Gut zu Vögeln

Am 14.01.2016 erschien ein neues deutsches Liebesdrama in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Merlin ist frisch von ihrem Verlobten getrennt und kommt mit der Situation gar nicht zurecht. Also organisiert ihr Bruder Simon einen Vorstellungstermin in seiner ehemaligen WG, da er mit seiner schwangeren Freundin Clara zusammengezogen ist. Der schwule Nuri hat damit kein Problem, nur Jacob hat eigentlich überhaupt keine Lust auf eine Frau in der WG – und erst Recht keine, die frisch getrennt ist. Doch er stimmt schließlich zu und das Drama geht seinen Lauf.

Es scheint, als ob die deutschen Produktionsstudios keine neuen Ideen hätten und daher alles bereits dagewesene in einen neuen Film presst. Da die Handlung eigentlich keiner mehr ernst nehmen kann, wird das ganze in absolut abstruse Komik umgewandelt, um wenigstens die Humorschiene beim Publikum zu treffen. Und es funktioniert.
Gut zu vögeln nutzt einen neuen Trend als Einstieg: Chat-Fenster bzw. SMS Fenster. Nur wird diesmal darüber die geplante Hochzeit von Merlin und ihrem Verlobten Tillmann abgesagt. Völlig fertig mit ihrer Welt zieht Merlin aus der gemeinsamen Wohnung aus und hofft nun, dass ihr Bruder Simon seine ehemaligen Mitbewohner überreden kann, dass sie das WG-Zimmer bekommt. Nach anfänglichem Zögern wurden beide Mitbewohner überzeugt. Während der schwule Nuri Merlin sofort freundlich aufnimmt, ist Jacob eher genervt von ihrem ständigen ‚Rumgeheule und versucht dem Ganzen irgendetwas positives abzugewinnen. Doch in einer WG lässt es sich nicht komplett vermeiden, dass man sich näher kennenlernt und so kommt es zum langen Gespräch und deren Folgen.
Gut zu vögeln ist ein einfach gestricktes Drama, deren Ausgang sehr vorhersehbar ist. Dadurch baut sich den ganzen Film über keine Spannung auf. Der Film lebt einzig und allein von dem Humor. Die Lacher sind wohl platziert, allerdings auch nicht wirklich ausgereift. Zum Teil zielen sie unter die Gürtellinie, was wieder auf das Niveau des Films hinweist. Zum anderen Teil sind es auch Reflexlacher im Publikum, d. h., dass beim ersten Anschauen viel gelacht wird, aber die Witze beim zweiten Sichten nicht einmal mehr ein Grinsen hervorrufen würden. Damit funktioniert der Film für einen Mädelsabend, wenn keiner den Film vorher gesehen hat, aber taugt nichts für einen längerfristigen Platzt im DVD-Regal. Im Gegensatz dazu ist die Musik ein halbes Meisterwerk: Ironisch, frisch und spritzig. Eine so passende Musikauswahl habe ich bei vergleichbaren Filmen des Genres noch nicht gesehen. An einigen Stellen untermalt sie die Stimmung, an anderen Stellen ist sie so schön ironisch, dass dort von den Zuschauern am lautesten gelacht wurde.
Die Charaktere wurden in die üblichen Rollenklischees gepresst. Merlin, gespielt von Anja Knauer, ist eine absolute Chaotin, die sich in einen für sie absolut unpassenden Mann verliebt hat. Sie lebt ihre Gefühle sehr geräuschvoll aus, fürchtet sich aber andererseits davor, vor einem Mann zu pupsen. Sie und ihre Aussagen stehen immer im Gegensatz zu einander. Kein Glück in der Liebe, dafür ein neuer Job. Augenscheinlich wieder mehr Glück in der Liebe, Pech im Job. Weint lautstark ihrem Ex-Verlobten nach, lässt sich aber naiv vom nächsten Mann ausnutzen. Jacob hingegen ist der „Schönling“ des Films. Nicht wirklich nett zu Frauen, aber bringt immer einen One-Night-Stand nach Hause. Den Kopf voller verrückter Ideen, aber keine davon hat eine Zukunftschance. Simon und Clara mimen das perfekte Pärchen. Frisch zusammengezogen und in freudiger Erwartung, geben sie regelmäßig Beziehungstipps, kümmern sich um Merlin und arbeiten an ihrem Glück. Und dann gibt es da noch Nuri, den Quotenschwulen. Er versucht die Harmonie in der WG zu halten und träumt auch von der großen Liebe. Viel interessanter sind in diesem Film die kleinen Nebenfiguren, die teilweise mit bekannten Schauspielern besetzt wurden und da eher für frischen Wind sorgen.

Alles in allem ist Gut zu Vögeln ein Produkt von der Stange, hat abgesehen von der Musik nichts neues zu bieten und kann daher nicht überzeugen. Für diese Leistung gibt es 03 von 10 möglichen Punkten.

