Ms. Marvel

Ein Vorwort

Marvel produziert derzeit nicht nur Filme, sondern auch Serien am laufenden Band, so dass man kaum noch hinterherkommt. Neben Captain Marvel als Film rund um Carol Danvers, gibt es nun in Serienform auch Miss Marvel. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Kamala Khan (Iman Vellani) ist 16 und lebt in Jersey City. Ihre Familie stammt aus Pakistan und kann daher ihre Faszination für ihr großes Vorbild Captain Marvel nicht nachvollziehen. Als sie für eine Comic Convention ihr Cosplay etwas aufpeppen will und einen alten Armreif aus ihrer Familie umlegt, hat sie auf einmal Superkräfte. Doch diese wollen kontrolliert werden.

Meine Meinung

Direkt nach Veröffentlichung der ersten Episode kam der große Aufschrei. Eine Muslimin sollte eine Superheldin im MCU werden? Rassistische Propaganda rief dazu auf, die Serie schlecht zu bewerten. Dabei ist es doch genau diese Vielfalt, die das MCU so lebendig macht. Denn die Auseinandersetzung mit dem Thema der indisch-pakistanischen Teilung und wie Familien dadurch getrennt wurden, hatte ich so auch noch nicht und fand es gut eingearbeitet.
Das die Serie an ganz anderer Stelle krankt, ist hier erstmal zweitrangig. Denn die Aufarbeitung des Themas, dass Muslime angeblich keine Superheld*innen sein können, erfolgt bereits im Laufe der Serie und eine kleine Geschichtsstunde inklusive der noch immer spürbaren Folgen der Trennung werden gut eingearbeitet.
Mit Kamala Khan haben wir zwar eine sehr junge, aber dafür auch eine sehr nahbare und nachvollziehbare Protagonistin bekommen. Ihre Begeisterung zu Captain Marvel und die langsame Entwicklung mit dem Entdecken ihrer Kräfte ist gut umgesetzt und hat eigentlich Neugier auf mehr geweckt.
Leider funktioniert die Serie über die Dauer der sechs Episoden so gar nicht. Vielleicht wäre ein schöner Film draus geworden, aber hier merkt man, wie wieder alles und nichts in die Serie gequetscht wurde. Denn so wirklich einen roten Faden gibt es nicht. Funktionieren die ersten beiden Folgen erstaunlich gut, geht es danach immer weiter bergab. Antagonisten werden geheimnisvoll eingeführt, nur um sie zugleich als Überbedrohung zu zeigen. Dann gibt es ein schnelles Hin und Her, Verbündete kommen und gehen, ein schneller Abstecher nach Pakistan, wieder zurück in die USA, neuer Antagonist wird geschaffen, eben noch schnell eine völlig überflüssige Regierungsorganisation mit reingeschoben, die zwar für den Endkampf sorgt, deren Motive aber so banal und einfach nur dumm und unnachvollziehbar sind, dass man sich zwischenzeitlich nur an den Kopf greifen kann, was hier für ein Blödsinn verzapft wurde. Statt sich auf eine Sache zu konzentrieren und diese auszuerzählen (was wohl in einem Film passiert wäre, da dort für mehr kein Platz gewesen wäre), werden tausend Sachen angefasst, oberflächlich abgearbeitet und unbefriedigend weggeschoben.
Dadurch platzt die Serie vor Logiklöchern, die Charaktere bleiben platt und eindimensional. Es gibt nach dem Anfang keinerlei Entwicklung mehr, es scheint fast, als wollte Marvel einfach nur den Charakter eingeführt haben und  weil sie für Disney+ nur Serien produzieren, musste es partout eine Serie werden. Schade, bietet die Grundidee doch genug Anreiz, um die Thematik auszuspielen.
Bleibt nur zu hoffen, dass das MCU noch die Kurve kriegt, denn nach einem auf und ab im letzten Jahr, gab es bisher nur Enttäuschungen. Es bleibt abzuwarten, was die weiteren angekündigten Serien und Filme bringen, aber Phase 4 ist aktuell vollkommen überladen mit lustlos produzierten Filmen und Serien.

Das Fazit

Ms. Marvel kommt über eine gute Grundidee zur Inklusion nicht hinaus und scheitert an tausend losen Handlungsfäden, die nirgendwo hinführen. Trotz sympathischer Protagonistin ist die Serie wohl eher ein Reinfall.

Moonknight

Ein Vorwort

Nicht nur filmisch, auch serientechnisch legt das MCU weiterhin ein Tempo vor, bei dem man kaum hinterher kommt. Nachdem bisher eher bekannte Geschichten weitergesponnen wurden, darf mit Moonknight ein neuer Held das Licht erblicken. Warum das nur bedingt funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Für Moonknight wird kein Vorwissen aus dem MCU benötigt.

Die Handlung

Steven Grant (Oscar Isaac) leidet an Schlafstörungen und hat immer wieder Träume oder Visionen, die aus einem anderen Leben zu scheinen stammen. Dabei wacht er immer wieder an Orten auf und weiß nicht, wie er dort hin gekommen ist. Während seiner Schicht im Museum erkennt er, dass der ägyptische Mondgott Konshu ihn auserwählt hat. Und eine große Mission steht bevor, denn Arthur Harrow (Ethan Hawke) will niemand geringeren als die Göttin Ammit wiederbeleben.

Meine Meinung

Moonknight hatte eigentlich alles, was ich mir von einer neuen Serie gewünscht habe. Oscar Isaacs, der gänzlich in seinem Element ist, Ethan Hawke als Bösewicht und eine Marvelgeschichte mit Einflüssen aus der ägyptischen Mythologie. Was konnte da schon schiefgehen?
Ihr merkt wahrscheinlich anhand der Fragestellung, dass einiges schief gelaufen ist. Beginnen wir am Anfang. Zunächst bekommen wir einen Protagonisten vorgesetzt, von dem wir im weiteren Verlauf erfahren, dass er eine dissoziative Identitätsstörung hat. Das Problem ist, dass dies erst relativ spät klar wird und vorher vieles darauf hindeutet, dass genau diese Krankheit hier mit Füßen getreten wird. Denn eigentlich macht Steve mehrere Folgen nichts anderes als wirr durch die Gegend zu laufen, pausenlos verwirrt zu sein und zwischendurch erstaunliche Kampffähigkeiten an den Tag zu legen. Das Problem hieran ist nicht nur, dass auch die Zuschauenden eine komplett wirre Handlung vorgesetzt bekommen, sondern eben auch, dass dieser Zustand laut Handlung schon seit Jahren andauert, Steve sich aber benimmt, als wäre das alles neu für ihn. Abgesehen davon, dass hinterher noch ein paar Logiklöcher dazukommen, ist der Einstieg damit schon einmal sichtlich misslungen.
Nach und nach kristallisiert sich dann auch genauer heraus, worauf die Handlung zu läuft. Dabei zeigt sich aber auch, dass die ägyptische Mythologie sehr oberflächlich recherchiert wurde bzw. sehr stark gedehnt wurde, um in die Handlung zu passen. Sehr schade, denn darauf hatte ich mich doch gefreut.
Das Hauptproblem dürfte hier einfach sein, dass die Handlung partout eine ganze Staffel ausfüllen musste. In einem Film hätte Moonknight vielleicht sogar gut werden können, aber so ziehen sich die Folgen, die Handlung kommt doch nicht voran und der große Plottwist gegen Ende, dürfte dann auch niemanden mehr überrascht haben.
Oscar Isaacs ist wohl der große Gewinn der Serie, denn er spielt die verschiedenen Persönlichkeiten durchaus souverän und schafft es teilweise durch Nuancen deutlich zu machen, welche Identität gerade am Steuer ist. Und auch wenn er schauspielerisch alles gibt, schafft er es doch nicht über die langatmige, teilweise unlogische und gerade am Anfang halt auch schwierige Handlung hinwegzutrösten.
Letztlich kann ich mir den Antihelden Moonknight, so wie er am Ende aufgebaut ist, durchaus in einem Crossover innerhalb des MCU durchaus vorstellen, der Weg dahin war jedoch einfach nur schwierig.  Eine zweite Staffel brauche ich jedenfalls nicht.

Das Fazit

Moonknight ist mit seiner langatmigen und zu Anfang schwierigen Handlung wohl eine der schwächsten Serien des MCU. Auch ein großartiger Oscar Isaac kann hier nur bedingt drüber hinwegtrösten. Die ägyptische Mythologie wird hier leider ungenügend eingesetzt.

Moonknight ist als Original bei Disney+ im Abo enthalten

Thor 4 – Love and Thunder

Ein Vorwort

So richtig weiß das MCU noch nicht, wo es mit Phase 4 hin möchte. Nachdem endlich Black Widow ihren Film bekommen hat, wurden mit Shang-Chi und den Eternals komplett neue Held*innen vorgestellt, nur um dann mit Spider-Man und Doctor Strange das eigentliche Thema des Multiversums voran zu treiben. Nebenbei gab es allerlei Serien, die entweder offene Handlungsstränge bestehender Held*innen oder komplett neue vorgestellt haben. Umso überraschender war es, dass Thor nach bereits drei bestehenden Soloabenteuern und einigen zusätzlichen Auftritten, nun noch ein viertes Soloabenteuer bekommen sollte. Ob das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Thor Ragnarök, Avengers: Infinity War – diese werde ich hier kurz vorstellen.
Welche Filme aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Thor, Thor 2 – the Dark Kingdom, Avengers: Endgame – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).

