A haunting in venice

Ein Vorwort

Nach Mord im Orient-Express und Tod auf dem Nil bietet uns Kenneth Branagh erneut seinen Hercule Poirot. Diesmal weniger mit einem who is who in Hollywood und deutlich düsterer als die ersten Teile, versucht a haunting in Venice eine neue Richtung einzuschlagen. Inwiefern das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Hercule Poirot (Kenneth Branagh) lebt inzwischen in Venedig und ist im Ruhestand. Doch als seine langjährige Freundin die Autorin Ariadne Oliver (Tina Fey) auftaucht und ihm von einer realen Seance berichtet, ist seine Neugier geweckt. Und wahrhaftig scheint es in dem Haus von Rowena Drake (Kelly Reilly) nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Doch Poirot ist gewillt alles aufzuklären, muss er jedoch zunehmend an seinem Verstand zweifeln.

Meine Meinung

Sieben Bücher der Poirot Reihe habe ich bisher gelesen und stehe damit kurz vor Mord im Orient-Express (Buch 8). Bei den Kinoverfilmungen wurde sich aber auf die eher großen Fälle konzentriert, so dass nach Tod auf dem Nil (Buch 15) nun eben die Schneewittchen-Party (Buch 31, später umbenannt in die Halloween-Party) als a hauting in venice verfilmt wurde. Man könnte jetzt spekulieren, ob es damit eine Trilogie beendet, immerhin hat Christie über Poirot 33 Bücher geschrieben, so viel kommt nach Nr. 31 also nicht mehr – wobei es natürlich nicht ausgeschlossen ist, sich einfach nicht weiter an die Erscheinungsreihenfolge der Bücher zu halten.
Mord im Orient-Express und Tod auf dem Nil waren beide groß aufgezogen und vereinten das Who is Who in Hollywood, auch wenn die ein oder andere Castingentscheidung am Ende wohl bereut wurde. Große Kulissen, auch wenn das CGI Gewitter gerade für Tod auf dem Nil nicht gerade für bessere Kritiken sorgte, waren ebenfalls Kennzeichen der Filme. Für a haunting in venice wurde das alles deutlich reduziert.
So haben wir noch immer eine Michelle Yeoh als großen Namen und natürlich schlüpfte auch Kenneth Branagh wieder in die Rolle des Poirot, doch die ganz großen Namen blieben darüber hinaus aus. Doch auch der kleinere Cast muss sich keinesfalls verstecken und gänzlich unbekannt ist auch kaum jemand. Und die kleine Runde passt auch super in ihre Rollen.
Auch die Örtlichkeit hat sich deutlich geändert. Während wir zuvor den Orient-Express mit seiner Landschaft hatten und danach den Nil mit seinen Bauten, haben wir hier nach einer kurzen Gondelfahrt durch Venedig lediglich das Innere des Hauses. Wobei das bereits die düstere Grundstimmung gekonnt einfängt.
Denn auch das ist anders. Nicht groß und bunt, sondern reduziert, aber dafür eine unheimliche Grundstimmung allein durchs Setting. Der Wind, der durchs morsche Holz pfeift und eine Gruselgeschichte zum Haus gleich zum Beginn. Das funktioniert auch noch erstaunlich gut und so war ich dementsprechend gespannt auf den Rest der Handlung. Diese war dann auch durchdacht und konnte wieder mit einigen unvorhersehbaren Wendungen trumpfen. Dabei wird diesmal mit einem eher unzuverlässigem Erzähler experimentiert – wer Christie kennt, weiß, dass sie solche Kniffe gern mal einsetzt. Denn Poirot scheint größtenteils nicht ganz Herr über seine Sinne zu sein.
Doch natürlich gibt es am Ende trotz allem die große Auflösung der unerklärlichen Begebenheiten und Poirot hält seinen üblichen Monolog. Leider ist genau dieser diesmal sehr kurz geraten und präsentiert einfach so den*die Mörder*in. Kurze Erklärung dazu, fertig sind wir damit. Das ist sehr schade, ist doch hier eigentlich der Spannungsaufbau und das finale „Ahhh!“ eins der Highlights der Filme.
Letzlich ist A haunting in Venice vor allem eins: Solide. Solide Handlung, solider Cast, solide Atmosphäre. Er bleibt immer leicht hinter seinen Mögichkeiten, nutzt aber auch seine reduzierte Art, um sich wieder auf altbekannte Tricks ohne CGI zu verlassen. Ob er den Auftakt für eine neue Reihe an Filmen mit geringerem Budget bildet oder den Abschluss einer Trilogie bleibt offen. Genug Vorlagen gibt es noch.

Das Fazit

A haunting in Venice bietet eine reduzierte Inszenierung, mit schaurigem Gebäude, solider Handlung, einem guten Cast, kann aber die Spannungskurve nicht ganz halten und bleibt so leicht hinter seinen Möglichkeiten zurück. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

A haunting in Venice läuft seit dem 14.09.2023 in den deutschen Kinos

Rückblick auf das dritte Quartal 2023

Der Herbst ist final eingezogen, die Kuschelsocken entstaubt und deswegen wird es Zeit, dass wir noch einmal auf das sommerliche dritte Quartal zurückblicken. Ein bisschen verspätet, aber immerhin hab ich es noch vorm Ablauf des vierten Quartals geschafft… Filmtechnisch bleibt es mau, es ist einfach nicht mein Filmjahr, weswegen die üblichen Top 5 wieder einmal etwas reduziert werden musste. Ansonsten ohne groß weiter Worte zu verlieren, der Rückblick auf das dritte Quartal 2023:

Meine vier Kinohighlights

Mission Impossible 7.1Dead Reckoning Part 1: Der Test einer neuen Tarnkappentechnik an Bord eines russischen U-Bootes geht schief. Doch an Bord soll auch eine neue Superintelligenz gewesen sein. Um an diese zu kommen, benötigt es zwei Schlüssel, die nur zusammen funktionieren. Ethan Hunt bekommt den Auftrag diese zu beschaffen, merkt aber schnell, dass es diesmal keinen klaren Gegner gibt. Als dann auch noch ein Phantom aus seiner Vergangenheit auftaucht, will er am liebsten sein Team abziehen und außer Gefahr bringen. – Der beste Mission Impossible seit Phantom Protokoll! Gute Action, stimmige Handlung, die erstaunlicherweise über die ganze Spielzeit funktioniert, aber alles auch wieder etwas reduzierter, gezielter eingesetzt.

Barbie: In Barbieland kannst du als Barbie alles sein. Vor allem aber, bist du glücklich und lebst in Harmonie. Doch eines Tages hat Stereotyp-Barbie merkwürdige Gedanken und darauf folgen einige Pannen, inklusive, dass ihre Ferse den Boden berührt. Dies soll an einem Riss zwischen Barbieland und der realen Welt liegen. Sie bricht also auf, um diesen zu kitten. Ken folgt ihr, da er nur mit Barbie glücklich sein kann. Doch in der realen Welt ist alles ganz anders als erwartet. – Anwärter aufs Jahreshighlight. Barbie als feministischen Film und trotzdem voller popkultureller Anspielungen und gut gesetzter Witze, funktioniert dank Greta Gerwig einfach wunderbar.

Oppenheimer: Robert Oppenheimer, der Vater der Atombombe, wird nach dem Krieg in einem Ausschuss zu seiner Sicherheitsfreigabe mit seiner Vergangenheit konfrontiert. Dabei geht es um seine Studienjahre, seinen Einsatz für das Manhattan-Projekt und der damit verbundenen Entwicklung der Atombombe. – Ein etwas anderer Nolan und auch wenn es gerade am Anfang ein paar Stolperer gab, war ich so sehr in der Atmosphäre des Films, dass die 180 Minuten Laufzeit einfach verflogen sind.

Die Geistervilla: Gabbie und ihr Sohn Travis ziehen für einen Neuanfang in eine große Villa, die Gabbie zu einem Bed & Breackfast umbauen will. Nur leider ist die Villa voller Geister, die gar nicht erfreut sind über die neuen Bewohnenden. In ihrer Not wendet sich Gabbie unter anderem an den Geistlichen Ken und an den Fotografen für Übernatürliches Ben. Kurz darauf sitzen diese ebenfalls in der Villa fest. Zusammen versuchen sie den Fluch zu brechen. – Kurzweiliger atmosphärischer und sehr unterhaltsamer Film basierend auf der Disneyland-Attraktion.

Meine vier filmischen Highlights

Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf dem ersten Blick: Hadley verpasst ihren Flieger nach London zur Hochzeit ihres Vaters. Auf dem Flughafen trifft sie auf Oliver. Bei beiden funkt es sofort, doch das Schicksal scheint gegen sie zu sein. – Die wohl schönste Romanze des Jahres! Hier passt einfach alles. Es war cozy, süß und einfach zum träumen.

Erinnerungen an Marnie: Die 12-jährige Anna wird wegen ihres Asthmas für den Sommer aufs Land zu Verwandten geschickt. Dort lernt sie Marnie kennen und erlebt einzigartige Momente mit ihr. Doch Marnie scheint immer wieder zu verschwinden. – Ein weiterer toller Klassiker aus dem Hause Ghibli, mit viel Sommergefühl.