Carol (Kurzkritik)

Am 17.12.2015 erschien ein Film über eine Beziehung zwischen zwei Frauen in den 1950er Jahren in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Therese arbeitet in den 50er Jahren in einem Spielwarengeschäft und geht eher halbherzig auf das Werben des jungen Richard ein. Doch dann trifft sie auf Carol, die sofort eine gewisse Anziehung auf sie ausübt. Beide leben gesellschaftlich in völlig unterschiedlichen Welten, denn Carol ist mit dem erfolgreichen Geschäftsmann Harge verheiratet. Trotzdem brechen beide aus den Konventionen ihrer Zeit aus und probieren eine lesbische Beziehung aufzubauen.

Carol erzählt auf sehr anschauliche Weise, wie schwierig es damals war eine lesbische Beziehung zu führen. Von beiden wird erwartet sich in eine heterosexuelle Beziehung zu fügen, egal, ob sie damit glücklich sind oder nicht. Das Thema und die Schwierigkeiten, die angesprochen werden, sind spannend und bietet guten Stoff für dieses Drama. Leider verpasst der Film es den Zuschauer richtig abzuholen und Spannung aufzubauen. Einzelne Szenen, die zwar eine klare Aussage treffen, werden minutenlang ausgebaut, dass man im Kinosessel sitzt und sich denkt: Danke, ich hab die Aussage verstanden, weiter bitte! Durch eine fast quälend langsame Erzählweise und einer sehr vorhersehbaren Handlung wirkt der Film nicht. Daran können auch die wirklich guten Schauspielleistungen von Cate Blanchett und Rooney Mara nichts mehr ändern. Der Film beruft sich durchgängig auf sein Thema und das er deswegen etwas ganz besonderes sei. Und man kann zustimmen, dass das gewählte Thema genug Stoff bietet, um ein spannendes Drama zu kreieren. Nur Carol schafft es mit seiner ausschweifenden und gleichzeitig langsamen Erzählweise nicht.

Alles in allem kann der Film nicht überzeugen und bekommt daher nur 04 von 10 möglichen Punkten.

Bloggeburtstagverlosung – Auslosung

Kurzmitteilung

Hallo ihr Lieben,
zu meinem Bloggeburtstag habe ich zwei Posterpakete verlost. Durch die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel bin ich ganz davon abgekommen, die Auflösung zu bieten. Aber nun zu meinem persönlichen Geburtstag möchte ich das ganze nachholen.

Leider gab es nur eine sehr geringe Teilnahme, weswegen die Verlosung etwas mau ausfiel.

Platz 2 mit einem Poster geht an: Melli’s Bücher Blog

Platz 1 mit einem Poster Bundle aus 3 Postern geht an: Ma-Go

Ich hoffe ihr freut euch über eure Preise. Den genauen Versand besprechen wir noch 🙂

The Big Short

Am 07.01.2016 erschien ein Film, der sich mit den „Gewinnern“ der Finanzkrise von 2007 befasst, in den deutschen Kinos-

Kurz zur Story: Hedgefond-Manager Michael Burry fällt durch Zufall auf, dass der Immobilienmarkt in den USA auf faulen Krediten aufgebaut ist und daher in naher Zukunft kollabieren wird. Damit sieht er die Finanzkrise von 2007 vor, doch nur eine Gruppe Einzelner glaubt ihn und sichert sich gegen die drohende Krise ab.

