Vorfreude auf das Kinojahr 2016

Hallo ihr Lieben,
nachdem es nun ganz viel über Rückblicke ging und die Filme des letzten Jahres, wollen wir uns heute einmal mit den kommenden Filmen befassen. Bzw. ich möchte euch mitteilen, welche Filme ich 2016 unbedingt im Kino sehen möchte – sortiert nach dem Erscheinungsdatum. Dabei fällt auf: 2016 ist das Jahr der Comicverfilmungen. Und ja es gibt noch mehr als letztes Jahr 😉

  1. The Danish Girl: Der Trailer hat mich schon komplett überzeugt. Wenn der Film nur ansatzweise so gut ist, dann wird das mein Oscar-Favorit schlechthin dieses Jahr.

2. Gänsehaut: Ich kenne noch aus meiner Kindheit die Bücher. Relativ dünne Bücher mit einem gruseligen Inhalt. In jedem Zeltlager wurde ein Exemplat mitgenommen und sich vorgelesen. Nun wurde um die Bücher eine Handlung geschrieben. Ich bin gespannt.

3. Deadpool: Der wohl abgedrehste Comicheld aus dem Hause Marvel möchte die Kinoleinwand erobernd. Und nach meinen Beobachtungen auf der German Comic Con im letzten Jahr, hat er schon sehr viele Anhänger.

4. Die Bestimmung – Allegiant: Ich mag die Bestimmung-Reihe. Die Bücher habe ich verschlungen und auch die Filme hab ich gerne gesehen. Nun wird der dritte Teil jedoch wieder in zwei Filme geteilt, was mir unbegreiflich ist und auch der Trailer sieht so aus, als hätten sie schon 75% der Handlung des dritten Buches verfilmt. Aber ich bin trotzdem gespannt.

5. The Huntsman and the Ice Queen: Den ersten Teil fand ich sehr schlecht, was aber auch daran lag, dass mich Kristen Stewart durchgehend genervt hat. Nun sehe ich positiv auf den Trailer für den zweiten Teil und bin gespannt, ob diesmal ein guter Film herauskommt.

6. The Jungle Book: Ich bin kein Fan von Realverfilmungen von Disney Filmen, aber dieser sieht vom Bild her so gut aus, dass ich auch jeden Fall ins Kino gehen möchte.

7. Captain America – Civil War: Nach meiner Enttäuschung über The Avengers – Age of Ultron hoffe ich nun, dass Civil War mich wieder begeistern wird. Der Trailer sieht ganz vernünftig aus und ich habe meine Erwartungen etwas gesenkt und hoffe auf einen schönen Anschluss an Captain America – The Winter Soldier.

8. X-Men – Apocalypse: Der dritte Teil der Neuverfilmungen der X-Men Reihe. Zeitlich schaffe ich es nicht mehr den Film einzuordnen, aber der Trailer sieht wie gewohnt spannend aus und ich lasse mich gerne aufklären, wann der Film zeitlich spielen soll.

9. Alice im Wunderland – Hinter den Spiegeln: Ich liebe das Wunderland und ihre Figuren. Auch die erste Tim Burton Verfilmung hat mich voll und ganz überzeugt, daher freue ich mich auf den zweiten Teil.

10. Star Trek – Beyond: So wirklich ein Trekkie bin ich nicht, aber die Neuverfilmungen haben mich dann doch gepackt und daher freute ich mich über den neusten Trailer und somit auch auf den Film.

11. Pets: Ich lag nach den Trailern auf dem Boden vor Lachen. Die wirkliche Story ist zwar nicht erkennbar, aber das war im Trailer von Alles steht Kopf auch nicht. Daher auf ins Kino!

12. Doctor Strange: Eine Marvel-Verfilmung mit Benedict Cumberbatch in der Hauptrolle. Mehr ist zu diesem Film nicht zu sagen. Ich werde das Kino am Starttag stürmen.

Worauf freut ihr euch dieses Jahr?

Gesehen im Dezember 2015

Hallo ihr Lieben,
nachdem ich in den letzten Monaten kaum zu Filmen neben denen im Kino und in meiner Verpasst Reihe kam – und natürlich Serien – gibt es nun dank der Weihnachtszeit wieder eine neue Ausgabe meiner Gesehen im – Reihe.

  1. The Wizard of Oz:
    Lange habe ich es mir vorgenommen, nun kam ich endlich dazu die Originalverfilmung mit der bezaubernden Judy Garland in der Hauptrolle zu sehen. Die Geschichte der Dorothee, die durch einen Sturm in das Land Oz gerät und dort Abenteuer erlebt. Natürlich ist der Film nicht zu messen mit den heutigen Effekten und sieht für unsere Augen vielleicht teilweise „schlecht“ aus, aber für damalige Verhältnisse durchaus ein sehr schöner Film.

2. Terminal:
Erst vor kurzem entdeckt in einer Top-Liste der Tom Hanks Filme und zugleich einmal angesehen. Der Film deckt alle Emotionen ab. Am Anfang fühlt man mit Hanks mit bzw. mit seiner Rolle Victor Navorski, der aus fiktiven Krakosien nach New York City möchte, um dort Sightseeing zu machen. Doch es gab in seinem Heimatland einen Putsch und sein Pass und sein Visum werden nicht mehr anerkannt. Nun darf er den internationalen Terminal des Flughafens nicht verlassen. Der Film ist lustig, traurig, dramatisch und verzaubernd und hat mich sehr berührt.

3. Million Dollar Baby:
Der Film hat vier Oscars gewonnen, nur warum? Der Film über die Frau, die unbedingt von Frankie Dunn trainiert werden will, aber eigentlich schon viel zu alt für eine Profikarriere ist. Ihr Weg und ihr Triumpf und ihr Fall wird in diesem Film thematisiert. Aber mir fehlt ein Stück Spannung, ein Stück Emotion und das gewisste Etwas, um vier Oscars inkls. bester Film zu rechtfertigen.

4. A Chrismas Carol:
Ich habe ja, wie in meinem Weihnachtsspecial geschrieben, es dieses Jahr wieder nicht geschafft das passende Buch zu lesen. Aber dafür habe ich mir die Neuverfilmung aus dem Hause Disney angesehen. Ich mag schon die neue Animationsart nicht und dann bietet der Film auch keinen weiteren Mehrwert zu anderen Verfilmungen. Daher hier Finger Weg!