In Thor Ragnarök hat Thor eine Zeit lang auf der Erde gelebt und ist nun auf der Suche nach den verbleibenden Infinitysteinen, jedoch bisher erfolglos. Auf der Suche begegnet er dem Feuerdämon Surtur, der ihm Ragnarök, dem Kampf der Götter und Ende von allem prophezeit, da Odin nicht in Asgard sei, um es zu verhindern. Nach seinem Sieg über Sortur begibt sich Thor direkt nach Asgard und muss zum einen feststellen, dass Heimdall als Wächter über den Bifröst abgesetzt wurde und nun der Großschwätzer Skurge diesen bewacht. Zum anderen entdeckt er, dass sich sein Bruder Loki, den er für tot hielt, als Odin ausgibt. Thor zwingt Loki ihn zu Odin zu bringen, wobei sie von Doctor Strange unterbrochen werden, der Loki als potentielle Gefahr im Auge behält. Strange weißt ihnen schließlich den Weg zu Odin, der jedoch kurz darauf stirbt. Durch seinen Tod werden Thor und Lokis Schwester Hela, die Göttin des Todes, befreit. Die Brüder wussten bisher nicht, dass sie eine Schwester haben. Hela zerstört im ersten Kampf Mjölnir und lässt die Brüder auf der Reise nach Asgard in eine fremde Welt bringen. Während Hela nun systematisch Asgard und seine Bewohner versucht zu unterjochen und auch vor vielen Toten nicht zurückschreckt, sieht sich Thor auf dem Planeten Sakaar, gefangen als Kämpfer in einer Arena, einem alten Bekannten gegenüber. Denn auch Hulk hat es nach Age of Ultron, auf diesen Planeten verschlagen. Alle Bemühungen Thors Hulk zu einer Flucht zu überreden scheitern. Auch Loki ist nach Sakaar gekommen, hat es aber geschafft das Vertrauen des Grandmasters, praktisch dem König, zu gewinnen. Auch findet Thor in Scrapper-142, der Kopfgeldjägerin, die ihn an den Grandmaster verkauft hat, eine ehemalige Walküre, einer Beschützerin Asgards. Die Walküren wurden bei einem früheren Kampf gegen Hela fast vernichtet, weswegen sie sich auch zunächst weigert, Thor zu helfen. Als Thor versucht auf eigene Faust zu fliehen, helfen ihm schließlich doch der Hulk, der sich wieder in Bruce Banner zurückverwandelt, die Walküre und Loki. Zurück in Asgard kommt es zum letzten großen Kampf gegen Hela. Dabei erkennt Thor, dass Asgard kein Ort ist, sondern die Menschen, die dort leben. Also evakuiert er die Bevölkerung und belebt Surkur wieder, damit dieser im Kampf gegen Hela alles zerstört – inklusive Hela.
In Infinity War wird das Schiff der überlebenden Asen von Thanos abgefangen. Er statuiert ein Exempel, in dem er Loki tötet, sowie die Hälfte der Asen. Heimdall schafft es kurz vor seinem Tod noch den Hulk zur Erde zu schicken. Thor wird aus dem Raumschiff geschleudert. Auf der Erde warnt Hulk Doctor Strange, Wong und Iron Man, doch Thanos Anhänger sind bereits auf dem Weg, um die restlichen Infinity Steine zu sammeln. Zusammen mit Spider-Man wehren sie den ersten Angriff ab. Da diese nur hinter dem Zeitstein her sind, den Strange an einer Kette trägt, nehmen sie ihn kurzerhand mit. Iron Man und Spider-Man folgen ihm und landen auf Titan. Unterwegs können sie Thanos Anhänger überwältigen.
Die Guardians of the Galaxy lesen unterwegs den umherfliegenden Thor auf, der den Angriff überlebt hat. Als Gamora von Thanos Angriff erfährt, weiß sie direkt, was er vorhat. Während Thor mit Rocket und Groot nach Nidavellir reist, reisen die übrigen Guardians nach Knowhere, um den beim Collector versteckten Stein vor Thanos zu holen. Thor, Rocket und Groot kommen auf Nidavellir an, wo sie zusammen mit Eitri eine Waffe schmieden, die Thanos aufhalten kann. Dabei müssen sie ein paar Hindernisse aus dem Weg räumen. Währenddessen kommt es auf der Erde zum finalen Kampf in Wakanda, während Shuri, die Schwester des Black Panther, versucht den Gedankenstein aus Vision zu befreien, ohne ihn zu töten. Als Thanos nach seinem Sieg auf Titan auf die Erde reist, tötet er Vision und hat nun alle Infinity Steine zusammen. Thor stößt dazu und kann mit seiner neuen Axt einen Treffer landen. Allerdings schafft es Thanos noch mit dem Handschuh und den vereinten Steinen zu schnipsen, woraufhin sich die halbe Bevölkerung des Universums in Luft auflöst. Darunter auch die Hälfte der Avengers. Thanos zieht sich nach dem Kampf auf Titan zurück, da er seine Lebensaufgabe beendet hat. – Gekürzte Version mit für Thor relevantem Plot

Die Handlung

Thor (Chris Hemsworth) hat sich den Guardians of the Galaxy nach Endgame angeschlossen. Doch so richtig scheint es nicht seine Bestimmung zu sein. Er folgt einem Notruf von Lady Sif und erfährt, dass Gorr (Christian Bale) über das Nekro-Schwert verfügt und geschworen hat: Alle Götter müssen sterben. Als er versucht New Asgard zu retten, trifft er auf eine altet Bekannte.

Meine Meinung

Nach den Trailern zu Thor 4 war ich schon wenig überzeugt. Ragnarök konnte mich schon gar nicht mehr abholen, das Zusammenspiel mit den Guardians wirkte angestrengt und Thor zeigte sich von seiner schlechtesten Seite. Arrogant, abgehoben, also eigentlich die Eigenschaften die wir im ersten Thor bereits überwunden hatten. Alle Entwicklungen werden erst einmal über Bord geworfen und abgesehen von dem Guns’n’Roses Soundtrack und ein paar plumpen Witzen scheint der Film auf die Enttäuschung zu zulaufen, die ich erwartet habe.
Doch dann fängt er sich nochmal, und sobald Walküre und Jane Foster mit von der Partie sind, wird es auch etwas gesitteter. Die Witze sitzen mehr, die Handlung baut sich auf und einige Effekte und Bilder sind durchaus sehenswert.
So bietet der Film ein einziges auf und ab. Während einige Teile durchaus gut funktionieren und einige Witze auch treffsicher landen, gibt es dann immer wieder die Dinge, die einfach zu viel sind. Die Geschichte rund um die anderen Götter ist entweder zu lang aufgebaut oder zu kurz auserzählt, die Geschichte rund um Jane und ihre Wandlung zur Mighty Thor ist zwar einerseits gut eingebunden, andererseits aber auch ein bisschen zu leicht. Grundsätzlich gibt es hier einige „Deus Ex Machina“ Momente, wo es sich sehr einfach gemacht wurde, um bestimmte Voraussetzungen zu schaffen.
Was hingegen relativ gut funktioniert ist Christian Bales Bösewicht Gorr. Zwar ist seine Hintergrundgeschicht sehr einfach gehalten, aber dennoch verständlich rübergebracht. Seine Szenen sind gut ausgearbeitet und gerade die finale Schlacht in schwarz-weiß Optik ist optisch überaus gelungen und setzt sich nicht nur vom ansonsten fast zu bunten Film ab, sondern eben auch von vergleichbaren Schlachten aus dem MCU.
Hier zeigt sich, dass Regisseur Taika Waititi sein Handwerk durchaus beherrscht, aber zwischenzeitlich irgendwie immer eine falsche Abzweigung nimmt. So war schon bei Thor Ragnarök die ganze Geschichte rund um Hela gut inszeniert, aber die ganze Episode auf Sakaar war unnötig abgehoben. So ist es auch in Love and Thunder. Zwischen den ganzen Szenen, die einfach nur zu drüber sind, hat der Film mit den Schattenwesen teilweise Horrorelemente und schafft es auch ernstere Themen wie Krebs anzuschneiden.
Auch wenn der Film nicht die Vollkatastrophe ist, mit der ich gerechnet hatte, überwiegen leider am Ende doch die Mängel. Auch wenn ich zwischenzeitlich eine echt gute Zeit hatte und einige Witze mich abholen konnten, ist es letztlich ein Schritt zurück, denn die Entwicklung Thors wird hier immer wieder zurückgeschraubt und er scheint ständig von vorne beginnen zu müssen. Da waren wir im MCU schon längst weiter. Der einzige Vorteil dürfte sein, dass es sich tatsächlich noch einmal um einen relativ unabhängigen Film handelt, bei dem man wenig Vorwissen benötigt und der wenig Einfluss auf die künftige Entwicklung im MCU haben dürfte.

