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Über Shalima Moon

Mit Jahrgang 1993 hab ich es inzwischen auf süße 32 Jahre geschafft. Ursprünglich aus Braunschweig kommend, lebe ich inzwischen im schönen Brandenburg. Hauptberuflich bin ich Buchhalterin freizeitlich gehe ich leidenschaftlich gerne ins Kino oder backe meinem Freundeskreis ein wenig Hüftgold. Auf die Idee für den Blog kam ich, da ich wie gesagt leidenschaftlich gerne ins Kino gehe und regelmäßig von meinem Freundeskreis nach Filmempfehlungen gefragt werde. Anstatt ständig das gleiche zu erzählen, schreib ich es nun einmal auf und jeder kann es nachlesen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich keine professionelle Kritikerin bin. Darum geht es bei diesem Blog auch gar nicht. Hier schreibe ich einfach nur meine Gedanken auf und gebe ein kurzes Feedback und hoffe damit Leuten bei der Filmwahl zu helfen.

Rückblick auf den September

Da ist ein sehr goldener September auch wieder vorbei, hat er uns doch gefühlt mehr Sonnenstunden beschert, als der Sommer. Bei mir war es ein Auf und Ab, doch kamen schließlich doch einige berichtenswerte Dinge zusammen. Durch den Manga-Day kamen vor allem aus diesem Medium einiges zusammen. Wie immer folgt mein medialer Rückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Anime Special: Over the sky: Mio ist mit Shin seit Kindheitstagen befreundet, doch langsam regen sich tiefere Gefühle für ihn in ihr. Damit er das aber nicht mitbekommt, provoziert sie einen Streit. Diesen  bereut sie noch am gleichen Tag und fährt im strömendem Regen zu Shin, wobei sie jedoch in einen Unfall gerät. Kurz darauf findet sie sich in einer anderen Welt wieder und muss eine vergessene Erinnerung in ihrem Inneren suchen. – Man merkt, dass die Handlung für einen Kurzfilm ausgearbeitet wurde, etas langatmig, alles schonmal gesehen und zwischendrin sehr over the top. Konnte nicht richtig überzeugen, obwohl er  zu Anfang gut funktionierte.

A haunting in Venice: Hercule Poirot lebt inzwischen in Venedig und ist im Ruhestand. Doch als seine langjährige Freundin die Autorin Ariadne Oliver auftaucht und ihm von einer realen Seance berichtet, ist seine Neugier geweckt. Und wahrhaftig scheint es in dem Haus von Rowena Drake nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Doch Poirot ist gewillt alles aufzuklären, muss er jedoch zunehmend an seinem Verstand zweifeln. – Sehr düster und atmosphärisch, starker Kontrast zu den beiden bisherigen Poirot-Verfilmungen, enttäuscht gerade bei der Aufklärung, davor eigentlich solide.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Spencer: Weihnachten 1991 reist Prinzessin Diana verspätet zu den Weihnachtsfeierlichkeiten der königlichen Familie. Vor Ort kämpft sie mit der Distanz der anderen Mitglieder des Königshauses, ihrer Essstörung und der ständigen Überwachung. – Sehr eigenwilliger Film mit einer sehr guten Hauptdarstellerin, der irgendwo zwischen Klaustophobie und Wahnsinn sich ansiedelt.

Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf dem ersten Blick: Hadley verpasst ihren Flieger nach London zur Hochzeit ihres Vaters. Auf dem Flughafen trifft sie auf Oliver. Bei beiden funkt es sofort, doch das Schicksal scheint gegen sie zu sein. – Die wohl schönste Romanze des Jahres! Hier passt einfach alles. Es war cozy, süß und einfach zum träumen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Retribution und Trauzeugen

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich (passend zum Start in den Herbst): Gilmore Girls – Staffel 1-5

Good Omens – Staffel 2 (Kommt leider nicht an die brilliante erste Staffel heran. Verrennt sich ein wenig in dem, was sie aussagen will und kommt erst gegen Ende zum Punkt)

Johnny Depp gegen Amber Heard – Miniserie (Weniger eine Dokumentation über den Gerichtsprozess als vielmehr über die Berichterstattung und Vorverurteilungen. Interessante Doku darüber, wie das Internet funktioniert)

Takeshis Castle (2023) – Staffel 1 (Die Neuauflage ist nicht weniger verrückt als das Original, aber noch immer sehr witzig)

Heartstopper – Staffel 2 (So eine cozy Serie und doch thematisiert sie so schwierige Themen. Guter Umgang mit queeren Themen)

Itaewon Class – K-Drama (Harter Einstieg, aber die Freundschaften sind wirklich toll, auch wenn es immer schwierig bleibt mit den Themen)

One Piece – Staffel 1 (Kunterbunter Piratenspaß, der sich zwar Freiheiten rausnimmt und doch die Mangareihe würdevoll umsetzt)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 23
Seiten insgesamt: 6.026
Seiten pro Tag: 200 im Durchschnitt
Taschenbuch: 3
Comic/Manga/Graphic Novel: 15
Hörbuch: 5

Die sechs Kraniche: Prinzessin Shiori musste ihr ganzes Leben über ihre Magie verheimlichen. Doch ihre Stiefmutter Raikama findet es heraus und verflucht daraufhin ihre sechs Brüder in Kraniche. Der Fluch sorgt dafür, dass Shiori von niemanden mehr erkannt wird und nicht sprechen kann, wenn nicht ihre Brüder sterben sollen. – Elizabeth Lim vereint ostasiatisches Setting mit grimmschen Märchen, was theoretisch gut funktioniert, aber ich bin mit ihrem Erzählstil einfach nicht klar gekommen. Daher hat es sich für mich ganz schön gezogen.

Silver & Poison 1: Avery ist eine Poisonerin, die mit dem Mischen von Drinks Menschen dazu bringen kann, bestimmte Dinge zu tun. Da sie in Schuld bei dem Boss einer gefährlichen Gang steht, gerät sie ins Visier der Polizei. Doch mit Hayes verbindet sie eine Vergangenheit. Als in der magischen Welt seltsame Dinge vor sich gehen, muss Avery mit Hayes zusammen arbeiten. – Faszinierende Welt, in die ich nicht so richtig reingekommen bin. Fand aber die Charaktere sehr faszinierend, weswegen ich mich auf Band 2 freue.

Emotiondancer: In der Zukunft sind alle Menschen durch das Cybernet verbunden und fühlen, was der Gegenüber fühlt, wodurch die Kriminalitätsrate auf Null gesunken ist. Doch Kaja hat regelmäßige Gefühlsausbrüche, die eine Gefahr für ihre Mitmenschen sind und sie wertvolle Erinnerungen kosten. In Skyscrape sucht sie nach Antworten, doch diese sind gar nicht so leicht zu beschaffen. – Gelungener zweiter Teil, auch wenn ich hier ein bisschen länger gebraucht habe, um in die Geschichte reinzukommen. Am Ende etwas übereilt, dennoch eine Empfehlung.

Can’t stop cursing you 3: Es gibt einen erneuten Curser an der Yamimori Schule. Diesmal wurden alle Schüler*innen eingesperrt und müssen nun Fangen um ihr Leben spielen. Yamazaki ist dort mit einer neuen Schülerin gefangen, während Saeyama versucht von außen zu helfen. – Sehr spannender dritter Teil mit altem Setting, aber neuen Art des Cursens. Freue mich sehr auf den vierten Band.

Neon Genesis Evangelion 1: 15 Jahre, nachdem die Welt durch den Klimawandel komplett zerstört wurde, hat die Menschheit es geschafft mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Doch genau zu diesem Zeitpunkt tauchen Engel auf, die erneut alles in Schutt und Asche legen. Shinji wird in der Not von seinem entfremdetem Vater rekrutiert um einen EVA zu steuern. Ein riesiger Kampfanzug, mit dem versucht wird die Engel aufzuhalten. – Interessanter Auftakt, die Charaktere wirken noch sehr distanziert, dafür gab es viele Actionszenen.

One Piece 6-11: Ruffy und seine Piratenbande brauchen unbedingt noch einen Smutje. Sie treffen auf Sanji, der jedoch gar nicht so leicht zu überzeugen ist, sich ihnen anzuschließen. Zudem tauchen noch andere Piraten auf, die ihnen das Leben schwer machen. – In Vorbereitung auf die Serie, mal wieder ein paar Bände weitergelesen. So richtig bin ich in die Mangas nicht reingekommen, aber die Welt ist schon faszinierend.

Momo – the blood taker 4: Keigo startet einen eigenen Angriff auf seine ehemaligen Kollegen und nimmt dafür heimlich Momos Blut. Das hat jedoch ungeahnte Folgen. – Die Reihe bleibt spannend und blutig.

Zuckerwatteküsse: Abby arbeitet in einem Resort im Restaurant. Das Gehalt reicht zwar kaum für die Miete, aber immerhin verdient sie so Geld. Allerdings gibt es eine wichtige Regel. Sie darf nichts mit Gästen anfangen. Als Theo, der Sohn des Besitzers, in seinen Semesterferien im Resort auftaucht, wird ihr Vorsatz ganz schön auf die Probe gestellt. – Sehr süße Geschichte, die in ihrer Kürze gut funktioniert.

