Die Rosenschlacht

Ein Vorwort

Ich könnte hier wieder meine Einleitung über die Einfalllosigkeit in Hollywood schreiben, weswegen wir mal wieder ein Remake präsentiert bekommen. Wir könnten aber auch einfach direkt darüber reden, dass ich allein wegen des Gespanns Olivia Coleman und Benedict Cumberbatch den Film sehen wollte. Warum sich das auch gelohnt hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Den Filmtital als Fanart auf Filmklappe mit roter Rose als Deko

Die Handlung

Ivy und Theo sind das Vorzeigepaar schlechthin. Die beiden Briten sind zusammen in die USA ausgewandert, haben zwei Kinder bekommen und während Theo sich einen Namen als Architekt gemacht hat, führt Ivy ein kleines Restaurant, konzentriert sich aber doch lieber auf die Erziehung der Kinder. Bei einem Jahrhundertsturm stürzt Theos Meisterwerk bei der Eröffnung ein und Ivys Restaurant wird durch die Entdeckung einer gefeierten Kritikerin über Nacht zum Erfolg. Doch mit den nun getauschten Rollen wird schnell klar, dass die perfekte Ehe schnell in eine Krise stürzen kann. 

Meine Meinung

Comedy liegt ja immer im Auge des Betrachters. Und gerade deswegen ist es auch so schwierig alle Leute abzuholen. Mir sind ausufernde Witze ja schnell zu drüber, weswegen ich viele Klamaukfilme einfach nicht mag. Und dann gibt es diese Filme, die mir eigentlich zu drüber sein müsste, mich aber einfach durch ihre charmante Art abholen. Um so einen Film handelt es sich bei Die Rosenschlacht. 
Aber beginnen wir am Anfang. Wir lernen Ivy und Theo kennen, kurz bevor sie ein Paar werden und in die USA auswandern. Die beiden scheinen sich wirklich gesucht und gefunden zu haben und bauen sich ein beschauliches Heim mit zwei Kindern auf. Ihr Freundeskreis ist typisch amerikanisch und da ist es natürlich auch total normal, sich zu einem entspannten Nachmittag auf dem Schießstand zu treffen. Hier treffen wir dann auch auf die besten Freund*innen, gespielt von Andy Samberg und Kate McKinnon. Hier zeigt sich schon, warum die Besetzung des Films so wichtig für die Pointen sind, denn wären die beiden die Hauptdarstellenden, dann würde der Film absolut gar nicht funktionieren.
Aber stattdessen haben wir Olivia Coleman und Benedict Cumberbatch, die selbst den größten Wahnsinn noch so charmant spielen können, dass ich ihnen sowohl das langsame Auseinanderleben als auch die finale Scheidungsschlacht absolut abkaufe. 
Nebenbei haben wir dann noch ebenso liebenswerte Rollen von Ncuti Gatwa oder Sunita Mani, und leider auch sehr unsympathische Rollen – wofür die Darstellenden nichts können – von Zoe Chao und Jamie Demetriou. So hält sich der Film die Waage und das Hauptaugenmerk liegt eh auf unserem streitenden Ehepaar.
Dabei ist das Drehbuch auch nochmal hervorzuheben. Ich habe weder das Buch gelesen, noch die erste Verfilmung von deVito, und kann daher nicht sagen, wie sehr es adaptiert wurde, aber es ist schön zu sehen, wie sie am Anfang wirklich versuchen alle Probleme noch normal zu lösen. Mit Kompromissen, mit Gesprächen, mit Ehrlichkeit. Aber wir sehen eben auch, wie sie damit nicht ihre Probleme gelöst bekommen. Und der absolute Wahnsinn beginnt dann eben doch erst gegen Ende des Films. Damit wird vorher genug Wert auf logische Ansätze gelegt, dass die finale Eskalation wie eine Satire auf den vorherigen Film wirkt, aber gerade deswegen so gut funktioniert. Und selbst diese kaufe ich den beiden Darstellenden sofort ab, weil sie es eben auch schaffen, ihre Charaktere mit der Handlung wachsen zu lassen, so dass es am Ende eben doch wie der logische Schritt wirkt. 

Das Fazit

Die Rosenschlacht ist eine sich gut und logisch aufbauende Dramödie, die gerade durch die beiden sehr sympathischen Hauptdarstellenden wunderbar funktioniert. Die Witze zünden und wir kaufen ihnen auch die finale Eskalation ab. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Die Rosenschlacht läuft seit dem 28.08.2025 in den deutschen Kinos

Was ist Liebe wert? – Materialists

Ein Vorwort

Während es über das Jahr verteilt zwar einige Rom-Coms im Kino gibt, sind gute Rom-Coms, also romantische Komödien, leider eine Seltenheit. Schwieriger wird es jedoch, wenn Filme als Rom-Com vermarktet werden und dann eher weniger Rom und überhaupt nicht Com sind. Was ich damit meine und wieso dies im Vorwort zu Was ist Liebe wert auftaucht, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Filmtitel als Fanart arrangiert mit Kinoticket vor einer Filmklappe

Die Handlung

Als Dating-Beraterin weiß Lucy genau, worauf sie bei Vermittlungsvorschlägen achten muss. Liebe sei schließlich simple Mathematik. Bis sie auf den reichen, aber auch super charmanten, Harry trifft, der aufgrund ihrer Rechnungen gar nicht zu ihr passen dürfte. Zeitgleich trifft sie aber auch ihren Ex-Freund John wieder, den sie einerseits wegen seiner Armut verlassen hatte.

Meine Meinung

Ich mag Rom-Coms. Leider treffe ich eher selten auf gute. Und auch bei Was ist Liebe wert hatte ich so meine Zweifel nach dem Trailer. Das Prinzip Partnervermittlung und dann noch irgendwie eine verkorkste Dreierbeziehung mit Ex-Partner und natürlich dem klischeeigen Millionär, klang nicht nach einem Erfolgskonzept. Nun, ist es auch im Nachhinein nicht. Allerdings auch nicht das größte Problem an dem Film. 
Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen zunächst Lucy kennen, die ewig positive Partnervermittlerin, die von ihrem super tollen Job schwärmt, aber zeitgleich nur darüber lästert, wie schwer es doch sei, den Kund*innen klar zu machen, dass sie keine Traummänner backen kann. Dass Lucy dabei von Dakota Johnson gespielt wurde, war auch nicht sehr hilfreich, denn mit der sehr eingeschränkten Mimik, wird auch nicht unbedingt die dringend erforderliche Sympathie gezeigt. Wie durch ein Wunder schafft sie es dennoch alle Leute in ihrem Umfeld zu betören und dabei immer wieder die gleichen Phrasen zur Liebe zu wiederholen. Auftritt Millionär Henry, der sie aus irgendeinem Grund dennoch anziehend findet und um ein Date bittet. Dabei ist es ihm total egal, dass sie aus beruflicher Erfahrung weiß, dass sie nicht zusammen passen. Denn natürlich passt man nur zusammen, wenn gewisse Faktoren gleich sind, wie Einkommen, Attraktivitätslevel, familiärer Hintergrund oder Interessen. Und auch, wenn Pedro Pascal gerade im Kino sehr überpräsent ist, liefert er hier eine solide Performance ab. Für die Eindimensionalität seines Charakters kann er schließlich nichts und versucht alles raus zu holen. 
Dann haben wir noch Chris Evans als Ex und auch, wenn sich die beide ewig nicht gesehen haben, funktioniert er auch sehr schnell wieder als bester Freund. Und auch, wenn Evans ebenfalls nicht das größte schauspielerische Repertoire hat, so reicht es doch für seine Rolle als Ex, den Lucy natürlich nur verlassen hat, weil er arm ist. Die gescheiterte Schauspielexistenz ist da kein Hinderniss. 
Und damit haben wir auch schon die Hauptprobleme des Films zusammen. Zum einen das absolut pseudo-poetische Drehbuch, das sich super ernst nimmt und wirklich versucht mit den üblichen Klischees eine hochtrabende Geschichte über die Bedeutung von Liebe zu erzählen. Leider wirkt es dabei eher wie eine Satire auf die eigene Geschichte. Denn Hauptproblem Nummer Zwei Lucy ist einfach nur super oberflächlich und unsympathisch. Während sie John wegen seiner Armut verlassen hat, findet sie natürlich genau den Reichtum an Henry super anziehend. Kurz bevor die beiden das erste Mal miteinander schlafen, muss natürlich noch geklärt werden, wie viel die Wohnung wert ist. Egal, ob Verhütungsmethoden abgeklärt sind, Immobilienwerte sind wichtig. Also mir ist nicht klar, warum auch nur einer von beiden auf sie steht. Und warum John sie nach all den Jahren, in dem sie auf ihn herabgeblickt hat, nun zurück will. 
Aber der Film wird noch wesentlich problematischer. Denn, wo Männer auf Frauen treffen, gibt es eben auch Übergriffigkeiten. Und weder die Naivität Lucys noch die Abgebrühtheit ihrer Chefin sind positive Beispiele für den Umgang mit dem Thema. Wobei die Geschichte aus der Sicht der betroffenen Frau vermutlich eine gute Gesellschaftskritik abgegeben hätte. 
So haben wir weder wirkliche Romantik, weil alles sehr oberflächlich bleibt, und die Comedy fehlt gänzlich, da sich der Film selbst sehr ernst nimmt. Damit hat die Marketingabteilung das völlig falsche Publikum ins Kino gelockt. Aber nun, immerhin wurde Publikum ins Kino gelockt. 

