Aquaman

Das Vorwort

Diesen Dezember versucht sich DC an einem neuen Solofilm. Diesmal darf der aus Justice League bereits bekannte Aquaman ran. Ob er die Flops des DC Extended Universe (DCEU) retten kann, oder zu einem neuen Misserfolg wird, war nach dem Trailer noch nicht ganz eindeutig. Denn Jason Momoa lebt seine Rolle sichtlich und hat vorab ordentlich die Werbetrommel gerührt. Andererseits dürfte es sich auf ein reines CGI-Feuerwerk belaufen. Aber was kann Aquaman nun wirklich? Ihr erfahrt es hier in meiner Kritik.

Die Handlung

Arthur Curry (Jason Momoa) wurde als Kind einer Königin von Atlantis (Nicole Kidman) und eines menschlichen Leuchtturmwärters Thomas Curry geboren. Jahre später hat er kein Interesse daran den Thron von Atlantis zu erobern, auf dem sein Halbbruder Orm (Patrick Wilson) sitzt. Doch Orm will der Oberwelt den Krieg erklären. Daher sucht Prinzessin Mera (Amber Heart) Arthur auf, da er der Aquaman ist und den Krieg verhindern kann. Dafür benötigt er jedoch den verschollen Dreizack von Atlan.

Meine Meinung

Schon als in Justice League angekündigt wurde, dass Aquaman eine Rolle bekommt, dachten die meisten Comicfans wohl an jemandem im lächerlichen Kostüm auf einem pinken Seepferdchen. Die nicht Comicleser wohl an die gleiche Variante, aber so wie sie Raj in The Big Bang Theory darstellte (im lächerlichen Kostüm auf pinkem Seepferchen). Doch dann wurde Jason Momoa gecastet und den ersten Frauen lief der Sabber aus dem Mund, als er sich mit gestähltem Oberkörper präsentierte. In Justice League selbst kam seine Rolle noch nicht groß zur Geltung. Nun war man gespannt, was sein Solofilm bringen würde.
Konzentrieren wir uns zunächst auf das, was der Film absolut richtig macht. An vorderster Stelle steht da natürlich Jason Momoa. Ihm ist die Rolle wie auf den Leib geschnitten und er spielt ihn mit so viel Herz, dass man sich nie wieder jemand anderen in der Rolle vorstellen kann. Wurde der Aquaman in den Comics noch belächelt und bei Big Bang Theory ordentlich durch den Kakao gezogen, kann man nun nur noch sagen, dass Aquaman echt cool ist.
Die Unterwasserwelt rund um Atlantis und den anderen Königreichen ist natürlich sehr CGI lastig. Aber das ist genau dann zu verzeihen, wenn man die Welt das erste Mal sieht. Denn es ist kreativ, mit viel Liebe zum Detail gestaltet und einfach ein Augenschmaus. Auch die Kreaturen der Tiefe wurden gut gestaltet. So wirken selbst die Seepferdchen gefährlich und als würdige Gegner von Haien.
Dann wäre noch die interessante Kameraführung zu erwähnen. Hier wird viel experimentiert, wodurch sich der Film von anderen Vertretern des Genres positiv abhebt.
Leider waren dies dann auch schon die einzigen positiven Aspekte. Denn wirklich gelungen ist Aquaman leider nicht. Und das beläuft sich auf folgende Ursachen.
Zum einen die Handlung. Denn hier werden drei Handlungsthemen aufgegriffen, die richtig ausgearbeitet auch für drei Filme gereicht hätten. Stattdessen wurden sie gekürzt und zusammengeschnitten, damit sie alle in einen passen und letztendlich wirkt jede nur noch absolut Belanglos. Wir haben zum einen die Geschichte der Geschwisterrivalität. Arthur Curry ist das uneheliche Kind der Königin gewesen und gilt damit als Bastard. Orm hingegen ist aus der Ehe von König und Königin hervorgegangen, ist aber letztendlich nur der Zweitgeborene. Hier kommt es zum Kampf der beiden Brüder, wer nun der rechtmäßige Thronerbe ist. Dann gibt es den Handlungsstrang rund um Orm und sein geplanter Krieg gegen die Oberwelt. Hierfür will er die Königreiche der Meere vereinen und als alleiniger Herrscher antreten. Und zu guter Letzt hätten wir noch den Handlungsstrang um den verschollenen Dreizack von Atlan. Hierfür wird erst einmal die komplette restliche Handlung unterbrochen, um eine Art Odyssee gestaltet. Natürlich darf zwischendrin die obligatorische Verfolgungsjagd mit großen Zerstörungspotential nicht fehlen, die die Handlung dann aber auch nur streckt und nicht voranbringt.
Zum anderen sind da die unausgereiften stereotypischen Charaktere. Der einzige wirklich ausgearbeitete Charakter ist Aquaman selbst. Sein Vater bekommt wenigstens noch ein bisschen Herz. Die anderen sind dann alle nach Belieben austauschbar. Orm als Hauptbösewicht ist der typische machthungrige jüngere Bruder. Sein grundsätzlicher Hintergrundgedanke mit der Vermüllung der Ozeane hätte man viel deutlicher herausarbeiten müssen. Als Berater des Königs wurde Willem Dafoe gecastet. Das Potential aus der Besetzung wurde dann aber überhaupt nicht genutzt, denn mehr als ein paar Mal im Bild zu stehen und einen schlauen Oneliner von sich zu geben, schafft Vulko auch nicht. Kommen wir zu Amber Hearts Mera. Sie ist praktisch die zweite Protagonistin. Eigentlich versucht sie die Oberwelt zu retten und verbündet sich daher mit Arthur, obwohl sie eigentlich in anderer Verantwortung steht. Doch ihr innerer Konflikt wird weder über das Drehbuch wirklich deutlich, noch durch Hearts Schauspiel, was man als reduziert bezeichnen kann – man kann es aber auch einfach als nicht vorhanden beschreiben.
Kommen wir nun noch zur Musik. Hier hatte ich eine längere Diskussion mit meinem Lebensgefährten, ob sie gewollt trashig war (mein Lebensgefährte) oder ungewollt komisch (meine Meinung). Denn während mein Lebensgefährte darauf besteht, dass ein hartes Gitarrenriff, das einen Kampf ankündigt, dem Charme der Trashfilme aus den 80er Jahren entspricht, finde ich genau dies in der heutigen Zeit zwar witzig, aber doch fehl am Platz. Wirklich auf dem Boden vor Lachen lag ich aber, als sich die beiden Kontrahenten gegenüber standen und beide jeweils eine Kampfansage losließen und die Musik ein dramatisches Dum-dum-duuum von sich ließ und das leider nicht nur einmal.

Das Fazit

Auch wenn Aquaman im weltweiten Boxoffice der erfolgreichste DCEU Film ist, bleibt er leider in großen Teilen ein Reinfall. Dabei birgt er Potential, wenn man sich eben auf eine Handlung konzentriert und dafür die Charaktere besser herausgearbeitet hätte. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Aquaman läuft seit dem 20.12.2018 in den deutschen Kinos.

