American Ultra

Am 15.10.2015 erschien ein Film über eine kiffende Killermaschine mit Jesse Eisenberg in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Mike Howell führt mit seiner Freundin Phoebe ein ziemlich verkifftes Leben. Er arbeitet die Nachtschichten in einem Supermarkt und ist so tollpatschig, dass es ein Wunder scheint, dass Phoebe bei ihm bleibt. Doch eines Tages taucht eine Frau im Laden auf und sagt einen Code vor ihm auf. Kurz darauf wird er überraschenderweise angegriffen und entdeckt dabei versteckte Fähigkeiten in ihm.

American Ultras ist noch viel traschiger als sein Trailer vermuten lässt. Am Anfang lernt man Mike kennen, der sich selbst als Versager und Tollpatsch darstellt. Gleichzeitig kifft er viel und oft. Er stellt seine Freundin Phoebe vor, die seiner Aussage nach viel zu gut für ihn ist. In der nächsten Szene sieht man sie zusammen in ihrer heruntergekommenen Wohnung kiffen und denkt sich, da haben sich aber zwei gefunden. Mike ist voller Unsicherheiten und Selbstzweifel und schafft es nicht einmal in ein Flugzeug zu steigen und in den bereits bezahlten Urlaub zu fliegen. Phoebe ist enttäuscht, scheint aber alles hin zu nehmen, was Mike tut. Alles ändert sich als eine Frau Mike in den 24 Stunden offenen Supermarkt, in dem er arbeitet, besucht und irgendeinen komischen Code vor ihm aufsagt. Als kurz darauf der Supermarkt und Mike angegriffen werden, schafft er es die Gegener elegant zu überwältigen, nur um im nächsten Monat fast einen Zusammenbruch zu erleiden und panisch Phoebe anzurufen. Als diese die beiden überwältigten Männer sieht, denkt sie sofort, dass Mike wieder Mist gebaut hätte, da dieser auch schon wieder zugekifft ist. Doch die beiden sind in einen Strudel geraten, der sich nicht mehr aufhälten lässt. Denn jemand möchte Mike tot sehen.
Jesse Eisenberg übernimmt die Rolle des ewig zugekifften Mikes. Mike identifiziert sich praktisch über das kiffen, denn seine Charaktereigenschaften sind Unsicherheit und Selbstzweifel. Um diese zu überspielen, dreht er sich ständig neue Joints, auch in den absolut unpassendsten Momenten. Er verkörpert den Wunsch jeder Menschen, die mit ihrem eigenen Leben unzufrieden sind. Der Traum etwas besonderes zu sein. Nur das sein Traum in Erfüllung geht und man ihn deswegen umbringen möchte. Jesse Eisenberg scheint wie für die Rolle gemacht. Er nimmt sich seines Charakters an und bringt uns alle Gefühle, Gedanken und Emotionen glaubhaft herüber.
Kristen Stewart übernimmt die Rolle der Phoebe. Ihr Schauspiel wirkt wie immer, eingerostet, einschläfernd und absolut emotionslos. In den kiffenden Szenen passt es vielleicht, dass sie nie den Mund zu zukriegen scheint, doch gerade in den emotionsgeladenen Szenen merkt man wie weit sie hinter Eisenberg liegt. Daher ist ihr Charakter Phoebe auch etwas undurchsichtig. Ohne sichtbare Emotionen ist es schwierig zu deuten, was sie denkt oder wieso sie sich in bestimmten Situationen so verhält. Hier hätte man definitiv stärker besetzen können.
American Ultra ist ein Film, der in der Grundidee bestimmt funktionieren könnte, aber so langsam erzählt wird, dass jeder Spannungsbogen verloren geht. Lediglich der Humor kann etwas punkten, wobei die meisten Szenen eher durch die Kifferei komisch werden, als wirklich einen humorvollen Gehalt zu haben. Heißt, dass der Zuschauer im ersten Moment lachen muss, weil der Film teilweise so absurd ist, aber sich im Endeffekt nicht unterhalten fühlt. Bis auf einige Ausnahmen sind viele Szenen vorhersehbar oder zumindest erahnbar, so dass der Film keinen Wiedererkennungswert hat.

