Rückblick auf den November 2024

Grau, grauer, der diesjährige November. Ich habe seit Wochen keinen Sonnenstrahl mehr gesehen und die früh einsetzende Dunkelheit tut ihr übriges, um mich drinnen zu halten. Dementsprechen war der Kinomonat gewohnt mau, aber der Filmmonat vor dem heimischen Fernseher dafür umso höher – inklusive Trashfilm-Marathon. Daher nun ohne weitere Worte, der diesmonatige Rückblick:

Filme – auf der großen Leinwand gesehen

Red One: Nick – besser bekannt als der Weihnachtsmann – wird von seiner Station am Nordpol entführt. Sein Sicherheitsoffizier Callum Drift kann die Spur kurz darauf zum Kopfgeldjäger Jack O’Malley zurückverfolgen. Dieser hält seit seiner Kindheit Weihnachten und die ganzen Mythen für Humbug und muss nun zusammen mit Callum den Nick finden und damit Weihnachten retten. – Komödie, die mit vielen Weihnachtsmythen um sich wirft, die aber sehr grob auf wenige Elemente reduziert. Die Witze zünden mal mehr, mal weniger, viel Action. Nett anzusehen, nichts langlebiges.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich Peter Pan (2003) und Jurassic Park

Sharknado 2: Nach den Ereignissen mit dem Sharknado haben sich Fin und seine Ex-Frau April wieder versöhnt. Sie reisen zusammen nach New York City, um sich mit Freunden zu treffen. Doch schon im Flugzeug erkennt Fin, dass sich erneut ein Sharknado anbahnt. In New York will ihm zunächst niemand glauben, bis es wieder Haie regnet. – Trashige Fortsetzung mit noch mehr großen Heldenmomenten für Fin. Was zum schmunzeln.

Aquarium of the Dead: In einem Aquarium in Kalifornieren wird das Geld knapp. So versuchen sie durch private Führungen etwas mehr Geld reinzubekommen und zeitgleich wird der Senator eingeladen, um über eine Finanzspritze zu reden. Doch dabei kommt es zur Katastrophe. Vermeindlich tote Tiere erwachen wieder zum Leben und greifen an. – Ja, es war absoluter Trash und sah katastrophal aus, aber ich habe mich herzlich amüsiert! Und die Geschichte war irgendwie doch halbwegs logisch.

Skarkansas – Womens Prison Massacre: Fünf Insassen des Frauengefängnises in Kansas sollen Waldarbeiten verrichten. Doch ein mutierter Hai treibt sich in dem Sumpfgebiet herum und frisst eine der Frauen. Bei der übereilten Rückreise wird der Bus von der Geliebten einer der Insassen überfallen. Sie reisen in ein abgelegenes Haus, das schon bald zur Falle wird, da der Hai sie verfolgt hat. Und er ist hungrig. – Noch mehr Haitrash, aber abgesehen von den vielen Zickenkriegen doch irgendwie spannend.

Sharktopus vs. Whalewolf: Eine verrückte Wissenschaftlerin will einen Football-Star aufpeppen und kreuzt seine DNA mit der eines Wales und eines Wolfes. Da dies aber bei Vollmond geschieht, misslingt das Experiment und aus ihm wird Whalewolf. Bei seinen Ausläufen, um Nahrung zu finden, begegnet er auch dem Shartopus und wird in einen erbitterten Kampf hineingezogen. – Es war einfach nur abstrus, aber der Whalewolf war schon irgendwie süß und abgesehen von einer problematischen Vodoo Darstellung auch sehr unterhaltsam!

Mega Shark vs. Crocosaurus: In einer Mine treffen Arbeiter auf ein riesengroßes Krokodil, das alle verspeist. Um das Problem zu beseitigen wird ein Großwildjäger angeheuert. Zeitgleich taucht Mega Shark wieder auf und bedrängt die Marine. Das FBI heuert auch hier einen Experten an. Zusammen versuchen sie beide Probleme einzudämmen. – Absoluter Trash unter den Trashfilmen. Die Handlung hat überhaupt nicht funktioniert und es war nichtmal unterhaltsam. Leider sehr langatmig.

5 headed shark attack: Als das Gerücht um einen vierköpfigen Hai umgeht, sieht der Direktor eines finanziell schwachen Aquariums seine Chance und verpflichtet eine Mitarbeiterin und deren Studierende diesen zu fangen. Dabei verschweigt er jedoch Details, weswegen sie ins offene Maul fahren. Zumal der Hai noch einen fünften Kopf entwickelt. – Ebenfalls eine Enttäuschung. Der Hai war zwar halbwegs cool, aber die Charaktere eher nervig.

6 headed shark attack: Eine Gruppe von Pärchen versuchen ihre Beziehungen zu retten und sind auf einer einsamen Insel auf einem Selbstfindungstrip. Doch die Spannungen zwischen den Teilnehmenden ist nicht das gefährlichste. Denn im Wasser taucht ein gefährlicher Hai auf. Und er hat sechs Köpfe. – Noch schlimmer als mit nur fünf Köpfen. Wieder war der Hai eigentlich total cool, aber die Charaktere waren einfach nur super nervig und man hat sich nur gewünscht, dass sie schneller gefressen werden.

Das Mädchen, das durch die Zeit sprang: Makoto ist eine ganz normale Schülerin, die gern mit ihren beiden besten Freunden Baseball spielt und immer ein bisschen verpeilt ist. Doch an einem Tag stolpert sie erst auf eine merkwürdig aussehende Walnuss und dann versagen die Bremsen ihres Fahrrad, wodurch sie vor einen fahrenden Zug fällt. Eigentlich tot reist sie jedoch wenige Augenblicke in der Zeit zurück und kann so ihr Schicksal abwenden. Neugierig geworden testet sie ihre Fähigkeit aus, nichtsahnend, dass sie dadurch andere ins Unglück stürzen kann. – Spannendes Drama über Zeitreisen und die Ethik dahinter.

Roter Drache: Drei Jahre nachdem FBI-Agent Will Graham den Kannibalen Hannibal Lecter überführt hat und dabei fast verstarb, wird er um Hilfe ersucht. Ein neuer Serienmörder, von der Presse als „Zahnfee“ bezeichnet, treibt zu Vollmond sein Unwesen. Da Graham keinen richtigen Ansatz hat, bittet er Lecter um Hilfe, der fortan ein Katz- und Maus-Spiel mit ihm treibt. – Kommt nicht an Das Schweigen der Lämmer heran, aber funktioniert als Thriller gut.

Batman & Robin: Mr. Freeze versucht einen Diamanten zu stehlen, da er dessen Energie zur Heilung seiner eingefrorenen Frau benötigt. Doch Batman und Robin können dies verhindern. Zeitgleich kommt die Biologin Dr. Isley hinter das Geheimnis ihres Chefs. Dieser versucht sie zum Schweigen zu bringen und erschafft dabei ungewollt Poison Ivy. Diese ist nun hinter Bruce Wayne her, der sich ihrer Meinung nach mehr für die Rettung der Natur einsetzen soll. Als dies misslingt, schließt sie einen Pakt mit Freeze und versucht Batman und Robin zu entzweien. – Bei der Reihe war deutlich die Luft raus. Da kann Uma Thurman noch eine so gute Poison Ivy sein, die Streitereien zwischen Batman und Robin waren einfach nur super nervig.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Vaiana 2: So ganz hat mich der Trailer nicht überzeugt, dass es von dem Film ein Sequel geben muss, aber ich bin gespannt, ob sie mich überraschen können.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft, hat es: Gladiator II

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich Alexa & Katie – Staffel 2

LOL – Halloween Special (Der Fokus lag zu viel auf Promis und zu wenig auf Comedians, wodurch der Spaßfaktor etwas verloren ging, durch die drei Folgen hat es aber doch gut funktioniert)

The Good Witch – Staffel 4 (Das Cosy Drama in Middleton ging weiter und es wurde romantischer. Funktioniert noch immer gut.)

