Rückblick auf das dritte Quartal 2024

Der Herbst ist da, es ist kalt und regnerisch und damit die perfekte Zeit für viele flauschige Lesestunden. Das Sommerloch im Kino war noch vorhanden, könnte sich jetzt aber in Richtung der Wintermonate wieder verbessern. Das Jahr rast wieder nur so dahin und schon wird es wieder Zeit für meine Top 5 Listen der Highlights aus dem vergangenen Quartal. Viel Spaß!

Ansammlung der im Beitrag erwähnten Filme und Bücher auf einer lila Couch

Meine fünf Kinohighlights

To the Moon: Im Zuge des Vietnamkriegs droht die NASA wertvolle Geldressourcen zu verlieren und so den Flug zum Mond nicht zu schaffen. Dafür wird Kelly Jones verpflichtet, die durch gut durchdachte Marketingtricksereien das Image ordentlich aufpolieren kann. Zeitgleich fühlt sie sich immer mehr zum ernsten Leiter des Projekts Cole Davis hingezogen. Doch die Regierung hält nichts von der Idee die Mondlandung live zu senden, falls es scheitert. Und so soll Kelly im Studio diese inszenieren. Nur, dass Cole davon absolut nichts erfahren darf. – Eine wunderbare Liebesgeschichte mit sehr neuem Hintergrund. Funktioniert sehr gut, auch wenn Johannsen Tatum absolut an die Wand spielt.

Deadpool & Wolverine: Wade Wilson aka Deadpool hat sich in ein paralleles Universum zurückgezogen, wo Vanessa noch am Leben ist. Dennoch läuft sein Alltag eher schleppend. Bis die TVA an seine Tür klopft und ihm gesteht, dass sie seine Welt auslöschen wollen, da durch den Tod Wolverines in Logan der Ankerpunkt fehle. Doch Deadpool sieht gar nicht ein, sich damit zufrieden zu geben und begibt sich auf die Suche nach einem neuen Wolverine. Nur, dass die Lösung damit noch nicht gefunden ist. – Der erste Multiversumfilm, der funktioniert, aber auch nur, weil genug Filme diesen vorbereitet haben. Bringt zwischendurch gute Pointen, man muss sie aber zwischen den ganzen 08/15 Witzen finden.

Zwei zu eins: 1990 ist das Ende der DDR besiegelt. Die Arbeitslosigkeit steigt und die Frist zum Umtauschen des Geldes in Westmark steht bevor. Doch die Bewohner eines Hochhauses finden durch Zufall in einem bewachten Schacht die eingelagerten Millionen der bald wertlosen Ostmark. Sie entwickeln ein ausgeklügeltes System, um das Geld umzutauschen. – Starker deutscher Film, der seine Prämisse bis zum Ende halten kann und wunderbar als Komödie mit ernsteren Einschlägen funktioniert.

One Life: Nicholas „Nicky“ Winton ist Börsenmarkler und reist 1938 nach Prag, um Geflüchteten Familien zu helfen, die vor Hitlers Mobilmachung flohen. Dabei ist er bestürzt über die Zustände und versucht alles, um zumindest die Kinder nach Großbritannien zu evakuieren. Dabei steht ihm vor allem die Bürokratie im Weg. Fünfzig Jahre später räumt Nicky sein Büro auf und findet das Album über die evakuierten Kinder. Er begibt sich auf die Suche nach einer Zeitung, die darüber berichten will. – Berührendes Drama über einen unbekannteren Teil der Geschichte mit starken Schauspielenden. – Cinemathek

Beetlejuice Beetlejuice: Zur Beerdigung ihres Vaters reist Lydia Deetz zurück in das Haus ihrer Kindheit. Mit dabei sind ihre Stiefmutter und ihre rebellische Tochter Astrid. Vor Ort gibt es dann auch allerlei Drama, was Astrid zur Flucht bringt. Doch kurz darauf gerät sie in ernsthafte Gefahr und ihrer Mutter bleibt nichts anderes übrig als Beetlejuice zu rufen. Dieser erträumt sich noch immer eine Hochzeit mit ihr und sieht seine Chance gekommen. – Auch, wenn es den zweiten Teil vielleicht nicht gebraucht hätte, so schafft er es doch eine lustige Geschichte zu erzählen, die guten Fansupport bietet und mich nachhaltig unterhalten hat.

Meine fünf filmischen Highlights

Batman Forever: Während Batman damit beschäftigt ist Two-Face das Handwerk zu legen, der Rache auf Batman sinnt, kommt es bei Wayne Industries zu einer neuen Entwicklung des exzentrischen Edward Nygma. In seiner neuen Identität als Riddler schickt Nygma Batman Briefe, um an sein Gehirn zu kommen. Dafür tut er sich mit Two-Face zusammen. Batman hat unterdessen den Waisen Dick Grayson unter seine Fittiche genommen, da er den Tod seiner Familie durch Two-Face nicht verhindern konnte. Dieser will nun Batmans rechte Hand werden. – Ich liebe die Bromance von Two-Face und dem Riddler einfach. Der Rest ist etwas naja und gerade Nicole Kidman ist einfach nur überflüssig, aber die beiden Bösewichte haben einen großen Platz in meinem Herzen gewonnen. 

Psycho: Marion Crane unterschlägt 40.000 Dollar ihres Arbeitsgebers und flieht aus der Stadt. Nachdem sie damit einen Polizisten und einen Autohändler misstrauisch gemacht hat, landet sie in einem abgelegenen Motel. Der Besitzer Norman Bates versucht etwas unbeholfen sich der Frau zu nähern, doch seine Mutter scheint von dem Besuch wenig zu halten. Später machen sich ein Privatdetektiv und Marions Schwester und Ex-Freund auf die Suche nach ihr und landen dabei ebenfalls in Bates Motel. Doch das geht nicht für alle glimpflich aus. – Bisher mein liebster Alfred Hitchcock Film. Der hat mich einfach bekommen, durch seine gute Atmosphäre.

Mein Nachbar Totoro: Professor Tatsuo Kusakabe zieht mit seinen Töchtern Satsuki und Mei aufs Land. Die Mutter erholt sich aktuell im Krankenhaus von einer schweren Krankheit. In diesem Sommer erleben die Schwestern allerhand Dinge. Unter anderem treffen sie auf Totoros, Waldgeister, die nur Kinder sehen können. – Liebevoller Anime, super Sommerstimmung und tiefgehende Familiengeschichte.

Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Ein süßer unaufgeregter Anime.

BTS – Speak Yourself: Konzertfilm. Im Rahmen des Releases ihrer dreiteiligen Albumreihe Love Yourself gehen sie auf mehrjährigen Welttournee. Mehrere Konzerte davon wurden mitgefilmt und später veröffentlicht. Gesehen habe ich das Konzert aus London. – Wieder ein absolut gelungenes Konzert.

Meine fünf serientastischen Highlights

My Dress-up Darling – Staffel 1: Gojos Familie führt eine Manufaktur zur Herstellung von Puppen, wodurch er eine besondere Begeisterung zu Handarbeiten hat. Deswegen wird sich gern über ihn lustig gemacht. So glaubt er es auch, als Marin, eine der beliebtesten Mädchen, auf ihn zukommt. Doch diese möchte unbedingt ein Cosplay nähen, ist dafür aber zu ungeschickt. Dabei findet sie sein Hobby sehr faszinierend. Eine Freundschaft entwickelt sich. – Gute Umsetzung des Mangas, umschifft gut einzelne Stolpersteine

Good Witch – Staffel 1-3: Cassie Nightingale lebt in der Kleinstadt Middleton und ist für ihre Vorahnungen und Kräutermedizin bekannt. Als nebenan der Arzt Sam Radford mit seinem Sohn Nick einzieht. bekommt sie einen großen Kritiker, der jedoch nach und nach erstaunliches feststellt. – Super cosy Herbstserie mit einer überschaubaren Portion Drama.

Beyond Paradies – Staffel 1: DI Humphrey Goodman hat seine Stelle in der Karibik aufgegeben, um seiner großen Liebe Martha zurück nach London zu folgen. Inzwischen sind die beide ins beschauliche Shipton Abbott gezogen, wo Martha herkommt. Sie will dort ein eigenes Restaurant eröffnen, während Humphrey eine Stelle im kleinen Polizeirevier des Ortes annimmt. Dort müssen sich seine neuen Kolleg*innen erst einmal an seine Eigenheiten gewöhnen. – Sehr gelungenes Spin-off zu Death in Paradise, funktioniert gut mit abgewandeltem Konzept und Humphrey einfach wieder in seinem Element

Criminal Minds – Staffel 7-8: Das BAU-Team des FBI ist spezialisert auf Fälle mit Serientätern, wo sie Profile für erstellen. Dabei reisen sie zu den einzelnen Polizeistationen, die ihre Hilfe anfordern.Bleibt auf gewohntem Niveau, das Staffelfinale war für den großen Aufbau des Films sehr ernüchternd, aber die Fälle pro Folge sind ganz interessant

The American BBQ Showdown – Staffel 3: Grillfans aufgepasst! Eine tolle Grillchallengeserie nach dem Prinzip der typischen Kochwettbewerbe. Nichts für Vegetarier und wahrscheinlich auch mit wenig Nachkochpotenzial – Wieder eine spannende Staffel und diesmal wirklich tolle Kandidat*innen

Meine fünf buchigen Highlights

Dangerously Close: Liv ist Journalismusstudentin und steht kurz vor ihrer Masterarbeit. Diese würde sie nur zu gern über den Fall der ermordeten Sarah Mills schreiben, zumal sie an dem Abend auf der gleichen Party war. Doch dafür braucht sie ein Interview mit Weston Vermont, dem Mörder Sarahs. Doch der hat seit seiner Verurteilung nichts mehr dazu gesagt. Durch ihre Hartnäckigkeit bekommt sie ihr Interview, doch beide konnten die Folgen ihres Treffens nicht vorhersehen. – Fand die Prämisse eigentlich sehr fragwürdig, aber die Autorin hat eine wirklich runde und gute Geschichte draus gezaubert.

Not in Love: Rue Siebert ist stolz auf ihre Arbeit bei einem Start-up, wo sie als Wissenschaftlerin sich ganz der Forschung widmen kann. Doch dann tauchen neue Investoren auf und scheinen die Firma anzugreifen. Mit dabei ist Eli Killgore, mit dem Rue fast einen One-Night-Stand hatte. Und obwohl sie auf unterschiedlichen Seiten zu stehen scheinen, kommen sie einfach nicht voneinander los. – Sehr spice-lastig und dennoch wieder eine starke Geschichte von Ali Hazelwood, mit weniger Witz, aber mit viel Tiefgang.