Alles in allem liefert der Film eine schlechte Leistung ab, die auch durch ein paar witzige Szenen und der Schauspielleistung von Jesse Eisenberg nicht mehr gerettet werden kann. Daher gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.

Japan grüßt Leipzig

Hallo ihr Lieben,
kommen wir einmal zu etwas kulturellem (auch wenn Film und Buch zur Kultur gehört). Am 10.11.2015 sandte Japan einen Gruß an Leipzig mit einer eigenen Veranstaltung im Gewandhaus. Zusammen mit dem Mädels von Inkunabel (ihr Beitrag zur Veranstaltung erscheint voraussichtlich am 02.01.2016) zog ich mir ein hübsches Kleidchen an und nahm Platz, um mich grüßen zu lassen.

Der erste Teil war geprägt von musikalischen Einlagen. Insgesamt drei Chöre traten auf und sangen japanische Volkslieder, oder moderne bzw. deutsche Volkslieder auf Japanisch. Dies war für mich als Chorliebhaberin und ehemalige Chorsängerin besonders schön, auch wenn es sich irgendwann zog – Abwechslung zu anderen Programmpunkten wäre besser gewesen.
Der zweite Teil bestand aus einer Kimonoshow. Hier wurden verschiedene Kimonos vorgestellt, sortiert nach Muster, Anwendung, Jahreszeit oder auch Kimonos, die Buchstaben und Farben zugeordnet werden. Das war teilweise sehr eindruckend. Als Zusatz hätte ich mir die einzelnen Bestandteile eines Kimono gewünscht.

Kritisch zu sehen war die Wahl des Moderator. Zwar lebte dieser in Japan und konnte auch japanische Worte gut aussprechen, aber es fehlte ihm an jeglicher Betonung und Emotion in der Stimme. Stattdessen schaffte er es Menschen zum einschlafen zu bringen. Das nahm dann doch die Stimmung und die Faszination an den Abend.
Auch kritisch finde ich das Klatschverhalten des Publikums, gerade bei der Kimonoshow. Es ist üblich, dass während einer laufenden Präsentation, ich beziehe mich hier auf die Kimonoshow, nicht geklatscht wird, sondern am Ende alle Teilnehmer noch einmal auf die Bühne gebeten werden und man dort durch Applaus Respekt und Anerkennung zeugt. Selbst wenn dies nicht geläufig wäre, ist anzunehmen, dass pro Kimono-Model einmal geklatscht wird. Doch das gestrige Publikum überlegte sich pro Kimono 3-5 mal zu klatschen, was nicht nur nervig war, sindern auch den Ablauf störte.

Alles in allem hatte ich einen sehr netten Abend und fühle mich der japanischen Kultur zumindest ein bisschen näher gebracht und zwar der traditionellen Kultur und nicht der modernen Manga-Kultur.

Die Serienblogparade by Frau Margarete – Volume 10

Hallo ihr Lieben,
heute ruft Frau Margarete zum letzten Mal zu ihrer Serienlogparade. Denn nun ist es bereits das 10. und damit auch letzte Thema. So machen wir uns ans Werk.

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Thema #10: Rund um die Serie

Was für Merchandise besitzt du zu Serien? Beschränkst du dich auf die gekauften Serienstaffeln oder hast du noch andere Accessoires zu deine Lieblingsserien? Zeig doch mal her, wie du deine liebsten Serien zelebrierst!

Merchandise? Ich? Aber natürlich! Da mach ich keinen Unterschied zwischen meinen Lieblingsfilmen und Lieblingsserien. Natürlich hab ich Poster (Tardis aus Doctor Who und Supernatural), Shirts/Pullover (Doctor Who, Supernatural, Sherlock) und die Serienstaffeln. Aber ich hab auch einen Pappaufsteller vom 10. Doctor, eine Tardiskeksdose, ein Adipose-Kuscheltier zu Hause und ein Adipose-Antistressball auf Arbeit (Doctor Who) und einen Dalek (Doctor Who).
Ich merke Serientechnisch ist mein Merchandise sehr Doctor Who lastig…

Interessierst du dich dafür, was deine Serienstars so außerhalb der Serie treiben?

