Mit Jahrgang 1993 hab ich es inzwischen auf süße 32 Jahre geschafft. Ursprünglich aus Braunschweig kommend, lebe ich inzwischen im schönen Brandenburg. Hauptberuflich bin ich Buchhalterin freizeitlich gehe ich leidenschaftlich gerne ins Kino oder backe meinem Freundeskreis ein wenig Hüftgold. Auf die Idee für den Blog kam ich, da ich wie gesagt leidenschaftlich gerne ins Kino gehe und regelmäßig von meinem Freundeskreis nach Filmempfehlungen gefragt werde. Anstatt ständig das gleiche zu erzählen, schreib ich es nun einmal auf und jeder kann es nachlesen. Natürlich bin ich mir bewusst, dass ich keine professionelle Kritikerin bin. Darum geht es bei diesem Blog auch gar nicht. Hier schreibe ich einfach nur meine Gedanken auf und gebe ein kurzes Feedback und hoffe damit Leuten bei der Filmwahl zu helfen.
Dark Academia hatte wieder ein Hoch und brachte neben einer Unzahl an Fantasy-Varianten, auch noch die „ganz normalen“ Romanzen hervor. So dachte sich Alicia Zett, wieso nicht auch im Jugendbuchbereich und nahm den dark Academia Vibe stark zurück und ließ das gute alte Internetssetting wieder aufleben. Warum ich aber wirklich neugierig wurde, war der queere Anteil. Warum mir die Reihe insgesamt echt gut gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Wie Wellen im Sturm
Die Handlung: Louise bekommt die Chance ihr Schreibtalent im Internat Schloss Mare zu verbessern. Dafür lässt sie ihre Familie zurück und stellt sich der ganz neuen Welt. Im Fußballteam findet sie schnell Anschluss und Freundinnen. Nur ihre Mitbewohnerin Mika ist ziemlich verschlossen, vor allem da Louise durch Zufall ein Geheimnis von ihr erfährt. Zeitgleich schlägt ihr Herz in Mikas Nähe unglaublich schnell. Was haben diese Gefühle zu bedeuten?
Meine Meinung: Der Akademien-Trend flacht so langsam ab, aber diese Reihe kam auf dem Höhepunkt dessen raus. Und zumindest den ersten Band habe ich auch zu einer Zeit gelesen, wo ich noch nicht übersättigt mit dem Setting war. Unsere Protagonist*innen sind auch jünger als der Durchschnitt und wir haben hier das klassische Internat. Aber genau dadurch funktioniert es so gut, weil sich die Probleme deutlich von den Dark Academia Geschichten unterscheiden. Wir haben hier die typische Geschichte einer neuen Schülerin, die verzweifelt Anschluss sucht und gegen die Vorurteile ihrer Mitbewohnerin ankämpfen muss. Zumal diese auch noch Schmetterlinge in ihrem Bauch auslöst. Also auch eine queere Geschichte! Und die ist absolut toll umgesetzt, denn die Probleme, die damit auftreten können, werden gut thematisiert und respektvoll umgesetzt. Die Frage nach dem Coming Out vor der Familie, wenn man weiß, dass es bei anderen nicht so gut funktioniert hat oder man selbst in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen gemacht hat. Ich habe sehr mit Louise mitgefiebert, mitgelitten und mich mitgefreut. Die Reihe und ich war Liebe auf den ersten Blick und ich freue mich jetzt sehr auf die nächsten Bände!
Wie Melodien im Wind
Die Handlung: Toni liebt Lukas. Lukas liebt Toni. Es könnte so einfach sein. Doch beide verstecken ihre Herkunft und können die ist auch der Grund, warum sie nicht zusammen sein können. Denn während Toni die Tochter der Hausmeisterin ist, ihr Vater nach einem Gefängnisaufenthalt wegen Steuerhinterziehung an Depressionen leidet und ihr Bruder frisch wegen Drogenbesitzes verhaftet wurde, ist Lukas ausgerechnet der Sohn des dänischen Königs – und damit ein Prinz. Doch als Toni als Schlagzeugerin der Schulband einspringt, verbringen beide viel Zeit miteinander und alte Gefühle entflammen von neuem.
Meine Meinung: Der einzige Teil, wo das Hauptpärchen nicht queer ist und gleichzeitig auch der schwächste Titel der Reihe. Das hängt zwar nicht zusammen, aber ist doch irgendwie ironisch. Aber beginnen wir am Anfang. Dass es Drama gibt zwischen Toni und Lukas, wissen wir schon aus dem ersten Band. Was genau passiert ist, erfahren wir erst jetzt. Dabei ist offensichtlich, dass ihr Bruch ihnen eigentlich beiden nur wehtut. Und direkt da lag mein erstes Problem mit dem Buch. Lukas ist der Prinz von Dänemark. Und ist komplett ohne Schutz an einem durchschnittlichen Internat in Deutschland? Und natürlich trennt die beiden lediglich ihr Stand. Toni mit einer schwierigen Familiensituation und vorbestraftem Vater und Bruder ist natürlich kein geeigneter Umgang für einen Prinzen. Während die Sache mit Toni und ihren Zweifeln gut umgesetzt wurde, ist es leider gerade diese unmögliche Liebesgeschichte, die erst sehr künstlich aufgebauscht wird, um sie dann relativ simpel zu lösen. Zu simpel, um irgendwie mit der Realität zu tun zu haben. Leider lässt sich dies beim Lesen halt auch nicht ausblenden, da der Königshof in Dänemark auch Schauplatz ist. Die Liebe zur Musik, die beide verbindet, hingegen ist gut umgesetzt. So ist der zweite Teil durchaus ein gutes Buch, bleibt nur hinter den sehr starken Titeln der Reihe zurück.
Wie Farben im Regen
Die Handlung: Caro und Sam sind das Traumpaar schlechthin am Internat Schloss Mare. Doch Sam scheint sich immer mehr von Caro abzukapseln. Bis er schließlich ein Coming Out vor ihr hat. Sam ist ein trans Mann und möchte mit der Transition beginnen. Die lesbische Caro möchte ihre große Liebe natürlich bei allem unterstützen, aber fragt sich auch, was das für sie als Paar bedeutet.
Meine Meinung: Das wohl persönlichste Buch der Autorin, wie wir ihrem Vorwort entnehmen können. Dass es Own Voice ist, merkt man in jeder Zeile, denn die ganzen intensiven Gefühle der Protagonist*innen sind sehr gut wiedergegeben, so dass ich mich in beide wunderbar hineinversetzen konnte, und mit ihnen lachen, lieben, straucheln, wieder aufstehen und immer weiter kämpfen konnte. Dabei nimmt uns die Geschichte bei jedem Zwischenschritt mit und zeigt deutlich die Hindernisse auf, selbst wenn die Parternin super kooperativ ist. Und wie auch diese struggelt, kämpft und versucht sich selbst nicht zu verlieren. Das Ganze mit unseren lieb gewonnenen Charakteren und gerade Caro und Sam begleiten wir seit dem ersten Band auf ihrer Reise. Mit dem Finale verabschieden wir uns eben auch vom Internat Mare und all den tollen Momenten. So geht es hier eben auch um Zukunftsängste und die ungewisse Zeit nach der Schule. Auch hier weiß sich Autorin Alicia Zett sehr gut einzufinden und neben der Transistion und den Ängsten rund darum, eben auch diese Aspekte miteinfließen zu lassen. Ein schöner und runder Abschluss einer tollen Reihe.
Das Fazit
Die Liebe ist Reihe von Alicia Zett mit dem Setting auf Schloss Mare wird mir auf jeden Fall in Erinnerung bleiben, weil sie tolle Geschichten erzählte und im Jugendbuchbereich noch einmal auf queere Geschichten aufmerksam macht. Selbst, wenn ihr genug vom Internatssetting habt, lohnt sich hier nochmal ein Blick.
Herzlich Willkommen zur vierten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Spice im Schwimmbecken, einem geheimnisvollem Hotel, Hexen in einer Zeitblase, Fake Dating zu Silvester und ein Wiedersehen im Schneesturm.
Deep End
Die Handlung: Scarlet ist Turmspringerin am College und trainiert für Olympia. Doch nach einem Unfall hadert sie mit dem Sport. Genau dann tritt Lukas, ein erfolgreicher Schwimmer, in ihr Leben. Leider ist er auch der Ex-Freund ihrer besten Freundin. Ein kurzfristiges Arragement sollte zur beiderseitigen Befriedigung sein, doch daraus wird schnell noch etwas ganz anderes.
Meine Meinung: Ich glaube es ist Ali Hazelwood nicht möglich schlechte Bücher zu schreiben. Gefühlt bin ich vor jedem neuen Buch von ihr skeptisch, denn rein statistisch müsste demnächst der Punkt kommen, wo sie mich doch mal enttäuscht. Aber da es hier um einen Schwimmer geht – die Sportart, die ich selbst über acht Jahre betrieben habe – war ich sofort dabei. Und seit Bride scheint Frau Hazelwood auch kein Problem mehr mit ordentlich Spice zu haben. Aber es funktioniert. Denn es ist hier nicht lieblos eingebaut, weil muss ja für die Verkaufszahlen, sondern es wird genutzt, um die Charaktere sich entwickeln zu lassen. Denn sie erkundet hier die Welt des Erotic Power Exchange und das auf die Bestmögliche und beiseitig einvernehmliche Art. Und darüber hinaus dürfen ihre Charaktere auch an ihren Aufgaben wachsen oder scheitern. Und natürlich gibt es wieder das Unisetting, aber auch hier wieder nicht aus der Standardperspektive, sondern mit dem ganz eigenen Hazelwood-Touch. Ich kann bisher alle ihre Bücher uneingeschränkt empfehlen und Deep End reiht sich da ein.
