Zur Zeit ist es üblich, dass erfolgreiche Animeserien auch Kinofilme bekommen. Sei es, um die Serien abzuschließen (Haikyu!), um einzelne Folgen zu wiederholen und zusammenzufassen (Jujutsu Kaisen), einem Charaktere mehr Tiefe zu geben (Blue Lock) oder, um einfach einen zusammenhängenden Arc nicht auf mehrere Folgen aufzuteilen. Zu letzterer Kategorie gehört Chainsaw Man. Warum der Film ein durchmischtes Spektakel war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Nach den Geschehnissen in Staffel 1 der Serie ist in Denjis Leben als Chainsaw Man ein wenig Ruhe eingekehrt. Nachdem er mit seiner Vorgesetzten Makima einen Kinomarathon geschafft hat, trifft er auf Reze, die ihn fasziniert und er glaubt Gefühle zu entwickeln. Doch schon bald muss er sich die Frage stellen, ob er seinem Herzen wirklich trauen kann.
Meine Meinung
Meine Reise mit Chainsaw Man war ein regelrechtes Auf und Ab. Als ich das erste Mal von Manga und bevorstehender Animeverfilmung gehört hatte, war ich sofort begeistert von der Idee. Doch über den ersten Mangaband bin ich nicht herausgekommen, war mir der Einstieg doch zu sprunghaft und der Zeichenstil konnte mich auch nicht überzeugen. Dennoch gab ich dem Anime eine Chance und hier bin ich nach ein paar Anlaufschwierigkeiten doch gut reingekommen und habe die erste Staffel ziemlich verschlungen. Nun stand ein Film an, der an die erste Staffel anschloss und den sogenannten Reze Arc einfangen sollte, ehe es dann hoffentlich bald mit der zweiten Staffel weitergeht. Und hier hatte ich wieder die typischen Probleme mit Chainsaw Man und mir. Ich bin einfach nicht in die Story gekommen. Denn am Anfang zeigt sich der Film seltsam nachdenklich. Denji und Makima gehen zusammen mehrfach ins Kino, was schon nicht so richtig zum Charakterbild passen wollte und sich auch gefühlt ziemlich zieht. Hier ist der Fokus einfach zu viel auf Denji, der es in seiner Nicht-Chainsaw Gestalt nicht so ganz schafft, die Geschichte zu tragen. Kurz darauf trifft er auf Reze, die dem Film den Namen gibt. Auch hier ist der Film noch eine ganze Weile ziemlich ruhig, schafft es aber mehr Handlung zu haben. Doch sobald wir dann auf den Bomben-Teufel treffen, kommt wieder alles zusammen, was Chainsaw Man zu bieten hatte. Ausufernde Kämpfe und das mit den völlig abstrusesten Ideen, neuen tollen Charakteren, die die Handlung und Kämpfe aufmotzen und vorallem vielen Explosionen. Hier kommt ordentlich Schwung in den Film und ich hatte sehr viel Spaß. Dadurch kam auch das Interesse an der nächsten Staffel zurück. Letztlich bin ich gut unterhalten aus dem Kino gekommen und blicke auf eine tolle zweite Hälfte zurück. Dennoch bleibt der Nachgeschmack der ersten Hälfte, die einfach nur sehr zäh war. Hier ist die Frage, ob das Zusammenstellen als Film wirklich sinnvoll war oder die Kürze der Serienfolgen hier das ganze nicht doch entzerrt hätte.
Das Fazit
Chainsaw Man – Reze Arc funktioniert eher ab der zweiten Hälfte, nimmt sich vorher zu viel Zeit und wirkt dadurch zäh. Doch dafür folgt die Belohnung mit typisch abgedrehtem Humor und ausufernder Action. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkte.
Chainsaw Man – Reze Arc lief ab dem 23.10.2025 in den deutschen Kinos
Manche Bücher habe ich nie auf dem Plan gehabt und dann rufen sie einfach nach mir. So war es auch bei Watermoon, denn allein das Cover sah schon interessant aus. Dass es dann noch in ein verborgenes Geschäft in Tokyo ging, war für mich der ausschlaggebende Grund es mir zuzulegen. Warum das Buch nicht mit meinen Erwartungen mithalten konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Das Buch wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür und kennzeichne diesen Beitrag als Werbung.
Die Handlung
Hana hat frisch den Laden ihres Vaters übernommen, als dieser verschwindet. Da der Laden kein gewöhnliches Geschäft ist, sondern mit Geheimnissen und Erinnerungen handelt, befürchtet sie das Schlimmste. Auf der Suche begleitet sie der Physiker Kei, der ihr jedoch den wirklichen Grund seiner Reise nach Japan verschweigt.
Meine Meinung
Eins der schlechtesten Zeichen für ein Buch sind, wenn ich in dem Monat, in dem ich es gelesen habe, schon Probleme habe, die Handlung zusammenzufassen. Denn auch, wenn mir die Charakternamen meist direkt wieder entfallen, so kann ich doch die meisten Bücher in meinen Regalen auch nach Jahren noch zusammenfassen. Doch mit Watermoon hatte ich direkt ein Problem. Das lag in erster Linie schon an dem Schreibstil, den ich als etwas gestelzt empfunden habe, wodurch ich teilweise Sätze mehrfach lesen musste, um sie zu erfassen. Ich war immer wieder rausgerissen und musste mich sehr drauf konzentrieren, weswegen ich zwischenzeitlich zum Hörbuch gewechselt bin. Pia-Rhona Saxe gehört auch zu den Sprecherinnen, die ich tendenziell als anstrengend empfinde, hier war sie aber durchaus angenehm zu hören, da sie hier auch nicht verzweifelt versucht hat ihre Stimme zu verstellen. Tendenziell bin ich mit dem Hörbuch also besser zurecht gekommen. Leider konnte mich Watermoon auch von der Geschichte her nicht überzeugen. Konnte das Konzept des Ladens schon am Anfang nicht wirklich erklärt werden, wird es im Laufe des Buches mit den immer gleichen abstrakten Floskeln beschrieben. Auch, wenn Hana und Kei immer mehr Informationen zusammentragen, so wurde das Bild rund um den Laden nicht deutlicher. Auch das Verschwinden ihres Vaters und die Geschichte rund um ihre Mutter war bis zum Ende absolut verwirrend und mir hat sich die Handlung einfach nicht erschlossen. Zumal hier gefühlt zwischen Einzelepisoden hin und her gesprungen wird. Zwischenzeitlich verliert sich die Geschichte so sehr, dass ich überlegen musste, worum es in dem Buch eigentlich ging. Und auch, als ich mich für diesen Beitrag nochmal mit dem Buch befasste, könnte ich keine dieser Einzelepisoden mehr wirklich nacherzählen, weil sie so unbedeutend waren, dass ich sie gleich wieder vergessen habe. Vermutlich steckt hinter den ganzen wirren Strängen eine Menge Potential zur Interpretation und künstlerisch interessierte Menschen finden hier vielleicht eine Goldgrube, aber ich konnte sie nicht finden und war einfach nur froh, als die Geschichte ein Ende fand. Auch hier kann ich schon nicht mehr sagen, wie dieses ausfiel. Und das sagt leider doch sehr viel über mein Verhältnis zu diesem Buch.