Das Fazit

Thor 4 – Love and Thunder bietet zwischen durchaus gelungenen Szenen rund um einen relativ starken Bösewicht, leider viel vereinfachtes, übertriebenes und zu buntes. Während er größtenteils zwar noch unterhalten kann, bleibt doch zu viel unausgearbeitetes im Hinterkopf. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Thor – Love and Thunder läuft seit dem 07.07.2022 in den deutschen Kinos

Was bisher geschah… – MCU Phase 3.2

In Vorbereitung auf Infinity War (2018) hatte ich alle bis dahin erschienen Filme des MCU (Marvel Cinematic Universe) zusammengefasst. Auf diese Zusammenfassungen verweise ich auch jetzt noch in meinen Artikeln. Inzwischen ist das MCU aber um ein paar Filme reicher und mir fehlen oftmals die Verlinkungen. Daher will ich nun die zweite Hälfte der dritten Phase zusammenfassen. Spoiler können dadurch nicht ausgeschlossen werden.

Avengers: Infinity War

Erscheinungsdatum: 26.04.2018
Eingeführte Charaktere: Eitri

Das Schiff der überlebenden Asen wird von Thanos abgefangen. Er statuiert ein Exempel, in dem er Loki tötet, sowie die Hälfte der Asen. Heimdall schafft es kurz vor seinem Tod noch den Hulk zur Erde zu schicken. Thor wird aus dem Raumschiff geschleudert. Auf der Erde warnt Hulk Doctor Strange, Wong und Iron Man, doch Thanos Anhänger sind bereits auf dem Weg, um die restlichen Infinity Steine zu sammeln. Zusammen mit Spider-Man wehren sie den ersten Angriff ab. Da diese nur hinter dem Zeitstein her sind, den Strange an einer Kette trägt, nehmen sie ihn kurzerhand mit. Iron Man und Spider-Man folgen ihm und landen auf Titan. Unterwegs können sie Thanos Anhänger überwältigen.
Der zurückgebliebene Hulk kontaktiert Captain America, der zusammen mit Falcon und Black Widow nach Schottland reist, um Vision und Wanda abzuholen, die zwischenzeitlich auch angegriffen wurden, da Vision den Gedankenstein in sich trägt. Auch diesen Angriff können sie abwehren und reisen daraufhin nach Wakanda.
Die Guardians of the Galaxy lesen unterwegs den umherfliegenden Thor auf, der den Angriff überlebt hat. Als Gamora von Thanos Angriff erfährt, weiß sie direkt, was er vorhat. Während Thor mit Rocket und Groot nach Nidavellir reist, reisen die übrigen Guardians nach Knowhere, um den beim Collector versteckten Stein vor Thanos zu holen. Doch sie kommen zu spät und Thanos nimmt Gamora mit. Die anderen reisen ebenfalls nach Titan, weil sie Thanos dort vermuten. Thanos und Gamora reisen nach Vormir, wo sich der Seelenstein befindet. Dafür muss er etwas opfern, was er liebt. Gamora feixt, weil Thanos niemanden liebt. Thanos opfert jedoch sie.
Thor, Rocket und Groot kommen auf Nidavellir an, wo sie zusammen mit Eitri eine Waffe schmieden, die Thanos aufhalten kann. Dabei müssen sie ein paar Hindernisse aus dem Weg räumen. Auf Titan treffen Strange, Iron Man und Spider-Man auf die übrigen Guardians. Gemeinsam greifen sie Thanos an, der nach Vormir ebenfalls nach Titan reist. Strange übergibt ihm schließlich den Zeitstein, um Iron Mans Leben zu retten. Währenddessen kommt es auf der Erde zum finalen Kampf in Wakanda, während Shuri, die Schwester des Black Panther, versucht den Gedankenstein aus Vision zu befreien, ohne ihn zu töten. Als Thanos nach seinem Sieg auf Titan auf die Erde reist, tötet er Vision und hat nun alle Infinity Steine zusammen. Thor stößt dazu und kann mit seiner neuen Axt einen Treffer landen. Allerdings schafft es Thanos noch mit dem Handschuh und den vereinten Steinen zu schnipsen, woraufhin sich die halbe Bevölkerung des Universums in Luft auflöst. Darunter auch die Hälfte der Avengers. Thanos zieht sich nach dem Kampf auf Titan zurück, da er seine Lebensaufgabe beendet hat.

Ant-Man and the Wasp

Erscheinungsdatum: 26.07.2018
Eingeführte Charaktere: Janet van Dyne (frühere Wasp), Dr. Bill Foster, Jimmy Choo

Nach den Ereignissen in Civil War konnte Scott Lang alias Ant-Man einen Deal aushandeln, so dass er seine Strafzeit im Hausarrest absitzen darf, damit er seine Tochter regelmäßig sehen kann. Mit einer Fußfessel wird er kontrolliert, dass er keinen Kontakt zu Hank und Hope aufnimmt. Nach einem Traum wird er von einer Ameise betäubt und wacht im Labor von Hank und Hope wieder auf. Nach Scotts Reise im subatomaren Raum im ersten Teil, glauben die beiden, dass Janet noch lebt und versuchen einen Tunnel zu bauen. Dafür fehlt ihnen jedoch ein Bauteil, was sie von Sonny Burch kaufen wollen. Der Deal platzt jedoch und als Hope in ihrem neuen Wasp-Kostüm das Bauteil so holen will, wird sie von der mysteriösen Ghost aufgehalten, die das Bauteil, sowie Hanks Labor stiehlt. Hank bittet einem alten Freund Dr. Bill Foster um Hilfe. Dieser lockt sie jedoch in eine Falle und sie erfahren Ghost Hintergrundgeschichte. Um ihr zu helfen, müssten sie Janet opfern. Bei ihrer Flucht bekommen sie ihr Labor und das benötigte Bauteil zurück. Durch Burch kommt jedoch das FBI den drei auf die Schliche. Scott schafft es noch rechtzeitig zurück in seinen Hausarrest, doch Hank und Hope werden festgenommen, wodurch Foster wieder an das Labor kommt. Scott befreit die anderen beiden und es kommt zum finalen Kampf mit Ghost. Hank kann Janet retten, die wiederum Ghost heilen kann. Am Ende wird Scotts Hausarrest aufgehoben, Burch wird vom FBI festgenommen und Dr. Foster kümmert sich um Ghost.
In der Mid-Credit-Scene wird Scott in den subatomaren Raum geschickt. Durch Thanos Schnipser verschwinden aber Hope, Hank und Janet, wodurch Scott nicht zurückgeholt werden kann.

Captain Marvel

Erscheinungsdatum: 07.03.2019
Eingeführte Charaktere: Carol Danvers/Vers/Captain Marvel, Maria Rambeau, Monica Rambeau, Talos

Vers lebt auf Hala, dem Hauptplaneten der Krees. Zusammen mit ihrem Vorgesetzten Yon-Rogg zieht sie los zu einer Operation gegen die Skrull, die einen Planeten der Kree besetzt haben. Doch die Informationen entpuppen sich als Falle und Vers wird von den Skrull festgenommen. Diese suchen nach einer bestimmten Erinnerung in ihrem Gedächtnis, wobei sie Erinnerungen freisetzen, die Vers vergessen hatte. Bei ihrer Flucht stürzt Vers auf die Erde in den 1990er Jahren. Hier glaubt sie ihre verlorenen Erinnerungen widerzufinden. Da sie die Gepflogenheiten der Erde nicht kennt, wird bald die Polizei und kurz darauf SHIELD auf sie aufmerksam. Agent Nick Fury und sein Praktikant Phil Coulson sammeln sie auf und zusammen begeben sie sich auf die Suche. In einem SHIELD Archiv finden sie Aufzeichnungen von Dr. Lawson, die Vers in ihren vergessenen Erinnerungen gesehen hat. Die Skrull sind inzwischen auch auf der Erde angekommen und versuchen Fury und Vers getarnt als SHIELD Agenten zu erwischen, doch diese können in einem Flugzeug entkommen. Dabei entdecken sie Goose, Lawsons Katze, als blinden Passagier. Die Flucht führt sie zu Vers früherer besten Freundin Maria Rambeau, die von ihrer gemeinsamen Vergangenheit berichtet und Vers wahren Namen Carol Danvers enthüllt. Talos, der Anführer der Skrull findet sie hier und bittet um ein friedliches Gespräch. Dabei erfährt sie, dass alles Geglaubte eine Lüge ist und die Kree gewaltsam das Universum versuchen zu erobern. Yon-Rogg, der sie nach ihrem Gedächtnisverlust aufnahm, hatte ihre Mentorin Dr. Lawson getötet, die den Skrull bei der Flucht vor den Kree helfen wollte. Eine geheime Energiequelle ging damals auf Danvers über, die ihre Kräfte hervorrief, die Yon-Rogg immer versuchte zu unterdrücken. Zusammen finden sie die geheime Basis der Skrull, die Lawson gebaut hatte, deren Standort sie aber Talos nicht mehr mitteilen konnte. Dort finden sie nicht nur den Tesseract, sondern es kommt auch zur finalen Auseinandersetzung mit Yon-Rogg und seinem Team. Dabei entfaltet Danvers ihre volle Kraft und blockt damit auch die zusätzliche Einheit von Ronan, dem Kläger, ab. Goose, der sich als Flerken entpuppt hat, verschluckt den Tesseract und würgt ihn in der Post-Credit-Scene auf Furys Tisch. Danvers widmet sich weiteren Notfällen im All und gibt Fury einen Notfallsender, mit dem er sie rufen kann. Diesen löste er am Ende von Infinity War aus und in der Mid-Credit-Scene rätseln die verbliebenen Avengers, wer damit gerufen wurde. Captain Marvel taucht in der letzten Einstellung auf.