Fake Dates & Fireworks
Die Handlung: Becca hat ihr Silvester perfekt durchgeplant. Sie und ihr bester Freund Nils – mit dem sie seit 10 Jahren immer an Silvester im Bett landet – wollen sich diesmal in einem Skiresort treffen. Für Becca ist klar, dass es das Jahr wird, in dem sie final zusammen kommen. Bis Nils mit seiner Verlobten auftaucht. Verzweifelt hängt sie sich an Raphael und gibt ihn als ihren Freund aus. Allerdings handelt es sich bei diesem um den verhassten Onkel eines ihrer Kindergartenkinder.
Meine Meinung: Mein erster Kyra Groh und nach diesem Bucherlebnis auch bestimmt nicht mein Letzter. Dabei wollte ich es am Anfang fast abbrechen. Denn das Weltbild der Protagonistin Becca und die absolute Vergötterung von Nils war mir höchst unangenehm. Doch Kyra Groh schafft es hier den wichtigen Twist einzulegen und die Prota so viel über sich lernen zu lassen und das verbunden mit einer absolut wunderbaren Geschichte, dass ich nach meinen anfänglichen Zweifeln das Buch praktisch inhaliert habe. Ich bin generell ein großer Fan des Fake-Dating Tropes und hier hat es einfach nochmal besonders gut funktioniert, weil es eigentlich auch Haters-to-lovers ist und das tolle Momente geschaffen hat, bei denen ich auch einfach laut loslachen musste. Und ganz nebenbei erzählt es viel über Red Flags und warum wir Frauen unser Selbstbewusstsein nicht aus der Anerkennung der Männer ziehen sollten. Ich habe mir gleich den nächsten Kyra Groh zugelegt und freue mich auf mehr.
Wie lange bis Irgendwann
Die Handlung: Emelie und Sophie haben sich 10 Jahre nicht mehr gesehen, nachdem Sophie von einem Tag auf den anderen Stockholm verlassen hat. Doch bei einem offenen WG-Casting stehen sie sich wieder gegenüber. Und dann sperrt ein Schneesturm sie auch noch zusammen ein. Wie können da nicht die alten Gefühle wieder hervorkommen?
Meine Meinung: Ein Zufallsfund auf der Buch Berlin als ich eigentlich schon mit meinem Budget durch war. Aber ich lief an dem Stand vorbei, sah die Postkarte zum Buch, die dem Cover nachempfunden war und meine Neugier war geweckt. Ein kurzes Gespräch später war das Buch meins. Dann wuchssen doch wieder die Zweifel in mir. Und am Anfang gab es auch diesen ganz kurzen Moment, wo ich dachte, dass der Schneesturm-Trope nicht funktionieren würde. Wie ich mich da getäuscht habe! Allein die Tatsache, dass ich es innerhalb eines Nachmittags weggesnackt habe, spricht vermutlich für sich. Ich habe die Charaktere innerhalb kürzester Zeit in mein Herz geschlossen, habe mit ihnen gelacht, geweint, mitgefiebert und ihnen nur ein Happy-end gewünscht. Ein weiterer Pluspunkt war, dass es sich um ein Buch mit einer queeren Romance handelte, was auch eine schöne Abwechslung mal wieder war. Ich hoffe, dass die Autorin auf der nächsten Buch Berlin ist und ich nochmal ein Blick auf weitere Bücher von ihr werfen kann.
Hotel Ambrosia
Die Handlung: Robyn kann durch eine Erkrankung ihr Zimmer nicht verlassen und braucht generell viel Ruhe. Ihre wachen Momente verbringt sie damit das heruntergekommene Hotel Ambrosia von nebenan zu beobachten. Als sie das Angebot einer Podcasterin bekommt, dort wegen eines True Crime Falls zu recherchieren, engagiert sie kurzerhand den obdachlosen Jugendlichen A.J.. Doch dann wird sie Zeugin einer Entführung.
Meine Meinung: Bei den meisten Büchern bin ich am Anfang skeptisch und im Laufe der Handlung legt es sich (oder eben manchmal auch nicht). Doch diesmal war ich von Anfang an begeistert. Konnte sofort mit Robyn mitfühlen, habe gerätselt, Theorien aufgestellt und verzweifelt überlegt, wie die Lösung des Falls sein könnte. Auch die einfühlsame Darstellung der Krankheit und diese Verzweiflung Robyns über ihre Lage war toll geschrieben. Bis ich zum Plottwist kam. Der mir das gesamte Buch kaputt gemacht hat. Ich hatte ihn leider schon vorhergesehen und so gehofft, dass ich mich irrte und es eine weitere Finte der Autorin sei. Aber nein. Es wurde einfach alles, was vorher aufgebaut wurde und was ich so toll an dem Buch fand komplett zerrissen und durch den Dreck gezogen. Das ging so weit, dass ich fast von Ableismus sprechen mag. Einfach nur für einen großen Mindblowing Moment den gesamten Welt- und Charakteraufbau wegzuwerfen, spricht halt nicht für einen guten Twist. Und im Nachwort dann nochmal auf die Krankheit aufmerksam zu machen, die man gerade mit Füßen getreten hat … nun lassen wir das.
Beneath the Ivy
Die Handlung: Marissa gehört einem Hexenzirkel an, die einzigen auf der Insel. Ihr Alltag ist größtenteils gewöhnlich, bis auf die magischen Fähigkeiten ihrer Familie und das sehr eigenwillige Haus. Bis ihre Cousine tödlich erkrankt und die verstoßene Tante auf der Insel gesichtet wird. Und was hat es mit der Zeitblase auf sich, die um die Insel gewebt zu sein scheint?
Meine Meinung: Christian Handel zählt aus gutem Grund zu meinen Lieblingsautor*innen. Gerade seine Jugendromane beim Ueberreuterverlag haben mich bisher nicht ein einziges Mal enttäuscht. So startete ich auch gut gelaunt in dieses Werk und kam auch erstmal gut in die Geschichte rein. Bis ich auf einmal einen Hänger hatte. Denn die Zeitblase sorgt dafür, dass sich Geschehnisse wiederholen und das war zwar verhältnismäßig gut umgesetzt, aber irgendwie hatte ich auch schon genug Geschichten in der Richtung, um einfach nicht richtig reinzukommen. Nachdem dieser Hänger überwunden war, bekam ich aber genau wieder das, was ich an Christian Handels Büchern so gern mag. Tolle Charakter, Geschichten, die sich immer neu anfühlen, auch wenn es sicher vergleichbare gibt, Liebesgeschichten, die glücklich machen, und einfach so viele kleine Details im Schreibstil, das ich immer wieder in den Büchern versinken kann. Auch wenn es vielleicht ein schwächeres Buch von seinen Jugendromane im Ueberreuterverlag ist (sie lassen sich halt schlecht mit den Märchenneuerzählungen oder anderen Werken vom Autor vergleichen), so ist es dennoch eine tolle Geschichte und ich freu mich auf weitere.
Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie fandet ihr es?
Zum achten Mal heißt es Cobra übernehm… äh ich meine, schlüpfte Tom Cruise in die Rolle des Ethan Hunt. Was als kleiner Agententhriller nach Vorlage der Serien Cobra übernehmen sie und In geheimer Mission begann, hat sich schnell zu einem der größten Franchises der letzten Jahre entwickelt. Dazu haben vor allem Tom Cruise und seine immer größer werdenden selbstausgeführten Stunts beigetragen. Nun sollte alles in einem finalen Film beendet werden. Mit dem siebten Film wurde die Handlung bereits vorbereitet und zwei Jahre mussten wir auf den Abschluss warten. Ob der Film die Erwartungen erfüllen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Was bisher geschah
Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
In Mission Impossible – Dead Reckoning Part One sehen wir, wie in der Beringsee ein russisches U-Boot die Sewastopol durch ein Fehler auf dem Sonar und eines nicht mehr steuerbaren Torpedo, versenkt wird. An Bord hat sie die Entiät, eine KI, die sich selbstständig gemacht hat und nun die gesamte Welt bedroht. Um sie zu deaktivieren, benötigt es zwei Schlüssel. CIA Chef Kittridge beauftragt Ethan Hunt mit der Beschaffung, wobei der erste in der Arabischen Wüste bei Ilsa Faust sein soll. Hunt beschafft diesen, erfährt dann aber von den Plänen der USA und lässt die Übergabe platzen. In Abu Dhabi wollen sie den Käufer, der voraussichtlich die zweite Hälfte besitzt, ködern, werden jedoch hereingelegt von der Diebin Grace, die sich nach Rom absetzen kann. Dort hilft Hunt ihr aus den Fingern der Behörden und kann sie bei einer wilden Verfolgungsjagd gegenüber der mysteriösen Französin Paris beschützen. Sie flieht erneut, diesmal nach Venedig. Während Hunt und seine Gruppe erfahren, dass Paris mit Gabriel zusammen arbeitet, der vor 30 Jahren durch die Ermordung der Freundin von Hunt dafür sorgte, dass dieser überhaupt beim IMF anfing, trifft sich Grace mit Alanna, die die zweite Hälfte besitzt. Hunt sabotiert die Übergabe, wird aber von Gabriel und der Entität in eine Falle gelockt. Ilsa wird getötet und Grace schließt sich Hunt an. Die nächste Übergabe soll im Orient-Express stattfinden. Grace ersetzt hier mittelt Maske Alanna und Hunt kommt per Fallschirm dazu. Dabei stellt sich heraus, dass Kittridge der Käufer ist. Gabriel stößt Paris von sich und manipuliert den Zug, so dass Hunt und Grace nun versuchen müssen dem Tod zu entkommen. In letzter Sekunde werden sie von Paris gerettet. Durch den Kampf haben sie aber nun die Informationen zur Sewastopol, weswegen sie dahin aufbrechen können.