5. The Cabin in the Woods:
Am Anfang des Films verdreht man die Augen und denkt sich: Boah voll der Klitscheehorrorfilm. Eine Gruppe Teenager machen Urlaub in einer abgeschiedenen, heruntergekommen Hütte. Aber durch eine Parallelhandlung wird das ganze bewusst zur Horrorkomödie gestaltet und die Klitschees werden ganz bewusst aufgegriffen und genutzt, so dass sie das erste Mal wirklich funktionieren. Daher funktioniert der ganze Film und hier daher eine Filmempfehlung!

6. The Transporter:
Nachdem ich in vielen Kritiken zu The Transporter – Refueled gelesen habe, dass Ed Skrein nicht an Jason Statham herankam, habe ich nun doch einmal den ersten Teil gesehen. Es mag vielleicht an der Reihenfolge liegen, in der ich die Filme gesehen habe, aber für mich hat Refueled mehr Eleganz, mehr Action, mehr Spannung und einfach mehr Charme. Möge meine Steinigung beginnen 😉

Und das waren dann auch schon wieder die Filme, die ich im Dezember 2015 gesehen habe. Was für Entdeckungen habt ihr gemacht?

Verpasst im Dezember 2015

Hallo ihr Lieben,

diesmal neigt sich nicht nur der Monat, sondern das ganze Jahr zur Neige. Leider habe ich es im Dezember kaum ins Kino geschafft, weswegen meine Liste diesmal etwas länger sein dürfte. Aber im Weihnachtstrubel sind die Kinogänge einfach untergegangen.

1. Das Brandneue Testament

Ein zynischer Gott und seine Tochter, die heimlich die Todesdaten an alle Menschen schickt und damit eine Kettenreaktion auslöst. Definitiv ein Film, den ich noch sehen möchte.

2. Im Rausch der Sterne

Bradley Cooper als Sternekoch, der nach einem tiefen Fall wieder ganz nach oben will. Der Trailer verspricht Foodporn und viel Sarkasmus, aber auch Humor und Lebengefühl. Ich möchte mich noch davon überzeugen.

3. Der kleine Prinz

Die Verfilmung des Kinderbuchweltbestsellers ist etwas, dass mich auch noch reizt zu sehen. Die Geschichte ist weltbekannt und der Trailer lässt schon auf einen herzerwärmenden Film schließen.

4. Die Peanuts

Ich bin ja ein riesen Fan von Charlie Brown, Snoopy und Co. Daher ist der Film noch ein Muss für mich, es wird aber wahrscheinlich erst im nächsten Jahr etwas.

5. Mr. Holmes

Sherlock Holmes einmal ganz anders. Mr. Holmes ist nun deutlich älter, aber es gibt einen Film, der ihn nicht aus dem Kopf geht, den er unbedingt noch zu Ende bringen muss. Ein Ian McKellen als Sherlock Holmes ist für mich schon anreiz genug.

6. Joy – Alles außer gewöhnlich

Eine Jennifer Lawrence, die sich in einer männerdominierten Zeit versucht durchzusetzen. An die Seite gestellt bekommt sie einen Bradley Cooper und einen Robert deNiro. Das hat auch schon in Silver Linings gut funktioniert.

Jahresrückblick 2015 – die Highlights des Jahres

Hallo ihr Lieben,
nachdem ich euch nun schon meine Enttäuschungen des Jahres gezeigt habe, soll es nun in positiver Form um meine Highlights des Jahres gehen. Ausgenommen sind auch hier die Filme, die ich dieses Jahr noch sehen werde, die aber noch nicht erschienen sind. In den Titeln verlinke ich euch meine Kritiken, falls ihr zu einem Film mehr erfahren wollt.

Platz 25: Dark Places

Die Buchverfilmung des Bestsellers von Gillian Flynn überzeugte mich erst kürzlich mit einem hohen Spannungsbogen und verschiedenen Charakteren. Lange habe ich nicht mehr so gerätselt, wer denn als Mörder in Frage kommt.

Platz 24: Mission Impossible: Rogue Nation

Der ersehnte fünfte Teil der Saga, kam nicht mehr an den vierte heran – der die Messlatte aber auch sehr hoch legte – aber übertrumpfte die ersten drei Teile doch grandios. Mit einem „Best-of“ der Charaktere war wieder für gute Wortspiele gesorgt und auch an Action mangelte es nicht.

Platz 23: A walk in the woods – Picknick mit Bären

Bill Bryson, der auf keinen Fall noch ein Buch schreiben wird, muss sich damit abfinden älter zu werden und daher die ersten Freunde zu Grabe zu tragen. Doch dann entschließt er sich einen Wanderweg quer durch die USA abzulaufen. Dabei entsteht eine Komödie, die von den meisten wohl nicht beachtet wurde, aber mit einem unheimlich hohen Charme punkten kann.

Platz 22: Codename U.N.C.L.E.

Wenn ein Agent des CIA und des KGB währen des zweiten Weltkrieges zusammenarbeiten sollen, dann kann das nur schief gehen. In diesem Film trafen zwei Charaktere aufeinander, die sich an Charme und Witz das Wasser reichen konnten und so ein spannender, aber auch sehr abgedrehter, Film entstanden ist.

Platz 21: Sicario

Ein packender Thriller, der einem das Elend in den von Drogenkartellen kontrollierten Grenzgebieten zwischen den USA und Mexiko nahe bringt und gleichzeitig mit den Vorurteilen des Zuschauers spielt. Ein Vorbild für das Genre.

Platz 20: Er ist wieder da

Was passiert, wenn Adolf Hitler im 21. Jahrhundert wieder auftaucht? Wie reagieren die Menschen? Hat er trotz unserer Geschichtsaufklärung wieder eine Chance? Mit diesen Fragen setzt sich dieser Film auseinander und kreiert so eine Komödie mit leicht bitterem Beigeschmack.

Platz 19: Ant-Man

Nach der eher enttäuschenden Fortsetzung von The Avengers, brachte uns Marvel einen neuen Held auf die Leinwand. Der eher unbekannte Ant-Man wurde zunächst etwas skeptisch betrachtet: bis er im Kino anlief und einfach nur begeisterte. Mit einer Liebe zum Detail und dem typischen Marvel-Humor eroberte ein neuer Superheld die Kinoleinwand.

Platz 18: Southpaw

Zu Eminems „Phenominal“ kämpfte Jake Gyllenhall nicht nur im Ring, sondern auch mit dem Tod seiner Frau und um das Sorgerecht seiner Tochter. Während viele Kritiker den Film als den tränenreichsten Sportlerfilm abtaten, hat der Film auf dem zweiten Blick doch mehr zu bieten und liefert eine gute Leistung ab.