The Big Short setzt sich nicht nur mit den Ursachen der Krise, dem amerikanischen Immobillienmarkt und den raffgierigen Banken auseinander, sondern auch mit einer unangenehmen Gewinner-Verlierer-Basis. Burry ist ein Mann, den man nur als merkwürdig bezeichnen kann. Während er als einziger die faulen Kredite und das damit einhergehende Krisenpotenzial sieht, putzt er sich im Büro die Zähne, hört Metall, spielt mit Schlagzeugstöckern oder mit einem Ball. Vielleicht trägt auch dieser Umstand dazu bei, dass ihm keiner glauben will. Seine Investoren trauen ihm nur durch langjährige Erfahrung, aber von den Banken wird er nur ausgelacht. Also sichert er sich gegen die kommende Krise ab, in dem  er mit den Banken Versicherungen schließt. Sollte die Krise eintreten, greift die Versicherung und er wird ein reicher Mann. Solange die Krise nicht eintritt, zahlt er eine Gebühr an die Banken. Diesem Beispiel folgen kurz darauf zwei weitere Gruppen. Dabei kämpfen sie immer wieder gegen ihr Gewissen an. Denn wenn sie Recht haben und die Krise eintritt, verlieren Tausende von Amerikanern ihre Arbeit und ihr Zuhause, doch nur sie gewinnen viel Geld. Der Film pendelt zwischen humorvollen Einlagen, Fassungslosigkeit und Jähzorn über die Arroganz der Banken. Der Film holt den Zuschauer perfekt ab und versucht ihn durch den Wirrwarr der Wirtschaft zu führen. Wer jedoch nicht gerade Wirtschaft studiert hat, kann mitunter Probleme haben dem Film zu folgen. Die Produzenten wollten dem ganzen Vorbeugen und haben auch eine gute Lösung gefunden. Die wichtigsten Begrifflichkeiten werden mit einfach gehaltenen Definitionen untertitelt und die großen Begriffe werden mit einer humorvollen Einlage dargestellt. Trotzdem ist der Wirtschaftsdschungel weiter undurchsichtig und der Film daher etwas schwer zu verstehen. Mitunter wünscht man sich, dass man im Kino den Film zurückspulen kann und nocheinmal eine Definition nachlesen kann, oder eine Pausetaste, um ein Phänomen nachzuschlagen. Trotzdem kann die grobe Rahmenhandlung verstanden werden.
Durch einen hervorragenden Cast, um Christian Bale, Steve Carell, Brad Pitt und Ryan Gosling bekommen die Figuren Leben. Alle sind komplett unterschiedliche Charaktere, jeder hat auf seine Art sein Päckchen zu tragen. Vom oben beschriebenen Burry, zum jähzornigen Mark Baum, der einen Hass auf die Ungerechtigkeit in der Welt hat, zum der Welt misstrauenden Ben Rickert, der glaubt ständig überwacht und kontrolliert zu werden. Diese wilde Mischung macht den zusätzlichen Charme des Filmes aus.
Der Film befasst sich vorrangig mit dem Thema Gewissen. Die Banken werden als gewissenlose Institutionen dargestellt, die ohne Rücksicht auf die Bürger das große Geld schaufeln. In der Hinterhand immer die Gewissheit, dass, sollte es zur Krise kommen, der Staat schon eingreift und sie rettet. Dem gegenüber stehen die kleinen Gruppen, die das Risiko erkannt haben und daraus versuchen Profit zu schlagen. Doch sie plagt regelmäßig das schlechte Gewissen, denn sie machen nur Gewinne, wenn Tausende von Menschen Job und Haus verlieren. Durch den Charakter Jared Vennett wird die Dimension zum Zuschauer durchbrochen. Er kommuniziert durch die Leinwand mit dem Zuschauer, erklärt kurz Charaktere und das Geschehen. Dadurch nimmt er die Distanz und führt das Publikum viel näher an das Geschehen heran. Es kann sich nun nicht mehr vom Film distanzieren und wird unmittelbar berührt und betroffen.

Alles in allem ist der Film gut getroffen, spannend, mitreißend, aber leider etwas zäh durch die vielen Wirtschaftsbegriffe. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Krampus

Am 03.12.2015 erschien ein Weihnachtsfilm, der sich mit dem bösen Schatten des Weihnachtsmannes beschäftigt in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Weihnachten – das Fest der Liebe und Besinnlichkeit. Doch in manchen Familien herrscht statt Festtagsstimmung nur Streit und Uneinigkeit. So auch bei einer typischen amerikanischen Familie, um die es in diesem Film geht. Unter Zwang werden zwei Familienteile zu den Festtagen zusammengeführt und können nun Gemeinheiten austauschen. Enttäuscht und traurig zerknüllt der kleine Max seinen Brief an den Weihnachtsmann und wirft ihn aus dem Fenster. Doch damit ruft er den Bruder des Weihnachtsmannes, den Krampus. Dieser ist gekommen, um nun zusammen mit seinen Helfern die zerstrittene Familie zu töten.

