Picard & Inhumans – Ein Duo Serienkritiken

Eigentlich sollte es hier wieder eine Handvoll Serienkritiken geben, genug Staffeln hatte ich zusammen. Doch dann schrieb ich die ersten beiden Beiträge und sie wurden immer länger. Also beschloss ich, es bei einem Duo zu belassen. Passenderweise gefiel mir eine Serie richtig gut, während mich die andere nicht überzeugen konnte.

Star Trek – Picard – Staffel 1

Die Handlung: 2399. Jean-Luc Picard hat 14 Jahre zuvor die Sternenflotte verlassen, nachdem es durch den Zerfall des romulanischen Imperiums und einem Androiden-Angriff auf dem Mars zum Zerwürfnis kam. Als jedoch die junge Dahj ihn um Hilfe ersucht, stellt er eine neue kleine Mannschaft zusammen, um ihre Zwillingsschwester Soji zu retten. Auf seiner Reise trifft er auf alte Freunde und neue Feinde.

Meine Meinung: Ich war nie der größte Trekkie. Während mein Lebensgefährte alle bisher erschienenden Serien gesehen hat, habe ich immer mal wieder eine mitgesehen. Star Trek – Next Generation kannte ich bereits aus meiner Kindheit, da meine Mutter großer Fan der Serie ist. Mit Discovery habe ich es selbst probiert, bin bisher aber nicht über die erste Staffel hinaus gekommen. Erst Picard konnte mich so richtig in seinen Bann ziehen. Obwohl ich eigentlich großer Fan von Einzelepisoden – dem sogenanten „Monster of the Week“-Prinzip – konnte ich mir hier mit der großen Handlung über eine Staffel anfreunden und war jede Woche wieder gespannt auf die neue Folge.
Für alle Star Trek-Neulinge, bietet die Serie genug Erklärungen, um die Rahmen-handlung zu verstehen. Natürlich werden einige Dinge vorausgesetzt. Man soll wissen, wie die einzelnen Spezies sind, was also ein Romulaner ausmacht und was es mit den Borg auf sich hatte. Aber auch ohne dieses Wissen kann man sich relativ schnell in die Serie reinfuchsen und kann sie gut verstehen. Für Star Trek-Fans gibt es dann natürlich die Anspielungen auf frühere Abenteuer. Es gibt mehrere Gastauftritte, die immer wieder für ein freudiges Wiedersehen sorgen. Trotzdem ist es eine komplett neue Handlung, in der man auch als Fan immer wieder neues entdeckt.
Die Geschichte an sich, ist gut durchdacht, hat überraschende Wendungen und schafft es interessante neue Charaktere einzuführen. Lediglich eine etwas überambitionierte Gegenspielerin strapaziert die Nerven der Zuschauer, hat sie doch keinen Tiefgang. Ihre einzige Motivation ist ihr Ziel zu erreichen. Während man am Anfang das neue Team einfach vorgesetzt bekommt, erhalten jedoch alle Charaktere immer wieder Raum in den Folgen, um auf ihre Hintergründe einzugehen und ihnen Tiefgang zu geben. So fiebert man auch mit ihnen mit und auch Handlungsstränge, an denen Picard nicht teilnimmt, bleiben interessant und spannend.
Die erste Staffel ist in sich geschlossen, kann also als alleinstehendes Abenteuer gesehen werden. Dennoch freue ich mich auf die angekündigte zweite Staffel.

Das Fazit: Star Trek – Picard bietet zugleich Auftakt für viele neue Abenteuer, als auch eine in sich geschlossene Geschichte. Es werden neue Charaktere, Welten und Szenarien geboten, ebenso wie ein Wiedersehen mit Altbekanntem. Die geschickte Verflechtung von beidem macht Picard zu einem spannenden Weltraumabenteuer.

Star Trek: Picard ist auf Amazon Prime verfügbar

Inhumans – Staffel 1

Die Handlung: Inhumans sind eine eigene Spezies, die bei einer Prozedur einzigartige Fähigkeiten erhalten, und sich dadurch von den Menschen unterscheiden. Sie leben im Verborgenen auf dem Mond, in der Stadt Attilan. Durch ein strenges Kastensystem wird der Unmut in der Bevölkerung immer größer. Doch König Black Bolt und Königin Medusa halten an dem alten System fest. Ebenfalls mit zur königlichen Familie gehören die Cousins Karnak und Gorgon, sowie Medusas Schwester Crystal.  Black Bolts Bruder Maximus, der durch die Prozedur zu einem gewöhnlichen Mensch wurde, neidet seinem älteren Bruder und putscht schließlich mit Hilfe der königlichen Leibgarde. Die königliche Familie kann zur Erde fliehen, landet jedoch an unterschiedlichen Punkten in Hawaii. Nun müssen sie sich wieder finden und ein Plan muss her. Maximus verspricht dem Volk die Aufhebung des Kastensystems, verfolgt aber ganz eigene Ziele.

Meine Meinung: Eine schwierige Serie, die nicht ohne Grund bereits nach der ersten Staffel wieder eingestellt wurde. In acht Folgen wird der Fall und die Rückkehr der königlichen Familie erzählt. Dabei bleibt der Spannung wegen vieles auf der Strecke. Alle Gefallenen finden auf der Erde Verbündete. Hier entstehen ein paar interessante Geschichten, auf die lediglich kurz eingegangen wird. Eigentlich hastet die Serie von Schauort zu Schauort und findet keine Zeit, um etwas zu erklären. So wird vieles angedeutet, aber nicht fertig erklärt.
Die erste Hälfte der Serie ist man noch damit beschäftigt aufzuzeigen, was für ein schlechter Herrscher Black Bolt war, nur um ihn direkt danach wieder zum Helden zu deklarieren. Maximus, der von Anfang an zwischen eigenen Interessen und dem Wohl des Volkes hin und herschwankte, wird dann komplett zum egoistischen Herrscher erklärt. Man macht es sich also sehr einfach, ohne wirkliche Diskussion, was alles falsch lief. Lediglich Medusa darf am Ende dann doch noch ein paar Sachen auf beiden Seiten anzweifeln. Die Zahl der agierenden Charaktere bleibt stets übersichtlich, so dass man kein Problem hat, sich die wichtigsten Namen einzuprägen.
Ich bin zwar ein großer Fan von kürzeren Staffeln, damit die Handlung nicht künstlich gestreckt wird, doch hier wäre eine längere Staffel tatsächlich angebracht. Man hätte sich zunächst mit den Inhumans und Attilan auseinander setzen können. Dann wäre man zu dem Disput der beiden Brüder übergegangen, die im Putsch geendet hätte. Nun hätte jeder gefallene Charakter eine eigene Folge bekommen, um die kleinen Einzelgeschichten etwas näher beleuchten zu können. Dann geht es wieder nach Attilan und zeigt Maximus, der wirklich Änderungen und Maßnahmen vornimmt. Danach finden sich die Gefallenen wieder und kehren nach Attilan zurück. Dort versuchen sie ihre Macht wieder zu erlangen. Maximus wird dadurch immer paranoider und es stellen sich seine eigennützigen Absichten heraus. Black Bolt und Maximus vernichten sich gegenseitig und Medusa wird Königin, die von beiden Seiten lernt. Genauso hätte ich mir die Staffel gewünscht und dann hätte sie vielleicht auch besser funktioniert.

Das Fazit: Inhumans gehört zwar zum Marvel Cinematic Universe, erzählt aber eine schwache unausgereifte Geschichte, die zu sehr springt und ständig versucht neue Spannungsszenen einzubauen, dabei aber vergisst den Zuschauer in die neue Welt einzuführen.

Inhumans ist auf Disney+ verfügbar

Avengers – Endgame (Kurzkritik)

Ein Vorwort

11 Jahre, 20 Filme um das Franchise aufzubauen, im letzten Jahr nun der lang aufgebaute Infinity War rund um die Infinity Steine und Thanos, der diese sucht, um das halbe Universum auszulöschen. Und nun im Jahr 2019 geht mit Endgame eine Ära zu Ende. Natürlich wird es weiterhin Filme im Marvel Cinematic Universe (MCU) geben, aber es wird keinen Film mehr mit allen Darstellern der bisherigen Filme geben. Denn bei einigen Darstellern sind nun die Verträge ausgelaufen. Da viele den Film noch nicht gesehen haben – es ist nicht jeder so verrückt wie ich und geht in die Mitternachtspremiere… -, soll es hier nun ganz spoilerfrei um grundsätzliche Gedanken zum Film gehen. Die ausführliche Kritik wird folgen (und wahrscheinlich ebenso lange dauern, wie die zu Infinity War, die ich noch nicht einmal beendet habe…)

Was bisher geschah

Die Filme der Phase 1 und Phase 2 habe ich euch hier ausführlich zusammengefasst. Ebenso die Filme von Phase 3 bis einschließlich Black Panther. Hier nun also noch die wichtigsten Hinweise aus Infinity War, Ant-Man & the Wasp und Captain Marvel. Achtung Spoiler!
Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring diesen Absatz einfach.

In Infinity War wurden alle bisherigen Helden zusammengeführt. Jeder kam auf seine ganz eigene mit der Bedrohung durch Thanos in Berührung. Dieser ist auf der Suche nach den Infinity Steinen, um mit ihrer Hilfe mit einem einzigen Schnipsen seines Fingers die Hälfte des Universums auszulöschen. Während ein Team im All direkt gegen Thanos antritt, versucht ein weiteres Team auf der Erde Thanos Armee in Wakanda aufzuhalten. Thor ist währenddessen mit Rocket und Groot unterwegs, um eine neue Waffe schmieden zu lassen, die Thanos aufhalten kann. Schon die finale Suche nach den Steinen ist nicht verlustfrei. Letztendlich schafft es Thanos, wenn auch verletzt durch Thors neue Axt, mit dem Finger zu schnipsen. Daraufhin löst sich das halbe Universum auf, unter anderem die Hälfte unserer bekannten Helden. In der After Credit Scene sieht man Martina Hill und Nick Fury sich ebenfalls auflösen. Fury konnte zuvor jedoch ein Notsignal absenden. Zu sehen ist das Emblem von Captain Marvel.
Ant Man & the Wasp spielt zunächst vor Infinity War. Scott Lang ist nach den Geschehnissen in Civil War zu Hausarrest verdonnert. Doch als Hope und Hank Pym ihn um Hilfe bitten, ist er schnell wieder mitten im nächsten Abenteuer. Diesmal versuchen sie die auf der Quantenebene gefangene Wasp, Hopes Mutter, zu befreien. Doch zeitgleich haben noch ein paar Bösewichte es auf die Technik abgesehen und ein Ghost trachtet Pym nach dem Leben. Am Ende kann Wasp befreit werden. In der After Credit Scene sieht man, wie Wasp, Pym und Hope Scott wieder für ein Experiment in die Quantenebene schicken. Seine Rückholung misslingt jedoch, da sich alle drei durch Thanos Schnipsen aufgelöst haben.
Captain Marvel spielt weit vor den Geschehnissen in Infinity War in den 1990er Jahren. Vers wird bei den Kree zur Kriegerin ausgebildet. Bei einem misslungenen Einsatz, landet sie auf der Erde. Doch auf einmal stellt sie fest, dass sie Erinnerungen an den Planeten hat. Sie trifft auf den jungen SHIELD Agenten Nick Fury. Zusammen mit ihm entschlüsselt sie ihre Vergangenheit, besiegt die Kree und manifestiert ihre Kräfte und wird zu Captain Marvel. In der After Credit Scene sieht man Captain Marvel dem Notsignal von Fury folgen und zu unseren überlebenden Helden nach Thanos Schnipsen stoßen.

