Doctor Strange in the Multiverse of Madness

Ein Vorwort

Nach einem bereits sehr marvellastigen Vorjahr, gibt Disney auch dieses Jahr wieder alles und bombardiert uns nicht nur mit immer mehr Serien, sondern auch weiterhin mit neuen Kinofilmen. Diesmal durfte ein bereits bekannter Charakter seinen lang ersehnten zweiten Film bekommen und macht eines noch einmal deutlich: Phase Vier wird von der Multiversums Idee geprägt bleiben. Warum mich der Film leider nicht vom Hocker hauen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme/Serien man aus dem MCU vorab gesehen haben sollte: Doctor Strange, WandaVision – Diese stelle ich hier kurz vor.
Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: What if…, Avengers – Infinity War, Avengers – Endgame, Spider-Man – No way home, Loki – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (sofern sie bereits existieren, für die Links einfach die Titel anklicken).
Und zu guter Letzt Filme/Serien, die man nicht unbedingt gesehen haben muss, zu denen es aber größere Querverweise gibt bzw. zu denen man die bekanntesten Figuren kennen sollte: X-Men Reihe, Fantastic Four und Inhumans.

In Doctor Strange lernen wir Doctor Steven Strange kennen, einen herausragenden Neurochirurgen, der mindestens genauso arrogant ist. Bis er durch einen Unfall seine Finger nicht mehr richtig unter Kontrolle hat. Nach unzähligen Operationen ist er pleite und kann seine Finger immer noch nicht genug kontrollieren, um wieder arbeiten zu können. Als er von einem medizinschem Wunder hört, zieht es ihn nach Kathmandu. Im Kamar-Taj trifft er auf die Älteste, die ihm magische Fähigkeiten lehrt. Aller Anfang ist schwer, doch Strange ist fest entschlossen möglichst schnell alles zu lernen. Bei seinen erweiterten Studien entdeckt er durch Zufall die Magie der Zeit und damit wieder einen der Infinity-Steine. Kurz darauf wird auch schon das Kamar-Taj angegriffen. Kaecilius, ein ehemaliger Schüler des Kamar-Taj und der Ältesten, will das Dunkeluniversum und den großen Bösen Dormammu in unser Universum holen. Bei einem ersten Angriff Kaecilius wird Strange schwer verletzt und kann gerade noch in sein altes Krankenhaus entfliehen, wo er sich von einer alten Freundin Christine Palmer behandeln lässt. Zurück im Kamar-Taj hat sich Kaecilius befreit und greift nun weiter an. Strange und Mordo versuchen ihn aufzuhalten, unterliegen aber. Schließlich greift die Älteste ein. Aber auch sie unterliegt und stirbt kurz darauf. Kaecilius schafft es nun Dormammu zu entfesseln und dieser versucht die Erde einzunehmen. Doch Strange kann ihn mit einer Zeitschleife überlisten und Dormammu, sowie seine Anhänger um Kaecilius verlassen die Erde. Strange macht es sich nun zur Aufgabe die Welt vor Gefahren übernatürlicher Natur zu schützen.
In WandaVision erleben wir Wanda Maximoff und Vision wie sie im Stile verschiedener Sitcoms zusammen leben. Zeitgleich wird die Organisation SWORD zur Kleinstadt Westview gerufen, wo eine Anomalie aufgenommen wurde. Die Stadt ist unbetretbar, aber die Agent*innen empfangen die Sitcom-Folgen aus der Stadt. SWORD Agentin Monica Rambeau (bekannt aus Captain Marvel) FBI-Agent Woo (bekannt aus Ant-Man 2) und Astrophysikern Darcy Lewis (bekannt aus Thor 1-2) werden dazugerufen und untersuchen die Maximoff-Anomalie. Dabei stellt sich heraus, dass Wanda in ihrer Trauer um den in Infinity War verstorbenen Vision die Kleinstadt als Marionetten gefangen hält, um ihren Traum von einem Eheleben umzusetzen. Dazu kommen später auch zwei Kinder Tommy und Billy, die Wanda „gebärt“. Durch die Versuche von SWORD einzudringen, wird Vision immer misstrauischer und beginnt Nachforschungen anzustellen. Schließlich konfrontiert er Wanda damit und bittet sie aufzuhören. Doch die neugierige Nachbarin Agnes entpuppt sich als Hexe Agatha Harkness und ist neidisch auf Wandas Kräfte, die sie zu stehlen versucht. Es kommt zum finalen Kampf, in dem Wanda Westview und damit auch Vision aufgeben muss. Doch durch Agatha hat sie vom Darkhold erfahren, einem Zauberbuch voller schwarzer Magie, die alle einen Preis haben. Dies studiert sie in der letzten Szene in einem abgeschiedenen Haus.

Die Handlung

Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) bekommt Besuch von America Chavez (Xochitl Gomez), die durch das Multiversum reisen kann. Sie wird von einem seltsamen Wesen gejagt, was ihr in diese Realität folgen konnte, wurde aber gerade erst von einem anderen Strange enttäuscht. Da ihm die Erfahrungen mit dem Multiversum fehlen, wendet er sich an Wanda Maximoff (Elizabeth Olsen).

Meine Meinung

Seit What if…, aber spätestens seit Spider-Man – No way home dürfte klar sein, dass Phase 4 nach einer kurzen Findungsphase – mit Shang-Chi und den Eternals – sich hauptsächlich um das Thema des Multiversums dreht. Der zweite Streich um Doctor Strange fokussiert dies nun noch mehr und beinhaltet gleich eine Reise durch eben dieses.
Dabei wird nun auch immer deutlicher, dass die Zeit der reinen Solofilme vorbei ist und die Überschneidungen immer größer werden. War Strange beispielsweise bei Spider-Man dabei, so darf nun diesmal Wanda in einer größeren Rolle auftreten. Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings auch, dass es weiterhin notwendig ist, die meisten der MCU Filme gesehen zu haben, um alle Anspielungen zu verstehen und teilweise auch um der Handlung noch folgen zu können. Da dies inzwischen auch auf die Serien ausgeweitet wurde, kommt da echt viel Material zusammen.
Aber kommen wir nun zum Film. Der Einstieg ist gleich sehr spannend und durch den Übergang von einer Welt in die nächste, sorgt sie auch wieder für die Schmunzelmomente. Hier zeigt sich in den Dialogen ein gewisses Fingerspitzengefühl um eine lockere Stimmung zu erzeugen trotz großem Kampf. Leider verliert sich genau das im Laufe des Films.
Stattdessen wird eine Überfeindin geschaffen, die eigentlich nicht zu besiegen ist. Und die Hintergrundgeschichte kann nur von jemandem geschrieben worden sein, der noch nie Verlust empfunden hat. So werden die Motive der Antagonistin komplett klein geredet, weil sie ist ja jetzt „die Böse“ anstatt diese differenzierter zu betrachten. Aber dann wäre die Action etwas weniger gewesen und so etwas gibt es in einem Marvel-Film natürlich nicht.
Das ist auch das Grundproblem des Films. So werden mit den Illuminati einige Filme/Serien eingebunden, die bisher außerhalb des MCU funktionierten, nur um diese innerhalb kürzester Zeit wieder zu zerschlagen.
Doctor Strange in the Multiverse of Madness ist trotz allem kein schlechter Film. Er ist nur hoch ambitioniert, macht einige Handlungsstränge auf, ohne diese mit genügend Power zu bedienen. So würde eine reduzierte Handlung dem Film mehr Raum geben sich richtig zu entfalten. Dennoch funktioniert er mit der Absicht sich mehr auf Action und Spannung zu konzentrieren durchaus. Aber, dass das MCU optisch gute Kämpfe inszenieren kann, wurde genug bewiesen.
So bleibt der Film hinter den Erwartungen zurück. Beziehungsweise hat damit zu kämpfen, dass das MCU bereits mit Infinity War und Endgame einen Zenit erreicht hatte und diese einfach nicht mehr übertrumpfen kann. So lässt sich der zweite Doctor Strange gut gucken, man wird unterhalten, es ist spannend, aber es wäre einfach mehr möglich gewesen.

Das Fazit

Doctor Strange in the Multiverse of Madness bietet zwar Multiverse aber wenig Madness. Er scheitert an den eigenen Ambitionen und kann mit der nur an der Oberfläche kratzenden Handlung niemanden mehr vom Hocker hauen. Trotzdem funktioniert er durch die Spannungskurve. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Doctor Strange in the Multiverse of Madness läuft seit dem 04.05.2022 in den deutschen Kinos

Was bisher geschah… – MCU Phase 3.2

In Vorbereitung auf Infinity War (2018) hatte ich alle bis dahin erschienen Filme des MCU (Marvel Cinematic Universe) zusammengefasst. Auf diese Zusammenfassungen verweise ich auch jetzt noch in meinen Artikeln. Inzwischen ist das MCU aber um ein paar Filme reicher und mir fehlen oftmals die Verlinkungen. Daher will ich nun die zweite Hälfte der dritten Phase zusammenfassen. Spoiler können dadurch nicht ausgeschlossen werden.