Platz 17: Baymax – Riesiges Robowabohu

Anfang des Jahres eroberte ein Roboter die Herzen der Kinozuschauer. Typisch für Disney hatte Baymax liebevolle Charaktere, eine gewisse Portion Traurigkeit und vor allem viel Witz. Nach dem Film hätte wohl jeder gerne so einen Gesundheitsroboter.

Platz 16: Mockingjay 2

Der gelungene Abschluss zur Tribute von Panem-Reihe konnte wieder mit viel Spannung punkten. Katniss letzter Marsch gegen das Kapitol, die finale Schlacht, für ein freies Panem.

Platz 15: Die Frau in Gold

Was genau passierte mit den von den Nazis gestohlenen Kunstgegenständen? Der mitreißende und emotionale Kampf einer Frau, um ein Gemälde ihrer geliebten Tante. Eine hinreißend spielende Helen Mirren und ein liebenswürdiger Ryan Reynolds perfektionieren den Film.

Platz 14: The Voices

Die schrägste Horrorkomödie des Jahres. Ein schizophrener Ryan Reynolds, der seine Welt sehr bunt und fröhlich sieht, und ausversehen die ein oder andere Frau umbringt.

Platz 13: Bridge of Spies

Steven Spielsbergs neues Meisterwerk mit einem Tom Hanks, der im kalten Krieg um die Freiheit mehrer Menschen verhandelt. Dramatisch, spannend, mitreißend.

Platz 12: Ex_Machina

In einer abgeschiedenen Villa erforschen zwei Männer, ob es möglich ist einen Roboter menschlich wirken zu lassen. Doch aus dem harmlos klingenden Experiment entwickelt sich bald mehr und fesselt den Zuschauer trotz Kammerspiel an den Sitz.

Platz 11: Der Marsianer

Wie reagiert man, wenn man auf dem Mars zurückgelassen wird und nur alte Discosongs als Musik hat. Der Botaniker Mark Whatney weiß sich zu helfen und hat einige Tricks auf Lager. Dabei entsteht ein humorvoller Film, der die Spannung gekonnt halten kann und an den Kinositz fesselt.

Platz 10: Fury – Herz aus Stahl

In den Wirren des zweiten Weltkrieges hält eine Panzerbesatzung immer zusammen. Bis sie einen Frischling zugeteilt bekommen. Fury zeigt die rohe Gewalt des zweiten Weltkrieges ungeschönt und verliert sich nicht in hohlem Patriotismus.

Platz 9: Mad Max: Fury Road

Der Film mit einer der stärksten Frauenrollen seit langem, der die Diskussionen über Frauen im Film wieder ordentlich anheizte. Doch auch davon abgesehen bringt Fury Road schöne handgemachte Action auf die Leinwand und heizt dem Zuschauer ordentlich ein.

Platz 8: Learning to drive

Wendy ist Mitte 40 und wurde frisch von ihrem Mann verlassen. Um wieder auf die Beine zu kommen, versucht sie sich an Fahrstunden. Dabei entsteht eine wunderbare und lehrreiche Freundschaft zwischen ihr und dem Fahrlehrer Darwan. Ein Film zum träumen, aber auch zum Nachdenken.

Platz 7: Der Chor – Stimmen des Herzens

Die Mutter tot, der Vater hat eine neue Familie und keinen Platz für Stet. Also landet dieser beim National Boychoir, entdeckt seine Stimme und muss sich gegen arrogante Mitschüler behaupten. Gepaart mit der Musik geht der Film ganz tief unter die Haut.

Platz 6: Krampus

Ein Weihnachtshorrorfilm? Und dann auch noch eine Horrorkomödie? Man darf zurecht skeptisch sein, ob diese Kombination funktioniert. Aber herausgekommen ist ein amüsanter, spannender Film mit ulkigen Monstern, der einen so richtig schön in Anti-Weihnachtsstimmung versetzt.

Platz 5: John Wick

Gleich zu Anfang des Jahres präsentierte uns Keanu Reeves, dass es eine einfache Grundhandlung und gut choreographierte Actionszenen gepaart mit einem bittersüßen Humor braucht, um einen zeitlosen Actionfilm zu kreieren.

Platz 4: The Imitation Game

Benedict Cumberbatch als Alan Turing, der Mathematiker, der den zweiten Weltkrieg beeinflusste. Hoch dramatisch und einfach nur brilliant gespielt, reißt der Film mit, obwohl er weit ab des Schlachtfeldes stattfindet.

Platz 3: Alles steht Kopf

Was wenn in unserem Kopf fünf Emotionen sitzen, die die Knöpfe zu unseren Taten und Äußerungen drücken? In diesem Film sind es Freude, Angst, Kummer, Ekel und Wut, die Riley beleben. Doch was passiert, wenn zwei Emotionen durch einen Unfall im Gedächnis landen und nur noch drei die Kontrolle haben? Dieser Film zeigt interessante Ideen, wie es in unserem Kopf aussehen könnte.

Platz 2: Kingsman – The Secret Service

Elegant wie James Bond, knallhart wie John Wick und durchgeknallt wie schon lange kein Film mehr. Kingsman ist ein Best-of verschiedener Genres und brilliert bei der Zusammensetzung. So ganz ernst nimmt der Film sich nicht, um brillianter ist er.

Platz 1: Still Alice

Julianne Moore brilliert hier als Mutter, die frühzeitig an Alzheimer erkrankt. Ihr Umgang mit der Krankheit und wie sie versucht ihren Alltag zu halten ist mit so viel Liebe dargestellt und entsetzt einem trotzdem so sehr. Ein Film, den man gesehen haben muss und definitiv mein Highlight des Jahres 2015.

Und zu guter Letzt noch ein paar Filme, die ich nicht unerwähnt lassen möchte, die es aber von der Punktzahl her nicht in das Ranking geschafft haben:

The Transporter – Refueled: Das Auto! Der heiße Typ im perfekten Anzug!

Die Minions: Banana!

Pixels: Pac Man ist böse?

Wild Tales: Ich habe, glaube ich, noch Rattengift im Schrank.

Was sind eure Highlights des Jahres?

Jahresrückblick 2015 – die Enttäuschungen des Jahres

Hallo ihr Lieben,
ist es zu glauben? Es ist doch tatsächlich Dezember und das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu. Während jetzt noch alle in Vorfreude auf Weihnachten sind, produzieren die Fernsehsender bereits massig das Format, dass es jedes Jahr wieder in Überzahl geben wird: Jahresrückblicke. Aber bevor ich in Festtagsstimmung verfalle und dann – wie sonst immer – kurz vor knapp in Panik verfalle, gibt es vorab von mir schon meine Highlights und meine Enttäuschungen des Jahres 2015 – bezogen natürlich auf die Kinofilme.

