Bereits 2020 erschien Colleen Hoovers Buchvorlage. Und nach dem anhaltenden Erfolg ihrer Bücher, die mal mehr mal weniger gerechtfertigt auch in der Kritik stehen, ist nun die Zeit der Verfilmung gekommen. Die Zweite befasst sich direkt mit einem Buch, das auch für den Wandel Hoovers von den Teenieromanzen auch zu „erwachseneren“ Themen steht, und das ich noch durchaus okay fand, aber auch die Phase einläutete, in der ich nicht mehr jedes Buch von ihr verschlungen habe. Warum sich die Verfilmung aber durchaus sehen lässt, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Morgan hat sich ihr Leben wohl anders vorgestellt, als mit 17 schwanger zu werden. Doch auch jetzt mit Anfang 30 ist Clara das Beste, was ihr passieren konnte. Natürlich ist Erziehung nicht immer leicht. Bis ein Unfall ihr Leben komplett auf den Kopf stellt.
Meine Meinung
Im letzten Jahr erschien mit Nur noch ein einziges Mal direkt die Verfilmung meines liebsten Buches von Colleen Hoover, aber auch das mit der schwersten Thematik. Und während die Situation am Set noch immer für Schlagzeilen sorgt, ging bereits der nächste Film ins Marketing. Und während im nächsten Jahr dann Verity ansteht, mit dem ich der Autorin dann angefangen habe den Rücken zu kehren, weil mich der Genrewechsel leider enttäuscht hatte, tauchte plötzlich All das Ungesagte zwischen uns auf und brachte einen überraschend überzeugenden Trailer. Denn das Buch hatte ich als vollkommen okay in Erinnerung, es löste bei mir aber bei weitem keine Begeisterungsstürme aus. Das lag vor allem daran, dass die Geschichte für mich nicht so eindeutig war, was es aussagen wollte. Es war irgendwie eine Mutter-Tochter-Geschichte, hatte aber auch die typische Hoover klebrige zuckersüße Liebesgeschichte mit drin. Während ihre Bücher sonst so vollgestopft mit Themen waren, die eigentlich eine sehr großen Triggerwarnung benötigt hätten, ging es hier um einen Unfall mit Todesfolge und die Trauerbewältigung. Also vergleichsweise „harmlos“. Damit dürfte man auch nach der großen Kritik an der weichgespülten Darstellung der häuslichen Gewalt in Nur noch ein einziges Mal erstmal sichere Gewässer getestet worden sein. So reisen wir zunächst in die Vergangenheit und treffen auf die Schwestern Morgan und Jenny, die mit ihren jeweiligen Freunden Chris und Jonah, unterwegs zu einer Party sind. Hier entspinnt sich schon eine gewisse Dynamik, die meine Begleitung dazu veranlasste, voller Vorfreude zu verkünden, dass sie schon wisse, worauf der Film hinauslaufe. Als dann jedoch die Einblendung 17 Jahre später kam, entfloh nicht nur ihr ein überraschter Aufschrei. Wir haben noch immer die gleichen Paare, aber die Dynamik hat sich geändert hat. Und mit Clara, der Tochter von Morgan und Chris, haben wir noch eine zusätzliche Komponente. Die lernt ganz frisch Miller kennen, der jedoch bereits eine Freundin hat. Mit dem kurz darauf eintretenden Unfall beginnt das eigentliche Drama. Wir haben also das Thema Trauerbewältigung und wie Tochter und Mutter damit umgehen, aber auch Geheimnisse, die gelüftet werden und eine Geschichte aus der Vergangenheit, die wieder aktuell wird. Aber wir haben eben auch die typische lockerleichte Liebesgeschichte, die Hoover so leicht aus der Feder zu kommen scheint. Das lockert die Stimmung im Film immer wieder auf. Und auch, wenn ich die Geschichte bereits kannte und sich der Film stark an die Vorlage hält und damit alle überraschenden Wendungen schon kannte, waren es gerade die Darstellenden, die dem Film Leben einhauchen. Die einen die Gefühle der Charaktere selbst spüren lassen. Dabei war es gerade Dave Franco, bei dem ich im Vorfeld starke Zweifel hatte, da ich ihn nicht in der Rolle gesehen hatte. Aber er beweist, dass er auch der Dramarolle gewachsen ist und haucht dem Jonah Leben ein.
Das Fazit
All das Ungesagte zwischen uns ist eine grundsolide Buchverfilmung, die den Wörtern Leben einhaucht und sie gekonnt auf der Leinwand inszeniert. Aber eben auch nicht mehr. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
All das Ungesagte zwischen uns läuft seit dem 23.10.2025 in den deutschen Kinos
Manchmal sieht man ein Buchcover und weiß einfach, dass man es lesen muss. So ging es mir bei der Chefsachen-Reihe von Madleine Puljic. Und nachdem ich mich auf der letztjährigen Buch Berlin kurz mit der Autorin über den ersten Band unterhielt, konnte ich nicht anders, außer zuzuschlagen. Auf der LBM dieses Jahr durfte dann auch noch der zweite Band mit, denn das Ende des ersten Bands konnte ich so nicht akzeptieren. Warum ich diese Reihe absolut weiterempfehle, verrate ich euch in meinem heutigen Beitrag.
Kröten sind Chefsache
Die Handlung: Miriam hat ganz neu in einer PR-Agentur als Grafikerin angefangen. Und neben den allgemeinen Anfangsproblemen hat sie auch noch ein Geheimnis. Denn sie ist eine Hexe. Und nach einer Menge Überstunden platzt ihr der Kragen. Doch ein harmloser Ausspruch wird zu einem Fluch und plötzlich ist ihr Chef eine Kröte. Zusammen versuchen sie nun den Fluch zu brechen.
Meine Meinung: Wie sympathisch kann eine Protagonistin sein? Miriam ist auf jeden Fall eine Anwärterin für die liebenswerteste Hexe aus Büchern. Ihre Art sich selbst zu hinterfragen und irgendwie durchs Leben zu stolpern, war einfach nur goldig. Aber fangen wir am Anfang an. Miriam ist relativ frisch in der Menschenwelt angekommen. Was das alles für sie bedeutet, warum sie die Entscheidung getroffen hat und wie sie sich von der Hexenwelt unterscheidet, erfahren wir nach und nach, so dass die Handlung an sich im Vordergrund steht, wir aber immer genug Informationen zum Weltenbau bekommen, so dass alles logsich erklärt bleibt. Es dauert auch nicht lange, bis der alles verändernde Fluch kommt und sie ihren Chef ausversehen in eine Kröte verwandelt hat. Ab hier wird die Geschichte extrem witzig, denn die Katastrophe wird auf eine zwar relativ vorhersehbare, aber dennoch sehr gute Art versucht zu lösen. Doch so weit weiter Teile des Romanceanteils doch vorhersehbar waren, so ist es das große Finale und das Ende keinesfalls. Hier gab es noch allerlei Überraschungen und ich konnte – auch durch den sehr flüssigen Schreibstil der Autorin – das Buch kaum weglegen. Und auch, wenn der erste Band in sich erst einmal geschlossen war, konnte ich es bei dem Ende nicht auf sich beruhen lassen und brauchte dringend den nächsten Teil.