The Whitestone Hospital 4 – Saved Dreams: Auch wenn Assistenzärztin Jane alles versucht hat, sie kommt um die Gynäkologie nicht herum. Und auch, wenn Oberärztin Abby ihr Herz zum schnellerschlagen bringt, so muss sie sich doch einem Trauma stellen, das sie trotz Therapie nie überwunden hat. – Große Liebe für diese Reihe und Ava Reed hat es mal wieder geschafft mich komplett in den Bann zu ziehen und so viele Emotionen reinzubringen. Freue mich sehr auf Band 5!

Dunkles Wasser: Kate Linvilles Fall wird ihr entzogen, obwohl sie alles richtig gemacht hat. Genau zu der Zeit trifft ihr Ex-Kollege Caleb Hale in Frankreich auf eine junge Frau, deren Roadtrip-Freundin verschwunden ist. Vor vielen Jahren hat sie ein entsetzliches Massaker an ihrer Familie als Einzige überlebt. Holt sie die Vergangenheit ein? – Diesmal war ich von Anfang an in der Geschichte und habe es praktisch inhaliert. Sehr spannend und konnte mich am Ende auch noch sehr überraschen.

Schlachtenlärm in Vertikow: Eigentlich wollte Peer mit seiner Frau Sascha nur einen Ausflug zur Heimatstätte Vertikows machen. Doch dann wird eine Leiche gefunden, die dort wohl schon seit einer großen Schlachtnachstellung liegt. Peer wittert einen neuen Fall, doch der Hauptkommissar macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Bis sich gleich zwei Frauen bei Peer melden, da sie ihre Unschuld beweisen wollen. Und so stürzt sich Peer doch wieder in die Ermittlungen. – Auch der dritte Fall hat mir gut gefallen, auch wenn Peer wieder in unsympathischere Gefielde abgedriftet ist, aber das macht auch irgendwie den Charme aus, weil es alles nachvollziehbar geschrieben ist.

Was waren eure Highlights im dritten Quartal?

Rückblick auf den September 2024

Der Herbst ist da! Anstatt vorsichtig anzuklopfen, hat er die Tür eingetreten und gesagt „Tada, da bin ich“. Also beginnt nun wieder die cosy Lesezeit und zumindest meine Herbstserie steht fest! Aber nun wollen wir noch einmal auf den September zurückblicken.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Die Ironie des Lebens: Edgar tourt mit Ende 60 noch immer durch Deutschland und macht seinem Ruf als erfolgreicher Comedian alle Ehre. Doch abseits der Bühne ist er in sich gekehrt und einsam. Bis er nach 25 Jahren wieder auf seine Ex-Frau trifft, die unheilbar an Krebs erkrankt ist. In ihren letzten Tagen kommen sie sich wieder näher und Eva beschließt spontan ihn auf seiner Tour zu begleiten. – Ungewohnt nachdenklicher deutscher Film, der sich nicht von Witz zu Witz hangelt.

Was ist schon normal?: Pablo und Lucien haben frisch ein Juweliergeschäft ausgeraubt. Um vor der Polizei zu fliehen geraten sie in den Bus einer Gruppe Menschen mit Behinderung, die auf dem Weg ins Sommercamp ist. Während Pablo sich ebenfalls als behindert ausgibt, mimt Lucien dessen Sonderpädagoge. Dabei werden sie mit ihrer eigenen Weltsicht konfrontiert und erleben ein unvergessliches Abenteuer. – Gelungene Komödie, die ihre Pointen gut setzt und um den üblichen Ablelismus rumkommt.

Borderlands: Die kopfgeldjägerin Lilith muss auf ihren Heimatplaneten Pandora zurückkehren, der eine Hochburg von kriminellen Banden ist. Sie soll die Tochter eines einflussreichen Bösewichts zurückbringen. Vor Ort muss sie jedoch feststellen, dass der Auftrag nicht so leicht zu erledigen ist, wie erhofft. – Videospielverfilmung, die leider überhaupt nicht weiß, was sie erzählen will und sich auf allesamt unsympathische Charaktere stützt, was nicht funktioniert.

Beetlejuice Beetlejuice: Zur Beerdigung ihres Vaters reist Lydia Deetz zurück in das Haus ihrer Kindheit. Mit dabei sind ihre Stiefmutter und ihre rebellische Tochter Astrid. Vor Ort gibt es dann auch allerlei Drama, was Astrid zur Flucht bringt. Doch kurz darauf gerät sie in ernsthafte Gefahr und ihrer Mutter bleibt nichts anderes übrig als Beetlejuice zu rufen. Dieser erträumt sich noch immer eine Hochzeit mit ihr und sieht seine Chance gekommen. – Auch, wenn es den zweiten Teil vielleicht nicht gebraucht hätte, so schafft er es doch eine lustige Geschichte zu erzählen, die guten Fansupport bietet und mich nachhaltig unterhalten hat.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen in Vorbereitung auf den zweiten Teil habe ich: Beetlejuice (Nicht mein Lieblingsburton, aber hatte schon ikonische Einfälle)

Der Dschungel der 1000 Gefahren: Die Familie Robinson kommt aus der Schweiz und wollte eigentlich in Neuginea ein neues Leben anfangen. Durch die Verfolgung durch Piraten und einen Sturm werden sie von der Crew allein zurückgelassen und laufen schließlich auf Grund. Sie schaffen es auf eine Insel zu fliehen und versuchen dort ein neues Leben anzufangen. Dabei müssen sie allerhand Gefahren überwinden. – Sehr langweiliger und unlogischer Abenteuerfilm.

BTS: Speak Yourself: Konzertfilm. Im Rahmen des Releases ihrer dreiteiligen Albumreihe Love Yourself gehen sie auf mehrjährigen Welttournee. Mehrere Konzerte davon wurden mitgefilmt und später veröffentlicht. Gesehen habe ich das Konzert aus London. – Wieder ein absolut gelungenes Konzert.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft, haben es: The Crow & Die Fotografin

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Die Schurken von Nebenan – Staffel 1 (Schlechte Animation, typische Disney Channel Serie mit platten Dialogen, aber funktioniert gut für zwischendurch)

Good Witch – Staffel 1-3 (Super cosy Herbstserie, habe mich sehr schnell in die Serie verliebt, tolle Charaktere, entspannter Dramaanteil)

Westworld – Staffel 4 (Alles, was in Staffel Drei schon nicht mehr funktioniert hat, wird hier nochmal verschlechtert, ich bin überhaupt nicht mehr durchgestiegen, kein Wunder, dass die Serie abgesetzt wurde)

The Rising of the Shield Hero – Staffel 1 (Bin ich leider überhaupt nicht mit warm geworden. Sobald mal ein „normales“ Gepsräch geführt wurde, kam gleich wieder eine Nervtröte und es war einfach nur anstrengend)

Beyond Paradise – Staffel 1* (Sehr gelungenes Spin-off zu Death in Paradise, funktioniert gut mit abgewandeltem Konzept und Humphrey einfach wieder in seinem Element)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 17
Seiten insgesamt: 4.892
Seiten pro Tag: 163 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 2
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 7
Hörbuch: 3

Tee? Kaffee? Mord! 6 – Tod eines Schneemanns: Direkt vor Natalie Ames Pub steht eines Morgens ein riesiger Schneemann. Doch als ein Transporter beim Glatteis in den Schneemann rast, stellt sich heraus, dass damit eine Leiche gedeckt werden sollte. Ein neuer Fall für die Pubbesitzerin und ihre Köchin Louise. – War mir etwas zu viel gewollt, die Auflösung ging einfach zu weit für die sonst eher kleingehaltenen Fällen.

Tee? Kaffee? Mord! 7 – Arsen und Käsekuchen: Natalie Ames wird überraschend gebeten den alljährlichen Käsekuchenwettbewerb auszurichten. Bereits im Vorfeld gibt es schlechte Stimmung, da viele die Bewertungen als ungerecht ansehen. Und dann wird auch noch der Hauptjuror während der Verkostung vergiftet. Wenn das nicht mal wieder nach einem Fall für Natalie und ihre Köchin Louise klingt. – Wieder deutlich stärkerer Fall. Hab den Titel direkt geliebt und auch die Handlung passte wieder gut und hatte auch wieder lustige Momente dabei.

Schlachtenlärm in Vertikow: Eigentlich wollte Peer mit seiner Frau Sascha nur einen Ausflug zur Heimatstätte Vertikows machen. Doch dann wird eine Leiche gefunden, die dort wohl schon seit einer großen Schlachtnachstellung liegt. Peer wittert einen neuen Fall, doch der Hauptkommissar macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Bis sich gleich zwei Frauen bei Peer melden, da sie ihre Unschuld beweisen wollen. Und so stürzt sich Peer doch wieder in die Ermittlungen. – Auch der dritte Fall hat mir gut gefallen, auch wenn Peer wieder in unsympathischere Gefielde abgedriftet ist, aber das macht auch irgendwie den Charme aus, weil es alles nachvollziehbar geschrieben ist.

Kaiju No. 8 – Band 2-6: Kafka ist weiter in seiner Ausbildung als die nächste Kaiju-Welle anrollt. Und dann erscheint das mysteriöse Kaiju No. 9, das ebenfalls menschliche Gestalt annehmen kann und sogar andere  Kaijus zur Zusammenarbeit bringen kann. Das Korp hat alle Hände voll zu tun und muss schnell über sich hinauswachsen. – Nachdem mein Mangastapel leer war, bin ich endlich mal dazu gekommen, diese Serie aus dem Regal des Pärchengatten weiterzulesen. Sie blieb spannend, da sie viele Kampfszenen hatte und konnte doch die Handlung voran treiben.

Sarg niemals nie: Betty Pabst kehrt zurück nach Bielefeld zu ihrer Familie, die in zweiter Generation ein Bestattungsinstitut betreibt. Doch Betty ist Assistenzärztin und erkennt, dass die aktuelle Leiche keines natürlichen Todes gestorben ist. Betty beginnt zu ermitteln und muss leider auch ihre eigene Familie in Verdacht nehmen. – Hatte eigentlich alle Aspekte eines cosy Crime Romans, die ich mag, aber irgendwie bin ich nicht in die Handlung reingekommen. Vielleicht geb ich dem zweiten Teil noch eine Chance.

The Whitestone Hospital 4 – Saved Dreams: Auch wenn Assistenzärztin Jane alles versucht hat, sie kommt um die Gynäkologie nicht herum. Und auch, wenn Oberärztin Abby ihr Herz zum schnellerschlagen bringt, so muss sie sich doch einem Trauma stellen, das sie trotz Therapie nie überwunden hat. – Große Liebe für diese Reihe und Ava Reed hat es mal wieder geschafft mich komplett in den Bann zu ziehen und so viele Emotionen reinzubringen. Freue mich sehr auf Band 5!