Das Fazit

Was ist Liebe wert – Materialists ist ein als Rom-Com vermarktetes Drama, das sich unfassbar wichtig nimmt, dabei aber absolut oberflächlich und stellenweise sogar problematisch daher kommt. Auch schauspielerisch kann der Cast nur bedingt überzeugen. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Was ist Liebe wert – Materialists läuft seit dem 21.08.2025 in den deutschen Kinos

Die nackte Kanone

Ein Vorwort

Was macht Hollywood, wenn neuen Ideen keine Chance gegeben wird? Genau, die gleiche Geschichte nochmal erzählen. Und warum nicht auch einfach einen Klassiker mal wieder ausgraben und nach vielen Jahren neu rausbringen? Warum Die nackte Kanone dennoch vergleichsweise gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Filmtitel als Fanart arrangiert mit Kinoticket und (Wasser-)Pistole auf Filmklappe

Die Handlung

Lt. Frank Drebin Jr. konnte zwar einen Raubüberfall verhindern, steht wegen seiner Vorgehensweise jedoch in der Kritik und wird zur Tatortbesichtigung abgestellt. Während er uns sein Partner von einem Autounfall ausgehen, ist sich die verführerische Schwester des Toten sicher, dass es Mord war. Und da Drebin der schönen Beth Davenport nichts abschlagen kann, fängt er an nachzuforschen. Dabei sticht er jedoch in ein Wespennest.

Meine Meinung

Die nackte Kanone war einer dieser Filme, die mir bisher nie zugesagt hatten. Zu sehr befürchtete ich, dass es einfach nicht mein Humor wäre. Und dann kam der Trailer zur 2025er Variante. Während mit die erste Hälfte überhaupt nicht zusagte und so gar nicht meinen Humor traf, war es dann doch die zweite Hälfte des Trailers, der wesentlich vielversprechender aussah. Und als dann auch noch der Pärchengatte Interesse bekundete, war die Planung abgeschlossen. Die Prognosse des Trailers war dann letztendlich auch das Fazit für den gesamten Film. Ich mochte ca. 50% davon.
Aber fangen wir am Anfang an. Die erste Szene rund um einen Banküberfall war bereits im Trailer – der wieder sehr inflationär im Kino lief – und war weiterhin so schlecht und Möchtegernlustig mit Liam Neeson in der Schuluniform. Danach wird es aber schnell besser. Dabei konzentriert sich der Film auf viele kleine Gags, die im Hintergrund laufen und genau die waren absolut fantastisch. Ob es nun die „Cold Cases“ waren, die aus dem Eisschrank geholt wurden, oder das Verbrecherfoto, das von einem Promifotografen perfekt ausgeleuchtet wurde, es gab ständig Dinge zu entdecken, die genau meinen Humor trafen. Nebenbei wurden diverse running gags aufgebaut, wie die ständig auftauchenden Kaffeebecher. Aber auch im Vordergrund wurden die Witze deutlich besser, wenn auch manchmal absolut politisch böse. Das hatte dann aber schon wieder einen stark satirischen Vibe, der ebenfalls gut funktioniert hat. 
Auch Pamela Anderson passt perfekt in ihre Rolle und haucht der femme fatale eine ganz neue Bedeutung ein. Dabei wird die Stilisierung der Frau gekonnt auf die Spitze getrieben, um erneut satirisch zu zeigen, das es einfach nicht sein muss. Lediglich die darauffolggende Bratenszene war mir dann doch wieder etwas zu drüber. 
Leider ist es gerade das Ende, das dann wieder zu viel will und daher zu drüber ist. Man sollte meinen, dass Gags, wo dem Hauptdarsteller durch einen „Unfall“ die Hose ausgezogen wird und das natürlich live im ganzen Land ausgestrahlt wird, einfach nicht mehr zeitgemäß ist. So hatte ich überwiegend überraschend viel Spaß mit dem Film, doch gerade das Finale war dann doch eher enttäuschend. 
Dennoch muss ich sagen, dass ich mir im Nachhinein eine Fortsetzung des Reboots (Sequels?) gut vorstellen könnte. Vielleicht auch mit einer doch neuen Handlung, denn nachdem ich nun auch das Original nachgeholt habe, fallen die Parallelen und die doch sehr gleiche Handlung deutlich auf. Auch wenn stellenweise doch versucht wurde, es ein wenig anders zu drehen und gerade die Witze alle neu waren. Alles in allem war ich am Ende doch überwiegend gut unterhalten, denn durch die hohe Gagdichte konnte ich über die für mich eher enttäuschenden bzw. nicht witzigen Stellen einfach hinwegsehen. 

Das Fazit

Die nackte Kanone (2025) nimmt die alten Geschichte in ihrer Grundstruktur und bringt durch neue Witze stellenweise frischen Wind rein. Leider sind es gerade die Hintergrundgags, die wirklich zünden, während die groß aufgebauten eher in die Hose gehen. Dennoch funktioniert der Unterhaltungsfaktor. Dafür gibt es 06 von 10 möglichen Punkten.

Die nackte Kanone läuft seit dem 31.07.2025 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den August 2025

Und damit ist der August vorbei und die mentalen Vorbereitungen auf den Herbst laufen. Dieser Monat stand bei mir ganz unter dem Motto der „Zero SuB Challenge“. Dass heißt, dass ich es tatsächlich geschafft habe, alle meine ungelesenen Bücher zu gelesenen Bücher zu machen. Was darüber hinaus noch so passiert ist, erfahrt ihr in meinem altbekannten medialem Rückblick:

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Die nackte Kanone: Lt. Frank Drebin Jr. konnte zwar einen Raubüberfall verhindern, steht wegen seiner Vorgehensweise jedoch in der Kritik und wird zur Tatortbesichtigung abgestellt. Während er uns sein Partner von einem Autounfall ausgehen, ist sich die verführerische Schwester des Toten sicher, dass es Mord war. Und da Drebin der schönen Beth Davenport nichts abschlagen kann, fängt er an nachzuforschen. Dabei sticht er jedoch in ein Wespennest. – Eine sehr hohe Gagdichte, die bei mir zu 50% auch angeschlagen ist. Das Finale war mir leider etwas drüber, aber gerade die kleinen Gags im Hintergrund haben wunderbar funktioniert. 

Was ist Liebe wert?: Als Dating-Beraterin weiß Lucy genau, worauf sie bei Vermittlungsvorschlägen achten muss. Liebe sei schließlich simple Mathematik. Bis sie auf den reichen, aber auch super charmanten, Harry trifft, der aufgrund ihrer Rechnungen gar nicht zu ihr passen dürfte. Zeitgleich trifft sie aber auch ihren Ex-Freund John wieder, den sie einerseits wegen seiner Armut verlassen hatte. – Ein Film, der sich sehr ernst nimmt, dabei aber doch viel zu oberflächlich bleibt. Leider eher enttäuschend.

Die Rosenschlacht: Ivy und Theo sind das Vorzeigepaar schlechthin. Die beiden Briten sind zusammen in die USA ausgewandert, haben zwei Kinder bekommen und während Theo sich einen Namen als Architekt gemacht hat, führt Ivy ein kleines Restaurant, konzentriert sich aber doch lieber auf die Erziehung der Kinder. Bei einem Jahrhundertsturm stürzt Theos Meisterwerk bei der Eröffnung ein und Ivys Restaurant wird durch die Entdeckung einer gefeierten Kritikerin über Nacht zum Erfolg. Doch mit den nun getauschten Rollen wird schnell klar, dass die perfekte Ehe schnell in eine Krise stürzen kann. – Ein Film, der mir vermutlich zu drüber gewesen wäre, wenn nicht Olivia Coleman und Benedict Cumberbatch schauspielerisch einfach alles rausreißen und ihn dadurch gut machen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Der Schakal: Der Schakal ist ein präziser Profikiller, dessen Gesicht absolut unbekannt ist und dem FBI liegen kaum Informationen vor. Als sich jedoch abzeichnet, dass er auf ein hochrangige Persönlichkeit der USA angesetzt wurde, muss sich das FBI mit dem ehemaligen IRA Schützen Declan Mulqueen zusammentun, der wichtige Informationen besitzt und diese im Tausch für bessere Haftbedingungen preisgibt. – Spannendes Katz- und Mausspiel mit guten Darstellenden.

Die nackte Kanone: Lt. Frank Drebin kehrt von einem Auftrag aus Beirut zurück und findet seinen Kollegen Nordberg schwer verletzt vor. Er beginnt Nachforschungen anzustellen. Zeitgleich plant Queen Elisabeth II. einen Besuch in Los Angeles, den Drebin koordinieren soll. – Geringere Gagdichte als die aktuelle Fortsetzung, funktioniert aber mit der Grundgeschichte etwas besser. Gut gealtert. 

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keiner. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Nobody 2

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Dr. Stone – Staffel 3 (Unsere liebgewonnen Charaktere treten die Reise zu neuen Ufern an – wortwörtlich. Hat grundsätzlich gut funktioniert mit den neuen Charakteren, auch wenn es sich zwischendurch leicht gezogen hat)

Girls & Panzer – Staffel 1 (Panzerfahren als AG an der Schule? Das klang verrückt genug, um einen Blick zu wagen. Solide Grundstory, gut ausgearbeitet und niedlich umgesetzt)

Neon Genesis Evangelion – Staffel 1 (Die Legende im Animebereich konnte mich leider nicht abholen. Zu verworren waren die Auflösungen, so dass ich selbst nach einer anschleßenden Zusammenfassung noch nicht alles verstanden habe)

Your lie in April – Staffel 1 (Bittersüßes Drama mit starken Charakteren und viel Liebe zur Musik. Auf jeden Fall eine Empfehlung)

Death in Paradise – Staffel 13 (Wieder eine starke Staffel, auch wenn es das „Happy-End“ im Finale nicht gebraucht hätte. Oder das Zurückholen bereits verabschiedeter Charaktere …)

LoL – Staffel 6 (Das gleiche Prinzip wie letztes Jahr? Das gleiche Prinzip wie jedes Jahr! Diesmal wieder mit größerer Comedianpräsenz, was man auch positiv merkt.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 17
Seiten insgesamt: 4.913
Seiten pro Tag: 158 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 6
Hörbuch: 5
E-Book: 1

Killer Shark in another World 1: Shiromi wollte eigentlich eine Zauberin werden, um im großen Krieg gegen den Dämonenkönig zu kämpfen. Leider ist sie jedoch sehr schlecht und wird in der Akademie verspottet. Bis sie einen Hai beschwört, der an sich sehr süß ist, außer jemand bedroht Shiromi. Denn dann kann er verschiedene Stufen annehmen, die alle aus Horrorfilmen stammen könnten. – Du liebst Trashfilme mit Haien genauso sehr wie ich? Dann ist das hier genau eure Mangareihe! Sie greift die üblichen Klischees einer magischen Welt auf, aber verdreht sie durch den Einsatz des übertriebenen Hais ins Trashige und das funktioniert einfach richtig gut und ich liebe alles daran.