Die Handlung
Nachdem Ethan Hunt sich nach den Ereignissen in Dead Reckoning zurückgezogen hat, reaktiviert ihn jedoch eine Nachricht der Präsidentin. Erneut nimmt er die Fährte von Gabriel auf, der Hinweise auf die Entität liefern kann. Dabei trifft er alte Verbündete, aber auch alte Feinde.
Meine Meinung
Mission Impossible und ich haben eine lange Reise zusammen durch. Von den ersten drei Filmen, die ich zwar irgendwann einmal gesehen habe, aber kaum noch in Erinnerung habe, über den absolut grandiosen Phantom Protokoll, der bis heute mein liebster Film der Reihe ist, über ein wieder abfallendes Niveau mit Teil Fünf und Sechs – auch wenn Fallout für viele einer der Besten der Reihe ist, allein durch die grandiose Toilettenszene – bis hin zur Ankündigung, dass das Finale einen Zweiteiler umfassen wird. Da war ich doch glatt zurückversetzt in die frühen 2010er, wo die ganzen Jugendbuchverfilmung am Ende unbedingt noch in zwei Filme gespalten werden mussten. Umso besorgter und innerlich eigentlich schon mit dem Franchise abgeschlossen, ging ich in Dead Reckoning. Und bekam einfach den zweitbesten Film der Reihe. Ich war absolut begeistert, da er sich wieder mehr auf die Ursprünge besann und statt einfach wieder Jedem eine Maske aufzusetzen, mehr auf ein gut geschriebenes Drehbuch achtete. Natürlich gab es auch hier wieder aufwendige Actionszenen, aber auch hier sind wir wieder mehr ins Klassische gerückt. Autoverfolgung durch enge Gassen? Check. Gesprengte Brücke und der Zug rast ohne Bremsen darauf zu? Oh Yes! Mit zwei Jahren Pause ging es nun endlich mit der Geschichte weiter. Am Anfang habe ich auch einige Zeit gebraucht, um wieder in die Handlung reinzukommen, da ich es natürlich vorher nicht geschafft hatte, noch einmal den ersten Teil zu schauen. Aber der Film hat vor allem eins: Zeit. Mit 170 Minuten ist er nochmal ein paar Minuten länger als der Vorgänger, der die Zeit jedoch besser zu nutzen wusste. Hier gibt es kaum noch Intrigen, hier sind die Fronten geklärt und der Wettlauf gegen die Zeit startet. Das führt dazu, dass zunächst erstmal einige Referenzen aus den vorherigen Filmen eingebaut wurden. Keine Angst, wer Teil 1-6 nicht gesehen hat, kann dem Film immer noch folgen, da die entsprechenden Szenen eingeblendet wurden, aber für die langjährigen Fans wurde hier stark versucht zum Abschied die Nostalgieschiene zu fahren. Leider teilweise zu gewollt, wodurch sich nachträglich noch Plotschwächen aus den vorherigen Abenteuern ergeben. Auch die Hauptactionszenen sind wieder schwächer als noch im 7. Film. Während da bewusst mit alten Motiven gespielt wurde und Tom Cruise sein Können zeigen konnte, aber eben doch mit einem gewissen Schmunzeln dabei, sollte es hier jetzt nicht einmal mehr Konkurrenz geben, wodurch wir minutenlang Tom Cruise bei einem unmöglichen Tauchgang beobachten. Versteht mich nicht falsch, es war alles wieder sehr spannend und ich habe mitgefiebert. Aber ich habe mich dabei einfach nicht so unterhalten gefühlt, wie im siebten Teil, den ich eben als sehr positiv empfunden habe. Und für einen finalen Abschiedsfilm hätte es dann weniger die Tom Cruise Soloshow sein dürfen, als vielmehr ein schöner Abschied mit allen liebgewonnenen Charakteren. Und vielleicht ein bisschen weniger die amerikanische Präsidentin ist die einzig vernünftige Person weit und breit. Insgesamt gesehen also ein solider Film der Reihe. Actionfans kommen auf jeden Fall auf ihre Kosten, ein bisschen wenig Lug und Trug, dafür ein wenig zu viel gewollte Nostalgie.
Das Fazit
Mission Impossible 8 – The final Reckoning nimmt sich zum Abschluss einiges vor, kommt aber nicht an die eigene Messlatte heran. Viel Action, wenig Handlung, aber leider fehlt auch der Witz, der den Vorgänger wieder so gut gemacht hat. Dafür gibt es 07 von 10 möglichen Punkten.
Mission Impossible 8 – The Final Reckoning läuft seit dem 15.05.2025 in den deutschen Kinos
Es ist Sommer – also zumindest noch. Dieses Jahr bin ich etwas spät dran, aber natürlich möchte ich euch auch dieses Jahr wieder meine Sommerlektüren vorstellen. Zwei Bücher habe ich mir dieses Jahr herausgesucht und stelle euch die heute vor – natürlich mit Sommerlektürenfaktor!
Unsere Frühstückspension am Meer
Die Handlung: Katharina ist Autorin. Doch nach der Trennung von ihrem langjährigen Partner steckt sie in einer Krise. Da fällt auch noch ihre Oma von einer Leiter und sie muss kurzfristig die Pension dieser auf Norderney führen. Und dann taucht auch noch der Musiker Phil auf und spielt sich in ihr Herz.
Meine Meinung: Eigentlich war alles da. Die tragische Geschichte, wieso unsere Protagonistin aus der Stadt fliehen will. Die glückliche Fügung, warum sie am Meer landet, diesmal Norderney, und dann natürlich auch direkt in einem der Betriebe eingespannt wird und so gleich neue Leute kennenlernt. Den Love Interest lernt sie direkt noch auf der Hinfahrt kennen und die Funken sprühen sofort. Dennoch kommt das Buch nicht wirklich in Fahrt. Zu sehr wird sich an Ritualen, wie kochen/backen und baden gehen bzw. ein Café besuchen, festgehalten. Achja spontan muss natürlich noch ein altes Familiengeheimnis aufgedeckt werden. Das alles auf sehr wenig Seiten, so dass die eigentliche Handlung dann sehr gepresst wirkt. Das große Rätsel, wer sie denn in der Pension sabotiert, wird mit einem kurzen Gespräch geklärt und verziehen. Die Oma, die eigentlich als super grummelig beschrieben wurde, sieht natürlich sofort jede Veränderung ein und stimmt allem zu. Na immerhin gab es noch ein wenig künstliches Drama bei der Liebesgeschichte. Kurzum: Die Charaktere hatten keinerlei Möglichkeit sich zu entwickeln, weil es zu viel war für zu wenig Seiten. Dabei war es eigentlich perfekt in seiner Leichtigkeit, seinem Setting und seinem Grundton.
Sommerlektürenfaktor: ***
Frühlingsgefühle im kleinen Bonbonladen am Meer
Die Handlung: Insa und Marla sind beste Freundinnen und beide frisch verlobt. Da lernen sie die Hochzeitsplaner Cleo kennen, die neu auf Sylt ist. Was für ein riesen Zufall, denken sich die beiden, und engagieren sie direkt für ihre Doppelhochzeit. Doch als Cleo auf Insas Verlobten trifft, kippt die Stimmung. Was hat sie zu verbergen?
Meine Meinung: Den ersten Band, wo wir Marla bei ihrem Umzug nach Sylt begleiten, habe ich im letzten Jahr gelesen und war zumindest überzeugt genug, um ein weiteres Mal im Zuckerhüs vorbeizuschauen. Aber ich glaube Sylt ist auch einfach nicht meine Insel, die ich mit diesen lockeren Sommerlektüren verbinde. Statt mit dem Fahrrad wird ständig mit dem Auto gefahren, tausend Orte müssen besucht werden, um die Insel zu repräsentieren und auch Insa mit ihrem Job, die Sommerhäuser der Reichen zu beaufsichtigen, hat mich eher abgeschreckt, weil diese Statussymbole für mich ein No-Go im beschaulichen Sommerroman sind. Leider konnte die Geschichte selbst auch nicht richtig überzeugen. Sie begann eigentlich zuckersüß, aber auch hier wird alles einfach sehr konstruiert, so dass es keine natürliche Entwicklung gab. Dieses Misstrauen, dass Insa ab einem gewissen Punkt gegen Cleo hat, ist überhaupt nicht logisch zu begründen und auch auf jede Frage dazu, kann sie nur sagen, dass sie es als Bauchgefühl hat? Zumal sich 70% des Buches allein darum drehen – und drehen wortwörtlich, denn die Geschichte dreht sich mehrfach im Kreis. Schade.