Kings & Thieves 1 – Die letzte der Sturmkrallen: Lina arbeitet als Sklavin für die Schwarzkraniche, die ihre eigene Gang abgeschlachtet haben. Doch als sie einen wandteppich aus einem Tempel stiehl, verärgert sie damit ausgerechnet den Spielmann, den König der Dokkaebi. Er entführt sie in seine Welt und bietet ihr ein Spiel an: Sollte sie ihn töten können, dann würde sie überleben. Doch Dokkaebi gelten als beinah unsterblich. – Am Anfang habe ich eine Weile gebraucht, aber schließlich bin ich der Geschichte und der Welt verfallen!

Im Schatten des Drachen: Die Beschwörung des Drachen steht kurz bevor. Yumeko und ihre Gefährten müssen den Mondclan aufsuchen, um sich Hilfe zu erbitten und Genno aufzuhalten. Doch dabei steht ihr eine ganze Dämonenarmee im Weg. Kann sie ihre Welt retten? – Absolut spannendes Finale, das mich leider komplett zerstört hat. Rundes Ende der Reihe.

Rosefield Academy of Arts 2 – The Promises we make: Charlotte ist am liebsten unsichtbar und hält sich penibel an Regeln. Im Gegensatz zu Andrew, dem Sohn des Rektors, der seine Sozialstunden an der Rosefield abarbeitet. Als Charlotte immer wieder Sachen aus ihrem Kurs gestohlen werden, weiß Andrew wer dafür verantwortlich ist. Doch er verrät es ihr nur, wenn sie fünf Dates mit ihm verbringt, bei der sie Regeln brechen muss. – Auch hier habe ich am Anfang ganz schöne Probleme gehabt, um reinzukommen. Wurde im Laufe des Buches besser und es hat auch deutlich besser als Band 1 funktioniert.

Die Farbe der Knochen von Alpakas am Strand: Eine problematische Klasse wird zu einer Fahrt nach Helgoland verdonnert, um die Dynamik zu verbessern. Dabei gerät die Fähre in einen Sturm und sie landen kurzerhand auf der nicht-existenten Insel Hoogenhörn. Doch damit beginnen die Mysterien erst und wieso ist die Insel eigentlich voller Alpakas? – Es war etwas wirr, ich hatte mit den vielen Namen zu kämpfen und doch war es absolut faszinierend. Bin sehr gespannt auf mehr.

Dunkles Wasser: Kate Linvilles Fall wird ihr entzogen, obwohl sie alles richtig gemacht hat. Genau zu der Zeit trifft ihr Ex-Kollege Caleb Hale in Frankreich auf eine junge Frau, deren Roadtrip-Freundin verschwunden ist. Vor vielen Jahren hat sie ein entsetzliches Massaker an ihrer Familie als Einzige überlebt. Holt sie die Vergangenheit ein? – Diesmal war ich von Anfang an in der Geschichte und habe es praktisch inhaliert. Sehr spannend und konnte mich am Ende auch noch sehr überraschen.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 12: Ron und Toto reisen nach England an die berühmte Blue Akademie, da Rons guter Name wieder hergestellt wurde. Doch auf einmal verschwinden Agenten der Blue und schließlich wird die Direktorin tot aufgefunden. So aufregend hatten sich die beiden Ermittler ihren Urlaub nicht vorgestellt.  – Viele neue Charaktere zum merken, aber damit haben sie es geschafft wirklich einen neuen Handlungsstrang zu eröffnen.

Die Tagebücher der Apothekerin 9: Die Karawane macht halt am kaiserlichen Palast, was für allerlei Wirbel und auch ganz neuen Gefahren sorgt. Zum Glück behält Maomao alles im Blick. – Auch in Band 9 kann die Qualität der Reihe gehalten werden und immer wieder spannende Rätsel einbringen.

Wie war euer September? Was waren eure Highlights?

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi

Ein Vorwort

Es begab sich, dass ich mit dem Pärchengatten in einem Mangaladen landete. Noch unerfahren in dem Genre, holte ich mir die Beratung eines Mitarbeiters und hatte kurz darauf einen ganzen Stapel in den Armen. Nicht jede Reihe habe ich akribisch weiter verfolgt, aber eine hatte es mir ganz besonders angetan: Meisterdetektiv Ron Kamonohashi. Nach elf Bänden geht nun der erste große Handlungsstrang zu Ende und so will ich ein Zwischenresumé ziehen.

Alle Mangabände verstreut um ein Tablett mit dem Titel aus dem Anime

Die Handlung

Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. Dieser hilft ihm zwar, darf offiziell aber nicht ermitteln, weswegen Toto die Lorbeeren bekommt. Doch, was hat es mit Rons seltsamen Tattoo auf sich? Und was ist damals beim Praktikantenblutbad wirklich passiert?

Meine Meinung

Natürlich gibt es bereits unzählige Sherlock Holmes Adaptionen da draußen. Der Meisterdetektiv, der aus kleinsten Details unzählige Schlüsse ziehen kann und dem kein Rätsel zu schwer ist. Immer mit dabei, den mal mehr, mal weniger, tollpatschigen Assistenten. Das Konzept geht schon allein auf, weil man als Leserschaft natürlich lieber alle Hinweise selbst finden möchte, um mit dem Genie mitzuhalten, aber eigentlich immer ein bisschen im Dunkeln stochert, wie ein Dr. Watson.
Auch hier sind wir irgendwo in diesem Adaptionengewimmel und die Namen Holmes und Moriarty fallen auch gern. Dennoch hat die Mangareihe ihren ganz eigenen Charme. Ron ist sehr eigen in seinem Verhalten und treibt den korrekten Toto, der eigentlich nur versucht bei der Polizei nicht komplett unterzugehen, regelmäßig an den Rand eines Nervenzusammenbruchs. Allein seine Angewohnheit sich neben die gefundenen Leichen zu legen und mit ihnen Zwiesprache zu halten, ist ein gutes Beispiel dafür. Oder seine Angewohnheit braunen Zuckersirup auf alles ansatzweise essbares zu träufeln.
Dennoch sind es seine Geistesblitze, die dafür sorgen, dass er eigentlich unersetzbar ist. Blöderweise hat er ein Handicap, das ihn daran hindert, weiter als Detektiv tätig zu sein. So ist die Geschichte rund um das Praktikantenblutbad der rote Faden, der sich durch die ersten elf Bände zieht und in einem epischen Finale endet. Danach hätte die Reihe tatsächlich auch enden können und wäre rund fertig erzählt gewesen.
Zwischendurch gibt es aber noch eine Menge anderer Fälle, die mal kürzer und mal länger sind. Wir treffen auf viele Charaktere, gerade die Dozenten von der Blue Akademie, wo Ron zuvor gelernt hatte, die mal kleinere und mal größere Rollen übernehmen. Da wir sie auch gern mal wiedertreffen, ist es hilfreich sie sich auch zu merken. Dabei ist jeder Fall neu und anders faszinierend und ich bin ehrlich: Ich kam so gut wie nie auf die richtige Lösung.
So blicke ich nun fasziniert auf die neue Ära und die neue Überhandlung, freue mich aber gerade auf die kleineren Zwischenfälle zum miträtseln.

Ein paar Worte zum Anime

Wie jede gute (und erfolgreiche) Mangareihe, hat auch Meisterdetektiv Ron Kamonohashi eine Animeverfilmung bekommen. In Deutschland ist inzwischen die erste Staffel in OmU und mit deutscher Synchro veröffentlicht. Sie hält sich wunderbar eng an die Mangas und schafft es diese würdig zu adaptieren. Dabei kommen die Charaktere noch einmal besser zur Geltung, da sie lebhafter agieren können. Beide Medien erzählen aber die gleiche Geschichte, also kann man sich sein Lieblingsformat – Manga oder Anime – aussuchen, oder man inhaliert einfach beides.

Das Fazit

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi ist eine gelungene Sherlock Holmes Adaption, die eigene Stoffe und Fälle hat, sich aber am Grundkonstrukt orientiert. Durch seine unkonventionelle Ermittlungsarbeit bringt Ron viel Witz mit und die Fälle sind stets spannend und warten mit überraschenden Lösungen auf.

Belladaire Academy of Athletes

Ein Vorwort

Sportromance ist weiterhin sehr beliebt. Aber eine ganze Sportacademy und das auch noch in Monaco? Das klang neu und spannend, auch wenn ich durch das „elitär“ in der Beschreibung etwas abgeschreckt war. Was die Reihe kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Liars

Die Handlung: Nika wurde an der elitären Belladaire Academy in Monaco angenommen. Dafür musste sie viel sparen, da sie nicht wie viele der anderen aus reichem Hause kommt. Nachdem sie in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, verstrickt sie sich jedoch schnell in einem Lügengeflecht, um dazuzugehören. Ambrose stand immer im Schatten seines erfolgreicheren Bruders. Als er hinter Nikas Geheimnis kommt, schlägt er ihr einen Deal vor.

Meine Meinung: So richtig Lust auf die elitäre Sportakademie hatte ich eigentlich nicht. Ich bin kein Fan von Geschichten über reiche Kinder, aber der Teil über den Sport hat mein Interesse doch irgendwie geweckt. Zumal Ambrose ein Schwimmer ist und das war der finale Entschluss, es zu kaufen, war ich doch acht Jahre lang ebenfalls Schwimmerin. An Nika als Protagonistin bin ich schnell rangekommen, mochte ihre Art und habe mich mit ihr auf ihren Neuanfang gefreut. Ebenfalls mit Erfahrungen im Mobbingbereich konnte ich ihre Unsicherheit nachvollziehen, auch wenn ich ihre Lügen dann nicht gut fand. Allgemein fand ich den Teil mit dem Pakt mit Ambrose etwas schwierig. Aber Maren Vivien Haase schafft es, dies mit einer guten Geschichte auszugleichen, wo die Handlungen der Charaktere am Ende auch immer nachvollziehbarer werden. Zwar ist es immer noch etwas, was mit Ehrlichkeit von Anfang an, gut vermieden hätte werden können, aber ich wurde dennoch mit der Geschichte ausgesöhnt. Zumal die Geschichte es auch geschafft hat einen unglaublichen Sog zu entwickeln, so dass ich das Buch innerhalb von zwei Tagen weggeatmet hatte.

Rivals

Die Handlung: Lova und Luis waren eins das Traumpaar schlechthin. Doch vor drei Jahren änderte sich alles. Seitdem halten sie es kaum in einem Raum auf, ohne aufeinander loszugehen. Als sie beide in die engere Auswahl für das Elite-Team im Tennis kommen und sie zwangsläufig viel Zeit miteinander verbringen müssen, kommt das einem Pulverfass gleich. Ihre Freund*innen warten nur auf die große Explosion.