Das Fazit
Watermoon war einfach nicht mein Buch. Weder vom Schreibstil, noch von der Handlung, die viel hin und her sprang. Viele künstlerische Bilder konnten nicht so beschrieben werden, dass ich sie mir vorstellen konnte und so war es für mich eine ziemlich enttäuschende Erfahrung.
Als ich das Cover das erste Mal sah, habe ich mich direkt angesprochen gefühlt. Eine Katze, es geht um Schreibwaren und die Schlichtheit hatte was. Der Titel hat mich zwar im ersten Moment an einige meiner Sommerlektüren erinnert, aber der Klappentext zeigte schnell, dass es sich hierbei nicht um die klassische Strandlektüre handelt. Aber allein der Teaser „Eine Oase der Stille im Herzen Tokios“ ließ mich wissen, dass ich das Buch lesen musste. Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Herr Takarada führt das traditionsreiche Schreibwarengeschäft Shihodo in Tokios Stadtteil Ginza. Hier weiß er stets die richtige Empfehlung zu geben, was qualitative Schreibwaren angeht. Doch auch darüber hinaus hat er ein offenes Ohr für Lebensgeschichten und weiß subtile – oder manchmal auch weniger subtile – Hinweise zu geben.
Meine Meinung
Der kleine Laden des Herrn Takarada ist eine dieser kleinen Perlen, die im Buchladen gern übersehen werden. Unscheinbares Cover in einer unauffälligen Farbe. Doch genau diese Perlen sind es, die einen innehalten lassen und zum nachdenken anregen. Die mit einfachen Worten tiefer gehen und die Geschichten erzählen, die sonst so nicht erzählt werden würden. Doch beginnen wir am Anfang. Das Buch enthält fünf Kapitel, die alle eine eigene Geschichte umfassen. Dabei ist das Grundgerüst in jeder Geschichte gleich. Die erzählende Person findet aus diversen Gründen den Weg in den Schreibwarenladen, trifft auf Herrn Takarada und fängt an die eigene Geschichte zu erzählen. Dabei ist es beispielsweise ein Füller oder Postkarten, die Erinnerungen heraufbeschwören und dazu führen, dass über Entscheidungen aus der Vergangenheit nachgedacht wird. Irgendwann landen alle im oberen Stockwerk des Geschäfts, wo sie Ruhe haben, um sich mit ihren Errungenschaften auseinander zu setzen. Im Hintergrund versucht Herr Takarada irgendwie zu helfen, um eine Lösung für angesprochene Probleme zu finden. Auf jeden Fall verlassen alle Erzähler*innen am Ende mit neuem Lebensmut den Laden. Dabei sind die Geschichten so verschieden, wie Menschen nur sein können. Vom hart arbeitenden Geschäftsmann, über den trauernden Ex-Mann bis zur träumenden Oberschülerin. Und die Lebensbeichten sind einfach schonungslos ehrlich. Hier wird nicht wert darauf gelegt, die Protagonist*innen besonders gut darstehen zu lassen, sondern einmal alles rauszulassen, was im Leben so verzapft wurde. Jede Geschichte für sich war trotz des gleichen Schemas irgendwo einzigartig und haben mich zum nachdenken gebracht. Ob ich nun gegen Anfang der Erzählungen in Klischees gedacht habe und eines besseren belehrt wurde, oder ob mich die angesprochene Thematik an sich ins Grübeln brachte, war je nach Geschichte unterschiedlich. Aber aus jeder Zeile spricht die Liebe zu Schreibwaren, die ich in vielen Teilen nachvollziehen konnte. Der Erzählstil hier ist sehr nüchtern und ruhig, was man mögen muss. Auch kommt das Buch ohne direkte Spannungskurve daher. Es ist also wirklich zum abschalten und nachdenken gedacht. Mein größter Kritikpunkt ist allerdings, dass die Katze vom Cover gar nicht existiert. Aber das ist dann vielleicht doch zu verkraften.
Das Fazit
Der kleine Laden des Herrn Takarada ist eine kleine Perle, die wirklich eine Oase der Stille im hektischen Alltag sein kann. Ruhig erzählt und mit tollen abwechslungsreichen Lebensberichten gepaart mit der Liebe zu Schreibwaren, hat sie bei mir genau den richtigen Punkt getroffen.
Der kleine Laden des Herrn Takarada wurde mir von Goldmann als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.
Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der serientastischen Handvoll in diesem Jahr und wir beginnen direkt mit einem Anime-Special. Heute mit: der Steinzeit in der Zukunft, menschenfressenden Wesen, Städtezerstörenden Wesen, Aliens vs. Geister und jugendlichen Schlägereien.
Dr. Stone – Staffel 1
Die Handlung: Taiju hat sich nach fünf Jahren des Anschmachtens endlich entschieden seiner großen Liebe diese zu gestehen. Doch ein Phänomen, das einem grünen Licht gleicht, lässt alle Menschen und Schwalben zu Stein werden. Es vergehen tausende von Jahren, ehe Taiju durch ein Wunder aus seiner Starre erwacht. Zum Glück ist auch sein bester Freund Senku erwacht, der durch seine große Liebe zur Wissenschaft zwar das Leben in der neuen Steinzeit ganz gut gemeistert hat, es fehlt ihm aber an Kraft, die Taiju mitbringt. Zusammen versuchen sie ihr Leben annehmlicher zu machen. Dabei erwecken sie jedoch einen Gegner der Wissenschaft, der es fortan auf Senku abgesehen hat.