Mein Nachbar Totoro: Professor Tatsuo Kusakabe zieht mit seinen Töchtern Satsuki und Mei aufs Land. Die Mutter erholt sich aktuell im Krankenhaus von einer schweren Krankheit. In diesem Sommer erleben die Schwestern allerhand Dinge. Unter anderem treffen sie auf Totoros, Waldgeister, die nur Kinder sehen können. – Liebevoller Anime, super Sommerstimmung und tiefgehende Familiengeschichte.

Kurokos Basketball – Final Game: Bei einem Streetbalturnier wird Japan von einem Team aus den USA vorgeführt. Als diese dann auch noch den kompletten japanischen Basketball verhöhnen, wird ein neues Team gegründet, dass vor allem aus der Wundergeneration besteht, die sich zu diesem Anlass noch einmal zusammenraufen. Auch Kuroko und Taiga sind dabei. Doch dieses Match verlangt ihnen alles ab. – Der Film vereint alles, was sich der Anime in drei Staffeln aufgebaut hat. Ein würdiger Abschluss und ein tolles Wiedersehen mit den Charakteren.

Meine fünf serientastischen Highlights

Doom at your service – K-Drama: Tak Dong-Kyung hat einen wirklich beschissenen Tag. Sie erfährt, dass sie nur noch kurze Zeit zu leben hat, dass ihr Freund bereits verheiratet ist und ihr Bruder sich ein Teil des Erbes ihrer Eltern für eine dumme Geschäftsidee krallen will. In ihrer Frustration schreit sie in die Nacht, dass sie die Welt brennen sehen will. Dies hört Myul Mang, das Unheil. Er schließt einen Vertrag mit ihr, um die Schmerzen ihrer letzten Wochen von ihr zu halten, dafür muss sie sich das Ende des Welt wünschen, damit er ihren Wunsch erfüllen kann. Doch es soll anders kommen. – Highlight K-Drama! Sehr tolle Geschichte, spannend, mitreißend, und vor allem sehr gefühlvoll

One Piece – Staffel 1: Monty D. Ruffy möchte Pirat werden. Nachdem er immer wieder gehört hat, dass er zu jung sei, bricht er Jahre später allein auf. Dabei erlebt er allerlei Abenteuer und trifft auf erste Verbündete. Sei es der Piratenjäger Zorro, die Navigatorin Nami, der Lügenbaron Lysopp oder der Koch Sanji. – Kunterbunter Piratenspaß, der sich zwar Freiheiten rausnimmt und doch die Mangareihe würdevoll umsetzt.

Heartstopper – Staffel 2: Nick und Charlie sind inzwischen zusammen, doch da Nick noch nicht sein Coming Out hatte, weiß es nur der engste Freundeskreis. Nick will das schnellstmöglich nachholen, doch findet einfach nicht den richtigen Zeitpunkt. Und dann stehen auch noch die Prüfungen und die Paris-Reise an. – So eine cozy Serie und doch thematisiert sie so schwierige Themen. Guter Umgang mit queeren Themen.

How I met your father – Staffel 2: Sophie und Jesse nähern sich langsam wieder an, doch nachdem Sophie ein paar nicht so gut laufende Dates und Beziehungen hatte, beschließt sie, dass es Zeit wird ihren Vater zu finden. – Sagt, was ihr wollt, aber ich liebe die Gruppe von Freund*innen einfach sehr. Ich liebe den Humor, die Geschichten und einfach alles. Habe mich über jede neue Folge sehr gefreut und hoffe nun auf eine dritte Staffel.

Kurokos Basketball – Staffel 2-3: Die Teko Mittelschule hat unzählige Preise im Basketball gewonnen, was vor allem an fünf Spielern lag, die als die Wundergeneration bekannt sind. Kuroko wurde als geheimes sechstes Mitglied geführt. An der Oberschule gehen sie auf getrennte Schulen. Da die Wundergeneration vor allem durch ihre Egos bekannt wurde, will Kuroko mit seinem neuem Team zeigen, dass Teamgeist über alles steht. – Es wurde immer spannender, da die Identifikation mit den Charakteren stärker war, mitreißende Spiele und ein tolles Ende.

Meine fünf buchigen Highlights

Mit dir oder ohne dich: Cara hat in dem verträumten Städtchen Silver Heights, ein kleines Café, in dem sie Speisen für Leute mit Unverträglichkeiten anbietet. Eines Tages läuft ihr Adam über den Weg, der ihr sofort sympathisch ist. Doch es liegt eine Reihe von Missverständnissen vor ihnen. Doch vor allem muss Cara ihre Unsicherheit überwinden und Adam mit der Vergangenheit abschließen, was alles andere als einfach ist. – Anwärter Jahreshighlight. Habe die Geschichte geliebt, die Charaktere sind toll und es war irgendwie sehr cozy, aber hatte doch auch wichtige Themen und war einfach ein Wohlfühlbuch.

In love with a star: Georgia will nach einem langen Flug nur noch unter die Dusche und dann ins Bett fallen. Doch ein gestrichener Anschlussflug und ein ausgebuchtes Hotel machen ihr einen Stich durch die Rechnung. Dabei trifft sie auf Alexander Kim, dem älteren Bruder ihrer früheren besten Freundin. Er bietet ihr an, sich das Zimmer zu teilen und sie kommen sich näher. Doch am nächsten Tag muss sie feststellen, dass sie mit einem berühmten Schauspieler geschlafen hat. – Ich habe mich schockverliebt in das Buch, auch wenn ich den sehr hohen Spiceanteil nicht erwartet hatte. Konnte es kaum aus der Hand legen.

Tokioregen: Malu reist für ein Auslandsjahr nach Tokio. Ihre Gastschwester stellt ihr Kentaro vor, der ihr eine ganz besondere Seite der ganz besonderen Stadt zeigt. Doch die Geister der Vergangenheit scheinen sie nicht loszulassen. – Und ein weiteres Jahreshighlight. Die Geschichte ist absolut süß und cozy und ich bin nur so durch die Seiten geflogen und ich liebe die Protas und ich möchte gerade einfach nur jedem dieses Buch in die Hand drücken.

Heimwärts*: 1959 findet ein Reisender die Familie Turner nach einem Picknick am Fluss tot auf. Das Geschehene erschüttert den beschaulichen Ort Tambilla. 2018 kehrt Jess von London nach Sydney zurück, da ihre Großmutter Nora gestürzt ist. Im Krankenhaus scheint Nora verwirrt zu sein und Angst zu haben, dass man ihr ihr Baby wegnähme. Jess versucht die Ursache herauszufinden und stößt auf ein altes Familiengeheimnis. – Fernweh nach Australien incoming. Ansonsten eine tolle Familiengeschichte mit kleineren Stolperern, aber im Vergleich zu den anderen Büchern der Autorin etwas schwächer.

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Mai Thi Nguyen Kim, bekannt für ihren Youtube Kanal MaiLab, nimmt einige heiß diskutierte Themen auseinander, betrachtet ihre wissenschaftliche Seite und versucht die kleinste gemeinsame Wirklichkeit zu finden. – Die Fangfragen haben mich regelmäßig kalt erwischt und die Ausführungen waren spannend, interessant und gut für Laien aufgearbeitet. Gerade das Hörbuch von der Autorin eingesprochen, funktioniert gut.

Rückblick auf den Oktober 2023

Hallo und Willkommen zurück. Ja, ich lebe noch. Hier war es jetzt deutlich länger ruhig als beabsichtigt. Das Problem ist, dass eine Erkrankung mir aktuell fast meine vollständige Energie raubt und ich sehr gut mit der verbliebenen haushalten muss. Da ist leider so mancher Beitrag auf der Strecke geblieben. Ich kann euch nicht versprechen, dass es wieder besser wird. Ich hoffe es sehr, denn ich liebe diesen Blog sehr und das seit nun fast neun Jahren. Aber seht es mir bitte nach, wenn nicht mehr ganz so regelmäßig ein Beitrag erscheint.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Leider ist es wieder ein Nullmonat für mich gewesen. Es gab nicht wirklich interessante Filme und die Vielleicht Filme konnten mich dann nicht genug anziehen, um dafür das Haus zu verlassen. Mal schauen, was der November so bringt.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Sowoozoo – BTS Concert: 2021 mitten in der Pandemie, konnten keine K-Pop Gruppen auftreten. Um Army trotzdem etwas zu bieten, hat BTS ein virtuelles Konzert geschaffen. Mit Sowoozoo hatte Army auf riesigen Leinwänden die Möglichkeit das Konzert zu erleben und BTS hat keine Mühen gescheut, um die gewohnte hochwertige Show zu bieten. – Tolles Konzert für alle BTS Fans und das Daechwita Cover war definitiv ein Highlight.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Catch the Killer, Killers of the Flower Moon und One for the road.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Friends – Staffel 9-10 (Nach dem Tod von Matthew Perry noch einmal besonders berührend von der Clique Abschied zu nehmen), Gilmore Girls – Staffel 6-7 (Die schwächeren Staffeln auch überstanden) und Gilmore Girls – Ein neues Leben (Die Reunion so direkt nach den anderen Staffeln war irgendwie merkwürdig)