Hexen ist Chefsache
Die Handlung: Miriam ist wieder eine Hexe und hat sich aus Sicherheit von Josh getrennt, damit er nicht mehr in ihr Hexenchaos mit reingezogen wird. Doch trotz ihrer Kündigung arbeiten sie weiter zusammen und er unterstützt sie bei ihrem Gerichtsprozess. Kann das gut gehen?
Meine Meinung: Es dauerte nur wenige Seiten, dann war ich auch im zweiten Band voll angekommen und bereit für ein neues Abenteuer voller Chaos. Denn die Charaktere bleiben sich hier treu, auch wenn sie mehr über sich lernen und über sich hinauswachsen. Aber die Entwicklung dahin ist gut erklärt und zeigt deutlich, wie wichtig Selbstvertrauen ist und wie es helfen kann, die richtigen Leute an seiner Seite zu haben. Dadurch ist der Humoraspekt etwas zurückgedreht, auch, wenn ich hier noch regelmäßig sehr schmunzeln musste. Aber gerade im großen Endkampf wird es doch sehr ernst, was aber auch gut zum Ton des Buches passte. Einige Dinge, die im ersten Teil unbeantwortet blieben, finden hier eine logische Antwort und somit auch alles ein wunderbar rundes Ende. So bleibt mir am Ende nur zu sagen, dass ich sehr gespannt auf weitere Bücher der Autorin bin und die Chefsachen-Reihe nur wärmstens empfehlen kann.
Habt ihr schon ein Buch der Autorin gelesen? Und was war euer letzter Coverkauf?
Spätestens seit seiner Rolle als Hawkeye im Marvel Cinematic Universe zählt Jeremy Renner zu meinen liebsten Schauspielern. Aufgeregt habe ich seine Karriere verfolgt und wurde immer wieder begeistert. Doch dann kam zu Beginn des Jahres 2023 die Nachricht über seinen Unfall. Daraufhin habe ich seine Genesung über seine Social Media Accounts verfolgt. Die ganze Geschichte nun noch einmal vom ihm selbst erzählt zu bekommen, hatte mich wahnsinnig interessiert und so war das Buch ein Muss.
Das Buch wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür und kennzeichne diesen Beitrag als Werbung.
Die Handlung
Hollywood-Star Jeremy Renner dachte sich nichts weiter dabei, als er über Silvester 2022/2023 in sein Haus in Reno reiste. Zusammen mit seiner erweiterten Familie wollte er ein paar entspannte Tage verbringen. Nachdem sich der Schneesturm legte, beschloss er, die Straße so weit frei zu räumen, dass alle zum Ski fahren könnten. Dabei gerät sein Neffe in Gefahr und bei der Rettungsmission wird er selbst von seiner Pistenraupe überfahren. Sein Überlebenskampf und der Kampf zurück ins Leben, beschreibt er in seiner Autobiographie.
Meine Meinung
Jeder, der schonmal versucht hat ein Buch zu schreiben – oder dies gar beendet hat – weiß, wie schwer es ist. Daher hatte ich vor Beginn des Buches doch ein paar Bedenken, ob es funktionieren würde, immerhin ist Schauspieler nicht unbedingt gleichbedeutend mit Wortkünstler. Jeremy Renner hatte hierzu immerhin schonmal die nötige Selbstreflexion und schreibt dies selbst am Anfang. Zeitgleich hat er die Ereignisse aus nächster Nähe miterlebt und kann daher auch die kleinsten Details beschreiben. Meine Befürchtungen waren auch schnell hinfällig, denn das Buch liest sich sehr flüssig und ist gut strukturiert worden. Es behandelt drei große Abschnitte. Einmal die Ereignisse kurz vor und kurz nach dem Unfall. Sein 45-minütiger Kampf auf dem Eis, wo er um jeden weiteren Atemzug rann, was auch den Titel inspirierte. Einiges davon hat er sich zutragen lassen mit vielen Gesprächen mit den Menschen, die da waren und ihm direkt halfen. Im nächsten Abschnitt geht es um die Erstversorgung im Krankenhaus und der weitere Heilungsweg. Während er in dieser Zeit immer wieder Dinge auf Social Media gepostet hatte, die sich immer positiv anhörten, ist hier deutlich rauszulesen, was für ein Kampf das alles war und wie viel mentale Stärke auch dazugehörte. Schließlich endet das Buch mit dem dritten Abschnitt, wo der weitere Heilungsweg und die Zukunftsaussichten mit reingeflossen sind. Das Meiste ist nicht für schwache Nerven. Was Jeremy Renner durchmachte, wünscht man absolut niemandem. Daher war es spannend, wie teilweise Erfahrungen aus der Kindheit geholfen haben, ihm das Leben zu retten, weil er einfach wichtige Lektionen gelernt hatte, auf die er zurückgreifen konnte. So war das Buch durchgehend spannend, auch wenn der Ausgang der Geschichte bekannt ist, aber auch inspirierend. Zwischenzeitlich waren zwar auch ein paar Überlegungen dabei, die ich so nicht teilen würde, aber dabei war er stets refklektierend. So bezeichnete er sich selbst als schlimmsten Patienten aller Zeiten und das mag so vielleicht nicht ganz stimmen, aber sein Ärzteteam und seine Familie brauchten auf jeden Fall starke Nerven. Generell empfehle ich das Buch nicht nur Fans wie mir, sondern auch allen, die sich für Genesungsgeschichten interessieren, oder die es spannend finden, was für ein Gedankenprozess bei so einer Heilung entsteht.
Das Fazit
My next breath ist eine stark geschriebene Autobiographie, die mitreißt, einen mitleiden lässt, viele Gedankenansätze hat und doch stets reflektierend auf das eigene Verhalten blickt. Eindeutig eine Leseempfehlung.
