sitcom mit witzigen Protagonistinnen. In der zweiten Staffel wiederholen sich die Witze dann einmal zu  oft, weswegen sie schwerer zu sehen war.

Platz 4: Heartstopper – Staffel 1

Charlie Spring wird an seiner Schule dafür gemobbt, weil er offen schwul ist. Als er im neuen Schuljahr neben Nick Nelson, einen Rugby-Spieler, gesetzt wird, verliebt er sich in diesen. Doch wie kommt man gegen Vorurteile und Mobbing an? – Eine wunderbare herzliche Geschichte, tolle Charaktere und auch wenn es viel mit Queerfeindlichkeit arbeitet, trotzdem mit viel Wohlfühlfaktor.

Platz 3: His dark materials – Staffel 1-2

Lyra Belaqua wächst zusammen mit ihrem Dæmon Pan im Jordan College in Oxford auf. Durch ihren Onkel Lord Asrael erfährt sie von Staub und seinen Forschungen dazu. Da er sie jedoch nicht mitnehmen will, nimmt sie kurzentschlossen das Angebot von Mrs. Coulter an, dieser zu assistieren. Dabei erfährt sie jedoch, dass diese für das Magisterium arbeitet und Kinder entführt werden. Zusammen mit einem mystischen Gegenstand entflieht sie und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise. – Serienverfilmung zu der goldene Kompass. Bildgewaltig, spannend, trotz junger Protagonistin nur gering nervig. Auch die zweite Staffel kann mit dem Spannungslevel mithalten.

Platz 2: Hawkeye – Staffel 1

Kate Bishop ist seit den Ereignissen in New York 2012 (siehe The Avengers) großer Fan von ihrem persönlichen Helden Hawkeye alias Clint Barton. Als bei einer Schwarzmarkt-Auktion auf einer Charity-Veranstaltung der Firma ihrer Mutter das Kostüm des Ronin versteigert wird, landet dies nach einem Anschlag in ihrem Besitz. Damit macht sie zwei Parteien auf sich aufmerksam. Zum einen Hawkeye, der eigentlich wegen eines Musicalbesuchs mit seinen Kindern in der Stadt war, und der Jogging-Anzug Gang, deren Anzahl der Ronin einst stark verkleinerte. – Die langersehnte Serie über meinen Lieblings-Avenger ist da und sie ist so gut, wie ich es mir erhofft hatte. Bisher die beste Marvel-Serie!

Platz 1: Sandman – Staffel 1

Dream, einer der Ewigen und zuständig für die Traumlande, wird von einem Zauberer gefangen genommen. Hundert Jahre später kann er sich befreien und steht vor den Trümmern seines Reiches, dass er nun wieder aufbauen muss. –  Mein Highlight des Jahres, spannend, bildgewaltig, tolle Charaktere, Neil Gaiman weiß einfach, wie man Geschichten schreibt.

Was waren eure Highlights? Welche Serie fehlt in der Übersicht?

*Rezensionsexemplare, vielen Dank an die Glücksstern-PR für die Bereitstellung. Ich kennzeichne diesen Beitrag daher als Werbung

Mein Jahresrückblick 2022 – #2 – die Bücher

Und weiter geht es mit den diesjährigen Jahresrückblicken. Nachdem ich letztes Jahr die runden 100 geschafft habe, war dies auch wieder mein Ziel. Da ich mich diesmal aber auch verstärkt Mangas gewidmet habe, konnte ich die Zahl noch einmal toppen: 133 gelesene Bücher inklusive Hörbüchern, Hörspielen, Mangas und Graphic Novels. Ich bin sehr stolz und präsentiere euch daher heute meine Highlights und Enttäuschungen.

Zunächst wie immer etwas Statistik:

Bücher insgesamt: 133 (2021 = 100)
Seiten gesamt: 40.516 + 82 Minuten Hörspiel (2021 = 35.336  + 18,16  Hörspiel)
Seiten pro Tag: 111 im Durchschnitt (2021 = 99)
Gebunden Bücher: 17
Taschenbücher: 51
E-Books: 14
Manga/Comic/Graphic Novel: 44
Hörbücher/-spiele: 7

I. Wiederholungstäter

2022 habe ich bei 4 Büchern den Staub weggepustet und sie noch einmal gelesen – ohne Ranking:

  1. Sinful King / Sinful Queen / Sinful Empire – Meghan March
  2. Weltgeschichte to go – Alexander von Schönburg

II. Hörspiele

2022 habe ich 4 Abenteuern gelauscht (Hörbücher sind normal als Bücher gelistet) – ohne Ranking:

  1. Die phantastischen Fälle des Rufus T. Feuerflieg – Folge 9-12

Es gibt wieder allerlei zu tun in der Anwaltskanzlei von Rufus T. Feuerflieg. Er wird zu einem Filmset gerufen, hat Stress mit seinem Vermieter und niemand geringeres als sein erklärter Erzfeind taucht auf. – Einfach immer wieder witzig mit den Dialogen und Ideen. Schön zum hören, wenn man schnell was zum lachen braucht

III. Manga/Comic/Graphic Novel

2022 habe ich 44 bilderreiche Bücher gelesen – im Ranking:

Platz 14: Promised Neverland – Band 1 – Kaiu Shirai

Emma lebt in einem Waisenhaus, das von einer Schwester, die Mama genannt wird, beaufsichtigt wird. Jeden Tag haben sie Test und bestimmte Aufgaben zu erfüllen. Doch nach der vermeintlichen Adoption eines Kindes erfährt sie und zwei Freunde, dass das Waisenhaus eine ganz andere Bestimmung erfüllt. – Langatmiger Einstieg, kommt dann etwas in Fahrt, bin aber noch nicht richtig überzeugt.

Platz 13: Stray love hearts: Band 1-3 – Aya Shouoto

Hiyoki kommt neu an ein Internat. Kurz zuvor wurde ihr im Traum das Herz gestohlen und sie lebt nun mit einer Protese. Durch ihre Fähigkeit in die Träume ihrer Zimmernachbarn einzudringen, versucht sie den Dieb ausfindig zu machen. – Sehr cringe Geschichte, ein Kerl hübscher als der nächste und mittendrin die Protagonistin. Nicht mein Fall, aber gleichzeitig will ich endlich wissen, wer nun das Herz geklaut hat.

Platz 12: Marvels Superheldensammlung – Band 1 – The Avengers

In diesem Sammelband sind das allererste Abenteuer der versammelten Helden zu finden und ein großer Kampf gegen eine ganze Armee von Ultrons. – Tolle Comicauswahl und allerlei Hintergrundwissen und Geschichte rund um die verschiedenen Teams.

Platz 11: One Piece – Band 1-5 – Eiichiro Oda

Monty D. Ruffy möchte Pirat werden. Nachdem er immer wieder gehört hat, dass er zu jung sei, bricht er Jahre später allein auf. Dabei erlebt er allerlei Abenteuer und trifft auf erste Verbündete. – Lange habe ich mich gewehrt, jetzt hat mich mein Mann überredet. Der Auftakt war ganz witzig, aber so richtig rein gekommen bin ich noch nicht in die Geschichte.  Mit dem Auftauchen einzelner Charaktere wird es mal besser, mal wieder schlechter. Mal schauen, wie weit ich noch durchhalte.

Platz 10: Süße Katze Chi – Band  1 – Konami Kanata

Chi ist eine lebhafte kleine Katze, die von ihrer Familie geliebt wird. Sie frisst gern, ist danach müde, aber gleichzeitig auch Abenteuerlustig. In kurzen Comicstrips erzählt das Buch Geschichten aus ihrem Alltag. – Süße zwischendurch Comicstrips für alle Katzenliebhaber*innen.

Platz 9: Dune – Haus Atreides – Band 1

Es geht um die Vorgeschichte zu Dune, während Leto zu seiner ersten größeren Reise aufbricht und seinen Heimatplaneten verlässt. Duncan Idaho ist noch in Gefangenschaft der Harkonnen, die noch die völlige Kontrolle über Arakis, den Wüstenplaneten haben. – Spannender Auftakt und beeindruckender Zeichenstil.

Platz 8: Death Note – Band 8-12 + Short Stories

Während Mello größtenteils aus dem Spiel zu sein scheint, kommt Near Light immer weiter auf die Schliche. Es folgt der große Showdown. Wer gewinnt? Near oder Kira. – Gegen Ende noch einmal richtig spannend, auch wenn das Finale eher enttäuschend war.

Platz 7: Quiet Girl – Geschichten einer Introvertierten – Debbie Tung

Debby ist introvertiert. In kurzen Comicstrips erzählt sie ihren Alltag und wieso manche Situationen sie vor Herausforderungen stellen. – Als Introvertierte in einer von Extrovertierten dominierten Welt habe ich mich auf jeder Seite dieser Graphic Novel so verstanden gefühlt! Absolutes Wohlfühlbuch.

Platz 6: Attack on Titan – Band 1-3 – Hajime Isayama

Vor 100 Jahren tauchten Titanen auf, die Menschen essen und keinen anderen Lebenszweck zu schein haben. Daher zog sich die Menschheit hinter drei hohen Mauern zurück. Doch als der kolossale und der gepanzerte Titan auftauchen und zwei Löcher in die Mauer machen, muss die Menschheit einen Großteil ihres Territorium aufgeben. Eren Jäger und seine Freund*innen Armin und Mikasa sind unter den Geflüchteten. Sie treten dem Militär bei, um Eren Traum ein Teil des Aufklärungstrupps zu werden, wahr werden zu lassen und gegen die Titanen anzutreten. – Nachdem ich die Serie durchgebinged habe, habe ich den ersten Mangaband mal versucht. Der Mehrwert fehlt mir ein bisschen, aber irgendwie bin ich doch gehyped genug, um weiterzulesen.

Platz 5: Die Tagebücher der Apothekerin – Band 1-2 – Hyuuga/Nanao/Nekokurage/Shino

Maomao ist entführt worden und an den Kaiserhof verkauft worden. Dort leistet sie ihre „Schulden“ als einfache Dienerin ab. Doch als eine seltsame Krankheit am Hof ausbricht, entdeckt einer der Eunuchen ihr Talent als Apothekerin. Dadurch steigt sie auf und bekommt eine bessere Stellung. Doch Intrigen lauern überall. – Eigentlich zögerte ich vor diesem historischen Manga, aber der Humor und die Protagonistin haben genau meinen Geschmack getroffen. Ich freu mich auf weitere Bände.

Platz 4: My roommate is a cat – Band 6-7 – Tsunami Minatsuki

Nach der Rettung eines Kätzchens stehen der Autor und sein Kätzchen Haru nun vor einer neuen Aufgabe. Denn unter seiner Veranda findet er eine ganze Box mit Babykätzchen. – Warum enden solche Mangas immer mit einem Cliffhanger? Immer! Aber ich liebe einfach die Geschichten der beiden.

Platz 3: The gender of Mona Lisa – Band 1-6 – Tsumuji Yoshimura

In einer Welt, in der Babys geschlechtlos geboren werden und meist im Alter von 12 sich selbst für ein Geschlecht entscheiden, ist Hinase mit 17 Jahren noch immer geschlechtslos. Als gleich zwei Freund*innen ihre Gefühle vortragen, ist Hinase noch verwirrter. – Ein schöner Manga mit vielen Fragen zum Thema Gender. Toll umgesetzt, funktioniert auch in den Folgebänden sehr gut.

Platz 2: Spy x Family – Band 1-8 – Tatsuya Endo

Spion Twilight bekommt einen neuen Auftrag. Doch dafür benötigt er Zutritt zur Eden-Akademie. Kurzerhand adoptiert er die Telepathin Anya. Doch damit nicht genug, benötigt er auch noch eine Frau. Für den immer allein lebenden und ungebundenen Spion stellt das eine große Hürde dar. – Tolle Charaktere, witzige und spannende Handlung. Hält das Niveau über die Bände und konnte mich eins ums andere Mal zum lachen und zum mitfiebern bringen. Freue mich auf die nächsten Bände.

Platz 1: My genderless boyfriend – Band 1-4 – Tamekou

Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten? – Innerhalb kürzester Zeit hat sich die Reihe zu meiner Lieblingsmanga-Reihe entwickelt. Die Charaktere sind so herzlich, das es ansteckend ist und ich die Mangas nur mit fettem Grinsen im Gesicht lesen konnte. Liebevolle Geschichte, tolle Botschaft.

IV. Liste der Schande

2022 habe ich 3 Bücher aus dem Bereich Klassiker gelesen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen – im Ranking:

Platz 3: Oliver Twist – Charles Dickens

Der Waise Oliver Twist wächst unter ärmlichen Bedingungen auf, ehe er auf den kriminellen Fagin trifft. Doch um seine Herkunft rankt sich ein Geheimnis. – Ein weiterer Klassiker abgearbeitet und offiziell meine größte SuB-Leiche geschafft.

Platz 2: Little Women – Louisa May Alcott

Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Familie March lässt sich jedoch nicht unterkriegen und räumt durch ein starkes Familienbündnis viele Hindernisse aus dem Weg. – Episodenartiger Klassiker über eine sympathische Familie.

Platz 1: Alice im Wunderland – Lewis Caroll

Alice folgt einem weißen Kaninchen in das geheimnisvolle Wunderland, wo sie allerlei seltsame Gestalten kennenlernt und Abenteuer erlebt. – Liebe die Geschichte, liebe viele Elemente daraus, aber der Schreibstil ist etwas schwierig.

V. Multiple Bände

2022 habe ich 50 Bücher, die zu einer Reihe gehören oder von denen es Folgebände gibt, gelesen. Der Einfachheit habe ich zusammengehörende Bände unter einem Platz zusammengefasst – im Ranking:

Platz 39: Wood High Love – D. C. Odesza

Lova ist nur genervt vom Frauenaufreißer Novid. Als dieser sich dann auch noch bei dem Campingausflug ihres Freundeskreises einschleicht, wär sie am liebsten an die Decke gegangen. Doch bei dem Camping passieren einige merkwürdige Dinge. Wer ist dieser O., der ihr ständig Nachrichten schreibt? – Leider wieder eines der schlechteren Werke von D. C. Odesza. Beide Protagonist*innen sind sehr nervig und ihr Gezicke wenig nachvollziehbar. Schade.

Platz 38: Percy Jackson 4 – Die Schlacht ums Labyrinth – Rick Riordan

Durch Zufall entdeckt Percy den Eingang zu Dädalus berühmten Labyrinth. Zusammen mit Annabeth, Groover und seinem Halbbruder Tyson versucht er einen Weg zu finden, den Eingang zu verschließen, damit Luke und die anderen Anhänger Kronos‘ nicht dadurch ins Camp kommen. Dabei treffen sie auf allerlei Hindernisse. – Ein typischer Percy Jackson, der sich langsam auf die Endschlacht vorbereitet. Alles aber irgendwie etwas vorhersehbar und konnte kaum noch überraschen.

Platz 37: Nevernight 1 – Die Prüfung – Jay  Kristoff

Mia hat Rache an den Mördern ihrer Familie geschworen. Dazu versucht sie dem geheimen Assassinenorden beizutreten. Doch die Aufnahmeprüfung verlangt ihr alles ab. – Etwas zäher Roman, auch wenn stellenweise ziemlich spannend. War grundsätzlich aber einfach nicht meine Geschichte.

Platz 36: Shining Snow Night / Silent Snow Night – D. C. Odesza

Desideria ist entsetzt als sie ihren Freund in flagranti erwischt. Doch kurz darauf hat sie ein weitaus größeres Problem. Ihr Onkel, vor dem sie sich jahrelang verstecken konnte, hat sie ausfindig gemacht. Sie flieht in eine abgelegene Hütte. Mit dabei der gutaussehende Arzt Milton, mit dem sie eine schwierige Vergangenheit verbindet. Schon bald sind sie eingeschneit. – Schwächere Reihe von D. C. Odesza, es fehlte das bekannte Prickeln, auch das Finale war etwas zu schnell abgearbeitet.

Platz 35: Nafishur – Dariel 1 – Mary Cronos

Dariel ist ein Vampirjäger, seitdem seine Mutter von einem getötet wurde. Sein Vater drillt ihn dazu, so dass er den Hass verinnerlicht hat. Doch dann trifft er auf die Vampirinnen Cara und Ginga, die anders zu sein scheinen. Bald wird er unfreiwillig ein Teil ihrer Welt und muss seine Vorurteile abbauen. – Auftaktband, der sich zwischenzeitlich ein bisschen gezogen hat. Dadurch erfährt man viel über den Protagonisten und bekommt große Lust auf Band 2 (Oder auf den anderen ersten Band, aus der Sicht von Cara).

Platz 34: Das Flüstern des Zwielichts – C. E. Bernard

Die Gruppe rund um den Wanderer und die Bardin ziehen los, um das Licht auf den drei großen Türmen wieder zu entfachen. Dabei haben sie nicht nur Lurins Armee hinter sich, sondern auch einen fahlen Reiter. – Wunderschön poetisch geschrieben. Konnte mich aber leider nicht richtig packen. Wirkte wie ein typischer Zwischenband. Freue mich dennoch auf Band 3.

Platz 33: Die Chroniken von Alice 3 –  Dunkelheit im Spiegelland – Christina Henry

In vier Novellen wird die Geschichte um Alice und Hatcher weitergesponnen. Es gibt Einblicke in Hatchers früheres Leben und Alice kleinere Schwester erlebt ein Abenteuer. – Gleiches Niveau wie die ersten beiden Bände und tolle Ergänzungen.

Platz 32: Fire & Frost 1 – Vom Eis berührt – Ella Blake

In einer Welt, in der es Menschen gibt, die das Feuer oder Eis beherrschen, sind genau diese im Krieg miteinander. Ruby lebt im vom Eiskönig beherrschten Gebiet, ist aber eine Fireblood. Als das entdeckt wird, muss sie sich in einem Kloster verstecken. Dort trifft sie auf Arcus, einem Frostblood, der sie unterrichtet ihr Talent zu kontrollieren. – So richtig bin ich nicht in die Geschichte reingekommen, aber dennoch hat sie mich interessiert. Mal schauen, ob ich weiterlese.

Platz 31: Übertrieben tot – Frl. Krise und Frau Freitag ermitteln 2

Frl. Krise und Frau Freitag sind mit ihren Schüler*innen auf Klassenfahrt. Dabei kämpfen sie jedoch mit den Alleingängen zweier Schüler, für die sich jedoch eine nicht ganz legale Lösung findet. Leider taucht dann auch noch eine Leiche im See auf und schon sind die beiden Lehrerinnen wieder mitten drin und landen ungewollt in den Ermittlungen. – Der zweite Fall ist leider ziemlich langatmig und wird erst gegen Ende spannend. Schade.

Platz 30: Ophelia Scale – Wie alles begann – Lena  Kiefer

Kurzgeschichte vor den Ereignissen aus Band 1. Wir erfahren, wie Ophelia zum Widerstand kam und dort Knox kennenlernt. – Schöne Idee, leider mit 40 Seiten wirklich sehr kurz geraten. Endet, wenn es besonders spannend wird. Trotzdem toller Zusatz zu einer außergewöhnlich guten Reihe.

Platz 29: Stolen 1 – Verwoben in Liebe – Emily Bold

Abby Woods kommt auf die Darkenhall, ein Internat für schwer erziehbare Kinder. Dort wird ihnen geholfen, vor allem durch Bastian Tremblay beim Antiagressionstraining. Zusammen mit seinem Bruder Tristan ziehen sie Abby in ihren Bann, doch die merkt schnell, dass mit den beiden etwas nicht stimmt. Nachdem sie Bastians Ring stiehlt, kommt sie hinter ihr Geheimnis und muss einsehen, dass sie einen schrecklichen Fehler gemacht hat. – Tolle Grundidee, etwas vorhersehbare Umsetzung. War gleichzeitig fasziniert und gelangweilt.

Platz 28: Black Forest High 1  – Ghostseer – Nina MacKay

Seven hält den Rekord als längste geistbegabte, die außerhalb der Black Forest High überlebt hat. Doch nun überzeugt sie ihr Geisterfreund Remi doch auf das Internat zu wechseln. Trotz eigensinniger Türen und einigen Zickereien, lebt sie sich schnell ein. Doch warum drehen die Poltergeister bei ihr komplett durch? – Spannender Reihenauftakt, auch wenn die Handlung immer wieder ein bisschen hin und her springt. Fieser Cliffhanger am Ende.

Platz 27: Die Luna Chroniken 3 – Wie die Sterne so golden – Marissa Meyer

Wie Sterne so golden: Crescent Moon lebt seit Jahren allein in einem Satelliten. Als verstoßene Lunarierin soll sie für Königin Levana die geflohene Cinder finden. Doch stattdessen hilft sie dieser. Doch beim Kontaktversuch geraten sie in eine Falle. Cress und Kapitän Thorne drohen mit dem Satelliten auf die Erde zu stürzen. – Es geht spannend weiter, ein Aufatmen gibt es bei Marissa Meyer nicht. Die Weichen für das große Finale sind gestellt.

Platz 26: Erntedank in Vertikow – Frank Friedrichs

Peer sitzt seit neustem im Rollstuhl und kommt damit nicht wirklich zurecht. Als in Vertikow, einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommer, ein Unfall geschieht, ist sich Peer sicher: Es war Mord. Da ihm niemand glauben will, fängt er selbstständig an zu ermitteln. – Tolles Dorf, tolle Charaktere, spannende Krimigeschichte mit unkonventionellem Ermittler.

Platz 25: Dunbridge Academy 1 – Anywhere – Sarah Sprinz

Emma geht für ein Auslandsjahr an die Dunbridge Academy in Edinburgh. Hier haben sich ihre Eltern damals kennengelernt und sie hofft Informationen über ihren Vater zu finden, der sie vor vielen Jahren verließ. Was sie nicht braucht ist Henry, der sympathische Schulsprecher, der ihr Herz zum klopfen bringt, schließlich bleibt sie nur ein Jahr. Und außerdem hat Henry eine Freundin. – Grundsätzliche schöne Young/New Adult Geschichte (die Grenze ist hier fließend), auch wenn ich mit ein paar Sachen nicht einverstanden war.

Platz 24: Regenglanz / Nebelschimmer – Anya Omah

Simon möchte das peinliche Einhorntattoo mit dem Namen seiner Ex endlich mit einem Coverup verdecken. Dabei trifft er auf die Tätowiererin Alissa. Beide spüren die Anziehung, doch Alissa geht mit Kunden keine Beziehung ein. Dennoch begegnen sie sich immer wieder. – Am Anfang richtig tolle Geschichte, doch durch die Länge verstrickt sich die Handlung immer mehr und driftet in nervige Klischees ab. Band 2 konnte mich dafür umso mehr begeistern, weswegen die Platzierung deutlich gestiegen ist.

Platz 23: Vergissmeinnicht – Was man bei Licht nicht sehen kann – Kerstin Gier

Quinn wird bei der Flucht vor einem magischen Wesen schwer verletzt. Während er sich davon erholt, nähert er sich Matilda an, die ihn als einzige zu verstehen scheint. Dabei gehört sie zu den verhassten Nachbarn. – Spannender Auftakt einer vielversprechenden Reihe, auch wenn der Ableismus einen schlechten Nachgeschmack hinterlässt.

Platz 22: Strip this heart – Justine Pust

Brooke lernt auf dem Junggesellinnenabschied ihrer besten Freundin den Stripper Nate kennen. Doch trotz dieser Umstände kommen sich beide näher. Doch beide kämpfen mit zerbrochenen Träumen. Können sie die Scherben aufsammeln und nach vorne sehen? – Driftet gegen Ende etwas von der eigentlichen Handlung ab, aber im großen und ganzen eine tolle Geschichte.

Platz 21: Berührt bis du mich liebst / Verführt bis du mich liebst / Gefesselt bis du mich liebst / Befreit bis du mich liebst – D. C. Odesza

Jane ist neu im Bereich der Escortdamen. Zusammen mit einer Kollegin wird sie auf eine Geburtstagsfeier der Chevaliers eingeladen. Dort trifft sie auf Dorian Chevalier, der sie in einer künsterlerischen Downphase als neue Muse erkennt. – Band 1 war das Beste D.C. Odesza Buch, das ich je gelesen habe. Ich liebe Dorian einfach und konnte mich hier auch mit Jane als Protagonistin anfreunden. Konnte das Niveau auch lange halten, doch das sehr schlechte und plötzliche Ende hat vieles kaputt gemacht. Schade.

Platz 20: Achtsam morden – Karsten Dusse

Björn Diemel ist ein stets gestresster Anwalt, der vor allem mit einem Klienten viel Ärger hat. Da dadurch auch seine Ehe kriselt, schickt ihn seine Frau zu einem Achtsamkeitsseminar. Kurz darauf nimmt er die Lektionen jedoch etwas zu wörtlich und tötet seinen Problemklienten. – Spannender Krimi mit einer humorvollen Herangehensweise.

Platz 19: Sepharial 2 – Zerfallen – Jana Tomy

Nach den Ereignissen in Band 1 ist Lathalia mit Nikion verheiratet. Doch dieser wird von Rebellen gefangen genommen. Um ihm zu helfen, sucht sie wieder die andere Welt auf und bittet Fanai um Hilfe. Doch dieser ist zum Erben des obersten Diebes erklärt worden und hat sein Herz hinter einer dicken Eisschicht verborgen. Haben ihre Welten und ihre Gefühle eine Zukunft? – Spannender und mitreißender zweiter Band in einer bildgewaltigen fantastischen Welt.

Platz 18: Loderne Schwingen – Leigh Bardugo

Der finale Teil der Grisha-Reihe. Alina und ihre Verbündeten mussten unter die Erde fliehen. Dort sammeln sie ihre Kräfte, um zum letzten Feldzug gegen den Dunklen anzutreten. – Spannend und ganz anders als erwartet.

Platz 17: Follow me to wonderland 1-2 – Your soul in Wonderland / Our souls in your dreams – Kristin Ullmann

Cat Ceshire ist eine royale Seelenfängerin in Wonderland. Doch bei einem Auftrag geht alles schief und sie muss nun nicht nur ihr eigenes, sondern auch die Leben ihrer Familie beschützen. Dabei scheint es mehr als nur eine Wahrheit zu geben. – Dieses Buch entwickelt einen unglaublichen Sog, habe es fast innerhalb eines Tages weggelesen. Nur das Ende war ein wenig wirr und scheint nicht zu passen. Dafür konnte Band 2 gut nachlegen. Freue mich sehr auf das Finale.

Platz 16: Free like the wind – Kira Mohn

Rae scheint im Leben still zu stehen. Kein Studium, abends arbeitet sie als Aushilfe in einem Kino. Um aus ihren Schulgefühlen, die sie seit einiger Zeit begleiten, auszubrechen, schlägt ihre Freundin Haven vor, dass Rae eine Wanderung machen könnte. Dabei wird sie ausgerechnet von Cayden begleiten. – Die Handlung war zwar relativ vorhersehbar, aber deswegen nicht weniger schön. Funktioniert nochmal besser als Band 1, da die Charaktere greifbarer sind. Eine tolle Auszeit in Kanada.

Platz 15: Legend Academy 1 – Fluchbrecher – Nina MacKay

Graylee kann durch die Berührung von Wänden sehen, wie Menschen in den Häusern gestorben sind. Durch diese Gabe kommt sie an die Swanlake Academy, wo sie von den Mythennachfahren erfährt. Doch kurz darauf verändern sich einzelne Nachfahren. Graylee ist fest entschlossen, den Grund zu finden. – Wie gewohnt witzige Fantasy von Nina McKay mit tollen Charakteren.

Platz 14: Knights 2 – Ein gnadenloses Schicksal – Lena Kiefer

Nach den Geschnissen in Band 1 wollen Charlotte und Noel nicht einsehen, dass ihre Liebe potentiell die Welt zerstören könnte. Oscar erholt sich derweil von seinen Verletzungen. Doch Morgana ruht nicht und greift mit den Darks weitere Teams an. Charlotte muss sich ihrem Merlin-Erbe stellen. – Ich liebe den Schreibstil und die Idee, aber die Entwicklung und das Ende fand ich nicht gut. Allerdings sind die trotzdem gut und sinnvoll umgesetzt und Bücher sind ja kein Wunschkonzert.

Platz 13: Ever / Blue – Nikola Hotel

Abbi muss nach einem Autounfall wieder Laufen lernen. Doch nach einem traumatischem Erlebnis bei ihren ersten Operationen, hat sie panische Angst vor Schmerzen. David soll ihr durch seine geduldige Art helfen, doch hat er allen Grund Abbis Familie zu hassen. Dennoch kommen sich beide ungewollt näher. – Starke New Adult Geschichte mit tollen Protagonist*innen. Band 2 steht dem ersten in nichts nach und hält das hohe Niveau.

Platz 12: Und du fliegst durch die Nächte / Und wir tanzen über den Flüssen – Sophie Bichon

Julius kehrt nach einer langen Reise im Wohnmobil nach Berlin zurück, um mit seiner besten Freundin ein Café zu eröffnen. Bei einer Partynacht lernt er Romeo kennen, nicht wissend, dass es sich um den Star-DJ Ro handelt. Zwischen den beiden funkt es, doch Romeo hat mit seinen inneren Dämonen zu kämpfen, die ihn immer wieder runterreißen wollen. – Zweiter Teil der Love is Love Reihe, bleibt ein bisschen hinter Band 1 zurück, erzählt aber trotzdem wieder eine starke Geschichte. Sophie Bichon schafft es mit Worten zu malen und einen so in Berlins Untergrundszene komplett eintauchen zu lassen. Band 3 war dann das interessanteste Thema, die schönste Stadt, hatte aber auch zwischendurch Längen, die die anderen Bände nicht hatten. Dennoch eine Herzensreihe.

Platz 11: Beastseller 1 – Monomythos – Jan Gießmann

Marc wacht in einer Fantasywelt auf und hat nur noch eine Nummer in seinem Smartphone gespeichert. Ciri eine Fee in Handyform erklärt ihm, dass er eine Heldenreise durchleben muss, um wieder zurück zu kommen. – Roman in Chatform, der mit einigen Klischees aufräumt bzw. diese bewusst ausspielt. Sehr witzig und gut umgesetzt.

Platz 10: Spiritus Daemonis 1+ 2.1 – Mary Cronos & Jan Gießmann

Teresa arbeitet in der Online-Beratung eines kleinen Esoterikladens. Dort versucht sich Vincent über einen Fake-Exorzismus zu informieren. Doch Teresa ahnt schlimmes und bleibt mit ihm in Kontakt. Denn der Fake-Exorzismus entpuppt sich als echter. – Spannendes Buch im Chat-Stil. Vorallem durch die versteckten Dinge, die man über die zugehörige App abspielen kann, fühlt man sie sich wie mitten drin. Band 2.1 schließt da nahtlos an und kann trotz der Dicke mithalten und macht es nun spannend für 2.2.

Platz 9: High Hopes – Ava Reed

Laura ergattert ihren Traumjob. Eine Assistenzärztinstelle in Phoenix. Dort findet sie sich nicht nur schnell ins Team ein, sondern ist auch angetan von Nash Brooks. Leider ist dieser ihr direkter Vorgesetzter und hat strenge Prinzipien, was Beziehungen angeht. Zwischen Visiten, Rettungseinsätzen und Operationen, knistert es dennoch. – Ava Reed schafft es einmal mehr mich mit ihrer Geschichte zu verzaubern, auch wenn der Cliffhanger am Ende absolut unnötig war!

Platz 8: The secret book club 4 – Ein Liebesroman ist nicht genug – Lyssa Kay Adams

Vlad kennt seine Frau Elena schon seit Kindheitstagen. Vor sechs Jahren haben sie geheiratet, damit Elena Russland verlassen kann und in den USA, wo Vlad erfolgreich Eishockey spielt, studieren kann. Doch Vlad erhofft sich mehr von der Ehe und versucht zusammen mit dem Secret Book Club diese zu retten. Nur, dass Elena plant nach Russland zurückzukehren. – Es ist wie nach Hause zu kommen in den Secret Book Club. Noch einmal eine völlig andere Geschichte und mit Vlad und Elena tolle Protagonist*innen.

Platz 7: When we fall / When we hope – Anne Pätzold

Ella und Jae-Yong sind nach dem Skandal in New York getrennt. Doch beide kommen damit nicht gut klar. Zaghaft bauen sie ihren Kontakt wieder auf, doch die Probleme bleiben die gleichen. Schaffen sie es diese zu überwinden? – Eine tolle Reihe, herzlich, ich habe in jeder Zeile mitgefühlt und gehofft und gebangt.

Platz 6: Vielleicht Irgendwann – Carolin Wahl

Karla hat sich vorgenommen keine Beziehung einzugehen. Als sie auf Henning Kiefer, ihrem Idol aus der Formel 2, trifft, könnte sie jedoch schwach werden. Dann bekommt sie ein zweifelhaftes Angebot: Sie soll Hennings Freundin spielen. Da sie dringend Geld braucht, geht sie drauf ein, nichts ahnend, was seine Nähe in ihr auslöst. – Die Grundidee mochte ich, die Umsetzung hat mich überrascht, aber die Geschichte hab ich geliebt. Sehr schöner Abschluss der Reihe.

Platz 5: Das Lied der Krähen – Leigh Bardugo

Kaz Brekker, Kopf der Krähen-Bande in Ketterdam, bekommt das lukrative Angebot einen Shu-Wissenschaftler aus dem Eistribunal der Fjerdan zu entführen. Für diesen unmöglich wirkenden Auftrag, braucht er ein Team. Sechs Krähen brechen schließlich auf. – Leigh Bardugos mitreißender Schreibstil trifft auf tolle Charaktere und spannende Handlung.