Krampus zeigt von Anfang an, dass er ein Weihnachtsfilm ist, der für die Weihnachtsmuffel und die Weihnachtskritiker ist. Denn während viele Weihnachtsfilme mit einer Überblende auf eine festlich geschmückte Stadt begraben unter Schnee beginnt, zeigt Krampus zunächst ein Einkaufszentrum, das am 23.12. noch einmal seine Pforte öffnet und die Schlacht um die letzten Weihnachtsgeschenke eröffnet. Zusammen mit schöner weihnachtlicher Musik wirken die Szenen so absurd, aber trotzdem so real, dass es dem Zuschauer schon das erste Lächeln auf die Lippen treibt. Mitten in diesem Geschehen prügelt sich ein Rentier mit einem zweiten. Der kleine Max wird von seinen Eltern Tom und Sarah aus der Prügelei gezogen und mit nach Hause genommen. Dort backt seine Oma schon gefühlte tausende und abertausende von Plätzchen. Die Festtagsstimmung scheint jedoch getrübt, denn die Schwester von Sarah Linda kommt mit ihrem Mann Howard und ihren vier Kindern zu Besuch. Und die komplett unterschiedlichen Lebenseinstellungen führen regelmäßig zu einem aneinandergeraten der Familienmitglieder. Dementsprechend getrübt ist die Stimmung. Als dann auch noch Tante Dorothy ungeladen auftaucht, ist auch das letzte Fünkchen Weihnachtsstimmung hinüber. Ein typisches Familiendrama beginnt mit viel Witz und sarkastischen Sprüchen fühlt man sich teilweise vielleicht sogar an die eigene Familie erinnert. Es könnte ein schönes Familiendrama sein und dabei sogar einige andere Weihnachtsfilme ausstechen. Doch es bleibt nicht dabei. Denn der kleine Max wünscht sich ein glückliches und besinnliches Weihnachtsfest. Doch er wird immer mehr enttäuscht und von seinen Cousinen so sehr geärgert, dass er nicht mehr an die Magie des Weihnachtsfestes glaubt und daher kurzerhand seinen Weihnachtszettel zerreißt. Der Auftakt für die kommenden Ereignisse. Sein Ruf wird erhört, jedoch nicht vom Weihnachtsmann, sondern von dessen dunkler Seite: Dem Krampus. Alles beginnt mit einem Schneesturm und einem Stromausfall, doch schon bald bekommt die Familie Besuch vom Krampus und seinen Gehilfen.
Krampus ist ein Film, der sich wohl als ehestes als eine Weihnachtssatire bezeichnen lässt. Es beginnt als lustiges Weihnachtsdrama und endet als Horrorkomödie. Drama und Horror sind klar voneinander abgegrenzt, wobei der Horroranteil überwiegt. Überzogen sind beide Teile von einem schönen Humor, der die Zuschauer mitunter fast auf dem Boden liegen lässt vor Lachen. Dabei bildet der Humor eine schöne Brücke über beiden Teilen und das entscheidende Verbindungsstück. Der Horrorteil des Filmes setzt sich mit den Grundängsten des Menschen auseinander. Was passiert, wenn man im eigenen Haus eingeschlossen ist und eine Bedrohung heranschleicht? Dabei wird nur wenig auf Schreckmomente gesetzt, sondern die Spannung eher langsam aufgebaut. Auch wird sich auf ältere Filme besonnen und auf viele computergenerierte Animationen verzichtet und stattdessen viel mit Puppen gearbeitet. Dies mag in der heutigen Zeit vielleicht altmodisch klingen, aber trifft genau den Ton des Films und wirkt nicht weniger Gruselig.
An dem sehr gut gelungenen Film gibt es nur zwei Kleinigkeiten auszusetzen. Zum einen musste am Ende noch eine Schippe ‚drauf gesetzt werden. Anstatt es bei einem schönen und runden Abschluss zu lassen, musste noch eine Szene dran gehängt werden, die zwar im letzten Moment noch überzeugen kann, aber dennoch nicht nötig gewesen wäre.
Zum anderen spricht die Oma die meiste Zeit mit einem starken österreichischen Dialekt. Das mag als stilistisches Mittel vielleicht wirken, weil die Legende des Krampus seine Ursprünge in Österreich hat, nervt im Film aber. Vor allem wirkt er unpassend, wenn der Dialekt auf einmal fehlt, wenn die Oma einen längeren Monolog hält. Hierauf hätte verzichtet werden können.

Trotz dieser kleinen Kritikpunkte kreiert der Film einen schönen Anti-Weihnachtsfilm und schafft es fast vollständig zu überzeugen. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Blogparade: Best On-Screen/-Page Chemistry (No couples)

Hallo ihr Lieben,
pünktlich zum Jahresstart hat die Königin der Blogparaden wieder eine gestartet und natürlich bin ich auch diesmal wieder dabei. Doch bei der Erstellung meiner Liste stand ich vor zwei Problemen. Grandiose On-Screen-Chemistry! Und dann haben die ab einer späten Staffel doch noch beschlossen ein Paar zu werden und Schwupps darf ich sie hier nicht mehr nennen. Problem Nr. 2: Die Liste der singenden Lehrerin ist so gut, dass ich am liebsten Copy&Paste gemacht hätte. Aber nun will ich doch versuchen meine ganz eigene persönliche Liste zu erstellen.

Top 10 aus Serien:

Platz 10: Max & Caroline (2 broke girls)
2-broke-girls
Quelle

Sie sind sehr unterschiedlich in der Einstellung, aber ihre Armut verbindet sie und unterhält uns. Aber trotzdem haben sie ihre ganz eigene Chemie zusammen.

Platz 9: Oliver & Diggle (Arrow)
John_Diggle_David_Ramsey_and_Oliver_Queen_Stephen_Amell-4
Quelle

Was wäre Oliver ohne Diggle? Sie harmonieren gut im Team im Kampf gegen die Großen und zu Einflussreichen in Starling City.

Platz 8: B.A. & Murdock (The A-Team)
d7a56373324bb3ba173c44b7bc899a1d.474x562x1
Quelle

Sie können nicht mit und sie können nicht ohne einander. Ich finde, dass das eine andere Art von Chemie ist, ohne die, The A-Team nicht das gleiche wäre.

Platz 7: J.D. & Dr. Cox (Scrubs)
6x13_Sneak_hug
Quelle

Ich habe lange überlegt, ob ich nicht J.D. und Turk hier nennen sollte. Aber da Paare ja ausgenommen sind, musste ich umschwenken 😉

Platz 6: James & Carlos (Big Time Rush)
large
Quelle

Kann man nicht beschreiben, muss man erlebt haben 😉

Platz 5: Coyote & RoadRunner (LooneyToons)
Roadrunner-Coyote-A
Quelle

Es kann mir keiner erzählen, dass da keine ganz besondere Chemie zwischen den beiden ist. Vielleicht nicht das, was bei der Aufgabe erwartet wird, aber meine Auffassung von guter Chemie.

