Dune – Part Two

Ein Vorwort

Kaum ein Film konnte 2021 mehr Vorfreude unter Filmfans auslösen, als der erste Teil von Dune. Nachdem er bereits einige Monate verschoben wurde, konnte er nicht nur mich absolut begeistern und die seltenen 10 von 10 Punkte abstauben. Nun war der zweite Teil ebenso heiß erwartet, erzählt er doch die Geschichte des ersten Buches zu Ende. Ob er mit dem Highlight des ersten Parts mithalten kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

In Dune lernen wir Paul Atreides kennen. Er ist der Sohn des Oberhauptes des Hauses Atreides, die bisher auf einem sehr wasserreichen Planeten herrschten. Doch durch politische Umbrüche wird ihnen der Wüstenplanet Arrakis vom Imperator als Lehen übergeben. Der Planet ist wichtig, da er die einzigen Vorkomnisse von Spice, einem aus dem Wüstensand gewonnener Stoff, der für die interplanetare Fortbewegung essentiell ist, beherbergt. Bisher war Haus Harkonnen für Arrakis zuständig und sie haben nicht vor, so schnell das Feld zu räumen, schließlich hat der Spice-Abbau sie unvorstellbar reich gemacht. Vor dem Aufbrauch, wird Paul noch von der obersten Mutter der Bene Gesserit besucht, einer Schwesternschaft, die eine spezielle Ausbildung abgeschlossen haben und aus den Schatten heraus in die Politik eingreifen. Auch Pauls Mutter ist eine Bene Gesserit und muss mit ansehen, wie Paul einer qualvollen Prüfung unterzogen wird, um herauszufinden, ob er der Eine aus einer alten Prophezeiung sein könnte. Kurz darauf bricht Haus Atreides zur Reise auf und muss sich an die sehr konträre Umgebung gewöhnen. Sie versuchen auch Frieden mit den auf Arrakis heimischen Fremen zu schließen, die sich im Laufe von vielen Jahren an die Bedingungen der Wüste angepasst haben, aber von den Harkonnen stets bekämpft wurden. Obwohl ihnen von den Harkonnen nur wenig funktionierende Ausrüstung überlassen wurde, müssen sie die Spice-Produktion voran treiben. Nachdem Paul bereits einem ersten Attentat entkommen ist, greifen die Harkonnen, mit Unterstützung der imperialen Saudakar-Armee, in der Nacht an und überwältigen die meisten Atreides. Oberhaupt Leto Atreides wird zu Baron Harkonnen gebracht, der seinen Einfluss auf Arrakis wiedererlangen will. Trotz eines versuchten Attentats Letos, überlebt Baron Harkonnen. In der Zwischenzeit werden Paul und seine Mutter entführt. Sie sollen in der Wüste ausgesetzt werden, um nicht offiziell Schuld an ihrem Tod zu sein, da es sonst die Bene Gesserit erzürnen würde. Sie können sich jedoch befreien. Sie erhalten zuerst Hilfe von einem Verbündeten, der dem Massaker ebenfalls entfliehen konnte, nun aber versucht Paul und seiner Mutter Zeit zu verschaffen und schließlich stirbt.  In der Wüste müssen sie nicht nur den dort heimischen und sehr gefährlichen Sandwürmern ausweichen, sondern suchen auch die Fremen, um dort Unterschlupf zu erhalten. Mit dieser Begegnung, bei der sich Paul als würdig erweist, endet Part 1.

Meine Rezensionen zum ersten Buch und zu Part 1 findet ihr hier hinterlegt.

Die Handlung

Paul Atreides (Timothee Chalamet) hat sich bei den Fremen bewiesen, doch er muss seine Zugehörigkeit festigen. Zusammen greifen sie regelmäßig die Harkonnen an und stellen sicher, dass sie ihre Spice-Produktion nicht in gewohntem Ausmaß erfüllen können. Gleichzeitig versucht seine Mutter ihne zu einem Messias zu machen, was Paul jedoch abzulehnen versucht. Doch als die Harkonnen immer unerbitterlich werden, müssen sich auch die Fremen zur finalen Schlacht um Arrakis aufmachen.

Meine Meinung

Nachdem Part I ziemlich offen endete, da erst mit Part II das erste Buch vollständig verfilmt werden sollte, waren natürlich viele Fragen noch offen. Dabei hat es Deniz Villeunve ziemlich gut geschafft das Buch in zwei Hälften zu teilen und ziemlich genau bei der Hälfte zu enden, zumal da auch ein Sinnabschnitt endete.
Nun stand aber eine neue Herausforderung an, denn der zweite Teil des Buches hatte weniger imposanste Weltenbauszenen, die im ersten Film noch für viele Wow-Momente gesorgt hatten, sondern fängt zunächst mit sehr viel Charakterentwicklung an. Paul muss seinen Platz bei den Fremen finden und auch seine Mutter muss sich auf ihrem Weg neu sortieren. Dabei versucht der Film schon einiges stark zusammenzuraffen, um Längen rauszunehmen, bzw. hat er auch so noch unglaublich viel zu erzählen, dass sich der Film stellenweise ziemlich gehetzt anfühlt. Denn selbst für die 166 Minuten Länge war es sehr viel Handlung und doch wurde sich wirklich nur auf das wichtigste aus dem Buch beschränkt. Gerade die Entwicklung der Mutter ist dadurch eher plump geraten und ihre Charakteränderung wird sehr sichtbar vollzogen, was eigentlich eher nach und nach enthüllt wird.
Aber nun, der Film hat vieles, aber keine Zeit, um sich an Details aufzuhalten. Auch wenn er genau dies ab und an noch versucht und gerade imposante Szenen, wie Pauls ersten Wurmritt (kein Spoiler ist in jedem Trailer zu sehen), komplett zeigt, um eben auch hier die imposanten Bilder beizubehalten. Wobei gerade dies ein wenig einbüßt, weil Part I bereits zeigte, was möglich ist und wie viel Liebe zum Detail in der Gestaltung der Welt steckt. So ist es zwar gemein, aber Villeneuve hat sich mit Part I selbst in Schatten gestellt und kann den gleichen Wow-Effekt nicht noch einmal erzeugen, auch wenn Part II unbestreitlich die gleiche hohe Qualität vom optischem aufweist und definitiv im Kino genossen werden sollte! Die Dune Reihe ist keine Reihe fürs Heimkino – und bitte bitte kommt gar nicht auf die Idee, die Filme auf einem Laptop oder Smartphone sehen zu wollen.
Das weitaus größere Problem, was sich in Part II jedoch auftut ist, dass auch die Handlung im Buch schwieriger wurde. Hier konnte das Buch durch seine Länge und seinen langsamen Aufbau noch ein wenig mehr punkten, doch alles, was ich an der Handlung kritisch finde, kann ich dem Film nicht zu lasten legen, da er sich halt sehr strikt an die Vorlage hält. Gerade bezogen auf die Entwicklung von Paul und seiner Mutter, fehlen gerade gegen Ende ein paar erklärende Szenen, so wirkt sie doch sehr abrupt. Aber ich wüsste auch nicht, wo man bei dem Spannungsaufbau dafür noch hätte Zeit finden sollen.
Positiv ist, dass wir hier endlich mal mehr Einblicke ins Reich der Harkonnen bekommen, auch wenn die unbändige Grausamkeit nicht zu 100% durchkommt, auch wenn es mit den nötigen Szenen versucht wird zu verdeutlichen. Aber allein Baron Harkonnens Fortbewegungsmittel umgesetzt zu sehen, der viel beschrieben und gezeichnet wurde, aber so noch einmal mehr den sonst etwas zu missenden Wow-Effekt schaffte.
Nun kommen wir wohl nicht drum rum über das Ende zu reden. Ich versuche es möglichst spoilerfrei zu halten. Wie schon in Part I bekommen wir ein Finale geliefert, dass die Spannung des Films gekonnt ins Unermessliche steigert und mit der finalen Schlacht um Arrakis aufwartet. Da hier sehr viele Charaktere agieren, wurden bewusst optische Wiedererkennungsmerkmale gesetzt und das funktioniert auch wunderbar. Der finale Dialog zwischen Paul und dem Imperator kommt allerdings etwas kurz, da aus Zeitgründen die Tochter, die im Buch bereits eine größere Rolle hatte, nicht genauer eingeführt wurde. Wirklich schwierig wird es jedoch danach, weil es klar mit einem offenem Ende endet, das man aber auch früher hätte ansetzten können. Gerade unter dem Aspekt, dass Villeneuve wohl plant mit einem Part III auch das zweite Buch zu verfilmen, hätte es die letzten Szenen wohl nicht gebraucht, um das Ende offen genug zu halten. Denn so steht jetzt eine sehr schwierige Botschaft im Raum, die wenn überhaupt erst in einem dritten Film revidiert werden kann. Das hätte durchaus durch ein paar Minuten weniger Film entschärft werden können, ohne, dass es dem Film irgendwie geschadet hätte.
So bin ich nach Part II deutlich zwiegespaltener als noch bei Part I. Denn die Genialität des Filmes möchte ich keineswegs absprechen. Wir haben unseren Blockbuster bekommen, auf den wir gewartet haben und außer meiner Kritik am Ende des Films, war doch alles andere mehr eine Kritik an der Handlung des Buches, was man einer Buchverfilmung, die sich an die Vorlage hält, aber wohl kaum vorwerfen kann. Die Optik hingegen sucht absolut seinesgleichen und auch wenn der Wow-Effekt geringer ist, bleibt sie doch herausragend.
Lediglich der Soundtrack, der sich hier etwas mehr zurücknimmt und sehr lange bis zum Maintheme braucht, konnte nicht mehr mit den epischen Ausmaßen Part I mithalten. Aber auch hier war wohl die Erwartungshaltung einfach zu groß, hatte mich der Soundtrack doch zuvor ab der ersten Minute gefesselt und in Part II halt erst später. Aber auch das bleibt Meckern auf hohem Niveau. Im Vergleich zu anderen Genrevertretern bleibt Dune absolut herausragend.

