Rückblick auf den Februar

Der kürzeste Monat des Jahres war dieses Jahr gar nicht so kurz und brachte uns relativ zeitig die Oscarverleihung. Bei mir wurde der Februar ein sehr filmlastiger Monat, zum einen, was die Kinogänge anging, aber auch was das Heimkino so zeigte. Aber auch von meiner 20 für 2020 Liste konnte ich ein bisschen was abhaken.

Cinemathek

Porträt einer jungen Frau in Flammen: Malerin Marianne reist auf eine einsame Insel, um Eloise zu malen, die davon aber nichts mitkriegen darf. Dabei knüpfen die beiden Frauen ein ganz besonderes Band. Ein Film voller schöner Bilder, interessanter Charaktere, ruhiger Erzählart und eine versprühende Erotik, die gerade durch die Subtilität funktioniert.

Sneak Preview

Bombshell: Die wahre Geschichte über den Missbrauchsskandal bei FOX News gegen den früheren Senderleiter Roger Ailes. Stark gespielt, versinkt aber in Zeitsprüngen und zu vielen Nebencharakteren, das man der eigentlich wichtigen Handlung nicht richtig folgen kann.

The Gentleman: Drogenbaron Mickey Pearson will sein Imperium verkaufen. Das sorgt für allerlei Trubel. Heraussticht die besondere Erzählart, die dem Film einen ganz eigenen Rhythmus gibt. Sobald man sich an den gewöhnt hat, entfaltet der Film einen Sog, den er bis zum Ende durchhält.

Filme – auf der großen Leinwand gesehen

Jojo Rabbit: Jojo ist in der Hitlerjugend zur Zeit des zweiten Weltkriegs und hat Adolf Hitler als imaginären besten Freund. Doch als er feststellt, dass seine Mutter eine Jüdin versteckt, stellt das sein Weltbild auf den Kopf. Ein Film, der einen auf zwei Weisen zum Weinen bringt. Durch die Komik und Satire und durch die dramatische Geschichte.

Little Woman: Jo March wächst mit ihren drei Schwestern in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh ist es ihr größter Wunsch Schriftstellerin zu werden. Doch Mitte des 19. Jahrhunderts ist es für Frauen schwierig Geld zu verdienen. Dennoch versucht Jo gegen die strengen Konventionen zu rebellieren. Little Woman ist trotz reduzierter Inszenierung ein Film, der tief ins Herz geht. Durch liebevolle Charaktere und ein Schwesterband, das unerschütterlich scheint, braucht es kaum Drama, um einen einfach nur schönen Film zu inszenieren.

Parasite: Eine arme Familie erschleicht sich nach und nach Jobs bei einer reichen Familie.  Parasite ist ein Film, der verschiedene Genres vermischt und doch eine deutliche Systemkritik spüren lässt. Stellenweise sehr extrem inszeniert, kommt er mit einer starken ersten Hälfte und einer überraschenden zweiten Hälfte daher.

Birds of Prey: Harley Quinn hat sich vom Joker getrennt. Dadurch wird sie zu Freiwild. Sie stimmt zu einen Auftrag des Mafiabosses Sionis anzunehmen. Dabei trifft sie auf noch mehr Frauen, die nach Emanzipation suchen. Der Film hat zwei Schwerpunkte, die beide zu kurz kommen. Dies macht er aber mit einer großen Portion Spaß und Frauenpower wett und schafft es trotz Stolpersteine zu funktionieren. Garniert wird das mit dem besten Finale seit Endgame.

Enkel für Anfänger: Drei Renter stehen an einem Punkt, an dem sie etwas im Leben ändern wollen. So legen sie sich – teilweise nicht ganz freiwillig – Patenenkel zu. Da ist das Chaos vorprogrammiert. Eine gutes Drama, das sich hinter einer nicht funktionierenden Komödie verbirgt. Aber genau dann, wenn der Film ruhiger wird und hinter die Masken schaut, zeigt er seine große Stärke.

Nightlife: Milo und Renzo wollen ihre eigene Bar eröffnen. Doch während Renzo sich in Schwierigkeiten bringt, um an Geld zu kommen, versucht Milo ein Date unter außergewöhnlichen Umständen hinzubekommen. Leider eine Komödie, die eher durch plumpe Witze und Klischees versucht vorwärts zu kommen. Bis auf wenige Momente funktioniert das Konzept nicht.

Sonic – the Hedgehog: Die Videospielreihe bekommt ihre Verfilmung. Dabei wird eine einfache Origin Story erzählt, die für Fans der Spiele durchaus funktionieren kann, für alle andere aber wenig Neues bietet.

Ruf der Wildnis: Der Weg eines Hundes nach Alaska. Dort hat er mit immer neuen Herausforderungen zu kämpfen. Auch wenn viele den CGI Hund kritisieren, findet man gerade durch die übertriebene Mimik des Hundes eine Verbindung und verliert sich schnell in den eisigen Kälten Alaskas.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Dogma und Harry Potter und der Gefangene von Askaban

Die zwei Päpste: Der amtierende Papst Benedikt XVI. und der zukünftige Papst Franziskus treffen sich und führen Gespräche, die zum finalen Rücktritt Benedikts führten. Ein Film, der den Drehbuchoscar durchaus verdient gehabt hätte, denn er schafft es allein durch Dialoge den Zuschauer an den Fernseher zu fesseln. – Netflix Original

Late Night: Katherine Newbury hat eine Late Night Show, die nicht mehr so richtig läuft. Also will sie in ihrem rein männlichen Autorenteam eine Frau engagieren. Die verträumte Molly kommt da gerade richtig. Eim Film über zwei Frauen, die es auf unterschiedliche Art in einer Männerdomäne versuchen. Dabei schafft er es nicht durchgehend eine starke Performance hinzulegen und versinkt in Nebenhandlungen.

Long Shot: Die amerikanische Außenministerin will für das Präsidentenamt kandidieren, doch dafür sollen ihre Reden besser werden. Da passt es ihr sehr gut einen alten Bekannten aus Kindertagen wieder zu treffen. Sein Auftreten passt zwar nicht ins Schema, dafür treffen seine Texte ins Schwarze. Wer auch immer auf die Idee kam  Charlize Theron und Seth Rogen in eine romantische Komödie zu stecken, hatte zwar eine gute Grundidee, doch leider funktioniert der Film eher schlecht als recht. Vor allem, wenn man einen Funken Realismus erwartet.

I,Tonya: Die Geschichte Tonya Hardings, die eine vielversprechende Eiskunstlaufkarriere vor sich hatte, bis der Vorfall mit einer zertrümmerten Kniescheibe ihrer Konkurrentin auf sie zurückfällt. Der Film stützt sich dabei auf Interviews, die einen am Ende immer noch zweifeln lassen, was damals wirklich passiert ist. Dafür bietet er eine starke Geschichte mit engagierten Darstellern.

Isle of Dogs: Ein etwas gewöhnungsbedürftig erzählter Animationsfilm über eine Welt, in der Hunde auf eine Müllinsel zum sterben gebracht werden, weil sie angeblich für Seuchen verantwortlich seien. Und die Geschichte eines Jungen, der auf der Suche nach seinem Hund ist. Der Film punktet durch viele kleine Spitzen und viele kleine Momente und fühlt sich eher wie ein Episodenfilm an. Einen Blick riskieren lohnt sich.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Just Mercy: Ein junge Anwalt setzt sich für Todestraktinsassen ein. Starker Trailer mit starker Botschaft. Hier wäre ich gespannt, was der Film noch alles kann.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es Chaos auf der Feuerwache

Serien – ein kurzer Rückblick

Im Februar habe ich – mal wieder – die ersten beiden Staffeln von IT Crowd geschaut. Außerdem habe ich die außergewöhnlichsten Häuser der Welt mit Staffel 2b fortgesetzt. Auch diesmal waren wirklich interessante Gebäude in den unterschiedlichsten Ländern dabei. Einen Blick gewagt habe ich auf The Kominsky Method mit der ersten Staffel. Die Serie konnte mich zwar irgendwo kriegen, aber ich kann nicht genau sagen, ob ich die mochte. Und zum Schluss konnte ich endlich bei American Horror Story die vierte Staffel beenden. Die Freak Show hatte mich wie die Staffeln zuvor irgendwann durch ihre hundert Nebenstränge verloren, konnte mich jetzt am Ende aber noch einmal kriegen. Vielleicht ist es einfach eine Serie, die ich nicht am Stück gucken sollte.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 2.256
Seiten pro Tag: 78 im Durchschnitt
Taschenbuch: 3
E-Book: 1

Was perfekt war: Colleen Hoover ist zurück und präsentiert mit Was perfekt war eine gewohnt gute Liebesgeschichte, doch diesmal geht es auch um die gleiche Geschichte acht Jahre später, wo ein Problem eine funktionierende Ehe zu zerstören droht. Wieder widmet sich Hoover einem wichtigen Thema, schafft es aber eher durch die Rückblenden den Leser bei der Stange zu halten, da sie sich an einem gewissen Punkt in Wiederholungen verliert.

Harry Potter und der Orden des Phönix: Da mein Lebensgefährte sich aktuell zum ersten Mal der Bücher in Form der Hörbücher annimmt, lese ich parallel wieder mit. Der fünfte Band ist bekanntlich der zähste der Reihe, allerdings hatte ich ihn schlimmer in Erinnerung.

Wo das Glück zu Hause ist: Nina liebt Bücher. Als nicht nur sie ihren Job als Bibliothekarin verliert, sondern auch die Bücher ihr Zuhause, eröffnet sie einen mobilen Buchladen in Schottland. Weit ab größerer Städte könnte jedoch mehr auf sie zukommen als nur ein beruflicher Neustart. Ich mochte die Grundidee und wollte das Buch wirklich mögen. Leider verliert sich die Autorin in ihren Ideen, hält sich an bestimmten Teilen zu lange auf und hastet dann an anderer Stelle, so dass ihre Charaktere sehr sprunghaft wirken. Und ihre Protagonistin ist leider ein kleines Naivchen, das natürlich trotzdem alles problemlos meistert. Es konnte mich nicht überzeugen.

Someone New: Laura Kneidl nimmt sich einem neuen Thema an, das viel zu lange Tabuthema war. In über 500 Seiten erzählt sie die Geschichte von Micah, die aus gutem Hause kommt, und ihren verschwundenen Bruder sucht, der nach seinem Outing von ihren Eltern verstoßen wurde. Dabei lernt sie Julian kennen, der ebenfalls ein Geheimnis zu haben scheint. Eine starke Geschichte, die am Ende etwas sprunghaft aufgelöst wurde – was jedoch meckern auf hohem Niveau ist. Am liebsten würde ich das Buch jedem in die Hand drücken.