Spooky season ist vorbei, ab jetzt beginnt der graue Herbst. Also Zeit, um hoffentlich noch ein paar gemütliche Lesestunden zu verbringen, ehe der Vorweihnachtsstress beginnt. Und das werde ich auch genießen, da ich im Oktober gefühlt nur auf Tour war. Ein wenig ist es auch in meinem medialen Rückblick sichtbar:
Filme – auf großer Leinwand gesehen
In einer Wiederaufführung liefen folgende Filme: BTS – Speak Yourself & BTS – Sowoozoo
All das Ungesagte zwischen uns: Morgan hat sich ihr Leben wohl anders vorgestellt, als mit 17 schwanger zu werden. Doch auch jetzt mit Anfang 30 ist Clara das Beste, was ihr passieren konnte. Natürlich ist Erziehung nicht immer leicht. Bis ein Unfall ihr Leben komplett auf den Kopf stellt. – Gute Adaption des Buches mit sympathischem Cast.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Piranhas: Privatdetektivin Maggie McKeown soll das Verschwinden von zwei Teenagern untersuchen. Dabei benötigt sie die Hilfe vom Trunkbold Paul Grogan. Zusammen finden Sie ihre Überreste, lassen dabei aber Piranhas aus einem Forschungslabor entkommen. Das Problem: Diese sind speziell für den Vietnam-Krieg gezüchtet und daher hochgefährlich. – Für das Erscheinungsjahr ein guter Trashhorrorfilm, der die üblichen Schwachstellen in der Geschichte hat.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Chainsaw Man: Die Fortsetzung des Anime behandelt den Reze Arc und wird daher für die zweite Staffel benötigt. Vielleicht findet sich ja noch ein Kinotermin.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafftt haben es: Momo, A Big Bold Beautiful Journey, Tron Ares, Good Fortune, Frankenstein & Dracula
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Erneut gesehen habe ich: Hazbin Hotel – Staffel 1
Helluva Boss – Staffel 1-2 (Kommt von der Handlung und den Liedern nicht an Hazbin Hotel heran, schafft aber eine tolle Geschichte, mit spannenden Einzelepisoden und faszinierenden Charakteren)
The Penguin – Staffel 1 (Leider eher enttäuschend, kommt nicht richtig in Fahrt und dreht sich immer wieder im Kreis. Schade, denn Collin Farrel gibt einen tollen Pinguin ab)
FUN: Die Band nbl/nbl ist auf Tour. Dabei wollen sie Spaß haben, egal zu welchem Preis. Drei Frauen treten auf unterschiedlicher Weise in ihr Leben und keine wird nach der Begegnung mit der Band noch die Gleiche sein, wie zuvor. – Im Aufbau gut gestaltet und spannend, leider geht im gegen Ende die Luft aus und die Auflösung bleibt merkwürdig nichtssagend in der Luft hängen.
Idol Escape 2: Ainoskuke und Karen sind weiterhin auf der Flucht. Gemeinsam versuchen sie ein paar unvergessliche Momente zu erleben, um die Vergangenheit zu vergessen. Doch die Suche der Polizei nach den Beiden, treibt sie immer weiter in die Enge. – Runder Abschluss der Dilogie.
Roadtrip to your heart: Rose arbeitet als DJ. Doch für ihre nächste Tour fällt ihr Techniker aus. Der einzige Ersatz, den sie kurzfristig bekommen kann, ist der Vater ihrer besten Freundin. Eben jener, mit dem sie vor einiger Zeit einen One Night Stand hatte. Und den sie trotz aller Bemühungen nicht aus ihren Gedanken bekommen hat. Kann das gut gehen? – Interessante Grundidee, die in der Umsetzung etwas zu weich gewaschen wirkt.
Monsteranwalt: Daniel Becker, seines Zeichens Monsteranwalt ist zurück. Doch diesmal hat er sich ganz schön übernommen. Nachdem eine Schlange versucht hat, ihn zu ermorden, nimmt er sich der Verfluchten an, muss einen Nixen-Superstar vor einem Shitstorm retten, das glibberige Überbleibsel eines Ehemannes vertreten und zu allem Überdruss bekommt er noch einen Auftrag der Bürgermeisterin von Seattle persönlich. Denn irgendetwas sorgt für das Sinken mehrerer Schiffe. Aber mit seinem Team ist Daniel jedem Fall gewachsen. – Im Vergleich zum ersten Band leider schwächer, da sich hier einfach zu viel vorgenommen wurde. Dabei war gerade der Bürgermeisterinnenfall sehr vielversprechend.
Tagebücher der Apothekerin 14: Ihre Hoheit Gyokuyo steht kurz vor der Geburt. Und ausgerechnet jetzt verschwindet Maomao scheinbar spurlos. Jinshi setzt alles daran, um die Apothekerin wiederzufinden. – Es wird immer dramatischer und ich weiß nicht, ob mir die Entwicklung gefällt.
Spookily Yours: Willow ist eine Hexe und lebt ein absolut beschauliches Leben. Bis sie einen Kater adoptiert, der sich als verfluchter Dämon entpuppt. Sie versucht ihn zu befreien und muss zeitgleich seinem Charme widerstehen. – Guter Auftakt, toller Erzählstil, leider ist das letzte Dritten ein absoluter Reinfall. Nur noch Spice, keine Handlung mehr, alles zuvor aufgebaute wird mit Füßen getreten, absolut unlogisch und daher leider eine Enttäuschung.
Finde mich, Oliver*: Oliver ist nach dem Tod seines besten Freundes Sam noch nicht wieder ganz in der Spur. Als dann auch noch seine beste Freundin für ein Auslandssemester wegzieht, fehlt ihm jeglicher Anker. Daher schreibt er weiter Nachrichten an Sam, bis er eines Abends aus Versehen auf den Anrufbutton kommt. Und jemand, der nicht Sam ist, geht ran. Ben wird nicht lange ein Fremder bleiben, dennoch ist etwas merkwürdig an ihren Treffen. – Eine weitere tolle Geschichte von Autor Dustin Thao, der mich erneut gebrochen hat.
Phantom Tales of the Night 3: Spinne hat einen freien Tag. Doch den nutzt er, um ein Mädchen zu schützen, das den Tod von Menschen vorhersieht. Weiterhin wird in der Menschenwelt ein Komplott gegen den Patron geplant. – Wirkte ein bisschen wie ein Füllerband, aber dafür bekommen wir mehr Zusatzinfos zu den Charakteren.
My next breath*: Hollywood-Star Jeremy Renner dachte sich nichts weiter dabei, als er über Silvester 2022/2023 in sein Haus in Reno reiste. Zusammen mit seiner erweiterten Familie wollte er ein paar entspannte Tage verbringen. Nachdem sich der Schneesturm legte, beschloss er, die Straße so weit frei zu räumen, dass alle zum Ski fahren könnten. Dabei gerät sein Neffe in Gefahr und bei der Rettungsmission wird er selbst von seiner Pistenraupe überfahren. Sein Überlebenskampf und der Kampf zurück ins Leben, beschreibt er in seiner Autobiographie. – Mitreißend, spannend, bedrückend und alles zugleich. Renner weiß, wie man eine Geschichte ausbaut und berichtete schonungslos vom schlimmsten Tag seines Lebens.