Wenn ich Serienstars mag, interessiere ich mich schon auch für andere Serien/Filme, die sie gedreht haben und guck mir die eher an. Das gilt aber auch für andere Schauspieler. Ab und an hör ich mir vielleicht auch etwas Promiklatsch an, aber im großen und ganzen lass ich den Serienstars ihr Privatleben und konzentrier mich eher auf ihre Filmographie.

Das war dann auch schon die letzte Ausgabe der Serienblogparade von Frau Margarete. Was habt ihr für Serienmerchandise zu Hause?

Sicario

Am 01.10.2015 erschien ein Film der das Krisengebiet Grenze Mexiko-USA genauer unter die Lupe nimmt in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Kate Macer ist beim FBI auf Entführungsfälle spezialisiert. Bei einem ihrer Fälle findet sie ein Haus, voller Leichen in den Wänden. Durch ihre starke Art wird ihr ein Job angeboten in einem Spezialteam, dass ein Kartell ausheben möchte. Zögernd nimmt sie an und wird sofort mit der Situation an der mexikanisch-amerikanischen Grenze konfrontiert. Da sie von ihrem Team über die Missionsziele im Unklaren gelassen wird, versucht sie herauszufinden, welches Spiel gespielt wird und wie viel sie mit ihrem Gewissen vereinbaren kann.

Sicario bedeutet Auftragskiller. Wer für wen den Auftrag hat jemanden zu töten, bleibt jedoch bis zum Ende ungeklärt. Vorher lernt man die sympathische aber knallharte Kate Macer kennen, die versucht ihren Job mit einer möglichst geringen Opferzahl auszuüben. Doch als sie in einem Haus, wo ein Entführungsopfer vermutet wurde, unzählige Leichen in den Wänden findet, gerät ihre Welt ins Wanken. Schnell ist klar, dass ein Drogenkartell dahinter steckt. Auftritt des undurchsichtigen Geheimagenten Matt Graver, der ein neues Team für spezielle Missionen zusammenstellen möchte und ein Teammitglied des FBIs braucht. Kate ist unschlüssig, willigt aber ein, weil ihr versichert wurde, dass es gegen die Männer, die für das Leichenhaus verantwortlich seien, sei. Dort lernt sie auch Söldner Alejandro kennen. Doch schnell merkt sie, dass ihr entweder falsche Informationen oder gar keine gegeben werden und sie lange im Dunkeln tappt, was gespielt wird. Schneller als ihr lieb ist, ist sie Zeugin eines Gefangenentransportes über die Grenze mit einer nervenaufreibenden Schießerei. Doch Kate spielt mit, immer in dem Glauben das richtige zu tun.
Sicario schafft es gekonnt und beinahe spielerisch eine Spannung aufzubauen, die den Zuschauer an den Kinositz fesselt. Zusammen mit Kate wird man mit der Situation im Grenzgebiet und die dramatischen Umstände konfrontiert und kann ihnen so schnell nicht entfliehen. Während man die Szenerie noch klein zu reden versucht, schwebt die Kamera über die Szenerie und demonstriert einem die Ausmaße des Elends, vor dem man am liebsten die Augen verschließen möchte. Der Film nimmt kein Blatt vor den Mund und beschönigt nichts. Gleichzeitig spielt er mit den Erwartungen und Vorurteilen der Zuschauer. Der nette tanzende Mann muss der Gute sein, während der tätowierte, der immerzu schläft, wenn sein Sohn mit ihm Fußball spielen möchte, automatisch der Böse sein muss. Aber der Film kennt nicht nur schwarz und weiß, sondern eine ganze Palette an Grauabstufungen, dass man häufig seine eigene Moral und Ideale in Frage stellt.
Andererseits verpasst der Film es den Zuschauer genügen aufzuklären. Hintergründe werden gar nicht benannt, so dass der Laie doch nur schwer mit den Szenerien umgehen kann. Der gesamte Film wird aus Kates Sicht erzählt, die mit Absicht die meiste Zeit im Dunkeln tappt, dadurch tappt aber auch der Zuschauer im Dunkeln, was genau gespielt wird, was teilweise zu einer Frustration führt.
Emily Blunt übernimmt die Rolle der Kate Macer und hat mit Josh Brolin und Benicio del Toro zwei starke männliche Gegenspieler. Doch sie bringt uns die Kate glaubhaft als starke Frau herüber. Sie kann kämpfen, ist zäh und verkraftet einiges, darf aber auch weinen und in bestimmten Momenten schwach sein und sich retten lassen, ohne das wir sie gleich als „typische Frau“ abstempeln.

