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Über Shalima Moon

Mit Jahrgang 1993 hab ich es inzwischen auf süße 32 Jahre geschafft. Ursprünglich aus Braunschweig kommend, lebe ich inzwischen im schönen Brandenburg. Hauptberuflich bin ich Buchhalterin freizeitlich gehe ich leidenschaftlich gerne ins Kino oder backe meinem Freundeskreis ein wenig Hüftgold. Auf die Idee für den Blog kam ich, da ich wie gesagt leidenschaftlich gerne ins Kino gehe und regelmäßig von meinem Freundeskreis nach Filmempfehlungen gefragt werde. Anstatt ständig das gleiche zu erzählen, schreib ich es nun einmal auf und jeder kann es nachlesen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich keine professionelle Kritikerin bin. Darum geht es bei diesem Blog auch gar nicht. Hier schreibe ich einfach nur meine Gedanken auf und gebe ein kurzes Feedback und hoffe damit Leuten bei der Filmwahl zu helfen.

Rückblick auf das zweite Quartal 2025

Durch meine letzten Auszeiten, sei es durch Urlaub oder Krankheit, hänge ich mit meinem Zeitplan etwas hinterher. So sind wir bereits mitten im dritten Quartal und ich habe es noch nicht geschafft, auf das Zweite zurückzublicken. Das will ich dann mal direkt nachholen und präsentiere euch wieder meine Top Fünf aus jeder Kategorie. Teilweise wegen mangelnder Auswahl gekürzt. 

Fünf Bücher, eine DVD und ein paar Fanarts zu Filmschriftzügen liegen zusammen arrangiert auf einem lila Sofa

Meine vier Kinohighlights

Flow: In einer von Menschen verlassenen Welt hat eine kleine Katze sich ein sicheres Plätzchen zum Überleben gesucht. Doch eine Flut sucht die Welt heim und egal, wie hoch sie klettert, die Wassermassen holen sie direkt ein. In letzter Sekunde kann sie auf ein kleines Boot fliehen, was bisher nur von einem Capybara bewohnt ist. Zusammen versuchen sie zu überleben und treffen unterwegs noch andere Weggefährten. – Dieser experimentelle Animationsfilm erzählt ohne Worte eine wunderbare Geschichte, voller Lektionen und Gefahren. Hier bleibt kein Auge trocken. Absolut verdienter Oscargewinn.

Thunderbolts*: Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten. – Was sich wie Marvels Resterampe las, war endlich mal wieder ein guter MCU Film. Depressionen und Einsamkeit wurden thematisiert und haben sich gekonnt in die Action eingefügt.

J-Hope on the Stage: Jung Hoseok, besser bekannt als J-Hope, hat die Zeit, in der seine Bandkollegen noch beim Militär sind, genutzt und hat eine Welttournee gegeben. Bei seinem Abschlusskonzert in Osaka gab es wieder ein weltweites Kinoliveevent. – Sehr gelungenes Konzert mit einer tollen Bühnenshow und thematisch gut sortierter Songauswahl.

Ballerina: Eve Macarro ist eine Ballerina der Ruska Roma, das heißt, dass sie nicht nur im Ballett, sondern auch als Auftragskillerin ausgebildet wurde. Als sie ihre Ausbildung beendet hat, wird eben jene Organisation auf sie aufmerksam, die einst ihren Vater ermordet haben. Entgegen der Direktorin nimmt sie die Verfolgung auf und bringt sich in eine aussichtslose Situation. – Wenn ich von starken weiblichen Figuren im Actionbereich rede, dann meine ich übrigens genau das, was Ballerina abgeliefert hat. Zwar einfacher Grundplot, aber die sehr gelungene Action reißt hier vieles heraus. 

Meine drei filmischen Highlights

Your Voice: Nagisa ist sich sicher, dass Worte Macht haben. Als sich zwei ihrer Freundinnen streiten, hat sie Angst, dass die Gemeinheiten Auswirkungen haben. Als sie eine verlassene Radiostation entdeckt, macht sie ihren Sorgen Luft. Nicht ahnend, dass die Tochter der im Koma liegenden Besitzerin sie hört und gar nicht begeistert ist. Doch nach einer kurzen Auseinandersetzung freunden sie sich an und betreiben gemeinsam mit Nagisas Freundinnen die Station. Ein Sommer voller Hoffnungen beginnt. – Süßer Film für die heißen Sommermonate über Freundschaft und die Macht der Worte.

Jurassic City: Eigentlich wollten sie nur den Initiationsritus ihrer Stundentinnenverbindung feiern. Doch diese wird von der Polizei aufgelöst und drei Studentinnen landen im Gefängnis. Auch zwei Betrunkene, ein Junkie und ein mehrfacher Frauenmörder sind Insassen. Doch ein Hochsicherheitstransporter muss ebenfalls ins Gefängnis umgeleitet werden. Dabei hat er neu gezüchtete Dinos, die es schnell schaffen auszubrechen. Und sie sind hungrig. – Trashfilm & Dinos? Ich war dabei und er bot die gesamte Trashschiene. Definitiv was zum lachen.

Zombibers: Eine Gruppe Verbindungsstudierende fährt in eine abgeschiedene Hütte, um ein wenig abzuschalten. Neben persönlichen Dramen, begegnen sie aber auch mutierten Bibern, die durch Giftmüll zu Zombies wurden und nun Jagd auf die Gruppe machen. – Einer der handwerklich gut gemachten Trashhorrorfilme. Eine runde und gut geschriebene Geschichte, die großen Spaß macht. 

Meine fünf serientastischen Highlights

Link Click – Staffel 1-3: Cheng Xiaoshi und Lu Guang führen zusammen ein Fotogeschäft. Dabei erfüllen sie auch ungewöhnliche Aufträge. Denn zusammen können sie durch die Fotos in die Vergangenheit reisen. Doch trotz strenger Regeln geraten sie immer wieder in brenzlige Situationen. Vor allem, weil ein Feind sich zu sehr für ihre Fähigkeiten interessiert. – Ein chinesischer Anime, der mich direkt in den Bann ziehen konnte. War zwischendurch echt schwierig wieder aufzuhören. Dabei ist er auch hoch emotional, gut durchdacht und mit tollen Charakteren.

Dr. Stone – Staffel 2: Taiju hat sich nach fünf Jahren des Anschmachtens endlich entschieden seiner großen Liebe diese zu gestehen. Doch ein Phänomen, das einem grünen Licht gleicht, lässt alle Menschen und Schwalben zu Stein werden. Es vergehen tausende von Jahren, ehe Taiju durch ein Wunder aus seiner Starre erwacht. Zum Glück ist auch sein bester Freund Senku erwacht, der durch seine große Liebe zur Wissenschaft zwar das Leben in der neuen Steinzeit ganz gut gemeistert hat, es fehlt ihm aber an Kraft, die Taiju mitbringt. Zusammen versuchen sie ihr Leben annehmlicher zu machen. Dabei erwecken sie jedoch einen Gegner der Wissenschaft, der es fortan auf Senku abgesehen hat.  – Die Stone Wars beginnen. Konnte nicht ganz mit der vorherigen Staffel mithalten, aber hat das Konzept gut weiterentwickelt.

Bon Voyage – Staffel 2: BTS, das sind Jin, RM, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook. In 2017 erfuhren sie am Ende ihrer USA-Tour, dass sie für eine Auszeit nach Hawaii fliegen. Dort mussten sie immer wieder mit einem überschaubarem Budget Challenges meistern oder neue Orte entdecken. Da kann man nur Bon Voyage wünschen. – Auch in Hawaii hatten BTS wieder allerlei Abenteuer zu erleben. Spannend anzusehen.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Staffel 2: Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. Dieser hilft ihm zwar, darf offiziell aber nicht ermitteln, weswegen Toto die Lorbeeren bekommt. Doch, was hat es mit Rons seltsamen Tattoo auf sich? Und was ist damals beim Praktikantenblutbad wirklich passiert? – Auch die zweite Staffel adaptiert gekonnt die Mangavorlage und haucht den Charakteren gut Leben ein. Hatte viel Spaß beim Schauen.

Kaguya – love is war – Staffel 2: Kaguya ist aus reichem Hause und absolut wohlerzogen. Der Schülersprecher Miyuki kommt eher aus einfachen Verhältnissen, überzeugt aber durch seine guten Noten an der Privatschule. Beide stehen auf den Anderen, aber es ist natürlich unmöglich, dass sie das einfach zugeben. Und so versuchen sie einander diplomatisch auszuspielen, damit diese*r die Liebe gesteht. – Die Geschichte dreht sich weiter im Kreis und kommt nicht wirklich voran, aber durch die Charaktere weiter toll anzusehen.

Meine fünf buchigen Highlights

Fake Dates & Fireworks: Becca hat ihr Silvester perfekt durchgeplant. Sie und ihr bester Freund Nils – mit dem sie seit 10 Jahren immer an Silvester im Bett landet – wollen sich diesmal in einem Skiresort treffen. Für Becca ist klar, dass es das Jahr wird, in dem sie final zusammen kommen. Bis Nils mit seiner Verlobten auftaucht. Verzweifelt hängt sie sich an Raphael und gibt ihn als ihren Freund aus. Allerdings handelt es sich bei diesem um den verhassten Onkel eines ihrer Kindergartenkinder. – Mein Monatshighlight. Auch hier war ich am Anfang sehr skeptisch, da es doch mitunter sehr toxisch klang. Doch Autorin Kyra Groh löst das wunderbar auf und zeigt Lösungen in einer tollen Geschichte, die ich auch in wenigen Tagen inhaliert hatte.

Hexen ist Chefsache: Miriam ist wieder eine Hexe und hat sich aus Sicherheit von Josh getrennt, damit er nicht mehr in ihr Hexenchaos mit reingezogen wird. Doch trotz ihrer Kündigung arbeiten sie weiter zusammen und er unterstützt sie bei ihrem Gerichtsprozess. Kann das gut gehen? – Der zweite Teil knüpft direkt an den ersten an und kann die Qualität halten. Eine tolle Geschichte zum schmunzeln, die aber auch viel über Selbstvertrauen lehrt.

Jurassic Park: Nach einem Zwischenfalls auf dem sich im Aufbau befindenden Erlebnispark auf der Isla Nublar, wollen die Investoren eine Überprüfung des Parks durch Experten. Dafür werden der Paläontologe Dr. Alan Grant, die Paläobiologin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm angefordert. Zunächst wissen sie nicht, was ausgerechnet sie dort sollen, bis sie Bewohner des Parks kennenlernen: Dinosaurier. Doch ein weiterer Zwischenfall bringt das Team in ernsthafte Gefahr. – Spannende Vorlage für die tolle Verfilmung von Spielberg. Auch interessant zu sehen, was alles verändert wurde. Trotz vieler wissenschaftlicher Ausführungen durchgehen spannend und ein Muss für jeden Dinofan.

Wie lange bis irgendwann: Emelie und Sophie haben sich 10 Jahre nicht mehr gesehen, nachdem Sophie von einem Tag auf den anderen Stockholm verlassen hat. Doch bei einem offenen WG-Casting stehen sie sich wieder gegenüber. Und dann sperrt ein Schneesturm sie auch noch zusammen ein. Wie können da nicht die alten Gefühle wieder hervorkommen? – Am Anfang war ich etwas skeptisch, dann habe ich es an einem Tag durchgelesen. Die Charaktere haben mich so in ihrem Bann gezogen, ich habe mitgehofft, mitgeweint, mitgefühlt. 