Die Handlung

Avengers Endgame schließt nahtlos an Infinity War an. Die überlebenden Helden raufen sich zusammen. Die Idee ist es Thanos aufzuspüren und mithilfe des Zeitsteins die Zeit zurückzudrehen. Dies funktioniert jedoch nicht. Nun müssen sich die Helden dem Unausweichlichen stellen und versuchen weiterzumachen. Das gelingt jedoch nicht allen. Bis ein verschollen geglaubter Held auftaucht und eine neue Idee bringt. Und so wappnen sich die Avengers für den letzten großen Kampf.

Meine Meinung

Ich habe sehr viele Gedanken zu Endgame im Kopf und ich freu mich schon darauf, wenn meine beste Freundin endlich den Film gesehen hat, damit ich ausführlich mit ihr darüber fachsimpeln kann. Jedoch kann ich viele Gedanken nur im Rahmen der Handlung erklären, was wiederum zu Spoilern führen würde. Daher sind hier wirklich nur die gröbsten Gedanken für euch spoilerfrei:

– Während Hawkeye (Jeremy Renner) in Infinity War noch unter Hausarrest stand und nicht auftauchte, darf er Endgame direkt eröffnen. Allgemein bekommt er endlich mehr Screentime, was bisher leider viel zu wenig war, um den Charakter sich richtig entwickeln zu lassen.

– Es gab viele Spekulationen, wie es weiter gehen könnte. Ich bin froh, dass die beiden populärsten nicht eingetreten sind (Ab hier Spoiler: Es war nicht einfach möglich den Zeitstein von Dr. Strange zu nutzen und Captain Marvel taucht nicht als Über-Avenger auf, um alle zu retten). Stattdessen gibt es dann eine sehr überraschende Entwicklung zu Anfang mit der wohl keiner gerechnet hat. Gerade weil auch der Trailer eine ganz andere Richtung vermuten lässt.

– Endgame hätte keine Sekunde kürzer sein dürfen. Der Film nimmt sich zu Anfang die Zeit, das Ausmaß von Thanos Tat zu beschreiben und wie die Charaktere damit umgehen. Hier wird nicht verzweifelt versucht von einem Actionspektakel ins nächste zu schlittern, sondern es werden nachdenkliche Töne angeschlagen. Dabei wird jedoch stets der Spannungsbogen gehalten und traurige, dramatische und humorvolle Szenen wechseln sich in guten Abständen ab, so dass man nicht in Melancholie verfällt.

– Natürlich bekommen wir dann doch unsere große Endschlacht. Und zwar ohne Kompromisse und ohne Einsparungen beim CGI-Budget (looking at you Game of Thrones). Dennoch ist es eine handwerklich gut gestaltete Schlachtszene, die sich nicht auf den CGI Elementen ausruht. Trotz der Vielzahl an Handlungspunkten während der Schlacht, ruht die Kamera immer auf genau der richtigen Szene und wird nie hektisch, um die ganze Schlacht einzufangen.

– Endgame ist das Produkt aus 21 Vorgängerfilmen. Und genau das merkt man hier, denn hier wird gekonnt noch einmal auf ältere Filme eingegangen. Das birgt einiges an Nostalgie, aber auch an witzigen Momenten. Der Film endet mit einem Finale, das (wenn es gewollt gewesen wäre) auch das Ende des gesamten Franchises sein könnte. Sollte Kevin Feige also morgen seinen Posten aufgeben und alle weiteren Projekte des MCU würden eingestampft werden, dann hätten wir hier das Ende, das jeder Marvel Fan verdient hat. Rund, teilweise abgeschlossen, aber doch mit Blick auf eine mögliche Zukunft (und machen wir uns nichts vor, das MCU ist noch lange nicht tot). So bildet es jedoch das Ende einer Ära.

– Endgame ist kein Film für das breite Publikum. Er ist ein Film für die Fans. Wer sich zuvor nur mit wenigen Filmen befasst hat, könnte zwischendurch Referenzen nicht verstehen oder den Anschluss verpassen. Gerade bei vielen Nebencharakteren braucht man gewisses Hintergrundwissen.

– Endgame hat die letzten Fehler von Infinity War behoben. Waren dort noch einige Dialoge eher holprig – gerade das Zusammentreffen von Iron Man, Dr. Strange und Star-Lord hätte ich mir epischer vorgestellt – passen die Dialoge diesmal konsequent.

– Einziges Manko ist tatsächlich Stan Lees letzter Cameo. Denn der ist einfach nur viel zu kurz und viel zu nichtssagend. Normalerweise hört man von mir ein leises Quietschen, wenn ich Stan Lee entdecke. Diesmal war es ein fragendes „War das jetzt Stan Lee?“ Sehr schade

Das Fazit

Avengers – Endgame ist der Film, den die Fans nach 11 Jahren Franchise und 21 Vorgängerfilmen einfach verdient haben. Er ist emotional, spannend, witzig, nostalgisch und einfach die logische Konsequenz aus allem davor gewesenem. Danke Marvel für diesen Film! 10 von 10 Punkten.

Avengers: Endgame läuft seit dem 24.04.2019 in den deutschen Kinos.

Captain Marvel

Ein Vorwort

Marvel hat offiziell wieder die Superheldensaison für 2019 eröffnet. Als inzwischen 21. Film des MCU – Marvel Cinematic Universe – hat Captain Marvel nun ihren Soloauftritt. Marketingstechnisch ist der Filmstart kurz vorm großen Avengers – Endgame im April nur insofern logisch, als dass Captain Marvel in Endgame wohl eine zentrale Rolle spielen wird. Wer also auch den nächsten Avengersteil komplett verstehen will, sollte sich Captain Marvel wohl vorher ansehen. Ob es ansonsten noch gute Gründe gibt, verrate ich in meiner Kritik.

Die Handlung

Vers (Brie Larson) ist eine Soldatin der Kree in Ausbildung. Ihre Fähigkeit ist Photonenstrahlen aus ihren Fäusten zu entfesseln. Ihr Ausbilder Yon-Rogg (Jude Law) bereitet sie auf ihre erste Mission gegen die Skrulls vor. Dies entpuppt sich jedoch als Falle und Vers landet zunächst in Gefangenschaft und schließlich auf dem Planeten Erde. Dort trifft sie auf den SHIELD-Agenten Nick Fury (Samuel L. Jackson). Nach und nach kommen jedoch Erinnerungen zurück. Sie merkt, dass sie auf der Erde groß geworden ist. Nun setzt sie alles daran ihr eigenes Geheimnis zu lüften.

Meine Meinung

Außerirdischer kommt auf die Erde und muss sich an die Gepflogenheiten gewöhnen? Diese Grundthematik kommt dem einen oder anderen Filmliebhaber, vor allem aber den Anhängern des MCUs, wohl bekannt vor. Denn diese Grundgeschichte hatten wir bereits mit dem vierten MCU Film „Thor“. Allerdings war dies 2011. Inzwischen haben wir 2019 und sind am Ende der dritten Phase des MCU. Man sollte meinen, dass sich die Filme inzwischen weiterentwickelt hätten. Und eigentlich haben sie das auch. Nur eben nicht Captain Marvel.
Die grundsätzliche Ausgangslage ist zwar neu, aber auch irgendwo bekannt. Denn die Kree um Ronan sind dem breiten Publikum aus Guardians of the Galaxy – Volume 1 bekannt. Dennoch lernen wir sie hier noch einmal von einer ganz anderen Seite kennen. Dementsprechend holprig ist der Anfang. Die ganze Geschichte rund um Vers und ihre Ausbildung bei den Kree inklusive erstem Kampf gegen die Skrulls ist abgehackt erzählt. Hier wurde mehr Wert auf die Optik als auf einen guten Auftakt gelegt. So versteht man weder Brie Larsons Rolle, noch die von Jude Law. Wirklich in Fahrt kommt der Film erst mit dem Eintreffen Captain Marvels auf der Erde. Hier wurden Samuel L. Jackson als Nick Fury und Clark Gregg als Agent Coulson digital verjüngt, um ihre 90er Jahre Version von sich selbst zu geben. Ein Nick Fury als Level 3 Agent (sehr niedriges Level) und einen Agent Coulson in der Ausbildung zu sehen, dürfte dann erst einmal die Nostalgieschiene bedient haben, so dass dann auch der letzte Fan im Film angekommen ist. Der weitere Handlungsverlauf ist dann das typische Erforschen von Geheimnissen mit der ständigen Gefahr im Rücken. Am Ende gibt es dann den großen Plottwist, den der eingefleischte Fan wohl schon ab der ersten Szene vorausgeahnt haben dürfte und die obligatorische Endschlacht.
Wir haben hier also die typische „Wer bin ich“- Handlung eingeordnet im MCU. Am Ende entpuppt sich Captain Marvel als eine Art „Superman des Marvel-Universums“, zumindest was die Überkräfte angeht, und rettet den Tag. Als nicht Marvel Fan dürfte der Film damit ziemlich ungeeignet sein. Denn die Elemente die den Film doch sehenswert machen, sind eher die Kleinigkeiten, die Marvel Fans eben lieben – unter anderem eines der letzten Cameos von Stan Lee – und der ausgeprägte Humor. Wobei selbst der MCU-Humor hier seltsam deplatziert wirkt und teilweise zu gewollt hineingezwungen wurde.
Der heimliche Held des Films ist leider nicht Captain Marvel, sondern Agent Fury zusammen mit dem kleinen Vierbeiner Goose. Denn aus der Kombination ergeben sich einige Situationen, die wirklich sehr lustig sind.
Brie Larson als Captain Marvel macht eine solide Figur. Ihre gute Vorbereitung gerade auf die Kampfszenen sind dem Film deutlich anzumerken und auch den Spaß, den sie beim Dreh hatte. Nur die witzigen Dialoge wollen ihr nicht so leicht von den Lippen, wohingegen sie bei den dramatischen wieder mehr glänzen kann.

Letztendlich bleibt zu sagen, dass Captain Marvel kein grundsätzlich schlechter Film ist. Er erinnert in vielen Teilen an den ersten Thor-Film. Allerdings muss man sagen, dass er damit einfach nicht mehr in die aktuelle Zeit passt. Nach einem oscarnominierten Black Panther und dem zusammentreffen der bisherigen Charaktere in Infinity War, sind wir einfach schon über einen Captain Marvel hinaus. Was schade ist, denn als erste Heldin mit einem Solofilm im MCU wäre ein höheres Niveau angebracht gewesen.