Neulich in der Sneak: Bumblebee

Ein Vorwort

2007 brachte Michael Bay seinen ersten Film über die bekannten Spielzeuge von Hasbro in die Kinos. Obwohl die schwache Handlung und die übertriebenen Schlachten von Anfang an große Kritikpunkte waren, gab es noch vier Fortsetzungen. Transformers – Die Rache 2009, Transformers 3 – Die dunkle Seite des Mondes 2011, Transformers – Ära des Untergangs 2014 und Transformers – The last Knight 2017. Nun hat sich Travis Knight als Regisseur für den ersten Spin-off Film Bumblebee verpflichtet. Knight hat sich bisher mit kleineren Zeichentrickfilme, wie Coraline oder zuletzt Kubo, der tapfere Samurai, hervorgetan.
Diese Kritik wird ohne Kenntnis von den bisherigen Transformer Filmen geschrieben.

Die Handlung

Charlie Watson (Hailey Steinfeld) findet auf einem Schrottplatz einen gelben VW-Käfer. Als sie ihn zu Hause untersuchen will, muss sie feststellen, dass es sich um einen Transformer handelt. Während sich Charlie über einen neuen Freund freut, suchen aber das Militär und auch die bösen Decepticons nach Bumblebee.

Meine Meinung

Als der erste Trailer zu Bumblebee auftauchte ging ein großes Augenrollen durch die Kinos. War man doch inzwischen übersättigt mit Transformers-Teilen und brauchte nicht zeitgleich mit Aquaman noch einen Film in der Weihnachtszeit, der sich rein auf brachiale Schlachten versteift. Doch schon tauchten die ersten Kritiken auf, die Bumblebee eher mit E.T als mit den Transformervorgängern verglich. Dies machte Hoffnung.
Und tatsächlich vereint Bumblebee tatsächlich Elemente aus beiden Filmwelten, was wohl auch daran liegen dürfte, dass die Idee ursprünglich von Steven Spielberg kam. So beginnt der Film mit einer großen Schlacht auf dem Heimatplanet der Autobots. Hier passiert genau das, was man von einem Transformers spin-off erwartet. Große Autobots kloppen sich die Köpfe ein und verursachen eine große Explosion und viel Schaden. Dann wird Bumblebee auf die Erde geschickt, kommt dort aber zugleich mit dem Militär in Konflikt und trifft auf einen Feind, der ihm gefolgt ist. Als Resultat darauf beschließt er sich erst einmal zu verstecken und verstaubt als VW Käfer auf einem Schrottplatz. Bis ihn Charlie Watson findet. Ab hier kommt dann der Part, der an E.T. erinnert, bis wir gegen Ende wieder in die großen Schlachten verfallen.
Glücklicherweise lernen wir jedoch zwischendurch Charlie genauer kennen. Hier nimmt sich der Film tatsächlich Zeit, um sie als Charakter vorzustellen und ihre Ängste und Sorgen zu beleuchten. So gibt es tatsächlich eine Identifikationsfigur. Und gerade das Zusammenspiel mit Bumblebee, der in einigen Szenen einfach nur wie ein tollpatschiger Junge wirkt ist herzallerliebst. So haben wir eine E.T. Figur nur mit einer älteren Protagonistin und ihrer Coming-of-Age Geschichte.
Das Problem an Bumblebee ist, dass er zwar den starken Mittelteil hat, der teilweise auch richtig Spaß beim Gucken macht, aber das Niveau nicht durchhält. Denn immer wieder taucht das Militär rund um John Cena auf und auch die böse Decepticons suchen weiter nach Bumblebee. Und immer genau dann wird der Film völlig banal und vorhersehbar und büßt eine Menge von seinem Rhythmus ein. Denn die Decepticons sind die typischen Bösewichte, die sich überlegen gegenüber den Menschen fühlen und natürlich die Erde zerstören wollen. Das Militär agiert gleichzeitig natürlich nach dem Motto „Erst schießen, dann fragen stellen“ und lässt sich sehr einfach von den Decepticons beeinflussen.

Das Fazit

Bumblebee nimmt die guten Eigenschaften eines E.Ts und mischt sie mit den schlechten Elementen des Transformers-Franchises. Herausgekommen ist ein Film, der an vielen Stellen durchaus Spaß macht und ans Herz geht. Leider kann er das Niveau nicht durchgängig halten. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Silvesterspecial: Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

Ein Vorwort

Michael Ende war wohl neben Astrid Lindgren der Autor meiner Kindheit. Ich habe seine Geschichten immer und immer wieder verschlungen und kann selbst jetzt als Erwachsene immer noch in seinen Welten versinken. Sei es nun auf einer große Reise von Lummerland bis ins Reich der Drachen oder an der Seite von Atreyu auf seinem Glücksdrachen Fuchur die grenzenlose Welt von Fantasien entdecken. Ebenfalls mit dazu gehörte der  satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch (und ja es hat mich viele Jahre gekostet, bis ich dieses Wort sowohl fehlerfrei aussprechen als auch schreiben konnte). Da das Buch am Silvesterabend spielt und mit den Neujahrsglocken endet, dachte ich, es wäre wieder einmal Zeit das Werk aus dem Regal zu holen und zwischen den Feiertagen zu lesen.

Die Handlung

Der Zauberer Beelzebub Irrwitzer hat ein Problem. Er hat in diesem Jahr noch nicht alle bösen Taten vollbracht, zu denen er sich verpflichtet hat. Nun ist Silvesterabend und er sieht keine Chance mehr. Schuld gibt er seinem Kater Mauricio di Mauro, der vom Rat der Tiere geschickt wurde, um ihn auszuspionieren. Doch dann kommt seine Tante Tyrannja Vamperl zu Besuch und bittet ihn um die zweite Hälfte eines Rezepts für einen ganz besonderen Punsch. Denn auch sie ist im Verzug durch den Raben Jakob Krakel, der ihr ebenfalls vom Rat der Tiere geschickt wurde. Aber zusammen können Zauberer und Hexe den satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch brauen und damit bis Mitternacht alle Schreckenstaten nachholen. Und das Beste: Man wünscht sich nur gute Sachen und Böses geschieht, so dass auch der Rat der Tiere ihnen nichts nachweisen kann. Doch Mauricio und Jakob haben alles mitbekommen und versuchen nun das Werk zu verhindern.