Agatha all along – Staffel 1 (Durchdachte Serie aus dem Hause Marvel, kann nicht alle Probleme lösen, aber sah gut aus, hatte schöne Einfälle und auch mal interessante Charaktere)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.199
Seiten pro Tag: 140 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 7
Hörbuch: 2

Die Tagebücher der Apothekerin 10: Diesmal hat Maomao es mit diplomatischen Beziehungen zu tun. Abgesandte aus einem weit entferten Reich haben sich angekündigt und wollen die sagenumwobende Mondfee sehen. Doch die Suche gestaltet sich als schwieriger als angenommen. – Etwas schwächer als die vorherigen Teile, hat gegen Ende aber wieder an Fahrt aufgenommen.

Chaosseele: Nach Horus Anschlag auf Mays Leben versucht sie sich auf die Götterdämmerung vorzubereiten. Dabei positionieren sich die Gottheiten aller Religionen auf den beiden Seiten. Und ganz nebenbei versucht May noch ihr Liebesleben am Laufen zu halten. Alles ein bisschen viel, zumal auch noch eine Reise nach Ägypten ins Land ihrer Vorfahren. – Etwas enttäuschendes Finale, weil noch zu viele Baustellen eröffnet wurden, und das Finale viel zu kurz kam.

Die Götter von Atlantis: Ria, Ben und Rider reisen durch Europa und suchen Verbündete, um zum letzten Schlag gegen Gräfin Eleana und die Atlanter antreten zu können. Dabei findet sie noch wesentlich mehr über sich und ihr Schicksal heraus, bis es zur finalen Entscheidung kommt. – Spannendes Finale, das mich mehr als ein Taschentuch gekostet hat.

Don’t kiss the Dragon 1: Um ihren Freund Ren zu schützen begeht Sakura einen schwerwiegenden Fehler. Sie erweckt Teile des legendären Drachen Koga, der von Ren Besitz ergreift. Doch Sakura ist eigentlich eine Beschützerin der Drachentempel und steht nun im Gewissenskonflikt. – Interessanter Auftakt mit Luft nach oben.

Cat on the heros lap 1: Red und seine Freunde sind Helden und ziehen los, um Gefahren zu bannen und Schlachten zu gewinnen. Doch eine Katze setzt sich vor einem Kampf auf Reds Schoß und somit kann er nicht kämpfen. Und die Katze ist sehr hartnäckig. – Sehr witzige Grundidee, die aber einmal zu viel ausgespielt wurde. Mal schauen, ob die Folgebände mehr Ideen bieten.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 13: Die Rätsel an der Blue Academie spitzen sich zu und immer mehr Eliteschüler sterben. Ron und Toto müssen alles geben, um hinter das Geheimnis zu kommen. Zeitgleich ermitteln Winter Moriarty und Spitz außerhalb der Blue. – Das nächste große Kapitel wird eröffnet und hat bereits viel geboten.

Spellshop: Kiela ist Bibliothekarin durch und durch. Doch als die Revolution auch vor der großen Bibliothek nicht Halt macht, muss sie zusammen mit der sprechenden Pflanze Caz fliehen. Sie landet in dem alten Cottage ihrer verstorbener Eltern und beginnt dort ein neues Leben als Marmeladenverkäuferin. Doch das gelingt ihr nur mithilfe kleiner Zauber, die aber im ganzen Land verboten sind. – So ein supersüßer cosy Fantasyroman! Ich bin absolut in der Welt versunken und habe einfach alles geliebt.

Larsson Legacy: Theodor Skogen besucht den alljährlichen Maskenball der High Society Norwegens. Dort fasziniert ihn die geheimnisvolle Lou mit den vielen Tattoos. Beide spüren sofort eine Anziehung zwischen sich, doch Lou ist niemand anderes als Lovisa Larsson, Erbin von Knad, dem größten Konkurrenten von KOSGEN, dem Erbe von Theo. Gibt es eine Chance für sie beide? – Während Theo zuvor eher unsympathisch war, war ich bei dem Band skeptisch, aber wow hat der gut funktioniert! Ich hab ihn absolut verschlungen.

Spy x Family 12: Die Lage zwischen Ostania und Westalis spitzt sich zu und Loid und sein Schwager Yuri geraten in einen Spionagekampf auf verschiedenen Seiten. Doch der Frieden ist gefährdet. – Hat etwas am sonst typischen Humor eingebüßt, dafür sehr spannend.

Die Tote in der Bibliothek: In der Bibliothek der Familie Bantry wird eine Leiche gefunden. Völlig schockiert bittet Mrs Bantry ihre gute Freundin Jane Marple um Hilfe. Die folgt der Spur ins Majestic Hotel, wo die Polizei ebenfalls ermittelt. – Ein so interessanter Anfang, konnte es jedoch nicht über die Länge halten.

Bandenkrieg in Vertikow: Peers neue Nachbarin Jutta Abramczyk benötigt Hilfe. Ihr Mann ist vor einer Weile verstorben und sie und ihr Sohn Ludwig wollten in Vertikow Abstand zu allem gewinnen. Doch jetzt geht das Gerücht um, dass sie ihren Mann umgebracht hätte. Peer soll das entkräften. Zeitgleich wird Vertikow aber auch von einer räuberischen Bande heimgesucht. – Wieder ein starker Band, der noch einmal ganz anders aufgebaut war. Bin nur so durch die Seiten geflogen.

Soulmate 3: Yu Qis Zeit mit den vertauschten Körpern in Zukunft und Vergangenheit neigt sich dem Ende. Doch Dinge wiederholen sich, obwohl sie dachte sie verhindert zu haben. Kann sie die schreckliche Krankheit ihrer Partnerin Yuanzi noch abwenden? – Irgendwie ein unbefriedigendes Ende der Reihe. Hatte da noch mehr erwartet.

Tee? Kaffee? Mord! 8 – Zum Ersten, zum Zweiten und Tot: In Earls Raven wird ein Haus zwangsversteigert. Doch das bemerkenswerte ist, dass ein Bolivianer auf spektakuläre Weise den Zuschlag erhält und dann mit einer fadenscheinigen Geschichte um die Ecke kommt. Nathalie und ihre Köchin Louise haben Zweifel. Zeitgleich hat Nathalie aber auch Probleme mit ihrem neuen Landsupermarkt. Können sie beide Rätsel lösen? – Ein schwächerer Band der Reihe, da hier wieder alles sehr groß aufgezogen war.

Ein Mörder auf der Gästeliste: Lilly verbringt Weihnachten im Hotel der Familie von ihrer besten Freundin Zelda. Um deren Mutter zu überraschen haben sie ihren Großvater eingeladen, damit sie sich mit ihm aussöhnen kann. Doch das geht gehörig schief. Und während ein Schneesturm sie alle einsperrt, kommt es zu einem Mord. – Netter Weihnachts-Cosy-Crime für Zwischendurch. Konnte mich nicht ganz so überzeugen wie Eine Leiche zum Tee, aber wieder tolle Charaktere.

The Masterful Cat is depressed again today 1: Saku ist eine junge Frau, die viel arbeitet und allein mit ihrer Katze lebt. Doch Yukichi ist keine normale Katze. Sie ist menschengroß, läuft auf zwei Beinen und schmeißt ihren Haushalt. Und ein ums andere Mal verzweifelt er an ihrer Unordnung. – Sehr süße und sehr witzige Geschichte, gern mehr davon!

Wie war euer November? Was waren eure Highlights?

Crumbling Hearts

Ein Vorwort

Spätestens seit ihrer Vielleicht Reihe ist Carolin Wahl eine der Autorinnen, deren Bücher ich bereits aus Prinzip kaufe. So war ich sehr begeistert als sie uns nach Norwegen entführen wollte. Diese schrumpfte allerdings wieder als das Thema High Society bekannt gegeben wurde. Aber hey, immerhin geht es um ein Keksimperium? Was die Reihe abgesehen davon so kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Skogen Dynasty

Die Handlung: Der Erbe eines großen Keks-Imperiums Aleksander Skogen hat ein Problem. Ein Video geistert im Netz rum, das ihn aus dem Kontext gerissen in keinem guten Licht da stehen lässt. Bis die Presse sich beruhigt hat, soll er sich ruhig verhalten und wird von seinen Eltern zu einer Trekkingtour durch Norwegen verdonnert. Dort trifft er auf Norah, deren Zukunft in Gefahr scheint. Zwischen Bergen und Fjorden kommen sie sich näher, doch können sie ihren Gefühlen nachgeben? 