Das Fazit

Dune Part II adaptiert die zweite Hälfte des ersten Buches gekonnt und nimmt Längen und versucht die komplexe Handlung zeitgleich zu komprimieren. Das gelingt nicht immer zu 100% und generell steht Part II oft im Schatten der durch Part I geschaffenen Erwartungen. Dennoch ist es ein filmtechnisches Meisterwerk, bei dem viel Kritik Meckern auf hohem Niveau ist. Lediglich am sehr ungünstig offen gehaltenem Ende habe ich meine Probleme mit. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Dune – Part II läuft seit dem 29.02.2024 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den Februar 2024

Der Februar ist vorbei und nach vielen grauen, aber erstaunlich milden Tagen, bin ich dann doch bereit für einen richtigen Frühlingsanfang. Die ersten Anzeichen dafür waren ja da und einen schönen sonnigen Tag konnte ich schon im Zoo verbringen. Aber zunächst hier wieder der obligatorische Rückblick über meinen medialen Konsum im Februar.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Argylle: Autorin Elly Conway hängt bei ihrem neuen Argylle-Roman ein bisschen und plant daher ihre Mutter zu besuchen. Unterwegs trifft sie auf Aidan Wilde, der ihr erzählt, dass ihre Bücher real passiert sind und sie nun weiterschreiben muss, um ein Geheimnis zu lüften. Dabei findet sie allerhand über sich und ihren Protagonisten heraus. Immer mit dabei ist ihre Katze Alfie. – Kann gerade zum Anfang mit coolen Ideen überzeugen, schwächt sich aber selbst durch unzählige Plottwists immer mehr ab.

All of us strangers: Adam lebt in einem fast leeren Hochhaus und arbeitet an einem Buch. Dabei trifft er auf Harry, den einzig anderen Bewohner des Hauses. Sie kommen sich schnell näher und Adam beschließt sich seiner Vergangenheit zu stellen und reist zu seinem Elternhaus. Doch obwohl diese bereits vor vielen Jahren verstorben sind, ist es bewohnt. – Unglaublich berührender Film, der ganz tief unter die Haut geht und mit seiner Melancholie und Traurigkeit ansteckend ist. Denkt also an Taschentücher!

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Die Chroniken von Erdsee: Prinz Arren wird von einer  bösen Kraft manipuliert und ermordet seinen Vater, den König. Auf seiner Flucht begegnet er dem Magier Sperber, der ihn auf seiner Reise mitnimmt. Doch das Gleichgewicht von Gut und Böse in Erdsee ist gestört und noch immer ist jemand auf der Suche nach Arren. Wem kann er trauen? – Schwächerer Ghibli-Film. Erzählt einen Ausschnitt aus einer viel größeren Geschichte und verpasst dabei Weltenbau und Charaktere genauer auszuführen.

Habsburgs verkuppelte Töchter: Lange Zeit waren die Habsburger das regierende und Kaiserstellende Geschlecht in Österreich. Doch diesmal stehen die Töchter der Regierenden im Vordergrund und ihre Verkupplungen an andere Königs-/Kaiserhöfe. – Kurzweilige Dokumentation mit interessanten Schicksalen, bleibt aber durch die Kürze sehr oberflächlich.

BTS Muster: Happy ever after: Konzertfilm. 2018 schaffen es BTS bereits auf ihr viertes alljährliches Fankonzert unter dem Motto Happy ever after. Neben dem Konzert gibt es kurze Interviewformate und kleinere Spiele. Ebenso kurze Filme, die während der Outfitwechsel abgespielt werden. – Mal ein etwas älteres Konzert von BTS, wodurch ich tatsächlich einige Lieder auch nicht so kannte. Dennoch stimmt Konzept und Charme einfach überein.

Monsta X: Friends: Konzertfilm. Das 7. alljährliche Fankonzert der koreanischen Idolgruppe Monsta X stand unter dem Motto „Friends“. Mit einigen Anspielungen auf die beliebte Sitcom verbindet die Gruppe Konzert und  kleinere Filme bzw. Interviews. – Meine liebste K-Pop Band ist Monsta X und daher konnte mich das Konzert natürlich absolut mitreißen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Lisa Frankenstein: 1989 erweckt Lisa, eine Highschool-Außenseiterin, ausversehen eine viktorianische Leiche zum Leben, in die sie sich auch noch verliebt. Es klingt herrlich abstrus und sieht optisch auch sehr cool aus, weswegen ich noch sehr hoffe, den Film bald zu Gesicht zu bekommen.

Dune 2: Die Verfilmung der zweiten Hälfte des ersten Buches kam natürlich zum letzten Tag des Monats in die Kinos, weswegen ich es nicht mehr geschafft habe. Aber nach dem sensationell gutem ersten Teil steht es wohl außer Frage, wieso ich den nächsten sehen will.

Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Eine Million Minuten & The Zone of Interest

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Modern Family – Staffel 7-8 (Man merkt die fortgeschrittene Geschichte durch das Alter der Kinder, funktioniert dadurch aber doch immer besser)

Doctor Who – Staffel 13 (Die wohl schwächste Staffel von Doctor Who. Hat ein übergreifendes Thema und verstrickt sich dadurch immer mehr, will mehr, als man verdauen kann. Ich hab sehr schnell innerlich abgeschaltet)

King the Land – K-Drama (Sehr süßes Drama, bei dem ich ein wenig Eingewöhnung brauchte. Danach aber stark gespielt und weiß neben Drama und Romantik auch die Komik nicht zu vergessen)

Hazbin Hotel – Staffel 1 (Wie abgedreht darf eine Serie sein? Diese legt die Latte definitv sehr hoch, kann aber durchaus durch neue Ideen, tolle Lieder und reihenweise liebens- und hassenswerte Charaktere zu überzeugen)

Death in Paradise – Staffel 1-7 (Nachdem der Pärchengatte sie bereits durchgebinged hatte, bin ich auch dieser britischen Krimiserie verfallen, die durch das karibische Setting, tolle Charaktere und interessante Fälle nach klassischem Whodunnit überzeugen kann)

Attack on Titan – The Final (Der Abschluss der Serie in zwei Folgen in Spielfilmlänge. Ich war emotional nicht dafür bereit und bin noch immer am verarbeiten. Aber sie bringen die Serie zu Ende, ob es einem nun gefällt, oder nicht)

Echo – Staffel 1 (Marvel haut eine weitere Enttäuschung raus. Will gleichzeitig sehr viel und erzählt gleichzeitig nichts. Dadurch unglaublich langweilig und belanglos, obwohl einige gute Ideen erkennbar sind)

Hilda – Staffel 3 (Kann nicht mehr an dem Charme der vorherigen Staffeln anknüpfen. Verstrickt sich zu sehr in einer folgenübergreifenden Handlung, die im Finalfilm endet. Schade.)