My holo love – K-Drama (Leider eher schwaches Drama, dreht sich viel im Kreis, kommt nicht vorwärts und nutzt die Grundidee so gar nicht)

Only murders in the building – Staffel 3 (Der Wechsel vom Haus zum Theater funktioniert nur bedingt, es gab zu viele Doppelungen und die Dynamik des Dreierteams passt diesmal so gar nicht. Dennoch nicht schlecht, aber man merkt, dass der Serie die Luft ausgeht)

Beautiful Bones – Staffel 1 (Liebevoll gestalteter Anime, tolle Charaktere, spannende Fälle, leider mit Cliffhanger und ohne Aussicht auf eine Fortsetzung)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 3.410 + 65 Minuten Hörspiel
Seiten pro Tag: 110 im Durchschnitt
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 3
Hörbuch: 7
Hörspiel: 1

Demons Diaries – Band 1-2: Mia und Cay sind ziemlich hohe Tiere in der Hölle. Das hindert sie nicht daran ab und an in Schwierigkeiten zu geraten, sich mit dem überbürokratischen Himmel auseinander setzen zu müssen. Kein Wunder, dass sie manchmal auch einfach nur The Walking Dead schauen wollen. – Herrlich witzige und kurzweilige Geschichten, die mich immer wieder zum lachen brachten. Machen aber auch Lust auf die Romane dazu.

A Curse Unbroken: Gemma Stone ist eine moderne Hexe, die in den sozialen Medien über ihre Fähigkeiten aufklärt. Dadurch wird Darren auf sie aufmerksam, der durch einen Blutfluch stark eingeschränkt ist. Gemma bietet ihre Hilfe an und gerät in einen Strudel aus Lügen und Intrigen und findet heraus, dass die ganze Stadt in Gefahr ist. Zusammen mit Darren versucht sie dies zu verhindern und gerät mehrfach in lebensgefährliche Situationen. – Spannende Grundidee, leider etwas zu lang, bin dennoch auf die Auflösung gespannt.

Fangirl 2: Cath muss mit einem Rückschlag in ihrem Studium klar kommen. Währendessen kommt sie Levi immer näher, auch wenn sie ihn weiterhin nicht richtig an sich heranlässt. – Es geht spannend weiter und der Cliffhanger am Ende toppt nochmal alles. Ich will doch jetzt nur endlich Band 3 haben!

Tee? Kaffee? Mord! 2 – Die letzten Worte des Ian O’Shelley: Natalie ist zufrieden. Ihr Filmabend mit einer Verfilmung eines Romans von Ian O’Shelley kam sehr gut an. Umso überraschter ist sie, den Autor selbst in ihrem Pub anzutreffen. Dieser zieht sich einmal im Jahr in ein kleines Cottage in Earlsraven zurück. Kurz darauf finden Natalie und ihre Köchin Louise O’Shelley tot vor. Die Polizei tippt auf Selbstmord, doch Natalie glaub dem nicht. – Wieder eine schöne cozy Geschichte und auf die Auflösung bin ich wieder nicht gekommen. Freu mich auf mehr Geschichten  aus Earlsraven.

Meine Depression ist deine Depression: Maxi Gstettenbauer hat Depressionen und steht dennoch regelmäßig als Stand-up Comedian auf den Bühnen Deutschlands. Wie er damit umgeht, was für Schwierigkeiten das birgt und warum es so wichtig ist, darüber zu sprechen, erzählt er in diesem schonungslos ehrlichem Buch. – Ein spannender und interessanter Einblick mit wirklich guten Metaphern, die das Thema gut veranschaulichen. Empfehlung für Betroffene und Angehörige.

A Venom Dark & Sweet: Ning ist weiterhin mit der Prinzessin auf der Flucht. Sie durchreisen das Land auf der Suche nach Verbündeten und einem magischen Artefakt, das ihnen hilft, das Königreich zurückzuerobern. Dabei kommt Ning nicht selten an ihre Grenzen. – Bin leider nicht so richtig in die Geschichte reingekommen, obwohl es eigentlich spannend war. Könnte am Schreibstil liegen, mit dem ich nicht so ganz klar gekommen bin.

Skogen Dynasty: Der Erbe eines großen Keks-Imperiums Aleksander Skogen hat ein Problem. Ein Video geistert im Netz rum, das ihn aus dem Kontext gerissen in keinem guten Licht da stehen lässt. Bis die Presse sich beruhigt hat, soll er sich ruhig verhalten und wird von seinen Eltern zu einer Trekkingtour durch Norwegen verdonnert. Dort trifft er auf Norah, deren Zukunft in Gefahr scheint. Zwischen Bergen und Fjorden kommen sie sich näher, doch können sie ihren Gefühlen nachgeben? – Wieder eine tolle Geschichte aus der Feder von Caroline Wahl, kommt aber nicht an ihre Vielleicht Reihe heran bisher.

Can’t stop cursing you 4: Rund um die Idol-Gruppe Maid On geschehen seltsame Todesfälle. Saeyama ist sich sicher, dass es sich um Fluchmorde handelt. Doch kann eine der Idols die Mörderin sein? Zumal ein Anschlag auf den Sohn eines einflussreichen Polizisten geplant ist. – Bisher der schwächste Band. Fand die Geschichte vergleichsweise langatmig und konnte mit den ganzen Intrigen nichts anfangen. Sollte es der Abschluss sein, dass ist mir das Ende auch viel zu offen.

Was reg ich mich auf: Urban Priol ist ein Urgestein der Satire. Bereits unter Helmut Kohl schrieb er seine Programme und die Themen sind ihm nie ausgegangen. Seinen Werdegang und ein best of aus seinen Tilt-Rückblicken gibt es hier. – Was hat Urban Priol nicht schon alles miterlebt. Und sein politisches Kabarett ist wie immer auf den Punkt. Nur bei dem ein oder anderem gesellschaftlichen Thema liegen wir wohl sehr weit auseinander, was aber zum Glück nur einen kleinen Teil des Buches einnahm.

Flowers & Bones – Tag der Seelen: Nach dem Tod ihrer Mutter stehen für Valentina große Veränderungen an. Nicht nur erbt sie ihre Gabe und ist damit La Catrina, die am mexikanischen Tag der Toten Seelen ins Totenreich führt, ihr Vater beschließt auch, dass sie alle nach Dublin ziehen sollen. Doch dort kann sie ihrer Aufgabe nicht nachkommen. Doch ein weiteres großes Problem steht bevor, denn Drachen haben sich in Dublin offenbart und sie benötigen Hilfe. – Für die angekündigte Thematik leider sehr enttäuschend, da La Catrina und die mexikanische Kultur kaum Platz in der sehr vollgepackten Geschichte hat. Stattdessen haben wir Drachen, Feen und Hexen und alles, was irgendwie zu Großbritannien und Irland passt. Vielleicht einfach schlecht vermarktet, aber es wirkte alles etwas willkürlich.

The Gender of Mona Lisa X: Hinase hat sich entschieden. In diesem Band werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie ihr Leben sich entwickeln könnte, wenn sie sich entscheidet eine Frau zu werden. Bleibt sie mit ihren Freund*innen befreundet oder entwickeln sich gar mehr Gefühle? – Mal abgesehen davon, dass ich nicht denke, dass Hinase sich überhaupt entscheiden müsste, ist die Aufmachung des einen Teils des Finales gut gemacht, da es wirklich nur Möglichkeiten sind.

Lord Schmetterhemd 1 – Spuk auf Bloodywood Castle: Bloodywood Castle ist leider sehr in die Jahre gekommen und dabei auseinander zu fallen. Es leben dort sowieso nur noch Lord Mac Shnatterman und sein Diener Cookie Pott. Doch als ein Werftbesitzer ihm das Familienanwesen streitig machen will, weiß er, er braucht Geld und zwar schnell. Und dann scheint es auch noch in dem Castle zu spuken. – Tommy Krappweis versteht es die alte Vorlage der Zeit angemessen als Hörspiel zu adaptieren und konnte wieder großartige Stimmen versammeln. Nicht so witzig, wie ein Feuerflieg, aber die Geschichte hat dennoch Charme.

Wie war euer Oktober? Was sind eure Highlights?

Rückblick auf den September

Da ist ein sehr goldener September auch wieder vorbei, hat er uns doch gefühlt mehr Sonnenstunden beschert, als der Sommer. Bei mir war es ein Auf und Ab, doch kamen schließlich doch einige berichtenswerte Dinge zusammen. Durch den Manga-Day kamen vor allem aus diesem Medium einiges zusammen. Wie immer folgt mein medialer Rückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Anime Special: Over the sky: Mio ist mit Shin seit Kindheitstagen befreundet, doch langsam regen sich tiefere Gefühle für ihn in ihr. Damit er das aber nicht mitbekommt, provoziert sie einen Streit. Diesen  bereut sie noch am gleichen Tag und fährt im strömendem Regen zu Shin, wobei sie jedoch in einen Unfall gerät. Kurz darauf findet sie sich in einer anderen Welt wieder und muss eine vergessene Erinnerung in ihrem Inneren suchen. – Man merkt, dass die Handlung für einen Kurzfilm ausgearbeitet wurde, etas langatmig, alles schonmal gesehen und zwischendrin sehr over the top. Konnte nicht richtig überzeugen, obwohl er  zu Anfang gut funktionierte.