Platz 4: Lonely Heart – Mona Kasten

Rosie Hart ist überglücklich, dass ihre absolute Lieblingsband Scarlet Luck in ihre Indie-Musikshow kommt. Doch dann geht alles schief und ein Shitstorm geht über sie los. Doch die Band steht hinter ihr. Dabei kommt sie dem Schlagzeuger Adam „Beast“ Sinclair näher. Dem Mann, der seit Jahren keine Berührungen und Nähe mehr zulässt. – Herzensbuch. Es hatte mich bei Rockstar und Autorin Mona Kasten. Super geschrieben, geht tief unter die Haut, kann die Fortsetzung gar nicht erwarten.

Platz 3: Emerals Witches –  Ahnenmond – Laura Labas

Kang Hana ist die Erbin des Smaragdzirkels, einer der sieben Hexenzirkel von Seoul. Beim Ahnenmond soll sie sich gegen ihre Konkurrentinnen durchsetzen, um den Vorsitz wieder vom Opalzirkel zu ihrem zu lenken. Doch die Opalhexen betrügen und kurz darauf muss sich Hana mit dem Dämon Bobby einlassen, um ihr Leben zu retten. – Wohl das Buch, das ich seit Ewigkeiten am meisten herbeigesehnt hatte. Und es hat mich nicht enttäuscht, im Gegenteil, ich bin in eine faszinierende Welt eingetaucht, mit tollen Charakteren, einer spannenden Handlung und eine Achterbahn der Gefühle. Und jetzt brauch ich dringend ein paar Taschentücher und Band 2.

Platz 2: Mona 2 – Verliebt, verlobt, beschworen – I. B. Zimmermann

Nach den Ereignissen in Band 1 sieht sich Mona einem Hexenprozess gegenüber. Boris, der Vampir, hat eine neue Prüfung und auch weiterhin stehen den Freund*innen wieder einiges bevor. Vor allem müssen Mona und ihr Erzdämon Ba’al rausfinden, was es zwischen ihnen nun ist. – Ich liebe Mona, ich liebe ihre Geschichte, ich liebe I. B. Zimmermanns Schreibstil, ihre Art Charaktere aufzubauen und wie ihre Charaktere einfach zu 100% nachvollziehbar sind. Absolute Herzensreihe.

Platz 1: Blue S(e)oul Nights / Golden S(e)oul Days – Kara Atkin

Jade ergreift nach dem Tod ihres Vaters die Chance als Englischlehrerin in Korea zu arbeiten. Dabei lernt sie nicht nur neue Freund*innen, sondern auch Hyun-Joon. Doch Zeit füreinander zu finden ist das größte Problem der beiden, auch wenn von Anfang an diese Gefühle da sind. – Auch hiervon war ich nur begeistert, ich bin diesmal buchtechnisch viel nach Korea gereist. Toller Schreibstil, ich habe mich schnell in die Charaktere verliebt. Band 2 gibt dem ganzen nochmal eine völlig neue Richtung, aber auch das ist einfach nur super umgesetzt und ich  habe mich nur noch mehr in die Charaktere verliebt.

VI. Einzelbände

2022 habe ich 28 Bücher gelesen, die (bisher) nicht als multiple Bände angelegt sind – im Ranking:

Platz 28: Bookboy – Hrsg Ann-Kathrin Karschnick & Stephanie Mühlsteph

Fabius Flieder ist in der Stadt nur als der Bookboy bekannt. Mit dem Fahrrad liefert er Bücher aus der Buchhandlung seines Großvaters aus. In dieser Anthologie erlebt er in Kurzgeschichten die verschiedensten Abenteuer bei seinen Auslieferungen. – Konnte mich leider gar nicht überzeugen. Einzelne Geschichten vom Grundgedanken ganz gut, aber im großen nichts, was mich mitreißen konnte, da alle sehr ähnlich aufgebaut. Und der rote Faden hat sich immer wieder verloren.

Platz 27: Die Götter müssen sterben – Nora Bendzko

Im Schatten des Trojanischen Krieges prophezeit die Göttin Artemis den Fall Trojas und dem Tod der Götter. Dafür reist sie zu den Amazonen und segnet dort aber ausgerechnet Areto, die keine Kriegerin ist. Dennoch machen sich die Amazonen auf die lange Reise, um Troja im Krieg zu unterstützen. – Ich mochte sehr viele Aspekte an dem Buch. Es wurden viele Themen sehr gut verarbeitet. Leider hat mich die Grundgeschichte nicht richtig mitreißen können und ich konnte mich mit dem Schreibstil nicht anfreunden.

Platz 26: Der Talisman – Stephen King

Der 12-jährige Jack Sawyer bemerkt, dass er die Fähigkeit hat in eine Parallelwelt zu flippen. Er bricht zu einer abenteuerlichen Reise auf, um den geheimnisumwobenen Talisman zu finden, der seine totkranke Mutter heilen soll. Doch dabei muss er allerlei Abenteuer überstehen. – Schwächeres Stephen King Buch, hat sich sehr stark gezogen, auch wenn einzelne Passagen sehr spannend waren, so hat es sich immer wieder selbst verloren.

Platz 25: Pfoten vom Tisch – Hape Kerkeling

Hape Kerkeling ist Katzenfan. Mehrere Katzen haben seinen Weg bereits begleitet. Über diese, ihre Geschichte, ihre Angewohnheiten und ganz allgemein über seine Beobachtungen bezüglich Katzen schreibt er in diesem Buch. – Nette Anekdoten für zwischendurch, aber eben auch nicht mehr.

Platz 24: Layla – Colleen Hoover

Leeds lernt Layla auf einer Hochzeit kennen und verliebt sich Hals über Kopf in sie. Doch seine eifersüchtige Ex-Freundin versucht Layla zu erschießen. Um sich von den Erlebnissen zu erholen, reist er mit ihr an den Ort, wo sie sich kennengelernt haben. Doch dort gehen seltsame Dinge vor sich. – Wohl das schwächste Buch von Colleen Hoover. Es hat sich gezogen, war langatmig und erst am Schluss wirklich interessant. Da hatte mich das Buch aber schon verloren.

Platz 23: More than a star – Lucy Gold

Allison bekommen einen Job in Seoul. Trotz aller Unwahrscheinlichkeiten trifft sie dort auf ihr großes K-Pop Idol Wooyeong. Und obwohl sie nicht zusammen sein dürfen, weil es seine Karriere zerstören könnte, können sie nichts gegen ihre aufkommenden Gefühle unternehmen. – Eigentlich eine schöne kleine Geschichte, aber ich hab den Protagonist*innen ihre Anziehung nicht abgekauft. Dafür war die Handlung zu konstruiert und die Protagonistin zu nervig. Schade.

Platz 22: Einbruch im Pergamonmuseum – Bettina Huchler

Es gab einen Einbruch ins Pargamonmuseum. Schnell wurde ein Verdächtiger gefunden, doch es fehlen die Beweise. – Kurzweilig und spannend.

Platz 21: Sie schuf ein Monster – Lynn Fulton & Felicita Sala

Die Entstehungsgeschichte von Frankenstein als süßes Kinderbilderbuch verpackt. – Schöne Illustrationen, die Geschichte süß aufbereitet.

Platz 20: Dein Flüstern im Meereswind – Nele Blohm

Caro hat mit ihrer besten Freundin ihren Traum wahr gemacht und einen Buchladen auf Hiddensee eröffnet. Nur ihre Mutter gönnt ihr das Glück nicht. Als sich diese zu einem Besuch ankündigt, kommt Caro in Erklärungsnot. Denn sie hat angegeben einen Verlobten zu haben und den will ihre Mutter nun sehen. Dabei läuft ihr der Meterologe Hannes über den Weg. – Schöne Geschichte, aber ein bisschen zu gewollt zum Happy-end gedrängt.

Platz 19: Yelena Gans und die Weltausstellung – Arthur Kunz

Im Jahr 2115 ist die pensionierte Privatdetektivin Yelena Gans mit ihrem Enkel auf der Weltausstellung unterwegs. Dieser freut sich darauf seinen Lieblingsstreamer Katerstrophisch zu sehen. Doch dieser schwebt in Gefahr und Yelena versucht dies zu verhindern. Doch eine mysteriöse Maschine durchkreuzt mehr als nur einen Plan. – Spannende Novelle, leichte Verwirrungen durch viele Charaktere, aber dafür auch einige humorvolle Szenen.

Platz 18: Café Meerblick – Christin-Marie Below

Ein Jahr nach dem Tod ihrer besten Freundin reist Mona nach Norderney. Dort sucht sie Zerstreuung und findet zunächst eine neue Freundin und dann ein Café, dass eine neue Besitzerin sucht. Doch ist sie bereit für die Veränderung? – Traurigschöne Sommerlektüre.

Platz 17: Die Erbin des Windes – Lucinda Flynn

Likah lebt mit zwei Kindern auf der Straße des Kontinent Nakita. Als ein Diebstahl schief geht, findet sie sich vor Gericht wieder. Doch statt einer Verurteilung wird sie vom Herrn des Windes zu seiner Nachfolgerin ernannt. Doch während ihrer Ausbildung ruft eine fremde Stimme sie immer wieder zu ihr, die sie kurz darauf in Schwierigkeiten stürzt. – Starker Einzelband, tolle Geschichte, spannendes Magiesystem.

Platz 16: Hinter den Spiegeln so kalt – Liza Grimm

Finja trauert um ihre Tochter, die plötzlich verschwand. Zurück blieben nur Eiskristalle am Spiegel. Finja macht sich auf die Suche und muss dabei erkennen, dass ihre Angst vor Spiegeln eine reale Ursache hat. – Liza Grimms Neuinterpretation der Eiskönigin kommt mit einem denkbar schweren Thema daher, doch kann durch ihre leichte Schreibweise gut durch das Buch tragen.

Platz 15: Einsame Nacht – Charlotte Link*

Kate Linvilles zweiter Fall als festes Teammitglieder der North Yorkshire Police bringt sie zu einem Mordfall auf einsamer Straße. Eine Frau wurde mit mehreren Messerstichen in ihrem Auto ermordet. Die einzige Zeugin schweigt. Fingerabdrücke führen die Polizei zu einem Verbrechen von vor neun Jahren. Einem Cold Case, an dem Kates früherer Vorgesetzter Caleb Hale gescheitert ist. Schafft Linville es die Hinweise neu zu deuten? – Erneut spannender und mitreißender Kriminalfall aus der Feder von Charlotte Link.

Platz 14: Dilaras Wegträumgeschichten – Hrsg. Yule Forrest & Katharina Gerlach

In dieser Anthologie gegen Mobbing gibt es 16 Kurzgeschichten, die alle dazu dienen, mal eine Auszeit vom Alltag zu nehmen. Mit Drachen, Zentauren, Abenteuern, Liebe, ist alles vertreten. – Tolle Geschichten, die mich immer wieder überraschen konnten und tolle Botschaft gegen Mobbing.

Platz 13: Unter pinken Sternen – Sabrina Schuh

Silke führt ihr Traumleben: Gewinnerin einer Design-Castingshow und Job bei einer angesehenen Designerin. Doch als ihre Eltern bei einem Autounfall sterben, bricht ihre Welt zusammen. Kurz darauf verliert sie auch ihren Job und ihr Dach über den Kopf. Sie wird eine Obdachtlose und muss sich schnell an die Gesetze der Straße anpassen. – Autorin Sabrina Schuh hat für das Buch direkt vor Ort recherchiert und das merkt man auch. Diese Sternentaler-Adaption öffnet einen die Augen über die eigenen Vorurteile.

Platz 12: Between your words – Emma Scott

Jim kommt als Hilfspfleger ins Blue Ridge. Dort trifft er auf Thea, mit der er sofort auf einer Wellenlänge ist. Doch Thea hat eine besonders schwere Form der Amnesie und kann sich immer nur für fünf Minuten erinnern, bevor ihr Gedächtnis wieder gelöscht wird. – Sehr starker Auftakt, okayer Mittelteil, interessante Umsetzung des Themas. Hatte an Emma Scott aber höhere Erwartungen.

Platz 11: Das Herz des Todes – Margret Kindermann

Durch ein Missverständnis ist der Tod bei Arus Geburt anwesend und segnet sie. Doch alle in Jui fürchten den Tod und meiden dadurch Aru, die auf seltsame Weise mit dem Tod verbunden ist. Doch nach und nach kommt sie hinter seine Geheimnisse und ist gewillt sie gegen ihn einzusetzen. – Etwas untypische Fantasygeschichte, aber dafür sehr spannend und sehr erfrischend.

Platz 10: Apfelkuchen am Meer – Anne Barns

Merle verbringt ihre Semesterferien auf Juist, wo sie in einem kleinen Café hilft, nachdem sie von einer Freundin hörte, dass dort eine Apfeltorte nach geheimen Familienrezept gebacken wurde. Dabei stößt die frisch getrennte gelernte Konditorin nicht nur auf ein altes Familiengeheimnis, sondern trifft auch auf Jannes und verliebt sich nicht nur in die Insel. – Locker leichte Sommerlektüre, wie gewohnt von Anne Barns, mit wenigen Überraschungen.

Platz 9: Assassins Wood – Ann-Kathrin Karschnick

Penta ist ein Todesreiter, als der Bürokrat in der Verwaltung der Assassinen-Gilde. Durch einen Unfall ist er jedoch gezwungen ein paar Regeln zu dehnen. Dadurch kreuzt sein Weg den der Feuerlackfabrik-Erbin Tonia Fill, die sich sicher ist, dass Assassinen existieren. Aus der Not heraus schließen sie eine Allianz. Immer mit dabei ist Pentas Dunkelnetzschnüffler Wurzel, der Bonsai. – Funtasy vom Feinsten! Tolle Charaktere, tolles Setting, witzige Ideen, tolle Handlung. Lest dieses Buch!

Platz 8: Bullet Train – Kotaro Isaka

Der als Marienkäfer bekannte Auftragskiller bekommt den Auftrag einen Koffer aus einem Shinkansen zu klauen. Doch er scheint vom Pech verfolgt und so landet er zusammen mit vier anderen Killern in dem Zug. – Nach dem Film eindeutig ruhiger erzählt. Dennoch hatte ich auch hier meinen Spaß und wurde noch immer überrascht, da der Film einiges abgeändert hatte. Leider ließ mich gerade das Ende sehr enttäuscht zurück, da hier wenig bis nichts aufgeklärt wurde.

Platz 7: All these broken strings – Lana Rotaru

Vor sechs Jahren wurde Vincent Kennedy zum Weltstar nach seinem Final Jam Sieg im Camp Melody. Mit dem Song, den er mit MacKenzie geschrieben hatte. Sechs Jahre später ist sie zur Rettung des Camps auf seine Hilfe angewiesen. Doch obwohl sich beide schworen den*die andere*n zu hassen, sind da wieder diese Gefühle. – Auch wenn ich bei Sevens Sins hinterherhänge, würde ich mal behaupten: Lana Rotarus bestes Buch bisher.

Platz 6: Im Zweifel für das Monster – Royce Buckingham*

Daniel Becker ist ein frisch geschiedener Anwalt, der in seiner Kanzlei sehr erfolgreich ist und darauf hin arbeitet Partner zu werden. Doch eines Nachts besucht ihn das Monster aus seiner Kindheit. Ihm wird ein Mord vorgeworfen. Bei einem übernatürlichen Gericht schafft es Daniel die Unschuld des Monsters zu beweisen. Leider bekommt er daraufhin immer mehr Anfragen von anderen Monstern und wird auch noch mit der Aufgabe betraut, den wahren Mörder zu finden. – Spannender neuer Krimiansatz, witzige Umsetzung.

Platz 5: Die Friedensformel – Annabelle Laprelle

Der Wissenschaftler Alfred Simons wurde nach der Entdeckung einer Formel, die den Klimawandel stoppen konnte, nun beauftragt, die Formel für den Weltfrieden zu finden. Tatsächlich wird er fündig und präsentiert diese. Doch dafür ist der Suizid einer bestimmten Person notwendig. Und die Frage kommt auf: Würde man sich selbst für den Weltfrieden opfern? – Interessante Idee, spannende und zum nachdenken anregende Umsetzung.

Platz 4: Cyberempathie – E. F. von Hainwald

Leon ist ein Erinnerungskonstrukteur in der Oberstadt von Skyscrape, wo alle durch das Cybernet gefühlsmäßig miteinander verbunden sind. Doch nach einem Vorfall wird er in die Unterstadt verbannt, wo raue Sitten herrschen. Nur mit Hilfe von Rade, einem Ex-Soldaten, überlebt er und findet sich in die neue Umgebung ein. Doch die Trennung vom Cybernet macht ihm schwer zu schaffen. Leon muss neu lernen Emotionen zu erkennen. – Absolut lesenswerter Sci-Fi Roman mit spannender und gleichzeitig tiefgründiger Handlung.

Platz 3: Die Clans von Tokito – Carolin Brinkmann

Sechs Clans gehören zu Tokito, wer zu keinem gehört, ist Freiwild. Erin hat ihren Job und damit ihren Clan verloren. In der Gewalt von Organhändlern lässt sie sich auf einen Deal mit einem Dämon ein. Doch die Macht, die sie dadurch erlangt, hat einen Preis. – Spannende Fantasygeschichte mit einer guten Portion Witz und doch voller Tod und Verderben.

Platz 2: Summer of hearts and souls – Colleen Hoover

Beyah zieht über den Sommer nach dem Tod ihrer drogensüchtigen Mutter zu ihrem Vater, der neu verheiratet ist und zu dem sie kaum Kontakt hatte. Armut und Hunger gewöhnt fällt es ihr schwer sich in das neue Leben einzugewöhnen. Dabei hilft ihr der schweigsame Samson von gegenüber. Denn auch er scheint ein Geheimnis zu haben. – Colleen Hoover ist zurück! Herzerwärmende und doch traurige Geschichte im typisch mitreißenden Schreibstil von Hoover.

Platz 1: Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall – Christian Handel

Colin soll den Sommer bei seiner Mutter verbringen, die die Familie verlassen hat, als er noch ein Kind war. Dort lernt er den verschlossenen Theodore kennen. Kurze Zeit später stirbt Colin unerwartet und findet sich in einer Geisterwelt wieder. Ihm bleiben drei Tage, um das verborgene Zimmer von Thornhill Hall zu finden, um ins Leben zurückzufinden. – Herzerwärmend, spannend, einfach eine tolle Geschichte.

Wie war euer Lesejahr? Was waren eure Highlights? Welche Bücher habe ich dieses Jahr definitiv verpasst?

*Rezensionsexemplare. Vielen Dank an Blanvalet! Ich kennzeichne diesen Beitrag daher als Werbung

Mein Jahresrückblick 2022 – #1 – Die Kinofilme

Herzlich Willkommen zum ersten Jahresrückblick in diesem Jahr. Hier präsentiere ich euch das Ranking der Kinofilme, die ich von Dezember-November gesehen habe. Uns wurde ein riesiger Kinofilmstau prophezeit, doch dafür war die Auswahl erstaunlich mau in diesem Jahr. Durchgängig geöffnete Kinos und doch war ich selten so unmotiviert ins Kino zu gehen. Dennoch kam der ein oder andere Film zusammen und so präsentiere ich euch heute meine Enttäuschungen, das Mittelfeld und die Highlights aus dem zurückliegendem Jahr.

Zur Statistik:

47 gesehene Kinofilme in 2022 (2021 waren es 29).

Davon
… 4 in der Cinemathek
… 3 als Anime Special
… 0 in der Sneak
… 40 regulär

I. Cinemathek

Nachdem die Kategorie zwei Jahre pendemiebedingt ausfallen musste, gibt es das Format wieder. Die Auswahl war wieder durchwachsen, doch 4x zog es mich in dieses Format. – im Ranking:

Platz 4: Everything, everywhere, all at once

Evelyn Wang ist komplett überfordert. Eine Steuerprüfung steht an, ihr Vater ist vor kurzem aus China zu ihnen in die USA gezogen, ihr Mann Waymond will sich scheiden lassen und ihre Tochter versucht ihre Freundin der Familie vorzustellen. Doch bei der Steuerprüfung übernimmt plötzlich ein Waymond aus einer anderen Realität den Körper ihres Mannes und erzählt ihr, dass sie in einer anderen Realität eine Technologie entwickelt hat, um die Realitäten zu verknüpfen. Doch dabei hat sie etwas geschaffen, was sie jetzt aufhalten müssen: Jobu Tupaki. – Lange Zeit ein etwas anderer Film über Multiversen, dann zieht er sich leider und driftet zu sehr ab. Hinten raus eher enttäuschend.

Platz 3: Respect

1952 singt Aretha Franklin noch auf den Samstagabendpartys ihres Vaters dem Baptistenprediger C. L. Franklin. 1960 erschien ihre erste Popschallplatte. Der Film verfolgt ihren Aufstieg und ihre Dämonen bis ins Jahr 1972.- Der Film verschenkt leider viel Potential und hat eine sehr große Distanz zum Publikum, obwohl die Geschichte eigentlich mitreißend ist.

Platz 2: Der Rosengarten der Madame Vernet

Der einst prestigeträchtige Rosengarten von Eva Vernet steht vor dem Bankrott. Ihre fleißige Assistentin Vera stellt drei Neue ein, die vom Sozialamt geschickt wurden. Diese haben zwar keine Ahnung von Rosen und vom Gärtnern, sind dafür aber sehr bemüht. – Ruhiger französischer Film, der mal mehr und mal weniger gut funtkioniert.

Platz 1: Die Schachnovelle

Dr. Josef Bartok ist ein angesehener Notar in Wien. Als die Nazis in Österreich die Macht übernehmen, wird es für ihn brenzlig, denn er verwaltet das Vermögen einiger adliger Österreicher. Bevor er flüchten kann, wird er von den Nazis in Gewahrsam genommen. Da er die Zugangsziffern zu den Konten verbrannt hat, wird er in die Sonderbehandlung geschickt, um ihn zu brachen und die Ziffern von ihm aus seinem Gedächtnis zu bekommen. – Stark gespielt, gute Umsetzung, im letzten Drittel etwas langatmig werdend.

II. Anime Special

Nachdem ich mich im Manga und Animeserienbereich immer mehr mit dem Genre anfreunden konnte, war auch mein Interesse an den Specials größer. Dennoch gab es noch viele, die mich nicht interessierten (da viele auch auf ungesehenen Serien basierten). 3x habe ich es dennoch dazu ins Kino geschafft – im Ranking:

Platz 3: Josie, der Tiger und die Fische

Der Meeresbiologie-Student Tsuneo hangelt sich von Nebenjob zu Nebenjob, um seinen Traum von einem Auslandssemester wahr zu machen. Durch einen Zufall trifft er auf die im Rollstuhl sitzende Kumiko, die sich selbst Josie nennt, und ihre Großmutter. Letztere ist es, die versucht Kumiko auf ein Leben als selbstständige Erwachsene vorzubereiten und daher kurzerhand Tsuneo einstellt. Josie ist davon allerdings nicht begeistert. – Für Fans von ruhigen und eher subtilen Animes auf jeden Fall empfehlenswert. Wer ein bisschen Tempo braucht, wird hier nicht glücklich.

Platz 2: Belle

Suzu lebt zurückgezogen mit ihrem Vater, zu dem sie seit dem Tod der Mutter ein schwieriges Verhältnis hat. Durch ihre Trauer kann sie nicht mehr singen. Bis ihre Freundin Hiroka sie mit der digitalen Welt von U bekannt macht. Dort tritt sie als Belle auf und flieht in die Anonymität. Bis bei einem ihrer virtuellen Konzerte ein legendärer Kämpfer in Gestalt eines Biestes auftritt. Kurz darauf beginnt eine Hetzjagd auf ihn. – Interessante Idee, Umsetzung mit einigen Problemchen, aber sehr schöner Soundtrack.

Platz 1: Sing a bit of harmony

Satomi lebt in einer Modellstadt, wo künstliche Intelligenz getestet wird. Roboter sind in ihrem Alltag fest integriert. Ihre Mutter steht kurz vor dem Abschluss eines wichtigen Projekts und hat daher wenig Zeit. Als mit Shion eine neue Mitschülerin auftaucht, die auf Satomis Glück aus ist, steht die Welt Kopf. Doch dann findet Satomi mit ihrem Freundeskreis heraus, dass Shion das neue Projekt der Mutter ist. – Thema künstliche Intelligenz mal ganz anders aufgezogen, sehr süßer und lebensfroher Film.

III. Neulich in der Sneak

Zwar wurde die Cinemathek wieder eingeführt, die Sneak leider noch nicht. So bleibt diese Kategorie leider weiter leer.

IV. Kinofilme

40 Filme habe ich 2022 regulär im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:

Die Enttäuschungen:

Platz 40: Moonfall

Jahre nachdem Astronaut Brian Harper durch ein mysteriöses Erlebnis im All aus der NASA ausstieg, löst etwas den Mond aus seiner Umlaufbahn. Während der Verschwörungstheoretiker K.C. Houseman dies zuerst entdeckt und sich Harper anvertraut, bekommt auch die NASA rund um Harpers ehemaliger Kollegin Jocinda Fowler davon Wind. Nun versuchen sie in einer verzweifelten Mission den Grund herauszufinden, da der Mond so innerhalb von drei Wochen auf die Erde zu fallen droht. Diese scheitert und so sucht Fowler Hilfe bei Harper. Eine finale Mission beginnt. – Ein filmischer Reinfall. Hier funktioniert weder Drehbuch, noch Schauspiel, noch Effekte.

Platz 39: Morbius

Dr. Michael Morbius leidet an einer seltenen Blutkrankheit. Für ein Heilmittel reist der Medizin-Nobelpreisträger nach Costa Rica, um dort seltene Fledermäuse zu fangen und aus ihnen ein Serum zu entwickeln. Nachdem er es sich iniziert hat, verwandelt er sich jedoch und gerät in einen Blutrausch. Er entscheidet, dass die Auswirkungen zu heftig sind und versucht die Negativwirkungen unter Kontrolle zu bekommen. Doch sein Freund Milo, der unter der gleichen Krankheit leidet, findet es und injiziert es sich ebenfalls. Nun muss Morbius ihn aufhalten und sich selbst unter Kontrolle halten. – Leider ein kompletter Reinfall. Hier stimmt weder die Geschichte, noch das Schauspiel und erst Recht nicht die Optik.

Platz 38: Licorize Pizza

Gary Valentine trifft auf die zehn Jahre ältere Alana Kane und ist sich sicher, dass er sie einmal heiraten wird. Davor liegen einige teilweise auch geschäftliche Erfahrungen, die die beiden zusammen durchleben. Epsiodenartig erzählt der Film aus ihrer Freundschaft. – Verwirrender Episodenfilm, dessen roter Faden und Kernaussage sich mir einfach nicht erschlossen hat.

Platz 37: The King’s Man

Der Duke of Oxford beobachtet die Geschehnisse im ersten Weltkrieg, beschließt aber nicht einzugreifen und auch seinen Sohn nicht mitkämpfen zu lassen, da er selbst Pazifist ist und es seiner verstorbenen Frau versprochen hat. Doch im Hintergrund erstellt er ein Netz aus Dienstbot*innen und anderen unsichtbaren Mitarbeitenden, um so eingreifen zu können. – Voller Klischees, zu vieler Genres, weiß nicht, was erzählt werden soll, so dass die wenigen guten Szenen einfach untergehen.

Das Mittelfeld:

Platz 36: The 355

Bei einer Razzia in Kolumbien landet ein gefährliches Computermodul in den Händen eines Soldaten, der diese versucht bei einem Geheimdienst sicher unterzubringen. Den Auftrag bekommen Mace und Nick von der CIA. Doch sie scheitern und Nick wird getötet. Daraufhin tut sich Mace außerhalb der Regeln mit weiteren Agentinnen anderer Geheimdienste zusammen. – Ich wollte Frauenpower, ich bekam Frauenpower, leider in einer Geschichte, die nach fünf Minuten zu Ende hätte sein können.

Platz 35: Stasikomödie

Ludger Fuchs lässt sich von seiner Familie überreden Einsicht in seine Stasiakte zu nehmen. Dabei erinnert er sich an die 1980er Jahre, wo er von der Stasi in die Künstlerszene des Prenzlauer Bergs eingeschleust wurde und dort zu einem gefragten Dichter aufsteigt. – Ruhig erzählter Film, der einerseits sehr wenig von einer Komödie hat und gleichzeitig einige faszinierende Over-the-top Momente.

Platz 34: Gunpowder Milkshake

Sam ist Auftragskillerin beschäftigt bei „der Firma“. Doch bei einem Auftrag ging etwas schief. Zeitgleich trifft sie auf die achtjährige Emily, die als Geisel gehalten wird. Nun versucht sie zeitgleich Emily zu beschützen und den Rächern aus ihrem letzten Auftrag zu entkommen. – Schwankt zu sehr zwischen Tonalitäten hin und her und in keiner davon funktionierter richtig. Die versprochene Frauenpower kommt zu spät, um den Film noch spannend zu gestalten. 

Platz 33: Jurassic World 3 – Dominion

Seit vier Jahre leben die Dinosaurier nun in freier Wildbahn. Das Unternehmen Biosyn hat die Aufgabe bekommen sie in ein geschütztes Reservat zu bringen. Dr. Ellie Sattler untersucht derweil eine besonders schlimme Heuschrecken-Plage. Owen und Claire verstecken Maisie auf einer einsamen Farm. Diese rebelliert jedoch gegen das „Gefängnis“. Bei einem Streifzug wird sie jedoch entführt. Sowohl Owens und Claires, als auch Ellies Weg führen sie ins Dinoreservat von Biosyn. – Enttäuschendes Finale des Franchises, aber mit schöner Nostalgie durch ein Wiedersehen mit dem Ursprungscast.

Platz 32: Liebesdings

Marvin Bosch ist ein gefeierter Schauspieler. Doch nach einem desaströsen Interview findet er sich im kurz vor dem Bankrott stehenden Theater von Frieda und ihren Freund*innen wieder. Da er untertauchen muss und Frieda Geld braucht, schließen sie sich zusammen. – Wenig Liebe, wenig Komödie, schlecht für eine Liebeskomödie, aber grundsätzlich gute Themen angesprochen, nur zu viel und zu oberflächlich.

Platz 31: House of Gucci

Patrizia Reggiani lernt auf einer Party Maurizio Gucci kennen, mit dem sie eine Beziehung anstrebt. Entgegen dem Willen seines Vaters heiratet er sie. Durch Maurizios Onkel Aldo nähert sich Patrizia wieder der Familie an. Fortan folgt Intrige auf Intrige. – starken Start und starke Bilder scheitert aber an zu vielen Genres, die sich in einer oberflächlichen Handlung vermischen, die einen eher kalt lässt als mitreißt. Schauspielerisch eine bunte Mischung und ein eher nerviges, denn mitreißendes Ende. 

Platz 30: Thor 4 – Love and Thunder

Thor hat sich den Guardians of the Galaxy nach Endgame angeschlossen. Doch so richtig scheint es nicht seine Bestimmung zu sein. Er folgt einem Notruf von Lady Sif und erfährt, dass Gorr über das Nekro-Schwert verfügt und geschworen hat: Alle Götter müssen sterben. Als er versucht New Asgard zu retten, trifft er auf eine altet Bekannte. – Er hat seine (optischen) Momente, aber meist driftet er ins Oberflächliche ab. Thor hatte sich eigentlich wesentlich weiter entwickelt.

Platz 29:  Phantastische Tierwesen 3 – Dumbledores Geheimnisse

Gellert Grindelwald muss noch immer aus dem Untergrund agieren. Doch Dumbledore befürchtet, dass der deutsche Zaubererminister Anton Vogel ihn frei sprechen könnte und schickt daher das Team rund um den Magizoologen Newt Scamander nach Deutschland. Da Grindelwald aber durch ein magisches Wesen stellenweise in die Zukunft sehen kann, müssen sie versuchen möglichst unplanmäßig vorzugehen. – Strukturierter als der Vorgänger, aber dennoch mit einigen Ecken und Kanten. Funktioniert nur größtenteils.

Platz 28: King Richard

Richard Williams ist sich sicher: Er hat die nächsten beiden Tennisstars unter seinen Töchtern. Venus und Serena wachsen unter dem strengen Traningsplan auf und werden stetig voran getrieben. Dabei trifft ihr Vater einige unkonventionelle Entscheidungen. – Biopic über die Williams Schwestern, aber leider mit sehr starkem Fokus auf ihrem Vater. Funktioniert dennoch relativ gut.

Platz 27: Tausend Zeilen

Lars Bogenius ist ein aufstrebener Journalist bei Die Chronik und bekannt für seine mitreißenden Reportagen, für die er bereits mehrere Preise gewonnen hat. Doch als er bei einer Reportage über die Flüchtlinge Mexikos in die USA zusammen mit seinem Kollegen Juan Romero schreiben soll, fallen diesem Unstimmigkeiten auf. Die Chefetage möchte davon jedoch nichts hören, weswegen sich Romero allein auf Nachforschungen begibt. – Spannende Geschichte, die leider sehr oberflächlich und unnahbar abgehandelt wird.

Platz 26: Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Doctor Strange bekommt Besuch von America Chavez, die durch das Multiversum reisen kann. Sie wird von einem seltsamen Wesen gejagt, was ihr in diese Realität folgen konnte, wurde aber gerade erst von einem anderen Strange enttäuscht. Dennoch muss sie ihm trauen, auch wenn sich seine Anlaufstelle als Falle entpuppt. – Marvel verpasst einmal mehr den Wow Effekt und bleibt bei ganz gut hängen.