What the river knows: Inez Olivera lebt bei ihrer Tante in Argentinien. Schon immer faszinierten sie die Geschichten ihrer Eltern, die viel nach Ägypten reisten. Als diese dort unter mysteriösen Umständen zu Tode kommen, kann sie nichst mehr halten und sie wagt die Überfahrt. Doch Ägypten zu Zeiten der britischen Eroberung ist alles andere als sicher, da hilft auch die Anwesenheit ihres Onkels und dessen Assistenzen Whit nichts. Und was hat es mit dem Ring auf sich, den ihr Vater ihr geschickt hatte? – Sehr ruhig erzählt, aber dabei auch viel Charakterentwicklungen und so viel Hintergrundwissen, dass es nie langweilig wurde. Bin sehr gespannt auf Band 2.

Was waren eure Highlights im zweiten Quartal?

Ballerina

Ein Vorwort

Heutzutage können erfolgreiche Filme keine Einzelfilme mehr bleiben und erfolgreiche Filmreihen, keine Filmreihen. Aus ersterem werden die Filmreihen und aus diesen dann eben Franchises. So nun auch mit einer der erfolgreichsten Actionfilme der letzten Jahre: John Wick. Nachdem der Versuch einer Serie (The Continental) eher gescheitert ist, gab es nun also den ersten Ablegerfilm. Warum Ballerina aber erstaunlich gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Eve Macarro ist eine Ballerina der Ruska Roma, das heißt, dass sie nicht nur im Ballett, sondern auch als Auftragskillerin ausgebildet wurde. Als sie ihre Ausbildung beendet hat, wird eben jene Organisation auf sie aufmerksam, die einst ihren Vater ermordet haben. Entgegen der Direktorin nimmt sie die Verfolgung auf und bringt sich in eine aussichtslose Situation.

Meine Meinung

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, für Ballerina wird kein Vorwissen benötigt. Es ist nützlich zu wissen, wer John Wick ist, aber darüber hinaus versteht man den Film komplett, auch ohne die John Wicks Filme gesehen zu haben. Was übrigens ganz gut ist, da ich John Wick 4 bis heute nicht gesehen habe. 
Während der erste Teil für mich ein rundum gelungener Film war, den ich gern auch wiederholt gesehen habe, war Teil Zwei dann eher eine Enttäuschung. Der dritte Teil hat dann wieder einiges richten können, war mir aber in seiner ganzen Erzählung einfach zu groß geworden. Daher habe ich auch den vierten ausgelassen. Nun kam der Trailer für Ballerina in die Kinos und ich war hin- und hergerissen. Denn er schmückt sich zwar mit dem Namen des neuen Franchises, aber konnte er auch darüber hinaus überzeugen. Und die Antwort ist diesmal eindeutig Ja. Er bedient sich beim Weltenbau an der Welt von John Wick, lässt auch bekannte Charaktere wieder auftauchen, aber darüber hinaus erzählt er eine eigenständige Geschichte.
Die Handlung an sich ist dabei nicht unbedingt super innovativ. Es ist eine klassische Rachegeschichte, aber so begann der erste John Wick auch. Was wir aber direkt bekommen ist eine starke weibliche Protagonistin. Der gesagt wird, dass sie eben auch als Frau kämpfen soll, da ihr Männer stärketechnisch immer überlegen sein werden. Und dabei ist ausnahmsweise mal nicht gemeint, dass sie die verführerische Frau sein soll, sondern ihre Kampftechniken anpassen muss. Also wirklich mal eine vernünftige Aussage und damit genau das, was ich mir seit langem auf der Leinwand erhofft habe. 
Darüber hinaus haben wir wie aus dem Franchise bekannt gut choreographierte Kampfszenen, unterbrochen von Szenen, die die Handlung vorantreiben und auch wieder ein ganz bestimmter Humor, der zuvor bereits so gut funktioniert hat. Da gibt es halt Kampfszenen auf Eis oder zu bayerisch/österreichischer Schunkelmusik. Und es funktioniert in seiner Gesamtheit einfach. So könnte ich eine gewisse Zeit nach dem Film nicht mehr unbedingt sagen, wie sich die Handlung zusammensetze, aber ich könnte immer beschwören, dass ich bestens unterhalten war. Und ich möchte tatsächlich mehr sehen. 
Einen großen Teil dazu trägt auch Ana de Armas bei, die als titelgebende Ballerina eine starke Figur macht. Sie trägt den Film sehr sympathisch und kann auch das dürftige Rachekonstrukt gut rüberbringen. Eher fehl am Platz wirkt diesmal tatsächlich Keanu Reeves als John Wick. Gefühlt wird er nur hinzugezogen, um die Verbindung zum Franchise noch deutlicher zu machen – nicht, dass sie vorher zu übersehen war. Leider ist seine Rolle dann auch verhältnismäßig schlecht geschrieben, weswegen sein Handeln sehr unkoordiniert und mit einem ziemlichen Logikloch geschrieben ist. 
So kann Ballerina bis auf kleine Details auf ganzer Linie überzeugen und auch gut unterhalten. Ich bin gespannt, wie das Franchise weiter geführt wird.

Das Fazit

Ballerina überzeugt mit gut geschriebener Protagonistin und kann über eine typische Handlung mit viel Witz und Liebe zum Details hinwegtäuschen, so dass er gut unterhält und Lust auf mehr macht. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Ballerina läuft seit dem 05.06.2025 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den Juli 2025

Anfang Juli beim letzten Rückblick war ich super motiviert und hatte große Pläne, um wieder mehr Beiträge zu schaffen. Dann lag ich mit einer Erkältung flach, musste alle Pläne über Bord werfen und dann bin ich einfach in den nächsten Urlaub gefahren … nun, aber ich habe die Pläne wieder rausgeholt und hoffe, dass es in diesem Monat nun wirklich besser wird! Aber zunächst – mit leichter Verspätung – mein medialer Rückblick auf den Juli.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Jurassic World 4 – die Wiedergeburt: Die letzten überlebenden Dinosaurier haben sich in ein Gebiet rund um den Äquator zurückgezogen, für die fortan ein Reiseverbot herrscht. Martin Krebs engagiert eine Gruppe von Söldner*innen und den Wissenschaftler Dr. Henry Loomis, um von den drei größten Spezies zu Wasser, Land und Luft Proben zu entnehmen. Damit will er ein Medikament gegen Krebs entwickeln lassen. Auf der Reise begegnene sie einer schiffsbrüchigen Familie und jeder Menge unvorhergesehener Gefahren. – Ein erfrischender Wind im totgeglaubten Dinouniversum.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

K-Pop Demon Hunters: Rumi, Mira und Zoey bilden die K-Pop Gruppe Huntr/x und sind darüber hinaus Dämonenjägerinnen. Mit der Einheit ihrer Stimmen sollen sie den Honmoon heraufbeschwören, um die Dämonen ein für alle Mal am Durchbruch zu hindern. Doch die Dämonen haben einen anderen Plan und schicken eine eigene Band ins Rennen. Die Saja Boys gewinnen schnell Fans. Können Huntr/x sie aufhalten? – Ein Film, dessen Hype absolut gerechtfertigt ist. Eine tolle Fantasygeschichte mit allen guten K-Pop Elementen.

Sharktopus vs. Pteracuda: Dr. Rico Symes hat nach dem Sharktopus eine neue Waffe kreiert: Den Pteracuda, eine Mischung aus Flugsaurier und Barracuda. Als die Steuerung dafür geklaut wird, versucht sein Militär ihn wieder einzufangen. Zum Glück hat sein Sharktopus doch überlebt und fristet sein Dasein in einem Aquarium. – Vermutlich der beste Teil der Reihe. Eine halbwegs sinnige Handlung und vergleichsweise gute Animationen.

Sabertooth – Angriff des Säbelzahntigers: Einer Forscherin ist es gelungen die DNA des berühmten Säbelzahntigers zu klonen. Damit soll er die Hauptattraktion eines neues Freizeitparks werden. Doch auf der Sponsorenfeier kommt es zum Fiasko und die prähistorischen Tiere können entkommen. Und sie sind hungrig. – Funktioniert selbst im Trashbereich leider gar nicht. Ich war einfach nur gelangweilt. 

Beverly Hills Cop: Axel Foley arbeitet als Polizist in Detroit und bevorzugt unkonventionelle Ermittlungsmethoden. Als ein guter Freund vor seinen Augen ermordet wird und er nicht ermitteln darf, beschließt er kurzerhand die Spur in seinem Urlaub zurückzuverfolgen. Dabei landet er in Beverly Hills, wo er mit der örtlichen Polizei zusammenstößt, die sehr regelverliebt ist. – Nicht umsonst ein Klassiker, funktioniert der überdrehte Humor Eddie Murphys doch immer noch. 

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Superman: James Gunn hat bereits einmal versucht ds DCEU zu retten, jetzt soll er ein ganz neues Universum kreieren. Praktisch ein kompletter Neustart. Dafür musste mal wieder ein Supermanfilm her. Dennoch bin ich gespannt, ob der Neustart etwas bringt und Gunn wirklich die Wende bringen kann.

Fantastic Four: Auch das MCU bringt wieder altbekannte Held*innen in neuem Gewand auf die Leinwand. Die Trailer konnten mich bisher nicht final überzeugen, aber vielleicht geb ich ihm noch ne Chance.

Die nackte Kanone: Während der Auftakt des Trailers so gar nicht mein Humor ist, sprach mich der Rest schon mehr an. Also mal schauen, was er final so kann. 

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Noragami – Staffel 1-2 (Eine witzige Geschichte über einen erfolglosen Gott, die dennoch einiges an Charaktertiefe bietet)

Wind Breaker – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel kann komplett überzeugen und ebnet den Weg für weitere spannende Geschichten. Ich kann jetzt schon kaum die dritte Staffel erwarten)

Dr. Who (2024) – Staffel 2 (Hatte wieder tolle Geschichten mit dabei, bleibt aber in seiner Gesamtheit etwas hinter der ersten Staffel zurück. Bin noch nicht überzeugt von der Reinkarnation, aber mal schauen, was die bringt)

Food Wars – Staffel 1 (Die Grundidee fand ich gut, die Umsetzung hat mir leider gar nicht zugesagt.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.812
Seiten pro Tag: 155 im Durchschnitt
Taschenbuch: 6
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 5

Frühlingsgefühle im kleinen Bonbonladen am Meer: Insa und Marla sind beste Freundinnen und beide frisch verlobt. Da lernen sie die Hochzeitsplaner Cleo kennen, die neu auf Sylt ist. Was für ein riesen Zufall, denken sich die beiden, und engagieren sie direkt für ihre Doppelhochzeit. Doch als Cleo auf Insas Verlobten trifft, kippt die Stimmung. Was hat sie zu verbergen? – Wirkt leider sehr konstruiert und ich mag das Setting mit Sylt einfach nicht. Darüber hinaus aber ein solider Sommerroman.

Phantom Tales of the Night 2:Murakumo ist ein Gasthof in der Zwischenwelt. Der Patron nimmt für die Übernachtung und Zuflucht jedoch kein Geld, sondern Geheimnisse. Doch diese können die Betroffenen teuer zu stehen kommen. – Auch der zweite Band kann mit spannenden Geschichten aufwarten, vor allem lernen wir etwas mehr über die Gehilfen des Patrons. 