More than a Doll 8: Auf dem Schulfest steht der Cosplay-Wettbewerb an, was Marin und Gojo vor neue Herausforderungen stellt, da sich in letzter Minute noch Hindernisse auftun. – Die Vorbereitungen waren lange, aber endlich sehen wir das Resultat.

Eine Tragödie in drei Akten: Ein Pfarrer stirbt auf einer Party und keiner versteht, wie es geschehen konnte. Hercule Poirot wird schon hier hellhörig, da er den Herzinfarkt für abwegig hält. Doch als wenig später auch ein angesehener Arzt stirbt, ist er sich sicher, dass diese zusammenhängen. Immerhin waren auf beiden Partys die gleichen Leute anwesend. – Spannende Grundsituation, die leider etwas schwächer umgesetzt war, auch wenn die Charakterstudie wieder sehr gelungen ist.

Idol Escape 1: Karen ist ein Idol, das von allen geliebt wird. Doch ihr perfektes Leben ist eine Lüge, die Ainosuke durchschaut, als die beiden zufällig aufeinander treffen. Dieser ist seit seinem Coming-Out sehr isoliert. Beide finden eine Verbindung zueinander und versuchen ihren Leben zu entkommen. – Sehr nachdenklicher Manga mit starker Geschichte.

Spellbound 1 – Tod eines aufrechten Vampirs: In Spellbound leben alle übernatürlichen Wesen zusammen, da sie die Stadtgrenze nicht verlassen können. Die junge Anwältin Emma Hart stolpert hinter diese Grenze, als sie versuchte einen Engel vom Suizid abzuhalten. Leider stellt sich dabei heraus, dass sie wohl auch übernatürliche Wurzeln hat und die Stadt damit nicht mehr verlassen kann. Aber da der ortansässige Anwalt frisch ermordet wurde, hat sie zumindest sofort einen Job. – Ein bisschen viel Übernatürliches, ein bisschen wenig Cosy Crime, aber im großen und ganzen lohnt sich ein Blick und ich werde wohl dem nächsten Band noch eine Chance geben.

Tee? Kaffee? Mord! Folge 17 – Der Puppenmörder von Hunters Grove: In den zugefrorenen Seen von Hunters Grove werden Leichen geborgen. Nur, dass sich herausstellt, dass es  sich dabei um Puppen handelt. Alles ähnelt einem alten Fall, bei dem jedoch schließlich eine reale Leiche geborgen wurde. Natalie und ihre Freund*innen vesuchen das zu verhindern und den Mörder vorher zu fangen. – Interessantes Setting, leider fehlte ein bisschen der Miträtselfaktor.

Tee? Kaffee? Mord! Folge 18 – Die gestohlene Braut: Bronwyn Tremont will heiraten und weil sowohl ihre Familie als auch ihr Bräutigam sehr vermögend sind, freut sich Natalie diese im Black Feather ausrichten zu dürfen. Bis die Braut verschwunden ist und kurz danach ein Lösegeld in Millionenhöhe gefordert wird. Ein Lösegeld, das der Bräutigam der überforderten Familie seiner Braut durchaus geben könnte. Doch dieser sieht das gar nicht ein. – Gute Charakterkonstellation mit guter Charakterstudie, auch wenn die Lösung des Falls ziemlich schnell sehr klar war.

Kumara: Kumara ist ein friedliches Inselreich mit strengen Regeln. Als Lani gegen die erste Weisung der Götter verstößt, wird sie von ihrer eigenen Mutter zum Tode verurteilt. Doch sie kann fliehen und bricht zu einem großen Abenteuer auf, bei der sie einige Geheimnisse Kumaras aufdeckt. – War für mich leider eher eine Enttäuschung, da mir der Weltenbau nicht schlüssig war und einige Entwicklungen zu gewollt wirkten. Schade.

Insomniacs 4: Der Astronomie-Club braucht den Erfolg beim Sternschnuppenfest, damit er nicht aufgelöst wird. Doch was, wenn Regen der ganzen Planung einen Strich durch die Rechnung macht. – Es bleibt dramatisch und doch sehr sympathisch mit den beiden Protagonist*innen und ihre insomnia.

School of Myth and Magic 2 – Der Fluch der Meere: Nach dem verhängnisvollem Kuss muss Devin einsehen, dass der Inkubus Kassian Besitz von ihrem Freund Caleb ergriffen hat. Um diesen zu retten, muss sie mit Kassian zusammenarbeiten und deckt dabei jahrhundertealte Lügen auf, die die Akademie in ihren Grundfesten erschüttern wird. – Der erste Band konnte mich schon nicht wirklich überzeugen und der zweite war nun leider nochmal schwächer, auch wenn er gegen Ende wirklich versucht vom üblichen Schema abzuweichen, was leider auch nur bedingt funktioniert. 

Flüster mir ein Liebeslied 4: Himari und Yori sind endlich zusammen. Glücklich gehen sie die ersten Schritte der Beziehung, müssen aber schnell gegen die ersten Missverständnisse ankämpfen. Zeitgleich muss Yoris Band sich in einem Vorentscheid qualifizieren. Und ihre Konkurrentinnen sind ausgerechnet ein früheres Mitglied und deren neue Freundinnen. – Es wird dramatisch mit der Band, aber die Geschichte rund um Himari und Yori ist einfach nur zuckersüß, wie sie sich langsam in ihre Beziehung reintasten.

Breakups & Butterflies: Mara hat immer alles durchgeplant. Von der perfekten Beziehung miz Sebastian über ihren Job als Assistentin einer erfolgreichen Influencerin. Doch ihr Leben bricht auseinander, als Sebastian sich von einem Tag auf den anderen von ihr trennt. Da sie zeitgleich auch aus der gemeinsamen Wohnung geschmissen wird, muss sie kurzfristig ins Co-Working-Büro ziehen. Dort trifft sie auf den jüngeren Marius, der ganz spontan in den Tag lebt, etwas, das Mara absolut fremd ist. Dennoch spüren beide eine Anziehung zueinander. – Wie schon bei meinem letzten Kyra Groh, hat mit der Anfang gar nicht zugesagt, aber es entwickelt sich zu einer tollen Found-Family Geschichte und am Ende habe ich es einfach nur geliebt.

Sorry, ich habe es für dich getan: Robyn hat sich frisch aus einer toxischen Beziehung befreit. Eingezogen bei ihrer Schwester und wiedervereint mit ihrem besten Freund Cooper versucht sie wieder Ordnung in ihr Leben zu bringen. Doch dann taucht die Polizei bei ihr auf und erzählt, dass ihr Ex Julian vermisst wird. – Interessantes Grundsetting, schöner Schreibstil. Leider weicht er am Ende von seiner Botschaft ab und war doch etwas vorhersehbar.

The Games Gods Play – Schattenverführt: Lyra lebt in der Diebesgilde und versucht nur irgendwie den Tag zu überstehen. Doch an einem besonders miesen Tag versucht sie Zeus Tempel zu bewerfen, wovon ausgerechnet Hades sie abhält. Dabei erkennt er etwas in ihr, was ihn dazu veranlasst bei den nächsten Crucible Spielen anzutreten, wo die Götter Sterbliche in tödlichen Prüfungen gegeneinander antreten lassen und um die Krone der Götter kämpfen. Doch Lyra hat mehr zu verlieren als nur ihr Leben. – Wow. Dachte ich doch von den griechischen Göttern und von Hades als Sexsymbol genug zu haben, beweist dieses Buch das absolute Gegenteil. Ich habe es sehr geliebt und mitgelitten, auch wenn mir die vielen Prüfungen des Crucible etwas zu viel waren.

Shinigami x Doctor 2: Die mobile Klinik Gokurakuen wird übernommen und der Attentäter sieht auch noch ausgerechnet aus wie Soma. Doch würde er wirklich seinen eigenen Großvater angreifen? – Ist leider erst gegen Ende richtig in Fahrt gekommen und bereitet bereits das große Finale vor.

Magie & Milchschaum: Die tapfere Ork-Kriegerin Viv hat nach vielen erfolgreichen Schlachten eine neue Leidenschaft: Kaffee. Daher setzt sie sich zur Ruhe und eröffnet ihr eigenen Café. Doch dabei muss sie zunächst noch einige Hindernisse überwinden. – War mir leider etwas zu ruhig erzählt, auch wenn ich cosy Fantasy grundsätzlich gern mag. 

Die Myzelchroniken 2 – Portalzauber: Zehn Jahre sind seit den Abenteuer von Zomis vergangen. Doch das Myzel warnt vor einer neuen Gefahr und schickt seine ehemaligen Gefährten auf ein Abenteuer, das sie hinter die Grenzen der bekannten Welt führt. Denn eine Splittergruppe der Nord hat es auf nichts geringeres als die Quelle der Magie abgesehen. – Ich bin einfach nicht an den Erzählstil herangekommen. Für mich wirre Zeitsprünge und mir fehlte die Nähe zu den Charakteren. Schade, denn die Welt an sich finde ich super spannend.

Was waren eure Highlights im August?