Queer Eye – Staffel 8 (Auch in der achten Staffel schaffen die Fab 5 es wieder so viel Lebensfreude zu verströmen, dass man automatisch davon angesteckt wird. Tolle Geschichten dabei, die sehr berühren)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 8
Seiten insgesamt: 2.386
Seiten pro Tag: 82 im Durchschnitt
Hardcover: 1
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 3

The 99 boyfriends of Micah Summers: Micah hatte in seinem Leben bereits 99x einen Crush auf einen Jungen. Diese hat er auf seinem Instagramkanal als Zeichnungen festgehalten. Leider hatte er aber noch nie ein Date bzw eine Beziehung. Mit Crush 100 soll alles anders werden. Und als er in der Bahn den perfekten Jungen trifft, ist er sich sicher. Das ist Crush 100. Aber sie wurden getrennt, ehe er auch nur den Namen erfahren konnte. Und so beginnt eine Suche durch Chicago. – Beginnt sehr stark, nur, dass die eigentliche Handlung ziemlich schnell abgeschlossen ist und das Buch dann leider sehr offensichtlich auf einen Plottwist hinarbeitet, der die vorherige Geschichte eigentlich überflüssig macht. Schade.

Penelope – Das Böse ist dem Tod geweiht 1: Nach einer durchzockten Nacht des beliebten Dating-Simulations-Games „Die Tochter des Dukes“ erwacht die Protagonistin nicht in der Rolle der Heldin Yvonne, sondern in der der Antagonistin Penelope Eckart. Doch diese stirbt in fast jedem möglichen Handlungsstrang. Um zu überleben, muss sie versuchen die vorgefertigten Antwortmöglichkeiten zu umgehen. – Interessanter Auftakt, wo zunächst die wichtigsten Charaktere vorgestellt werden. Freue mich sehr auf die nächsten Bände.

Bronwick Hall – Dornengift: Die magische Schule und Universität Bronwick Hall bildet junge Hexende aus. Blaine, die wegen des Hochverrats ihres Vaters in Ungnade fiel, versucht möglichst unauffällig zu bleiben und sucht in der Verlobung mit Karan Schutz. Doch Henry Saints, ein neuer Professor, lockt sie aus ihrer Deckung. Nach einem Rebellenangriff, bei dem Karan schwer verletzt wurde, setzt sie alles auf ein Gegenmittel. Doch dafür braucht sie Saints Hilfe. – Ein weiteres magisches Werk von Laura Labas mit einem tollen Weltenbau und Charakteren. Voller Twists und baut die Handlung sehr stark auf. Bin sehr froh den zweiten Band bereits in den Händen zu halten, denn ich muss dringend wissen, wie es weitergeht.

Double Crush: Kolly ist die Tochter der CEO der Ognito Inc, eine Agentur, die sich auf Doppelgänger*innen in Los Angeles spezialisiert hat. Kolly bekommt den Auftrag die Doubles für eine beliebte Band zu trainieren. Doch zwischen dem Double Lincoln und ihr knistert es gewaltig. Doch die Regeln ihrer Mutter sind eindeutig. Auch hat Lincoln ein Geheimnis, das ihn als Double disqualifizieren würde. Zumal man niemals einen Doppelgänger küssen sollte, denn man erwischt immer den Falschen. – Tolle Grundidee, bin leider mit der Protagonistin überhaupt nicht warm geworden, weswegen ich nicht richtig in die Geschichte reingekommen bin.

Flüster mir ein Liebeslied 2: Während Himari versucht herauszufinden, was ihre Gefühle bedeuten und was Liebe genau für sie ist, tritt Yori der Band Sweet Explosion bei, um Himari doch noch für sich zu gewinnen. – Leider etwas schwächer als der erste Band, da er sich etwas gezogen hat.

A man and his cat 1: In einer Zoohandlung in Japan werden täglich neue Kitten verkauft. Doch ein etwas dickerer und nicht ganz so süßer Kater bleibt Tag für Tag zurück. Bis ein alter Mann kommt und genau ihn kauft. Glücklich endlich ein richtiges Zuhause – und einen Namen – zu haben, lernen sich Fukumaru und der alte Mann täglich besser kennen. – So ein süßer und herzlicher Manga. Habe jede Seite geliebt! (Und ein wenig den Pärchengatten und meine Katzis da drin gesehen)

Der fürsorgliche Mr. Cave: Nachdem Terence Cave nicht nur Mutter und Frau verloren hat, sondern auch den Tod seines Sohnes mit ansehen musste, beschließt er auf seine Tochter Bryony ganz genau acht zu geben und merkt nicht, dass er sie mit seiner Fürsorge immer weiter erdrückt. – Unglaublich starkes Buch, das ich dennoch mehrfach aus der Hand legen musste, weil die Geschichte sehr bedrückend ist. Man ist hin und her gerissen zwischen Verständnis und Unverständnis.

Follow me to Wonderland III – My soul in your hands: Um den Krieg Wonderlands gegen Mirror zu verhindern, müssen die Verbündeten rund um Cat Cheshire hinter die Spiegel reisen. Dort erwarten sie allerlei neue Abenteuer. Doch der größte Kampf steht noch bevor. – Spannender und runder Abschluss der Alice im Wunderland-Adaption. Hatte nur bei den ganzen Charakteren ein wenig Probleme mich an alle zu erinnern, da zwischen Band 2 und 3 doch etwas Zeit verstrichen ist.

Wie war euer Februar? Was waren eure Highlights?

Argylle

Ein Vorwort

2014 überraschte Regisseur Matthew Vaughn mit seiner überzeichneten, aber doch zielsicher treffenden Actionkomödie Kingsman und konnte nicht nur mich vollkommen überzeugen. Nach einem schon nicht mehr richtig funktionierendem Sequel und einem richtig schlechten Prequel, schien die Kingsman Reihe beendet zu sein. Nun hat Vaughn mit Argylle einen neuen Film rausgebracht, der dennoch eine Verbindung zum Kingsman-Franchise haben soll. Dafür hat er sogar extra ein Buch herausgebracht, mit gleichem Namen, dass er „verfilmen“ wollte. Kann der Reihenauftakt ebenfalls überraschen, wie zuvor Kingsman?

Die Handlung

Autorin Elly Conway (Bryce Dallas Howard) hängt bei ihrem neuen Argylle-Roman ein bisschen und plant daher ihre Mutter zu besuchen. Unterwegs trifft sie auf Aidan Wilde (Sam Rockwell), der ihr erzählt, dass ihre Bücher real passiert sind und sie nun weiterschreiben muss, um ein Geheimnis zu lüften. Dabei findet sie allerhand über sich und ihren Protagonisten heraus. Immer mit dabei ist ihre Katze Alfie.

Meine Meinung

Nachdem ich den ersten Trailer zu Matthew Vaughns neustem Film sah, war ich zwiegespalten. Er konnte funktionieren, durch die interessante Ausgangsidee, nach einem richtig starken und zwei eher schwachen Kingsman-Filmen, war ich aber trotzdem vorsichtiger. Die Hintergrundgeschichte, dass Matthew Vaughn zunächst den Roman Argylle hat schreiben lassen, den unter dem Namen Elly Conway veröffentlicht hat und dann angekündigte diesen zu verfilmen, ist schon wieder sehr witzig. Zumal es zwischendurch bereits das Gerücht gab, dass Taylor Swift das Buch unter Pseudonym geschrieben hätte. Es kam dann aber heraus, dass es für den Film in Auftrag gegeben wurde und auf der Basis dann das Drehbuch geschrieben wurde.
Nun saß man doch irgendwie wieder mit Erwartungen in dem Film. Und gerade am Anfang hat man auch genau das bekommen, was der Trailer versprach. Eine Protagonistin, die hinter ihrem Schreibtisch hervorgezogen wurde und auf einmal in der realen Welt der Spionage auskommen muss und sich mit einigen Sachen einfach nicht abfinden kann. Ihre eigene Romanwelt ist absolut abgedreht und ähnelt eher James Bond in seinen abgedrehtesten Tagen, als realen Szenarien – ich sag nur Verfolgungsjagd mit Auto über die Dächer Griechenlands. Ich mochte die ganzen Anspielungen auf das reale Leben einer Autorin, mit Recherche und wie der Plot verknüpft worden wäre, damit es einem die Lesenden abkaufen. Die überzeichneten Bücher dann allerdings im Realismus mit einem le Carré zu vergleichen, gleicht dann doch Blasphemie.
Leider hat der Film es nicht dabei belassen. Nach ca. einem Drittel, in dem die wichtigsten Charaktere eingeführt wurden, fängt leider das große Plottwist Karoussel an. Denn es konnte nicht nur bei einem Plottwist bleiben, es musste immer noch einer drauf gesetzt werden. Dadurch zieht sich der Film leider auch ziemlich, hatte zwischendurch bereits einige Szenen, die ein Ende hätten sein können, aber es musste noch mehr sein. Das funktioniert so gar nicht und streckt den Film auf quälend lange 139 Minuten, die nach 60 Minuten schon so langsam nicht mehr funktionieren.
So hat Argylle zwischendrin durchaus noch gute Ideen, versucht sich an dem bekannten Witz aus Kingsman, kann diesen aber nur selten halten. Einige Szenen sind dadurch einfach zu gewollt überzeichnet. Einzelne Witze zu lange ausgespielt. Dadurch ist Argylle am Ende kein schlechter Film geworden, aber enttäuscht gerade gegen Ende eher als zu überzeugen, ermüdet und hätte einfach so viel mehr sein können, wenn die ganzen Plottwists weggelassen worden wären. So hatte ich zeitgleich doch irgendwie eine gute Zeit im Kino, habe den Film aber eher negativ in Erinnerung. Manchmal ist weniger eben doch mehr.
Dann ist da noch die Sache mit der Katze. Wer mich kennt, weiß, dass ich eine große Katzenfreundin bin. Demnach leide ich immer schnell mit den Fellnasen mit. Mal ganz davon abgesehen, dass sich für eine Fold-Katze (Katze mit Klappohren) entschieden wurde, die zwar mega süß sind, allerdings auch Qualzucht und daher in Deutschland inzwischen auch verboten, waren die wenigsten Szenen mit der Katze wirklich sinnvoll. Sie wurde genutzt, um den Charakter der Protagonistin zu verstärken, dennoch sind leider die meisten Szenen unglaublich viel Stress für Katzen. Da wurde sich dann mit sehr schlechtem CGI beholfen, aber dennoch hatte ich fast durchgehend einfach nur Mitleid mit der Katze. Und das ohne wirklichen Mehrwert für den Film. Was im Trailer noch Anreiz für den Film war, entwickelte sich schnell zu einem Faktor, der mir zunehmend Bauchschmerzen verursacht hat.