 

 

Verpasst, aber nicht vergessen – Teil 9.4

2018 sind es ein paar mehr Filme, die ich inzwischen nachgeholt habe, demnach werde ich das Jahr wohl auch nochmal teilen. Aber hey, so langsam komme ich doch voran… Wer noch einmal die vergangenen Beiträge meiner großen Aufräumaktion in dieser Kategorie ansehen möchte, kann dies hier tun: 2014/2015, 2016, 2017

2018

1) Das Zeiträtsel

Meg Murry trauert um ihren Vater, einem Physiker, der nach einem Experiment verschwunden ist. Eines Tages stehen drei seltsame Damen vor ihrer Tür, die sie in eine andere Welt mitnehmen, zusammen mit ihrem kleinen Bruder Charles Wallace. Dort besteht die Möglichkeit, dass sie ihren Vater wiederfindet.
Klingt diese Zusammenfassung seltsam und sehr plump? Das könnte daran liegen, dass ich den gesamten Film schon beim Sehen wieder vergessen habe. Am Ende wusste ich nicht mehr, wie er angefangen hat, oder wie die Kinder wieso von a nach b kamen. Und genau das ist das Problem des Films. Er hat keine richtige Richtung, die er einschlägt, sondern hangelt sich von einer belanglosen Szene zur nächsten, versucht mit seinem Cast Eindruck zu schinden und vergisst ganz nebenbei die neue Welt auch nur ansatzweise zu erklären. Ständig wird Meg in ein neues Setting geschickt, immer nur mit wagen Andeutungen, was sie dort sehen könnte und dies manchmal vielleicht auch tut. Letztlich versteht keiner die Welt, die Andeutungen sind keine Hilfe und einem ist sehr schnell egal, was mit den Charakteren passiert. Die Protagonistin ist eigentlich nur damit beschäftigt, alle zu fragen, warum und wieso sie etwas tun soll, keine richtige Antwort erhält und es dann einfach tut. Kurzum ein absoluter Griff ins Klo aus dem Hause Disney.

2) Lady Bird

Christine McPherson (Saoirse Ronan) möchte lieber Lady Bird genannt werden. Sie wächst in einer armen Familie auf, träumt aber von größerem. Dadurch gerät sie oft mit ihrer Mutter aneinander, die denkt, dass sich Lady Bird für sie schämt.
Lady Bird ist Greta Gerwigs Regiedebut, die uns dieses Jahr den wunderbaren Film Little Woman brachte. In Lady Bird bereits bewies sie die kleinen Feinheiten eines pubertierenden Mädchens einzubauen, das den Kopf voller Träume hat und diese sich aber nicht mit den realen armen Verhältnissen ihrer Familie zusammenpassen. Dabei sind es gerade die Dialoge zwischen Mutter und Tochter, die sehr schnell eskalieren und einem doch so aus der Seele sprechen. Dabei hat Lady Bird keine große Handlung, sondern verliert sich in kleinere Episoden, unter anderem in Liebeleien mit den großartigen Lucas Hedges und Timothee Chalamet. Von fünf Oscarnominierungen konnte er leider keinen mitnehmen, spielt sich aber ganz unscheinbar in die Herzen der Zuschauer.

3) Vielmachglas

Marleens (Jella Haase) Leben stagniert. Lieber würde sie ebenso abenteuerlustig sein, wie ihr Bruder, doch stattdessen jobbt sie nach ihrem Abi in einem Kino. Erst ein Schicksalsschlag lässt sie aufwachen und sie zieht los, um in kürzester Zeit einen Dampfer in Hamburg zu erreichen. Dabei lernt sie allerhand komische Gestalten kennen.
Vielmachglas versucht sich an einem Abenteuerfilm mit tiefsinnigen Botschaften im Gewand einer Komödie. Letztlich scheitert er aber an beiden Genres. Zu platt sind die Gags, die allein dadurch zustande kommen, dass Marleen auf neue Personen trifft, wo einer abgefahrener als der nächste ist. So ist es ein Roadtrip der unspaßigeren Art, auch wenn Jella Haase merkbar alles gibt, um aus ihrem Chantal-Klischee herauszukommen. Während der Film am Anfang noch versucht irgendwo eine tiefere Ebene zu etablieren und Marleen als zwiegespaltene Person darstellt, die eigentlich gerne vorankommen möchte, sich aber nicht den nächsten großen Schritt traut. Dies wird aber schnell über Bord geworfen, um lieber mit Klischees um sich zu werfen und eine absolut austauschbare Handlung zu kreieren.

4) I, Tonya

Tonya Harding (Margot Robbie) lebt seit frühester Kindheit nur fürs Eiskunstlaufen. Ihre strenge Mutter (Allison Janney) triezt sie solange, bis sie immer besser wird und versucht sich für Olympia zu qualifizieren. Dabei hat sie ständig Eheprobleme mit Mann Jeff (Sebastian Stan). Bis heute ist ungeklärt, in wie weit sie verwickelt war, in den Angriff auf Konkurrentin Nancy Kerrigan.
Der Film erzählt sich halbwegs chronologisch und wird getragen durch Intervieweinschübe der Akteure viele Jahre nach den Geschenissen. Aber auch in der erzählten Geschichte durchbrechen die Darsteller gerne die vierte Wand. Bereits am Anfang wird durch widersprüchliche Aussagen Tonyas und Jeffs bezüglich ihrer Ehe ein sehr unzuverlässlicher Erzähler aufgebaut, der das darauf erzählte einen immer hinterfragen lässt. Da bis heute nicht final geklärt ist, wie viel Tonya wusste, legt sich der Film damit auch nicht fest, ob nun alles wirklich so stimmt. Die große Debatte um den Anschlag auf ihre Konkurrentin ist dann auch nur das große Finale des Films, der sich zuvor mit Hardings Leben von Kindesbeinen an beschäftigt und dabei vor allem mit der On/Off-Beziehung zu Jeff und ihren sportlichen Leistungen. Dabei ist der Film stark gespielt, auch wenn nur Allison Janney den Oscar dafür einheimsen konnte. Dabei schwankt man immer wieder hin und her zwischen Sympathie und Antipathie zu Tonya. So richtig fassen, kann man ihren Charakter zu keiner Zeit, was aber auch gar nicht Ziel des Films war. Insgesamt ist er stark erzählt und gespielt.

5) The Death of Stalin

1953. Stalin erleidet eine Hirnblutung, wird jedoch erst am nächsten Tag gefunden. Die Mitglieder seines Kabinetts wetteeifern nun um die Nachfolge und schmieden eine Intrige nach der nächsten.
The Death of Stalin befasst sich mit dem titelgebenden Tot Stalins und den Kampf um seine Nachfolge. Dies mischt er mit einer Menge schwarzen Humor, auch wenn einige Sachen tatsächlich historischen Tatsachen entspringen. Da niemand ohne Erlaubnis Stalins Gemächer betreten darf, wird er erst viele Tage nach seinem Schlaganfall gefunden. Da er kurz zuvor die besten Mediziner des Landes verhaften ließ, müssen nun die zweitbesten ran. Die realen Ereignissen werden gemischt mit fiktiven oder verdrehten Ereignissen. Leider schafft es der Film nicht seine Zuschauer final abzuholen, da er sich in zu vielen Charakteren mit zu vielen laufenden Intrigen verrinnt. So fällt es einem schwer mitzukommen, warum die Figuren so handeln und warum wieder etwas gemacht wird, während man sich eigentlich auf die lustigen Einschübe konzentrieren mag. Ein Film, der mehr gekonnt hätte, wenn er weniger erzählt hätte.

6) Goodbye Christopher Robin

Wer kennt nicht A. A. Milnes Werk „Puh der Bär“? Aber wer kennt auch die Geschichte dahinter, um einen traumatisierten Vater, der seinen eigenen Sohn vermarktet, weil er das beliebteste Kinderbuch überhaupt geschrieben hat? Genau davon handelt Goodbye, Christopher Robin. Wir treffen den Autor Alan Milne (Domhnall Gleeson), der nach dem ersten Weltkrieg mit sich auf keinen grünen Zweig kommt. Er zieht mit seiner Familie aufs Land und macht dort viele Spaziergänge. Als seine Frau (Margot Robbie) ausbricht und ins Stadtleben zurückkehrt, kommt er auf einmal seinem Sohn näher. Nachdem er diesem Geschichte mit seinen Kuscheltieren erzählt, kommt ihm die Idee zu seinem Buch. Doch der spätere Medienrummel nimmt weniger ihn ins Visier als vielmehr den Sohn, der für den wahren Christopher Robin gehalten wird. Während seine Eltern den Rummel zunächst ausnutzen, um möglichst viel Kapital aus ihrem Kind zu schlagen, steht nur dessen Nanny auf seiner Seite.
Goodbye, Christopher Robin befasst sich mit der Schattenseite einer traumhaften Geschichte. Ein Kind, das wenig Elternliebe bekommt, und dann noch als Marketinginstrument genutzt wird und sehr lange darunter leidet. Ein Film, der einem das Herz bricht, wo man sich immer wieder fragt, wie Eltern nur so sein können und es doch nicht schafft den Zauber der Figur Winnie Puh zu brechen. Trotz guter Schauspieler, verliert sich der Film in zu vielen langweiligen Szenen und kommt einfach nicht auf den Punkt. Dabei sind einige wichtige Szenen dabei, die aber zwischen dem ganzen drumherum verloren gehen. Schade, hier wäre mehr möglich gewesen.

Rückblick auf den Januar 2020

Und da ist der erste Monat 2020 auch schon wieder vorbei. Abgesehen davon, dass ich Geburtstag hatte und schon wieder näher an die 30 gerückt bin, fing das Jahr auch gleich schon mit einem Highlight an: Ich habe es nach fünf Jahren endlich wieder geschafft, ein Sabaton-Konzert zu besuchen. Mit ihrer Tour zum Album Great War haben sie sich musikalisch einmal mehr mit dem ersten Weltkrieg auseinander gesetzt.

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Ansonsten geht es hier wieder einmal kurz um meinen medialen Januar. Die ersten Anfänge für die bevorstehenden Academy Awards merkt man bereits, der Großteil wird jedoch wieder auf den Februar entfallen.

Sneak Preview

1917: Mitten im ersten Weltkrieg werden zwei Soldaten losgeschickt, um den Befehl eines abgesagten Angriffes zu überbringen. Dafür riskieren sie ihr eigenes Leben. Der Film brilliert vor allem durch die Kameraeinstellungen, die den Zuschauer immer mitten im Geschehen vermuten lässt. Darüber hinaus ist er sehr realitätsnah und undramatisch gehalten.

21 Bridges: Manhatten verbindet 21 Brücken mit dem Festland. Nach einem gescheiterten Drogendeal und mehreren toten Polizisten, wird die Insel abgeriegelt. Leider nutzt der Film seine Möglichkeiten nicht und erzählt einen Thriller nach Schema F. Damit kommt er aber aus der Mittelmäßigkeit nicht hinaus.

Anime Special

Weathering with You: Der Nachfolger des wunderbaren Your Name. befasst sich mit einer nicht enden wollenden Regenzeit in Tokyo und einem Mädchen, das durch Gebet die Sonne für kurze Zeit hervorlocken kann. Ein schöner Coming-of-age Film mit fantastischen Elementen. Kommt nicht an den Vorgänger heran, erzählt aber trotzdem seine Geschichte.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Knives Out: Der erfolgreiche Krimiautor Harlan Thrombey wird tot aufgefunden. Die Familie findet sich zur Testamentseröffnung ein. Detektiv Benoit Blanc nutzt die Chance, um den vermeintlichen Selbstmord näher zu untersuchen. Ein Film nach feinster Agatha Christie Manie mit interessanten Charaktern, allen voran Daniel Craigs Blanc, und einer spannenden Handlung, der den Balanceakt zwischen alteingessesenem Genre und neuartiger Erzählweise geschickt meistert.

Die fantastische Reise des Dr. Dolittle: Robert Downey Jr. beerbt Eddie Murphy als Arzt, der mit den Tieren sprechen kann. Als Grundidee sehr schön, leider mutiert der Film schnell zu einem 08/15 Abenteuerfilm, der somit von Anfang bis Ende vorhersehbar ist. Aufgebaute Vorlagen und running gags werden nicht genutzt und so bleibt der Film leider weit hinter seinen Möglichkeiten.