Das Mädchen, dass in den Wellen verschwand: Um den Meeresgott zu besänftigen und die Stürme in ihrer Heimat aufhören zu lassen, wird in Minas Dorf jedes Jahr ein Mädchen als Braut des Meeresgottes ausgewählt. Durch ihr Eingreifen, um ihren Bruder zu schützen, gelangt diesmal Mina ins Geisterreich, nur um festzustellen, dass ein Fluch auf dem Gott liegt und sie nur 30 Tage Zeit hat, um diesen zu brechen. – Der Einstieg war etwas schwierig, aber die Entwicklung der Geschichte war einfach toll und am Ende habe ich die Geschichte geliebt.

Tokioregen: Malu reist für ein Auslandsjahr nach Tokio. Ihre Gastschwester stellt ihr Kentaro vor, der ihr eine ganz besondere Seite der ganz besonderen Stadt zeigt. Doch die Geister der Vergangenheit scheinen sie nicht loszulassen. – Und ein weiteres Jahreshighlight. Die Geschichte ist absolut süß und cozy und ich bin nur so durch die Seiten geflogen und ich liebe die Protas und ich möchte gerade einfach nur jedem dieses Buch in die Hand drücken.

Haikyu 2: Hinata und Kageyama haben es ins Team geschafft. Training steht auf dem Plan und sie haben sogar ihr erstes Trainingsspiel gegen die sehr starke Aoba-Johsai. – Die Geschichte geht gewohnt impulsiv weiter.

My roommate is a cat 8: Subaru verkauft das letzte Katzenbaby und Haru muss schauen, ob es auch das richtige zu Hause ist. Außerdem legen sie sich einen Kratzbaum zu. – Endlich ein neuer Band der schnuckeligen Reihe rund um den zerstreuten Autoren mit der süßen Katze.

More than a doll 3: Marins großes Vorbild Juju taucht bei Gojo auf und wünscht sich ebenfalls ein Cosplay von ihm. Dieser stimmt zu, doch arrangiert für Marin eine tolle Gelegenheit. – Die Freundschaft wird gut weiterentwickelt und auch das Cosplay bekommt eine neue Ebene.

Soulmate 2: Yu Qi muss feststellen, dass sie mit ihrem Vater zerstritten ist. Dies versucht Yuanzi zu kitten. Gleichzeitig müssen ihre Vergangenheits-Ichs ein neues Hindernis aus dem Weg räumen. – Es geht sehr emotional weiter und einige neue Hindernisse tauchen auf, ich bin sehr gespannt wie die Geschichte weiter geht.

Solo Leveling 1: Sung Jin-Woo ist ein Hunter für leichte Dungeons, die durch regelmäßig auftauchende Portale mit der unseren Welt verbunden sind. Doch bei einem eigentlich leichten Auftrag finden die Hunter ein geheimes Dungeon, das sich jedoch als tödliche Falle entpuppt. – Spannender Einstieg, auch wenn noch vieles offen bleibt und sich die eigentliche Geschichte erst am Ende offenbahrt.

Mieses Karma: Die Moderatorin Kim Lange wird kurz nach ihrem großen Triumpf von den Trümmern einer russischen Raumstation erschlagen. Da sie in ihrem Leben eine Menge mieses Karma gesammelt hat, wird sie als Ameise wiedergeboren. Da ihr Mann auch noch von einer neuen Frau belagert wird, beschließt sie, ganz viel gutes Karma zu sammeln, um das nächste Mal als etwas nützliches wiedergeboren zu werden. – Grundsätzlich ganz amüsant, man merkt aber, dass es schon etwas älter ist und ein paar Problemstellen dabei sind.

Pick me Girls: Sophie Passmann bietet einen kritischen Blick auf ihr Leben als Frau im Patriarchat und wie sie sich durch die gesellschaftlichen Konventionen entwickelt hat und wie es hätte anders sein können. – Schonungslose Abrechnung mit dem System und gleichzeitig wunderbar ehrlich. Bestimmt nicht für jeden was, aber ich mochte die offene Art.

Wie war euer September? Was waren eure Highlights?

Eine Handvoll Serien – 6/23

Herzlich Willkommen zur sechsten Ausgabe der serientastischen Handvoll – ganz ohne Special. Heute mit: Licht auf der Flucht, Krimis in Taiwan, einer königlichen Liebesgeschichte, einer Austauschschülerin in Seoul und einem trekkigen Wiedersehen.

Shadow & Bone – Staffel 2

Die Handlung: Alina und Mal sind auf der Flucht, doch kommen nicht weit. Der Dunkle findet sie und zwingt sie dazu ihnen zu helfen die Meeresgeisel und damit den zweiten großen Kräftemehrere zu finden. Dabei bekommen sie unerwartete Hilfe. Währenddessen versuchen die Krähen ihre Schulden im Barrell zu begleichen. Dafür benötigen sie Hilfe von der Grisha Nina, doch diese stimmt nur unter einer Bedingung zu: Matthias Helvar muss aus dem Gefägnis befreit werden. Doch das ist gar nicht so einfach.

Meine Meinung: Groß waren die Erwartungen an die zweite Staffel, nachdem die erste alle Erwartungen übertroffen hat. Während die Grisha-Reihe drei Bände umfasst, ging ich davon aus, dass jetzt der zweite Band aufgegriffen wurde. Die Krähen haben nur eine Dilogie, weswegen die Handlung aus der ersten Staffel nicht auf dem Buch basierte. Also war es theoretisch nun Zeit dafür. Doch irgendwie kam alles anders. Es wurden Grisha Band zwei und drei in eine Staffel gequetscht, nebenbei wurden Motive aus der Krähendilogie übernommen, ohne die eigentliche Handlung und was soll ich sagen: Es funktioniert einfach nicht. Die Handlung ist wirr, übereilt und nichts ist wirklich auserzählt. Vor allem die Handlung der Krähen wirkt irgendwie überflüssig. Hier merkt man, dass die Vorlage gänzlich fehlt. Warum man nicht einfach das bestehende Material nutzte und die Grishareihe auf die drei Staffeln ausgedrehnt hätte, bleibt fraglich. Vielleicht war ich als Buchleserin auch einfach zu kritisch. Allerdings habe ich die Serie zusammen mit meiner besten Freundin geguckt, die keins der Bücher gelesen hat und sie hat es genauso empfunden. Durch das Zusammenstauchen der Grishabücher sind natürlich auch ein paar Stolpersteine der Vorlage aus dem Weg geräumt, aber es bleibt unrund. Woran es jedoch keine Zweifel gibt, ist, dass die Darstellenden noch immer perfekt gecastet sind und die Welt optisch wunderschön umgesetzt wurde. Da gibt es definitiv nichts zu meckern.

Taiwan Crime Stories – Staffel 1

Die Handlung: Während zwei Versicherungsangestellte eine Zugentgleisung untersuchen, versucht ein Reporter herauszufinden, ob ein verurteilter Straftäter wirklich seine Familie ermordet hat, ein Polizist versucht den Mord an seiner Tochter, einer Grundschullehrerin, aufzuklären und zwei Brüder untersuchen den Mord an einem Jungen, wo das Militär sich einmischt.  

Meine Meinung: Nachdem ich einige K-Dramen intus hatte, wollte ich noch einmal meinen Horizont etwas erweitern und da kam diese Serie aus Taiwan wie gerufen. In vier Einzelfälle mit je drei Folgen werden Kriminalfälle, die von wahren Ereignissen inspiriert sind, erkunden wir das Land und sehen neben den Geschichten an sich auch strukturelle Probleme. Gerade in der Letzten, die überwiegen auf Militärgelände spielt, kommen noch ganz andere Probleme ans Licht als nur der Fall. Natürlich ist eine Krimiserie nicht wirklich aussagekräftig dazu, dennoch war es ein interessanter erster Einblick ins Land. Und auch die Fälle an sich waren interessant und tendeziell spannend, doch drei Folgen für jeden, waren einfach zu lang. Dadurch war einfach viel zu schnell die Luft raus. Die Hälfte der Zeit hätte definitiv gereicht und es hätte nichts essentielles gestrichen werden müssen. So war die Serie insgesamt ganz nett, aber ich würde keine zweite Staffel sehen.

Queen Charlotte – Staffel 1

Die Handlung: 1761 wird Charlotte von Mecklenburg-Strelitz mit King George III verheiratet. Nach einem kurzen Kennenlernen scheinen die Sympathien da zu sein, doch George verhält sich merkwürdig und weicht Charlotte aus. Die ist entschlossen die Gründe dafür herauszufinden. 56 Jahre später versucht Queen Charlotte die Thronfolge zu erhalten, in dem sie ihre Söhne und Töchter zur Ehe drängt.

Meine Meinung: 2020 kam kaum jemand an dem Riesenerfolg von Bridgerton vorbei. Inzwischen um eine zweite Staffel erweitert, war es zunächst verwunderlich, dass statt der erwarteten dritten Staffel ein Spin-off angekündigt wurde. Doch da Queen Charlotte ein sehr interessanter Charakter ist, lag die Wahl dennoch nah. Und die Geschichte von Charlotte und George ist absolut süß. Ist sie in Bridgerton ein ziemlich unnahbarer Charakter, so ist sie hier eine starke Persönlichkeit, die für ihr Glück einsteht und dabei so nachvollziehbar ist. Und das macht sie unfassbar sympathisch und man leidet mit ihr mit. Denn so süß die Geschichte auch ist, so tragisch ist der Ausgang dieser, der von vornherein feststeht und durch Bridgerton bereits bekannt ist. Schön ist es auch, dass altbekannte Gesichter wieder auftauchen und wir so auch die Hintergrundgeschichte von anderen kennenlernen.