Das Fazit

Argylle kommt mit einer guten Grundidee daher, die er sich schnell durch einen Haufen unnötiger Plottwist kaputt macht. Zwischendurch gab es zwar noch ein paar witzige Ideen, aber die wurden eigentlich auch immer durch einen Negativaspekt wieder ausgeglichen. So ist der Film am Ende nicht wirklich schlecht, aber halt auch leider nicht gut. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Argylle läuft seit dem 01.02.2024 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den Januar 2024

Und da wären wir dann auch schon beim ersten Monatsrückblick des Jahres. Na, habt ihr euch schon daran gewöhnt 2024 zu schreiben oder müsst ihr noch regelmäßig die 23 durchstreichen? Und damit nach diesem schneereichen Monat, geht es direkt über zu meinem medialen Rückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Der Junge und der Reiher: Maki Mahito zieht während des zweiten Weltkriegs und nachdem seine Mutter in einem Brand ums Leben kam, mit seinem Vater aufs Land, da er dort die jüngere Schwester seiner verstorbenen Frau geheiratet hat. Während der Vater mit der Leitung einer Rüstungsfabrik beschäftigt ist, erkundet Mahito das Grundstück und trifft dabei immer wieder auf einen Reiher, der ihn zu einem teilweise verschütteten Turm führt. Doch erst als seine Stiefmutter entführt wird, betritt er durch den Turm eine andere Welt. Wird er sie finden und können beide zurückkehren? – Myazaki zieht man wieder alle Register und bietet und einen Film, der so viel zeigt, dass es bei der ersten Sichtung eher überfordert. Wahrscheinlich muss ich ihn einfach noch ein paar Mal sehen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehene habe ich Alice im Wunderland und König der Löwen 2 – Simbas Königreich

BTS – Yet to come: 2022 geben BTS ein kostenfreies Konzert in Busan und liefern dabei wieder eine wahnsinnige Show. – Wie immer eine Wahnsinnsshow und eine gute Auswahl aus ihrem Repertoire.

Kampf der Dinosaurier 1 – Könige der Urzeit: Tyrannosaurus Rex und ein Triceratops im direkten Kampf. Wer könnte hier gewinnen? Forschende versuchen herauszufinden, was realistisch ist und neue Funde geben neue Hinweise. – Interessante kurzweilige Doku, wo wirklich mal genau aufgeschlüsselt wird, wie viel wirklich aus einzelnen Funden herausgelesen werden kann.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keiner. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Next Goal Wins

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Die Gummibärenbande – Staffel 1, Modern Family – Staffel 4-6

What if… – Staffel 2 (Deutlich interessantere Ideen dabei gewesen als noch in Staffel 1, doch bleibt es weiterhin sehr nah an den bereits existierenden Geschichten und kommt einfach nicht über ein „war okay“ hinaus)

Doctor Who – Staffel 11-12 (Jodie Whittaker übernimmt die Rolle des Doctors und scharrt ein neues Team um sich. Ich mochte sie als Doctor, aber ich hab keinen wirklichen Bezug zu ihren Abenteuern gefunden. Schade.)

The Mentalist – Staffel 7 (Eine verkürzte letzte Staffel, funktioniert durch die Handlung beim FBI wieder sehr gut, aber das Finale ist völlig überstürzt und damit beinahe lieblos)

BTS – In the Soop – Staffel 2 (Wie kann es nur so entspannend sein sieben Jungs aus Korea in ihrem Entspannungsurlaub zu begleiten? Kürzer, mit neuer Location, aber der Charme bleibt erhalten.)

So I married the Anti-Fan – K-Drama (Die Idee klang gut, der Einstieg war sehr holprig, da eigentlich die ganze Geschichte mit einer kurzen Aussprache erledigt gewesen wäre. Nimmt einen dennoch erstaunlich mit und kann zwischendurch durchaus überzeugen. Das Finale war dann doch zu sehr Drama)

CEO-dol Mart – K-Drama (Ein sehr sympathisches Drama, wo es mal nicht um die große Liebe geht. Kann trotz der Kürze sehr überzeugen und hat mich mehrfach herzlich zum lachen gebracht)

In love with the villainess – Staffel 1 (Ich bin begeistert von der Idee, auch wenn es ähnliche Plots mehrfach gibt, kann die Spannung nicht ganz nach hinten raus halten, aber war nett für zwischendurch)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten insgesamt: 3.435
Seiten pro Tag:  im Durchschnitt 111
Hardcover: 2
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 6
E-Book: 1

Meisterdetektiv Ron Kamonohoshi 7: Zwei identische Tempel, einer in England, einer in Japan. Während vor 70 Jahren in England bereits ein unaufgeklärter Mord in diesem Tempel passierte, gibt es nun auch in Japan eine Leiche. Und der Tathergang scheint vollkommen identisch zu sein. – Wieder ein etwas anderer Fall, der nochmal neue Charaktere einführt. Es bleibt spannend.

My capricorn friend: Yuya Matsuda schaut beim Mobbing an seiner Schule lieber weg, um nicht selbst ins Kreuzfeuer zu geraten. Doch als auf seinem Balkon ein Zeitungsausschnitt aus der Zukunft auftaucht, aus dem herausgeht, dass der Mobber ermordet wird und der Mörder sich kurz darauf im Gefängnis erhängen wird, beschließt Yuya doch einzugreifen. Doch wie viel kann er noch verhindern? – Ein eher deprimierender Einzelband, der sich dem schwierigen Thema Mobbing nähert.

Stray Love Hearts 5: Hiyokis ist endlich beim letzten Zimmer angekommen. Doch dahinter erwartet sie eine Überraschung. Kann sie endlich den Dieb ihres Herzens finden? – Der Abschlussband hatte zwar noch ne unvorhersehbare Wendung, aber wie auch der Rest der Reihe kann es nicht überzeugen. Aber ich wollte halt doch wissen, was nun die Auflösung des ganzen ist.

Boris: Boris, ein Vampir, hat seine Ausbildung beim thaumaturgischen Notdienst beendet und fängt in der Abteilung von Martin van Helsing, ein Werwolf, an. Gleich an seinem ersten Tag gibt es einen Anschlag auf eine Blutbank und kurz darauf eine gescheiterte Vampirverwandlung. Boris lassen beide Fälle nicht los. Gibt es eine größere Verschwörung? – Ein Spin-off der Mona-Reihe, die ich schon sehr geliebt habe. Diesmal im Krimi-Genre und doch wieder mit einem unfassbar gutem Gespür für Charaktere. Das Jahr begann also schon mit einem Highlight.