Avengers: Infinity War

Erscheinungsdatum: 26.04.2018
Eingeführte Charaktere: Eitri

Das Schiff der überlebenden Asen wird von Thanos abgefangen. Er statuiert ein Exempel, in dem er Loki tötet, sowie die Hälfte der Asen. Heimdall schafft es kurz vor seinem Tod noch den Hulk zur Erde zu schicken. Thor wird aus dem Raumschiff geschleudert. Auf der Erde warnt Hulk Doctor Strange, Wong und Iron Man, doch Thanos Anhänger sind bereits auf dem Weg, um die restlichen Infinity Steine zu sammeln. Zusammen mit Spider-Man wehren sie den ersten Angriff ab. Da diese nur hinter dem Zeitstein her sind, den Strange an einer Kette trägt, nehmen sie ihn kurzerhand mit. Iron Man und Spider-Man folgen ihm und landen auf Titan. Unterwegs können sie Thanos Anhänger überwältigen.
Der zurückgebliebene Hulk kontaktiert Captain America, der zusammen mit Falcon und Black Widow nach Schottland reist, um Vision und Wanda abzuholen, die zwischenzeitlich auch angegriffen wurden, da Vision den Gedankenstein in sich trägt. Auch diesen Angriff können sie abwehren und reisen daraufhin nach Wakanda.
Die Guardians of the Galaxy lesen unterwegs den umherfliegenden Thor auf, der den Angriff überlebt hat. Als Gamora von Thanos Angriff erfährt, weiß sie direkt, was er vorhat. Während Thor mit Rocket und Groot nach Nidavellir reist, reisen die übrigen Guardians nach Knowhere, um den beim Collector versteckten Stein vor Thanos zu holen. Doch sie kommen zu spät und Thanos nimmt Gamora mit. Die anderen reisen ebenfalls nach Titan, weil sie Thanos dort vermuten. Thanos und Gamora reisen nach Vormir, wo sich der Seelenstein befindet. Dafür muss er etwas opfern, was er liebt. Gamora feixt, weil Thanos niemanden liebt. Thanos opfert jedoch sie.
Thor, Rocket und Groot kommen auf Nidavellir an, wo sie zusammen mit Eitri eine Waffe schmieden, die Thanos aufhalten kann. Dabei müssen sie ein paar Hindernisse aus dem Weg räumen. Auf Titan treffen Strange, Iron Man und Spider-Man auf die übrigen Guardians. Gemeinsam greifen sie Thanos an, der nach Vormir ebenfalls nach Titan reist. Strange übergibt ihm schließlich den Zeitstein, um Iron Mans Leben zu retten. Währenddessen kommt es auf der Erde zum finalen Kampf in Wakanda, während Shuri, die Schwester des Black Panther, versucht den Gedankenstein aus Vision zu befreien, ohne ihn zu töten. Als Thanos nach seinem Sieg auf Titan auf die Erde reist, tötet er Vision und hat nun alle Infinity Steine zusammen. Thor stößt dazu und kann mit seiner neuen Axt einen Treffer landen. Allerdings schafft es Thanos noch mit dem Handschuh und den vereinten Steinen zu schnipsen, woraufhin sich die halbe Bevölkerung des Universums in Luft auflöst. Darunter auch die Hälfte der Avengers. Thanos zieht sich nach dem Kampf auf Titan zurück, da er seine Lebensaufgabe beendet hat.

Ant-Man and the Wasp

Erscheinungsdatum: 26.07.2018
Eingeführte Charaktere: Janet van Dyne (frühere Wasp), Dr. Bill Foster, Jimmy Choo

Nach den Ereignissen in Civil War konnte Scott Lang alias Ant-Man einen Deal aushandeln, so dass er seine Strafzeit im Hausarrest absitzen darf, damit er seine Tochter regelmäßig sehen kann. Mit einer Fußfessel wird er kontrolliert, dass er keinen Kontakt zu Hank und Hope aufnimmt. Nach einem Traum wird er von einer Ameise betäubt und wacht im Labor von Hank und Hope wieder auf. Nach Scotts Reise im subatomaren Raum im ersten Teil, glauben die beiden, dass Janet noch lebt und versuchen einen Tunnel zu bauen. Dafür fehlt ihnen jedoch ein Bauteil, was sie von Sonny Burch kaufen wollen. Der Deal platzt jedoch und als Hope in ihrem neuen Wasp-Kostüm das Bauteil so holen will, wird sie von der mysteriösen Ghost aufgehalten, die das Bauteil, sowie Hanks Labor stiehlt. Hank bittet einem alten Freund Dr. Bill Foster um Hilfe. Dieser lockt sie jedoch in eine Falle und sie erfahren Ghost Hintergrundgeschichte. Um ihr zu helfen, müssten sie Janet opfern. Bei ihrer Flucht bekommen sie ihr Labor und das benötigte Bauteil zurück. Durch Burch kommt jedoch das FBI den drei auf die Schliche. Scott schafft es noch rechtzeitig zurück in seinen Hausarrest, doch Hank und Hope werden festgenommen, wodurch Foster wieder an das Labor kommt. Scott befreit die anderen beiden und es kommt zum finalen Kampf mit Ghost. Hank kann Janet retten, die wiederum Ghost heilen kann. Am Ende wird Scotts Hausarrest aufgehoben, Burch wird vom FBI festgenommen und Dr. Foster kümmert sich um Ghost.
In der Mid-Credit-Scene wird Scott in den subatomaren Raum geschickt. Durch Thanos Schnipser verschwinden aber Hope, Hank und Janet, wodurch Scott nicht zurückgeholt werden kann.

Captain Marvel

Erscheinungsdatum: 07.03.2019
Eingeführte Charaktere: Carol Danvers/Vers/Captain Marvel, Maria Rambeau, Monica Rambeau, Talos

Vers lebt auf Hala, dem Hauptplaneten der Krees. Zusammen mit ihrem Vorgesetzten Yon-Rogg zieht sie los zu einer Operation gegen die Skrull, die einen Planeten der Kree besetzt haben. Doch die Informationen entpuppen sich als Falle und Vers wird von den Skrull festgenommen. Diese suchen nach einer bestimmten Erinnerung in ihrem Gedächtnis, wobei sie Erinnerungen freisetzen, die Vers vergessen hatte. Bei ihrer Flucht stürzt Vers auf die Erde in den 1990er Jahren. Hier glaubt sie ihre verlorenen Erinnerungen widerzufinden. Da sie die Gepflogenheiten der Erde nicht kennt, wird bald die Polizei und kurz darauf SHIELD auf sie aufmerksam. Agent Nick Fury und sein Praktikant Phil Coulson sammeln sie auf und zusammen begeben sie sich auf die Suche. In einem SHIELD Archiv finden sie Aufzeichnungen von Dr. Lawson, die Vers in ihren vergessenen Erinnerungen gesehen hat. Die Skrull sind inzwischen auch auf der Erde angekommen und versuchen Fury und Vers getarnt als SHIELD Agenten zu erwischen, doch diese können in einem Flugzeug entkommen. Dabei entdecken sie Goose, Lawsons Katze, als blinden Passagier. Die Flucht führt sie zu Vers früherer besten Freundin Maria Rambeau, die von ihrer gemeinsamen Vergangenheit berichtet und Vers wahren Namen Carol Danvers enthüllt. Talos, der Anführer der Skrull findet sie hier und bittet um ein friedliches Gespräch. Dabei erfährt sie, dass alles Geglaubte eine Lüge ist und die Kree gewaltsam das Universum versuchen zu erobern. Yon-Rogg, der sie nach ihrem Gedächtnisverlust aufnahm, hatte ihre Mentorin Dr. Lawson getötet, die den Skrull bei der Flucht vor den Kree helfen wollte. Eine geheime Energiequelle ging damals auf Danvers über, die ihre Kräfte hervorrief, die Yon-Rogg immer versuchte zu unterdrücken. Zusammen finden sie die geheime Basis der Skrull, die Lawson gebaut hatte, deren Standort sie aber Talos nicht mehr mitteilen konnte. Dort finden sie nicht nur den Tesseract, sondern es kommt auch zur finalen Auseinandersetzung mit Yon-Rogg und seinem Team. Dabei entfaltet Danvers ihre volle Kraft und blockt damit auch die zusätzliche Einheit von Ronan, dem Kläger, ab. Goose, der sich als Flerken entpuppt hat, verschluckt den Tesseract und würgt ihn in der Post-Credit-Scene auf Furys Tisch. Danvers widmet sich weiteren Notfällen im All und gibt Fury einen Notfallsender, mit dem er sie rufen kann. Diesen löste er am Ende von Infinity War aus und in der Mid-Credit-Scene rätseln die verbliebenen Avengers, wer damit gerufen wurde. Captain Marvel taucht in der letzten Einstellung auf.