Das Fazit

Captain Marvel ist ein grundsolider Film aus dem Hause Marvel. Leider bleibt er deutlich hinter seinen Möglichkeiten und beschränkt sich auf eine sehr einfach gehaltene Handlung, die einzig vom Nostalgiefaktor lebt. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Ant-Man & the Wasp

Ein Vorwort

Marvel hat mit Avengers: Infinity War dieses Jahr eigentlich bereits ihren Megakracher losgelassen, von dem sich einige Marvel-Fans – inklusive mir – noch nicht so richtig erholt haben. Nun muss Ant-Man & the Wasp nicht nur das Sommerloch stopfen, sondern auch noch mit der Konkurrenz aus eigenem Haus mithalten. Startete doch schon der erste Teil direkt nach Avengers: Age of Ultron und rundete damit Phase 2 ab. Was kann Ant-Man & the Wasp nun schlussendlich eigentlich?

Was bisher geschah 

Hier werden ich kurz zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring diesen Absatz einfach.

In Ant-Man lernten wir Scott Lang kennen, der gerade eine Haftstrafe abgesessen hat und nun auf legalen Weg versucht Fuß zu fassen. Da dies aber nicht so einfach ist, beschließt er mit seinem besten Freund Luis noch ein letztes Ding abzuziehen. Dabei bricht er in die Villa des Geschäftsmannes Hank Pym ein und klaut dabei einen Anzug, der ihn auf Ameisengröße schrumpfen lässt. Pym, der gerade sein Unternehmen an den ehrgeizigen Darren Cross verliert, versucht nun Lang anzuwerben, um Cross aufzuhalten, ehe er hinter die Formel für den Anzug kommt. Mit dabei sind Pyms Tochter Hope und natürlich Luis. Doch Cross hat bereits seinen Yellowjacketanzug entwickelt. Lang muss ihm im großen Endkampf entgegen treten.
In Captain America – Civil War eilt Scott Lang Captain America zur Hilfe und hält am Leipziger Flughafen in Caps Team die Mitglieder von Team Iron Man auf. Dort wird er letztendlich gefangen und mit den anderen Mitgliedern von Caps Team eingesperrt.

Die Handlung

Zwei Jahre nach den Geschehnissen auf dem Leipziger Flughafen (Civil War), steht Scott Lang (Paul Rudd) noch immer unter Hausarrest. Seine Freunde Hank Pym (Michael Douglas) und Hope van Dyke (Evangeline Lilly) sind auf der Flucht. Von zu Hause aus versucht Scott die Sicherheitsfirma, die er zusammen mit seinen Freunden, unter anderem Luis (Michael Pena) gegründet hat, zu führen. Bis Hank und Hope vor seiner Tür auftauchen. Denn seit Scott im ersten Teil den Sprung in die Quantenebene und zurück geschafft hat, versuchen die beiden, Hopes Mutter Janet ebenfalls aus der Quantenebene zu befreien. Unterwegs müssen sie nicht nur mit Technologiehändler Sonny Birch (Walton Goggins) klarkommen, sondern auch mit der durch Materie gehenden Ghost (Hannah John-Kamen).

Meine Meinung

Während der erste Teil eine Art Heist-Movie mit Superheldencharme war, muss sich der zweite Teil nun behaupten. Die Figuren sind bekannt und müssen nun weiterentwickelt werden. Gleichzeitig muss aber auch eine neue Bedrohung geschaffen werden. Ersteres gelingt Regisseur Peyton Reed sehr gut, der zweite Aspekt eher semioptimal. Denn während mit der Rettungsaktion für Janet van Dyke aus der knallharten Hope nun endlich ein fühlendes Wesen wird und auch Hanks Taten damals bei S.H.I.E.L.D. kritisch hinterfragt werden, ist Walton Goggins Birch eher ein Running-Gag, denn eine wirkliche Bedrohung. Lediglich die mysteriöse Ghost bringt ein bisschen Schwung in die Geschichte.
Was Ant-Man aber wieder einmal zu einem sehenswerten Film macht, ist die sehr gute Choreographie der Kampfszenen. Mit dem stetigen Wechsel zwischen Ameisengröße und Menschengröße – oder gerne auch einmal Riesengröße – entsteht im Kampf eine ganz eigene Dynamik, die nur noch einmal von Ghosts Angewohnheiten durch feste Körper gehen zu können, getoppt wird und im Zusammenspiel erst recht Spaß macht. Hier muss sich Reed an keiner Stelle hinter seinem Vorgänger Wright verstecken.
Handlungstechnisch ist Ant-Man & the Wasp relativ einfach gehalten. Es ist eine ständige Flucht, obwohl Lang eigentlich an sein Haus gebunden ist. Als roter Faden dient Janets Rettung aus der Quantenebene. Aber eigentlich macht der Film einfach wieder nur Spaß. Denn ernstere Szenen werden gerne gleich wieder mit einem flotten Spruch aufgewertet und auch die Gagdichte ist wieder hoch. Und natürlich dürfen Luis ausufernde Geschichten nicht fehlen, die aber auch hier wieder gut in die Handlung eingebettet wurden.

Das Fazit

Ant-Man & the Wasp kann vielleicht vom Gesamteindruck nicht mit einem Avengers: Infinity War konkurrieren und hat seine Handlung relativ einfach gehalten, schafft es aber durch die gute Kampfchoreographie und dem ständigen Größenwechsel gepaart mit dem typischen Marvelhumor, ein eigenes Statement zu setzen und beweist, dass nicht in jedem Superheldenfilm die Welt untergehen muss, um einen spannenden Film zu kreieren. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Ant-Man & the Wasp läuft seit dem 26.07.2018 in den deutschen Kinos.

P.S. Es handelt sich um einen Marvelfilm! Also nicht gleich zum Beginn der Credits aufspringen und den Saal verlassen 😉

The Avengers 3 – Infinity War (Kurzkritik)

Ein Vorwort

Vor 10 Jahren offenbarte ein gewisser Tony Stark, dass er Iron Man sei. Seit 10 Jahren verkörpert nun Robert Downey Jr. eben jenen „Genie, Milliardär, Playboy, Wohltäter“. In all der Zeit kamen immer mehr Helden zusammen. 2012 versammelten sie sich das erste Mal, um die Welt vor einer außerirdischen Bedrohung zu beschützen. Doch das ganze war nur der Anfang. Infinity War ist der inzwischen 19. Film und wir befinden uns inzwischen in der dritten Phase. Seit 2012 tauchte nun Thanos, der Weltenzerstörer, regelmäßig in den After Credit Scenes auf. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis er schließlich selbst in Erscheinung treten würde. Nun müssen sich alle Helden aus 18 Filmen zusammenschließen und die Welt beschützen. Weil man über Infinity War eigentlich nicht spoilerfrei reden kann, ich aber vermute, dass noch nicht alle Leser, die den Film sehen wollen, ihn auch schon gesehen haben, werde ich in dieser Kurzkritik nur ein paar Gedanken stichpunktartig aufzählen, um für jeden Zögerer Argumente für oder gegen den Film zu bringen. Erst in ein paar Wochen, wird es noch einmal eine ausführlichere Kritik geben (ich denke mal im Sommerloch während der WM, dürfte genug Zeit dafür sein.

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Was bisher geschah

Weil 18 Vorgängerfilme hier zusammenzufassen den Rahmen sprengen würde, aber die meisten direkte Hinweise auf Infinity War geben, war ich im Vorfeld fleißig und habe euch in drei Einzelbeiträgen die drei Phasen des MCU (Marvel Cinematic Universe) zusammengefasst.

Phase 1

Phase 2

Phase 3 

Die Handlung

Thanos der Weltenzerstörer ist auf der Suche nach den sechs Infinity Steinen. Wenn er sie findet, reicht ein Schnipsen mit seinem Handschuh und er kann die Hälfte des Universums auslöschen. Als die Avengers und die Guardians of the Galaxy davon erfahren, setzen sie alles daran, Thanos aufzuhalten.

Meine „Stichpunkt“ Meinung

  • Die Russo-Brüder haben zuvor die eher ernsten Captain America-Fortsetzungen „The Winter Soldier“ und „Civil War“ gedreht. Diesmal haben sie sich trotz ernster Grundstimmung auf den typischen Marvel-Humor besonnen. Allerdings wirkt er teilweise nicht so abgerundet und gesetzt, wie in anderen Teilen des MCU, auch wenn teilweise wieder gut zitierbare Sätze dabei waren.
  • Die Handlung ist an sich rund und logisch aufgebaut. Allerdings ist Infinity War auch der Film mit der kleinsten Handlung, da sie sich schon sehr auf Thanos Reise konzentriert und diese immer wieder mit epischen Schlachten mischt.
  • Die Optik des Films ist wieder einmal ungeschlagen. Sei es nun das wunderschöne Wakanda, oder die Einführung ganz neuer Welten
  • Die Russo-Brüder lassen es sich auch nicht nehmen, noch einmal neue Charaktere einzuführen. Trotzdem ist deren Einführungszeit dann relativ gering (ja ich spiele auf Peter Dinklages Rolle an)
  • All der kleinen Kritikpunkte zum trotz, ist Infinity War einer der stärksten Filme des MCU. Das liegt vorallem daran, dass er jeden möglichen Gedankengang zu Thanos auch zu Ende gedacht hat und keine Kompromisse eingeht. Trotz des vielen Humors und der Situationskomik, wenn gewisse Charaktere aufeinander treffen, bleibt der Film knallhart.
  • Das Ende dürfte wohl am meisten diskutiert werden und natürlich wird der zweite Teil hier einiges wieder gerade rücken (ansonsten sind das MCU und ich geschiedene Leute!) Aber ohne groß weiter darauf eingehen zu wollen, sei so viel gesagt: Nehmt euch eine große Packung Taschentücher mit.
  • Thanos ist mit Abstand der beste Bösewicht des MCU – liegt wohl daran, dass abgesehen von Loki die Bösewichte bisher sehr blass waren. Er kriegt genügen Screentime und Hintergrundgeschichte, um tatsächlich Charakter zu entwickeln und es werden sogar seine Beweggründe genauer erläutert, die zwar irgendwo sinnvoll klingen, aber trotzdem grausam bleiben. So ist Thanos kein Schwarz-Weiß Bösewicht, sondern tatsächlich mal jemand, über den man diskutieren kann!