Platz 25: Eingeschlossene Gesellschaft

Freitag Nachmittag sind noch sechs Lehrer*innen im Lehrer*innenzimmer als ein verzweifelter Vater mit einer Schusswaffe eindringt. Seinem Sohn fehlt ein Punkt für die Zulassung zum Abitur. Die Konferenz soll nun vorgezogen werden. Dabei tun sich so einige Abgründe auf. – Solide Komödie, die leider manche Themen zu unreflektiert lässt.

Platz 24: Spider-Man 3 – No way home

Nachdem J. Jonah Jameson der Welt enthüllte, dass Peter Parker Spider-Man ist, bittet dieser Dr. Strange um Hilfe. Der Zauber geht jedoch schief und so gelangen Bösewichte aus alternativen Realitäten nach New York. Peter und seine Freunde haben nun alle Hände voll zu tun, diese einzusammeln. – Wohl der stärkste Spider-Man, auch wenn einige Handlungsstränge nur mit einigem Zurechtruckeln funktionieren.

Platz 23: Der Nachname

Die Geschwister Elisabeth und Thomas werden von ihrer Mutter und ihrem Adoptivbruder Rene, der inzwischen mit der Mutter liiert ist, auf das Familienanwesen in Lanzarote eingeladen. Mit dabei sind ihre jeweiligen Parter*innen Stephan und Anna. Vor Ort erwartet sie eine überraschende Nachricht und jede Menge Drama. – Belangloses Sequel, dass durch einige Witze dennoch solide funktioniert.

Platz 22: Einfach mal was Schönes

Carla ist Ende 30, Single, aber mit Kinderwunsch. Da ihre biologische Uhr tickt und sie keine Lust mehr auf Männer hat, die sie jahrelang hingehalten haben, beschließt sie, allein ein Kind zu bekommen. Dies stößt in ihrem Familien- und Freundeskreis eher auf gemischte Gefühle. Und dann ist da noch Ole, der deutlich jünger ist, aber ihr von Anfang an sympathisch. – Süßer Liebesfilm, der sich leider am großen Thema etwas verhebt, und den Fokus verliert.

Platz 21: West Side Story

Die Upper West Side ist eine einzige große Baustelle. Dennoch rivalisieren hier die Jets und die Sharks um die Vorherrschaft. Während einer Tanzveranstaltung trifft der zu den Jets gehörende Toni auf Maria, die Schwester des Sharksanführers Bernardo. Während sich die beiden ineinander verlieben, droht ein alles entscheidender Kampf zwischen den beiden Gruppen. – Viel Potential verschenkt, leider mit sehr schwachem Hauptdarsteller, kann der Film gerade durch Setdesign und Inszenierung punkten. 

Platz 20: Matrix 4 – Ressurections

Bugs findet ein altes Modul, in dem sie Hinweise auf den Verbleib von Neo und Trinity vermutet. Gleichzeitig ist Thomas Anderson in Therapie, um seine Realitätsentfernungen in Griff zu bekommen. Als gefeierter Game-Designer soll er nun eine Fortsetzung zu seiner erfolgreichen Spielreihe „Matrix“ gestalten. – Auch wenn die Matrix-Reihe keine Fortsetzung gebraucht hätte, ist dies wohl die einzig logische. Dabei sehr viel Nostalgie mit eingebracht.

Platz 19: Sing 2 – Die Show deines Lebens

Die Show „Alice im Wunderland“ im Moon-Theater ist fast jeden Abend ausgebucht. Nun erhofft sich Buster Moon von der Casterin Suki ausgesucht zu werden, um in Redshore City im Crystal Tower Theater aufzutreten. Doch diese erteilt dem Ensemble eine Absage. Als sich die Truppe dennoch in das Casting schleicht, sind es die abgedrehten Ideen von Gunther, die Musikmogul Jimmy Crystal überzeugen. Doch dafür muss Buster Moon die Rocklegende Clay Calloway auftreiben, der seit dem Tod seiner Frau komplett zurückgezogen lebt. Für das und für die komplett neue Show „Nicht von dieser Welt“ haben sie nur drei Wochen Zeit. Und einen Jimmy Crystal enttäuscht man besser nicht. – Ganz nette Fortsetzung, die aber nicht richtig überzeugen kann.

Platz 18: Dog

Jackson Briggs ist nach einer Kopfverletzung aus dem Dienst der Army ausgeschieden, versucht aber die Erlaubnis für einen weiteren Einsatz zu bekommen. Sein Vorgesetzter will ihm die benötigte Empfehlung ausstellen, wenn er die Hündin Lulu zur Beerdigung ihres Herrchens bringt. Doch das ist gar nicht so einfach, denn Lulu ist nach ihrem Einsatz im Kriegsgebiet als gefährlich eingestuft und darf nicht fliegen. Ein etwas anderer Roadtrip beginnt. – Von der Grundhandlung sehr interessant, leider setzt die benötigte Entwicklung des Protagonisten ziemlich spät ein.

Platz 17: Die Geschichte der Menschheit – leicht gekürzt

1977 schickt die NASA mit der Raumsonde Voyager die Golden Record ins All. Darauf ist ein Video mit episodenhaften Nacherzählungen der Geschichte der Menschheit. – Sehr witziger Episodenfilm, wobei manche Episoden mehr zünden als andere.

Platz 16: Wakanda Forever

Der König ist tot und Wakanda ist so verwundbar wie noch nie, da es keinen neuen Black Panther geben kann. Königin Ramonda (Angela Bassett) und Prinzessin Shuri (Letitia Wright) versuchen nicht nur das Land zusammenzuhalten, sie kämpfen auch mit ihrer Trauer. Die Welt giert nach ihren Vibranium-Vorräten. Da taucht ein neuer Mitspieler aus dem Meer auf. Doch ist er Freund oder Feind? – Funktioniert in den ruhigen Momenten besser als in den Actionszenen, reicht nicht an den ersten heran, hebt sich aber positiv von anderen Filmen der vierten Phase ab.

Platz 15: Lost City

Die Bestsellerautorin Loretta Sage kommt seit dem Tod ihres Mannes nicht mehr wirklich aus dem Haus raus. Doch ihre Managerin hat eine Tour zu ihrem neuen Buch arrangiert. Beim ersten Termin wird Loretta jedoch vom exzentrischen Milliardär Abigail Fairfax entführt, da sie im Buch eine sehr exakte Übersetzung einer alten Sprache verwendet hat. Ihr Covermodel Alan will ihr zur Hilfe eilen, scheint aber nicht gerade der geeignetste Kandidat zu sein. – Auch wenn viele gute Szenen im Trailer schon vorweg genommen wurden, funktioniert der Film für das, was er aussagen will, sehr gut und sorgt für einige erheiternde Momente.

Platz 14: The Batman

Bruce Wayne zieht seit zwei Jahren als Batman durch Gotham und verbreitet Angst bei den Kriminellen. Die Polizei bittet ihn regelmäßig um Hilfe. Als der Bürgermeister ermordet wird, schaltet Lietenant Gordon Batman ein, der einer Spur voller Rätsel folgt, die auch in seine Vergangenheit führt. – Düster und doch mit dem Krimifaktor wieder weiter zurück zum Ursprung, funktioniert der Film nach einer kurzen Aufwärmphase ziemlich gut.

Platz 13: Lyle, mein Freund, das Krokodil

Familie Pimm zieht neu nach New York, da Mr. Pimm dort eine Stelle als Lehrer angeboten bekommen hat. In der ersten Nacht macht Sohn Josh auf dem Dachboden eine Entdeckung: Ein singendes Krokodil. Lyle wurde von seinem Vorbesitzer dem erfolglosen Magier Hector zurückgelassen. Durch Lampenfieber hat er den Mut verloren vor anderen zu singen. So freundet sich Josh mit ihm an. Doch ein Krokodil in der Großstadt ist gar nicht so einfach zu halten. – Süßer Kindermusicalfilm mit sympathischem singendem Tier, tolle Geschichte zum Thema Familie und Freundschaft.

Platz 12: Mrs. Harris und ein Kleid von Dior

Mrs. Harris arbeitet im London der 1950er Jahren hart als Reinigungskraft. Dabei ist sie stets freundlich und hilfsbereit. Als sie bei einer Kundin ein 500 Pfund Kleid von Dior entdeckt, erwacht in ihr der Traum genau so ein Kleid zu kaufen. Doch dafür sind ein paar Glücksfälle nötig, um die Reise nach Paris zu ermöglichen. Und damit enden die Stolpersteine noch lange nicht. – Sehr schöner Film, etwas märchenhaft abgehoben, aber wenn man damit leben kann, versinkt man in einer tollen Geschichte.

Die Highlights:

Platz 11: Tod auf dem Nil

Frisch verheiratet verbringen Linnet Ridgeway-Doyle und Simon Doyle ihre Flitterwochen in Ägypten. Mit dabei sind Familie, Freunde und Bekannte, die das reiche Paar eingeladen hat. Durch Zufall ist auch Hercule Poirot mit dabei. Da die eifersüchtige Ex-Freundin Simons Jacqueline de Bellefort sie auf Schritt und Tritt verfolgt, flüchten sie schließlich an Bord eines Nilschiffes. Doch nach einigen merkwürdigen Begebenheiten kommt es zu einem Mord. Ein neuer Fall für Hercule Poirot. – Gelungene Agatha Christie Verfilmung, die bis zum Ende spannend bleibt.

Platz 10: Elvis

Colonel Tom Parker ist eigentlich ein Rummelplatz-Manager, doch als er den jungen Elvis Presley entdeckt, beginnt eine ganz andere Karriere. Zusammen erobern sie die Musikcharts. Doch im Laufe der Zusammenarbeit tauchen immer mehr Differenzen auf.- Tolles Biopic, etwas wenig Musik, aber interessanter Erzählstil.

Platz 9: Marry me

Die Popikone Kat Valdez und ihr Freund Bastian wollen bei einem Liveevent heiraten. Passend dafür haben sie das Duett Marry Me herausgebracht. Doch als sie kurz vor ihrem Auftritt erfährt, dass Bastian sie mir ihrer Assistentin betrogen hat, beschließt sie kurzerhand den Mathelehrer Charlie Gilbert aus dem Publikum zu heiraten. Dieser ist eigentlich gar kein Fan, sondern wollte seine Tochter beeindrucken, die sich seit der Scheidung immer weiter von ihm entfernte. Dennoch sagt er ja. Beide sind geschockt von ihrer spontanen Hochzeit und beschließen erst einmal herauszufinden, ob die Beziehung funktionieren kann. – Eine supersüße RomCom, die bewusst Klischees einsetzt, diese aber auf schöne und berührende Art umsetzt.

Platz 8: Belfast

Der zehnjährige Buddy lebt Ende der 1960er Jahre mit seiner Familie in Belfast. Während er mit Freunden auf der Straße spielt, kommt es zu Ausschreitungen von Protestanten gegen die in der Straße lebenden Katholiken. Aus den Trümmern wird eine Mauer gebaut. Buddy versucht trotzdem sein Leben normal weiterzuleben. – Schwerer und doch sehr leichter Film über die Situation in Belfast, wunderbar erzählt aus Kindersicht.

Platz 7: The Woman King

1823 verteidigt sich das Königreich Dahomey gegen das Oyo-Imperium und sieht sich gleichzeitig mit dem Sklavenhandel konfrontiert. Angeführt von der Generalin Nanisca haben es die Agojie, eine Gruppe speziell ausgebildeter Kriegerinnen, bisher geschafft ihre Unterzahl auszugleichen. Nawi wird von ihrem Vater verstoßen und durchläuft daher die Ausbildung zur Agojie. Doch die ist alles andere als einfach. – Spannendes Historiendrama mit starken Charakteren.

Platz 6: Top Gun Maverick

Maverick ist noch immer bei der Navy, fliegt Testflüge und wurde trotz vieler Auszeichnungen nie befördert. Der Fund eines geheimen Nuklearlagers führt dazu, dass er zurück zu Top Gun beordert wird. Dort soll er die Nachwuchselite innerhalb kürzester Zeit für eine beinahe unmögliche Mission ausbilden. Dabei ist auch der Sohn seines früheren Freundes Goose: Rooster. – Auch wenn die Handlung wenig Überraschungen bereit hält, sorgen doch der Fanservice, aber vor allem die Atmosphäre für ein gelungenes Filmerlebnis.

Platz 5: Der Gesang der Flusskrebse

Kya Clark lebt allein in der Marsh, einer Sumpflandschaft in North Carolina. Von der Familie zurückgelassen, muss sie irgendwie überleben. Dabei findet sie in wenigen helfenden Hände Freundschaften und vielleicht auch Liebe. Doch Ende der 1960er Jahre wird sie eines Mordes beschuldigt. – Ruhig erzählt, schöne Landschaftsaufnamen, tolle Geschichte.

Platz 4: The Menu

Das Restaurant Hawthorne von Julian Slowik ist absolut exklusiv, liegt auf einer Insel und ist berühmt berüchtigt. Eine Gruppe reicher Menschen bekommt die Chance dort zu dinieren. Doch das Programm ist ganz anders als erwartet. Und der Abend wird blutig. – Psychothriller für Einsteiger mit einer gesunden Portion Humor und vor allem sehr stilsicher. Empfehlung!

Platz 3: Massive Talent

Nic Cage scheint mit seiner Schauspielkarriere am Ende zu sein. Da bekommt er von einem reichen Fan das Angebot von einer Million Dollar, wenn er zu dessen Geburtstagsfeier auf Mallorca erscheint. Unterwegs schaltet sich die CIA ein, denn Javi soll der Kopf eines Kartells sein. Nic wird ungewollt zum Agent. – Sehr schönes Liebesgedicht an den Film und gut funktionierende Komödie.

Platz 2: Wunderschön

Sonja ist nach der Geburt ihres zweiten Kindes unzufrieden mit ihrem Leben und ihrem Körper. Ihr Mann Milan versucht sie zu unterstützen, hat aber selbst gerade eine Beförderung angenommen und ist damit im Stress. Ihre beste Freundin Vicky hingegen glaubt nicht die große Liebe und Beziehungen, doch der neue Sportlehrer hat es ihr angetan. Julie will unbedingt an den Laufsteg, doch ihre Agentin ist der Ansicht, dass sie dafür zu dick und zu konventionell sei. Frauke hat sich auf die Rente ihres Mannes gefreut. Doch eigentlich ist sie nur gefrustet, weil er sie und ihre Wünsche zu ignorieren scheint. Ein Tangokurs soll Abhilfe schaffen. Dann ist da noch Leyla, die durch ihr Gewicht in der Schule gemobbt wird. Ausgleich findet sie im Baseball. – Ein Film, bei dem der Name Programm ist. Rührende Geschichten, Frauenpower von allen Seiten und doch die Erlaubnis auch mal schwach sein zu dürfen.

Platz 1: Bullet Train

Ladybug bekommt den Auftrag in einem Shinkansen einen Aktenkoffer voll Geld zu stehlen. Doch in diesem Zug sind noch einige andere Personen aus verschiedenen Motiven, die alle unterschiedliche Ziele haben. Doch eins ist gewiss: Der weiße Tod wartet in Kyoto. – Rasante Action, tolle Dialoge, einfach völlig meinen Humor getroffen. Highlight.

Mein Jahresrückblick – #4 – Heimkino

Zum Abschluss gibt es noch den Jahresrückblick zu den Filmen, die ich zu Hause auf großem Fernseher gesehen habe: also im Heimkino. Ebenso wie die Serien gab es hier im Vergleich zu 2020 große Einbußen. Dabei hatte ich dieses Mal sogar eine 21 für 2021 Liste zum abarbeiten.

Zur Statistik:

2021 habe ich zu Hause auf dem großen Fernseher 77 Filme gesehen (2020 waren es 105+9).

Davon
… 10 Wiederholungstäter
… 0 Stand-up Specials
… 10 von der Liste der Schande
… 15 Originals
… 9 Reportagen
… 33 Neuentdeckungen

I. Wiederholungstäter

2021 habe ich 10 Filme erneut gesehen, die ich bereits einmal gesehen hatte. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier gar nicht erneut erörtert werden – ohne Ranking

Dumbo | Aristocats | Avengers: Infinity War | Hamilton | to all the boys I’ve loved before | Knives Out | Hinter der blauen Tür | Das Phantom der Oper (Musical) | James Bond: Spectre | James Bond: Casino Royal

II. Comedy Specials

2021 habe ich 0 Stand-up Comedy-Specials  gesehen. Dabei warten noch ein paar auf meiner Watchlist. Vielleicht schaffe ich sie in 2022 nachzuholen.

III. Reportagen

2021 habe ich 9 Reportagen bzw. Dokumentationen gesehen. Dabei war keine wirkliche Enttäuschung dabei, aber irgendjemand muss halt den letzten Platz belegen – im Ranking

Platz 9: Die verschollenen Inseln

Wir verfolgen ein Forscherteam zu den abgelegenen Pitcairn Inseln und erleben eine nahezu unberührte Unterwasserwelt. – Spannende Dokumentation über nahe unberührte Inseln und deren Unterwasserwelt. Schön zu sehen, dass es sowas wohl doch noch gibt.

Platz 8: Framing Britney Spears

Seit 2008 befindet sich Popstar Britney Spears unter der Vormundschaft ihres Vaters, eine gesetzliche Anordnung, die normalerweise eher bei älteren Menschen Anwendung findet. Die Dokumentation befasst sich mit Spears Karriere, dem Sexismus in der Musikbranche und ihrem Fall. – Eine spannende Doku, die Spears und die Medien in einen ganz neuen Licht darstellt. Auf jeden Fall eine Sichtung wert.

Platz 7: Das Dilemma mit den sozialen Medien

Wir sind doch alle täglich auf den sozialen Medien unterwegs. Doch wie kontrollieren uns diese? Warum kommen wir nicht davon los? Und was für Daten werden gesammelt? – Diese Netflix-Dokumentation spricht mit einigen Fachleuten, die teilweise hohe Posten bei den social media Firmen hatten. Mitunter ganz schön erschreckend, was da so alles bei raus kam.

Platz 6: Death to 2020

Einen etwas anderen Jahresrückblick präsentieren uns die Macher von „Black Mirror“. Mit Darstellern, wie Samuel L. Jackson, Lisa Kudrow oder auch Hugh Grant wird das Jahr 2020 zwar mit allen schrecklichen Facetten Revue passieren gelassen, aber immer mit einem zwinkernden Auge. Bedenken sollte man jedoch, dass es eine amerikanische Produktion ist und daher auch gerade die US-Wahl viel Platz bekommt. Aber ein Blick lohnt sich auf jeden Fall.

Platz 5: Friends – the Reunion

17 Jahre nach dem Serienende treffen die sechs Schauspieler erneut aufeinander. Besehen sich die alten Seriensets, beantworten Fanfragen und vieles mehr. James Corden führt ein Interview am berühmten Introbrunnen und allerlei Stargäste sind dabei. – Keine neue Friendsstaffel, wie erhofft, dafür ein Abend voller Nostalgie.

Platz 4: Wettkampf der Raubkatzen

In dieser Dokumentation treten Löwen, Tiger und Geparden in vier Disziplinen gegeneinander an. Natürlich alles ganz harmlos und unter Zoobedingungen. – Für mich als Katzen und vorallem als Raubkatzenfan ganz nett zu sehen, wirklich viel neues und lehrreiches erfährt man hier allerdings nicht.

Platz 3: Expedition Atlantis

Regisseur James Cameron und Archäologe Simcha Jacobovici begeben sich auf Spurensuche, um das Geheimnis von Platons Atlantis zu lösen. – Eine spannende Dokumentation über eine Spurensuche mit vielen tollen Ansätzen. Wer sich für das Thema interessiert, sollte hier auf jeden Fall mal reingucken.

Platz 2: Die Flut – Okavango unter Wasser

Eine Dokumentation über das Okavango-Delta in Botswana und wie die alljährliche Flut das Leben dort beeinflusst. – Eine sehr schöne Dokumentation. Ist bei Disney+ nur mit englischer Tonspur verfügbar, aber die Erzählstimme ist sehr schön und gefiel mir sehr gut.

Platz 1: Tea with the Dames

Einmal im Jahr treffen sich die Dames Judy Dench, Maggie Smith, Eileen Atkins und Joan Plowright zum Plaudern und Teetrinken. Diesmal war ein Kamerateam mit dabei. – Der Film ist genau das. Die vier Dames trinken Tee und plaudern. Hinter der Kamera gibt es noch einen Stichwortgeber, wenn das Gespräch mal ins Stocken gerät. Wer mehr erwartet, wird enttäuscht, wer sich auf die Stimmung einlässt, erlebt eine gemütliche Teerunde.

IV. Klassiker/Liste der Schande

2021 habe ich 10 Filme aus dem Bereich Klassiker gesehen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen – im Ranking

Platz 10: Wenn die Gondeln Trauer tragen

Laura und John Baxter reisen nach Venedig, um dort eine Kirche zu restaurieren. Beide trauern noch um den Verlust ihrer Tochter. In einem Restaurant begegnet Laura zwei älteren Schwestern. Eine von beiden ist blind, erzählt Laura aber, dass sie ihre Tochter bei ihnen gesehen hat. Während John das abtut, ist Laura angefixt. Doch dann prophezeit die Schwester den baldigen Tod Johns. – Wieder ein Klassiker, den ich von meiner Liste streichen konnte, auch wenn es nicht mein Film war.

Platz 9: Heat

Lieutenant Vincent Hanna wird mit der Aufklärung eines Raubmordes betraut, die von einer Bande rund um Neil McCauley verübt wurde. Während Hanna sie bei einem weiteren Überfall erwischen will, identifiziert die Bande den Polizisten. Beide spielen fortan Katz und Maus miteinander. – Es war einfach nicht mein Film, auch wenn er objektiv seine Stärken hatte.

Platz 8: Denn sie wissen nicht, was sie tun

Jim Stark kommt neu an die Schule und muss sich mit einer Gruppe Rowdys auseinander setzen. Bei einer Mutprobe stirbt der Anführer. Es folgt eine Nacht voller Erkenntnisse, Flucht, Jagd und vor allem Konflikte zwischen den Jugendlichen und den Erwachsenen. – Braucht ein wenig, um in Fahrt zu kommen, dann umso wichtiger.

Platz 7: Taxi Driver

Travis Bickle hat Schlafstörungen und arbeitet daher als Taxifahrer in vielen Nachtschichten. Dabei erlebt er so einiges. Unter anderem verliebt er sich in die Wahlkampfhelferin Betsy, die ihn nach einem Date im Pornokino jedoch abweist. Als großes Projekt hat er sich auf die Fahne geschrieben, die minderjährige Prostituierte Iris zu retten. Doch dafür braucht er Waffen. – Das gleiche Problem, wie bei Heat.

Platz 6: Mord im Orient-Express (1974)

Der Orient-Express von Istanbul bis Paris ist gut gefüllt, als der Detektiv Hercule Poirot einsteigt.  Doch mitten in der Nacht kommt es zu einem Mord. Nun ist die Liste der Verdächtigen zwar überschaubar, immerhin müsste es einer der Passagiere sein, doch scheint noch eine ganz andere Geschichte dahinter zu stecken. – Hochkarätig besetzt, aber deutlich langsamer erzählt als die Neuverfilmung. Auch bin ich mit dem Poirot nicht warm geworden

Platz 5: Citizen Kane

Charles Foster Kane erlebt seine letzten Atemzüge auf seinem unvollendeten Privatschloss Xanadu. Sein letztes Wort ist ‚Rosebud‘. Als ein Journalistenteam eine Zusammenfassung seines Lebens bringen will, fehlt ihnen der richtige Ansatz, weswegen sie versuchen herauszufinden, was er gemeint haben könnte. Dabei wird Kanes Leben genau durchleuchtet. – Ein zeitloser Klassiker und ein faszinierendes Porträt eines Mannes.

Platz 4: Die Vögel

Mitch Brenner spielt Melanie Daniels einen Streich. Sie will sich rächen und fährt dafür zu seinem Haus in Bodega Bay. Dort bleibt sie unerwartet länger und kommt Mitch näher. Doch die Vögel in Bodega Bay fangen an sich sehr merkwürdig zu verhalten. – Klassiker von Hitchcock mit sehr unbefriedigendem Ende.

Platz 3: Schindlers Liste

Oskar Schindler ein Mitglied der NSDAP will eine Emaillefabrik bei Krakau zu neume Leben erwecken und benötigt dafür Arbeiter. Aus Kostengründen entscheidet er sich für Juden aus dem neugeschaffenem Ghetto. Über die Jahre setzt er sich immer wieder für seine Arbeiter*innen ein und rettet damit ca. 1200 Juden*Jüdinnen das Leben. – 195 Minuten bedrückende Geschichte und jede Szene ist notwendig und wichtig.

Platz 2: Das Phantom der Oper (Stummfilm)

Die Ballerinas der Pariser Oper sind sich sicher: Ein Phantom geht in den Katakomben um. Gleichzeitig bekommt die Solistin Carlotta Drohungen, dass sie ihre Rolle an das Nachwuchstalent Christine Daae abgeben soll. Diese ist fasziniert von ihrem Gönner, bis sie ihn kennenlernt. Gleichzeitig trifft sie ihre Jugendliebe Raoul wieder. – Ein guter Einstieg in die Verfilmungen und sehr buchnah, dennoch sind es gerade die Hintergrundinformationen, die hier fehlen.

Platz 1: Manche mögen’s heiß

Chicago 1929. Die beiden Musiker Joe und Jerry sind Zeugen eines Gaunermassakers. Um diesem zu entkommen, schließen sie sich einer Mädchenkapelle an. Dafür müssen sie sich allerdings als Frauen verkleiden. Auf dem Weg ins sonnige Florida passiert jedoch allerlei. Vor allem Sugar, die Ukulelespielerin, hat es den beiden angetan. – Spaßige Komödie mit immer wieder neuen Wendungen. Sollte man gesehen haben.

V. Originals

2021 habe ich 15 Originals aus dem Hause Netflix, Disney+ und Prime gesehen – im Ranking

Platz 15: Holidate

Sloane findet die Weihnachtsfeiertage bei ihrer Familie einfach nur gräßlich. Auch Jackson hat die Nase voll von Dates zur Weihnachtszeit. Als die beiden in der Mall aufeinander treffen, handeln sie eine Vereinbarung aus. Sie sind ab sofort das Holidate für den jeweils anderen. Das bedeutet, dass sie nur an den Feiertagen daten – und davon gibt es eine ganze Menge – aber ansonsten keinen Kontakt haben. – Nette Idee, netter Anfang, leider geht dem Film schnell die Puste aus.

Platz 14: The Philosophers

Eine Gruppe aus Philosophiestudenten soll in einem Gedankenexperiment ein Endzeitszenario durchspielen. Jeder bekommt einen Beruf und Fähigkeiten zugeteilt. Nun sollen sie entscheiden, wen sie aus der Gruppe in einen Survivalbunker stecken würden. Für 20 Studenten gibt es nur 10 Plätze, wie werden sie sich entscheiden? – Interessanter Film, der das Gedankenexperiment gut illustriert. Leider verkommt es ab einem gewissen Punkt zu ziemlich viel Beziehungsdrama. Dennoch lohnt sich auch hier mal ein Blick.

Platz 13: the Tomorrow War

2022 bekommt die Menschheit Besuch aus der Zukunft. Denn 2051 steckt die Menschheit im Krieg mit Aliens und es sieht schlecht aus. Deswegen werde. Soldaten aus der Vergangenheit benötigt um für 7 Tage in der Zukunft zu kämpfen. Einer davon ist Dan Forester. – Nicht wirklich logisch, nicht wirklich gut, aber ein bisschen Action für Zwischendurch.

Platz 12: Nightbooks

Alex stürmt nach einem desaströsen Geburtstag traurig und wütend aus der Wohnung seiner Eltern. Dabei findet er ein Appartement, das ihn magisch anzuziehen schien. Kurz darauf ist er in eben diesen gefangen, denn es gehört einer Hexe. Damit sie ihn nicht frisst, muss er ihr jeden Abend eine Gruselgeschichte erzählen. Dabei hat sich Alex geschworen keine Gruselgeschichten mehr zu erzählen.- Nette Handlung, tolle Atmosphäre, schwaches Schauspiel bei den Jungdarsteller*innen.

Platz 11: Ma Raineys Black Bottom

1927 in Chicago soll „Ma“ Rainey eine Platte aufnehmen. Die „Königin des Blues“ macht es den Plattenmanagern Sturdyvant und Irvin dabei nicht einfach. Gleichzeitig kommt es zu mehreren Gesprächen der Bandmusiker im Proberaum. – ein stark gespieltes Kammerspiel, mit Schwerpunkt auf den Dialogen.

Platz 10: Mulan

Hua Mulan wächst ziemlich unbedarft auf. Als ein Reitervolk in China einfällt, wird auch Mulans Vater als Soldat einberufen. Durch Vorverletzungen ist klar, dass er diesen Krieg wohl nicht überleben wird. Kurzum stiehlt Mulan seine Rüstung und Einberufungsbefehl, obwohl ihr die Todesstrafe droht, sollte herauskommen, dass sie eine Frau ist. – Unnötiges Remake, dass zwar kein Totalreinfall ist, aber eben schon einige Mängel hat.

Platz 9: Soul

Der neue Pixarfilm, der durch die geschlossenen Kinos sofort auf Disney+ veröffentlicht wurde. Joe Gardner ist eigentlich leidenschaftlicher Jazzpianist, versauert aber in einem Lehrerjob. Bis er eine einmalige Chance bekommt – und kurz darauf einen schweren Unfall hat. Seine Seele ist bereits auf dem Weg ins Jenseits, doch Joe will das nicht akzeptieren und landet im Davorseins, wo er der Mentor einer Seele werden soll, die partout nicht auf die Erde will. – Süße Idee, witzige Charaktere, viele tolle Details, aber irgendwo fehlte dem Film das letzte bisschen Herz.

Platz 8: Luca

An der italienischen Riviera lebt der Wasserjunge Luca. Sein Leben unter der Wasseroberfläche ödet ihn an. Bis er auf Alberto trifft, ebenfalls Wasserjunge, der Luca zeigt, dass er auch an Land überleben kann. Nach einem Streit mit seiner Familie flüchten die beiden Jungs an Land. Dort treffen sie auf Giulia, die unbedingt einen Triathlon gewonnen will. – Kurzweiliger Sommerfilm, der einen nach Italien entführt.

Platz 7: Flora & Ulysses

Flora, 10 Jahre alt, ist Tochter einer Autorin und eines Comiczeichners leidet unter der Trennung dieser. Bis Ulysses bei ihr auftaucht, ein aufgewecktes Eichhörnchen, von dem Flora glaubt, dass es Superkräfte hat. Allerdings ist vor allem Chaos angesagt. – Ein süßer Kinderfilm, der besser ist, als der Trailer glauben lässt.

Platz 6: The Trial of the Chicago 7

1968 kommt es beim Parteitag der Demokratischen Partei zu geplanten friedlichen Protesten verschiedener Bewegungen. Durch eine Ausgangssperre eskaliert das ganze. Wenig später müssen sich acht Männer vor Gericht verantworten. – stark gespielt, stark inszeniert, für ein Gerichtsdrama auch spannend erzählt, aber auch thematisch schwer zu verdauen.

Platz 5: Yes Day

Allison und Carlos Torres sind eigentlich sehr lebensbejaende Eltern. Doch seit ihre Kinder da sind, erwischen sie sich selbst dabei, wie sie nur noch „Nein“ sagen. Bis der Vertrauenslehrer der Schule sie zu einem „Yes Day“ ermuntert. Ein Tag, an dem sie zu allem, was die Kinder wollen „Ja“ sagen müssen, zumindest innerhalb gewisser Regeln. – Eine schöne Komödie, auch wenn die anfangs sehr positive Geschichte, schnell wieder ins Extreme abtriftet, was dem Ende einen überdrehten Nachgeschmack gibt. Aber gerade die ersten 2/3 sind sehr stark.

Platz 4: to all the boys – PS: I still love you

Der zweite Teil der Reihe befasst sich mit Lara Jeans letztem noch offenen Brief an John Ambrose, dem sie zufällig beim Praktikum begegnet. Gleichzeitig hadert sie mit der Beliebtheit ihres Freundes Peter. – Ein toller zweiter Teil, der sich dem sympathischen ersten Teil anschließt. Lediglich die Handlung wirkt stellenweise etwas zu konstruiert, aber trotzdem hat er mir gut gefallen.

Platz 3: to all the boys – always and forever

Der letzte Teil der Reihe befasst sich mit dem Abschlussjahr von Lara-Jean. Es folgen Highlights, wie der Abschlussball und die Hochzeit ihres Dads, aber es stehen auch schwierige Entscheidungen bevor. – Ein runder letzter Teil, der zwar sehr etappenlastig die Handlungsabschnitte abarbeitet, aber die Reihe zu einem guten Ende bringt.

Platz 2: Raya und der letzte Drache

Das Land Kumadra – einst Heimat der Drachen – ist in fünf Clans zerbrochen, die alle nach der Macht des Drachenkristalls streben. Durch einen Unfall zerbricht dieser jedoch und die Druun – Wesen, die alle Lebewesen, die sie berühren, in Stein verwandeln – werden freigelassen. Jahre später ist Raya auf der Suche nach Sisu, der letzten Drachin, um mit ihrer Hilfe die Druun zu besiegen. – Bildschöner Animationsfilm aus dem Hause Disney. Vielleicht ein bisschen zu vorhersehbar, aber mit tollen Themen und Charakteren.