Meine Meinung

„Punsch aller Pünsche, erfüll mir meine Wünsche“. Wie praktisch wäre doch so ein Punsch hin und wieder und was man sich nicht alles wünschen könnte. Allerdings ist die Zubereitung so kompliziert, dass wirklich nur erfahrene Zauberer diesen zubereiten können.
Michael Ende entwirft hier keine komplett neue Welt, aber doch ein interessantes Gedankenspiel. Was wäre wenn am Klimawandel und ähnlichem einfach nur ein böser Zauberer Schuld wäre. Dabei handelt es sich nicht ausschließlich aber überwiegend um ein Kammerspiel im Hause Irrwitzer. Als Kapitelüberschriften dienen Abbildungen von Uhren, womit der Leser den Wettlauf mit der Zeit genau mitverfolgen kann. Beginnend um 17Uhr am Silvesterabend geht es bis Punkt Mitternacht und damit endet es im neuen Jahr.
Wettlaufende Parteien gibt es zwei. Irrwitzer und Vamperl, die versuchen den Wunschpunsch noch rechtzeitig fertigzustellen, und Jakob und Mauricio, die versuchen den Punsch zu verhindern.
Beelzebub Irrwitzer und Tyrannja Vamperl können sich eigentlich nicht wirklich leiden. Das Problem ist jedoch, dass beide jeweils eine Hälfte des Punschrezeptes haben, weswegen sie auf den anderen angewiesen sind. Ihr Handlungszweig besteht vor allem aus dem großen Streit am Anfang, als einer dem anderen deren Hälfte des Rezeptes abluchsen will, und der Zubereitung des Punsches, der aus allerlei verschiedenen Zubereitungsstadien besteht. Hier hat Herr Ende zwar viel von dem Rezept verraten, um zu zeigen, wie aufwändig und kompliziert die Zubereitung des Trankes ist, aber natürlich auch immer wieder Stellen weggelassen. Nicht das ein böser Zauberer das Buch liest und auf einmal das vollständige Rezept hat.
Auch Mauricio di Mauro und Jakob Krakel kommen am Anfang nicht wirklich gut miteinander aus. Während Mauricio vertrauensselig von Irrwitzer regelmäßig betäubt und dick gefüttert wurde, damit er nicht allzu viele Fragen stellt, ist Jakob eher kratzbürstig und wenig begeistert von Mauricios Unvermögen. Als sie die Pläne von Hexe und Zauberer belauschen, wissen sie sofort, dass sie handeln müssen. Doch wie sollen sie heimlich den Wunschpusch ruinieren?

Das Fazit

Michael Ende schafft es eine relativ kurze Geschichte zu erzählen, dabei jedoch gekonnt Charaktere vorzustellen, ein Szenario zu entwickeln und dann noch eine Spannungskurve aufzubauen. So entsteht eine süße Geschichte, die bequem am Silvesterabend durchgelesen werden kann. Wer jetzt also noch nichts vorhat, los geht’s 😉

100 Dinge

Ein Vorwort

Wenn der Name Til Schweiger oder Matthias Schweighöfer in einem Film auftaucht, ist das für mich eigentlich ein guter Grund nicht ins Kino zu gehen. Bei Florian David Fitz bin ich hingegen schon geneigt, zumindest genauer hinzusehen, da er mir beispielsweise auch zuletzt in Der Vorname gut gefiel. Nun stand der neue Film von Fitz mit ihm und Schweighöfer in den Hauptrollen an. Der Trailer sah bereits wieder nach einer typischen deutschen Komödie aus, weswegen ich mich wieder vor dem Kinobesucht drücken wollte. Leider wollte meine Kollegin davon nichts wissen und bestach mich mit einem Schichtentausch. Ob der Film nun wirklich der angekündigte Reinfall wurde, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Die Freunde Paul (Florian David Fitz) und Toni (Matthias Schweighöfer) haben zusammen eine App entwickelt. Während Paul diese nutzen wollte, um die Nutzer glücklich zu machen, schafft es Toni Pauls Abläufe zu analysieren und ihn zum Konsum anzuregen. Bei der Feier über den Verkauf der App an ein großes Unternehmen, betrinken sich beide und wetten, dass der jeweils andere es nicht ohne Konsum aushält. So kommen sie auf die Idee, dass ihre Mitarbeiter ihnen die gesamte Wohnung ausräumen und alles einlagern. Jeden Tag, über 100 Tage hinweg, dürfen Sie sich einen Gegenstand zurückholen.

Meine Meinung

100 Dinge ist einer der deutschen Filme, die man von Anfang an abstempelt, die aber unter der Fassade doch einiges zu bieten haben. Florian David Fitz führt hier Regie und schrieb auch das Drehbuch. Hier merkt man, dass er sich mit der Grundthematik durchaus befasst hat und weiß, wovon er spricht.
Natürlich steht die Komödie hier im Vordergrund. Und ein paar Witze unter der Gürtellinie sind auch vorhanden, so wie die obligatorischen Nacktszenen, die wohl vor allem die Zielgruppe (Frauen mittleren Alters) ansprechen sollen. Darüber hinaus gibt es aber auch viele niveauvolle Witze und am wichtigsten: Die Witze sind auch lustig, so dass auch jemand, der den ansonsten typischen Humor für Schweiger/Schweighöfer-Komödien nicht lustig findet, sich durchaus zwischendurch den Bauch vor Lachen halten muss.
Abgesehen von der typischen Komödie hat 100 Dinge aber auch eine Handlung und Tiefgang. Die Hauptthematik ist der Konsum. Diese wird von mehreren Stellen beleuchtet und hinterfragt. Zum einen steht natürlich die Wette im Vordergrund. 100 Tage ohne Konsum und jeden Tag müssen sich die Protagonisten neu entscheiden, was man unbedingt im Leben braucht. Zunächst sind es die offensichtlichen Sachen. Kleidung, eine Matratze zum Schlafen, sehr schnell kommt dann auch das Smartphone dazu. Doch die ganze Überlegung geht weiter. Wieso kaufen wir so viel? Und macht uns Konsum wirklich glücklich? Als Beispiel kommt dann die von Katharina Thalbach gespielte Oma hinzu, die während des Krieges nur einen einzigen Koffer packen durfte und dort alles Wichtige unterbringen musste. Für die anderen Generationen hat Konsum noch eine ganz andere Bedeutung als für uns. Der ganze Gedanke wird dann noch weitergesponnen bis zum Kaufrausch und möglichen psychologischen Erkrankungen, die aus dem Konsum heraus entstehen.
Wir fassen zusammen. 100 Dinge hat eine gut durchdachte Handlung, Tiefgang, nachdenkliche Dialoge, aber schafft trotzdem das Komödienfeeling. Hinzu kommt, dass Fitz und Schweighöfer sich durch ihre unterschiedlichen Darstellungen und Charaktere gut ergänzen. Also ein kompletter Erfolg? Leider nicht ganz, denn 100 Dinge kann das Niveau leider nicht über die gesamte Spieldauer von 111 Minuten halten. Gerade gegen Ende verliert er sich in seinen eigenen Erzählsträngen und versucht mit aller Gewalt noch schnell eine Liebesgeschichte einzubauen, die zunächst subtil begann, am Ende aber doch wieder ins Vorhersehbare abdriftet. So kommt man am Ende weniger überwältigt aus dem Kino, als man am Anfang glauben konnte.

Das Fazit

100 Dinge macht für eine deutsche Komödie sehr viel richtig, da er sich auf die Handlung konzentriert und eine Charakterentwicklung zulässt. Dabei ist er beinahe durchgängig witzig, verliert sich leider am Ende in den zu viel aufgebauten Handlungssträngen. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

100 Dinge läuft seit dem 06.12.2018 in den deutschen Kinos.

Der Grinch

Ein Vorwort

Illumination hatte es nach ihrem Erfolg mit Ich – einfach Unverbesserlich nicht leicht. Es mussten zwei Fortsetzungen, sowie ein Spin-off zu den Minions herhalten, um sich überhaupt am Markt zu etablieren. Weitere Eigenproduktionen wie Sing liefen noch relativ gut, während Pets überhaupt nicht überzeugen konnte – und dennoch eine Fortsetzung erhält. Nun versucht sich Illumination an ein einem Remake vom Grinch mit Jim Carrey. Zumindest der Trailer sah schon einmal witzig aus. Was der Film nun wirklich kann, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Der Grinch (Otto Waalkes) lebt außerhalb von Whoville. Während die ganze Stadt im Weihnachtsfieber ist, hasst der Grinch Weihnachten. Nach Ankündigung der Whos, dass Weihnachten dieses Jahr dreimal so groß werden soll, beschließt der Grinch ihnen das Weihnachtsfest zu ruinieren.