Mission Impossible 8 – The Final Reckoning

Ein Vorwort

Zum achten Mal heißt es Cobra übernehm… äh ich meine, schlüpfte Tom Cruise in die Rolle des Ethan Hunt. Was als kleiner Agententhriller nach Vorlage der Serien Cobra übernehmen sie und In geheimer Mission begann, hat sich schnell zu einem der größten Franchises der letzten Jahre entwickelt. Dazu haben vor allem Tom Cruise und seine immer größer werdenden selbstausgeführten Stunts beigetragen. Nun sollte alles in einem finalen Film beendet werden. Mit dem siebten Film wurde die Handlung bereits vorbereitet und zwei Jahre mussten wir auf den Abschluss warten. Ob der Film die Erwartungen erfüllen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

In Mission Impossible – Dead Reckoning Part One sehen wir, wie in der Beringsee ein russisches U-Boot die Sewastopol durch ein Fehler auf dem Sonar und eines nicht mehr steuerbaren Torpedo, versenkt wird. An Bord hat sie die Entiät, eine KI, die sich selbstständig gemacht hat und nun die gesamte Welt bedroht. Um sie zu deaktivieren, benötigt es zwei Schlüssel. CIA Chef Kittridge beauftragt Ethan Hunt mit der Beschaffung, wobei der erste in der Arabischen Wüste bei Ilsa Faust sein soll. Hunt beschafft diesen, erfährt dann aber von den Plänen der USA und lässt die Übergabe platzen. In Abu Dhabi wollen sie den Käufer, der voraussichtlich die zweite Hälfte besitzt, ködern, werden jedoch hereingelegt von der Diebin Grace, die sich nach Rom absetzen kann. Dort hilft Hunt ihr aus den Fingern der Behörden und kann sie bei einer wilden Verfolgungsjagd gegenüber der mysteriösen Französin Paris beschützen. Sie flieht erneut, diesmal nach Venedig. Während Hunt und seine Gruppe erfahren, dass Paris mit Gabriel zusammen arbeitet, der vor 30 Jahren durch die Ermordung der Freundin von Hunt dafür sorgte, dass dieser überhaupt beim IMF anfing, trifft sich Grace mit Alanna, die die zweite Hälfte besitzt. Hunt sabotiert die Übergabe, wird aber von Gabriel und der Entität in eine Falle gelockt. Ilsa wird getötet und Grace schließt sich Hunt an. Die nächste Übergabe soll im Orient-Express stattfinden. Grace ersetzt hier mittelt Maske Alanna und Hunt kommt per Fallschirm dazu. Dabei stellt sich heraus, dass Kittridge der Käufer ist. Gabriel stößt Paris von sich und manipuliert den Zug, so dass Hunt und Grace nun versuchen müssen dem Tod zu entkommen. In letzter Sekunde werden sie von Paris gerettet. Durch den Kampf haben sie aber nun die Informationen zur Sewastopol, weswegen sie dahin aufbrechen können.

Die Handlung

Nachdem Ethan Hunt sich nach den Ereignissen in Dead Reckoning zurückgezogen hat, reaktiviert ihn jedoch eine Nachricht der Präsidentin. Erneut nimmt er die Fährte von Gabriel auf, der Hinweise auf die Entität liefern kann. Dabei trifft er alte Verbündete, aber auch alte Feinde.

Meine Meinung

Mission Impossible und ich haben eine lange Reise zusammen durch. Von den ersten drei Filmen, die ich zwar irgendwann einmal gesehen habe, aber kaum noch in Erinnerung habe, über den absolut grandiosen Phantom Protokoll, der bis heute mein liebster Film der Reihe ist, über ein wieder abfallendes Niveau mit Teil Fünf und Sechs – auch wenn Fallout für viele einer der Besten der Reihe ist, allein durch die grandiose Toilettenszene – bis hin zur Ankündigung, dass das Finale einen Zweiteiler umfassen wird. Da war ich doch glatt zurückversetzt in die frühen 2010er, wo die ganzen Jugendbuchverfilmung am Ende unbedingt noch in zwei Filme gespalten werden mussten. Umso besorgter und innerlich eigentlich schon mit dem Franchise abgeschlossen, ging ich in Dead Reckoning. Und bekam einfach den zweitbesten Film der Reihe. Ich war absolut begeistert, da er sich wieder mehr auf die Ursprünge besann und statt einfach wieder Jedem eine Maske aufzusetzen, mehr auf ein gut geschriebenes Drehbuch achtete. Natürlich gab es auch hier wieder aufwendige Actionszenen, aber auch hier sind wir wieder mehr ins Klassische gerückt. Autoverfolgung durch enge Gassen? Check. Gesprengte Brücke und der Zug rast ohne Bremsen darauf zu? Oh Yes!
Mit zwei Jahren Pause ging es nun endlich mit der Geschichte weiter. Am Anfang habe ich auch einige Zeit gebraucht, um wieder in die Handlung reinzukommen, da ich es natürlich vorher nicht geschafft hatte, noch einmal den ersten Teil zu schauen. Aber der Film hat vor allem eins: Zeit. Mit 170 Minuten ist er nochmal ein paar Minuten länger als der Vorgänger, der die Zeit jedoch besser zu nutzen wusste. Hier gibt es kaum noch Intrigen, hier sind die Fronten geklärt und der Wettlauf gegen die Zeit startet. Das führt dazu, dass zunächst erstmal einige Referenzen aus den vorherigen Filmen eingebaut wurden. Keine Angst, wer Teil 1-6 nicht gesehen hat, kann dem Film immer noch folgen, da die entsprechenden Szenen eingeblendet wurden, aber für die langjährigen Fans wurde hier stark versucht zum Abschied die Nostalgieschiene zu fahren. Leider teilweise zu gewollt, wodurch sich nachträglich noch Plotschwächen aus den vorherigen Abenteuern ergeben. 
Auch die Hauptactionszenen sind wieder schwächer als noch im 7. Film. Während da bewusst mit alten Motiven gespielt wurde und Tom Cruise sein Können zeigen konnte, aber eben doch mit einem gewissen Schmunzeln dabei, sollte es hier jetzt nicht einmal mehr Konkurrenz geben, wodurch wir minutenlang Tom Cruise bei einem unmöglichen Tauchgang beobachten. Versteht mich nicht falsch, es war alles wieder sehr spannend und ich habe mitgefiebert. Aber ich habe mich dabei einfach nicht so unterhalten gefühlt, wie im siebten Teil, den ich eben als sehr positiv empfunden habe. 
Und für einen finalen Abschiedsfilm hätte es dann weniger die Tom Cruise Soloshow sein dürfen, als vielmehr ein schöner Abschied mit allen liebgewonnenen Charakteren. Und vielleicht ein bisschen weniger die amerikanische Präsidentin ist die einzig vernünftige Person weit und breit. Insgesamt gesehen also ein solider Film der Reihe. Actionfans kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten, ein bisschen wenig Lug und Trug, dafür ein wenig zu viel gewollte Nostalgie. 

Das Fazit

Mission Impossible 8 – The final Reckoning nimmt sich zum Abschluss einiges vor, kommt aber nicht an die eigene Messlatte heran. Viel Action, wenig Handlung, aber leider fehlt auch der Witz, der den Vorgänger wieder so gut gemacht hat. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.

Mission Impossible 8 – The Final Reckoning läuft seit dem 15.05.2025 in den deutschen Kinos 

Rückblick auf das zweite Quartal 2025

Durch meine letzten Auszeiten, sei es durch Urlaub oder Krankheit, hänge ich mit meinem Zeitplan etwas hinterher. So sind wir bereits mitten im dritten Quartal und ich habe es noch nicht geschafft, auf das Zweite zurückzublicken. Das will ich dann mal direkt nachholen und präsentiere euch wieder meine Top Fünf aus jeder Kategorie. Teilweise wegen mangelnder Auswahl gekürzt. 

Fünf Bücher, eine DVD und ein paar Fanarts zu Filmschriftzügen liegen zusammen arrangiert auf einem lila Sofa

Meine vier Kinohighlights

Flow: In einer von Menschen verlassenen Welt hat eine kleine Katze sich ein sicheres Plätzchen zum Überleben gesucht. Doch eine Flut sucht die Welt heim und egal, wie hoch sie klettert, die Wassermassen holen sie direkt ein. In letzter Sekunde kann sie auf ein kleines Boot fliehen, was bisher nur von einem Capybara bewohnt ist. Zusammen versuchen sie zu überleben und treffen unterwegs noch andere Weggefährten. – Dieser experimentelle Animationsfilm erzählt ohne Worte eine wunderbare Geschichte, voller Lektionen und Gefahren. Hier bleibt kein Auge trocken. Absolut verdienter Oscargewinn.

Thunderbolts*: Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten. – Was sich wie Marvels Resterampe las, war endlich mal wieder ein guter MCU Film. Depressionen und Einsamkeit wurden thematisiert und haben sich gekonnt in die Action eingefügt.

J-Hope on the Stage: Jung Hoseok, besser bekannt als J-Hope, hat die Zeit, in der seine Bandkollegen noch beim Militär sind, genutzt und hat eine Welttournee gegeben. Bei seinem Abschlusskonzert in Osaka gab es wieder ein weltweites Kinoliveevent. – Sehr gelungenes Konzert mit einer tollen Bühnenshow und thematisch gut sortierter Songauswahl.

Ballerina: Eve Macarro ist eine Ballerina der Ruska Roma, das heißt, dass sie nicht nur im Ballett, sondern auch als Auftragskillerin ausgebildet wurde. Als sie ihre Ausbildung beendet hat, wird eben jene Organisation auf sie aufmerksam, die einst ihren Vater ermordet haben. Entgegen der Direktorin nimmt sie die Verfolgung auf und bringt sich in eine aussichtslose Situation. – Wenn ich von starken weiblichen Figuren im Actionbereich rede, dann meine ich übrigens genau das, was Ballerina abgeliefert hat. Zwar einfacher Grundplot, aber die sehr gelungene Action reißt hier vieles heraus. 

Meine drei filmischen Highlights

Your Voice: Nagisa ist sich sicher, dass Worte Macht haben. Als sich zwei ihrer Freundinnen streiten, hat sie Angst, dass die Gemeinheiten Auswirkungen haben. Als sie eine verlassene Radiostation entdeckt, macht sie ihren Sorgen Luft. Nicht ahnend, dass die Tochter der im Koma liegenden Besitzerin sie hört und gar nicht begeistert ist. Doch nach einer kurzen Auseinandersetzung freunden sie sich an und betreiben gemeinsam mit Nagisas Freundinnen die Station. Ein Sommer voller Hoffnungen beginnt. – Süßer Film für die heißen Sommermonate über Freundschaft und die Macht der Worte.