Tee? Kaffee? Mord! 21 – Ein Grab für drei: Es sollte eine ganz normale Beerdigung sein. Doch das frisch ausgehobene Grab ist gleich von drei Leichen besetzt. Nathalie Ames und ihre Freund*innen helfen wieder tatkräftig bei den Ermittlungen. Nur Nathalies Freund Fred scheint merkwürdig abgelenkt zu sein. – Spannender Fall, leider ziemlich überschattet von der Beziehungsproblematik.
Tee? Kaffee? Mord! 22 – Letzter Vorhang für Mr. Goodfellow: Um sich von der Trennung abzulenken, reist Nathalie an die Küste und wird prompt Zeugin eines Mords. Doch die örtliche Polizei lehnt jegliche Hilfe ab. Monate später ist Nathalie im Publikum bei einer Theaterprobe. Doch hier kommt es zu einem schrecklichen Unfall. Oder war es Mord? – Wirkt wie zwei Bücher in einem, wird am Ende aber logisch verknüpft. Ein solider Band der Reihe.
Tee? Kaffee? Mord! 23 – Drei Sterne und ein Mord: Leon Baster ist ein gefürchteter Restaurantkritiker und hat sich ausgerechnet im Black Feather angekündigt. Nathalie ist jedoch von ihrem Restaurant überzeugt und denkt sich nichts dabei. Bis Baster tot umfällt. War das Gericht vergiftet? – Auch hier ein solider Band, der leider wenig Möglichkeit zum miträtseln bot.
Bleib bei mir, Sam war eins meiner Favoriten im Jahr 2023 und ich war mir sicher: Das ist ein Einzelband. 2024 hat Autor Dustin Thao dann Ich warte auf dich, Haru nachgeschoben, der vom Stil her ähnlich war, aber eine komplett andere Geschichte erzählte. Nun wurde es Zeit für Finde mich, Oliver, das tatsächlich ein Sequel zu Bleib bei mir, Sam ist und die Geschichte eines daraus bekannten Charakters aufgreift.
Das Buch wurde mir vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür und kennzeichne diesen Beitrag als Werbung.
Die Vorgänger
Bleib bei mir, Sam: Julie und Sam haben klare Pläne, was sie nach ihrem Abschluss machen wollen. Zusammen an die Uni und der Kleinstadt entfliehen. Doch dann stirbt Sam und lässt Julie zurück. Diese kann sich auf nichts mehr konzentrieren und versucht ihre Trauer zu verarbeiten. Dabei wählt sie Sams alte Handynummer, um seine Stimme nochmal zu hören. Doch statt der Mailbox geht Sam ran. – Sehr starker Anfang, guter Mittelteil, gegen Ende wurde es etwas langatmiger. Vielleicht waren meine Vorstellungen vom Buch auch nur etwas anders. Dennoch starker Umgang mit dem Thema Trauerbewältigung.
Ich warte auf dich, Haru: Eric versinkt gern in Tagträumen. Nach einem Verlust, der ihn den Boden unter den Füßen wegreißt, denkt er immer wieder an Haru, einem jungen Mann, den er vor Jahren in Tokyo über den Weg gelaufen ist. Bis dieser wirklich vor ihm steht. Nur, kann ihn kein anderer sehen. – Nach Bleib bei mir Sam, wieder eine sehr traurige Geschichte, die so viel unterschwellig sagt. Haltet die Taschentücher bereit!
Die Handlung
Oliver ist nach dem Tod seines besten Freundes Sam noch nicht wieder ganz in der Spur. Als dann auch noch seine beste Freundin für ein Auslandssemester wegzieht, fehlt ihm jeglicher Anker. Daher schreibt er weiter Nachrichten an Sam, bis er eines Abends aus Versehen auf den Anrufbutton kommt. Und jemand, der nicht Sam ist, geht ran. Ben wird nicht lange ein Fremder bleiben, dennoch ist etwas merkwürdig an ihren Treffen.
Meine Meinung
Immer wenn ein neues Buch von Dustin Thao erscheint, bin ich sofort begeistert und kann es kaum erwarten, es zu lesen. Nur, um dann wieder festzustellen, dass es sich hierbei niemals um Feelgood Bücher handelt. Nachdem wir zweimal die aktive Trauerbewältigung hatten, hoffte ich, dass diesmal niemand tot ist. Und so viel sei vorab gesagt: Beide Beteiligte leben diesmal. Dennoch war es natürlich nur eine Frage der Zeit, bis der Haken an der Sache kommt. In die Geschichte bin ich gut reingekommen, auch wenn zwei Jahre zwischen Band Eins mit Sam und Julie lagen. Ich konnte mich dennoch grob an Oliver erinnerung und auch bei den beiden ist einige Zeit vergangen, so dass ich ziemlich schnell wieder im Bilde war und mit den wichtigsten Infos versorgt wurde. Die Ziellosigkeit Olivers konnte ich gut nachvollziehen und so haben wir hier weniger einen Roman über Trauerbewältigung als einen über das Finden des eigenen Platzes in der Welt. Als Ben dann auftaucht und sich die beiden näher kommen, wusste ich, dass es einen Haken geben musste. Das ging zu glatt für Dustin Thao. Den Plottwist habe ich zwar schon früh vorhergesehen, aber er wurde erst spät final aufgeklärt. Das war auch vollkommen okay, weil ich so meine Vermutung immer wieder hinterfragen konnte und mich Oliver und Ben weiter gerätselt habe. Auch hier dreht sich die Geschichte im Mittelteil leider wieder sehr im Kreis, was mir hier jedoch weniger aufgestoßen ist, als noch in den vorherigen Teilen. Auch bei Finde mich, Oliver schafft Thao es wieder das Finden zu sich selbst und das aus sich Herauskommen, um die eigenen Probleme anzugehen, sehr einfühlsam zu beschreiben, so dass sich das Buch trotz der erneut niederdrückenden Thematik wie eine warme Umarmung anfühlt.
Das Fazit
Finde mich, Oliver greift gut bekannte Charaktere auf, schafft aber eine ganz eigene und neue Geschichte, die tiefgründig ist und dennoch spannend genug, um das Buch kaum aus der Hand legen zu können. Für alle Dustin Thao Fans ein Muss.
Mit dem Hexenjahr hatte ich mich bisher kaum auseinander gesetzt. Als ich das Angebot bekam ein Buch über eben jenes in Form von Episoden über eine Hexe und einen Dämonenjäger zu lesen, war ich sofort dabei. Warum ich dies aber nicht unbedingt weiterempfehlen würde, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Das Buch wurde mir von der Autorin als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür und kennzeichne diesen Beitrag als Werbung.
Die Handlung
Samina wollte an Samhain nur das Portal zur Dämonenwelt beschützen, da trifft sie auf den attraktiven Dämonenjäger Kuro. Über das Hexenjahr verteilt, treffen sie immer wieder aufeinander und bestehen zusammen so manches Abenteuer.