Lindenberg. Mach dein Ding: Udo Lindenberg ist inzwischen erfolgreicher deutschsprachiger Künstler, aber wie fing das eigentlich alles an? Biopic mit sehr sprunghafter Erzählweise. Wer aber gerne mehr über den Herrn erfahren möchte und kein Problem mit massenweise Zeitsprüngen hat, sollte hier einmal einen Blick wagen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Shazam (musste ihn unbedingt meiner besten Freundin mal zeigen), The Great Wall (musste mein neues Soundsystem ausprobieren) und Meisterdetektiv Pikachu (musste den neuen Fernseher testen)

Der Sternenwanderer: Fantasiefilm über einen gefallenen Stern und einen jungen Mann, der mit dem Stern das Herz einer Frau gewinnen will. Allerdings ist er nicht der einzige, der hinter dem Stern her ist. Die erste Hälfte war tatsächlich sehr nichtssagend und hat zu viele Rollen eingeführt. Doch nach dem Auftauchen von Robert de Niro bin ich mit dem Film immer wärmer geworden.

Isn’t it romantic?: Natalie kann mit Romantik und dem ganzen Kram nichts anfangen. Romantische Komödien sind ihr zutiefst zuwider. Bis sie sich selbst in einer wiederfindet. Der Film, der alle Klischees romantischer Komödien aufgreift und sie verdreht bzw. überspitzt und so sowohl für Fans des Genres als auch für alle anderen einen absolut lustigen Film ergibt. – Netflix Original

Marriage Story: Charlie und Nicole wollen sich scheiden lassen. Eigentlich hatten sie sich auch geeinigt, wie das ganze ablaufen soll. Doch Nicole berät sich mit ihrer Anwältin, die zusammen mit Charlies Anwalt eine wilde Schlacht um alle Besitztümer und vor allem um den gemeinsamen Sohn anzettelt. Dieser Oscarkandidat zeigt nicht nur die schlimmsten Seiten einer Scheidung, sondern auch wie verkehrt das Rechtssystem sein kann. Sehr gut gespielt und mit starken Dialogen, sprang bei mir der letzte Funke nicht über, weswegen er sich für mich ziemlich gezogen hat. – Netflix Original

Crawl: Haley sucht während eines Hurrikans in Florida ihren Vater. Sie findet ihn im Keller ihres alten Hauses, verletzt. Beim Versuch ihn zu retten, wird sie selbst von Alligatoren angegriffen. Eingesperrt im eigenen Haus, versuchen Vater und Tochter nun zu entkommen. Man sollte bei diesem Film nicht allzusehr auf Logik hoffen, wenn man aber sich darauf einlässt, dass Alligatoren hier blutrünstige Bestien sind und trotzdem eher kleinere Wunden verursachen, dann hat man mit diesem Film durchaus einen nervenzerrenden spannenden Katastrophenfilm.

Hereditary: Nach dem Tod der Mutter scheint ihr Geist noch immer im Haus der Familie Graham zu wohnen. Und während vor allem Mutter Annie immer hysterischer wird, wird es noch dramatischer im Hause Graham. Ein Film, der wohl für Horrorliebhaber funktioniert, mich aber nicht abholen konnte. Gerade Toni Collette in beinahe Dauerhysterie wird auf Dauer anstrengend.

Juliet, Naked: Tucker Crowe ist der absolute Lieblingskünstler von Duncan. Seiner Frau Annie hat er jedoch nicht mehr viel zu sagen. Nach der Trennung der beiden, trifft Annie aber ausgerechnet auf Tucker Crowe. Beide verstehen sich gut und helfen sich aus ihren festgefahrenen Leben. Ein schöner ruhiger Film über einen abgestürzten Rockstar, der sich im normalen Leben wiederfindet.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Bad boys for life: Das Wiedersehen der Bad Boys Will Smith und Martin Lawrence habe ich leider nicht mehr geschafft zu sehen.

Violet Evergarden und das Band der Freundschaft: Das zweite Animespecial diesen Monat hat sich leider mit meiner Schicht überschnitten. Die Serie Violet Evergarden habe ich aber sehr gerne gesehen und hätte mich daher über dieses Special wohl gefreut.

Serien – ein kurzer Überblick

Der Januar wurde bei mir durch Serienfinale geprägt. So lief zum einen die finale 12. Staffel von The Big Bang Theory und veranlasste mich kurzerhand zu einer Hommage. Ebenfalls lief die 12. Staffel von Bones, die noch einmal mit einem großen Knall beendet wurde. Ebenfalls traurig hat mich das Ende mit der 6. Staffel von Grace & Frankie gestimmt. Hier war es wohl besser auszuhören, ehe sie schlecht wird, aber das Ende kam mir dann doch zu plötzlich. Fortgesetzt habe ich Brooklyn 99 mit der 5. Staffel, die mich kurzweilig wieder zu unterhalten vermochte. Neu getestet habe ich Batwoman mit einer sehr attraktiven Ruby Rose in der Hauptrolle. Die erste Staffel birgt eine interessante Bösewichtin und schafft es durchweg spannend zu bleiben.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 1.278
Seiten pro Tag: 41 im Durchschnitt
Gebundene Bücher: 1
Taschenbuch: 2
E-Book: 1

Naughty, Sexy, Love – Dive Bar Teil 3: Eric Collins ist der geborene Badboy. Doch nach einem Schicksalsschlag versucht er sich zu ändern. Dabei trifft er die attraktive Jean. Diese ist jedoch schwanger und allein. Eric will sich eigentlich fernhalten, schafft es jedoch nicht. Der Abschluss der Dive Bar Trilogie kommt mit dem unsympathisten Charakter der Vorgängerbände daher, der sich für den Leser jedoch schnell wendet. Handlung etwas konstruiert und somit schwächer als die Vorgänger, aber dennoch ein schönes Buch für zwischendurch.

James Bond 2 – Leben und sterben lassen: 007 wird in die USA gerufen. Mr. Big, ein Drogenbaron, soll endlich gestellt werden. Die Jagd führt Bond bis Jamaika. Der zweite Band der 007 Reihe ist weitaus spannender als Casino Royal, zieht sich streckenweise dennoch.

Momo: Obwohl Michael Ende einer der Autoren ist, die ich am häufigsten gelesen habe und seine unendliche Geschichte bis heute mein Lieblingsbuch ist, habe ich es bisher immer verpasst Momo zu lesen. Die Geschichte um ein junges Mädchen, das den grauen Herren, von Beruf Zeitdieben, entgegentritt, konnte mich aber auch jetzt noch in den Bann ziehen.

Puh der Bär: Die Gesamtausgabe enthält Puh der Bär und Puh baut ein Haus. Winnie Puh ist auch so eine Figur aus meiner Kindheit, die mich noch immer begleitet. Die Originalvorlage fand ich dann aber doch etwas anstrengend geschrieben und A.A. Milne misst sich wohl mit Tolkien um die Anzahl der meisten Lieder. Dennoch sind es irgendwo die Geschichten, die ich seit meiner Kindheit kannte.

Rückblick auf den Dezember 2019

Nach den ganzen Rückblicken wollen wir nun doch nicht vergessen, auch auf den vergangenen Monat zurückzublicken. Für mich hat bereits mit dem Dezember das neue Filmjahr begonnen und meine Zählung fängt neu an. Im Dezember selbst ist bei mir nicht viel passiert. Ich war mit einer Freundin in Berlin im Musical „Mamma Mia“, was mir weit besser gefallen hat, als der Film damals. Ansonsten hoffe ich, dass euch mein Adventskalender-Serienspecial gefallen hat. Nun sind die Festtage auch alle wieder überstanden und wir können uns 2020 widmen. Also nun ohne groß weitere Worte zu verlieren:

Sneak Preview:

The Peanut Butter Falcon: Ein Junge mit Downsyndrom möchte unbedingt Wrestler werden und flieht deswegen aus dem Heim. Unterwegs trifft er auf einen Mann, der ebenfalls auf der Flucht ist. Zusammen tretten sie eine ungewöhnliche Reise an. Ein unscheinbarer Film mit viel Herz und ohne große Moralkeule.

7500: Wer Flugangst hat, sollte diesen Film wohl besser meiden. Denn er zeigt ein zu realistisches Szenario einer Flugzeugentführung. Über den Realitätsfaktor hinaus schafft er es aber nicht, den Zuschauer an die Leinwand zu fesseln und scheitert an seinem beengten Raum.

Drei Engel für Charlie: Willkommen im nächsten Filmjahr, das gleich mit einem neuen Remake beginnt. Dabei sind die Grundideen wirklich gut, leider scheitert der Film daran, dass er wieder mit einer Origin-Story beginnt und die Charaktere einige Zeit brauchen, um sich aneinander zu gewöhnen. Sobald der Film jedoch seinen Rhythmus gefunden hat, schafft er es ein geniales Finale hinzulegen.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Jumanji 2 – The next level: Erneut geht es für die vier Freunde in das Videospiel Jumanji. Nur das durch einen technischen Defekt auch Spencers Großvater und dessen Freund in das Spiel gezogen werden. Leider schafft es die Fortsetzung nicht, an das Neuentdecken und die guten Einfälle des ersten Teils anzuknüpfen. Stattdessen bringen sie einfach die gleichen Gags immer und immer wieder, was schnell ermüdend wirkt. Schade, denn ein paar Einfälle gab es durchaus noch.

Star Wars – Episode 9 – Der Aufstieg Skywalkers: J.J. Abrahms bekam das Ruder zurück und durfte nun seinerseits alle Änderungen von Rian Johnson zunichte machen, nachdem dieser sich mit Episode 8 an die Grundfesten von Episode 7 zu schaffen gemacht hat. Letztendlich ist ein Film herausgekommen, den ich mochte, allerdings auch nur, weil er mit dem Vormaterial nicht mehr viele Möglichkeiten hatte, um noch zu einem runden Ende zu kommen.

Cats: Während viele nach dem Trailer bereits ausgestiegen sind, konnte mich Cats dort durchaus noch begeistern. Das es keine wirklich existente Handlung gibt, wusste ich vorher und die Optik störte mich wenig beim Sehen, auch wenn man beim vorhanden Budget darüber nur den Kopf schütteln kann. Leider konnten mich die Arrangements von einigen Liedern nicht wirklich überzeugen und so gab es nur noch wenig Highlights im Film, auch wenn ich ihn eher im Bereich Mittelmaß als Superflop einordnen würde.

Als Hitler das rosa Kaninchen stahl: Caroline Link inszeniert hier das autobriografisch angehauchte Buch von Judith Kerr. Sie erzählt die Geschichte einer jüdischen Familie, die nach der Wahl 1933 aus Deutschland fliehen muss, jedoch aus der Sicht der 10-jährigen Tochter Anna. Dabei kommt ein sehr ruhiger und unaufgeregter Film heraus, der dennoch in einigen Szenen ergreifend ist und hoffentlich zum Nachdenken anregt.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Klaus: Pünktlich zur Weihnachtszeit präsentierte uns Netflix einen spanischen Film, der in einer liebevollen Geschichte die Ursprünge des Weihnachtsmannglaubens auseinander nimmt. Mit einem taugenichts Postmann in einem zutiefst zerstrittenen kleinen Dorf, gibt es allerhand erinnerungswürdige Figuren.