Platz 1: Mank

1940 soll Herman J „Mank“ Mankiewicz das Drehbuch zu Citizen Kane schreiben. Damit er sich nach einem Beinbruch gleichzeitig auskurieren und schreiben kann, wird er in eine abgelegte Ranch einquartiert. In Rückblenden werden Stationen seines Lebens gezeicht, viele verarbeitet er im Drehbuch. – Mank ist ein spannend geschriebener Film, der sich wunderbar auf die alten Zeiten besinnt und eines der bedeutendsten Filme aller Zeiten neu beleuchtet.

VI. Neuentdeckungen

2021 habe ich 33 neue Filme entdeckt – im Ranking

Platz 33: eXistenZ

Für die Wichtelfilmaktion von Lufio, wurde ich beauftragt diesen Film zu sehen. In einer Zukunftsversion wird die Geschichte von Allegra Geller erzählt, die ein neues Spiel programmiert hat. Bei einem Anschlag auf ihr Leben, kann sie fliehen, muss jetzt aber ihr Spiel durchspielen, um es zu retten. – Der Film hat bestimmt eine tiefere Ebene und dann auch eine Sozialkritik. Aber man muss diesen Film dafür bewusst interpretieren. Wenn man darauf keine Lust hat, dann sollte man den Film meiden.

Platz 32: The Big Lebowski

Jeffrey „The Dude“ Lebowskis Leben kommt ganz schön durcheinander als er mit einem Millionär mit gleichem Namen verwechselt und zusammengeschlagen wird. Da einer ihn auf den Teppich urinierte, will er sich bei seinem Namensvetter beschweren. Kurz darauf wird dessen Frau entführt und Lebowski engagiert den Dude, um die Lösegeldübergabe zu vollziehen. Die geht jedoch gewaltig schief. – Dem Film konnte ich auch objektiv nichts abgewinnen. Mir waren die Charaktere einfach nur zu blöd.

Platz 31: a most wanted man

Günther Bachmann ist Strippenzieher einer halboffiziellen Spionageeinheit in Hamburg. Als dort der Flüchtling Issa Karpov, halb Russe, halb Tschetschene, auftaucht, schlägt die Einheit Alarm. Vorsichtig versuchen sie sich ihm zu nähern, doch auch andere Einheiten sind an Karpov interessiert. – Die zweite John le Carré Verfilmung in diesem Monat mit der letzten Rolle Philip Seymour Hoffmans. Leider konnte mich diese noch weniger überzeugen als die erste.

Platz 30: Dame König As Spion

Control, der Leiter des britischen Geheimdienst, wird nach einem Misserfolg in Budapest in den Ruhestand geschickt und stirbt kurz darauf. Daraufhin wird George Smiley reaktiviert, der den Spion unter den Spionen finden soll. Dabei entdeckt er einen ganzen Haufen an Ungereimtheiten. – Eine John le Carré Verfilmung, die stark gespielt ist, aber mich leider nicht abholen konnte.

Platz 29: Die Taschendiebin

In den 1930er Jahren ist Korea von Japan besetzt. Taschendiebin Sookee wird als Hausmädchen bei einer Japanerin eingeschleust. Sie soll die Erbin manipulieren, damit sie den Hochstapler Fujiwara heiratet. Dabei ist mehr als nur eine Intrige aktiv. – War mir zu vollgepackt mit Klischees und Übersexualisierung. Ich mochte ihn nicht.

Platz 28: Kill your friends

In den 1990er Jahren versucht der Musikproduzen Stelfox als A&R-Manager den Durchbruch zu schaffen. Doch die Musikszene ist ein Haifischbecken. Es wird blutig. – Irgendwie nicht spannend, eindimensionale Charaktere und alles viel zu übertrieben.

Platz 27: Phantom der Oper (Horror)

Budapest, frühes 20. Jahrhundert. Nach einem Fiasko bei ihrem Debut an der Oper von Solistin Elena Korvin, die zuvor einen Annäherungsversuch des Direktors zurückweist, der sich mit einer negativen Kritik rächt, nimmt sie sich das Leben. Ihr trauender Mann Sandor stellt den Kritiker zur Rede, der ihm von der Bestechung des Direktors erzählt. Dabei kommt es zu einem Unfall mit Schwefelsäure, die Sandors Gesicht vollständig entstellt. Vier Jahre lang zieht sich Sandor in das Untergewölbe der Oper zurück. Dann taucht die Zweitbesetzung Maria Gianelli auf, die Elena zum Verwechseln ähnlich sieht. – Für eine Fernsehproduktion vollkommen okay, hält aber gerade im Horrorbereich nicht, was es verspricht.

Platz 26: Idiocratie

In einem Experiment des Militärs werden Joe und Rita in einen Kälteschlaf versetzt, eigentlich für ein Jahr. Leider wird das Experiment vergessen und die beiden wachen im Jahr 2505 wieder auf. Leider ist seitdem die Welt in Chaos gestürzt, da der IQ der Bevölkerung sehr stark abgenommen hat. – Eine witzige Dystopie, die immer haarscharf an den unter der Gürtellinienwitzen vorbeischrammt.

Platz 25: The Departed

Billy Costigan soll als Undercover-Polizist in die irische Mafia rund um Frank Costello eingeschleust werden. Dieser hat einen Spitzel bei der State Police. Ein Katz und Maus-Spiel steht bevor. – Ein typischer Scorsesefilm, der mich leider nicht vollständig überzeugen konnte. Könnte daran liegen, dass mir Mafiafilme nicht liegen.

Platz 24: Akira

30 Jahre nach einer atomaren Explosion und dem dritten Weltkrieg wurde Tokio wieder aufgebaut. Wir begleiten eine Motorradgang voller Jugendlicher, die bei einem Zusammenstoß mit einem Jungen, der aber alt aussieht, ein Mitglied ans Militär verlieren. Sie versuchen ihn zurückzuholen, wobei ihr Anführer Shōtarō Kaneda zu einer Rebellengruppe stößt. – Ich werde wohl nie ein Animefan, aber mein Partner hat sich gewünscht, dass wir ihn zusammen ansehen. Um es kurz zu sagen: Ich habe den Film nicht verstanden.

Platz 23: Tom & Jerry

Nach vielen Jahren der Rivalität gehen Tom & Jerry getrennte Wege. Dabei kommt Jerry in einem Hotel unter. Die neu eingestellte Quereinsteigerin Kayla wird abgestellt, um das Mäuseproblem in Griff zu bekommen, da eine wichtige Hochzeit bevorsteht. Dabei heuert sie ausgerechnet Tom an. – Hat wenige Witze Momente, eine nette Grundhandlung, aber mehr halt nicht.

Platz 22: Love never dies

Christine und Raoul reisen nach New York und folgen einer mysteriösen Einladung. Nicht ahnend, dass das Phantom noch lebt, treffen sie in Coney Island auf Madame Giry und ihre Tochter. Christine wird spontan für ein Auftritt engagiert. Da das Paar unter Geldproblemen leidet, nimmt sie an. Dort treffen die Eheleute mit ihrem Sohn Gustav auch auf das Phantom. Alte Gefühle und Rivalitäten werden neu entfacht. – Funktioniert nur bedingt, kommt inszenatorisch nicht an den Vorgänger ran und verfälscht auch die Charaktere stark.

Platz 21: Scooby

Als Scooby ein Gyrosspies am Strand klaut, trifft er auf den einsamen und freundlosen Jungen Shaggy. Beide werden sofort die besten Freunden. Als sie an Halloween auf Fred, Velma und Daphne treffen und einen Geist enttarnen, gründen sie die Mystery Inc. Viele Jahre später werden sie getrennt, kurz bevor es jemand auf Scooby abgesehen hat. – Ein süßer „Wie alles begann“ Film, der aber über die nette Nachmittagsunterhaltung nicht hinaus kommt.

Platz 20: Rocky IV

Rocky und Apollo Creed sind inzwischen Freunde geworden. Als der sowjetische Boxer Ivan Drago in die USA kommt und Rocky zum Kampf auffordert, bittet Apollo um den Kampf, da er als alternder Kämpfer seinen Stern erlischen sieht. Doch alles kommt ganz anders. – Vorgeplänkel, Musikvideo, Kampf, Musikvideo, Musikvideo mit Trainingsmontage, Musikvideo mit Trainingsmontage, Kampf, Ende. Für Fans der Reihe wahrscheinlich durchaus ein guter Film, mir hat er nur bedingt zugesagt.

Platz 19: Twisted – the untold Story of a Royal Visier

Was wäre, wenn nicht Aladdin der Held der Geschichte wäre, sondern Dschafar total missverstanden? – Ein Musical, eine Disney Parodie und dann auch noch tolle Charakterentwicklung.

Platz 18: Die Scheinhochzeit

Heiraten ist nicht nur ganz schön teuer, sondern bringt auch ganz schön viel Geld ein. Als Jennifer und Vince bei einer Hochzeit aufeinander treffen, können sie sich absolut nicht ausstehen. Aber eins eint beide: Sie brauchen Geld und das schnell. Also planen sie eine Schein-Hochzeit, um Geschenke und Geld abzugreifen. – Witzige Rom-Com für zwischendurch. Handlung war sehr vorhersehbar, Charaktere größtenteils sympathisch, so ein typischer Film zum abschalten.

Platz 17: Sound of Metal

Ruben Stone ist Schlagzeuger eines Duos und reist mit seiner Freundin Lou von einem Gig zum nächsten. Bei einem Soundcheck hat Ruben auf einmal Probleme mit dem Hören. Ein Arztbesuch später weiß er, dass er nur noch 25% Hörleistung auf beiden Ohren hat. Lou bricht die Tour ab, damit Ruben sich einer gehörlosen Wohngemeinschaft anschließen kann, die ihn weitgehend von der Außenwelt isoliert. – Sound of Metal versteht mit dem gewählten Thema unkonventionell, aber sehr respektvoll umzugehen. Dennoch ist die Erzählstruktur sehr gewöhnungsbedürftig.

Platz 16: James Bond: Ein Quantum Trost

Nach den Ereignissen in Casino Royale ist James Bond auf der Jagd nach Mr. White. Dabei trifft er auf Mr. Greene, der Anführer einer Geheimorganisation, die sich als Umweltschutzorganisation tarnt, aber das genaue Gegenteil umsetzt. – Ein sehr kurzer und eher schwacher Bond, da es hier rein um die Rache aus Film 1 geht.

Platz 15: One Night in Miami

1964 wird Cassius Clay Champion im Boxen. An diesem Abend trifft er sich mit Malcolm X, Sam Cooke und Jim Brown. Es folgt eine Nacht voller Gespräche über ihre Situation, ihre Pläne und ihre Zukunft. – ein brilliant geschriebener Film, der es weiß auf die feinen Details der Sprache einzugehen und alle Meinungen gleichberechtigt darzustellen.

Platz 14: Clue

Der Film basieren auf dem Brettspiel Cluedo. In einer stürmischen Nacht wurden mehrere Personen in ein alten Herrenhaus eingeladen. Alle vereint etwas: Das Mordmotiv. Und tatsächlich gibt es kurz darauf die erste Leiche. – Man sollte den Film nicht zu ernst nehmen, dann macht er nämlich eine Menge Spaß. Ein bisschen cringe und trashig, aber dennoch gut für Fans von Murdermysteries geeignet.

Platz 13: Mindscape

John Washington ist ein Detektiv, der sich in die Gedanken von Zeugen einklinken kann. Sein aktueller Auftrag führt ihn ins Haus Green, wo er nachforschen soll, was der Tochter Anna passiert ist. Doch hier ist nichts so, wie es scheint. – Ein spannender Thriller mit ganz neuem Ansatz. Sehr gut gespielt von Mark Strong und Taissa Farmiga.

Platz 12: Wonder Woman 1984

Knapp 60 Jahre nach dem ersten Film, treffen wir Diana Prince, die noch immer zwischen ihren Leben als Anthropologin und ihrem Dasein als Wonder Woman hin- und herspringt. Doch ein neues Artefakt wirbelt einiges durcheinander. – Unpopular Opinion: Der erste Wonder Woman Film war nicht gut. Umso mehr hat mir jetzt der zweite gefallen.

Platz 11: Prinzessin Mononoke

Ashitaka verteidigt sein Dorf und wird dabei von einem Fluch befallen. Auf der Suche nach Heilung trifft er auf das bei Wölfen lebende Mädchen San und kurz darauf auf eine Eisenhütte, die gleichzeitig Frauen und Erkrankten Arbeit ermöglichen und den Wald abholzen, weswegen sie im Kampf mit den Tiergöttern und Tieren des Waldes sind. – Ich bin immer noch kein Anime-Fan, versuche mich aber ein wenig an den Klassikern. So interessant viele Ansätze in diesem Film auch waren, mir war er einfach zu lang.

Platz 10: If Beale Street could talk

1970er, Harlem in New York. Alfonso Hunt wird festgenommen, mit dem Vorwurf der Vergewaltigung. Seine Freundin Tish und sein bester Freund Daniel können ihm ein Alibi geben, doch das Opfer identifiziert ihn bei einer Gegenüberstellung. Nun sitzt er im Gefängnis und Trish und ihre Familie versuchen alles, um ihn rauszuholen und seine Unschuld zu beweisen. – Ruhig erzählt und doch beklemmender Film über eine leider realitätsnahe Geschichte.

Platz 9: Das wandelnde Schloss

Eine junge Hutmacherin wird von einer Hexe verflucht und wacht als alte Frau auf. Auf ihrer Suche nach Erlösung, trifft sie auf einen Zauberer in einem wandelnden Schloss. Sie heuert als seine Putzfrau an und merkt, dass auch er errettet werden muss. – Bisher eines meiner liebsten Studio Ghibli-Filme.

Platz 8: Palm Springs

Auf einer Hochzeit lernt Sarah Nyles kennen. Beide verziehen sich in die Wüste, doch als Nyles von einem Pfeil getroffen wird, folgt sie ihm in eine Höhle. Kurz darauf muss sie feststellen, dass beide den gleichen Tag nun immer und immer wieder erleben. Das sorgt vor allem bei Sarah für Panikattacken. – Solider Täglich grüßt das Murmeltier Film, für einen verregneten Sonntagnachmittag.

Platz 7: Neues aus der Welt

Der ehemalige Captain der Südstaatenarmee Jefferson Kyle Kidd zieht durch Texas, um in den Orten die Nachrichten zu lesen. Auf seinem Weg trifft er auf Johanna, die nach der Ermordung ihrer deutschen Eltern von Indigenen aufgezogen wurden. Nun soll sie zu ihrer Tante und ihrem Onkel gebracht werden. Da der zuständige Beamte aber erst in drei Monaten zurückkehrt, nimmt er sich kurzerhand selbst der Aufgabe an. Doch der Weg ist voller Gefahren. – Auch wenn ich überhaupt kein Westerfan bin und gerade am Anfang damit ziemliche Probleme hat, schafft der Film es doch einen in seinen Bann zu ziehen. Vor allem Tom Hanks mit seiner ruhigen Spielweise schafft es den Film zu bereichern.

Platz 6: Cast Away

Chuck Noland arbeitet für UPS. Bei einem Flug, stürzt die Maschine ab. Als einziger Überlebender landet er auf einer einsamen Insel und muss nun ums Überleben kämpfen. – Survivalfilm mit einem sehr starken Tom Hanks. Besonders schön ist, dass der Film bis zum Ende ausgespielt wird.

Platz 5: Gravity

Die Biomedizinerin Dr. Ryan Stone und der erfahrene Astronaut Matt Kowalski arbeiten in einem Außeneinsatz am Hubble-Teleskop. Dabei bekommen sie die Warnung, dass Trümmerteile im Orbit treiben. Kurz darauf werden sie getroffen, ihr Space Shuttle zerstört. Sie müssen nun versuchen zur nächstgelegenen Raumstation zu kommen. – Minimalistische Weltraumsurvival mit starker Besetzung.

Platz 4: The guy who didn’t like musicals

Paul mag keine Musicals. Doch nach einem Kometenabsturz fangen alle um ihn rum an zu singen und tanzen. Was hat es damit auf sich? – Leicht abgedrehte Musicalnummer, die total viel Spaß macht.

Platz 3: The Farewell

Billi Wang lebt in New York nachdem sie mit ihrer Familie aus China ausgewandert ist. Als sie erfährt, dass ihr Großmutter Lungenkrebs hat, ist sie am Boden zerstört. Doch die Familie beschließt der Oma nichts zu sagen, sondern eine Hochzeit zu arrangieren, damit alle sie nochmal sehen. Billi ist hin- und hergerissen zwischen Loyalität zur Familie und dem Wunsch sich richtig von ihrer Großmutter zu verabschieden. – Ein Film zwischen einer anderen Kultur, Trauer, aber auch irgendwo eine lebensbejaende Botschaft.

Platz 2: Appollo 13

Die Astronauten James Lovell, Fred Haise und Thomas Mattingly werden für die Mission Apollo 13 ausgewählt, die zum Mond fliegen soll. Ein paar Tage vorher wird jedoch Mattingly gegen den zur Reserve-Crew gehörenden John Swigert ausgetauscht, da ein Gesundheitsrisiko besteht. Kurz nach dem Start kommt es schon zum ersten technischen Problem, was aber nicht weiter schlimm ist. Doch bei einem Manöver kommt es zu einer Explosion. Nun muss Houston und das Team der Apollo 13 alles geben, damit sie sicher wieder landen können. – Spannend, mitreißend, wow.

Platz 1: Der wunderbare Mr Rogers

Der Journalist Lloyd Vogel soll für ein Magazin einen Artikel über den beliebten Kindershow Moderator Fred Rogers schreiben. Das Treffen für das Interview verläuft allerdings völlig anders, als Lloyd sich das vorgestellt hat. Statt wirklich etwas zu erfahren, bringt Rogers ihn dazu, sich wieder mit sich selbst und seinen familiären Problemen zu beschäftigen. – Ein Film, mit einer so herzensguten Hauptfigur, dass der Film einfach ganz tief ins Herz geht.

Was waren eure Highlights? Welchen Film hättet ihr anders bewertet? Welchen Film sollte ich unbedingt noch sehen?

 

Mein Jahresrückblick 2021 – #3 – Serien

Normalerweise bilden die Serien ja den Abschluss der Jahresrückblicke, diesmal habe ich sie auf die dritte Position gelegt. Mir war danach. Während ich die Bücher im Vergleich zum Vorjahr erhöhen konnte, gab es bei den Serien einbußen. Das könnte vor allem daran liegen, dass meine frühere Serienzeit inzwischen die Zeit ist, an der ich die meiste Zeit an meinen Manuskripten gearbeitet habe. Auch waren relativ wenige dabei, die ich gut wegbingen konnte. Aber seht selbst:

Zur Statistik:

2021 habe ich 66 verschiedene Serien gesehen (2020=72), dabei 83 Staffeln (2020=109+2)

Mit einer Lauflänge von
… 29.413 Minuten
… 490,21 Stunden
… 20,42 Tagen
… 2,91 Wochen

Davon
… 7 Staffeln Wiederholungstäter
…  1 Staffeln Comedy Special
…  20 Staffeln Reportagen
… 14 Staffeln fortgesetzter Serien
… 42 Staffeln neuer Serien

I. Wiederholungstäter

2021 habe ich 5 Serien mit 7 Staffeln erneut angesehen – ohne Ranking

1. Gargoyles – Staffel 2-3
2. Big Time Rush – Staffel 1
3. Doctor Who – Staffel 2
4. Queer Eye – Staffel 1-2
5. Kim Possible – Staffel 4

II. Comedy Special

2021 habe ich 1 Comedy Specials mit insgesamt 1 Staffel gesehen – ohne Ranking

1. Binge Reloaded – Staffel 1

III. Reportagen

2021 habe ich 15 Serien mit Reportagencharakter und insgesamt 20 Staffeln gesehen – im Ranking

Platz 15: Instant Hotel – Staffel 1-2

In Australien wird es immer mehr zur Mode das eigene Heim auch als Hotel anzubieten, also daraus ein sogenanntes Instant Hotel zu machen. Verschiedene Besitzer*innen treten gegeneinander an, um herauszufinden, wer Australiens bestes Instant Hotel hat. – War die zweite Staffel mit den Zickereien noch erträglich, war die erste Nur Intrigen, Lügen, Bevorteilung und Zickereien. Es war echt ein Armutszeugnis. Wer auf niveauvolle Unterhaltung steht, sollte von dieser Serie die Finger lassen.

Platz 14: Cooking with Paris – Staffel 1

Paris Hilton hat ihren Ruf als IT-Girl und Partymaus hart erarbeitet. Doch nun will sie es ruhiger angehen lassen und sesshaft werden. Damit sie ihren Verlobten auch kulinarisch verwöhnen kann, versucht sie sich an einigen Rezepten. Dabei bekommt sie prominente Unterstützung. – Fragt mich nicht, warum ich die Serie geguckt habe, aber sie ist eher aufgesetzt als cringe, also durchaus mal einen Blick wert

Platz 13: Sugar Rush Christmas – Staffel 1-2

Vier Teams treten in je drei Runden gegeneinander an und ihre Kreationen müssen die verschiedensten weihnachtlichen Themen treffen. Schonmal einen Oh Tannenbaum-Cupcake gebacken? Oder die ultimative Nordpoltorte? – Eine Backshow rund um das Thema Weihnachten, gut moderiert und voller spektakulärer Kreationen

Platz 12: The Chef Show – Staffel 1-3

Regisseur Jon Favreau und Küchenchef Roy Choi reisen durch die USA. In Anlehnung an den Film Kiss the cook, kochen sie Rezepte nach, bekommen neue Rezepttipps und ab und an gibt es sogar ein paar Einblicke und Insiderinformationen zu Favreaus Filmen. – Keine klassische Kochshow mit einigen spannenden Rezepten, die aber immer zu aufwenig zum nachkochen aussehen.

Platz 11: Amerikas Nationalparks – Staffel 1

Dokuserie über eine kleine Auswahl der vielen Nationalparkt der USA, die gerade durch ihre Vielfältigkeit herausstechen. Vom kalten Winter im Gates of the Artic Nationalpark in Alaska bis zu den Great Smoky Mountains in North Carolina. – Sehr ruhig erzählt und unaufgeregt. Zwar spannend, sticht aber auch nicht heraus.

Platz 10: American Barbeque Showdown – Staffel 1

Grillfans aufgepasst! Eine tolle Grillchallengeserie nach dem Prinzip der typischen Kochwettbewerbe. Nichts für Vegetarier und wahrscheinlich auch mit wenig Nachkockpotenzial, aber spannend und mit tollen Kandidat*innen. – Wer auf Wettbewerbserien steht und/oder sich fürs Grillen interessiert, ist hier an der richtigen Adresse.

Platz 9: Weihnachten werden Wohn(t)räume wahr – Staffel 1

Der Innenarchitekt Benjamin Bradley ist wohl besser bekannt als Mr. Christmas. Zusammen mit seinem Team besucht er verschiedene Familien und hilft ihnen beim weihnachtlichen Dekorieren. – Wer auf Weihnachtsdeko steht, sollte diesen Dekowahnsinn auf jeden Fall mal gesehen haben

Platz 8: Glück und Freude mit Marie Kondo – Staffel 1

Nach ihrem Aufräumerfolg ist Marie Kondo mit einer neuen Serie zurück. Auch diesmal geht es rund um das Thema Aufräumen. Sowohl am Arbeitsplatz als auch – und hier vorallem – im Leben der Teilnehmer*innen. Dabei will sie Glück und Freude verteilen. – Mit ihrer mitfühlenden Art verzaubert Marie Kondo die Zuschauenden einmal mehr.

Platz 7: Fresh, Fried & Crispy – Staffel 1

Essenskritiker und Fast Food Fan Daym Drops reist durch die USA auf der Suche nach außergewöhnlichen Kreationen. Die einzige Voraussetzung: Die Essen müssen an irgendeiner Stelle frittiert sein. Je mehr desto besser. – Schaut diese Serie niemals hungrig! Es sind einige lecker aussehende Kreationen dabei, auch wenn vieles davon nicht zusätzlich frittiert hätte sein müssen.

Platz 6: Brain Games – Staffel 4

Können wir unseren Sinnen oder unserem Erinnerungsvermögen wirklich immer trauen? Die Serie befasst sich mit optischen Täuschungen und anderen Illusionen und erklärt dabei die Phänomene, die uns täuschen können, die aber für uns auch recht nützlich sein können. – Funktioniert auch in der vierten Staffel mit den verschiedenen Themen immer noch gut.

Platz 5: Das Beste vom Rest – Staffel 1

Ein Wettkochen, wobei die Teilnehmenden immer nur verschiedene Reste zur Verfügung haben, beispielsweise von Take Away Essen. Dabei sind die Zutaten manchmal sehr abstrus, die Kreationen dafür umso faszinierender. – Kochwettbewerb mit interessanter Prämisse. Nur teilweise zur Inspiration geeignet.

Platz 4: The Magic of Animal Kingdom – Staffel 1

Im Disney World, Florida, gibt es das Animal Kingdom, ein riesiger Tierpark. Für die Tiere gibt es die verschiedenen Pfleger*innen, die ihr ganzes Herzblut in die Versorgung stecken. Ein Blick hinter die Kulissen. – Im Prinzip eine Zoosendung, aber die Leidenschaft und das Herzblut der Tierpflegenden ist sehr herzlich.

Platz 3: Motel Makeover – Staffel 1

April und Sarah wollen in Kanada ein in die Jahre gekommenes Motel mit geringem Budget wieder aufpolieren und mit ihrem eigenen Stil versehen. Dabei kommt es zu allerhand unvorhergesehenem, wobei das gravierendste wohl die Corona-Pandemie sein dürfte. – Ich hatte erst Bedenken, dass eine Staffel für ein Motel zu lang wäre, aber die Folgen sind spannend und interessant gestaltet, das Duo sehr sympathisch und ihr Stil außergewöhnlich.

Platz 2: Nadiyas Backwelt – Staffel 1

Nadiya Hussain verzaubert wieder. Diesmal backt sie in jeder Größenordnung und hat dabei auch wieder allerlei nützliche Tipps. In jeder Folge wird zudem ein*e Bäcker*in aus Großbritannien vorgestellt, der/die herausragende Dinge kreiert. – Nach ihren nützlichen Tipps in der Küche, verzaubert uns Nadiya Hussain diesmal mit ihren Backkünsten

Platz 1: Traumhaus Makeover – Staffel 1-2

Shea McGee hat zusammen mit ihrem Mann eine Renovierungsfirma gegründet. Egal, ob das ganze Haus oder nur einzelne Zimmer, egal ob großes oder kleines Budget, die McGees kümmern sich um alle Wünsche. Mit ihrem unvergleichlichen Einrichtungsstil treffen sie dabei immer ins Schwarze. – Super sympathisches Paar und tolle Serie für Einrichtungsfans.

IV. Fortgesetzte Serien

2021 habe ich 12 Serien fortgesetzt und dabei 14 neue Staffeln entdeckt – im Ranking:

Platz 12: Lucifer – Staffel 5

Lucifer ist wieder in der Hölle, um dort nach dem rechten zu sehen. Unterdess taucht sein Bruder Michael auf und gibt sich als den Höllenfürsten aus. Doch Chloe kommt dahinter. Fortan geht es um Geschwisterrivalität und ob Lucifer und Chloe endlich zueinander finden. – Zwischendurch gab es wirklich gute Folgen, aber im großen und ganzen nur noch Beziehungsdrama. Die Luft ist leider seit längerem raus

Platz 11: True Detective – Staffel 3

1980 werden die Detectives Wayne Hays und Roland West zu einem Entführungsfall gerufen. Die Kinder von Tom Purcell sind abends nicht heimgekehrt. 10 Jahre später wird der Fall mit neuen Beweisen neu aufgerollt. Weitere 25 Jahre später befasst sich Wayne Hays durch ein Fernsehinterview erneut mit dem Fall. – Die dritte Staffel hat sich leider viel zu lange gezogen und die Aufklärung am Ende war irgendwie nicht überzeugend

Platz 10: American Gods – Staffel 3

Shadow Moon wird nach einem Gefängnisaufenthalt von dem undurchsichtigen Mr Wednesday als Bodyguard „gecastet“. Zusammen reisen sie durch das Land und treffen auf allerhand alte und meistens fast vergessene Götter, während sie von den neuen Göttern verfolgt werden. – Für die dritte Staffel lässt sich die Serie immer noch zu viel Zeit und vergisst das Finale irgendwo aufzubauen. Dennoch schade, dass es die vierte und finale Staffel wohl nicht geben wird.

Platz 9: Brooklyn 99 – Staffel 6

Viel Betrieb im 99. Revier des NYPD. Auf humorvolle Weise begleitet die Serie den Alltag des Reviers und dessen sehr unterschiedliche Charaktere. – Auch die sechste Staffel kann noch mit den anderen mithalten und macht wieder gut Spaß. Auch wenn manche Scherze schon zu oft genutzt wurden

Platz 8: Austin & Ally – Staffel 2-4

Austin kann zwar allerlei Instrumente spielen und singen, versteht aber nichts vom Songs schreiben. Als er auf Ally trifft, die zwar sehr gute Songs schreibt, ebenfalls mehrere Instrumente spielt und singt, durch ihr Lampenfieber aber nie auftritt, sieht er seine Chance und stiehlt einen Song von ihr. Als er dadurch zur Internetberühmtheit wird, wird der Schrei nach einem weiteren Song groß. Doch dafür muss er sich bei Ally entschuldigen und ihr eine Partnerschaft anbieten. Ebenfalls mit dabei sind Trish, Allys beste Freundin, und Dez, Austins bester Freund. – Es geht weiter mit Musiker Austin Moon und seinen Freunden, es ist wieder spaßig, manchmal etwas übertrieben, und vor allem voller Musik. Zwischendurch vielleicht etwas zu viel hin und her in Liebessachen.

Platz 7: Miracle Workers – Staffel 2

Alexandra „Al“ Shitshoveler ist einfach zur falschen Zeit geboren. Ihr größter Traum ist es zur Uni zu gehen, zu studieren und als Frau ihren eigenen Weg zu gehen. Aber sie lebt im Mittelalter. Es wird von ihr verlangt, dass sie den Beruf ihres Vaters nachgeht, der – daher auch der Nachname – Scheißeschaufler ist. Gleichzeitig ist Prinz Chauncley der Ziemlich Coole mit seiner Rolle als Prinz und Sohn eines blutgierigen Königs ebenfalls sehr unglücklich. – Die Darsteller kriegen neue Charaktere und landen im Mittelalter, aber der Humor ist der gleiche, und der ist einfach nur toll.

Platz 6: The Mentalist – Staffel 4

Patrick Jane war jahrelang als Medium unterwegs und zockte ahnungslose Kunden ab. Als er sich bei einem Fernsehinterview mit dem Serienkiller „Red John“ anlegt, tötet dieser seine Frau und seine Tochter. Daraufhin hängt er den Mentalistenjob an den Nagel und arbeitet jetzt als Berater beim CBI. Dort stößt er mit seiner selbstherrlichen Art und bewusst anderen Art zu denken an, hat aber eine hohe Verbrechensaufklärungsrate. – Irgendwie fiel mir die vierte Staffel etwas schwerer zu schauen. Nach dem Staffelfinale von Staffel 3 war irgendwie die Luft raus und es hat ganz schön gedauert, bis die Serie wieder Fahrt aufgenommen hat. Weiß auch noch nicht, was ich vom neuen Staffelfinale halten soll.

Platz 5: Dark – Staffel 3

In der fiktiven Kleinstadt Winden verschwinden Kinder. Die Polizei, aber auch die ortansässigen Familien sind in Alarmbereitschaft. Als mit Mikkel Nielsen ein weiterer Junge verschwindet, fangen die Beschuldigungen an. Was keiner ahnt: Mikkel ist durch eine Passage in den Windener Höhlen im Jahr 1986 gelandet. Doch damit haben die mytseriösen Ereignisse gerade erst begonnen. – Ich habe endlich Dark beendet und nach ein paar vielen Fragezeichen zwischendurch, bin ich doch sehr zufrieden mit dem Ende

Platz 4: The Crown – Staffel 4

Es ist wieder viel los im Hause Windsor, u. a. heiratet Charles Diana. Aber auch politisch wird es eisern, immerhin ist Margaret Thatcher Premierministerin. – Die Serie bleibt sich treu und schafft es wieder Drama und Politik gut zu mischen und spannend zu bleiben

Platz 3: Westworld – Staffel 3

Dolores hat zusammen mit anderen Host Westworld verlassen und mischt sich nun 2058 in Neo-Los-Angeles unter die Leute. Ihr Ziel scheint eine Maschine zu sein, die die Leben der Menschen beeinflusst. Dabei lernt sie Caleb kennen. Auch andere Host haben es aus dem Park geschafft. – Bisher die wohl spannendste Staffel, zumal sie auch wieder gut strukturiert wirkt, nach dem Wirrwarr in Staffel 2.

Platz 2: The Mandalorian – Staffel 2

Der Mandalorianer reist weiter mit dem Kind durch die Galaxie. Neue Freunde, aber auch neue Feinde säumen seinen Weg. Diesmal ist er auf der Suche nach einem Jedi, der sich dem Kind annehmen kann. Doch Moff Gideon ist weiterhin hinter dem Kind her. – Der Stil und der Aufbau bleibt der gleiche und es funktioniert weiterhin einfach

Platz 1: Modern Family – Staffel 11

Die moderne Familie ist Jay Pritchett mit seiner neuen – und deutlich jüngeren – Frau Gloria und deren Sohn Manny, sowie Jays erwachsene Kinder Claire und Mitchell. Claire ist verheiratet mit Phil und sie haben drei Kinder Hailey, Alex und Luke. Mitchell lebt in einer Partnerschaft mit Cameron, die in Asien ihre Tochter Lily adoptiert haben. – Die finale elfte Staffel hat alles, was die Serie ausmacht, schafft es einen schönen Abschluss zu schaffen und unterhält wie in Staffel 1. Einfach nur eine tolle Serie.