Alles in allem ist Sicario mitreißend, spannend und bringt frischen Wind ins Genre. Nur die dauerhafte Unaufgeklärtheit nervt und daher gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

45 years (Kurzkritik)

Am 10.09.2015 erschien ein Beziehungsdrama ohne Drama in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Kate und Geoff Mercer sind seit 45 Jahren verheiratet. Weil Geoff zu ihrem 40. Hochzeitstag zu krank zum feiern war, wollen sie die Feierlichkeiten nun nachholen. 5 Tage vorher bekommt Geoff einen Brief, indem etwas zu seiner Ex-Freundin steht. Das wühlt das so harmonische Eheleben gewaltig auf.

45 years ist ein Film, der von den Kritikern hoch gelobt wurde, die Darsteller haben Auszeichnungen bekommen, aber als „normaler“ Kinozuschauer sitzt man im Kino und fragt sich, was will der Film einem eigentlich sagen? Denn der Film erzählt das Leben der beiden Rentner in allen Ausführlichkeiten. Die Mercers leben etwas außerhalb der Stadt in einem Haus mitten im Grünen. Ebenso harmonisch wie die Umgebung ist auch das Leben. Man sieht beide lesen – egal ob Zeitung oder Buch – essen, Kate mit dem Hund spazieren gehen und die Fahrt in die Stadt gleicht einem kleinen Abenteuer. Nur der Brief, der am Anfang eintrudelte, stört die Harmonie. Katya, eine Freundin Geoffs lange vor Kates Zeit, wurde in einer Gletscherspalte gefunden. Das nimmt Geoff ein wenig mit, aber er lässt es sich kaum anmerken. Dafür keimt in Kate eine Eifersucht, die sie von innen aufzufressen droht. Aber auch sie lässt es sich eigentlich nicht anmerken und der Zuschauer muss raten, was sie eigentlich denkt. So zieht sich der Film eine gefühlte Ewigkeit hin ohne eine Pointe oder eine Aussprache zu finden.
Der Film lässt einem zum einen mit Wohlwollen in die Zukunft als Rentnerpaar gucken, auf die Harmonie, auf das Zufrieden mit dem Leben sein. Zum anderen beunruhigt er aber auch, denn wenn man sich nach 45 Jahren noch nicht über seine Gefühle unterhalten kann, dann sehe ich schwarz für die meisten Beziehungen.

Alles in allem ist 45 years ein Film für ein ganz spezielles Publikum und bekommt von mir 02 von 10 möglichen Punkten.

Steve Jobs (Kurzkritik)

Am 12.11.2015 erscheint ein neues Biopic über den Apple-Gründer Steve Jobs in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Steve Jobs steht vor der Präsentation des Mackintosh. An seiner Seite seine treue Marketing Chefin Joanna. Doch direkt vor der Präsentation trifft er auf verschiedene Mitarbeiter und auf seine Ex-Freundin mit Tochter, die nach einem Test als Jobs Tochter bestätigt wurde. Trotzdem will er die Vaterschaft nicht anerkennen.