Avengers: Endgame

Erscheinungsdatum: 24.04.2019
Eingeführte Charaktere: –

Captain Marvel findet Iron Man und Nebula auf dem Schiff der Guardians, das mit kaputtem Antrieb durchs All treibt. Damit rettet sie ihnen das Leben, da der Sauerstoff knapp wurde. Auf der Erde zerstreiten sich Iron Man und Captain America, weswegen die übrigen Avengers allein aufbrechen, um Thanos final zu erledigen, dessen Signal sie orten konnten. Doch sie kommen zu spät, Thanos hat die Infinity Steine unwiderbringlich zerstört.
Fünf Jahre später sind die Avengers in alle Himmelsrichtungen zerstreut und die Erde leidet noch immer unter dem Verlust der halben Menschheit. Durch einen Zufall wird Scott Lang aus der Quantenebene befreit. Da für ihn nur ein paar Stunden statt fünf Jahre vergangen sind, kommt ihm die Idee Zeitsprünge durch die Quantenebene durchzuführen. Dafür suchen Black Widow, Captain America und Ant-Man Tony Stark auf, der aber inzwischen eine Tochter hat und sein Leben unter keinen Umständen gefährden will. Doch die Idee lässt auch ihn nicht los und während Scott inzwischen mit Bruce Banner, der sich inzwischen in einer dauerhaften Zwischenform zwischen Hulk und Mensch befindet, experimentiert, präsentiert er die Lösung. Die übrig gebliebene Avengers werden zusammengetrommelt und Black Widow spürt Hawkeye auf, der nach dem Verlust seiner Familie zu Ronin geworden ist und brutale Gerechtigkeit ausübt. Sie kann ihn überreden zurück zu kommen. Auch Thor braucht viel Zusprache, da er sich in Neu Asgard sehr hat gehen lassen. Schließlich teilen sie sich in Teams auf, um die Infinity Steine aus der Vergangenheit zu holen. Thor und Rocket reisen nach Asgard ins Jahr 2013, wo sich der Äther in Jane Foster befindet. Während Rocket diesen auf ihr extrahiert, kann Thor ein klärendes Gespräch mit seiner Mutter führen, die an eben jenem Tag gestorben ist. Tony, Steve und Bruce reisen nach New York in 2012, wo Bruce den Zeitstein von der Ältesten erbittet, die ihn freiwillig hergibt, nachdem sie erfährt, dass es nach Steven Stranges Plan verläuft. Steve holt durch eine List Lokis Zepter mit dem Gedankenstein, muss sich jedoch mit seinem jüngeren Ich duellieren. Tony scheitert schließlich an der weiteren List, um an den Tesseract zu kommen, wodurch Loki mit diesem fliehen kann (der Auftakt zur Serie Loki). Dadurch reisen Steve und Tony nochmal weiter zurück in die Vergangenheit zu einem SHIELD Stütztpunkt 1970. Hier trifft Tony auf seinen Vater und kann den Tesseract aus dem Archiv holen. Steve hingegen klaut vom damals noch bei SHIELD angestellten Hank Pym seine Partikel, die sie für einen erneuten Zeitsprung benötigen. Clint und Natasja reisen nach Vormir ins Jahr 2014, um den Seelenstein zu holen. Als sie erfahren, dass der Preis eine geliebte Seele ist, kämpfen sie erbittert, da sie sich jeweils selbst opfern wollen. Black Widow „gewinnt“ und stirbt, wodurch Hawkeye mit dem Seelenstein zurückkehren kann. Rhodey und Nebula reisen nach Morag ebenfalls im Jahr 2014, um den Orb vor Star-Lord zu holen. Dabei gerät Nebulas Gedankenspeicher jedoch durcheinander, da ihr damaliges Ich ebenfalls auf der Suche nach dem Orb ist. Dadurch erfährt der Thanos von 2014 von ihrem Plan und das er schon einmal erfolgreich war. Es gelingt ihm Nebula auszuknocken und gegen die 2014er Nebula auszutauschen, so dass diese ihm die Reise ins Jahr 2024 zu ermöglichen. Gamora, die damals noch bei Thanos war, erfährt, dass Nebula und sie Freundinnen werden, weswegen sie ihr hilft. Die Avengers kehren mit allen Steinen zurück und Bruce schnipsst mit den vereinten Steinen, um die Auslöschung des halben Universums rückgängig zu machen. Während Clint mit seiner zurückgekehrten Frau telefoniert und sie dadurch erfahren, dass es funktioniert hat, greift Thanos an und zerstört das Hauptquartier komplett. Es kommt zum Endgame, dem letzten Kampf. Während Iron Man, Captain America und Thor zunächst allein Thanos gegenübertreten, hat Dr. Strange alle Armeen versammelt und bringt sie zum Schlachtfeld. Jetzt sind die Armeen ausgeglichen und sie führen einen erbitterten Kampf. Ant-Man und WASP versuchen den alten Van mit der kleinen Zeitmaschine wieder zum laufen zu bringen, denn die Steine müssen zurück in die Vergangenheit gebracht werden. Dabei kommt Thanos kurzzeitig in ihren Besitz, was nur durch das Eintreffen von Captain Marvel verhindert werden kann. Schließlich deutet Strange an, dass es sich bei diesem Zeitstrang um den einen handelt, bei dem sie gewinnen, was Iron Man dazu veranlasst, die Steine seinem Anzug hinzuzufügen und durch einen Schnippser Thanos und seine Armee verschwinden zu lassen. Dies bezahlt er jedoch mit seinem Leben. Nach der Beerdigung reist Captain America zurück, um alle Steine zurückzubringen. Statt wie geplant danach zurückzukehren, bleibt er in der Vergangenheit und verbringt ein glückliches Leben mit Peggy Carter. Als alter Mann kehrt er zurück und übergibt sein Schild an Falcon (Auftakt zur Serie Falcon and the Winter Soldier).

Spider-Man 2: Far from home

Erscheinungsdatum: 04.07.2019
Eingeführte Charaktere: J. Jonah Jameson

In Far from home fährt Peter mit seinen Klassenkamerad*innen auf Klassenfahrt. Durch die Geschehnisse in Endgame ist die Klasse neu zusammengesetzt. Ebenfalls versucht Peter den Tod seines Mentors Iron Man zu verarbeiten. In Venedig taucht ein Wassermonster auf. Bei dem Kampf wird Peter unerwartet von Mysterio unterstützt, dessen Familie durch diese Monster ausgelöscht wurden. Da Peter lieber weiter auf der Klassenfahrt bleibt, leitet Nick Fury diese kurzerhand nach Prag um, wo das nächste Monster vermutet wird. Dort gesteht er seinem Schwarm MJ, dass er Spider-Man ist, was diese jedoch schon wusste. Er findet dabei eine Drohne, die er dem zuvor stattgefundenen Kampf von Mysterio und einem Feuerwesen zuordnet. Dadurch findet er heraus, dass Mysterio ihn angelogen hat und die Kämpfe nur simuliert hat. Zuvor hat er diesem jedoch die Kontrolle über Technologie von Iron Man übertragen. In Berlin versucht er Mytserio zu stellen, muss jedoch feststellen, dass er in einer Simulation gelandet ist. Da nun auch Ned und MJ in Gefahr sind, reist er ihnen nach. In London kommt es zum finalen Kampf, bei dem Mysterio besiegt wird. In der Mid-Credit-Scene beschuldigt J. Jonah Jameson öffentlich Peter als Mörder Mysterios und entlarvt ihn gleichzeitig als Spider-Man.

Hawkeye

Ein Vorwort

Marvels fünfte Serie auf Disney+ handelte nun endlich von einem Superhelden, der bisher immer irgendwie mit dabei war, aber nie im Fokus lag. Zeitgleich handelt sie von meinem absoluten Lieblingsavenger – und ja, ich habe eine Schwäche für Bogenschützen. Die Rede ist von Hawkeye. Nachdem sich bisher die stärkeren und schwächen Serien abgewechselt haben, standen die Zeichen wieder gut für Hawkeye. Warum es sich dabei zeitgleich um die stärkste Serie handelt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Avengers – Age of Ultron, Avengers – Endgame  – diese stelle ich hier kurz vor.
Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: The Avengers, Captain America 3 – Civil War, Black Widow, Daredevil (die Netflix Serie) – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (sofern bereits vorhanden, für die Links einfach die Titel anklicken).