V. Neue Serien

2021 habe ich 34 Serien neu entdeckt und davon 42 Staffeln gesehen – im Ranking:

Platz 34: Immer für dich da – Staffel 1

Tully Hart, eine erfolgreiche Talk-Show Moderatorin und Kate Mularkey, Hausfrau und mitten in der Scheidung, sind seit ihrer Kindheit die besten Freundinnen. Während Tully aus schwierigen Verhältnissen mit ihrer drogensüchtigen Hippie-Mutter kam, ist Kate sehr behütet aufgewachsen. Doch trotz aller Gegensätze sind sie immer für einander da. – Langweilig, dreht sich ständig im Kreis, nervende Charaktere und einfach viel zu viel Drama.

Platz 33: Dad stop embarassing me – Staffel 1

Unternehmer Brian Dixon lebt zusammen mit seinem Vater und seiner Schwester. Große Aufregung herrscht, als auch seine Tochter Sasha ebenfalls zu ihm zieht. Doch der Balanceakt zwischen cooler Dad und strenger Vater gelingen ihm nicht immer. – Nicht witzig, platte Charaktere, konnte mich nicht überzeugen

Platz 32: Temple – Staffel 1

Daniel Milton ist ein angesehener Chirurg. Als seine Frau Beth an einer tödlichen Krankheit erkrankt, schafft er es nicht sie gehen zu lassen. Stattdessen stimmt er dem Angebot von Lee zu, eine illegale Klinik unter der Londoner Metrostation Temple zu eröffnen. Dort kann er weiter an einem Heilmittel für seine Frau forschen und diese am Leben erhalten und Lee kann seinen Survivalort ausbauen. Doch die Probleme lassen nicht lange auf sich warten. – Spannende Ausgangssituation, kann sich aber nicht über die wenigen Folgen halten.

Platz 31: Über Weihnachten – Miniserie

Bastian ist nach Berlin gezogen, um dort als Singer-Songwriter durchzustarten. Das funktioniert allerdings nur so semioptimal, weswegen er nebenbei im Callcenter jobbt. Über Weihnachten reist er zurück in seine beschauliche Heimat in Rheinland-Pfalz. Dort muss er aber mit Entsetzen feststellen, dass seine Ex-Freundin Fine nun mit seinem Bruder Niklas zusammen ist. Und auch seine Eltern scheinen irgendetwas vor ihm zu verheimlichen. Der Versuch ein besinnliches Weihnachten, wie jedes Jahr hinzubekommen, scheint unmöglich, oder doch nicht? – Schöne kurzweilige Weihnachtsserie voller Drama, wenig Humor, was aber im Trailer versprochen wurde

Platz 30: Mysterious Mermaids – Staffel 1

In der Küstenstadt Bristol Cove gibt es schon lange Sagen um Meerjungfrauen. Doch als ein Fischerboot eine richtige findet, steht die halbe Stadt Kopf. Das Militär entführt sie und einen verletzten Zeugen und fängt an Experimente durchzuführen. Währenddessen trifft der Meeresbiologe Ben auf die mysteriöse Ryn, die sich als Schwester der entführten Meerjungfrau entpuppt. Zusammen mit seiner Freundin Maddie versucht er ihre Schwester zu finden und beide wieder ins Wasser zu entlassen. – Auch wenn der deutsche Titel etwas anderes vermuten lässt, ist „Sirens“ eine spannende Geschichte, die Sirenen und den Klimawandel in den USA ankommen lässt

Platz 29: The Flight Attendant – Staffel 1

Cassie Bowden ist Flugbegleiterin für die Business und First Class. Auf einem Flug nach Bangkok trifft sie auf den charmanten Geschäftsmann Alex Sokolov, mit dem sie die Nacht verbringt. Nach einer alkoholreichen Nacht wacht sie neben Alex auf, dem die Kehle durchschnittnen wurde. Nach einem Anruf bei ihrer Anwaltsfreundin Ani, beschließt Cassie einfach zu fliehen, doch schon bald ist das FBI auf sie aufmerksam geworden – und nicht nur die. – Psychothriller, der erst gegen Ende wirklich funktioniert

Platz 28: Never have I ever – Staffel 1

Devi Vishwakumar hatte im letzten Schuljahr den Tod ihres Vaters und einer vorübergehende Lähmung zu verarbeiten. Nun will sie an der Highschool voll durchstarten und beliebter werden. Immer an ihrer Seite sind ihre besten Freundinnen Eleonor Wong und Fabiola Torres. – Tolle Idee, interessanter Erzählstil, spiegelt aber nur die gleichen Dramen wieder, die man zu genüge kennt.

Platz 27: Merry Happy Whatever – Staffel 1

Wie jedes Jahr kommt Familie Quinn zu Weihnachten zusammen. Emmy bringt zum ersten Mal ihren Freund Matt mit. Doch ihr Vater Don ist davon wenig begeistert. Für ihn ist eben einfach keiner gut genug für seine Kinder. So trifft Matt auf Schwager Todd und Schwägerin Joy, die ihm wichtige Überlebenstipps geben, da sie ebenfalls in die Quinnfamilie eingeheiratet haben. Als Matt Don um den Segen bittet, Emmy heiraten zu dürfen, lehnt dieser jedoch ab. Matt versucht fortan Dons Gunst zu gewinnen. – Die Charaktere sind alle ein bisschen zu überzeichnet und der Humor funktioniert nicht richtig. Ansonsten ganz nett.

Platz 26: Olaf präsentiert – Staffel 1

In kurzen Folgen erzählt Olaf auf humorvolle Art den Plot von anderen Disney-Filmen. – War es in Frozen 2 noch super witzig, kann diese Miniserie durch ihre Kürze überzeugen, aber man sollte sie trotzdem in Maßen gucken

Platz 25: High School Musical – das Musical – die Serie – Staffel 1

Die neue Theaterlehrerin Miss Jenn will den Film High School Musical neu inszenieren, da er an dieser Schule gedreht wurde. Doch schon beim Casting treten Probleme auf, da Nini als Gabriella gecastet wurde und ihr Ex-Freund Ricky als Troy. Dies stößt gerade ihrem neuen Freund EJ bitter auf. Bei den Proben tauchen immer wieder neue Hindernisse auf, die es zu beheben gilt. – Nette Idee, funktioniert stellenweise auch ganz gut, aber tendenziell zu wenig oder zu einfallslose Lieder

Platz 24: What if.. – Staffel 1

Der Watcher bewacht die Multiversen. Denn durch jede Entscheidung öffnet sich ein anderer Handlungsstrang. In dieser Serie befasst sich jede Folge mit einem Gedankenspiel. Was wäre wenn, etwas eingetreten oder nicht eingetreten wäre und wie hätte das den Handlungsfluss geändert. – Klingen die Ausgangsfragen noch spannend, zieht sich die Umsetzung mitunter leider. Auch kein schöner Zeichenstil.

Platz 23: Solar Opposites – Staffel 1

Die Aliens Korvo, Jesse, Terry und Yumyulack mussten von ihrem Heimatplanten fliehen und landeten auf der Erde. Nun versuchen sie sich anzupassen und gleichzeitig einen Weg zu finden, um zurückzukehren. – Animationsserie in Rick&Morty Manier, nur mit etwas schwächeren Witzen. Steigert sich über die Staffel aber

Platz 22: Ashley Garcia – Staffel 1-2 + Weihnachtsfolge

Ashley Garcia ist zwar erst 15, hat aber bereits einen Doktortitel und hat ein Jobangebot von der NASA. Dafür zieht sie zu ihrem Onkel Victor und entkommt so zeitgleich ihrer sehr strengen Mutter. Nun kann sie zusammen mit ihrer besten Freundin Brooke endlich typische Teenagerdinge tun. Vielleicht sich sogar verlieben? – Voller Witz, cooler Charaktere und natürlich viel Situationskomik. Die Witze bauen sich eher langsam auf, was aber trotzdem gut funktioniert

Platz 21: Falcon & the Winter Soldier – Staffel 1

Sam Wilson alias the Falcon kann sich nicht damit anfreunden, dass er Steves Schild bekommen hat und damit in seine Fußstapfen treten soll. Stattdessen arbeitet er weiter als Falcon für die Air Force. James „Bucky“ Barnes ist nicht begeistert, dass das Schild nun in einem Museum steckt und stellt Sam zur Rede. Gleichzeitig befindet er sich in Therapie, um seine Taten als Winter Soldier verarbeiten zu können. Als eine Gruppe Supersoldaten auftauchen und für die Wiederherstellung der Verhältnisse vor dem Blip (Thanos Schnipps) kämpfen, passieren mehrere Sachen gleichzeitig. Falcon und Bucky müssen sich zusammenraufen und einen alten Feind rekrutieren und das Verteidigungsministerium ernennt einen neuen Captain America, inklusive dem gespendet Schild. – Die zweite Marvel Serie auf Disney+ verzettelt sich zu sehr mit der Handlung und wirkt gleichzeitig zu lang und zu kurz

Platz 20: Country Comfort – Staffel 1

Bailey ist Countrysängerin von ganzem Herze und sing in der Band ihres Freundes. Als dieser nicht nur mit ihr Schluss macht, sondern sie auch aus der Band wirft und gegen seine neue jüngere Freundin austauscht. Als sie vor der Situation fliehen will, bleibt auch noch ihr Wagen liegen. Auf der nächstgelegegen Farm trifft sie auf Familie Haywood, die sie für ihre neue Nanny halten. Trotz aller Erklärungsversuche Baileys wird sie eingestellt und stellt kurz darauf fest, dass die Mutter vor nicht allzulanger Zeit gestorben ist und die Kinder sich nicht an die neue Freundin ihres Vaters gewöhnen wollen. Umso schneller schließen sie Bailey ins Herz, die nun nebem dem Nannysein versucht ihre Solokarriere voranzutreiben. – Eine Comedyserie, die viele gute Stellen hat, aber auch eine Ruckler.

Platz 19: Locke & Key – Staffel 1

Nach der Ermordung ihres Vaters ziehen die Geschwister Tyler, Kinsey und Bode Locke zusammen mit ihrer Mutter Nina in das Familienanwesend des Vaters. Dort finden sie allerlei seltsame Schlüssel, die unterschiedliche Fähigkeiten haben. Doch das Haus birgt ein Geheimnis. Worin war ihr Vater verwickelt und was hat es mit der Brunnenfrau auf sich? – Tolle Bilder, spannende Handlung, schafft es stets Atmosphäre aufzubauen. Doch für die Geschichte zu viele Folgen, so dass es sich zwischendurch doch etwas zieht und im Kreis dreht.

Platz 18: A Discovery of Witches – Staffel 1

Diana Bishop ist eine brilliante Historikerin, die sich gerne mit dem Themebereich Alchemie befasst. Das liegt wohl daran, dass sie aus einer Familie von Hexen und Hexern abstammt, selbst aber eher unterbewusste Fähigkeiten hat. Als sie eines Tages ein seltenes Buch in der Bibliothek ausleihen kann, sind auf einmal alle Wesen an ihr interessiert. Vor allem der Vampir Matthew Clairmont hängt seitdem an ihr. Doch wer will ihr wirklich helfen und wer sucht nur nach einem Weg einen Vorteil gegenüber der anderen Spezies zu gewinnen? – Die Zeiten von Hexen und Vampiren sind vorbei? Nicht in dieser Serie. Dabei auch eine spannende Geschichte, nur mit der Protagonistin bin ich nicht ganz warm geworden

Platz 17: Schitt’s Creek – Staffel 1-2*

Familie Rose, das sind die Eltern Johnny und Moira, sowie die Kinder David und Alexis, sind reich. Zumindest bis der neue Geschäftsführer ihrer Firma keine Steuern zahlt und die Steuerbehörde ihnen fast alles wegnimmt. Geblieben ist ihnen eine kleine Stadt namens Schitt’s Creek, die Johnny David vor ein paar Jahren als Witz zum Geburtstag schenke. Dort müssen sie nun in einem heruntergekommenen Motel in zwei Zimmern ohne abschließbare Tür leben und sich mit den Kleinstadtgewohnheiten auseinander setzen. – Ganz netter arm/reich Klamauk, aber die Witze und gerade die Überspitzung der ländlichen Bevölkerung war nicht so richtig meins.

Platz 16: Superstore – Staffel 1-4

Cloud 9 ist ein sogenannter Superstore. Gefühlt so groß wie eine Kleinstadt gibt es hier absolut alles zu kaufen. Dabei haben die Mitarbeiter*innen alle Hände voll zu tun, um das Chaos einzudämmen. Dabei ist jedoch stets Zeit für allerlei Drama. – Kurzweilige Sitcom. mit den Charakteren musste ich erst warm werden, dann funktioniert sie umso besser.

Platz 15: Love, Victor – Staffel 1

Victor zieht mit seiner Familie neu nach Atlanta. Während er und seine Schwester versuchen sich einzufinden, hat er noch ein weiteres Problem. Er ist schwul, hat aber Angst vor einem Coming Out, weswegen er versucht es zu verbergen. In seiner Not wendet er sich an Simon (bekannt aus dem Film Love, Simon) und schildert ihm per Mail seine Probleme. – Konnte mich nicht richtig mitreißen, aber die Aufbereitung der Thematik ist sehr stark und ein guter zweiter Blickpunkt zu Simon

Platz 14: Hilda – Staffel 1

Hilda lebt mit ihrer Mutter und ihrem Hirschfuchs Hörnchen mitten in der Wildnis. Bis sie dort ein Problem mit den Elflingen und ein paar Riesen hat. Ihre Mutter beschließt daher nach Trolberg zu ziehen, damit Hilda in einer sichereren Umgebung aufwächst. Diese ist davon nicht begeistert, zumal es ihr schwer fällt sich einzuleben. Doch in David und Frida findet sie Freunde. – Süße Animationsserie mit großem Fantasyanteil und einem unerschrockenem Mädchen

Platz 13: Bonding – Staffel 1-2

Pete verdient beim Kellnern nicht genug und seine Karriere als Comedian läuft nicht richtig an. Als seine Freundin aus Schulzeiten Tiff ihm einen Job anbietet, zögert er nicht lange, sondern stimmt zu. Allerdings war ihm nicht bewusst, dass Tiff als Mistress May in einem Dungeon arbeitet. Er soll ihr Bodyguard werden, damit jemand einschreiten kann, wenn einer ihrer Klienten übergriffig wird. Pete arrangiert sich mit dem neuen Job und nutzt ihn gleichzeitig in seinen Stand-up Programmen. – Grundsätzlich als Komödie verpackt, greift sie jedoch wichtige Themen auf und schafft es sehr Vorurteils- und Klischeebefreit an das Thema ranzugehen.

Platz 12: Willkommen im Haus der Eulen – Staffel 1

Luz Noceda war eigentlich auf dem Weg in ein Sommercamp für schwierige Teenager, in das sie ihre Mutter schicken wollte, nachdem sie in der Schule vermehrt auffällig wurde, da sie eher in einer eigenen Fantasy als der Realtät zu leben scheint. Doch unterwegs folgt sie einer Eule und stolpert prompt durch ein Portal in eine andere Welt. Dort trifft sie auf die Eulenlady und Hexe Eda und ist so fasziniert von der Welt, dass sie beschließt zu bleiben. Und obwohl Menschen keine Magie ausüben können, nimmt die bei Eda Unterricht. – Tolle Kinderanimationsserie, in einer faszinierenden Parallelwelt mit liebenswerten Charakteren.

Platz 11: The Unicorn – Staffel 1-2

Wade hat vor einem Jahr seine Frau verloren. Nach der Trauerphase müssen er und seine beiden Töchter Natalie und Grace wieder nach vorne schauen. Immer mit dabei sind die befreundeten Pärchen Forrest und Delia und Ben und Michelle. Die sind es auch, die Wade ermutigen wieder zu daten. Denn als Witwer sei er ein „Unicorn“ und daher sehr begehrt bei den Frauen. – Witzige Komödie mit guter Themenaufarbeitung und gut eingespielten Charakteren.

Platz 10: Star Trek: Lower Decks – Staffel 1-2

Es ist viel zu tun auf der USS Cerritos, einem eher unbedeutenderen Schiff der Sternenflotte. Das alles reibungslos funktioniert liegt wohl vor allem an den Ensigns, die auf den unteren Decks arbeiten, weit entfernt von der Brücke. Diesmal geht es um die Abenteuer dieser Crew. – Eine weitere Serie, die sich Rick & Morty als Vorbild nahm. Jedoch gibt es tolle andere Einblicke in das Star Trek Universum. Baut sich nach und nach auf, bis man in jeder Folge neu mit den Charakteren mitfiebert.

Platz 9: Bridgerton – Staffel 1

1813 in London. Es ist Ballsaison und neben Daphne aus dem Hause Brigerton, stehen gleich drei Debütantinnen aus dem Haus Fetherington in den Startöchern. Neben dem Urteil der Königin ist aber seit neustem auch das Urteil der geheimnisvollen Kolumnenschreiberin Lady Whistledown von entscheidener Bedeutung. Ihre Klatschgeschichten bilden den Rahmen der Serie. – Die Mischung aus Stolz und Vorurteil und Gossip Girl kann mit ihrer hohen Qualität durchaus überzeugen. Den Hype um die Serie kann ich aber nicht ganz nachvollziehen. Versteht mich nicht falsch, ich fand die Serie wirklich gut. Aber eben auch nicht absolut herausragend

Platz 8: Murdoch Mysteries – Staffel 1*

Detective William Murdoch arbeitet im 4. Polizeirevier von Toronto in den 1890er Jahren. Mit seinem unstillbaren Drang nach neuen Erkenntnissen ist er der Wissenschaft zeitweise voraus, was sein Vorgesetzter Inspector Thomas Brackenreid eher kritisch beäugt. Unterstützt wird er von Pathologin Dr. Julia Ogden. – Spannende historische Krimiserie mit Fokus auf dem Protagonisten, aber auch auf die wissenschaftlichen Neuerungen.

Platz 7: We bare bears – Staffel 1

Die Bären Eisbär, Panda und Grizz leben in einer Höhle im Wald. In ihrem Alltag oder ihren Besuchen in der Stadt erleben sie allerhand Abenteuer. – Lustige und herzerwärmende Kinderserie

Platz 6: Pretty Smart – Staffel 1

Chelsea wollte eigentlich nur einen kurzen Abstecher bei ihrer Schwester Claire machen. Doch als ihr Freund Schluss macht, strandet sie in der WG. Nun versucht sie die Scherben ihres Lebens aufzubauen und gleichzeitig mit den Eigenarten ihrer neuen Mitbewohner*innen zurecht zu kommen. – Eigentlich basiert die Geschichte auf einer vorurteilsbehafteten Idee, aber sie hat mich durch ihre Herzlichkeit und ihre Witze in Beschlag genommen. Ich mag sie einfach

Platz 5: Loki – Staffel 1

Loki Laufeyson konnte durch die Zeitreise der Avengers in Endgame mit dem Tesseract fliehen. Doch seine Freude wehrt nur kurz, denn die TVA fässt ihn kurz darauf, weil er gegen den wahren Zeitstrahl verstoßen hat. Er landet vor Gericht und steht kurz vor der Stutzung – also der endgültigen Auslöschung. Doch Agent Mobius setzt sich für ihn ein, da er seine Hilfe braucht, um eine Variante zu finden, die einige Zeitagenten ausgelöscht hat. – Ein paar Logiklöchern im Zeitreisesegment, funktioniert aber gerade durch die Charaktere und die kleinen Feinheiten.

Platz 4: Miss Fishers neue mysteriöse Mordfälle – Staffel 1

Peregrine Fisher bekommt überraschend das Erbe ihrer Tante Phryne, die sie nie kennengelernt hat. Dabei lernt sie die Damen aus dem Club der Abenteurerinnen kennen. Kurzentschlossen will sie in die Fußstapfen ihrer Tante treten und versucht sich als Privatdetektivin. Hilfe bekommt sie von Detective James Steed. – Toller Spin-off in den bunten 1970er Jahren, habe eine Doppelfolge gebraucht, um mich an die neuen Charaktere zu gewöhnen, jetzt liebe ich sie.

Platz 3: WandaVision – Staffel 1

Wanda und Vision ziehen ins beschauliche Westview, um sich dort häuslich niederzulassen. Dabei haben sie einige Anpassungsprobleme, passen eine Hausfrau mit magischen Kräften und ein Android doch nicht ins übliche Vorstadtleben. Eine Sitcom im Wandel der Zeiten. – Die erste Marvelserie, die direkt für Disney+ produziert wurde, überzeugt mit ihrer Prämisse einer Sitcom im Wandel der Zeiten, bleibt aber trotzdem der typischen Marvelformel treu.

Platz 2: Zoeys Extraordinary Playlist – Staffel 1

Zoey wollte eigentlich nur ein MRT machen lassen. Doch als sie in der Röhre war, kommt es zu einem Erdbeben. Danach kann sie hören, wie alle Menschen ihre Gedanken und Gefühle heraussingen. Zusammen mit ihrer Nachbarin Mo versucht sie dies zu ergründen und zu verstehen. Schnell merkt sie, dass sie den Leuten helfen muss. Gleichzeitig ist sie hin und her gerissen zwischen zwei Männern, ihrem Job und ihrem Vater, der an einer tödlichen Nervenkrankheit leidet. – Tolle Geschichte, einfühlsam, richtige Portion Drama und vor allem ein super Soundtrack. Auf jeden Fall eine große Empfehlung!

Platz 1: Shadow & Bones – Staffel 1

Ravka ist ein Land, das durch die Schattenflur in zwei Teile geteilt wird. Bei einer Durchquerung ist auch die junge Kartografin Alina Starkov dabei. Als ihr bester Freund Mal dabei fast stirbt, entfesselt sie eine Kraft, von der sie nichts ahnte. Und findet sich kurz darauf bei den Grisha wieder, die alle unterschiedliche Fähigkeiten aufweisen. Gleichzeitig versuchen die Dregs, eine Gruppierung um den Anführer Kaz Brekker, die Flur in die andere Richtung zu durchqueren, um das Kopfgeld zu kassieren, das auf Alina ausgesetzt wurde. – Spannende und bildgewaltige Fantasybuchverfilmung

*Rezensionsexemplare, daher kennzeiche ich diesen Beitrag als Werbung

Mein Jahresrückblick 2021 – I – Die Kinofilme

Der November ist vorbei und damit mein Kinojahr (Dezember-November), womit wieder die Jahresrückblicke anstehen. Nachdem die Kinos ein halbes Jahr geschlossen waren, war danach umso mehr zu entdecken. Dennoch ist die Auswahl sehr ernüchternd. Die Sneak in meinem Stammkino war eingestellt, ebenso die Cinemathek. Doch wollen wir froh sein, dass die Kinos weiterhin geöffnet bleiben und kommen zum Rückblick.

Zur Statistik:

29 gesehene Kinofilme in 2020 (2020 waren es 41).

Davon
… 1 in der Sneak
… 28 regulär

I. Cinemathek

Aufgrund der Situation wurde das Format eingestellt. Es soll jedoch demnächst laut Kinoplan wiederbelebt werden. Es gibt also Hoffnung für nächstes Jahr.

II. Anime Special

Auch hier gab es nur wenige in der Zeit der geöffneten Kinos und keins davon konnte mich überzeugen. Doch das ändert sich hoffentlich im kommenden Jahr.

III. Neulich in der Sneak

Bei einem Besuch meiner besten Freundin schafften wir es in die Sneak in ihrem Kino. Daher konnte ich einen Überraschungsfilm sehen – ohne Ranking:

Killers Bodyguard 2

Griechenland ist nach einer Ankündigung der EU im Ausnahmezustand. Dies nutzt Aristotle Papadopoulos aus, um Hackerangriffe an zentralen Knotenpunkten auszuführen. Der eigentlich in einer Auszeit befindliche Bodyguard Michael Bryce  wird von Sonia abgeholt, um ihren Mann Darius Kincaid zu befreien. Kurz darauf wird den dreien der Auftrag gegeben, Papadopoulos aufzuhalten. – Ein zweiter Teil, den niemand brauchte und der auf mehreren Ebenen problematisch ist.

IV. Kinofilme

28 Filme habe ich 2021 regulär im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:

Die Enttäuschungen:

Platz 28: Es ist nur eine Phase, Hase

Paul und Emilia sind verheiratet, haben drei Kinder und werden von ihrem Freundeskreis gerne als das perfekte Paar bezeichnet. Doch beide sind festgefahren und vor allem Emilia ist zunehmend unglücklich. Daher beschließen sie eine Pause einzulegen. Begleitet von ihren Freund*innen diskutieren sie die Alterspubertät und versuchen herauszufinden, was sie vom Leben wollen. – Seit langem nicht mehr so viele Fremdschämmomente gehabt. Sehr problematische Umsetzung.

Platz 27: Addams Family 2

Wednesday Addams nimmt an einem Naturwissenschaftswettbewerb an ihrer Schule teil, die vom Wissenschaftler Dr. Cyrus Strange gesponsort wird. Dieser ist schwer beeindruckt von ihrer Leistung, doch sie lehnt eine weitere Zusammenarbeit ab. Kurz darauf steht ein Anwalt vor der Tür, der beweisen will, dass Wednesday gar keine richtige Addams ist. Kurzentschlossen beschließen die Eltern Gomez und Morticia eine Reise quer durch die USA zu starten. Ein Roadtrip der anderen Art beginnt. – Wenn ich in einer Komödie nicht lachen muss, läuft einiges falsch. Billige Gags, wenig Charme, bleibt weit hinterm Potential zurück.

Platz 26: Jungle Cruise

Die Forscherin Lily Houghton begibt sich 1916 in den Amazonas, um dort einen geheimnisvollen Baum zu finden, dessen Blüten angeblich alle Wunden heilen können. Zusammen mit ihrem etwas ängstlichen Bruder McGregor heuern sie Frank Wolff an. Doch sie sind nicht die einzigen, die den Baum suchen. – Nette Grundidee, mangelhafte Umsetzung.

Das Mittelfeld:

Platz 25: Venom – let there be carnage

Nach den Ereignissen im ersten Teil ist Venom immer noch im Körper von Eddie Brock. Beide kommen mehr oder weniger miteinander aus. Für seine journalisitsche Karriere wird Eddie immer wieder zu Vernehmungen mit dem Serienmörder Cletus Kasady gerufen. Als dieser in Berührung mit Eddies Blut kommt, macht er eine folgenschwere Verwandlung durch. – Nicht so schlimm, wie der Trailer vermuten ließ, kommt aber auch nicht aus den gängigen Schemata heraus.

Platz 24: Godzilla vs. Kong

Nachdem Godzilla in Florida eine Stadt angegreift, wird er nicht mehr von allen Seiten als Beschützer der Erde gesehen. Gleichzeitig wird der Forscher Dr. Nathan Lind vom Milliardär Walter Simmons angeworben, um die Hohlerden-Theorie zu untersuchen. Dafür benötigen sie Kong, der inzwischen in einem künstlich geschaffenen Habitat lebt. – Viel Wumms, wenig Handlung, dafür viele Logiklöcher. Optisch auf jeden Fall sehenswert.

Platz 23: Cash Truck

„H“ stößt neu zu einer Geldtransportfirma. Trotz seiner schweigsamen Art findet er sich gut ein. Als der Transporter überfallen wird, beweist er erstaunliches Geschick mit der Waffe. Doch er hat ein Geheimnis. Denn sein Sohn starb bei einem ähnlichen Überfall und er setzt alles daran die Mörder zu finden. – Guter Erzählstil, braucht am Anfang ein bisschen um den richtigen Ton zu finden.

Platz 22: The Suicide Squad

Eine neu zusammengestellte Task Force X unter dem Kommando von Rick Flag wird auf die Insel Corto Maltese geschickt, die gerade einen Militärputsch hinter sich hat. Sie sollen den Thinker finden und in der Geheimbasis Jotunheim ein Projekt sicherstellen. Dabei geht, wie der Name verrät, einiges schief. – Nicht der erhoffte Neuanfang, aber auch kein kompletter Reinfall.

Platz 21: Nobody

Hutch Mansell ist ein Vorstadtvater, der kein Problem damit hat, gedemütigt zu werrden. Doch nach einem Einbruch in sein Haus kommt seine dunkle Seite zum Vorschein und er startet einen brutalen Rachefeldzug. – Durchchoreographiert wie ein John Wick, aber streckenweise sehr platt, da nur die bekannten Klischees abgearbeitet werden. Stellenweise aber auch sehr unterhaltsam.

Platz 20: Beckenrand Sheriff

Für Bade… pardon Schwimmeister Karl Kruse gibt es nichts anderes außer seinem Freibad. Mit seiner grantigen und überkorrekten Art hat er sich im Ort leider eher Feinde als Freunde gemacht. Als das Freibad wegen Mängeln am Bau und in der Kasse geschlossen werden soll, muss er sich mit dem örtlichen Wasserballteam zusammentun. – Für eine deutsche Komödie erstaunlich gut, auch wenn es am Ende wieder over the top ist.

Platz 19: Dear Evan Hansen

Evan Hansen kämpft mit Panikattacken und Depressionen. In seiner Therapie wird ihm geraten, dass er sich jeden Tag einen Brief an sich selbst schreiben soll. Diesen klaut ihm sein Mitschüler Connor und steckt ihn ein. Am nächsten Tag wird er ins Büro des Direktors gerufen, um Connors Eltern zu treffen. Denn dieser hat Suizid begangen. Das einzige, was die Eltern fanden, war der Brief, den sie für einen Abschiedsbrief an den besten Freund halten. Evan landet in einem Lügenkonstrukt, weil er so endlich Aufmerksamkeit bekommt. – Rührendes Musical, auch wenn die Lieder zumindest in der deutschen Synchro nicht funktionieren.

Platz 18: Eternals

5000 v. Chr. werden zehn Eternals zur Erde geschickt. Sie sollen sie dort vor den sogenannten Deviants schützen, dürften sich aber nicht in die Menschheitsgeschichte einmischen. Das führt ab einem gewissen Punkt zu Spannungen im Team und sie trennen sich. In der Gegenwart werden Sersi und Sprite von einem Deviant angegriffen, die sie für ausgestorben hielten. Ikaris kommt ihnen zur Hilfe. Zusammen ziehen sie los, um das Team wiederzuvereinen und die Emergenz bevorsteht. – Ein neuer Versuch aus dem MCU, der viel wollte, aber dabei das wesentliche aus den Augen verlor.

Platz 17: Contra

Richard Pohl ist Dozent an einer Uni. Doch nach einigen grenzwertigen Äußerungen steht er vor einer Disziplinarsanhörung. Die Lösung: Er soll der Studentin Naima Hamid helfen, im Rhetorikwettbewerb weiter zu kommen. – Gut gespieltes Drama, dass das Thema Migration gut aufgreift und aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet.

Platz 16: Shang-Chi and the legend of the ten rings

Shang-Chi lebt zusammen mit seiner besten Freundin Katy in den USA. Sie arbeiten zusammen für einen Parkservice. Doch Shang-Chi hat ein düsteres Familiengeheimnis, das ihn nun einholt. Denn sein Vater ist der Anführer der zehn Ringe. – Solides Marvelabenteuer mit hohem Fantasyanteil, das nicht ganz überzeugen konnte.

Platz 15: Kings of Hollywood

Das Produktionsstudio von Max Barber und seinem Neffen Walter Creason läuft nicht sonderlich gut. Zumal Max Schulden bei Kredithai Reggie Fontaine hat. Doch nach einem Unfall an einem anderen Filmset kommt ihm eine Idee. Er will einen Film drehen, bei dem der Hauptdarsteller am ersten Drehtag bei einem Stunt stirbt und dann die Versicherungssumme abzukassieren. Doch Duke Montana ist widerstandsfähiger als gedacht. – Grundsolide Krimikomödie mit gutem Cast.

Platz 14: Nomadland

Die Nomadin Fern reist durch die USA, nachdem in ihrer Heimat kein Job mehr zu finden war. Dabei nimmt sie überall Gelegenheitsjobs an und wohnt in ihrem Van. Dabei lernt sie allerhand Leute kennen. – Beinahe mediativer Film über eine Frau, die alles verloren hat und sich nun irgendwie durchschlägt.

Platz 13: Ghostbusters-Legacy

Callie, Trevor und Phoebe Spengler sind Pleite und ziehen daher auf gut Glück in das frisch geerbte Haus von Callies Vater Egon. Das ist jedoch vollkommen heruntergekommen. Phoebe findet in dem Haus eine Geisterfalle und zeigt sie ihrem neuen Lehrer Mr. Grooberson, der sie daraufhin in seine Entdeckungen einbezieht. Denn in Summerville geht einiges vor sich. Zusammen mit Phoebes neuem Freund Podcast, untersuchen sie die Geschehnisse. – Sehr schwacher Anfang, gewinnt hinten raus an Tempo, lebt aber rein vom Nostalgiefaktor.

Platz 12: Der Rausch

Vier Lehrer fühlen sich ein wenig ausgebrannt und gefangen. An einem Geburtstag diskutieren sie die Theorie von Finn Skaderud, dass der Mensch 5 Promille zu wenig Alkohol im Blut hat. Sie beschließen ein Experiment zu starten. – Interessantes Experiment, eine Ode ans Leben.