Steve Jobs erzählt keine komplette Lebensgeschichte. Der Film spielt vor drei verschiedenen Präsentationen, beginnend mit dem Mackintosh. Dabei begegnen Jobs immer die gleichen Personen, mit denen er eigentlich nicht reden will, es aber doch irgendwie muss. Dabei versucht seine Markenting Chefin Joanna alles zu regeln und Jobs zu bremsen, der seine Mitarbeiter anschreit, beleidigt, ihnen unmögliche Aufgaben gibt und mit Kündigungen droht. Alles für die perfekte Präsentation. In den Gesprächen lernt man die Hintergründe zu den Produkten und auch zu Jobs selbst, wobei zumindest er in keinem guten Licht mehr dasteht.
Michael Fassbender übernimmt die Rolle des Steve Jobs. Dabei beweist er einmal mehr, was für ein guter Charakterschauspieler er ist. Jobs selbst wird immer als das Genie von Apple dargestellt. Aber in diesem Film merkt man, dass er teilweise an der Produktentwicklung nicht beteiligt war, diese aber als seine hingestellt hat und auch im privaten kein netter Zeitgenosse ist. Im Film tauchen immer wieder seine Ex-Freundin und seine Tochter auf, für die er lange Zeit die Vaterschaft nicht anerkennt.
Der Film schafft es trotz dreimal der exakt gleichen Sitaution nicht an Spannung zu verlieren, was vor allem den ausgefeilten Dialogen und Fassbenders Darstellung geschuldet ist.

Es bleibt bei diesem Artikel bei einer Kurzkritik, da es mir schwerfällt dem Film gegenüber objektiv zu bleiben, da mir Jobs sehr unsympathisch ist und ich auch von Apple nichts halte. Dies hat jedoch nichts mit dem Film an sich zu tun.

Alles in allem ist es endlich einmal ein kritisches Biopic, indem Jobs nicht glorifiziert wird und bekommt 07 von 10 möglichen Punkten.

Nachspezial – Halloween

Hallo ihr Lieben,
der „gruseligste“ Tag des Jahres (und ja, ich weiß, dass Halloween eigentlich nur Komerz ist und wir eigentlich Luthers Thesenanschlag am Reformationstag feiern) ist vorbei und ich hab zumindest einen Horrorfilm gesehen. Als „Spezial“ möchte ich euch einen Film, eine Serie und ein Buch zum Thema vorstellen.

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A nightmare on Elm Street

Ich habe gestern die Version von 2010 gesehen (endlich ein Film von meinem SuF abgearbeitet).

Kurz zur Story:Freddy Krüger ist zurück. Er schleicht sich in die Träume von einer Gruppe Jugendlicher. Wieso sind es genau diese? Nachdem einer nach dem anderen in seinen Träumen heimgesucht und letztendlich getötet wird, suchen die Überlebenden nach Antworten und nach ihrer Verbindung zueinander. Dabei arbeitet die Zeit gegen sie, denn sie dürfen nicht einschlafen, oder sie sterben.

Ich kenne das Original nicht, bin aber von diesem Remake nicht wirklich überzeugt. Natürlich ist die Handlung gruselig und jagt einem einen Schauer über den Rücken, aber der Film versteift sich auf Geschreie und Gerenne und vor allem viel Blut. Dabei verpasst der Film sich auf die Hintergründe zu fixieren, die alleine schon schaurig genug sind und somit auch den nötigen Spannungsbogen. Die Schauspieler sind mir (durch andere Rollen) sehr sympathisch, können in diesem Film aber leider nicht überzeugen. Lediglich Jackie Earle Haley schafft es die Rolle des Freddy Krügers gekonnt umzusetzen und ein bisschen Grusel in den Film zu bringen.

American Horror Story – Asylum

Die erste Staffel Murder House habe ich euch bereits vorgestellt. Die Erfolgsserie geht weiter, mit den gleichen Schauspielern, aber einer neuen Handlung und neuen Charakteren.

Kurz zur Story: 1964, Briarcliff. Der junge Kit Walker wird in die psychiatrische Klinik eingeliefert, weil er als der Serienmörder „Bloody Face“ gehandhabt wird. Unter der strengen Hand von Schwester Jude wird die Klinik geführt, deren Zustände einfach nur erschrecken. Die Journalistin Lana Winters will das Ganze entlarven, landet bei einem Einbruch, aber selbst in der Anstalt und wird wegen ihrer Homosexualität festgehalten. Dabei treffen sie auf schaurige und verrückte Gestalten.