Meine Meinung: Nachdem die angespannte Situation zwischen Lova und Luis bereits im ersten Band sehr präsent war, stand es ziemlich außer Zweifel, dass es in einem der Folgebände um dieses Pärchen gehen wird. Enemies-to-lovers ist als Trope ja sowieso sehr beliebt, bei mir allerdings eher ungern gesehen. Dafür mag ich second chance, war aber gespannt, wie es hier in der Kombination funktionieren wird. Leider war das Buch gerade am Anfang sehr anstrengend, da die ständigen Zickereien zwischen den Protagonist*innen schon sehr übertrieben und nervig sind. Dadurch kommt die Geschichte auch nur sehr zäh voran, da sich die immer gleichen Szenen einfach nur abwechselnd wiederholen. Erst nach über der Hälfte kommt es so langsam zu einer Annäherung, die dann aber auch ziemlich schnell vonstatten geht und dann haben wir gleich noch zweimal das große Drama inklusive Trennung. Da fehlte einfach das notwendige Gefühl, was im ersten Band irgendwo noch da war, weswegen ich auch die Reihe weiter verfolgen wollte. Ich hoffe jetzt einfach, dass Band Drei besser läuft, zumal mich dort die Thematik auch wieder mehr interessiert. 

Misfits

Die Handlung: Delphine ist Turnerin durch und durch. Getrieben von ihrer Mutter steckt sie in einem Kreislauf aus Trainieren und Kalorien zählen, um immer weiter abzunehmen. Covey steht als Schauspieler kurz vor seinem finalen Durchbruch. Doch nach einem kleinen Skandal soll er seinen Ruf aufpolieren. Und die Produktion hat Delphine dafür auserkoren. Doch die ist alles andere als begeistert.

Meine Meinung: Maren Vivien Haase wagt sich im finalen Band der Belladaire Academy an ihren unnahbarsten Charakter Delphine heran und holt mit Covey auch einen Nicht-Sportler an die Academy. Ein gewagter Schachzug, der allerdings aufgeht. Denn tatsächlich ist Misfits der Stärkste Teil der Reihe. Denn Delphines Hintergrundgeschichte gibt bereits genug Stoff, um ihren Charakter über die Handlung wachsen zu lassen. Coveys Zwiespalt ist nachvollziehbar, auch wenn es einige Handlungen nicht rechtfertigt, aber das Drama im letzten Drittel verzeihe ich diesmal, weil es nachvollziehbar bleibt. Weil Covey zwar hinter Delphines Mauer blickt und Themen anspricht, sie aber für sich selbst erkennt, dass sie ein Problem hat und aus eigener Motivation dagegen ankämpft. Gleichzeitig haben wir hier eine schöne Liebesgeschichte, die berührt. Natürlich kommt auch unsere Lieblingsgang  aus den ersten Band wieder mit vor.
Und damit heißt es auch wieder Abschied nehmen von der Belladaire Academy. Es war mir ein Fest und ich kann die Reihe trotz kleinerer Mängel generell empfehlen.

Habt ihr die Reihe gelesen? Was ist euer liebster Band?

Rückblick auf den August 2024

Ich bin aus meinem Urlaub zurück und direkt bereit in den Rückblick zu starten. Das filmische Hoch ist wieder vorbei, also ist alles wieder beim Alten. Ich schiebe es einfach mal auf die Hitze, bzw. war ich auch einige Tage nicht zu Hause. Aber damit ohne weitere Worte in den Rückblick:

Der Schriftzug "Mein Monatsrückblick" vor blauem Himmel mit Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

One Life: Nicholas „Nicky“ Winton ist Börsenmarkler und reist 1938 nach Prag, um Geflüchteten Familien zu helfen, die vor Hitlers Mobilmachung flohen. Dabei ist er bestürzt über die Zustände und versucht alles, um zumindest die Kinder nach Großbritannien zu evakuieren. Dabei steht ihm vor allem die Bürokratie im Weg. Fünfzig Jahre später räumt Nicky sein Büro auf und findet das Album über die evakuierten Kinder. Er begibt sich auf die Suche nach einer Zeitung, die darüber berichten will. – Berührendes Drama über einen unbekannteren Teil der Geschichte mit starken Schauspielenden. – Cinemathek

Nur noch ein einziges Mal: Lilly Bloom will in der Großstadt neu anfangen. Sie eröffnet einen Blumenladen und lernt dabei ihre neue beste Freundin kennen. Und Ryle, deren Bruder. Sie verlieben sich und kommen sich langsam näher. Doch als Atlas, Lillys Jugendliebe, auftaucht, zeigt sich Ryles gewalttätige Seite. – Buchverfilmung, die zwar gute Ansätze hat, den wichtigen Grundtonus aber nicht final trifft und daher das wichtige Thema nicht gut umsetzt.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Mein Nachbar Totoro (Einfach ein sommerlicher Wohlfühlfilm), Kikis kleiner Lieferservice (Ein süßer Film aus dem Hause Ghibli)

The Hunger Games – The Ballad of Songbirds and Snakes: Zu den 10. alljährlichen Hungerspielen wurde sich ein Mentor*innenprogramm ausgedacht, um die Zuschauendenzahlen zu steigern. Auch der junge Coriolanus Snow wurde dafür ausgewählt. Doch er bekommt ausgerechnet District 12 zugeteilt. Mit Lucy Gray als Tribut bekommt er die Chance sein Ansehen zu ändern. Doch was ist der Preis dafür? – Setzt das Buch sehr farbenfroh um, übernimmt aber auch alle Schwächen mit und kann daher im Endeffekt nicht überzeugen.

Batmans Rückkehr: Aus den Tiefen der Kanalisation taucht der Pinguin auf und beteuert nur nach seinen Eltern zu suchen, die ihn als kleines Kind aussetzten. Dabei vertraut er auf die Hilfe von Max Shreck, ein Milliardär, der ganz eigene Pläne verfolgt. Batman versucht diese Pläne zu durchkreuzen und muss sich gleichzeitig mit der kratzbürstigen Catwoman auseinander setzen. – Die Handlung an sich ist eher schwach, aber gerade die Figur des Pinguins kann mit einigen witzigen Einfällen überzeugen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Trap – No way out und Borderlands

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: The A-Team – Staffel 3 (Es bleibt ein guilty pleasure)

Dead Boy Detectives – Staffel 1 (Hat durchaus seinen Charme durch die Charaktere und baut eine gute Atmosphäre auf, erzählt die Geschichten aber eine Spur zu langsam, so dass sich die Folgen leider teilweise ziehen)

BTS Monuments: Beyond the Star – Miniserie (Interessante Hintergrundinfos über BTS und ihre Karriere, aber seltsam unstringent erzählt. Auch ist jede Folge irgendwie runterziehend, obwohl BTS eher für gute Laune steht)

London Kills – Staffel 1-2* (Sehr realistische Polizeiarbeit, dafür aber doch mit zu dramatischer Hintergrundgeschichte und leider nicht sonderlich sympathischem Team)

Criminal Minds – Staffel 8 (Bleibt auf gewohntem Niveau, das Staffelfinale war für den großen Aufbau des Films sehr ernüchternd, aber die Fälle pro Folge sind ganz interessant)

My Dress-up Darling – Staffel 1 (Gute Umsetzung des Mangas, umschifft gut einzelne Stolpersteine)

Oshi No Ko – Staffel 1 (Starker Anime, mit einem krassen Plottwist nach der ersten Folge)

*Werbung – Staffel 1 Rezensionsexemplar

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 4.835
Seiten pro Tag: 156 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 5
Hörbuch: 2
E-Book: 3

Westwell – Band 1-3: Zwei Jahre nach dem Tod ihrer Schwester kehrt Helena aus dem Exil zurück nach New York. Während sie ihre Eltern überzeugen muss, dass sie sich an die Regeln der High Society hält, versucht sie herauszufinden, was in jener Nacht wirklich passierte. Dabei trifft sie auf Jess, dessen Bruder Adam mit ihrer Schwester verlobt war und in der gleichen Nacht starb. Dabei ist Jess der letzte, mit dem Helena sich abgeben darf. Denn die Westons und die Coldwells sind verfeindet, erst Recht seit dem Tod der Erstgeborenen. Doch Helena und Jess fühlen sich unweigerlich voneinander angezogen. Wird sich die Geschichte wiederholen? – Kann den Hype leider gar nicht nachvollziehen. Es ist unlogisch, verstrickt sich im immergleichen Problem, zieht sich und gerade der Krimianteil ist sehr an den Haaren herbeigezogen. Schade, habe Lena Kiefers Fantasy Bücher geliebt.

Penelope – Das Böse ist dem Untergang geweiht 3: Das Jagdturnier steht bevor und Penelope tut alles, um daran teilnehmen zu dürfen. Zeitgleich fürchtet sie sich davor, dem brutalen Kronprinzen wieder zu begegnen. – Der dritte Band hat sich leider ganz schön gezogen und kam erst gegen Ende in Fahrt.

Golden Heritage: Ellinor Skogen ist zwar eine der Erben des Keksimperiums KOSGEN in Oslo, doch als sie nach ihrem Studium für ein Praktikum einsteigt, steht ihre Schüchternheit ihr mehr als einmal im Weg. Und dann ist da noch Lucas. Einst ihr bester Freund, hat er sie vor Jahren von einem auf den anderen Tag geghostet. Doch sobald sie sich wiedertreffen, sind auch die Gefühle wieder da. Können sie die Vergangenheit überwinden? – Eigentlich hat das Buch ganz schön viele Logiklöcher und die ständigen Zeitsprünge nehmen viel von der Spannung. Aber Caroline Wahl schafft es trotzdem durch ihren einmalig guten Schreibstil, dass ich mich nicht gelangweilt habe.

When you come back to me: Holden hat bei einer Konversionstherapie in Alaska die Hölle erlebt. Selbst ein ganzes Jahr in einem Sanatorium kann ihn nicht heilen. Er zieht zu seiner Tante und seinem Onkel und geht dort zur Schule. Dort trifft er auf River, der Starquarterback der Schule. Beide empfinden sofort etwas, doch während Holden zwar zu seiner Sexualität steht, aber unter seinen Dämonen aus Alaska leidet, muss River erst einmal über sich selbst klar werden. Denn die Träume seines Vaters erdrücken ihn und da passt Homosexualität nicht rein. – Emma Scott nimmt sich wieder einmal einem schwierigen Thema an und erzählt irgendwo eine starke Geschichte, die sich aber viel zu lange zieht und gerade am Ende viel zu viele Zeitsprünge hat.

Haikyu!! 5: Das Interhigh steht an und die Karasuno trifft auf ihre ersten Gegner. Doch, sollten sie diese besiegen, treffen sie in der nächsten Runde auf die Dateko, die das Team zuletzt haushoch geschlagen hatte, mit ihrer unüberwindbaren Mauer. Reicht der neue Schnellangriff von Tobio und Shoyo aus, um dem Team zum Sieg zu verhelfen? – Wir bekommen hier einiges an Spielaction geboten und das funktioniert auch als Manga erstaunlich gut.

Spy x Family 11: Große Aufregung im Hause Forger. Die Schulbusse sind von Terroristen gekapert worden, die die reichen Familien erpressen und damit ihre politischen Ansichten durchkriegen wollen. Auch Anya und ihre Klassenkamerad*innen sind entführt worden. – Wohl einer der spannendsten Bände der Reihe und kann doch den Charme der Reihe halten.