Jurassic City: Eigentlich wollten sie nur den Initiationsritus ihrer Stundentinnenverbindung feiern. Doch diese wird von der Polizei aufgelöst und drei Studentinnen landen im Gefängnis. Auch zwei Betrunkene, ein Junkie und ein mehrfacher Frauenmörder sind Insassen. Doch ein Hochsicherheitstransporter muss ebenfalls ins Gefängnis umgeleitet werden. Dabei hat er neu gezüchtete Dinos, die es schnell schaffen auszubrechen. Und sie sind hungrig. – Trashfilm & Dinos? Ich war dabei und er bot die gesamte Trashschiene. Definitiv was zum lachen.

Zombibers: Eine Gruppe Verbindungsstudierende fährt in eine abgeschiedene Hütte, um ein wenig abzuschalten. Neben persönlichen Dramen, begegnen sie aber auch mutierten Bibern, die durch Giftmüll zu Zombies wurden und nun Jagd auf die Gruppe machen. – Einer der handwerklich gut gemachten Trashhorrorfilme. Eine runde und gut geschriebene Geschichte, die großen Spaß macht. 

Meine fünf serientastischen Highlights

Link Click – Staffel 1-3: Cheng Xiaoshi und Lu Guang führen zusammen ein Fotogeschäft. Dabei erfüllen sie auch ungewöhnliche Aufträge. Denn zusammen können sie durch die Fotos in die Vergangenheit reisen. Doch trotz strenger Regeln geraten sie immer wieder in brenzlige Situationen. Vor allem, weil ein Feind sich zu sehr für ihre Fähigkeiten interessiert. – Ein chinesischer Anime, der mich direkt in den Bann ziehen konnte. War zwischendurch echt schwierig wieder aufzuhören. Dabei ist er auch hoch emotional, gut durchdacht und mit tollen Charakteren.

Dr. Stone – Staffel 2: Taiju hat sich nach fünf Jahren des Anschmachtens endlich entschieden seiner großen Liebe diese zu gestehen. Doch ein Phänomen, das einem grünen Licht gleicht, lässt alle Menschen und Schwalben zu Stein werden. Es vergehen tausende von Jahren, ehe Taiju durch ein Wunder aus seiner Starre erwacht. Zum Glück ist auch sein bester Freund Senku erwacht, der durch seine große Liebe zur Wissenschaft zwar das Leben in der neuen Steinzeit ganz gut gemeistert hat, es fehlt ihm aber an Kraft, die Taiju mitbringt. Zusammen versuchen sie ihr Leben annehmlicher zu machen. Dabei erwecken sie jedoch einen Gegner der Wissenschaft, der es fortan auf Senku abgesehen hat.  – Die Stone Wars beginnen. Konnte nicht ganz mit der vorherigen Staffel mithalten, aber hat das Konzept gut weiterentwickelt.

Bon Voyage – Staffel 2: BTS, das sind Jin, RM, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook. In 2017 erfuhren sie am Ende ihrer USA-Tour, dass sie für eine Auszeit nach Hawaii fliegen. Dort mussten sie immer wieder mit einem überschaubarem Budget Challenges meistern oder neue Orte entdecken. Da kann man nur Bon Voyage wünschen. – Auch in Hawaii hatten BTS wieder allerlei Abenteuer zu erleben. Spannend anzusehen.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Staffel 2: Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. Dieser hilft ihm zwar, darf offiziell aber nicht ermitteln, weswegen Toto die Lorbeeren bekommt. Doch, was hat es mit Rons seltsamen Tattoo auf sich? Und was ist damals beim Praktikantenblutbad wirklich passiert? – Auch die zweite Staffel adaptiert gekonnt die Mangavorlage und haucht den Charakteren gut Leben ein. Hatte viel Spaß beim Schauen.

Kaguya – love is war – Staffel 2: Kaguya ist aus reichem Hause und absolut wohlerzogen. Der Schülersprecher Miyuki kommt eher aus einfachen Verhältnissen, überzeugt aber durch seine guten Noten an der Privatschule. Beide stehen auf den Anderen, aber es ist natürlich unmöglich, dass sie das einfach zugeben. Und so versuchen sie einander diplomatisch auszuspielen, damit diese*r die Liebe gesteht. – Die Geschichte dreht sich weiter im Kreis und kommt nicht wirklich voran, aber durch die Charaktere weiter toll anzusehen.

Meine fünf buchigen Highlights

Fake Dates & Fireworks: Becca hat ihr Silvester perfekt durchgeplant. Sie und ihr bester Freund Nils – mit dem sie seit 10 Jahren immer an Silvester im Bett landet – wollen sich diesmal in einem Skiresort treffen. Für Becca ist klar, dass es das Jahr wird, in dem sie final zusammen kommen. Bis Nils mit seiner Verlobten auftaucht. Verzweifelt hängt sie sich an Raphael und gibt ihn als ihren Freund aus. Allerdings handelt es sich bei diesem um den verhassten Onkel eines ihrer Kindergartenkinder. – Mein Monatshighlight. Auch hier war ich am Anfang sehr skeptisch, da es doch mitunter sehr toxisch klang. Doch Autorin Kyra Groh löst das wunderbar auf und zeigt Lösungen in einer tollen Geschichte, die ich auch in wenigen Tagen inhaliert hatte.

Hexen ist Chefsache: Miriam ist wieder eine Hexe und hat sich aus Sicherheit von Josh getrennt, damit er nicht mehr in ihr Hexenchaos mit reingezogen wird. Doch trotz ihrer Kündigung arbeiten sie weiter zusammen und er unterstützt sie bei ihrem Gerichtsprozess. Kann das gut gehen? – Der zweite Teil knüpft direkt an den ersten an und kann die Qualität halten. Eine tolle Geschichte zum schmunzeln, die aber auch viel über Selbstvertrauen lehrt.

Jurassic Park: Nach einem Zwischenfalls auf dem sich im Aufbau befindenden Erlebnispark auf der Isla Nublar, wollen die Investoren eine Überprüfung des Parks durch Experten. Dafür werden der Paläontologe Dr. Alan Grant, die Paläobiologin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm angefordert. Zunächst wissen sie nicht, was ausgerechnet sie dort sollen, bis sie Bewohner des Parks kennenlernen: Dinosaurier. Doch ein weiterer Zwischenfall bringt das Team in ernsthafte Gefahr. – Spannende Vorlage für die tolle Verfilmung von Spielberg. Auch interessant zu sehen, was alles verändert wurde. Trotz vieler wissenschaftlicher Ausführungen durchgehen spannend und ein Muss für jeden Dinofan.

Wie lange bis irgendwann: Emelie und Sophie haben sich 10 Jahre nicht mehr gesehen, nachdem Sophie von einem Tag auf den anderen Stockholm verlassen hat. Doch bei einem offenen WG-Casting stehen sie sich wieder gegenüber. Und dann sperrt ein Schneesturm sie auch noch zusammen ein. Wie können da nicht die alten Gefühle wieder hervorkommen? – Am Anfang war ich etwas skeptisch, dann habe ich es an einem Tag durchgelesen. Die Charaktere haben mich so in ihrem Bann gezogen, ich habe mitgehofft, mitgeweint, mitgefühlt. 

What the river knows: Inez Olivera lebt bei ihrer Tante in Argentinien. Schon immer faszinierten sie die Geschichten ihrer Eltern, die viel nach Ägypten reisten. Als diese dort unter mysteriösen Umständen zu Tode kommen, kann sie nichst mehr halten und sie wagt die Überfahrt. Doch Ägypten zu Zeiten der britischen Eroberung ist alles andere als sicher, da hilft auch die Anwesenheit ihres Onkels und dessen Assistenzen Whit nichts. Und was hat es mit dem Ring auf sich, den ihr Vater ihr geschickt hatte? – Sehr ruhig erzählt, aber dabei auch viel Charakterentwicklungen und so viel Hintergrundwissen, dass es nie langweilig wurde. Bin sehr gespannt auf Band 2.

Was waren eure Highlights im zweiten Quartal?

Ballerina

Ein Vorwort

Heutzutage können erfolgreiche Filme keine Einzelfilme mehr bleiben und erfolgreiche Filmreihen, keine Filmreihen. Aus ersterem werden die Filmreihen und aus diesen dann eben Franchises. So nun auch mit einer der erfolgreichsten Actionfilme der letzten Jahre: John Wick. Nachdem der Versuch einer Serie (The Continental) eher gescheitert ist, gab es nun also den ersten Ablegerfilm. Warum Ballerina aber erstaunlich gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Eve Macarro ist eine Ballerina der Ruska Roma, das heißt, dass sie nicht nur im Ballett, sondern auch als Auftragskillerin ausgebildet wurde. Als sie ihre Ausbildung beendet hat, wird eben jene Organisation auf sie aufmerksam, die einst ihren Vater ermordet haben. Entgegen der Direktorin nimmt sie die Verfolgung auf und bringt sich in eine aussichtslose Situation.