Sommerlektürenfaktor: **
Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie hat es euch gefallen?
Durch meine letzten Auszeiten, sei es durch Urlaub oder Krankheit, hänge ich mit meinem Zeitplan etwas hinterher. So sind wir bereits mitten im dritten Quartal und ich habe es noch nicht geschafft, auf das Zweite zurückzublicken. Das will ich dann mal direkt nachholen und präsentiere euch wieder meine Top Fünf aus jeder Kategorie. Teilweise wegen mangelnder Auswahl gekürzt.
Meine vier Kinohighlights
Flow: In einer von Menschen verlassenen Welt hat eine kleine Katze sich ein sicheres Plätzchen zum Überleben gesucht. Doch eine Flut sucht die Welt heim und egal, wie hoch sie klettert, die Wassermassen holen sie direkt ein. In letzter Sekunde kann sie auf ein kleines Boot fliehen, was bisher nur von einem Capybara bewohnt ist. Zusammen versuchen sie zu überleben und treffen unterwegs noch andere Weggefährten. – Dieser experimentelle Animationsfilm erzählt ohne Worte eine wunderbare Geschichte, voller Lektionen und Gefahren. Hier bleibt kein Auge trocken. Absolut verdienter Oscargewinn.
Thunderbolts*: Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten. – Was sich wie Marvels Resterampe las, war endlich mal wieder ein guter MCU Film. Depressionen und Einsamkeit wurden thematisiert und haben sich gekonnt in die Action eingefügt.
J-Hope on the Stage: Jung Hoseok, besser bekannt als J-Hope, hat die Zeit, in der seine Bandkollegen noch beim Militär sind, genutzt und hat eine Welttournee gegeben. Bei seinem Abschlusskonzert in Osaka gab es wieder ein weltweites Kinoliveevent. – Sehr gelungenes Konzert mit einer tollen Bühnenshow und thematisch gut sortierter Songauswahl.
Ballerina: Eve Macarro ist eine Ballerina der Ruska Roma, das heißt, dass sie nicht nur im Ballett, sondern auch als Auftragskillerin ausgebildet wurde. Als sie ihre Ausbildung beendet hat, wird eben jene Organisation auf sie aufmerksam, die einst ihren Vater ermordet haben. Entgegen der Direktorin nimmt sie die Verfolgung auf und bringt sich in eine aussichtslose Situation. – Wenn ich von starken weiblichen Figuren im Actionbereich rede, dann meine ich übrigens genau das, was Ballerina abgeliefert hat. Zwar einfacher Grundplot, aber die sehr gelungene Action reißt hier vieles heraus.
Meine drei filmischen Highlights
Your Voice: Nagisa ist sich sicher, dass Worte Macht haben. Als sich zwei ihrer Freundinnen streiten, hat sie Angst, dass die Gemeinheiten Auswirkungen haben. Als sie eine verlassene Radiostation entdeckt, macht sie ihren Sorgen Luft. Nicht ahnend, dass die Tochter der im Koma liegenden Besitzerin sie hört und gar nicht begeistert ist. Doch nach einer kurzen Auseinandersetzung freunden sie sich an und betreiben gemeinsam mit Nagisas Freundinnen die Station. Ein Sommer voller Hoffnungen beginnt. – Süßer Film für die heißen Sommermonate über Freundschaft und die Macht der Worte.
Jurassic City: Eigentlich wollten sie nur den Initiationsritus ihrer Stundentinnenverbindung feiern. Doch diese wird von der Polizei aufgelöst und drei Studentinnen landen im Gefängnis. Auch zwei Betrunkene, ein Junkie und ein mehrfacher Frauenmörder sind Insassen. Doch ein Hochsicherheitstransporter muss ebenfalls ins Gefängnis umgeleitet werden. Dabei hat er neu gezüchtete Dinos, die es schnell schaffen auszubrechen. Und sie sind hungrig. – Trashfilm & Dinos? Ich war dabei und er bot die gesamte Trashschiene. Definitiv was zum lachen.
Zombibers: Eine Gruppe Verbindungsstudierende fährt in eine abgeschiedene Hütte, um ein wenig abzuschalten. Neben persönlichen Dramen, begegnen sie aber auch mutierten Bibern, die durch Giftmüll zu Zombies wurden und nun Jagd auf die Gruppe machen. – Einer der handwerklich gut gemachten Trashhorrorfilme. Eine runde und gut geschriebene Geschichte, die großen Spaß macht.
Meine fünf serientastischen Highlights
Link Click – Staffel 1-3: Cheng Xiaoshi und Lu Guang führen zusammen ein Fotogeschäft. Dabei erfüllen sie auch ungewöhnliche Aufträge. Denn zusammen können sie durch die Fotos in die Vergangenheit reisen. Doch trotz strenger Regeln geraten sie immer wieder in brenzlige Situationen. Vor allem, weil ein Feind sich zu sehr für ihre Fähigkeiten interessiert. – Ein chinesischer Anime, der mich direkt in den Bann ziehen konnte. War zwischendurch echt schwierig wieder aufzuhören. Dabei ist er auch hoch emotional, gut durchdacht und mit tollen Charakteren.
Dr. Stone – Staffel 2: Taiju hat sich nach fünf Jahren des Anschmachtens endlich entschieden seiner großen Liebe diese zu gestehen. Doch ein Phänomen, das einem grünen Licht gleicht, lässt alle Menschen und Schwalben zu Stein werden. Es vergehen tausende von Jahren, ehe Taiju durch ein Wunder aus seiner Starre erwacht. Zum Glück ist auch sein bester Freund Senku erwacht, der durch seine große Liebe zur Wissenschaft zwar das Leben in der neuen Steinzeit ganz gut gemeistert hat, es fehlt ihm aber an Kraft, die Taiju mitbringt. Zusammen versuchen sie ihr Leben annehmlicher zu machen. Dabei erwecken sie jedoch einen Gegner der Wissenschaft, der es fortan auf Senku abgesehen hat. – Die Stone Wars beginnen. Konnte nicht ganz mit der vorherigen Staffel mithalten, aber hat das Konzept gut weiterentwickelt.
Bon Voyage – Staffel 2: BTS, das sind Jin, RM, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook. In 2017 erfuhren sie am Ende ihrer USA-Tour, dass sie für eine Auszeit nach Hawaii fliegen. Dort mussten sie immer wieder mit einem überschaubarem Budget Challenges meistern oder neue Orte entdecken. Da kann man nur Bon Voyage wünschen. – Auch in Hawaii hatten BTS wieder allerlei Abenteuer zu erleben. Spannend anzusehen.
Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Staffel 2: Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. Dieser hilft ihm zwar, darf offiziell aber nicht ermitteln, weswegen Toto die Lorbeeren bekommt. Doch, was hat es mit Rons seltsamen Tattoo auf sich? Und was ist damals beim Praktikantenblutbad wirklich passiert? – Auch die zweite Staffel adaptiert gekonnt die Mangavorlage und haucht den Charakteren gut Leben ein. Hatte viel Spaß beim Schauen.
Kaguya – love is war – Staffel 2: Kaguya ist aus reichem Hause und absolut wohlerzogen. Der Schülersprecher Miyuki kommt eher aus einfachen Verhältnissen, überzeugt aber durch seine guten Noten an der Privatschule. Beide stehen auf den Anderen, aber es ist natürlich unmöglich, dass sie das einfach zugeben. Und so versuchen sie einander diplomatisch auszuspielen, damit diese*r die Liebe gesteht. – Die Geschichte dreht sich weiter im Kreis und kommt nicht wirklich voran, aber durch die Charaktere weiter toll anzusehen.
Meine fünf buchigen Highlights
Fake Dates & Fireworks: Becca hat ihr Silvester perfekt durchgeplant. Sie und ihr bester Freund Nils – mit dem sie seit 10 Jahren immer an Silvester im Bett landet – wollen sich diesmal in einem Skiresort treffen. Für Becca ist klar, dass es das Jahr wird, in dem sie final zusammen kommen. Bis Nils mit seiner Verlobten auftaucht. Verzweifelt hängt sie sich an Raphael und gibt ihn als ihren Freund aus. Allerdings handelt es sich bei diesem um den verhassten Onkel eines ihrer Kindergartenkinder. – Mein Monatshighlight. Auch hier war ich am Anfang sehr skeptisch, da es doch mitunter sehr toxisch klang. Doch Autorin Kyra Groh löst das wunderbar auf und zeigt Lösungen in einer tollen Geschichte, die ich auch in wenigen Tagen inhaliert hatte.