Ist das Leben nicht schön?: Ebenfalls pünktlich zu Weihnachten habe ich mich einmal einem absolutene Weihnachtsklassiker gewidmet. Der Film ist absolut stringent erzählt, was zu seiner Zeit wohl normal war, in der heutigen Zeit aber doch etwas befremdlich wirkt. Es geht um einen Engel, der auf die Erde geschickt wird, um einen Mann vom Selbstmord abzuhalten. Er zeigt ihm, was passiert wäre, wenn er nie geboren worden wäre. Bzw. tut er das in den letzten 20 Minuten des Films. Vorher geht es ausführlich um das Leben eben jenes Mannes.

The Irishman: Netflix entfesselt Martin Scorsese und heraus kam ein 3,5 Stunden langer Film. Wobei dies schon die Kurzversion sei. Handwerklich ein echt schönes Stück und vor allem schauspielerisch kann es brillieren. Auch wenn keine Szene überflüssig erscheint sind 3,5 Stunden einfach zu lang und wer ohnehin nicht auf Mafiafilme steht, wird auch mit diesem nicht glücklich werden.

Das Haus der geheimnisvollen Uhren: Jack Black und Cate Blanchett als Magier, die einen Jungen bei sich aufnehmen. Doch irgendwo in den Wänden ist eine geheimnisvolle Uhr versteckt, die das Ende der Welt bedeuten könnte. Dieser Fantasy-Film hat eine interessante Geschichte, einen guten Cast und das große Finale, was einfach dazugehört. Dennoch schafft er es nicht sich über „Ganz nett“ zu erheben.

A Nightmare before Christmas: Dieser Klassiker lief bei mir diesmal nicht an Halloween, also wenigstens in der Weihnachtszeit. Er bleibt einer meiner liebsten Filme.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Motherless Brooklyn: Edward Norton inszeniert hier einen etwas anderes Kriminalfilm, mit Film Noir Einflüssen und sich selbst als Protagonisten mit Tourette-Syndrom. Hier wird bei Gelegenheit durchaus einmal ein Blick gewagt.

Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Alles außer gewöhnlich & The Farewell

Serien – ein kurzer Überblick

Im November habe ich für die Adventszeit die norwegische Serie Weihnachten zu Hause gesehen. Sie hat mir in ihrer Kürze gut gefallen. Ob ich wirklich eine zweite Staffel brauche, weiß ich nicht, auch wenn die erste mit einem fiesen Cliffhanger endet. Außerdem lief endlich die 9. Staffel von Modern Family, die mir noch immer sehr gut gefällt und trotz ihrer langen Laufzeit noch nichts von ihrer Qualität eingebüßt hat. Ebenfalls lang erwartet lief endlich die dritte Staffel von The Crown. Neuer Cast, da der vorherige für die erzählte Zeit nun doch zu jung ist. Während Olivia Coleman als Queen Elisabeth II. sofort ein stimmiges Bild abgibt – und dafür verdient den Golden Globe erhalten hat – ist es gerade Helena Bonham-Carter als Prinzessin Margarete mit der ich mich sehr schwer getan habe. Dennoch konnte mich auch diese Staffel wieder überzeugen.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 4
Seiten gesamt: 2.100
Seiten pro Tag: 68 im Durchschnitt
Taschenbuch: 1
E-Book: 3

Das gestohlene Herz der Anderwelt: Nach langer Wartezeit und mehrmaligem Verschieben des Veröffentlichungstermins, gab es nun endlich Nachschub für den Pan-Spin Off. Leider wurde hier eher verzweifelt versucht zu einem Ende zu kommen und so kann das Buch nicht mehr an den ersten Teil und schon gar nicht an der Ausgangstrilogie heranreichen.

Der Anschlag: Mein inzwischen 7. Buch vom Altmeister Stephen King lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Zum einen gefällt mir die Idee, dass er seinen Protagonisten in der Zeit zurückreisen lässt, um das Attentat auf JFK zu vereiteln. Auch ist er in seiner Recherche sehr gründlich und schafft es auch wieder sehr ausschweifend diverse Zwischengeschichten zu erzählen. Doch gerade zum Ende hin gibt es mehrere Entwicklungen, mit denen ich nicht einverstanden bin. Aber das ändert nichts daran, dass es an sich ein gutes Buch ist.

Crazy, Sexy, Love – Dive-Bar Teil 1: Im letzten Jahr hat es Kylie Scott mit Ihrer Stage-Dive Reihe instant in mein Herz geschafft und auch auf Platz 2 der multiplen Bände. Umso erfreuter war ich über einen Spin-Off in dem uns die Autorin nun nach Coeur d’Alene führt und in die Dive Bar. Im ersten Band geht es um Vaughan, der eigentlich niemals in seiner Heimat zurückkehren wollte. Doch mit seiner Band hat es nicht geklappt und nun findet er in seinem Elternhaus auch noch Lydia vor, die gerade vor ihrer eigenen Hochzeit geflohen ist und im Brautkleid in seiner Badewanne hockt. Was soll ich sagen? Dieses Buch hatte mich nach den ersten paar Seiten bereits absolut gefesselt.

Dirty, Sexy, Love – Dive-Bar Teil 2: Kylie Scott inszeniert in ihrer Romanreihe rund um die Dive-Bar wieder Einzelteile, die jeweils auf Nebencharaktere der vorhergehenden Bände basieren. So geht es diesmal um Joe, der mit Alex aus Seattle gemailt hat. Als diese plötzlich in der Dive-Bar auftaucht ist der Schrecken groß, denn er hat sich als sein Bruder Eric ausgegeben. Nun versucht er alles, um Alex zum Bleiben zu bewegen. Leicht schwächer als der erste Band, aber dennoch auch wieder gut geschrieben.

Mein Jahresrückblick 2019 – #3 – Heimkino

Ich hoffe, ihr habt schöne Weihnachtstage und seid vor lauter Essen noch nicht geplatzt. Da ich meine Rückblicke noch bis Ende des Jahres fertig kriegen möchte, geht es hier nun ohne Umschweife weiter in der nächsten Kategorie. Diesmal geht es um all die Filme, die ich zu Hause vorm Fernseher gesehen habe.

Zur Statistik:

2019 habe ich zu Hause auf dem großen Fernseher 67 Filme gesehen (2018 waren es 68, da waren aber die 18 Filme, die das MCU zu dem Zeitpunkt veröffentlicht hatte in Vorbereitung auf Infinity War dabei).

Davon
… 20 Wiederholungstäter
… 5 Stand-up Specials
… 10 von der Liste der Schande
… 32 Neuentdeckungen

I. Wiederholungstäter

2019 habe ich 20 Filme erneut gesehen, die ich bereits einmal gesehen hatte. Die Gründe dafür sind vielfältig und sollen hier gar nicht erneut erörtert werden – ohne Ranking

The Greatest Showman / Game Night / Pitch Perfect 3 / Ein Königreich für ein Lama / Lilo & Stitch / Mrs. Brisby und das Geheimnis von Nimh / Pixels / Tarzan / Bernhard & Bianca / Bernhard & Bianca 2 – Im Känguruland / Arielle (2x) / Arielle 2 / xXx 3 – Die Rückkehr des Xander Cage / Lion / Die vielen Abenteuer von Winnie Puh / Harry Potter und der Stein der Weisen / Harry Potter und die Kammer des Schreckens / Die Hexe und der Zauberer / Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche

II. Stand-up Specials

2019 habe ich fünf Stand-up Comedy-Specials von drei verschiedenen Comedians gesehen – ohne Ranking

1. Ellen DeGeneres – Relatable
2. Ali Wong – Baby Cobra
3. Ali Wong – Hard Knock Wife
4. Amy Schumer – Growing
5. Amy Schumer – The Leather Special

III. Klassiker/Liste der Schande

2019 habe ich zehn Filme aus dem Bereich Klassiker gesehen. Dabei habe ich die Definition Klassiker bewusst weitläufig gehalten. Wer sich an dem Begriff stört, soll es einfach als Werke von meiner Liste der Schande ansehen – im Ranking:

Platz 10: Das letzte Einhorn

Ein Weihnachtsklassiker, den ich zuvor noch nicht kannte. Die Geschichte des letzten Einhorn, dass sich auf die Suche nach den anderen Einhörnern begibt und dabei auf allerhand Charaktere trifft. Für meinen Geschmack war die Geschichte etwas seltsam erzählt.

Platz 9: Rocky 3

Eigentlich  hatte ich mich auf den Teil mit Mr. T als Gegener gefreut. Doch irgendwo ist der Charakter zu platt geworden und ist einfach nur fies. Konnte mich als Teil nicht überzeugen.

Platz 8: Shining

Nachdem ich die Lektüre beendet hatte, wollte ich nun doch endlich Stanley Kubriks Werk begutachten. Leider bin ich da auf der Seite von Autor Stephen King, der die Verfilmung nicht gerade als gelungen ansieht.

Platz 7: Unbreakable

M. Night Shyamalans erstes Werk seiner Superhelden-Reihe erzählt eine interessante Geschichte und spielt mit den Vorstellungen von Held und Schurke bzw. deren Findungsphase.

Platz 6: Rocky 2

Der Rückkampf mit Apollo Creed ist wohl das, was man sich im ersten Teil erhofft hat und rundet damit die Handlung des ersten Teils ab.

Platz 5: James Bond jagt Dr. No

Der erste James Bond Film mit Sean Connery als 007. Für damalige Verhältnisse ein hochspannder Agentenfilm, der nicht ohne Grund ein bis heute andauerndes Franchise eröffnet hat.

Platz 4: Stirb Langsam

Da ich immer noch die Klassiker langsam aufarbeite, war Weihnachten 2018 eine gute Gelegenheit endlich einen umstrittenen Weihnachtsfilm nachzuholen. Sagen wir, ich habe etwas anderes erwartet, habe aber doch einen spannenden Actionfilm geliefert bekommen und mich über ein Wiedersehen mit Alan Rickman gefreut.

Platz 3: Chihiros Reise ins Zauberland

Diesen Film hätte ich mir aus den Erzählungen anderer raus, tatsächlich ganz anders vorgestellt. Dennoch bekam ich eine magische, wenn auch etwas merkwürdige Geschichte.

Platz 2: Die Verurteilten

Der Film, der seit Jahren bei IMDB die Topliste anführt. Basierend auf einer Stephen King Kurzgeschichte, merkt man Kings Schreibstil deutlich in den Dialogen. Ein sehr gelungener Film, der zwischen deprimierend und hoffnungsvoll hin und her schwankt.

Platz 1: The 6th Sense

Nachdem ich immer wieder gespoilert wurde und den großen Twist doch immer wieder vergaß, nahm ich mir nun endlich einen weiteren Klassiker der Filmgeschichte vor. Ich bekam eine spannende Geschichte, an der jedoch der Endtwist tatsächlich das bemerkenswerteste ist.

IV. Neuentdeckungen

2019 habe ich 32 neue Filme entdeckt – im Ranking

Platz 32: Das Zeiträtsel

Der Trailer sah mit seinem Cast echt sehenswert aus. Leider ist die Handlung so lahm umgesetzt, dass man den Faden sehr schnell verloren hat und das Interesse am Film auch sehr schnell schwindet.