XO, Kitty – Staffel 1

Die Handlung: Kitty Song Covey hat eine Fernbeziehung zu Kim Dae-heon nach Seoul. Doch da bekommt sie die Zusage für ein Auslandsjahr an der Schule, die auch ihre verstorbene Mutter besucht hat und die auch Dae besucht. Doch vor Ort muss sie feststellen, dass Dae eine andere Freundin hat. Dass es sich nur um eine Scheinbeziehung handelt, muss sie erst noch herausfinden.

Meine Meinung: Ich habe die To all the boys I loved before Filme geliebt. Die Geschichte von Lara-Jean war einfach sehr süß und die Filme unglaublich cozy. Also habe ich mich sehr gefreut, dass ihre jüngere Schwester Kitty nun eine ganze Serie als Spin-off bekommt. Als ich dann noch rausfand, dass die Geschichte hauptsächlich in Korea spielt, konnte ich es kaum noch erwarten. Das Problem an der Sache ist nur, dass hier ein US-Team versucht ein K-Drama zu inszenieren, was leider überhaupt nicht funktioniert. Die Schule ist sehr international aufgebaut, weswegen es auch normal ist, dass viel englisch gesprochen wird, aber selbst bei Gesprächen zwischen zwei Muttersprachlern wird oft wild zwischen koreanisch und englisch hin- und hergewechselt. Das größte Problem ist aber, dass so ziemlich alle Charaktere unsympathisch sind. Kitty ist einfach nur nervig und ändert ihre Meinung gefühlt ständig und ist auch nicht immer fair ihren Mitschüler*innen gegenüber. Auch die Handlung an sich ist ziemlich wirr und funktioniert einfach nicht. Kurzum die Serie klang super, war aber einfach eine einzige Enttäuschung.

Picard – Staffel 3

Die Handlung: Jean-Luc Picard bekommt einen Notruf von einer alten Bekannten. Zusammen mit William Riker folgt er diesem und geht dafür an Bord der USS Titan, an der auch Seven of Nine dient. Dabei finden sie heraus, dass die Förderation unterwandert wurde. Zeitgleich sucht Raffi undercover nach Hinweisen.

Meine Meinung: Der Vorteil an Picard ist, dass jede Staffel eine komplett eigene Handlung hat, die in sich abgeschlossen ist. Dennoch schien es so, als wäre nach der zweiten Staffel endgültig alles erzählt. Doch irgendwie war der Abschluss noch nicht ganz rund. Also wurde hier nochmal eine Handlung aus dem Hut gezaubert, die wieder besser funktioniert hat als die zweite Staffel. Dennoch wirkt es ziemlich zusammengeschustert, um möglich nochmal die ganze Crew von Next Generation und die neuen Charaktere aus den bisherigen Staffeln Picard zu vereinen. Und wenn man es darauf reduziert, funktioniert die dritte Staffel mit am besten. Es war Wiedersehen über Wiedersehen und manche haben besser funktioniert, aber sie waren einfach alle schön. Auch die Spannungskurve ist sehr hoch, da durch die Invasion der Wechselbälder genug Stoff da war, um immer wieder Kämpfe, Verfolgungsjagden und ähnliches zu inszenieren. Und auch, wenn ich die dritte Staffel sehr genossen habe, so war der absolut perfekte Abschiedsmoment da, also hoffe ich doch, dass es keine vierte Staffel geben wird.

Habt ihr eine davon gesehen? Wie fandet ihr sie?

Die letzte Fahrt der Demeter

Ein Vorwort

Bei Dracula-Adaptionen bin ich ja immer dabei. Nachdem Renfiel in diesem Jahr bereits begeistern konnte, war ich auch bei diesem Film wieder mit dabei. Allerdings war der Ansatz diesmal lediglich ein einziges Kapitel des Buches zu verfilmen. Warum das erstaunlich gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Die Demeter sticht in Rumänien in See. Ihr Ziel: Großbritannien. An Bord die übliche Fracht und ein Großauftrag, der ihnen eine fette Prämie einbringen soll. Doch diese stellt sich bald als ihr Verderben heraus, denn sie haben niemand geringeres als Dracula an Bord. Und er ist hungrig.

Meine Meinung

Dracula ist ein Buch, das zwar gerne adaptiert wird, aber in seiner Gesamtheit schwer in einem Film zu erfassen ist, weswegen die meisten Verfilmungen doch stark abweichen. Das liegt zum einen wohl daran, dass der Roman in Briefform verfasst ist. Tagebucheinträge, Briefe und auch Logbucheinträge wechseln sich hier ab. Und gerade das Letztere ist es, was die Macher des Films wohl genug fasziniert hat. In nur einem Kapitel mit nur wenigen Seiten beschreibt Bram Stoker die Überfahrt Draculas von Rumänien nach Großbritannien. Dabei geht es nicht sonderlich gut für die Crew aus.
Mit der Prämisse startete ich in den Film. Doch wie sollten die wenigen Seiten für ein ganzes Drehbuch herhalten? Das funktioniert sogar erstaunlich gut, denn allein die Atmosphäre auf dem Schiff und die Ausweglosigkeit auf hoher See bilden eine wunderbare Grundlage für den Horrorfilm. Das Knarzen der Bretter, das Rauschen der Wellen, die Gischt, die gegen das Schiff schlägt.
Während sich grundsätzlich an die Handlung des Buches gehalten wird, so wage diese auch war, werden die zuvor namenlosen Charaktere gut eingeführt und bekommen teilweise eigene Geschichten. Doch zu sehr sollte man sich mit ihnen nicht anfreunden.
Die letzte Fahrt der Demeter schafft es die Atmosphäre langsam aufzubauen, so dass Dracula selbst zunächst nur sehr selten gezeigt werden musste und dennoch die Horrorelemente funktionieren. Diese steigern sich nach und nach und hier wird vor nichts halt gemacht. Für mich als Schisserin war es gerade noch erträglich, wirkliche Horrorfans könnten aber enttäuscht werden. Es ist neben dem Horror rund um Draculas Figur, eben auch die Beengtheit an Bord und die Ausweglosigkeit.
So ganz ohne Logiklöcher kommt der Film dann leider doch nicht aus. Doch diese sind nicht schlimmer als in anderen Horrorfilmen und man kann über die meisten hinwegsehen. Da der Ausgang ziemlich vorhersehbar ist – vor allem wenn man das Buch gelesen hat – geht es mehr um das Wie als das um das Was. Und genau das bekommt der Film gut hin.

Das Fazit

Die letzte Fahrt der Demeter ist ein sehr atmosphärischer Horrorfilm, der den wenigen Stoff der Vorlage gekonnt umsetzt und mit Charakteren füllt. Ein paar Logiklöcher trüben die Qualität nur leicht, doch die Optik und Atmosphäre trösten gut darüber hinweg. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Die letzte Fahrt der Demeter läuft seit dem 17.08.2023 in den deutschen Kinos

Knights

Ein Vorwort

Die Reihe rund um Ophelia Scale von Lena Kiefer war eine meiner absoluten Highlights, die ich in kürzester Zeit inhaliert habe. Als eine neue Urban Fantasy Reihe der Autorin angekündigt wurde, habe ich nicht lange gezögert. Inzwischen ist auch der dritte und letzte Teil veröffentlicht und es wird Zeit einen vollständigen Beitrag dazu zu schreiben. Ob mir die Reihe wieder so gut gefiel, wie Ophelia Scale?

Ein gefährliches Vermächtnis

Die Handlung: Charlotte will seit einem Vorfall in ihrer Kindheit nichts mehr mit der Geheimgesellschaft der Erben der Tafelrunde, kurz KORT, zu tun haben. Doch als eine abtrünnige Gruppe sie aufsucht, rennt sie in eine Gruppe KORTs und muss bei ihnen Unterschlupf suchen. Dabei erfahren diese von ihren sehr seltenen Fähigkeiten. Nun muss sie ihr Erbe begreifen und zusammen mitder Gruppe gegen eine uralte böse Macht antreten. Gleichzeitig muss sie mit ihren Gefühlen für den Lancelot-Erben Noel zurecht kommen. 

Meine Meinung: Wenn man eine großartige Reihe gefunden hat, sind die Erwartungen an den*die Autor*in umso höher. Dennoch versuchte ich meine Erwartungen zurückzuschrauben und möglichst unvoreingenommen an die Reihe ranzugehen. Das war allerdings gar nicht nötig, denn sie sog mich sehr schnell wieder in ihren Bann. Zusammen mit Charlotte stolpern wir in die Welt der Knights und KORT (Knights of the round table). Hier bekommen wir nach und nach die benötigten Informationen und freunden uns mit den Charakteren an. Dabei sind zunächst einige Namen zu merken und ich konnte mir bis zuletzt nicht die alle Zugehörigkeiten merken. Zum Glück gibt es vorne eine Übersicht, welcher Charakter zu welchem Knight gehört. Die ganzen Verstrickungen zu den Rittern der Tafelrunde waren sehr interessant und gut ausgearbeitet. So nahm mich die Geschichte wieder für sich ein und der Schreibstil der Autorin tat ihr Übriges. Es war kein neuer Ophelia Scale, an die Reihe kommt wohl auch lange nichts heran. Aber es war eine wunderbare Geschichte, die spannend, witzig und voller Gefühl war.