Hexen ist Chefsache: Miriam ist wieder eine Hexe und hat sich aus Sicherheit von Josh getrennt, damit er nicht mehr in ihr Hexenchaos mit reingezogen wird. Doch trotz ihrer Kündigung arbeiten sie weiter zusammen und er unterstützt sie bei ihrem Gerichtsprozess. Kann das gut gehen? – Der zweite Teil knüpft direkt an den ersten an und kann die Qualität halten. Eine tolle Geschichte zum schmunzeln, die aber auch viel über Selbstvertrauen lehrt.
Jurassic Park: Nach einem Zwischenfalls auf dem sich im Aufbau befindenden Erlebnispark auf der Isla Nublar, wollen die Investoren eine Überprüfung des Parks durch Experten. Dafür werden der Paläontologe Dr. Alan Grant, die Paläobiologin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm angefordert. Zunächst wissen sie nicht, was ausgerechnet sie dort sollen, bis sie Bewohner des Parks kennenlernen: Dinosaurier. Doch ein weiterer Zwischenfall bringt das Team in ernsthafte Gefahr. – Spannende Vorlage für die tolle Verfilmung von Spielberg. Auch interessant zu sehen, was alles verändert wurde. Trotz vieler wissenschaftlicher Ausführungen durchgehen spannend und ein Muss für jeden Dinofan.
Wie lange bis irgendwann: Emelie und Sophie haben sich 10 Jahre nicht mehr gesehen, nachdem Sophie von einem Tag auf den anderen Stockholm verlassen hat. Doch bei einem offenen WG-Casting stehen sie sich wieder gegenüber. Und dann sperrt ein Schneesturm sie auch noch zusammen ein. Wie können da nicht die alten Gefühle wieder hervorkommen? – Am Anfang war ich etwas skeptisch, dann habe ich es an einem Tag durchgelesen. Die Charaktere haben mich so in ihrem Bann gezogen, ich habe mitgehofft, mitgeweint, mitgefühlt.
What the river knows: Inez Olivera lebt bei ihrer Tante in Argentinien. Schon immer faszinierten sie die Geschichten ihrer Eltern, die viel nach Ägypten reisten. Als diese dort unter mysteriösen Umständen zu Tode kommen, kann sie nichst mehr halten und sie wagt die Überfahrt. Doch Ägypten zu Zeiten der britischen Eroberung ist alles andere als sicher, da hilft auch die Anwesenheit ihres Onkels und dessen Assistenzen Whit nichts. Und was hat es mit dem Ring auf sich, den ihr Vater ihr geschickt hatte? – Sehr ruhig erzählt, aber dabei auch viel Charakterentwicklungen und so viel Hintergrundwissen, dass es nie langweilig wurde. Bin sehr gespannt auf Band 2.
Heutzutage können erfolgreiche Filme keine Einzelfilme mehr bleiben und erfolgreiche Filmreihen, keine Filmreihen. Aus ersterem werden die Filmreihen und aus diesen dann eben Franchises. So nun auch mit einer der erfolgreichsten Actionfilme der letzten Jahre: John Wick. Nachdem der Versuch einer Serie (The Continental) eher gescheitert ist, gab es nun also den ersten Ablegerfilm. Warum Ballerina aber erstaunlich gut funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Eve Macarro ist eine Ballerina der Ruska Roma, das heißt, dass sie nicht nur im Ballett, sondern auch als Auftragskillerin ausgebildet wurde. Als sie ihre Ausbildung beendet hat, wird eben jene Organisation auf sie aufmerksam, die einst ihren Vater ermordet haben. Entgegen der Direktorin nimmt sie die Verfolgung auf und bringt sich in eine aussichtslose Situation.
Meine Meinung
Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, für Ballerina wird kein Vorwissen benötigt. Es ist nützlich zu wissen, wer John Wick ist, aber darüber hinaus versteht man den Film komplett, auch ohne die John Wicks Filme gesehen zu haben. Was übrigens ganz gut ist, da ich John Wick 4 bis heute nicht gesehen habe. Während der erste Teil für mich ein rundum gelungener Film war, den ich gern auch wiederholt gesehen habe, war Teil Zwei dann eher eine Enttäuschung. Der dritte Teil hat dann wieder einiges richten können, war mir aber in seiner ganzen Erzählung einfach zu groß geworden. Daher habe ich auch den vierten ausgelassen. Nun kam der Trailer für Ballerina in die Kinos und ich war hin- und hergerissen. Denn er schmückt sich zwar mit dem Namen des neuen Franchises, aber konnte er auch darüber hinaus überzeugen. Und die Antwort ist diesmal eindeutig Ja. Er bedient sich beim Weltenbau an der Welt von John Wick, lässt auch bekannte Charaktere wieder auftauchen, aber darüber hinaus erzählt er eine eigenständige Geschichte. Die Handlung an sich ist dabei nicht unbedingt super innovativ. Es ist eine klassische Rachegeschichte, aber so begann der erste John Wick auch. Was wir aber direkt bekommen ist eine starke weibliche Protagonistin. Der gesagt wird, dass sie eben auch als Frau kämpfen soll, da ihr Männer stärketechnisch immer überlegen sein werden. Und dabei ist ausnahmsweise mal nicht gemeint, dass sie die verführerische Frau sein soll, sondern ihre Kampftechniken anpassen muss. Also wirklich mal eine vernünftige Aussage und damit genau das, was ich mir seit langem auf der Leinwand erhofft habe. Darüber hinaus haben wir wie aus dem Franchise bekannt gut choreographierte Kampfszenen, unterbrochen von Szenen, die die Handlung vorantreiben und auch wieder ein ganz bestimmter Humor, der zuvor bereits so gut funktioniert hat. Da gibt es halt Kampfszenen auf Eis oder zu bayerisch/österreichischer Schunkelmusik. Und es funktioniert in seiner Gesamtheit einfach. So könnte ich eine gewisse Zeit nach dem Film nicht mehr unbedingt sagen, wie sich die Handlung zusammensetze, aber ich könnte immer beschwören, dass ich bestens unterhalten war. Und ich möchte tatsächlich mehr sehen. Einen großen Teil dazu trägt auch Ana de Armas bei, die als titelgebende Ballerina eine starke Figur macht. Sie trägt den Film sehr sympathisch und kann auch das dürftige Rachekonstrukt gut rüberbringen. Eher fehl am Platz wirkt diesmal tatsächlich Keanu Reeves als John Wick. Gefühlt wird er nur hinzugezogen, um die Verbindung zum Franchise noch deutlicher zu machen – nicht, dass sie vorher zu übersehen war. Leider ist seine Rolle dann auch verhältnismäßig schlecht geschrieben, weswegen sein Handeln sehr unkoordiniert und mit einem ziemlichen Logikloch geschrieben ist. So kann Ballerina bis auf kleine Details auf ganzer Linie überzeugen und auch gut unterhalten. Ich bin gespannt, wie das Franchise weiter geführt wird.
Das Fazit
Ballerina überzeugt mit gut geschriebener Protagonistin und kann über eine typische Handlung mit viel Witz und Liebe zum Details hinwegtäuschen, so dass er gut unterhält und Lust auf mehr macht. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.
Ballerina läuft seit dem 05.06.2025 in den deutschen Kinos
Anfang Juli beim letzten Rückblick war ich super motiviert und hatte große Pläne, um wieder mehr Beiträge zu schaffen. Dann lag ich mit einer Erkältung flach, musste alle Pläne über Bord werfen und dann bin ich einfach in den nächsten Urlaub gefahren … nun, aber ich habe die Pläne wieder rausgeholt und hoffe, dass es in diesem Monat nun wirklich besser wird! Aber zunächst – mit leichter Verspätung – mein medialer Rückblick auf den Juli.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Jurassic World 4 – die Wiedergeburt: Die letzten überlebenden Dinosaurier haben sich in ein Gebiet rund um den Äquator zurückgezogen, für die fortan ein Reiseverbot herrscht. Martin Krebs engagiert eine Gruppe von Söldner*innen und den Wissenschaftler Dr. Henry Loomis, um von den drei größten Spezies zu Wasser, Land und Luft Proben zu entnehmen. Damit will er ein Medikament gegen Krebs entwickeln lassen. Auf der Reise begegnene sie einer schiffsbrüchigen Familie und jeder Menge unvorhergesehener Gefahren. – Ein erfrischender Wind im totgeglaubten Dinouniversum.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
K-Pop Demon Hunters: Rumi, Mira und Zoey bilden die K-Pop Gruppe Huntr/x und sind darüber hinaus Dämonenjägerinnen. Mit der Einheit ihrer Stimmen sollen sie den Honmoon heraufbeschwören, um die Dämonen ein für alle Mal am Durchbruch zu hindern. Doch die Dämonen haben einen anderen Plan und schicken eine eigene Band ins Rennen. Die Saja Boys gewinnen schnell Fans. Können Huntr/x sie aufhalten? – Ein Film, dessen Hype absolut gerechtfertigt ist. Eine tolle Fantasygeschichte mit allen guten K-Pop Elementen.
Sharktopus vs. Pteracuda: Dr. Rico Symes hat nach dem Sharktopus eine neue Waffe kreiert: Den Pteracuda, eine Mischung aus Flugsaurier und Barracuda. Als die Steuerung dafür geklaut wird, versucht sein Militär ihn wieder einzufangen. Zum Glück hat sein Sharktopus doch überlebt und fristet sein Dasein in einem Aquarium. – Vermutlich der beste Teil der Reihe. Eine halbwegs sinnige Handlung und vergleichsweise gute Animationen.