Meine Meinung

Der Grinch, ursprünglich basierend auf dem Kinderbuch von Theodor Seuss Geisel, ist aus der Weihnachtszeit nicht mehr wegzudenken. Jedes Jahr wieder erscheint Jim Carrey als grünes Wesen im Fernsehprogramm. In Zeiten voller Remakes und Reboots war es auch nur eine Frage der Zeit, bis dieser Stoff wieder aufgegriffen wurde. Das sich Illumination ran wagte, war dann doch überraschender. Da ich weder das Buch noch den ersten Film kenne, kann ich wenig zu den Parallelen sagen, oder inwiefern die Geschichte sich weiterentwickelt hat.
Illuminations Grinch ist auf jeden Fall der Griesgram, als der der Grinch immer beschrieben wird. Er hasst Weihnachten und nach und nach erfährt man auch die Hintergründe. Diese sind zwar etwas einfach und offensichtlich gehalten, aber stimmen doch leicht traurig. Während des Films macht er verschiedenen Stadien durch. Diese werden unterschiedlich ausführlich erzählt und die eine oder andere Wendung wird auch wieder aus sehr einfachen Gründen heraus herbeigeführt, aber letztendlich ist die Zielgruppe wirklich die jüngeren Kinder.
Und genau diese werden vor allem mit dem sehr gelungenen Humor angesprochen. Denn während die Erwachsenen noch über den ein oder anderen niveauvollen Witz lachen, den man erst als Erwachsener versteht, haben die Kinder vor allem durch einige Slapstickeinheiten Spaß. So ist der Spaß für alle Generationen garantiert.
Ein weiterer Garantiefaktor ist Otto als Synchronstimme des Grinches. Denn während man sich bei vielen Animationsproduktionen vor Laien (Sänger, YouTuber…) kaum noch retten kann, schafft Otto es immer genau die richtige Stimmung mit der Stimme einzufangen und erhöht so den Spaßfaktor noch einmal deutlich.
Aber der Grinch hat natürlich mehr zu bieten, als nur den einen Handlungsstrang. So begleiten wir als Zuschauer auch noch die kleine Cindy-Lou Who, ein Whomädchen, dessen alleinerziehende Mutter deutlich überfordert ist. Also versucht sie den Weihnachtsmann zu treffen, um ihm ihren sehnlichsten Wunsch mitzuteilen. Durch diesen Nebenstrang der Handlung bekommt der Grinch noch einmal eine neue Nuance.

Das Fazit

Der Grinch ist ein großer Spaß für die ganze Familie. Die sehr einfache Handlung mit den offensichtlichen Wendungen wird mit einer guten Menge an Humor gekonnt überspielt. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Der Grinch läuft seit dem 29.11.2018 in den deutschen Kinos.

Tabaluga

Ein Vorwort

Tabaluga, der kleine grüne Drache, dürfte vielen spätestens seit der gleichnamigen Kinderserie ein Begriff sein. Geschaffen unter anderem von Peter Maffay und Rolf Zuckowski, diente er zunächst lediglich als Figur eines Rockmärchens. Doch Tabaluga ist inzwischen längst darüber hinausgewachsen und kann nun auch einen eigenen Kinofilm vorweisen. Was dieser kann, erfahrt ihr in meiner Kritik.

Die Handlung

Tabaluga (Wincent Weiss) wächst in Grünland auf, großgezogen vom Raben Kolk (Rufus Beck). Doch als letzter Drache kann er weder fliegen noch Feuer speien. Zusammen mit seinem besten Freund, dem Glückskäfer Bully (Michael Herbig), reist er nach Eisland, um dort sein Feuer zu finden. Dort trifft er auf Lilly (Yvonne Catterfeld) und den Eisbär Limbo (Rick Kavanian), die ihn zu Arktos (Heinz Hoenig) führen. Doch dieser führt Böse im Schilde.

Meine Meinung

Deutsche Filme haben es ja immer wieder schwer sich gegen die Konkurrenz aus Hollywood durchzusetzen. Und manchmal versuchen sie es leider auch nicht einmal. So ist Tabaluga leider nicht der süße Kinderfilm mit dem kleinen grünen Drachen, die er hätte werden können. Denn wirklich Mühe hat sich bei diesem Film niemand gegeben.
Fangen wir damit an, dass er auf billigstem Niveau animiert wurde. Hier reicht die Qualität nicht über eine stinknormale Fernsehproduktion hinaus. Dafür hätte ich zu Hause lediglich den Fernseher anmachen müssen und mir irgendeine Kika-Sendung ansehen können. Im Kino erwarte ich schon ein bisschen mehr Liebe zum Detail und zumindest den Ansatz von Emotionen in Gesichtsausdrücken.
Weiter geht es mit den beiden Hauptsynchronsprecher. Wer auch immer auf die Idee kam Wincent Weiss und Yvonne Catterfeld Tabaluga und Lilly sprechen zu lassen, hätte vielleicht nur mal einen Blick auf die Synchronsprecherkartei werfen sollen. Denn da sind ausgebildete Sprecher zu finden, die selbst ohne sich großartig anzustrengen bessere Ergebnisse erzielt hätten. Denn beide haben so wenig Emotionen in der Stimme, dass ihre Dialoge leider sehr einschläfernd wirken und man mit keinen von beiden Charakteren noch mitfiebern kann. Herbig, Kavanian und Beck hingegen merkt man an, dass es sich um Schauspieler handelt und sie daher ihre Rollen souverän meistern.
Kommen wir zum größten Manko: die Handlung. Denn Tabaluga ist nicht nur billig animiert, auch die Handlung strotzt vor Einfalllosigkeit. Basieren dürfte sie wohl größtenteils auf dem Musical Tabaluga und Lilly. Während sich Regisseur Sven Unterwaldt am Anfang noch an einer Disneywürdigen Szene versucht – Spoiler! Die Eltern sterben – und diese schon so emotionslos umsetzt, dass es einen einfach kalt lässt, während man bei so manchen Disneyszenen Rotz und Wasser geheult hat – na, wer kommt bis heute nicht über Mufasas Tod hinweg? – zieht sich dies symptomatisch durch den restlichen Film. Jeder Konflikt der aufgegriffen wird, wird mit wenigen Sätzen abgehandelt. So entstehen keine Emotionen und keine Spannung und erst Recht keine Bindung an den Film. Schon am Ende hat man den Anfang bereits wieder verdrängt.
Bleibt nur noch zu sagen, dass Tabaluga leider nicht einmal witzig ist. Die versuchten Witze sind leider so platt und emotionslos rübergebracht, dass selbst die Zielgruppe – Kinder – nicht lachen konnten. Zwischendurch wurde immer mal wieder ein Lied angestimmt, was dann wohl auch Weiss und Catterfeld rechtfertigen sollte, leider wurden auch diese einfach nur unpassend eingesetzt.