Die Kunst des Verschwindens: Nico trifft durch Zufall die Schauspielerin Ellen Kirsch und freundet sich mit ihr an. Während jede Begegnung mit ihr, sich beinahe magisch anfühlt, scheint Ellen etwas zu bedrücken. Und dann verschwindet die Schauspielerin ohne ein Wort. Doch Nico kommt mit der Leere, die ihr Verschwinden hinterlassen hat, nicht zurecht. – Eigentlich so gar nicht mein Genre und Schreibstil, aber als Geschenk in meinem Besitz gelandet und es konnte mich auf unbeschreibliche Art faszinieren, dass ich es doch mehr oder weniger verschlungen habe.

Küss den Kater 1: Erina wollte nur den süßen Kater vor ihrem Fenster hereinlassen, damit er nicht friert, nicht ahend, dass es sich dabei um ihren Klassenkamerad handelt, der durch Küsse zwischen Mensch und Kater wechseln kann. Doch Erina hat nicht die Absicht ihn zu küssen. – Schon sehr leicht, locker und witzig erzählt, weswegen ich nur so durch die Seiten geflogen bin, aber so richtig überzeugen konnte mich die schon teilweise sehr übergriffige Geschichte nicht.

Solo Leveling 2: Sung Jin-Woo levelt sich fleißig weiter hoch. Dafür schließt er sich einer Gruppe an, die gerade ein neues Dungeon betreten wollen. Doch es entpuppt sich als Falle und er muss nun seine neuen Fähigkeiten unter Beweis stellen, um am Leben zu bleiben. Das bleibt allerdings nicht unbemerkt. – Es geht spannend weiter und wir lernen etwas mehr über die Welt. Doch so richtig dürfte es erst im nächsten Band losgehen.

The Spanish Love Deception: Lina hat ein Problem. Sie hat ihrer Familie erzählt, dass sie ihren Freund mit zur Hochzeit ihrer Schwester nach Spanien bringt. Nur existiert der leider nicht. Doch ohne aufzutauchen, steht nicht zur Debatte, schließlich wird ihr Ex-Freund mit seiner Verlobten auftauchen. Ausgerechnet ihr Kollege Aaron Blackford bietet sich an. Jener Aaron, der immer furchtbar steif ist und sie immer wegen ihrer quirligen Art abstraft. – Zu lang. Viel zu lang. Bis wir überhaupt in Spanien ankommen, haben wir ca. 400 Seiten vor uns, wobei viele sich immer wieder im Kreis drehen und die Geschichte kaum voran bringen. Ab Ankunft in Spanien wurde es dann deutlich spannender, aber der Charakterwandel Aarons war überhaupt nicht nachvollziehbar.

Songs of Emerald Hills: Caroline hat kein Ziel in ihrem Leben. Seit dem Tod ihrer besten Freundin kann sie für nichts Freude empfinden. Schon gar nicht für ihr Jura Studium, womit sie ihren Eltern eine Freude machen wollte. Als ein Angebot aus Irland hereinflattert, greift sie direkt zu. Sie soll sich für ein paar Wochen um eine ältere Damen kümmern, die aktuell an Krücken läuft. Doch ihre Ankunft verläuft nicht wie erhofft. Zum Glück gibt es Conor, mit dem sie sich direkt versteht. Dieser hat allerdings seine eigenen Probleme, denn seine Schüle für Gälisch läuft seit langem nicht mehr. – Cozy Irland-Romance mit viel Liebe zu Land und Leuten – vom Land bekommen wir leider ziemlich wenig zu lesen. Die Handlung ist teilweise etwas gewollt und man sollte einiges nicht näher hinterfragen, dann funktioniert das Buch gut.

Waldsterben in Vertikow: Peer Wesendonks zweiter Fall, diesmal geht es um einen Waldraub. Der ortsansässigen Firma wurden viele Bäume abgeholzt und geklaut. Nun steht diese vor dem finanziellen Ruin. Die Baronin höchst selbst beauftragt Peer mit den Ermittlungen, denn die Polizei soll nicht eingeschalten werden. – Wieder ein etwas anderer Fall, der sich gut von anderen Krimis unterscheidet, mit einem eigensinnigen Ermittler und viel Dorfklatsch.

Zur Hölle mit Enra 1: Der Höllenfürst hat eine Liste mit potentiellen Sündenden erstellt und seine Söhne ziehen zum Wettstreit aus, möglichst viele von der Liste vorab zu streichen. So auch Enra. Dieser trifft jedoch auf Komachi, die sich weigert zu akzeptieren, dass sie zur Sünderin werden soll und Enra daher beweisen will, dass sie unschuldig ist. Dass Enra dafür in Menschengestalt an ihrer Schule auftaucht, hat sie nicht erwartet. – Ein etwas anderes Minority Report, kann leider die Idee nicht wirklich gut aufbauen und scheitert an den Charakteren.

Wie war euer Start ins Jahr?

Girl, you know it’s true

Ein Vorwort

Nachdem Hollywood ein Musiker*innen Biopic nach dem nächsten rausgehauen hat, war es nicht weiter verwunderlich, dass auch Deutschland auf den Hype aufgesprungen ist – auch wenn der Hype eigentlich schon längst wieder abgekühlt ist und der Markt übersättigt scheint. Nun konnte man sich vermutlich eine Menge toller deutscher Musiker*innen mit interessanter Geschichte vorstellen. Wir bekamen jedoch einen Film über Milli Vanilli. Warum das jedoch teilweise besser als die Gegenparts aus Hollywood funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Rob und Fab haben den Traum in der Musikbranche durchzustarten. Als Produzent Frank Farian auf sie aufmerksam wird, scheint dieser Traum zum greifen nah. Als MilliVanilli starten sie durch und haben schnell Erfolg. Doch das Problem ist, dass sie davon nicht eine Note selbst gesungen haben.

Meine Meinung

Ich war wahrscheinlich die eine Person auf dieser Erde, die vom damaligen Skandal rund um MilliVanilli nichts mitbekam. Dementsprechend war ich völlig unbefleckt auf dem Weg mit einer Freundin ins Kino, als mich mein Mann nochmal fragte, in welchen Film ich ging. „Ach, waren das nicht die, die gar nicht selbst gesungen haben? War doch ein riesen Skandal“. Nun, ich ging also in den Film und wusste doch wieder, wie er ausgehen würde.
Womit ich nicht gerechnet habe, nachdem auch noch klar wurde, dass Matthias Schweighöfer mitspielte, war, dass mich der Film so überzeugen würde. Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen Rob und Fab nämlich nicht am Anfang ihrer Geschichte kennen, sondern auf dem Höhepunkt. Nach einer durchfeierten Nacht in einem zwar nicht zerstörten Hotelzimmer, doch die Spuren der ausgelassenen Feierei sind deutlich zu sehen. Hier treten die beiden nun als Erzähler auf. Sie berichten von ihrer Geschichte. Während wir dann doch zu den Szenen ihres Kennenlernens driften, wird immer wieder zu dieser Szene zurückgeblendet, so dass sie immer ein paar Andeutungen an die Zukunft machen können, uns weitere Details erzählen können und damit eine unglaubliche Nähe zu den Zuschauenden aufbauen, was ich lange nicht mehr erlebt habe. Denn es ist eine reflektiertere Sicht als noch in den Momenten des erlebens selbst.
Ihre Geschichte, wie sie einfach schnell berühmt werden wollten mit ihrer Musik, die Steine, die ihnen in den Weg gelegt wurden und die Lügen, die sie irgendwann selbst glaubten. Alle Zutaten für ein Musik Biopic sind da und werden hier mit einer gelungenen Mischung aus Drama, Witz und Selbstironie zusammengemischt und präsentieren einen Film, der über das übliche Abhaken der Wikipedia-Abschnitte hinausgeht. Die Tiefe, die man sich beim Whitney Houston Biopic gewünscht hat, aber niemald in einem Film über MilliVanilli erwartet hat, wird eben genau hier geboten.
Auch schauspielerisch stimmt das Ensemble hier. Selbst ein Matthias Schweighöfer kann abliefern, auch wenn die sehr überzeichnete Rolle, wohl auch einfach zu seinem üblichen Spiel passt und er hier keine neuen Dimensionen zeigen musste. So habe ich einen entspannten Filmabend verbracht, gelacht, gebangt – obwohl der Ausgang irgendwo klar war, doch er hat einen so gut mitgezogen – und war überrascht, dass einer der interessantesten Musik Biopics aus Deutschland kam und über mir eine eigentlich unbekannte Gruppe. Aber es braucht eben nicht nur die großen Namen, wie Whitney Houston, Aretha Franklin, Elvis und Co, sondern auch Ideen, wie diese umgesetzt werden können.