A haunting in Venice: Hercule Poirot lebt inzwischen in Venedig und ist im Ruhestand. Doch als seine langjährige Freundin die Autorin Ariadne Oliver auftaucht und ihm von einer realen Seance berichtet, ist seine Neugier geweckt. Und wahrhaftig scheint es in dem Haus von Rowena Drake nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Doch Poirot ist gewillt alles aufzuklären, muss er jedoch zunehmend an seinem Verstand zweifeln. – Sehr düster und atmosphärisch, starker Kontrast zu den beiden bisherigen Poirot-Verfilmungen, enttäuscht gerade bei der Aufklärung, davor eigentlich solide.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Spencer: Weihnachten 1991 reist Prinzessin Diana verspätet zu den Weihnachtsfeierlichkeiten der königlichen Familie. Vor Ort kämpft sie mit der Distanz der anderen Mitglieder des Königshauses, ihrer Essstörung und der ständigen Überwachung. – Sehr eigenwilliger Film mit einer sehr guten Hauptdarstellerin, der irgendwo zwischen Klaustophobie und Wahnsinn sich ansiedelt.

Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf dem ersten Blick: Hadley verpasst ihren Flieger nach London zur Hochzeit ihres Vaters. Auf dem Flughafen trifft sie auf Oliver. Bei beiden funkt es sofort, doch das Schicksal scheint gegen sie zu sein. – Die wohl schönste Romanze des Jahres! Hier passt einfach alles. Es war cozy, süß und einfach zum träumen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Retribution und Trauzeugen

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich (passend zum Start in den Herbst): Gilmore Girls – Staffel 1-5

Good Omens – Staffel 2 (Kommt leider nicht an die brilliante erste Staffel heran. Verrennt sich ein wenig in dem, was sie aussagen will und kommt erst gegen Ende zum Punkt)

Johnny Depp gegen Amber Heard – Miniserie (Weniger eine Dokumentation über den Gerichtsprozess als vielmehr über die Berichterstattung und Vorverurteilungen. Interessante Doku darüber, wie das Internet funktioniert)

Takeshis Castle (2023) – Staffel 1 (Die Neuauflage ist nicht weniger verrückt als das Original, aber noch immer sehr witzig)

Heartstopper – Staffel 2 (So eine cozy Serie und doch thematisiert sie so schwierige Themen. Guter Umgang mit queeren Themen)

Itaewon Class – K-Drama (Harter Einstieg, aber die Freundschaften sind wirklich toll, auch wenn es immer schwierig bleibt mit den Themen)

One Piece – Staffel 1 (Kunterbunter Piratenspaß, der sich zwar Freiheiten rausnimmt und doch die Mangareihe würdevoll umsetzt)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 23
Seiten insgesamt: 6.026
Seiten pro Tag: 200 im Durchschnitt
Taschenbuch: 3
Comic/Manga/Graphic Novel: 15
Hörbuch: 5

Die sechs Kraniche: Prinzessin Shiori musste ihr ganzes Leben über ihre Magie verheimlichen. Doch ihre Stiefmutter Raikama findet es heraus und verflucht daraufhin ihre sechs Brüder in Kraniche. Der Fluch sorgt dafür, dass Shiori von niemanden mehr erkannt wird und nicht sprechen kann, wenn nicht ihre Brüder sterben sollen. – Elizabeth Lim vereint ostasiatisches Setting mit grimmschen Märchen, was theoretisch gut funktioniert, aber ich bin mit ihrem Erzählstil einfach nicht klar gekommen. Daher hat es sich für mich ganz schön gezogen.

Silver & Poison 1: Avery ist eine Poisonerin, die mit dem Mischen von Drinks Menschen dazu bringen kann, bestimmte Dinge zu tun. Da sie in Schuld bei dem Boss einer gefährlichen Gang steht, gerät sie ins Visier der Polizei. Doch mit Hayes verbindet sie eine Vergangenheit. Als in der magischen Welt seltsame Dinge vor sich gehen, muss Avery mit Hayes zusammen arbeiten. – Faszinierende Welt, in die ich nicht so richtig reingekommen bin. Fand aber die Charaktere sehr faszinierend, weswegen ich mich auf Band 2 freue.

Emotiondancer: In der Zukunft sind alle Menschen durch das Cybernet verbunden und fühlen, was der Gegenüber fühlt, wodurch die Kriminalitätsrate auf Null gesunken ist. Doch Kaja hat regelmäßige Gefühlsausbrüche, die eine Gefahr für ihre Mitmenschen sind und sie wertvolle Erinnerungen kosten. In Skyscrape sucht sie nach Antworten, doch diese sind gar nicht so leicht zu beschaffen. – Gelungener zweiter Teil, auch wenn ich hier ein bisschen länger gebraucht habe, um in die Geschichte reinzukommen. Am Ende etwas übereilt, dennoch eine Empfehlung.

Can’t stop cursing you 3: Es gibt einen erneuten Curser an der Yamimori Schule. Diesmal wurden alle Schüler*innen eingesperrt und müssen nun Fangen um ihr Leben spielen. Yamazaki ist dort mit einer neuen Schülerin gefangen, während Saeyama versucht von außen zu helfen. – Sehr spannender dritter Teil mit altem Setting, aber neuen Art des Cursens. Freue mich sehr auf den vierten Band.

Neon Genesis Evangelion 1: 15 Jahre, nachdem die Welt durch den Klimawandel komplett zerstört wurde, hat die Menschheit es geschafft mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Doch genau zu diesem Zeitpunkt tauchen Engel auf, die erneut alles in Schutt und Asche legen. Shinji wird in der Not von seinem entfremdetem Vater rekrutiert um einen EVA zu steuern. Ein riesiger Kampfanzug, mit dem versucht wird die Engel aufzuhalten. – Interessanter Auftakt, die Charaktere wirken noch sehr distanziert, dafür gab es viele Actionszenen.

One Piece 6-11: Ruffy und seine Piratenbande brauchen unbedingt noch einen Smutje. Sie treffen auf Sanji, der jedoch gar nicht so leicht zu überzeugen ist, sich ihnen anzuschließen. Zudem tauchen noch andere Piraten auf, die ihnen das Leben schwer machen. – In Vorbereitung auf die Serie, mal wieder ein paar Bände weitergelesen. So richtig bin ich in die Mangas nicht reingekommen, aber die Welt ist schon faszinierend.

Momo – the blood taker 4: Keigo startet einen eigenen Angriff auf seine ehemaligen Kollegen und nimmt dafür heimlich Momos Blut. Das hat jedoch ungeahnte Folgen. – Die Reihe bleibt spannend und blutig.

Zuckerwatteküsse: Abby arbeitet in einem Resort im Restaurant. Das Gehalt reicht zwar kaum für die Miete, aber immerhin verdient sie so Geld. Allerdings gibt es eine wichtige Regel. Sie darf nichts mit Gästen anfangen. Als Theo, der Sohn des Besitzers, in seinen Semesterferien im Resort auftaucht, wird ihr Vorsatz ganz schön auf die Probe gestellt. – Sehr süße Geschichte, die in ihrer Kürze gut funktioniert.

Das Mädchen, dass in den Wellen verschwand: Um den Meeresgott zu besänftigen und die Stürme in ihrer Heimat aufhören zu lassen, wird in Minas Dorf jedes Jahr ein Mädchen als Braut des Meeresgottes ausgewählt. Durch ihr Eingreifen, um ihren Bruder zu schützen, gelangt diesmal Mina ins Geisterreich, nur um festzustellen, dass ein Fluch auf dem Gott liegt und sie nur 30 Tage Zeit hat, um diesen zu brechen. – Der Einstieg war etwas schwierig, aber die Entwicklung der Geschichte war einfach toll und am Ende habe ich die Geschichte geliebt.

Tokioregen: Malu reist für ein Auslandsjahr nach Tokio. Ihre Gastschwester stellt ihr Kentaro vor, der ihr eine ganz besondere Seite der ganz besonderen Stadt zeigt. Doch die Geister der Vergangenheit scheinen sie nicht loszulassen. – Und ein weiteres Jahreshighlight. Die Geschichte ist absolut süß und cozy und ich bin nur so durch die Seiten geflogen und ich liebe die Protas und ich möchte gerade einfach nur jedem dieses Buch in die Hand drücken.

Haikyu 2: Hinata und Kageyama haben es ins Team geschafft. Training steht auf dem Plan und sie haben sogar ihr erstes Trainingsspiel gegen die sehr starke Aoba-Johsai. – Die Geschichte geht gewohnt impulsiv weiter.