Meine Meinung

Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, für Ballerina wird kein Vorwissen benötigt. Es ist nützlich zu wissen, wer John Wick ist, aber darüber hinaus versteht man den Film komplett, auch ohne die John Wicks Filme gesehen zu haben. Was übrigens ganz gut ist, da ich John Wick 4 bis heute nicht gesehen habe. 
Während der erste Teil für mich ein rundum gelungener Film war, den ich gern auch wiederholt gesehen habe, war Teil Zwei dann eher eine Enttäuschung. Der dritte Teil hat dann wieder einiges richten können, war mir aber in seiner ganzen Erzählung einfach zu groß geworden. Daher habe ich auch den vierten ausgelassen. Nun kam der Trailer für Ballerina in die Kinos und ich war hin- und hergerissen. Denn er schmückt sich zwar mit dem Namen des neuen Franchises, aber konnte er auch darüber hinaus überzeugen. Und die Antwort ist diesmal eindeutig Ja. Er bedient sich beim Weltenbau an der Welt von John Wick, lässt auch bekannte Charaktere wieder auftauchen, aber darüber hinaus erzählt er eine eigenständige Geschichte.
Die Handlung an sich ist dabei nicht unbedingt super innovativ. Es ist eine klassische Rachegeschichte, aber so begann der erste John Wick auch. Was wir aber direkt bekommen ist eine starke weibliche Protagonistin. Der gesagt wird, dass sie eben auch als Frau kämpfen soll, da ihr Männer stärketechnisch immer überlegen sein werden. Und dabei ist ausnahmsweise mal nicht gemeint, dass sie die verführerische Frau sein soll, sondern ihre Kampftechniken anpassen muss. Also wirklich mal eine vernünftige Aussage und damit genau das, was ich mir seit langem auf der Leinwand erhofft habe. 
Darüber hinaus haben wir wie aus dem Franchise bekannt gut choreographierte Kampfszenen, unterbrochen von Szenen, die die Handlung vorantreiben und auch wieder ein ganz bestimmter Humor, der zuvor bereits so gut funktioniert hat. Da gibt es halt Kampfszenen auf Eis oder zu bayerisch/österreichischer Schunkelmusik. Und es funktioniert in seiner Gesamtheit einfach. So könnte ich eine gewisse Zeit nach dem Film nicht mehr unbedingt sagen, wie sich die Handlung zusammensetze, aber ich könnte immer beschwören, dass ich bestens unterhalten war. Und ich möchte tatsächlich mehr sehen. 
Einen großen Teil dazu trägt auch Ana de Armas bei, die als titelgebende Ballerina eine starke Figur macht. Sie trägt den Film sehr sympathisch und kann auch das dürftige Rachekonstrukt gut rüberbringen. Eher fehl am Platz wirkt diesmal tatsächlich Keanu Reeves als John Wick. Gefühlt wird er nur hinzugezogen, um die Verbindung zum Franchise noch deutlicher zu machen – nicht, dass sie vorher zu übersehen war. Leider ist seine Rolle dann auch verhältnismäßig schlecht geschrieben, weswegen sein Handeln sehr unkoordiniert und mit einem ziemlichen Logikloch geschrieben ist. 
So kann Ballerina bis auf kleine Details auf ganzer Linie überzeugen und auch gut unterhalten. Ich bin gespannt, wie das Franchise weiter geführt wird.

Das Fazit

Ballerina überzeugt mit gut geschriebener Protagonistin und kann über eine typische Handlung mit viel Witz und Liebe zum Details hinwegtäuschen, so dass er gut unterhält und Lust auf mehr macht. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.

Ballerina läuft seit dem 05.06.2025 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den Juli 2025

Anfang Juli beim letzten Rückblick war ich super motiviert und hatte große Pläne, um wieder mehr Beiträge zu schaffen. Dann lag ich mit einer Erkältung flach, musste alle Pläne über Bord werfen und dann bin ich einfach in den nächsten Urlaub gefahren … nun, aber ich habe die Pläne wieder rausgeholt und hoffe, dass es in diesem Monat nun wirklich besser wird! Aber zunächst – mit leichter Verspätung – mein medialer Rückblick auf den Juli.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Jurassic World 4 – die Wiedergeburt: Die letzten überlebenden Dinosaurier haben sich in ein Gebiet rund um den Äquator zurückgezogen, für die fortan ein Reiseverbot herrscht. Martin Krebs engagiert eine Gruppe von Söldner*innen und den Wissenschaftler Dr. Henry Loomis, um von den drei größten Spezies zu Wasser, Land und Luft Proben zu entnehmen. Damit will er ein Medikament gegen Krebs entwickeln lassen. Auf der Reise begegnene sie einer schiffsbrüchigen Familie und jeder Menge unvorhergesehener Gefahren. – Ein erfrischender Wind im totgeglaubten Dinouniversum.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

K-Pop Demon Hunters: Rumi, Mira und Zoey bilden die K-Pop Gruppe Huntr/x und sind darüber hinaus Dämonenjägerinnen. Mit der Einheit ihrer Stimmen sollen sie den Honmoon heraufbeschwören, um die Dämonen ein für alle Mal am Durchbruch zu hindern. Doch die Dämonen haben einen anderen Plan und schicken eine eigene Band ins Rennen. Die Saja Boys gewinnen schnell Fans. Können Huntr/x sie aufhalten? – Ein Film, dessen Hype absolut gerechtfertigt ist. Eine tolle Fantasygeschichte mit allen guten K-Pop Elementen.

Sharktopus vs. Pteracuda: Dr. Rico Symes hat nach dem Sharktopus eine neue Waffe kreiert: Den Pteracuda, eine Mischung aus Flugsaurier und Barracuda. Als die Steuerung dafür geklaut wird, versucht sein Militär ihn wieder einzufangen. Zum Glück hat sein Sharktopus doch überlebt und fristet sein Dasein in einem Aquarium. – Vermutlich der beste Teil der Reihe. Eine halbwegs sinnige Handlung und vergleichsweise gute Animationen.

Sabertooth – Angriff des Säbelzahntigers: Einer Forscherin ist es gelungen die DNA des berühmten Säbelzahntigers zu klonen. Damit soll er die Hauptattraktion eines neues Freizeitparks werden. Doch auf der Sponsorenfeier kommt es zum Fiasko und die prähistorischen Tiere können entkommen. Und sie sind hungrig. – Funktioniert selbst im Trashbereich leider gar nicht. Ich war einfach nur gelangweilt. 

Beverly Hills Cop: Axel Foley arbeitet als Polizist in Detroit und bevorzugt unkonventionelle Ermittlungsmethoden. Als ein guter Freund vor seinen Augen ermordet wird und er nicht ermitteln darf, beschließt er kurzerhand die Spur in seinem Urlaub zurückzuverfolgen. Dabei landet er in Beverly Hills, wo er mit der örtlichen Polizei zusammenstößt, die sehr regelverliebt ist. – Nicht umsonst ein Klassiker, funktioniert der überdrehte Humor Eddie Murphys doch immer noch. 

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Superman: James Gunn hat bereits einmal versucht ds DCEU zu retten, jetzt soll er ein ganz neues Universum kreieren. Praktisch ein kompletter Neustart. Dafür musste mal wieder ein Supermanfilm her. Dennoch bin ich gespannt, ob der Neustart etwas bringt und Gunn wirklich die Wende bringen kann.

Fantastic Four: Auch das MCU bringt wieder altbekannte Held*innen in neuem Gewand auf die Leinwand. Die Trailer konnten mich bisher nicht final überzeugen, aber vielleicht geb ich ihm noch ne Chance.

Die nackte Kanone: Während der Auftakt des Trailers so gar nicht mein Humor ist, sprach mich der Rest schon mehr an. Also mal schauen, was er final so kann. 

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Noragami – Staffel 1-2 (Eine witzige Geschichte über einen erfolglosen Gott, die dennoch einiges an Charaktertiefe bietet)

Wind Breaker – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel kann komplett überzeugen und ebnet den Weg für weitere spannende Geschichten. Ich kann jetzt schon kaum die dritte Staffel erwarten)

Dr. Who (2024) – Staffel 2 (Hatte wieder tolle Geschichten mit dabei, bleibt aber in seiner Gesamtheit etwas hinter der ersten Staffel zurück. Bin noch nicht überzeugt von der Reinkarnation, aber mal schauen, was die bringt)

Food Wars – Staffel 1 (Die Grundidee fand ich gut, die Umsetzung hat mir leider gar nicht zugesagt.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.812
Seiten pro Tag: 155 im Durchschnitt
Taschenbuch: 6
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 5

Frühlingsgefühle im kleinen Bonbonladen am Meer: Insa und Marla sind beste Freundinnen und beide frisch verlobt. Da lernen sie die Hochzeitsplaner Cleo kennen, die neu auf Sylt ist. Was für ein riesen Zufall, denken sich die beiden, und engagieren sie direkt für ihre Doppelhochzeit. Doch als Cleo auf Insas Verlobten trifft, kippt die Stimmung. Was hat sie zu verbergen? – Wirkt leider sehr konstruiert und ich mag das Setting mit Sylt einfach nicht. Darüber hinaus aber ein solider Sommerroman.

Phantom Tales of the Night 2:Murakumo ist ein Gasthof in der Zwischenwelt. Der Patron nimmt für die Übernachtung und Zuflucht jedoch kein Geld, sondern Geheimnisse. Doch diese können die Betroffenen teuer zu stehen kommen. – Auch der zweite Band kann mit spannenden Geschichten aufwarten, vor allem lernen wir etwas mehr über die Gehilfen des Patrons. 

Tee? Kaffee? Mord! Folge 15 – Das Geheimnis des toten Anwalts: Martin Lazebnik ist ein erfolgreicher Anwalt und bekommt seit neustem Drohbriefe. Während er das mit einem Schulterzucken abtut, klingeln bei seiner Freundin Louise die Alarmglocken. Die hat mit ihrer Freundin und Chefin Nathalie einfach schon zu viele Kriminalfälle bearbeitet. Und kurz darauf kommt es zum ersten Mordanschlag. – Gute Geschichte der Reihe, aber mir fehlte etwas der Miträtselteil.

Tee? Kaffee? Mord! Folge 16 – Ein Spion kommt selten allein: Eine fremde Frau verblutet in Nathalies Pub in Earls Raven. Sie war eine alte Bekannte von Louise, Nathalies Köchin, die früher einmal Spionin im Auftrag der Krone war. Während Louise zusammen mit Buchhändlerin Paige auf die Spur der rätselhaften letzten Worte der Spionin macht, hat Nathalie ein ganz anderes Problem. Durch einen Brandanschlag erfährt sie von einem Rufmord gegen sie. – Hier ein ähnliches Problem. Ich mochte den Teil rund um den Rufmord, aber der Teil mit den Spionen war mir zu viel für einen cosy crime.

Die Tribute von Panem L: Haymitch Abernathy hat es nicht leicht im Leben. Im heruntergekommenden Distrikt 12 versucht er irgendwie zu überleben und nicht bei der Ernte ausgewählt zu werden. Doch beim zweiten Jubel-Jubiläum werden die doppelte Anzahl an Tributen gewählt. Und Haymitch ist einer davon. – Mir war die Geschichte um Kontext des Charakters irgendwie nicht logisch und bin daher im Vergleich zu gefühlt allen Anderen, nicht überzeugt vom Buch.