Avengers: Endgame

Erscheinungsdatum: 24.04.2019
Eingeführte Charaktere: –

Captain Marvel findet Iron Man und Nebula auf dem Schiff der Guardians, das mit kaputtem Antrieb durchs All treibt. Damit rettet sie ihnen das Leben, da der Sauerstoff knapp wurde. Auf der Erde zerstreiten sich Iron Man und Captain America, weswegen die übrigen Avengers allein aufbrechen, um Thanos final zu erledigen, dessen Signal sie orten konnten. Doch sie kommen zu spät, Thanos hat die Infinity Steine unwiderbringlich zerstört.
Fünf Jahre später sind die Avengers in alle Himmelsrichtungen zerstreut und die Erde leidet noch immer unter dem Verlust der halben Menschheit. Durch einen Zufall wird Scott Lang aus der Quantenebene befreit. Da für ihn nur ein paar Stunden statt fünf Jahre vergangen sind, kommt ihm die Idee Zeitsprünge durch die Quantenebene durchzuführen. Dafür suchen Black Widow, Captain America und Ant-Man Tony Stark auf, der aber inzwischen eine Tochter hat und sein Leben unter keinen Umständen gefährden will. Doch die Idee lässt auch ihn nicht los und während Scott inzwischen mit Bruce Banner, der sich inzwischen in einer dauerhaften Zwischenform zwischen Hulk und Mensch befindet, experimentiert, präsentiert er die Lösung. Die übrig gebliebene Avengers werden zusammengetrommelt und Black Widow spürt Hawkeye auf, der nach dem Verlust seiner Familie zu Ronin geworden ist und brutale Gerechtigkeit ausübt. Sie kann ihn überreden zurück zu kommen. Auch Thor braucht viel Zusprache, da er sich in Neu Asgard sehr hat gehen lassen. Schließlich teilen sie sich in Teams auf, um die Infinity Steine aus der Vergangenheit zu holen. Thor und Rocket reisen nach Asgard ins Jahr 2013, wo sich der Äther in Jane Foster befindet. Während Rocket diesen auf ihr extrahiert, kann Thor ein klärendes Gespräch mit seiner Mutter führen, die an eben jenem Tag gestorben ist. Tony, Steve und Bruce reisen nach New York in 2012, wo Bruce den Zeitstein von der Ältesten erbittet, die ihn freiwillig hergibt, nachdem sie erfährt, dass es nach Steven Stranges Plan verläuft. Steve holt durch eine List Lokis Zepter mit dem Gedankenstein, muss sich jedoch mit seinem jüngeren Ich duellieren. Tony scheitert schließlich an der weiteren List, um an den Tesseract zu kommen, wodurch Loki mit diesem fliehen kann (der Auftakt zur Serie Loki). Dadurch reisen Steve und Tony nochmal weiter zurück in die Vergangenheit zu einem SHIELD Stütztpunkt 1970. Hier trifft Tony auf seinen Vater und kann den Tesseract aus dem Archiv holen. Steve hingegen klaut vom damals noch bei SHIELD angestellten Hank Pym seine Partikel, die sie für einen erneuten Zeitsprung benötigen. Clint und Natasja reisen nach Vormir ins Jahr 2014, um den Seelenstein zu holen. Als sie erfahren, dass der Preis eine geliebte Seele ist, kämpfen sie erbittert, da sie sich jeweils selbst opfern wollen. Black Widow „gewinnt“ und stirbt, wodurch Hawkeye mit dem Seelenstein zurückkehren kann. Rhodey und Nebula reisen nach Morag ebenfalls im Jahr 2014, um den Orb vor Star-Lord zu holen. Dabei gerät Nebulas Gedankenspeicher jedoch durcheinander, da ihr damaliges Ich ebenfalls auf der Suche nach dem Orb ist. Dadurch erfährt der Thanos von 2014 von ihrem Plan und das er schon einmal erfolgreich war. Es gelingt ihm Nebula auszuknocken und gegen die 2014er Nebula auszutauschen, so dass diese ihm die Reise ins Jahr 2024 zu ermöglichen. Gamora, die damals noch bei Thanos war, erfährt, dass Nebula und sie Freundinnen werden, weswegen sie ihr hilft. Die Avengers kehren mit allen Steinen zurück und Bruce schnipsst mit den vereinten Steinen, um die Auslöschung des halben Universums rückgängig zu machen. Während Clint mit seiner zurückgekehrten Frau telefoniert und sie dadurch erfahren, dass es funktioniert hat, greift Thanos an und zerstört das Hauptquartier komplett. Es kommt zum Endgame, dem letzten Kampf. Während Iron Man, Captain America und Thor zunächst allein Thanos gegenübertreten, hat Dr. Strange alle Armeen versammelt und bringt sie zum Schlachtfeld. Jetzt sind die Armeen ausgeglichen und sie führen einen erbitterten Kampf. Ant-Man und WASP versuchen den alten Van mit der kleinen Zeitmaschine wieder zum laufen zu bringen, denn die Steine müssen zurück in die Vergangenheit gebracht werden. Dabei kommt Thanos kurzzeitig in ihren Besitz, was nur durch das Eintreffen von Captain Marvel verhindert werden kann. Schließlich deutet Strange an, dass es sich bei diesem Zeitstrang um den einen handelt, bei dem sie gewinnen, was Iron Man dazu veranlasst, die Steine seinem Anzug hinzuzufügen und durch einen Schnippser Thanos und seine Armee verschwinden zu lassen. Dies bezahlt er jedoch mit seinem Leben. Nach der Beerdigung reist Captain America zurück, um alle Steine zurückzubringen. Statt wie geplant danach zurückzukehren, bleibt er in der Vergangenheit und verbringt ein glückliches Leben mit Peggy Carter. Als alter Mann kehrt er zurück und übergibt sein Schild an Falcon (Auftakt zur Serie Falcon and the Winter Soldier).

Spider-Man 2: Far from home

Erscheinungsdatum: 04.07.2019
Eingeführte Charaktere: J. Jonah Jameson

In Far from home fährt Peter mit seinen Klassenkamerad*innen auf Klassenfahrt. Durch die Geschehnisse in Endgame ist die Klasse neu zusammengesetzt. Ebenfalls versucht Peter den Tod seines Mentors Iron Man zu verarbeiten. In Venedig taucht ein Wassermonster auf. Bei dem Kampf wird Peter unerwartet von Mysterio unterstützt, dessen Familie durch diese Monster ausgelöscht wurden. Da Peter lieber weiter auf der Klassenfahrt bleibt, leitet Nick Fury diese kurzerhand nach Prag um, wo das nächste Monster vermutet wird. Dort gesteht er seinem Schwarm MJ, dass er Spider-Man ist, was diese jedoch schon wusste. Er findet dabei eine Drohne, die er dem zuvor stattgefundenen Kampf von Mysterio und einem Feuerwesen zuordnet. Dadurch findet er heraus, dass Mysterio ihn angelogen hat und die Kämpfe nur simuliert hat. Zuvor hat er diesem jedoch die Kontrolle über Technologie von Iron Man übertragen. In Berlin versucht er Mytserio zu stellen, muss jedoch feststellen, dass er in einer Simulation gelandet ist. Da nun auch Ned und MJ in Gefahr sind, reist er ihnen nach. In London kommt es zum finalen Kampf, bei dem Mysterio besiegt wird. In der Mid-Credit-Scene beschuldigt J. Jonah Jameson öffentlich Peter als Mörder Mysterios und entlarvt ihn gleichzeitig als Spider-Man.

The Eternals

Ein Vorwort

Marvel versucht sich in der vierten Phase noch zu finden und startete eine Phase mit einer Mischung aus bekannten Held*innen und ganz neuen Projekten. Nach Black Widow und vor dem dritten Spider-Man durfte nach Shang-Chi uns nun die Eternals ihren ersten Auftritt im MCU (=Marvel Cinematic Universe) machen. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Für Eternals muss kein Marvel Film vorab zwingend zum Verständnis gesehen werden. Grundsätzlich ist es sinnvoll für ein paar Anspielungen die Handlung aus Avengers Infinity War und Avengers Endgame zu kennen. Der Film funktioniert aber auch das Vorwissen.

Die Handlung

5000 v. Chr. werden zehn Eternals zur Erde geschickt. Sie sollen sie dort vor den sogenannten Deviants schützen, dürften sich aber nicht in die Menschheitsgeschichte einmischen. Das führt ab einem gewissen Punkt zu Spannungen im Team und sie trennen sich. In der Gegenwart werden Sersi (Gemma Chan) und Sprite (Lia McHugh) von einem Deviant angegriffen, die sie für ausgestorben hielten. Ikaris (Richard Madden) kommt ihnen zur Hilfe. Zusammen ziehen sie los, um das Team wiederzuvereinen und die Emergenz bevorsteht.