Platz 4: Der Doctor & Rose (Doctor Who)
1114339-2868
Quelle

Ich möchte betonen, dass sie nie offiziell ein Paar waren und daher vollkommen legal in dieser Liste auftauchen dürfen!

Platz 3: Fitz & Simmons (Agents of S.H.I.E.L.D.)
maxresdefault
Quelle

An dem Punkt, wo ich mit der Serie aufgehört habe, sind die beiden kein Paar. Sollte sich dies später ändern WILL ICH DAS NICHT WISSEN!!!

Platz 2: Sherlock & Watson (Sherlock)
sherlock_86.640x360
Quelle

Muss ich dazu noch etwas sagen?

 Platz 1: Donna & Harvey (Suits)
Donna-Harvey-suits-29950120-500-281
Quelle

Es gibt keinen erfolgreichen Harvey ohne seine Donna. Sie bilden eine Symbiose.

Top 10 aus Filmen:

Platz 10: James Donovan & Rudolf Abel
MTMzNzI2MjQ0OTYwMjU4MDU4
Quelle

Unter ungewöhnlichen Umständen einander kennengelernt und eine sehr merkwürdige Freundschaft geschlossen. Aber gerade diese Chemie wirkt sich so positiv auf den Film aus.

Platz 9: Wendy & Darwan
learning-to-drive-07
Quelle

Eine ungewöhnliche Freundschaft mit unheimlich viel Philosophie. Sie haben so viel von einander gelernt.

Platz 8: Bill Bryspn & Stephen Katz (A walk in the woods)
NElkWdvrKpARpm_1_a
Quelle

Auch hier zwei sehr unterschiedliche Charaktere. Aber man wandert nicht einen schier unendlich langen Wanderweg entlang, ohne eine gute Chemie zu haben.

Platz 7: Merry & Pippin (Der Herr der Ringe)
They-come-in-pints
Quelle

In vielen Beiträgen habe ich die Namen Frodo und Sam gelesen. Ich widerspreche an dieser Stelle, denn Frodo ist mir dafür zu nervig und Sam zu naiv. Dafür „nominiere“ ich die anderen beiden Hobbits, denn die beiden haben eine viel passendere Chemie.

Platz 6: Kirk & Spock (Star Trek)
stxiid_7273-e1422889162258
Quelle

Auch hier dürfte die Chemie sehr offensichtlich sein.

Platz 5: Shrek & Esel (Shrek)
shrek-4-fuer-immer-shrek-9_article
Quelle

Shrek mag zwar immer von Esel genervt sein, aber wann haben sie es je ohne den anderen ausgehalten?

Platz 4: André & Firmin (Das Phantom der Oper)
g_photo07
Quelle

Auch hier kann man die Chemie nicht beschreiben. Man muss die beiden zusammen erleben.

Platz 3: King George VI & Lionel Logue (The King’s Speech)
61YIRqwwBIL._SL1048_
Quelle

Es brauch schon eine gute Chemie, um vom König das Einverständnis bekommen dessen Sprachfehler auszubügeln.

Platz 2: Napoleon Solo & Ilya Kuryakin (Codename U.N.C.L.E.)
Man-from-Uncle-Movie-Henry-Cavill-Armie-Hammer-Napoleon-Solo-Illya-Kuryakin
Quelle

Sie hassen sich, sie prügeln sich, sie müssen zusammen arbeiten. Und das ganze passiert mit so viel Witz, dass man den beiden die Chemie nicht absprechen kann.

Platz 1: Han Solo & Chewbacca
chewbacca-han-solo
Quelle

„Chewie? Wir sind zu Hause“

Was sagt ihr dazu? Seid ihr mit meiner Liste einverstanden? Was würdet ihr hinzufügen? Was würdet ihr streichen?

Vorfreude auf das Kinojahr 2016

Hallo ihr Lieben,
nachdem es nun ganz viel über Rückblicke ging und die Filme des letzten Jahres, wollen wir uns heute einmal mit den kommenden Filmen befassen. Bzw. ich möchte euch mitteilen, welche Filme ich 2016 unbedingt im Kino sehen möchte – sortiert nach dem Erscheinungsdatum. Dabei fällt auf: 2016 ist das Jahr der Comicverfilmungen. Und ja es gibt noch mehr als letztes Jahr 😉

  1. The Danish Girl: Der Trailer hat mich schon komplett überzeugt. Wenn der Film nur ansatzweise so gut ist, dann wird das mein Oscar-Favorit schlechthin dieses Jahr.

2. Gänsehaut: Ich kenne noch aus meiner Kindheit die Bücher. Relativ dünne Bücher mit einem gruseligen Inhalt. In jedem Zeltlager wurde ein Exemplat mitgenommen und sich vorgelesen. Nun wurde um die Bücher eine Handlung geschrieben. Ich bin gespannt.

3. Deadpool: Der wohl abgedrehste Comicheld aus dem Hause Marvel möchte die Kinoleinwand erobernd. Und nach meinen Beobachtungen auf der German Comic Con im letzten Jahr, hat er schon sehr viele Anhänger.