Das Fazit

Der dritte Avengers-Teil ist nur ein Auftakt für den vierten und hatte das hauptsächliche Ziel die Weichen zu stellen und die Charaktere zusammenzuführen. Das hat der Film mit Bravour bestanden. Dadurch ist die Handlung sehr simpel gestaltet, was aber das Sehvergnügen an keiner Stelle stört. Einziger kleiner Kritikpunkt – also mal abgesehen von dem riesen Cliffhanger am Ende, auf dessen Aufklärung wir nun ein ganzes Jahr warten müssen – sind die ab und an etwas holprigen Dialoge. Beim Zusammentreffen mancher Charaktere habe ich mir doch mehr erwartet. Aber das bleibt Meckern auf hohem Niveau und so kriegt Infinity War 09 von 10 möglichen Punkten.

Was bisher geschah… MCU Phase 3

Es war längere Zeit ruhig, weil… was soll ich sagen, ich war halt mal wieder im Urlaub 😉

Am 26.04.2018 war es endlich soweit und das Marvel Cinematic Universe vereinigte wieder ihre Superhelden und lud zum Infinity War. Da ich in meinem Artikeln immer einen kurzen Rückblick über das bereits geschehene gebe, es aber bisher schon 18 Vorgängerfilme gibt, würde es innerhalb des Artikels den Rahmen sprengen. Also gibt es zur Einstimmung nun drei „Was bisher geschah“ Artikel, die sich jeweils mit einer Phase des MCU befassen werden. Spoiler können dadurch nicht ausgeschlossen werden.

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Captain America 3 – Civil War

Erscheinungsdatum: 12.04.2016
Eingeführte Charaktere: Peter Parker alias Spider-Man, T’Challa alias Black Panther, Everett Ross

Captain America, Falcon, Black Widow und Scarlet Witch operieren in Lagos, um Hydra von einem Attentat abzuhalten. Dabei kommt es zu einer Explosion, die Scarlet Witch zu verantworten hat. Danach wird der Schrei nach Regeln und Grenzen für die Avengers immer lauter. Die vereinten Nationen legen daraufhin einen Gesetzesentwurf vor, der die Avengers an die Leine nehmen soll und sie damit nicht mehr eigenmähtg operieren können. Während Tony Stark und ein paar andere das ganze sofort für eine gute Idee halten, bleiben Captain America und ein paar weitere unschlüssig und wollen den Vertrag nicht unterzeichnen. In Wien kommt es bei einer Tagung zu einem Anschlag auf die vereinten Nationen kurz vor der Unterzeichnung des Vertrages, bei dem König T’Chaka, der König von Wakanda, stirbt. Alle Zeichen deuten auf einen Anschlag vom Winter Soldier – Bucky Barnes – hin. Captain America spürt diesen schließlich in Bukarest auf und verhilft ihm zur Flucht, versucht aber gleichzeitig zu ihm durchzudringen und auf ihre Freundschaft zu pochen. Mit Hilfe von Prinz T’Challa, der sich als Black Panther herausstellt, schafft es die CIA um Everett Ross sowohl Bucky als auch Steve Rogers zu fassen. Bei der Vernehmung taucht jedoch nicht der eigentliche Psychologe auf, sondern Baron Zemo, der auch hinter dem Anschlag steckte. Er befragt Bucky nach seiner Winter Soldier Vergangenheit und schafft es die Programmierung in seinem Kopf wiederherzustellen, so dass aus Bucky wieder der eiskalte Winter Soldier wird. Nach einer Schlacht schafft es Bucky zu fliehen. Auch Rogers und der Falcon können fliehen, standen sie doch vorher unter Arrest. Der Spalt zwischen Iron Man und Captain America wird immer größer. Bucky weiß schließlich, dass Baron Zemo hinter den weiteren Winter Soldier her ist und beschließt mit Cap und Falcon ihn aufzuhalten. Dabei kommen ihnen Hawkeye, Scarlet Witch und Ant-Man zur Hilfe. Doch um Iron Man hat sich mit Black Panther, Black Widow, Iron Patriot, Vision und Spider-Man ebenfalls ein Team gebildet, die alles daran setzen den Winter Soldier zu fangen. Nach großem Kampf ist Iron Patriot schwer verletzt, Rogers und Bucky können fliehen und das restliche Team von Captain America wird gefangen genommen. Iron Man erkennt jedoch bald, dass er einen Fehler gemacht hat als er entdeckt, dass Baron Zemo hinter dem Attentat steckte. Er überedet Falcon ihm das Ziel von Rogers und Bucky zu verraten, um ihnen zur Hilfe zu kommen, während Black Panther ihm unauffällig folgt. Doch Baron Zemo hat nicht wie befürchtet die anderen Winter Soldier aufgeweckt, sondern hat sie alle ermordet. Allerdings offenbart er Iron Man, dass Bucky seine Eltern ermordet hat, jedoch unter Einfluss der Gehirnwäsche. Stark will das jedoch nicht wahrhaben und sinnt nun auf Rache. Rogers versucht Bucky zu retten. Es kommt zum letzten finalen Kampf, in dem Stark und Rogers endgültig getrennte Wege gehen. Black Panther sucht zeitgleich Baron Zemo auf, um sich seine Beweggründe anzuhören. Am Ende versucht Stark Iron Patriot zu helfen, während Cap erst die Gefangenen Teammitglieder befreit und dann Bucky nach Wakanda bringt.

Doctor Strange

Erscheinungsdatum: 20.06.2016
Eingeführte Charaktere: Dr. Steven Strange, Mordo, Wong, Die Älteste, Christine Palmer

Doctor Steven Strange ist ein herausragender Neurochirurg und mindestens genauso arrogant. Bis er durch einen Unfall seine Finger nicht mehr richtig unter Kontrolle hat. Nach unzähligen Operationen ist er pleite und kann seine Finger immer noch nicht genug kontrollieren, um wieder arbeiten zu können. Als er von einem medizinschem Wunder hört, zieht es ihn nach Kathmandu. Im Kamar-Taj trifft er auf die Älteste, die ihm magische Fähigkeiten lehrt. Aller Anfang ist schwer, doch Strange ist fest entschlossen möglichst schnell alles zu lernen. Bei seinen erweiterten Studien entdeckt er durch Zufall die Magie der Zeit und damit wieder einen der Infinity-Steine. Kurz darauf wird auch schon das Kamar-Taj angegriffen. Kaecilius, ein ehemaliger Schüler des Kamar-Taj und der Ältesten, will das Dunkeluniversum und den großen Bösen Dormammu in unser Universum holen. Bei einem ersten Angriff Kaecilius wird Strange schwer verletzt und kann gerade noch in sein altes Krankenhaus entfliehen, wo er sich von einer alten Freundin Christine Palmer behandeln lässt. Zurück im Kamar-Taj hat sich Kaecilius befreit und greift nun weiter an. Strange und Mordo versuchen ihn aufzuhalten, unterliegen aber. Schließlich greift die Älteste ein. Aber auch sie unterliegt und stirbt kurz darauf. Kaecilius schafft es nun Dormammu zu entfesseln und dieser versucht die Erde einzunehmen. Doch Strange kann ihn mit einer Zeitschleife überlisten und Dormammu, sowie seine Anhänger um Kaecilius verlassen die Erde. Strange macht es sich nun zur Aufgabe die Welt vor Gefahren übernatürlicher Natur zu schützen.

Guardians of the Galaxy – Volume 2

Erscheinungsdatum: 19.04.2017
Eingeführte Charaktere: Mantis

Nach ihrem erfolgreichen Sieg über Ronan im ersten Teil, haben sich die Guardians einen gewissen Ruf erworben und werden seitdem gerne beauftragt, um Dinge zu schützen. So bitten die Sovereigns sie ihre heiligen Energiequellen vor einem energiefressenden Monster zu schützen. Ihren Auftrag führen sie auch mit Bravour aus und erhalten dafür Gamoras Schwester Nebula, doch Rocket stiehlt selbst einige der Energiezellen. Nun wieder auf der Flucht, kommt ihnen ein Mann zur Hilfe, der sich später als Peters Vater herausstellt. Mit dabei hat er die Empathin Mantis. Um Peter zu beweisen, dass er sein Vater ist, nimmt er Peter, Gamora und Drax mit auf seinen Planeten. Rocket und Baby Groot sollen das Schiff reparieren und auf Nebula aufpassen. Die Zurückgebliebenen werden aber von Yondu aufgespürt, der den Auftrag von den Sovereigns angenommen hat, und gefangen genommen. Da Yondu sie aber nicht ausliefern will, meutert die Hälfte seiner Crew gegen ihn und mit Nebulas Hilfe kann Yondu gefangen genommen werden. Nebula will Rache an Gamora nehmen und folgt ihr zu Egos – Peters Vater – Planeten. Yondu, Rocket und Baby Groot schaffen es schließlich auch zu entkommen und die Meuterer zu besiegen. Peter, Gamora und Drax haben inzwischen herausgefunden, dass Ego keine guten Absichten verfolgt, sondern die Kontrolle über das ganze Universum an sich reißen will. Nebula hat inzwischen gegen Gamora gekämpft und eingesehen, dass sie ihre Schwester braucht und steht nun auf der Seite der Guardians. Auch Mantis konnte sich von Drax überzeugen lassen ihnen zu helfen. Als Yondu mit Rocket und Baby Groot eintrifft, beginnt die große Schlacht gegen den überlegenden Ego. Am Ende opfert sich Yondu, um Peter zu retten, der erst jetzt erkennt, dass Yondu immer die Vaterfigur für ihn war.

Spider-Man – Homecoming

Erscheinungsdatum: 28.06.2017
Eingeführte Charaktere: Ned Leeds, Tante May

Nach seinem Auftritt in Civil War will Peter Parker unbedingt ein Avenger werden. Doch Tony Stark möchte ihn komplett aus der Schusslinie nehmen. Happy Hogan – Tonys Bodyguard – soll ein bisschen auf ihn aufpassen. Peter macht es sich zur Aufgabe jeden Tag als Spider-Man durch New York zu streifen und als freundliche Spinne aus der Nachbarschaft kleine Verbrechen zu verhindern und Happy hinterher einen Bericht auf die Mailbox zu sprechen. Bei einem Banküberfall merkt er aber das erste Mal, dass sein Handeln auch Konsequenzen haben kann, als beinahe ein Freund von ihm verletzt wird. Bei dem Überfall wurde eine Waffe verwendet, die mit Alientechnik verbessert wurde. Spider-Man versucht den Mann hinter den Waffengeschäften zu finden und trifft auf Adrian Toomes alias The Vulture. Bei der ersten Konfrontation muss Iron Man einschreiten und rügt Spider-Man danach. Dieser lässt sich jedoch nicht aufhalten und stellt mit seinem besten Freund Ned Leeds fest, dass sein Anzug, der von Iron Man entwickelt wurde, noch mehrere versteckte Funktionen hat, die Ned freischalten kann. Bei einem Schulausflug muss Peter seine Freunde aus einem abstürzenden Fahrstuhl retten, darunter seinen Schwarm Liz. Kurz darauf begegnet er wieder the Vulture und seinen Handlangern. Diesmal wird dabei die Staten Island Ferry beschädigt und droht mitsamt aller Zivilisten unterzugehen. Spider-Man bemüht sich alle zu retten, doch wieder muss Iron Man eingreifen. Als Strafe nimmt er Spider-Man seinen Anzug weg. Reumütig versucht sich Peter wieder auf die Schule zu konzentrieren. Als der Homecoming-Ball ansteht, traut sich Peter Liz zu fragen, ob sie ihn begleiten möchte. Doch als er Liz abholt, erkennt er sofort ihren Vater: The Vulture. Unter dem Vorwand eines normalen Vater-dasDatemeinerTochter-Gesprächs warnt The Vulture Spider-Man sich nochmal in seine Geschäfte einzumischen. Er verschont ihn nur, weil er seiner Tochter beim Schulausflug das Leben gerettet hat. Peter kann es jedoch nicht mit seinem Gewissen vereinbaren the Vulture einfach gehen zu lassen und hängt sich heimlich an seine Fersen. Dabei wird er jedoch zunächst überwältigt und hinterfragt seine Spider-Man Identität. Schließlich kann er sich befreien und versucht the Vulture aufzuhalten, der vom Umzug Iron Mans profitieren will und einen Jet in der Luft ausrauben will. Spider-Man schafft es den Jet zum abstürzen zu bringen, ihn aber von New York weg und an den Strand zu bringen, so dass niemand verletzt wird. Ebenfalls rettet er the Vulture, dessen Fluganzug zu explodieren drohte. Tony Stark will ihn daraufhin als neuen Avenger vorstellen, Peter lehnt jedoch ab, da er lieber die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft bleiben will.