Die Handlungszusammenfassungen der Folgebände enthalten potentielle Spoiler für die Reihe

Ein gnadenloses Schicksal

Die Handlung: Nach den Geschnissen in Band 1 wollen Charlotte und Noel nicht einsehen, dass ihre Liebe potentiell die Welt zerstören könnte. Oscar erholt sich derweil von seinen Verletzungen. Doch Morgana ruht nicht und greift mit den Darks weitere Teams an. Charlotte muss sich ihrem Merlin-Erbe stellen. 

Meine Meinung: Was war das Ende von Band 1 ein Schlag ins Gesicht. Das musste ich erst einmal ganz schön verdauen. Fairerweise muss man sagen, dass die Geschichte, auch wenn sie mir sehr missfiel, absolut logisch aufgebaut war. Die Probleme häufen sich weiter an, die Knights geraten immer weiter in eine ausweglose Situation und versuchen irgendwie eine Lösung zu finden. Zwischenzeitlich war es mir fast ein bisschen zu viel, aber der weiter wunderbar fesselnde Schreibstil, hat mich bei der Stange gehalten. Das Ende war dann noch besonders überraschend, da es sich irgendwie wie das eigentliche Ende anfühlte. Die bisherige Gegenspielerin wird vernichtet und doch bleiben zu viele Fragen offen. Aber es gab ja noch einen dritten Band.

Eine erbarmungslose Macht

Die Handlung: Guinevere krallt sich Noah, der unter Morganas Kräften kurz vorm Zusammenbrechen ist. Charlotte und die Knights versuchen ihn aus den Fängen zu befreien und zu retten, doch das gestaltet sich schwerer, als KORT sich gegen sie wendet. Doch sie bekommen Hilfe, von der Person, von der sie es am wenigsten erwartet hatten. 

Meine Meinung: Nachdem ich sehr lange auf die Fortsetzung warten musste, war ich doch hin- und hergerissen. Morgana war besiegt, Noah hatte ihre Kräfte und im Epilog von Band 2 wurde eine neue Gegenspielerin angekündigt. Gerade das Letzte war dann auch mein Problem mit dem Buch. Während Morgana zuvor gut aufgebaut wurde, wird Guinevere einfach in die Handlung geworfen. Es wirkt etwas gehetzt, zumal es auch so wieder genug andere Probleme gibt. Ich möchte an keiner Stelle behaupten, dass die Reihe schlecht geschrieben ist. Aber mir war es irgendwie zu viel hin und her. Es hatte keinen direkten Sog auf mich und das obwohl die Reihe so vielversprechend begann.

Habt ihr die Reihe gelesen? Wie fandet ihr sie?

Meg 2

Ein Vorwort

Trotz vernichtender Kritiken konnte Meg 2018 anscheinend ein befriedigendes Einspielergebnis vorweisen, so dass es wohl nicht verwunderlich ist, wieso noch ein zweiter Teil produziert wurde. Die Erwartungen waren niedrig, war doch schon der Erste ein ziemlich trashiges Spektakel, das sich viel zu ernst nahm. Warum der zweite Teil gleichzeitig besser und doch schlechter war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Bei einer privaten Unterwassermission reist ein Forschungsteam tiefer als der Marianengraben. Dabei treffen sie auf ein Wesen, das sie direkt angegreift. Dort unten gestrandet, scheint es nur einen Mann zu geben, der sie retten kann. Doch Jonas Taylor hat dem Meer den Rücken gekehrt, nachdem er bei einer Mission beschuldigt wurde unrechtmäßig Leute dem Tod überlassen zu haben. Da an Bord jedoch auch seine Ex-Frau festsitzt, gibt er dem Drängen seines alten Freundes Mac nach. Er kann das Boot evakuieren, doch muss wieder ein Besatzungsmitglied zurücklassen. Bei der Mission konnte aber nicht nur das Boot, sondern auch ein riesengroßer Hai entkommen, der sich als ein Megalodon entpuppt. Diese Ur-Haie galten eigentlich als ausgestorben.
Die Crew versucht nun diesen zu töten, stößt dabei aber schnell an ihre Grenzen. Schließlich scheint es ihnen doch gelungen zu sein. Kurz darauf müssen sie feststellen, dass sie jedoch lediglich einen großen Hai, nicht jedoch den Meg erlegt haben. Dieser rächt sich kurz darauf und bringt das Boot zum kentern, wobei drei Besatzungsmitglieder sterben. Während sie nun den Behörden alles melden wollen, damit der Meg keine Unschuldigen töten kann, versucht der Besitzer der Forschungsstation die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und alles weiterhin zu vertuschen. Dabei stirbt dieser.
Der Meg nimmt nun Kurs auf Hainan, wo er Strandbesuchende angreift. Jonas und Suyin versuchen mit Tauchbooten den Meg abzulenken und schließlich zu erledigen, während die restliche Crew versucht die Urlauber zu evakuieren. Am Ende kann Jonas den Meg schwer verletzten. Haie werden vom Blut angelockt und erledigen den Rest.

Die Handlung

Nach den Ereignissen mit dem Megalodon ist die Forschungsstation deutlich gewachsen. Das Team besteht aus einigen Überlebenden und neuen Mitgliedern. Doch bei einem erneuten Tauchgang stellen sie fest, dass eine illegale Unterwasserstation wertvolle Ressourcen abbaut. Jonas (Jason Statham) und sein Team müssen nicht nur mit den Megs klarkommen, sondern auch das Rätsel um die Station lösen.

Meine Meinung

Ich hatte absolut keine Erwartungen an Meg 2, wie auch schon beim Ersten. Obwohl die Handlung selbst sehr trashig war, hat er sich sehr ernst genommen, weswegen er die meisten Witze verschenkt hatte. Nun war die Überlegung, ob ich mir den zweiten Teil überhaupt anschauen wollte. Aber die Auswahl im Kino war nicht groß und so fragte ich meinen besten Freund mit dem Hintergedanken, dass wir uns im Zweifelsfalls einfach über den Film lustig machen könnten.
Und zunächst schien es auch so, als ob wir einen sehr düsteren und ernsten Unterwasserthriller kriegen, der leider wieder mit den Schwächen des ersten Teils zu kämpfen hatte, aber dann drehte sich die Stimmung völlig und wir bekamen endlich das trashige Creature Feature, das wir verdient haben. Aber von vorne.
Zunächst reisen wir weit in die Vergangenheit. Und mit weit, meine ich sehr weit. So ungefähr 65 Millionen Jahre. Die erste Szene erschließt sich im späteren Verlauf, wirkt zunächst aber seltsam fehl am Platz. Dann lernen wir die neue Ausgangssituation kennen. Die Firma wurde erneuert, wir lernen neue Charaktere kennen, treffen auf altbekannte und müssen feststellen, dass es auch ein paar nicht in den zweiten Teil geschafft haben. Inzwischen gibt es regelmäßige Unterwassererkundungen, wobei neue Ariale kartografiert werden. Außerdem gibt es inzwischen ein Meg-Baby, das in Gefangenschaft aufwächst. Während man hier noch vermutet, dass es vielleicht im späteren Verlauf einen Sinn hat, sollte es eigentlich besser wissen.
Die erste Hälfte fand nach der Exposition größtenteils unter Wasser statt. Hier ist der Vergleich mit dem 2020 erschienenden Underwater naheliegend. Allerdings schafft es The Meg an keiner Stelle die Atmosphäre aufzubauen. Während eine ganze Forschungsstation dafür notwendig ist, dass zwei U-Boote die neuen Areale erkunden können, sollen wir glauben, dass eine Handvoll Leute heimlich eine ganze Unterwasserstation gebaut haben, um nach seltenen Mineralien zu graben, ohne, dass es jemand mitbekommen hätte? Aber auf Logik darf man bei diesem Film sowieso nicht achten. Während hier wie gesagt noch versucht wurde ein Unterwasser-Thriller mit leichten Horrorelemente zu schaffen, was kaum funktioniert, da sich wieder zu sehr auf Jason Statham als großen Retter konzentriert wurde und wir ganz nebenbei noch ein stures Kind mit dabei haben, wendet sich die Stimmung, sobald wir wieder an die Oberfläche kommen.
Ab hier versucht sich der Film zunächst an einem typischen Actionfilm mit begrenztem Raum und nebenbei der ständig präsenten Gefahr durch gleich drei Megs. Hier gab es bereits erste gut eingesetzte Gags, neben der sehr wirren Handlung. Völlig ins Chaos stürzt der Film, sobald wir uns vom offenen Meer wegbewegen und näher an die Küste kommen. Hier bekommt dann auch die erste Szene wieder einen Sinn, auch wenn ab hier gar nichts sinnvoll mehr ist. Dafür bekam ich endlich das, was ich von Anfang an erwartet habe: Trashiges Creature Feature.
Die Charaktere rennen alle wild durch die Gegend, machen die gleichen Fehler wieder und wieder, dazwischen laufen ein paar blutrünstige Kreaturen herum, Jason Statham macht seine Solonummer, aber wisst ihr was? Ich hatte unglaublich viel Spaß dabei! Ich habe sehr viel gelacht, habe mich über die Fehler der Charaktere amüsiert, vielleicht auch manchmal die Kreaturen angefeuert und kam einfach unglaublich unterhalten aus dem Kino.
So war der Film nicht wirklich gut, es fühlt sich an, als hätte man zwei verschiedene Ideen in einen Film gepresst, aber wenn man den über die erste Hälfte hinwegsieht, kann er wenigstens unterhalten.