Platz 11: Encanto

Familie Madrigal hat nachdem Abuela viele Verluste hinnehmen musste, ein Encanto (Wunder) bekommen. Dadurch leben sie in einem geschützten Dorf und bekommen alle zu einer gewissen Zeit magische Kräfte. Nur Mirabel ist ohne geblieben. Das macht ihr zu schaffen. Als die Magie schwindet, setzt sie daher alles daran sich zu beweisen, und das Wunder zu retten. – Herzerwärmende Geschichte, rührend, typische Disneyfilmhandschrift.

Die Highlights

Platz 10: Black Widow

Natasha Romanoff alias Black Widow ist nach den Geschehnissen in Civil War auf der Flucht. In einer sicheren Unterkunft bringt ein Freund ihr ihre Post aus einem Haus in Budapest. Dort ist auch ein Koffer, den ihre Schwester Yelena geschickt hat. Als sie von einem maskierten Kämpfer angegriffen wird, schafft sie es nach Budapest zu fliehen, wo sie auf Yelena trifft. Diese ist frisch auf der Flucht vorm roten Raum – dem Programm, das beide in der Kindheit zu Profikillerinnen ausgebildet hat. Um diesen endgültig zu besiegen, müssen sie sich mit alten Bekannten zusammentun. – Gelungener Auftakt von Phase 4 und würdevoller Abschied der schwarzen Witwe.

Platz 9: James Bond – No time to die

Fünf Jahre nach Spectre wird die Biowaffe „Herakles“ aus einem Labor in London gestohlen. Da der MI6 und M ihre Finger mit im Spiel haben, wird eine Agentin auf den flüchtigen Forscher Obruchev angesetzt. Gleichzeitig bittet Felix Leiter von der CIA James Bond ebenfalls um Hilfe bezüglich Herakles. Obwohl eigentlich im Ruhestand, muss Bond von Kuba zurück nach London und sich einigen Personen aus der Vergangenheit stellen. – Würdiger Abschluss der Craig-Ära.

Platz 8: Last Night in Soho

Eloise zieht von Cornwall, wo sie bei ihrer Großmutter aufgewachsen ist und deren Liebe zu den 60ern aufgenommen hat, nach London. Sie wurde dort an einer Design Uni angenommen. Nachts träumt sie von einer jungen Sängerin namens Sandy, die es in den 60ern versucht zu etwas zu bringen. Schnell wird Sandy ihr Idol. Doch die Träume ändern sich zunehmends und bald wird Eloise auch im wachen Zustand verfolgt. – Starker Horror-Thriller, der nichts für schwache Nerven ist.

Platz 7: A Quiet Place II

Nach den Ereignissen in Teil 2 gibt Familie Abbott die Farm auf und sucht abseits der bekannten Pfade nach Hilfe. In einem alten Stahlwerk treffen sie auf Emmett, der ihnen hilft, aber als gebrochener Mann sie am liebsten sofort wieder loswerden will. Regan Abbott empfängt schließlich ein Signal und glaubt, dass es einen sicheren Hafen gibt. – Gelungene und spannende Fortsetzung des stillen Horros.

Platz 6: In the Heights (OV)

Usnavi ist Besitzer eines kleinen Ladens in Washington Heights einem Stadtteil von New York City. Dort trifft sich die Gemeinschaft, die alle unterschiedliche Sorgen haben. Als dann auch noch das Gerücht umgeht, dass jemand 96.000 Dollar im Lotto gewonnen hat, gibt es kein Halten mehr. – Ohrwurmgefahr bei diesem mitreißenden Musical.

Platz 5: The Father

Anthony ist 80 Jahre alt und dement. Dennoch will er seine Wohnung nicht verlassen und beteuert, dass er gut allein zurecht kommt. Seine Tochter Anne versucht so gut es geht für ihn da zu sein, doch stößt allmählich an ihre Grenzen. – Brilliant gespielt, die Handlung ergibt sich erst gegen Ende vollständig. Überzeugt vor allem durch den unkonventionellen Erzählstil.

Platz 4: Cruella

Estella landet nach dem Tod ihrer Mutter in London, wo sie auf die beiden Gauner Jasper und Horace trifft. Nach vielen Jahren des lockeren Lebens findet sie eine Anstellung in einem Warenhaus und schafft es durch ihre Designkünste bei der Baroness Von Hellman angestellt zu werden. Doch dort erfährt sie Sachen über ihre Vergangenheit, den ihre dunkle Seite Cruella heraufbeschwört. – Stilsicher und doch einfach nur cool. Cruella haut einem als Gesamtkunstwerk einfach vom Hocker.

Platz 3: Free Guy

Guy lebt in Free City. Was er nicht weiß ist, dass er ein Charakter in einem Videospiel ist. Als er auf Molotov Girl trifft, fällt er aus seiner Endlosschleife heraus und versucht sie zu beeindrucken. Diese wiederum ist eine Spielerin, die einen Feldzug gegen den Entwickler des Spiels führt. – Eine wunderbare Videospieladaptionparodie, die viel Spaß macht.

Platz 2: Promising Young Woman

Cassie Thomas hat ihr Medizinstudium nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin abgebrochen. Jetzt arbeitet sie in einem Café und verbringt ihre Abende in Clubs, wo sie so tut, als wäre sie sturzbetrunken und dann mit Männern mitgeht, die sie als leichte Beute ansehen. Nach und nach sucht sie Leute aus der Vergangenheit auf, um die Geschehnisse auf unkonventionelle Art aufzuarbeiten. – Locker erzählt, dabei ein schwieriges, aber wichtiges Thema sehr gut aufgearbeitet.

Platz 1: Dune

Haus Atreides wird vom Imperator dazu aufgefordert den Planeten Arrakis von Baron Harkonnen zu übernehmen und die Produktion des allseits beliebten Gewürzes Spice sicherzustellen. Der Planet ist jedoch eine einzige Wüste und spärlich besiedelt, abgesehen von den einheimischen Fremen. Paul Atreides, Sohn des Herzogs, hat vor der Abreise seltsame Träume und fürchtet sich um die Zukunft. Sind es nur Träume oder ist seine Familie in Gefahr? – Ein optischer grandioser, spannender, gut besetzter, also einfach perfekter Film.

Mein Jahresrückblick 2020 – #4 – Serien

Den Abschluss meiner Jahresrückblicke machen auch dieses Jahr die Serien. Auch in diesem Bereich konnte ich im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg verzeichnen. Die Gründe dürften inzwischen klar sein. Da ich mir bei Serien aber eigentlich kein direktes Ziel setze, bin ich einfach nur froh, so viele Serien auch neu entdeckt zu haben.

Zur Statistik:

2020 habe ich 72 verschiedene Serien gesehen (2019=47), dabei 109+2 Staffeln (+2 für Doppelt gesehen; 2019=82)

Mit einer Lauflänge von
… 44.755 Minuten
… 745,92 Stunden
… 31,08 Tagen
… 4,44 Wochen

Davon
… 12 Staffeln Wiederholungstäter
…  3 Staffeln Comedy Special
…  16 Staffeln Reportagen
… 22 Staffeln fortgesetzter Serien
… 56+2 Staffeln neuer Serien

I. Wiederholungstäter

2020 habe ich 5 Serien mit 12 Staffeln erneut angesehen – ohne Ranking

1) IT Crowd – Staffel 1-2
2) Kim Possible – Staffel 1-3
3) Chip & Chap – Staffel 1-3
4) Vicious – Staffel 1-3
5) Gargoyles – Staffel 1

II. Comedy Special

Neue Kategorie: 2020 habe ich 2 Comedy Specials mit insgesamt 3 Staffeln gesehen – ohne Ranking:

1) Pussy Terror TV – Staffel 5
2) The Comedy Line-up – Staffel 1-2

III. Reportagen

Neue Kategorie: 2020 habe ich 12 Serien mit Reportagencharakter und insgesamt 16 Staffeln gesehen. Hier gab es tatsächlich auch keine richtige Enttäuschung, aber irgendwer muss halt den letzten Platz belegen – im Ranking:

Platz 12: Die außergewöhnlichsten Häuser der Welt – Staffel 2a-b

Der Innenarchitekt Pierce Taylor und die Schauspielerin Caroline Quentin reisen um die ganze Welt und besuchen außergewöhnliche Häuser. Diese stechen durch Lage, Architektur und Innenausstattung hervor. – Die Häuser sehen echt cool aus, auch wenn ich mir bei vielen nicht vorstellen könnte, darin zu leben. Caroline versucht auch ein wenig Schwung in die Sendung zu bringen, aber letztlich fehlt es den beiden an Moderationstalent.

Platz 11: Pixar in real life – Staffel 1

Die Helden aus den Pixarfilmen sind wohl einem breiten Publikum bekannt. Doch wie würden wir reagieren, wenn uns diese Helden in bekannten Filmszenen in der Realität begegnene würden? Dieses Experiment wurde in dieser Serie mit Kurzepisoden gewagt. – Einige witzige Einfälle sind dabei, aber nicht alle haben eine wirklich gute Idee und Umsetzung.

Platz 10: Tiny House Nation – Staffel 1-2

John Weisbarth und Tiny House Experte Zack Giffin reisen durch das Land und helfen bei bestehenden Aufträgen. Dabei versuchen sie zum einen die Kunden auf die Verkleinerung vorzubereiten und zum anderen die Tiny Häuser so intelligent wie möglich zu gestalten. – Die Häuser sind schon sehr cool und was die beiden an Verstaumöglichkeiten schaffen ist der Wahnsinn. Leider fehlte den beiden Moderatoren so das letzte Fünkchen für eine charmante Unterhaltung.

Platz 9: Küchenhelden – Staffel 1

Kurz gesagt ist es ein Familien-Koch/Back-Duell mit von Disney inspirierten Themen. Fünf Familien mit jeweils vier Familienmitgliedern treten in 10 Runden gegeneinander an. Thema ist jeweils ein Disneyfilm und es wird die Art vorgegeben (Hauptspeise/Dessert/Snack). Am Ende kostet jeweils ein Chefkoch aus Disney World die Gerichte und bestimmt dann den Gewinner. – Im Prinzip eine typische Kochshow, aber dennoch spannend und es kamen tolle Rezepte dabei raus.

Platz 8: Indian Matchmaking – Staffel 1

Sima Taparia ist eine Heiratsvermittlerin. Sie lebt in Mumbai, hat aber Klienten in Indien und den USA. Die Serie verfolgt sie bei ihrer Arbeit und erzählt die Hintergründe der indischen Tradition der Heiratsvermittlung und wie sich die moderne Variante von der früheren unterscheidet. – Ein toller Einblick in die indische Tradition, die mit allerlei Vorurteilen aufräumt, aber auch einige bestätigt.

Platz 7: Brain Games – Staffel 1-3

Können wir unseren Sinnen oder unserem Erinnerungsvermögen wirklich immer trauen? Die Serie befasst sich mit optischen Täuschungen und anderen Illusionen und erklärt dabei die Phänomene, die uns täuschen können, die aber für uns auch recht nützlich sein können. – Spannend, informativ und unterhaltsam gestaltet.

Platz 6: Disney Galerie – Star Wars: The Mandalorian – Staffel 1

Jon Favreau und Dave Filoni laden Darsteller, Regisseure und viele andere Beteiligte zum Plaudern über das Entstehen der Serie, über das Vermächtnis von Star Wars und Herausforderungen beim Dreh. – Ein Blick hinter die Kulissen der Serie, mit vielen spannenden Infos und interessanten Unterhaltungen.

Platz 5: Foodhacks mit Nadiya Kussain – Staffel 1

Die meisten dürften das Problem kennen. Man kommt gestresst von der Arbeit und dann soll man noch für die Familie kochen. Teilweise kommen dann noch Kinder dazu, die ja auch noch bespaßt werden wollen. Nadiya Hussain nimmt sich diesem Problem an und zeigt Rezept mit wenig Aufwand, die man wunderbar vorbereiten kann oder die einfach Zeit sparen. Außerdem begibt sie sich hinter die Kulissen einer Lebensmittel und deren Herstellung. – Nadiya Kussain schafft es durch ihre sympathische Art dieser Serie Leben einzuhauchen, einige Essen sind für mich zwar nicht das, was ich zeitsparend nenne, aber trotzdem ist die Serie auch informativ.

Platz 4: Down to Earth with Zac Efron – Staffel 1

Zac Efron hat sich mit Wellness-Experten Darren Olien zusammengetan. Zusammen reisen sie um die Welt, um verschiedene Konzepte zum den Themen Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu begutachten und der Erde einfach mal zuzuhören. – Wichtige Themen, die angesprochen werden und dabei zugleich informativ, aber auch unterhaltsam. Zac Efron mal von einer ganz anderen Seite als in Hollywood.

Platz 3: The Home Edit – Staffel 1

In The Home Edit reisen Clea Shearer und Joanna Teplin von der gleichnamigen Firma zu diversen Kunden prominenter und unbekannter Natur, um an bestimmten Stellen im Haus beim Aufräumen, Sortieren und Ordnen zu helfen. Mit dabei sind unter anderem Reese Witherspoon, Khloe Kardashian und Neil Patrick Harris. – Clea und Joanna sind einfach nur zutiefst sympathisch, auch wenn sie es mit ihrem Aufräumwahn etwas übertreiben – ich sag nur der aufgeräumte Kühlschrank. Allerlei nützliche Tipps sind aber trotzdem dabei.

Platz 2: Queer Eye – Staffel 5

Die Fab 5 sind zurück. Diesmal zieht es Tan (Mode), Karamo (Kultur), Bobby (Design), Anthony (Essen) und Jonathan (Pflege) nach Philadelphia. Doch die Mission ist die gleiche. Sie antworten auf Hilferufe aus Familie und Freundeskreis, um sich in jeder Woche einem/einer Ausgewählten in allen Belangen des Lebens unter die Arme zu greifen und mit ihrer üblichen quirligen Art Probleme anzugehen und Freude zu bringen. – Die Frage ist nicht, wie sehr ich diese Serie liebe, sondern warum sie es diesmal nicht auf Platz 1 geschafft hat. Die Antwort gibt es auf dem nächsten Platz.

Platz 1: The world according to Jeff Goldblum – Staffel 1

Jeff Goldblum, ja der Schauspieler, hat 12 verschiedene Themen vorgesetzt bekommen, auf die er einen Blick werfen soll. Dabei sind es ganz alltägliche Themen, wie Fahrräder, Pools oder Grillen. Dafür hat er sich möglichst wenig informiert, um durch Gespräche mit den verschiedensten Personen neue Einblicke zu erhalten und seine Gedanken dazu mitzuteilen. – Jeff Goldblum schafft es einfach mit seiner Art einen für die alltäglichsten Dinge zu begeistern, hinzu kommen allerlei witzige/nützliche Informationen und liebevolle Erkläranimationen.

IV. Fortgesetzte Serien

2020 habe ich 20 Serien fortgesetzt und dabei 22 neue Staffeln entdeckt – im Ranking:

Platz 20: Aggretsuko – Staffel 2

Retsuko ist eine rote Pandadame, die in der Buchhaltung eines großen Unternehmens arbeitet. Während sie tagsüber eher still und schüchtern ist, geht sie abends heimlich in eine Karaokeeinrichtung und singt sich ihren Frust von der Seele – und zwar in bester Death Metal Manier. – In der zweiten Staffel dominiert das Thema Liebe, dass auf serientypische Art gelöst wurde. Die Serie ist in ihrer Kürze schon gut, aber eben leider nicht mehr.

Platz 19: American Horror Story – Staffel 4

Elsa Mars führt 1952 eine Freak Show, die aktuell in Jupiter, Florida, auftritt. Von außen belächelt oder verspottet, sind die Darsteller zu einer eigenen Familie zusammen gewachsen. Doch diese Familie wird von mehreren Seiten bedroht. Der Gauner Stanley sieht in den Freaks eine Geldmaschine und will sie tot ausstellen. Dafür schleust er seine Komplizin Maggie Esmaeralda als Wahrsagerin in die Freak Show. Doch auch ein mordener Clown und ein verzogener Junge werden zu einer Gefahr. – Freak Show war wieder besser als Staffel 2 und 3, aber mir mit 13 Folgen zu lang für das, was erzählt werden sollte. Dafür gab es dann zu viel Füllhandlung, die nicht nötig gewesen wäre.

Platz 18: Barry – Staffel 2

Barry Berkman muss mit den Konsequenzen seiner Tat aus der finalen Episode der ersten Staffel leben, die auch seinen Schauspiellehrer Gene Cousineau aus der Bahn wirft. In der Schauspielschule soll jeder ein traumatisches Erlebnis in einem kurzen Stück verarbeiten, was Barrys Freundin Sally ganz in den Bann zieht. Und ganz nebenbei wird Barry wieder von der tschetschenischen Mafia eingespannt, da Hank seine Zusammenarbeit mit den Bolivianern in Gefahr sieht, als die Anführerin der burmesischen Mafia anfängt sich einzumischen. – Die erste Staffel habe ich gefeiert, in der zweiten konnten mich die gleichen Elemente nicht mehr so sehr begeistern. Einige Folgen fand ich absolut übertrieben und das hat mir die Freude an der Serie schon ziemlich genommen. Dafür war Hank noch immer toll.

Platz 17: Westworld – Staffel 2

Am Ende der ersten Staffel brachen die Hosts aus ihren vorbestimmten Rollen aus und Chaos kam über den Park, in dem jeder Gast in ein vorgefertigtes Szenario in einer Wild-West-Welt schlüpfen kann, um seine Gewalt- und andere Fantasien ausleben zu können. Doch der Aufstand der Hosts ist blutig und die Angestellten des Parks haben alle Hände voll zu tun die Lage unter Kontrolle zu bekommen. Und was ist das für ein großes Geheimnis, das unbedingt beschützt werden muss? – Arbeitet mit verschiedenen Zeitebenen, „vergisst“ aber den Zuschauer darüber aufzuklären. Herausgekommen ist eine wenig verständliche Handlung, da sie ständig in den Zeitebenen springt.

Platz 16: Supernatural – Staffel 9

Nachdem Castiel in Staffel 8 Metatron vertraute und in der Konsequenz daraus alle Engel aus dem Himmel fielen, liegt Sam am Anfang der Staffel im Koma. In seiner Verzweiflung betet Dean zu den Engeln und bekommt vermeintlich Hilfe von Ezekiel, der Sam von innen heraus heilen will. Dean stimmt zu, aber Sam darf davon nichts wissen. Währenddessen hat die dämonische Reiterin Abaddon Crowleys Abwesenheit, der von den Winchesters gefangen gehalten wird, genutzt, um Königin der Hölle zu werden. So versuchen nun die Brüder gegen zwei Katastrophen gleichzeitig zu kämpfen und dann sind da noch die kleineren und größeren Vorkommnisse auf ihrem Weg. – Supernatural ist schon seit einigen Staffeln nicht mehr wirklich gut. Die Serie funktioniert immer dann noch, wenn sie sich auf Einzelfolgen konzentriert und scheitert dann am Größenwahn, wenn sie die Rahmenhandlung vorantreibt. Aber dennoch kann ich nicht aufhören und sie final aufgeben.

Platz 15: Rick & Morty – Staffel 4

Morty reist wieder mit seinem Opa Rick, einem vielleicht etwas verrücktem Wissenschaftler, durchs Universum und erlebt dabei viele Abenteuer. Seine Familie darf natürlich auch nicht fehlen. – Die vierte Staffel hatte zwar auch einige Folgen, die gut durchdacht und spannend waren, aber leider auch welche, bei denen absolut übertrieben wurde. Grundsätzlich fehlt der Gesamtstaffel das richtige Maß und ist daher enttäuschender gegenüber den bisherigen drei Staffeln.

Platz 14: Bones – Staffel 12

Temperance „Bones“ Brennan ist forensische Antropologin am Jeffersonian Institute. Sie untersucht Knochen alter Zivilisationen und kann daraus eine Menge Ereignisse rekonstruieren. Dies will sich das FBI zu Nutze machen und schickt Seeley Booth, um mit Brennan zu verhandeln. Nach einer etwas schwierigen Eingewöhnung zwischem dem impulsiven Booth und der menschenscheue Brennan, die mit vielen gesellschaftlichen Gepflogenheiten nichts anfangen kann, entwickeln sie sich zu einem guten Team. – Die finale Staffel macht keine große Rahmenhandlung mehr auf, sondern konzentriert sich auf den Abschluss noch offener Stränge. Das funktioniert ganz gut, auch wenn das Finale etwas übereilt kam.

Platz 13: Brooklyn 99 – Staffel 5

Viel Betrieb im 99. Revier des NYPD. Auf humorvolle Weise begleitet die Serie den Alltag des Reviers und dessen sehr unterschiedliche Charaktere. – Das Team hat sich dynamisch etwas gewandelt, die Serie funktioniert aber dennoch mit  bekanntem Charme. Wenn man den Humor zuvor mochte, mag man ihn auch in dieser Staffel.

Platz 12: The Big Bang Theory – Staffel 12

In der finalen Staffel haben die Nerds und ihre Frauen wieder allerlei Drama zu bewältigen. Und vielleicht geht sogar Sheldons größter Traum in Erfüllung. – Das die Serie schon lange ihren Zenit überschritten hat, dürfte inzwischen klar sein. Immerhin gab es nun ein Ende und zwar ein rundes und sehr emotionales.

Platz 11: Peaky Blinders – Staffel 2

Zwei Jahre nach den Geschehnissen aus der ersten Staffel kehren wir zurück ins Jahr 1921 nach Birmingham. Die Peaky Blinders zieht es nach London, wo Thomas einen Deal mit dem Schwarzbrenner Alfie Solomon einfädeln kann. Doch auch sein Rivale Chester Campbell kehrt zurück und versucht Thomas zu einem Attentat im Sinne der Iren zu verführen. Folgenreiche Wochen für die Familie Shelby. – Die Handlung wird in sechs Folgen sehr pointiert wiedergegeben und nicht gestreckt, alte und neue Charaktere harmonieren gut. Lediglich Tante Polly entwickelt sich eher negativ und Antagonist Campbell wiederzubeleben, war wohl auch keine gute Idee.

Platz 10: The Marvelous Mrs. Maisel – Staffel 2

Miriam „Midge“ Maisel arbeitet weiter an ihrer Karriere als Stand-up-Comedian. Seit ihr Ex-Mann Joel davon Wind bekommen hat, ist es auch um ihre Erneuerung der Ehe vorbei. Dennoch stehen große Abenteuer bevor. Midges Mutter Rose Weismann ist nach Paris abgehauen und Midge muss ihr mit ihrem Vater hinterherreisen, um sie zurückzuholen. Dann steht der Sommer bevor, den die Familie alljährlich in den Catskills verbringt. Und vielleicht gibt es auch für Midge einen neuen Verehrer. – Die zweite Staffel hat mir ein bisschen besser gefallen, als die erste, weil gerade die Folgen in den Catskills wunderbar pointiert waren.

Platz 9: Prinz von Bel Air – Staffel 5-6

Will Smith lebt mit seiner Mutter in Philadelphia. Nach einer Schlägerei beim Basketballspiel auf der Straße, schickt ihn seine Mutter besorgt zu ihrer Schwester Vivian. Diese lebt mit ihrem Mann Phil, einem erfolgreichen Anwalt, in Bel Air. Durch das bessere Umfeld soll Will behüteter aufwachsen. Doch der Kulturschock ist nicht zu verachten. – Die finalen Staffeln bleiben witzig, treiben die Charaktere voran, vergessen aber auf das Finale hinzuarbeiten, weswegen dies dann ganz plötzlich in wenigen Folgen abgearbeitet wird.

Platz 8: Star Trek: Discovery – Staffel 2

Der Krieg mit den Klingonen ist vorbei und die Discovery ist unterwegs nach Vulkan, um ihren neuen Captain zu begrüßen. Unterwegs treffen sie auf die Enterprise mit Captain Pike. Dieser kommt zusammen mit zwei Offizieren an Bord und nimmt das Kommando an sich. Es wurden sieben rätselhafte Signale abgefangen und Pike soll zusammen mit der Besatzung der Discovery diesen nachgehen. – Ich fand die zweite Staffel deutlich besser als die erste, vor allem Captain Pike hat der Crew gut getan. Die Rahmenhandlung ist spannend und auch die Charaktere haben sich zusammen eingespielt.

Platz 7: Doctor Who – Staffel 10

Der Doktor ist ein großes Versprechen eingegangen einen Tresor unter der Universität zu bewachen und sich nicht von dort wegzubewegen. Dabei lernt er Bill Potts kennen, die er schließlich als Art Privatlehrer unterrichtet. Nachdem Bill von einer Pfütze verfolgt wird, beschließt er sich zu offenbaren, um sie zu retten. Trotz der stetigen Belehrungen von Nardole kann der Doktor nicht wiederstehen und reist fortan mit Bill durch Zeit und Raum. – Nachdem ich Staffel 9 eigentlich gar nicht mehr mochte, war Staffel 10 wieder richtig gut. Die Serie hat sich wieder zurückbesonnen, auf starke Einzelfolgen und auch Bill passt zum 12. Doctor wesentlich besser als Clara.

Platz 6: Fleabag – Staffel 2

Seit über einem Jahr hat Fleabag nicht mehr mit ihrer Familie gesprochen. Nun steht die Ankündigung einer Hochzeit im Raum, zu der Fleabag eingeladen wurde. Ihr Vater heiratet ausgerechnet ihre Stiefmutter, die einst die beste Freundin ihrer Mutter war. Dort trifft sie auch wieder auf ihre Schwester Claire, die noch immer mit Martin verheiratet ist. Ebenfalls mit am Tisch sitzt ein Priester, der die Trauung vollziehen soll, sich aber so gar nicht priesterhaft gibt. Im Laufe der Staffel lernt Fleabag den Priester noch genauer kennen und versucht die Beziehung zu ihrer Schwester zu verbessern. – Die erste Staffel konnte mich nicht wirklich abholen, die zweite dafür umso mehr. Hier habe ich den Humor verstanden und Andrew Scott war eine hervorragende Ergänzung für den Cast.

Platz 5: The Umbrella Academy – Staffel 2

Die sieben Mitglieder der Umbrella Academy konnten dem Weltuntergang, hervorgerufen durch Nummer 7/Vanya  mit Hilfe von Nummer 5 entgehen. Sie landen alle in den 1960er Jahren, aber nicht im gleichen Jahr. Als schließlich auch Nummer 5 ankommt, herrscht erneut Weltuntergang. Nur mit Hilfe schafft es Nummer 5 noch einmal ein paar Tage vor die Apokalpyse zu springen und muss nun seine Geschwister zusammen suchen. Doch die haben sich teilweise schon ein ganz neues Leben aufgebaut. – Wer die erste Staffel mochte, wird auch die zweite toll finden. Die Charaktere bekommen Raum sich weiterzuentwickeln und doch wieder als Familie zusammenzufinden.

Platz 4: Grace & Frankie – Staffel 6

Grace hat am Ende der fünften Staffel endlich Nick geheiratet. Nun müssen sie und Frankie damit zurecht kommen, dass sie nicht mehr zusammen wohnen. Zum Glück haben sie eine neue Geschäftsidee, die sie oft zusammenführt. Saul und Robert planen ihre Flitterwochen nachzuholen. Brianna hat damit zu kämpfen, dass ihr Freund Samenspender für ein befreundetes lesbisches Pärchen sein will und Coyote hat eine Freundin, leider handelt es sich um die Ex-Freundin seines Bruders. – Das die Serie langsam zu einem Ende kommt, ist gut, aber noch ist ihr nicht die Puste ausgegangen. Die Konflikte sind immer noch nachvollziehbar und auch die Witze funktionieren noch.

Platz 3: Elementary – Staffel 7

Sherlock und Joan sind nach dem Ende der sechsten Staffel nach London gegangen, um so dem FBI zu entgehen. Doch gerade Joan schlägt sich mit Heimweh herum. Als dann auch noch eine Schreckensnachricht vom NYPD die beiden erreicht, reist Joan zurück. Gleichzeitig hat Odin Reichenbach, der Kopf hinter einem großen Internetunternehmen, einen Algorithmus geschrieben, mit dem er Verbrechen vorhersagen will, um so die Verbrecher vorab auszuschalten. Er versucht Sherlock und Joan für sein Unterfangen anzuwerben, die jedoch kritisch bleiben. – Eine starke finale Staffel, auch wenn das Ende etwas überstürzt wirkt.

Platz 2: Modern Family – Staffel 9-10

Die moderne Familie ist Jay Pritchett mit seiner neuen – und deutlich jüngeren – Frau Gloria und deren Sohn Manny, sowie Jays erwachsene Kinder Claire und Mitchell. Claire ist verheiratet mit Phil und sie haben drei Kinder Hailey, Alex und Luke. Mitchell lebt in einer Partnerschaft mit Cameron, die in Asien ihre Tochter Lily adoptiert haben. – Die moderne Familie macht auch weiterhin Spaß in ihren Geschichten. Auch dieser Serie geht nach 10 Staffeln noch nicht die Puste aus. Klar, hat sich einiges geändert, aber doch schaffen sie es immer wieder gute Einzelepisoden zu kreieren.

Platz 1: The Crown – Staffel 3

Queen Elisabeth II. muss sich neuen Herausforderungen stellen. Ein Spitzle des KGB soll sich in ihren Reihen aufhalten, ein neuer Premierminister wurde gewählt, mit dem sie zunächst nicht richtig warm wird. Ihr Sohn Prinz Charles hat sich zum ersten Mal verliebt, in niemand geringeren als Camilla Parker Bowles, gleichzeitig steht Wales kurz vor einem Aufstand. Prinzessin Margaret steht vor den Scherben ihrer Ehe. – Der Cast wurde komplett ausgetauscht, da der bisherige Cast zu jung war für das inzwischen fortgeschrittene Alter der Königsfamilie, was in vielen Fällen auch gut funktionierte. Auch die neuen Themen und Abschnitte der Familie werden in alter Manier auf hohem Niveau fortgesetzt.

V. Neuentdeckungen

2020 habe ich 33 Serien neu entdeckt und davon 56 Staffeln gesehen – im Ranking:

Platz 33: Inhumans – Staffel 1

Inhumans sind eine eigene Spezies, die bei einer Prozedur einzigartige Fähigkeiten erhalten, und sich dadurch von den Menschen unterscheiden. Sie leben im Verborgenen auf dem Mond, in der Stadt Attilan. Durch ein strenges Kastensystem wird der Unmut in der Bevölkerung immer größer. Doch König Black Bolt und Königin Medusa halten an dem alten System fest. Black Bolts Bruder Maximus, der durch die Prozedur zu einem gewöhnlichen Mensch wurde, neidet seinem älteren Bruder und putscht schließlich mit Hilfe der königlichen Leibgarde. Die königliche Familie kann zur Erde fliehen, landet jedoch an unterschiedlichen Punkten in Hawaii. – Grundgedanke war gut, Umsetzung wahr sehr langatmig, die Motivationen der Charaktere nicht so richtig nachvollziehbar und der Superheldenaspekt auch eher mäßig.

Platz 32: Sex Education – Staffel 1

Otis ist eigentlich ein ganz normaler Highschool Schüler, der gerne unscheinbar bleibt. Seine Mutter dagegen ist Paar- und Sextherapeutin, die sich nicht auf eine Beziehung einlassen will. Als er zusammen mit der Außenseiterin Maeve feststellt, dass erstaunlich viele Schüler Fragen zu Beziehungen und Sex haben, und Otis feststellt, dass er erstaunlich viel darüber von seiner Mutter weiß, wollen sich beide durch Sexberatung etwas dazu verdienen. – Mir waren die Charaktere allesamt zu schräg, oder zu stereotypisch und auch wenn versucht wurde in alle ein paar Ecken und Kanten einzubauen, waren es gerade die, die mir zu viel waren. Auch wenn die Handlung grundsätzlich in Ordnung war, konnte mich die Serie im Ganzen nicht begeistern.

Platz 31: I’m not okay with this – Staffel 1

Sydney Novak ist 17, trauert um ihren Vater, der sich ein Jahr zuvor das Leben nahm, hat seitdem ein schlechtes Verhältnis zu ihrer Mutter, die nicht über seine Beweggründe sprechen will, und empfindet für ihre beste Freundin mehr als sie sollte. Und weil das noch nicht genug ist, entwickelt sie telekinetische Kräfte, die immer dann unkontrolliert aus ihr Strömen, wenn sie ihre negativen Emotionen nicht mehr unter Kontrolle hat. Zusammen mit Stanley, der sie beobachtet hat und glaubt, dass es Superheldenkräfte seien, versucht sie diese fortan zu kontrollieren. – Eine erste Staffel, die absolut nichts aussagt, sich ewig zieht und erst am Ende mit dem Cliffhanger Lust auf mehr macht. Hilft der Serie auch nicht weiter, denn sie wurde erstmal abgesetzt.

Platz 30: The Handmaids Tale – Staffel 1

Der Staat Gilliad ist aus den USA hervorgegangen, nachdem die Geburtenrate immer weiter zurückging. Der totalitäre Staat hat die wenigen Frauen, die noch schwanger werden können, zusammengetrieben und halten sie als Mägde in wohlhabenden Familien. Dabei haben sie keine Rechte mehr, selbst ihre Namen wurden ihnen aberkannt. Die Serie verfolgt die Erlebnisse der Magd Desfred. – Orientiert sich zwar am Buch, schafft es aber nicht die gleiche Intensität aufzubauen und versucht durch viele neue Handlungsstränge auf die Folgenanzahl zu kommen. Konnte mich nicht überzeugen.