Das Fazit

Tabaluga hätte ein süßer Kinderfilm werden können. Aber dafür hätte man sich Mühe geben müssen. So wirkt der komplette Film leider schnell hingeschludert und mit möglichst wenig Aufwand lieblos gestaltet. Es scheint so, als ob jemand dringend aus dem Namen Profit schlagen wollte, ohne dafür wirklich einen Finger krumm zu machen. Leider wieder ein Hinweis darauf, dass gerade im Bereich Animationsfilm Deutschland weit hinter dem großen Vorbild Hollywood hinterher hängt. Dafür gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.

Tabaluga läuft seit dem 06.12.2018 in den deutschen Kinos.

 

Neulich in der Sneak: Unknown User – Dark Web

Ein Vorwort

2015 erschien mit Unknown User der erste Horrorfilm, der als Desktopfilm funktionierte. Das heißt, dass der komplette Film nur mit der Ansicht über einen Desktop gefilmt wurde und die Charaktere alle via Videochat interagieren. Diese Form kam gut an und wurde erst kürzlich in Searching auf das Thrillergenre übertragen. Nun folgt der zweite Teil des Horrorvorbilds, da ein erfolgreicher Horrorfilm eigentlich immer einen zweiten nach sich zieht. Kann Dark Web nun auf der Erfolgswelle mitreiten oder schwächt er sich wie viele zweite Teile ab?

Die Handlung

Matias hat in einem Internetcafé einen Laptop aus den Fundsachen mitgehen lassen. Mit Hilfe des leistungsstarken Laptops möchte er ein Programm für seine gehörlose Freundin Amaya programmieren. Zunächst trifft er sich jedoch mit seinen Freunden Damon, AJ, Lexx, Nari und Serena zu einem Spieleabend via Videochat. Dabei stürzt der Laptop immer wieder ab, was mit einer gewaltigen Menge an gespeicherten Videos zu tun hat. Mit geteiltem Bildschirm untersuchen die Freunde die Videos und finden darauf verstörende Aufnahmen über entführte Frauen. Die Suche nach dem Geheimnis und einem Ausweg führt sie tief ins Dark Web.

Meine Meinung

Desktopfilme sind sehr eingeschränkt in ihren Möglichkeiten. Denn alles, was erzählt werden soll, muss irgendwie auf dem Bildschirm zu sehen sein. Genau diese Schwierigkeit hatte der erste Teil gut gemeistert und eine interessante Handlung darüber gesetzt. In einer Sache hat sich der zweite Teil nun schon positiv hervorgetan. Er hat es geschafft, dass alle Charaktere eine gute Internetverbindung und gute PCs haben, denn es gab kaum verschwommene oder verwackelte Aufnahmen bei den Videochats, was im ersten Teil noch massiv gestört hat.
Die Kunst war es hier auch noch einmal eine gänzlich neue Handlung zu schaffen. Denn Unknown User – Dark Web basiert nur vom Vorgehen her auf dem ersten Teil. Alle Charaktere sind komplett neu und auch das „Geheimnis“ ist diesmal neu und noch einmal wesentlich härter. Dabei wurde diesmal auch jeglicher übersinnlicher Ansatz – im ersten Teil agierte noch eine zuvor verstorbene online – wegradiert und am Ende eine durchdachte und (leider) mögliche Lösung präsentiert. Dadurch wirkt er aber noch eher wie ein Thriller und weniger wie ein Horrorfilm, woran schon der erste Teil etwas krankte.
Und während Dark Web in seiner Grundstruktur wieder voll mit guten Ansätzen ist, schafft er es nicht über seine Lauflänge von 89 Minuten zu überzeugen. Die meisten Charaktere bleiben blass zurück oder werden auf nur ein bis zwei Wesenszüge beschränkt. Während einige Szenen mit einer scheinbar nicht enden wollenden Fantasie gestaltet wurden und begeistern können, sind andere so lieblos gestaltet, dass man meinen könnte, dass die Macher hätten zu wenig Ideen für einen vollständigen Film gehabt und haben daher versucht den Film künstlich zu strecken.
Kurzum Dark Web hat nur wenig von den Kritiken über den ersten Teil gelernt und versucht das gleiche Prinzip erneut umzusetzen, aber diesmal ist nicht mehr der Innovationseffekt spürbar.

Das Fazit

Unknown User – Dark Web vollführt einen Drahtseilakt zwischen guten und misslungen Szenen und schafft es nicht die Spannung und das Tempo zu halten. Mit platten Charakteren krankt er an ähnlichen Stellen, wie schon der erste Teil. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Unknown User – Dark Web läuft seit dem 06.12.2018 in den deutschen Kinos.

Neulich in der Sneak: Charles Dickens, der Mann, der Weihnachten erfand

Ein Vorwort

Pünktlich zur Weihnachtszeit startet auch der erste Weihnachtsfilm in den deutschen Kinos. Doch statt der hundertsten Verfilmung von Dickens Weihnachtsgeschichte, geht es diesmal um die Entstehung dieser. Immerhin habe ich es letzte Weihnacht geschafft das Buch von meiner Liste der Schande zu streichen.

Die Handlung

Charles Dickens (Dan Stevens) hat mit Oliver Twist Weltruhm erlangt. Darauf folgten jedoch vier Flops. Nun steht er vor einer finanziellen Krise. Ein neues Buch muss her. Da kommt ihm die Idee eine Weihnachtsgeschichte zu schreiben. Doch dafür hat er nur noch sechs Wochen Zeit. Ein Wettlauf mit der Zeit und der Kreativität beginnt.

Meine Meinung

Die Weihnachtsgeschichte selbst dürfte soweit jedem bekannt sein. Denn selbst wenn das Buch nicht gelesen wurde, so gibt es inzwischen genug Verfilmungen, inklusive der Disneyvariante mit Micky Mouse und Co. Für diejenige, die die Handlung gerade entfallen ist: Dem Geizkragen und Menschenhasser Ebenezer Scrooge erscheinen am Weihnachtsabend drei Geister, den der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht. Alle drei erteilen ihm eine Lektion, so dass er am Weihnachtsmorgen wie ein neuer Mensch aufwacht. Charles Dickens, der Mann, der Weihnachten erfand beschäftigt sich aber nun mit den Hintergründen. Denn wer von euch wusste, dass Dickens zu der Zeit hoch verschuldet war?
Dabei gibt es mehrere unterschiedliche Handlungsstränge, die alle miteinander verwoben werden. Da geht es zum einen um das Zwiegespräch, das Dickens mit seinen Charakteren hielt, die Beziehung zu seinen Mitmenschen und um die tollkühne Idee das Buch innerhalb von sechs Wochen nicht nur zu schreiben, sondern auch binden und illustrieren zu lassen. Dabei bekommt jeder Strang genügend Zeit um vollständig erzählt zu werden und die einzelnen Stränge werden auch gekonnt ineinander verwoben. Gerade die Zwiegespräche mi seinen Charakteren werden humorvoll hervorgehoben, aber  geraten doch nie zu reinen Comedyszenen. Und obwohl jeder Strang für sich spannend und gut erzählt ist und vor allem immer eine gewisse Lockerheit aufweist, gerät der Film doch an einigen Stellen etwas langatmig, auch wenn ich nicht benennen könnte, welche Szene weggelassen werden könnte.
Dan Stevens ist eine etwas ungewöhnliche Wahl für Charles Dickens. Und zunächst will er auch nicht so richtig in die Rolle passen. Doch Stevens macht dies mit einem hingebungsvollen Spiel wieder gut, dass zeigt, dass er auf den Film richtig Lust hatte. Ebenso verkörpert er die verschiedenen Stimmungen im fließenden Übergang. Damit überragt er seine Mitdarsteller mit Leichtigkeit, auch wenn Christopher Plummer als Ebenezer Scrooge perfekt in die Rolle passt, jedoch relativ wenig Spielraum hat zur Entfaltung der Rolle.
Letztendlich ist Charles Dickens, der Mann der Weihnachten erfand zwar ein ganz passabler Film geworden, jedoch mangelt es ihm ein bisschen an allem. Ein bisschen an außergewöhnlicher Handlung, ein bisschen an Entfaltung der Charaktere, ein bisschen an Herzblut. So kann man nicht sagen, dass der Film nicht gelungen ist, aber nach einer Sichtung hat man dann doch wieder genug.