In Avengers – Age of Ultron hat sich das Team wieder versammelt, diesmal um gegen von Strucker vorzugehen, der Lokis Zepter stehlen konnte. Dabei treffen sie zum ersten Mal auf die Zwillinge Pierdro und Wanda Maximoff. Strucker kann besiegt werden und die Avengers nehmen das Zepter mit nach Hause. Dort kommt Iron Man auf die Idee die Intelligenz aus dem Zepter zu holen und in sein Dronenprojekt Ultron zu integrieren. Doch die Intelligenz macht sich selbstständig und besiegt JARVIS, der KI, die Stark als Butler nutzt. Ultron greift die Avengers an. Die Drohe kann zerstört werden, doch Ultron flieht übers Internet. In einer verlassenen Fabrik nimmt er wieder Besitz von einem Maschinenkörper und wird dort von den Maximoffs gefunden, die ebenfalls eine Rechnung mit Stark offen haben. Ultron baut eine ganze Armee von Drohnen mit seiner Intelligenz. Für seinen Plan braucht er das sehr seltene Element Vibranium, die er vom Schmuggler und Waffenhändler Ulysses Klaue bekommen will. Die Avengers bekommen Wind von diesem Plan und spüren Klaue ebenfalls auf. Dabei treffen sie auf Wanda, die als Scarlet Witch manchen der Avengers ihre schlimmsten Ängste zeigt. Dadurch dreht Banner durch und verwandelt sich unkontrolliert in den Hulk. Stark muss in seinem neuen Iron Man Anzug „Hulkbuster“ einstreiten, beiden richten jedoch im Kampf eine Menge Zerstörung an. Um Abstand von allem zu bekommen, ziehen sich die Held*innen in ein Safehouse zurück. Dabei stellen sie fest, dass hier Hawkeyes Familie lebt. Seine Frau, mit dem dritten Kind schwanger, sorgt für die Avengers, die neuen Mut schöpfen.
Ultron entführt als nächstes die Wissenschaftlerin Helen Cho, die ihm einen richtigen künstlichen Körper erschaffen soll. Die Avengers können jedoch die Übertragung von Ultron in den Körper verhindern, Stark setzt aber hinterher den wiedererweckten JARVIS in den Körper ein. Inzwischen haben auch die Maximoffs Ultrons wahre Pläne, die Vernichtung der Menschheit, durchschaut und stellen sich im letzten Kampf auf die Seite der Avengers. Ultron hat eine Maschine entwickelt mit der er die Stadt Sokovia in die Luft steigen kann. Diese will er dann ab einem gewissen Punkt wieder fallen lassen, um damit einen Meteoriteneinschlag zu simulieren, mit dessen Wucht die gesamte Menschheit ausgelöscht werden kann. Beim Kampf tötet Ultron Piedro Maximoff, die Avengers können aber das schlimmste verhindern.
In Avengers – Endgame muss Clint Barton den Verlust seiner Familie durch Thanos Schnippsen mitansehen. Dies prägt ihn so sehr, dass er zu dem Untergrund-Rächer Ronan wird. Erst Black Widow kann ihn von seinem Pfad abbringen und holt ihn zurück zu den Avengers, die mit Hilfe von Scott Lang und Iron Man an einer Zeitmaschine arbeiten. Sie wollen die Infinity-Steine zusammentragen und so alle ausgelöschten Leben zurückholen. Hawkeye wird mit Black Widow als Team eingeteilt. Sie reisen nach Vormir, um den Seelenstein zu besorgen. Dabei wissen sie nicht, dass eine geliebte Person geopfert werden muss. Beide beschließen das Opfer zu sein und leisten sich einen erbitterten Kampf. Black Widow „gewinnt“ schließlich und Hawkeye ist nun zwar im Besitz des Seelensteins, hat aber seine beste Freundin verloren. Die Avengers können den Handschuh mit allen Infinity Steinen wieder zusammensetzen und so die Auslöschung der halben Bevölkerung rückgängig machen. Als Hawkeye einen Anruf seiner bis dahin toten Frau erhält, wissen sie, dass es funktioniert hat. Allerdings hat Thanos Wind von ihrem Plan bekommen und greift an. In einer letzten finalen Schlacht können sie vereint Thanos besiegen. Dabei verliert auch Iron Man sein Leben. Bei der Beerdigung ist Hawkeye wieder mit seiner Familie vereint.

Die Handlung

Kate Bishop (Hailee Steinfeld) ist seit den Ereignissen in New York 2012 (siehe The Avengers) großer Fan von ihrem persönlichen Helden Hawkeye alias Clint Barton (Jeremy Renner). Als bei einer Schwarzmarkt-Auktion auf einer Charity-Veranstaltung der Firma ihrer Mutter das Kostüm des Ronin versteigert wird, landet dies nach einem Anschlag in ihrem Besitz. Damit macht sie zwei Parteien auf sich aufmerksam. Zum einen Hawkeye, der eigentlich wegen eines Musicalbesuchs mit seinen Kindern in der Stadt war, und der Jogging-Anzug Gang, deren Anzahl der Ronin einst stark verkleinerte.

Meine Meinung

Mein inneres Fangirl war seit der Ankündigung der Serie total aus dem Häusschen. Endlich würde mein Lieblingsavenger die Screentime bekommen, die er verdient. Zeitgleich hatte ich Angst, dass es sich vielleicht um einen Abschied handeln könnte. Die Altherrenriege, die Platz macht für frische junge Powerfrauen. Bekommen habe ich ein wahnsinnig gutes Duo.
Aber fangen wir am Anfang an. Die Geschichte wird aus der Sicht von Kate Bishop erzählt. Wie ich, ist sie ein großer Hawkeye-Fan. Allerdings liegt es bei ihr daran, dass er ihr als Kind das Leben gerettet hat, da sie beim Alienangriff 2012 in New York war. Seitdem hat sie hart an ihrer Bogenschützenkarriere gearbeitet. Als sie dann tatsächlich auf Clint Barton trifft, scheinen all ihre Träume sich zu erfüllen. Dieser will aber lieber nach Hause und mit seiner Familie Weihnachten feiern. So spiegeln sich Euphorie und Abweisung in ihren Dialogen wieder. Doch nach und nach wachsen sie als Team zusammen. Durch den Altersunterschied und die familiäre Hintergrundgeschichte Hawkeyes haben wir hier auch keine sich aufbauende Liebesgeschichte, was sehr erfrischend ist.
Dieses Erfrischende ist auch genau das, was die Serie ausmacht. Wir haben hier keinen Thanos, keine weltweit politischen Beziehungen und auch ansonsten keine Übermacht, mit der zu kämpfen ist. Sondern eher kleinere Konflikte – auch wenn gerade gegen Ende noch einmal größere dazu kommen – die dennoch Raum für eine ganze Staffel schaffen. Denn hier kommt an keiner Stelle Langeweile auf. Vor allem durch die flotten Dialoge zwischen Barton und Bishop, aber auch zwischen den beiden und der Jogginganzug-Gang. Dabei bleibt die Serie stets auf dem Boden der Tatsache. Gerade Hawkeye ist ein sehr geerdeter Avenger, der gerade durch seine Familie einfach sehr menschlich geblieben ist. Der trotz seines Ruhms nahbar ist.
So geben sich Spannung, Witz und einmalige Dialoge die Klinke in die Hand und bilden eine Handlung, die zwar im Vergleich zu den großen Filmen des Universums mickrig wirkt, aber genau diese Rückbesinnung auf die „einfachen Probleme“ tut dem ganzen Universum gut. Über das Setting zu Weihnachten lässt sich zwar streiten, aber selbst mich als Grinch hat es jetzt nicht gestört.
Zum Schluss habe ich nur noch einen Wunsch: Ich hätte gerne das komplette „Rogers – the Musical“ gesehen. Lieber Herr Feige, falls Sie das lesen: Bitte, bitte machen Sie aus der Idee ein ganzes Musical!
PS: Ich lass euch das Gif mal hier. Ich kriege davon immer einen Lachflash und lachen ist gesund 😉

Das Fazit

Hawkeye besinnt sich zurück auf ruhigere Zeiten und präsentiert einen auf den Boden gebliebenen Superhelden und seine Fan-Nachfolgerin. Durch einmalige dialoge, viel Witz und gleichzeitig viel Spannung ist die Serie die bisher beste der Reihe.

Hawkeye ist als Original bei Disney+ im Abo enthalten

Spider-Man 3 – No way home

Ein Vorwort

Kinostart kurz vor Weihnachten ist eigentlich ein Garant für gute Zuschauerzahlen. Doch durch die weitverbreitete 2G-Regelung machen die ersten Filme schon wieder Rückzieher. Dabei hat Spider-Man mit dem besten Einspielergebnis seit der Pandemie erst wieder bewiesen, dass mit dem richtigen Film auch die Zahlen stimmen. Ob der Film mit der Schlagzeile mithalten kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Spider-Man Homecoming & Far from home – diese stelle ich hier kurz vor.
Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Avengers – Endgame, Doctor Strange, WandaVision, What if… – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken). Ebenfalls ist es empfehlenswert die bisherigen Spider-Man Filme mit Tobey McGuire und Andrew Garfield zu sehen. Da ich sie selbst nicht gesehen habe, kann ich hier nicht sagen, welche wichtiger und welche unwichtiger sind.