Meine Meinung: Mir war vorab das grobe Konzept der Serie bekannt, ich war aber unsicher, ob es genug Handlung für mehrere Staffeln bietet. Doch tatsächlich schafft Dr. Stone es gleich am Anfang genug Charaktere einzuführen, die für verschiedene Handlungsstränge reichen. So gibt es bereits da den Grundkonflikt zwischen Kraft und Wissenschaft. So richtig in Schwung kommt sie aber erst nach ca. einem Viertel der ersten Staffel als unser Protagonist Senku auf ein Dorf voller Menschen trifft, die schon immer in der Steinwelt gelebt haben. Manchmal wirkt es zwar etwas übertrieben, dass Senku als Oberschüler, selbst wenn er sich immer sehr für die Wissenschaft interessiert hat, wirklich so absolut alles zu wissen scheint. Aber darüber kann man leicht hinwegsehen, denn die Forschungsparts sind gut aufgeschlüsselt, so dass auch Laien wie ich sie gut verstehen können. Grundsätzlich wird man sehr mitgerissen und fiebert bei jedem Fortschritt mit. Zwischendurch werden auch die zwischenmenschlichen Handlungen weiter vorangetrieben, so dass es auch hier spannend bleibt. Nun bin ich sehr gespannt auf die zweite Staffel.
Tokyo Ghoul – Staffel 1
Die Handlung: Für Ken scheint es endlich richtig gut zu laufen. Seine große Liebe Liz geht auf ein Date mit ihm. Leider stellt sich dabei heraus, dass sie ein Ghul ist, die sich ausschließlich von Menschenfleisch ernähren. Durch einen Unfall stirbt Liz jedoch, bevor sie Ken essen kann. Als dieser kurz darauf im Krankenhaus erwacht, stellt er fest, dass er inzwischen weder Mensch noch Ghul ist, sondern eine Mischung aus beidem. Die Ärzte haben ihm nämlich Liz Organe transplantiert, da sie sie für einen Menschen hielten. Nun muss er versuchen zu überleben, da ihn andere Ghule jagen und es auch eine geheime Organisation gibt, die es auf Ghule abgesehen haben.
Meine Meinung: Ghule waren nun nicht unbedingt die Art von übernatürlichen Kreaturen, für die ich mich brennen interessiere. Doch da Tokyo Ghoul anscheinend sehr bekannt in der Animewelt ist – zumindest kommen in Animequizzen sehr oft Fragen dazu – und ich mich etwas weiterbilden wollte, gab ich der ersten Staffel eine Chance. Nachdem auch das Grundsetting mit Ken als Halbghul gesetzt wurde, kommt die Serie auch gut in Schwung. Im Café Antik lernt Ken mit seinem neuen Leben umzugehen und findet Verbündete. Dabei kommt immer wieder die Frage auf, ob alle Ghule automatisch böse sind und getötet werden sollten, auch wenn sie versuchen, friedlich unter den Menschen zu leben. Und was ist mit Menschen, die aus purer Bösartigkeit Ghule töten? Sind sie dennoch automatisch besser? Das ist spannend und funktioniert über die 12 Folgen der ersten Staffel gut. Zwischendrin lernen wir die verschiedensten Ghule kennen und lernen so, dass auch sie sehr unterschiedlich in ihrem Charakter sind. Das Finale geht dann direkt in die Vollen und liefert ordentlich ab. Allerdings war ich danach auch erstmal gut gesättigt, so dass ich der zweiten Staffel vermutlich irgendwann eine Chance geben werde, aber gerade lieber erstmal andere Serien geschaut habe.
Kaiju No. 8 – Staffel 1
Die Handlung: Kafka Hibino hat nur ein Ziel. Er will zum Verteidigungskorp, um die Menschen vor den regelmäßigen Angriffen durch Kaijus zu beschützen. Bisher hat er es aber nur zum Reinigungstrupp geschafft. Nach einem Unfall landet er zusammen mit seinem Kollegen Reno im Krankenhaus. Und gerade als Kafka erneut Mut gefasst hat, um sich beim Korp zu bewerben, greift ihn ein winziges Kaiju an und nistet sich in seinem Körper ein. Dadurch kann Kafka sich nun zwischen Kaiju- und Menschenkörper hin und her verwandeln. Dennoch tritt er zur Prüfung an, in dem Wissen, dass er getötet wird, sollte seine Kaiju Identität bekannt werden.
Meine Meinung: Über Kaiju No. 8 bin ich als Manga gestolpert, als ich nach Geschenkideen für den Pärchengatten suchte. Inzwischen hat er die Reihe auch gut weitergelesen und auch ich habe sechs Bände mittlerweile verschlungen. Dabei war es gerade die gute Mischung aus Action und nachdenklicher Handlung, die nah am Charakter bleibt, die mich überzeugen konnte. Nun wollte ich auch mal einen Blick in die Animeumsetzung werfen. Mir gefiel der Stil der Adaption auch sehr gut und gerade der Introsong hat es mir angetan. Was mir allerdings auffiel ist, dass hier viele Bände in wenigen Folgen umgesetzt wurden, da bei den Actionszenen stark gespart wurde. Alles ging sehr flott und auch wenn die Spannung nur geringfügig darunter litt, war es doch schade, dass zwischendurch sehr schnell Lösungen gefunden wurden, für die im Manga einige Kapitel gebraucht wurden. Aber wer die Mangavorlage nicht kennt, wird es kaum bemerken und es ist auch Meckern auf hohem Niveau. Ich bin auf jeden Fall gespannt weiterzulesen und dann die Umsetzung in einer potentiellen zweiten Staffel zu bewundern.