Das Fazit

Meg 2 presst zwei Ideen in einen Film, versucht zunächst atmosphärisch zu sein, was misslingt, und gibt sich am Ende selbst auf. Allerdings ist gerade das der Teil, der wunderbar unterhalten kann. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Meg 2 läuft seit dem 03.08.2023 in den deutschen Kinos

Eine Handvoll Bücher – 03/23

Herzlich Willkommen zur dritten Ausgabe  der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Runen der Macht, einem toten Anrufer, einem Haus voller Schatten, einem Rockstar in einer Kleinstadt und eine Cellistin in Seoul.

Talus 3

Die Handlung: Während Jessica nach einem Weg sucht, um die Höhlen der Hexendengemeinschaft zu vergrößern, taucht eine neue Gruppierung auf und bieten ihr an, was unmöglich scheint: Die letzte Rune, die Talus vollendet und die Negativwirkung nimmt. Sie könnte ihre verlorene Liebe zurückholen, doch etwas lässt sie zögern. Warum wurde der Tarotleger Maxwell, den ihre Mitbewohnerin Emily beschatten sollte, ebenfalls entführt?

Meine Meinung: Eigentlich war die Talus Reihe abgeschlossen. Die Handlung aus Band 1 und 2 war genau für diese beiden konzipiert und ging auch genau auf. Als der dritte Band angekündigt wurde, war ich sehr überrascht, sehr skeptisch, habe mich aber auch sehr gefreut. Doch wie sollte das funktionieren? Nun, zum einen haben wir zwar auch die ein oder andere bekannte Figur mit dabei, aber eben auch neue Charaktere, andere altbekannte haben nur Gastauftritte und im Prinzip ist es eine neue Geschichte, die einfach in dieser Welt von Talus spielt. Und genau das mochte ich. Einfach noch einmal Eintauchen in die bekannte Welt und doch Neues entdecken. Dabei macht auch der dritte Band von Talus vieles richtig, kämpft ein wenig mit den altbekannten Schwächen, verliert sich zwischendrin ein wenig im Fokus, gipfelt am Ende aber in einem spannenden Finale und funktioniert einfach wieder als magisches Fantasyabenteuer in Edinburgh. Die sehr kurzen Kapitel von Liza Grimm sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber da ich kurze den langen vorziehen, war das für mich vollkommen in Ordnung.

Bleib bei mir, Sam

Die Handlung: Julie und Sam haben klare Pläne, was sie nach ihrem Abschluss machen wollen. Zusammen an die Uni und der Kleinstadt entfliehen. Doch dann stirbt Sam und lässt Julie zurück. Diese kann sich auf nichts mehr konzentrieren und versucht ihre Trauer zu verarbeiten. Dabei wählt sie Sams alte Handynummer, um seine Stimme nochmal zu hören. Doch statt der Mailbox geht Sam ran. 

Meine Meinung: Nachdem das Buch eine zeitlang aus Bookstagram nicht mehr wegzudenken war, musste ich auch meine Neugier befriedigen. Zumal mich allein das Cover schon sehr ansprach. Natürlich war mir klar, dass es ein schwieriges Thema sein wird, aber ich wollte auch wissen, wie die Trauerbewältigung hier umgesetzt wurde. Und gerade zum Anfang war ich sehr begeistert. Ich habe mit Julie mitgeweint, Sam vermisst, obwohl ich ihn kaum kannte und fand einfach alles ungerecht. So richtig konnte sich das Niveau aber nicht halten. Der Mittelteil hatte einen kleinen Durchhänger, da sich hier vieles wiederholt hat bzw die Handlung sich ein wenig im Kreis drehte, was aber auch aus der Situation heraus geschuldet war. Das Ende war dann deutlich anders, als ich erwartet hätte. Es lässt ein paar Klischees aus, nimmt andere bewusst mit rein und ist dann doch rund und bringt das Buch zu einem Ende, auch wenn ich mir einiges anders gewünscht hätte. Der Schreibstil war sehr flüssig und trotz der kleinen Längen in der Handlung, wollte ich das Buch kaum aus der Hand legen.

Gallant

Die Handlung: Olivia Prior ist in einem Waisenhaus aufgewachsen. Da sie nicht sprechen kann, wurde ihr gern das Leben schwer gemacht. Nur die Worte ihrer Mutter in einem alten Tagebuch konnten ihr Trost spenden. Dort wird sie vor einem Ort namens Gallant gewarnt. Doch als ein Brief von ihrem Onkel eintrifft, lädt er sie genau dorthin ein. Olivia folgt dem Ruf, in der Hoffnung ihre Familie wiederzufinden, doch vor Ort ist alles ganz anders. Ein Geheimnis liegt auf Gallant, das Olivia lösen will.

Meine Meinung: Bisher hatte ich wenig Erfahrung mit dem Gothic Genre. Das hatte keinen wirklichen Grund, außer, dass ich mich damit bisher einfach noch nicht auseinander gesetzt hatte. Als ich jetzt vor Gallant stand, fielen mir die durchwachsenden Rezensionen auf Bookstagram ein und ich war zeitgleich fasziniert und abgeschreckt. Letztlich gewann die Neugier und ich gab dem Buch und dem Genre eine Chance. Ich kann daher nicht beurteilen, wie Gallant im Gothic Genre funktioniert, aber die Geschichte hat eine seltsame Faszination bei mir ausgelöst. Olivia ist eine Protagonistin, mit der ich komplett mitgelitten habe. Ich war fasziniert von Gallant, dem Herrenhaus, die Geschichte rund um Schatten und eine geheimnisvolle Mauer, hat mich komplett in den Bann gezogen. Es war alles irgendwie neu, es war kein Horror, kein Thriller, und dennoch irgendwie düster und mystisch und das fand ich sehr faszinierend. Autorin V. E. Schwab hat mit wenigen Worten eine Welt geschaffen, die ich sehr gern erkundet habe und doch war die Geschichte nach relativ wenig Seiten auch einfach auserzählt. Kein künstliches Strecken, einfach kurz und knackig und dennoch war die Welt aufgebaut und die Geschichte rund erzählt. Ich verstehe, warum manche mit dem Erzählstil nicht klargekommen sind, aber ich mochte alles an dem Buch und kann es nur empfehlen.

Sweeter than fame

Die Handlung: Ani Bennett hat sich bewusst in die beschauliche Kleinstadt Wildwood zurückgezogen. Doch dann zieht der Rockstar Garrett Hayes ins Haus nebenan ein und mit der Ruhe scheint es vorbei zu sein. Dabei scheint auch er genau diese nach dem Tod seiner Frau zu suchen. Garretts bester Freund scheint jedoch der Ansicht zu sein, dass er wieder daten sollte und überredet Ani zu einem Nicht-Date mit dem Rockstar. Doch welche Chancen hat sie mit ihrer Angststörung bei einem berühmten Rockstar? 

Meine Meinung: Nach langer Zeit hatte ich mal wieder Lust auf Rockstar-Romance und dann auch noch von Kylie Scott, die mit ihrer Reihe rund um Stage Dive, mich sehr faszinierend konnte. Diesmal handelt es sich (bisher) um einen Einzelband und sind erstaunlich weit weg vom Rockstar-Leben. Dennoch ist es wieder ein Buch, dass mich am Anfang hatte und dass ich fast in einem Stück weggelesen habe. Ich mochte Ani sofort und auch die Kleinstadt ist einfach nur Zucker. Die Liebesgeschichte war so ein bisschen eine Parodie auf sich selbst, aber deswegen nicht weniger schlecht. Eher im Gegenteil! Ich mochte die Anziehung der beiden, ihre Hintergrundgeschichte und wie sie damit umgegangen sind. Leider ist Anis Angststörung am Ende nur noch eine Erwähnung, auch wenn sie vorher gut eingearbeitet wurde. Generell war es das Ende, was mich am meisten gestört hat. Hier wurde einfach das gesamte Konzept über den Haufen geworfen und die Autorin wollte zu viel in kurzer Zeit. Macht das Buch nicht kaputt, ist aber auch etwas schade, weil es das Niveau das restlichen Buches nicht widerspiegelt.

XOXO

Die Handlung: Jenny ist angehende Cellistin und legt all ihre Anstrengungen darauf, an einer guten Musikschule angenommen zu werden. Eines Abends trifft sie auf den geheimnisvollen Jaewoo, der ihr Herz berührt. Doch dann zieht ihre Mutter für ein halbes Jahr nach Korea, um ihre Großmutter zu unterstützen. Jenny beschließt mitzukommen und besucht dort eine gute Musikschule. Nicht ahnen, dass Jaewoo ebenfalls diese Schule besucht. Doch es gibt ein Problem: Er ist ein K-Pop Idol und eine Freundin ist daher streng untersagt. 

Meine Meinung: Was habe ich auf dieses Buch gewartet. Lange wurde es nicht ins Deutsche übersetzt und nach so vielen begeisterten Rezensionen und weil es thematisch genau ins Schwarze bei mir traf, war ich kurz davor das Buch sogar auf Englisch zu lesen. Aber dann wurde sich endlich meiner erbarmt und ich konnte es auf Deutsch lesen. Und die vielen positiven Rückmeldungen sind durchaus gerechtfertigt. Es ist ja immer so ein bisschen die Schwierigkeit glaubhaft rüberzubringen, wie man ein K-Pop Idol durch Zufall trifft und wie man das Setting nach Korea kriegt, wenn man eine ausländische Person als Protagonistin und damit als Reflexion der Zielgruppe haben möchte. Mit Jenny ist das wunderbar gelungen, war es doch glaubwürdig, wieso sie als amerikanische Koreanerin die Sprache beherrschte, aber dennoch nicht zu 100% in der Kultur drin war. So konnten Erklärungen gegeben werden, damit auch Laien die Geschichte verstehen können. Auch ist der Idol Aspekt zwar sehr präsent, kommt aber auch mit weniger Klischees daher, die man aus so mancher Fanfiction kennt. Da war es gerade die Mischung, die es ausgemacht hat. Hinzu kommt ein wunderbarer Schreibstil, der einen geradeso durch die Seiten hat fliegen lassen. Einfach nur eine große Empfehlung.