Tee? Kaffee? Mord! Folge 15 – Das Geheimnis des toten Anwalts: Martin Lazebnik ist ein erfolgreicher Anwalt und bekommt seit neustem Drohbriefe. Während er das mit einem Schulterzucken abtut, klingeln bei seiner Freundin Louise die Alarmglocken. Die hat mit ihrer Freundin und Chefin Nathalie einfach schon zu viele Kriminalfälle bearbeitet. Und kurz darauf kommt es zum ersten Mordanschlag. – Gute Geschichte der Reihe, aber mir fehlte etwas der Miträtselteil.

Tee? Kaffee? Mord! Folge 16 – Ein Spion kommt selten allein: Eine fremde Frau verblutet in Nathalies Pub in Earls Raven. Sie war eine alte Bekannte von Louise, Nathalies Köchin, die früher einmal Spionin im Auftrag der Krone war. Während Louise zusammen mit Buchhändlerin Paige auf die Spur der rätselhaften letzten Worte der Spionin macht, hat Nathalie ein ganz anderes Problem. Durch einen Brandanschlag erfährt sie von einem Rufmord gegen sie. – Hier ein ähnliches Problem. Ich mochte den Teil rund um den Rufmord, aber der Teil mit den Spionen war mir zu viel für einen cosy crime.

Die Tribute von Panem L: Haymitch Abernathy hat es nicht leicht im Leben. Im heruntergekommenden Distrikt 12 versucht er irgendwie zu überleben und nicht bei der Ernte ausgewählt zu werden. Doch beim zweiten Jubel-Jubiläum werden die doppelte Anzahl an Tributen gewählt. Und Haymitch ist einer davon. – Mir war die Geschichte um Kontext des Charakters irgendwie nicht logisch und bin daher im Vergleich zu gefühlt allen Anderen, nicht überzeugt vom Buch.

Fangs 2: En war auf einer Party, die von einem Vampir überfallen wurde und ist nun ebenfalls einer. Damit völlig überfordert, bringt ihn Ichii zu einer Pairing Party, wo er sich einen Partner aussuchen soll, da die Organisation FANGS dies empfiehlt. Da En aber völlig überfordert ist, behauptet der mit Ichii ein Pair zu sein. Blöderweise hat er diesen vorher nicht gefragt. – Die Geschichte wird gut weitergeführt, kommt aber nicht so ganz voran.

Don’t kiss the Dragon 3: Tsubasa, ebenfalls Teil eines Wasserdrachenclans hat Interesse an Sakura. Da die seine Avancen allerdings ablehnt, entführt er sie kurzerhand. Koga muss alles dran setzen, um sie zu finden und zu befreien. – Die Charaktere werden gut weiterentwickelt und wir bekommen noch einen spannenden Handlungsabschnitt.

Beneath the Ivy: Marissa gehört einem Hexenzirkel an, die einzigen auf der Insel. Ihr Alltag ist größtenteils gewöhnlich, bis auf die magischen Fähigkeiten ihrer Familie und das sehr eigenwillige Haus. Bis ihre Cousine tödlich erkrankt und die verstoßene Tante auf der Insel gesichtet wird. Und was hat es mit der Zeitblase auf sich, die um die Insel gewebt zu sein scheint? – Es hat leider eine ganze Weile gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Erst nach der Hälfte war ich angekommen und konnte sie genießen.

Fräulein Florentines Gespür für Mord: Im späten 19. Jahrhundert in Berlin ist Florentine alles, nur nicht gewöhnlich. Sie studiert heimlich an der Charité und schreibt für die Zeitung. Doch auf der Hochzeit ihrer besten Freundin kommt es zu einem Eklat. Der Bräutigam wird ermordet und Florentines Bruder ist der Hauptverdächtige. Fortan gibt sie alles, um den Mord aufzuklären und die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. – Ich liebe die cosy crimes von Alexandra Fischer-Hunold. Und diesmal konnte sie mich sogar trotz der historischen Komponente komplett überzeugen. Große Empfehlung.

School of Myth & Magic 1: Devin weiß eins mit Sicherheit: Nixen sind böse. Bis zu dem Tag als sie ihren Crush küssen will und ihn dabei fast umbringt. Kurz darauf erfährt sie, dass sie eine Nixe ist. Um ihre Kräfte zu erkunden, wird sie auf die School of Myth & Magic geschickt. Dort trifft sie auf Drachen, Hexen, Vampire und andere Mythengestalten. Schnell muss sie erkennen, dass etwas Düsteres an der Akademie lauert. – Ich kann nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Aber es ist so sehr nach dem typischen Schema geschrieben, dass ich größtenteils nur gelangweilt war.

Edens Star: EdenS6 bereiten sich gerade auf ihre Welttournee vor, als eine der Tänzerinnen ausfällt. Anna, die Deutschland verlassen hat, um in Korea Idol zu werden, wird als Ersatz engagiert. Dabei trifft sie auf Juhyun, besser bekannt als Idol Sky, und zwischen beiden stimmt direkt die Chemie. Doch Beziehungen sind im Idolbusiness verboten. – Ari N. Kangs Debüt konnte mich direkt überzeugen. Allein die Arbeit, die sie in die Entwicklung der Charaktere gesteckt hat, ist auf jeder Seite spürbar.

Problematic Summer Romance: Maya liebt ihren Bruder, aber würde doch alles geben, um nicht nach Sizilien zu seiner Hochzeit zu fliegen. Denn sein Trauzeuge ist sein bester Freund Conor Harkness. Das Problem: Maya ist in Conor verliebt, aber der ist 38 und sie gerade 23 und mit der Uni fertig. Doch in der romantischen Villa in Taormina verbringen die beiden mehr Zeit miteinander als geplant und was wäre da besser als eine kleine romantische Geschichte, auch wenn sie problematisch wäre. – Ich wollte den Age Gap Trope hassen, aber Ali Hazelwood hat mich wieder absolut in den Bann gezogen. Ich liebe die Geschichte.

Mrs. Potts Mordclub und der tote Bräutigam: Judith Potts wird vom schwerreichen Sir Peter Bailey zu dessen Hochzeit eingeladen, da er um sein Leben fürchtet. Und dann stirbt er auf seiner Hochzeit wirklich. Während die Polizei von einem Unfall ausgeht, ist sich Judith sicher, dass es Mord war. Zusammen mit ihren Freundinnen Suzie und Becks ermittelt sie heimlich weiter. – Wieder eine spannende Geschichte mit verblüffender Auflösung. Werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

Penelope 4: Das Jagdturnier hat begonnen und Penelope landet bei der Teeparty der hochnässigen weiblichen Sprößlingen der Adelsfamilien. Nachdem sie dort durchgehend beleidigt wurde, wagt sie sich ebenfalls an die Jagd. Doch dort begegnet sie erneut dem Crown Prince, der jedoch von Attentätern verfolgt wird. – Hatte mich etwas mit der Reihe versöhnt und dann kam der Cliffhanger am Ende. Jetzt habe ich leider wieder keine Lust auf den nächsten Band.

Seoulicious: Suki und Yoona sind Zwillinge und leben als Kinder koreanischer Einwanderer in Hamburg. Während Suki jeden Tag mit Rassismus und ihrer Identität kämpft, baut sich Yoona eine Karriere als Influencerin auf. Nach einem Zusammenbruch reist Suki nach Korea zu ihren Großeltern. Doch ihr neu gewonnener Frieden hält nur kurz, denn Yoona geht viral. Leider mit Sukis Stimme. Um den Schwindel nicht auffliegen zu lassen, nimmt Suki als Yoona an einer Kochshow teil. Dort trifft sie auf Jin, der als Idol aus mehreren Gründen Tabu ist. – Auch, wenn es ein K-Pop Roman ist, so steckt doch so viel Identität und Own Voice drin, dass es nochmal einen ganz besonderen Twist hat. Große Empfehlung.

Was waren eure Highlights im Juli?

Thunderbolts*

Ein Vorwort

Das MCU war eigentlich abgeschrieben. Nach der grandiosen Phase Drei, kam der tiefe Fall in Phase Vier, wo es kein richtiges Highlight mehr gab und ein enttäuschender Film folgte auf den anderen. Die fünfte Phase sollte nun alles wieder richten, dafür wurden auf frühere Steckenpferde gesetzt, wie Guardians oft he Galaxy oder Deadpool. Selbst ein Urgestein – Captain America – konnte einfach nur noch enttäuschen. Das es dann ausgerechnet die Charakter-Resterampe Thunderbolts nun richten könnte, konnte keiner ahnen. Warum auch mich der Film aber überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Filmtitel als Fanart arrangiert auf einer Filmklappe mit der Kinokarte

Die Handlung

Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten.

Meine Meinung

Irgendwie habe ich die Marvel Filme nur noch aus Gewohnheit geschaut. Schon lange freue ich mich nicht mehr darauf und Erwartungen habe ich auch keine mehr. So war es auch bei den Thunderbolts. Schon der Trailer zeigte die Auswahl an Charakteren und es wirkte stark nach dem Motto „Wen haben wir noch nicht komplett verbraten?“ Während Yelena aus Black Widow und Hawkeye zumindest noch mit einem halbwegs etablierten Charakter aufwarten konnte, hatten wir dann auch Ghost aus Ant-Man and the WASP, an die sich kaum noch jemand erinnert hat, den Red Guardian, der auch irgendwie in Black Widow nur der lustige Sidekick war und dann auch noch John Walker aus Falcon and the Winter Soldier, also ein Charakter, der schon der Serie super nervig war und ich mich sehr freute, ihn nicht nochmal sehen zu müssen. Aber zu früh gefreut. Achja, vergessen wir nicht Bucky, der zwar im halben MCU anwesend war, aber irgendwie immer noch keinen richtigen Platz hat und gern immer wieder eingesetzt wird. Jetzt halt als Senator und nicht mehr als Winter Soldier. Oh und Bob. Aber zu Bob kann ich nicht so viel sagen, außer: ich bin ein großer Fan von Bob.
Mit den schlechtesten Grundvoraussetzungen, ging ich also in den Film und war schon von der Anfangssequenz um Yelena sehr begeistert. Hier wurde kein großes Actionbattle aufgemacht, sondern herrliche selbstironische Kämpfe, die auch gleich den Grundton des Films zeigen. Denn statt eines weiteren patriotischen „Wir müssen die Welt retten“ Film, bekommen wir hier sehr verletzliche Held*innen. Charaktere mit Tiefgang, die sich alle mit sich selbst auseinandersetzen müssen. Wir bekommen Themen, wie Depression, Einsamkeit und allgemein mentale Gesundheit. Unterbrochen werden die ernsten Themen von gut choreographierten Kämpfen und dem typischen Marvelhumor, der solange fehlte. Keine platten Gags, sondern Witze, die aus den Schlagabtauschen der Charaktere basieren.
Während die Story am Anfang ziemlich nach Schema F konstruiert wirkt, zeigt sich gerade im großen Finale, dass hier eine Menge an Einfallsreichtum genutzt wurde, um eben mal nicht die große Endschlacht im eigentlichen Sinne zu führen. Auch hier zeigte sich wieder, dass gut geschriebene Charaktere deutlich mehr Wert sind, als viele Effekte übereinander zu legen. Und so kann dieser kleine Film, der eigentlich im Schatten vom groß angekündigten Captain America 4 stehen sollte, überzeugen und macht doch wieder Lust auf mehr aus dem Hause Marvel. Zumindest wenn weiter den neueren Ideen Platz gegeben wird.