Normalerweise schreibe ich viel über Laptop auf der Couch oder abends im Bett. Aber für diesen Anlass habe ich mich doch einmal anständig in mein Arbeitszimmer an meinen Schreibtisch gesetzt und Liste erstellt, mit den Filmen, die ich dieses Jahr im Kino gesehen habe. Mit 89 regulären Kinofilmen und 2 Special Screenings mit 4 Filmen komme ich auf 93 gesehene Filme. Kurz vor der 100 (mit meinen geplanten Filmen würde ich genau die 100 erreichen, aber ich befürchte, dass ich es zeitlich doch nicht mehr schaffen werde). Heute soll es erst einmal um die Enttäuschungen des Jahres gehen. Dabei gehe ich von meiner Bewertung aus, also ihr dürfte gerne anderer Meinung sein 😉 In den Titeln verlinke ich euch meine Kritiken, falls ihr zu einem Film mehr erfahren wollt.

Ausgenommen aus der Wertung sind die Filme, die ich dieses Jahr noch sehen werde, aber die noch nicht erschienen sind!

Lange Rede – kurzer Sinn: Hier präsentiere ich euch nun meine 25 Enttäuschen des Jahres 2015:

Platz 25: Miss Bodyguard

Ein Film verliert meistens dann, wenn der Trailer schon die besten Witze und Szenen vorweg nimmt. Miss Bodyguard hätte von der Idee her eine schöne Komödie werden können, schafft es aber nicht zu überzeugen.

Platz 24: Insidious Chapter 3

Die vorangegangenen Teile habe ich nicht gesehen. Aber der dritte Teil der Insidious-Reihe bedient sich leider nur den derzeit modernen „Schockmomenten“, die nicht ausreichen, um eine grundsätzlich gruselige Stimmung aufzubauen. Lediglich Lin Shaye als Medium Elise kann den Film ein wenig heben.

Platz 23: Mortdecai

Während Johnny Depp mit Black Mass als heißer Oscarkandidat gehandelt wird, enttäuscht er Anfang des Jahres als Teilzeitgauner in Mortdecai. Ein verarmter Adliger, der ein gestohlenes Bild suchen soll, um aus den Schulden zu kommen. Leider auch hier die einzigen lustigen Szenen im Trailer vorweggenommen.

Platz 22: Big Eyes

Basierend auf einer wahren Geschichte ist immer etwas schwierig. Aber der Film schafft es sich ewig zu ziehen und die Geschichte langsam aufzubauen, um dann den eigentlichen Höhepunkt in 10 Minuten abzuhandeln. Hier wäre Material für einen spannenden Film vorhanden gewesen, das leider nicht genutzt wurde.

Platz 21: Abschussfahrt

Eine deutsche Komödie, die trashiger kaum sein könnte. Während die erste Hälfte noch eine typische Teenager-Komödie verspricht, driftet die zweite Hälfte zu sehr ins Abgedrehte ab und schafft es nur noch die bekannten „Unter der Gürtellinie“-Witze zu reißen.

Platz 20: Boy 7

Ein Thriller, der absolut vorhersehbar bleibt und nur mäßig mit Spannung überzeugen kann. Boy 7 kann zwar mit einem ziemlich schrägen Bösewicht aufwarten, enttäuscht ansonsten aber auf schauspielerischer Ebene.

Platz 19: Youth

Von den Kritikern hoch gelobt, ich fand ihn dagegen eher enttäuschend. Ewige Jugend ziert sich mit dem Versuch der vielen passenden Enden. Während der Film auf das Ende zugeht, kreiiert der Film immer wieder Szenen, die einen perfekten Abschluss bilden könnten. Aber der Film ging immer weiter.

Platz 18: Pan

Ein Film, der versucht von einer wunderschönen Optik zu leben. Doch ansonsten bietet Pan eine aussagelose Handlung, ohne Tiefgang und ohne auf den Punkt zu kommen. Auch der Versuch mit exzentrischen Figuren geht nach hinten los, denn dafür fehlen die passenden Dialoge.

Platz 17: The Walk

Auch bei The Walk kann man lediglich die schöne Optik hervorheben. Denn der Film baut zu keinem Zeitpunkt Spannung auf – zumal das Endergebnis schon im Trailer vorweg genommen wurde. Hinzu kommen unsympathische Charaktere, mit denen der Zuschauer nicht mitfiebern mag.

Platz 16: Hotel Transilvannien 2

Auch hier das bereits erwähnte Problem, dass alle humorvollen Szenen bereits im Trailer vorweggenommen wurden, und der Film daher nicht mehr begeistern konnte. Die Handlung plätschert so vor sich hin und selbst das Ende, was immer wieder groß angekündigt wurde, wurde schnell abgehandelt.

Platz 15: Fack ju Göhte 2

Die erwartete Fortsetzung des Kinoerfolges. Es geht auf internationale Klassenfahrt. Doch Fack ju Göhte 2 schafft es nicht einen klaren Handlungstrang zu formen, weswegen die Handlung verworren und aussagelos wirkt. Auch die Witze wirken diesmal leider nicht.

Platz 14: Magic Mike XXL

Magic Mike XXL kann zwar mit seiner großen Abschlussszene punkten, aber der Weg dahin ist gepflastert mit einer lieblosen Handlung, die versucht tiefer zu gehen, aber doch nur an der Oberfläche kratzt, und plumpen und gestellten Dialogen.

Platz 13: Im Sommer wohnt er unten

Ein Film der diesjährigen Berlinale, der vor allem durch seine sprunghafte Multilingualität auffällt. Ein Familiendrama verpackt in einer schleppenden Handlung, der ohne Witz sich als Komödie tituliert. Am Genre vorbei.

Platz 12: Traumfrauen

Traumfrauen ist absolut vorhersehbar, da er sehr jeder anderen deutschen Liebeskomödie der letzten Jahre ähnelt. Die Witze funktionieren nur halbherzig, ebenso die Schauspielleistungen.

Platz 11: Blackhat

Blackhat weißt eine gute Grundidee auf, spinnt diese aber nicht durchgängig genug weiter. Die Charaktere werden nicht ordentlich durchdacht und der Film schlittert zu schnell in das Vorhersehbare. Langatmige Dialoge und zu ausufernde Sequenzen zerstören noch das letzte bisschen Spannung.