Meine Meinung: Carolin Wahl gehört auch zu den Autorinnen, deren Werke ich blind kaufe, da sie mich bisher immer überzeugen konnte. Und eine Geschichte in den Bergen Norwegens? Also wieder einmal ein Setting abseits des Mainstreams? Da war ich doch erst Recht dabei. Allerdings war es dann gerade der Aspekt des reichen Erben, der mich ein wenig abschreckte, ist das doch nicht mein favorisierter Trope. Daher war ich auch relativ schnell genervt als es dann nur noch um Fotos und die Presse ging und wie etwas ausgelegt werden könnte. Das heißt aber keinesfalls, dass das Buch an sich schlecht ist, sondern lediglich, dass es nicht meins war. Da kann Carolin Wahl noch so wunderbar schreiben und Norah noch so eine tolle Protagonistin mit nachvollziehbarer Hintergrundgeschichte sein, der finale Funke ist nicht auf mich übergesprungen. Nicht, wie es noch bei ihrer Vielleicht-Reihe war. Aber vielleicht schaffen es ja noch die Folgebände.

Golden Heritage

Die Handlung: Ellinor Skogen ist zwar eine der Erben des Keksimperiums KOSGEN in Oslo, doch als sie nach ihrem Studium für ein Praktikum einsteigt, steht ihre Schüchternheit ihr mehr als einmal im Weg. Und dann ist da noch Lucas. Einst ihr bester Freund, hat er sie vor Jahren von einem auf den anderen Tag geghostet. Doch sobald sie sich wiedertreffen, sind auch die Gefühle wieder da. Können sie die Vergangenheit überwinden?

Meine Meinung: Es brauchte nur ein Kapitel und ich wusste: Der zweite Band würde nicht besser werden. Denn direkt am Anfang kam das Hauptproblem der Geschichte schon deutlich hervor. Die beiden Protas haben sich jahrelang nicht gesehen, nachdem er sie von einem auf den anderen Tag geghostet hat, aber sobald sie sich sehen, sind sofort alle Gefühle wieder da und beide müssen mit der unglaublichen Anziehung des anderen kämpfen? Ich war eigentlich schon direkt abgeschreckt, bin dann aber doch geblieben, weil ich Ellis Entwicklung verfolgen wollte. Weil sie ihren ganz eigenen Kampf mit der Schüchternheit hat, den ich größtenteils gut nachempfinden konnte. Lucas Motive sind zwar etwas weniger nachvollziehbar, aber immerhin hatte er welche, die auch aufgearbeitet wurden. Das nächste große Problem des Buches sind die unzähligen Zeitsprünge. Sobald eine Szene aufgebaut war, wird einfach eine Woche weiter gesprungen, anstatt die Szene auszuspielen und auf den Punkt zu bringen. Dadurch zieht es sich leider auch, da es einfach zu keinem vernünftigen Dialog kommt, da sobald dieser fällig wäre, wieder in der Handlung gesprungen wurde. Das war mit der Zeit einfach nur sehr nervig und passte auch nicht zum Verhalten der Charaktere. Und jetzt kommt das große Aber: Ich war dennoch nicht gelangweilt oder genervt. Durch den unheimlich guten Schreibstil von Caroline Wahl bin ich dennoch durch die Seiten geflogen und habe das Buch verschlungen. Ich würde nicht so weit gehen, es deswegen als gelungen zu bezeichnen, aber es war dadurch auch kein schlechtes Buch.

Larsson Legacy

Die Handlung: Theodor Skogen besucht den alljährlichen Maskenball der High Society Norwegens. Dort fasziniert ihn die geheimnisvolle Lou mit den vielen Tattoos. Beide spüren sofort eine Anziehung zwischen sich, doch Lou ist niemand anderes als Lovisa Larsson, Erbin von Knad, dem größten Konkurrenten von KOSGEN, dem Erbe von Theo. Gibt es eine Chance für sie beide?

Meine Meinung: Nachdem Theodor Skogen war in den bisherigen Bänden eigentlich ein ziemlich unsympathischer Zeitgenosse, weswegen ich auf seinen Band wenig Lust hatte und überlegt hatte, die Reihe einfach abzubrechen. Aber Vergangenheits-Shalima war so schlau den Band vorzubestellen, ehe sie Band 2 gelesen hatte. Und, was hätte ich es bereut, diesen Band ausgelassen zu haben, da er einfach mit Abstand der beste der Reihe ist und auch einfach eins der besten Carolin Wahl Bücher, die ich bisher gelesen habe. Alle Stolpersteine aus den vorherigen Bänden hat sie geschickt ausbalanciert und da Theo hier auch einfach älter ist, als in den anderen Bänden, ist auch sein Wandel in seinem Verhalten nachvollziehbar. Forbidden Love kann gut gemacht mich auch überzeugen und genau das ist hier passiert. Zwar wurde ab und an das Ganze mit Romeo und Julia verglichen, aber die Adaption wurde gut umgangen und etwas neue geschaffen. Die Anziehung zwischen den beiden Charakteren war gut nachvollziehbar und ich war mit ihnen bereit die beiden Familien-Imperien brennen zu lassen. Die Zeitsprünge waren sinnvoll platziert und Szenen wurden auch gut ausgespielt. Kurzum: Bitte mehr davon!

Kennt ihr die Reihe?

Eine Handvoll Bücher – 7/24

Herzlich Willkommen zur siebten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Geisterfreundschaften, gesetzlich geregelter Magie, Tentakelmonster in der Nordsee, Taschentuchreifer Tagträumerei und wissenschaschaftlicher Romance.

Yadriel & Julian

Die Handlung: Yadriel entstammt einer Dynastie an Brujx, die dafür zuständig sind Geister in die Totenwelt zu geleiten. Doch Yadriel wird die Zeremonie verweigert, da er trans ist. Und bei seiner ersten Beschwörung erwischt er gleich noch den falschen Geist. Und Julian denkt gar nicht daran sich erlösen zu lassen.

Meine Meinung: Der Dias de Muerto ist zur Zeit gefühlt so stark repräsentiert, wie noch nie. Daher hatte ich mich eigentlich gegen das Buch gewehrt, aber dann ist es doch in meinem Einkaufskorb gelandet. Und das zum Glück! Denn die Geschichte ist aus der Sicht von jemandem, der den Wert der Feier für die Latino-Gemeinde in den USA richtig zu deuten weiß und das ganze mit Fantasyelementen zu bestücken weiß. Gleichzeitig haben wir hier ein coming-of-age, da sowohl Yadriel als auch Julian ihren Platz in der Gesellschaft suchen. Zeitgleich muss Yadriel seit seinem Coming-Out als trans Mann noch mit ganz anderen Problemen kämpfen, wird ihm doch ständig seine Identität abgesprochen. Und all das ist in eine spannende Geschichte eingebunden, die für Romance Fans, für Fantasy Fans, für Mystery Fans und für Krimi Fans etwas bietet, ohne an irgendeiner Stelle überladen zu sein. Ich werde auf jeden Fall die Augen offen halten, wenn etwas neues vom Autor kommt.

Die Gesetze der Magie

Die Handlung: Willow will nichts weiter als ihren Doktor am Trinity College machen. Doch trotz der Zusage hat ihr Professor sie nicht aufgerufen. Kurz darauf landet sie an einem geheimen College, wo die Gesetze der Magie mithilfe der verschiedenen Naturwissenschaften erforscht werden. Doch ein plötzlicher Todesfall lässt das Institut unruhig werden. 