Meine Meinung

Das nach Endgame neue Wege im MCU beschritten werden mussten, stand fest. Mit den Serien Loki und What If wurde dann auch festgelegt, dass es wohl in die Richtung der Multiversen geht. Hierfür benötigte man aber neue Teilnehmer*innen, da viele der ursprünglichen Avengers ausgestiegen sind. Da boten sich die Eternals regelrecht an. Dennoch hat der Film einige Schwachstellen und es bleibt fraglich, wie sie in zukünftige Projekte eingebunden werden sollen. Doch von vorne
Während bei Star Wars der am Anfang durchrollende Text mit Erklärungen einfach Kult ist und irgendwie auch noch zu den neuen Filmen dazugehört, so wirkt dies doch in einer Großproduktion wie bei Marvel irgendwie ideenlos. Zumal es darum ging drei grundsätzliche Begrifflichkeiten zu klären, die man im darauffolgenden sowieso noch einmal bildlich erklärt bekommt. Das ist jetzt zwar nichts gravierendes, steht aber symbolisch für vieles im Film.
Die Einführung der Charaktere im Zusammenhang mit mehreren geschichtlichen Ereignissen funktioniert gut und verdeutlicht, wieso sie so lange auf der Erde lebten, ohne in die bisherigen Ereignisse eingegriffen zu haben. Die folgende Handlung wird in der Gegenwart mit mehreren Rückblenden erzählt. Dadurch verzögert sich das sowieso schon lange zusammenraufen der Gruppe und man wird immer wieder aus dem Fluss gerissen. Dabei sind die Rückblenden mitunter spannender als die eigentliche Geschichte. Das Problem ist hier auch, dass es zehn neue Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten sind, die alle irgendwie vorgestellt werden wollen. Das klappt nur bedingt und so denkt man ab einbem gewissen Punkt, dass die Gruppe wieder vollständig ist und doch fehlt immer noch jemand.
Und sobald alle wieder versammelt sind, kommt der – eigentlich überhaupt nicht – unerwartete Plottwist. Ab hier wird es eine altbekannte Weltrettungsmission, in der natürlich alle über sich hinauswachsen. Ergo: Der Film traut sich handlungstechnisch nichts, sondern reproduziert alte Erzählstrukturen.
Dennoch funktioniert der Film. Das liegt wohl daran, dass die Charaktere durch ihre Vielfältigkeit punkten können. Auch wenn einige zu kurz kommen oder gar blass bleiben, macht es die Mischung. Und auch, wenn sich die Handlung mitunter zieht und einiges unfreiwillig vorhersehbar ist, wird es nie langweilig.
Am enttäuschendsten ist wohl das Ende. Denn mit einer Lauflänge von 157 Minuten wurde sich gut Zeit gelassen, um die Eternals vorzustellen. Nur, dass sie am Ende so positioniert werden, dass sie vermutlich in den kommenden Filmen keine Relevanz haben werden. Das ist schade, denn von einigen Charakteren möchte ich unbedingt mehr sehen.

Das Fazit

The Eternals wirken etwas lieblos ins MCU eingeführt. Trotz einiger spannenden Sequenzen und Handlungsstränge kann die Haupthandlung nicht überzeugen. Neben einigen tollen Charakteren gibt es zu viele blasse und das Ende katapultiert sie ähnlich wie Captain Marvel in die Bedeutungslosigkeit. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

The Eternals läuft seit dem 03.11.2021 in den deutschen Kinos.

PS: Wie für Marvel üblich gibt es sowohl eine Midcredit, wie auch eine Postcreditscene. Also sitzenbleiben bis zum Schluss 😉

Shang-Chi and the legend of the ten rings

Ein Vorwort

Ein neuer Marvel Film stand bevor. Diesmal wurde wieder ein ganz neuer Marvel-Held vorgestellt, der auch noch keinen Gastauftritt irgendwo hatte. Warum es sich gleichzeitig wie ein Marvel Film und wie keiner anfühlt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Für Shang-Chi and the legend of the ten rings muss man keinen bisherigen Marvel-Film gesehen haben, um ihn zu verstehen. Um ein paar Andeutungen zu verstehen, empfehle ich folgende Filme gesehen zu haben: Iron Man 3, Der unglaubliche Hulk, Doctor Strange, Captain Marvel.

Die Handlung

Shang-Chi (Simu Liu) lebt zusammen mit seiner besten Freundin Katy (Awkwafina) in den USA. Sie arbeiten zusammen für einen Parkservice. Doch Shang-Chi hat ein düsteres Familiengeheimnis, das ihn nun einholt. Denn sein Vater (Tony Leung) ist der Anführer der zehn Ringe.

Meine Meinung

Im Vorfeld zu Shang-Chi hatte ich so ziemlich keine Meinung zum Film. Es war keiner, auf den ich mich total gefreut habe, da er ein mir unbekannter Avenger war – der also auch noch in keinem von mir gelesenem Comic aufgetaucht ist. Andererseits sah er aber auch neu und erfrischend aus, da er verschiedene Stile kombiniert, die in den bisherigen Filmen des MCU (=Marvel Cinematic Universe) so nicht auftauchten.
Dies merkt man schon am Anfang, wenn die Legende der zehn Ringe von einer Off-Stimme erzählt wird. Kurz darauf wird man in die Gegenwart katapultiert und trifft auf Shang-Chi, der als Shaun sich mit seiner besten Freundin Katy durchs Leben boxt. Hier scheint es erst einmal wie eine typische Marvel Origin Story. Kurz darauf lernt Katy und damit der Zuschauer, dass Shaun ein anderes Leben vorher geführt hat, als er bei seinem Vater aufwuchs. Hier übernimmt der Film Merkmale der typischen Martial Arts Filme. Die Kampfszenen sind dabei sehr beeindruckend, die Busszene, die man auch schon aus dem Trailer kannte, war mir persönlich aber etwas zu lang. Im Folgenden tauchen wir gleich mehrfach in andere Welten ab. Beim zweiten Mal landen wir dabei gleich in einer völlig neuen Fantasy-Welt. So staunend hat man als Marvel-Fan wohl zuletzt Wakanda bestaunt.
So vereint Shang-Chi Fantasy mit Martial Art, einer anderen Kultur und kombiniert dies mit dem typischen Marvel-Humor, der diesmal vor allem durch Awkwafinas Rolle Katy eingebracht wird. Das unterscheidet ihn von den bisherigen Filmen und funktioniert im großen und ganzen auch. Letztlich war es mir aber zuviel. Ich kann es nicht genau begründen, da es in sich irgendwo stimmig war, aber ich war während der Endschlacht weniger beeindruckt, nach dem Motto „oh wow, was für tolle Fantasywesen“, sondern eher „ah, das auch noch“. Nichtsdestotrotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt und es ist schön, dass Marvel auch nochmal eine neue völlig neue Richtung einschlagen kann.
Ich bin noch gespannt, wie Shang-Chi sich ins MCU einbringt. Ein Versuch dazu wurde mit der Midcredit-Scene bereits gewagt, wobei der wohl auch nur nochmal für einen Witz gut war.

Das Fazit

Shang-Chi and the legend of the ten rings kombiniert verschiedene Genre und versieht sie mit dem typischen MArvel-Humor. Funktioniert in seiner Gesamtheit ganz gut, haut einen aber auch nicht völlig vom Hocker. Dafür gibt es solide 07 von 10 möglichen Punkten.

Shang-Chi läuft seit dem 02.09.2021 in den deutschen Kinos

Loki

Ein Vorwort

Der Marvel-Serienmarathon auf Disney+ geht weiter. Nachdem wir uns filmisch wahrscheinlich von Loki verabschieden können, bleibt er uns zumindest vorerst in der Serienlandschaft erhalten. Nachdem nun auch eine zweite Staffel kurzfristig bestätigt wurde, wollen wir doch mal einen Blick auf die erste Staffel werfen.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Thor, Thor 2 – The Dark Kingdom, The Avengers
Welche Filme aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Thor 3 – Ragnarök, Avengers – Infinity War, Avengers – Endgame – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).

In Thor (2011) lernen wir Loki kennen, der als Baby von Odin als Kriegsbeute von den Eisriesen mitgenommen wurde und als Bruder Thors aufwuchs. Als dieser den Thron Asgards besteigen soll, tauchen Eisriesen auf und stören die Zeremonie. Getrieben von Loki reist Thor mit seinen Freunden nach Jotunheim, um dort Vergeltung zu verüben. Odin kann dies noch verhindern, verbannt Thor aber auf die Erde. Während dieser versucht auf der Erde klarzukommen, fällt Odin in einen tiefen Schlaf. Loki nutzt die Chance und besteigt den Thron. Zusätzlich schickt er den Destroyer auf die Erde, um seinen Bruder endgültig auszuschalten. Dies misslingt jedoch. Auf dem Bifröst kommt es zum Kampf zwischen den beiden Brüdern. Thor wird von Odin gerettet, Loki stürzt sich freiwillig hinab.
In The Avengers (2012) taucht Loki wieder auf und schnappt sich den Thesserakt, einen der Infinity-Steine. Dabei kontrolliert er den Wissenschaftler Erik Selvig und Clint Barton alias Hawkeye. Daraufhin werden die Avengers zum ersten Mal zusammengerufen. Loki kann nach einem Auftritt in Stuttgart zunächst festgenommen werden, entfesselt aber kurz darauf den Hulk und kann so entkommen. Das Team muss sich wieder zusammenraufen, da Loki ein Portal in New York eröffnet hat und die Streitmacht der Chitauri die Erde angreift. Am Ende können die Avengers siegen und Loki wird gefangen genommen.
In Thor – The Dark Kingdom wird Loki verurteilt und sitzt in Asgard im Gefängnis. Beim Angriff der Dunkelelfen stirbt Frigga, seine Mutter, Odin will daraufhin Thors große Liebe Jane Foster, die den Äther durch einen Unfall in sich trägt und daher Angriffziel der Dunkelelfen war, als Köder einsetzen. Thor will das aber unter seinen Bedinungen klären, wofür er Lokis Hilfe braucht. Loki stirbt beim Kampf vermeintlich. Thor und Jane schaffen es mit Hilfe von Freunden die Dunkelelfen zu besiegen. In der After-Credit-Scene sieht man, wie sich Loki als Odin ausgibt, um Thor auf die Erde zu locken, damit er dort mit Jane glücklich wird.
Weitere wichtige Fakten: In Thor 3 – Ragnarök stellt sich Loki schlussendlich auf Thors Seite und hilft dabei die Asen vor der Zerstörung Asgards zu retten. In Infinity War wird Loki von Thanos in der Anfangsszene getötet. In Endgame reisen die Avengers in der Zeit zurück. Unter anderem ins Jahr 2012 und zur Handlung von The Avengers, wo der gefangen genommene Loki mit dem Tesseract antkommen kann.