Platz 10: Wild Card

Der Film mit der nicht ersichtlichen Handlungslinie. Der Film versucht Spannung aufzubauen und diese in Kampfszenen enden zu lassen, verpasst aber zwischendurch den Absprung und setzt Szenen dazwischen, die nichts ersichtlich mit der Rahmenhandlung zu tun haben und so verliert der Zuschauer den Überblick.

Platz 9: A world beyond

Auch hier eine gute Ausgangsidee, aber eine absolut enttäuschende Umsetzung. Das angeschnitte Thema wird nicht ernst genommen, der Film braucht ewig, um in Fahrt zu kommen und hält sich oft an unnötigen Kleinigkeiten auf.

Platz 8: Die Highligen 3 Könige

Der Cast um Joseph Gordon-Levitt und Anthonie Mackie ließ auf eine etwas niveauvolle Komödie schließend. Aber der deutsche Titel und Seth Rogen sind dann doch die ausschlaggebenden Kriterien. Fäkalhumor und Drogen stehen an der Tagesordnung. Dadurch versagt der Film in seiner Intention.

Platz 7: Kind 44

Eine verwirrende Handlung, bei der der eigentliche Schwerpunkt anscheinend vergessen wird. Gepaart mit schwachen Schauspielleistungen und ohne Spannungsbogen enttäuscht der Film im vollen Umfang.

Platz 6: 45 years

Langsamer erzählt war dieses Jahr wohl nur Ewige Jugend. Aber auch 45 years wird in dem Tempo erzählt, in dem sich die Hauptdarsteller fortbewegen. Da es sich um die Erzählung einer Woche im Leben von zwei Senioren handelt, ist das sehr langsam. Das eigentliche Drama, dass angesprochen werden sollte, bleibt so gut wie komplett verschwiegen.

Platz 5: Tracers

Ein handlungsschwacher Film, von der Kameraführung mir zumindest übel geworden ist. Da muss man wirklich großer Taylor Lautner Fan sein, um den Film gut zu finden.

Platz 4: American Ultra

Noch trashiger als der Trailer vermuten lässt. Ohne jeden Spannungsbogen und mit einer weiterhin schlecht spielenden Kristen Stewart. Auch der Humor lässt einen lediglich aus Reflex lachen, aber unterhalten kann der Film nicht.

Platz 3: Shades of Grey

Schlechter als das Buch wurde nur der Film. Abgesehen von Musik und ästethisch gefilmten Sexszenen hat der Film so ziemlich alles falsch gemacht, was man filmtechnisch falsch machen kann.

Platz 2: Dessau Dancers

Wer nicht gerade die Breakdance-Bewegung der DDR mitbekommen hat, kann mit diesem Film wahrscheinlich gar nichts anfangen. Der Film ist nicht spannend, hat keine guten Schauspielleistungen und auch ansonsten nichts zu bieten.

Platz 1: Die Frau in Schwarz 2

Die Handlung ist vorhersehbar, die einzigen Horrorelemente sind Schockeffekte, die nur erschrecken und nicht schocken. Hier wurde sich für einen Horrorfilm absolut keine Mühe gegeben und daher mein Platz 1 als der enttäuschenste Film, den ich dieses Jahr im Kino gesehen habe.

Damit bin ich dann auch durch mit dem ersten Teil des Jahresrückblickes. In den nächsten Tagen folgt noch der zweite Teil mit meinen Highlights des Jahres.

Nachspezial – Halloween

Hallo ihr Lieben,
der „gruseligste“ Tag des Jahres (und ja, ich weiß, dass Halloween eigentlich nur Komerz ist und wir eigentlich Luthers Thesenanschlag am Reformationstag feiern) ist vorbei und ich hab zumindest einen Horrorfilm gesehen. Als „Spezial“ möchte ich euch einen Film, eine Serie und ein Buch zum Thema vorstellen.

20151101_142000

A nightmare on Elm Street

Ich habe gestern die Version von 2010 gesehen (endlich ein Film von meinem SuF abgearbeitet).

Kurz zur Story:Freddy Krüger ist zurück. Er schleicht sich in die Träume von einer Gruppe Jugendlicher. Wieso sind es genau diese? Nachdem einer nach dem anderen in seinen Träumen heimgesucht und letztendlich getötet wird, suchen die Überlebenden nach Antworten und nach ihrer Verbindung zueinander. Dabei arbeitet die Zeit gegen sie, denn sie dürfen nicht einschlafen, oder sie sterben.

Ich kenne das Original nicht, bin aber von diesem Remake nicht wirklich überzeugt. Natürlich ist die Handlung gruselig und jagt einem einen Schauer über den Rücken, aber der Film versteift sich auf Geschreie und Gerenne und vor allem viel Blut. Dabei verpasst der Film sich auf die Hintergründe zu fixieren, die alleine schon schaurig genug sind und somit auch den nötigen Spannungsbogen. Die Schauspieler sind mir (durch andere Rollen) sehr sympathisch, können in diesem Film aber leider nicht überzeugen. Lediglich Jackie Earle Haley schafft es die Rolle des Freddy Krügers gekonnt umzusetzen und ein bisschen Grusel in den Film zu bringen.

American Horror Story – Asylum

Die erste Staffel Murder House habe ich euch bereits vorgestellt. Die Erfolgsserie geht weiter, mit den gleichen Schauspielern, aber einer neuen Handlung und neuen Charakteren.

Kurz zur Story: 1964, Briarcliff. Der junge Kit Walker wird in die psychiatrische Klinik eingeliefert, weil er als der Serienmörder „Bloody Face“ gehandhabt wird. Unter der strengen Hand von Schwester Jude wird die Klinik geführt, deren Zustände einfach nur erschrecken. Die Journalistin Lana Winters will das Ganze entlarven, landet bei einem Einbruch, aber selbst in der Anstalt und wird wegen ihrer Homosexualität festgehalten. Dabei treffen sie auf schaurige und verrückte Gestalten.

Während die erste Staffel begeisterte und an einem einzigen Wochenende durchzuschauen war, habe ich mich wochenlang durch die zweiten Staffel gequält. Das Erscheinungsbild ist wie gewohn gruselig und die Charaktere verrückt bis schaurig, aber die Handlung zieht sich und kommt nicht richtig in Schwung. Angelegt auf vielleicht die Hälfte der Folgen wäre die Serie wie gewohnt spannend geworden, aber so zieht sie sich wie Kaugummi, ohne das die einzelnen Folgen irgendetwas aussagen. Ich hoffe, dass die dritte Staffel wieder mehr Spannung bringt.