Solo Leveling 3: Sung Jin-Woo levelt fleißig weiter, doch bei dem nächsten Raid sind auch Strafgefangene mit dabei. Und die Aufsichtsperson hegt ganz eigene Pläne. Reicht seine neugewonnene Stärke aus? – Hat etwas von der Spannung eingebüßt, da sich vieles wiederholt. Hoffentlich wird das in den nächsten Bänden wieder besser.

Im Schatten des Schwertes: Yumeko hat eigentlich nur eine Aufgabe: Sie muss das Stück des Drachengebets zu einem verborgenen Kloster bringen. Doch nachdem der erste Oni Hakaimono Besitz ergriffen hat vom Dämonenjäger Tatsumi, hat sich ihre Priorität geändert. Doch auch dieser hat es auf das Drachengebet abgesehen. – Zunächst ein typischer zweiter Band, der die Handlung ziemlich streckt, doch gegen Ende noch einmal wesentlich spannender als der erste Band.

Not in Love: Rue Siebert ist stolz auf ihre Arbeit bei einem Start-up, wo sie als Wissenschaftlerin sich ganz der Forschung widmen kann. Doch dann tauchen neue Investoren auf und scheinen die Firma anzugreifen. Mit dabei ist Eli Killgore, mit dem Rue fast einen One-Night-Stand hatte. Und obwohl sie auf unterschiedlichen Seiten zu stehen scheinen, kommen sie einfach nicht voneinander los. – Sehr spice-lastig und dennoch wieder eine starke Geschichte von Ali Hazelwood, mit weniger Witz, aber mit viel Tiefgang.

Der Fluch des purpurnen Rauches 1: Auf der Suche nach einem Hexenmeister stürzt Erin sich in die Fluten des Meeres. Dabei wird sie vom Gesuchten gerettet. Sie sucht den besten Weg für ihr Leben, da sie nicht weiß, was sie damit anfangen soll. Der Preis sind 10 Jahre, die sie in der Lehre beim Hexenmeister verbringen soll. Doch dabei merkt sie schnell, dass schwierige Entscheidungen bevorstehen. – Interessanter Auftaktband, der zwar einen merkwürdigen Ezählstil hat, dafür aber tolle Charaktere.

The Darkest Queen 1 – Kuss der Dämonen: Skylar hat nur eine Aufgabe: Sie muss sich unter die Anwärterinnen bei der großen Brautshow schmuggeln. Doch nicht etwa, um den Prinzen zu heiraten, sondern um ihn zu töten und seine Schwester zu kontrollieren. Das soll laut Dämon Andras dazu beitragen, dass das große Sünderfressen verhindert wird. Doch Skylar und Prinz Read kommen sich ungewollt näher und auch die anderen Anwärterinnen geben nicht so leicht auf. – Bisher stärkstes Buch von Nina MacKay.

Wie war euer August? Was waren eure Highlights?

Divine Rivals

Ein Vorwort

Eine Buchreihe, die beinah an mir vorbei gegangen wäre, hätte ich nicht in einer lieben Discordgruppe eine sehr penetrante Liebhaberin der Bücher gehabt, die es bereits vorab auf englisch gelesen hatte und seitdem nicht müde wurde, es immer wieder anzupreisen. Und auch, wenn mich zunächst der Hardcoverpreis abschreckte, war ich spätestens an der Kasse überzeugt, als die Buchhändlerin auch beim abkassieren direkt ins Schwärmen kam. Warum mich die Reihe auch überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Divine Rivals

Die Handlung: Nachdem Iris Bruder Forest an die Front in einem göttlichen Krieg gezogen ist, nimmt sie die Stelle bei einer Zeitung an, um sich als Kollumnistin zu beweisen. Doch ihr Konkurrent Roman hackt gern auf ihrem Aussehen herum. Zu Hause schreibt Iris auf ihrer Schreibmaschine Briefe, die aber nie ihren Bruder an der Front erreichen, sondern auf magische Weise bei Roman auftauchen.

Meine Meinung: Ich habe das Buch im Buddyread gelesen und meine Partnerin hat während des Lesens unzählige Sprachnachrichten bekommen, in der ich ihr immer wieder vorschwärmte, wie toll ich es fand. Aber es nun hier in Worte zu fassen, fällt mir unglaublich schwer. Aber ich versuche es mal. Zunächst war ich etwas überrascht, dass es ein fantastisches Setting hatte, ich war fälschlicherweise von einem historischen ausgegangen, auch wenn die Schreibmaschinen vielleicht ein Hinweis hätten sein können. Aber irgendwie ist die Magie präsent in Geräten und Häusern, aber darüber hinaus auch nicht, also es gibt keine Tränke oder Zaubersprüche in dem Sinne. Das war teilweise ein bisschen schade, hat aber mit dem Worldbuiliding gut zusammengepasst.
Wir bekommen hier ein sehr realistisches Setting mit einem Krieg, der zwar von Göttern geführt, aber doch durch Menschen ausgeführt wird. Zunächst befinden wir uns davon noch weit weg und kriegen es nur durch Iris Kummer um ihren Bruder mit. Hier wird auch schon sehr stark deutlich, in wie weit die Politik mit den Geschehnissen überfordert ist und lieber alles unter den Teppich kehren will. Doch zusammen mit Iris kommen wir der Front im Laufe des Buches immer näher und die Grausamkeit des Krieges wird noch mal in aller Ausführlichkeit beschrieben. Es ist also kein Buch für Lesende, die eine ruhige romantische Geschichte suchen.
Denn die Liebe passiert hier zwar nicht als Nebenhandlung, aber eben im Angesicht des Krieges. Und auch, wenn man sagen kann, dass es vielleicht zu schnell mit den beiden geht, so muss man doch sagen, dass sie zuvor das schlimmste der Menschheit gesehen haben und im Angesicht des Todes standen. Das ist alles wunderbar durchdacht und fühlt sich trotz der fantastischen Welt in der aktuellen Zeit doch alles sehr beklemmend an.
Und doch werden wir auf jeder Seite aufgefangen von einem tollen Schreibstil, der uns durch dieses unangenehme Setting führt und uns doch immer wieder Träumen lässt. Bis wir zu einem ziemlich bösen Cliffhanger kommen. Zum Glück dauerte es nicht allzu lange bis Band 2 rauskam.

Ruthless Vows

Die Handlung: Iris ist seit zwei Wochen von der Front zurück und versucht trotz des Verlustes ihres Mannes irgendwie weiter zu machen. Doch Roman ist nicht tot, sondern wurde von Dacre, dem Gott der Gegenseite, geheilt. Doch damit ist er an den Gott gebunden und dieser hat ebenfalls sein Gedächtnis genommen. Können die beiden wieder zueinander finden? Und wie wird der Krieg ausgehen?

Meine Meinung: Kaum hatte ich Band 2 in der Hand, stand fest, dass ich ihn gleich lesen musste. Zunächst kam ich auch noch gut rein, denn ich wollte wissen, wie es nach dem Cliffhanger weiter ging. Und die Autorin hat auch das gut gelöst und die langsame Annäherung von Iris und Roman unter den neuen Umständen hat gut funktioniert und der Geschichte noch einmal eine neue Richtung gegeben.
Mein Problem war nur, dass ich danach beinahe Angst entwickelt habe, dass Buch weiter zu lesen. Gut, Angst ist vielleicht ein zu großes Wort. Es war so ein Unbehagen. Ich habe einfach bei jeder Entwicklung befürchtet, dass jetzt der Punkt gekommen ist, wo etwas wirklich schreckliches passiert. Wo die Lesenden gebrochen werden. Also habe ich einfach ein Buch dazwischen geschoben – meine Buddyread-Partnerin war zu dem Zeitpunkt auch unerreichbar im Urlaub – um mich zu beruhigen. Und habe doch jedes Mal wieder gezögert, wenn ich das Buch weiterlesen wollte. Dabei war es meistens ungerechtfertigt und sobald ich wieder im Fluss war, konnte ich das Buch auch kaum aus den Händen legen. Aber die Überwindung jedes Mal wieder danach zu greifen, war unfassbar hoch.
Die Geschichte geht logisch weiter, wir verfolgen das Kriegsgeschehen wieder aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Diesmal treten die Götter etwas stärker in den Fokus, wenn auch seltsam menschlich. Die eigentliche Kritik habe ich dann doch eher am großen Finale. Denn im Endeffekt war es, für das, was vorher aufgebaut wurde, zu einfach. Ein Plan, der zum scheitern verurteilt war, gelingt auf wenigen Seiten. Um dann doch noch den Part, vor dem ich mich stets gefürchtet habe, mit einzubringen. Dann, wenn es unnötig wurde und keinerlei Emotion mehr dahinter steckt. Das ist schade, denn vorher wurde die Geschichte wesentlich besser aufgebaut.

Das Fazit

Divine Rivals und Ruthless Vows waren eine Achterbahn der Gefühle. Rebecca Ross schafft es ein realistisches Kriegsgeschehen zu beschreiben und gleichzeitig eine tolle Liebesgeschichte aufzubauen. Kleinere Schönheitsfehler und ein nicht ganz rund erzähltes Ende sind verschmerzliche Details bei einer insgesamt sehr guten Reihe.

Habt ihr die Reihe gelesen? Wie fandet ihr sie?

Eine Handvoll Bücher – 6/24

Herzlich Willkommen zur sechsten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Monstern aus Mangas, Hexen am Strand, Zeitlöcher durch Musik, Hexen in Nowhere und Romantik im Gefängnis.

Unfollow Me

Die Handlung: Toni ist Bloggerin und hält sich seit einer traumatischen Stalkererfahrung eher bedeckt. Hikaru ist erfolgreicher Mangaka, der jedoch eine besondere Gabe hat. Seine Monster verlassen gern mal die Zeichnungen und suchen die Stadt heim. Als Toni bei einem der Ausbrüche angegriffen wird, beschließt sie Hikaru zu helfen. Doch beide behalten ihre Geheimnisse für sich. 