Das Fazit

Thunderbolts* ist endlich mal wieder ein gut funktionierender Film aus dem Hause Marvel, der sich traut vom bekannten Schema abzuweichen und auch einfach mal nachdenklicher zu sein, statt reiner Actionpathos. Damit allein rettet es vielleicht nicht das MCU, macht aber Hoffnung auf die Zukunft. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Thunderbolts* läuft seit dem 01.05.2025 in den deutschen Kinos

Jurassic World 4 – Die Wiedergeburt

Ein Vorwort

Nach dem enttäuschenden dritten Teil der Jurassic World Reihe 2022 hatte ich eigentlich mit dem Franchise abgeschlossen. Habe mich lieber dem Original – sprich dem Buch von Michael Crichton – zugewandt. Doch dann kam der Trailer zu Die Wiedergeburt und allein der Cast hatte mich komplett überzeugt. Doch auch die Geschichte klang neuartig genug und die gezeigten Szenen sagten mir auch sehr zu. So gab ich dem Ganzen noch eine Chance. Warum hier nicht alles gut, aber bei weitem besser ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Titel als Fanart vor einer Filmklappe umgeben von Dinosaurier-Plüschtieren und einer Velociraptorkralle

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Kurz zusammenfassen werde ich nur die Filme der Jurassic World Reihe. Die Filme der Jurassic Park Reihe sind eine gute Ergänzung dazu und hilfreich vorher gesehen zu haben.

In Jurassic World erlebten wir den neu gebauten Freizeitpark Jurassic World. Alles ein bisschen neuer und ein bisschen moderner als der frühere Jurassic Park. Wie schon früher gab es einige freilaufende Dinos und die fleischfressenden waren natürlich gut weggesperrt. Als von Leiterin Claire die Neffen Gray und Zach den Park besuchen, hat sie leider nicht so viel Zeit, wie sie gerne hätte. Denn soeben haben sie einen ganz neuen Dino gezüchtet, den Indominus Rex. Gepaart mit einigen verschiedenen Lebensformen und einer hohen Portion an Intelligenz, hält der Indominus Rex leider so gar nichts von Käfigen. Nun muss Claire nicht nur ihre Neffen retten, sondern auch den Park evakuieren. Ihr zur Seite steht Owen.
Drei Jahre nach Schließung von Jurassic World droht der Vulkan auf der Isla Nubla auszubrechen und alle noch dort lebenden Dinos unter einer Lavaschicht zu begraben. Während der Kongress noch über das Für und Wider diskutiert, bekommt Claire ein Angebot von Eli Mills. Dieser verwaltet Sir Benjamin Lockwoods Vermächtnis und bietet Claire eine neue Zufluchtsstelle für die Dinos. Doch einmal auf der Insel angekommen, arbeiten Mills Einsatztruppen gegen Claire und Owen. Die Dinos werden auf Lockwood Manor gebracht, wo (wieder einmal) ein Überdino gezüchtet wird. Claire und Owen müssen erkennen, dass die Dinos für eine private Auktion vorbereitet werden. Zeitgleich lernen sie Masie kennen, um deren Existenz ebenfalls ein großes Geheimnis gemacht wird. Es stellt sich heraus, dass Masie ebenfalls wie die Dinos aus einem Stück DNA geschaffen wurde. Am Ende drohen alle Dinos durch Cyanwasserstoff zu ersticken und Claire entscheidet sich schweren Herzens dafür. Doch Masie bringt es nicht übers Herz und lässt die Dinos frei. Fortan leben diese in freier Wildbahn.
Vier Jahre später wird Maisie entführt und Owen und Claire machen sich auf die Verfolgung. Dabei landen sie in einem Biosyn Reservat, das eigentlich für den Schutz der freilebenden Dinos steht. Doch auch die frühere Gruppe (Jurassic Park) um Ian Malcolm, Ellie Sattler und Alan Grant hat sich hier eingefunden, da sie genveränderten Heuschrecken gefolgt sind. Zusammen finden sie heraus, dass Biosyn die Landwirtschaft kontrollieren wollte, dabei einen Fehler begangen hat. Durch Maisie wollen sie diesen rückgängig machen. Doch die fünf Erwachsenen bringen sie unter ihre Fittiche und versuchen zu fliehen, wobei sie sich mehreren Begegnungen mit den Dinos stellen müssen. Letztlich können sie entkommen und Owen, Claire und Maisie leben wieder friedlich in ihrer Abgeschiedenheit und die Heuschreckenplage kann eingeschränkt werden.

Die Handlung

Die letzten überlebenden Dinosaurier haben sich in ein Gebiet rund um den Äquator zurückgezogen, für die fortan ein Reiseverbot herrscht. Martin Krebs engagiert eine Gruppe von Söldner*innen und den Wissenschaftler Dr. Henry Loomis, um von den drei größten Spezies zu Wasser, Land und Luft Proben zu entnehmen. Damit will er ein Medikament gegen Krebs entwickeln lassen. Auf der Reise begegnene sie einer Schiffsbrüchigen Familie und jeder Menge unvorhergesehener Gefahren.

Meine Meinung

Eigentlich bin ich sehr leicht glücklich zu machen. Ein Film mit Dinosauriern? Ich bin sofort dabei und im Kino anzutreffen. Doch die immer schlechter werdenden Handlungen der Reihe, hat mich dann doch so sehr abgeschreckt, dass ich mit dem Franchise abgeschlossen hatte. Ich meine, im ersten Jurassic Park gab es irgendwo noch diesen Wow-Effekt, auch wenn „nur“ ein Langhals zu sehen war, der mit dem Kopf zu den in den Baumkronen ausharrenden Charakteren kam. Von diesem Effekt sind wir leider schon lange weg, weswegen sich immer mehr auf die Fleischfresser und die Jagd konzentriert wurde. Doch eine Scarlet Johansson, ein Mahershala Ali und obendrauf noch einen Jonathan Bailey? Ich war wirklich wieder angetan und gespannt, was die Wiedergeburt mit dem Franchise anstellt. Und dann sah die Handlung auch noch halbwegs spannend aus.
Aber zurück auf Anfang. Zunächst bekommen wir eine kurze Vorgeschichte, um die Existenz einer neuen Insel einzubringen, mit – ihr ahnt es schon – neuen und nochmal gefährlicheren Dinos. Zeitsprung in die Gegenwart. Die Dinos, die im dritten Teil entkommen sind, kamen mit dem heutigen Klima nicht zurecht und sind am Aussterben. Durchaus logisch und nachvollziehbar, aber auch ein guter Trick, um die Auswirkungen der bisherigen Filme einfach einzudämmen. Aber die ein oder andere Konstante gibt es dann doch, denn mal wieder gibt es ein Biotech-Unternehmen, das die Dinos nutzen will. Diesmal wenigstens für ein Medikament gegen Krebs – und keine Angst, im Laufe des Films gibt es noch Platz für Diskussionen über die Pharmaindustrie. Dafür brauchen sie aber die DNA von drei ganz bestimmten Dinos. Diese leben noch in einem Gebiet rund um den Äquator. Und ganz praktisch ist mindestens eins davon mit einem Tracker ausgestattet. Schnell noch einen Wissenschaftler und ein Söldner-Team angeheuert und schon geht es los. 
Aber die großen und weiterentwickelten Dinos reichen nicht so richtig für eine vollständige Handlung und die abgebrühten Söldner*innen bieten zwar auch Platz für tolle Charaktere, witzige Dialoge und ausgeklügelte Actionszenen. Aber aus irgendeinem Grund mussten noch ein paar Leute mit in den Film, die wirklich schreiend vor den Dinos wegrennen. Also kommt schnell noch eine schiffsbrüchige Familie dazu, die auf das andere Team trifft und dann irgendwie mittendrin ist in ihrem ganz persönlichen Albtraum. 
Und so haben wir zwei Geschichten, die teilweise parallel erzählt werden und teilweise zusammen treffen. Ob wir diesen zweiten Handlungsstrang wirklich gebraucht hätten, sei mal da hingestellt, aber zumindest bekommen wir mit Familie Delgado und einem T-Rex eine ikonische Szene aus dem Buch, die bisher so noch nicht umgesetzt wurde. 
Aber grundsätzlich bleibt zu sagen: Die Wiedergeburt ist wirklich spannend. Hier wurde zwar auch klar mehr auf die Actionszenen als auf die Wow-Szenen gesetzt, aber ich war die komplette Laufzeit von 134 Minuten im Film drin und wollte immer wissen, was als nächstes passierte. Auch als am Ende … nun nicht wirklich hübsche Dinos aufgetaucht sind. Wer auch immer den D-Rex entworfen hat und einfach T-Rex mit Elementen aus Alien und Star Wars gekreuzt hat, hat eigentlich gute Franchises aufgegriffen dafür, aber das Ergebnis ist leider einfach nur hässlich. Und damit halt auch irgendwie gar nicht mehr beeindruckend. Aber ein T-Rex reicht dem Publikum wohl nicht mehr – womit sich schon eine Theorie aus dem ersten Jurassic World Film bewahrheitet hat. 
Darüber hinaus bietet der Film aber neben der Action und den Dinos auch genau die richtige Mischung zwischen Ernst und Humor, sodass der Einfluss der Pharmaindustrie oder Verluste im Team auch gut dargestellt werden, der Tonfall des Films ist aber generell eher locker, was gerade mit Scarlett Johanssons Charakter wunderbar funktioniert. 
So ist die Wiedergeburt bestimmt kein perfekter Film, aber er macht Spaß, und lohnt sich definitiv im Kino zu erleben. Ob das Franchise nun zwangläufig weiterlaufen muss, sei mal dahingestellt, aber wenn noch ein Film mit einer etwas erfrischerenden Idee, wie hier, erscheint, wäre ich nicht mehr komplett abgeneigt.

Das Fazit

Jurassic World – die Wiedergeburt erfindet das Franchise nicht neu, bringt aber einen erfrischenden Wind rein, mit einer durchdachten Handlung, tollen Charakteren, einer guten Portion Witz und gut gemachter Action. Lediglich an der Optik einiger Dinos sollte nochmal gefeilt werden. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Jurassic World – die Wiedergeburt läuft seit dem 03.07.2025 in den deutschen Kinos

Eine Handvoll Bücher/Filme – 01/25 – Disability Pride Month Special

Juli ist der Disability Pride Month.
Nachdem im Juni die Sichtbarkeit der queeren Gemeinschaft gefeiert wurde, geht es im Juli darum, auf Behinderungen aufmerksam zu machen, Menschen mit Behinderung sichtbar zu machen und Klischees und Vorurteile abzubauen.
Wie schon im letzten Jahr, will ich euch auch diesmal eine Auswahl an diversen Repräsentationen in Filmen und Büchern geben – Serien habe ich leider keine im vergangenen Jahr gesehen.

Die drei genannten Bücher nebeneinander arrangiert zusammen mit dem Filmtitel als Fanart. Die Disability Pride Flag ist transparant über die obere rechte Ecke eingefügt.