Thor 3 – Ragnarök

Erscheinungsdatum: 10.10.2017
Eingeführte Charaktere: Scrapper-142 alias Walküre

Thor hat eine Zeit lang auf der Erde gelebt und ist nun auf der Suche nach den verbleibenden Infinitysteinen, jedoch bisher erfolglos. Auf der Suche begegnet er dem Feuerdämon Surtur, der ihm Ragnarök, dem Kampf der Götter und Ende von allem prophezeit, da Odin nicht in Asgard sei, um es zu verhindern. Nach seinem Sieg über Sortur begibt sich Thor direkt nach Asgard und muss zum einen feststellen, dass Heimdall als Wächter über den Bifröst abgesetzt wurde und nun der Großschwätzer Skurge diesen bewacht. Zum anderen entdeckt er, dass sich sein Bruder Loki, den er für tot hielt, als Odin ausgibt. Thor zwingt Loki ihn zu Odin zu bringen, wobei sie von Doctor Strange unterbrochen werden, der Loki als potentielle Gefahr im Auge behält. Strange weißt ihnen schließlich den Weg zu Odin, der jedoch kurz darauf stirbt. Durch seinen Tod werden Thor und Lokis Schwester Hela, die Göttin des Todes, befreit. Die Brüder wussten bisher nicht, dass sie eine Schwester haben. Hela zerstört im ersten Kampf Mjölnir und lässt die Brüder auf der Reise nach Asgard in eine fremde Welt bringen. Während Hela nun systematisch Asgard und seine Bewohner versucht zu unterjochen und auch vor vielen Toten nicht zurückschreckt, sieht sich Thor auf dem Planeten Sakaar, gefangen als Kämpfer in einer Arena, einem alten Bekannten gegenüber. Denn auch Hulk hat es nach Age of Ultron, auf diesen Planeten verschlagen. Alle Bemühungen Thors Hulk zu einer Flucht zu überreden scheitern. Auch Loki ist nach Sakaar gekommen, hat es aber geschafft das Vertrauen des Grandmasters, praktisch dem König, zu gewinnen. Auch findet Thor in Scrapper-142, der Kopfgeldjägerin, die ihn an den Grandmaster verkauft hat, eine ehemalige Walküre, einer Beschützerin Asgards. Die Walküren wurden bei einem früheren Kampf gegen Hela fast vernichtet, weswegen sie sich auch zunächst weigert, Thor zu helfen. Als Thor versucht auf eigene Faust zu fliehen, helfen ihm schließlich doch der Hulk, der sich wieder in Bruce Banner zurückverwandelt, die Walküre und Loki. Zurück in Asgard kommt es zum letzten großen Kampf gegen Hela. Dabei erkennt Thor, dass Asgard kein Ort ist, sondern die Menschen, die dort leben. Also evakuiert er die Bevölkerung und belebt Surkur wieder, damit dieser im Kampf gegen Hela alles zerstört – inklusive Hela.

Black Panther

Erscheinungsdatum: 29.01.2018
Eingeführte Charaktere: General Okoye, Nakia, Prinzessin Shuri, M’Baku, W’Kabi

Nach dem Tod von König T’Chaka in Civil War, muss sein Sohn T’Challa nun sein Erbe antreten. Im Königreich Wakanda muss er sich einer Prüfung unterziehen, damit er auch der neue König wird und damit auch der Black Panther, der Beschützer von Wakanda. Dafür treffen sich alle Anführer der fünf Stämme Wakandas. Vier Anführer beteuern ihre Loyalität zu T’Challa, nur M’Baku der Anführer der Jabari tritt im rituellen Kampf gegen T’Challa an. Die Jabari lebten bisher für sich und hatten sich von den anderen Stämmen abgewandt, waren aber durch die aktuellen Entwicklungen beunruhigt. M’Baku unterliegt jedoch im Kampf und T’Challa wird neuer König. Als erste Amthandlung reist er nach Südkorea, zusammen mit Nakia und Okoye, um Ulysses Klaue (bekannt aus Age of Ultron) zustellen, der Vibranium aus Wakanda gestohlen hat und dabei W’Kabis – einem der fünf Stammesanführer – Eltern ermordet hat. T’Challa verspricht W’Kabi Klaue nach Wakanda zu holen, damit er hier Rache üben kann. In Südkora treffen die Wakandaner dann auf Everett Ross (bekannt aus Civil War) von der CIA, der ebenfalls hinter Klaue her ist. Klaue kann zunächst gefangen werden, wird jedoch mit Hilfe von Killmonger befreit. Dabei wird Ross schwer verletzt, als er sich vor Nakia warf. Nur in Wakanda bekommt er die medizinische Hilfe, um vollständig zu genesen. Also wird Ross zu Shuri gebracht, die ihn heimlich heilt. Währendessen hat Killmonger Klaue umgebracht, da er für ihn nur Mittel zum Zweck war und ist ebenfalls nach Wakanda gereist. An der Grenze trifft er auf W’Kabi und überreicht ihm Klaues Leichnahm. Mit W’Kabis Unterstützung wird Killmonger zum Königsrat vorgelassen und stellt sich dort als T’Challas Cousin heraus, dessen Vater von König T’Chaka vor vielen Jahren umgebracht wurde. Es kommt zu einem neuen rituellen Kampf, bei dem Killmonger T’Challa eine Klippe herunterschmeißt und damit neuer König und Black Panther wird. Nakia, Shuri und Ross fliehen daraufhin zu den Jabari, wo sie M’Baku das Kraut für einen Black Panther anbieten wollen, damit er Killmonger stürzt. M’Baku hat jedoch inzwischen T’Challa geborgen, der noch am Leben ist. Er bekommt stattdessen das Black Panther Kraut und zieht in die finale Schlacht gegen Killmonger, der wakandianische Waffen an Rebellen überall auf der Welt senden will, damit diese Revolutionen anfangen können. T’Challa will das verhindern und muss schließlich Killmonger schwer verwunden. Er bietet ihm an, ihn zu retten und dann ins Gefängnis zu stecken, doch Killmonger stirbt lieber, als sein Leben hinter Gittern zu verbringen. T’Challa ist nach den Ereignissen überzeugt, dass sich Wakanda nicht länger vor der Welt verstecken darf und das sie ihre Ressourcen der Welt anbieten sollten.

Was bisher geschah … MCU – Phase 2

Am 26.04.2018 ist es endlich soweit und das Marvel Cinematic Universe vereinigt wieder ihre Superhelden und lädt zum Infinity War. Da ich in meinem Artikeln immer einen kurzen Rückblick über das bereits geschehene gebe, es aber bisher schon 18 Vorgängerfilme gibt, würde es innerhalb des Artikels den Rahmen sprengen. Also gibt es zur Einstimmung nun drei „Was bisher geschah“ Artikel, die sich jeweils mit einer Phase des MCU befassen werden. Spoiler können dadurch nicht ausgeschlossen werden.

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Iron Man 3

Erscheinungstermin: 18.04.2013
Eingeführte Charaktere:

Nach den Geschehnissen in New York in The Avengers leidet Tony Stark an einer posttraumatischen Belastungsstörung und sucht Schutz in der immer neuen Entwicklung von Iron Man Anzügen. Gleichzeitig wird die Welt von Terroranschlägen erschüttert, die der „Mandarin“ vorab über gekaperte TV-Sender ankündigt. Als Starks Sicherheitschef Happy bei einem weiteren Anschlag schwer verletzt wird, reizt Stark den Mandarin in einer Videobotschaft, der daraufhin sein Haus angreift und zerstört. Stark kann gerade noch Pepper Potts retten und sich selbst in einen seiner Anzüge fliehen, der ihn aber aufgrund eines technischen Fehlers nach Tennesse bringt. Dort ist er zunächst von der Welt abgeschnitten, während Pepper von einem Konkurrenten von Stark entführt wird und Teil eines Experiments wird. Fehlschläge aus diesem Experiment, sorgten für die „Terroranschläge“. Auch Tony findet das schließlich heraus und versucht Pepper zu retten. Nach dem großen Kampf, zerstört er alle seine Iron Man Anzüge, betont aber, dass er weiterhin Iron Man bleibt.

Thor – The Dark Kingdom

Erscheinungstermin: 30.10.2013
Eingeführte Charaktere:

Thor kämpft sich durch die neun Welten, um das Chaos, das Loki durch den Einmarsch auf die Erde angerichtet hat. Doch sein Herz hängt noch immer an Jane Foster, die er seit zwei Jahren nicht mehr gesehen hat. Diese entdeckt auf der Erde ein seltsames Phänomen, das die ihr bekannten Naturgesetze außer Kraft setzt. In Folge dessen kommt Jane mit dem Äther, einer uralten Macht, in Berührung und absorbiert diese. Dies ruft den Dunkelelfen Malekith auf den Plan, der viele Jahre in einem Schlaf versunken auf die Rückkehr des Äther wartete. Da Heimdall Jane nicht mehr sehen konnte, reist Thor auf die Erde und als er erfährt, was ihr passiert ist, nimmt er sie kurzerhand mit nach Asgard. Odin ist davon alles andere als begeistert. Malekith greift Asgard an, um Jane und damit den Äther zu bekommen. Bei diesem Kampf stirbt Frigga, Thors Mutter. Odin will in seiner Trauer Jane als Köder einsetzen, was Thor nicht zulassen will. Also befreit er Loki aus dem Gefängnis, um Malekith weitab von Asgard zu locken und Jane zusammen mit Loki zu beschützen. Beim Kampf stirbt Loki vermeintlich und Malekith bekommt den Äther. Um die Konvergent der Welten zu verhindern, reist Thor wieder auf die Erde, wo Erik Selvig bereits eine Lösung hat. Es kommt zur Endschlacht bei der Universität von Greenwich. Am Ende bittet Thor Odin zur Erde zurückkehren zu dürfen, um mit Jane zusammen leben zu können. Odin gewährt ihm seinen Wunsch, ist aber eigentlich der doch noch lebende Loki, der nun den Thron besetzt.