Meine Meinung: Liza Grimm ist zurück und bringt uns direkt noch einmal eine ganz neue Geschichte. Wir hatten nordische Götter, Hexen ind Edinburgh und eine düstere Schneekönigin-Adaption. Jetzt also zum Leben erwachende Mangazeichnungen. Und ich muss sagen, dass ich sehr interessiert war. Zumal die Autorin keine Mühen und Kosten gescheut hat und eine Künstlerin engagiert hat, die unzählige Zeichnungen für das Buch angefertigt hat. Teilweise sind ganze Kapitel mehr über die Zeichnungen erzählt als durch Worte, was gut funktioniert. Was leider weniger funktioniert ist die Handlung an sich. Denn statt sich auf den spannenden Teil mit den Monstern zu konzentrieren, verkommen die teilweise zu Randerscheinungen. Stattdessen wird versucht eine Liebesgeschichte zu kreieren, die aber daran scheitert, dass beide zu große Angst haben, etwas von sich preiszugeben. Und dadurch zieht sich die Geschichte endlos hin, ohne, dass etwas relevantes passiert ist. Die Charaktere treffen sich, gehen dann aber doch wieder auseinander, weil sie ja „nicht die Wahrheit“ sagen können, bereuen das und treffen sich wieder. Erst ganz am Ende kommt noch einmal Schwung rein, durch – ihr ahnt es bereits – die Monster. Das wäre alles vielleicht noch ein bisschen zu verkraften, wenn Liza Grimm ihre Protagonistin nicht pausenlos darüber reden ließe, wie Geschichten funktionieren und warum gewisse Schemen eben nicht funktionieren. Wenn das also alles bekannt ist, wieso wurde es dann nicht im eigenen Roman umgesetzt?

Starlight Witch

Die Handlung: Juna ist eine Sternenhexe, hat aber nur geringes magisches Potential. Auf ihrer Heimatinsel hat sie daher ein Café eröffnet und ist in ihrem Alltag glücklich. Nur leider ist das alljährliche Hexentreffen wieder auf der Insel. Inklusive eines Wettkampfes der Jugend, zu der sie natürlich nicht eingeladen wurde. Bis sie irgendwie in den Wettkampf gezogen wird. Nun muss sie beweisen, was wirklich in ihr steckt. Denn ihr Leben könnte davon abhängen.

Meine Meinung: Ein Roman, der am Strand spielt, ein Café beinhaltet und doch aus dem Bereich Fantasy ist? Wie konnte ich hier nicht zuschlagen? Schnell war ich auch schockverliebt in das Ambiente, die gemütliche kleine Familie, die dort lebt und alles war sehr cozy. Bis eben die anderen Hexenden kamen und auf dem Wohlfühlfaktor herumgetrampelt haben. Das ist allerdings keinerlei Kritik, sondern war spannend und aufregend mit Juna in ein Abenteuer gezogen zu werden. Ein wenig schade war es, dass der eigentliche Wettkampf sehr kurz gehalten war. Da danach noch einiges an Handlung passiert ist, hätte man das Buch dann auf zwei Bände strecken können. Andererseits war ich froh, dass die Handlung eben mal nicht künstlich gestreckt wurde, sondern einfach rund auserzählt. Und einen Handlungsabschnitt hätte man sogar komplett weglassen können, da die Geschichte danach genauso weitergeht wie vorher. Aber davon mal abgesehen ist es eine Geschichte, die es schafft durchgehend spannend zu bleiben, tolle oder zumindest nachvollziehbare Charaktere einzubinden und das Thema Hexen zwar nicht neu erfindet, ihnen aber dennoch einen neuen und interessanten Touch gibt.

Could it be Love?

Die Handlung: Bonnie hat für jeden ihrer Crushes eine eigene Playlist. Doch ihren aktuellen Crush Dee anzusprechen, traut sie sich nicht. Lieber erstellt sie eine weitere Playlist. Doch als sie im Plattenladen ihres Vertrauens eine alte Playlist hört, wird sie in eine alternative Realität geschleudert und steht auf einmal ihrem ersten Crush gegenüber. Und bei dem einen Mal soll es nicht bleiben. Und Bonnie lernt, was hätte sein können, wenn sie mutig gewesen wäre

Meine Meinung: Was wäre wenn Szenarien faszinieren mich immer wieder und spätestens seit Matt Haigs Mitternachtsbibliothek hatte ich auch wieder Lust sie mehr im literarischen Bereich zu erkunden. Umso begeisterter war ich als Lea Kaib uns genau dies für ihr neustes Buch ankündigte. Schon beim ersten Aufschlagen fielen mir gleich die Playlisten ins Auge und ich war sehr fasziniert von der tollen Auswahl, die mich zum ersten Mal seit langem direkt überzeugten und ich hatte unglaubliche Lust auf das Buch. Es startet auch unglaublich gut und ich habe mich Bonnie sehr nah gefühlt. Ihre Unsicherheiten waren super nachvollziehbar und ich hab direkt mitgefiebert. Leider kann diese Spannung nicht über die ganze Geschichte gehalten werden. Auch, wenn die Was wäre wenn Szenarien gut abwechslungsreich sind, ist schon beim zweiten schnell die Luft raus. Gerade im dritten Szenario gab es dann auch eine Szene, die ich sehr schwierig fand. Insgesamt war die Geschichte auch wirklich schön und ich mochte das Buch, aber es hat sich dann doch zwischenzeitlich gezogen, was sehr schade ist.

Miss Moons höchst geheimer Club ungewöhnlicher Hexen

Die Handlung: Mika Moon bekommt eine seltsame E-Mail und wird nach Nowhere House gerufen, wo sie feststellen muss, dass dort gleich drei ungelernte Junghexen Zuflucht gefunden haben. Nur, dass das komplett gegen die Regeln ist. Doch Mika nimmt sich der Aufgabe an und scheint zum ersten Mal ein Zuhause zu haben. Nur, dass Geheimnisse und der bevorstehende Besuch eines Anwalts das Glück schnell zerstören könnten.

Meine Meinung: Wer ‚Mr Parnassus Heim für magisch Begabte‘ mochte wird Miss Moons höchst geheimer Club ungewöhnlicher Hexen lieben! Sie teilen sich nicht nur im deutschen sehr lange Titel, die aber dennoch eine wunderbare Faszination auslösen, sondern auch eine ähnliche Grundprämisse. Das ist aber keinesfalls negativ, weil beide Bücher daraus ganz wunderbare Geschichten zaubern und auch Miss Moon konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite absolut begeistern. Es war cozy, es war eine interessante Welt, tolle Charakter, die aber sehr vielschichtig waren. Die Geschichte baut sich langsam auf und bringt genug Verrücktheiten mit, die einem zum schmunzeln bringen, aber hört auf, bevor es albern werden kann. Die Liebesgeschichte ist dezent, aber auf den Punkt gebracht. Lediglich das Finale ging dann schneller über die Bühne als gedacht. Hier gab es vielleicht den ein oder anderen Zufall zu viel, der die ein oder andere Person etwas zu schnell umgestimmt hat, um logisch zu sein, aber so passt es weiter in die cozy Grundstimmung des Buches.

Dangerously Close

Die Handlung: Liv ist Journalismusstudentin und steht kurz vor ihrer Masterarbeit. Diese würde sie nur zu gern über den Fall der ermordeten Sarah Mills schreiben, zumal sie an dem Abend auf der gleichen Party war. Doch dafür braucht sie ein Interview mit Weston Vermont, dem Mörder Sarahs. Doch der hat seit seiner Verurteilung nichts mehr dazu gesagt. Durch ihre Hartnäckigkeit bekommt sie ihr Interview, doch beide konnten die Folgen ihres Treffens nicht vorhersehen.

Meine Meinung: Ein Buch, dass ich wohl nicht gekauft hätte, wenn ich nicht schon vorher etwas von der Autorin gelesen hätte. Denn auch die ganze Werbung, die Lana Rotaru vorab für ihr neustes Werk gemacht hat, ließ mich eher skeptisch zurück, da mir die Grundprämisse nicht zusagte. Aber – und das ist ein großes Aber – ich hätte es bereut, wenn ich im Buchladen nicht nachgegeben hätte. Denn es ist wohl das bisher beste Buch der Autorin. Von den Schwächen früherer Reihen ist nichts mehr zu merken. Stattdessen nimmt sie uns mit auf einer Achterbahn der Gefühle, eine Geschichte voller Spannung und Emotionen. Während der Anfang noch relativ gewöhnlich anfängt, war ich bereits nach dem ersten Zusammentreffen von Westin und Liv restlos überzeugt. Geschickt schafft Rotaru es Westin gleichzeitig seine Rolle spielen zu lassen und doch die richtigen Signale auszusenden, so dass es verständlich ist, wieso sich Liv weiter darauf einlässt. An keiner Stelle gibt es irgendwelche toxischen Manipulationsspielchen, sondern nur ehrliche Gefühle. Beide Charaktere treffen sich auf Augenhöhe und jede Reaktion ist absolut nachvollziehbar. Das sehr spannende Ende kam mir fast ein bisschen zu kurz, aber ich konnte es auf den letzten 150 Seiten nicht mehr zur Seite legen und war super geflasht von den ganzen durch dachten Lösungen, so dass die Geschichte auch in allen Aspekten logisch bleibt. Man muss sich auf die Prämisse einlassen, aber man bekommt definitiv etwas geboten und ich weiß wieder, warum ich die Laufbahn der Autorin so gespannt verfolge. Denn mit dem richtigen Verlag ist bei ihr so viel möglich!

Habt ihr eins davon gelesen? Wie hat es euch gefallen?

Rückblick auf den Juli 2024

Der Juli ist vorbei und trotz ständiger Gewitter war er heiß! Dafür habe ich es erstaunlich oft ins kühle Kino geschafft und auch lesetechnisch war ich wieder voll dabei. Nur die Serien haben diesmal etwas gelitten, aber irgendwas ist ja immer.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

A Quiet Place – Tag Eins: Sam ist an Krebs erkrankt und unternimmt einen Ausflug mit anderen Bewohnendes des Hospizes. Immer an ihrer Seite ihre Therapiekatze Frodo. Doch in Manhatten kommt es zu einer Alieninvasion. Sie kann mit anderen in ein Marionettentheater fliehen, von wo aus sie die Informationen bekommen, dass die Aliens auf Geräusche reagieren. Doch während alle sich zu Evakuierungspunkten begeben, will Sam eine letzte Pizza genießen und versucht nach Harlem zu gelangen. Dabei trifft sie auf Eric, der völlig unter Schock ihr folgt. – Kommt leider nicht an die Vorgänger ran, auch wenn er zwischendurch sehr schöne Szenen hat. Setzt insgesamt auch zu viel auf Jumpscares statt auf Atmosphäre.

A Killer Romance: Gary Johnson ist Philosophieprofessor und die Definition von Durchschnittsbürger. Nebenbei arbeitet er bei der Polizei als Techniker für Undercover-Einsätze, bei denen die Anheuerung eines Auftragskillers aufgedeckt werden soll. Durch einen unglücklichen Zufall wird Gary jedoch auf einmal selbst Undercover-Cop und findet zusehens Gefallen an den Rollen. Bis er auf Madison trifft, die ihren tyrannischen Ehemann loswerden möchte. Er hilft ihr ihn legal loszuwerden, beginnt aber kurz darauf mit seinem Alter Ego Ron eine Affäre mit ihr. – Kann sich nicht so ganz aufs Genre festlegen und funktioniert daher nur halb so gut, wie er sein könnte.