Platz 31: The Circle

The Circle ist ein soziales Netzwerk, dass wohl alle Intentionen von Facebook & Co zusammenfassen dürfte. Tom Hanks versucht Emma Watson dazu zu bringen, der erste komplett gläserne Mensch zu werden. Nette Idee, leider wurde das Thema nicht subtil, sondern mit Vorschlaghammer, umgesetzt. Verliert dadurch ziemlich an Wirkung.

Platz 30: Happy Feet

Pinguine sind meine absoluten Lieblingstiere. Umso überrascher war mein Lebensgefährte, dass ich diesen Pinguinfilm noch nicht gesehen hatte. Allerdings konnte mich der Film auch nicht überzeugen, denn die Handlung springt zu sehr und spricht zu viele Themen an, ohne sie wirklich ernst zu nehmen.

Platz 29: Prof. Marston & the Wonder Woman

Die Geschichte hinter der Entstehung der Wonder Woman Comics hätte ich mir irgendwie spannender vorgestellt. Aber hier ging es in erster Linie um das komplizierte Beziehungs- und Sexverhältnis von Prof. Marston. Ein ziemlich langatmiger Film.

Platz 28: Peter Pan 2

Zweite Teile von Disneyfilmen finde ich grundsätzlich schwierig. Hier ist es ein Film, der noch mit einem guten Grundansatz daher kommt, aber im großen und ganzen nicht wirklich überzeugen kann.

Platz 27: The Descendants

Erzählt die Geschichte von den Nachfahren der Disneycharaktere. Eben auch von denen der Bösewicht, wie Maleficent. Dieser Konflikt wird besonders an der Schule deutlich. Als Fernsehfilm sieht man ihm das geringe Budget durchaus an. Dennoch hat er eine schöne Geschichte – wenn auch sehr vorhersehbar.

Platz 26: Vielmachglas

Jella Haase dürfte den meisten als Chantal aus den Fack ju Göhte Filmen bekannt sein. Um aus diesem Vorurteil auszubrechen, tut Frau Haase echt viel. Unter anderem quer durch Deutschland trampen, in diesem etwas schrägen Roadmovie, der leider nie so richtig in Fahrt kommt und nur vom Charme der Protagonistin lebt.

Platz 25: Hot Shots

Der Film nimmt Top Gun gekonnt auf den Arm und versucht sich an einigen guten Witzen, die aber nicht über kurzweilige Unterhaltung hinaus kommen.

Platz 24: The Descendants 2

Nachdem mich der erste Teil weniger begeistern konnte, versuchte meine beste Freundin es nun nochmal mit dem zweiten Teil. Da ich nun eher wusste, was mich erwartete, fand ich ihn tatsächlich deutlich besser.

Platz 23: Unicorne Store

Brie Larsons Regiedebüt überzeugt mit ihr und ihrem ungestümen Tatendrang als Netflix Original. Zeitgleich holt sie sich Samuel L. Jackson mit ins Boot, um eine etwas außergewöhnliche Geschichte zu erzählen, wo man am Ende noch so ein bisschen den Sinn hinterfragt. Ein Film für alle Träumer da draußen.

Platz 22: Mollys Game

Jessica Chastain als Ausrichterin exclusiver Pokerspiele, ehe sie dies einholt. Dies ist ihre Geschichte über den Aufbau der Pokerspiele bis zum abschließendem Gerichtsverfahren. Ein etwas langatmiger Film, der mit Frau Chastain und einem Idris Elba jedoch top besetzt ist.

Platz 21: Das Königreich der Katzen

Mein Lebensgefährte hatte einmal wieder Lust auf einen Anime. Heraus kam ein ein supersüßer Film, der ein Schulmädchen ins Königreich der Katzen verschlägt, um dort den Prinzen zu heilen.

Platz 20: Battle of the Sexes

Battle of the Sexes verfilmt das legendäre Tennismatch zwischen Billie Jean King und Bobby Riggs. Dabei ging es vor allem um die Rechte der weiblichen Tennisspielerinnen, die vor allem, wenn es um die zu gewinnenden Preise ging sehr oft benachteiligt wurden. Eine sehr stark spielende Emma Stone trifft auf einen etwas schwächelnden Steve Carell, in diesem starken Biopic.

Platz 19: The Addams Family (1991)

Nachdem ich die Neuinterpretation im Kino sah, war ich neugierig, zumal mir Prime zur Halloweenzeit diesen Film vorschlug. Hier gefielen mir die Dinge, die mich an der 2019er Version störten, schon eher, dafür der Rest nicht mehr so.

Platz 18: The Death of Stalin

1953 stirbt Stalin überraschend und ein großer Kampf über seine Nachfolge entbrannte. Dieser wird hier in einer schwarzen Komödie verarbeitet. Leider nicht unbedingt verständlich durch zu viele Namen und Charaktere und Intrigen.

Platz 17: No Mans Land

Gesehen für meine filmische Weltreise, erzählt der Film von einem Konflikt mitten im Balkan-Krieg, der große Kritik am Krieg selbst, am Einsatz der UN und den Journalisten übt.

Platz 16: BlackKklansman

Die Geschichte eines schwarzen Cops, der gleichzeitig die Black Power Bewegung und den KuKluxKlan unterwanderte. Der Film ist hochaktuell und drängt keine Meinung auf, was sehr positiv ist. Trotz eines größtenteils lockeren Tons bleiben Längen leider nicht aus.

Platz 15: Anna & die Apokalypse

Hier werden die typischen Musicalfilme mit einem Zombiefilm kombiniert. Heraus ist eine lockere Komödie geworden, die mir im Zombiebereich etwas zu konsequent war (aber ich mochte die Charaktere…) und im Musicalbereich etwas zu einfallslos. Denn gefühlt jeder Song klang ähnlich, weil er die gleichen typischen Poprhythmen hatte. Dennoch ein schöner Film.

Platz 14: Roma

Der Netflix-Film, der auch nach der Oscarsaison noch in aller Munde ist, erzählt die Geschichte eines Hausmädchens in Mexiko der 1970er Jahre. Roma ist ein Film, der schwer zu erfassen ist. Vordergründig ist er zu langsam erzählt und wirkt streckenweise sehr ermüdend. Dennoch hat er viele verborgene Stellen und gerade das letzte Drittel, das spannend, emotional und mitreißend ist.

Platz 13: Birdbox

Was gibt es besseres als Marketingmaßnahme, als eine – in diesem Fall absolut hirnrissige – Challenge. Dennoch verbirgt sich dahinter ein spannender Film, der mit dem großen Unbekannten Bösen spielt.

Platz 12: The Garden of Words

Dieser Anime wurde mir vorgeschlagen, da mir Your Name. so gut gefiel. Eine süße aber auch traurige Geschichte über Takao, ein Schüler, der Schuhmacher werden möchte, und Yukari, eine Lehrerin, die eine schwere Zeit hinter sich hat. Während der Regenzeit treffen sie sich an jedem Regentag im Park.

Platz 11: Repo

Meine beste Freundin hat ein Faible für die etwas anderen Filme. Dieses Jahr konnte sie mich dann endlich überreden dieses Gothic-Horror-Musical-Irgendwas zu gucken. Ihr Hauptargument: Anthony Stewart Head spielt mit und singt. Und auch wenn die Geschichte über ein Organspendeunternehmen in einer postapokalyptischen Welt sehr skurril ist, sind die Lieder sehr interessant und der Film so abstrus, das man ihn schon wieder charmant nennen kann.

Platz 10: Die Ballade des Buster Scruggs

Die Coen Brüder haben sich dem Western zugewandt und sechs kurze Geschichten aus dieser Zeit erzählt. Ein kurzweiliger Episodenfilm, der zwischen Unterhaltung und Drama hin und her springt und daher für jeden Geschmack etwas bietet.

Platz 9: Coraline

Die Geschichte eines Mädchens, das nach einem Umzug sich immer weiter entfremdet von ihren Eltern fühlt und sich in eine parallele Welt flüchtet, wo fürsorgliche Eltern auf sie warten. Doch irgendwann will die Alternative Welt sie nicht mehr gehen lassen. Eine Geschichte mitten aus dem Leben einer vernachlässigten Tochter.

Platz 8: Goodbye Christopher Robin

Nicht zu verwechseln mit dem fast gleichnamigen Disney-Film geht es diesmal um die Entstehungsgeschichte rund um den Autor und seinen Sohn. Eine herzzerreißende Geschichte über Identitätskrisen, verkorkste Jugend und Mediengier.

Platz 7: Die Hüter des Lichts

Den Weihnachtsmann, Osterhasen, die Die Zahnfee und den Sandmann kennt wohl jeder. Aber kennt ihr auch Jack Frost? Doch genauer dieser wird zu den Hüter des Lichts gerufen, als der schwarze Mann auftaucht und sich in die Alpträume der Kinder einnistet. Eine nette Geschichte über Glauben, Freundschaft und dem Platz in der Welt.

Platz 6: Küss den Frosch

Einer der wenigen Disneyfilme, die irgendwie komplett an mir vorbeigingen. Diesmal mit einer emanzipierten schwarzen Frau, die es schafft durch einen Fluch in einen Frosch verwandelt zu werden. Disneytypisch traurig, schön und voller Ohrwürmer.

Platz 5: Crazy Rich

Vor ein paar Monaten in aller Munde, konnte ich den Hollywoodfilm mit rein asiatischer Besetzung nun endlich nachholen. Ein starker Film über Vorurteile, Liebe und die asiatische High-Society. Darüber hinaus aber auch eine Komödie.

Platz 4: Willkommen in Marven

Monatelang habe ich mich auf diesen Film gefreut und dann lief er einfach in keinem Kinosaal in der Umgebung. Die Geschichte über einen Mann, der sein Gedächtnis nach einem Überfall verloren hat und nun sich in eine Welt voller Puppen flüchtet. Der Film hat sich – anders als erwartet – tatsächlich mehr auf die Puppenwelt konzentriert und mehr über eine Metaebene die Geschichte erzählt. Wenn man sich drauf einlässt, kommt eine hoch emotionale und mitreißende Geschichte bei raus.

Platz 3: Spider-Man – a new Universe

Sony hat mal wieder einen neuen Spider-Man hervorgebracht. Diesmal ist er komplett animiert. Kingpin versucht durch eine Maschine seine geliebte Vanessa zurückzubringen, holt dadurch aber auch die verschiedensten Spider-Wesen aus den unterschiedlichsten Universen in seines. Vereint versuchen sie nun Kingpin aufzuhalten. Ein im Comicstil animierter Film mit einer ganz eigenen Dynamik und damit noch einmal eine echte Überraschung im Spider-Man Multiversum.

Platz 2: Brittany runs a marathon

Ein Amazon Original, das glücklicherweise kurz nach Kinostart bereits zum Streamen bereit stand, war für mich ebenfalls ein großes Highlight. Die Geschichte von Brittany, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt und deren Arzt ihr sagt, dass sie dringend abnehmen müsse, berührt auf so vielen Ebenen und schafft es mehr als nur die Geschichte einer Dicken zu erzählen, die versucht abzunehmen.

Platz 1: Mit dem Herz durch die Wand

Diese süße Liebesgeschichte aus Frankreich hatte ich eigentlich schon lange auf dem Schirm, konnte sie aber nun endlich mal Sehen. Und habe mich sofort in den Film verliebt. Die Geschichte selbst ist eher unscheinbar, hat aber ein ganz großes Herz. Zwei Sonderlinge ziehen nebeneinander ein, getrennt nur durch eine ganz dünne Wand, so dass sie alles vom Nachbarn hören können.