DanDaDan – Staffel 1
Die Handlung: Momo wollte eigentlich nur einem Mitschüler helfen, der gemobbt wird. Dieser versteht ihr Interesse jedoch falsch und erzählt ihr begeistert von seinem Wissen über Aliens auf der Erde. Momo glaubt ihm kein Wort und nennt ihn spaßeshalber Okarun. Gleichzeitig weiß sie von der Existenz von Geistern, da ihre Oma ein Medium ist. Dies wiederum glaubt Okarun nicht. Also schließen die beiden eine Wette und gehen an Orte, von denen der jeweils Andere behauptete, dass dort Geister bzw. Aliens zu finden seien. Allerdings stellt sich heraus, dass beides wahr ist und beide befinden sich kurzdarauf in ziemlichen Schwierigkeiten.
Meine Meinung: Bei all den guten Animes, die ich in letzter Zeit gesehen habe, war dann doch mal eine Schwachstelle darunter. Während DanDaDan der Hit der vergangenen Saison war, konnter er mich so gar nicht abholen. Dabei fand ich die Grundidee super spannend und das war auch der Grund, warum ich die Staffel nicht vorab abgebrochen habe. Es war mir vom Zeichenstil schon etwas suspekt, aber da hätte ich noch drüber hinwegsehen können, wenn der Anime nicht vor allem eins ist: Laut. Die Charaktere können gefühlt nichts anderes außer sich anzuschreien. In einem fort, egal, ob es vielleicht angebracht ist, weil sie sich in einer brenzligen Situation befinden, oder ob sie sich eigentlich gerade normal unterhalten. Es wird einfach immer geschrien. Hinzu kommt, dass der Anime seine Charakter erstaunlich gern auszieht, während sie gegen gefährliche Alien und Geister kämpfen. Da bin ich einfach kein Fan von und so konnte mich die Serie nicht abholen. Leider endete sie auch noch mit einem ziemlichen Cliffhanger, der sehr aus der Luft gegriffen wirkt und absolut nicht notwendig gewesen wäre. Als ob den Machern zwischendurch entfallen ist, wie viele Folgen die Staffel haben soll und sie dann halt nur diese Anzahl rausgegeben haben.
Wind Breaker – Staffel 1
Die Handlung: Haruka liebt es sich zu Prügeln und zieht daher extra in ein Viertel, wo sich besonders viele Raufbolde rumtreiben sollen. Allerdings stellt sich heraus, dass hier die Wind Breaker ansässig sind, die sich lieber für Frieden und die Gemeinschaft einsetzen. Widerwillig lässt er sich auf die Gruppe ein und bekommt schon bald die Chance sich zu beweisen und muss doch einiges über Freundschaft lernen.
Meine Meinung: Witzigerweise ist hier das komplette Gegenteil zu DanDaDan entstanden. Mich hat die Grundhandlung so überhaupt gar nicht angesprochen, dafür aber die Optik. Und so gab ich der Serie eine Chance und habe sie in wenigen Tagen weggebinged, da ich einfach ab der zweiten Folge drin war. Es sind einfach direkt so viele interessante Charaktere dabei, dass ich immer mehr wissen wollte und nach jeder Folge einfach die nächste lief. Die Kämpfe selbst waren sehr gut und mitreißend animiert, auch wenn ich das Grundprinzip immer noch nicht gut finde bzw. einfach kein Fan von solch sinnloser Gewalt bin. Doch auch das wurde auf einem guten Level vermittelt, dass ich damit klar kam. Und auch, wenn die Kämpfe im Mittelpunkt stehen, werden diese genutzt, um die Charaktere weiterzuentwickeln und um Hintergrundgeschichten zu erzählen. Ich bin sehr hyped auf die kommende zweite Staffel und überlege schon die Zwischenzeit mit dem Manga zu überbrücken.
Habt ihr einen der Animes gesehen und wie fandet ihr ihn?
Es wird mal wieder Zeit uns einer Anime-Serie zuzuwenden. Nachdem ich beide Staffeln und den Vorgeschichtenfilm gesehen habe, fühle ich mich bereit euch einen Überblick zu geben und zu sagen, warum ich gerade die zweite Staffel wegbingen musste.
Die Handlung
Yuji Itadori tritt an seiner Oberschule den Club für Okkultes bei, da er keine Lust auf Leichtathletik hat. Seine beiden Freunde und anderen Mitglieder des Clubs brechen ausversehen ein Siegel und entfesseln einen Fluch, in dem sie einen Finger aus einem Schrein nehmen. Yuji trifft auf den Jujutzisten Megumi, der jedoch gegen den entfesselten Fluch keine Chance hat. Um seine Freunde zu retten, isst Yuji den Finger und vereint sich damit mit dem Fluchgeist Sukuna. Eigentlich müsste er dadurch sterben, kann sich aber durchsetzen. Dadurch wird der Jujutsuisten-Orden auf ihn aufmerksam und will ihn eigentlich eliminieren lassen. Doch Satoru Gojo, ein einflussreicher und begabter Jujuzist und Lehrer, spricht sich für ihn aus und nimmt ihn unter seine Fittiche.