Habt ihr eins davon gelesen? Wie fandet ihr es?

Geistervilla

Ein Vorwort

Während Captain Jack Sparrow erstmalig in See stach und damit eine Attraktion aus den Disneylands als Film ungesetzt wurde, gab es im gleichen Jahr noch eine weitere Attraktion, die verfilmt wurde. Die Rede ist von Die Geistervilla mit Eddie Murphy in der Hauptrolle, der eher negative Kritiken einstecken musste. Dass es 20 Jahre für ein Remake gebraucht hat, ist im weiter andauernden Remake und Reboot fast noch verwunderlich. Warum Geistervilla in seiner Gesamtheit gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Gabbie und ihr Sohn Travis ziehen für einen Neuanfang in eine große Villa, die Gabbie zu einem Bed & Breakfast umbauen will. Nur leider ist die Villa voller Geister, die gar nicht erfreut sind über die neuen Bewohnenden. In ihrer Not wendet sich Gabbie unter anderem an den Geistlichen Ken und an den Fotografen für Übernatürliches Ben. Kurz darauf sitzen diese ebenfalls in der Villa fest. Zusammen versuchen sie den Fluch zu brechen.

Meine Meinung

Ich habe den Originalfilm von 2003 nicht gesehen. Hatte mich nie interessiert und nicht angesprochen. Und selbst, nachdem ich eine ganze Dokureihe rund um die Disneyland-Attraktionen gesehen habe, hatte ich kein Bedürfnis das zu ändern. Als ich jedoch den Trailer zum 2023er Film gesehen habe, hab ich mich sofort angesprochen gefühlt. Trotz sehr gemischer Kritiken, wollte ich mir meine eigene Meinung bilden und bin nicht enttäuscht worden.
Das liegt zum einen daran, dass die Charaktere sehr gut miteinander harmonieren, obwohl sie so unterschiedlich sind. Wir haben die Mutter mit ihrem Sohn, die die Villa gekauft haben und dort nicht mehr wegkommen. Wir haben den trauernden Fotografen fürs Übernatürliche, den Pfarrer, das Medium und den Historiker. Alle sind auf ihre Art einzigartig und bieten gerade dadurch genug Platz, um gut pointierte Lacher auszulösen. Es bedarf kaum eines billigen Wortwitzes oder eines Oneliners, um die Witze auszulösen.
Aber Geistervilla ist keine reine Komödie. Denn das Grundsetting der Haunted Mansion bietet schon viele Ansatzpunkte, für einen sehr atmosphärischen Film. Und wer die Attraktion im Disneyland schonmal besucht hat – oder wie ich eine Doku darüber gesehen hat – findet viele Anspielungen dazu. So ist es ein stetes Entdecken und Wiedererkennen, was den Charme noch erhöht.
Natürlich kommen auch die Grusel- und Spannungsmomente nicht zu kurz. Auch hier wird viel über die Atmosphäre übertragen und bietet einen guten Kontrast zum Komödienanteil. Lediglich der große Böse am Ende ist zwar direkt aus der Attraktion entsprungen, aber wirkt nach den übrigen Effekten seltsam billig. Jared Leto scheint einfach keinen Glück mehr bei seiner Rollenwahl zu haben.
Besonders hervorzuheben ist auch, dass trotz der überschaubaren Lauflänge sich genug Zeit genommen wurde, um den Charakteren auch Tiefe zu geben – zumindest zur Hälfte. Gerade Ben hat eine sehr ausführliche Hintergrundgeschichte bekommen, die aber nicht nur charakterisieren soll, sondern auch im weiteren Verlauf eine Bedeutung hat. Das ist angenehm erfrischend, denn meist sind es gerade die traurigen Geschichten, die schnell herangezogen werden, um zu charaktersieren, danach aber keine Bedeutung mehr haben und daher einem weiß gemacht wird, dass die Trauer einen Charakter allein ausmacht.

Das Fazit

Geistervilla umschifft die meisten Stolpersteine und schafft es eine wunderbar beschwingte Kombination aus Komödie, Horror und spooky Elemente zu kreieren, mit faszinierenden Charakteren und trifft die Disneyland-Attraktion auf den Kopf. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Geistervilla läuft seit dem 27.07.2023 in den deutschen Kinos

Eine Handvoll Serien – 05/23 – Sportanime Special

Herzlich Willkommen zur fünften Handvoll Serien in diesem Jahr. Und dem ersten Anime Special in diesem Jahr! Und weil das noch nicht special genug war, gibt es sogar ein Sportanime Special. Heute mit: Volleyball, Basketball, Fußball, Wasserball und Schwimmen.

Haikyu – Staffel 1-4 – Volleyball

Die Handlung: Nach einem weniger erfolgreichen Volleyballturnier in der Mittelschule kommt Hinata in die Oberschule und freut sich auf das Volleyball-Team. Leider ist sein Kontrahent aus eben jenem ersten und letzten Turnier auch dabei und Kageyama ist ebenso wenig begeistert. Doch sie werden nur zusammen ins Team aufgenommen. Gezwungenermaßen müssen sie zusammenarbeiten.

Meine Meinung: Fangen wir diesmal direkt mit meinem Highlight an. Während ich in der Schule Volleyball absolut gehasst habe (und gefühlt jedes Jahr wieder spielen musste), war ich dementsprechend kritisch, ob mir eine Serie über diese Sportart gefallen könnte. Aber der Pärchengatte war sehr penetrant und schwärmte immer wieder und was soll ich sagen: Er hatte Recht. Nach einer leichten Eingewöhnungsphase, in der sich das Team finden musste, ist es gerade der Teamgeist, der trotz der verschiedenen Charaktere, die aufeinanderprallen funktioniert, der die Serie so lebendig macht. Und von dort geht es Schlag auf Schlag. Turniere, Training, Trainingcamps, Freundschaftsspiele und nebenbei schafft die Serie es ausreichend Platz für Charakterentwicklungen zu lassen. Dabei liegt der Fokus zwar schon stark auf Hinata und Kageyama, aber auch die anderen Teammitglieder kommen mal mehr mal weniger stark zur Geltung. Auch aus anderen Teams lernt man einige Spieler kennen und freut sich bei einigen immer wieder über ein Wiedersehen – bei anderen dann doch eher nicht so. Die vier Staffeln vergehen wie im Flug, gerade Staffel 3 habe ich fast in einem Rutsch durchgesehen, weil ich einfach nicht wegschalten konnte – möglicherweise habe ich dafür fast Termine verschoben, so gefesselt war ich. Auf jeden Fall kann ich die Serie nur jeden empfehlen, der Anime und/oder Sport mag.

Blue Lock – Staffel 1 – Fußball

Die Handlung: Nachdem die japanische Nationalmannschaft weiterhin im Fußball kaum Erfolge vorzuweisen hat, wurde das Blue Lock Programm ins Leben gerufen. Nachwuchskicker aus dem ganzen Land wurden eingeladen, nicht ahnend, dass es die schwerste Prüfung wird, die sie je hatten.

Meine Meinung: Auch wenn ich mit Fußball nicht viel anfangen kann, war es hier gerade die Prämisse, die mich neugierig gemacht hat. Normalerweise schrecken mich Hypes vorab ab, aber diesmal war die Vorfreude in den Magazinen regelrecht spürbar, weswegen ich mir die Serie direkt zum Erscheinen der ersten Staffel ansah. Allerdings hatte ich dann doch große Probleme in die Serie reinzufinden. Nicht, weil die einzelnen Folgen langweilig waren oder es keine interessanten Charaktere gab, aber irgendwie hatte ich immer wenig Lust die nächste Folge zu sehen. Es war einfach zu sehr das Gleiche jede Folge und gerade am Anfang bekam nur der Protagonist eine Hintergrundgeschichte. Nach der ersten Hälfte bessert sich das deutlich und ab da war ich auch wesentlich mehr in der Geschichte drin. Wir kommen einzelnen Charakteren näher und dadurch sind wir auch mit dem Ausgang der einzelnen Stationen näher involviert. So bin ich doch angefixt und bin sehr gespannt auf die nächste Staffel.

Free – Staffel 1-3 – Schwimmen

Die Handlung: Nachdem sie bereits früher zusammen in einer Staffel schwammen gründen Haruka Nanase, Makoto Tachibana und Nagisa Hazuki einen Schwimmclub in der Oberschule, aber dafür brauchen sie noch einen vierten Schwimmer. Außerdem taucht Rin Matsuoka wieder auf, allerdings an der Konkurrenzschule. Die vier verbindet eine Vergangenheit, die sie auseinander gerissen hat. 