Meine Meinung
Hexen sind auf dem Buchmarkt allgegenwärtig und gerade zur spooky Season rund um Halloween auch nochmal besonders beliebt. Dass Dämonenjäger sexy sind, wissen wir seit Buffy und Supernatural. Beides in Kombi? Warum nicht. Das Ganze gespickt mit Infos rund um das Hexenjahr von Samhain bis Mabon? Ich war direkt dabei. Autorin Kerstin G. Rush hat sich auf jeden Fall hingesetzt und sich mit den Feiertagen auseinander gesetzt. Dass hier keltische und germanische Feiertage bunt durchmischt wurden, kann man vielleicht noch unter Berufung auf die unklare Definition der Wicca entschuldigen, zumal der Handlungsort nicht klar benannt ist. Jemand, der nicht tiefer im Thema steckt, dürfte sich hieran zumindest nicht stören. Wesentlich störender hingegen fand ich den Erzählstil, der leider sehr kurz geraten ist. Natürlich ist mir bewusst, dass es sich hier um einen Episodenroman handelt, der bewusst nicht ausufernd erzählt ist. Allerdings wurden hier oft einfach nur Dinge erzählt, anstatt sie mir zu zeigen. Mir wurde gesagt, wie Charaktere sich fühlen, statt mir zu zeigen, dass sie Emotionen haben. Dadurch habe ich mich durchgehend außen vor gefühlt und konnte nicht richtig mit den Figuren mitfiebern. Sie waren verletzt? Interessierte mich nicht, weil gerade die entscheidenden Kampfszenen schnell abgehandelt waren. So war der Aufbau der Episoden meist länger als der Ausgang. Es war meist ein sehr plötzliches Ende, nach dem Motto „Wir kamen, sahen, siegten, nächste Episode“. Hier alles einfach ein bisschen mehr auszubauen, hätte der Dicke des Buches vermutlich nicht geschadet, mir die Episoden aber etwas näher gebracht. Bei den Geschichten der einzelnen Episoden bin ich sehr zwiegespalten. Die meisten fand ich von der Idee her wirklich interessant, aber die Ausarbeitung doch eher nichtssagend. Nehmen wir als Beispiel die erste Episode Samhain. Wir lernen unsere Hexe und unseren Jäger kennen und sie treffen an einem Portal aufeinander. Es wird nur gesagt, dass es Saminas Aufgabe ist, einmal im Jahr das Portal zu verschließen. Aus keinem besonderen Grund ist sie hier zu spät dran und muss fortan gegen einen Dämon kämpfen. Wenn sie nur einmal im Jahr so eine wichtige Aufgabe hat, warum ist sie zu spät dran? Sie trifft auf Kuro, sie sprechen kurz ihr Misstrauen aus und kämpfen dann sofort zusammen gegen den Dämon? Der ist dann auch superschnell besiegt und fertig. Grundidee mit dem Portal interessant, Umsetzung eher meh, weil mir auch nichts weiter über Samhain, das Portal, den entkommenden Dämon oder sonst etwas mitgeteilt wird. Wie gesagt, vieles mag am Erzählstil liegen, mir fehlte aber auch in den Geschichten eine gewisse Tiefe. Mitunter gibt es auch problematische Stellen, wenn beispielsweise der komplette Kontinent Asien über einen Kamm geschert wird, was Alkoholverträglichkeit angeht, wenn lediglich ein kleiner Teil der dort ansässigen Bevölkerung gemeint ist und es selbst dann etwas sehr individuelles ist. Und das strukturelle Rassismusproblem wird in nur einem Kapitel gelöst, in dem eine Schuldige gefunden wurde, die Reformen blockiert? Netter Gedanke, aber doch sehr utopisch und hönisch. Zusammenfassend ist zu sagen, dass es nicht mein Buch war. Wer wirklich auf der Suche ist, nach einem Buch, für Zwischendurch, mit kleinen Episoden, die alle für sich sehr einfach gehalten sind und auch keine Tiefe bei den Charakteren braucht, hat hier vielleicht die richtige Lektüre für eine Zugfahrt oder ein entspanntes Herbstwochenende. Wer jedoch von allem etwas mehr braucht, sollte dann doch zu einem anderen Buch greifen.
Das Fazit
Hexenbrut & Jägerblut ist von der Grundidee sehr interessant, konnte in der Umsetzung leider nicht überzeugen. Zu kurz, zu schnell, zu einfacher Schreibstil. Ich bin bis zum Ende nicht in die Geschichte reingekommen, weil mir zu wenig Emotionen dabei waren. Schade, denn das Potential war da.
Dass Stephen King ein fantastischer Geschichtenschreiber ist, der neben dem reinen Horrorgenre auch viele Unterkategorien bedienen kann, beweist wohl seine lange Liste von erfolgreichen Büchern. Sein Todesmarsch, den er unter seinem Pseudonym Richard Bachmann veröffentlichte, war mir bisher unbekannt. Und ein Film, bei dem es rein darum geht, dass Jugendliche bis zum Tod marschieren? Aber King schafft es in der Regel auch daraus Geschichten zu bauen. Warum der Film absolut sehenswert ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
50 junge Männer treten in einer dystopischen Version der USA zum Todesmarsch an. Die Regeln sind einfach. Sie müssen immer weiter laufen, dürfen dabei eine bestimmte Geschwindigkeit nicht unterschreiten und wer sich nicht daran hält, wird erschossen. Das geht so lange, bis nur noch ein Läufer übrig bleibt. Ray Garraty und Peter deVries freunden sich direkt an und lernen unterwegs ihre Kameraden näher kennen.