Nach seinem Auftritt in Civil War will Peter Parker unbedingt ein Avenger werden. Doch Tony Stark möchte ihn komplett aus der Schusslinie nehmen. Bei einem Banküberfall merkt Peter das erste Mal, dass sein Handeln auch Konsequenzen haben kann, als beinahe ein Freund von ihm verletzt wird. Bei dem Überfall wurde eine Waffe verwendet, die mit Alientechnik verbessert wurde. Spider-Man versucht den Mann hinter den Waffengeschäften zu finden und trifft auf Adrian Toomes alias The Vulture. Bei der ersten Konfrontation muss Iron Man einschreiten und rügt Spider-Man danach. Dieser lässt sich jedoch nicht aufhalten und stellt mit seinem besten Freund Ned Leeds fest, dass sein Anzug noch mehrere versteckte Funktionen hat, die Ned freischalten kann. Kurz darauf begegnet er wieder the Vulture und seinen Handlangern. Diesmal wird dabei die Staten Island Ferry beschädigt und droht mitsamt aller Zivilisten unterzugehen. Spider-Man bemüht sich alle zu retten, doch wieder muss Iron Man eingreifen. Als Strafe nimmt er Spider-Man seinen Anzug weg. Reumütig versucht sich Peter wieder auf die Schule zu konzentrieren. Als der Homecoming-Ball ansteht, traut sich Peter Liz zu fragen, ob sie ihn begleiten möchte. Doch als er Liz abholt, erkennt er sofort ihren Vater: The Vulture. Er heftet sich an dessen Fersen. Dabei wird er jedoch zunächst überwältigt und hinterfragt seine Spider-Man Identität. Schließlich kann er sich befreien und versucht the Vulture aufzuhalten, der vom Umzug Iron Mans profitieren will und einen Jet in der Luft ausrauben will. Spider-Man schafft es den Jet zum abstürzen zu bringen, ihn aber von New York weg und an den Strand zu bringen, so dass niemand verletzt wird. Ebenfalls rettet er the Vulture, dessen Fluganzug zu explodieren drohte. Tony Stark will ihn daraufhin als neuen Avenger vorstellen, Peter lehnt jedoch ab, da er lieber die freundliche Spinne aus der Nachbarschaft bleiben will.
In Far from home fährt Peter mit seinen Klassenkamerad*innen auf Klassenfahrt. Durch die Geschehnisse in Endgame ist die Klasse neu zusammengesetzt. Ebenfalls versucht Peter den Tod seines Mentors Iron Man zu verarbeiten. In Venedig taucht ein Wassermonster auf. Bei dem Kampf wird Peter unerwartet von Mysterio unterstützt, dessen Familie durch diese Monster ausgelöscht wurden. Da Peter lieber weiter auf der Klassenfahrt bleibt, leitet Nick Fury diese kurzerhand nach Prag um, wo das nächste Monster vermutet wird. Dort gesteht er seinem Schwarm MJ, dass er Spider-Man ist, was diese jedoch schon wusste. Er findet dabei eine Drohne, die er dem zuvor stattgefundenen Kampf von Mysterio und einem Feuerwesen zuordnet. Dadurch findet er heraus, dass Mysterio ihn angelogen hat und die Kämpfe nur simuliert hat. Zuvor hat er diesem jedoch die Kontrolle über Technologie von Iron Man übertragen. In Berlin versucht er Mytserio zu stellen, muss jedoch feststellen, dass er in einer Simulation gelandet ist. Da nun auch Ned und MJ in Gefahr sind, reist er ihnen nach. In London kommt es zum finalen Kampf, bei dem Mysterio besiegt wird. In der Mid-Credit-Scene beschuldigt J. Jonah Jameson öffentlich Peter als Mörder Mysterios und entlarvt ihn gleichzeitig als Spider-Man.

Die Handlung

Nach Jamesons Enthüllungen steht Peter Parker (Tom Holland) in der Kritik der Öffentlichkeit. Da auch seine Freund*innen da mit reingezogen werden, sucht er Doctor Strange (Benedict Cumberbatch) auf und bittet ihn um Hilfe. Doch der Zauber geht schief und die Grenzen zum Multiversum verwischen. Kurz darauf tauchen Bösewichte auf, die allesamt Peter zu kennen scheinen.

Meine Meinung

Spider-Man war noch nie mein bevorzugter Superheld. Die früheren Filme habe ich daher nie gesehen. Erst als er zum MCU stieß und man die Filme irgendwie sehen musste, da alle Marvel Filme irgendwo aufeinander aufbauen, habe ich mich mit ihm näher auseinander gesetzt. Während Homecoming für mich noch eine Überraschung war, konnte ich Far from home wenig abgewinnen. Nur kurz zuvor war es Endgame, der irgendwo eine ganze Ära beendete und auf einmal sollte der zweite Spidey Phase 3 beenden? Dementsprechend frustriert ging ich nun in No way home. Immerhin der zweite Trailer ließ mich ein wenig Hoffnung schöpfen, dass es vielleicht doch halbwegs amüsant wird.
Letztlich war No way home eine Achterbahn der Gefühle. Zwischen Euphorie, Spaß aber auch Enttäuschung. Denn die Geschichte an sich konnte mich wesentlich mehr mitreißen und begeistern als zuvor gedacht. Die Idee das Multiversum nach What if… zunächst auf ein paar Bösewichte aus den früheren Spider-Man Filmen zu begrenzen, funktioniert erstaunlich gut und bringt die Handlung gut voran. Zeitgleich verbirgt sich dahinter auch eine Menge Potential für Späße, wovon einiges ausgereizt wird. Selbst wenn man sich im Spider-Man Universum nicht so gut auskennt und die früheren Filme nie gesehen hat, funktionieren viele Anspielungen, auch wenn man wahrscheinlich gar nicht alle mitbekommt, und man kann der Handlung folgen.
Allerdings ist es gerade die sich zunehmends verschiebende Dynamik zwischen Peter und Doctor Strange, die immer mehr ins merkwürdige rutscht. Hier merkt man Benedict Cumberbatch an, dass er wohl von so einigen Dialogzeilen etwas genervt war, da er das nur dezent überspielen konnte. Während Peter durch die Verantwortung und Erwartungshaltung von Strange und seiner Tante May zunehmend überfordert ist, werden auch die Zuschauenden zunehmend verwirrt. Freund und Feind verschwimmt innerhalb von wenigen Minuten, um sich kurz darauf mit dem größtmöglichen Drama neu zu festigen. Ob dies nun wirklich nötig war, bleibt fraglich, denn teilweise scheint es so, als ob dieser nur aus Prinzip und nicht weil er wirklich gepasst hat, eingebaut wurde.
Dafür wird man jedoch am Ende beim großen Finale für alles entschädigt. Das Zusammenspiel aus alten und neuen Charakteren funktioniert hier absolut hervorragend. Es macht Spaß, ist spannend, birgt mehrere Handlungsstränge und bringt das Franchise zu einem würdigen Ende! (PS: Ich habe keine Ahnung, ob weitere Spideys geplant sind, aber es fühlt sich nach einem guten und würdevollen Abschluss an. Das hält in Hollywood zwar niemanden mehr auf, aber vielleicht haben wir ja wieder ein paar Jahre Ruhe)
Das Multiversum wird uns wohl noch die gesamte Phase 4 über begleiten. Vor dem Multiverse of Madness (Doctor Strange 2) fühlte sich dieser sanftere Einstieg unfassbar gut an. Es ist wohl der stärkste Spider-Man Film aus dem MCU (darüber hinaus kann ich nicht beurteilen), auch wenn er eben deutlich spürbare Schwächen hat. Aber mit diesen muss man leben, wenn man die Stärken des Films erkunden will. Das Ende lässt einen dann zwar wieder zwiegespalten zurück, aber auch darin liegt Ende und Anfang zugleich.

Das Fazit

Spider-Man 3 – No way home lässt sich nicht so einfach bewerten. Zeitgleich der stärkste Film der Reihe, hat er doch an einigen Stellen deutliche Schwächen, gerade in bestimmten Handlungsabschnitten, die ein grandioses Finale jedoch größtenteils ausbügeln kann. Die Einführung ins Multiversum funktioniert besser als gedacht und zeigt, was möglich ist. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Spider-Man: No way home läuft seit dem 16.12.2021 in den deutschen Kinos

 

The Eternals

Ein Vorwort

Marvel versucht sich in der vierten Phase noch zu finden und startete eine Phase mit einer Mischung aus bekannten Held*innen und ganz neuen Projekten. Nach Black Widow und vor dem dritten Spider-Man durfte nach Shang-Chi uns nun die Eternals ihren ersten Auftritt im MCU (=Marvel Cinematic Universe) machen. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Für Eternals muss kein Marvel Film vorab zwingend zum Verständnis gesehen werden. Grundsätzlich ist es sinnvoll für ein paar Anspielungen die Handlung aus Avengers Infinity War und Avengers Endgame zu kennen. Der Film funktioniert aber auch das Vorwissen.

Die Handlung

5000 v. Chr. werden zehn Eternals zur Erde geschickt. Sie sollen sie dort vor den sogenannten Deviants schützen, dürften sich aber nicht in die Menschheitsgeschichte einmischen. Das führt ab einem gewissen Punkt zu Spannungen im Team und sie trennen sich. In der Gegenwart werden Sersi (Gemma Chan) und Sprite (Lia McHugh) von einem Deviant angegriffen, die sie für ausgestorben hielten. Ikaris (Richard Madden) kommt ihnen zur Hilfe. Zusammen ziehen sie los, um das Team wiederzuvereinen und die Emergenz bevorsteht.