My roommate is a cat 8: Subaru verkauft das letzte Katzenbaby und Haru muss schauen, ob es auch das richtige zu Hause ist. Außerdem legen sie sich einen Kratzbaum zu. – Endlich ein neuer Band der schnuckeligen Reihe rund um den zerstreuten Autoren mit der süßen Katze.

More than a doll 3: Marins großes Vorbild Juju taucht bei Gojo auf und wünscht sich ebenfalls ein Cosplay von ihm. Dieser stimmt zu, doch arrangiert für Marin eine tolle Gelegenheit. – Die Freundschaft wird gut weiterentwickelt und auch das Cosplay bekommt eine neue Ebene.

Soulmate 2: Yu Qi muss feststellen, dass sie mit ihrem Vater zerstritten ist. Dies versucht Yuanzi zu kitten. Gleichzeitig müssen ihre Vergangenheits-Ichs ein neues Hindernis aus dem Weg räumen. – Es geht sehr emotional weiter und einige neue Hindernisse tauchen auf, ich bin sehr gespannt wie die Geschichte weiter geht.

Solo Leveling 1: Sung Jin-Woo ist ein Hunter für leichte Dungeons, die durch regelmäßig auftauchende Portale mit der unseren Welt verbunden sind. Doch bei einem eigentlich leichten Auftrag finden die Hunter ein geheimes Dungeon, das sich jedoch als tödliche Falle entpuppt. – Spannender Einstieg, auch wenn noch vieles offen bleibt und sich die eigentliche Geschichte erst am Ende offenbahrt.

Mieses Karma: Die Moderatorin Kim Lange wird kurz nach ihrem großen Triumpf von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen. Da sie in ihrem Leben eine Menge mieses Karma gesammelt hat, wird sie als Ameise wiedergeboren. Da ihr Mann auch noch von einer neuen Frau belagert wird, beschließt sie, ganz viel gutes Karma zu sammeln, um das nächste Mal als etwas nützliches wiedergeboren zu werden. – Grundsätzlich ganz amüsant, man merkt aber, dass es schon etwas älter ist und ein paar Problemstellen dabei sind.

Pick me Girls: Sophie Passmann bietet einen kritischen Blick auf ihr Leben als Frau im Patriarchat und wie sie sich durch die gesellschaftlichen Konventionen entwickelt hat und wie es hätte anders sein können. – Schonungslose Abrechnung mit dem System und gleichzeitig wunderbar ehrlich. Bestimmt nicht für jeden was, aber ich mochte die offene Art.

Wie war euer September? Was waren eure Highlights?

Die letzte Fahrt der Demeter

Ein Vorwort

Bei Dracula-Adaptionen bin ich ja immer dabei. Nachdem Renfiel in diesem Jahr bereits begeistern konnte, war ich auch bei diesem Film wieder mit dabei. Allerdings war der Ansatz diesmal lediglich ein einziges Kapitel des Buches zu verfilmen. Warum das erstaunlich gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Die Demeter sticht in Rumänien in See. Ihr Ziel: Großbritannien. An Bord die übliche Fracht und ein Großauftrag, der ihnen eine fette Prämie einbringen soll. Doch diese stellt sich bald als ihr Verderben heraus, denn sie haben niemand geringeres als Dracula an Bord. Und er ist hungrig.

Meine Meinung

Dracula ist ein Buch, das zwar gerne adaptiert wird, aber in seiner Gesamtheit schwer in einem Film zu erfassen ist, weswegen die meisten Verfilmungen doch stark abweichen. Das liegt zum einen wohl daran, dass der Roman in Briefform verfasst ist. Tagebucheinträge, Briefe und auch Logbucheinträge wechseln sich hier ab. Und gerade das Letztere ist es, was die Macher des Films wohl genug fasziniert hat. In nur einem Kapitel mit nur wenigen Seiten beschreibt Bram Stoker die Überfahrt Draculas von Rumänien nach Großbritannien. Dabei geht es nicht sonderlich gut für die Crew aus.
Mit der Prämisse startete ich in den Film. Doch wie sollten die wenigen Seiten für ein ganzes Drehbuch herhalten? Das funktioniert sogar erstaunlich gut, denn allein die Atmosphäre auf dem Schiff und die Ausweglosigkeit auf hoher See bilden eine wunderbare Grundlage für den Horrorfilm. Das Knarzen der Bretter, das Rauschen der Wellen, die Gischt, die gegen das Schiff schlägt.
Während sich grundsätzlich an die Handlung des Buches gehalten wird, so wage diese auch war, werden die zuvor namenlosen Charaktere gut eingeführt und bekommen teilweise eigene Geschichten. Doch zu sehr sollte man sich mit ihnen nicht anfreunden.
Die letzte Fahrt der Demeter schafft es die Atmosphäre langsam aufzubauen, so dass Dracula selbst zunächst nur sehr selten gezeigt werden musste und dennoch die Horrorelemente funktionieren. Diese steigern sich nach und nach und hier wird vor nichts halt gemacht. Für mich als Schisserin war es gerade noch erträglich, wirkliche Horrorfans könnten aber enttäuscht werden. Es ist neben dem Horror rund um Draculas Figur, eben auch die Beengtheit an Bord und die Ausweglosigkeit.
So ganz ohne Logiklöcher kommt der Film dann leider doch nicht aus. Doch diese sind nicht schlimmer als in anderen Horrorfilmen und man kann über die meisten hinwegsehen. Da der Ausgang ziemlich vorhersehbar ist – vor allem wenn man das Buch gelesen hat – geht es mehr um das Wie als das um das Was. Und genau das bekommt der Film gut hin.

Das Fazit

Die letzte Fahrt der Demeter ist ein sehr atmosphärischer Horrorfilm, der den wenigen Stoff der Vorlage gekonnt umsetzt und mit Charakteren füllt. Ein paar Logiklöcher trüben die Qualität nur leicht, doch die Optik und Atmosphäre trösten gut darüber hinweg. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Die letzte Fahrt der Demeter läuft seit dem 17.08.2023 in den deutschen Kinos

Meg 2

Ein Vorwort

Trotz vernichtender Kritiken konnte Meg 2018 anscheinend ein befriedigendes Einspielergebnis vorweisen, so dass es wohl nicht verwunderlich ist, wieso noch ein zweiter Teil produziert wurde. Die Erwartungen waren niedrig, war doch schon der Erste ein ziemlich trashiges Spektakel, das sich viel zu ernst nahm. Warum der zweite Teil gleichzeitig besser und doch schlechter war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Bei einer privaten Unterwassermission reist ein Forschungsteam tiefer als der Marianengraben. Dabei treffen sie auf ein Wesen, das sie direkt angegreift. Dort unten gestrandet, scheint es nur einen Mann zu geben, der sie retten kann. Doch Jonas Taylor hat dem Meer den Rücken gekehrt, nachdem er bei einer Mission beschuldigt wurde unrechtmäßig Leute dem Tod überlassen zu haben. Da an Bord jedoch auch seine Ex-Frau festsitzt, gibt er dem Drängen seines alten Freundes Mac nach. Er kann das Boot evakuieren, doch muss wieder ein Besatzungsmitglied zurücklassen. Bei der Mission konnte aber nicht nur das Boot, sondern auch ein riesengroßer Hai entkommen, der sich als ein Megalodon entpuppt. Diese Ur-Haie galten eigentlich als ausgestorben.
Die Crew versucht nun diesen zu töten, stößt dabei aber schnell an ihre Grenzen. Schließlich scheint es ihnen doch gelungen zu sein. Kurz darauf müssen sie feststellen, dass sie jedoch lediglich einen großen Hai, nicht jedoch den Meg erlegt haben. Dieser rächt sich kurz darauf und bringt das Boot zum kentern, wobei drei Besatzungsmitglieder sterben. Während sie nun den Behörden alles melden wollen, damit der Meg keine Unschuldigen töten kann, versucht der Besitzer der Forschungsstation die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und alles weiterhin zu vertuschen. Dabei stirbt dieser.
Der Meg nimmt nun Kurs auf Hainan, wo er Strandbesuchende angreift. Jonas und Suyin versuchen mit Tauchbooten den Meg abzulenken und schließlich zu erledigen, während die restliche Crew versucht die Urlauber zu evakuieren. Am Ende kann Jonas den Meg schwer verletzten. Haie werden vom Blut angelockt und erledigen den Rest.

Die Handlung

Nach den Ereignissen mit dem Megalodon ist die Forschungsstation deutlich gewachsen. Das Team besteht aus einigen Überlebenden und neuen Mitgliedern. Doch bei einem erneuten Tauchgang stellen sie fest, dass eine illegale Unterwasserstation wertvolle Ressourcen abbaut. Jonas (Jason Statham) und sein Team müssen nicht nur mit den Megs klarkommen, sondern auch das Rätsel um die Station lösen.