Die Handlung

Loki Laufeyson (Tom Hiddleston) konnte durch die Zeitreise der Avengers in Endgame mit dem Tesseract fliehen. Doch seine Freude wehrt nur kurz, denn die TVA fässt ihn kurz darauf, weil er gegen den wahren Zeitstrahl verstoßen hat. Er landet vor Gericht und steht kurz vor der Stutzung – also der endgültigen Auslöschung. Doch Agent Mobius (Owen Wilson) setzt sich für ihn ein, da er seine Hilfe braucht, um eine Variante zu finden, die einige Zeitagenten ausgelöscht hat.

Meine Meinung

Loki ist wohl einer der coolsten Bösewichte, die das MCU (Marvel Cinematic Universe) zu bieten hat. Doch nach den drei Thorfilmen und seinem Auftritt in The Avengers, merkte man schon, dass der Figur langsam die Luft ausging. Gerade in Thor 3 – Ragnarök war er kaum mehr als eine Parodie auf sich selbst. Als die Serie zu Loki angekündigt wurde, war ich dementsprechend skeptisch. Bewusst habe ich mir keinen Trailer angesehen, sondern mich ganz unvoreingenommen auf die Serie eingelassen.
Mit der Idee der Zeitreise und das es sich beim gezeigten Loki nicht um den toten aus dem Filmbereich, sondern eine Variante handelt, funktioniert die Serie erstaunlich gut. Die Serie braucht ca. zwei Folgen um in Fahrt zu kommen. Man lernt die TVA kennen, die so wunderbar voller Bürokratie ist. Man möchte sagen, wie aus den 1970er Jahren – oder eben aus den deutschen Behörden in der heutigen Zeit. Dann hat die Serie ihren Rhythmus gefunden und funktioniert gerade wegen der guten Chemie zwischen Loki und Mobius. Loki darf sich hier noch einmal ganz neu entwickeln und wir kriegen auch ganz neue Facetten von ihm zu sehen. 
Der Zeitreisenaspekt funktioniert bis zu einem gewissen Grad, dann treten die üblichen Logiklöcher auf. Wenn man diese einfach akzeptiert, statt zu hinterfragen, hat man mit der Serie eine Menge Spaß. Gerade das Ende lässt einen dann aber wieder hinterfragen, inwiefern die Serie doch noch Auswirkungen auf die Filme – gerade Doctor Strange 2 – haben könnte. Material für die zweite Staffel ist auf jeden Fall noch da. Dennoch wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, die Serie einfach mit ein paar mehr Folgen zu konzipieren, statt gleich eine weitere Staffel draus zu machen.
Grundsätzlich funktioniert die Staffel aber wirklich gut. Es gibt immer wieder neue Handlung, nichts wirkt erzwungen oder gestreckt, es gibt genügend kleine (oder größere) Anspielungen für die Comicfans, tolle Charaktere und genügend zu entdecken. Auch Loki und sein Humor funktioniert wieder deutlich besser, auch wenn er mit der Zeit immer ernster wird. So ist die Vorfreude auf Staffel 2 auf jeden Fall da.

Das Fazit

Loki funktioniert als Serie erstaunlich gut, hadert mit ein paar Logiklöchern im Zeitreisesegment, funktioniert aber gerade durch die Charaktere und die kleinen Feinheiten. Für Loki-Fans auf jeden Fall einen Blick wert.

Black Widow

Ein Vorwort

Mit Avengers Endgame – okay und mit Spider-Man – Far from home – ist die dritte Phase des MCU (Marvel Cinematic Universe) zu Ende gegangen. Phase 4 sollte im letzten Jahr mit Black Widow beginnen. Durch geschlossene Kinos und vielen Terminverschiebungen durften jetzt aber die Serien der Phase vorher ihre Premiere feiern. So lief WandaVision, Falcon and the Winter Soldier und auch Loki schon (fast) vollständig auf Disney+. Nun durfte Natasha Romanoff endlich ihren lange gewünschten Solofilm haben. Warum wir den alle derzeit verdient haben, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Captain America 3 – Civil War & Avengers – Endgame – diese werde ich hier kurz vorstellen.
Welche Filme aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Iron Man 2, The Avengers, Avengers – Age of Ultron, Falcon & the Winter Soldier – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).

In Captain America 3 – Civil War wird nach einem gescheiterten Einsatz in Lagos der Schrei immer größer, die Avengers mit einem Regelwerk stärker zu kontrollieren. Nach einem Anschlag auf die UN, wo der Gesetztesentwurf diskutiert werden sollte, spalten sich die Avengers in zwei Lager. Captain America ist auf der Flucht, da sein Freund Bucky für den Anschlag verantwortlich gemacht wird. Black Widow steht auf der anderen Seite im Team Iron Man. Beim großen Kampf der beiden Lager, entscheidet sie sich am Ende doch für die andere Seite und hilft Cap und Bucky zu fliehen, um Baron Zemo aufzuhalten. Dadurch wird sie von Thaddeus Ross mit den anderen unter Arrest gestellt, kann jedoch fliehen.
In Avengers – Endgame raufen sich die übrig gebliebenen Avengers zusammen, um gegen Thanos anzutreten. Dafür entwickeln sie die Möglichkeit von Zeitreisen. Clint Barton alias Hawkeye und Black Widow reisen dafür nach Vormir, um den Seelenstein zu holen. Red Skull offenbahrt ihnen den Preis, nämlich ein geliebtes Leben zu Opfern. Clint und Natasha sind beide willig sich zu opfern, im Kampf siegt jedoch Natasha und stirbt.

Die Handlung

Natasha Romanoff alias Black Widow (Scarlett Johannson) ist nach den Geschehnissen in Civil War auf der Flucht. In einer sicheren Unterkunft bringt ein Freund ihr ihre Post aus einem Haus in Budapest. Dort ist auch ein Koffer, den ihre Schwester Yelena (Florence Pugh) geschickt hat. Als sie von einem maskierten Kämpfer angegriffen wird, schafft sie es nach Budapest zu fliehen, wo sie auf Yelena trifft. Diese ist frisch auf der Flucht vorm roten Raum – dem Programm, das beide in der Kindheit zu Profikillerinnen ausgebildet hat. Um diesen endgültig zu besiegen, müssen sie sich mit alten Bekannten zusammentun.

Meine Meinung

Lange mussten Marvel Fans auf diesen Film warten. Nicht nur, weil er seit letztem Sommer regelmäßig verschoben wurde, sondern vor allem weil Fans diesen Film schon seit Ende Phase 1 fordern. Lange wurde sich dagegen gewehrt, da musste erst DC mit Wonder Woman kommen, um zu beweisen, dass auch Frauen einen Solofilm tragen können. Warum man sich dann zunächst für Captain Marvel entschied, bleibt fraglich. So wirkt er fast wie hinten eilig rangeschoben, vor allem durch die Ereignisse in Endgame.
Nichtsdestotrotz ist es der Film, den Marvel Fans verdient haben! War ich nach dem Trailer noch sehr kritisch, zumal man ihn dort zeitlich schlecht einordnen konnte – und was sollte das auf einmal mit der Familie? – so werden die Unklarheiten in den ersten 15 Minuten beseitigt. So startet der Film komplett logisch und passt sich gut in die zeitliche Abfolge. Eine kurze Einfindungsphase und dann geht es auch schon sehr actionlastig weiter.
Das ist es auch, was der Film perfekt beherrscht: Die Balance zwischen Action und Handlung vorantreiben bzw. wichtige Informationen an die Zuschauer weitergeben. Neben ein paar Fanserviceantworten – wir wissen endlich was in Budapest passiert ist! – wird aber auch der Charakter der Black Widow noch einmal greifbarer. Das, was zuvor eher unterschwellig angedeutet bzw in Age of Ultron auch etwas konkretisiert wurde, festigt sich nun zu einer Hintergrundgeschichte. Gleichzeitig schafft es gerade Florence Pughs Yelena einige Sachen wirklich auf den Punkt zu treffen. Die Dialoge zwischen den beiden Schwestern passen in die übliche Marvelmanier und lockern den Film neben den tollen Actionsequenzen wahnsinnig auf.
Chronologisch arbeitet sich der Film an verschiedenen Handlungselementen ab, die aber alle für das große Ganze gebraucht werden. Mit 134 Minuten ist Black Widow ein verhältnismäßig kurzer Marvel-Film. Dennoch kommt hier kein Element zu kurz und die Charaktere kriegen genug Freiraum, um sich entwickeln zu können.
Grundsätzlich ist Black Widow ein gelungener filmischer Auftakt der vierten Phase und beweist ein für allemal, dass auch Superheldinnen einen Film tragen können, ohne das sie männliche Love Interests benötigen. Leider verabschieden wir uns damit auch vollständig von ihr. Die After Credit Scene – unbedingt sitzen bleiben! – legt dann wohl den Grundstein für die kommende Hawkeyeserie. Es bleibt spannend.