Meine Meinung: Erwartungen sind tricky. Denn, wenn man Jenny Karpe auf Instagram verfolgt, so bekommt man einen sehr stilvollen Blog geboten. Viel Liebe zu Ästetik und Musik und immer wieder gute Marketingposts zu dem Buch, so dass ich mich sehr drauf gefreut habe und es mir extra für die spooky season aufgehoben habe. Nur, dass meine Erwartungshaltung nicht erfüllt wurde. Und so stellte sich die Frage, lag es an meinen Erwartungen oder hätte mich das Buch auch ansonsten enttäuscht. Ich bin zum Schluss gekommen, dass es eine Mischung aus beidem war. Denn die Grundidee ist sehr spannend, wurde aber nicht richtig genutzt. Stattdessen verliert sich die Geschichte in seiner eigenen Handlung, der Prämisse und in den Charakteren. Alles wird sehr plump ausgespielt und wir springen viel in allem hin und her. Die Erklärungen der Magie und ihrer Gesetzte bzw. der Forschung an diesen, konnte mir bis zum Ende nicht richtig erklärt werden, stattdessen wurde mit vielen historischen Namen um sich geschmissen. Vielleicht lag auch vieles am Schreibstil, der mich nicht mitreißen konnte. So möchte ich gar nicht sagen, dass das Buch an sich schlecht ist, denn die guten Ansätze sind erkennbar. Aber sie sind mit zu unklar herausgearbeitet.

Ich warte auf dich, Haru

Die Handlung: Eric versinkt gern in Tagträumen. Nach einem Verlust, der ihn den Boden unter den Füßen wegreißt, denkt er immer wieder an Haru, einem jungen Mann, den er vor Jahren in Tokyo über den Weg gelaufen ist. Bis dieser wirklich vor ihm steht. Nur, kann ihn kein anderer sehen.

Meine Meinung: Holt die Taschentücher, Dustin Thao ist zurück! Nach „Bleib bei mir Sam“ widmet er sich wieder einer hochemotionalen Geschichte und erneut dem Thema Trauerbewältigung. Diesmal jedoch nicht mit dem Telefon, an dem der Verstorbene antwortet, sondern mit der Vorstellung einen sympathischen Menschen wiederzubegegnen, der aber nicht richtig da zu sein scheint. Diesmal konnte er mich am Anfang noch nicht so richtig abholen, da mir die Ebene der Tragträumerei von Anfang an zu präsent war. Das hat sich dann gelegt und ich konnte leichter in dem Buch versinken, hatte aber stets eine größere Distanz als noch im ersten Band. Vor allem, weil ich viele von Erics Taten nicht nachvollziehen konnte und teilweise  nur den Kopf geschüttelt habe. Aber irgendwo konnte es doch immer logisch erklärt werden. Und dann kam das Ende, dass ich so absolut nicht vorhergsehen habe und dass mich zerstört  hat. Leute, ihr braucht dafür wirklich Taschentücher, okay?

Not in love

Die Handlung: Rue Siebert ist stolz auf ihre Arbeit bei einem Start-up, wo sie als Wissenschaftlerin sich ganz der Forschung widmen kann. Doch dann tauchen neue Investoren auf und scheinen die Firma anzugreifen. Mit dabei ist Eli Killgore, mit dem Rue fast einen One-Night-Stand hatte. Und obwohl sie auf unterschiedlichen Seiten zu stehen scheinen, kommen sie einfach nicht voneinander los. 

Meine Meinung: Die Bücher von Ali Hazelwood sind bisher stets in meinen Bestenlisten ganz oben zu finden. Mit Bride versuchte sie sich bereits an einer Fantasy-Geschichte, die wesentlich mehr Spice beinhaltete, als man von ihr gewohnt war. Mit Not in Love kehrt sie zwar in die Romance Gefielde zurück, aber hier gibt die Autorin selbst vorab eine Warnung ab, dass es sich von ihren bisherigen Romance Werken unterscheidet. Und Recht hat sie. Zwar schafft sie es wieder sehr schnell die Charaktere aufzubauen und auch den wissenschaftlichen Aspekt gut einzubauen, aber das Buch ist auch voller spicy Szenen. Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern ersetzen sie aber nicht die Handlung, sondern sind Teil dieser und auch Teil der Charakterentwicklung. Dennoch muss ich sagen, dass ich am Ende übersättigt war und lieber ein paar Seiten weniger gehabt hätte. Aber im großen und ganzen war es wieder eine sehr tiefgreifende und herzliche Geschichte, die weniger lustige Momente hatte, aber dafür noch einmal auf eine ganze andere Gefühlsebene abzielte. Ich bin gespannt, wie sich Ali Hazelwoods Bücher weiterentwickeln.

Die Farbe der Knochen von Alpakas am Strand

Die Handlung: Eine problematische Klasse wird zu einer Fahrt nach Helgoland verdonnert, um die Dynamik zu verbessern. Dabei gerät die Fähre in einen Sturm und sie landen kurzerhand auf der nicht-existenten Insel Hoogenhörn. Doch damit beginnen die Mysterien erst und wieso ist die Insel eigentlich voller Alpakas?

Meine Meinung: Was für ein verrückter Ritt! Nachdem ich im letzten Jahr die Demons Diaries der Autorin C.C. Hollister verschlungen hatte, stand ich bei der diesjährigen Buch Berlin wieder an ihrem Stand und wollte mir die dazugehörigen Romane holen. Doch dann hatte sie einfach ein neues Buch geschrieben und dann hatte es noch einen absolut abgefahrenen Titel und es ging um Alpakas! Also fiel meine Entscheidung darauf. Zuvor hatte ich noch ein längeres Gespräch mit der Autorin, denn Mobbing war in den content notes versehen. Doch mit der Klasse war das für mich kein Problem. Denn hier hat jeder auf jeden draufgehauen und alle waren so unsympathisch, dass ich mit keinem Charakter wirklich mitfühlen konnte. Das war auch mein größtes Problem mit dem Buch. Für mich wäre es vollkommen in Ordnung gewesen, wenn alle bereits im Sturm drauf gegangen wären. So war es mir leider herzlich egal, wenn wieder jemand in Gefahr schwebte. Darüber hinaus ist die Geschichte aber gut konstruiert, bietet Spannung und ein interessantes Setting. Mit der Auflösung am Ende ist wirklich nicht zu spaßen, die geht nochmal gut unter die Haut. So bin ich gespannt, ob mit dem Setting nochmal etwas gemacht wird oder was sich die Autorin noch so alles ausdenkt.

Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie fandet ihr es?

Was ist schon normal?

Ein Vorwort

Französische Komödien sind in letzter Zeit auch so eine Sache für sich. Seit dem riesen Erfolg von Monsieur Claude und seinen tausend Fortsetzungen bin ich eher skeptisch. Doch ein Film, der sich mit Menschen mit Behinderungen auseinander setzt? Das kann ordentlich in die Hosen gehen, oder wir hätten endlich mal eine gute Repräsentation. Und was soll ich sagen: Es ist tatsächlich zweiteres geworden. Alles weitere dazu findet ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Pablo und Lucien haben frisch ein Juweliergeschäft ausgeraubt. Um vor der Polizei zu fliehen geraten sie in den Bus einer Gruppe Menschen mit Behinderung, die auf dem Weg ins Sommercamp ist. Während Pablo sich ebenfalls als behindert ausgibt, mimt Lucien dessen Sonderpädagoge. Dabei werden sie mit ihrer eigenen Weltsicht konfrontiert und erleben ein unvergessliches Abenteuer.