Meine Meinung

Ich hatte absolut keine Erwartungen an Meg 2, wie auch schon beim Ersten. Obwohl die Handlung selbst sehr trashig war, hat er sich sehr ernst genommen, weswegen er die meisten Witze verschenkt hatte. Nun war die Überlegung, ob ich mir den zweiten Teil überhaupt anschauen wollte. Aber die Auswahl im Kino war nicht groß und so fragte ich meinen besten Freund mit dem Hintergedanken, dass wir uns im Zweifelsfalls einfach über den Film lustig machen könnten.
Und zunächst schien es auch so, als ob wir einen sehr düsteren und ernsten Unterwasserthriller kriegen, der leider wieder mit den Schwächen des ersten Teils zu kämpfen hatte, aber dann drehte sich die Stimmung völlig und wir bekamen endlich das trashige Creature Feature, das wir verdient haben. Aber von vorne.
Zunächst reisen wir weit in die Vergangenheit. Und mit weit, meine ich sehr weit. So ungefähr 65 Millionen Jahre. Die erste Szene erschließt sich im späteren Verlauf, wirkt zunächst aber seltsam fehl am Platz. Dann lernen wir die neue Ausgangssituation kennen. Die Firma wurde erneuert, wir lernen neue Charaktere kennen, treffen auf altbekannte und müssen feststellen, dass es auch ein paar nicht in den zweiten Teil geschafft haben. Inzwischen gibt es regelmäßige Unterwassererkundungen, wobei neue Ariale kartografiert werden. Außerdem gibt es inzwischen ein Meg-Baby, das in Gefangenschaft aufwächst. Während man hier noch vermutet, dass es vielleicht im späteren Verlauf einen Sinn hat, sollte es eigentlich besser wissen.
Die erste Hälfte fand nach der Exposition größtenteils unter Wasser statt. Hier ist der Vergleich mit dem 2020 erschienenden Underwater naheliegend. Allerdings schafft es The Meg an keiner Stelle die Atmosphäre aufzubauen. Während eine ganze Forschungsstation dafür notwendig ist, dass zwei U-Boote die neuen Areale erkunden können, sollen wir glauben, dass eine Handvoll Leute heimlich eine ganze Unterwasserstation gebaut haben, um nach seltenen Mineralien zu graben, ohne, dass es jemand mitbekommen hätte? Aber auf Logik darf man bei diesem Film sowieso nicht achten. Während hier wie gesagt noch versucht wurde ein Unterwasser-Thriller mit leichten Horrorelemente zu schaffen, was kaum funktioniert, da sich wieder zu sehr auf Jason Statham als großen Retter konzentriert wurde und wir ganz nebenbei noch ein stures Kind mit dabei haben, wendet sich die Stimmung, sobald wir wieder an die Oberfläche kommen.
Ab hier versucht sich der Film zunächst an einem typischen Actionfilm mit begrenztem Raum und nebenbei der ständig präsenten Gefahr durch gleich drei Megs. Hier gab es bereits erste gut eingesetzte Gags, neben der sehr wirren Handlung. Völlig ins Chaos stürzt der Film, sobald wir uns vom offenen Meer wegbewegen und näher an die Küste kommen. Hier bekommt dann auch die erste Szene wieder einen Sinn, auch wenn ab hier gar nichts sinnvoll mehr ist. Dafür bekam ich endlich das, was ich von Anfang an erwartet habe: Trashiges Creature Feature.
Die Charaktere rennen alle wild durch die Gegend, machen die gleichen Fehler wieder und wieder, dazwischen laufen ein paar blutrünstige Kreaturen herum, Jason Statham macht seine Solonummer, aber wisst ihr was? Ich hatte unglaublich viel Spaß dabei! Ich habe sehr viel gelacht, habe mich über die Fehler der Charaktere amüsiert, vielleicht auch manchmal die Kreaturen angefeuert und kam einfach unglaublich unterhalten aus dem Kino.
So war der Film nicht wirklich gut, es fühlt sich an, als hätte man zwei verschiedene Ideen in einen Film gepresst, aber wenn man den über die erste Hälfte hinwegsieht, kann er wenigstens unterhalten.

Das Fazit

Meg 2 presst zwei Ideen in einen Film, versucht zunächst atmosphärisch zu sein, was misslingt, und gibt sich am Ende selbst auf. Allerdings ist gerade das der Teil, der wunderbar unterhalten kann. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Meg 2 läuft seit dem 03.08.2023 in den deutschen Kinos

Geistervilla

Ein Vorwort

Während Captain Jack Sparrow erstmalig in See stach und damit eine Attraktion aus den Disneylands als Film ungesetzt wurde, gab es im gleichen Jahr noch eine weitere Attraktion, die verfilmt wurde. Die Rede ist von Die Geistervilla mit Eddie Murphy in der Hauptrolle, der eher negative Kritiken einstecken musste. Dass es 20 Jahre für ein Remake gebraucht hat, ist im weiter andauernden Remake und Reboot fast noch verwunderlich. Warum Geistervilla in seiner Gesamtheit gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Gabbie und ihr Sohn Travis ziehen für einen Neuanfang in eine große Villa, die Gabbie zu einem Bed & Breakfast umbauen will. Nur leider ist die Villa voller Geister, die gar nicht erfreut sind über die neuen Bewohnenden. In ihrer Not wendet sich Gabbie unter anderem an den Geistlichen Ken und an den Fotografen für Übernatürliches Ben. Kurz darauf sitzen diese ebenfalls in der Villa fest. Zusammen versuchen sie den Fluch zu brechen.

Meine Meinung

Ich habe den Originalfilm von 2003 nicht gesehen. Hatte mich nie interessiert und nicht angesprochen. Und selbst, nachdem ich eine ganze Dokureihe rund um die Disneyland-Attraktionen gesehen habe, hatte ich kein Bedürfnis das zu ändern. Als ich jedoch den Trailer zum 2023er Film gesehen habe, hab ich mich sofort angesprochen gefühlt. Trotz sehr gemischer Kritiken, wollte ich mir meine eigene Meinung bilden und bin nicht enttäuscht worden.
Das liegt zum einen daran, dass die Charaktere sehr gut miteinander harmonieren, obwohl sie so unterschiedlich sind. Wir haben die Mutter mit ihrem Sohn, die die Villa gekauft haben und dort nicht mehr wegkommen. Wir haben den trauernden Fotografen fürs Übernatürliche, den Pfarrer, das Medium und den Historiker. Alle sind auf ihre Art einzigartig und bieten gerade dadurch genug Platz, um gut pointierte Lacher auszulösen. Es bedarf kaum eines billigen Wortwitzes oder eines Oneliners, um die Witze auszulösen.
Aber Geistervilla ist keine reine Komödie. Denn das Grundsetting der Haunted Mansion bietet schon viele Ansatzpunkte, für einen sehr atmosphärischen Film. Und wer die Attraktion im Disneyland schonmal besucht hat – oder wie ich eine Doku darüber gesehen hat – findet viele Anspielungen dazu. So ist es ein stetes Entdecken und Wiedererkennen, was den Charme noch erhöht.
Natürlich kommen auch die Grusel- und Spannungsmomente nicht zu kurz. Auch hier wird viel über die Atmosphäre übertragen und bietet einen guten Kontrast zum Komödienanteil. Lediglich der große Böse am Ende ist zwar direkt aus der Attraktion entsprungen, aber wirkt nach den übrigen Effekten seltsam billig. Jared Leto scheint einfach keinen Glück mehr bei seiner Rollenwahl zu haben.
Besonders hervorzuheben ist auch, dass trotz der überschaubaren Lauflänge sich genug Zeit genommen wurde, um den Charakteren auch Tiefe zu geben – zumindest zur Hälfte. Gerade Ben hat eine sehr ausführliche Hintergrundgeschichte bekommen, die aber nicht nur charakterisieren soll, sondern auch im weiteren Verlauf eine Bedeutung hat. Das ist angenehm erfrischend, denn meist sind es gerade die traurigen Geschichten, die schnell herangezogen werden, um zu charaktersieren, danach aber keine Bedeutung mehr haben und daher einem weiß gemacht wird, dass die Trauer einen Charakter allein ausmacht.

Das Fazit

Geistervilla umschifft die meisten Stolpersteine und schafft es eine wunderbar beschwingte Kombination aus Komödie, Horror und spooky Elemente zu kreieren, mit faszinierenden Charakteren und trifft die Disneyland-Attraktion auf den Kopf. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Geistervilla läuft seit dem 27.07.2023 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den August 2023

Nachdem der Sommer noch einmal richtig aufgeblüht ist, sind die Temperaturen nun wieder abgekühlt. Der August war ein Auf und Ab, nachdem es mit dem Wacken Open Air nicht geklappt hat, einem spontanen Urlaub bei meiner besten Freundin und auch ansonsten ein wilder Mix aus ruhigen und aufregenden Tagen, verflog der August regelrecht. So sieht meine mediale Statistik auch vergleichsweise mau aus, auch wenn ich beschlossen habe, mich davon nicht mehr stressen zu lassen. Dennoch gibt es hier wieder den monatlichen Rückblick.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Geistervilla: Gabbie und ihr Sohn Travis ziehen für einen Neuanfang in eine große Villa, die Gabbie zu einem Bed & Breackfast umbauen will. Nur leider ist die Villa voller Geister, die gar nicht erfreut sind über die neuen Bewohnenden. In ihrer Not wendet sich Gabbie unter anderem an den Geistlichen Ken und an den Fotografen für Übernatürliches Ben. Kurz darauf sitzen diese ebenfalls in der Villa fest. Zusammen versuchen sie den Fluch zu brechen. – Kurzweiliger atmosphärischer und sehr unterhaltsamer Film basierend auf der Disneyland-Attraktion.