Captain America – The Winter Soldier

Erscheinungstermin: 13.04.2014
Eingeführte Charaktere: Bucky Barnes alias Winter Soldier, Sam Wilson alias Falcon, Sharon Carter alias Agent 13

Nach den Geschehnissen in Avengers, ist Steve Rogers in der heutigen Welt angekommen und arbeitet weiterhin für SHIELD. Bei einer morgendlichen Joggingrunde lernt er den Soldaten Sam Wilson kennen, mit der sich anfreundet. Auf einer Mission für SHIELD erkennt er, dass Nick Fury ihm nicht die ganze Wahrheit erzählt, da Black Widow anscheinend eine eigene Nebenmission erfüllt. Fury erzählt Rogers von Projekt Insight, bittet aber kurz darauf Alexander Pierce, seinem Vorgesetzten, das Projekt auf Eis zu legen. Doch kurz darauf wird Fury vom geheimnisvollen Winter Soldier angegriffen und kann sich gerade noch schwer verletzt zu Rogers schleppen. Dort erklärt er sein Misstrauen gegenüber Pierce und den anderen und gibt Rogers einen Datenträger mit geheimen Informationen. Fury stirbt kurz darauf im Krankenhaus und Rogers wird von Pierce des Landesverrat beschuldigt. Er flieht mit Black Widow und zusammen entschlüsseln sie schließlich den Datenträger, der sie zu einer geheimen Militärbasis führt. Dort offenbahrt sich, dass SHIELD von HYDRA unterwandert wurde. Rogers und Widow suchen Hilfe bei Sam Wilson und treffen schließlich auch auf den Winter Soldier. Doch Rogers erkennt in ihm seinen alten Freund Bucky Barnes, der im zweiten Weltkrieg starb. Sein Gedächtnis wurde gelöscht und er wurde teilweise zu einem Cyborg gemacht. Sie können fliehen und erkennen, dass HYDRA versucht mit Projekt Insight die Kontrolle zu übernehmen. Rogers, Widow und Wilson, der sich inzwischen eine Erfindung geklaut hat, die ihm erlaubt zu Falcon zu werden, unterwandern das SHIELD Hauptquartier, um Projekt Insight zu zerstören.

Guardians of the Galaxy

Erscheinungstermin: 21.07.2014
Eingeführte Charaktere: Peter Quill alias Star-Lord, Gamora, Drax, Rocket, Groot, Yondu, Nebula, Der Collector

Peter Quill wurde vor 26 Jahren nach dem Tod seiner Mutter von einer Gruppe außerirdischer Weltraumplünderer, Ravager genannt, entführt und ist inzwischen ebenfalls ein Ravager. Er bekommt von seinem Anführer Yondu den Auftrag den Orb aus einer Ruinenstadt zu bergen, beschließt jedoch ihn einfach zu verkaufen. Doch Ronan, der Zerstörer, sucht ebenfalls nach dem Orb, da er diesen Thanos versprochen hat, damit dieser den Planeten Xandar zerstört, gegen den Ronan Hass hegt. Da Thanos sicher gehen will, dass sich Ronan an die Abmachung hält, hat er ihm seine beiden Adoptivtöchter Gamora und Nebula, beide Meuchelmörderinnen, an die Seite gestellt. Als Ronan nun herausfindet, dass Quill den Orb hat, zieht Gamora los, um ihn zu stellen. Doch zeitgleich tauchen die beiden Kopfgeldjäger Rocket, ein sprechender Waschbär, und Groot, ein Baum, auf, um ebenfalls an den Orb zu kommen. Letztendlich landen alle vier im Gefängnis und tun sich dort zusammen, um zu fliehen und den Orb an den Collector zu verkaufen. Dabei treffen sie auf Drax, der sich ihnen kurzerhand anschließt. Der Collector jedoch erkennt, dass der Orb nur die Hülle für einen der Infinity-Steine ist. Drax hat im trunkenen Zustand inzwischen Ronan kontaktiert, da er mit ihm noch eine Rechnung offen hat. Ronan ist ihnen jedoch überlegen, kommt an den Orb und will nun auch ohne Thanos Hilfe Xandar zerstören. Quill, Gamora, Drax, Rocket und Groot wollen genau das nun verhindern und bieten den Xandanern ihre Hilfe an. In einer letzten großen Schlacht kann Ronan besiegt werden, wobei aber Groot in viele Einzelteile gesprengt wird. Der Orb wird nun bei den Xandaners sicher aufbewahrt und die „Guardians of the Galaxy“ ziehen weiter für ihr nächstes großes Abenteuer. Zuvor jedoch entdeckt Rocket, dass in einem der Einzelteile ein kleiner Groot nachwächst.

Avengers – Age of Ultron

Erscheinungstermin: 13.04.2015
Eingeführte Charaktere: Piedro Maximoff alias Quicksilver, Wanda Maximoff alias Scarlet Witch, Vision, Ulysses Klaue

Die Avengers haben sich wieder zu einem Team versammelt, um gegen von Strucker vorzugehen, der Lokis Zepter stehlen konnte. Dabei treffen sie zum ersten Mal auf die Zwillinge Pierdro und Wanda Maximoff. Strucker kann besiegt werden und die Avengers nehmen das Zepter mit nach Hause. Dort kommt Iron Man auf die Idee die Intelligenz aus dem Zepter zu holen und in sein Dronenprojekt Ultron zu integrieren. Doch die Intelligenz macht sich selbstständig und besiegt JARVIS, der KI, die Stark als Butler nutzt. Ultron greift die Avengers an. Die Drohe kann zerstört werden, doch Ultron flieht übers Internet. In einer verlassenen Fabrik nimmt er wieder Besitz von einem Maschinenkörper und wird dort von den Maximoffs gefunden, die ebenfalls eine Rechnung mit Stark offen haben. Ultron baut eine ganze Armee von Drohnen mit seiner Intelligenz. Für seinen Plan braucht er das sehr seltene Element Vibranium, die er vom Schmuggler und Waffenhändler Ulysses Klaue bekommen will. Die Avengers bekommen Wind von diesem Plan und spüren Klaue ebenfalls auf. Dabei treffen sie auf Wanda, die als Scarlet Witch manchen der Avengers ihre schlimmsten Ängste zeigt. Dadurch dreht Banner durch und verwandelt sich unkontrolliert in den Hulk. Stark muss in seinem neuen Iron Man Anzug „Hulkbuster“ einstreiten, beiden richten jedoch im Kampf eine Menge Zerstörung an.
Ultron entführt als nächstes die Wissenschaftlerin Helen Cho, die ihm einen richtigen künstlichen Körper erschaffen soll. Die Avengers können jedoch die Übertragung von Ultron in den Körper verhindern, Stark setzt aber hinterher den wiedererweckten JARVIS in den Körper ein. Inzwischen haben auch die Maximoffs Ultrons wahre Pläne, die Vernichtung der Menschheit, durchschaut und stellen sich im letzten Kampf auf die Seite der Avengers. Ultron hat eine Maschine entwickelt mit der er die Stadt Sokovia in die Luft steigen kann. Diese will er dann ab einem gewissen Punkt wieder fallen lassen, um damit einen Meteoriteneinschlag zu simulieren, mit dessen Wucht die gesamte Menschheit ausgelöscht werden kann. Beim Kampf tötet Ultron Piedro Maximoff, die Avengers können aber das schlimmste verhindern.

Ant Man

Erscheinungstermin: 29.06.2015
Eingeführte Charaktere: Scott Lang alias Ant-Man, Hope van Dyke, Henry Pym alias Ant-Man im Ruhestand, Luis

Scott Lang ist als Einbrecher und Dieb geschnappt worden und hat nun seine Haftstrafe abgesessen. Seine Ex-Frau hat inzwischen einen neuen Mann, den Polizisten Paxton, und dieser versucht als Stiefvater alles, um Lang von seiner Tochter fern zu halten. Da Lang durch seine Vorgeschichte nur schwer einen Job findet, bringt ihn sein Freund Luis dazu noch einen letzten Einbruch durchzuführen. Er soll in das Haus von Henry Pym einbrechen. Er stiehlt einen merkwürdigen Anzug, probiert diesen aus und ist auf einmal auf Ameisengröße geschrumpft. Voller Panik bricht Lang nochmal in das Haus ein und bringt den Anzug zurück, wobei er jedoch von Paxton geschnappt wird. Im Gefängnis bekommt er eine Botschaft von Pym, der ihn mit Hilfe des Anzuges aus dem Gefängnis befreit. Pym hatte den Diebstahl inszeniert, um Lang als Nachfolger des Ant-Mans zu testen. Denn Pym hat die Technlogie sehr lange verstecken können, wurde jetzt jedoch aus seiner Firma gedrängt und sein Nachfolger Darren Cross versucht nun seine Erfindung zu kopieren und an den höchstbietenden zu verkaufen. Pyms Tochter Hope versucht ihm zu helfen, auch wenn die Stimmung zwischen Vater und Tochter angespannt ist. Nach einer Trainingsphase, versuchen Lang, Pym, Hope und Luis Cross an seinen Plänen zu hindern. Dieser ist jedoch in der Zwischenzeit hinter das Geheimnis gekommen und hat den Yellowjacket entwickelt. Bei der großen Endschlacht, landen Ant-Man und Yellowjacket bei Langs Tochter im Kinderzimmer. Paxton kommt hinzu und erkennt, dass Lang kein schlechter Kerl ist. Yellowjacket kann besiegt werden und Lang und Paxton sprechen sich aus, weswegen Lang wieder mehr Kontakt zu seiner Tochter haben darf. Pym zeigt seiner Tochter unterdessen den Anzug, den ihre Mutter vor ihrem Tod trug, den WASP Anzug.

Was bisher geschah … MCU – Phase 1

Am 26.04.2018 ist es endlich soweit und das Marvel Cinematic Universe vereinigt wieder ihre Superhelden und lädt zum Infinity War. Da ich in meinem Artikeln immer einen kurzen Rückblick über das bereits geschehene gebe, es aber bisher schon 18 Vorgängerfilme gibt, würde es innerhalb des Artikels den Rahmen sprengen. Also gibt es zur Einstimmung nun drei „Was bisher geschah“ Artikel, die sich jeweils mit einer Phase des MCU befassen werden. Spoiler können dadurch nicht ausgeschlossen werden.