Schlachtenlärm in Vertikow

Die Handlung: Eigentlich wollte Peer mit seiner Frau Sascha nur einen Ausflug zur Heimatstätte Vertikows machen. Doch dann wird eine Leiche gefunden, die dort wohl schon seit einer großen Schlachtnachstellung liegt. Peer wittert einen neuen Fall, doch der Hauptkommissar macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Bis sich gleich zwei Frauen bei Peer melden, da sie ihre Unschuld beweisen wollen. Und so stürzt sich Peer doch wieder in die Ermittlungen.

Warum das Buch so wichtig ist: Was macht ein Organist, der seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann, weil er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und nicht mehr die Treppen zur Orgel hochkommt? Genau Detektiv spielen und einen Mord aufklären. Unser Protagonist sitzt jetzt schon ein bisschen länger im Rollstuhl als noch in Band Eins oder Band Zwei, kommt aber mit einigen Einschränkungen noch immer nicht so gut zurecht. Sein kleines Dorf ist nicht wirklich barrierefrei, auch wenn hier versucht wurde ein bisschen Abhilfe zu schaffen und auch wenn ihm die Bewohnenden viel versuchen zu helfen, so kämpft er doch mit der Frustration, hadert mit sich und seinem Körper. Gerade hier im dritten Band wird auch nochmal gezeigt, dass Peer auch nicht das größte Feingefühl hat und daher gern Menschen vor den Kopf stößt. 

Die Gesetze der Magie

Die Handlung: Willow will nichts weiter als ihren Doktor am Trinity College machen. Doch trotz der Zusage hat ihr Professor sie nicht aufgerufen. Kurz darauf landet sie an einem geheimen College, wo die Gesetze der Magie mithilfe der verschiedenen Naturwissenschaften erforscht werden. Doch ein plötzlicher Todesfall lässt das Institut unruhig werden. 

Warum das Buch so wichtig ist: Im vergangenen Jahr war es irgendwie besonders schwierig Geschichten zu finden, die Menschen mit Behinderung im Vordergrund hatten. Also habe ich mich nach gut geschriebenen Nebencharakteren umgesehen und bin dabei über die Gesetze der Magie gestoßen. Hier haben wir eine Kommilitonin von Willow, die gehörlos ist. Also in einer Welt voller Magie und deren Möglichkeiten, gibt es immer noch Behinderungen und sie lernt damit zu leben. Auch die anderen am Institut akzeptieren es, müssen aber auch damit umgehen lernen. Das wird hier gut aufgezeigt, auch wie einem schnell unangemessene Sprüche rausrutschen oder Barrieren im Alltag schnell übersehen werden.

Ein Mörder auf der Gästeliste

Die Handlung: Lilly verbringt Weihnachten im Hotel der Familie von ihrer besten Freundin Zelda. Um deren Mutter zu überraschen haben sie ihren Großvater eingeladen, damit sie sich mit ihm aussöhnen kann. Doch das geht gehörig schief. Und während ein Schneesturm sie alle einsperrt, kommt es zu einem Mord. 

Warum das Buch so wichtig ist: Ebenso wie Die Gesetze der Magie hat Ein Mörder auf der Gästeliste einen blinden Nebencharakter. Da wir uns hier größtenteils innerhalb der Familie aufhalten, sind hier die Vorurteile geringer, da einige schon viele Jahre mit ihr zusammenleben. Doch als sie zu einer der wichtigsten Zeuginnen wird, scheint ihr niemand zu glauben. Denn sie hat ja nichts sehen können und sich den Geruch vielleicht nur eingebildet? Hier findet die Autorin am Ende eine sehr gute Lösung, wie alles erklärt wird und wie die Familie vielleicht von Anfang an auf sie hätte hören sollen.

Was ist schon normal?

Die Handlung: Pablo und Lucien haben frisch ein Juweliergeschäft ausgeraubt. Um vor der Polizei zu fliehen geraten sie in den Bus einer Gruppe Menschen mit Behinderung, die auf dem Weg ins Sommercamp ist. Während Pablo sich ebenfalls als behindert ausgibt, mimt Lucien dessen Sonderpädagoge. Dabei werden sie mit ihrer eigenen Weltsicht konfrontiert und erleben ein unvergessliches Abenteuer.

Warum der Film so wichtig ist: Natürlich ist das ganze eine Komödie, aber hier konnte man auch einfach ganz befreit lachen, weil der Film es sehr gut schafft, sich eher über die Vorurteile und Klischees lustig zu machen als über die Charaktere mit Behinderung. Über den übereifrigen Betreuer, der dadurch aber auch nicht auf die Bedürfnisse der Mitreisenden eingeht, oder auch über andere Menschen im Supermarkt, die sich am „Anders“ sein unserer Gruppe zu stören scheinen. Über ihre Engstirnigkeit, die aufs Korn genommen wird, kann man sehr gut lachen und der Film dreht es immer wieder so, dass man über Handlungen und nicht über Behinderungen lacht. Damit schafft er den feinen Spagat, wie es nur wenige Filme mit ähnlicher Prämisse schaffen.

Habt ihr Empfehlungen für eine gute Repräsentation von Behinderungen in Film/Serien/Büchern? Dann immer her damit!

Rückblick auf den Juni 2025

Da erstellt man schöne Blogpläne und dann kommt einfach das Leben dazwischen. So kam es, dass ich eine Weile abgetaucht bin. Aber ich hab im Hintergrund ein Krimidinner zum Geburtstag des Pärchengattens inklusive Strandparty-Thema organisiert, war im Urlaub, hab sehr viel im Brotjob nachgearbeitet und dann war da noch die Animemesse im Filmpark Babelsberg. Long Story short, ich hatte alles, aber keine Zeit. Da mein großes Zweitprojekt jetzt aber auch erst einmal etwas pausiert, hoffe ich hier, mal ein bisschen nacharbeiten zu können, immerhin sind doch ein paar Kinorezis liegen geblieben. Aber mit weiterhin chronischer Erkrankung will ich auch nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Aber nun, genug der Vorrede und los geht’s mit meinem medialen Rückblick auf den Juni.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Mission Impossible 8 – the final Reckoning: Nachdem Ethan Hunt sich nach den Ereignissen in Dead Reckoning zurückgezogen hat, reaktiviert ihn jedoch eine Nachricht der Präsidentin. Erneut nimmt er die Fährte von Gabriel auf, der Hinweise auf die Entität liefern kann. Dabei trifft er alte Verbündete, aber auch alte Feinde. – Gelungener Abschluss, der viel alte Lore wieder mit einzubringen versucht, sich damit aber ein bisschen zu viel vornimmt. Da hat Dead Reckoning besser funktioniert, dennoch ein rundes Ende für die Serie.

Ballerina: Eve Macarro ist eine Ballerina der Ruska Roma, das heißt, dass sie nicht nur im Ballett, sondern auch als Auftragskillerin ausgebildet wurde. Als sie ihre Ausbildung beendet hat, wird eben jene Organisation auf sie aufmerksam, die einst ihren Vater ermordet haben. Entgegen der Direktorin nimmt sie die Verfolgung auf und bringt sich in eine aussichtslose Situation. – Wenn ich von starken weiblichen Figuren im Actionbereich rede, dann meine ich übrigens genau das, was Ballerina abgeliefert hat. Zwar einfacher Grundplot, aber die sehr gelungene Action reißt hier vieles heraus. 

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Zombibers: Eine Gruppe Verbindungsstudierende fährt in eine abgeschiedene Hütte, um ein wenig abzuschalten. Neben persönlichen Dramen, begegnen sie aber auch mutierten Bibern, die durch Giftmüll zu Zombies wurden und nun Jagd auf die Gruppe machen.  – Einer der handwerklich gut gemachten Trashhorrorfilme. Eine runde und gut geschriebene Geschichte, die großen Spaß macht. 

AquaSlash: Die Abschlussfahrt einer Highschool führt in ein Freibad, wo sie ausgelassen feiern. Nicht nur untereinander, sondern auch mit den Mitarbeitenden, kommt es zu allerlei Dramen. Doch das ist nichts gegen die Tatsache, dass in der Nacht jemand heimlich die Rutschen aufbohrt und zwei überkreuzende Metallklingen einbaut. Davon ahnen die Feiernden jedoch nichts und am nächsten Tag soll ein großes Rutschenrennen stattfinden. – Funktioniert leider gar nicht. Alle Charaktere sind super unsympathisch und der Slasher beginnt fünf Minuten vorm Abspann (gefühlt). 

The VelociPastor: Nach dem Tod seiner Eltern steckt ein Pastor in einer Sinnkrise. Auf einer Reise durch China, um zu sich selbst zu finden, trifft er auf ein unbekanntes Artefakt. Dies infiziert ihn, so dass er sich fortan in einen Velociraptor verwandeln kann. Als Velocipastor versucht er fortan Selbstjustiz zu üben. – Kleines Budget macht erfinderisch. Und was der Film nicht in Spezialeffekte stecken konnte, macht er mit einer humoristischen Trashgeschichte wett, die einfach nur ikonisch ist. Lohnt definitiv einen Blick.

Hydra: Vier Superreiche haben sich vier Sträflinge ausgesucht, die sie auf einer einsamen Insel massakrieren wollen, um verstorbene Familienmitglieder zu rächen. Doch die Jäger werden schnell zu Gejagten, denn auf der Insel treibt eine Hydra ihr Unwesen. Und ihre Schusswaffen helfen bei den vielen Köpfen nicht. – Typischer Trash-Horrorfilm, der mit einer abstrusen Geschichte daher kommt, aber im Trashgenre echt gut funktioniert. 

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keinen. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es F1, 28 Years Later und Wilhelm Tell.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Kaguya-sama – love is war – Staffel 2 (Die Geschichte dreht sich weiter im Kreis und kommt nicht wirklich voran, aber durch die Charaktere weiter toll anzusehen.)

Link Click – Staffel 3 (Nach dem Cliffhanger in Staffel 2 musste ich direkt weiterschauen, aber Staffel 3 bzw. der Bridon Arc macht hier nur eine Menge Fragen und Handlungsstränge auf und beantwortet  gar nichts. Warte jetzt sehnsüchtig auf Staffel 4)

Monster – Staffel 1 (Ein Meisterwerk des Psychothrillers mit starken Grundsatzfragen, die hier von mehreren Seiten beleuchtet werden.) 

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel adaptiert gekonnt die Mangavorlage und haucht den Charakteren gut Leben ein. Hatte viel Spaß beim Schauen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 16
Seiten insgesamt: 4.625
Seiten pro Tag: 154 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 3
Comic/Manga/Graphic Novel: 8
Hörbuch: 4

Hexen ist Chefsache: Miriam ist wieder eine Hexe und hat sich aus Sicherheit von Josh getrennt, damit er nicht mehr in ihr Hexenchaos mit reingezogen wird. Doch trotz ihrer Kündigung arbeiten sie weiter zusammen und er unterstützt sie bei ihrem Gerichtsprozess. Kann das gut gehen? – Der zweite Teil knüpft direkt an den ersten an und kann die Qualität halten. Eine tolle Geschichte zum schmunzeln, die aber auch viel über Selbstvertrauen lehrt.