Sabertooth – Angriff des Säbelzahntigers: Einer Forscherin ist es gelungen die DNA des berühmten Säbelzahntigers zu klonen. Damit soll er die Hauptattraktion eines neues Freizeitparks werden. Doch auf der Sponsorenfeier kommt es zum Fiasko und die prähistorischen Tiere können entkommen. Und sie sind hungrig. – Funktioniert selbst im Trashbereich leider gar nicht. Ich war einfach nur gelangweilt.
Beverly Hills Cop: Axel Foley arbeitet als Polizist in Detroit und bevorzugt unkonventionelle Ermittlungsmethoden. Als ein guter Freund vor seinen Augen ermordet wird und er nicht ermitteln darf, beschließt er kurzerhand die Spur in seinem Urlaub zurückzuverfolgen. Dabei landet er in Beverly Hills, wo er mit der örtlichen Polizei zusammenstößt, die sehr regelverliebt ist. – Nicht umsonst ein Klassiker, funktioniert der überdrehte Humor Eddie Murphys doch immer noch.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Superman: James Gunn hat bereits einmal versucht ds DCEU zu retten, jetzt soll er ein ganz neues Universum kreieren. Praktisch ein kompletter Neustart. Dafür musste mal wieder ein Supermanfilm her. Dennoch bin ich gespannt, ob der Neustart etwas bringt und Gunn wirklich die Wende bringen kann.
Fantastic Four: Auch das MCU bringt wieder altbekannte Held*innen in neuem Gewand auf die Leinwand. Die Trailer konnten mich bisher nicht final überzeugen, aber vielleicht geb ich ihm noch ne Chance.
Die nackte Kanone: Während der Auftakt des Trailers so gar nicht mein Humor ist, sprach mich der Rest schon mehr an. Also mal schauen, was er final so kann.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Noragami – Staffel 1-2 (Eine witzige Geschichte über einen erfolglosen Gott, die dennoch einiges an Charaktertiefe bietet)
Wind Breaker – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel kann komplett überzeugen und ebnet den Weg für weitere spannende Geschichten. Ich kann jetzt schon kaum die dritte Staffel erwarten)
Dr. Who (2024) – Staffel 2 (Hatte wieder tolle Geschichten mit dabei, bleibt aber in seiner Gesamtheit etwas hinter der ersten Staffel zurück. Bin noch nicht überzeugt von der Reinkarnation, aber mal schauen, was die bringt)
Food Wars – Staffel 1 (Die Grundidee fand ich gut, die Umsetzung hat mir leider gar nicht zugesagt.)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 15 Seiten insgesamt: 4.812 Seiten pro Tag: 155 im Durchschnitt Taschenbuch: 6 Comic/Manga/Graphic Novel: 4 Hörbuch: 5
Frühlingsgefühle im kleinen Bonbonladen am Meer: Insa und Marla sind beste Freundinnen und beide frisch verlobt. Da lernen sie die Hochzeitsplaner Cleo kennen, die neu auf Sylt ist. Was für ein riesen Zufall, denken sich die beiden, und engagieren sie direkt für ihre Doppelhochzeit. Doch als Cleo auf Insas Verlobten trifft, kippt die Stimmung. Was hat sie zu verbergen? – Wirkt leider sehr konstruiert und ich mag das Setting mit Sylt einfach nicht. Darüber hinaus aber ein solider Sommerroman.
Phantom Tales of the Night 2:Murakumo ist ein Gasthof in der Zwischenwelt. Der Patron nimmt für die Übernachtung und Zuflucht jedoch kein Geld, sondern Geheimnisse. Doch diese können die Betroffenen teuer zu stehen kommen. – Auch der zweite Band kann mit spannenden Geschichten aufwarten, vor allem lernen wir etwas mehr über die Gehilfen des Patrons.
Tee? Kaffee? Mord! Folge 15 – Das Geheimnis des toten Anwalts: Martin Lazebnik ist ein erfolgreicher Anwalt und bekommt seit neustem Drohbriefe. Während er das mit einem Schulterzucken abtut, klingeln bei seiner Freundin Louise die Alarmglocken. Die hat mit ihrer Freundin und Chefin Nathalie einfach schon zu viele Kriminalfälle bearbeitet. Und kurz darauf kommt es zum ersten Mordanschlag. – Gute Geschichte der Reihe, aber mir fehlte etwas der Miträtselteil.
Tee? Kaffee? Mord! Folge 16 – Ein Spion kommt selten allein: Eine fremde Frau verblutet in Nathalies Pub in Earls Raven. Sie war eine alte Bekannte von Louise, Nathalies Köchin, die früher einmal Spionin im Auftrag der Krone war. Während Louise zusammen mit Buchhändlerin Paige auf die Spur der rätselhaften letzten Worte der Spionin macht, hat Nathalie ein ganz anderes Problem. Durch einen Brandanschlag erfährt sie von einem Rufmord gegen sie. – Hier ein ähnliches Problem. Ich mochte den Teil rund um den Rufmord, aber der Teil mit den Spionen war mir zu viel für einen cosy crime.
Die Tribute von Panem L: Haymitch Abernathy hat es nicht leicht im Leben. Im heruntergekommenden Distrikt 12 versucht er irgendwie zu überleben und nicht bei der Ernte ausgewählt zu werden. Doch beim zweiten Jubel-Jubiläum werden die doppelte Anzahl an Tributen gewählt. Und Haymitch ist einer davon. – Mir war die Geschichte um Kontext des Charakters irgendwie nicht logisch und bin daher im Vergleich zu gefühlt allen Anderen, nicht überzeugt vom Buch.
Fangs 2: En war auf einer Party, die von einem Vampir überfallen wurde und ist nun ebenfalls einer. Damit völlig überfordert, bringt ihn Ichii zu einer Pairing Party, wo er sich einen Partner aussuchen soll, da die Organisation FANGS dies empfiehlt. Da En aber völlig überfordert ist, behauptet der mit Ichii ein Pair zu sein. Blöderweise hat er diesen vorher nicht gefragt. – Die Geschichte wird gut weitergeführt, kommt aber nicht so ganz voran.
Don’t kiss the Dragon 3: Tsubasa, ebenfalls Teil eines Wasserdrachenclans hat Interesse an Sakura. Da die seine Avancen allerdings ablehnt, entführt er sie kurzerhand. Koga muss alles dran setzen, um sie zu finden und zu befreien. – Die Charaktere werden gut weiterentwickelt und wir bekommen noch einen spannenden Handlungsabschnitt.
Beneath the Ivy: Marissa gehört einem Hexenzirkel an, die einzigen auf der Insel. Ihr Alltag ist größtenteils gewöhnlich, bis auf die magischen Fähigkeiten ihrer Familie und das sehr eigenwillige Haus. Bis ihre Cousine tödlich erkrankt und die verstoßene Tante auf der Insel gesichtet wird. Und was hat es mit der Zeitblase auf sich, die um die Insel gewebt zu sein scheint? – Es hat leider eine ganze Weile gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Erst nach der Hälfte war ich angekommen und konnte sie genießen.
Fräulein Florentines Gespür für Mord: Im späten 19. Jahrhundert in Berlin ist Florentine alles, nur nicht gewöhnlich. Sie studiert heimlich an der Charité und schreibt für die Zeitung. Doch auf der Hochzeit ihrer besten Freundin kommt es zu einem Eklat. Der Bräutigam wird ermordet und Florentines Bruder ist der Hauptverdächtige. Fortan gibt sie alles, um den Mord aufzuklären und die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. – Ich liebe die cosy crimes von Alexandra Fischer-Hunold. Und diesmal konnte sie mich sogar trotz der historischen Komponente komplett überzeugen. Große Empfehlung.
School of Myth & Magic 1: Devin weiß eins mit Sicherheit: Nixen sind böse. Bis zu dem Tag als sie ihren Crush küssen will und ihn dabei fast umbringt. Kurz darauf erfährt sie, dass sie eine Nixe ist. Um ihre Kräfte zu erkunden, wird sie auf die School of Myth & Magic geschickt. Dort trifft sie auf Drachen, Hexen, Vampire und andere Mythengestalten. Schnell muss sie erkennen, dass etwas Düsteres an der Akademie lauert. – Ich kann nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Aber es ist so sehr nach dem typischen Schema geschrieben, dass ich größtenteils nur gelangweilt war.
Edens Star: EdenS6 bereiten sich gerade auf ihre Welttournee vor, als eine der Tänzerinnen ausfällt. Anna, die Deutschland verlassen hat, um in Korea Idol zu werden, wird als Ersatz engagiert. Dabei trifft sie auf Juhyun, besser bekannt als Idol Sky, und zwischen beiden stimmt direkt die Chemie. Doch Beziehungen sind im Idolbusiness verboten. – Ari N. Kangs Debüt konnte mich direkt überzeugen. Allein die Arbeit, die sie in die Entwicklung der Charaktere gesteckt hat, ist auf jeder Seite spürbar.