Meine Meinung: Funfact zu mir: Ich war acht Jahre lang Leistungsschwimmerin. Dementsprechend war ich sehr begeistert als ich diesen Sportanime über das Schwimmen fand. Nach Fußball und Volleyball, was so gar nicht meine Sportarten sind, war ich hier zumindest direkt in der Thematik drin und auch ab und an ein wenig nostalgisch. Da Schwimmen meist ein Einzelsport ist, war es hier etwas schwieriger das Team zu bilden, aber mit dem Staffelschwimmen haben sie eine gute Lösung gefunden. Am Anfang habe ich ein wenig gebraucht, um mit den Charakteren warm zu werden (und ich habe das Gefühl, dass ich das hier bei jeder Kritik schreiben werde), gerade mit Haruka, da er doch einen sehr eigenwilligen Charakter hat. Aber danach sind mir die Charaktere nur noch mehr ans Herz gewachsen und ich habe sehr mit ihnen mitgefiebert. Das Problem an der Serie ist eher, dass pro Staffel immer mehr Charaktere hinzukommen, die auf einmal alle irgendwie mit der Vergangenheit der Vier zusammenhängen oder mit ihnen verwandt sind. Das wurde irgendwann doch sehr unglaubwürdig. Zudem habe ich gerade in der dritten Staffel auch einfach den Überblick verloren. Hier gab es dann auch die zusätzliche Schwierigkeit, dass die Hälfte des Teams die Oberschule abgeschlossen hat und an der Uni angefangen hat. Das konnte zumindest gut gelöst werden. Auch sind die Probleme und Streitigkeiten teilweise etwas stark überspitzt, aber durch die sympathische Erzählweise, ist das zu verkraften. So konnte ich fast nicht aufhören zu schauen und habe die drei Staffeln in kürzester Zeit durchgebinged.

Kurokos Basketball – Staffel 1-3 – Basketball

Die Handlung: Die Teko Mittelschule hat unzählige Preise im Basketball gewonnen, was vor allem an fünf Spielern lag, die als die Wundergeneration bekannt sind. Kuroko wurde als geheimes sechstes Mitglied geführt. An der Oberschule gehen sie auf getrennte Schulen. Da die Wundergeneration vor allem durch ihre Egos bekannt wurde, will Kuroko mit seinem neuem Team zeigen, dass Teamgeist über alles steht.

Meine Meinung: Wenn es um Ballsportarten geht, war mir Basketball doch noch immer die Liebste – auch wenn ich mit meiner Körpergröße nie sonderlich erfolgreich war. Daher habe ich mich, nachdem ich einmal mit den Sportanimes angefangen habe, nach einer Basketballserie umgesehen und mich schließlich für Kurokos Basketball entschieden. Nach meiner Begeisterung für Haikyu war ich zunächst etwas ernüchtert und überlegte, die Serie nicht weiterzuschauen. Denn statt zunächst die Mannschaft und Charaktere genauer vorzustellen, ging es direkt mit den ersten Spielen ans Eingemachte. Das ging mir zu schnell und ich hatte keine Möglichkeit den Spielern näher zu kommen. Aber ich habe der Serie eine Chance gegeben und was soll ich sagen (ihr ahnt es bestimmt): Die Serie hat nach der Eingewöhnungsphase einen echt starken Sog entwickelt. Eigentlich geht sie erst ab der zweiten Staffel richtig los und hält einen bis zum Ende der dritten Staffel in Atem. Da fiel am Ende das Abschiednehmen regelrecht schwer. Zum Glück gab es noch einen Abschlussfilm, so dass es noch ein Wiedersehen mit den Charakteren gibt. Die Serie hatte zwar ein rundes und zufriedenstellendes Ende, aber der Film stellt noch einmal ein paar Weichen richtig.

Re-Main – Staffel 1 – Wasserball

Die Handlung: Minato ist erfolgreich im Wasserball, bis er nach einem Turnier einen Autounfall hat. Als er auf dem Koma erwacht, ist ein Jahr vergangen und er hat keine Erinnerung an die letzten drei Jahre. Da er in seinem Team nicht mehr mithalten kann, muss er die Schule wechseln. Dort versucht Jo gerade ein Wasserball-Team zu gründen.

Meine Meinung: Nach den ganzen Ballsportserien in der Halle, habe ich schlussendlich noch eine Serie, die Bälle und meine Leidenschaft fürs Schwimmen vereinen konnte. Und es war tatsächlich die erste Serie, bei der ich direkt mit den Charakteren warm geworden bin. Ich mochte das Team und ihren Willen, auch wenn sie direkt sehr hohe Ziele hatten. Da alles Anfänger sind, wird man selbst in die Regeln eingeführt und lernt mit ihnen die einzelnen Spielzüge. Dadurch gab es auch nicht direkt so viele Turniere, sondern es ging eher um die Teamfindung und das Training, was mir gut gefiel für die erste Staffel. Leider hätte mich die Serie im letzten Drittel fast verloren, da ich den Plottwist überhaupt nicht mochte. Dadurch wurde die ganze Dynamik der Gruppe und der Serie zerstört und es hat bis zur letzten Folge gedauert, um mich wieder mit der Serie zu versöhnen. Da war es diesmal Glück, dass ich mich bereits am Anfang in den Anime verguckt hatte und daher durchgehalten habe. Jetzt freue ich mich allerdings, sollte es eine weitere Staffel geben.

Was sind eure liebsten Animes? Besonders eure liebsten Sportanimes?

Rückblick auf den August 2023

Nachdem der Sommer noch einmal richtig aufgeblüht ist, sind die Temperaturen nun wieder abgekühlt. Der August war ein Auf und Ab, nachdem es mit dem Wacken Open Air nicht geklappt hat, einem spontanen Urlaub bei meiner besten Freundin und auch ansonsten ein wilder Mix aus ruhigen und aufregenden Tagen, verflog der August regelrecht. So sieht meine mediale Statistik auch vergleichsweise mau aus, auch wenn ich beschlossen habe, mich davon nicht mehr stressen zu lassen. Dennoch gibt es hier wieder den monatlichen Rückblick.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Geistervilla: Gabbie und ihr Sohn Travis ziehen für einen Neuanfang in eine große Villa, die Gabbie zu einem Bed & Breackfast umbauen will. Nur leider ist die Villa voller Geister, die gar nicht erfreut sind über die neuen Bewohnenden. In ihrer Not wendet sich Gabbie unter anderem an den Geistlichen Ken und an den Fotografen für Übernatürliches Ben. Kurz darauf sitzen diese ebenfalls in der Villa fest. Zusammen versuchen sie den Fluch zu brechen. – Kurzweiliger atmosphärischer und sehr unterhaltsamer Film basierend auf der Disneyland-Attraktion.

The Meg 2: Nach den Ereignissen mit dem Megalodon ist die Forschungsstation deutlich gewachsen. Das Team besteht aus einigen Überlebenden und neuen Mitgliedern. Doch bei einem erneuten Tauchgang stellen sie fest, dass eine illegale Unterwasserstation wertvolle Ressourcen abbaut. Jonas und sein Team müssen nicht nur mit den Megs klarkommen, sondern auch das Rätsel um die Station lösen. – Gefühlt zwei Filme in einem, funktioniert alles nicht so ganz, aber am Ende konnte er wenigstens gut unterhalten.

Die letzte Fahrt der Demeter: Die Demeter sticht in Rumänien in See. Ihr Ziel: Großbritannien. An Bord die übliche Fracht und ein Großauftrag, der ihnen eine fette Prämie einbringen soll. Doch diese stellt sich bald als ihr Verderben heraus, denn sie haben niemand geringeres als Dracula an Bord. Und er ist hungrig. – Sehr atmosphärischer Horrorfilm, über ein paar Logiklöcher muss man hinwegsehen, aber funktioniert dennoch gut.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: The Meg (Vorbereitung auf Teil 2) und Mein Nachbar Totoro (einfach ein Sommerklassiker)

Monsta X – No Limit Tour in Seoul: Nach den Pandemie-Jahren konnte die K-Popband Monsta X im Jahr 2022 endlich wieder auf Tour gehen. Diesmal unter dem Motto „No Limit“. – Wunderschöner Konzertfilm, der mich sehr beührt hat, da mit der Tour meine Leidenschaft für diese Band anfing.

Erinnerungen an Marnie: Die 12-jährige Anna wird wegen ihres Asthmas für den Sommer aufs Land zu Verwandten geschickt. Dort lernt sie Marnie kennen und erlebt einzigartige Momente mit ihr. Doch Marnie scheint immer wieder zu verschwinden. – Ein weiterer toller Klassiker aus dem Hause Ghibli, mit viel Sommergefühl.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Verpasst hab ich tatsächlich keinen, aber ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Gran Turismo

Serien – ein etwas ausführlicher Überblick

Erneut gesehen habe ich: Friends – Staffel 6-8 (Immer wieder zum nebenbeischauen und doch viel Lachen)

Blue Lock – Staffel 1 (Interessante Idee, braucht ein wenig um sich aufzubauen, aber ist mal ein etwas anderer Sportanime)

Secret Invasion – Staffel 1 (Leider wieder ein Reinfall aus dem Hause Marvel. Sehr langatmig, gefühlt ist nichts passiert, ständig drehte sich alles im Kreis)

Doom at your service – K-Drama (Highlight K-Drama! Sehr tolle Geschichte, spannend, mitreißend, und vor allem sehr gefühlvoll.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten insgesamt: 3.833
Seiten pro Tag: 124 im Durchschnitt
Taschenbuch: 4
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 3

Everything is okay: Die Autorin Debbie Tung berichtet in dieser Graphic Novel von düsteren Gedanken, unausbrechlichen Gedankenspiralen, ihren Ängsten und ihrer Depression. Ein Buch, dass Mut machen soll. – Wieder toll gezeichnet, wichtiges Thema, sehr persönlich, aber auch sehr nachvollziehbar.