4. Die Bestimmung – Allegiant: Ich mag die Bestimmung-Reihe. Die Bücher habe ich verschlungen und auch die Filme hab ich gerne gesehen. Nun wird der dritte Teil jedoch wieder in zwei Filme geteilt, was mir unbegreiflich ist und auch der Trailer sieht so aus, als hätten sie schon 75% der Handlung des dritten Buches verfilmt. Aber ich bin trotzdem gespannt.

5. The Huntsman and the Ice Queen: Den ersten Teil fand ich sehr schlecht, was aber auch daran lag, dass mich Kristen Stewart durchgehend genervt hat. Nun sehe ich positiv auf den Trailer für den zweiten Teil und bin gespannt, ob diesmal ein guter Film herauskommt.

6. The Jungle Book: Ich bin kein Fan von Realverfilmungen von Disney Filmen, aber dieser sieht vom Bild her so gut aus, dass ich auch jeden Fall ins Kino gehen möchte.

7. Captain America – Civil War: Nach meiner Enttäuschung über The Avengers – Age of Ultron hoffe ich nun, dass Civil War mich wieder begeistern wird. Der Trailer sieht ganz vernünftig aus und ich habe meine Erwartungen etwas gesenkt und hoffe auf einen schönen Anschluss an Captain America – The Winter Soldier.

8. X-Men – Apocalypse: Der dritte Teil der Neuverfilmungen der X-Men Reihe. Zeitlich schaffe ich es nicht mehr den Film einzuordnen, aber der Trailer sieht wie gewohnt spannend aus und ich lasse mich gerne aufklären, wann der Film zeitlich spielen soll.

9. Alice im Wunderland – Hinter den Spiegeln: Ich liebe das Wunderland und ihre Figuren. Auch die erste Tim Burton Verfilmung hat mich voll und ganz überzeugt, daher freue ich mich auf den zweiten Teil.

10. Star Trek – Beyond: So wirklich ein Trekkie bin ich nicht, aber die Neuverfilmungen haben mich dann doch gepackt und daher freute ich mich über den neusten Trailer und somit auch auf den Film.

11. Pets: Ich lag nach den Trailern auf dem Boden vor Lachen. Die wirkliche Story ist zwar nicht erkennbar, aber das war im Trailer von Alles steht Kopf auch nicht. Daher auf ins Kino!

12. Doctor Strange: Eine Marvel-Verfilmung mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle. Mehr ist zu diesem Film nicht zu sagen. Ich werde das Kino am Starttag stürmen.

Worauf freut ihr euch dieses Jahr?

Jane got a gun (Kurzkritik)

Am 31.12.2015 erschien ein neuer Western mit Natalie Portman in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Jane und ihr Mann Bill werden von einer Bande schwerer Verbrecher verfolgt – der Bishop Bande. Als Bill angeschossen wurde, bittet Jane ihren Ex-Freund Dan um Hilfe. In Vorbereitung auf den Angriff der Bishop Bande müssen die drei auch ihre Vergangenheit aufräumen.

Nach vielen Anfangschwierigkeiten wurde uns Jane got a gun zum Ende des Jahres doch noch präsentiert. Es begann als Western mit einer starken Frauenfigur. Natalie Portman schien in die Fußstapfen von Charlize Theron, Emily Blunt und Daisy Ridley steigen zu wollen, die uns dieses Jahr ebenfalls starke Frauen in Actionfilmen zeigten. Doch nach einem starken Anfang verliert sich der Film schnell in Klitschees. Dass Jane nicht die ganze Bishop Bande alleine aufhalten kann, ist natürlich klar, also holt sie Hilfe. Ihr Ex-Freund scheint die einzige Anlaufsstelle zu sein, an die sie sich wenden kann. Ab dieser Stelle wird Jane sehr passiv und lässt sich vollkommen durch Dan bestimmen. Dan baut die Fallen und bereitet das Haus auf den Angriff vor. Dabei werden dem Zuschauer verschiedene Rückblenden gezeigt, um zu verstehen, warum Jane Dan verließ und ein neues Leben mit Bill begann. Doch auch Dan und Bill treffen unweigerlich im Haus aufeinander und fechten ihre eigenen Kämpfe verbal aus. Dabei wird bald das wesentliche aus den Augen verloren und es geht nur noch um die Dreiecks-Beziehung.
Das einzig positive an dem Film ist Ewan McGregor, der die Rolle des Bishop übernimmt, der die nach ihm benannte Bande leitet. Seine Rolle zeugt zwar nicht gerade von Tiefe, denn sie ähnelt so ziemlich jedem  Bösewicht aus einem Western. Aber McGregor gibt dem Charakter einen gewissen Charme, so dass wenigstens ein paar Minuten Spannung auf der Leinwand ist.

Alles in allem ist Jane got a gun nicht spannend, versagt bei der starken Frauenrolle und ist zusammengefasst eine Dreiecksbeziehung in einen Western gepresst. Daher gibt es nur 03 on 10 möglichen Punkten.