Problematic Summer Romance: Maya liebt ihren Bruder, aber würde doch alles geben, um nicht nach Sizilien zu seiner Hochzeit zu fliegen. Denn sein Trauzeuge ist sein bester Freund Conor Harkness. Das Problem: Maya ist in Conor verliebt, aber der ist 38 und sie gerade 23 und mit der Uni fertig. Doch in der romantischen Villa in Taormina verbringen die beiden mehr Zeit miteinander als geplant und was wäre da besser als eine kleine romantische Geschichte, auch wenn sie problematisch wäre. – Ich wollte den Age Gap Trope hassen, aber Ali Hazelwood hat mich wieder absolut in den Bann gezogen. Ich liebe die Geschichte.
Mrs. Potts Mordclub und der tote Bräutigam: Judith Potts wird vom schwerreichen Sir Peter Bailey zu dessen Hochzeit eingeladen, da er um sein Leben fürchtet. Und dann stirbt er auf seiner Hochzeit wirklich. Während die Polizei von einem Unfall ausgeht, ist sich Judith sicher, dass es Mord war. Zusammen mit ihren Freundinnen Suzie und Becks ermittelt sie heimlich weiter. – Wieder eine spannende Geschichte mit verblüffender Auflösung. Werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.
Penelope 4: Das Jagdturnier hat begonnen und Penelope landet bei der Teeparty der hochnässigen weiblichen Sprößlingen der Adelsfamilien. Nachdem sie dort durchgehend beleidigt wurde, wagt sie sich ebenfalls an die Jagd. Doch dort begegnet sie erneut dem Crown Prince, der jedoch von Attentätern verfolgt wird. – Hatte mich etwas mit der Reihe versöhnt und dann kam der Cliffhanger am Ende. Jetzt habe ich leider wieder keine Lust auf den nächsten Band.
Seoulicious: Suki und Yoona sind Zwillinge und leben als Kinder koreanischer Einwanderer in Hamburg. Während Suki jeden Tag mit Rassismus und ihrer Identität kämpft, baut sich Yoona eine Karriere als Influencerin auf. Nach einem Zusammenbruch reist Suki nach Korea zu ihren Großeltern. Doch ihr neu gewonnener Frieden hält nur kurz, denn Yoona geht viral. Leider mit Sukis Stimme. Um den Schwindel nicht auffliegen zu lassen, nimmt Suki als Yoona an einer Kochshow teil. Dort trifft sie auf Jin, der als Idol aus mehreren Gründen Tabu ist. – Auch, wenn es ein K-Pop Roman ist, so steckt doch so viel Identität und Own Voice drin, dass es nochmal einen ganz besonderen Twist hat. Große Empfehlung.
Das MCU war eigentlich abgeschrieben. Nach der grandiosen Phase Drei, kam der tiefe Fall in Phase Vier, wo es kein richtiges Highlight mehr gab und ein enttäuschender Film folgte auf den anderen. Die fünfte Phase sollte nun alles wieder richten, dafür wurden auf frühere Steckenpferde gesetzt, wie Guardians oft he Galaxy oder Deadpool. Selbst ein Urgestein – Captain America – konnte einfach nur noch enttäuschen. Das es dann ausgerechnet die Charakter-Resterampe Thunderbolts nun richten könnte, konnte keiner ahnen. Warum auch mich der Film aber überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten.
Meine Meinung
Irgendwie habe ich die Marvel Filme nur noch aus Gewohnheit geschaut. Schon lange freue ich mich nicht mehr darauf und Erwartungen habe ich auch keine mehr. So war es auch bei den Thunderbolts. Schon der Trailer zeigte die Auswahl an Charakteren und es wirkte stark nach dem Motto „Wen haben wir noch nicht komplett verbraten?“ Während Yelena aus Black Widow und Hawkeye zumindest noch mit einem halbwegs etablierten Charakter aufwarten konnte, hatten wir dann auch Ghost aus Ant-Man and the WASP, an die sich kaum noch jemand erinnert hat, den Red Guardian, der auch irgendwie in Black Widow nur der lustige Sidekick war und dann auch noch John Walker aus Falcon and the Winter Soldier, also ein Charakter, der schon der Serie super nervig war und ich mich sehr freute, ihn nicht nochmal sehen zu müssen. Aber zu früh gefreut. Achja, vergessen wir nicht Bucky, der zwar im halben MCU anwesend war, aber irgendwie immer noch keinen richtigen Platz hat und gern immer wieder eingesetzt wird. Jetzt halt als Senator und nicht mehr als Winter Soldier. Oh und Bob. Aber zu Bob kann ich nicht so viel sagen, außer: ich bin ein großer Fan von Bob. Mit den schlechtesten Grundvoraussetzungen, ging ich also in den Film und war schon von der Anfangssequenz um Yelena sehr begeistert. Hier wurde kein großes Actionbattle aufgemacht, sondern herrliche selbstironische Kämpfe, die auch gleich den Grundton des Films zeigen. Denn statt eines weiteren patriotischen „Wir müssen die Welt retten“ Film, bekommen wir hier sehr verletzliche Held*innen. Charaktere mit Tiefgang, die sich alle mit sich selbst auseinandersetzen müssen. Wir bekommen Themen, wie Depression, Einsamkeit und allgemein mentale Gesundheit. Unterbrochen werden die ernsten Themen von gut choreographierten Kämpfen und dem typischen Marvelhumor, der solange fehlte. Keine platten Gags, sondern Witze, die aus den Schlagabtauschen der Charaktere basieren. Während die Story am Anfang ziemlich nach Schema F konstruiert wirkt, zeigt sich gerade im großen Finale, dass hier eine Menge an Einfallsreichtum genutzt wurde, um eben mal nicht die große Endschlacht im eigentlichen Sinne zu führen. Auch hier zeigte sich wieder, dass gut geschriebene Charaktere deutlich mehr Wert sind, als viele Effekte übereinander zu legen. Und so kann dieser kleine Film, der eigentlich im Schatten vom groß angekündigten Captain America 4 stehen sollte, überzeugen und macht doch wieder Lust auf mehr aus dem Hause Marvel. Zumindest wenn weiter den neueren Ideen Platz gegeben wird.
Das Fazit
Thunderbolts* ist endlich mal wieder ein gut funktionierender Film aus dem Hause Marvel, der sich traut vom bekannten Schema abzuweichen und auch einfach mal nachdenklicher zu sein, statt reiner Actionpathos. Damit allein rettet es vielleicht nicht das MCU, macht aber Hoffnung auf die Zukunft. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
Thunderbolts* läuft seit dem 01.05.2025 in den deutschen Kinos
Nach dem enttäuschenden dritten Teil der Jurassic World Reihe 2022 hatte ich eigentlich mit dem Franchise abgeschlossen. Habe mich lieber dem Original – sprich dem Buch von Michael Crichton – zugewandt. Doch dann kam der Trailer zu Die Wiedergeburt und allein der Cast hatte mich komplett überzeugt. Doch auch die Geschichte klang neuartig genug und die gezeigten Szenen sagten mir auch sehr zu. So gab ich dem Ganzen noch eine Chance. Warum hier nicht alles gut, aber bei weitem besser ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Was bisher geschah
Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.
Kurz zusammenfassen werde ich nur die Filme der Jurassic World Reihe. Die Filme der Jurassic Park Reihe sind eine gute Ergänzung dazu und hilfreich vorher gesehen zu haben.
In Jurassic World erlebten wir den neu gebauten Freizeitpark Jurassic World. Alles ein bisschen neuer und ein bisschen moderner als der frühere Jurassic Park. Wie schon früher gab es einige freilaufende Dinos und die fleischfressenden waren natürlich gut weggesperrt. Als von Leiterin Claire die Neffen Gray und Zach den Park besuchen, hat sie leider nicht so viel Zeit, wie sie gerne hätte. Denn soeben haben sie einen ganz neuen Dino gezüchtet, den Indominus Rex. Gepaart mit einigen verschiedenen Lebensformen und einer hohen Portion an Intelligenz, hält der Indominus Rex leider so gar nichts von Käfigen. Nun muss Claire nicht nur ihre Neffen retten, sondern auch den Park evakuieren. Ihr zur Seite steht Owen. Drei Jahre nach Schließung von Jurassic World droht der Vulkan auf der Isla Nubla auszubrechen und alle noch dort lebenden Dinos unter einer Lavaschicht zu begraben. Während der Kongress noch über das Für und Wider diskutiert, bekommt Claire ein Angebot von Eli Mills. Dieser verwaltet Sir Benjamin Lockwoods Vermächtnis und bietet Claire eine neue Zufluchtsstelle für die Dinos. Doch einmal auf der Insel angekommen, arbeiten Mills Einsatztruppen gegen Claire und Owen. Die Dinos werden auf Lockwood Manor gebracht, wo (wieder einmal) ein Überdino gezüchtet wird. Claire und Owen müssen erkennen, dass die Dinos für eine private Auktion vorbereitet werden. Zeitgleich lernen sie Masie kennen, um deren Existenz ebenfalls ein großes Geheimnis gemacht wird. Es stellt sich heraus, dass Masie ebenfalls wie die Dinos aus einem Stück DNA geschaffen wurde. Am Ende drohen alle Dinos durch Cyanwasserstoff zu ersticken und Claire entscheidet sich schweren Herzens dafür. Doch Masie bringt es nicht übers Herz und lässt die Dinos frei. Fortan leben diese in freier Wildbahn. Vier Jahre später wird Maisie entführt und Owen und Claire machen sich auf die Verfolgung. Dabei landen sie in einem Biosyn Reservat, das eigentlich für den Schutz der freilebenden Dinos steht. Doch auch die frühere Gruppe (Jurassic Park) um Ian Malcolm, Ellie Sattler und Alan Grant hat sich hier eingefunden, da sie genveränderten Heuschrecken gefolgt sind. Zusammen finden sie heraus, dass Biosyn die Landwirtschaft kontrollieren wollte, dabei einen Fehler begangen hat. Durch Maisie wollen sie diesen rückgängig machen. Doch die fünf Erwachsenen bringen sie unter ihre Fittiche und versuchen zu fliehen, wobei sie sich mehreren Begegnungen mit den Dinos stellen müssen. Letztlich können sie entkommen und Owen, Claire und Maisie leben wieder friedlich in ihrer Abgeschiedenheit und die Heuschreckenplage kann eingeschränkt werden.