Das Fazit

Charles Dickens, der Mann, der Weihnachten erfand hat eine interessante Idee, die leider etwas halbherzig umgesetzt wurde, um wirklich Weihnachtsgefühle zu erzeugen. Einmal sehen reicht leider aus. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Charles Dickens, der Mann, der Weihnachten erfand läuft seit dem 22.11.2018 in den deutschen Kinos. 

Phantastische Tierwesen 2 – Grindelwalds Verbrechen

Ein Vorwort

2001 erblickten Millionen neugierige Kinogänger zum ersten Mal die magische Welt von J. K. Rowling. Den begeisterten Lesern war die Zaubererwelt zwar bereits bekannt, aber trotzdem kam man aus dem Staunen fast nicht mehr heraus, als zum ersten Mal das Hogwartsschloss in Sicht kam. Acht Filme später lief dann 2011 das große Finale „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2“ in den Kinos an. Damit war die Saga um den Zauberschüler beendet. Fans halfen sich aus, indem sie die Filme einfach immer und immer wieder ansahen, bzw. die Bücher immer und immer wieder lasen. Unterdessen brachte Mrs. Rowling Begleitbücher zu ihren Werken heraus. Unter anderem das Lehrbuch „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, geschrieben von einem gewissen Newt Scamander. Und genau um diesen sollte es dann 2016 in dem nächsten Abenteuer gehen. Denn Mrs. Rowling schrieb zwar keine weiteren Bücher, aber entschloss sich schließlich das Drehbuch zu einem weiteren Film zu schreiben. So entstand der Film Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind. Und wieder wurde der Zuschauer in Staunen versetzt. Diesmal verlässt die Geschichte die britische Insel und wir landen im Amerika der 1920er Jahre. Nach dem Erfolg (oder vielleicht auch schon vorher) wurde angekündigt, dass noch vier Filme folgen sollten. Grindelwalds Verbrechen macht hier den Anfang.

Was bisher geschah

Der Tierliebhaber Newt Scamander reist mit einem Koffer voller magischer Tierwesen in die USA. Er sucht einen bestimmten Magier, um ein seltenes Geschöpf in Arizona freizulassen. Durch ein Missverständnis landet sein Koffer aber in den Händen des Nicht-Magiers (Muggle/No-Maj) Jacob Kowalski. Als dieser den Koffer öffnet, können ein paar Tierwesen entfliehen. Newt und Jacob wollen diese nun wieder einfangen. Dabei treffen sie auf die Schwestern Tina und Queenie Goldstein. Tina ist eine ehemalige Aurorin und versucht noch immer ihren Job auszuführen. Da Newt sowohl durch die Einführung der Wesen, als auch durch die Einweihung Jacobs, gegen das Gesetzt verstoßen hat, bringt sie beide vor den Magierkongress. Der Auror Peter Graves verdreht jedoch Tatsachen und verurteilt Tina und Newt zum Tode, während Jacob die Erinnerung an die Magierwelt entzogen werden sollte. Durch Queenies Hilfe können sie fliehen. Zeitgleich taucht ein sogenanntes Obscurus auf. Hierbei handelt es sich um Zaubererkinder, die ihre magischen Fähigkeiten unterdrücken. Es wird angenommen, dass sie nicht älter als 10 Jahre alt werden können. Graves hat sich für die Suche Unterstützung durch den schüchternen Credence geholt, der bei seiner herrischen Mutter lebt, die überall vor der Gefahr von Zauberern warnt. Am Ende stellt sich jedoch heraus, dass es sich bei dem Obscurus um Credence handelt. Graves, der sich kurz vorher noch von Credence abgewandt hat, versucht nun unbedingt sein Vertrauen zurückzugewinnen. Letztendlich ist es aber Newt, der die richtigen Worte findet, da er auf seinen Reisen bereits einem Oscurus begegnet ist und dieses retten konnte. Eintreffende Auroren greifen jedoch an. Credence flieht. Graves wird beschuldigt und versucht ebenfalls zu fliehen, wobei es Newt jedoch gelingt ihn zu fesseln und ihm seine wahre Identität zu entlocken: Gellert Grindelwald. Ein Zauberer, der schon zuvor versucht hatte die Magierwelt in Dunkelheit zu stürzen. Dieser wird nun gefangen genommen. Newt reist zurück nach England, obwohl er und Tina Gefühle füreinander entwickelt haben. Zuvor jedoch werden Jacob schlussendlich doch die Erinnerungen an die Zaubererwelt genommen, sehr zum Leidwesen von Tinas Schwester Queenie, da sie sich in Jacob verliebt hat.

Die Handlung

Gellert Grindelwald (Johnny Depp) soll von den USA nach England gebracht werden, um sich dort für seine früheren Verbrechen vor Gericht zu stellen. Dabei kann er jedoch fliehen. In Paris ist er auf der Suche nach Credence (Ezra Miller), da er seine Macht braucht. Zeitgleich reist Newt (Eddy Redmayne) auf Anweisung von Albus Dumbledore (Jude Law) ebenfalls nach Paris und sucht dort nach Tina (Katherine Waterston). Diese ist ebenfalls auf der Suche nach Credence. Zeitgleich versuchen sie Grindelwalds Vorhaben Zauberer um sich zu scharen, um die Macht über die Nicht-Magische Welt an sich zu nehmen, zu verhindern.