Meine Meinung

Ableismus ist überall. In unserer Sprache („Ey bist du behindert?“ als Beleidigung) und Barrierefreiheit ist in den wenigsten Fällen gegeben. Videos ohne Untertitel, Leitstreifen, die ins Nichts führen oder gar von Pfeilern unterbrochen werden oder der Arzt, dessen Praxis nur über Stufen zu erreichen ist. Diese Aufzählung könnte ich noch ewig weiterführen und das sind nur die Dinge, die mir als Nicht-behinderte Person auffallen. Jedes Jahr versuche ich im Juli zum Disability Pride Month Repräsentative Darstellungen in Medien zu finden und habe jedes Jahr das Problem etwas zu finden. Sichtbarkeit ist einfach nicht gegeben. Umso schöner ist es, wenn Filme gedreht werden, die sich bewusst auf die Präsenz von Charakteren mit Behinderung stürzen und dabei nicht außer Acht lassen, dass jede Behinderung anders ist.
Ähnlich wie beim deutschen Film „Die Goldfische“ landen wir diesmal wieder in einer Reisegruppe von Menschen mit Behinderungen. Etwas andere Prämisse und etwas mehr Respekt den Charakteren gebenüber werden uns verschiedene Krankheitsbilder vorgestellt und auch die verschiedenen Arten von Betreuung. Dabei wird deutlich gemacht, dass eine Überbetreuung auch nicht richtig ist, sondern ein gesundes Maß gefunden werden muss.
Natürlich ist das ganze eine Komödie, aber hier konnte man auch einfach ganz befreit lachen, weil der Film es sehr gut schafft, sich eher über die Vorurteile und Klischees lustig zu machen als über die Charaktere mit Behinderung. Über den übereifrigen Betreuer, der dadurch aber auch nicht auf die Bedürfnisse der Mitreisenden eingeht, oder auch über andere Menschen im Supermarkt, die sich am „Anders“ sein unserer Gruppe zu stören scheinen. Über ihre Engstirnigkeit, die aufs Korn genommen wird, kann man sehr gut lachen und der Film dreht es immer wieder so, dass man über Handlungen und nicht über Behinderungen lacht. Damit schafft er den feinen Spagat, wie es nur wenige Filme mit ähnlicher Prämisse schaffen.
Es wäre keine französische Komödie, wenn er es nicht an der ein oder anderen Stelle überspitzt. So wird für Pablo ein anderer Reisender „vergessen“, der kurzerhand mit einer Reisegruppe in Ballermann-Manier mitreist. Hier hatte ich zunächst Bedenken, aber er wird auch in die Reisegruppe gut integriert und hat den Spaß seines Lebens.
So schafft Was ist schon normal? der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten, für mehr Inklusion zu werben und trotzdem gut zu unterhalten. Einen Blick ist diese kleine Perle auf jeden Fall wert!

Das Fazit

Was ist schon normal? ist eine runde Komödie, die sich gegen Ableismus ausspricht und für mehr Inklusion wirbt, einfach, in dem sie eine gut gestrickte Handlung schafft, die den Witz auf die Außenstehenden schiebt und die Gruppe einfach eine gute Zeit haben lässt. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Was ist schon normal? läuft seit dem 05.09.2024 in den deutschen Kinos

Borderlands

Ein Vorwort

Das Drama mit den Videospielverfilmungen geht in die nächste Runde. Als jemand, der kaum zockt, geht die Diskussion wie spielnah ein Film ist, meist an mir vorüber. Bei mir ist dann eher die Frage, funktioniert es als Verfilmung, also aus filminszenatorischen Gesichtspunkten. Bei Borderlands kann man jedoch nur von einem Reinfall auf ganzer Strecke sprechen. Warum, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Die kopfgeldjägerin Lilith muss auf ihren Heimatplaneten Pandora zurückkehren, der eine Hochburg von kriminellen Banden ist. Sie soll die Tochter eines einflussreichen Bösewichts zurückbringen. Vor Ort muss sie jedoch feststellen, dass der Auftrag nicht so leicht zu erledigen ist, wie erhofft.

Meine Meinung

Eli Roth dürfte dem ein oder anderen vielleicht etwas sagen als der Regisseur der Hostel Filme, oder anderer Slasher Filme, wie zuletzt Thanksgiving. Sein letzter Film im Fantasy Bereich war 2018 „Das Haus der geheimnisvollen Uhren“, der mit Jack Black und Cate Blanchett lockte, letztlich aber keine gute Geschichte erzählte, obwohl allerlei Ansätze da waren. Eben dieser lockte nun die Gamer ins Kino mit einer Verfilmung einer beliebten Spielereihe. Mich lockte er trotz eines bereits sehr durchwachsenen Trailers vorallem mit Cate Blanchett. Weil die Granddame Hollywoods würde sich ja wohl kaum für einen kompletten Reinfall hergeben.
Aber wie bereits 2018 wurde ich enttäuscht, wenn auch diesmal deutlich schlimmer. Und wieder waren die Ansätze eindeutig vorhanden, nur wurden sie zu gunsten billiger Gags und sinnloser Schlachten nicht genutzt. Aber fangen wir am Anfang an. Wir bekommen die Geschichte des Planets Pandora im Schnelldurchlauf erzählt, damit alle auch auf dem gleichen Stand sind. Dann lernen wir auch schon Lilith kennen, die sich gut durchchoreographiert durch eine reine CGI Welt schießt. Die eigentlich sehr toughe Frau wird natürlich innerhalb eines kleines Gesprächs „überredet“ auf ihren Heimatplaneten zurückzukehren. Die ganze Mission gerät in kürzester Zeit außer Kontrolle und die meisten Missverständnisse hätten hier in einem guten Dialog geklärt werden können.
Stattdessen wird sich weiter untereinander bekämpft, wobei ein Charakter unsympathischer ist als der Nächste. Wir haben absolut keine Identifikationsfigur und der Ausgang wurde mir von Minute zu Minute egaler. Jeder Ansatz eines Gesprächs wird durch das plötzliche Auftauchen irgendwelche Gegner gestört, damit es auch ja keine vorzeitige Lösung gibt.
Aber wer glaubt, dass es damit getan ist: Nein! Weil der ganze Film noch nicht langweilig, unorganisiert und viel zu gestreckt ist, bekommen wir noch ein Finale, das so abgedreht ist, dass man darüber nur noch den Kopf schütteln kann. Keine Ahnung, wie viel Gage Cate Blanchett hierfür bekommen hat, aber es war eindeutig zu wenig. Am Ende bleibt einem nicht einmal eine gute Optik oder irgendetwas, was man positiv herausstellen könnte. Also bleibt mir nur eins zu sagen: Spart euch das Geld!

Das Fazit

Borderlands verliert auf ganzer Ebene, schlechtes CGI, unsympathische und langweilige Charaktere, eine unorganisierte Handlung und das auch noch sehr gestreckt. Lasst einfach die Finger von dem Streifen. Dafür gibt es 02 von 10 möglichen Punkten.

Borderlands läuft seit dem 22.08.2024 in den deutschen Kinos

Teresa Sporrers Chaos-Reihe

Ein Vorwort

Bei ägyptischer Mythologie in einem Urban Fantasy Roman bin ich immer gleich dabei. Leider kommt es viel zu selten vor und dann oft auch schlecht recherchiert. Daher wurde ich bei Teresa Sporrers Reihe direkt hellhörig. Warum mir die Reihe auch sehr gut gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Chaoskuss

Die Handlung: May ist eine ägyptische Hexe in Ausbildung, die sich zusätzlich mit einer normalen amerikanischen Highschool rumschlagen muss. Dabei will sie nur ein bisschen Normalität und mit dem Menschen Noah auf einer Party knutschen. Doch dann geraten nicht nur ihre Kräfte außer Kontrolle, es gibt auch einen Toten. May verspricht das Verbrechen aufzuklären, was gar nicht so einfach ist. 

Meine Meinung: Eigentlich versuche ich inzwischen Schulsetting und Teenagedramen zu vermeiden, da sie in der Regel sehr anstrengend sind. Und so waren meine Befürchtungen am Anfang der Reihe auch groß, zumal es natürlich auch die klassische Zicke, den coolen Sportler und natürlich die „Looser“-Gruppe rund um unsere Protagonistin gab. Doch, was mich normalerweise abschrecken würde, war hier durch eine gute Portion Witz gut dargestellt und konnte locker genossen werden. Das Drama wechselt sich mit dem interessanten Teil um Mays Hexenkräfte und ihre Abstammung ab und die Autorin weiß stets eine gute Anspielung auf so ziemlich alles, was Filme, Serien oder Spiele angeht, einzubauen. Manchmal hatte die Geschichte fast zu viel Tempo, aber so konnte ich sie gut wegsuchten und war dann sehr gespannt auf den nächsten Teil.

Chaosherz

Die Handlung: Noah ist wieder ein Mensch, doch damit immer distanzierter gegenüber May. Das stachelt das Chaos in ihr weiter an, das immer schwieriger zu kontrollieren wird. Doch damit nicht genug. Ihr Cousin Horus scheint sich in seinem Schlaf zu regen und hat es wohl auf May abgesehen. Weil ein Teenager mit Liebeskummer ja nicht schon genug Probleme hat. 