Die Tagebücher der Apothekerin 13: Maomao und Jinshi sind zurück vom Jagdausflug. Da wird Maomao in das Badehaus eingeführt, wo sie und ihre Freundinnen versuchen sich ein zweites Standbein aufzubauen. – 

Tee? Kaffee? Mord! – Folge 14 – Ein Doppelgänger zuviel: Es wird einfach nicht ruhig im Black Feather. Eine Gruppe von Doppelgänger*innen müssen kurzfristig in Nathalie Ames Pension einchecken. Und mitten in dem Trubel um Ghandi, Marylin Monroe und Sherlock Holmes gibt es plötzlich einen toten Elvis. Nathalie und ihre Köchin Louise ermitteln wieder. – Ob Käsekuchenwettbewerb, Giftdiagnostikwettbewerb oder jetzt Doppelgänger-Wettbewerb, die Geschichten funktionieren. Hier war allerdings ein wenig die Luft raus. 

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 15: Ron versucht den Regionalleiter der World Detective Union zu schützen, da Alice Moriarty einen Anschlag angekündigt hatte. Doch dieser beschließt einen Tag im Freizeitpark zu verbringen. Ron und Toto haben alle Hände voll zu tun und auch Dan Tiger ist wieder mit von der Partie. – Jeder Band bringt neue Action und auch hier ist sie wieder auf den Punkt mit einer guten Portion Rätselspaß.

Alba First Love: Cait McKay zieht von Deutschland nach Schottland, um dort bei Tante und Onkel zu leben, da sie etwas Zeit zwischen ihrem Abschluss und ihrem Studium überbrücken muss. Dort trifft sie auf Brian, der gerade mit seiner Band Alba groß durchstartet. Trotz der Anweisung keine Beziehungen zu führen, versuchen sie es miteinander. Doch kann die junge Liebe im Strudel des großen Erfolgs halten? – Die Geschichte hat leider überhaupt nicht funktioniert. Alles ging super schnell ohne überhaupt Gefühle aufkommen zu lassen und am Ende wird für nen inszinierten Cliffhanger alles unnötig über Bord geschmissen. Werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

Haikyu! 8: Das Spiel gegen die Aoba Johsei ist noch im vollen Gang. Und die Karasuno hat alle Hände voll zu tun, um mitzuhalten. Aber für sie steht viel auf dem Spiel, immerhin könnte es das letzte Turnier der Abschlussklasse sein. – Auch, wenn ich durch den Anime den Ausgang des Spiels kannte, wird hier so viel Charakterentwicklung in das Geschehen gepackt, dass es weiterhin toll zu lesen ist.

Wie Farben im Regen: Caro und Sam sind das Traumpaar schlechthin am Internat Schloss Mare. Doch Sam scheint sich immer mehr von Caro abzukapseln. Bis er schließlich ein Coming Out vor ihr hat. Sam ist ein trans Mann und möchte mit der Transition beginnen. Die lesbische Caro möchte ihre große Liebe natürlich bei allem unterstützen, aber fragt sich auch, was das für sie als Paar bedeutet. – Stark erzählte Geschichte, auch wenn hier viel Drama durch mehr Reden geklärt werden könnte. Aber es bringt nochmal ganz neue Fragen zur Transition auf.

Angels of Death 7: Rachel konnte Zachs Medizin nicht beschaffen, doch dieser benimmt sich ihr Gegenüber auch sehr Feindselig. Dennoch gibt sie ihn nicht auf, schließlich soll er sie noch töten. Und ein neuer Meister der Etagen taucht auf und will ein Tribunal abhalten. – Dreht sich am Anfang etwas im Kreis, aber das Tribunal war großartig inszeniert.

Pharaonenblut 1: Penelope wollte schon immer ein Abenteuer erleben. Und als ihr ein zerbrochener Ring zugespielt wird, scheint dieser Traum zum greifen nah. Doch der maskierte Ramses macht Jagd auf sie und den Ring. Die Kämpfer*innen John und Cassandra können sie zunächst in Sicherheit bringen, doch bedroht bald darauf auch der Ring Pens Leben. Kann sie die Geheimnisse entschlüsseln, die sie in die Götterwelt des alten Ägyptens führt? – Konnte mich nicht ganz so überzeugen, wie die Atlantis-Reihe, aber gerade am Ende hat sie mich wieder absolut in den Bann gezogen.

Hotel Ambrosia: Robyn kann durch eine Erkrankung ihr Zimmer nicht verlassen und braucht generell viel Ruhe. Ihre wachen Momente verbringt sie damit das heruntergekommene Hotel Ambrosia von nebenan zu beobachten. Als sie das Angebot einer Podcasterin bekommt, dort wegen eines True Crime Falls zu recherchieren, engagiert sie kurzerhand den obdachlosen Jugendlichen A.J.. Doch dann wird sie Zeugin einer Entführung. – Gute Grundidee, die leider am Ende zu dick aufträgt und dabei ins Randgebiet des Ableismus geht. Schade, ich wollte das Buch wirklich mögen.

Marriage Toxin 2: Gero ist weiterhin auf Brautschau. Dabei muss er eine Kandidatin vor dem geheimnisvollen Wassermeister retten. Und kurz darauf nimmt er den Job als Leibwächter der Tochter eines einflussreichen Unternehmers an. Immer mit dabei ist Kinosaki, die weiterhin versucht ihm flirten beizubringen. – Die Geschichte kommt langsam richtig in Fahrt, so dass mir der zweite Band besser gefallen hat als der Erste. 

What the river knows: Inez Olivera lebt bei ihrer Tante in Argentinien. Schon immer faszinierten sie die Geschichten ihrer Eltern, die viel nach Ägypten reisten. Als diese dort unter mysteriösen Umständen zu Tode kommen, kann sie nichst mehr halten und sie wagt die Überfahrt. Doch Ägypten zu Zeiten der britischen Eroberung ist alles andere als sicher, da hilft auch die Anwesenheit ihres Onkels und dessen Assistenzen Whit nichts. Und was hat es mit dem Ring auf sich, den ihr Vater ihr geschickt hatte? – Sehr ruhig erzählt, aber dabei auch viel Charakterentwicklungen und so viel Hintergrundwissen, dass es nie langweilig wurde. Bin sehr gespannt auf Band 2.

Shinigami x Doctor 1: Auf der Welt gibt es nur noch eine einzige Blumenart, die Shinigami. Und diese ist tödlich für Menschen. Dr. Ichinose ist einer der Ärzte, die auf die Behandlung von Infizierten spezialisiert ist. Allerdings wird er von den Anderen nicht ernst genommen, dabei begibt er sich auch in die gefährlichsten Situationen. – So richtig bin ich noch nicht in die Geschichte rein gekommen, es wurde auch nur nach und nach mal etwas erklärt. Mal schauen, was Band 2 bringt.

Fangs 1: En war auf einer Party, die von einem Vampir überfallen wurde und ist nun ebenfalls einer. Damit völlig überfordert, bringt ihn Ichii zu einer Pairing Party, wo er sich einen Partner aussuchen soll, da die Organisation FANGS dies empfiehlt. Da En aber völlig überfordert ist, behauptet der mit Ichii ein Pair zu sein. Blöderweise hat er diesen vorher nicht gefragt. – Mein zweiter Versuch im Boys Love Manga Genre und gefällt mir bisher deutlich besser als mein erster Versuch. Hier geht es auch wirklich mal um Charakterentwicklungen und das Vampirdasein wird von verschiedenen Seiten betrachtet.

Unsere Frühstückspension am Meer: Katharina ist Autorin. Doch nach der Trennung von ihrem langjährigen Partner steckt sie in einer Krise. Da fällt auch noch ihre Oma von einer Leiter und sie muss kurzfristig die Pension dieser auf Norderney führen. Und dann taucht auch noch der Musiker Phil auf und spielt sich in ihr Herz. – Süße Grundidee, verliert sich aber in Kleinigkeiten und vergisst dabei die Geschichte wirklich zu entwickeln. Das Ende kommt dann sehr plötzlich.

Phantom Tales of the Night 1: Murakumo ist ein Gasthof in der Zwischenwelt. Der Patron nimmt für die Übernachtung und Zuflucht jedoch kein Geld, sondern Geheimnisse. Doch diese können die Betroffenen teuer zu stehen kommen. – Sehr schöner Zeichenstil, so dass ich nicht daran vorbeigekommen bin. Aber auch die Kurzgeschichten sind sehr toll und ich bin sehr gespannt, was da noch so passiert.

Wie war euer Juni? Was waren eure Highlights?

Eine Handvoll Bücher (oder mehr) – 03/25 – Pride Month Special

Es ist Juni und damit Pride Month.
Bedeutet, dass jedes Jahr im Juni die LGBTQIAP+ Gemeinde zu verschiedenen Veranstaltungen, inkl. dem Christopher Street Day, aufruft und so für ihren Kampf auf Gleichberechtigung aufmerksam macht. Beginnend waren die Stonewall Unruhen von 1969, die als Beginn des Kampfes für Rechte und Gleichberechtigung angesehen wird. Wir haben seitdem einen wunderbaren Wandel in vielen Ländern erlebt, aber noch immer sind wir weit von realer Gleichberechtigung entfernt und entfernen uns Tag für Tag mehr davon. Der Rechtsruck lässt Schutzräume kleiner werden und stärkt den Hass.
In diesem Beitrag soll es um ein paar Lesetipps gehen, die sich mit LGBTQIAP+ befassen. Es handelt sich lediglich um eine kleine Auswahl, gerne könnt ihr mit eure liebsten Bücher zu diesem Thema nennen.

Die im Beitrag erwähnten Bücher arrangiert vor einem Bücherregal mit einem Herz darüber in Regenbogenfarben

Sturmflirren

Die Handlung: Rea hat eigentlich alles, was sie braucht. Bis ihr Vater eine Stelle als Diplomat in Qatar bekommt. Den Umzug nach Doha steckt sie überhaupt nicht gut weg und kann sich weder an das Wüstenklima noch die andere Kultur gewöhnen. Bis sie ein geheimnisvolles Phantom trifft und mit einer neuen Freundin bei illegalen Autorennen in der Wüste dabei ist.

Warum das Buch so wichtig ist: Ich habe dieses Buch bewusst an erste Stelle gesetzt, auch wenn ich jedes Einzelne unfassbar gut und wichtig finde, so wollte ich dies doch noch einmal hervorheben. Denn hier haben wir nicht nur einfach eine queere Romance (die auch alle super wichtig sind, versteht mich nicht falsch!), sondern eine queere Romance in einem Land, wo drakonische Strafen auf queere Handlungen stehen. Das fängt an mit dem Crossdressing, also wenn die Kleidung des anderen Geschlechts angezogen wird und steigert sich immer weiter hoch. Hier lernen wir eine Gemeinschaft kennen, die diese Gefahren kennt, die aber deutlich zeigt, dass sie nicht anders sein können. Wie viel Einfluss der Status und das Geld haben und wie grundsätzlich ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet, aber von oben klein gehalten wird. Das Gleiche Problem ist auch bei den Rechten der Frauen, was hier ebenfalls mit thematisiert wird, ohne, dass eins von beidem zu kurz kommt. Verpackt in einer mitreißenden Geschichte, die einem trotzdem ein faszinierendes Land näherbringt und ganz andere Aspekte zeigt, aber die Schattenseiten nicht nur nicht verschweigt, sondern stark hervorhebt. So ist es gute Unterhaltung und gleichzeitig unfassbar lehrreich und daher meine größte Empfehlung.