Fangs 2: En war auf einer Party, die von einem Vampir überfallen wurde und ist nun ebenfalls einer. Damit völlig überfordert, bringt ihn Ichii zu einer Pairing Party, wo er sich einen Partner aussuchen soll, da die Organisation FANGS dies empfiehlt. Da En aber völlig überfordert ist, behauptet der mit Ichii ein Pair zu sein. Blöderweise hat er diesen vorher nicht gefragt. – Die Geschichte wird gut weitergeführt, kommt aber nicht so ganz voran.

Don’t kiss the Dragon 3: Tsubasa, ebenfalls Teil eines Wasserdrachenclans hat Interesse an Sakura. Da die seine Avancen allerdings ablehnt, entführt er sie kurzerhand. Koga muss alles dran setzen, um sie zu finden und zu befreien. – Die Charaktere werden gut weiterentwickelt und wir bekommen noch einen spannenden Handlungsabschnitt.

Beneath the Ivy: Marissa gehört einem Hexenzirkel an, die einzigen auf der Insel. Ihr Alltag ist größtenteils gewöhnlich, bis auf die magischen Fähigkeiten ihrer Familie und das sehr eigenwillige Haus. Bis ihre Cousine tödlich erkrankt und die verstoßene Tante auf der Insel gesichtet wird. Und was hat es mit der Zeitblase auf sich, die um die Insel gewebt zu sein scheint? – Es hat leider eine ganze Weile gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Erst nach der Hälfte war ich angekommen und konnte sie genießen.

Fräulein Florentines Gespür für Mord: Im späten 19. Jahrhundert in Berlin ist Florentine alles, nur nicht gewöhnlich. Sie studiert heimlich an der Charité und schreibt für die Zeitung. Doch auf der Hochzeit ihrer besten Freundin kommt es zu einem Eklat. Der Bräutigam wird ermordet und Florentines Bruder ist der Hauptverdächtige. Fortan gibt sie alles, um den Mord aufzuklären und die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. – Ich liebe die cosy crimes von Alexandra Fischer-Hunold. Und diesmal konnte sie mich sogar trotz der historischen Komponente komplett überzeugen. Große Empfehlung.

School of Myth & Magic 1: Devin weiß eins mit Sicherheit: Nixen sind böse. Bis zu dem Tag als sie ihren Crush küssen will und ihn dabei fast umbringt. Kurz darauf erfährt sie, dass sie eine Nixe ist. Um ihre Kräfte zu erkunden, wird sie auf die School of Myth & Magic geschickt. Dort trifft sie auf Drachen, Hexen, Vampire und andere Mythengestalten. Schnell muss sie erkennen, dass etwas Düsteres an der Akademie lauert. – Ich kann nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Aber es ist so sehr nach dem typischen Schema geschrieben, dass ich größtenteils nur gelangweilt war.

Edens Star: EdenS6 bereiten sich gerade auf ihre Welttournee vor, als eine der Tänzerinnen ausfällt. Anna, die Deutschland verlassen hat, um in Korea Idol zu werden, wird als Ersatz engagiert. Dabei trifft sie auf Juhyun, besser bekannt als Idol Sky, und zwischen beiden stimmt direkt die Chemie. Doch Beziehungen sind im Idolbusiness verboten. – Ari N. Kangs Debüt konnte mich direkt überzeugen. Allein die Arbeit, die sie in die Entwicklung der Charaktere gesteckt hat, ist auf jeder Seite spürbar.

Problematic Summer Romance: Maya liebt ihren Bruder, aber würde doch alles geben, um nicht nach Sizilien zu seiner Hochzeit zu fliegen. Denn sein Trauzeuge ist sein bester Freund Conor Harkness. Das Problem: Maya ist in Conor verliebt, aber der ist 38 und sie gerade 23 und mit der Uni fertig. Doch in der romantischen Villa in Taormina verbringen die beiden mehr Zeit miteinander als geplant und was wäre da besser als eine kleine romantische Geschichte, auch wenn sie problematisch wäre. – Ich wollte den Age Gap Trope hassen, aber Ali Hazelwood hat mich wieder absolut in den Bann gezogen. Ich liebe die Geschichte.

Mrs. Potts Mordclub und der tote Bräutigam: Judith Potts wird vom schwerreichen Sir Peter Bailey zu dessen Hochzeit eingeladen, da er um sein Leben fürchtet. Und dann stirbt er auf seiner Hochzeit wirklich. Während die Polizei von einem Unfall ausgeht, ist sich Judith sicher, dass es Mord war. Zusammen mit ihren Freundinnen Suzie und Becks ermittelt sie heimlich weiter. – Wieder eine spannende Geschichte mit verblüffender Auflösung. Werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

Penelope 4: Das Jagdturnier hat begonnen und Penelope landet bei der Teeparty der hochnässigen weiblichen Sprößlingen der Adelsfamilien. Nachdem sie dort durchgehend beleidigt wurde, wagt sie sich ebenfalls an die Jagd. Doch dort begegnet sie erneut dem Crown Prince, der jedoch von Attentätern verfolgt wird. – Hatte mich etwas mit der Reihe versöhnt und dann kam der Cliffhanger am Ende. Jetzt habe ich leider wieder keine Lust auf den nächsten Band.

Seoulicious: Suki und Yoona sind Zwillinge und leben als Kinder koreanischer Einwanderer in Hamburg. Während Suki jeden Tag mit Rassismus und ihrer Identität kämpft, baut sich Yoona eine Karriere als Influencerin auf. Nach einem Zusammenbruch reist Suki nach Korea zu ihren Großeltern. Doch ihr neu gewonnener Frieden hält nur kurz, denn Yoona geht viral. Leider mit Sukis Stimme. Um den Schwindel nicht auffliegen zu lassen, nimmt Suki als Yoona an einer Kochshow teil. Dort trifft sie auf Jin, der als Idol aus mehreren Gründen Tabu ist. – Auch, wenn es ein K-Pop Roman ist, so steckt doch so viel Identität und Own Voice drin, dass es nochmal einen ganz besonderen Twist hat. Große Empfehlung.

Was waren eure Highlights im Juli?

Thunderbolts*

Ein Vorwort

Das MCU war eigentlich abgeschrieben. Nach der grandiosen Phase Drei, kam der tiefe Fall in Phase Vier, wo es kein richtiges Highlight mehr gab und ein enttäuschender Film folgte auf den anderen. Die fünfte Phase sollte nun alles wieder richten, dafür wurden auf frühere Steckenpferde gesetzt, wie Guardians oft he Galaxy oder Deadpool. Selbst ein Urgestein – Captain America – konnte einfach nur noch enttäuschen. Das es dann ausgerechnet die Charakter-Resterampe Thunderbolts nun richten könnte, konnte keiner ahnen. Warum auch mich der Film aber überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Filmtitel als Fanart arrangiert auf einer Filmklappe mit der Kinokarte

Die Handlung

Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten.

Meine Meinung

Irgendwie habe ich die Marvel Filme nur noch aus Gewohnheit geschaut. Schon lange freue ich mich nicht mehr darauf und Erwartungen habe ich auch keine mehr. So war es auch bei den Thunderbolts. Schon der Trailer zeigte die Auswahl an Charakteren und es wirkte stark nach dem Motto „Wen haben wir noch nicht komplett verbraten?“ Während Yelena aus Black Widow und Hawkeye zumindest noch mit einem halbwegs etablierten Charakter aufwarten konnte, hatten wir dann auch Ghost aus Ant-Man and the WASP, an die sich kaum noch jemand erinnert hat, den Red Guardian, der auch irgendwie in Black Widow nur der lustige Sidekick war und dann auch noch John Walker aus Falcon and the Winter Soldier, also ein Charakter, der schon der Serie super nervig war und ich mich sehr freute, ihn nicht nochmal sehen zu müssen. Aber zu früh gefreut. Achja, vergessen wir nicht Bucky, der zwar im halben MCU anwesend war, aber irgendwie immer noch keinen richtigen Platz hat und gern immer wieder eingesetzt wird. Jetzt halt als Senator und nicht mehr als Winter Soldier. Oh und Bob. Aber zu Bob kann ich nicht so viel sagen, außer: ich bin ein großer Fan von Bob.
Mit den schlechtesten Grundvoraussetzungen, ging ich also in den Film und war schon von der Anfangssequenz um Yelena sehr begeistert. Hier wurde kein großes Actionbattle aufgemacht, sondern herrliche selbstironische Kämpfe, die auch gleich den Grundton des Films zeigen. Denn statt eines weiteren patriotischen „Wir müssen die Welt retten“ Film, bekommen wir hier sehr verletzliche Held*innen. Charaktere mit Tiefgang, die sich alle mit sich selbst auseinandersetzen müssen. Wir bekommen Themen, wie Depression, Einsamkeit und allgemein mentale Gesundheit. Unterbrochen werden die ernsten Themen von gut choreographierten Kämpfen und dem typischen Marvelhumor, der solange fehlte. Keine platten Gags, sondern Witze, die aus den Schlagabtauschen der Charaktere basieren.
Während die Story am Anfang ziemlich nach Schema F konstruiert wirkt, zeigt sich gerade im großen Finale, dass hier eine Menge an Einfallsreichtum genutzt wurde, um eben mal nicht die große Endschlacht im eigentlichen Sinne zu führen. Auch hier zeigte sich wieder, dass gut geschriebene Charaktere deutlich mehr Wert sind, als viele Effekte übereinander zu legen. Und so kann dieser kleine Film, der eigentlich im Schatten vom groß angekündigten Captain America 4 stehen sollte, überzeugen und macht doch wieder Lust auf mehr aus dem Hause Marvel. Zumindest wenn weiter den neueren Ideen Platz gegeben wird.