Meine Meinung: Auch in den zweiten Band bin ich aufgrund des guten Schreibstil, der leicht und flüssig zu lesen ist, gut reingekommen und habe auch diesen Band einfach nur inhaliert. Auch hier ist der Dramaanteil gut ausgewogen und wir bekommen zwar die typischen Teenagerprobleme mit, aber sie sind auch immer so aufgearbeitet, dass sie nicht übertrieben nervig wirken. Und sollte das Chaos doch mal überhand nehmen, dann wird es mit dem lockeren Humor der Reihe gut ausbalanciert. Wir lernen zusammen mit May viel Neues über ihre Abstammung und ihre Fähigkeiten und wachsen zusammen mit ihren Fehlern. Und auch, wenn mit dem Gott Horus bereits der Endgegner angeteasert wird und er teilweise bereits auftritt, bleibt die Handlung doch auf einem Niveau, wie es Teenager gut wegstecken können. Und hier durfte auch der romantische Aspekt endlich ein bisschen mehr Platz bekommen.

Chaosseele

Die Handlung: Nach Horus Anschlag auf Mays Leben versucht sie sich auf die Götterdämmerung vorzubereiten. Dabei positionieren sich die Gottheiten aller Religionen auf den beiden Seiten. Und ganz nebenbei versucht May noch ihr Liebesleben am Laufen zu halten. Alles ein bisschen viel, zumal auch noch eine Reise nach Ägypten ins Land ihrer Vorfahren.

Meine Meinung: Was habe ich mich auf den Abschlussband der Reihe gefreut. Ein Wiedersehen mit all den tollen Charakteren – okay abgesehen von einer gewissen Banshee – und endlich der finale Kampf gegen Horus. Doch vorher hatte das Buch noch einiges zu erzählen. Und leider so viel, dass die Handlung sehr episodenartig wirkt. Es geht um May und Noah, um Viv und Shane, um einen ersten Götterkampf, dann werden immer wieder Gottheiten gesammelt, damit die eigene Armee größer ist, als die von Horus. Da merkt man zwar, dass die Autorin stark recherchiert hat und versuchte alle großen Religionen unterzubringen, aber dafür ging eben auch eine Menge Platz drauf. Dann wird die große Ägyptenreise angekündigt, die nach drei Kapiteln schon wieder vorbei ist, nur damit dann der Finalkampf angeteasert wird, der aber letztlich auf den letzten 30 Seiten stattfand, dort aber auch noch ein Epilog stattfinden musste. Gefühlt war hier genug Material für noch zwei Bände oder zumindest für deutlich mehr Seiten. Schade, dass es partout auf die 300 Seiten gekürzt wurde, denn so fühlt sich der Abschluss sehr unfertig an. Ein eher enttäuschender Abschied von einer tollen Reihe.

Kennt ihr die Reihe? Wer ist euer Lieblingsgott aus der Reihe und warum ist es Anubis?

Der wilde Roboter

Ein Vorwort

Nachdem Vorreiter Disney selbst mit Pixar in letzter Zeit überwiegend hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist, trauen sich nun die anderen Studios mit ihren Geschichten in die Kinos und schaffen es neue originelle Geschichten anzubieten. So nun Dreamworks, die sich endlich von ihren immergleichen Charakteren gelöst haben und mit der wilde Roboter einen Volltreffer gelandet haben. Warum das so ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Fanart des Kinotitels und Kinoticket auf einer Filmklappe

Die Handlung

Nach einem Schiffsunglück landet der Roboter Rozzum 7134 auf einer einsamen Insel. Diese ist fernab von Menschen, aber dafür voller Tiere. Da der einzige Existenzgrund für einen Rozzum das Erledigen von Aufgaben ist, versucht sie diese in der Tierwelt zu finden, was zu einigen Missverständnissen führt. Bis sie auf ein Gänseei trifft und die Aufgabe bekommt sich um das Küken zu kümmern.

Meine Meinung

Seit 1998 versucht sich Dreamworks als Konkurrent zu Disney und Pixar und stieg sehr schnell auf computeranimierte Filme um. Dabei waren es eher ihre großen Franchises und Reihen, die funktionierten, dafür aber bis zum bitteren Ende ausgeschlachtet wurden. Shrek, Madagascar, Kung Fu Panda oder auch Drachenzähmen leicht gemacht, sind da sehr prominente Namen. Doch zwischendurch sind es die kleineren Filme, die überraschen können. So zuletzt geschehen mit Der wilde Roboter.
Hier wurde sich ein Buch als Vorlage genommen und mit Chris Sanders einem  alten Disney-Veteranen, der mit dem Konzern aber inzwischen eher auf Kriegsfuß steht und bei Dreamworks auf mehr künstlerische Freiheit hoffte. Und das konnte er hier auch ausleben. Mit Einflüssen von niemand geringerem als Ghibli-Legende Hayao Miyazaki und auch des Malers Claude Monet wird hier eine wunderbare Optik geschaffen. Zusammen mit der supersüßen Geschichte des Kinderbuchautors Peter Brown kam ein Animationsfilm, der mit ziemlicher Sicherheit Kandidat für den nächsten Oscar ist.
Aber fangen wir noch einmal von vorne an. Zunächst erfahren wir über Ort und Zeit des Films nicht viel, aber wir lernen mit Rozzum 7134 eine künstliche Intelligenz kennen, die darauf programiert ist, alle möglichen Probleme zu lösen. Die Tierwelt ist ihr unbekannt und so tappt sie zunächst in allerlei Fettnäpfchen. Erst später lernt sie mit den Tieren zu kommunizieren, was aber nur bedingt hilft, da ihre Lebensweise sich noch immer stark von den Tieren unterscheidet. Ihr einziger Daseinsgrund ist es Aufgaben zu erledigen, aber die Tiere haben eher Angst vor ihr.
So ist es eine Geschichte über das Anders sein, über das Ausgeschlossen werden und wie man sich dennoch annähert. Es geht um Freundschaft, um Hilfsbereitschaft, um die Evolution, um Familie und das ganze in einer menschenfreien Insel. Dabei ist alles sehr liebevoll verpackt, auch wenn einige Dialoge doch etwas schwarzhumorig geraten sind, was aber wohl eher den erwachsenen Zuschauenden auffallen dürfte. Denn trotz der Vielzahl der Themen ist der Film an keiner Stelle überladen, sondern baut sich Stück für Stück auf.
Manche Themen werden auch erst später noch mit eingeworfen und bringen den Film noch einmal auf eine weitere Ebene. Und auch, wenn er größtenteils auf einer guten Humorebene läuft, sollte man die Taschentücher nicht vergessen.

Das Fazit

Der wilde Roboter vereint Humor, eine gute Aufarbeitung von Themen, wie Familie, Freundschaft und Evolution, und eine gute Portion Drama und ist so einer der innovativsten und intensivsten Animationsfilme der letzten Jahre. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Der wilde Roboter läuft seit dem 03.10.2024 in den deutschen Kinos

A Spark of Time

Ein Vorwort

Geschichten über Zeitreisen sind immer wieder faszinierend. Aber sie bergen auch das Risiko, sich in Logiklöcher oder zu hohen Ambitionen zu verstricken. Dennoch sprach mich Kira Lichts neuste Reihe direkt an, beinhalteten sie doch die magischen Worte „Titanic“ und „Mr. Darcy“. Wie sie mir gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Rendevous auf der Titanic

Die Handlung: Lilly deGray und ihr Vater sind nicht nur Antiquitätenhändler, sondern können auch in der Zeit reisen, wodurch sie auch verloren geglaubte Stücke wiederfinden können. Doch durch Geldsorgen muss Lilly zu ihrem nächsten Auftrag alleine aufbrechen, der sie auf die Titanic führt. Dort trifft sie auf Ray, einem Passagier, der bei ihr sofort Gefühle auslöst. Was sie nicht weiß, ist, dass Ray eigentlich Damien ist, ebenfalls ein Zeitreisender. Und sein Ziel ist Lilly.