Gesehen im Dezember 2015

Hallo ihr Lieben,
nachdem ich in den letzten Monaten kaum zu Filmen neben denen im Kino und in meiner Verpasst Reihe kam – und natürlich Serien – gibt es nun dank der Weihnachtszeit wieder eine neue Ausgabe meiner Gesehen im – Reihe.

  1. The Wizard of Oz:
    Lange habe ich es mir vorgenommen, nun kam ich endlich dazu die Originalverfilmung mit der bezaubernden Judy Garland in der Hauptrolle zu sehen. Die Geschichte der Dorothee, die durch einen Sturm in das Land Oz gerät und dort Abenteuer erlebt. Natürlich ist der Film nicht zu messen mit den heutigen Effekten und sieht für unsere Augen vielleicht teilweise „schlecht“ aus, aber für damalige Verhältnisse durchaus ein sehr schöner Film.

2. Terminal:
Erst vor kurzem entdeckt in einer Top-Liste der Tom Hanks Filme und zugleich einmal angesehen. Der Film deckt alle Emotionen ab. Am Anfang fühlt man mit Hanks mit bzw. mit seiner Rolle Victor Navorski, der aus fiktiven Krakosien nach New York City möchte, um dort Sightseeing zu machen. Doch es gab in seinem Heimatland einen Putsch und sein Pass und sein Visum werden nicht mehr anerkannt. Nun darf er den internationalen Terminal des Flughafens nicht verlassen. Der Film ist lustig, traurig, dramatisch und verzaubernd und hat mich sehr berührt.

3. Million Dollar Baby:
Der Film hat vier Oscars gewonnen, nur warum? Der Film über die Frau, die unbedingt von Frankie Dunn trainiert werden will, aber eigentlich schon viel zu alt für eine Profikarriere ist. Ihr Weg und ihr Triumpf und ihr Fall wird in diesem Film thematisiert. Aber mir fehlt ein Stück Spannung, ein Stück Emotion und das gewisste Etwas, um vier Oscars inkls. bester Film zu rechtfertigen.

4. A Chrismas Carol:
Ich habe ja, wie in meinem Weihnachtsspecial geschrieben, es dieses Jahr wieder nicht geschafft das passende Buch zu lesen. Aber dafür habe ich mir die Neuverfilmung aus dem Hause Disney angesehen. Ich mag schon die neue Animationsart nicht und dann bietet der Film auch keinen weiteren Mehrwert zu anderen Verfilmungen. Daher hier Finger Weg!

5. The Cabin in the Woods:
Am Anfang des Films verdreht man die Augen und denkt sich: Boah voll der Klitscheehorrorfilm. Eine Gruppe Teenager machen Urlaub in einer abgeschiedenen, heruntergekommen Hütte. Aber durch eine Parallelhandlung wird das ganze bewusst zur Horrorkomödie gestaltet und die Klitschees werden ganz bewusst aufgegriffen und genutzt, so dass sie das erste Mal wirklich funktionieren. Daher funktioniert der ganze Film und hier daher eine Filmempfehlung!

6. The Transporter:
Nachdem ich in vielen Kritiken zu The Transporter – Refueled gelesen habe, dass Ed Skrein nicht an Jason Statham herankam, habe ich nun doch einmal den ersten Teil gesehen. Es mag vielleicht an der Reihenfolge liegen, in der ich die Filme gesehen habe, aber für mich hat Refueled mehr Eleganz, mehr Action, mehr Spannung und einfach mehr Charme. Möge meine Steinigung beginnen 😉

Und das waren dann auch schon wieder die Filme, die ich im Dezember 2015 gesehen habe. Was für Entdeckungen habt ihr gemacht?

Star Wars – Das Erwachen der Macht

Am 17.12.2015 erschien der langersehnte siebte Star Wars Film endlich in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Nachdem das Imperium vernichtet wurde, wurde eine neue Republik gegründet. Doch die Erste Ordnung hat andere Pläne. Zusammen mit einer neuen Armee versuchen sie ihre Interessen durchzusetzen. Fern ab davon führt Rey ein Leben als Schrottsammlerin. Bis sie auf den Droiden BB-8 trifft. Dieser hat geheime Informationen für die Rebellen, die die Erste Ordnung nur zu gerne in die Finger bekommen möchte. Zusammen mit dem flüchtigen Krieger der Ersten Ordnung Finn stürzt sie sich in ein Abenteuer.