Meine Meinung
Bekanntermaßen ist Attack on Titan mein Lieblingsanime. Seitdem wurde mir Jujutsu Kaisen immer wieder vorgeschlagen. Nachdem auch meine beste Freundin komplett im Fandom aufging und mir immer wieder von den Figuren vorschwärmte, beschloss ich ihr auch noch eine Chance zu geben. Und während die erste Staffel bei mir noch eher im Hintergrund lief, waren es dann der Film 0 mit der Vorgeschichte und vor allem die zweite Staffel, die mich komplett in ihren Bann zogen. Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen zunächst den Protagonisten Yuji Itadori kennen. Während schon in der ersten Szene klar wird, dass mit ihm etwas nicht stimmt, erfahren wir dies dann auch ausführlich in den kommenden Folgen. Hier zeigt der Anime auch direkt, dass er die Charakterentwicklung komplett in den Kämpfen einbaut. Und gerade die sind es, die Jujutsu Kaisen zu etwas besonderem machen. Wir bekommen die Charaktere auch schön nach und nach vorgestellt, so dass wir nicht direkt mit Namen überschüttet werden. Allerdings wirkt die Geschichte hier noch sehr episodenartig und wir schlittern von epischen Kampf in epischen Kampf, was mir ein wenig zu viel war. Da fehlte mir ein bisschen Entwicklung außerhalb der Kämpfe und ein paar mehr Erklärungen. Gerade das Zusammentreffen mit der Schule aus Kyoto und deren Charakter war mir dann zu viel. Zu viele neue Charaktere, zu viele neue Namen und Fähigkeiten und mir viel es zunehmend schwer zu unterscheiden, wer wirklich wichtig ist. Weiter geht es mit dem Kinofilm Jujutsu Kaisen 0. Dieser erzählt zwar die Vorgeschichte, also einen Jahrgang über unserem Haupttrio aus der Serie, enthält aber wichtige Informationen für die zweite Staffel. Hier war ich zunächst auch skeptisch, da wir wieder auf allerlei Charaktere treffen, die wir schon kannten, die vorher aber noch keine so große Rolle spielten. Diese bekommen hier deutlich mehr Tiefe, was schön zu sehen war und der Endkampf lässt sich auf jeden Fall wieder sehen. Kommen wir also zur zweiten Staffel. Diese beginnt ganz ungewohnt mit Charakteren, die wir zwar irgendwie schon kannten, aber hier wesentlich jünger sind. Denn das erste Viertel befasst sich ebenfalls mit der Vorgeschichte, aber wir gehen noch einmal weiter in die Vergangenheit und lernen Gojo und Geto in ihrer Schulzeit kennen – wir erinnern uns, dass Gojo inzwischen als einflussreicher Lehrer fungiert. Wir lernen hier eine Menge über ihre Freundschaft und ihre verschiedenen Kräfte und Getos Weg weg von der Schule hin zu den dunklen Künsten. Nach diesem durchaus interessanten Ausflug in die Vergangenheit – und der vor allem dazu diente, die Charaktere noch einmal zu vertiefen, auch wenn dies wieder hauptsächlich durch Kämpfe passierte – kehren wir in die Gegenwart zurück. Und zum Shibuya-Incident. Denn dieser beschreibt den nächsten Abschnitt, der sich über die komplette restliche Staffel zieht. Wir sind endgültig weg von dem Episodencharakter der ersten Staffel und handeln hier eine zusammenhängende Handlung ab. Und hier ist es wichtig, dass vorher bei der Einführung der Charaktere gut aufgepasst wird, denn alle bekommen hier ihre Nebenkämpfe, die ausschließlich mit der Haupthandlung zu tun haben. Und hier wird alles an Kampfanimation herausgeholt, was möglich ist. Mich hat diese zweite Staffel einfach nur gebrochen. Denn natürlich stirbt mein Lieblingscharakter nach einer verzweifelten Schlacht. Aber kannte ich ja nun auch schon von Attack on Titan. Während ich die erste Staffel noch immer mal wieder ein paar Folgen gesehen habe und dann auch wieder genug hatte, konnte ich hier nicht abschalten. Sie wurde einfach in einem Rutsch weggebinged. So bietet Jujutsu Kaisen interessante Charaktere, wobei das Haupttrio eigentlich ein bisschen hinter den anderen zurückbleibt. Vor allem bekommen wir aber atemraubende Action und Kämpfe. Mir fehlte dabei ein wenig die Erklärungen, die sehr schnell dazwischen geklemmt wurden, aber das ist doch Jammern auf hohem Niveau. Und ich fieber nun sehr stark auf eine dritte Staffel hin, denn die zweite endet doch sehr offen und lässt viele Fragen offen.
Das Fazit
Jujutsu Kaisen ist ein starker Action Anime, der mit interessanten Charakteren, einem spannenden Weltenbau und vor allem sehr gut inszenierten Kämpfen punkten kann. Man sollte sich nur genau überlegen, welchen Charakter man mag, sonst helfen nur eine Menge Taschentücher.
Jujutsu Kaisen ist bei Crunchyroll im Stream enthalten
Es begab sich, dass ich mit dem Pärchengatten in einem Mangaladen landete. Noch unerfahren in dem Genre, holte ich mir die Beratung eines Mitarbeiters und hatte kurz darauf einen ganzen Stapel in den Armen. Nicht jede Reihe habe ich akribisch weiter verfolgt, aber eine hatte es mir ganz besonders angetan: Meisterdetektiv Ron Kamonohashi. Nach elf Bänden geht nun der erste große Handlungsstrang zu Ende und so will ich ein Zwischenresumé ziehen.
Die Handlung
Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. Dieser hilft ihm zwar, darf offiziell aber nicht ermitteln, weswegen Toto die Lorbeeren bekommt. Doch, was hat es mit Rons seltsamen Tattoo auf sich? Und was ist damals beim Praktikantenblutbad wirklich passiert?
Meine Meinung
Natürlich gibt es bereits unzählige Sherlock Holmes Adaptionen da draußen. Der Meisterdetektiv, der aus kleinsten Details unzählige Schlüsse ziehen kann und dem kein Rätsel zu schwer ist. Immer mit dabei, den mal mehr, mal weniger, tollpatschigen Assistenten. Das Konzept geht schon allein auf, weil man als Leserschaft natürlich lieber alle Hinweise selbst finden möchte, um mit dem Genie mitzuhalten, aber eigentlich immer ein bisschen im Dunkeln stochert, wie ein Dr. Watson. Auch hier sind wir irgendwo in diesem Adaptionengewimmel und die Namen Holmes und Moriarty fallen auch gern. Dennoch hat die Mangareihe ihren ganz eigenen Charme. Ron ist sehr eigen in seinem Verhalten und treibt den korrekten Toto, der eigentlich nur versucht bei der Polizei nicht komplett unterzugehen, regelmäßig an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Allein seine Angewohnheit sich neben die gefundenen Leichen zu legen und mit ihnen Zwiesprache zu halten, ist ein gutes Beispiel dafür. Oder seine Angewohnheit braunen Zuckersirup auf alles ansatzweise essbares zu träufeln. Dennoch sind es seine Geistesblitze, die dafür sorgen, dass er eigentlich unersetzbar ist. Blöderweise hat er ein Handicap, das ihn daran hindert, weiter als Detektiv tätig zu sein. So ist die Geschichte rund um das Praktikantenblutbad der rote Faden, der sich durch die ersten elf Bände zieht und in einem epischen Finale endet. Danach hätte die Reihe tatsächlich auch enden können und wäre rund fertig erzählt gewesen. Zwischendurch gibt es aber noch eine Menge anderer Fälle, die mal kürzer und mal länger sind. Wir treffen auf viele Charaktere, gerade die Dozenten von der Blue Akademie, wo Ron zuvor gelernt hatte, die mal kleinere und mal größere Rollen übernehmen. Da wir sie auch gern mal wiedertreffen, ist es hilfreich sie sich auch zu merken. Dabei ist jeder Fall neu und anders faszinierend und ich bin ehrlich: Ich kam so gut wie nie auf die richtige Lösung. So blicke ich nun fasziniert auf die neue Ära und die neue Überhandlung, freue mich aber gerade auf die kleineren Zwischenfälle zum miträtseln.