Während die erste Staffel begeisterte und an einem einzigen Wochenende durchzuschauen war, habe ich mich wochenlang durch die zweiten Staffel gequält. Das Erscheinungsbild ist wie gewohn gruselig und die Charaktere verrückt bis schaurig, aber die Handlung zieht sich und kommt nicht richtig in Schwung. Angelegt auf vielleicht die Hälfte der Folgen wäre die Serie wie gewohnt spannend geworden, aber so zieht sie sich wie Kaugummi, ohne das die einzelnen Folgen irgendetwas aussagen. Ich hoffe, dass die dritte Staffel wieder mehr Spannung bringt.

Dr. Jeckyll und Mr. Hyde

Es ist schon einige Zeit her, seit ich das Buch das letzte Mal gelesen habe. Aber noch immer gehört es zu meinen Favoriten in meinem Bücherregal.

Kurz zur Story: Mr. Utterston ist der Anwalt des angesehenen Arztes Dr. Jeckyll. Eines Abends erzählt ihm sein Cousin Mr. Enfield von einem Vorfall in dem ein mysteriöser Mr. Hyde ein Kind umgerannt hat. Dabei wurde er gefasst und zu einem Bußgeld von 100 Pfund verurteilt. Der Check lief auf den Namen Dr. Jeckyll. Auch ein geändertes Testament des Arztes führt bei Utterston zur Beunruhigung. Er stellt Nachforschungen an und findet schreckliches heraus.

Das Buch von Robert Louis Stevenson ist vielleicht vom Schreibstil her nicht nach Jedermanns-Geschmack – es wurde auch 1886 geschrieben – aber die Handlung ist nur allzu bekannt. Dr. Jeckyll, der den „bösen“ Teil seines Körpers loswerden wollte und so seine zweite Persönlichkeit Mr. Hyde erschuff. Doch wie kontrolliert man diesen Teil und was passiert, wenn man sich nicht mehr zurückverwandeln kann? Das Buch ist nicht nur spannend und verpasst einem einen Schauer, sondern wirft auch tiefgründige Fragen auf.

the last witch hunter

Am 22.10.2015 erschien ein neuer Actionfilm mit Vin Diesel in der Hauptrolle in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Kaulder hat im 13. Jahrhundert durch die Pest seine Familie verloren. Zusammen mit anderen Männern mit gleichem Schicksal sucht er die Hexenkönigin auf, die die Pest über die Menschheit brachte. Bei dem Versuch sie zu töten, wird er verflucht und muss von nun an ewig leben. Doch er hat seine Bestimmung gefunden und wurde Hexenjäger. Angekommen in der Gegenwart wird sein einziger Vertrauter ermordet und Kaulder versucht herauszufinden von wem und warum?