Meine Meinung

Das nach Endgame neue Wege im MCU beschritten werden mussten, stand fest. Mit den Serien Loki und What If wurde dann auch festgelegt, dass es wohl in die Richtung der Multiversen geht. Hierfür benötigte man aber neue Teilnehmer*innen, da viele der ursprünglichen Avengers ausgestiegen sind. Da boten sich die Eternals regelrecht an. Dennoch hat der Film einige Schwachstellen und es bleibt fraglich, wie sie in zukünftige Projekte eingebunden werden sollen. Doch von vorne
Während bei Star Wars der am Anfang durchrollende Text mit Erklärungen einfach Kult ist und irgendwie auch noch zu den neuen Filmen dazugehört, so wirkt dies doch in einer Großproduktion wie bei Marvel irgendwie ideenlos. Zumal es darum ging drei grundsätzliche Begrifflichkeiten zu klären, die man im darauffolgenden sowieso noch einmal bildlich erklärt bekommt. Das ist jetzt zwar nichts gravierendes, steht aber symbolisch für vieles im Film.
Die Einführung der Charaktere im Zusammenhang mit mehreren geschichtlichen Ereignissen funktioniert gut und verdeutlicht, wieso sie so lange auf der Erde lebten, ohne in die bisherigen Ereignisse eingegriffen zu haben. Die folgende Handlung wird in der Gegenwart mit mehreren Rückblenden erzählt. Dadurch verzögert sich das sowieso schon lange zusammenraufen der Gruppe und man wird immer wieder aus dem Fluss gerissen. Dabei sind die Rückblenden mitunter spannender als die eigentliche Geschichte. Das Problem ist hier auch, dass es zehn neue Charaktere mit unterschiedlichen Fähigkeiten sind, die alle irgendwie vorgestellt werden wollen. Das klappt nur bedingt und so denkt man ab einbem gewissen Punkt, dass die Gruppe wieder vollständig ist und doch fehlt immer noch jemand.
Und sobald alle wieder versammelt sind, kommt der – eigentlich überhaupt nicht – unerwartete Plottwist. Ab hier wird es eine altbekannte Weltrettungsmission, in der natürlich alle über sich hinauswachsen. Ergo: Der Film traut sich handlungstechnisch nichts, sondern reproduziert alte Erzählstrukturen.
Dennoch funktioniert der Film. Das liegt wohl daran, dass die Charaktere durch ihre Vielfältigkeit punkten können. Auch wenn einige zu kurz kommen oder gar blass bleiben, macht es die Mischung. Und auch, wenn sich die Handlung mitunter zieht und einiges unfreiwillig vorhersehbar ist, wird es nie langweilig.
Am enttäuschendsten ist wohl das Ende. Denn mit einer Lauflänge von 157 Minuten wurde sich gut Zeit gelassen, um die Eternals vorzustellen. Nur, dass sie am Ende so positioniert werden, dass sie vermutlich in den kommenden Filmen keine Relevanz haben werden. Das ist schade, denn von einigen Charakteren möchte ich unbedingt mehr sehen.

Das Fazit

The Eternals wirken etwas lieblos ins MCU eingeführt. Trotz einiger spannenden Sequenzen und Handlungsstränge kann die Haupthandlung nicht überzeugen. Neben einigen tollen Charakteren gibt es zu viele blasse und das Ende katapultiert sie ähnlich wie Captain Marvel in die Bedeutungslosigkeit. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

The Eternals läuft seit dem 03.11.2021 in den deutschen Kinos.

PS: Wie für Marvel üblich gibt es sowohl eine Midcredit, wie auch eine Postcreditscene. Also sitzenbleiben bis zum Schluss 😉

What if…

Ein Vorwort

Nach WandaVision, Falcon and the Winter Soldier und Loki sollte eigentlich erst Hawkeye die nächste große Serie werden, die direkt dem MCU (Marvel Cinematic Universe) zugeordnet wird. Doch dann kam die Nachricht: Auch die Animationsserie What if… sollte nicht nur als Begleitserie gelten, sondern direkten Einfluss auf die Geschehnisse im MCU haben. Da es sich hier um alternative Welten handelt, ist damit wohl die letzte Tür zum Multiversum geöffnet worden, die WandaVision und Loki bereits angestoßen haben. Was die Serie denn nun kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier fasse ich normalerweise die relevanten Filme und Serien aus dem MCU zusammen und erwähne, welche gut wären, darüber hinaus gesehen zu haben. In diesem Fall gibt es aber in der Serie so viele Anspielungen, dass es sich grundsätzlich lohnt alles zuvor erschienende aus dem MCU gesehen zu haben. Zumindest die Serien kann man erst einmal außen vor lassen, aber die Filme tragen zum Verständnis bei.

Die Handlung

Der Watcher (Jeffrey Wright) bewacht die Multiversen. Denn durch jede Entscheidung öffnet sich ein anderer Handlungsstrang. In dieser Serie befasst sich jede Folge mit einem Gedankenspiel. Was wäre wenn, etwas eingetreten oder nicht eingetreten wäre und wie hätte das den Handlungsfluss geändert.

Meine Meinung

Ich mag Was wäre, wenn Gedankengänge. Die unbegrenzten Möglichkeiten, wenn man einfach nur eine Komponente verschiebt. Und gerade im MCU durch die vielen Serien und Charaktere ergeben sich eine Unmenge an Möglichkeiten. Umso gespannter war ich auf die Serie und welche Möglichkeiten umgesetzt werden.
Die einzelnen Episoden befassen sich auch je mit einer Variante. Erst die letzte Folge vereint die vorherigen und führt die Serie so zu einer Aussage zusammen. Dabei ist fast jede*r Held*in aus den Filmen vertreten. Teilweise treffen sie auch aufeinander, wo man es nicht erwartet hätte. Dabei klingen die What if zu Anfang sehr interessant. Leider können die wenigsten Episoden die Erwartungen halten. Denn irgendwo verstrickt sich die Handlung stets immer weiter und am Ende bleibt von der Ausgangsfrage nichts mehr übrig als eine nette Idee.
Nehmen wir als Beispiel mal die erste Episode. Was wäre, wenn Peggy Carter Captain America wäre und nicht Steve Rogers. Klingt nach einer Idee, aus der man viel hätte machen können. Stattdessen wird der Film Captain America mehr oder weniger nacherzählt nur mit Peggy in Anzug und Schild. Das ist enttäuschend, weil ich mir von der Grundfrage anderes erhofft hatte. So zieht es sich auch durch die anderen Episoden. Zwischendurch gibt es wirklich spannende und gut durchdachte, die am Ende aber in der Unterzahl bleiben.
Der Animationsstil ist darüber hinaus auch sehr gewöhnungsbedürftig, wird sich doch an den Darsteller*innen aus den Fimen orientiert und nicht an den Comicdarstellungen. Das funktioniert jedoch nur bedingt, da die Animation sehr lieblos wirkt und wenige Details aufweist.
Verbunden mit der deutschen Synchronisation, die bemüht war die Originalsynchronstimmen zu verwenden, es aber nicht bei allen Darsteller*innen geschafft hat, wirken einige Charaktere wie Fremdkörper. So haben wir einen Iron Man, der zwar nach Robert Downey Jr. aussieht, aber nicht so klingt. Gerade hier ist die neue Synchronstimme auch sehr unpassend, wenn man über viele Filme hinweg an die andere gewöhnt war.
Letztlich spielen hier wahrscheinlich viele enttäuschte Erwartungen mit rein, aber im gesamten konnte mich die Serie nicht überzeugen. Allerdings bildet sich dadurch ein Muster aus Gut (WandaVision) – Enttäuschend (Falcon and the Winter Soldier) – Gut (Loki) – Enttäuschend (What if…) – also kommt danach wohl wieder Gut (Hawkeye). Ich freu mich auf jeden Fall auf die Serie mit meinem Lieblingsavenger.

Das Fazit

What if… hat eine gute Grundidee, schafft es aber nur selten, die Erwartung hinter der alternativen Idee zu halten. Die Animation wirkt teilweise lieblos und gewöhnungsbedürftig. Im gesamten eher enttäuschtend, da hier mehr Potential war.

Shang-Chi and the legend of the ten rings

Ein Vorwort

Ein neuer Marvel Film stand bevor. Diesmal wurde wieder ein ganz neuer Marvel-Held vorgestellt, der auch noch keinen Gastauftritt irgendwo hatte. Warum es sich gleichzeitig wie ein Marvel Film und wie keiner anfühlt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Für Shang-Chi and the legend of the ten rings muss man keinen bisherigen Marvel-Film gesehen haben, um ihn zu verstehen. Um ein paar Andeutungen zu verstehen, empfehle ich folgende Filme gesehen zu haben: Iron Man 3, Der unglaubliche Hulk, Doctor Strange, Captain Marvel.

Die Handlung

Shang-Chi (Simu Liu) lebt zusammen mit seiner besten Freundin Katy (Awkwafina) in den USA. Sie arbeiten zusammen für einen Parkservice. Doch Shang-Chi hat ein düsteres Familiengeheimnis, das ihn nun einholt. Denn sein Vater (Tony Leung) ist der Anführer der zehn Ringe.