To the Moon: Im Zuge des Vietnamkriegs droht die NASA wertvolle Geldressourcen zu verlieren und so den Flug zum Mond nicht zu schaffen. Dafür wird Kelly Jones verpflichtet, die durch gut durchdachte Marketingtricksereien das Image ordentlich aufpolieren kann. Zeitgleich fühlt sie sich immer mehr zum ernsten Leiter des Projekts Cole Davis hingezogen. Doch die Regierung hält nichts von der Idee die Mondlandung live zu senden, falls es scheitert. Und so soll Kelly im Studio diese inszenieren. Nur, dass Cole davon absolut nichts erfahren darf. – Eine wunderbare Liebesgeschichte mit sehr neuem Hintergrund. Funktioniert sehr gut, auch wenn Johannsen Tatum absolut an die Wand spielt.

Blue Lock – Episode Nagi: Nagi hat eigentlich kein Interesse an Sport oder allgemein etwas anderem als seine Videospiele. Bis Rei auf ihn aufmerksam wird. Als Sohn einer wohlhabenden Familie ist er es gewohnt alles zu bekommen, was er will. Doch seine neue Leidenschaft Fußball stößt sowohl bei seinem Vater als auch bei seinen Freunden auf Unverständnis. So überredet er Nagi, der sich als erstaunlich talentiert erweist und kurz darauf bekommen sie eine Einladung zu Blue Lock, einem Auswahlverfahren für den besten Stürmer Japans. Doch bei Blue Lock kann nur einer gewinnen. – Sehr repititiv in der Handlung, das Meiste kannte man schon aus der Serie, auch die Freundschaft zwischen Nagi und Reo bleibt sehr schwammig. Hier wäre mehr drin gewesen.

Deadpool & Wolverine: Wade Wilson aka Deadpool hat sich in ein paralleles Universum zurückgezogen, wo Vanessa noch am Leben ist. Dennoch läuft sein Alltag eher schleppend. Bis die TVA an seine Tür klopft und ihm gesteht, dass sie seine Welt auslöschen wollen, da durch den Tod Wolverines in Logan der Ankerpunkt fehle. Doch Deadpool sieht gar nicht ein, sich damit zufrieden zu geben und begibt sich auf die Suche nach einem neuen Wolverine. Nur, dass die Lösung damit noch nicht gefunden ist. – Der erste Multiversumfilm, der funktioniert, aber auch nur, weil genug Filme diesen vorbereitet haben. Bringt zwischendurch gute Pointen, man muss sie aber zwischen den ganzen 08/15 Witzen finden.

Zwei zu eins: 1990 ist das Ende der DDR besiegelt. Die Arbeitslosigkeit steigt und die Frist zum Umtauschen des Geldes in Westmark steht bevor. Doch die Bewohner eines Hochhauses finden durch Zufall in einem bewachten Schacht die eingelagerten Millionen der bald wertlosen Ostmark. Sie entwickeln ein ausgeklügeltes System, um das Geld umzutauschen. – Starker deutscher Film, der seine Prämisse bis zum Ende halten kann und wunderbar als Komödie mit ernsteren Einschlägen funktioniert.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

She said: 2017 löst die New York Times Recherche zu Harvey-Weinstein und den Vorwürfen gegen ihn einen Skandal aus und die MeToo-Bewegung wird gegründet. Der Film zeigt den langen Weg der beiden Journalistinnen Jodi Kantor und Megan Twohey bis zur Veröffentlichung des Artikels. Dabei kämpfen sie nicht nur gegen Weinsteins Anwaltteam, sondern auch gegen die Angst der betroffenen Frauen. – Starker Film von der Aussage her, leider etwas zäh inszeniert.

Batman (1989): In Gotham geht die legende einer menschengroßen Fledermaus um. Die Journalist*innen Vicky Vale und Alexander Knox wollen dem auf die Schliche kommen. Bei einem ersten Aufeinandertreffen von Batman und dem Unterwelt-Handlanger Jack Napier stürzt dieser in Säure und überlebt nur knapp. Durch sein neues Aussehen nennt er sich Joker und terrorisiert fortan die Stadt. Batman muss sich entscheiden, ob er die Stadt oder Vicky Vale retten will. – Der Film hätte auch Joker heißen können, da Jack Nicholson eindeutig den Film trägt, aber für den Einstieg schon ganz gut.

Batman Forever: Während Batman damit beschäftigt ist Two-Face das Handwerk zu legen, der Rache auf Batman sinnt, kommt es bei Wayne Industries zu einer neuen Entwicklung des exzentrischen Edward Nygma. In seiner neuen Identität als Riddler schickt Nygma Batman Briefe, um an sein Gehirn zu kommen. Dafür tut er sich mit Two-Face zusammen. Batman hat unterdessen den Waisen Dick Grayson unter seine Fittiche genommen, da er den Tod seiner Familie durch Two-Face nicht verhindern konnte. Dieser will nun Batmans rechte Hand werden. – Ich liebe die Bromance von Two-Face und dem Riddler einfach. Der Rest ist etwas naja und gerade Nicole Kidman ist einfach nur überflüssig, aber die beiden Bösewichte haben einen großen Platz in meinem Herzen gewonnen.

Psycho: Marion Crane unterschlägt 40.000 Dollar ihres Arbeitsgebers und flieht aus der Stadt. Nachdem sie damit einen Polizisten und einen Autohändler misstrauisch gemacht hat, landet sie in einem abgelegenen Motel. Der Besitzer Norman Bates versucht etwas unbeholfen sich der Frau zu nähern, doch seine Mutter scheint von dem Besuch wenig zu halten. Später machen sich ein Privatdetektiv und Marions Schwester und Ex-Freund auf die Suche nach ihr und landen dabei ebenfalls in Bates Motel. Doch das geht nicht für alle glimpflich aus. – Bisher mein liebster Alfred Hitchcock Film. Der hat mich einfach bekommen, durch seine gute Atmosphäre.

Jenseits von Afrika: Karen Blixen reist 1914 nach Kenia, um dort mit ihrem Verlobten und später Ehemann ein neues Leben zu beginnen. Doch ihr Mann, der vorgereist ist, hat statt einer Molkerei eine Kaffeeplantage erworben. Blixen kämpft nun jahrelang mit Geldsorgen und den Seitensprüngen ihres Mannes, die ihr auch Syphilis einbringen. Dabei schlägt ihr Herz für den britischen Abenteurer Denys, der ihr aber ebenfalls keine dauerhafte Sicherheit bieten kann. – Wie langweilig will man eine Geschichte erzählen? Syndney Pollock so „Kein Ding, krieg ich hin“. Es passiert gefühlt nichts, obwohl die Geschichte eigentlich genug hergibt und die Anziehung zwischen den Figuren ist absolut nicht nachvollziehbar.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keine. Ich habe alle für mich relevanten Starts gesehen.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Criminal Minds – Staffel 7 (Hält das gewohnte Niveau weiterhin)

The American BBQ Showdown – Staffel 3 (Wieder eine spannende Staffel und diesmal wirklich tolle Kandidat*innen)

Kaulitz & Kaulitz – Staffel 1 (Die Serie ist irgendwie wie ein Unfall, man kann einfach nicht wegschauen. Irgendwo verbergen sich auch gute Ansätze, gerade, wenn es um Bills Vergangenheit geht, wo er sich immer verstecken musste, aber darauf wird gewollt nur oberflächlich eingegangen)

Hellbound – Staffel 1 (Definitiv nicht mein Genre, aber dennoch hat gerade gegen Ende die Serie mich bekommen und jetzt brauche ich die zweite Staffel für die offenen Fragen)

A Discovery of Witches – Staffel 2 (Nach der Reise in die Vergangenheit erzählt die Serie gefühlt alles und nichts. Bleibt leider weit hinter der ersten Staffel zurück)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 14
Seiten insgesamt: 4.322
Seiten pro Tag: 139 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 6
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 2
E-Book: 1

Where Winter Falls: Ellas Herz schlägt für die Musik und so veranstaltet sie als DJ verbotene Untergrund-Partys. Doch das darf nicht rauskommen, sonst könnte sie ihren Job als Erzieherin verlieren. Bei einer Razzia ist es ausgerechnet Otis, der sie findet. Seit dem Festivalsommer kann sie ihn nicht ausstehen, doch aus irgendeinem Grund hilft Otis ihr. Daraufhin treffen die beiden immer wieder aufeinander und wollen sich die gegenseitige Anziehung doch nicht eingestehen. – Nach dem schwachen ersten Band hatte ich hier ebenfalls nicht viel erwartet, wurde aber sehr positiv überrascht.

Mord im Orient-Express: Der Orient-Express von Istanbul bis Paris ist gut gefüllt, als der Detektiv Hercule Poirot einsteigt. Die Wagen der ersten Klasse sind komplett gefüllt, weswegen er sich ein Abteil mit dem Sekretär MacQueen teilt. Doch mitten in der Nacht kommt es zu einem Mord. Nun ist die Liste der Verdächtigen zwar überschaubar, immerhin müsste es einer der Passagiere sein, doch steht Poirot vor seiner größten Aufgabe, obwohl er doch eigentlich nur seinen Dickens lesen wollte. – Auch, wenn ich die Lösung schon kannte, habe ich hier wieder sehr auf die Rätsel geschaut und wäre nicht drauf gekommen. Die Lösung war hier allerdings sehr nüchtern, wenn man die Filme kennt.

Tee? Kaffee? Mord! 5 – Der Club der Giftmischer: Volles Haus im Black Feather. Nathalie und ihre Köchin Louise haben alle Hände voll zu tun, zumal regelmäßig jemand vergiftet wird und vom Stuhl fällt. Eine Gruppe Apotheker*innen hat sich in Earlsraven versammelt und bereiten eine Bühnenshow vor. Nur, dass es dabei zu einem realen Mord kommt. Und wieder sind die beiden mittendrin bei den Ermittlungen. – Fand die Prämisse absolut wundervoll und habe mich wieder sehr amüsiert beim Hören. Die Auflösung war dann leider etwas platt, aber trotzdem ein toller Band.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Band 9-11: Der M-Clan hat Ron und Toto zu einer Kreuzfahrt eingeladen. Mit dabei sind auch einige Leute der Blue Academy. Es kommt zum finalen Showdown, um das Rätsel um Rons Vergangenheit und dem Praktikanten-Blutbad zu lösen. – Das Finale des ersten großen Plottpunkts stand bevor und ich habe die drei Bände am Stück gelesen, weil die Cliffhanger echt gemein waren!

Dangerously Close: Liv ist Journalismusstudentin und steht kurz vor ihrer Masterarbeit. Diese würde sie nur zu gern über den Fall der ermordeten Sarah Mills schreiben, zumal sie an dem Abend auf der gleichen Party war. Doch dafür braucht sie ein Interview mit Weston Vermont, dem Mörder Sarahs. Doch der hat seit seiner Verurteilung nichts mehr dazu gesagt. Durch ihre Hartnäckigkeit bekommt sie ihr Interview, doch beide konnten die Folgen ihres Treffens nicht vorhersehen. – Fand die Prämisse eigentlich sehr fragwürdig, aber die Autorin hat eine wirklich runde und gute Geschichte draus gezaubert.