Meine Meinung
Wenn die Meisten an Stephen King Geschichten denken, fällt ihnen der Horroraspekt, das Übernatürliche, das Schmerzhafte ein. Der Clown Pennywise aus Es, die wiederbelebte Katze aus Friedhof der Kuscheltiere, das rachsüchtige Auto Christine. Dabei sind es gerade die Geschichten dazwischen, die seine Bücher so besonders machen. Die Geschichte der Gruppe Ausgestoßener, die versuchen gegen die stärkeren Rowdies anzukommen in Es, der Vater, der nur seine Kinder glücklich machen will in Friedhof der Kuscheltiere, der Junge, der endlich mehr sein will als die Pickel in seinem Gesicht in Christine. So ist es auch bei der Todesmarsch. Der Grundbaustein des Marsches, bis nur noch einer lebt, scheint so simpel, doch regte in mir auch Zweifel, ob es den gesamten Film tragen könnte. Schon hier lag ich falsch, denn die durchgehend spürbare Anspannung und die ständige Präsenz des möglichen Todes, wenn man die Schmerzen und Widrigkeiten des Marsches nicht in den Griff bekommt, zerrt an den eigenen Nerven und lässt einen hinter jedem Kameraschwenk die nächste Katastrophe vermuten. Das düstere Gesamtbild der postapokylptischen USA, das absolut heruntergekommen ist und die wenigen Bewohner am Rand des Geschehens, die alle so aussehen, als ob der Hungertod nicht mehr weit entfernt wäre, stärken die Beklemmung. Doch dabei ist es das Miteinander der Jungs und gerade unseren vier Hauptakteuren. Wie sie wissen, dass es eigentlich nicht hilfreich ist, sich anzufreunden, da sowieso nur einer Überleben kann. Und doch helfen sie sich, feuern sich an, ziehen sich weiter, wenn einer am Ende seiner Kräfte ist. Sehr zum Unmut anderer, die darin einen unfairen Vorteil sehen. Hier zeigt sich wieder, wie spielerisch King Geschichten erzählt. Gar nicht die große Handlung, sondern die kleinen. Die Träume der Einzelnen und wie diese immer weiter schrumpfen. Die Gründe, warum sich alle dafür freiwillig gemeldet haben und wie nichtig alles wirkt, bei jeder weiteren Meile, die sie irgendwie durchhalten. Die Verluste, die sie miterleben. All das ist inszenatorisch so gut eingefangen, dass es sich anfühlt als wäre man mit dabei. Als würde man sich die Füße wund laufen, während man eigentlich gemütlich im Kinosessel sitzt. Erfahrung konnte Regisseur Francis Lawrence bereits ausführlich in den Verfilmungen der Tribute von Panem sammeln, auch wenn er hier noch einmal näher an den Charakteren bleibt. Auch die schauspielerischen Leistungen der Jungs sind so on point, das man ihnen die Qualen des Marsches komplett abkauft.
Das Fazit
The long walk macht die Geschichte Stephen Kings auf der Kinoleinwand so lebendig, das einem schon vom Zusehen die Füße wehtun. Der Film geht unter die Haut und die Geschichte der Freundschaft bleibt im Kopf. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
Sports Romance hat seit einiger Zeit ein neues Hoch, auch wenn es gefühlt nie weg war. Doch während wir viel Schulsport oder Profisport haben, wie wäre es dann mal mit dem Hochschulsport – auch wenn dieser teilweise Richtung Profisport gehen könnte, aber eben ohne teure Sportakademie? Das Ganze in einer Sapphic Romance bekommen wir in Doppeltreffer. Wie mir das Buch gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Das Buch wurde mir vorab von der Schriftstellenden als Rezensionsexemplar in E-Book Form zur Verfügung gestellt. Ich bedanke mich dafür und kennzeichne diesen Beitrag als Werbung.
Die Handlung
Kate kann nach vielen Hürden endlich an der Uni Erfurt dem Florettfechten nachgehen. Schade nur, dass ihr großes Idol Amelie den Sport inzwischen aufgegeben hat. Bis sie bei einem Freundschaftsturnier aufeinander treffen. Doch dies verläuft nicht wie geplant und beide bekommen die jeweils andere nicht mehr aus dem Kopf.
Meine Meinung
Mein Wissen über das Fechten hält sich in Grenzen. Aber so ziemlich das Erste, was ich in diesem Buch gemerkt habe ist, dass hier jemand mit einer großen Leidenschaft für den Sport am Werk war. Hier wurde also zumindest schon einmal der Stolperstein umgangen, das zu wenig Wissen zu Logiklöchern führen. Allerdings gab es das nächste Problem: Wohin mit dem ganzen Herzblut? Sibi M. Siber hat sich dazu entschieden, einfach alles mit einfließen zu lassen. Oder anders ausgedrückt: They hat übelst abgenerdet. Das funktioniert insofern, dass they ausführliche Beschreibungen der Abläufe und eine Menge Hintergrundwissen mit einbaut und ihre Charaktere in realistischen Szenarien gegeneinander antreten lässt. Das Ganze hat aber leider auch einen Haken. Denn ich als Laie bin stellenweise einfach nicht mehr mitgekommen. Auch wenn ich nicht jedes Details ausführlich erklärt brauche, so fehlten mir ab und an einfach die Bezüge, um genau zu verstehen, worum es jetzt ging, beziehungsweise was die Charaktere gerade genau tun. Aber keine Angst, abseits vom Sportgeschehen haben wir noch eine Menge zu entdecken. Zum Beispiel unsere beiden Protagonistinnen. Während sie einander kennenlernen, erfahren auch wir eine Menge über sie, so dass sie Ecken und Kanten bekommen. Konflikte entstehen und können gelöst werden, und generell ist die Liebesgeschichte zwischen den beiden zwar nie super aufdringlich, aber dennoch präsent. Bis zu diesem Punkt dauert es zwar eine ganze Weile, aber das Warten lohnt sich. Auch die Liebe zur Stadt Erfurt und gewissen Naschereien wird deutlich und macht das Buch so authentisch. Endlich mal keine Geschichte in den gleichen Handvoll Städten. Und auch, wenn ich die Geschichte als Ganzes sehr genossen habe, so sind da doch noch ein paar kleinere Kritikpunkte, die ich nicht unerwähnt lassen möchte. Zum einen ging mir die Konfliktlösung am Ende dann doch etwas schnell, auch wenn zumindest von einer Seite das Drama auch etwas künstlich war, so war der andere Konfliktpunkt doch sehr berechtigt. Zum anderen ist es der sprachliche Stil von Kates Teil. Ich finde es grundsätzlich gut, wenn man zwischen den Kapiteln auch sprachlich merkt, dass wir eine andere personelle Erzählerin haben, aber Kates Denglisch war dann doch sehr anstrengend zu lesen. Denn es war nicht nur das Moderne nutzen von englischen Begriffen in der wörtlichen Rede, sondern in den gesamten Kapiteln aus ihrer Sicht. Dies nimmt gegen Ende zum Glück merklich ab, aber gerade die ersten Seiten aus ihrer Sicht waren dadurch sehr anstrengend zu lesen. Also wer Lust auf eine schöne Sapphic Romance in Erfurt mit viel nerdigem Fechten, der hat hier einen Doppeltreffer gelandet.
Das Fazit
Doppeltreffer bietet eine tolle Sappic Liebesgeschichte mit zwei starken Persönlichkeiten, die gut ausgearbeitet sind. Mit viel Liebe zum Fechten – wenn auch zwischendurch zeitgleich zu viel und zu wenig – bietet das Buch eine gute Mischung für Fans von Sportromance abseits der glamourösen Seite.