Meine Meinung: Klappentexte sind ein tückisches Werkzeug. Während sie einem das Buch schmackhaft machen sollen, kann es bereits zu Spoilern kommen. Oder sie lenken einen in eine völlig falsche Richtung. So ging es mir mit Rendevouz auf der Titanic. Denn während der Klappentext lediglich den Teil mit Ray und Lillys Gewissensbissen, weil sie ihn zurücklassen muss, erzählte, merkte ich bereits im zweiten Kapitel, dass dies nicht die richtige Handlung ist. Stattdessen treffen wir auf Damien, der ebenfalls Zeitreisender ist und seinen echt bösen Vater. Leider war das genau ein Handlungsstrang, von dem ich so gar kein Fan bin und den ich eigentlich hoffte, nicht dabei zu haben. Meine Stimmung zu dem Buch war also schon sehr früh getrübt. Die Vorfreude sehr rasch verpufft. Dennoch haben A Spark of Time und ich uns zusammengerauft und gerade als es endlich auf die Titanic ging, konnte mich die Geschichte auch mehr abholen. Kira Licht hat hier sehr viel Recherche reingesteckt, was man durchaus merkt. Leider sich dann doch in inzwischen widerlegten Behauptungen verstrickt (Funfact: Auch mehr Rettungsboote hätten nicht mehr Menschen gerettet, denn die Zeit bis zum Untergang reichte nicht einmal, um alle vorhandenen Boote zu besetzen und zu Wasser zu lassen.) Auch war der Anhang zu den realen Personen und Orte ganz nett, beinhaltete aber keine neuen Informationen, die nicht bereits in der Geschichte enthalten waren. Hier wären bewusste Änderungen oder zusätzliche Details wesentlich spannender gewesen. Letztlich konnte mich das Buch abholen und ich habe die Geschichte sehr schnell inhaliert. Die leichte Schreibweise hat dabei sehr geholfen.

Ein Date mit Mr. Darcy

Die Handlung: Lilly hat Damiens Identität aufgedeckt. Und während sie nichts mehr mit ihm zu tun haben möchte, verfolgt Damiens Vater weiter seine bösen Machenschaften. Letztlich nimmt er Lillys Vater als Geisel und zwingt beide Kinder dazu in die Regency Zeit zu reisen, um ein letztes Zahnrad  aufzuspüren. Dabei treffen sie auf Lillys großes Vorbild Jane Austen und deren Familie.

Meine Meinung: Nach dem ersten Band war ich mir nicht sicher, ob ich die Reihe wirklich weiter verfolgen wollte, war sie doch so ganz anders als in meinen Erwartungen (wofür die Autorin übrigens nichts kann, nur der Klappentext war irreführend!). Doch dann habe ich den Untertitel des zweiten Bands gesehen und bei Jane Austen und Mr. Darcy konnte ich einfach nicht widerstehen. Durch die weiterhin sehr leichte Schreibweise, habe ich auch den zweiten Band regelrecht inhaliert. Auch hier war wieder sehr deutlich, wie gut die Autorin recherchiert hat und wie sie dadurch gute Twists einbauen konnte. Leider gibt es auch hier ein paar Abers, weswegen ich nicht völlig überzeugt bin. Zum einen ist es der etwas zähere Mittelteil. Hier wurde viel Augenmerk auf die Liebesgeschichte gesetzt und dabei fehlte ein wenig das Tempo. Dadurch fehlten dann hintenraus die Seiten. Denn die Zeit bei Familie Austen nimmt hier nicht, wie die Titanic im ersten Band, das ganze Buch ein, sondern wir haben im dritten Abschnitt nochmal einen kompletten Zeit-  und Locationswechsel. Dabei wurde man mit vielen neuen Namen und Fakten überschüttet, die leider nur wenig ausgearbeitet wurden, denn das spannende Finale musst her. Dabei ging alles irgendwie zu leicht. Das große Böse war schnell gebannt, das Damoklesschwert über dem Liebespaar war auf einmal weg und dann gab es nur noch ein schnelles Happy-end im Epilog. Das war sehr ernüchternd für die Geschichte, die über die zwei Bände aufgebaut wurde. Ich sage das zwar selten, aber eine Trilogie wäre hier durchaus angebrachter gewesen. Genügend Handlung dafür wäre da gewesen und das große Überböse wäre nicht auf einmal sehr leicht zu überwältigen gewesen.

Das Fazit

A Spark of Time ist eine Reihe mit einer faszinierenden Grundidee, die ein wenig besser ausgebaut auch funktioniert hätte. Leider sammeln sich in beiden Bände einige Schwachstellen – und wir reden hier nichtmal über den nicht gelungenen Buchsatz oder die überproportional vielen Schreib- und Druckfehler für ein teueres Verlagsbuch – die den Gesamteindruck leider schmälern. Die Autorin hat sehr viel Zeit und Energie in die Recherche gesteckt, das spürt man deutlich, aber dadurch hakte es leider an der finalen Handlung. Ein Spin-off ist bereits in Arbeit, aber ich kann aktuell nicht sagen, ob ich nach dem Ende nochmal Lust darauf habe.

Rückblick auf den Oktober 2024

Und da ist der spooky Monat schon wieder vorbei, der Herbst wandelt sich langsam von golden zu kahl und ich hab zumindest ein paar spooky Sachen geschaut bzw. gelesen – Hauptsächlich für die Horrorwochen, aber wir wollen mal nicht kleinlich sein. Allgemein bin ich wieder mehr zum lesen als zum schauen gekommen, aber das ist ja auch nichts ungewöhnliches mehr.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Joker 2 – Folie á deux: Arthur Fleck ist im Gefängnis und erwartet seine Verhandlung. Der Umgangston ist rau, einziger Lichtblick sind die Gesangsstunden, bei denen er Harleen „Len“ Quinzel trifft, die ganz fasziniert vom Joker ist. Doch während des Prozesses hadert er immer mehr mit sich. Ist er der Joker oder doch einfach nur Arthur? – Leider sehr langatmig und mit sehr später Pointe, kann nicht an den ersten Teil ranreichen.

Der Buchspazierer: Carl Kollhoff spaziert für eine kleine Buchhandlung jeden Tag durch die Stadt und liefert Buchbestellungen aus. Die Stammkundschaft hat von ihm inzwischen Namen aus Büchern bekommen, so schaut er regelmäßig bei Mr. Darcy oder Frau Langstrumpf vorbei. Dabei wahrt er stets eine höfliche Distanz. Bis er auf die neunjährige Schascha trifft, die ihn gern begleiten möchte und durch ihre quirlige Art seinen Alltag ordentlich auf den Kopf stellt. – Sehr schöner und emotionaler Film mit tollen Aussagen und viel Liebe zum Buch.

Der wilde Roboter: Nach einem Schiffsunglück landet der Roboter Rozzum 7134 auf einer einsamen Insel. Diese ist fernab von Menschen, aber dafür voller Tiere. Da der einzige Existenzgrund für einen Rozzum das Erledigen von Aufgaben ist, versucht sie diese in der Tierwelt zu finden, was zu einigen Missverständnissen führt. Bis sie auf ein Gänseei trifft und die Aufgabe bekommt sich um das Kücken zu kümmern. – Das zweite Highlight diesen Monat, supersüßer Animationsfilm, bei dem wohl kein Auge trocken bleiben dürfte.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Der Untergang des Hauses Usher (1928): Familie Usher bestehend aus Roderick und Madeline Usher sitzen entspannt beim Abendessen. Dabei befallen Madeline ungewöhnliche Bilder, die sie in den Wahnsinn und schließlich in den Tod treiben. Roderick befürchtet nun das gleiche Schicksal. Der Reisende besucht ihn und versucht zu helfen. – Etwas wirre Darstellung der Geschichte, aber in der Kürze alles drin.