Dreizehn bei Tisch: Ein neuer Fall für Poirot. Die Schauspielerin Jane Wilkinson nimmt an einem Dinner mit zwölf anderen Menschen teil. Doch zur gleichen Zeit soll sie ihren Ehemann ermordet haben. Poirot steht vor einem neuen Rätsel. – Wieder ein sehr interessanter Fall, bei dem am Anfang alles klar scheint und dann führt uns Christie doch wieder an der Nase herum.

Finding Paradise: Kim wollte eigentlich mit ihrer besten Freundin ein Survival-Camp auf einer einsamen Insel in der Nähe von Sri Lanka besuchen. Doch diese sagte kurzfristig ab und Kim ist nun auf sich gestellt. In der Gruppe findet sie schnell Anschluss. Nur der gut aussehende Aidan scheint sie so gar nicht zu mögen. – Willkommen im Paradies! Tolle Atmosphäre, sympathische Protagonist*innen, ein paar Längen im Mittelteil, wichtige Botschaft.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 4: Ron und Toto machen zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Moriarty-Clan, die sich gegen Ron verschworen haben. Ein Wettlauf gegen die Zeit quer durch Tokyo startet. Können sie die Rätsel schnell genug lösen. – Die sympathischen kleinen Fälle nehmen ab und werden zu immer größeren mit dem großen Übergegner. Funktioniert dennoch ganz gut.

Die kleinste gemeinsame Wirklichkeit: Mai Thi Nguyen Kim, bekannt für ihren Youtube Kanal MaiLab, nimmt einige heiß diskutierte Themen auseinander, betrachtet ihre wissenschaftliche Seite und versucht die kleinste gemeinsame Wirklichkeit zu finden. – Die Fangfragen haben mich regelmäßig kalt erwischt und die Ausführungen waren spannend, interessant und gut für Laien aufgearbeitet. Gerade das Hörbuch von der Autorin eingesprochen, funktioniert gut.

A whisper around your name: Jo wechselt durch den Umzug ihres Onkels die Schule. Dort trifft sie auf Evan, doch dieser ist der Außenseiter der Schule und ihr wird geraten sich von ihm fernzuhalten. Doch bei abendlichen Ausflügen ins Freibad kommen sich beide näher. Auch durch ihre traumatischen Erfahrungen. – So schlecht habe ich Emma Scott noch nie erlebt. Gewohnt guter Schreibstil, aber die Geschichte war einfach nur ein „Wie schlimm kann es noch werden?“ Völlig übertrieben, unglaubwürdig und konnte mich überhaupt nicht überzeugen.

Die Kane-Chroniken 1 – Die rote Pyramide: Die Kane-Geschwister müssen mit ansehen, wie ihr Vater bei dem Versuch den Geist von Osiris zu beschwören, von Seth gefangen genommen wird. Leider fliegt dabei das Museum in die Luft und Sadie und Carter steht ein großes Abenteuer bevor. – Schwächer als Percy Jackson von der Geschichte, aber spannender durch die ägyptische Mythologie. Bin aber gespannt auf die nächsten Bände.

Angels of Death 3: Isaac und Rachel sind auf der nächsten Etage angekommen. Die Bewohnerin steht auf Bestrafungen und hat die beiden ins Auge gefasst. – Gewohnt spannend und atmosphärisch. Freue mich auf den nächsten Band.

In love with a star: Georgia will nach einem langen Flug nur noch unter die Dusche und dann ins Bett fallen. Doch ein gestrichener Anschlussflug und ein ausgebuchtes Hotel machen ihr einen Stich durch die Rechnung. Dabei trifft sie auf Alexander Kim, dem älteren Bruder ihrer früheren besten Freundin. Er bietet ihr an, sich das Zimmer zu teilen und sie kommen sich näher. Doch am nächsten Tag muss sie feststellen, dass sie mit einem berühmten Schauspieler geschlafen hat. – Ich habe mich schockverliebt in das Buch, auch wenn ich den sehr hohen Spiceanteil nicht erwartet hatte. Konnte es kaum aus der Hand legen.

Fangirl 1: Cath ist ein riesen Fan der Simon Snow Romane und schreibt sehr erfolgreiche Fanfictions. Früher auch zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Wren. Jetzt sind sie neu am College und Wren geht auf Abstand. Cath ist völlig überfordert und flüchtet sich weiterhin in ihre Fanfictions und versucht nebenbei das College zu meistern. – Konnte mich sehr in die Geschichte einfühlen, mochte die Charaktere und freue mich auf den nächsten Band.

American Gods: Shadow Moon wird aus dem Gefängnis entlassen und trifft auf den mysteriösen Mr. Wednesday. Dieser zieht ihn in einen Krieg zwischen den alten Göttern, die nach Amerika kamen, aber jetzt glaubt kaum noch jemand an sie, und den neuen Göttern, die in der schnelllebigen modernen Welt ihre Anhängerschaft gefunden haben. – Faszinierend, wie die Vorlage in der Serie umgesetzt wurde und gleichzeitig nicht umgesetzt werden konnte. Fasznierende Idee, war von der Auflösung am Ende nicht ganz überzeugt.

Was waren eure Highlights im August?

Barbie

Ein Vorwort

Okay, ich gestehe: Ich hatte als Kind sehr viele Barbies. Und natürlich auch sehr viel Zubehör und habe sehr gern damit gespielt. Warum es sich wie ein Geständnis anfühlt? Nun, inzwischen ist das Thema doch sehr kritisch hinterfragt mit der „klaren“ Einteilung in Geschlechter. Als ich jedoch hörte, dass ausgerechnet Greta Gerwig, die für ihre feministischen und kritischen Filme, wie Lady Bird bekannt ist, sich diesem Thema annahm, war ich sehr gehyped. Und der Trailer sah auch schon sehr witzig aus. Warum der Film ein Anwärter für den Film des Jahres bei mir wurde, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

In Barbieland kannst du als Barbie alles sein. Vor allem aber, bist du glücklich und lebst in Harmonie. Doch eines Tages hat Stereotyp-Barbie merkwürdige Gedanken und darauf folgen einige Pannen, inklusive, dass ihre Ferse den Boden berührt. Dies soll an einem Riss zwischen Barbieland und der realen Welt liegen. Sie bricht also auf, um diesen zu kitten. Ken folgt ihr, da er nur mit Barbie glücklich sein kann. Doch in der realen Welt ist alles ganz anders als erwartet.

Meine Meinung

Die Trailer versprachen es und der Film hielt es: Der Film wurde pink. Doch während der Trailer uns nur zeigte, wie mit der perfekten Welt der Barbies umgegangen wird, wenn etwas nicht mehr so perfekt ist, zeigte es noch nicht, wie feministisch der Film wirklich wird. Dass hier dann einige Zuschauenden doch arg schockiert sind, dass es kein reiner Feelgood Film ist, dessen einziges Ziel es war in Nostalgie zu schwelgen, zeigte die sehr zwiegespaltene Reaktion zum Ende des Films. Ich wurde wunderbar unterhalten und habe mich dennoch an den sehr feministischen Aussagen erfreut.
Denn Greta Gerwig schafft es die Balance zwischen beidem zu halten. Sie zelebriert die von Mattel geschaffene Welt in allen Variationen von Pink, erschafft Charaktere und nimmt sich dann dem Kontrast zur realen Welt an. Dabei kann es sein, dass einigen die gezeigten Thematiken zu offensichtlich gezeigt werden. Dabei kratzt der Film gerademal an der Oberfläche der Probleme unserer Gesellschaft.
Die Analogien, die aufgemacht werden, verdeutlichen strukturelle Probleme und beziehen diese wieder aufs Barbieland. Dabei kann man sicherlich über einzelne Darstellungen diskutieren, aber die Grundaussagen werden klar. Aber vor allem werden sie so gut in die Handlung verpackt, dass der Humorfaktor des Films sehr hoch ist. Auf jede niederschmetternde Erkenntnis folgte entweder Nostalgie oder Humor. Und genauso vergehen die 114 Minuten Lauflänge im Flug.
Natürlich gibt es auch kleinere Unstimmigkeiten. Die Rolle von Mattel im Film ist mir bis zum Ende etwas unklar. Während sie im Laufe des Films als Symbol für den übermäßigen Konsum und dessen Vertreibung steht, taucht sie bis zum Ende immer noch auf, ohne da noch eine großartige Bedeutung für die Handlung zu haben. Aber diese Unstimmigkeiten fügen sich trotzdem irgendwie in das große Ganze ein und stören nicht.
Dazu werden sie zu sehr von ikonischen Szenen, Filmanspielungen, gut pointierten Witzen und eben der eigentlichen Botschaft des Films übertönt. So ist Greta Gerwigs Films einer derjenigen, die man wohl ein paar Mal sehen muss, ehe man alle Anspielungen auch versteht und der doch der breiten Masse wichtige Themen vermittelt.
Und bitte Hollywood, um mich hier Randall Park anzuschließen: Der Erfolg des Films heißt nicht, dass wir mehr Filme über Spielzeug wollen, wie einen UNO Film, sondern mehr Filme von Frauen über Frauen. Mic Drop.

Das Fazit

Barbie triumphiert durch Nostalgie, Witz, ikonische Szene und das alles mit einer guten Portion Feminismus und zeigt, dass diese Themen duchaus für die breite Masse funktionieren. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Barbie läuft seit dem 20.07.2023 in den deutschen Kinos