The last witch hunter bringt Vin Diesel einmal mehr auf die Kinoleinwand. Gewohnt Wortkarg und voller Action.
Der Film erzählt hintereinander auf zwei Zeitebenen. Zunächst erzählt der Film die Ausgangsbasis, also den Feldzug verzweifelter gebrochener Männer gegen die Hexenkönigin. Nachdem Kaulder verflucht wurde, springt der Film in die Gegenwart. Dort lernen wir Dolan kennen, einen engen Vertrauten Kaulders. In jeder Generation gibt es einen Dolan, der, wie Kaulder auch, der Vereinigung Axt und Kreuz dient. Der aktuelle möchte sich jedoch zur Ruhe setzen und wird noch am gleichen Tag ermordet. Kaulder glaubt nicht an einen Zufall und untersucht den Tod genauer. Schnell findet er heraus, dass es sich um einen Mord findet. Und Dolan hat ihm einen Hinweis gegeben „Erinnere dich an deinen Tod“. Doch das gestaltet sich schwieriger als gedacht. Denn genau das versucht jemand zu verhindern. An seiner Seite hat er den neuen Dolan und nach seinem ersten Versuch sich an seinen Tod zu erinnern auch die Hexe Chloe.
Vin Diesel übernimmt die Rolle des Kaulder. Das überraschenste an seiner Rolle ist, dass er im 13. jahrhundert Haare hat. Ansonsten spielt er auch hier wieder seine übliche Rolle, die wir schon aus XxX und Riddick kennen. Aber es funktioniert. Man nimmt Diesel die Rolle des leidgeplagten und inzwischen von seinem Job angeödeten Hexenjäger ab. Kaulder lebt inzwischen seit 700 Jahren. Immer wieder hat er die gleichen Jobs, doch inzwischen steht er dem hohen Rat von Axt und Kreuz unter und inzwischen darf er nicht mehr töten, da die Hexen in ein Gefängnis gesperrt werden. Erst Chloe gibt dem ganzen das gewisse etwas.
Rose Leslie übernimmt die Rolle der Chloe. Bereits in Game of Thrones spielte sie eine starke Frau und lässt sich auch in diesem Film nicht unterkriegen. Als Hexe hat sie es nicht leicht im Leben. Trotzdem hat sie ihre eigene Bar eröffnet. Auch nach dessen Zerstörung gibt sie nicht auf, sondern versucht Kaulder zu helfen. Mit ihrer ganz eigenen Art bringt sie den gewissen Charme in den Film, den Diesel nicht verströmen kann.
Doch trotz der spannenden Action, der guten Figuren und der schönen Optik kann der Film nicht überzeugen. Es wird ein sehr großes Universum aufgebaut, dass Lust auf mehr macht. Aber es wird einfach nicht genutzt. Es werden Hinweise auf die Ausmaße gesetzt, aber mehr als kurze Erwähnungen werden nicht genutzt. Trotz der Ankündigung eines zweiten Teiles gibt es wenig Hoffnung auf weitere Nutzung des Universums. Dabei gibt es genügen Stoff, um daraus eine gelungene Serie mit mindestens 4 Staffeln zu kreieren. Der Film versucht hingegend schnell Spannung zu erzeugen und diese mit viel Action auszufüllen. Dies wird zwar umgesetzt, aber der Film bleibt damit hinter seinen Möglichkeiten zurück.

Alles in allem wäre das Universum für eine Serie passender, aber als Film nicht gelungen. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Verpasst im Oktober 2015

Hallo ihr Lieben,
der Monat ist ja wieder gerannt. Inzwischen wird es sogar um 17Uhr wieder dunkel draußen. Der Oktober hatte viele gute Filmstarts und daher war ich sehr oft im Kino (ich hänge noch immer 8 Kritiken zurück 😦 ). Aber trotzdem habe ich es immer noch nicht geschafft, alle zu sehen.

  1. a royal night – ein königliches Vergnügen: Die Geschichte von der späteren Königin Elisabeth und ihrer Schwester, die am Ende des zweiten Weltkrieges einmal den Buckingham Palast verlassen dürfen. Das Königshaus einmal aus einem ganz neuen Blickwinkel. Mich reizt der Film noch.

2. Black Mass: Johnny Depp is back. Nachdem man seine Karriere nach den letzten Flops für Tod glaubte, schlägt er nun noch stärker zurück. Auch eine Oscarnominierung scheint nicht unmöglich. Da ich mir vorgenommen habe, diesmal vor der Verleihung die meisten nominierten Filme, oder die Filme deren Darsteller/Regisseure/etc. nominiert werden zu sehen.

3. Macbeth: Ich habe zwar deutsche Literatur studiert, bin aber auch sehr interessiert in internationaler Literatur und auch Shakespeare lese ich gerne. Um so mehr freue ich mich über diese Macbeth-Verfilmung mit Michael Fassbender in der Hauptrolle.

Das war es dann auch schon für diesen Monat. Auf den November 😉

Der Marsianer

Am 08.10.2015 erschien die Geschichte eines Mannes, der auf dem Mars vergessen wurde, in den deutschen Kinos.