Die Verfluchten: Philip Winthrop hat sich mit Madeleine Usher verlobt und reist zu dem Landsitz der Familie, um sie abzuholen. Doch vor Ort verhalten sich der Butler und vorallem Madeleines Bruder Roderick sehr merkwürdig und erzählen etwas von einer seltsamen Krankheit. Philip will es nicht glauben und versucht alles, um seine Verlobte zu retten. – Gute Verfilmung der Kurzgeschichte von Poe.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Modern Family – Staffel 9 (Noch immer ne gute Sitcom für nebenbei) und Alexa & Katie – Staffel 1 (Tolle Sitcom mit schwierigem Thema)

Black Butler – Staffel 1 (Die Grundidee mochte ich, aber die Umsetzung war mir zu langatmig. Auch die einzelnen Folgen ziehen sich leider zwischendurch sehr)

Criminal Minds – Staffel 9 (Hält das Niveau der Serie gut und schafft es weiterhin interessante neue Fälle zu bieten)

Are you sure – Staffel 1 (Viel Essen, wenig Handlung, und doch funktioniert das Konzept durch die Herzlichkeit der Hosts)

Geschichte mal anders – Staffel 1 (Interessanter Ansatz und gute Themenauswahl. Allerdings mehr zur Unterhaltung als zur wirklichen Wissensvermittlung)

Untergang des Hauses Usher – Miniserie (Spannende Umsetzung diverser Werke von Edgar Allen Poe mit interessanter Übertragung in die heutige Zeit)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.890
Seiten pro Tag: 158 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 3
E-Book: 1

Erneut gelesen habe ich Das Eche der Schuld (Solider Charlotte Link Roman, der viel über  Melancholie und die Schuldfrage zu sagen weiß)

Yadriel & Julian: Yadriel entstammt einer Dynastie an Brujx, die dafür zuständig sind Geister in die Totenwelt zu geleiten. Doch Yadriel wird die Zeremonie verweigert, da er trans ist. Und bei seiner ersten Beschwörung erwischt er gleich noch den falschen Geist. Und Julian denkt gar nicht daran sich erlösen zu lassen. – Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, aber die Geschichte entwickelt sich schnell zu einem tollen Buch mit wichtigen Aussagen zu trans  Personen.

Mermaid Melody 1 – Pitchi Pitchi Pitch: Luchia hat den Menschenjungen Kaito bei einem Schiffsunglück gerettet. Dafür musste sie ihm ihre Perle geben, die für Meerjungfrauen eine wichtige Bedeutung hat. Jahre später wird sie in die Menschenwelt geschickt, um eben jede wiederzufinden. Dabei trifft sie auch wieder auf Kaito. – Das war damals mein erster Manga, daher aus Nostalgie nochmal geholt. Hat mich leider doch  abgeschreckt, da die Handlung sehr wirr ist und gefühlt alle Charaktere gleich aussehen.

A Spark of Time 2 – Ein Date mit Mr. Darcy: Lilly hat Damiens Identität aufgedeckt. Und während sie nichts mehr mit ihm zu tun haben möchte, verfolgt Damiens Vater weiter seine bösen Machenschaften. Letztlich nimmt er Lillys Vater als Geisel und zwingt beide Kinder dazu in die Regency Zeit zu reisen, um ein letztes Zahnrad  aufzuspüren. Dabei treffen sie auf Lillys großes Vorbild Jane Austen und deren Familie. – Wieder gute Grundidee, aber die Umsetzung hat deutliche Mängel. Wird durch den guten Schreibstil etwas gerettet.

Haikyu! 6: Nach dem Spiel gegen die Dateko hat die Karasuno Oberschule sehr gute Laune. Doch ihr nächster Gegner ist nicht zu unterschätzen. Schließlich handelt es sich dabei um die Aoba-Josei und gerade Tobio hat eine persönliche Fehde gegen die Schule. – Obwohl ich den Ausgang kannte, schafft der Manga es einen in Atem zu halten.

Mord im Pfarrhaus: Colonel Protheroe, ein nicht unbedingt geschätzter Zeitgenosse mit einer Menge Einfluss in St. Mary Mead, wird ermordet im Pfarrhaus aufgefunden. Der Pfarrer mit einem unschlagbarem Alibi begleitet daraufhin die Polizei bei den Ermittlungen. Dabei fischen sie ziemlich im Trüben. Zum Glück wohnt Miss Marple nicht weit und weiß immer wieder kluge Hinweise zu geben. – Auch, wenn Miss Marple hier noch eine ziemliche Nebenrolle spielt, war es ein interessanter Krimi mit überraschender Auflösung.

Die Morde in der Rue Morgue: Der Detektiv Auguste Dupin liest in der Zeitung von einem unlösbarem Doppelmord. Durch Kontakte bekommt er die Möglichkeit selbst vor Ort zu ermitteln und stößt auf einige Ungereimtheiten. – Poes Krimi kam zunächst sehr gewöhnlich daher, hatte aber wohl die überraschendste Auflösung aller Zeiten.

Night of Shadows and Flames 1-2 – Der wilde Wald & Die ewige Nacht: Billie ist eine Hexe. Diese werden von den Vampiren als Sklavinnen gehalten. So landet sie bei einer Auktion bei dem gut aussehendem und einflussreichem Vampir Tian. Doch nicht nur er, sondern auch sein bester Freund Jamie löst Gefühle in Billie aus. Doch sie hat geschworen alle Vampire zu vernichten. – So richtig warm bin ich mit Laura Labas neuster Reihe nicht geworden. Das könnte an der High Fantasy Welt liegen, denn ich kann nicht sagen, dass die Bücher wirklich schlecht sind.

Die Gesetze der Magie: Willow will nichts weiter als ihren Doktor am Trinity College machen. Doch trotz der Zusage hat ihr Professor sie nicht aufgerufen. Kurz darauf landet sie an einem geheimen College, wo die Gesetze der Magie mithilfe der verschiedenen Naturwissenschaften erforscht werden. Doch ein plötzlicher Todesfall lässt das Institut unruhig werden. – Leider eine ziemliche Enttäuschung. Ich mochte die Idee und es hatte gute Ansätze, aber die Umsetzung war sehr emotionslos und das hat mich nicht überzeugt.

My Home Hero 3: Tetsuo wird von der Yakuza weiterhin bewacht und bedroht. Doch für das Wohl seiner Familie treibt er seinen Plan immer weiter. – Diesmal kam die Handlung nicht so richtig in Schwung, ich hoffe auf den nächsten Band.

Fangirl 3: Nach Levys Betrug zieht sich Cath noch mehr zurück. Dann bekommt sie einen Notruf ihren Vater betreffend und stellt alle Lebensentscheidungen in Frage. Können ihre neuen Freunde sie auffangen? – Wieder ein sehr intensiver Band mit einer tollen Geschichte und einer sehr nachvollziehbaren Protagonistin.

Haunted Reign: Zoey versucht verzweifelt zu vergessen, dass ausgerechnet ihre beste Freundin hinter den Intrigen steckte. Auch zu Dylan geht sie auf Distanz. Doch als ein Turnier an der Everfall Academie ansteht, sieht sie ihre Chance fehlende Punkte für ihr Zeugnis nachzuholen. Doch schon bei der ersten Prüfung kommt es zu Problemen, die nicht nur sie in Lebensgefahr bringen. – Leider eine ziemliche Enttäuschung. Die Geschichte ist vollkommen überladen, daher wirkt nichts richtig ausgearbeitet. Hier fehlen locker 200 Seiten, wenn nicht sogar ein eigenständiger dritter Band.

Ich warte auf dich, Haru: Eric versinkt gern in Tagträumen. Nach einem Verlust, der ihn den Boden unter den Füßen wegreißt, denkt er immer wieder an Haru, einem jungen Mann, den er vor Jahren in Tokyo über den Weg gelaufen ist. Bis dieser wirklich vor ihm steht. Nur, kann ihn kein anderer sehen. – Nach Bleib bei mir Sam, wieder eine sehr traurige Geschichte, die so viel unterschwellig sagt. Haltet die Taschentücher bereit!

Stellen Sie die Sirenen aus, mein Kind macht Mittagsschlaf!: Wer kennt sie nicht, die Helikoptereltern. Das Autorinnenduo hat wieder allerlei Anekdoten gesammelt und in diesem Buch aufbereitet. – Leider eher nichtssagend und unreflektiert. Aber zum nebenbei hören und ab und an schmunzeln doch ganz okay.

Wie war euer Oktober? Was waren eure Highlights?