Verpasst, aber nicht vergessen -Teil 9.3

So weiter geht es mit meiner Aufräumaktion in dieser Kategorie. Diesmal geht es um das Jahr 2017. Die Beträge für 2014/15 und 2016 findet ihr verlinkt in den Jahreszahlen.

2017

1) Begabt

Frank Adler (Chris Evans) sorgt seit dem Suizid seiner Schwester für deren Tochter Mary. Das diese ebenso hochbegabt wie ihre Mutter ist, ist offenkundig, dennoch versucht Frank ihr eine normale Kindheit zu ermöglichen. Als sich die Schulleiterin einmischt, da sie Mary eher auf einer Begabtenschule sieht, wird Großmutter Evelyn hinzugezogen. Ein Gerichtsstreit um das Sorgerecht entbrennt.
Begabt setzt sich mit der Frage auseinander, ob hochbegabte Kinder wirklich eine Frühförderung brauchen oder ob sie wie jedes andere Kinder aufwachsen sollen. Dabei drückt der Film die Charaktere ganz bewusst in Extreme, was der eigentlichen Diskussion jedoch schadet. Lediglich die Onkel-Nichte-Beziehung ist mit so viel Herz überschüttet, das die Sympathie im Film doch noch entstehen kann.

2) Das Belko-Experiment

Der Horror für jeden Büroangestellten. In einer Filiale von Belko Industries sind alle Mitarbeiter mit einem Chip im Nacken angeblich vor Entführungen geschützt. Eines Tages wird das Bürogebäude abgeriegelt und eine Stimme fordert über die Sprechanlage alle Mitarbeiter auf drei Kollegen zu töten, ansonsten würden über die Sprengsätze in den Chips die doppelte Menge getötet werden.
Herzlich Willkommen zu den diesjährigen Büro-Spielen, und möge das Glück stets mit euch sein. Als Vorbild dürfte Drehbuchautor James Gunn (Guardians of the Galaxy) gewiss entweder die Hunger Games Reihe oder deren Vorbild Battle Royal gedient haben. Die Frage ist hier, wie wird mit so einer Ankündigung umgegangen. Schnell teilt sich das Büro in zwei Lager. Den Pazifisten, die versuchen Hilfe zu holen und zu fliehen, und denen, die jeden töten würden, um nur ihr eigenes Leben zu retten. Kein Film für Leute mit schwachen Nerven.

3) Jahrhundertfrauen

Die alleinerziehende Dorothea (Anette Benning) ist mit der Erziehung ihres Sohnes Jamie (Lucas Jade Zumann) völlig überfordert und hat Angst, dass die männliche Komponente der Erziehung einfach fehlt. Sie bittet Jamies Freundin Julie (Elle Fanning) und ihre Untermieterin Abbie (Greta Gerwig) um Hilfe.
Braucht es einen Mann um einen Mann großzuziehen? Diese Frage ist im Film allgegenwärtig. Drei Frauen, die sehr unterschiedlich sind, versuchen Jamie zu helfen und vertreten dabei zum einen absolut unterschiedlich Ansätze und zum anderen haben sie auch noch ihre ganz eigenen Probleme. Daraus wird ein Film, der über seine tiefgründigen Dialoge hinaus versucht auch eine witzige Komponente einzufügen, diese aber nicht so richtig umsetzen kann.

4) Boston

2013 kommt es beim Boston-Marathon zum undenkbarem: Beim Zieleinlauf explodiert eine Bombe. Schnell ist klar, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Die zuständigen Polizisten und ein Spezialteam arbeiten in den nächsten Tagen fieberhaft an der Aufklärung und damit gegen die Zeit.
Boston ist erzählt aus der Sicht des Polizisten Tommy Saunders (Mark Wahlberg), der sowohl beim Marathon anwesend war, als auch bei den weiteren Ermittlungen hilft. Dadurch ist der Zuschauer bei allen Entwicklungen direkt dabei. Während der Film am Anfang eine ungeheure Wucht hat und mit der Darstellung wohl alle fassungslos macht, verliert er gegen Ende leider seine erzählerische Macht. Denn der Anschlag selbst wird aus verschiedenen Sichten erzählt und baut damit bereits einen großen Spannungsbogen auf. In Folge dessen verfolgt der Zuschauer zum einen das schnell gegründete Spezialteam, das sich sofort in die Ermittlungen stürzt. Andererseits bleibt die Kamera bei den Läufern. Bei dem Entsetzen der Zuschauer. Bei den schnell überfüllten Krankenhäusern. Die berührendste Szene für mich war die im OP einer Läuferin, bei der die Ärzte das Bein untersuchen und sehr schnell feststellen, dass es nicht zu retten ist und damit zur Knochensäge greifen, um eine Amputation durchzuführen. Denn während der Film bereits wieder bei den Ermittlungen war, war ich gedanklich noch immer in diesem OP-Saal, wo ein junges Mädchen ihr Bein verlor. Genau diese Emotionalität wird dann aber absolut verschwendet, indem sich der Film auf das Fassen der Täter in einer unübersichtlichen Nacht und Nebel Aktion verliert.

5) Table 19

Eloise (Anna Kendrick) hat die beinah perfekte Hochzeit für ihre älteste Freundin geplant. Doch als sie sich von ihrem Freund trennt und dieser der Trauzeuge des Bräutigams ist, wird sie von ihrer Pflicht als Brautjungfer entbunden. Als sie dennoch anreist, landet sie am Tisch 19. Der Tisch, der am weitesten von allen entfernt ist und nur die Gäste beinhaltet, die eigentlich keiner dabei haben wollte. Die ungleiche Gruppe lernt sich im Laufe der Feier besser kennen und erfahren so manche Geheimnisse von den anderen.
Table 19 ist ein Film mit mehreren Komponenten. Die Ex-Brautjungfer Eloise steht dabei deutlich im Mittelpunkt. Eine Hochzeit einmal aus der Sicht der „Verstoßenen“ zu erleben, hat zwar bis zu einem gewissen Punkt seinen Reiz, verliert sich aber irgendwann in zu vielen Geschichten, so dass zwar eine engagierte Anna Kendrick und der restliche Cast sich sichtlich Mühe geben, doch Regisseur Jeffrey Blitz nicht ohne Slapstick-Momente auskommt.

6) Hampstead Park

Emily Walters (Diane Keaton) ist Witwe und lebt im Londoner Nobel-Viertel Hampstead. Sie fühlt sich zunehmend eingeengt in der perfekten Fassade ihrer Freundinnen und den Erwartungen an sie. Eines Tages sieht sie im gegenüberliegenden Park einen Mann (Brendon Gleeson), der so gar nicht in das Viertel passen mag. Als sie ihn in seiner Hütte besucht, ist sie sogleich von ihm fasziniert. Sie hilft ihm dabei sich vor den Immbobilienhaien zu schützen, die es auf das Land unter seiner Hütte abgesehen haben und beide kommen sich näher.
Hampstead Park befasst sich mit dem Ausbrechen aus bekannten Konventionen und schnappt sich dafür die begabte Diane Keaton. An ihrer Seite wird Brendon Gleeson zu einem mürrischen Gesellen, die sich gerade durch ihre Gegensätze anzuziehen scheinen. Herauskommt eine süße kleine Geschichte, die sich der Liebe von mehreren Seiten nähert und beleuchtet.

7) The Circle

Die junge Psychologie-Absolventin Mae (Emma Watson) bekommt ihren Traumjob bei der Firma „The Circle“, die in einer nahen Zukunft alle Social Media Aktivitäten in sich vereint. Dabei wird von Transparenz gesprochen, was jedoch in mehreren Beispielen als absolute Kontrolle dargestellt wird.
Der Film ist ein absolut gelungenes Beispiel für eine gute Idee, die wohl auch auf einem starken Buch basieren soll, jedoch mit einer absolut grottigen Umsetzung aufwartet. Den Bezug zu Protagonistin Mae hat man bereits nach 20 Minuten verloren und beobachtet nun kopfschüttelnd ihre Naivität. Während hier die Dystopie durch eine Übermacht der sozialen Medien demonstriert wird, kommt genau diese Diskussion viel zu kurz. Dabei versucht der Film die Sichtweise immer wieder zu ändern, scheint sich dabei aber eher lose an einem Gesamtwerk zu orientieren. Kurzum: Der Film funktioniert einfach nicht.

8) What happened to Monday

In dieser Zukunftsversion kommt es immer vermehrt zu Mehrlingsgeburten, was zu einer absoluten Überbevölkerung führt. Es wird eine Ein-Kind-Politik eingeführt, die dazu führt, dass nur ein Kind bei seiner Familie verweilen darf. Als Terrence Settmann vor den Siebenlingen seiner bei der Geburt verstorbenen Tochter steht, nimmt er kurzerhand alle mit und trichtert ihnen ein, dass sie nur an einem Wochentag das Haus verlassen dürfen. Sie werden benannt nach eben diesem Wochentag und verkörpern außerhalb alle die Person Karen Settmann (Noomie Rapace). Doch eines Tages kehrt Monday nicht zurück.
Eine brutale Zukunftsversion, die sich mit diesem Szenario dem Thema Überbevölkerung nähert. Dabei inszeniert Regisseur Tommy Wirkola einen spannenden Thriller, der neben einer angespannten Familiengeschichte auch das Zukunftsszenario auserzählt.

Rückblick auf den November

Willkommen in der Adventszeit. Der November ist vorbei, der Dezember hat sich jedoch ebenso regnerisch vorgestellt. Die ersten Türchen sind bereits geöffnet und noch etwas steht bevor: die Jahresrückblicke. Denn mit dem abgelaufenem November ist auch mein mediales Jahr wieder vorbei. Doch zunächst geht es erst einmal wieder ganz klassisch um den November und meinen Medienkonsum in diesem.

Sneak Preview

Zombieland 2 – Doppelt hält besser: 10 Jahre nach dem spontanen Erfolg der Zombiekomödie, sind die beliebten Charaktere zurück. Alle sind älter geworden und auch die Zombies sind neue Herausforderungen. Dabei schafft er es wieder einfach nur gute Laune zu versprühen, wobei diesmal auch die Nebencharaktere einen wichtigen Teil zu beitragen.

Official Secrets: Whisteblower-Drama mit Keira Knightley über Katharine Gun. Spoilert sich leider selbst am Anfang und kommt nicht über eine durchschnittliche Leistung hinaus, auch wenn gerade durch den hervorragenden Cast deutlich mehr Potential da war.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Scary Stories to tell in the dark: versucht sich an einer Mischung aus Gänsehaut und Es, kann mit beiden, was die Szenenartigen Monstererscheinungen angeht auch mithalten, hält dieses Niveau aber nicht über die Rahmenhandlung und verpasst gerade am Ende die Rundung.

Last Christmas: Auch dieses Jahr gibt es wohl kein Herumkommen um den Song. Doch in diesem charmanten, aber doch ehrlichen Film, der weit mehr ist als nur eine Liebesgeschichte, bekommt er eine ganz neue Bedeutung.

Die Eiskönigin II: Sechs Jahre sind seit dem ersten Film vergangen. Der Merchandiseansturm hat nie abgenommen. Und nun bringt uns Disney den zweiten Teil, der irgendwo erwachsener ist, aber immer genau dann krankt, wenn er sich zu sehr am ersten Teil orientiert. Sobald er sein eigenes Ding macht, funktioniert er sehr gut.