Meine Meinung

Das Bangen war groß, denn die ersten Informationen zur neuen Reihe zeigten, dass sich die Filme wohl zusehends weg vom Tierwesen Film entwickeln würden. Denn im fünften Film dürfte es dann, laut Rowling, um jene große Schlacht zwischen Dumbledore und Grindelwald gehen. Nun war aber die Frage, wie sich die Filme dazwischen entwickeln. Während der erste Teil sich damit begnügt hat, hauptsächlich die neuen Charaktere vorzustellen und das neue Setting festzustecken, setzt Grindelwalds Verbrechen nun die Grundsteine für die neue Rahmenhandlung. Das dabei die Tierwesen nur noch eine untergeordnete Rolle spielen, dürfte den ein oder anderen bereits abgeschreckt haben. Da dies aber eigentlich im Vorfeld bekannt war, gab es nun im Kinosaal keine große Überraschung. Rowling ist hier wieder voll und ganz in ihrem Element und schafft nun die magische Welt der 1927er Jahre in Paris. Dabei kombiniert sie die Grindelwald-Handlung geschickt mit anderen Handlungssträngen und setzt diese in das vorhandene Universum ein. Das hier die ein oder andere Frage ungeklärt bleibt oder Diskussionsbedarf anregt, ist wohl gewollt, aber ich bin mir sehr sicher, dass Rowling für alle offenen Fragen oder Logikfragen eine Antwort bereithält. Letztendlich ist Grindelwalds Verbrechen aber nur ein Zwischenteil, um Grundsteine für die nächsten Filme zu legen. Wer hier also mit einer überfüllten Handlung rechnet, wird wohl enttäuscht.
Interessant war auch, wie Rowling Jacob Kowalski, der am Ende des ersten Teil obliviiert wurde, ihm also die Erinnerung an die magische Welt genommen wurde, wieder in den Film einbauen wollte. Dies geschieht zwar mit einer etwas unbefriedigenden Begründung, aber immerhin kehrt so unsere Identifikationsfigur zurück. Einfach ein Charakter, der mit uns zusammen über die magische Welt staunt und hinter jeder Ecke etwas Neues entdeckt. Ein bisschen Fanservice durfte dann auch nicht fehlen und so schafften es ein paar Charaktere, die der treue Harry Potter Fan zwar vom Namen her kannte, aber die bisher nicht in dieser Form auftauchten, auch in den Film. Hier ist sich Rowling sehr wohl bewusst, welche Schrauben sie drehen muss, damit die Fans weiterhin glücklich sind.
Während die Harry Potter Filme sich rein auf den Kampf Gut gegen Böse (Potter gegen Voldemort) beschränkten, wird es ab hier auch politisch, beziehungsweise tauchen geschichtliche Parallelen auf. Damit regt er aber auch gleichzeitig zum Nachdenken an.
Die wohl am heftigsten diskutierte Castingentscheidung dürfte dann wohl Johnny Depp als Gellert Grindelwald sein. Regisseur David Yates verteidigte seine Entscheidung stets und wie man nun sehen kann: Auch mit Recht! Denn Depp schafft es wie zuvor schon Ralph Fiennes als Voldemort, die Rolle nicht einfach nur zu verkörpern, sondern zu leben. Er spielt auf seinem altbekannten hohen Niveau und bringt doch noch einmal neue Züge in seinen Grindelwald und schafft damit seine beste Leistung seit Jahren – in Mord im Orient-Express hatte er sich nach seinen letzten Flops auch schon wieder erholt, jedoch noch eine übersichtliche Rolle gespielt. Hier kann man gespannt sein, was Jude Law als junger Dumbledore in den nächsten Filmen dem entgegenzusetzen hat.
Die wohl wesentlich schwierigere Castingentscheidung dürfte dann Zoe Kravitz als Lita Lestrange sein. Denn gerade in Szenen mit Redmayne und anderen guten Darstellern merkt man, wie wenig Variation sie im Gesichtsausdruck zu bieten hat.
Zu guter Letzt müssen wir noch über die Optik reden. Hier haben sich Setdesigner, Kostümschneider, die visuelle Effekte-Abteilung und Regisseur Yates wieder einmal selbst übertroffen. Die neu eingeführten Tierwesen sind einfach nur phantastisch und auch der restliche Film ist ein optischer Augenschmaus, der die magische Welt so lebendig werden lässt.

Das Fazit

Grindelwalds Verbrechen ist für das, was er erreichen wollte, nämlich Fronten klären und Grundsteine für Kommendes legen, sehr gelungen. Er schafft es trotz noch überschaubarer Handlung, mit sehr schöner Optik und hohem Spannungsgrad das Warten auf den nächsten Teil fast schmerzlich zu machen. Gerade Depp als Grindelwald weiß zu überzeugen. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Phantastische Tierwesen 2 – Grindelwalds Verbrechen läuft seit dem 15.11.2018 in den deutschen Kinos.

The Avengers – Infinity War – eine ausführliche Besprechung – Teil 1

Ein Vorwort

Anfang Mai habe ich bereits meine Kurzkritik zu diesem Film veröffentlicht. Da zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich noch nicht viele den Film gesehen hatten, hatte ich meine Gedanken nur kurz stichpunktartig aufgezählt. Jetzt nach dem DVD-Release habe ich mir den Film noch einmal angesehen und möchte ihn jetzt ausführlich besprechen. Da dies aber auch wieder sehr viel Text wird, gibt es auch hier mehrere Teile. Diesmal werde ich dabei natürlich auch spoilern. Also rate ich jedem, der den Film noch nicht gesehen hat, deutlich hiervon ab!

Was bisher geschah

Im Vorfeld zum Kinostart habe ich euch alle bisher erschienen 18 Filme zusammengefasst und habe es euch in die 3 Phasen des MCU (Marvel Cinematic Universe) unterteilt.

Phase 1

Phase 2

Phase 3

Die Handlung

Thanis, der Weltenzerstörer, ist auf der Suche nach den sechs Infinity Steinen. Wenn er sie findet, reicht ein Schnipsen mit seinem Handschuh und er kann die Hälfte des Universums auslöschen. Als die Avengers und die Guardians of the Galaxy davon erfahren, setzen sie alles daran Thanos aufzuhalten.

Meine Meinung

  1. Asenschiff

Infinity War setzt nahtlos die Geschichte aus Thor Ragnarök fort. So werden wir direkt wieder auf das Asenschiff geschickt. Zur Erinnerung Hela und Surtur haben Ragnarök, den Kampf der Götter, ausgetragen und dabei Asgard komplett zerstört. Thor und seine Freunde konnten jedoch alle Bewohners Asgards auf ein Schiff evakuieren. Seitdem waren sie unterwegs, um eine neue Heimat zu finden. Bereits in der Midcredit Szene sahen wir dann das Asenschiff auf das Schiff Thanos‘ zu treffen. Inzwischen hat Thanos mit seinen „Kindern“ das Asenschiff überfallen. Wir sehen Heimdall (Idris Elba) schwer verletzt am Boden und Thor (Chris Hemsworth) in der Gewalt Thanos‘ (Josh Brolin). Somit beginnt der Film schon mit einer der schlimmsten Szenen des Films.

Schließlich taucht Loki (Tom Hiddleston) auf und erinnert Thanos an das damalige Bündnis (Hintergrund: Im ersten Avengersfilm war Loki auf Thanos Geheiß auf die Erde gekommen, um des Tesserakts habhaft zu werden und zu Thanos zu bringen. Die Avengers verhinderten dies jedoch). Nun hatte wohl jeder erst einmal wieder Panik, dass Loki sich doch wieder auf Thanos‘ Seite schlagen könnte, doch diesmal ist es nur eine versuchte List Lokis. Schließlich taucht der Hulk (Mark Ruffalo) auf („We have a Hulk!“), doch selbst dieser ist machtlos gegen Thanos und wird mit Heimdalls Hilfe auf die Erde geschickt. Loki wird schließlich von Thanos ermordet. Nach dem Verlassen von Thanos und seinen Kindern explodiert das Asenschiff.