Das Fazit

Thunderbolts* ist endlich mal wieder ein gut funktionierender Film aus dem Hause Marvel, der sich traut vom bekannten Schema abzuweichen und auch einfach mal nachdenklicher zu sein, statt reiner Actionpathos. Damit allein rettet es vielleicht nicht das MCU, macht aber Hoffnung auf die Zukunft. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Thunderbolts* läuft seit dem 01.05.2025 in den deutschen Kinos

Jurassic World 4 – Die Wiedergeburt

Ein Vorwort

Nach dem enttäuschenden dritten Teil der Jurassic World Reihe 2022 hatte ich eigentlich mit dem Franchise abgeschlossen. Habe mich lieber dem Original – sprich dem Buch von Michael Crichton – zugewandt. Doch dann kam der Trailer zu Die Wiedergeburt und allein der Cast hatte mich komplett überzeugt. Doch auch die Geschichte klang neuartig genug und die gezeigten Szenen sagten mir auch sehr zu. So gab ich dem Ganzen noch eine Chance. Warum hier nicht alles gut, aber bei weitem besser ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Titel als Fanart vor einer Filmklappe umgeben von Dinosaurier-Plüschtieren und einer Velociraptorkralle

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Kurz zusammenfassen werde ich nur die Filme der Jurassic World Reihe. Die Filme der Jurassic Park Reihe sind eine gute Ergänzung dazu und hilfreich vorher gesehen zu haben.

In Jurassic World erlebten wir den neu gebauten Freizeitpark Jurassic World. Alles ein bisschen neuer und ein bisschen moderner als der frühere Jurassic Park. Wie schon früher gab es einige freilaufende Dinos und die fleischfressenden waren natürlich gut weggesperrt. Als von Leiterin Claire die Neffen Gray und Zach den Park besuchen, hat sie leider nicht so viel Zeit, wie sie gerne hätte. Denn soeben haben sie einen ganz neuen Dino gezüchtet, den Indominus Rex. Gepaart mit einigen verschiedenen Lebensformen und einer hohen Portion an Intelligenz, hält der Indominus Rex leider so gar nichts von Käfigen. Nun muss Claire nicht nur ihre Neffen retten, sondern auch den Park evakuieren. Ihr zur Seite steht Owen.
Drei Jahre nach Schließung von Jurassic World droht der Vulkan auf der Isla Nubla auszubrechen und alle noch dort lebenden Dinos unter einer Lavaschicht zu begraben. Während der Kongress noch über das Für und Wider diskutiert, bekommt Claire ein Angebot von Eli Mills. Dieser verwaltet Sir Benjamin Lockwoods Vermächtnis und bietet Claire eine neue Zufluchtsstelle für die Dinos. Doch einmal auf der Insel angekommen, arbeiten Mills Einsatztruppen gegen Claire und Owen. Die Dinos werden auf Lockwood Manor gebracht, wo (wieder einmal) ein Überdino gezüchtet wird. Claire und Owen müssen erkennen, dass die Dinos für eine private Auktion vorbereitet werden. Zeitgleich lernen sie Masie kennen, um deren Existenz ebenfalls ein großes Geheimnis gemacht wird. Es stellt sich heraus, dass Masie ebenfalls wie die Dinos aus einem Stück DNA geschaffen wurde. Am Ende drohen alle Dinos durch Cyanwasserstoff zu ersticken und Claire entscheidet sich schweren Herzens dafür. Doch Masie bringt es nicht übers Herz und lässt die Dinos frei. Fortan leben diese in freier Wildbahn.
Vier Jahre später wird Maisie entführt und Owen und Claire machen sich auf die Verfolgung. Dabei landen sie in einem Biosyn Reservat, das eigentlich für den Schutz der freilebenden Dinos steht. Doch auch die frühere Gruppe (Jurassic Park) um Ian Malcolm, Ellie Sattler und Alan Grant hat sich hier eingefunden, da sie genveränderten Heuschrecken gefolgt sind. Zusammen finden sie heraus, dass Biosyn die Landwirtschaft kontrollieren wollte, dabei einen Fehler begangen hat. Durch Maisie wollen sie diesen rückgängig machen. Doch die fünf Erwachsenen bringen sie unter ihre Fittiche und versuchen zu fliehen, wobei sie sich mehreren Begegnungen mit den Dinos stellen müssen. Letztlich können sie entkommen und Owen, Claire und Maisie leben wieder friedlich in ihrer Abgeschiedenheit und die Heuschreckenplage kann eingeschränkt werden.

Die Handlung

Die letzten überlebenden Dinosaurier haben sich in ein Gebiet rund um den Äquator zurückgezogen, für die fortan ein Reiseverbot herrscht. Martin Krebs engagiert eine Gruppe von Söldner*innen und den Wissenschaftler Dr. Henry Loomis, um von den drei größten Spezies zu Wasser, Land und Luft Proben zu entnehmen. Damit will er ein Medikament gegen Krebs entwickeln lassen. Auf der Reise begegnene sie einer Schiffsbrüchigen Familie und jeder Menge unvorhergesehener Gefahren.

Meine Meinung

Eigentlich bin ich sehr leicht glücklich zu machen. Ein Film mit Dinosauriern? Ich bin sofort dabei und im Kino anzutreffen. Doch die immer schlechter werdenden Handlungen der Reihe, hat mich dann doch so sehr abgeschreckt, dass ich mit dem Franchise abgeschlossen hatte. Ich meine, im ersten Jurassic Park gab es irgendwo noch diesen Wow-Effekt, auch wenn „nur“ ein Langhals zu sehen war, der mit dem Kopf zu den in den Baumkronen ausharrenden Charakteren kam. Von diesem Effekt sind wir leider schon lange weg, weswegen sich immer mehr auf die Fleischfresser und die Jagd konzentriert wurde. Doch eine Scarlet Johansson, ein Mahershala Ali und obendrauf noch einen Jonathan Bailey? Ich war wirklich wieder angetan und gespannt, was die Wiedergeburt mit dem Franchise anstellt. Und dann sah die Handlung auch noch halbwegs spannend aus.
Aber zurück auf Anfang. Zunächst bekommen wir eine kurze Vorgeschichte, um die Existenz einer neuen Insel einzubringen, mit – ihr ahnt es schon – neuen und nochmal gefährlicheren Dinos. Zeitsprung in die Gegenwart. Die Dinos, die im dritten Teil entkommen sind, kamen mit dem heutigen Klima nicht zurecht und sind am Aussterben. Durchaus logisch und nachvollziehbar, aber auch ein guter Trick, um die Auswirkungen der bisherigen Filme einfach einzudämmen. Aber die ein oder andere Konstante gibt es dann doch, denn mal wieder gibt es ein Biotech-Unternehmen, das die Dinos nutzen will. Diesmal wenigstens für ein Medikament gegen Krebs – und keine Angst, im Laufe des Films gibt es noch Platz für Diskussionen über die Pharmaindustrie. Dafür brauchen sie aber die DNA von drei ganz bestimmten Dinos. Diese leben noch in einem Gebiet rund um den Äquator. Und ganz praktisch ist mindestens eins davon mit einem Tracker ausgestattet. Schnell noch einen Wissenschaftler und ein Söldner-Team angeheuert und schon geht es los. 
Aber die großen und weiterentwickelten Dinos reichen nicht so richtig für eine vollständige Handlung und die abgebrühten Söldner*innen bieten zwar auch Platz für tolle Charaktere, witzige Dialoge und ausgeklügelte Actionszenen. Aber aus irgendeinem Grund mussten noch ein paar Leute mit in den Film, die wirklich schreiend vor den Dinos wegrennen. Also kommt schnell noch eine schiffsbrüchige Familie dazu, die auf das andere Team trifft und dann irgendwie mittendrin ist in ihrem ganz persönlichen Albtraum. 
Und so haben wir zwei Geschichten, die teilweise parallel erzählt werden und teilweise zusammen treffen. Ob wir diesen zweiten Handlungsstrang wirklich gebraucht hätten, sei mal da hingestellt, aber zumindest bekommen wir mit Familie Delgado und einem T-Rex eine ikonische Szene aus dem Buch, die bisher so noch nicht umgesetzt wurde. 
Aber grundsätzlich bleibt zu sagen: Die Wiedergeburt ist wirklich spannend. Hier wurde zwar auch klar mehr auf die Actionszenen als auf die Wow-Szenen gesetzt, aber ich war die komplette Laufzeit von 134 Minuten im Film drin und wollte immer wissen, was als nächstes passierte. Auch als am Ende … nun nicht wirklich hübsche Dinos aufgetaucht sind. Wer auch immer den D-Rex entworfen hat und einfach T-Rex mit Elementen aus Alien und Star Wars gekreuzt hat, hat eigentlich gute Franchises aufgegriffen dafür, aber das Ergebnis ist leider einfach nur hässlich. Und damit halt auch irgendwie gar nicht mehr beeindruckend. Aber ein T-Rex reicht dem Publikum wohl nicht mehr – womit sich schon eine Theorie aus dem ersten Jurassic World Film bewahrheitet hat. 
Darüber hinaus bietet der Film aber neben der Action und den Dinos auch genau die richtige Mischung zwischen Ernst und Humor, sodass der Einfluss der Pharmaindustrie oder Verluste im Team auch gut dargestellt werden, der Tonfall des Films ist aber generell eher locker, was gerade mit Scarlett Johanssons Charakter wunderbar funktioniert. 
So ist die Wiedergeburt bestimmt kein perfekter Film, aber er macht Spaß, und lohnt sich definitiv im Kino zu erleben. Ob das Franchise nun zwangläufig weiterlaufen muss, sei mal dahingestellt, aber wenn noch ein Film mit einer etwas erfrischerenden Idee, wie hier, erscheint, wäre ich nicht mehr komplett abgeneigt.

Das Fazit

Jurassic World – die Wiedergeburt erfindet das Franchise nicht neu, bringt aber einen erfrischenden Wind rein, mit einer durchdachten Handlung, tollen Charakteren, einer guten Portion Witz und gut gemachter Action. Lediglich an der Optik einiger Dinos sollte nochmal gefeilt werden. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Jurassic World – die Wiedergeburt läuft seit dem 03.07.2025 in den deutschen Kinos