Le Mans 66: Der Film, der die Geschichte hinter dem Duell zwischen Ford und Ferrari erzählt, die im 24 Stunden Rennen von Le Mans gipfelt. Trotz Überlänge schafft er es durch umheimlich gelungene Kameraarbeit und faszinierende Charaktere auch den letzten Automuffel abzuholen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Corpse Bride – Hochzeit mit einer Leiche: Fast pünktlich zu Halloween lief dieser Klassiker bei mir. Mit der gelungenen Mischung aus Drama, „Grusel“ und Humor konnte er mich auch beim x-ten Mal sehen wieder begeistern.

Mit dem Herz durch die Wand: Diese süße Liebesgeschichte aus Frankreich hatte ich eigentlich schon lange auf dem Schirm, konnte sie aber nun endlich mal Sehen. Und habe mich sofort in den Film verliebt. Die Geschichte selbst ist eher unscheinbar, hat aber ein ganz großes Herz. Zwei Sonderlinge ziehen nebeneinander ein, getrennt nur durch eine ganz dünne Wand, so dass sie alles vom Nachbarn hören können.

No Man’s Land: Gesehen für meine filmische Weltreise, erzählt der Film von einem Konflikt mitten im Balkan-Krieg, der große Kritik am Krieg selbst, am Einsatz der UN und den Journalisten übt.

Brittany runs a marathon: Ein Amazon Original, das glücklicherweise kurz nach Kinostart bereits zum Streamen bereit stand, war für mich ebenfalls ein großes Highlight. Die Geschichte von Brittany, die ihr Leben nicht auf die Reihe bekommt und deren Arzt ihr sagt, dass sie dringend abnehmen müsse, berührt auf so vielen Ebenen und schafft es mehr als nur die Geschichte einer Dicken zu erzählen, die versucht abzunehmen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

The Report: Ein Senatsmitarbeiter deckt die Folterungen der USA nach den Anschlägen vom 11. September auf. Nun versuchen er und andere Abgeordnete diese zu veröffentlichen, während CIA und weißes Haus alles versuchen diese zu vertuschen.

Doctor Sleep: Da habe ich extra die Buchvorlage im Sommer gelesen, um auf den Filmstart von der Shining-Fortsetzung vorbereitet zu sein und dann zeigt mein Kino lieber die Eiskönigin sechs Mal am Tag…

Nicht auf die Liste geschafft, aber dennoch relativ interessant klangen folgende Filme: Lara, Midway, Booksmart, My Zoe, The Irishman, der Leuchtturm, Hustlers, The Good Liar

Serien – ein kurzer Überblick

Im November kam die Zwischenstaffel von Queer Eye, die diesmal ausschließlich in Japan gedreht wurde. Leider war sie noch einmal kürzer, als die eigentlichen Staffeln, aber brachte neben den Glücksgefühlen durch die Vibes der Fab 5 auch noch einen schönen Einblick in die Denkweise der Japaner. Beim Fresh Prince of Bel Air ging es mit der vierten Staffel weiter. Leider führte die Neubesetzung von Tante Vivian auch zu einem kompletten Charakteraustausch. Ich bin von dieser Änderung wenig überzeugt. Bones ging in die inzwischen 11. Staffel. Während die einzelnen Fälle weiterhin interessant sind, merkt man, dass in der Charakterentwicklung eigentlich bereits alles Geschehen ist, weswegen sie zu immer drastischeren Mitteln greifen müssen. Neu lief die Miniserie Catherine The Great, die mich nicht abholen konnte. Helen Mirren ist eine begnadete Schauspielerin, nur leider nicht in dieser Serie. Hier ist sie merkwürdigerweise total fehl besetzt. Auch Jason Clarke mag so gar nicht in die Rolle eines russischen Offiziers passen und bei beiden zusammen fehlt jegliche Chemie. Leider ist die Serie dadurch eher enttäuschend. Dann gab es noch etwas Neues aus dem Comedy Bereich. Tiffany Haddish präsentiert ihre ganz eigene Auswahl an Comedians in They’re ready. Und tatsächlich tauchen hier Künstler auf, die man sonst wohl nur in den USA erleben dürfte.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 3
Seiten gesamt: 1.219
Seiten pro Tag: 41 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
E-Book: 2

Sinful Royalty: Der letzte Band der Reihe von Meghan March konnte mich ebenso noch einmal komplett anfixen. Die Reihe zählt definitv zu meinem Jahreshighlight.

Quarterback Crush: Wohingegen mich dieser Versuch einer Liebes-Erotik-Geschichte einfach nur enttäuscht hat. Die Geschichte ist absolut vorhersehbar, hat fürchterliche klischeehafte Charaktere, eine absolut nervige Protagonistin und leider hilft auch der Schreibstil nicht sonderlich weiter. Ich habe dann von den weiteren Teilen erst einmal Abstand genommen.

20.000 Meilen unter dem Meer: Ein neuer Haken auf meiner Klassiker-Liste der Schande. Von Jules Verne kannte ich bereits Die Reise zum Mittelpunkt der Erde, die ich wesentlich besser fand. Denn irgendwo wartet man bei der Fahrt mit Kapitän Nemo immer auf das eigentliche Highlight, das sich aber nicht einstellen mag. So wird man auf über 600 Seiten kreuz und quer durch die Weltmeere gejagt, erfährt aber abgesehen von der Klassifizierungen von Fischarten nichts.

Rückblick auf den Juli

Nachdem ich mit meinem letzten Rückblick wieder sehr spät dran war, möchte ich diesmal umso pünktlicher sein. Der Juli war gepägt von dem typischen Sommerloch im Kino. Umso mehr Zeit hatte ich für meinen Serienkonsum. Hier also mein obligatorischer Rückblick.

Sneak Preview

Anna: ist ein interessanter Film mit guten Darstellern, Hanndlung voller Wendungen und gutem Szenenbild und Choreographien. Dennoch kostet ihm die Rückblendenerzählung einige Pluspunkte.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Im Juli habe ich tatsächlich alle drei Filme mit 6 Punkte bewertet. Das ist Zufall, es war also kein Highlight aber auch keine richtige Enttäuschung dabei.

Men in Black – International: Ein Actionfilm, der auf leichte Unterhaltung setzt, dabei aber leider ins Belanglose rutscht und daher keine Geschichte erzählt, an die man sich erinnert.

Traumfabrik: lädt zum träumen und schwärmen ein, scheitert dann aber an überzeichneten Charakteren und einem fehlbesetzten Protagonisten.

Spider-Man – Far from home: hat viele gute Ansätze, versucht die Marveltypische Spannung und Humor zu verbinden, scheitert aber letztendlich durch eine verworrene Handlung und einem unnachvollziehbarem Bösewicht. Damit zählt er zu den schwächeren Vertretern aus dem Hause Marvel.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Happy feet: Pinguine sind meine absoluten Lieblingstiere. Umso überrascher war mein Lebensgefährte, dass ich diesen Pinguinfilm noch nicht gesehen hatte. Allerdings konnte mich der Film auch nicht überzeugen, denn die Handlung springt zu sehr und spricht zu viele Themen an, ohne sie wirklich ernst zu nehmen.

Die vielen Abenteuer von Winnie Puuh: Der erste Winnie Puuh Film aus der Meisterwerkereihe von Disney lief nach langer Zeit mal wieder bei mir und konnte mich wie jedes Mal begeistern. Der kleine Bär mit dem großen Honighunger hat es mir einfach angetan.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Yesterday: Was wäre, wenn über Nacht alle außer dir die Songs der Beatles vergessen hätten? Genau damit befasst sich Yesterday.

Serien – ein kurzer Überblick

Im Juli habe ich mich endlich an die erste Staffel von The Marvelous Mrs. Maisel gewagt und es eigentlich nur bereut die Serie nicht schon viel früher gesehen zu haben, denn sie versprüht einen ganz besonderen Charme. Danach ging es bei mir historisch zu und ich hab Netflix Dokuserie Die letzten Zaren angesehen, in der halb serientypisch, halb dokutypisch die Geschichte von der Machtergreifung Nikolaus II. bis zur Ermordung seiner Familie erzählt wird. Das war für mich insofern aktuell sehr interessant, als dass ich letzten Monat auf meiner Ostseekreuzfahrt in St. Petersburg war und viele Schauplätze live sehen konnte, wie beispielsweise den Katharinenpalast. Ebenfalls lief bei mir im Juli die vierte Staffel von Lucifer, also die erste von Netflix produzierte Staffel und die war ziemlich wirr erzählt, weil irgendwie sehr viel in die 10 Folgen passen sollten. Mal sehen, ob die fünfte wieder gemäßigter erzählt. Auch habe ich mich endlich an die dritte und finale Staffel von Eine Reihe betrüblicher Ereignisse gewagt, die im Stil den ersten beiden Staffeln treu bleibt, aber am Ende leider zu wenig aufklärt und mich daher doch enttäuscht zurück lässt. Ebenfalls nach langer Zeit nun endlich beendet habe ich die erste Staffel von American Crime Story, die sich mit dem Fall „The People vs. O.J Simpson“ befasste. Hier konnte ich lange Zeit immer mal nur eine Folge gucken, weil mir der Fall über 10 Folgen gestreckt, leider doch sehr langatmig erzählt wurde und selten etwas wirklich spannendes dabei war. Sehr schade, denn die Serie wurde doch sehr hochgelobt. Ansonsten brachte Sky endlich die sechste Staffel von Elementary, die gewohnt mit hohem Niveau erzählt wurde. Jetzt muss ich aber auf die siebte warten, um den Cliffhanger endlich aufzulösen. Aber das war noch lange nicht alles, denn Netflix brachte nun auch endlich die achte Staffel Modern Family, die auch in dieser noch spannende Geschichten erzählen konnte, an einer Stelle, wo anderen Sitcoms schon längst die Puste ausging. Und dann ging es bei mir noch nostalgisch zu, denn bei mir lief auch die komplette erste Staffel der Ducktales.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 2
Seiten gesamt: 1.520
Seiten pro Tag: 49 im Durchschnitt
Taschenbuch: 2

Wir sehen uns beim Happy-end: Ella lebt für Happy-ends und kann nichts ertragen ohne. Kein Film, kein Buch, nichts. Bis ihr eigenes Leben auf einmal aus der Bahn gerät und sie auf Oskar trifft, der anscheinend ganz dringend ein Happy-end braucht. Das perfekte Buch für Träumer, das vielleicht zwischendurch etwas realitätsfern ist, aber trotzdem eine zauberhafte Story erzählt.

Ein wenig Leben: Das genau Gegenteil zur lockeren Happy-end Story, präsentierte mir ein wenig Leben, das auf fast tausend Seiten die Geschichte der vier Freunde Jude, Willem, Malcolm und JB erzählt. Die Geschichte geht über einen Zeitraum von über 30 Jahren und geht tief unter die Haut. Vor allem Jude hat in seinem Leben sehr viel durchmachen müssen.

Rückblick auf den Juni

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Bevor ihr fragt: Ja, ich war wieder einmal in der Weltgeschichte unterwegs. Diesmal allerdings dienstlich, weswegen mein Rückblick wieder später als gewohnt erscheint. Meine Dienstreise hat mich diesmal auf ein Flusskreuzfahrtschiff verschlagen, mit dem ich quer über die Donau geschippert bin. Wenn ihr einmal eine Reiseart sucht, bei der man komplett entschleunigen kann und trotzdem ein Highlight nach dem nächsten hat: Flusskreuzfahrt! Aber nun soll es ohne weiteres Vorgeplänkel direkt zu meinem medialen Rückblick auf den Juni kommen. (Oh, nebendran noch ein Foto von Budapest!)