Das Fazit

Black Widow ist ein gelungener Auftakt der vierten Phase des MCU. Die Balance zwischen Handlung und Action wird hier permanent gehalten und neu gewonnene Charaktere passen sich perfekt ein. Natürlich kommt der typische Marvel-Humor nicht zu kurz. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Black Widow läuft seit dem 08.07.2021 in den deutschen Kinos und zeitgleich auf Disney+ mit VIP-Option

Spider-Man: Far from home

Ein Vorwort

Nach den Nachrichten, dass Avatar (endlich) vom ersten Platz der erfolgreichsten Filme aller Zeiten (zumindest uninflationsbereinigt) gestoßen wurde, ist schon einmal eine gute Nachricht. Umso mehr freut mich, dass es Endgame geschafft hat. Denn damit wurden 11 Jahre Filmfranchise zu einem krönenden Höhepunkt geführt. Umso verwirrter wurde man, als Kevin Feige ankündigte, dass Phase 3 doch nicht mit Endgame ende, sondern eben erst mit dem zweiten Marvel-Spider-Man Versuch. Kann dies ein ebenso guter Abschluss für die dritte Phase werden?

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring diesen Absatz einfach.

Peter Parker wird von Tony Stark aka Iron Man aufgesucht, damit dieser ihm als seine Geheimidentität Spider-Man hilft, um Captain America im Civil War aufzuhalten. Bei dem großen Kampf am Leipziger Flughafen hält er sich wacker.
Wieder zu Hause will er unbedingt ein Avenger werden und ruft Tony Stark regelmäßig mit Updates aus der Nachbarschaft an. Dieser ignoriert ihn jedoch geflissentlich. Als in seiner Umgebung jedoch Waffen mit Centauri-Technologie (wir erinnern uns an den großen Kmapf im ersten Avengers-Teil) auftauchen, macht er sich auf die Suche und trifft auf den Waffenhändler Adrian Toomes, der sich als The Vulture einen Namen gemacht hat. Da weder Stark, noch dessen Bodyguard Happy, ihn ernst nehmen, versucht Peter Toomes selbstständig zu fangen. Nachdem er dabei aber mehrere Menschenleben in Gefahr bringt, gibt es eine große Standpauke von Tony Stark, der ihm seinen Spider-Man Anzug wegnimmt. Beim Homecomingball trifft Peter wieder auf Toomes, der sich als Vater seines Schwarms herausstellt. Nach dem großen Endkampf will Stark ihn endlich als Avenger ankündigen. Peter hält das jedoch für eine Prüfung und beschließt lieber die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft zu bleiben.
In Avengers: Infinity War begleitet Peter eher unfreiwillig Iron Man und Doctor Strange in Thanos Raumschiff auf den Weg nach Titan, Thanos Heimatplaneten. Dort versucht er zusammen mit den Guardians gegen Thanos zu kämpfen. Am Ende fällt er Thanos Schnipsen zum Opfer und zerfällt zu Staub.
Erst im großen Endkampf am Ende von Avengers: Endgame taucht er zusammen mit den anderen „Gefallenen“ wieder auf, nachdem Hulk den Schnipser rückgängig machen konnte. Am Ende betrauert er den Fall seines großen Idols Tony Stark.

Die Handlung

Peter Parker (Tom Holland) versucht über den Verlust seines Idols hinwegzukommen und gleichzeitig die Erwartungen in Spider-Man zu erfüllen. Eine Studienfahrt seiner Klasse nach Europa soll die gelungene Ablenkung sein. Doch nachdem in Venedig ein Wasserungeheuer auftaucht und von dem geheimnisvollen Mysterio (Jake Gyllenhaal) bekämpft wurde, heuert Nick Fury (Samuel L. Jackson) ihn an, um die nächsten erdenbedrohenden Monster zu besiegen.

Meine Meinung

Meine Meinung über die im Vorwort gestellte Frage, ob Spider-Man auch ein guter Abschluss der vierten Phase sein könnte, stand eigentlich schon vorher fest: Nein, Endgame war an dieser Stelle nicht mehr zu übertreffen. Trotzdem bin ich versucht unvoreingenommen an die Sache herangegangen. Und auch, wenn man einmal akzeptiert, dass es diesmal kein Avengers ist, und eben auch kein Gänsehaut-Endgame, ist Far from home leider noch immer kein guter Superheldenfilm. Und das obwohl er durchaus einiges richtig macht.
Aber fangen wir ganz am Anfang an. Zunächst stellte sich die wichtigste Frage: Wann spielt der Film? Denn in Endgame sind zwischenzeitlich vier Jahre vergangen. Wurden die komplett zurückgedreht? Sind die wieder aufgetauchten Charaktere einfach mitgealtert? Diese Frage zumindest wurde gleich am Anfang aufgeklärt. Die vier Jahre sind vergangen und die Menschen, die nicht verschwanden, sind auch vier Jahre gealtert. Die anderen, eben nicht. Das führt zu einigen interessanten kurzen Dialogen, z.B über kleinere Geschwister, die auf einmal älter sind. Praktischerweise war aber wohl nicht nur Peter verschwunden, sondern auch sein bester Freund Ned und sein Schwarm MJ, so dass diese immer noch in die gleiche Klasse gehen.
Handlungstechnisch wurde also zunächst viel richtig gemacht. Die Zeitfrage wurde aufgeklärt und wir treffen auf einen zwiegespaltenen Spider-Man, der sich immer wieder mit der Frage um das Erbe seines Idols auseinander setzen muss. Nach den nervenraubenden Geschehnissen in Infinity War und Endgame schien uns nun auch MARVEL in die Ferien schicken zu wollen und lässt Spider-Man nun auf Klassenfahrt nach Europa fahren. Soweit, so gut. Wir kommen wieder in Berührung mit den alten Charakteren, es tauchen Neue auf und gerade die beiden Lehrer, die die Klassenfahrt begleiten, sorgen für einige Running Gags, die durchaus funktioniert haben.
Was leider nicht so richtig funktioniert ist alles, was danach kommt. Denn sobald das erste Monster und Mysterio auftauchen, gleitet die Handlung mehr und mehr davon. Das passierte bereits in Homecoming, doch während sich dort am Ende die Handlung wieder gefangen hat, was wohl vor allem mit einem gut spielenden Michael Keaton und einem nachvollziehbaren Bösewicht zu tun hat, weiß Far from home am Ende nicht mehr so richtig, was er nun eigentlich erzählen will. Es wird ein Nick Fury wieder eingesetzt, zusammen mit einer Agent Hill, die aber bald sehr untypisch agieren und so gar nicht im Film angekommen wirken. Stattdessen wird sich in die Geschichte rund um Mysterio verrannt, die aber schon bald nicht mehr interessant ist und die Entscheidungen eben diesem nicht so recht nachvollziehbar.
Und so bleibt ein Film zurück, der eigentlich die richtigen Fragen stellt, der eigentlich auch gute Witze hat und der eigentlich sich auch gut mit dem Thema Trauerbewältigung auseinander setzt. Aber eben nur eigentlich, denn den richtigen Bogen schafft er am Ende nicht. Und spätestens nach einer Illusion zu viel, dürfte der Großteil des Publikums abgeschaltet haben. Schade, denn Potential war da.

Das Fazit

Spider-Man: Far from home hat viele gute Ansätze, versucht die Marveltypische Spannung und Humor zu verbinden, scheitert aber letztendlich durch eine verworrene Handlung und einem unnachvollziehbarem Bösewicht. Damit zählt er zu den schwächeren Vertretern aus dem Hause Marvel. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Spider-Man: Far from home läuft seit dem 04.07.2019 in den deutschen Kinos

Avengers – Endgame (Kurzkritik)

Ein Vorwort

11 Jahre, 20 Filme um das Franchise aufzubauen, im letzten Jahr nun der lang aufgebaute Infinity War rund um die Infinity Steine und Thanos, der diese sucht, um das halbe Universum auszulöschen. Und nun im Jahr 2019 geht mit Endgame eine Ära zu Ende. Natürlich wird es weiterhin Filme im Marvel Cinematic Universe (MCU) geben, aber es wird keinen Film mehr mit allen Darstellern der bisherigen Filme geben. Denn bei einigen Darstellern sind nun die Verträge ausgelaufen. Da viele den Film noch nicht gesehen haben – es ist nicht jeder so verrückt wie ich und geht in die Mitternachtspremiere… -, soll es hier nun ganz spoilerfrei um grundsätzliche Gedanken zum Film gehen. Die ausführliche Kritik wird folgen (und wahrscheinlich ebenso lange dauern, wie die zu Infinity War, die ich noch nicht einmal beendet habe…)

Was bisher geschah

Die Filme der Phase 1 und Phase 2 habe ich euch hier ausführlich zusammengefasst. Ebenso die Filme von Phase 3 bis einschließlich Black Panther. Hier nun also noch die wichtigsten Hinweise aus Infinity War, Ant-Man & the Wasp und Captain Marvel. Achtung Spoiler!
Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring diesen Absatz einfach.