Meine Meinung

Im Vorfeld zu Shang-Chi hatte ich so ziemlich keine Meinung zum Film. Es war keiner, auf den ich mich total gefreut habe, da er ein mir unbekannter Avenger war – der also auch noch in keinem von mir gelesenem Comic aufgetaucht ist. Andererseits sah er aber auch neu und erfrischend aus, da er verschiedene Stile kombiniert, die in den bisherigen Filmen des MCU (=Marvel Cinematic Universe) so nicht auftauchten.
Dies merkt man schon am Anfang, wenn die Legende der zehn Ringe von einer Off-Stimme erzählt wird. Kurz darauf wird man in die Gegenwart katapultiert und trifft auf Shang-Chi, der als Shaun sich mit seiner besten Freundin Katy durchs Leben boxt. Hier scheint es erst einmal wie eine typische Marvel Origin Story. Kurz darauf lernt Katy und damit der Zuschauer, dass Shaun ein anderes Leben vorher geführt hat, als er bei seinem Vater aufwuchs. Hier übernimmt der Film Merkmale der typischen Martial Arts Filme. Die Kampfszenen sind dabei sehr beeindruckend, die Busszene, die man auch schon aus dem Trailer kannte, war mir persönlich aber etwas zu lang. Im Folgenden tauchen wir gleich mehrfach in andere Welten ab. Beim zweiten Mal landen wir dabei gleich in einer völlig neuen Fantasy-Welt. So staunend hat man als Marvel-Fan wohl zuletzt Wakanda bestaunt.
So vereint Shang-Chi Fantasy mit Martial Art, einer anderen Kultur und kombiniert dies mit dem typischen Marvel-Humor, der diesmal vor allem durch Awkwafinas Rolle Katy eingebracht wird. Das unterscheidet ihn von den bisherigen Filmen und funktioniert im großen und ganzen auch. Letztlich war es mir aber zuviel. Ich kann es nicht genau begründen, da es in sich irgendwo stimmig war, aber ich war während der Endschlacht weniger beeindruckt, nach dem Motto „oh wow, was für tolle Fantasywesen“, sondern eher „ah, das auch noch“. Nichtsdestotrotz habe ich mich gut unterhalten gefühlt und es ist schön, dass Marvel auch nochmal eine neue völlig neue Richtung einschlagen kann.
Ich bin noch gespannt, wie Shang-Chi sich ins MCU einbringt. Ein Versuch dazu wurde mit der Midcredit-Scene bereits gewagt, wobei der wohl auch nur nochmal für einen Witz gut war.

Das Fazit

Shang-Chi and the legend of the ten rings kombiniert verschiedene Genre und versieht sie mit dem typischen MArvel-Humor. Funktioniert in seiner Gesamtheit ganz gut, haut einen aber auch nicht völlig vom Hocker. Dafür gibt es solide 07 von 10 möglichen Punkten.

Shang-Chi läuft seit dem 02.09.2021 in den deutschen Kinos

Loki

Ein Vorwort

Der Marvel-Serienmarathon auf Disney+ geht weiter. Nachdem wir uns filmisch wahrscheinlich von Loki verabschieden können, bleibt er uns zumindest vorerst in der Serienlandschaft erhalten. Nachdem nun auch eine zweite Staffel kurzfristig bestätigt wurde, wollen wir doch mal einen Blick auf die erste Staffel werfen.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme man vorab aus dem MCU gesehen haben sollte: Thor, Thor 2 – The Dark Kingdom, The Avengers
Welche Filme aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Thor 3 – Ragnarök, Avengers – Infinity War, Avengers – Endgame – hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (für die Links einfach die Titel anklicken).

In Thor (2011) lernen wir Loki kennen, der als Baby von Odin als Kriegsbeute von den Eisriesen mitgenommen wurde und als Bruder Thors aufwuchs. Als dieser den Thron Asgards besteigen soll, tauchen Eisriesen auf und stören die Zeremonie. Getrieben von Loki reist Thor mit seinen Freunden nach Jotunheim, um dort Vergeltung zu verüben. Odin kann dies noch verhindern, verbannt Thor aber auf die Erde. Während dieser versucht auf der Erde klarzukommen, fällt Odin in einen tiefen Schlaf. Loki nutzt die Chance und besteigt den Thron. Zusätzlich schickt er den Destroyer auf die Erde, um seinen Bruder endgültig auszuschalten. Dies misslingt jedoch. Auf dem Bifröst kommt es zum Kampf zwischen den beiden Brüdern. Thor wird von Odin gerettet, Loki stürzt sich freiwillig hinab.
In The Avengers (2012) taucht Loki wieder auf und schnappt sich den Thesserakt, einen der Infinity-Steine. Dabei kontrolliert er den Wissenschaftler Erik Selvig und Clint Barton alias Hawkeye. Daraufhin werden die Avengers zum ersten Mal zusammengerufen. Loki kann nach einem Auftritt in Stuttgart zunächst festgenommen werden, entfesselt aber kurz darauf den Hulk und kann so entkommen. Das Team muss sich wieder zusammenraufen, da Loki ein Portal in New York eröffnet hat und die Streitmacht der Chitauri die Erde angreift. Am Ende können die Avengers siegen und Loki wird gefangen genommen.
In Thor – The Dark Kingdom wird Loki verurteilt und sitzt in Asgard im Gefängnis. Beim Angriff der Dunkelelfen stirbt Frigga, seine Mutter, Odin will daraufhin Thors große Liebe Jane Foster, die den Äther durch einen Unfall in sich trägt und daher Angriffziel der Dunkelelfen war, als Köder einsetzen. Thor will das aber unter seinen Bedinungen klären, wofür er Lokis Hilfe braucht. Loki stirbt beim Kampf vermeintlich. Thor und Jane schaffen es mit Hilfe von Freunden die Dunkelelfen zu besiegen. In der After-Credit-Scene sieht man, wie sich Loki als Odin ausgibt, um Thor auf die Erde zu locken, damit er dort mit Jane glücklich wird.
Weitere wichtige Fakten: In Thor 3 – Ragnarök stellt sich Loki schlussendlich auf Thors Seite und hilft dabei die Asen vor der Zerstörung Asgards zu retten. In Infinity War wird Loki von Thanos in der Anfangsszene getötet. In Endgame reisen die Avengers in der Zeit zurück. Unter anderem ins Jahr 2012 und zur Handlung von The Avengers, wo der gefangen genommene Loki mit dem Tesseract antkommen kann.

Die Handlung

Loki Laufeyson (Tom Hiddleston) konnte durch die Zeitreise der Avengers in Endgame mit dem Tesseract fliehen. Doch seine Freude wehrt nur kurz, denn die TVA fässt ihn kurz darauf, weil er gegen den wahren Zeitstrahl verstoßen hat. Er landet vor Gericht und steht kurz vor der Stutzung – also der endgültigen Auslöschung. Doch Agent Mobius (Owen Wilson) setzt sich für ihn ein, da er seine Hilfe braucht, um eine Variante zu finden, die einige Zeitagenten ausgelöscht hat.

Meine Meinung

Loki ist wohl einer der coolsten Bösewichte, die das MCU (Marvel Cinematic Universe) zu bieten hat. Doch nach den drei Thorfilmen und seinem Auftritt in The Avengers, merkte man schon, dass der Figur langsam die Luft ausging. Gerade in Thor 3 – Ragnarök war er kaum mehr als eine Parodie auf sich selbst. Als die Serie zu Loki angekündigt wurde, war ich dementsprechend skeptisch. Bewusst habe ich mir keinen Trailer angesehen, sondern mich ganz unvoreingenommen auf die Serie eingelassen.
Mit der Idee der Zeitreise und das es sich beim gezeigten Loki nicht um den toten aus dem Filmbereich, sondern eine Variante handelt, funktioniert die Serie erstaunlich gut. Die Serie braucht ca. zwei Folgen um in Fahrt zu kommen. Man lernt die TVA kennen, die so wunderbar voller Bürokratie ist. Man möchte sagen, wie aus den 1970er Jahren – oder eben aus den deutschen Behörden in der heutigen Zeit. Dann hat die Serie ihren Rhythmus gefunden und funktioniert gerade wegen der guten Chemie zwischen Loki und Mobius. Loki darf sich hier noch einmal ganz neu entwickeln und wir kriegen auch ganz neue Facetten von ihm zu sehen. 
Der Zeitreisenaspekt funktioniert bis zu einem gewissen Grad, dann treten die üblichen Logiklöcher auf. Wenn man diese einfach akzeptiert, statt zu hinterfragen, hat man mit der Serie eine Menge Spaß. Gerade das Ende lässt einen dann aber wieder hinterfragen, inwiefern die Serie doch noch Auswirkungen auf die Filme – gerade Doctor Strange 2 – haben könnte. Material für die zweite Staffel ist auf jeden Fall noch da. Dennoch wäre es vielleicht sinnvoller gewesen, die Serie einfach mit ein paar mehr Folgen zu konzipieren, statt gleich eine weitere Staffel draus zu machen.
Grundsätzlich funktioniert die Staffel aber wirklich gut. Es gibt immer wieder neue Handlung, nichts wirkt erzwungen oder gestreckt, es gibt genügend kleine (oder größere) Anspielungen für die Comicfans, tolle Charaktere und genügend zu entdecken. Auch Loki und sein Humor funktioniert wieder deutlich besser, auch wenn er mit der Zeit immer ernster wird. So ist die Vorfreude auf Staffel 2 auf jeden Fall da.

Das Fazit

Loki funktioniert als Serie erstaunlich gut, hadert mit ein paar Logiklöchern im Zeitreisesegment, funktioniert aber gerade durch die Charaktere und die kleinen Feinheiten. Für Loki-Fans auf jeden Fall einen Blick wert.