20190622_211432Okay, ein bisschen habe ich doch noch zu erzählen. Denn im Juni war ich nicht nur auf Kreuzfahrt mit der AIDA und habe mir die schönsten Stellen der Ostsee angesehen, sondern durfte auch eines meiner Jahreshighlighs erleben (und ja, ich weiß jetzt schon, dass es dazugehört!). Denn im Juni war ich endlich auf einem Rammsteinkonzert und durfte damit einer meiner Lieblingsbands im Olympiastadion live erleben! Und ja live sieht man zwar relativ wenig, da Rammstein sich weigert Leinwände einzusetzen, aber dafür geht die Musik noch mehr unter die Haut als ohnehin schon. Okay, jetzt geht es aber wirklich um den medialen Rückblick 😉

Neulich in der Sneak

Brightburn – Son of Darkness: ist ein qualitativ hochwertiger Horrorfilm mit einer interessanten Grundhandlung, der an zwei Stellen abdriftet und sich damit einiges verbaut.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Rocketman: ist ein Musikerbiopic, das eher als Musical inszeniert wurde, was dem Film aber sehr gut tut. Zusammen mit einem fantastischen Hauptdarsteller kommt ein runder Film heraus.

Godzilla 2 – King of the Monsters: Hier bekommt der Zuschauer so ziemlich das, was er erwarten darf. Schwächen in der Handlung sind verzeihbar, da diese in einem Film mit solch großangelegten Kämpfen nicht das Hauptaugenmerk ist.

Pets 2: Diesmal mehr als Episodenfilm angelegt, hat Pets 2 gute Einfälle und auch lustige Szenen, schafft es aber nicht einen durchgehend interessanten Film zu machen. Dennoch hat er sich im Vergleich zum ersten Teil gut gesteigert.

X-Men – Dark Phoenix: ist nicht die ersehnte Fortsetzung nach einem miserablen Apokalypse, sondern leider einfallslos, lahm und in der Hauptrolle schlecht besetzt. Der einzig interessante Satz im Film kam von Jennifer Lawrence Charakter, die eine Umbenennung der X-Men fordert, nachdem die Frauen einen Großteil der Arbeit beitragen. Ob wir das Franchise nun final beerdigen dürfen, wird sich zeigen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Das Königreich der Katzen: Mein Lebensgefährte hatte einmal wieder Lust auf einen Anime. Heraus kam ein ein supersüßer Film, der ein Schulmädchen ins Königreich der Katzen verschlägt, um dort den Prinzen zu heilen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Drei Schritte zu dir: Krankenhausliebesdrama. Gibt es das so als Genre? Egal, der Film sieht nach einem guten Film aus für einen Abend mit Tränen und Lachen und großem Eisbecher.

Tolkien: Das Biopic über Herr der Ringe Autor J.R.R. Tolkien. Soll sich zwar sehr an der Liebesgeschichte orientieren, aber dennoch reizt mich der Film sehr.

Knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: TKKG, Zwischen den Zeilen, The Dead don’t die und Long Shot

Serien – ein kurzer Überblick

Der Juni war ein guter Serienmonat. Es gab endlich die fünfte Staffel von Grace & Frankie. Auch wenn die Serie langsam ihren Zenit überschritten hat, hatte sie doch zwischendurch wieder ihre gewohnt guten Einfälle. Dann gab es mit Chernobyl und Good Omens gleich zwei Miniserien, die mich absolut mitreißen konnten. Große Weiterempfehlung auch nochmal an dieser Stelle. Darüber hinaus habe ich endlich die erste Staffel von Stranger Things beendet. Das ich dafür über ein Jahr bei acht Folgen gebraucht habe, zeigt wohl, dass ich mich nicht dem großen Hype anschließen kann. Trotzdem wurden genug Rätsel gestreut, so dass ich bereits mit der zweiten angefangen habe. Auch beenden konnte ich Die 2, eine britische Krimiserie aus den 1970er Jahren, die leider nach einer Staffel wieder eingestellt wurde. Aber wer Rodger Moore und Tony Curtis in einem absolut genialem (geistigem) Schlagabtausch erleben will, sollte vielleicht mal einen Blick wagen. Ansonsten habe ich meine beiden aktuellen Comedyserien fortgesetzt und jeweils die dritte Staffel von Seinfeld und Comedians auf Kaffeefahrt gesehen.

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 6
Seiten gesamt: 1826
Seiten pro Tag: 61 im Durchschnitt
Taschenbuch: 4
E-Book: 2

Honigduft & Meeresbrise: Die Geschichte über im Weltkrieg verloren gegangene Briefe, gibt es immer mal wieder. Hier wird die Geschichte jedoch mit einer absolut sympathischen Protagonistin und ihrer liebenswerten Oma aufgezogen und befasst sich gleichzeitig mit den Themen Verlust und Freundschaft und natürlich Bienen. Das perfekte Strandbuch für den Sommer.

Alibi: Der inzwischen dritte Fall für Hercule Poirot kommt gewohnt spannend und rätselhaft daher. Bis zum Ende scheint nichts zusammen zu passen, bis dann die große Wendung kommt, mit der wohl keiner gerechnet hat.

Bookless – Wörter durchfluten die Zeit: Der erste Teil der Bookless-Reihe kommt mit einer ausführlichen Einführung daher. Wirklich viel ist noch nicht passiert, außer, dass die Grundhandlung gefestigt wurde. Macht dadurch leider kaum Werbung für die Folgebände (die allerdings doch schon bei mir im Regal stehen…)

Wir für zwei Nächte: Die Geschichte rund um Jade & Lawrence geht weiter. Allerdings scheint die Autorin hier einfach nur nicht loslassen zu können, weswegen die Handlung etwas dünn ist, die gewohnte erotische Prise komplett fehlt und in der Handlung zwischendurch immer wieder gesprungen wird, weil der Autorin einfach nicht genug einfiel. Sehr schade.

Fahrenheit 451: Ray Bradburys Klassiker durfte ich nun endlich von meiner Literaturklassikerliste der Schande streichen. Während das Buch eine wichtige Botschaft vermittelt, habe ich mich mit Protagonist und vor allem dem Schreibstil sehr schwer getan.

Ivy Years 4 – Wenn wir vertrauen: Die Reihe rund um das Harkness-College geht weiter. Diesmal durften wir Bellas Leben etwas näher betrachten. Die Geschichte war zwischendurch leider für mich etwas schwierig zu lesen, weil sie mich heruntergezogen hat. Dennoch ist es am Ende eine der typischen Ivy Years Geschichten, die rund um die Liebesgeschichte ein sehr großes Drama spinnen.

Wie war euer Juni? Interessieren euch eigentlich Urlaubsberichte?

Rückblick 1. Halbjahr 2019

Ja es ist schon wieder soweit. Mir kommt es zwar erst wie gestern vor, dass ich meine Jahresrückblicke geschrieben habe, aber irgendwie ist es doch wieder soweit. Ich versuche mich auch möglichst kurz zu halten 😉

Cinemathek

In der Cinemathek liefen leider nur zwei Filme, die mich beide nicht wirklich begeistern konnten. Hotel Artemis hatte zwar einen guten Cast und eine gute Grundidee, scheitert aber an der Ausarbeitung einer sinnvollen Handlung. Kindeswohl hat ebenfalls ausgezeichnet gecastet, hat sich aber als Vorlage ein Buch genommen, dass größtenteils aus Gedanken besteht. Dies in Handlung umzusetzen, hat leider nicht funktioniert.

Sneak

10 Filme konnte ich bisher in der Sneak sehen. Es sind einige Enttäuschungen dabei gewesen. Allen voran Holmes & Watson, dicht gefolgt von Ein letzter Job, Das Ende der Wahrheit und White Boy Rick. Dann gibt es noch das Mittelfeld mit Greta, Bumblebee, Unknown User 2 und Kursk. Vorne liegen die soliden Filme – beide mit 07 Punkte bewertet – Hard Powder und Ein Gauner & Gentleman.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Mit 27 Filmen habe ich meinen Tiefstand erreicht. Letztes Jahr waren es noch 35 Filme. Da ich mich kurz halten wollte, gibt es hier noch schnell meine Top 5 Enttäuschungen und Highlights.

Enttäuschungen

Platz 5: Friedhof der Kuscheltiere
Platz 4: Aquaman
Platz 3: Mortal Engines
Platz 2: Iron Sky 2 – The Coming Race
Platz 1: Tabaluga

Highlights

Platz 5: Ralph breaks the Internet
Platz 4: Shazam
Platz 3: Can you ever forgive me
Platz 2: Green Book
Platz 1: Avengers: Endgame

Filme – auf großem Fernseher gesehen

44 Filme liefen bei mir über den Fernseher. Davon sind 32 Neusichtungen und nur 12 Wiederholungstäter.

Dabei habe ich einige Klassiker endlich nachgeholt, wie Stirb Langsam, Rocky 2+3, Unbreakable, Die Verurteilten, James Bond jagt Dr. No, Shining, The 6th Sense und Chihiros Reise ins Zauberland.

Hier noch schnell meine Top 10 Highlights:

Platz 10: The Garden of Words
Platz 9: Anna und die Apokalypse
Platz 8: Hot Shots
Platz 7: Birdbox
Platz 6: Repo
Platz 5: Rocky 2
Platz 4: Ali Wong – Baby Cobra
Platz 3: The 6th Sense
Platz 2: Ellen DeGeneres – Relatable
Platz 1: Die Verurteilten

Serien – ein kurzer Überblick

Bei mir liefen 23 unterschiedliche Serien mit insgesamt 47 Staffeln unterschiedlicher Länge (3-24 Folgen pro Staffel) und zwei Spezialfolgen. Ausführlich wird wieder am Ende des Jahres geschrieben, aber hier schnell ein paar meiner Highlights, ohne Reihenfolge:

Downton Abbey – Staffel 6
Modern Family – Staffel 1-7
The Umbrella Academy – Staffel 1
Queer Eye – Staffel 1-3
Game of Thrones – Staffel 8
Comedians of the World – Staffel 1-13
True Detective – Staffel 1
Luzifer – Staffel 3

Bücher – meine Highlights

30 Bücher sind ausgelesen. Davon sind 5 gebundene Bücher, 7 Taschenbücher, 2 Comics/Mangas, 13 E-Books, 1 Reclamheft und 2 Hörbücher. Davon war nur eins ein Wiederholunsgtäter. Hier meine bisherige Top 10:

Platz 10: Die Känguru-Apokryphen – Mark-Uwe Kling
Platz 9: Erhebung – Stephen King
Platz 8: Feel again – Mona Karsten
Platz 7: Rockstars bleiben nicht für immer – Kylie Scott
Platz 6: Maybe Someday – Colleen Hoover
Platz 5: Die 1000 Teile meines Lebens – Colleen Hoover
Platz 4: Shining – Stephen King
Platz 3: Der Aufstieg und Fall des D.O.D.O. – Neal Stephenson & Nicole Galland
Platz 2: Mord auf dem Golfplatz – Agatha Christie
Platz 1: Kein Rockstar für eine Nacht – Kylie Scott

Wie sah euer erstes Halbjahr aus? Welcher Film/Buch/Serie fehlt definitiv in meiner Liste? Ich bin immer offen für Empfehlungen!