Das Fazit

Girl you know it’s true überrascht als Musik Biopic mit einer erfrischenden Erzählweise und kann dadurch den Film über Auf- und Abstieg von Milli Vanilli tragen und bietet dabei mehr als nur die Informationen aus dem Wikipedia-Artikel. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Girl you know it’s true läuft seit dem 21.12.2023 in den deutschen Kinos

Wish

Ein Vorwort

Kurz vorm Auslauf des Jubiläums präsentiert uns Disney doch noch einen Film zum 100 jährigen. Während der Trailer eher abschreckend aussah, wollte ich dem Film dennoch eine Chance geben. Warum mich Wish am Ende doch positiv überraschte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

In Rosas geben alle 18-jährigen ihren Herzenswunsch an den König, einem Zauberer, der bei Zeremonien ausgewählte Wünsche erfüllt. Asha bewirbt sich auf eine Stelle als seine Assistentin und erfährt dabei, dass viele Wünsche niemals erfüllt werden. Sie möchte ihrem Großvater seinen Wunsch zurückgeben, doch der König reagiert nicht gut auf Kritik. Als Asha sich abends etwas von den Sternen wünscht, kommt einer nach Rosas, um ihr zu helfen. Doch der König will keine Konkurrenz neben sich.

Meine Meinung

When you wish upon a star … Ach nein, das war ein anderer Film. Und auch wenn 83 Jahre zwischen Pinocchio und Wish liegen, so sieht man hier bereits die erste Parallele zwischem dem zweiten Kinofilm der Meisterwerk Reihe und dem 62. und aktuellsten. Denn pünktlich zum 100 jährigen Jubiläum des größten Filmstudios der Welt präsentiert uns eben dieses einen neuen Teil der Meisterwerk Reihe. Doch zunächst war die Enttäuschung groß, denn der Trailer sah grausam aus. Es wurde nicht klar, welche Geschichte erzählt werden soll, die Optik irgendwo zwischen Zeichentrick und sehr klobiger Computeranimation war eher abstoßend und irgendwie wurde doch eher wieder der tierische Sidekick fürs Merchandise vorgestellt.
Entsprechend mit sehr wenigen Erwartungen ging ich in den Film, bereit einen Veriss zu schreiben, wie wenig die Chance für einen Film zu einem 100 jährigen Jubiläum genutzt wurde. Doch ich wurde eines besseren belehrt.
Zunächst schien der Film alle meine Befürchtungen zu unterstreichen. Der Einstieg war etwas holprig und auch die ersten Lieder gingen überhaupt nicht ins Ohr bzw waren auch eher schlecht als recht ins Deutsche übersetzt. Die Optik war in ihrer wilden Mischung sehr gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit verstand man immer mehr, dass Wish versucht den Spagat zwischen Vergangenheit und Moderne zu ziehen und so beide Stile kombiniert. Wenn man sich dem einmal bewusst geworden ist, störte es auch immer weniger.
Doch nicht nur das, auch die Geschichte wird immer klarer, die Lieder gehen immer schneller ins Ohr, bis man auch vom Soundtrack überzeugt ist. Die Charaktere wachsen einem immer mehr ans Herz und dann ist da noch die eine Sache, die mich am Ende doch überzeugen konnte: Die unzähligen Anspielungen auf die bisherigen Disney-Filme. Von sehr offensichtlichen Schneewittchen Anspielungen über Robin Hood, Pinocchio, Dornröschen und und und. Die Liste lässt sich ewig weiterführen und wahrscheinlich habe ich nicht einmal alle gesehen. So verzeiht man auch, dass die Geschichte letztlich doch sehr vorhersehbar ist, da sie typischen Tropes folgt.
So ist Wish vielleicht kein perfekter Film, aber durchaus ein durchdachter zum Jubiläum, bringt viel Nostalgie, aber auch neues mit ein und baut sich langsam aber sicher auf. Ich bin auf jeden Fall auf eine zweite Sichtung gespannt, ob ich noch mehr Anspielungen finde über die ich mich freuen kann.

Das Fazit

Wish kombiniert Nostalgie mit neuen Elementen und schafft eine wunderbare Hommage an die 100-jährige Disney Geschichte, auch wenn die Geschichte eher einfach und vorhersehbar war, gibt es doch regelmäßig Anspielungen zu entdecken. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Wish läuft seit dem 30.11.2023 in den deutschen Kinos

Der Junge und der Reiher

Ein Vorwort

Nachdem Hayao Miyazaki 2013 nach „Wie der Wind sich hebt“ sein Karriereende ankündigte, erlebte Studio Ghibli ein wenig eine Durststrecke, wurden doch in der Zwischenzeit gerade einmal vier Spielfilme veröffentlicht. Nun kam Miyazaki doch noch einmal zurück mit seinem angeblich wirklich letzten Film – auch wenn es Gerüchte gibt, dass er doch bereits am nächsten arbeitet. Ob der lang ersehnte Film dem Hype gerecht wird, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Maki Mahito zieht während des zweiten Weltkriegs und nachdem seine Mutter in einem Brand ums Leben kam, mit seinem Vater aufs Land, da er dort die jüngere Schwester seiner verstorbenen Frau geheiratet hat. Während der Vater mit der Leitung einer Rüstungsfabrik beschäftigt ist, erkundet Mahito das Grundstück und trifft dabei immer wieder auf einen Reiher, der ihn zu einem teilweise verschütteten Turm führt. Doch erst als seine Stiefmutter entführt wird, betritt er durch den Turm eine andere Welt. Wird er sie finden und können beide zurückkehren?

Meine Meinung

Egal, wie wenig man sich mit Animes und der japanischen Filmgeschichte auskennt, so haben Hayao Miyazaki Werke es auch in unseren Kreisen zu unfassbarer Bekanntheit geschafft. So war Chihiros Reise ins Zauberland zum Beispiel auch mein erster Anime, den ich bewusst gesehen habe. Und es sollten einige, davon viele aus der Feder Miyazakis, folgen. Dabei ging ich an Der Junge und der Reiher eher unbedarf heran, hatte mich vorher wenig mit dem Film auseinander gesetzt, lediglich über Filmportale die gespannte Erwartung der Filmwelt mitbekommen.
Und wie es bei einigen seiner Filme so ist, baut Miyazaki spielerisch eine Welt zwischen Katastrophe und Harmonie, eine Welt in einer Welt, eine Fantasiewelt, die so voller Metaebenen ist, dass es wohl noch einige Male braucht, bis sich den Zuschauenden wirklich alles entfaltet. Dabei ist es gerade dieses mitdenken, interpretieren, die Kleinigkeiten entdecken und enträtseln, die diese Filme zu etwas zu besonderem machen, da es sich doch von den üblichen Animationsfilmen aus Hollywood unterscheidet.
Ich muss gestehen, dass ich aber gerade dadurch zunächst so meine Probleme mit dem Film hatte. Beim Ansehen strömte so viel auf mich ein, dass ich mich einfach überfordert gefühlt habe. Denn selbst, wenn man versucht zunächst nur die wundervollen und liebevollen animierten Bilder auf sich wirken zu lassen, kommt man doch nicht umhin sich mit den ersten Kleinigkeiten auseinander zu setzen, in der Angst, sonst etwas zu verpassen. Im Nachhinein habe ich mir ein ausführliches Video zu den ganzen Einflüssen aus Miyazakis Lebensgeschichte und anderen Werken auf den Film angesehen und damit begann dann so langsam meine Begeisterung für den Film. Denn so erkennt man bereits so viele Anspielungen, dass es absolut faszinierend ist, und dennoch bleiben viele Ebenen des Films immer noch einem zur eigenen Interpretation offen.
Was aber sofort blieb war der wunderschöne Zeichenstil, eine Geschichte, die einen in einen Bann zieht, auch wenn sie einen überfordert und unglaublich interessante Charaktere. Was noch kommen kann, ist eine völlig Faszination von dem Film, doch das ist wohl auch einfach ein Film, der in einem nachreift und seine Zeit braucht.

Das Fazit

Der Junge und der Reiher hat mich beim ersten Mal sehen komplett überfordert, dennoch sind die vielen Ebenen absolut faszinierend und bleiben auf jeden Fall in Erinnerung. Der Film übt einen Sog aus, dass man sich danach noch länger mit ihm befassen will und das habe ich so lange nicht mehr erlebt. Dafür gibt es dennoch aktuell 07 von 10 Punkte (was sich nach öfterem sehen durchaus nach oben ändern kann).

Der Junge und der Reiher läuft seit dem 04.01.2024 in den deutschen Kinos

The Final Jahresrückblick 2023

Na, könnt ihr das Wort Jahresrückblick noch lesen?
Okay, das ist dann auch vorerst wirklich der Letzte! In diesem Format geht es noch einmal um Top 5 Listen, allerdings mit etwas anderen Inhalten. Dabei habe ich versucht aus jeder Blogkategorie etwas zu finden, was bei den anderen Jahresrückblicken etwas zu kurz kommt. Bereit?