Platz 29: Love, Death & Robots – Staffel 1

Eine Anthalogieserie, in der jede Folge eine neue Handlung mit neuen Charakteren hat. Dabei sind die zentralen Elemente – wie der Titel schon sagt – Liebe, Tod und Roboter. – Ein paar Episoden waren wirklich gut, aber die meisten waren mir zu sehr übertrieben und spielten zu sehr mit Extremen. Leider nicht mein Fall.

Platz 28: The Boys – Staffel 1

Hugh Campbell ist ein Verkäufer, dessen größer Plan es ist, mit seiner Freundin Robin zusammenzuziehen. Bis der Superheld A-Train, seines Zeichens der schnellste Mann der Welt, direkt durch Robin hindurchrennt und sie dabei zerfetzt. Die Superheldenfirma Vought bietet ihn daraufhin Schadensersatz an, die er ablehnt. Kurz darauf lernt er Billy Butcher kennen, der einen privaten Rachefeldzug gegen die „Supes“ führt. – Ich weiß, dass viele diese Serie lieben, aber mich hat sie absolut nicht ab geholt. Ich mochte die Idee, ich mochten den Humor, aber ich mochte weder die Charaktere, noch wie sich alles entwickelt hat. Und das Ende hat mir dann den Rest gegeben.

Platz 27: Upload – Staffel 1

In einer nicht allzu fernen Zukunft ist die Technik soweit, dass sterbende Menschen sich entscheiden können, ob sie normal sterben wollen, oder ob ihr Verstand in eine virtuelle Welt geuploadet werden soll. Als Nathan  einen Unfall mit seinem selbstfahrenden Auto hat, wird er vor genau diese Entscheidung gestellt. Seine Freundin Ingrid besteht darauf, dass er nach Lakeview geuploadet wird. – Auch eine Serie mit einer tollen Grundidee, die sich zu sehr an Nebenhandlungen aufhängt. Hätte vielleicht als abgeschlossene Miniserie funktioniert. Aber dadurch, dass sie weitere Staffeln aufgebaut hat, war sie zu langatmig.

Platz 26: Dead to me – Staffel 1

Jen Harding ist eine toughe Immobilienmaklerin, die nach dem Unfalltod mit Fahrerflucht ihres Mannes zwischen Trauer und Rettung des Familienlebens hin- und herschwankt. Als sie in einer Selbsthilfegruppe auf Judy trifft, die das komplette Gegenteil von ihr ist, entsteht eine seltsame Freundschaft. Doch Judy hat ein großes Geheimnis. – Der Trailer sah wirklich gut aus, es hätte total mein Humor sein können. Leider hat die Serie nach der ersten Folge ihren eigenen Humor schon wieder vergessen.

Platz 25: Emily in Paris – Staffel 1

Emily Cooper ist engagiert und arbeitet leidenschaftlich gerne für die Marketingagentur, bei der sie angestellt ist. Als sie das Angebot bekommt für eine Weile in Paris bei der Tochterfirma zu arbeiten, nimmt sie sofort an. Doch die französischen Kollegen sind alles andere als begeistert von ihrem Engagement. Und dann kommt noch der Kulturschock hinzu. – Ich weiß noch nicht, ob es ein Statement gegen die Werbebranche oder gegen Frankreich ist, auf jeden Fall sehr kritische Darstellung mit einer dafür viel zu gut gelaunten Protagonistin. Schwierige Serie.

Platz 24: The Witcher – Staffel 1

Geralt von Riva ist ein Hexer. Im Laufe der Staffel stellt er sich verschiedenen Monstern, wobei wohl keine Spezies so niederträchtig ist, wie die Menschen. Parallel dazu werden die Geschichten der Magierin Yennefer von Vengerberg und der Prinzessin Ciri von Cintra erzählt. – Die Auftaktstaffel hangelt sich in verschiedenen Zeitebenen an Kurzgeschichten entlang. Funktioniert nur teilweise, weil man so mit Namen und Orten überschüttet wird, aber die wichtigen durch die Flut eben auch vergisst und so wichtige Entwicklungen nicht mitbekommt. Ab der zweiten Staffel könnte es besser werden.

Platz 23: The Kominsky – Method – Staffel 1

Sandy Kominsky kann auf eine sehr kurze Schauspielkarriere zurückblicken, hält sie aber für eine sehr große und versucht sich seitdem als Schauspiellehrer. Inzwischen ist er in die Jahre gekommen. Sein Agent und bester Freund Norman Newlander muss am Anfang mit dem Tod seiner Frau zurecht kommen, wobei ihm Sandy gerne hilft, auch wenn das bedeutet, dass er sein Date Lisa mit zur Beerdigung bringt. Als dann auch noch Normans Tochter Phoebe, mit neuem Drogen- und Alkoholproblem, erscheint, ist das Chaos perfekt. – Die beiden Hauptcharaktere wachsen einem schnell ans Herz, aber so richtig weiß die Serie nicht, worauf sie hinauswill. Auch die lang aufgebauten Witze funktionieren nur bedingt. Es fehlt der Serie irgendwo an der Wärme.

Platz 22: This is us – Staffel 1

Familie Pearson ist nicht unbedingt alltäglich. 1980 erwarten die Eltern Jack und Rebecca  Drillinge. Kevin und Kate kommen zur Welt, doch das dritte Baby stirbt bei der Geburt. Wie es der Zufall so will, wurde am gleichen Tag ein Baby vor einer Feuerwache ausgesetzt und ins gleiche Krankenhaus gebracht. Die Pearsons adoptieren Randall. Die Serie wechselt zwischen der Geschichte der Eltern in den 1980er Jahren und denen der erwachsenen Kinder hin und her. – Grundsätzlich tolle Charaktere, spannende Handlung, aber für mich einfach zu viel Drama. Ja, es ist eine Dramaserie, aber es muss halt immer noch etwas drauf gesetzt werden.

Platz 21: Hollywood – Miniserie

In der goldenen Ära Hollywoods versuchen sechs junge Menschen in Hollywood Fuß zu fassen. Dabei kämpfen sie alle mit anderen Problemen und doch mit den gleichen. Dabei nutzen sie verschiedene Wege, um die etablierten Größen bei Ace Pictures, einem großen Filmstudio, zu beeindrucken. – Gute Idee, tolle Charaktere, leider waren mir einige Folgen einfach zu langatmig. Andere waren wirklich toll, aber die Serie war einfach nicht durchgehend spannend.

Platz 20: IZombie – Staffel 1

Liv Moore ist frisch verlobt, ehrgeizige Medizinstudentin und einfach rundum glücklich. Bis auf einer Bootsparty ein Virus ausbricht und sie gekratzt wird. Mit blassem Teint, weißblonden Haaren und einem Heißhunger auf Gehirn, muss sie entsetzt feststellen, dass sie ein Zombie ist. Sie bricht die Verlobung, schmeißt das Studium und sucht in der Pathologie eines Polizeireviers einen neuen Job. Dadurch hat sie Zugriff auf die Gehirne der verstorbenen. Zusammen mit ihrem Kollegen Ravi sucht sie nach einem Gegenmittel. – Ich liebe Krimiserien, ich hasse Zombies. Dennoch habe ich der Serie eine Chance gegeben und mochte den Krimianteil wirklich sehr, aber der Zombie-Drama-Anteil war mir doch zu groß.

Platz 19: Unorthodox – Miniserie

Esther „Esty“ Shapiro lebt in Williamsburg, New York City, in einer Ultraorthodoxen jüdischen Gemeinde. Aufgewachsen bei ihrer Großmutter, geht sie eine arrangierte Ehe mit Yanky Shapiro ein. Durch anhaltende Schmerzen beim Geschlechtsverkehr wird Esty immer unglücklicher und beschließt schließlich zu fliehen. Ihr einziger Anhaltspunkt außerhalb der Gemeinde ist ihre leibliche Mutter in Berlin. Mit Hilfe ihrer Klavierlehrerin reist sie nach Deutschland und lernt dort einige Musikstudenten kennen mit denen sie schnell Freundschaft schließt. Währenddessen reisen ihr Mann Yanky und dessen Cousin Moische ihr nach, um sie zur Rückkehr zu bewegen. – Grundsätzlich ist Unorthodox eine spannende Serie, die interessante Einblicke in eine ultraorthodoxe Gemeinde bietet und gleichzeitig die Emanzipation von Esty zeigt. Ein paar mehr Erklärungen bei einzelnen Aspekten wären schon gewesen, um die Serie noch besser zu verstehen.

Platz 18: Miss Fishers mysteriöse Mordfälle – Staffel 1-3

Phryne Fisher ist Aristokratin und kehrt in den 1920er Jahren nach vielen Jahren in Europa in ihre Heimat Melbourne, Australien zurück. Dort hilft sie bei der Aufklärung eines Mordes mit. Fortan mischt sie sich gerne in die laufenden Ermittlungen bei Mordfällen ein. Detective Inspector Jack Robinson ist davon wenig begeistert, kann Miss Fishers Enthusiasmus aber auch nicht stoppen. – Mal eine Krimiserie in den 1920er Jahren zu sehen, ist spannend, denn die Ermittlungen liefen da noch völlig anders ab. Leider mochte ich so ziemlich alle Nebencharaktere lieber als Miss Fisher. Aber auch sie weiß durchaus mit ihrem Charme umzugehen.

Platz 17: Austin & Ally – Staffel 1

Austin kann zwar allerlei Instrumente spielen und singen, versteht aber nichts vom Songs schreiben. Als er auf Ally trifft, die zwar sehr gute Songs schreibt, ebenfalls mehrere Instrumente spielt und singt, durch ihr Lampenfieber aber nie auftritt, sieht er seine Chance und stiehlt einen Song von ihr. Als er dadurch zur Internetberühmtheit wird, wird der Schrei nach einem weiteren Song groß. Doch dafür muss er sich bei Ally entschuldigen und ihr eine Partnerschaft anbieten. – Ich hätte nicht gedacht, dass ich die Serie doch so gerne mochte, aber die quirrligen Charaktere schaffen es den einzelnen Folgen viel Leben und Spaß einzuhauchen.

Platz 16: Weihnachten zu Hause – Staffel 1

Johanne ist Anfang Dezember mit ihrer Familie im Elternhaus zum Essen. Kurz zuvor hat sie erfahren, dass sie, weil sie keinen Mann und keine Kinder hat, mal wieder die Weihnachtsschichten im Krankenhaus, wo sie als Pflegerin arbeitet, übernehmen darf. Als das Thema dann auch noch von ihrer Mutter immer wieder thematisiert wird, rutscht ihr heraus, dass sie ja durchaus inzwischen einen Mann hat. Diesen muss sie nun in kürzester Zeit finden. – Sympathische norwegische Serie, arbeitet neben den ganzen Dates auch genug Weihnachsthemen ab, befasst sich mit Freundschaft und Familie und den wirklichen Werten zum Fest.

Platz 15: Batwoman – Staffel 1

Kate Kane kehrt nach Gotham zurück. Ihr Vater Jacob Kane hat, da Batman seit drei Jahren verschwunden ist, die private Einheit „The Crow“ gegründet, die fortan Gotham beschützen sollen. Doch bei der Zeremonie zur Abstellung des Batscheinwerfers wird seine Mitarbeitein und Kates Ex-Freundin Sophie als Geisel genommen. Kate rettet sie und nimmt fortan Batmans Identität an, merkt aber, dass sie sich von ihm differenzieren muss und wird zu Batwoman. In Alice, der neuen Untergrundchefin, entdeckt sie ihre für tot gehaltene Zwillingsschwester Beth. Der Kampf um Gotham hat begonnen. – Ich bin kein Fal von Batman, dafür aber umso mehr von Ruby Rose! Also gab ich der Serie eine Chance und sie hat es durch eine gute Grundhandlung und vor allem eine sehr coole Antagonistin geschafft mich in den Bann zu ziehen.

Platz 14: Dark – Staffel 1-2

Winden könnte eine beschauliche Kleinstadt in Deutschland sein. Würden hier nicht immer mal wieder Kinder verschwinden. Was lauert in den Windener Höhlen? Hat das AKW etwas damit zu tun? Die Serie begleitet vier Familien auf ihrer Suche nach Antworten. – Gerade am Anfang habe ich mehr als einmal einen Hilferuf an meinen besten Freund abgesetzt, wenn ich durch die vielen Namen und Zeitebenen nicht ganz durchgestiegen bin. Wenn man dran bleibt, bessert sich aber auch das. Vor allem schafft es Dark ein faszinierendes Konstrukt aufzubauen, wobei ich noch gespannt bin, wie sie das am Ende auflösen wollen.

Platz 13: The Mentalist – Staffel 1-3

Patrick Jane war jahrelang als Medium unterwegs und zockte ahnungslose Kunden ab. Als er sich bei einem Fernsehinterview mit dem Serienkiller „Red John“ anlegt, tötet dieser seine Frau und seine Tochter. Daraufhin hängt er den Mentalistenjob an den Nagel und arbeitet jetzt als Berater beim CBI. Dort stößt er mit seiner selbstherrlichen Art und bewusst anderen Art zu denken an, hat aber eine hohe Verbrechensaufklärungsrate. – Ich mag Krimiserien und ich mag Jane, auch wenn ich nicht mit ihm arbeiten wollen würde. Auch das restliche Team ist sehr sympathisch.

Platz 12: Star Trek: Picard – Staffel 1

2399. Jean-Luc Picard hat 14 Jahre zuvor die Sternenflotte verlassen, nachdem es durch den Zerfall des romulanischen Imperiums und einem Androiden-Angriff auf dem Mars zum Zerwürfnis kam. Als jedoch die junge Dahj ihn um Hilfe ersucht, stellt er eine neue kleine Mannschaft zusammen, um ihre Zwillingsschwester Soji zu retten. Auf seiner Reise trifft er auf alte Freunde und neue Feinde. – Picard bietet zugleich Auftakt für viele neue Abenteuer, als auch eine in sich geschlossene Geschichte. Es werden neue Charaktere, Welten und Szenarien geboten, ebenso wie ein Wiedersehen mit Altbekanntem. Die geschickte Verflechtung von beidem macht Picard zu einem spannenden Weltraumabenteuer.

Platz 11: Das Damengambit – Miniserie

Beth Harmon ist eine Waise. Im Waisenhaus lernt sie vom stillen Hauswart Schach spielen. Sie entwickelt sich zu einem Profi und schafft es bis in die obersten Ränge. Dabei stehen ihr Suchtprobleme im Weg. – Ich glaube noch nie war Schach so spannend, wie in dieser Serie. Dazu kommt eine unfassbare Kulisse, tolle Bilder und eine tolle Hauptdarstellerin. Mit Beth als Charakter bin ich nie so ganz warm geworden, aber das ist für die Serie auch absolut nicht notwendig.

Platz 10: Balthazar – Staffel 1

Raphael Balthazar ist Gerichtsmediziner. Er assistiert Captain Helene Bach und ihrem Team am Tatort und führt mit seinem Team dann die Obduktionen durch. Doch sein scharfer Verstand und seine stummen Dialoge mit den Opfern führen dazu, dass er auch bei den Ermittlungen mithilft und meist die zündende Idee hat. – Französische Krimiserie mit tollen Charakteren, spannenden Fällen und typisch französischem Charme. – [Werbung |Rezensionsexemplar]

Platz 9: Dash & Lily – Staffel 1

Lily liebt Weihnachten über alles und verbringt sie immer in heimliger Runde mit ihrer Familie. Doch dieses Jahr ist alles anders. Ihre Eltern reisen nach Fiji, ihr Grandpa nach Florida und sie bleibt allein mit ihrem Bruder Langston zurück. Dem kommt zusammen mit seinem Freund Benny die Idee, dass Lily jemanden kennenlernen sollte. Aber damit es auch der richtige ist, soll sie ein rotes Notizbuch in ihrer Lieblingsbuchhandlung verstecken und dort allerlei Hinweise reinschreiben. Und tatsächlich findet Dash das Buch. Dash hasst Weihnachten, und sagt beiden Elternteilen, dass er beim jeweils anderen feiern würde. Da kommen ihm die Herausforderungen aus dem Buch gerade recht. – Eine süße Geschichte, passend zur Jahreszeit und behandelt doch genug Themen, um alle Folgen gut zu füllen.

Platz 8: Community – Staffel 1-6

Jeff Winger hat bereits jahrelang als Anwalt praktiziert, als herauskam, dass er gar nicht Jura studiert hat. Das soll er jetzt nachholen und geht dafür aufs Greendale Community College. Dort trifft er auf Britta Perry im Spanischkurs und überredet sie mit ihm eine Lerngruppe zu gründen, als Vorwand, um sie zu verführen. Doch Britta hat ihn durchschaut und hat auch andere Leute in die Lerngruppe eingeladen. Im Laufe der Serie wird aus der Lerngruppe eine eingeschworene Gemeinschaft von Freunden. – Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit am Anfang habe ich alle Charaktere sehr lieb gewonnen und konnte mich mit dem Humor absolut identifizieren. Schade ist, dass die Qualität ab Staffel 5 deutlich nachgelassen hat, aber letztlich hat die Serie trotzdem noch irgendwie funktioniert.

Platz 7: Friends – Staffel 1-10

Monica lebt in New York. Zu ihren engsten Freunden gehört die exzentrische Phoebe und ihre Nachbarn Chandler und Joey. Ebenfalls zur Clique gehört ihr Bruder Ross. Sie treffen sich regelmäßig im Café Central Perk. Dort findet sie eines Tages auch Rachel, mit der Monica in der Highschool gut befreundet war, deren Wege sich danach aber trennten. Rachel ist in guten Verhältnissen aufgewachsen und wollte soeben einen Zahnarzt heiraten, als sie kalte Füße bekam. Sie beschließt bei Monica einzuziehen und entwickelt sich schnell zu einem festen Mitglied der Gruppe. – Ich bin lange nicht an die Serie rangekommen, aber nachdem ich ihr immer wieder eine Chance gab, hat sie mich nun absolut gefangen genommen.

Platz 6: The Mandalorian – Staffel 1

Der Mandalorianer ist ein Einzelkämpfer und gehört der Kopfgeldjäger-Gilde an. Bei einem großen Auftrag soll er einen Fünfzigjährigen aufspüren, der sich jedoch als ein Kind herausstellt. Nachdem der Mandalorianer das Paket abgeliefert hat, überkommen ihn Zweifel und er entführt das Kind zurück. Dies führt zu einem Zerwürfnis mit der Kopfgelderjäger und einem großen Kampf. Sie können fliehen, doch haben auch andere Kopfgeldjäger Peilsender und können sie so verfolgen. Wird es gelingen das Kind zu beschützen? – Ein Star Wars Ableger, der sich wieder auf die alten Werte besinnt und eine gut durchdachte Handlung abliefert und vor allem unfassbar gute Bilder.

Platz 5: Julie and the Phantoms – Staffel 1

1995 steht die Band Sunset Curve kurz vor dem musikalischem Durchbruch. Doch abgelaufene Hotdogs führten zum verfrühten Ableben drei der vier Bandmitglieder. 25 Jahre später, landen sie als Geister in der Garage von Julie. Sie kann als einzige die Jungs sehen und findet dadurch zurück zur Musik. Und sobald sie auf einer Bühne auftritt, können auch die anderen die Jungs sehen. So gründen sie die Band Julie and the Phantoms, wobei alle denken, dass es sich bei den Jungs um Hologramme handelt. – Die Serie hat coole Songs, tolle Performances, Witz, Drama, Humor und vor allem ganz viel Herz!

Platz 4: Miracle Workers – Staffel 1

Eliza arbeitet im Himmel. Dieser ist aufgebaut wie eine große Firma mit allerlei Abteilungen, die den Betrieb auf der Erde ermöglichen. Da Eliza ihre Arbeit in der Schmutzabteilung nicht mehr machen möchte, bittet sie um eine Versetzung. Sie kommt in die Abteilung für Wunder, stellt aber fest, dass sie auch dort nicht viel ausrichten können. Denn die wahren Wunder kann nur Gott verrichten, der allerdings alles andere als kompetent ist. Nach einem Wutausbruch Elizas will Gott die Welt vernichten, außer die Wunderabteilung schafft ein wahres Wunder. – Das dürfte wohl die Serie sein, die mich mit ihrem schwarzen Humor dieses Jahr am meisten zum lachen gebracht hat. Die Idee ist so ulkig und dabei doch so liebevoll umgesetzt, dass ich sie eigentlich nur jedem empfehlen möchte.

Platz 3: Stumptown – Staffel 1

Dex Parios war beim Militär und hat in Afghanistan gekämpft. Seit sie zurück ist, hängt sie häufig im Bad Alibi, der Bar ihres besten Freundes Grey, ab. Nachdem sie von der Mutter ihres verstorbenen Ex-Freundes Sue Lynn Blackbird den Auftrag bekommt ein vermisstes Mädchen zu finden, erkennt Dex, dass sie durchaus Talent in dieser Art von Job hat. Sie beantragt eine Privatermittlerlizenz. Dabei hilft ihr Detective Miles Hoffmann. – Ich mochte die Ehrlichkeit der Serie, da Dex noch immer ihr Kriegstrauma verarbeitet. Gleichzeitig ist die Serie wunderbar divers, ohne das je groß zu thematisieren. Der Crimeanteil ist spannend, der Rest sehr witzig und jetzt schaut endlich alle diese Serie, damit ich meine zweite Staffel bekomme!

Platz 2: Willkommen in Gravity Falls – Staffel 1-2 (2x)

Dipper und Mabel, beide 12 Jahre alt, werden während der Sommerferien zu ihrem Großonkel Stan Pines geschickt. Dieser wohnt in Gravity Falls und betreibt dort die Mystery Shack. Während Mabel zunächst nur daran denken kann, dass sie eine große Sommerromanze braucht, findet Dipper ein Tagebuch des mysteriösen Autors, in dem allerlei Wesen beschrieben werden, die sich in und um Gravity Falls tummeln sollen. Und schon bald finden beide Geschwister raus, dass an den Mythen so einiges Wahres dran ist. Ein Sommer voller Spaß und Abenteuer steht bevor. – Ich hätte nie gedacht, dass ich diese Serie mögen würde. Glücklicherweise wurde ich zu meinem Glück gezwungen und hab die Serie gleich zweimal gesehen! Die Charaktere sind toll, sie ist witzig, sie ist spannend und das Gesamtpaket passt einfach.

Platz 1: Alexa & Katie – Staffel 1-4

Alexa Mendoza hat Leukämie. Doch zusammen mit ihrer besten Freundin seit Kindheitstagen Katie Cooper hat sie die Chemo überstanden. Nun steht der erste Tag der Highschool bevor, doch Alexa fallen nun doch die Haare aus. Doch zusammen meistern die beiden jedes Hindernis. Egal, ob durch den Krebs verursacht oder ein ganz alltägliches Teenagerproblem. Unterstützung bekommen beide durch ihre Familien, die ebenfalls gut befreundet sind. – Eine Serie voller Herz, Drama, Witz, Familienliebe und einfach einzigartigen Charakteren. Dennoch wird das Grundthema – Krebs – stets ernst genommen.

Was waren eure Serienhighlights? Welche Serien wollt ihr unbedingt noch sehen? Welche Serien sollte ich unbedingt noch sehen?

Mein Jahresrückblick 2020 – #1 – Kinofilme

Wie schreibt man als passionierter Kinogänger im Jahr 2020 eine Einleitung zum Jahresrückblick ohne in Tränen auszubrechen. Es war für uns alle ein sehr schweres Jahr. Die Kinos waren monatelang geschlossen, beinahe alle großen Filmstarts wurden auf das nächste Jahr verschoben oder auf den gängigen Streamingdiensten veröffentlicht. Mein Ziel war es – okay ist es eigentlich jedes Jahr – die 100 Kinobesuche im Jahr zu schaffen. Im Februar war ich da noch guter Dinge, ab März hätte ich nicht einmal gedacht, dass es doch noch so viele werden.
Achso, für alle, die zum ersten Mal bei meinen Jahresrückblicken dabei sind, noch eine kurze Erklärung. Mein Jahr geht von Dezember bis November, damit ich im Dezember bereits die Rückblicke schreiben und veröffentlichen kann, ohne die Filme im Dezember zu vernachlässigen.

Zur Statistik:

41 gesehene Kinofilme in 2020 (2018 waren es 77). Das ist für die aktuelle Situation doch gut.

Davon
… 2 Anime Specials
… 1 in der Cinemathek
… 7 in der Sneak
… 31 regulär

I. Cinemathek

1 Film habe ich in der Cinemathek gesehen. Das Format gibt es aber auch seit der ersten Kinoschließung im März nicht mehr in meinem Kino – logischerweise ohne Ranking

Porträt einer jungen Frau in Flammen

Malerin Marianne reist auf eine einsame Insel, um Eloise zu malen, die davon aber nichts mitkriegen darf. Dabei knüpfen die beiden Frauen ein ganz besonderes Band – Ein Film voller schöner Bilder, interessanter Charaktere, ruhiger Erzählart und eine versprühende Erotik, die gerade durch die Subtilität funktioniert.

II. Anime Special

2 Filme aus dem Bereich Anime Special habe ich dieses Jahr geschafft zu sehen – ohne Ranking

Weathering with you

Der Nachfolger des wunderbaren Your Name. befasst sich mit einer nicht enden wollenden Regenzeit in Tokyo und einem Mädchen, das durch Gebet die Sonne für kurze Zeit hervorlocken kann – Ein schöner Coming-of-age Film mit fantastischen Elementen. Kommt nicht an den Vorgänger heran, erzählt aber trotzdem seine Geschichte.

The Dragon Dentist

Nonoko gehört zu den Zahnärzten eines großen Drachens, der kilometer lang ist, ganze Schlachtschiffe transportieren kann und im aktuellen Krieg entscheiden sein kann. Eines Tages taucht der Soldat Bell aus einem der Zähne auf. Er gehört eigentlich der Gegenseite an und ist gestorben. Sein Auftauchen aus dem Zahn ist ein Omen für großes Unheil. – Eine sehr interessante Idee, die spannend und voller schöner Bilder umgesetzt wurde. Auch für Nicht-Anime-Fans durchaus sehenswert.

III. Neulich in der Sneak 

7 Filme gab es dieses Jahr in der Sneak zu sehen. Auch dieses Format gibt es bei mir im heimischen Kino seit März nicht mehr. Ich hoffe sehr, dass es irgendwann wieder eingeführt wird, vor allem weil diesmal eine tolle Auswahl dabei war – im Ranking

Platz 7: 7500

Wer Flugangst hat, sollte diesen Film wohl besser meiden. Denn er zeigt ein zu realistisches Szenario einer Flugzeugentführung. Über den Realitätsfaktor hinaus schafft er es aber nicht, den Zuschauer an die Leinwand zu fesseln und scheitert an seinem beengten Raum.

Platz 6: Bombshell

Die wahre Geschichte über den Missbrauchsskandal bei FOX News gegen den früheren Senderleiter Roger Ailes. Stark gespielt, versinkt aber in Zeitsprüngen und zu vielen Nebencharakteren, das man der eigentlich wichtigen Handlung nicht richtig folgen kann.

Platz 5: 21 Bridges

Manhatten verbindet 21 Brücken mit dem Festland. Nach einem gescheiterten Drogendeal und mehreren toten Polizisten, wird die Insel abgeriegelt. Leider nutzt der Film seine Möglichkeiten nicht und erzählt einen Thriller nach Schema F. Damit kommt er aber aus der Mittelmäßigkeit nicht hinaus.

Platz 4: 3 Engel für Charlie

3 Engel für Charlie hat wirklich gute Grundideen, leider scheitert der Film daran, dass er wieder mit einer Origin-Story beginnt und die Charaktere einige Zeit brauchen, um sich aneinander zu gewöhnen. Sobald der Film jedoch seinen Rhythmus gefunden hat, schafft er es ein geniales Finale hinzulegen.

Platz 3: Peanut Butter Falcon

Ein Junge mit Downsyndrom möchte unbedingt Wrestler werden und flieht deswegen aus dem Heim. Unterwegs trifft er auf einen Mann, der ebenfalls auf der Flucht ist. Zusammen tretten sie eine ungewöhnliche Reise an. – Ein unscheinbarer Film mit viel Herz und ohne große Moralkeule.

Platz 2: 1917

Mitten im ersten Weltkrieg werden zwei Soldaten losgeschickt, um den Befehl eines abgesagten Angriffes zu überbringen. Dafür riskieren sie ihr eigenes Leben. Der Film brilliert vor allem durch die Kameraeinstellungen, die den Zuschauer immer mitten im Geschehen vermuten lässt. Darüber hinaus ist er sehr realitätsnah und undramatisch gehalten.

Platz 1: The Gentleman

Drogenbaron Mickey Pearson will sein Imperium verkaufen. Das sorgt für allerlei Trubel. Heraussticht die besondere Erzählart, die dem Film einen ganz eigenen Rhythmus gibt. Sobald man sich an den gewöhnt hat, entfaltet der Film einen Sog, den er bis zum Ende durchhält.

IV. Kinofilme 

31 Filme habe ich 2020 regulär im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:

Die Enttäuschungen

Platz 31: Nightlife

Milo und Renzo wollen ihre eigene Bar eröffnen. Doch während Renzo sich in Schwierigkeiten bringt, um an Geld zu kommen, versucht Milo ein Date unter außergewöhnlichen Umständen hinzubekommen. Leider eine Komödie, die eher durch plumpe Witze und Klischees versucht vorwärts zu kommen. Bis auf wenige Momente funktioniert das Konzept nicht.

Platz 30: Die fantastische Reise des Dr. Dolittle

Robert Downey Jr. beerbt Eddie Murphy als Arzt, der mit den Tieren sprechen kann. Als Grundidee sehr schön, leider mutiert der Film schnell zu einem 08/15 Abenteuerfilm, der somit von Anfang bis Ende vorhersehbar ist. Aufgebaute Vorlagen und running gags werden nicht genutzt und so bleibt der Film leider weit hinter seinen Möglichkeiten.

Platz 29: Edison – Ein Leben voller Licht

Ein Film über den Stromkrieg in den 1880er Jahren zwischen Edison im Team Gleichstrom und Westinghouse im Team Wechselstrom. Leider erklärt der Film sehr wenig und lässt den Zuschauer eher im Dunkeln.

Platz 28: Cats

Während viele nach dem Trailer bereits ausgestiegen sind, konnte mich Cats dort durchaus noch begeistern. Das es keine wirklich existente Handlung gibt, wusste ich vorher und die Optik störte mich wenig beim Sehen, auch wenn man beim vorhanden Budget darüber nur den Kopf schütteln kann. Leider konnten mich die Arrangements von einigen Liedern nicht wirklich überzeugen und so gab es nur noch wenig Highlights im Film, auch wenn ich ihn eher im Bereich Mittelmaß als Superflop einordnen würde.

Platz 27: Into the Beat

Ein Tanzfilm aus Deutschland, der wohl an alte Hollywood-Erfolge aus dem Genre anknüpfen wollte, auch einige schöne Tanzchoreographien abliefern konnte, sich aber letztlich zu sehr in Klischees verloren hat. 

Das solide Mittelfeld

Platz 26: Lindenberg: Mach dein Ding

Udo Lindenberg ist inzwischen erfolgreicher deutschsprachiger Künstler, aber wie fing das eigentlich alles an? Biopic mit sehr sprunghafter Erzählweise. Wer aber gerne mehr über den Herrn erfahren möchte und kein Problem mit massenweise Zeitsprüngen hat, sollte hier einmal einen Blick wagen.

Platz 25: Hello Again

Täglich grüßt das Murmeltier als deutsche Komödie. Zazie versucht die Hochzeit ihres ehemals besten Freundes aufzuhalten, ruiniert sie stattdessen aber einfach nur. Und wacht einfach am gleichen Tag wieder auf. Doch was muss sie tun, um die Zeitschleife zu durchbrechen? – Deutsche Komödie, die die Gags leider zu lange ausspielt, weswegen sie weniger wirken, nette Handlung, konnte leider nicht wirklich überzeugen.

Platz 24: Jumanji 2

Erneut geht es für die vier Freunde in das Videospiel Jumanji. Nur das durch einen technischen Defekt auch Spencers Großvater und dessen Freund in das Spiel gezogen werden. Leider schafft es die Fortsetzung nicht, an das Neuentdecken und die guten Einfälle des ersten Teils anzuknüpfen. Stattdessen bringen sie einfach die gleichen Gags immer und immer wieder, was schnell ermüdend wirkt. Schade, denn ein paar Einfälle gab es durchaus noch.

Platz 23: Es ist zu deinem Besten

Deutschland und seine Komödien. Diesmal darf die Altherrenriege sich um ihre Töchter sorgen. Denn die haben nicht gerade den Männergeschmack, den sich die Väter erhoffen. Also beschließen die Väter nachzuhelfen. – Deutlich besserer Humor als nach dem Trailer zu vermuten war, aber dennoch verpasst der Film es mehr zu sein als nur die übliche deutsche Komödie oder gar Tiefgang zu haben.

Platz 22: X-Men: New Mutants

Der finale Film der Reihe weicht deutlich vom üblichen Schema ab. Wir treffen auf eine Gruppe junger Mutanten in einem Krankenhaus, aus dem sie nicht abhauen können. Dort sollen sie lernen ihre Kräfte unter Kontrolle zu halten. Doch als sich die Albträume der Insassen inkarnieren, müssen sie alle über sich hinauswachsen. – Erfrischend anders, kein üblicher Superheldenfilm, aber leider trotzdem nicht fertig durchdacht. Man merkt viel verschenktes Potential, sobald der Film vom Coming of Age Flair abweicht.