Der September brachte kühle Temperaturen, aber dennoch viele Sonnenstunden und sollte eigentlich geprägt sein, von vielen schönen Lesestunden mit einem Heißgetränk eingekuschelt im Lesesessel. Aber gerade die letzten 2,5 Wochen waren davon geprägt, dass ich viele Überstunden für den Brotjob machen musste und daher zu nichts kam. Nicht zu meinen neuen Büchern, nicht zu meinen geplanten Serien, geschweige denn von Filmen oder Kinobesuchen. Nun aber genug des Jammerns und viel Spaß bei meinem medialen Rückblick:
*enthält Rezensionsexemplare. Daher kennzeichne ich den Beitrag als Werbung.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
The long walk: 50 junge Männer treten in einer dystopischen Version der USA zum Todesmarsch an. Die Regeln sind einfach. Sie müssen immer weiter laufen, dürfen dabei eine bestimmte Geschwindigkeit nicht unterschreiten und wer sich nicht daran hält, wird erschossen. Das geht so lange, bis nur noch ein Läufer übrig bleibt. Ray Garraty und Peter deVries freunden sich direkt an und lernen unterwegs ihre Kameraden näher kennen. – Eine Geschichte, die nur Stephen King spannend erzählen kann, richtig gut inszeniert und durchgehend spannend.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
The Thursdays Murder Club: In der Seniorenresidenz in Coopers Chase treffen sich Joyce, Elizabeth, Ron und Ibrahim jeden Donnerstag, um über alte Mordfälle zu sinnieren. Bis einer direkt vor ihrer Haustür geschieht. Trotz ihres fortgeschrittenene Alters mangelt es den Vier an Scharfsinn nicht und so sind sie der Polizei stets ein Schritt voraus. – Hat erzählerisch die gleichen Schwächen, wie das Buch, aber durch den herausragenden Cast, doch irgendwie spannend.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Downton Abbey 3: Ich habe die Serie wirklich gern geschaut und auch der erste Film konnte mich begeistern. Leider hatte ich bereits den zweiten verpasst und bisher keine Gelegenheit ihn nachzuholen. Wird vielleicht langsam mal Zeit.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Ganzer halber Bruder und 22 Bahnen
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Kakegurui – Staffel 1 (Anh sich eine interessante Geschichte über Glücksspiel, aber so überzeichnet umgesetzt, dass es mich eher abgeschreckt hat)
The Day of the Jackal – Staffel 1 (Sehr langsam erzählte Adaption des Stoffes, der sich viele Freiheiten nimmt, aber durch die beiden Hauptdarstellenden erstaunlich gut funktioniert)
Yakuza goes houseman – Staffel 1 (Sehr eigenwillige Animation, aber die kurzen Geschichten sind sehr witzig und so plätschert die Serie gut nebenbei daher)
Ghosts – Staffel 1-2 (Es war Liebe auf die erste Folge. Einfach eine sehr witizge Geschichte, die durch die Vielzahl an verschiedenen Charakteren wunderbar funktioniert)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 14 Seiten insgesamt: 3.259 + 9Stunden und 24 Minuten (Hörbuch Only) Seiten pro Tag: 108 im Durchschnitt Taschenbuch: 4 Comic/Manga/Graphic Novel: 2 Hörbuch: 8
Percy Jackson 6 – Der Kelch der Götter: Nach all den Abenteuern will Percy nichts weiter als mit seiner Freundin Annabeth aufs College zu gehen. Doch dafür braucht er drei göttliche Empfehlungsschreiben. Zum Glück hat Ganymed, der Mundschenk der Götter, seinen Kelch verloren und braucht den dringend wieder. – Für mich bisher das beste Percy Jackson Buch, weil es einfach eine schöne Geschichte war, ohne gleich ein potentielles Ende der Welt herbeizuführen.
Tengu 1: Mamoru lebt mit seinen zwei jüngeren Brüdern abgeschieden in den Wäldern, denn er ist ein Wächter und bekämpft die Tengus rund um den Schrein. Doch nach einem besonders schlimmen Angriff wird er selbst zum Teil Tengu, weswegen die anderen Wächter ihn töten müssten. Doch seine Brüder stehen ihm bei und zusammen müssen sie beweisen, dass Mamoru auch unter schlimmsten Bedingungen menschlich bleibt. – Interessanter Auftakt mit einer tollen Geschichte über Bruderzusammenhalt.
Der Hexer: Drei Polizisten von Scotland Yard werden damit beauftragt den berüchtigten Hexer Arthur Milton zu jagen, obwohl dieser für Tod erklärt wurde. Doch dabei geraten sie in die Verstrickungen des gerissenen Anwalts Messer. – Mein erster Edgar Wallace und ich bin so gar nicht in die Geschichte gekommen. Irgendwie ist so gar nichts passiert.
Der Spurenfinder: Elos von Bergen war einst einer der besten Spurenfinder des Landes. Doch er hat die Aufgabe an den Nagel gehangen und führt mit den Kindern Ada und Naru ein beschauliches Leben. Bis ein Mord Friedhofen aufrüttelt und die drei mittendrin stecken in einem Abenteuer. – Marc-Uwe Klingt brilliert mit seinem ganz eigenen Humor auch im fantastischen Jugendbuchbereich. Auch wenn mir die Geschichte gegen Ende etwas zu weit abdriftete.
Gangster in London: Ein verschwundenes Testament, rivalisierende Gangs, die Schultzgelder erpressen und mittendrin eine Sekretärin, die einfach nur ihre Arbeit richtig machen möchte. – Mein zweiter Edgar Wallace und ich bin noch weniger reingekommen. Werde das Experiment Wallace damit wohl beenden.
The Darlington 1 – Henry & Kate: Henry ist der millionenschwere Erbe des berühmten The Darlington. Doch ein Skandal rund um seinen Vater überschattet das Hotel, wodurch es in Schieflage gerät. Und dann ist auch noch sein Handy verschwunden. Dies findet er bei der obdachlosen Kate, die alles verloren hat. Zwischen beiden entsteht eine ganz besondere Verbindung und Kate findet eine Anstellung im Darlington. Doch ist der Unterschied einfach zu groß zwischen ihnen? – Hatte so meine Sorgen wegen des starken Machtgefälles, aber Laura Kneidl schafft es, eine gute Geschichte draus zu bauen. Allerdings muss der nächste Teil hier bei dem Vaterskandal nochmal nachlegen.
The masterful cat is depressed again 4: Saku bekommt in ihrem Job immer wieder Komplimente, wie gut sie ihr Leben im Griff hat. Dabei ist es vorallem Yukichi, ihre Katze, die alles im Griff hat. Außerdem steht Weihnachten vor der Tür und Saku möchte Yukichi ein ganz besonderes Geschenk machen. – Irgendwie ist die Geschichte weiterhin sehr süß, aber sie kommt auch nicht wirklich voran.