Neon Gods 1 – Hades & Persephone: Persephone wird von ihrer Mutter dem obersten Olympier Zeus versprochen. Doch dieser ist berühmt dafür, dass seine Ehefrauen sterben. So flieht Persephone und schafft es unter Qualen den Styx zu überqueren und sucht Schutz bei Hades. Jenem Olympier, den sie vorher nur für einen Mythos gehalten hat. Und die Anziehung zwischen den beiden kann nicht geleugnet werden. – Auch wenn die Geschichte eher Porn mit Plot ist, funktioniert die erschaffene Welt dennoch und auch die Charaktere sind gut geschrieben.

One Operation Joker 1: Bei einem Kampf zwischen Batman und dem Joker landet ersterer in einem Bottich mit einer neu entwickelten Creme, die ihn kurzerhand wieder in ein Baby verwandelt. Doch der Joker will nicht ohne seinen Erzfeind existieren und nimmt Baby-Batman kurzerhand auf und kümmert sich um ihn. Doch ein psychopathischer Killer ist nicht unbedingt der beste Vater. – Spannende Grundidee, funktioniert über den ersten Band auch ganz gut, aber die Geschichte könnte schnell abgegriffen sein.

16:50 ab Paddington: Elspeth McGillicuddy wollte nur eine ruhige Zugfahrt zu ihrer Freundin Jane Marple unternehmen und wird Zeugin eines Mordes in einem Zug nebenan. Doch niemand will ihr glauben, außer Miss Marple, die die Ermittlungen kurzerhand übernimmt. Diese führt sie ins Anwesen Rutherford Hall. – Mein erster Miss Marple Fall und die alte Dame kam erstaunlich wenig vor. Dennoch war es ein spannender Kriminalfall und ich kam definitiv nicht auf den Mörder.

Ruthless Vows: Iris ist seit zwei Wochen von der Front zurück und versucht trotz des Verlustes ihres Mannes irgendwie weiter zu machen. Doch Roman ist nicht tot, sondern wurde von Dacre, dem Gott der Gegenseite, geheilt. Doch damit ist er an den Gott gebunden und dieser hat ebenfalls sein Gedächtnis genommen. Können die beiden wieder zueinander finden? Und wie wird der Krieg ausgehen? – Etwas schwächer als der erste Band, zumal ich halt immer Angst hatte weiterzulesen, weil ich nicht wollte, dass den Charakteren etwas passiert. Und auch, wenn die Geschichte rund abgeschlossen ist, hat sich die Autorin doch letztlich nur wenig getraut.

Belladaire Academy of Athletes – Misfits: Delphine ist Turnerin durch und durch. Getrieben von ihrer Mutter steckt sie in einem Kreislauf aus Trainieren und Kalorien zählen, um immer weiter abzunehmen. Covey steht als Schauspieler kurz vor seinem finalen Durchbruch. Doch nach einem kleinen Skandal soll er seinen Ruf aufpolieren. Und die Produktion hat Delphine dafür auserkoren. Doch die ist alles andere als begeistert. – Runder Abschluss der Reihe und mit der Stärkste.

Das Buch der gefährlichen Wünsche: Izzy Amazing führt eine erfolgreiche Wünscheagentur. Zumindest in der Buchwelt ihres Romans. Doch als in der realen Welt auf einmal Wünsche in Erfüllung gehen, die sich jedoch gegen den Wünschenden richten, muss der Bund der Buchfiguren eingreifen und dafür brauchen sie Izzy. – Langersehntes Wiedersehen mit den Figuren, leider funktioniert die Protagonistin nicht so gut, wie in der Ursprungsreihe, blieb daher hinter den Erwartungen zurück.

Die Pfanne brät nicht: Alice Diestel arbeitet seit vielen Jahren im Theo – also in einem der vielen Discounter, die sie nicht näher benennt. Sie berichtet von ihren vielen Erfahrungen mit der Kundschaft. Von angenehm über desaströs ist alles mit dabei. Wenn die Pfanne nicht brät oder der Ehegatte auf einmal nicht mehr auffindbar ist. – Ab und an ganz unterhaltsam, meist ganz nett zu hören, stellenweise leider auch sehr unangenehm.

Was waren eure Highlights im Juli?

12 für 2024 – die Bücher – die Auswertung

12 Bücher habe ich mir für 2024 vorgenommen zu lesen. Nach inzwischen (laut Reado Tracker) 80 gelesenen Büchern in diesem Jahr, habe ich es dann auch mal geschafft alle 12 Bücher meiner Liste zu lesen. Wenn aber auch einfach immer so viele interessante Bücher auf meinem SuB landen! In den Monatsrückblicken habe ich ja schon meine Kurzmeinungen geschrieben und teilweise existieren auch Beiträge (die ich euch natürlich verlinke), aber hier noch einmal kurz zusammengefasst:

1. Boris
(Toller Krimi mit übernatürlichen Elementen, aber vor allem supertolle Charaktere und einfach ein rundum gelungenes Buch)
2. The 99 boyfriends of Micah Summers
(Leider eher enttäuschend, die versprochene Geschichte war nach 100 Seiten erzählt und dann wurde eigentlich alles wieder über den Haufen geworfen)
3. Finding Home
(Habe den zweiten Band geliebt und fand ihn sogar noch ein wenig lieber als Band 1)
4. The Song of Emerald Hills
(Ich mochte das Irland Setting, aber gerade am Anfang muss man zu viele Unstimmigkeiten akzeptieren und die Protagonistin war auch nicht gerade sympathisch)
5. You are my sun
(Sehr intensive Geschichte, die mich überzeugen konnte)
6. Die Kunst des Verschwindens
(Ein Buch, das ich wohl nie selbst gekauft hätte, aber es als Geschenk sehr genossen habe. Mal ein anderes Genre und ein anderer Erzählstil, aber ich habe es sehr genossen zu lesen)
7. Bronwick Hall – Dornengift
(Wohl Laura Labas stärkste Reihe bisher (Sorry Emerald Witches, ich liebe euch trotzdem!). Ich konnte es kaum aus der Hand legen und war sehr froh, direkt Band 2 da zu haben)
8. Die Prinzessin von Atlantis
(Es geht spannend weiter und Freya von Korff schafft es den zweiten Teil nicht als losen Füllerband, sondern mit eigenständiger Geschichte zu füllen)
9. Waldsterben in Vertikow
(Ein neuer spannender Fall, aber auch die Charaktere werden gut weiterentwickelt und ich bin einfach großer Fan der Reihe)
10. My soul in your hands
(Ein Abschluss, der einen spannungstechnisch noch einmal alles abverlangt hat)
11. Belladaire Academy of Athletes – Liars
(War kein Fan von den ganzen Lügen, habe die Geschichte dahinter aber verstanden. Mochte das Setting und Hallo Schwimmer!)
12. Madness – Das Land der tickenden Herzen
(Ich mochte die Idee, die Geschichte war auch spannend, aber ich bin nicht richtig mit ihr warm geworden. Schade)

My genderless Boyfriend

Ein Vorwort

Nachdem ich sehr lange auf den Abschlussband warten musste, endet meine liebste Mangareihe nach nur fünf Bänden. Dabei war jeder Band wundervoll und sehr intensiv und daher will ich nun gesammelt darüber berichten.

Die Handlung

Meguru ist ein Influencer mit einem genderlosen Stil, bekannt für seine Mode und Make-up Tipps. Doch seine Freundin Wako hält er lieber aus der Öffentlichkeit heraus oder versucht es zumindest. Denn was würde seine Fans sagen, würden sie von der Beziehung wüssten?

Meine Meinung

Hallo, ich bin eine Bloggerin und mir fehlen die Worte dafür, euch meine liebste Mangareihe angemessen zu präsentieren. Also lest sie einfach, okay?
Ja, gut, hätte ja funktionieren können. Also versuch ich mal ein bisschen mehr zu formulieren. Zu Anfang lernen wir direkt Meguru und Wako kennen und erhalten Einblick in ihr privates, aber auch in ihr berufliches Leben. Während Wako als Magaredakteurin gerade kurz vor Deadlines sehr müde nach Hause kommt, lebt Meguru etwas entspannter und arbeitet in einer Boutique und nebenbei baut er seine Influencerkarriere aus.
Nach und nach wird die Handlung immer weiter ausgebaut. Meguru bekommt größere Projekte und damit auch mehr Aufmerksamkeit, während Wako immer mehr Verantwortung bekommt und zwischenzeitlich sogar einen Magaka betreut, der ein riesen Fan von Meguru ist. Doch die beiden respektieren die Privatsspähre des jeweils anderen, weswegen sie berufliches und privates strikt trennen, auch wenn Wako Megurus größer Fan ist.
Dabei wird das Ganze stets als feel good Geschichte erzählt. Auch, wenn mitunter Themen angesprochen werden, wie die Arbeitskultur in Japan, die kaum Freizeit zulässt, oder eben auch die Geschlechterklischees, die aufgebrochen werden. Dennoch liegt der Fokus auf der cosy Beziehung der beiden. Und dieses Gefühl ist es auch, was sich beim Lesen überträgt. So habe ich mich nach jedem Band wesentlich entspannter und besser gelaunt gefühlt. Die Mangas waren wie eine kleine Auszeit von allem.
Und das obwohl der Aufbruch der Geschlechterklischees auch einiges an Problemen beherbergen könnte. Das diese nicht genauer beleuchtet wurden, kann man kritisch sehen, aber im Endeffekt wurden hier Zweifler und Vorurteile benannt, aber eher mit dem sonnigen Gemüt Megurus fort gewischt. Gerade in späteren Bänden gibt es auch einen weiteren wichtigen Charakter, der sich mit seinem Image als geschlechtsloses Modell schwer tut, da er lieber seinem Idol einem „männlichen Mann“ nacheifern will. Aber auch mit diesen Ängsten wird sich auseinander gesetzt, aber halt eine cosy Lösung gefunden.
Ich habe mich beim Lesen einfach geborgen gefühlt und habe es geliebt, dass auf so eine cosy Art versucht wurde Klischees abzubauen. Leider ist die Geschichte nun zu Ende, auch wenn es ein sehr rundes und berührendes Finale gab und die Geschichte wirklich auserzählt zu sein scheint. Es wird wohl bald mal Zeit für einen Re-Read …

Das Fazit

My genderless Boyfriend sagt Geschlechterklischees den Kampf an, strahlt dabei aber voller Glücksgefühle und ist eine cosy Geschichte zum wegträumen. Einfach eine Herzensreihe, die ich geliebt habe und daher sehr empfehle.

My genderless Boyfriend Band 1-5 ist bei Hayabusa erschienen