Platz 21: Tesla

Die indirekte Fortsetzung zu Edison schafft es den ‚Vorgängerfilm‘ in einer groben Zusammenfassung aufzugreifen und die benötigten Erklärungen zu liefern. Mit wenig Budget versucht der Film einen verschlossenen Charakter greifbarer zu machen und setzt hier viele künstlerische Tricks ein. Letztlich driftet aber auch Tesla immer weiter vom Zuschauer weg.

Platz 20: Der Spion von Nebenan

Ein strafversetzter CIA-Agent soll eine Familie beschützen. Doch die geheime Operation wird schnell von der kleinen Sophie aufgedeckt, die mit ihrer taffen Art schnell alles auf den Kopf stellt. – Charmante Agentenkomödie, die leider nicht Neues wagt.

Platz 19: Sonic – the Hedgehog 

Die Videospielreihe bekommt ihre Verfilmung. Dabei wird eine einfache Origin Story erzählt, die für Fans der Spiele durchaus funktionieren kann, für alle andere aber wenig Neues bietet.

Platz 18: Ruf der Wildnis

Der Weg eines Hundes nach Alaska. Dort hat er mit immer neuen Herausforderungen zu kämpfen. Auch wenn viele den CGI Hund kritisieren, findet man gerade durch die übertriebene Mimik des Hundes eine Verbindung und verliert sich schnell in den eisigen Kälten Alaskas.

Platz 17: Hexen hexen

Hexen hassen Kinder. Das muss der Protagonist des Films am eigenen Leib erfahren. Zusammen mit seiner Grandma versucht er dem Fluch einer Hexe zu entkommen. Dabei geraten sie mitten in die Jahrestagung eines Zirkels. – Hexen hexen vereint Kinderfilm, Drama, Komödie und leichte Horrorelemente und wirbelt sie geschickt zu einem Film zusammen, scheitert aber an der Definition der Zielgruppe. Trotz guter Witze und spannender Handlung fehlt dem Film der letzte Funken, um wirklich gut zu sein. 

Platz 16: Enkel für Anfänger

Drei Renter stehen an einem Punkt, an dem sie etwas im Leben ändern wollen. So legen sie sich – teilweise nicht ganz freiwillig – Patenenkel zu. Da ist das Chaos vorprogrammiert. Eine gutes Drama, das sich hinter einer nicht funktionierenden Komödie verbirgt. Aber genau dann, wenn der Film ruhiger wird und hinter die Masken schaut, zeigt er seine große Stärke.

Platz 15: Als Hitler das rosa Kaninchen stahl

Caroline Link inszeniert hier das autobriografisch angehauchte Buch von Judith Kerr. Sie erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie, die nach der Wahl 1933 aus Deutschland fliehen muss, jedoch aus der Sicht der 10-jährigen Tochter Anna. Dabei kommt ein sehr ruhiger und unaufgeregter Film heraus, der dennoch in einigen Szenen ergreifend ist und hoffentlich zum Nachdenken anregt.

Platz 14: Birds of Prey

Harley Quinn hat sich vom Joker getrennt. Dadurch wird sie zu Freiwild. Sie stimmt zu einen Auftrag des Mafiabosses Sionis anzunehmen. Dabei trifft sie auf noch mehr Frauen, die nach Emanzipation suchen. Der Film hat zwei Schwerpunkte, die beide zu kurz kommen. Dies macht er aber mit einer großen Portion Spaß und Frauenpower wett und schafft es trotz Stolpersteine zu funktionieren. Garniert wird das mit dem besten Finale seit Endgame.

Platz 13: Der Fall Richard Jewell

Bei den olympischen Spielen von 1996 kommt es zu einem Bombenattentat. Der Sicherheitsmann Richard Jewell findet diese und kann schlimmeres verhindern. Nachdem er kurz als Held gefeiert wird, gerät er ins Kreuzfeuer von FBI und den Medien. – Stark inszeniertes Drama über die Macht von FBI und Medien, bleibt aber an seinem Protagonisten und erzählt, wie es ihm damit erging.

Platz 12: Vergiftete Wahrheit

Anwalt Robert Bilott stolpert in einen Skandal, der unsere Gesundheit betrifft. Der Streit soll 19 Jahre dauern. – Der Film umschifft die üblichen Stolpersteine eines investigativen Films und erzählt die Geschichte verständlich und spannend.

Platz 11: Suicide Tourist

Max hat einen Gehirntumor und möchte in Würde abtreten. Dies führt ihn ins Hotel Aurora, wo aktive Sterbehilfe angeboten wird. – Tiefgehendes Drama mit unpassendem Ende.

Platz 10: Parasite

Eine arme Familie erschleicht sich nach und nach Jobs bei einer reichen Familie.  Parasite ist ein Film, der verschiedene Genres vermischt und doch eine deutliche Systemkritik spüren lässt. Stellenweise sehr extrem inszeniert, kommt er mit einer starken ersten Hälfte und einer überraschenden zweiten Hälfte daher.

Platz 9: Jim Knopf und die Wilde 13

Die Fortsetzung und zweite Buchverfilmung der Reihe. Auch diesmal begleiten wir wieder Jim Knopf und Lukas den Lokomotivführer auf neuen Abenteuern. Denn Lummerland braucht einen Leuchtturm. Auch kommen sie der Wilden 13 auf die Spur. – Der Film hat aus dem Vorgänger gelernt, kleinere Stolpersteine werden umschifft und die Geschichte mit einer sehr schönen Optik umgesetzt.

Platz 8: Der geheime Garten

Mary Lennox entstammt einer britischen Familie, die in Indien lebt. Nach dem Tod der Eltern reist sie zu ihrem Onkel auf ein alten britisches Anwesen. Sie kann sich nur schwer an ihr neues Leben gewöhnen, bis sie den Schlüssel zu einem geheimen Garten findet. – Handlungstechnisch viel neu interpretiert zur Buchvorlage, dadurch aber eine schöne Geschichte mit traumhafter Kulisse geschaffen.

Die Highlights

Platz 7: Marie Curie

Die Filmographie über die bekannte Physikerin und Chemikerin Marie Curie erzählt ihre Erfolge, aber auch die Fehlschläge. – Brilliant gespielt, viel Stoff, ohne zu überfüllt zu wirken.

Platz 6: Tenet

Christopher Nolan hat es endlich geschafft seinen lang ersehnten Film in die Kinos zu bringen. In seiner üblichen Manier wurde es wieder ein ‚Mindfuck-Zeitexperiment‘. Handwerklich wird hier so ziemlich alles richtig gemacht, lediglich erzählerisch gibt es kleine Abstriche, da Nolan sich hier zu viel vorgenommen hat und seinen Film ab einem gewissen Punkt selbst nicht mehr erklären konnte.

Platz 5: Rettet den Zoo

Ein Assistent einer großen Anwaltskanzlei soll einen bankrotten Zoo ohne Tiere retten, damit er eine Festanstellung bekommt. Mit den verbliebenen Angestellten, schmiedet er den Plan in lebensechte Kostüme zu schlüpfen. Eine schöne Komödie aus Südkorea mit einer guten Portion Drama und einer guten Portion Komödie.

Platz 4: Jojo Rabbit

Jojo ist in der Hitlerjugend zur Zeit des zweiten Weltkriegs und hat Adolf Hitler als imaginären besten Freund. Doch als er feststellt, dass seine Mutter eine Jüdin versteckt, stellt das sein Weltbild auf den Kopf. Ein Film, der einen auf zwei Weisen zum Weinen bringt. Durch die Komik und Satire und durch die dramatische Geschichte.

Platz 3: Star Wars – Episode 9 – Der Aufstieg Skywalkers

 J.J. Abrahms bekam das Ruder zurück und durfte nun seinerseits alle Änderungen von Rian Johnson zunichte machen, nachdem dieser sich mit Episode 8 an die Grundfesten von Episode 7 zu schaffen gemacht hat. Letztendlich ist ein Film herausgekommen, den ich mochte, allerdings auch nur, weil er mit dem Vormaterial nicht mehr viele Möglichkeiten hatte, um noch zu einem runden Ende zu kommen.

Platz 2: Knives Out

Der erfolgreiche Krimiautor Harlan Thrombey wird tot aufgefunden. Die Familie findet sich zur Testamentseröffnung ein. Detektiv Benoit Blanc nutzt die Chance, um den vermeintlichen Selbstmord näher zu untersuchen. Ein Film nach feinster Agatha Christie Manie mit interessanten Charaktern, allen voran Daniel Craigs Blanc, und einer spannenden Handlung, der den Balanceakt zwischen alteingessesenem Genre und neuartiger Erzählweise geschickt meistert.

Platz 1: Little Women

Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Dennoch versucht Jo gegen die strengen Konventionen zu rebellieren. Little Woman ist trotz reduzierter Inszenierung ein Film, der tief ins Herz geht. Durch liebevolle Charaktere und ein Schwesterband, das unerschütterlich scheint, braucht es kaum Drama, um einen einfach nur schönen Film zu inszenieren.

Was waren eure Highlights? Welchen Film sollte ich unbedingt nachholen, der nicht in dieser Liste auftaucht?

Mein Jahresrückblick 2019 – #2 – Kino

Und weiter geht es mit meinen Rückblicken. Der Einfachheit halber werde ich dieses Jahr alle Filme, die ich im Kino gesehen habe, in diesem Beitrag zusammenfassen. Sprich es wird diesmal für die Kategorien Cinemathek und Neulich in der Sneak keinen seperaten Rückblick geben.
Als Vorbemerkung ist zu sagen, dass es im regulären Kinobetrieb kaum große Enttäuschungen gab, allerdings auch nicht so wahnsinnig viele Highlights, Stattdessen hält das solide Mittelfeld über die Hälfte aller Filme parat. Was das für die Kinowelt bedeutet, darf gerne jeder selbst interpretieren.

Zur Statistik:

77 gesehene Kinofilme in 2019 (2018 waren es 80). Damit noch weiter von meinem Jahresziel von 100 Filmen abgedriftet.

Davon
… 1 Wiederholungstäter
… 1 Anime Special
… 3 in der Cinemathek
… 19 in der Sneak
… 53 regulär

I. Wiederholungstäter

2019 habe ich ES – Kapitel 1 im Doppelfeature mit dem zweiten Teil erneut gesehen.

II. Anime Special

2019 habe ich ein Anime Special gesehen.

Penguin Highway ist ein Anime, der für Fans des Genres duchaus funktionieren dürfte, mich persönlich aber nicht abholen konnte. Für alle neugierigen unter euch, die einen Anime abseits der großen etablierten Studios sucht, dürfte sich eine Sichtung von Penguin Highway durchaus lohnen.

III. Cinemathek

2019 habe ich drei Filme in der Cinemathek gesehen – im Ranking

Platz 3: Hotel Artemis

Interessantes Setting, guter Cast und trotzdem leider eher enttäuschend, da die Handlung erst nicht richtig läuft und sich dann in sinnlosem Geballer verliert. Potential nicht genutzt.

Platz 2: Kindeswohl

Kindeswohl kommt nicht so richtig in Schwung, zumal das Gerichtsdrama aufhört, ehe es richtig angefangen hat. Der weitere Verlauf ist ohne die Gedanken der Charaktere zu kennen (wie im Buch) leider nicht richtig nachvollziehbar. In Filmform ist die Geschichte daher nicht gut.

Platz 1: Tolkien

Die Geschichte um J. R. R. Tolkien und seiner großen Liebe. Zwischen Krieg und schwieriger Kindheit wächst Tolkien auf und entwickelt seine eigene Sprache, die er gegen Ende in seinem ersten Roman „Der Hobbit“ verarbeitet. Nicht das große Biopic, was man erwarten könnte, dafür eine interessante Geschichte über Liebe, Freundschaft und das Erwachsen werden.

IV. Neulich in der Sneak

2019 ließ ich mich 19 Mal überraschen, welchen Film vor Kinostart ausgewählt wurde – im Ranking

Platz 19: Holmes & Watson

Wie es ein so schlechter Film überhaupt ins Kino geschafft hat, bleibt schleierhaft. Wieso er es dann auch noch trotz seiner vielen sexistischen Äußerungen schaffen konnte, ist noch umstrittener. Es bleibt mir nur eins zu sagen: Spart euer Geld! Der Film ist von vorne bis hinten großer Mist!

Platz 18: Ein letzter Job

Ein letzter Job ist ein Film, der mit einem langweiligen Drehbuch, unsympathischen Charakteren und unmotivierten Darstellern daherkommt, die alle schon bewiesen haben, es wesentlich besser zu können. Ein Heist-Movie, der so ziemlich alles falsch macht.

Platz 17: White Boy Rick

Aus der Geschichte hätte man eine interessante Biographie machen können, wenn man sich nur ein bisschen Mühe gegeben hätte eine Geschichte auch wirklich zu erzählen. So sind hier Szenen hintereinander gereiht, die in ihrer Aussagelosigkeit nur vom Hauptdarsteller übertroffen werden.

Platz 16: Halloween Haunt

Halloween Haunt verfolgt im Ansatz mit der Kombination aus Geisterbahn und Escape Room eine gute Ausgangsbasis, verliert sich jedoch in Klischees und Stereotypen und einer nicht nachvollziehbaren Handlung.

Platz 15: The Kitchen

The Kitchen hat es leider verpasst eine nachvollziehbare Handlung aufzubauen und scheitert am Großaufgebot an sinnlosen Charakteren und Handlungswendungen.

Platz 14: Das Ende der Wahrheit

Das Ende der Wahrheit ist zwar hoch ambitioniert, scheitert aber an verwirrender Handlung, stereotypischen Charakteren und langatmiger Erzählweise.

Platz 13: Die Agentin

Die Agentin ist einer der langweiligsten Spionage-Filme, die ich kenne. Er hat kein Konzept, keine Tiefe und keine Handlung. Eine engagiert spielende Diane Kruger konnte daran auch nichts ändern.

Platz 12: Unknown User 2 – Dark Web

Unknown User – Dark Web vollführt einen Drahtseilakt zwischen guten und misslungen Szenen und schafft es nicht die Spannung und das Tempo zu halten. Mit platten Charakteren krankt er an ähnlichen Stellen, wie schon der erste Teil.

Platz 11: Greta

Greta ist ein Film, der viel Potential hatte und auch gerade im Mittelteil eine bedrohliche Spannung erzeugt, die vor allem von Hupperts Spiel kommt. Dies wird im finalen Teil aber komplett über den Haufen geworfen

Platz 10: Brightburn

Brightburn – Son of Darkness ist ein qualitativ hochwertiger Horrorfilm mit einer interessanten Grundhandlung, der an zwei Stellen abdriftet und sich damit einiges verbaut.

Platz 9: Bumbleebee

Bumblebee nimmt die guten Eigenschaften eines E.Ts und mischt sie mit den schlechten Elementen des Transformers-Franchises. Herausgekommen ist ein Film, der an vielen Stellen durchaus Spaß macht und ans Herz geht. Leider kann er das Niveau nicht durchgängig halten.

Platz 8: Official Secrets

Official Secrets hatte den Cast und die Geschichte um einen spannenden Film über die Whisteblowerin Katharine Gun zu machen. Leider nutzt er die Elemente nicht und schafft es nicht aus der Mittelmäßigkeit herauszukommen.

Platz 7: Kursk

Tragische Geschichte trifft auf viele richtige Ansätze, schafft es aber am Ende nicht sich aus dem bekannten Schema zu befreien und holt so den Zuschauer nicht richtig ab.

Platz 6: Ronny und Klaid

Ronny und Klaid ist eine dieser deutschen Überraschungskomödien, die am Anfang so gar nicht funktioniert und sich dann stückweise immer mehr steigert und am Ende durch seinen ganz eigenen Charme einfach überzeugen kann.

Platz 5: Hard Powder

Hard Powder ist eines der Filme, bei dem man über den lahmen Anfang hinwegsehen muss, um doch noch eine kleine Filmperle zu entdecken, die viele wohl nicht auf dem Schirm hatten.

Platz 4: Anna

Anna ist ein interessanter Film mit guten Darstellern, Hanndlung voller Wendungen und gutem Szenenbild und Choreographien. Dennoch kostet ihm die Rückblendenerzählung einige Pluspunkte.

Platz 3: Zombieland 2 – Doppelt hält besser

Zombieland 2 schafft es auch nach 10 Jahren noch eine gute Fortsetzung zu sein, der die wichtigsten Elemente des ersten Teils aufgreift und sich doch weiterentwickelt. Mit einem sympathischen Hauptcast, einem gelungenem Nebencast, viel angebrachtem Witz, durchdachter Action und mitreißender Dialoge schafft es der Film gute Laune zu versprühen.

Platz 2: Ein Gauner und Gentleman

Ein Gauner und Gentleman ist eine unaufgeregte Kriminalkomödie, die aber durch ihre sympathischen Darsteller sehr gut funktioniert. Man muss sich vorab nur auf die sehr ruhige Erzählweise eingelassen haben.

Platz 1: Fishermans Friends

Fisherman’s Friends ist ein sympathischer kleiner Film über eine Chantis singende Fischergruppe, mit einer Menge Heimatgefühl, aber eben auch dem Fernwehfaktor. Für den gute Laune Faktor einfach einmal ansehen!

V. Kinofilme

2019 habe ich 53 Filme regulär zur normalen Spielzeit im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:

V.I – die Enttäuschungen

Platz 53: Tabaluga

Tabaluga hätte ein süßer Kinderfilm werden können. Aber dafür hätte man sich Mühe geben müssen. So wirkt der komplette Film leider schnell hingeschludert und mit möglichst wenig Aufwand lieblos gestaltet. Es scheint so, als ob jemand dringend aus dem Namen Profit schlagen wollte, ohne dafür wirklich einen Finger krumm zu machen. Leider wieder ein Hinweis darauf, dass gerade im Bereich Animationsfilm Deutschland weit hinter dem großen Vorbild Hollywood hinterher hängt.

Platz 52: Iron Sky 2 – The coming race

Iron Sky – The Coming Race hat zu wenig von Allem und zu viel von Nichts. Und warum nochmal habe ich meine angekündigten Nazis auf Dinosauriern nicht bekommen?

Platz 51: X-Men – Dark Phoenix

X-Men Dark Phoenix ist nicht die ersehnte Fortsetzung nach einem miserablen Apokalypse, sondern leider einfallslos, lahm und in der Hauptrolle schlecht besetzt. Der einzig interessante Satz im Film kam von Jennifer Lawrence Charakter, die eine Umbenennung der X-Men fordert, nachdem die Frauen einen Großteil der Arbeit beitragen. Ob wir das Franchise nun final beerdigen dürfen, wird sich zeigen.

Platz 50: Mortal Engines – Krieg der Städte

Als vom Buch enttäuschte Leserin war ich von der Verfilmung wahrscheinlich begeisterter als die reinen Filmseher. Trotzdem kann ich leider nicht sagen, dass ein spannender und runder Film herauskam. Letztlich bleibt es ein Film, der rein auf die Optik beschränkt herausragend ist, aber leider zu starke Schwächen in der Handlung hat.

Platz 49: Aquaman

Auch wenn Aquaman im weltweiten Boxoffice der erfolgreichste DCEU Film ist, bleibt er leider in großen Teilen ein Reinfall. Dabei birgt er Potential, wenn man sich eben auf eine Handlung konzentriert und dafür die Charaktere besser herausgearbeitet hätte.

Platz 48: Friedhof der Kuscheltiere

Friedhof der Kuscheltiere ist leider erneut eine Buchverfilmung, die sich zu sehr von der Vorlage wegentwickelt hat und dadurch vergessen hat seine Charaktere vorzustellen und auf ein logisches Ende zuzusteuern. So bleibt einem am Ende ein lachhafter Zombiefilm in Erinnerung, was der Vorlage nicht würdig ist.

V.II – das solide Mittelfeld

Platz 47: The Lego Movie 2

The Lego Movie 2 versucht auf der selbstgeschaffenen Welle weiterzureiten, säuft aber größtenteils ab. Trotz kleinerer schöner Ideen und Gags kann die Haupthandlung nicht überzeugen.

Platz 46: Yesterday

Für eine Stunde ist der Film ein super sympathischer „Was wäre wenn“ Film mit tollen Einfällen und einigen Beatlessongs. Leider kippt die Qualität nach knapp der Hälfte völlig und wird danach zu einer einfallslosen Liebesgeschichte. Schade!

Platz 45: Der König der Löwen

Der König der Löwen war optisch zwar gut anzusehen, aber dafür relativ emotionslos. Im Grunde war es ein guter Film, weil er einfach einen guten Film nachstellt. Neue Ideen sucht man jedoch ergebnislos.

Platz 44: Die Addams Family

Die Addams Family bleibt in allem Belangen beim Durchschnitt, versucht sich zwar durch ein paar gelungene Gags zu retten, kann sich aber nicht hervortun.

Platz 43: Gemini Man

Gemini Man dümpelt mit einer mittelmäßigen Handlung vor sich hin und hangelt sich nur von Actionszene zu Actionszene, die trotz starker Bilder nicht mehr mit der starken Konkurrenz mithalten kann.

Platz 42: Monsieur Claude und seine Töchter 2

Monsieur Claude und seine Töchter 2 verfehlt auf die interessanten Handlungsteile einzugehen und fokussiert die langweiligen zu sehr. Darüber hinaus schafft er es nicht politische Aktualität mit einzubringen und ist nicht wirklich witzig.

Platz 41: Maria Stuart – Königin von Schottland

Maria Stuart baut ein gutes Setting auf und setzt auf einen starken Cast. Leider kann der Film nicht durch seine Handlung überzeugen, die zu lang und zu langatmig erzählt ist.

Platz 40: Ad Astra

Ad Astra ist ein sehr langatmiger Film ohne Identifikationsfigur, die den Zuschauer mit gesellschaftskritischen Bildern überschwemmt, sie durch eine monotone Off-Stimme noch übermäßig erklärt und letztendlich nicht auf den Punkt kommt.

Platz 39: Mary Poppins 2

Mary Poppins‘ Rückkehr ist leider eine der Sequels, die nicht notwendig gewesen wären. Obwohl einige Stellen großen Spaß machen, bleibt der Gesamtfilm uninspiriert in Handlung und Liedern.

Platz 38: Scary Stories to tell in the dark

Scary Stories to tell in the Dark versucht sich an einer Mischung aus Gänsehaut und Es, kann mit beiden, was die Szenenartigen Monstererscheinungen angeht auch mithalten, hält dieses Niveau aber nicht über die Rahmenhandlung und verpasst gerade am Ende die Rundung.

Platz 37: Captain Marvel

Captain Marvel ist ein grundsolider Film aus dem Hause Marvel. Leider bleibt er deutlich hinter seinen Möglichkeiten und beschränkt sich auf eine sehr einfach gehaltene Handlung, die einzig vom Nostalgiefaktor lebt.

Platz 36: Pets 2

Von drei Einzelepisoden macht eine wirklich Spaß, ist eine für den Tiefgang zuständig und eine leider zu abgedreht. Doch im großen und ganzen funktioniert Pets 2 damit besser als sein Vorgänger.

Platz 35: Men in Black – International

Men in Black – International ist ein leichter Actionfilm, der sich leider zu sehr auf seinem Namen ausruht. Trotz vieler witziger Einfälle, kann er nicht durchgehend unterhalten und versagt gerade am Ende.

Platz 34: Dem Horizont so nah

Dem Horizont so nah erzählt seine Geschichte mit einer gewissen jugendlichen Naivität, die den Ton sehr auflockert, ihm aber auch die Tiefe nimmt. Das Augenmerk liegt hier deutlich auf der Liebesgeschichte.

Platz 33: Traumfabrik

Traumfabrik lädt zum träumen und schwärmen ein, scheitert dann aber an überzeichneten Charakteren und einem fehlbesetzten Protagonisten.

Platz 32: Godzilla 2 – King of the Monsters

In Godzilla: King of the Monsters bekommt der Zuschauer so ziemlich das, was er erwarten darf. Schwächen in der Handlung sind verzeihbar, da diese in einem Film mit solch großangelegten Kämpfen nicht das Hauptaugenmerk ist.

Platz 31: Die Goldfische

Die Goldfische ist ein typischer Klamauk-Roadmovie, der gerade dann überzeugt, wenn er sich weit aus dem Fenster lehnt und die Political Correctness ein bisschen außer Acht lässt. Trotzdem wird respektvoll mit dem Thema Behinderung umgegangen.

Platz 30: Glass

Mit Ausnahme des schwachen Mittelteils, der kurzaus kürzer hätte ausfallen können, schafft es Shyamalan mit Glass einen Abschluss seiner Comicreihe zu kreieren, der vor allem von den brillianten Schauspielleistungen seiner Hauptcharaktere lebt.

Platz 29: Spider-Man 2 – Far from home

Spider-Man: Far from home hat viele gute Ansätze, versucht die Marveltypische Spannung und Humor zu verbinden, scheitert aber letztendlich durch eine verworrene Handlung und einem unnachvollziehbarem Bösewicht. Damit zählt er zu den schwächeren Vertretern aus dem Hause Marvel.

Platz 28: Ich war noch niemals in New York

Ich war noch niemals in New York hat gewiss einige Schönheitsfehler, die aber gut überdeckt werden, von dem, was der Film eigentlich will: Gute Laune verbreiten. Und dies schafft er durch seine kunterbunte Inszenierung ganz hervorragend.

Platz 27: John Wick 3 – Parabellum

John Wick 3 ist zwar wieder eine deutliche Verbesserung zum zweiten Teil, kann aber noch immer nicht an den ersten heranreichen. Zwar sind die Actionszenen erstklassig und Actionsfans kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten, dennoch ist die Geschichte nun auserzählt.

Platz 26: Alita – Battle Angel

Alita – Battle Angel ist ein grundsolider Film, der sich ein bisschen zu viel vorgenommen hat und dadurch kleinere Schönheitsfehler hat. Doch ein guter Cast und eine interessante Geschichte kann das meiste ausbügeln.

Platz 25: Das perfekte Geheimnis

Das perfekte Geheimnis ist ein Film, der beim Erstmaligen Sehen großen Spaß macht, trotz einer sehr konstruierten Handlung. Gerade der gut harmonierende Cast schafft es den Film trotzdem rund zu gestalten.

Platz 24: Dumbo

Dumbo ist ein positives Beispiel für Disneys Remake-Wahnsinn, denn die Geschichte wird gut weitererzählt und kann mit neuem Blickwinkel und weitergedachter Handlung viel Neues bieten. Leider fehlt der zündende Funke, um aus Dumbo mehr als eine solide Geschichte zu machen.

Platz 23: Once upon a time in Hollywood

Once upon a time in Hollywood ist eine gelungene Momentaufnahme des Lebens in Hollywood, mit wenig Handlung und wenig Bezug zu den Manson-Morden. Wer sich damit anfreunden kann, bekommt einen gewohnt hochwertigen Tarantinofilm, der einmal mehr beweist, dass Tarantino sein Handwerk versteht.

Platz 22: Der Grinch

Der Grinch ist ein großer Spaß für die ganze Familie. Die sehr einfache Handlung mit den offensichtlichen Wendungen wird mit einer guten Menge an Humor gekonnt überspielt.

Platz 21: 100 Dinge

100 Dinge macht für eine deutsche Komödie sehr viel richtig, da er sich auf die Handlung konzentriert und eine Charakterentwicklung zulässt. Dabei ist er beinahe durchgängig witzig, verliert sich leider am Ende in den zu viel aufgebauten Handlungssträngen.

Platz 20: The Favourite – Intrigen und Irrsinn

The Favourite ist bestimmt nicht jedermanns Favorit. Regisseur Lanthimos geht hier bewusst über Grenzen hinaus. Getragen wird der Film von drei sehr starken Schauspielerinnen, wobei Olivia Coleman jedoch mit einer absolut oscarwürdigen Leistung heraussticht.

Platz 19: Der Fall Collini

Ein Gerichtsdrama, dass nicht nach dem „Wer“, sondern nach dem „Warum“ fragt und dies spannend erzählt und mit überwiegend guten Darstellern daher kommt. Jedoch fehlt nach der großen Wendung noch einmal das Unvorhergesehene

Platz 18: Vice – der zweite Mann

Vice ist ein stark erzählter Film mit gutem Cast. Ein bisschen weniger reißerisch hätte er dennoch sein können, so kommt er nicht an seinen Vorgänger (The Big Short) heran.

Platz 17: Der Junge, muss an die frische Luft

„Der Junge muss an die frische Luft“ ist ein sehr ernster und teilweise beklemmender Film, der seine Stimmung jedoch immer wieder aufzulockern weiß. Mit einem grandiosen Jungdarsteller begeistert der Film letztendlich, Taschentücher sollte man aber genug dabei haben.

V.III Die Highlights

Platz 16: Fast and Furious: Hobbs & Shaw

Hobbs & Shaw konnte mich durch eine starke weibliche Fast-Hauptrolle, ein intelligentes Drehbuch, sympathische Charaktere und gut gemachter Action durchaus überzeugen.

Platz 15: Ralph breaks the Internet

Ralph breaks the Internet ist eine Fortsetzung, die sehr viel Spaß macht und dennoch eine schöne Geschichte über Freundschaft aufbaut. Lediglich das Finale ist etwas zu übertrieben geraten.

Platz 14: Meisterdetektiv Pikachu

Meisterdetektiv Pikachu ist ein wilder Mix aus Humor, Action und vor allem Pokemon. Kleinere Schönheitsfehler sind zu verkraften, da Ryan Reynolds als Pikachu nach Deadpool erneut zur Höchstform aufläuft.

Platz 13: Shazam!

Ein in vieler Hinsicht realitätsnaher und nachdenklicher Superheldenfilm, der aber doch die Power und den Witz mitbringt, um das Superheldengenre noch einmal von einer ganz anderen Seite zu beleuchten.

Platz 12: Es – Kapitel 2

Es – Kapitel 2 ist eine gelungene Fortsetzung und Umetzung des Buches von Stephen King. Lediglich am Ende will er ein wenig zu viel und er könnte für Horrorfilmfans zu lasch sein.

Platz 11: Die Eiskönigin II

Die Eiskönigin II schafft es nicht das Niveau des ersten Teils zu halten, für sich betrachtet erzählt er aber eine schöne Geschichte, besticht durch seine Optik und kann bis auf ein paar kleinere Kritikpunkte am holprigen Start und Ende, sowie der Anordnung der Lieder doch überzeugen.

Platz 10: Gut gegen Nordwind

Gut gegen Nordwind ist eine gelungene Verfilmung eines E-Mailromans mit hochmotivierten Darstellern und einer unaufgeregten Handlung. Fans klassicher Liebesfilme dürften hier weniger auf ihre Kosten kommen, doch wenn man ihm eine Chance gibt, entfaltet er seinen ganzen Charme.

Platz 9: Joker

Joker überzeugt in Inszenierung und mit seinem grandiosen Hauptdarsteller. Dennoch bietet er Diskussionsmaterial in positiver und negativer Weise.

Platz 8: Le Mans 66

Le Mans 66 schafft es selbst den größten Autorennenmuffel abzuholen und mitzureißen. Durch die Verteilung der Handlung auf mehrere Gruppen, wird der Zuschauer stark miteingebunden. Bis auf zwei kleine Kritikpunkte kann der Film einfach nur begeistern

Platz 7: Last Christmas

Last Christmas ist ein wunderbarer Liebesfilm, der sich jedoch mit so viel mehr befasst und neben dem wahren Gedanken von Weihnachten eine Menge guter Botschaften vermittelt. Dabei ist er überaus klischeefrei, außer er setzt diese gezielt ein.

Platz 6: Can you ever forgive me

Can you ever forgive me ist eine sehr ruhige Filmperle, die bei den meisten wohl untergehen wird. Ruhig erzählt und stark gespielt, springt der Film zwischen Charakterisierung und erzählter Geschichte.

Platz 5: Downton Abbey

Downton Abbey ist für Fans die lang ernsehnte Wiedervereinigung aller geliebten und teilweise gehasster Charaktere. Für Neulinge ist es ein Historienfilm, der seinesgleichen sucht, was Detailliebe angeht. Vor allem mit den witzigen und bissigen Dialogen können wohl beide Parteien etwas anfangen.

Platz 4: Green Book

Green Book ist ein kleinerer, aber sehr feiner Film, der seine Geschichte rund erzählt und den Fokus auf den Roadtrip und die Freundschaft der beiden Protagonisten legt. Die Rassenthematik ist zwar allgegenwärtig, wird aber gekonnt subtil eingespielt.

Platz 3: Everest – Ein Yeti will hoch hinaus

Everest – Ein Yeti will hoch hinaus ist liebevoll gestaltet, voller kleiner Geschichten für Groß und Klein, die beide Seiten zum Lachen und Weinen bringt und dabei die Schwerpunkt auf Freundschaft, Familie und Trauerbewältigung legt. Dabei wärmt einen der Film einfach nur das Herz.

Platz 2: Rocketman

Rocketman ist eine Musikerfilmographie, die eher als Musical inszeniert wurde, was dem Film aber sehr gut tut. Zusammen mit einem fantastischen Hauptdarsteller kommt ein runder Film heraus.

Platz 1: Avengers – Endgame

Avengers – Endgame ist der Film, den die Fans nach 11 Jahren Franchise und 21 Vorgängerfilmen einfach verdient haben. Er ist emotional, spannend, witzig, nostalgisch und einfach die logische Konsequenz aus allem davor gewesenem. Danke Marvel für diesen Film!