Ein paar Worte zum Anime
Wie jede gute (und erfolgreiche) Mangareihe, hat auch Meisterdetektiv Ron Kamonohashi eine Animeverfilmung bekommen. In Deutschland ist inzwischen die erste Staffel in OmU und mit deutscher Synchro veröffentlicht. Sie hält sich wunderbar eng an die Mangas und schafft es diese würdig zu adaptieren. Dabei kommen die Charaktere noch einmal besser zur Geltung, da sie lebhafter agieren können. Beide Medien erzählen aber die gleiche Geschichte, also kann man sich sein Lieblingsformat – Manga oder Anime – aussuchen, oder man inhaliert einfach beides.
Das Fazit
Meisterdetektiv Ron Kamonohashi ist eine gelungene Sherlock Holmes Adaption, die eigene Stoffe und Fälle hat, sich aber am Grundkonstrukt orientiert. Durch seine unkonventionelle Ermittlungsarbeit bringt Ron viel Witz mit und die Fälle sind stets spannend und warten mit überraschenden Lösungen auf.
2023 brachte uns Crunchyroll die 8-bit Produktion Blue Lock auf den heimischen Fernseher und damit den japanischen Fußball näher. Und nachdem wir noch in selige Erinnerungen an den Haikyu Film schweben, bekamen wir auch zu Blue Lock einen Film. Allerdings ist die Handlung zeitgleich zur ersten Staffel angesiedelt und überschneidet sich oft. Kann das funktionieren? Erfahrt es in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Nagi hat eigentlich kein Interesse an Sport oder allgemein etwas anderem als seine Videospiele. Bis Reo auf ihn aufmerksam wird. Als Sohn einer wohlhabenden Familie ist er es gewohnt alles zu bekommen, was er will. Doch seine neue Leidenschaft Fußball stößt sowohl bei seinem Vater als auch bei seinen Freunden auf Unverständnis. So überredet er Nagi, der sich als erstaunlich talentiert erweist und kurz darauf bekommen sie eine Einladung zu Blue Lock, einem Auswahlverfahren für den besten Stürmer Japans. Doch bei Blue Lock kann nur einer gewinnen.
Meine Meinung
Nagi war in der Serie bereits ein interessanter Charakter, so dass die Wahl ihn als Protagonisten zu nehmen, durchaus nah lag. Dabei gab es aber ein Problem: Seine Hintergrundgeschichte und seine Freundschaft zu Reo wurde bereits in der Serie dargestellt. Da gab es wenig Potential, um noch spannende Details rauszupressen. Dennoch wollte ich dem Film eine Chance geben. Wir beginnen auch in der Zeit vor Blue Lock. Nagi und Reo treffen zum ersten Mal aufeinander und Reo kommt seinem Traum von Fußball näher, während Nagi eigentlich lieber Videospiele zocken möchte. Hier gibt es dann tatsächlich auch neue Infos, auch wenn die wichtigsten Szenen bereits bekannt waren. Aber auch, wenn die beiden und ihre Freundschaft hier einen größeren Part bekommen haben, bleibt sie merkwürdig undurchsichtig und bis zum Ende ist immer noch nicht klar, welche Art der Beziehung sie zueinander haben. Weiter geht es zu Blue Lock, wo dann zwar die Spiele von Nagis Gruppe nochmal gezeigt werden, die wir vorher nur vom Ergebnis her kannten, aber wirklich in größerer Länge wurde nur das Spiel gegen Team Z – aus dessen Sicht die Serie erzählt wurde – gezeigt, das eben bereits in der Serie zu sehen war. Zwar diesmal aus der anderen Sicht, aber die Erkenntnisse, die Nagi hieraus mitnahm, waren eben auch nicht neu. So zieht sich der Film weiter und bleibt an Nagi dran, der aber auch in der Serie ab dem Punkt Protagonist wurde. Hier gibt es für Serienfans eigentlich keinen Mehrwert und für Nicht-Fans dürfte der Film auch nicht interessant sein. Dennoch ist es faszinierend wie sehr durch starke Bilder und Szenen die Spannung des Films weitestgehend gehalten werden kann. Man ist trotzdem mit drin und fiebert mit, obwohl man längst weiß, wie die Spiele ausgehen. Es gibt übrigens eine After Credit Scene. Allerdings frage ich mich, ob sie nicht die zweite Staffel etwas gespoilert hat, weil sie hinter Entscheidungen angesiedelt ist, die erst noch anstehen. Aber sie wurde dennoch benötigt, um der Geschichte von Nagi und Reo überhaupt noch eine neue Ebene zu geben.
Das Fazit
Blue Lock – Episode Nagi bietet für Fans der Serie wenig Neues, wiederholt praktisch die erste Staffel noch einmal aus einer anderen Sicht und kann dennoch die Spannung halten. Leider verfehlt sie ihr vordergrüdigstes Ziel: Nagi als Charakter und die Freundschaft zu Reo stärker zu erläutern. Schade. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.
Blue Lock – Episode Nagi läuft seit dem 23.07.2024 in den deutschen Kinos
Nachdem ich sehr lange auf den Abschlussband warten musste, endet meine liebste Mangareihe nach nur fünf Bänden. Dabei war jeder Band wundervoll und sehr intensiv und daher will ich nun gesammelt darüber berichten.
Die Handlung
Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten?