In Infinity War wurden alle bisherigen Helden zusammengeführt. Jeder kam auf seine ganz eigene mit der Bedrohung durch Thanos in Berührung. Dieser ist auf der Suche nach den Infinity Steinen, um mit ihrer Hilfe mit einem einzigen Schnipsen seines Fingers die Hälfte des Universums auszulöschen. Während ein Team im All direkt gegen Thanos antritt, versucht ein weiteres Team auf der Erde Thanos Armee in Wakanda aufzuhalten. Thor ist währenddessen mit Rocket und Groot unterwegs, um eine neue Waffe schmieden zu lassen, die Thanos aufhalten kann. Schon die finale Suche nach den Steinen ist nicht verlustfrei. Letztendlich schafft es Thanos, wenn auch verletzt durch Thors neue Axt, mit dem Finger zu schnipsen. Daraufhin löst sich das halbe Universum auf, unter anderem die Hälfte unserer bekannten Helden. In der After Credit Scene sieht man Martina Hill und Nick Fury sich ebenfalls auflösen. Fury konnte zuvor jedoch ein Notsignal absenden. Zu sehen ist das Emblem von Captain Marvel.
Ant Man & the Wasp spielt zunächst vor Infinity War. Scott Lang ist nach den Geschehnissen in Civil War zu Hausarrest verdonnert. Doch als Hope und Hank Pym ihn um Hilfe bitten, ist er schnell wieder mitten im nächsten Abenteuer. Diesmal versuchen sie die auf der Quantenebene gefangene Wasp, Hopes Mutter, zu befreien. Doch zeitgleich haben noch ein paar Bösewichte es auf die Technik abgesehen und ein Ghost trachtet Pym nach dem Leben. Am Ende kann Wasp befreit werden. In der After Credit Scene sieht man, wie Wasp, Pym und Hope Scott wieder für ein Experiment in die Quantenebene schicken. Seine Rückholung misslingt jedoch, da sich alle drei durch Thanos Schnipsen aufgelöst haben.
Captain Marvel spielt weit vor den Geschehnissen in Infinity War in den 1990er Jahren. Vers wird bei den Kree zur Kriegerin ausgebildet. Bei einem misslungenen Einsatz, landet sie auf der Erde. Doch auf einmal stellt sie fest, dass sie Erinnerungen an den Planeten hat. Sie trifft auf den jungen SHIELD Agenten Nick Fury. Zusammen mit ihm entschlüsselt sie ihre Vergangenheit, besiegt die Kree und manifestiert ihre Kräfte und wird zu Captain Marvel. In der After Credit Scene sieht man Captain Marvel dem Notsignal von Fury folgen und zu unseren überlebenden Helden nach Thanos Schnipsen stoßen.

Die Handlung

Avengers Endgame schließt nahtlos an Infinity War an. Die überlebenden Helden raufen sich zusammen. Die Idee ist es Thanos aufzuspüren und mithilfe des Zeitsteins die Zeit zurückzudrehen. Dies funktioniert jedoch nicht. Nun müssen sich die Helden dem Unausweichlichen stellen und versuchen weiterzumachen. Das gelingt jedoch nicht allen. Bis ein verschollen geglaubter Held auftaucht und eine neue Idee bringt. Und so wappnen sich die Avengers für den letzten großen Kampf.

Meine Meinung

Ich habe sehr viele Gedanken zu Endgame im Kopf und ich freu mich schon darauf, wenn meine beste Freundin endlich den Film gesehen hat, damit ich ausführlich mit ihr darüber fachsimpeln kann. Jedoch kann ich viele Gedanken nur im Rahmen der Handlung erklären, was wiederum zu Spoilern führen würde. Daher sind hier wirklich nur die gröbsten Gedanken für euch spoilerfrei:

– Während Hawkeye (Jeremy Renner) in Infinity War noch unter Hausarrest stand und nicht auftauchte, darf er Endgame direkt eröffnen. Allgemein bekommt er endlich mehr Screentime, was bisher leider viel zu wenig war, um den Charakter sich richtig entwickeln zu lassen.

– Es gab viele Spekulationen, wie es weiter gehen könnte. Ich bin froh, dass die beiden populärsten nicht eingetreten sind (Ab hier Spoiler: Es war nicht einfach möglich den Zeitstein von Dr. Strange zu nutzen und Captain Marvel taucht nicht als Über-Avenger auf, um alle zu retten). Stattdessen gibt es dann eine sehr überraschende Entwicklung zu Anfang mit der wohl keiner gerechnet hat. Gerade weil auch der Trailer eine ganz andere Richtung vermuten lässt.

– Endgame hätte keine Sekunde kürzer sein dürfen. Der Film nimmt sich zu Anfang die Zeit, das Ausmaß von Thanos Tat zu beschreiben und wie die Charaktere damit umgehen. Hier wird nicht verzweifelt versucht von einem Actionspektakel ins nächste zu schlittern, sondern es werden nachdenkliche Töne angeschlagen. Dabei wird jedoch stets der Spannungsbogen gehalten und traurige, dramatische und humorvolle Szenen wechseln sich in guten Abständen ab, so dass man nicht in Melancholie verfällt.

– Natürlich bekommen wir dann doch unsere große Endschlacht. Und zwar ohne Kompromisse und ohne Einsparungen beim CGI-Budget (looking at you Game of Thrones). Dennoch ist es eine handwerklich gut gestaltete Schlachtszene, die sich nicht auf den CGI Elementen ausruht. Trotz der Vielzahl an Handlungspunkten während der Schlacht, ruht die Kamera immer auf genau der richtigen Szene und wird nie hektisch, um die ganze Schlacht einzufangen.

– Endgame ist das Produkt aus 21 Vorgängerfilmen. Und genau das merkt man hier, denn hier wird gekonnt noch einmal auf ältere Filme eingegangen. Das birgt einiges an Nostalgie, aber auch an witzigen Momenten. Der Film endet mit einem Finale, das (wenn es gewollt gewesen wäre) auch das Ende des gesamten Franchises sein könnte. Sollte Kevin Feige also morgen seinen Posten aufgeben und alle weiteren Projekte des MCU würden eingestampft werden, dann hätten wir hier das Ende, das jeder Marvel Fan verdient hat. Rund, teilweise abgeschlossen, aber doch mit Blick auf eine mögliche Zukunft (und machen wir uns nichts vor, das MCU ist noch lange nicht tot). So bildet es jedoch das Ende einer Ära.

– Endgame ist kein Film für das breite Publikum. Er ist ein Film für die Fans. Wer sich zuvor nur mit wenigen Filmen befasst hat, könnte zwischendurch Referenzen nicht verstehen oder den Anschluss verpassen. Gerade bei vielen Nebencharakteren braucht man gewisses Hintergrundwissen.

– Endgame hat die letzten Fehler von Infinity War behoben. Waren dort noch einige Dialoge eher holprig – gerade das Zusammentreffen von Iron Man, Dr. Strange und Star-Lord hätte ich mir epischer vorgestellt – passen die Dialoge diesmal konsequent.

– Einziges Manko ist tatsächlich Stan Lees letzter Cameo. Denn der ist einfach nur viel zu kurz und viel zu nichtssagend. Normalerweise hört man von mir ein leises Quietschen, wenn ich Stan Lee entdecke. Diesmal war es ein fragendes „War das jetzt Stan Lee?“ Sehr schade

Das Fazit

Avengers – Endgame ist der Film, den die Fans nach 11 Jahren Franchise und 21 Vorgängerfilmen einfach verdient haben. Er ist emotional, spannend, witzig, nostalgisch und einfach die logische Konsequenz aus allem davor gewesenem. Danke Marvel für diesen Film! 10 von 10 Punkten.

Avengers: Endgame läuft seit dem 24.04.2019 in den deutschen Kinos.

Captain Marvel

Ein Vorwort

Marvel hat offiziell wieder die Superheldensaison für 2019 eröffnet. Als inzwischen 21. Film des MCU – Marvel Cinematic Universe – hat Captain Marvel nun ihren Soloauftritt. Marketingstechnisch ist der Filmstart kurz vorm großen Avengers – Endgame im April nur insofern logisch, als dass Captain Marvel in Endgame wohl eine zentrale Rolle spielen wird. Wer also auch den nächsten Avengersteil komplett verstehen will, sollte sich Captain Marvel wohl vorher ansehen. Ob es ansonsten noch gute Gründe gibt, verrate ich in meiner Kritik.

Die Handlung

Vers (Brie Larson) ist eine Soldatin der Kree in Ausbildung. Ihre Fähigkeit ist Photonenstrahlen aus ihren Fäusten zu entfesseln. Ihr Ausbilder Yon-Rogg (Jude Law) bereitet sie auf ihre erste Mission gegen die Skrulls vor. Dies entpuppt sich jedoch als Falle und Vers landet zunächst in Gefangenschaft und schließlich auf dem Planeten Erde. Dort trifft sie auf den SHIELD-Agenten Nick Fury (Samuel L. Jackson). Nach und nach kommen jedoch Erinnerungen zurück. Sie merkt, dass sie auf der Erde groß geworden ist. Nun setzt sie alles daran ihr eigenes Geheimnis zu lüften.