In dieser Szene werden mehrere Sachen deutlich. Zum einen die große Liebe zwischen Thor und Loki. Diese wurde zuvor immer wieder auf eine harte Probe gestellt, denn Loki intrigierte mehr als einmal gegen Thor. Dennoch war allein die Aussicht, dass Loki ihn wieder einmal verraten könnte, sehr hart für Thor. Als dieser jedoch erkennt, dass es nur eine List ist, sieht man deutlich die Erleichterung. Leider währt dies nur kurz, da er kurz darauf mit ansehen muss, wie sein schon öfter tot geglaubter Bruder vor seinen Augen wohl endgültig(?) getötet wurde. Zum anderen wird hier deutlich wie unnachgiebig Thanos sein kann und wie stark er gleichzeitig ist. So werden die Weichen gestellt, um Thanos wirklich als starken Gegner anzusehen. Zuvor waren die Bösewichte im MCU ja eher schwach.

2. New York

Blende auf die Erde in den New Yorker Tempel. Strange (Bendict Cumberbatch) und Wong (Benedict Wong) scherzen, bis Hulk inzwischen als Bruce Banner durch die Decke stürzt. Er kann nur noch stammeln, dass Thanos auf dem Weg sei. Schnitt ins „Intro“.

Währenddessen sind Tony Stark (Robert Downey Jr.) und Pepper Potts (Gwyneth Paltrow) im Park spazieren. Strange und Wong treffen auf ihn und Banner erklärt noch einmal Thanos Kommen. Wong erklärt dann auch noch einmal für alle, worum es sich bei den Infinity Steinen handelt. Tony erklärt, dass Vision einen dieser Steine hat, er aber nicht weiß, wo er sich aufhält und dafür auch nicht bei Captain America anrufen kann (Hintergrund: In Civil War haben sie gegeneinander gekämpft, da Cap Bucky schützen wollte). Hulk wusste nicht vom Civil War und ist daher entsetzt, dass die Avengers getrennte Wege gehen.

Kurz darauf taucht ein Schiff der Thanoskinder auf. Dies bemerkt auch Peter Parker alias Spider-Man (Tom Holland). Dieser ist gerade mit seiner Klasse im Bus unterwegs und bittet seinen Freund ein Ablenkungsmanöver zu starten, damit er als Spider-Man fliehen kann. Stan Lee (Möge er in Frieden ruhen) hat hier übrigens sein Cameo als Busfahrer. So eilen Iron Man, Spider-Man, Dr. Strange und Wong zum Kampf. Nur Banner hat ein kleines Problem. Die Verwandlung zu Hulk klappt nicht.
Die Thanoskinder sind auf der Suche nach dem Zeitstein, den Strange als Kette um den Hals trägt. Dieser verteidigt ihn. Da die Thanoskinder den Stein nicht von seinem Hals kriegen, fesseln und entführen sie ihn kurzerhand. Stark und Parker folgen ihnen und schaffen es mit ins Schiff zu kommen. Wong und Banner bleiben auf der Erde zurück. Während Wong sich zurückzieht, um die Tempel weiter zu schützen, wählt Banner schließlich doch Caps Nummer.

In dieser Szenen treffen erstmals Iron Man und Dr. Strange aufeinander. Das war eins der Aufeinandertreffen, die sich Fans seit 2016 gewünscht haben. Leider sind die Dialoge zwar bissig, aber nicht so genial, wie man es sich vorgestellt hat. Stark hat deutliche Panik vor Thanos, immerhin ist er bei dem letzten Angriff (The Avengers, 2012) fast gestorben. Dies versucht er zwar zu überspielen, ist dadurch aber doch vorsichtiger.
Das zweite entscheidende ist, dass Banner sich nicht mehr in den Hulk verwandeln kann. Hintergrund dürfte hier sein, dass er nach Age of Ultron (2015) bis Thor Ragnarök (2017) durchgehend Hulk war und sich nicht zurück verwandeln konnte.
Und zu guter Letzt haben wir hier wieder Iron Man als Vaterfigur für Spider-Man. Dieser möchte unbedingt seinem großen Idol helfen und bringt sich dabei selbst in Gefahr. Stark möchte dies unbedingt verhindern, kann sich jedoch nicht durchsetzen.

3. Space

Die Guardians folgen einem Notsignal. Während Peter Quill (Chris Pratt) seinen typischen Soundtrack hört, sehen wir hier zum ersten Mal Teenager-Groot (Stimme: Vin Diesel). Sie treffen auf die Überreste des Asenschiffes. Kurz darauf „fällt“ ihnen Thor auf die Windschutzscheibe. Sie retten ihn und Drax (Dave Bautista) bewundert sogleich Thors Muskeln. Quill ist hier eingeschnappt, weil er als Anführer nicht genug respektiert wird. Thor berichtet, was passiert ist und Gamora (Zoe Saldana), als ehemalige Ziehtochter Thanos‘, berichtet kurz, wie mächtig er ist.

Thor hat einen Plan, um Thanos aufzuhalten und will dafür nach Nidavellir. Quill versucht sich zu behaupten, und ihm die dafür benötigte Raumschiffkapsel zu verweigern. Doch Rocket (Stimme: Bradley Cooper) fällt ihm in den Rücken und zusammen mit Groot begleitet er Thor. Quill, Gamora, Drax und Mantis (Pom Klementieff) beschließen Thanos in Knowhere zu stellen.

Erst einmal gab es die große Erleichterung: Thor ist bei der Explosion des Asenschiffes nicht gestorben! Dann haben wir das Aufeinandertreffen von Thor und den Guardians, die vorerst die lustigste Szene des Films ist. Hierbei trifft der Guardians Humor auf einen Avenger. Gleichzeitig werden die Weichen für zwei weitere Handlungsstränge gelegt. Nidavellir und Knowhere.

4. Schottland

Nachdem Scarlett Witch (Elizabeth Olsen) und Vision (Paul Bettany) bereits in Civil War flirteten und dann doch in unterschiedlichen Teams kämpften, haben sie sich nun eine gemeinsame Auszeit in Schottland genommen. Sie führen eine heimliche Beziehung, wissen aber nicht, wie die Zukunft aussehen wird. Kurz darauf sehen sie die Nachrichten über den Angriff in New York und wissen, dass sie sofort zurück müssen.

Soweit kommen sie aber gar nicht, denn die Thanoskinder haben sie gefunden und es auf Visions Infinitystein abgesehen. Es kommt zum Kampf, sieht für unsere beiden Avengers jedoch schlecht aus. Da kommt Hilfe in Form von Captain America (Chris Evans), Falcon (Anthony Mackie) und Black Widow (Scarlett Johannsen). Zusammen können sie Vision retten und reisen zusammen weiter.

Nach der Flirterei in Civil War und dem anschließenden Kampf in unterschiedlichen Teams war man schon gespannt, wie es mit Scarlett Witch und Vision weitergeht. Dies wurde hier kurz und schmerzlos aufgeklärt. Ansonsten dienten diese Szenen eher als Teambuilding und Zusammenführung verschiedener Avengers.

Soviel zum 1. Teil meiner ausführlichen Infinity War-Besprechung. Stay tuned 😉