The Meg 2: Nach den Ereignissen mit dem Megalodon ist die Forschungsstation deutlich gewachsen. Das Team besteht aus einigen Überlebenden und neuen Mitgliedern. Doch bei einem erneuten Tauchgang stellen sie fest, dass eine illegale Unterwasserstation wertvolle Ressourcen abbaut. Jonas und sein Team müssen nicht nur mit den Megs klarkommen, sondern auch das Rätsel um die Station lösen. – Gefühlt zwei Filme in einem, funktioniert alles nicht so ganz, aber am Ende konnte er wenigstens gut unterhalten.

Die letzte Fahrt der Demeter: Die Demeter sticht in Rumänien in See. Ihr Ziel: Großbritannien. An Bord die übliche Fracht und ein Großauftrag, der ihnen eine fette Prämie einbringen soll. Doch diese stellt sich bald als ihr Verderben heraus, denn sie haben niemand geringeres als Dracula an Bord. Und er ist hungrig. – Sehr atmosphärischer Horrorfilm, über ein paar Logiklöcher muss man hinwegsehen, aber funktioniert dennoch gut.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: The Meg (Vorbereitung auf Teil 2) und Mein Nachbar Totoro (einfach ein Sommerklassiker)

Monsta X – No Limit Tour in Seoul: Nach den Pandemie-Jahren konnte die K-Popband Monsta X im Jahr 2022 endlich wieder auf Tour gehen. Diesmal unter dem Motto „No Limit“. – Wunderschöner Konzertfilm, der mich sehr beührt hat, da mit der Tour meine Leidenschaft für diese Band anfing.

Erinnerungen an Marnie: Die 12-jährige Anna wird wegen ihres Asthmas für den Sommer aufs Land zu Verwandten geschickt. Dort lernt sie Marnie kennen und erlebt einzigartige Momente mit ihr. Doch Marnie scheint immer wieder zu verschwinden. – Ein weiterer toller Klassiker aus dem Hause Ghibli, mit viel Sommergefühl.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Verpasst hab ich tatsächlich keinen, aber ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Gran Turismo

Serien – ein etwas ausführlicher Überblick

Erneut gesehen habe ich: Friends – Staffel 6-8 (Immer wieder zum nebenbeischauen und doch viel Lachen)

Blue Lock – Staffel 1 (Interessante Idee, braucht ein wenig um sich aufzubauen, aber ist mal ein etwas anderer Sportanime)

Secret Invasion – Staffel 1 (Leider wieder ein Reinfall aus dem Hause Marvel. Sehr langatmig, gefühlt ist nichts passiert, ständig drehte sich alles im Kreis)

Doom at your service – K-Drama (Highlight K-Drama! Sehr tolle Geschichte, spannend, mitreißend, und vor allem sehr gefühlvoll.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten insgesamt: 3.833
Seiten pro Tag: 124 im Durchschnitt
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 3

Everything is okay: Die Autorin Debbie Tung berichtet in dieser Graphic Novel von düsteren Gedanken, unausbrechlichen Gedankenspiralen, ihren Ängsten und ihrer Depression. Ein Buch, dass Mut machen soll. – Wieder toll gezeichnet, wichtiges Thema, sehr persönlich, aber auch sehr nachvollziehbar.

Dreizehn bei Tisch: Ein neuer Fall für Poirot. Die Schauspielerin Jane Wilkinson nimmt an einem Dinner mit zwölf anderen Menschen teil. Doch zur gleichen Zeit soll sie ihren Ehemann ermordet haben. Poirot steht vor einem neuen Rätsel. – Wieder ein sehr interessanter Fall, bei dem am Anfang alles klar scheint und dann führt uns Christie doch wieder an der Nase herum.

Finding Paradise: Kim wollte eigentlich mit ihrer besten Freundin ein Survival-Camp auf einer einsamen Insel in der Nähe von Sri Lanka besuchen. Doch diese sagte kurzfristig ab und Kim ist nun auf sich gestellt. In der Gruppe findet sie schnell Anschluss. Nur der gut aussehende Aidan scheint sie so gar nicht zu mögen. – Willkommen im Paradies! Tolle Atmosphäre, sympathische Protagonist*innen, ein paar Längen im Mittelteil, wichtige Botschaft.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 4: Ron und Toto machen zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Moriarty-Clan, die sich gegen Ron verschworen haben. Ein Wettlauf gegen die Zeit quer durch Tokyo startet. Können sie die Rätsel schnell genug lösen. – Die sympathischen kleinen Fälle nehmen ab und werden zu immer größeren mit dem großen Übergegner. Funktioniert dennoch ganz gut.

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Mai Thi Nguyen Kim, bekannt für ihren Youtube Kanal MaiLab, nimmt einige heiß diskutierte Themen auseinander, betrachtet ihre wissenschaftliche Seite und versucht die kleinste gemeinsame Wirklichkeit zu finden. – Die Fangfragen haben mich regelmäßig kalt erwischt und die Ausführungen waren spannend, interessant und gut für Laien aufgearbeitet. Gerade das Hörbuch von der Autorin eingesprochen, funktioniert gut.

A whisper around your name: Jo wechselt durch den Umzug ihres Onkels die Schule. Dort trifft sie auf Evan, doch dieser ist der Außenseiter der Schule und ihr wird geraten sich von ihm fernzuhalten. Doch bei abendlichen Ausflügen ins Freibad kommen sich beide näher. Auch durch ihre traumatischen Erfahrungen. – So schlecht habe ich Emma Scott noch nie erlebt. Gewohnt guter Schreibstil, aber die Geschichte war einfach nur ein „Wie schlimm kann es noch werden?“ Völlig übertrieben, unglaubwürdig und konnte mich überhaupt nicht überzeugen.

Die Kane-Chroniken 1 – Die rote Pyramide: Die Kane-Geschwister müssen mit ansehen, wie ihr Vater bei dem Versuch den Geist von Osiris zu beschwören, von Seth gefangen genommen wird. Leider fliegt dabei das Museum in die Luft und Sadie und Carter steht ein großes Abenteuer bevor. – Schwächer als Percy Jackson von der Geschichte, aber spannender durch die ägyptische Mythologie. Bin aber gespannt auf die nächsten Bände.

Angels of Death 3: Isaac und Rachel sind auf der nächsten Etage angekommen. Die Bewohnerin steht auf Bestrafungen und hat die beiden ins Auge gefasst. – Gewohnt spannend und atmosphärisch. Freue mich auf den nächsten Band.

In love with a star: Georgia will nach einem langen Flug nur noch unter die Dusche und dann ins Bett fallen. Doch ein gestrichener Anschlussflug und ein ausgebuchtes Hotel machen ihr einen Stich durch die Rechnung. Dabei trifft sie auf Alexander Kim, dem älteren Bruder ihrer früheren besten Freundin. Er bietet ihr an, sich das Zimmer zu teilen und sie kommen sich näher. Doch am nächsten Tag muss sie feststellen, dass sie mit einem berühmten Schauspieler geschlafen hat. – Ich habe mich schockverliebt in das Buch, auch wenn ich den sehr hohen Spiceanteil nicht erwartet hatte. Konnte es kaum aus der Hand legen.

Fangirl 1: Cath ist ein riesen Fan der Simon Snow Romane und schreibt sehr erfolgreiche Fanfictions. Früher auch zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Wren. Jetzt sind sie neu am College und Wren geht auf Abstand. Cath ist völlig überfordert und flüchtet sich weiterhin in ihre Fanfictions und versucht nebenbei das College zu meistern. – Konnte mich sehr in die Geschichte einfühlen, mochte die Charaktere und freue mich auf den nächsten Band.

American Gods: Shadow Moon wird aus dem Gefängnis entlassen und trifft auf den mysteriösen Mr. Wednesday. Dieser zieht ihn in einen Krieg zwischen den alten Göttern, die nach Amerika kamen, aber jetzt glaubt kaum noch jemand an sie, und den neuen Göttern, die in der schnelllebigen modernen Welt ihre Anhängerschaft gefunden haben. – Faszinierend, wie die Vorlage in der Serie umgesetzt wurde und gleichzeitig nicht umgesetzt werden konnte. Fasznierende Idee, war von der Auflösung am Ende nicht ganz überzeugt.

Was waren eure Highlights im August?