Dr. Jeckyll und Mr. Hyde

Es ist schon einige Zeit her, seit ich das Buch das letzte Mal gelesen habe. Aber noch immer gehört es zu meinen Favoriten in meinem Bücherregal.

Kurz zur Story: Mr. Utterston ist der Anwalt des angesehenen Arztes Dr. Jeckyll. Eines Abends erzählt ihm sein Cousin Mr. Enfield von einem Vorfall in dem ein mysteriöser Mr. Hyde ein Kind umgerannt hat. Dabei wurde er gefasst und zu einem Bußgeld von 100 Pfund verurteilt. Der Check lief auf den Namen Dr. Jeckyll. Auch ein geändertes Testament des Arztes führt bei Utterston zur Beunruhigung. Er stellt Nachforschungen an und findet schreckliches heraus.

Das Buch von Robert Louis Stevenson ist vielleicht vom Schreibstil her nicht nach Jedermanns-Geschmack – es wurde auch 1886 geschrieben – aber die Handlung ist nur allzu bekannt. Dr. Jeckyll, der den „bösen“ Teil seines Körpers loswerden wollte und so seine zweite Persönlichkeit Mr. Hyde erschuff. Doch wie kontrolliert man diesen Teil und was passiert, wenn man sich nicht mehr zurückverwandeln kann? Das Buch ist nicht nur spannend und verpasst einem einen Schauer, sondern wirft auch tiefgründige Fragen auf.

Verpasst im Oktober 2015

Hallo ihr Lieben,
der Monat ist ja wieder gerannt. Inzwischen wird es sogar um 17Uhr wieder dunkel draußen. Der Oktober hatte viele gute Filmstarts und daher war ich sehr oft im Kino (ich hänge noch immer 8 Kritiken zurück 😦 ). Aber trotzdem habe ich es immer noch nicht geschafft, alle zu sehen.

  1. a royal night – ein königliches Vergnügen: Die Geschichte von der späteren Königin Elisabeth und ihrer Schwester, die am Ende des zweiten Weltkrieges einmal den Buckingham Palast verlassen dürfen. Das Königshaus einmal aus einem ganz neuen Blickwinkel. Mich reizt der Film noch.

2. Black Mass: Johnny Depp is back. Nachdem man seine Karriere nach den letzten Flops für Tod glaubte, schlägt er nun noch stärker zurück. Auch eine Oscarnominierung scheint nicht unmöglich. Da ich mir vorgenommen habe, diesmal vor der Verleihung die meisten nominierten Filme, oder die Filme deren Darsteller/Regisseure/etc. nominiert werden zu sehen.

3. Macbeth: Ich habe zwar deutsche Literatur studiert, bin aber auch sehr interessiert in internationaler Literatur und auch Shakespeare lese ich gerne. Um so mehr freue ich mich über diese Macbeth-Verfilmung mit Michael Fassbender in der Hauptrolle.

Das war es dann auch schon für diesen Monat. Auf den November 😉

Zurück in die Zukunft

Hallo ihr Lieben,

anlässlich des 21.10.2015 – dem Jahr, in dem Marty McFly in der Zukunft landete – wurde in verschiedenen Kinos ein Triple-Feature in einem Special-Screening gezeigt. Aber auch zu Hause wurden bei vielen die Filme geschaut. Ich kannte die Filme vorab nicht und hab mich von meinem Freund überreden lassen zu einer der Sonderveranstaltungen im Kino zu gehen. Also sah ich am vergangenen Mittwoch zum ersten Mal die Kultfilme.

Part 1:

Kurz zur Story: Marty McFly lebt ein sehr mittelmäßiges Leben. Nur seine Freundschaft zu Doc Emmett Brown sorgt für etwas Schwung in seinem Leben. Vorallem als dieser eine Zeitmaschine erfindet und in einen DeLorean baut. Durch einen Zufall landet er ohne Doc Brown im Jahr 1955. Nachdem er aus Versehen seinen Vater daran gehindert hat, seine Mutter kennenzulernen, trifft er auf die jüngere Version von Doc Brown. Während dieser einen Weg sucht, Marty wieder zurückzuschicken, muss dieser seine Eltern doch noch dazu bringen sich ineinander zu verlieben.

Part 2:

Kurz zur Story: Zurück im Jahr 1985, braucht Doc Brown Martys Hilfe. Im Jahr 2015 werden Martys Kinder in Schwierigkeiten geraten. Dies soll nun verhindert werden. Die Aufgabe ist schnell gelöst, außer das ihnen ein Fehler passiert sein muss, denn das Jahr 1985 hat sich verändert. Also reisen die beiden doch zurück in das Jahr 1955, um dort alles in Ordnung zu bringen.

Part 3:

Kurz zur Story: Doc Brown ist durch einen Unfall im Jahr 1885 gelandet. Marty ist im Jahr 1955 gestrandet. Wieder einmal muss er mit dem Doc Brown des Jahres 1955 eine Lösung finden, um ins Jahr 1885 zu landen. Dies gelingt auch und so versucht Marty Docs Leben zu retten und wieder zurück in die Zukunft zu gelangen.

Alles in allem haben mir die Filme richtig gut gefallen. Der erste hatte noch mit den meisten Witz und Charme, während der zweite doch eher geschwächelt hat. Der dritte Teil kam wieder eher an den ersten Teil heran, auch wenn mich die Liebesgeschichte (War das echt nötig?) wieder einmal gestört hat.
Also an alle die diesen Tag verpasst haben: Guckt euch die Filme trotzdem an, es lohnt sich 😉

Verpasst aber nicht vergessen – Teil 3

Hallo ihr Lieben,
es ist ‚mal wieder soweit. Ich habe einige Filme meiner Reihe „Verpasst im …“ nachgeholt zu sehen. Viel Spaß also bei den folgenden Kurzkritiken 🙂

  1. Die Entdeckung der Unendlichkeit: Eddie Redmayne gewann für seine Darstellung des Stephen Hawking seinen ersten Oscar. Und das völlig zurecht. Seine Darstellung ist so überzeugend, dass man hinterher glaubt, dass Redmayne selbst während des Drehs an ALS erkrankt ist. Gleichzeitig wird die Geschichte sehr rührend erzählt, man fühlt mit allen Charakteren mit, vor allem auch mit Hawkings Frau, die immer hinter ihm stand, obwohl sie selbst irgendwann am Rande ihrer Kräfte war. Für diesen außergewöhnlichen Film gebe ich 08 von 10 möglichen Punkten.