Meine Meinung

Außerirdischer kommt auf die Erde und muss sich an die Gepflogenheiten gewöhnen? Diese Grundthematik kommt dem einen oder anderen Filmliebhaber, vor allem aber den Anhängern des MCUs, wohl bekannt vor. Denn diese Grundgeschichte hatten wir bereits mit dem vierten MCU Film „Thor“. Allerdings war dies 2011. Inzwischen haben wir 2019 und sind am Ende der dritten Phase des MCU. Man sollte meinen, dass sich die Filme inzwischen weiterentwickelt hätten. Und eigentlich haben sie das auch. Nur eben nicht Captain Marvel.
Die grundsätzliche Ausgangslage ist zwar neu, aber auch irgendwo bekannt. Denn die Kree um Ronan sind dem breiten Publikum aus Guardians of the Galaxy – Volume 1 bekannt. Dennoch lernen wir sie hier noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Dementsprechend holprig ist der Anfang. Die ganze Geschichte rund um Vers und ihre Ausbildung bei den Kree inklusive erstem Kampf gegen die Skrulls ist abgehackt erzählt. Hier wurde mehr Wert auf die Optik als auf einen guten Auftakt gelegt. So versteht man weder Brie Larsons Rolle, noch die von Jude Law. Wirklich in Fahrt kommt der Film erst mit dem Eintreffen Captain Marvels auf der Erde. Hier wurden Samuel L. Jackson als Nick Fury und Clark Gregg als Agent Coulson digital verjüngt, um ihre 90er Jahre Version von sich selbst zu geben. Ein Nick Fury als Level 3 Agent (sehr niedriges Level) und einen Agent Coulson in der Ausbildung zu sehen, dürfte dann erst einmal die Nostalgieschiene bedient haben, so dass dann auch der letzte Fan im Film angekommen ist. Der weitere Handlungsverlauf ist dann das typische Erforschen von Geheimnissen mit der ständigen Gefahr im Rücken. Am Ende gibt es dann den großen Plottwist, den der eingefleischte Fan wohl schon ab der ersten Szene vorausgeahnt haben dürfte und die obligatorische Endschlacht.
Wir haben hier also die typische „Wer bin ich“- Handlung eingeordnet im MCU. Am Ende entpuppt sich Captain Marvel als eine Art „Superman des Marvel-Universums“, zumindest was die Überkräfte angeht, und rettet den Tag. Als nicht Marvel Fan dürfte der Film damit ziemlich ungeeignet sein. Denn die Elemente die den Film doch sehenswert machen, sind eher die Kleinigkeiten, die Marvel Fans eben lieben – unter anderem eines der letzten Cameos von Stan Lee – und der ausgeprägte Humor. Wobei selbst der MCU-Humor hier seltsam deplatziert wirkt und teilweise zu gewollt hineingezwungen wurde.
Der heimliche Held des Films ist leider nicht Captain Marvel, sondern Agent Fury zusammen mit dem kleinen Vierbeiner Goose. Denn aus der Kombination ergeben sich einige Situationen, die wirklich sehr lustig sind.
Brie Larson als Captain Marvel macht eine solide Figur. Ihre gute Vorbereitung gerade auf die Kampfszenen sind dem Film deutlich anzumerken und auch den Spaß, den sie beim Dreh hatte. Nur die witzigen Dialoge wollen ihr nicht so leicht von den Lippen, wohingegen sie bei den dramatischen wieder mehr glänzen kann.

Letztendlich bleibt zu sagen, dass Captain Marvel kein grundsätzlich schlechter Film ist. Er erinnert in vielen Teilen an den ersten Thor-Film. Allerdings muss man sagen, dass er damit einfach nicht mehr in die aktuelle Zeit passt. Nach einem oscarnominierten Black Panther und dem zusammentreffen der bisherigen Charaktere in Infinity War, sind wir einfach schon über einen Captain Marvel hinaus. Was schade ist, denn als erste Heldin mit einem Solofilm im MCU wäre ein höheres Niveau angebracht gewesen.

Das Fazit

Captain Marvel ist ein grundsolider Film aus dem Hause Marvel. Leider bleibt er deutlich hinter seinen Möglichkeiten und beschränkt sich auf eine sehr einfach gehaltene Handlung, die einzig vom Nostalgiefaktor lebt. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

The Avengers 3 – Infinity War (Kurzkritik)

Ein Vorwort

Vor 10 Jahren offenbarte ein gewisser Tony Stark, dass er Iron Man sei. Seit 10 Jahren verkörpert nun Robert Downey Jr. eben jenen „Genie, Milliardär, Playboy, Wohltäter“. In all der Zeit kamen immer mehr Helden zusammen. 2012 versammelten sie sich das erste Mal, um die Welt vor einer außerirdischen Bedrohung zu beschützen. Doch das ganze war nur der Anfang. Infinity War ist der inzwischen 19. Film und wir befinden uns inzwischen in der dritten Phase. Seit 2012 tauchte nun Thanos, der Weltenzerstörer, regelmäßig in den After Credit Scenes auf. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis er schließlich selbst in Erscheinung treten würde. Nun müssen sich alle Helden aus 18 Filmen zusammenschließen und die Welt beschützen. Weil man über Infinity War eigentlich nicht spoilerfrei reden kann, ich aber vermute, dass noch nicht alle Leser, die den Film sehen wollen, ihn auch schon gesehen haben, werde ich in dieser Kurzkritik nur ein paar Gedanken stichpunktartig aufzählen, um für jeden Zögerer Argumente für oder gegen den Film zu bringen. Erst in ein paar Wochen, wird es noch einmal eine ausführlichere Kritik geben (ich denke mal im Sommerloch während der WM, dürfte genug Zeit dafür sein.

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Was bisher geschah

Weil 18 Vorgängerfilme hier zusammenzufassen den Rahmen sprengen würde, aber die meisten direkte Hinweise auf Infinity War geben, war ich im Vorfeld fleißig und habe euch in drei Einzelbeiträgen die drei Phasen des MCU (Marvel Cinematic Universe) zusammengefasst.

Phase 1

Phase 2

Phase 3 

Die Handlung

Thanos der Weltenzerstörer ist auf der Suche nach den sechs Infinity Steinen. Wenn er sie findet, reicht ein Schnipsen mit seinem Handschuh und er kann die Hälfte des Universums auslöschen. Als die Avengers und die Guardians of the Galaxy davon erfahren, setzen sie alles daran, Thanos aufzuhalten.

Meine „Stichpunkt“ Meinung

  • Die Russo-Brüder haben zuvor die eher ernsten Captain America-Fortsetzungen „The Winter Soldier“ und „Civil War“ gedreht. Diesmal haben sie sich trotz ernster Grundstimmung auf den typischen Marvel-Humor besonnen. Allerdings wirkt er teilweise nicht so abgerundet und gesetzt, wie in anderen Teilen des MCU, auch wenn teilweise wieder gut zitierbare Sätze dabei waren.
  • Die Handlung ist an sich rund und logisch aufgebaut. Allerdings ist Infinity War auch der Film mit der kleinsten Handlung, da sie sich schon sehr auf Thanos Reise konzentriert und diese immer wieder mit epischen Schlachten mischt.
  • Die Optik des Films ist wieder einmal ungeschlagen. Sei es nun das wunderschöne Wakanda, oder die Einführung ganz neuer Welten
  • Die Russo-Brüder lassen es sich auch nicht nehmen, noch einmal neue Charaktere einzuführen. Trotzdem ist deren Einführungszeit dann relativ gering (ja ich spiele auf Peter Dinklages Rolle an)
  • All der kleinen Kritikpunkte zum trotz, ist Infinity War einer der stärksten Filme des MCU. Das liegt vorallem daran, dass er jeden möglichen Gedankengang zu Thanos auch zu Ende gedacht hat und keine Kompromisse eingeht. Trotz des vielen Humors und der Situationskomik, wenn gewisse Charaktere aufeinander treffen, bleibt der Film knallhart.
  • Das Ende dürfte wohl am meisten diskutiert werden und natürlich wird der zweite Teil hier einiges wieder gerade rücken (ansonsten sind das MCU und ich geschiedene Leute!) Aber ohne groß weiter darauf eingehen zu wollen, sei so viel gesagt: Nehmt euch eine große Packung Taschentücher mit.
  • Thanos ist mit Abstand der beste Bösewicht des MCU – liegt wohl daran, dass abgesehen von Loki die Bösewichte bisher sehr blass waren. Er kriegt genügen Screentime und Hintergrundgeschichte, um tatsächlich Charakter zu entwickeln und es werden sogar seine Beweggründe genauer erläutert, die zwar irgendwo sinnvoll klingen, aber trotzdem grausam bleiben. So ist Thanos kein Schwarz-Weiß Bösewicht, sondern tatsächlich mal jemand, über den man diskutieren kann!

Das Fazit

Der dritte Avengers-Teil ist nur ein Auftakt für den vierten und hatte das hauptsächliche Ziel die Weichen zu stellen und die Charaktere zusammenzuführen. Das hat der Film mit Bravour bestanden. Dadurch ist die Handlung sehr simpel gestaltet, was aber das Sehvergnügen an keiner Stelle stört. Einziger kleiner Kritikpunkt – also mal abgesehen von dem riesen Cliffhanger am Ende, auf dessen Aufklärung wir nun ein ganzes Jahr warten müssen – sind die ab und an etwas holprigen Dialoge. Beim Zusammentreffen mancher Charaktere habe ich mir doch mehr erwartet. Aber das bleibt Meckern auf hohem Niveau und so kriegt Infinity War 09 von 10 möglichen Punkten.