A quiet place 2

Ein Vorwort

Da ist er! Der erste Kinofilm seit 01.11.20! Und dann gleich einen Film, der es nach einer langen Verschiebegeschichte endlich in die Kinos geschafft hat. A Quiet Place 2 knüpft an den Überraschungserfolg aus dem Jahr 2018 an und bietet wieder viel Stille. Was das Sequel kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Nach den Ereignissen in Teil 2 gibt Familie Abbott die Farm auf und sucht abseits der bekannten Pfade nach Hilfe. In einem alten Stahlwerk treffen sie auf Emmett (Cillian Murphy), der ihnen hilft, aber als gebrochener Mann sie am liebsten sofort wieder loswerden will. Regan Abbott (Millicent Simmonds) empfängt schließlich ein Signal und glaubt, dass es einen sicheren Hafen gibt.

Meine Meinung

Nach dem Trailer war ich skeptisch, ob ein zweiter Teil des Films funktionieren kann, hat der erste Teil doch lange damit gespielt, dass die Gefahr zwar spürbar, aber nicht sichtbar ist. Zunächst wird daher dargestellt, was an Tag 1 passiert ist. Wie also die Welt mit den Monstern konfrontiert wurde. Das dient zwar hauptsächlich um die Figur des Emmett einzuführen und zu zeigen, dass er ein Freund der Familie war, schafft es aber gleichzeitig auch den Zuschauer in die richtige Stimmung zu versetzen.
Danach schließt der Film nahtlos an den ersten Teil an. Wir treffen auf die Familie Abbott, die sich nach den Ereignissen in Teil 1 neu orientieren muss. Mit der Begegnung von Emmett, erfährt man erstmals, wie es anderen Familien ergangen ist, nachdem sich zuvor rein auf die Abbotts konzentriert wurde. Durch diese Erweiterung der Welt können völlig neue Aspekte aufgenommen werden. So versteht sich A quiet place 2 wunderbar darauf die Stimmung wieder aufzubauen mit der unheimlichen Mischung aus Stille und bedrohlicher Musik. Man fiebert mit den Charakteren mit und hat doch bei jeder Bewegung Angst vor dem nächsten Geräusch.
Wie auch im ersten Teil nutzt der Film an einigen Stellen Jump-Scares, die einen zwar erschrecken – und ich bin da besonders anfällig – aber im großen und ganzen sind es vor allem die Stellen, wo man weiß, da könnte jetzt ein Geräusch entstehen, wo man atemlos innehält und hofft, dass alles gut geht. Zusammen mit der Musik  ist die erzeugte Stimmung dadurch so greifbar, dass man hinterher in der lauten Welt praktisch bei allen Geräuschen zusammenzuckt.
Auch mit der Handlung hat Regisseur John Krasinski es geschafft sich weit genug auf neue Wege zu begeben, um nicht einfach nur ein Abklatsch des ersten Teils zu sein, mit der Stimmung merkt man aber die Zusammengehörigkeit.
Etwas verwirrt hat mich dann das Ende zurückgelassen. Zwar ist es an einem Punkt, wo die wichtigsten Fragen geklärt wurde, doch scheint es noch so halb mitten in der Handlung zu sein. Entweder wurde sich hier wirklich Platz gelassen für einen möglichen dritten Teil oder man wollte mit dem Ende einfach mutig sein.

Das Fazit

A quiet Place 2 ist ein gelungener zweiter Teil mit gut erzeugter Stimmung, spannender Handlung und braucht sich nicht hinter seinem Vorgänger zu verstecken. Wer einen zwar stillen, aber nicht minder spannenden, Horrorfilm braucht, ist hier auf der richtigen Seite. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

A Quiet Place 2 läuft seit dem 24.06.2021 in den deutschen Kinos

A quiet place

Ein Vorwort

Filme über Alieninvasionen gibt es bereits in mehreren verschiedenen Versionen. Von Independence Day über Cloverfield bis zu Arrival. Nun kam mit a quiet place noch einmal eine neue Version des Szenarios in die deutschen Kinos. Diesmal sind die Aliens beinahe blind, hören aber sehr gut. Allein der Trailer ließ wenig zur eigentlichen Handlung erahnen, sondern verriet nur so viel über den Film: Die Familie sollte bloß kein Geräusch machen!