Top 5 Serienintros

Der Titel sagt hier wohl alles. Dabei geht es nicht darum, dass die Serien im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich sie in 2023 gesehen habe. Kein weiteres Ranking:

Doom at your service – K-Drama

Crash Course in Romance – K-Drama

Rennervations – Staffel 1

1899 – Staffel 1

Die Ringe der Macht – Staffel 1

Top 5 – Kinotrailer

Wer oft ins Kino geht wird mit vielen Trailern bombardiert. Die meisten sind okay, einige sind sehr nervig, aber nur die wenigsten machen wirklich Laune auf den Film. Hier geht es um die Trailer, die ich 2023 im Kino gesehen habe, unabhängig ob der Film auch in diesem Jahr angelaufen ist. Kein weiteres Ranking:

Barbie

Oppenheimer

Dune 2

Renfield

A haunting in venice

Top 5 tierische Begleitung

In dieser Kategorie stelle ich euch meine liebsten tierischen Begleiter*innen vor. Diese können in (Kino-)filmen oder Serien vorgekommen sein. Kein weiteres Ranking:

Daijin – Suzume

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Sazuke – Der Kater unter dem Korallenbaum

Luna – Sailor Moon

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Kamekichi – Re-Main

Tetsuya No 2 – Kurokos Basketball

Top  5  Buchcover

Auch hier geht es um genau das, was der Titel verspricht. Dabei geht es auch hier nicht darum, dass das Buch im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich es in 2023 gelesen habe. Kein weiteres Ranking:

Emerald Witches 2 – Seidenblume

Gallant

A magic stepped in Poison

Tokioregen

Silver & Poison

Was sagt ihr zu meiner Liste? Was fehlt eurer Meinung? Und ich bin immer noch auf der Suche nach einer fünften Kategorie, also gern her damit 🙂

Wonka

Ein Vorwort

Willy Wonka ist wohl die bekannteste Figur aus Charlie und die Schokoladenfabrik, auch wenn sie nicht einmal titelgebend war. Aber die extravagante Figur konnte auch in diversen Verfilmungen begeistern und nachhaltig prägen. Nun bekommt er seinen eigenen Film praktisch als Prequel mit niemand geringerem als Timothee Chalamet in der Hauptrolle. Wie das funktioniert hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Willy Wonka (Timothee Chalamet) kommt nach vielen Reisen zurück nach London, um seine Schokoladenkreationen zu verkaufen. Doch das Schokoladenkartell versucht das zu verhindern. So landet er in einer Herberge, die ihn abzockt und statt Schokolade zu verkaufen, muss er nun in einer Wäscherei schuften. Doch seinen Traum gibt er dabei nicht so schnell auf.

Meine Meinung

Eine wichtige Information sollte man wohl vorab über den Film wissen – zumindest war es einer der meistgenannten Kritikpunkte: Es ist ein Musical. Sprich, es wird viel gesungen. Wer also mit Liedern in Filmen nichts anfangen kann, sollte diesen Film meiden. Auch sei gesagt, da der Film eine Altersfreigabe ab 0 Jahren hat, sind die Texte eingedeutscht. Auch das muss man mögen.
Aber fangen wir doch am Anfang an. Wir begegnen Willy Wonka, wie er frisch von einer Reise wiederkehrt. Zunächst ist nicht so ganz klar an welcher Stelle seines Lebens wir uns befinden, zumal sich die hier nach und nach eröffnende Hintergrundgeschichte von der aus Charlie und die Schokoladenfabrik unterscheidet. Die anfänglichen Fragezeichen rutschen jedoch schnell in den Hintergrund, denn Wonka baut sich zum einen sehr schnell auf und lässt sich doch Zeit die Charaktere vorzustellen.
Danach haben wir den üblichen Dramaaufbau, weswegen einige Entwicklungen einfach nicht überraschend waren und vieles wohl vorhersehbar, aber – und das ist ein großes aber – gleichzeitig bestückt er die Geschichte mit so vielen fantastischen und unvorhersehbaren Einfällen, dass man aus dem Staunen kaum rauskommt. Sei es ein Abenteuer mit einer Giraffe, eine etwas andere Beerdigung oder auch nur das Zusammentreffen mit einem Umpa Lumpa. So ist es eine zauberhafte Geschichte, die von den Liedern getragen wird, wobei die ein oder andere Melodie es so schnell nicht aus dem Kopf rausschafft (Schrubb Schrubb).
Auch wenn es einige Charaktere sind, wird sich für alle genug Zeit genommen, damit sie eine Hintergrundgeschichte kriegen, ich musste oftmals herzhaft lachen und wurde einfach von Anfang bis Ende gut unterhalten. Dazu tragen auch die vielen tollen Schauspielenden bei, die sich hier teilweise in gewohnten, teilweise aber auch in erfrischenden Rollen (Olivia Coleman), die Klinke in die Hand geben. Letztlich muss man bunte Filme mögen, man muss ungewöhnliche Filme mögen und vor allem Musicals. Aber dann steht nichts im Weg zu einem tollen Abend voller Witz, Spaß und Spannung.

Das Fazit

Wonka beherrscht das Gleichgewicht zwischen bekanntem Dramaaufbau und neuen und überraschenden Einfällen. Ein wunderbar buntes Musical voller Witz, das einen tollen Filmabend garantiert. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Wonka läuft seit dem 07.12.2023 in den deutschen Kinos

Rückblick auf das vierte Quartal 2023

Fühlt ihr euch auch noch nicht so richtig in 2024 angekommen? Ich auch nicht und daher fiel es mir gar nicht schwer, noch einmal auf das vierte Quartal 2023 zurückzublicken. Wie gewohnt in Top 5 Listen (außer, es gab keine fünf Highlights, dann wie gewohnt reduziert). Und damit ohne groß weitere Worte zu verlieren:

Meine drei Kinohighlights

The Marvels: Carol Danvers aka Captain Marvel untersucht eine seltsame Erscheinung, die an ein schwarzes Loch erinnert, doch bei der Berührung tauscht sie auf einmal den Körper mit Kamala Khan aka Ms. Marvel und Monika Rambeau. Während diese noch versuchen die Ursachen zu finden, taucht Dar-Benn, die neue Anführerin der Kree auf. Ihr Ziel ist es ein Artefakt zu finden, mit dem sie ihren Heimatplaneten Hala wieder zu altem Glanz führen kann. Doch der Preis dafür ist der Verlust von anderen Planeten. Und sie hat noch eine Rechnung mit Carol offen. So müssen Carol, Kamala und Monika sich zusammen tun, um gemeinsam Dar-Benn aufzuhalten. – Sehr witzige Frauenpower, Handlung eher normal, aber immerhin mal wieder unterhaltsam.

Wish: In Rosas geben alle 18-jährigen ihren Herzenswunsch an den König, einem Zauberer, der bei Zeremonien ausgewählte Wünsche erfüllt. Asha bewirbt sich auf eine Stelle als seine Assistentin und erfährt dabei, dass viele Wünsche niemals erfüllt werden. Sie möchte ihrem Großvater seinen Wunsch zurückgeben, doch der König reagiert nicht gut auf Kritik. Als Asha sich abends etwas von den Sternen wünscht, kommt einer nach Rosas, um ihr zu helfen. Doch der König will keine Konkurrenz neben sich. – Nach dem Trailer mit dem schlimmsten gerechnet. Doch wir bekommen eine anständige Handlung, die Lieder werden im Laufe immer besser und vor allem kriegen wir unzähliche Anspielungen auf die 100-jährige Geschichte Disneys.

Wonka: Willy Wonka kommt nach vielen Reisen zurück nach London, um seine Schokoladenkreationen zu verkaufen. Doch das Schokoladenkartell versucht das zu verhindern. So landet er in einer Herberge, die ihn abzockt und statt Schokolade zu verkaufen, muss er nun in einer Wäscherei schuften. Doch seinen Traum gibt er dabei nicht so schnell auf. – Wenn man sich darauf einlässt, dass es sich um ein Musical handelt, bekommt man einen ganz zauberhaften Film über Träume, allerlei witzige Einfälle und das mit einem ganz wunderbarem Cast.

Meine drei filmischen Highlights

Sowoozoo – BTS Concert: 2021 mitten in der Pandemie, konnten keine K-Pop Gruppen auftreten. Um Army trotzdem etwas zu bieten, hat BTS ein virtuelles Konzert geschaffen. Mit Sowoozoo hatte Army auf riesigen Leinwänden die Möglichkeit das Konzert zu erleben und BTS hat keine Mühen gescheut, um die gewohnte hochwertige Show zu bieten. – Tolles Konzert für alle BTS Fans und das Daechwita Cover war definitiv ein Highlight.