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Iron Man

Erscheinungstermin: 01.05.2008
Eingeführte Charaktere: Tony Stark alias Iron Man, Pepper Potts, Agent Phil Coulson,                                                      Jarvis

Der Multimilliardär Tony Stark (Robert Downey Jr.) ist in der Rüstungsbranche aktiv und fährt in die Wüste, um dort eine neue Bombe dem Militär zu präsentieren. Dabei wird er aber überfallen und entführt. Er soll für eine Terrorgruppe die Bombe nachbauen. Stark denkt aber nicht daran und baut statt der Bombe heimlich einen Anzug, mit dem er sich freikämpfen kann. Wieder in der Heimat scheint er geläutert und will, dass seine Firma komplett aus der Rüstungsindustrie aussteigt. Doch sein Mentor Obadiah Stane (Jeff Bridges), drängt ihn dazu eine Auszeit zu nehmen. In seiner neuen Freizeit entwickelt er den Anzug aus der Wüste weiter und baut den ersten richtig Iron Man Anzug. Doch Obadiah Stane ist nicht die Bezugsperson, die er dachte zu haben. Denn heimlich baut dieser den Iron Monger und Iron Man muss zum ersten Mal gegen einen Gegner antreten.

Der unglaubliche Hulk

Erscheinungstermin: 06.06.2008
Eingeführte Charaktere: Bruce Banner alias Hulk, Betty Ross, Lieutenant General                                                             Thaddeus Ross

Bruce Banner (Edward Norton) ist bei seinen Forschungen an dem sogenannten Supersoldaten-Serum – eine Erfindung aus dem zweiten Weltkrieg, der bei Captain America wieder eine Rolle spielt – auf zu viel Gammastrahlung getroffen, die sein Alter Ego den Hulk hervorbrachte. Die Verwandlung tritt immer ein, wenn Banner wütend oder unkontrolliert ist, bzw. in einer Gefahrensituation. Er kann den Hulk aber nicht direkt kontrollieren. Auf der Flucht vor dem Militär und Lieutenant General Thaddeus Ross (William Hurt), der Banners Forschung verwenden will, zieht es Banner bis Brasilien. Aber das Militär findet ihn auch dort. Daher kehr er in die USA zurück und sucht dort seine bisherige Forschung, um sie vor dem Militär zu retten. Aber das Serum wird zwischenzeitlich an dem britischen Royal Marine Emil Blonsky (Tim Roth) ausprobiert, der sich jedoch unkontrolliert in Abomination verwandelt. So schließt sich Banner ein letztes Mal mit dem Militär zusammen und tritt gegen Abomination an.

Iron Man 2

Erscheinungstermin: 26.04.2010
Eingeführte Charaktere: Lt. Col. James „Rhodey“ Rhodes alias War Machine/Iron Patriot, Natasha Romanoff alias Black Widow, Nick Fury

Der Arc-Reaktor, der den Iron Man Anzug mit Energie versorgt und ihm das Überleben rettete, macht Tony Stark nun zunehmend Schwierigkeiten und bedroht sein Leben. Das will Stark aber nicht eingestehen und zieht sich von seinen Freunden und Vertrauten zurück. Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) ernennt er zur neuen Geschäftsführerin von Stark Industries. Gleichzeitig versucht sein größter Konkurrent Justin Hammer (Sam Rockwell) zusammen mit Starks Freund Rhodey (Don Cheadle) einen ähnlichen Anzug zu entwickeln, scheitert aber. Auf einer von Tony Stark Egotouren, die er aktuell fährt, trifft er auf Ivan Vanko alias Whiplash (Mickey Rourke), dessen Vater mit Tonys Vater Howard früher zusammen gearbeitet hat. Ivan wirft Stark vor, die Erfindungen seines Vater gestohlen zu haben und will ihn daher mit seinem eigenen Arc-Reaktor töten. Stark kann entkommen und trifft kurz darauf auf Nick Fury (Samuel L. Jackson) von S.H.I.E.L.D., der ihm die Avengers-Initiative vorstellt und aktuell seine Eignung überprüft. Dabei wird Stark offenbart, dass seine neue Assistentin Natasha Romanoff alias Black Widow (Scarlett Johansson) ist und ihn für S.H.I.E.L.D. überwacht. Justin Hammer befreit Ivan aus dem Gefängnis, damit dieser ihm einen funktionierenden Iron Anzug fertigt, Ivan hat aber immer noch eine Rechnung mit Stark offen. Nach dem Gespräch mit Nick Fury, findet Tony eine alte Botschaft von seinem Vater, der ihm zum einen den Weg zur Rettung seines Arc-Reaktors zeigt und ihn dann wieder auf den richtig Pfad bringt, um seine Freunde vor Ivan zu retten.

Thor

Erscheinungstermin: 21.04.2011
Eingeführte Charaktere: Thor, Loki, Odin, Jane Foster, Erik Selvig, Darcy Lewis, Heimdall

Thor (Chris Hemsworth) soll nach Odin (Anthony Hopkins) der neue König von Asgard werden. Doch ein Einbruch während der Zeremonie von Frostriesen lässt alles anders kommen. Die Zeremonie wird abgebrochen und Thor sinnt auf Rache. Nachdem Odin aber nicht zu einem Vernichtungsschlag ausholen will, macht sich Thor mit seinen Freunden und seinem Bruder Loki (Tom Hiddleston) auf den Weg. Dort erfährt Loki, dass er kein Ase ist, sondern ein adoptierter Frostriese und Thor droht im Kampf zu unterliegen. Odin greift schließlich ein. Da er von Thor enttäuscht ist, verbannt er ihn auf die Erde. Seinen Hammer Mjölnir lässt er ebenfalls auf die Erde fallen, aber erst wenn Thor würdig ist, soll er ihn wieder aufnehmen können. Auf der Erde findet die Astrophysikerin Jane Foster (Natalie Portman) den umherirrenden Thor und bringt ihn in ein Krankenhaus. Als sie jedoch erkennt, dass Thor für die Unregelmäßigkeiten in ihren Forschungen verantwortlich ist, sucht sie ihn zusammen mit ihrem Team Erik Selvig (Stellan Skardgard) und Darcy Lewis (Kat Dennings). Thor ist unterdessen auf der Suche nach seinem Hammer, um mit seiner Hilfe nach Asgard zurückzukehren. Loki hingegen versucht genau das zu verhindern und zeitgleich ist auch S.H.I.E.L.D. mit Agent Coulson auf Thor und den Mjölnir aufmerksam geworden. Als Loki den Destroyer auf die Erde schickt, um Thor zu vernichten, will dieser sich für die Menschheit opfern, kann den Destroyer aber doch besiegen. Dadurch erweist er sich als Würdig, bekommt seinen Hammer zurück und kann nach Asgard zurückkehren. Auf der Rückkehr stellt er Loki zur Rede, was zu einer Handgreiflichkeit führt an dessen Ende Loki jedoch auf der Regenbogentreppe zwischen den Welten sich selbst in die Tiefe stürzt.

Captain America

Erscheinungstermin: 19.07.2011
Eingeführte Charaktere: Steve Rogers alias Captain America, Peggy Carter, James Buchanan „Bucky“ Barnes

1942, mitten während des zweiten Weltkriegs möchte Steve Rogers (Chris Evans)unheimlich gerne zur Army gehen, wird aber regelmäßig ausgemustert, da er zu klein und zierlich ist. Nur Abraham Erskine (Stanley Tucci) erkennt sein Potential und lässt ihn zur Army. Dort trifft er im Ausbildungslager auf die strenge, aber schöne, Ausbilderin Peggy Carter (Hayley Atwell). Am Ende schläft Erskine ihn für ein Experiment vor, dass mit Hilfe eines Serums Supersoldaten entwickeln soll. Rogers wird der erste Kandidat und überlebt die Verwandlung. Erskine wird darauf jedoch Opfer eines Anschlags und die Formel und das Serum gehen verloren. So ist Rodgers letztendlich der einzige Supersoldat. Col. Chester Phillips (Tommy Lee Jones) sieht in ihm keinen Zweck mehr und macht ihn kurzerhand zum Maskottchen „Captain America“. In einem albernem Kostüm „tourt“ er an der Front entlang, um den Soldaten Mut zu machen. Zeitgleich hat sich der deutsche Offizier Johann Schmidt (Hugo Weaving) von Hitler losgesagt und ist auf der Suche nach dem Tesseract, der Hydra an die Macht bringen soll. Als Rogers jedoch erfährt, dass sein Freund aus Kindheitstagen Bucky Barnes (Sebastian Stan) vermisst wird, kann ihn nichts mehr halten und er zieht los, um mit Hilfe von Peggy Carter und Howard Stark (Dominic Cooper) Bucky zu retten. Für seine Tat soll ihm hinterher ein Orden verliehen werden, doch Rogers lehnt ab. Stattdessen ziehen er, Bucky und ein paar andere Soldaten los, um mehrerer solcher Einsätze zu starten und Schmidt, der inzwischen zum Red Skull wurde, aufzuhalten. Bei einer dieser Einsätze stürzt Bucky von einem fahrenden Zug in die Tiefe und scheint daraufhin Tod. Rogers stürzt zum letzten Angriff auf Red Skull und landet daraufhin mit einer Bombe im ewigen Eis. 70 Jahre später erwacht er in einem Krankenhaus in New York City. Nick Fury sucht ihn auf und erzählt ihm vom Avengers Projekt.

The Avengers

Erscheinungstermin: 11.04.2012
Eingeführte Charaktere: Clint Barton alias Hawkeye, Agent Maria Hill

S.H.I.E.L.D. forscht zusammen mit Erik Selvig am Tesserakt. Doch der noch am lebende Loki taucht auf, geschickt von den Chitauri, und nimmt diesen an sich und schafft es mit Hilfe seines Gedankenstabs Erik Selvig und Clint Barton alias Hawkeye (Jeremy Renner) unter seine Kontrolle zu bekommen. Da Nick Fury eine globale Krise befürchtet, ruft er das Avengers-Programm zusammen. Mit dabei sind Iron Man – obwohl er vorher ausgemustert wurde -, Captain America, Black Widow und der Hulk. Zusammen versuchen sie die Pläne von Loki zu durchkreuzen. In Stuttgart schaffen sie es Loki festzunehmen. Beim Rücktransport taucht Thor auf und stellt Loki zur Rede. Dabei wird er jedoch von Iron Man unterbrochen. Loki wird eingesperrt und Thor kooperiert mit S.H.I.E.L.D. Loki hat aber einen Plan B und schafft es mit Hilfe von Hawkeye sich zu befreien und den Avengers ernsthaft Schaden zuzufügen. Dabei stirbt Agent Coulson. Während Thor und Hulk in alle Winde zerstreut wurden, sammeln sich die übrigen Avengers, mit dem geheilten Hawkeye, in New York City, wo Loki mit Hilfe von Erik Selvig ein Portal eröffnet und die Citauri damit auf die Erde lässt. Thor und Hulk stoßen zwischenzeitlich wieder zu den Avengers und die große Schlacht um New York beginnt. Am Ende stirbt Iron Man fast, überlebt aber doch knapp und Lokis Plan kann durchkreuzt und die Citauri aus unserer Welt verbannt werden. Thor kehrt mit Loki nach Asgard zurück und nehmen den Tesserakt mit.