Saved Dreams

Die Handlung: Auch wenn Assistenzärztin Jane alles versucht hat, sie kommt um die Gynäkologie nicht herum. Und auch, wenn Oberärztin Abby ihr Herz zum schnellerschlagen bringt, so muss sie sich doch einem Trauma stellen, das sie trotz Therapie nie überwunden hat. 

Warum das Buch so wichtig ist: Auch, wenn es immer gängiger wird, zumindest queere Nebencharaktere einzubauen, sind die großen New Adult Reihen noch sehr stark heteronormativ geprägt. Doch Ava Reed hat hier damit gebrochen und sich bewusst auch für eine women loves women Geschichte entschieden. Dass diese noch bevor auch nur ein Wort geschrieben war, bereits Ein-Sterne-Rezension wegen es queeren Anteils bekam, zeigt nur, wie wichtig es ist, dass wir weiterhin mehr Sichtbarkeit aufbauen. Zeitgleich haben wir hier aber auch weitere feministische Themen, die durch das Setting in der Gynäkolgie sehr gut eingebunden werden konnten. 

You are my moon

Die Handlung: James und Takumi sind seit Jahren ein Paar. Doch nach einem Unfall kann sich James an nichts mehr erinnern, was nach seinem 18. Geburtstag passiert ist. Er erinnert sich nicht an die Phase, in der er seine Bisexualität erkannt hat. Und noch schlimmer: Er erinnert sich nicht mehr an Takumis Transition. 

Warum das Buch so wichtig ist: James ist mit starken Überzeugungen, was männlich ist, aufgewachsen und hat sich unfassbar schwer mit seinem Coming-Out getan. Nun hat er dies alles vergessen. Cornelia Franke baut hier Schicht für Schicht eine Geschichte auf, die mehr ist, als sie am Anfang scheint. Dabei sind die queeren Inhalte sehr sorgfältig herausgearbeitet, aber es geht auch um Familie, Vertrauen, ADHS und Ängste in Beziehungen. Und wie alles noch einmal stärker geprägt ist, wenn das eigene Coming-Out mit der früheren Weltsicht im Widerspruch steht. 

Yadriel & Julian

Die Handlung: Yadriel entstammt einer Dynastie an Brujx, die dafür zuständig sind Geister in die Totenwelt zu geleiten. Doch Yadriel wird die Zeremonie verweigert, da er trans ist. Und bei seiner ersten Beschwörung erwischt er gleich noch den falschen Geist. Und Julian denkt gar nicht daran sich erlösen zu lassen.

Warum das Buch so wichtig ist: Hallo Fantasy mit queeren Protagonisten. Während es im Romancebereich bereits schon häufiger queere Geschichten geht, so geht es im Fantasybereich oft noch unter. Dabei zeigt dieses Buch, wie gut beides miteinander verbunden werden kann. Gleichzeitig haben wir hier auch noch die mexikanische Kultur rund um den Diaz de Muertes, den ich bisher auch noch in keinem Buch besser aufgearbeitet gesehen habe. Und rund um diese Mythologie/diesem Glauben wird die Transidentität von Yadriel aufgebaut. Denn in seiner Familie gibt es  eine klare Trennung, wer welche Fähigkeiten erbt. Aber wie ist es bei einem Trans-Mann? Es geht hier um Identität, um Familie, und ganz nebenbei haben wir noch ne coole Geistergeschichte. 

Wie lange bis irgendwann

Die Handlung: Emelie und Sophie haben sich 10 Jahre nicht mehr gesehen, nachdem Sophie von einem Tag auf den anderen Stockholm verlassen hat. Doch bei einem offenen WG-Casting stehen sie sich wieder gegenüber. Und dann sperrt ein Schneesturm sie auch noch zusammen ein. Wie können da nicht die alten Gefühle wieder hervorkommen?

Warum das Buch so wichtig ist: Das queere Spektrum ist sehr weit und während manche Aspekte bereits mehr thematisiert werden, sind andere noch schwierig zu finden. Daher war ich gespannt auf dieses Buch, das ich zufällig auf der Buch Berlin gefunden habe. Denn auch wenn es zunächst eher nach einer lesbischen Romance klang, so geht es hier doch auch um Polyamorie. Und zum Glück auch ohne allzugroßes Drama, sondern mit einer guten Auseinandersetzung mit dem Thema. Klein, charmant und gut für zwischendurch und damit auch hier eine Empfehlung (wie eigentlich bei allen Büchern heute).

When you come back to me

Die Handlung: Holden hat bei einer Konversionstherapie in Alaska die Hölle erlebt. Selbst ein ganzes Jahr in einem Sanatorium kann ihn nicht heilen. Er zieht zu seiner Tante und seinem Onkel und geht dort zur Schule. Dort trifft er auf River, der Starquarterback der Schule. Beide empfinden sofort etwas, doch während Holden zwar zu seiner Sexualität steht, aber unter seinen Dämonen aus Alaska leidet, muss River erst einmal über sich selbst klar werden. Denn die Träume seines Vaters erdrücken ihn und da passt Homosexualität nicht rein.

Warum dieses Buch so wichtig ist: Emma Scott ist mir als Autorin inzwischen ein bisschen zu viel, da sie immer sehr viel Drama in ihre Bücher einbaut. Dennoch hat When you come back to me einen Platz auf dieser Liste verdient, denn auch hier haben wir eine queere Geschichte im New Adult Bereich, in einer Reihe, die ansonsten wieder Heteropärchen beinhaltet. Und zeitgleich spricht sie noch zwei wichtige Themen an: Der Umgang mit Homosexualität im Sport, auch wenn dieser Aspekt ganz schön kurz kommt, und noch wichtiger: Konversionstherapie und deren Auswirkungen auf die Psyche der therapierten. Ich will hier gar nicht zu viel vorweg nehmen, aber Holden leidet ordentlich und das wird in dieser Geschichte auch deutlich.

Die Göttinen von Otera

Die Handlung: Sechs Monate nachdem Deka die Göttinen befreit hat, soll sie nun weitere befreien. Doch dabei fallen ihr immer mehr Ungereimtheiten auf. Und ihre Feinde sind ihnen weiterhin dicht auf. Deka muss erneut alles hinterfragen, was sie zu wissen glaubte. 

Warum dieses Buch so wichtig ist: Final noch ein Buch, deren Protagonistin nicht queer ist. Aber diese Fantasywelt, die stark an die westafrikanischen Länder angelehnt ist, hat neben vielen feministischen Themen auch viele queere Charaktere und zeigt den Umgang dazu. Auch hier, wie schon in Sturmflirren, zeigt sich, dass feministische Themen und queere Themen oft Hand in Hand gehen, da beides von Unterdrückung geprägt ist. 

Was sind eure liebsten queeren Bücher? 

Rückblick auf den Mai 2025

Ein schönes erholsames langes Wochenende liegt hinter mir, auch wenn mich der Alltag schon wieder eingeholt hat. Dadurch kam ich aber auch letzte Woche nicht dazu, diesen Rückblick zu schreiben. Der Mai lief tatsächlich auch lesetechnisch diesmal nicht gut. Ein Buch hat mich zu lange aufgehalten und im Alltag ging es auch drunter und drüber. Dafür hatte ich endlich wieder mehr Zeit für Hörbücher!

Der Schriftzug "Mein Monatsrückblick" vor blauem Himmel mit Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Thunderbolts*: Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten. – Was sich wie Marvels Resterampe las, war endlich mal wieder ein guter MCU Film. Depressionen und  Einsamkeit wurden thematisiert und haben sich gekonnt in die Action eingefügt.

J-Hope on the Stage: Jung Hoseok, besser bekannt als J-Hope, hat die Zeit, in der seine Bandkollegen noch beim Militär sind, genutzt und hat eine Welttournee gegeben. Bei seinem Abschlusskonzert in Osaka gab es wieder ein weltweites Kinoliveevent. – Sehr gelungenes Konzert mit einer tollen Bühnenshow und thematisch gut sortierter Songauswahl.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Jurassic City: Eigentlich wollten sie nur den Initiationsritus ihrer Stundentinnenverbindung feiern. Doch diese wird von der Polizei aufgelöst und drei Studentinnen landen im Gefängnis. Auch zwei Betrunkene, ein Junkie und ein mehrfacher Frauenmörder sind Insassen. Doch ein Hochsicherheitstransporter muss ebenfalls ins Gefängnis umgeleitet werden. Dabei hat er neu gezüchtete Dinos, die es schnell schaffen auszubrechen. Und sie sind hungrig. – Trashfilm & Dinos? Ich war dabei und er bot die gesamte Trashschiene. Definitiv was zum lachen.

Feinfühlige Vampirin sucht lebensmüdes Opfer: Sasha ist eine Vampirin. Allerdings kann sie keinem Menschen etwas antun, was ein Problem bei ihrer Ernährung ist. Und als ihre Eltern ihr den Bluthahn zudrehen, muss sie zu ihrer Cousine ziehen. Dabei lernt sie Paul kennen. Der wird stark gemobbt und hat daher suizidiale Gedanken. In einer Therapiesitzung lernen sich die beiden kennen und schließen einen Pakt. Sasha will endlich ihr erstes Opfer haben und Paul sterben. Doch es kommt alles ganz anders. – Die Beschreibung klang besser als der Film am Ende war, der doch sehr künstlerisch angehaucht war. Dennoch war ich gut unterhalten.

Rogue – Im falschen Revier: Eine Gruppe Touristen will in Australien eine Flusstour machen, um ein paar Krokodile zu sehen. Dabei entdecken sie ein Notsignal. Für das kleine Fischerboot kam jedoch jede Hilfe zu spät. Doch das Krokodil, welches dafür verantwortlich ist, ist weiterhin hungrig. Und es hat neue Opfer gefunden. – Da landet dieser Horrorfilm  einfach zwischen meinen ganzen Trashfilmen. Allerdings hatte er auch die bekannten Klischees, nur eben mit besseren Effekten und besseren Darsteller*innen. 

Jurassic Shark: Eine einsame Insel, eine Gruppe Studentinnen, eine Gruppe Krimineller und ein Megalodon, der durch Experimente in dem See aus einer Eisstarre gelöst wurde. Was kann da schon schief gehen? Vor allem, wenn die Kriminellen ein geklautes Gemälde vom Seeboden hochholen wollen? – Leider eher ein mittelmäßiger Trashfilm, hier fehlte eindeutig noch mehr Budget als bei anderen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Mission Impossible 8 – Dead Reckoning Part 2: Ob es nun wirklich der Abschluss des Franchises wird, bleibt mal dahingestellt, aber es ist zumindest der zweite Teil von Dead Reckoning, der mir wieder vergleichsweise gut gefallen hatte. Also werde ich wohl mal trotz der 170 Minuten einen Blick wagen.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Lilo & Stitch, Black Bag, Death of a Unicorn

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Criminal Minds – Staffel 12 (Bisher die anstrengendste Staffel, da zu jedem Fall noch eine übergreifende Hintergrundgeschichte kam, die sich über die ganze Staffel erstreckte)

Call of the Night – Staffel 1 (Vampirgeschichte mal ganz anders. Ganz ruhig und nachdenklich erzählt. Hat dadurch echt gut funktioniert)

Link Click – Staffel 1-2 (Ein chinesischer Anime, der mich direkt in den Bann ziehen konnte. War zwischendurch echt schwierig wieder aufzuhören. Dabei ist er auch hoch emotional, gut durchdacht und mit tollen Charakteren)

Bon Voyage – Staffel 2 (Diesmal ging es nach Hawaii und BTS hatten wieder allerlei Abenteuer zu erleben. Spannend anzusehen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten insgesamt: 3.410
Seiten pro Tag: 110 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 4

Sakamoto Days 1: Sakamoto war einst einer der begabtesten Auftragskiller, doch nachdem er seine Frau kennenlernte, gab er den Job ihr zuliebe auf. Jahre später ist er Besitzer eines Supermarkts und in die Breite gegangen. Als sein ehemaliger Kollege Shin ihn besucht, bringt er einiges durcheinander. – Sehr witzige Geschichte, die mich direkt abholen konnte. Mal schauen, ob ich Band 2 hole oder mit dem Anime beginne.