2. Nightcrawler: Jake Gyllenhaal verkörpert Louis Bloom, einem Kleinkriminellen. In einer Nacht entdeckt er einen sogenannten Nightcrawler. Ein Kameramann, der den Polizeifunk abhört, um an einem Unfall- bzw. Tatort als erstes zu sein und das gesammelte Filmmaterial dann an die Fernsehsender zu verkaufen. Völlig begeistert von dieser Idee kauft sich Bloom eine Kamera und fängt an den Polizeifunk abzuhören. Schnell wird er als Nightcrawler erfolgreich, doch auch immer größtenwahnsinniger. Der Film braucht ein bisschen, um in Fahrt zu kommen und erzählt die eigentlich spannende Geschichte in einem sehr gemächlichen Tempo. Dem gegenüber steht jedoch ein brilliant spielender Jake Gyllenhaal, so dass es am Ende schwierig ist zu sagen, ob er Film nun gut oder eher schlecht ist. Von mir gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

3. Im August in Osage County: Wenn in einem Cast gleichzeitig Meryl Streep, Julia Roberts, Ewan McGregor und Benedict Cumberbatch auftauchen, dann verspricht es ein sehr guter Film zu werden. Umso ernüchtender war dieses Familiendrama. Drama war zwar sehr viel vorhanden, aber undurchsichtiges und ausgetragen wurde es fast pausenlos in einem Haus zu immer dem selben Thema. Ab einem gewissen Punkt wollte man dem Film einfach nicht mehr folgen. Daher gibt es trotz guter Schauspielleistungen enttäuschte 03 von 10 möglichen Punkten.

4. Der Chor – Stimmen des Herzens: Stet hat es nicht leicht im Leben. Sein Vater interessiert sich nicht für ihn, weil er das Resultat einer Affäre ist, seine Mutter ist alkoholkrank. Nur seine Direktorin interessiert sich für sein Schicksal. Da sie von seiner gut ausgeprägten Gesangsstimme weiß, lädt sie den National Boychoir ein und organisiert ein Vorsingen. Von dem Stet jedoch ausreißt. Durch traurige Umstände landet er aber letztendlich doch an der Chorschule und kämpft dort gegen die Vorurteile seiner Lehrer und seiner Mitschüler. Eine absolut rührende Geschichte mit dem richtigen Hang für Dramatik und unfassbar schönen Stimmen. Vielleicht nicht für jeden etwas, aber wem die Handlung zusagt, der sollte unbedingt ins Kino gehen. Ich gebe 08 von 10 möglichen Punkten.

5. Man lernt nie aus: Anne Hathaway als überforderte Geschäftsführerin und Robert de Niro als ihr 70-jähriger Praktikant. Die Geschichte einer ungleichen Freundschaft, die berührt. Leider in einem etwas schleppenden Tempo erzählt, dafür mit einer gesunden Portion Witz und einer Extra-Portion Lebensbejaendes Gefühl, dass den Film so mitfühlend macht. Der Film verbindet die Angst seine Familie zu verlieren mit der Tatsache, dass wir alle irgendwann einmal sterben, schafft es aber dieses Thema anzuschneiden, ohne das der Zuschauer es bewusst wahr nimmt. Ab einem gewissen Punkt hätte mir eine andere Entwicklung besser gefallen, aber trotzdem ist der Film sehr rund und bekommt daher 06 von 10 möglichen Punkten.

6. Coming In: Tom ist ein schwuler Starfriseur. Glücklich in seiner Beziehung und mit seinem Job hat er ein neues Shampoo für Männer entwickelt, dass sich gut verkauft. Nun soll er auch den Gegenpart für Frauen entwickeln. Nur das er absolut keine Ahnung von Frauen hat. Also versteckt er sich als heterosexuellen Horst im „Bel Hair“ und schneidet dort auch Frauen die Haare. Dabei lernt er Heidi kennen und mag sie irgendwie doch mehr als beabsichtigt. Und stellt auf einmal seine Sexualität wieder in Frage. Eine deutsche Komödie mit Kostja Uhlmann in der Hauptrolle hat immer einen gewissen Reiz, schafft es aber auch diesmal nicht über die klassischen Klitschees und Witze heraus und verfängt sich in vorhersehbaren Dialogen und Handlungen. Trotz allem trifft der Film genau meinen Humor und ich habe ihn unglaublich genossen zu sehen. Stark kritisiert wurde er, da er Homosexualität nicht genug ernst zu nehmen weiß und ein „Coming In“ die falsche Botschaft sei. Jedoch sollte man den Film in dieser Hinsicht einfach nicht allzu ernst nehmen und sich eher über ein paar Klitschees kaputt lachen, als sie als homophob darzustellen. Von mir gibt es trotzdem nur 03 von 10 möglichen Punkten, da der Film objektiv betrachtet nun doch nicht als gut bewertet werden kann.

Liebster Award

Hallo ihr Lieben,
der liebe Ma-Go von Magofilmtipps hat mich für den liebsten Award nominiert! Erst einmal ganz herzlichen Dank dafür! (Und wenn wir immer einer Meinung wären, wäre es doch auch langweilig 😉 )

liebster_award

Meine Aufgabe ist es nun Ma-Gos Fragen zu beantworten, dann ebenfalls zu nominieren und neue Fragen zu stellen 🙂
Also ‚ran ans Werk!

Eine Bestsellerverfilmung kommt ins Kino, die du noch nicht kennst. Schaust du lieber den Film, oder liest du lieber das Buch? Oder beides? Und wenn, in welcher Reihenfolge?

Wenn ich sie wirklich noch nicht kenne, dann geh ich wahrscheinlich erst ins Kino, zumindest wenn mich das Buch oder der Film auch interessieren. Ich komme nämlich nicht so oft zum lesen und befürchte daher bis ich das Buch durchgelesen habe, läuft der Film nicht mehr Kino. Aber da die aktuellen Bestseller meistens eine Trilogie sind, hab ich wahrscheinlich zunächst den Film gesehen, dann das erste Buch gelesen und dann schnell die nächsten beiden Teile gelesen, weil ich wissen muss, wie es weiter geht.

Von welchem/r Schauspieler/in würdest du dir ungeachtet des Inhalts wahrscheinlich jeden Film anschauen?

Jeremy Renner! Nicht nur, weil er umwerfend aussieht (*schmacht*), sondern auch weil ich ihn als Schauspieler schätze.
Und da ich eine Frau bin ist meine Liste natürlich lang… (Theo James, Benedict Cumberbatch, Karl Urban, Michael Ealy, Jensen Ackles, David Tennant, Eddie Redmayne… – und ich betone manche sind mit wirklich sympathisch von den Rollen her! Die anderen wegen dem Aussehen 🙂 )

In welcher Figur aus der Filmgeschichte erkennst du dich am ehesten wieder?