Die Handlung

Zurückgezogen auf eine Farm lebt Familie Abott und hat nur ein Ziel: Zu überleben, ohne ein Geräusch zu machen. Denn überall lauern Aliens, die zwar sehr schlecht sehen, dafür aber sehr gut hören und sich auf jedes laute Geräusch stürzen. Vater Lee (John Krasinski) versucht die Familie aus das Überleben zu schulen, während Mutter Evelyn (Emily Blunt) versucht die Familie weiterhin zu ernähren. Doch es stehen neue Probleme bevor, die es zu lösen gilt.

Meine Meinung

A quiet place ist einer der wenigen Horrorfilme der letzten Jahre, der wirklich auf Atmosphäre setzt. Und allein das ist schon ein unglaubliches Kompliment an den Film. Denn während viele Filme sich über Ihre gut geschriebenen Dialoge und Geräuscheffekte definieren, legt a quiet place ganz andere Prioritäten. Denn wenn in einem Film sich nur mit Zeichensprache verständigt wird, fehlen schon die ausschweifenden Dialoge. Auch ist die Grundprämisse des Films ja die, dass die Familie keine Geräusche machen sollte, um zu überleben. Doch wer denkt, dass es dadurch den ganzen Film über sehr still ist, liegt falsch. Denn für die Atmosphäre wird hier viel auf die Musik gesetzt, die es schafft genau an den richtigen Stellen schüchtern und zurückhaltend zu sein oder richtig auszuholen und die Spannung damit noch zu erweitern.
Spannung ist dann auch das richtige Stichwort, denn die hält a quiet place mühelos die gesamte Filmdauer über einem sehr hohen Niveau. Die ständige Anspannung der Familie, bloß kein Geräusch zu machen, ist ansteckend und man stellt fest, dass man mehr als einmal den Atem anhält. Diese Anspannung lässt einen auch beim Abspann noch nicht so schnell los, denn das Herz schlug auch dann noch viel zu schnell. Erst nach und nach kann man sich vom Film lösen.
Die Handlung selbst ist in sich schlüssig und erklärt sehr viel über die Bilder. So wird der Zuschauer in ein unbekanntes Szenario geworfen und hat aber den Spaß, nach und nach selbst die Hinweise zu einer Lösung zusammenzuziehen. A quiet place nimmt die Zuschauer also nicht wie kleine Kinder an die Hand und erklärt am Anfang erst einmal, was denn alles passiert ist und wieso sich die Familie so still verhält. Stattdessen tastet sich der Zuschauer selbst ganz langsam vor und wird durch Zeitungsartikel, die der Vater sammelt, immer wieder auf die richtige Spur gebracht.
Auch schauspielerisch hat der Film einiges drauf. Während Blunt und Krasinski auch im realen Leben ein Paar sind und dementsprechend eine gute Chemie zwischen beiden herrscht, bringen gerade die Jungdarsteller Millicent Simmonds und Noah Jupe (bekannt aus Wunder) frischen Wind rein und können die verschiedenen Charaktere überzeugen.

Das Fazit

A Quiet Place ist einer dieser Filme, die einem im Trailer erst einmal wenig zusagen und dann hinten raus doch unglaublich gut funktionieren. Die unzähligen Ideen der Familie, um leise zu bleiben, sind wunderbar anzusehen, und die Gruselatmosphäre ist durchgehend hoch, selbst wenn keine Bedrohung zu sehen ist. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

A quiet place läuft seit dem 12.04.2018 in den deutschen Kinos.