Meine Meinung
Hallo, ich bin eine Bloggerin und mir fehlen die Worte dafür, euch meine liebste Mangareihe angemessen zu präsentieren. Also lest sie einfach, okay? Ja, gut, hätte ja funktionieren können. Also versuch ich mal ein bisschen mehr zu formulieren. Zu Anfang lernen wir direkt Meguru und Wako kennen und erhalten Einblick in ihr privates, aber auch in ihr berufliches Leben. Während Wako als Magaredakteurin gerade kurz vor Deadlines sehr müde nach Hause kommt, lebt Meguru etwas entspannter und arbeitet in einer Boutique und nebenbei baut er seine Influencerkarriere aus. Nach und nach wird die Handlung immer weiter ausgebaut. Meguru bekommt größere Projekte und damit auch mehr Aufmerksamkeit, während Wako immer mehr Verantwortung bekommt und zwischenzeitlich sogar einen Magaka betreut, der ein riesen Fan von Meguru ist. Doch die beiden respektieren die Privatsspähre des jeweils anderen, weswegen sie berufliches und privates strikt trennen, auch wenn Wako Megurus größer Fan ist. Dabei wird das Ganze stets als feel good Geschichte erzählt. Auch, wenn mitunter Themen angesprochen werden, wie die Arbeitskultur in Japan, die kaum Freizeit zulässt, oder eben auch die Geschlechterklischees, die aufgebrochen werden. Dennoch liegt der Fokus auf der cosy Beziehung der beiden. Und dieses Gefühl ist es auch, was sich beim Lesen überträgt. So habe ich mich nach jedem Band wesentlich entspannter und besser gelaunt gefühlt. Die Mangas waren wie eine kleine Auszeit von allem. Und das obwohl der Aufbruch der Geschlechterklischees auch einiges an Problemen beherbergen könnte. Das diese nicht genauer beleuchtet wurden, kann man kritisch sehen, aber im Endeffekt wurden hier Zweifler und Vorurteile benannt, aber eher mit dem sonnigen Gemüt Megurus fort gewischt. Gerade in späteren Bänden gibt es auch einen weiteren wichtigen Charakter, der sich mit seinem Image als geschlechtsloses Modell schwer tut, da er lieber seinem Idol einem „männlichen Mann“ nacheifern will. Aber auch mit diesen Ängsten wird sich auseinander gesetzt, aber halt eine cosy Lösung gefunden. Ich habe mich beim Lesen einfach geborgen gefühlt und habe es geliebt, dass auf so eine cosy Art versucht wurde Klischees abzubauen. Leider ist die Geschichte nun zu Ende, auch wenn es ein sehr rundes und berührendes Finale gab und die Geschichte wirklich auserzählt zu sein scheint. Es wird wohl bald mal Zeit für einen Re-Read …
Das Fazit
My genderless Boyfriend sagt Geschlechterklischees den Kampf an, strahlt dabei aber voller Glücksgefühle und ist eine cosy Geschichte zum wegträumen. Einfach eine Herzensreihe, die ich geliebt habe und daher sehr empfehle.
My genderless Boyfriend Band 1-5 ist bei Hayabusa erschienen
Nach vier Staffeln voller Volleyball-Action aus Japan wird Haikyu nicht mit einer fünften Staffel, sondern mit Kinofilmen fortgesetzt. Den Anfang macht das lang ersehnte und seit Staffel Eins angeteaserte „Playoff der Müllhalde“ gegen Nekoma. Ob die Spannung auch über einen ganzen Film gehalten werden kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Die Oberschule Karasuno hat es ins Achtelfinale der japanischen Meisterschaften im Volleyball geschafft. Hier stehen sie nun der Nekoma Oberschule gegenüber, die sie bereits aus vielen Testspielen kennen. Zumal die beiden Teams eine lange Geschichte haben. Anpfiff für das Schlacht am Müllplatz.
Meine Meinung
Vier Staffeln hat es gebraucht, um endlich zu dem lang angeteaserten Play-off an der Müllhalde zu kommen. Nun sollte dies auch nicht über eine weitere Staffel, sondern über einen Kinofilm geschehen. Die Zweifel waren groß, immerhin fehlten noch etliche Mangakapitel bzw -bände. Zumindest soll noch ein zweiter Film kommen, aber ob der es schafft die Geschichte final zu erzählen, bleibt auch abzuwarten. Aber zunächst soll es um den bereits erschienen Film gehen. Hier werden wir ohne große Exposition ziemlich direkt in das Spiel gezogen. Nochmal kurz die wichtigsten Charaktere kurz gezeigt, schon geht es los. Hier ist deutlich, dass es sich nicht um einen unabhängigen Film handelt, sondern dieser direkt die Animeserie fortführt. Zunächst wirkt das fast enttäuschend, weil für die zuschauenden Fans hier viele Gefühle dran hängen – was man schon an den unzähligen Cosplays im Kino gesehen hat. Doch die Geschichte baut sich um das Spiel herum auf und wir bekommen Rückblenden geboten, die die Intensität zwischen den Charakteren noch einmal verdeutlicht. Hier wird das Augenmerk auch stark auf Nekoma gelegt, denn über die Jungs der Karasuno haben wir in den vier Staffeln bereits sehr viel erfahren, da es sich immerhin um ihr Team dreht. Wir bekommen mehr Einblicke in die tiefe Freundschaft von Kuroo und Kenma, aber auch wie Kenma zu Volleyball steht, und wie er seine Fähigkeiten einsetzt, obwohl er eigentlich kein Fan von Sport ist. Das wird dann auch schnell das Hauptaugenmerk des Films, denn er setzt die Taktiken der Nekoma und versucht so die Karasuno immer wieder auszuspielen. Diese versuchen zwar dem ganzen etwas entgegen zu setzen, aber müssen ihre Schwächen eingestehen. Es wird eine nervenaufreibende Jagd um den nächsten Punkt und man hat dem ganzen Kinosaal angemerkt, wie die Spannung auf jeden einzelnen überging. Bei jedem Ballwechsel wurde mitgefiebert und die Macher des Films wussten ganz genau, wie sie mit den gezeigten Informationen umzugehen hatten. So gab es zwischenzeitlich immer mal wieder Fragezeichen über den Köpfen der Zuschauenden, die zwar kurz danach aufgeklärt wurden, aber so fühlte man sich noch einmal mehr mitten im Film, statt nur als Zuschauender auf eine Leinwand. Geschickt wurden die Emotionen aller gesammelt und man konnte beinahe spüren, wie das ganze Kino kollektiv den Atem anhielt, wenn es um die Entscheidung ging, ob beispielsweise ein Ball im Aus war oder nicht. Kurzum jeder Haikyu Fan kommt hier klar auf seine Kosten. Es ist spannend, es ist intensiv und die Emotionen sind auf dem Höhepunkt. So sehr habe ich wohl seit dem Finale von Staffel Drei nicht mehr mitgefiebert. Dennoch wird auch über das Spiel hinaus mehrere Geschichten erzählt, die uns nochmal Charaktere näher bringen. Also alles, was das Fanherz begehrte.