Holly Golightly aus Frühstück bei Tiffany! Immer etwas verrückt, immer etwas neben der Spur und immer nur am durch das Leben stolpern, aber trotzdem irgendwie eine Lebenskünstlerin.

Früher Cowboys, Monster und Aliens – heute handelt gefühlt jeder zweite Film von einem Comic-Helden. Was könnte der nächste große Trend werden, wenn Spider Man und Co. irgendwann wieder in der Marvel-Kiste verschwinden?

Als Marvel-Fan hoffe ich natürlich, dass die Marvel-Kiste noch ganz ganz lange geöffnet bleibt und uns mit vielen vielen weiteren Filmen begeistert!
Aber ansonsten bemerke ich derzeit auch einen Trend zu Dystopien (Tribute, Bestimmung, Maze Runner, Hüter der Erinnerung…). Aber was kommt, wenn Marvel dicht macht und einem die Dystopien ausgehen, da bin ich echt überfragt.

Ebenfalls angesagt sind Reboots und Re-Makes. Welcher Klassiker sollte dringend noch mal aufgewärmt werden?

Welcher Klassiker wurde denn bisher noch nicht wieder aufgewärmt? Die ganzen Disney-Klassiker werden real verfilmt und die ganzen alten Action-Filme haben nun schon ihr Re-Make. Noch übrig wäre Der Pate oder Zurück in die Zukunft. Wobei ich diesen Neuaufwärm-Trend eher mit Besorgnis entgegenblicke.

Was war der beste Film den du in den letzten, sagen wir mal 3 Jahren gesehen hast?

DER beste Film ist jetzt echt schwer zu sagen. Das schließt ja die Jahre 2013, 2014 und 2015 ein. In meiner Top 3 tauchen Still Alice, Kingsman und Das Schicksal ist ein mieser Verräter auf. Und wenn ich mich dann entscheiden müsste… wähle ich Das Schicksal ist ein mieser Verräter.

Wo und mit wem schaust du dir am liebsten Filme an?

Ich bin ein absoluter Kinogänger! Also das wo ist mit „Kino“ zu beantworten. Das mit wem ist schwieriger. Denn ich geh sowohl gerne mit meinem Freund, als auch mit Freunden ins Kino (oder auch alle gemeinsam, das muss ja auch kein entweder oder sein). Wenn ich jetzt wirklich wählen müsste, würde ich sagen am liebsten mit meiner besten Freundin Alice, weil wir einfach absolut den gleichen Humor haben und selbst nicht so gute Filme für uns gut machen können.

Welche fünf Filme (inklusive Wiedergabemedium und Stromanschluss) würdest mit auf eine einsame Insel nehmen?

Das müssten ja Filme sein, die ich wirklich immer und immer wieder gucken kann, ohne sie je über zu haben. Da würde ich auf jeden Fall The Avengers mitnehmen, da ich ihn schon gefühlte 100x gesehen habe und ihn noch immer gerne sehe. Dann Kingsman (für die gute Laune), das Schicksal ist ein mieser Verräter (für den Herzschmerz), Die Unfassbaren (für den Glauben an das Übernatürliche) und Alice im Wunderland (für meinen durch die Einsamkeit ausgeprägten Wahnsinn).

Wieso sollte man Filme eigentlich im (englischen) Originalton anschauen?

Weil in manchen Filmen ansonsten gewissen Betonungen und Bedeutungen verloren gehen. Die besten Beispiele sind Still Alice und The King’s Speech. Die deutschen Synchronsprecher können noch so gut sein, bei den brilliantesten Schauspielleistungen (bezogen auf die Sprache) können sie doch nicht mithalten.

Welchen Film, den sonst alle gut finden, findest du so richtig scheiße?

Wenn wir ein aktuelles Beispiel nehmen wollen, dann wäre es Fack ju Göhte 2. Die Fortsetzung hat für mich absolut nicht gezogen. Hinzu kommen ein paar Klassiker, denen ich einfach nichts abgewinnen kann, wie z.B. der englische Patient. Ansonsten gibt es bestimmt noch ein paar Beispiele, die mir aber gerade einfach nicht einfallen wollen.

Provokant gefragt: Was soll das eigentlich mit der Blogerei? Hast du kein Leben?

Doch, aber das verbringe ich zu größten Teilen im Kino und möchte daher andere mit Teil haben lassen an meinem Leben und kritisiere daher die Filme 😉

Soviel zu den Fragen von Ma-Go. Nun bin ich dran mit nominieren!

Ich nominiere für den liebsten Award:

Meine Sneakmädels von Inkunabel, die mich montags immer fleißig ins Kino begleiten und mich auf ihrem Blog mit immer neuen Büchern/Filmen/Serien/Spielen entzücken!

Frau Margarete, deren Blog mich begeistert und deren Serienblogparade ich verfallen bin

und

natürlich die Frau, die mich überhaupt erst zum bloggen inspiriert hat und mich zu WordPress führte. Meine liebste Lila und ihr Blog voller Kunst.

Eure Aufgabe ist es nun die folgenden 11 Fragen zu beantworten und euch dann ebenfalls für eure Nominierungen neue 11 Fragen auszudenken 😉

  1. Das Jahr 2015 ist fast vorbei. Was war euer Kinohighlight des Jahres bisher?
  2. Zeigt uns eure Kindheit! Was war euer Lieblingsbuch als Kind?
  3. Welches Buch/welcher Film haben euch im Leben wohl am meisten inspiriert?
  4. Aktuell werden Trilogien gerne in 4 Filmen verfilmt. Wie ist eure Meinung dazu?
  5. Brettspiele, Kartenspiele, Würfelspiele: Was ist euer liebstes Spiel?
  6. Hallo, hallo, ich bin dein Ohrwurm, sangen schon die Wise Guys. Was ist euer aktueller Ohrwurm?
  7. Hand aufs Herz: Was war das letzte Buch, bei dem ihr geweint habt?
  8. Das Ende eines Buches ist nicht immer so, wie es einem gefällt. Welches Buch wolltet ihr das letzte Mal aufgrund des Endes aus dem Fenster werfen?
  9. Jetzt wird’s poetisch. Welcher Spruch/welches Zitat motiviert euch am meisten?
  10. Die kalte Jahreszeit naht. Was ist euer Soundtrack für die kalten dunklen Tage?
  11. Welches Urlaubsziel wollt ihr unbedingt in eurem Leben noch einmal besucht haben und warum?