Leo: Leo ist eine Echse und lebt zusammen mit Squirtle, einer Schildkröte, in einem Terrarium in einer fünften Klasse. Als beim alljährlichen Elternabend über das Alter von Echsen diskutiert wird, findet Leo heraus, dass er wahrscheinlich nur noch ein Jahr zu Leben hat. Gleichzeitig beschließt die Vertretungslehrerin, dass die Kinder abwechselnd eines der Tiere übers Wochenende mit nach Hause nehmen müssen. Leo sieht darin seine Chance zu fliehen und noch ein Abenteuer in seinem letzten Jahr zu erleben. Doch es soll anders kommen. – Ich habe den Film geliebt. Zunächst wusste ich nicht genau, worauf er hinauswollte und wurde einfach nur gut unterhalten, aber er entwickelt sich zu einem wunderbaren coming-of-age Film, den ich so nicht vorhergesehen hatte.

The Whale: Charlie hat nach einem Verlust sich vollständig zurückgezogen. Durch seine morbide Adipositas traut er sich nicht einmal bei seinem Online-Kurs, den er gibt, die Webcam einzuschalten. Seine Freundin Liz, die Krankenpflegerin ist, drängt ihn ins Krankenhaus zu fahren, da sie befürchtet, dass sein Herz aufgibt. Doch Charlie versucht sich mit seiner entfremdeten Tochter zu versöhnen, die jedoch wenig Verständnis zeigt. – Absolut berechtigter Oscar-Gewinn von Brendan Fraser hier. Ein Film, der einen in eine Schockstarre zwingt und man kann nur hilflos dem Kammerspiel zusehen. Der berührt und schockiert auf mehreren Ebenen.

Meine fünf serientastischen Highlights

Big Time Rush – Staffel 3-4: Nach turbulenten Zeiten für Kendall, Carlos, Logan und James, ging es endlich auf große Welttournee. Doch auch zurück im geliebten Palm Woods müssen sie sich neuen Herausforderungen stellen. So knistert es ganz schön zwischen Kendall und Lucy, sie werden von Paparazzi verfolgt und noch vieles mehr. Auf jeden Fall wird es als Superstar nicht langweilig. – Durch Paramount+ endlich auch für mich sichtbar und ich liebe diese Serie einfach. Klar hat man gemerkt, dass ihr gegen Ende hin etwas die Luft ausging, aber sie haben einen schönen Abschluss gefunden für die Charaktere.

Goblin – K-Drama: Kim Shin wird zu einem Goblin und wandert fast tausend Jahre ruhelos durch die Welt. Nur die Braut des Dokkaebi (Goblin) kann ihn befreien. Mit Ji Eun-Tak einer Abschlussschülerin findet er diese schließlich, doch Abschied vom Leben war noch nie so schwierig. Dabei wurde sogar schon sein Haus an einen Gevatter Tod weiter vermietet. – Highlight K-Drama! Zählt nicht ohne Grund als Klassiker. So viele Gefühle, aber auch sehr lustig und die Hassliebe zwischen Goblin und Gevatter Tod hat alles immer wieder aufgelockert. Ich habe jede Folge genossen

Buddy Daddies – Staffel 1: Kazuki und Rei sind Attentäter und leben in einer WG zusammen. Bei einem Auftrag treffen sie auf Miri, eine Vierjährige, die auf der Suche nach ihrem Vater ist. Da sie diesen leider gerade töten mussten und sie nicht zurück zu ihrer Mutter kann, nehmen die beiden sie auf. Doch mit einem Kleinkind und dem Job als Attentäter ist es gar nicht so leicht. – Ein sehr unterhaltsamer Anime mit vielen Lachmomenten, aber ab und an auch ernsteren Einschlägen. Habe ich sehr geliebt, leider deutet das Ende der Staffel daraufhin, dass die Serie bereits abgeschlossen ist

The Pokemon Concierge – Staffel 1: Haru kommt nach einer beschissenen Woche im Pokemon Resort an. Sie soll dort als Concierge arbeiten und sich um das Wohlbefinden der Pokemon kümmern. Doch das ist gar nicht so einfach. – Warum nur vier Folgen? Habe es sofort geliebt, sehr liebevolle Geschichten, auch wenn die Zielgruppe wohl doch eher die ganz Kleinen waren.

Star Trek – Strange New Worlds – Staffel 1-2: Die Enterprise geht nach ihren Erlebnissen auf der Discovery wieder auf eine mehrjährige Mission. Captain Pike versammelt dafür sein Team und sie reisen dorthin, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist. Das bietet natürlich allerlei Platz für Abenteuer, aber auch menschliche Entwicklungen an Bord. – Nach einigen aktuelleren Star Trek Versuchen, besinnt sich Strange New Worlds auf die Anfänge und bietet wieder das Entdecken neuer Welten und den typischen „Vorfall“ der Woche.

Meine fünf buchigen Highlights

Chaosherz: Noah ist wieder ein Mensch, doch damit immer distanzierter gegenüber May. Das stachelt das Chaos in ihr weiter an, das immer schwieriger zu kontrollieren wird. Doch damit nicht genug. Ihr Cousin Horus scheint sich in seinem Schlaf zu regen und hat es wohl auf May abgesehen. Weil ein Teenager mit Liebeskummer ja nicht schon genug Probleme hat. – Der typische zweite Füller-/Vorbereitungsband, aber dennoch habe ich das Buch nur so verschlungen. Ich liebe die Charaktere und wollte alles neue wissen. Und der Vorteil ist, dass man hier noch einiges über die Welt lernen konnte. Kann Band 3 gar nicht erwarten.

Chasing Melodies: June lebt mit ihrer Mutter in New York und versucht durch Jobs diese finanziell zu unterstützen. Doch als sie ein Praktikum bei Blossom Entertainment, einem Musikmanagement in Seoul, bekommt, ergreift sie die Chance ihren Vater wiederzusehen. Gleichzeitig kommt sie ihren liebsten Idols ganz nah. Über eine Dating-App lernt sie Alexander kennen, mit dem sie sich sofort verbunden fühlt, nichtsahnend, um wen es sich dabei wirklich handelt. – So eine tolle Geschichte, die auch in sich schlüssig war (also warum sie sich kennenlernen, warum sie sich auch sprachlich verstehen), habe  die Geschichte sehr geliebt. Hier merkt man, die Liebe der Autorin zum Genre.

Check & Mate: Mallory hat Schach einst geliebt, doch inzwischen scheint es ihr ein Fluch zu sein. Doch als sie in einem Wohltätigkeitsturnier ausversehen den amtierenden Weltmeister Nolan Sawyer schlägt, wird sie wieder in die Welt des Profischachs gerissen. Denn Nolan will unbedingt erneut gegen sie antreten und Mallory braucht Geld für ihre Familie. – Etwas ungewöhnliche Liebesgeschichte, aber das Setting rund um Schach war gut umgesetzt und die Handlung habe ich nur so aufgesogen und bin durch die Seiten geflogen.

Tough Choices: Nach dem Sandsturm ist allerlei los im Whitestone Hospital. Der Pfleger Grant ist einfach nur froh, dass es der Assistenzärztin Masie vergleichsweise gut geht. Als sich die beiden näher kommen, steht jedoch nicht nur Masies Unsicherheit im Raum. Auch Grant hat ein Geheimnis, das er zeitnah lüften sollte, wenn er sie nicht verlieren will. – Bisher stärkster Band der Reihe (und das obwohl bisher alle stark waren). Habe jede Seite geliebt, die Charaktere waren einfach nur hach und der Schreibstil Ava Reeds war wie immer super flüssig.

Der Preis der Magie: Nach dem Tod ihrer Mutter bekommt Helena ein altes Buch ihres Vaters vererbt, der die Familie vor vielen Jahren einfach verließ. Dadurch entdeckt sie nicht nur die Magie in sich, sondern auch ihre Tante Elizabeth, von der sie jahrelang nichts wusste. Doch so verlockend die Geschichten ihrer Tante auch klingen, so lernt Helena schnell, dass Magie immer einen Preis hat. – Fängt typisch an und haut einem dann die Erwartungen und Klischees ordentlich um die Ohren. Mochte es, wie unvorhersehbar die Geschichte dadurch wurde, auch wenn am Ende vielleicht ein paar Seiten fehlten.

Was waren eure Highlights im letzten Quartal?