Barbie

Ein Vorwort

Okay, ich gestehe: Ich hatte als Kind sehr viele Barbies. Und natürlich auch sehr viel Zubehör und habe sehr gern damit gespielt. Warum es sich wie ein Geständnis anfühlt? Nun, inzwischen ist das Thema doch sehr kritisch hinterfragt mit der „klaren“ Einteilung in Geschlechter. Als ich jedoch hörte, dass ausgerechnet Greta Gerwig, die für ihre feministischen und kritischen Filme, wie Lady Bird bekannt ist, sich diesem Thema annahm, war ich sehr gehyped. Und der Trailer sah auch schon sehr witzig aus. Warum der Film ein Anwärter für den Film des Jahres bei mir wurde, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

In Barbieland kannst du als Barbie alles sein. Vor allem aber, bist du glücklich und lebst in Harmonie. Doch eines Tages hat Stereotyp-Barbie merkwürdige Gedanken und darauf folgen einige Pannen, inklusive, dass ihre Ferse den Boden berührt. Dies soll an einem Riss zwischen Barbieland und der realen Welt liegen. Sie bricht also auf, um diesen zu kitten. Ken folgt ihr, da er nur mit Barbie glücklich sein kann. Doch in der realen Welt ist alles ganz anders als erwartet.

Meine Meinung

Die Trailer versprachen es und der Film hielt es: Der Film wurde pink. Doch während der Trailer uns nur zeigte, wie mit der perfekten Welt der Barbies umgegangen wird, wenn etwas nicht mehr so perfekt ist, zeigte es noch nicht, wie feministisch der Film wirklich wird. Dass hier dann einige Zuschauenden doch arg schockiert sind, dass es kein reiner Feelgood Film ist, dessen einziges Ziel es war in Nostalgie zu schwelgen, zeigte die sehr zwiegespaltene Reaktion zum Ende des Films. Ich wurde wunderbar unterhalten und habe mich dennoch an den sehr feministischen Aussagen erfreut.
Denn Greta Gerwig schafft es die Balance zwischen beidem zu halten. Sie zelebriert die von Mattel geschaffene Welt in allen Variationen von Pink, erschafft Charaktere und nimmt sich dann dem Kontrast zur realen Welt an. Dabei kann es sein, dass einigen die gezeigten Thematiken zu offensichtlich gezeigt werden. Dabei kratzt der Film gerademal an der Oberfläche der Probleme unserer Gesellschaft.
Die Analogien, die aufgemacht werden, verdeutlichen strukturelle Probleme und beziehen diese wieder aufs Barbieland. Dabei kann man sicherlich über einzelne Darstellungen diskutieren, aber die Grundaussagen werden klar. Aber vor allem werden sie so gut in die Handlung verpackt, dass der Humorfaktor des Films sehr hoch ist. Auf jede niederschmetternde Erkenntnis folgte entweder Nostalgie oder Humor. Und genauso vergehen die 114 Minuten Lauflänge im Flug.
Natürlich gibt es auch kleinere Unstimmigkeiten. Die Rolle von Mattel im Film ist mir bis zum Ende etwas unklar. Während sie im Laufe des Films als Symbol für den übermäßigen Konsum und dessen Vertreibung steht, taucht sie bis zum Ende immer noch auf, ohne da noch eine großartige Bedeutung für die Handlung zu haben. Aber diese Unstimmigkeiten fügen sich trotzdem irgendwie in das große Ganze ein und stören nicht.
Dazu werden sie zu sehr von ikonischen Szenen, Filmanspielungen, gut pointierten Witzen und eben der eigentlichen Botschaft des Films übertönt. So ist Greta Gerwigs Films einer derjenigen, die man wohl ein paar Mal sehen muss, ehe man alle Anspielungen auch versteht und der doch der breiten Masse wichtige Themen vermittelt.
Und bitte Hollywood, um mich hier Randall Park anzuschließen: Der Erfolg des Films heißt nicht, dass wir mehr Filme über Spielzeug wollen, wie einen UNO Film, sondern mehr Filme von Frauen über Frauen. Mic Drop.

Das Fazit

Barbie triumphiert durch Nostalgie, Witz, ikonische Szene und das alles mit einer guten Portion Feminismus und zeigt, dass diese Themen duchaus für die breite Masse funktionieren. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Barbie läuft seit dem 20.07.2023 in den deutschen Kinos

Mission Impossible – Dead Reckoning 7.1

Ein Vorwort

Viel hat sich getan seit 1996 der erste Mission Impossible Film basierend auf den Fernsehserien Kobra übernehmen sie und In geheimer Mission auf der Kinoleinwand erschien. Das Franchise ist gewachsen und spätestens seit dem viertel Teil (Phantom Protokoll) verbesserten sich auch die Kritiken. Nun soll mit Dead Reckoning ein Film in zwei Teile aufgeteilt werden, was nur einem aktuellen Hollywoodtrend folgt. Doch geht die Rechnung auf?

Die Handlung

Der Test einer neuen Tarnkappentechnik an Bord eines russischen U-Bootes geht schief. Doch an Bord soll auch eine neue Superintelligenz gewesen sein. Um an diese zu kommen, benötigt es zwei Schlüssel, die nur zusammen funktionieren. Ethan Hunt (Tom Cruise) bekommt den Auftrag diese zu beschaffen, merkt aber schnell, dass es diesmal keinen klaren Gegner gibt. Als dann auch noch ein Phantom aus seiner Vergangenheit auftaucht, will er am liebsten sein Team abziehen und außer Gefahr bringen.

Meine Meinung

Bisher war die Mentalität der Mission Impossible Filme stets: Höher, größer weiter. Auf jeden atemraubenden Stunt von Tom Cruise musste noch ein weiterer folgen, der noch spektakulärer war. Das dieses Konzept irgendwann nicht mehr aufging, hat man an den Kritiken kaum gemerkt, denn gerade die Authentizität der Actionszenen war ein Merkmal des Franchises, die trotz mangelhafter Handlung stets begeistern konnte. Doch abseits davon gingen die Ideen aus. Im sechsten Teil musste schon der Antagonist wiederverwertet werden, da es an neuen Ideen mangelte. Stattdessen wurde die Maskentechnik einfach inflationär benutzt. Jeder bekam eine. Manchmal wurde auch eine Maske über der Maske getragen.
Nun sollte es nicht nur einen neuen Film geben, sondern mit Dead Reckoning wurde gleich angekündigt, dass es sich lediglich um den ersten Teil eines Zweiteilers handeln soll. Die Skepsis gerade meinerseits war groß. Würden sie genug Handlung haben, denn auch der Auftakt ist mit einer Laufzeit von 168 Minuten nicht gerade kurz geraten. Es passte alles in Schema des Größer, Höher, Weiter. Doch Dead Reckoning ist wohl die Überraschung des Sommers. Denn obwohl die Handlung für zwei Filme geschrieben wurde, ist er vor allem eins: Reduzierter. Alles, was in den letzten Teilen absolut überhandnahm, wurde zurückgeschraubt und herauskam ein solider Actionfilm, der sich des Erbes der Ursprungsserie würdig erweist und gleichzeitig wieder feinste handgemachte Action bietet.
Das beginnt damit, dass ein klares Ziel und ein nicht ganz so klarer Gegner geschaffen wurden, Die beiden Schlüssel finden und herausfinden, wer genau gegen einen spielt. Dabei ist die Enthüllung des Antagonisten nach der  Auftaktszene zwar nicht überraschend, aber doch erstaunlich erfrischend, zumal die logischen Schlüsse daraus gezogen wurden und gleichzeitig ist die Thematik erstaunlich aktuell, auch wenn dies durch die lange Produktionsphase des Films wohl nicht vorhersehbar war. Aber dadurch entstehen ganz neue Möglichkeiten und neue Schwierigkeiten.
Weiter geht es mit der Tatsache, dass die zwei größten Aktionszenen eine klassische Autoverfolgungsjagd und ein außer Kontrolle geratener Zug sind. Auch wenn es hier nicht ganz back to the roots heißt, sind doch viele altbekannte Motive eingebaut, die eigentlich völlig überholt wirken, aber doch wieder eine herrliche Anziehungskraft entwickelt haben. Das liegt daran, dass mit Hayley Atwells Charakter Grace eine neue Komponente eingeführt wurde, die wieder mehr an einen Jeremy Renner aus Phantom Protokoll erinnert und daher im guten Kontrast zu Rebecca Fergusons Ilsa Faust oder Vanessa Kirbys Alanna Mitsopolis steht, ohne dabei die Handlung zu sabotieren.
So entstanden Szenen, bei denen ich im Kino saß und mir dachte „Na klar, das machen die eh nicht, das wäre völlig vorhersehbar. Oh, sie haben es doch gemacht. Ja, aber das wird doch nicht darauf hinauslaufen … okay, doch“. Und genau das war das Faszinierende an dem Film. Er spielt mit Klischees und altbekannten Motiven, verpackt sie aber in eine moderne Handlung und schafft es so die Zuschauenden, die mit so etwas nicht mehr rechnen, zu überraschen und zu begeistern. Damit ist Dead Reckoning Part 1 wohl die Überraschung des Sommers, denn dass das Franchise nochmal so die Kurve bekommt, hätte ich nicht erwartet.

Das Fazit

Mission Impossible – Dead Reckoning 7.1 ist wohl die Überraschung des Sommers. Reduzierter, altbekannte Motive und doch durch den Kontrast zum sehr modernen Thema spannend, atemraubend und nimmt sich aber auch Zeit für Emotionen und auflockernde Witze. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Mission Impossible – Dead Reckoning 7.1 läuft seit dem 13.07.2023 in den deutschen Kinos