Viele Jahre war es still im Star Wars Universum. Doch nun ging es endlich weiter. Von den Fans zwiespaltig erwartet, ging der Vorhang auf, um die Zuschauer ein siebtes Mal in eine Galaxie weit weit weg zu entführen. Vorab wurde viel gemunkelt. Kann J. J. Abrahms an die Werke von George Lucas anknüpfen? Wie viele der alten Charaktere tauchen wieder auf? Können die neuen überzeugen? Nach den ersten Trailern war zumindest eins klar: Technisch orientiert sich das Erwachen der Macht an der Originaltrilogie, also wenig CGI und viel an aufwendig gestalteten Sets gedreht. Auch sieht man ab dem ersten Trailer, dass Han Solo, Chewbacca und Leia Organa wieder mit dabei sind. Nicht wenigen ging das Herz auf, als Han sagte: „Chewie? Wir sind zu Hause!“. Doch wie groß wüden die Rollen werden? Die Erwartungen waren sehr hoch gesetzt, Karten für das Startwochenende schon lange im Voraus ausverkauft und eifrig wurde der 17.12. im Kalender rot angestrichen. Sobald der Vorhang sich öffnet, ist das Publikum still, keiner wagt etwas zu sagen. Und schon ertönt die altbekannte Titelmelodie und der Vorspann erscheint. Ein wohliger Schauer geht durch das Publikum und Gänsehaut bildet sich. Sogleich wird man mitten ins Geschehen geworden. Der Spannungsgrad klettert zugleich hoch und lässt sich bis zum Ende nicht nehmen. Trotzdem nimmt der Film sich Zeit die beiden neuen Hauptcharaktere vorzustellen. Doch trotz vieler Kampfszenen merkt man schnell, dass der Auftakt zur neuen Trilogie auch wirklich das ist: ein Auftakt. Die Handlung an sich ist etwas schwach geraten, sie litt unter dem Bedürfnis durch viel Action den Spannungsbogen zu halten. Es tauchen viele neue Charaktere und Begriffe auf, die jedoch teilweise mehr Fragen aufwerfen als beantwortet wird. Abrahms scheint so bemüht allen Erwartungen gerecht zu werden, dass er scheinbar vergisst Erklärungen einzubauen. Es bleibt zu hoffen, dass diese in den folgenden Teilen nachgereicht werden. Die Schauplätze und Charaktere hingegen wurden mit großer Sorgfalt und Hingabe kreiert und sind eines Star Wars Films würdig. Und dem Zuschauer wird einiges geboten. Von altbekannten Schlachten im All bis zu nervenzerreißenden Laserschwert-Kämpfen, hier wird das Fan-Herz glücklich. Das Ganze gespickt mit humorvollen Dialogen, gerade wieder zwischen Han und Chewie, und vielen schönen Anspielungen auf die alten Filme machen den Film sehr unterhaltsam und sorgen für einen guten Ausgleich zu den vielen Actionszenen. Trotzdem scheinen diese Anspielungen eher der Versöhnung mit den Fans zu dienen. In den folgenden Filmen kreiert der Film hoffentlich seinen eigenen Kultstatus und lässt auch den neuen Charakteren etwas mehr Freiraum.
Daisy Risley übernimmt die Rolle der Rey. 2015 war ein gutes Jahr für die Frauenwelt. Endlich mehr Platz auf der Kinoleinwand. Vorreiter dazu war Mad Max-Fury Road, aber auch Sicario und jetzt Star Wars können da mithalten. Rey ist keine Nebenrolle und exisitiert auch nicht nur für die Quote, oder um eine Liebesgeschichte aufbauen zu können. Rey ist die Hauptfigur des Films. Eine toughe junge Frau, die auf einem Wüstenplanet alleine für ihren Lebensunterhalt sorgt und sehr widerwillig sich in das Abenteuer hineinziehen lässt. Abrahms überrascht mit unbekannten Gesichtern auf der Leinwand. So ist die Wahrnehmung der neuen Darsteller nicht durch vorherige Charaktere getrübt. Dies funktioniert ebenso bei John Boyega als Finn. Seine Motive bleiben noch etwas Unklar, aber im wesentlichen ist er als zweiter Hauptcharakter erkennbar.
Lediglich Adam Driver, der die Rolle des Hauptbösewichts Kylo Ren übernimmt, hat schon in einer Handvoll bekannter Filme mitgespielt. Während er eine solide Darstellung abliefert, solange sein Gesicht unter der Maske Rens verborgen liegt, wird die Glaubwürdigkeit seiner Rolle nach Abnehmen der Maske ziemlich untergraben, was nicht in seinen Schauspielkünsten, sondern vielmehr in seinem Aussehen liegt. Vielleicht hätte man ihm wenigstens seinen Bart lassen sollen, denn so wirkt Driver leider eher wie ein verängstigter Schuljunge. Zwar mag dies teilweise zum Charakter passen, entlockt dem Zuschauer aber doch eher ein Glucksen.
Desweiteren ist der Cast bunt gemischt zwischen Hollywood Größen, wie Oscar Isaak, Simon Pegg, Domnhall Gleeson und Andy Serkis in mehr oder weniger großen Rollen, was einen schönen Wiedererkennungswert hat, aber auch sehr gute Schauspielleistungen nach sich zieht.

Alles in allem ist der neue Star Wars Teil technisch brilliant, bietet Witz und gute Schauspieler, kann aber letztendlich nicht in der Handlung überzeugen. Daher gibt es „nur“ 07 von 10 Punkten für eine solide Leistung, die aber Spielraum nach oben setzt. Es bleibt abzuwarten, wie der nächste Teil wird.