 

 

Thor 3 – Ragnarök

Am 31.10.2017 erschien der dritte Teil der Thor-Reihe aus dem Marvel Cinematic Universe in den deutschen Kinos.

Ein Vorwort:

Das Marvel Cinematic Universe beglückt uns ja jährlich mit mehreren neuen Helden oder den Fortsetzungen zu bereits bestehenden Helden. In der ersten Phase des MCU wurden die Helden Iron Man, Captain America und Thor vorgestellt und in Avengers zusammengeführt. In der zweiten Phase bekamen sie nun alle ihre Fortsetzung und in Phase 3 nun die beendete Trilogie. Es fehlte noch der dritte Thor-Teil. Wer die Idee hatte den Originaltitel „Ragnarök“, der eine feste Bedeutung in der nordischen Mythologie hat in den nichtssagenden 08/15 deutschen Titel „Tag der Entscheidung“ umzubenennen, ist unklar. Wahrscheinlich der gleiche, der aus „Captain America – The Winter Soldier“ „The Return of the first Avenger“ machte. Doch mit Bekanntgabe war die grobe Richtung des letzten Thorsolofilms deutlich. Es sollte um Ragnarök gehen, den Kampf der Götter und der Riesen in dessen Folge die ganze Welt untergeht. Bereits in den vorhergehenden Teilen hatte Marvel ja immer gerne auf die nordische Mythologie zurückgegriffen, diese aber auch frei interpretiert und angepasst.

Was bisher geschah

Für Nichtfans des MCU, die die Vorgängerfilme nicht sahen, oder auch für Fans, denen die Vorgängerfilme einfach nicht mehr geläufig sind, soll es hier eine kurze Zusammenfassung geben. Das dabei die ersten beiden Teile gespoilert werden ist unvermeidbar.

Im ersten Teil lernt der Zuschauer den arroganten Gott des Donners Thor kennen. Er soll demnächst die Thronfolge antreten, wenn Odin abtritt. Immer in seinem Schatten steht sein Bruder Loki. Nachdem die Frostriesen die Krönungszeremonie unterbrechen, sinnt Thor auf Rache. In Folge dessen kommt heraus, dass sein Bruder Loki adoptiert ist und eigentlich zu den Eisriesen gehört, und Odin verbannt Thor nach Midgard, damit er dort über seine Taten nachdenken kann. Thor landet direkt in der Wüste von New Mexiko und trifft dort auf die Astrophysikerin Jane Foster. Mit ihrer Hilfe versucht er seine Macht zurück zuerlangen, um nach Asgard zurückkehren zu können.
Die Eisriesen bedrohen Midgard noch ein zweites Mal. Loki reist auf die Erde und stiehlt den Tesseract, den SHIELD – eine geheime Regierungsorganisation – gerade untersucht. Dabei gerät Dr. Selvig unter Lokis Kontrolle. In Folge dessen wird die Avengers Initiative ins Leben gerufen. Die bekannten Helden Iron Man, Captain America, Hulk und Black Widow vereinen sich, um Loki aufzuhalten. Thor stößt zum Team, da er Loki wieder mit zurück nach Asgard nehmen möchte. Es kommt zum Kampf in dessen Folge New York größtenteils zerstört wird. Thor und Loki kehren zurück nach Asgard.
Dort schließt dann die zweite Thorverfilmung an „Thor – The Dark World“. Während Loki in Asgards Gefängnis sitzt, würde Thor am liebsten zu Jane Foster auf die Erde zurückkehren. Als eine uralte Macht erwacht und mit Jane in Berührung kommt, holt Thor sie kurzerhand in seine Welt nach Asgard. Dies wird zum einen von Odin gar nicht gerne gesehen, zum anderen suchen die Dunkelelfen nach eben jeder uralten Macht. Thor versucht alles um Jane zu schützen. In seiner Not befreit er Loki aus dem Gefängnis und flieht mit beiden. In der großen Endschlacht stirbt Loki in Thors Armen, aber Jane kann gerettet werden. In einer After Credit Scene erlaubt Odin Thor auf die Erde zu reisen und mit Jane zusammen zu sein. In der letzten Einstellung wird gezeigt, wie sich Odin in Loki verwandelt.
Thor erlebt mit den Avengers noch ein zweites Abenteuer in „Avengers – Age of Ultron“. Der Film hat jedoch keinen direkten Bezug zu den Geschehnissen in „Thor – Ragnarök“

Die Handlung

Das inzwischen dritte Thor-Soloabenteuer setzt einige Zeit nach „Avengers – Age of Ultron“ an. Thor (Chris Hemsworth) reist durch die verschiedenen Welten, ehe er nach Asgard zurückkehrt. Dort muss er zunächst feststellen, dass Odin (Anthony Hopkins) verschwunden ist und Loki (Tom Hiddlestone) sich als Odin ausgibt. Die Brüder beginnen Odin zu suchen und treffen dabei auf Hela (Cate Blanchett), der Göttin des Todes. Diese schafft es nicht nur Thor Hammer Mjölnir zu zerstören, sondern auch Thor und Loki an einen weit entfernten Ort zu verbannen und Asgard zu unterwerfen. Inmitten von Müll findet sich Thor wieder und wird auf dem fremden Planeten kurzerhand als Gladiator festgenommen und zu Arenenkämpfen verdonnert. Dort trifft er auf einen alten Bekannten. Sein einziger Gedanke jedoch ist die Flucht, um sich Hela zu stellen und Ragnarök, den Kampf der Götter, zu verhindern.

Meine Meinung

Die Thor Filme hatten sich bisher immer bildgewaltig gezeigt, die nordische Mythologie jedoch immer gut mit eingesetzt. Die verschiedenen Welten wurden gut vorgestellt und dargestellt und doch wurde die Balance zum Superhelden-Genre immer gefunden. Dabei gab es eine gute Portion Marvel-Humor, die wohl dosiert eingesetzt wurde und so den Kinosaal in allen Facetten unterhalten konnte. Thor – Ragnarök hingegen scheint nicht ganz so genau zu wissen, was er denn jetzt eigentlich aussagen möchte. Grelle bunte Bilder und ein sehr elektrischer Soundtrack zeichnen eher eine gewisse Nähe zu „Guardians of the Galaxy“ als zu den Vorgängerfilmen. Hier scheint Marvel eindeutig auf den Erfolgszug der Guardians aufspringen zu wollen. Leider beißt sich das ganz böse mit dem immer wieder auftauchenden Mythen. Das Thema „Ragnarök“, dem Kampf der Götter, dem Ende der Welten, wäre eigentlich genug Vorlage gewesen, um einen vernünftigen Film zu kreieren. Stattdessen wird ein neuer Planet/eine neue Welt eingeführt, die kaum zur Handlung beiträgt, geschweige denn die Charaktere weiter entwickelt. Dafür wird dem wenigen, was dort passiert sehr viel Platz eingeräumt. Während seiner Arenazeit wird aus Thor, was die Sprüche angeht, zeitweise ein zweiter Star Lord, was so gar nicht zum Charakter passen will. Hier hätte man eindeutig Zeit einsparen können, um die am Ende bei der Endschlacht wieder zu nutzen. Denn diese fällt dann viel zu kurz aus, wo man sich am Ende fragt „Das war es jetzt schon?“
So scheint der Film zwischendurch sehr zweigeteilt. Während Hela in Asgard hockt, greift sie immer wieder Themen zur nordischen Mythologie auf. Leider wird ihre Screentime immer weiter runtergekürzt und ihre Ausführungen scheinen dadurch abgehackt und kommen nicht so richtig auf den Punkt. Am Ende weiß man immer noch nicht so richtig, was eigentlich passiert sein soll. Währenddessen bekommt Thor eine Menge überflüssiger Screentime.
Erneut mit von der Partie sind Chris Hemsworth als Thor, Tom Hiddleston als Loki, Idris Elba als Heimdall und Anthony Hopkins als Odin. Sie spielen ihre Rollen alle gewohnt souverän, auch wenn sich Hiddlestone inzwischen in seiner Rolle als Loki ein wenig zu langweilen scheint. Zugegeben seine Dialoge mit Thor scheinen teilweise mit Kopieren und Einfügen aus den vorherigen Filmen übernommen worden zu sein. Neu mit von der Partie sind Cate Blanchett als Hela, Karl Urban als Skurge, Jeff Goldblum als Grandmaster und Tessa Thompson als Walküre. Cate Blanchett ist in jeder Rolle einfach eine Wucht und man merkt ihr ihren Spaß an der Rolle der Hela deutlich an. So ist sie eine große Bereicherung zum MCU, wird als Bösewichtin aber sehr blass charakterisiert. Aber die schwachen Bösewichte waren schon immer die größte Schwäche des MCU. Da können noch so starke Schauspieler gecastet werden – das gleiche ist schon Mads Mikkelsen in Doctor Strange passiert. Karl Urban ist als Skurge zwar nur ein kleiner Sidekick im Film, aber schafft es durch seine starke Präsenz und seinem etwas trotteligem Charakter eine Person zu schaffen, die Springseilhüpfen mit der schmalen Linie zwischen Sympathie und Hass spielt. Gerne darf er auch in den kommenden Filmen immer wieder kleine Rollen spielen. Die Rolle des Grandmaster scheint praktisch zugeschnitten worden zu sein auf einen Stanley Tucci, der bereits ähnliche Rollen verkörpern konnte. Stattdessen wurde jedoch Jeff Goldblum gecastet, der die Rolle sehr einseitig spielt und irgendwie nicht richtig passen will. Für so einen guten Schauspieler eine schwache Leistung. Tessa Thompson spielt zwar als Walküre auch eher eine Nebenrolle, überzeugt aber dennoch durch ihren Charakter und ihre Spielweise. Gerne hätte man von ihr schon früher etwas gesehen, denn sie passt wunderbar in beide Welten des Films und schafft es als einzige den Übergang richtig zu finden.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass das dritte Thorabenteuer eindeutig viel Potential liegen lässt und vergisst den richtig Ton zu treffen. Es könnte auch Guardians of the Galaxy 3 ohne die Guardians of the Galaxy heißen. Das ist schade, weil der Teil des Films, der sich auf den Titel Ragnarök bezieht, zeigt, was der Film uns eigentlich hätte bieten können. Liebes MCU: Wenn eine Filmreihe funktioniert, heißt es nicht, dass alle Filmreihen mit der gleichen Prämisse funktionieren. Bei Thor – The Dark World wusstet ihr noch, was ihr aussagen wolltet. Wieso nicht auch dieses Mal?

Das Fazit

Ein eher enttäuschender Vertreter des Marvel Cinematic Universe, da das gegebene Potential aus Ragnarök einfach nicht genutzt wurde. Marvel, das konntet ihr doch mal besser. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.