Whisper: Noa muss über die Sommerferien mit ihrer Mutter und deren bestem Freund in ein kleines Dorf reisen, wo sie ein Ferienhaus beziehen. Doch in Whisper scheint es zu spuken. Noa und der hilfsbereite David gehen dem Geheimnis des Dorfes auf den Grund. – Ein gut geschriebenes Mystery Jugendbuch, das bis zum Ende zu überraschen weiß.
Hexenbrut & Jägerblut*: Samina wollte an Samhain nur das Portal zur Dämonenwelt beschützen, da trifft sie auf den attraktiven Dämonenjäger Kuro. Über das Hexenjahr verteilt, treffen sie immer wieder aufeinander und bestehen zusammen so manches Abenteuer. – Tolle Grundidee, leider war die Umsetzung so gar nichts meins. – Rezenensionsexemplar.
Lage Lage Leiche: Laura Hofmann zieht in eine der begehrtesten Neubausiedlungen in Hamburg, um dort als Maklerin möglichst viele Häuser zu verkaufen. Doch schon bei der ersten Besichtigung findet sie Drogen im Garten. Um die Nachbarschaft nicht in Verruf geraten zu lassen, beschließt sie herauszufinden, wo diese herkommen. Leider stolpert sie als nächstes über eine Leiche. – Auch hier spannender Grundgedanke, aber die ganze Drogengeschichte und Lauras Hintergrundgeschichte waren mir dann doch zu weit vom erwarteten cosy crime entfernt, das ich nicht in die Geschichte gefunden habe.
Aktiv sterben: Stadt Galgen steht kurz davor ein Kurort zu werden, was für das Hotel Waldfrieden die dringend benötigten Ansturm bedeuten könnte. Leider wird eine Leiche im Kühlhaus gefunden. Da die Polizei wenig hilfreich ist, beschließen der Koch, die Gärtnerin und der Rezeptionist die Sache selbst in die Hand zu nehmen. – Das Trio der Angestellten ist immer für einen Witz gut, so dass die eher langsame Geschichte überhaupt nicht auffällt.
Doppeltreffer*: Kate kann nach vielen Hürden endlich an der Uni Erfurt dem Florettfechten nachgehen. Schade nur, dass ihr großes Idol Amelie den Sport inzwischen aufgegeben hat. Bis sie bei einem Freundschaftsturnier aufeinander treffen. Doch dies verläuft nicht wie geplant und beide bekommen die jeweils andere nicht mehr aus dem Kopf. – Langsam aufbauende Geschichte, die ein bisschen zu viel Fechten und ein bisschen zu wenig Gefühl beinhaltet. – Rezensionsexemplar.
Tee? Kaffee? Mord! 19 – Sister Sallys letztes Halleluja: Natalie Ames wollte eigentlich nur ihren Pub erweitern, als sie eine Nonne auf ihrer Baustelle finden. Doch von der Position her, müsste sie vom Himmel gefallen sein. Sofort nehmen sie und ihre Freund*innen die Ermittlungen auf, die sie zu dem Nonnenchor Heavenly Voices führt. – Mal wieder ein ziemlich spannender Fall, auch wenn die Aufklärung sehr vorhersehbar war. Hat dennoch gut funktioniert.
Tee? Kaffee? Mord! 20 – Mord mit spitzer Feder: Ian und Paige finden den verschollenen Wirt von Natalies zweitem Pub, den Ian führt. In einer Gefriertruhe im Keller. Leider ist Natalie damit die Hauptverdächtige. Zum Glück fällt Paige auf, dass der Fall eine große Ählichkeit mit dem Buch hat, das sie aktuell liest. – Tolle Ausgangsidee, leider ist die Auflösung sehr enttäuschend.
Im August habe ich nicht nur meine #ZeroSuBChallenge gewonnen und damit alle Bücher von meinem Stapel ungelesener Bücher beendet, sondern damit auch das letzte Buch von meiner 12 für 2025 Liste gelesen (Mein Reado Tracker steht übrigens schon auf 121 …)Ob sie meine Erwartungen erfüllen konnten, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
1.Ink Arcanum (Interessante Grundidee, spannende Plottwists, ließ mich leider am Ende etwas emotionslos zurück. Aber wird bestimmt nicht mein letzter Hagemann sein.)
2. Kumara (War für mich leider eher eine Enttäuschung, da mir der Weltenbau nicht schlüssig war und einige Entwicklungen zu gewollt wirkten. Schade.)
3. Ashville Academy 1 – Wen die Nacht berührt (Interessanter Ansatz, bin aber nicht richtig in die Handlung reingekommen.)
4. Kröten sind Chefsache (Eine tolle Rom-Com mit witziger Prämisse, die gut ausgespielt wurde. Freue mich sehr auf Band 2.)
5. Where spring hides (Auch wenn mir der Turn zu „wir lieben uns“ etwas zu gewollt war, doch der stärkste Band der Reihe.)
6. You are my moon (Eine mitreißende Liebesgeschichte und dem Finden der eigenen Identität. Das Drama am Ende war mir ein bisschen zu viel, aber Autorin Cornelia Franke konnte es gut lösen und so hat es mir noch besser gefallen als Band 1.)
7. Die Schattenhand (Miss Marple kommt in ihrem eigenen Roman lediglich auf 10 Seiten vor … mutig und erstaunlicherweise funktioniert die Geschichte trotzdem.)
8. Die Myzelchroniken 2 (Ich bin einfach nicht an den Erzählstil herangekommen. Für mich wirre Zeitsprünge und mir fehlte die Nähe zu den Charakteren. Schade, denn die Welt an sich finde ich super spannend.)
9. Vergissmeinnicht 3 – Was die Welt zusammenhält (Spannendes Finale, das gerade gegen Ende nochmal alles gibt. Aber ganz ehrlich: Das erste Kapitel ist mein liebstes Kapitel der ganzen Reihe.)
10. The Hurricane Wars (Nachdem es wie ein beliebiges Fantasyepos mit großem Krieg begann, nimmt es schon bald eine spannende und überraschende Wendung und wird wesentlich politischer und diplomatischer und funktioniert daher tatsächlich als Enemies to lovers sehr gut, obwohl ich das Trope sonst nicht leiden kann. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.)
11. Remoire (Ein sehr gut geschriebenes Buch mit spannenden Charakteren, interessantem Plotttwist, dessen einziges Hindernis bei mir war, dass es im High Fantasy Bereich nicht mein Genre ist. Aber gerade das spannende Ende, das eher Richtung Dark Fantasy geht, konnte mich völlig bannen.)
12. Wie lange bis irgendwann (Am Anfang war ich etwas skeptisch, dann habe ich es an einem Tag durchgelesen. Die Charaktere haben mich so in ihrem Bann gezogen, ich habe mitgehofft, mitgeweint, mitgefühlt.)