Das Fazit
Haikyu!! – Das Playoff der Müllhalde bietet alles, was sich Fans wünschen konnten. Starke Konzentration auf das Spiel, aber auch viel charakterbasiert und kann über die ganze Filmlänge Spannung und Emotionen halten und weiß durch geschickte Erzähltechniken diese voll auszunutzen. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.
Haikyu!! – Das Playoff der Müllhalde läuft seit dem 25.06.2024 in den deutschen Kinos
In meinem Jahresranking 2023 hat es sich schon deutlich gezeigt, dass Tokioregen für mich das Jahreshighlight war. Dabei fiel mir auf, dass ich aber trotzdem noch keinen Beitrag dazu gemacht habe. Das möchte ich heute dringend nachholen, denn meine Begeisterung für das Buch kennt keine Grenzen. Doch lest selbst:
Die Handlung
Malu reist für ein Auslandsjahr nach Tokio. Ihre Gastschwester stellt ihr Kentaro vor, der ihr eine ganz besondere Seite der ganz besonderen Stadt zeigt. Doch die Geister der Vergangenheit scheinen sie nicht loszulassen.
Meine Meinung
Hallo Jahreshighlight! Okay, das ist die Kurzzusammenfassung, aber ich will versuchen meine Begeisterung doch noch in ein paar mehr Worte zu fassen. Was zunächst wie das typische vor den Problemen wegrennen wirkt, geht hier schon nach den ersten Seiten in eine so herzliche Geschichte auf, dass jegliche Vorurteile wie weggeblasen wirken. Stattdessen betreten wir mit Malu ein Land und insbesondere eine Stadt, die vor allem den Japanbegeisterten und den Manga/Anime Fans so vertraut scheint und doch immer wieder so abstrakt wirkt. Doch Yasmin Shakarami schafft es innerhalb kürzester Zeit uns nach Tokio zu entführen und es wirken zu lassen, als ob wir nochmal eine völlig neue Stadt erkunden. So hat man das quirlige Leben noch nie erlebt. Und wer es hier geschafft hat aus dem Staunen und der Liebe für die Stadt wieder rauszukommen, der bekommt mit den verschiedensten Charakteren eine neue Sinflut an Eindrücken aufgebrummt, die jedoch durch den locker leichten, flüssigen und doch zeitgleich faszinierenden Schreibstil leicht zu verdauen sind. Dabei haben die Charaktere alle ihre Ecken und Kanten und wirken so real, als ob man sie sehr wohl in Japan besuchen könnte. Und dann lernen wir Kentaro kennen und wow, Bookboyfriend erster Klasse. Auch, wenn er seine Dämonen hat, schafft er es einen noch mehr in den Bann zu ziehen als das Buch sowieso schon tat. Wir sind übrigens immer noch auf den ersten Seiten des Buches und haben schon so viele Eindrücke zu verarbeiten. Doch Shakarami fängt hier gerade erst an aufzudrehen. Denn so faszinierend bis hierhin auch alles war, so bleiben wir nicht in unserer Blase. Denn die japanische Kultur wird mit ihren Vorteilen, aber auch mit ihren (aus unserer Sicht) Schattenseiten gezeigt. Die Dinge, über die nie gesprochen wird. Und wir werden mit Kentaro noch tiefer in ein anderes Tokio gezogen und was waren das bitte für einmalige Szenen? Und damit sind wir noch lange nicht am Ende des Buches. Während der Klappentext des Buches das noch folgende bereits vorweg nimmt, habe ich mich bei meiner Handlungszusammenfassung bewusst dagegen entschieden. Daher werde ich hier auch nicht direkter drauf eingehen. Aber auch die noch folgenden Ereignisse stürzen uns in ein Wirrwarr der Gefühle, wir sind gefangen zwischen hoffen, bangen, Daumen drücken und die Entwicklung der Charaktere, die hier nochmal deutlich voran getrieben wird, zu bewundern. Hier holt die Autorin noch einmal alles aus der Geschichte raus und fast wirkt alles viel zu viel für die doch überschauliche Dicke des Buches und doch hat alles seinen Platz, nichts wirkt gehetzt oder überstürzt, die Charaktere haben ihre Zeit sich zu entwickeln und gleichzeitig wird auch nichts künstlich gestreckt. Ich habe im letzten Jahr eine Handvoll Bücher gelesen, die mich wirklich nachhaltig geprägt, fasziniert und begeistert haben. Doch Tokioregen, was eigentlich ein Glücksgriff durch das schöne Cover und den ansprechenden Titel war, hat alles getoppt und sich sofort einen nachhaltigen Platz in meinem Herzen erobert. Ich freue mich bereits jetzt auf ein Re-Read (was bei mir sehr selten vorkommt), um die Geschichte noch ein weiteres Mal erleben zu dürfen. Und ich möchte es ganz nebenbei einfach jedem in die Hand drücken. Dass meine Begeisterung kein Ende kennt, zeigt wohl auch dieser Beitrag, denn eigentlich sollte es eine Kurzkritik mit ca. 150 Wörtern im Rahmen meiner Handvoll Bücher werden und dann ist die Begeisterung einfach aus mir raus eskaliert und hier sind wir nun. Es wird wohl eine Weile dauern, eh ich wieder so ein Werk in die Finger kriege.
Das Fazit
Tokioregen führt einen in ein ganz besonderes Tokio, mit tollen Charakteren, einer faszinierenden und so vielschichtigen Geschichte, dass sie einen immer wieder begeistern und überraschen kann. Es ist ein ganz besonderes Herzensbuch für mich und nennt sich nicht umsonst Jahreshighlight.