Kurz zur Story: Der Astronaut Mark Watney war mit seiner Crew bei einer Mission auf dem Mars. Da sich ein starker Sturm ankündigt hat, wurde die Mission abgebrochen. Dabei wird Watney getroffen und sein Anzug beschädigt. Dadurch glaubt seine Crew, dass er tot sei und verlassen den Mars. Doch Watney überlebt und muss nun versuchen sowohl auf dem Mars zu überleben, als auch die NASA zu kontaktieren.

 Wie überlebt man auf dem Mars mit Essen für 50 Sols, wenn die nächste Marsmission erst vier Jahre später ankommen soll? Dieser Film verrät es einem, für den Fall, dass es einmal jemandem passieren sollte. Der Marsianer erzählt die Geschichte von Mark Watney, der nicht auf dem Mars vergessen, sondern nach einem Unfall bei der Abreise für Tod gehalten wurde. Verletzt, aber am Leben schleppt Mark sich zurück in die inzwischen verlassene Station. Sein Glück ist, dass die Mission vorzeitig abgebrochen wurde und so noch die Verpflegung von ihm und seiner Crew vorhanden ist. So weiß er, dass er zumindest erst einmal nicht verhungert. Aber er muss Nahrung anbauen, um bis zur nächsten Marsmission durchzuhalten, und Kontakt zur NASA aufnehmen. Ersteres scheint jedoch möglich, denn Mark ist der Botaniker der Mission. Zweiteres erscheint schwieriger, denn die Kommunikation ist nach dem Sturm, der zum Abbruch der Mission führte, beschädigt. Aber Mark hat einen unabbrüchigen Überlebenswillen, der selbst von der Diskomusik  – die einzige, die auf dem privaten Laptop eines Crewmitgliedes zurückgelassen wurde – nicht geschwächt wird.
Matt Damon übernimmt die Rolle des Mark Watney. Dabei nimmt er sehr gut die Rolle an, spielt Sarkasmus und Verzweiflung in gekonnter Abwechslung. Mark hat aus freien Stücken an der Mission teilgenommen. Aber auf dem Mars gestrandet zu sein? Das muss eines der schlimmsten Dinge sein, die einem passieren können. Man weiß nicht, wie man überleben soll, man lebt in völliger Einsamkeit und weiß nie, was einem als nächstes ausgeht: Essen, Wasser oder Sauerstoff. Doch trotzdem verliert Mark nicht seinen Humor und seine ordentliche Portion Sarkasmus und Zynismus.
Der Film wird zeitgleich an drei Orten erzählt. Auf dem Mars bei Mark, im Weltall bei der abgereisten Crew und auf der Erde bei der NASA. Während Mark auf dem Mars versucht zu überleben, merkt die NASA irgendwann, dass er noch lebt. Ab da gibt es zwei essentielle Fragen: Wie retten sie Mark und wieviel sollen sie ihm erzählen?
Um die Geschichte zu erzählen, nutzt der Film keine nervige Off-Stimme, sondern baut regelmäßig ein Videotagebuch von Mark ein. Dadurch versteht man den Film besser, hat aber nicht das Gefühl bemuttert zu werden.
Die Erzählstruktur des Films ist gut gewählt. Anstatt ewig nach einem Einstieg zu suchen, wird dieser schnell durch den Sturm erzählt. Dadurch ist man direkt in einem spannenden Part des Films und diese Spannung wird durchgehend gehalten. Mit einer Dauern von ca. 2,5 Stunden ist der Film allerdings zu lang. Ab 2 Stunden fängt der Film an sich zu ziehen, nicht weil er langweilig wird, sondern einfach weil die Konzentration nachlässt. Vom Material her, hätte der Film durchaus auf 2 Stunden gekürzt werden können, ohne großartig einen Verlust zu haben. Zumal das Ende sich nicht an die hohe Qualität des Films halten konnte und noch einmal künstlich erzeugte Spannung in einem nervenaufreibenden Finale pressen musste, in dem natürlich nichts so funktioniert, wie es sein soll. Das hatte der Film nicht nötig.

Alles in allem ist der Film ein Spitzenreiter in seinem Genre. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.