Mein Buchcafé in einer anderen Welt: Nachdem die bisherige Erlöserin zurückgetreten ist, herrscht endlich Frieden. Il und Tsukina haben sich verlobt und alles läuft gut. Dann taucht ein neuer Erlöser auf. Doch dieser scheint im Gegensatz zur bisherigen sehr lernbegierig zu sein. – Der dritte Band plätscherte etwas langsamer vor sich hin, aber die Charaktere sind weiterhin interessant genug, um dran zu bleiben.

Die Göttinen von Otera 2: Sechs Monate nachdem Deka die Göttinen befreit hat, soll sie nun weitere befreien. Doch dabei fallen ihr immer mehr Ungereimtheiten auf. Und ihre Feinde sind ihnen weiterhin dicht auf. Deka muss erneut alles hinterfragen, was sie zu wissen glaubte. – Führt leider den ganzen ersten Band ad adsurdum, wodurch sich die Geschichte ziemlich gezogen hat. Schade.

Mein*Star 1: Ai Hoshino ist ein aufstrebendes Idol bei J-Pop Band B-Komachi. Die sterbenskranke Salina ist großer Fan und steckt damit auch ihre Arzt Goro an, der versucht ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen und schnell selbst zum Fan wird. Doch das Schicksal hat für beide etwas anderes vorhergesehen. – Die Lightnovel bietet ein paar mehr Hintergründe zum Anime, was ganz nett war, aber so richtig in Schwung ist die Geschichte noch nicht gekommen.

Spy x Family 13: Twilight steht kurz davor aufzufliegen und damit alle Geheimoperationen von Westalis. Nur Nightfall kann ihn noch retten. Währenddessen schlichtet Yor auf einem Wohltätigkeitsflohmarkt und Anya kommt Damian nochmal näher. – Nach dem riesen Cliffhanger in Band 12 kam hier endlich die Auflösung, die aber ziemlich schnell abgearbeitet war. Ansonsten bietet er wieder die typische Mischung aus Humor und Spannung.

Funny Story: Daphne wird von ihrem Verlobten Peter verlassen. Ausgerechnet für dessen Jugendfreundin Petra. Doch nicht nur das, sie steht auch auf einmal mit Nichts auf der Straße und das einzige bezahlbare Zimmer ist bei Miles. Dieser ist jedoch Petras Ex-Verlobter. Und als dann auch noch die Einladung zur Hochzeit von Peter und Petra bei Miles und Daphne ankommen, beschließen die beiden ebenfalls eine Beziehung vorzutäuschen. Es ist der Beginn einer „Funny Story“. – Bei der Prämisse war ich etwas skeptisch, da sie mir zu gewollt klang, aber die Geschichte entwickelt sich gut mit ordentlich Tiefgang.

Tee? Kaffee? Mord! 13 – Miss Rittinghouse und die sprechenden Bücher: Der Earl of Helliwell ist verstorben und der Butler sucht ausgerechnet im Black Feather um Hilfe. Denn die letzten Worte des Earls waren, dass sich der Butler um die „sprechenden Bücher“ kümmern soll. Natalie und Louise sind ratlos und holen daher Paige Rittinghouse, die örtliche Buchhändlerin, mit ins Boot. Kann sie das Rätsel lösen? – Es war toll, dass Paige mal eine größere Rolle spielte, aber der Fall war mir grundsätzlich etwas zu platt. 

Wie Melodien im Wind: Toni liebt Lukas. Lukas liebt Toni. Es könnte so einfach sein. Doch beide verstecken ihre Herkunft und können die ist auch der Grund, warum sie nicht zusammen sein können. Denn während Toni die Tochter der Hausmeisterin ist, ihr Vater nach einem Gefängnisaufenthalt wegen Steuerhinterziehung an Depressionen leidet und ihr Bruder frisch wegen Drogenbesitzes verhaftet wurde, ist Lukas ausgerechnet der Sohn des dänischen Königs – und damit ein Prinz. Doch als Toni als Schlagzeugerin der Schulband einspringt, verbringen beide viel Zeit miteinander und alte Gefühle entflammen von neuem. – Mir war die Prinzensache zu viel und die „Hindernisse“ dadurch auch zu schnell aus dem Weg geräumt. Bisher der schwächste Band der Reihe.

Das kleine Café in Kopenhagen: Kate arbeitet bei einer großen PR-Agentur und ist frisch bei einer Beförderung übergangen worden. Um sich dennoch zu beweisen, soll sie eine Pressereise nach Kopenhagen organisieren, um den Hygge-Trend bekannter zu machen. Mit dabei ist Ben, der dem Ganzen gar nichts abgewinnen kann. Und so fliegen die Fetzen zwischen ihm und Kate. – Süße kleine Zwischendurchlektüre. Allerdings bin ich es etwas leid, dass Cafébesitzerin als der ultimative Beruf dargestellt wird, wenn man aus dem „bösen“ PR-Job rauswill. Auch die Liebesgeschichte kam mir sehr aus dem Blauen heraus.

Mrs. Potts Mordclub und der tote Nachbar: Judith Potts ist 77 Jahre alt, lebt allein in einem Herrenhaus und ist Kreutworträtsel-Autorin. Beim Schwimmen in der Themse hört sie einen Schuss und kurz darauf ist ihr Nachbar tot. Da die Polizei aber ihrer Meinung nach nicht genug ermittelt, nimmt sie das kurzerhand selbst in die Hand und findet auch direkt zwei Verbündete. Allerdings finden sie auch weitere Leichen und absolut niemand scheint genügend Motiv oder die Gelegenheit dazu zu haben. – Definitiv eine Reihe, die ich weiter verfolgen werden, da mir die drei Frauen des Mordclubs sympathisch sind und der erste Fall viel potential zum Miträtseln hatte. 

Der Sommer, in dem Hikaru starb 4: Yoshiki und Hikaru versuchen mehr über die Geschichte des Ortes herauszufinden. Dabei treffen sie auf eine Frau, die über alles Bescheid zu wissen scheint. Doch können sie ihr trauen? – Es gibt endlich mal wieder ein paar Infos, aber generell bleibt die Geschichte sehr langsam erzählt.

Wie war euer Mai? Was waren eure Highlights?

Song of Silver & Dark Star Burning

Ein Vorwort

In letzter Zeit habe ich immer wieder Bücher gelesen, die sich mit der japanischen oder koreanischen Mythologie befassten. Doch als mein Buchclub eine Reihe mit Einflüssen aus der chinesischen Mythologie vorschlug, war ich auch direkt begeistert, war es doch nochmal eine neue Richtung. Wie mir die Reihe gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Beide Bücher arrangiert vor einem Bücherregal. Im Vordergrund ist eine Plastik eines schlafenden Drachen mit Drachenbaby im Ei.

Song of Silver

Die Handlung: Lans Heimat ist vor einigen Jahren erobert worden und hat ihrer Familie das Leben gekostet. Nun versucht sie sich als Singmädchen über Wasser zu halten. Doch in einer schicksalshaften Nacht verliert sie alles, was sie bis dahin kannte. Dabei trifft sie auf den geheimnisvollen Zen, der sie jenseits der Stadt bringt und eine Welt zeigt, die Lan für verloren gehalten hat.

Meine Meinung: Wie häufig bei Fantasy-Stories brauchte ich eine Weile, um in die Welt reinzukommen. Es gab am Anfang einiges an Infos zu verdauen, da alles rund um die Eroberung erzählt wurde. Zeitgleich ging es aber auch direkt in die Vollen und wir bekommen die direkten Konsequenzen eines eroberten Landes. Hier fehlen mir die Kenntnisse über die chinesische Geschichte, um nachvollziehen zu können, inwiefern dies hier Bezug darauf nimmt, aber allein der Unterschied zwischen den Küstengebieten und den ländlichen Gebieten wurde gut als Fantasywelt umgesetzt. Lan als Protagonistin fand ich direkt nahbar. An ihr bleiben wir auch dran und erleben direkt ein ziemliches Abenteuer. Im Mittelteil wird dies um einiges ruhiger, wenn sie mit Zen durchs Land reist und schließlich im Tempel einiges über sich lernt. Dabei war es vorallem das Erlernen des Magiesystems mit dem Chi und den Varianten Yin und Yang, die gut umgesetzt, wenn auch stellenweise sehr kompliziert erklärt wurden. Hinter jeder Ecke gab es etwas zu erkunden und im Nachgang bin ich sehr neugierig, wie viel davon auf der chinesischen Mythologie basiert und wie viel für die Geschichte dazugedichtet wurde. Durch den Cliffhanger am Ende empfiehlt es sich direkt den zweiten Band parat liegen zu haben.

Dark Star Burning

Die Handlung: Nach der Zerstörung des Tempels, der für Lan kurzzeitig ein Zuhause war und dem Verlust von Zen, sucht sie verzweifelt nach einem Weg die elantinische Besatzung doch noch zu beenden. Dafür reist sie in die Wüste und sucht nach einem Ort, der nicht mehr existieren soll. Wird sie ihre Welt retten können?

Meine Meinung: Der zweite Band schließt direkt an den ersten an, dennoch habe ich eine Weile gebraucht, um wieder in die Geschichte rein zu kommen. Dadurch, dass Lan und Zen getrennt sind und wir daher auch vermehrt abwechselnde Perspektiven haben, kommt nicht so richtig der Lesefluss auf, wie noch im ersten Teil. Vor allem der Teil rund um Zen scheint eine Weile still zu stehen. Das ändert sich zum Glück wieder und dann hat die Geschichte auch noch einiges zu bieten. Hier gehen einige Entwicklungen ganz schön schnell und wirken teilweise gehetzt. Im Gegensatz zu anderen aus meinem Buchclub, glaube ich nicht, dass hier noch ein kompletter dritter Band hilfreich gewesen wäre, aber den doch sehr kurzen zweiten Band ein wenig ausgearbeiteter zu lesen, wäre schön gewesen. Vom Ende kann man halten, was man will, aber es ist zumindest rund erzählt. Ich war kein Fan und nach der allgemein doch sehr gewaltreichen Dilogie brauchte ich erstmal wieder einen cosy Roman.

Das Fazit

Die Dilogie rund um Lan und Zen bietet eine atemraubende und actionreiche Handlung mit einem gelungenen Weltenbau, der stark von der chinesischen Mythologie beeinflusst ist und tolle Protagonist*innen bietet. Abgesehen davon, dass ich bei beiden Bänden am Anfang ein paar Probleme hatte reinzukommen und der zweite Band stellenweise etwas gehetzt wirkt, so ist die Reihe doch empfehlenswert.