Die Handlung
Die letzten überlebenden Dinosaurier haben sich in ein Gebiet rund um den Äquator zurückgezogen, für die fortan ein Reiseverbot herrscht. Martin Krebs engagiert eine Gruppe von Söldner*innen und den Wissenschaftler Dr. Henry Loomis, um von den drei größten Spezies zu Wasser, Land und Luft Proben zu entnehmen. Damit will er ein Medikament gegen Krebs entwickeln lassen. Auf der Reise begegnene sie einer Schiffsbrüchigen Familie und jeder Menge unvorhergesehener Gefahren.
Meine Meinung
Eigentlich bin ich sehr leicht glücklich zu machen. Ein Film mit Dinosauriern? Ich bin sofort dabei und im Kino anzutreffen. Doch die immer schlechter werdenden Handlungen der Reihe, hat mich dann doch so sehr abgeschreckt, dass ich mit dem Franchise abgeschlossen hatte. Ich meine, im ersten Jurassic Park gab es irgendwo noch diesen Wow-Effekt, auch wenn „nur“ ein Langhals zu sehen war, der mit dem Kopf zu den in den Baumkronen ausharrenden Charakteren kam. Von diesem Effekt sind wir leider schon lange weg, weswegen sich immer mehr auf die Fleischfresser und die Jagd konzentriert wurde. Doch eine Scarlet Johansson, ein Mahershala Ali und obendrauf noch einen Jonathan Bailey? Ich war wirklich wieder angetan und gespannt, was die Wiedergeburt mit dem Franchise anstellt. Und dann sah die Handlung auch noch halbwegs spannend aus. Aber zurück auf Anfang. Zunächst bekommen wir eine kurze Vorgeschichte, um die Existenz einer neuen Insel einzubringen, mit – ihr ahnt es schon – neuen und nochmal gefährlicheren Dinos. Zeitsprung in die Gegenwart. Die Dinos, die im dritten Teil entkommen sind, kamen mit dem heutigen Klima nicht zurecht und sind am Aussterben. Durchaus logisch und nachvollziehbar, aber auch ein guter Trick, um die Auswirkungen der bisherigen Filme einfach einzudämmen. Aber die ein oder andere Konstante gibt es dann doch, denn mal wieder gibt es ein Biotech-Unternehmen, das die Dinos nutzen will. Diesmal wenigstens für ein Medikament gegen Krebs – und keine Angst, im Laufe des Films gibt es noch Platz für Diskussionen über die Pharmaindustrie. Dafür brauchen sie aber die DNA von drei ganz bestimmten Dinos. Diese leben noch in einem Gebiet rund um den Äquator. Und ganz praktisch ist mindestens eins davon mit einem Tracker ausgestattet. Schnell noch einen Wissenschaftler und ein Söldner-Team angeheuert und schon geht es los. Aber die großen und weiterentwickelten Dinos reichen nicht so richtig für eine vollständige Handlung und die abgebrühten Söldner*innen bieten zwar auch Platz für tolle Charaktere, witzige Dialoge und ausgeklügelte Actionszenen. Aber aus irgendeinem Grund mussten noch ein paar Leute mit in den Film, die wirklich schreiend vor den Dinos wegrennen. Also kommt schnell noch eine schiffsbrüchige Familie dazu, die auf das andere Team trifft und dann irgendwie mittendrin ist in ihrem ganz persönlichen Albtraum. Und so haben wir zwei Geschichten, die teilweise parallel erzählt werden und teilweise zusammen treffen. Ob wir diesen zweiten Handlungsstrang wirklich gebraucht hätten, sei mal da hingestellt, aber zumindest bekommen wir mit Familie Delgado und einem T-Rex eine ikonische Szene aus dem Buch, die bisher so noch nicht umgesetzt wurde. Aber grundsätzlich bleibt zu sagen: Die Wiedergeburt ist wirklich spannend. Hier wurde zwar auch klar mehr auf die Actionszenen als auf die Wow-Szenen gesetzt, aber ich war die komplette Laufzeit von 134 Minuten im Film drin und wollte immer wissen, was als nächstes passierte. Auch als am Ende … nun nicht wirklich hübsche Dinos aufgetaucht sind. Wer auch immer den D-Rex entworfen hat und einfach T-Rex mit Elementen aus Alien und Star Wars gekreuzt hat, hat eigentlich gute Franchises aufgegriffen dafür, aber das Ergebnis ist leider einfach nur hässlich. Und damit halt auch irgendwie gar nicht mehr beeindruckend. Aber ein T-Rex reicht dem Publikum wohl nicht mehr – womit sich schon eine Theorie aus dem ersten Jurassic World Film bewahrheitet hat. Darüber hinaus bietet der Film aber neben der Action und den Dinos auch genau die richtige Mischung zwischen Ernst und Humor, sodass der Einfluss der Pharmaindustrie oder Verluste im Team auch gut dargestellt werden, der Tonfall des Films ist aber generell eher locker, was gerade mit Scarlett Johanssons Charakter wunderbar funktioniert. So ist die Wiedergeburt bestimmt kein perfekter Film, aber er macht Spaß, und lohnt sich definitiv im Kino zu erleben. Ob das Franchise nun zwangläufig weiterlaufen muss, sei mal dahingestellt, aber wenn noch ein Film mit einer etwas erfrischerenden Idee, wie hier, erscheint, wäre ich nicht mehr komplett abgeneigt.
Das Fazit
Jurassic World – die Wiedergeburt erfindet das Franchise nicht neu, bringt aber einen erfrischenden Wind rein, mit einer durchdachten Handlung, tollen Charakteren, einer guten Portion Witz und gut gemachter Action. Lediglich an der Optik einiger Dinos sollte nochmal gefeilt werden. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
Jurassic World – die Wiedergeburt läuft seit dem 03.07.2025 in den deutschen Kinos
Juli ist der Disability Pride Month. Nachdem im Juni die Sichtbarkeit der queeren Gemeinschaft gefeiert wurde, geht es im Juli darum, auf Behinderungen aufmerksam zu machen, Menschen mit Behinderung sichtbar zu machen und Klischees und Vorurteile abzubauen. Wie schon im letzten Jahr, will ich euch auch diesmal eine Auswahl an diversen Repräsentationen in Filmen und Büchern geben – Serien habe ich leider keine im vergangenen Jahr gesehen.
Schlachtenlärm in Vertikow
Die Handlung: Eigentlich wollte Peer mit seiner Frau Sascha nur einen Ausflug zur Heimatstätte Vertikows machen. Doch dann wird eine Leiche gefunden, die dort wohl schon seit einer großen Schlachtnachstellung liegt. Peer wittert einen neuen Fall, doch der Hauptkommissar macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Bis sich gleich zwei Frauen bei Peer melden, da sie ihre Unschuld beweisen wollen. Und so stürzt sich Peer doch wieder in die Ermittlungen.
Warum das Buch so wichtig ist: Was macht ein Organist, der seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann, weil er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und nicht mehr die Treppen zur Orgel hochkommt? Genau Detektiv spielen und einen Mord aufklären. Unser Protagonist sitzt jetzt schon ein bisschen länger im Rollstuhl als noch in Band Eins oder Band Zwei, kommt aber mit einigen Einschränkungen noch immer nicht so gut zurecht. Sein kleines Dorf ist nicht wirklich barrierefrei, auch wenn hier versucht wurde ein bisschen Abhilfe zu schaffen und auch wenn ihm die Bewohnenden viel versuchen zu helfen, so kämpft er doch mit der Frustration, hadert mit sich und seinem Körper. Gerade hier im dritten Band wird auch nochmal gezeigt, dass Peer auch nicht das größte Feingefühl hat und daher gern Menschen vor den Kopf stößt.
Die Gesetze der Magie
Die Handlung: Willow will nichts weiter als ihren Doktor am Trinity College machen. Doch trotz der Zusage hat ihr Professor sie nicht aufgerufen. Kurz darauf landet sie an einem geheimen College, wo die Gesetze der Magie mithilfe der verschiedenen Naturwissenschaften erforscht werden. Doch ein plötzlicher Todesfall lässt das Institut unruhig werden.
Warum das Buch so wichtig ist: Im vergangenen Jahr war es irgendwie besonders schwierig Geschichten zu finden, die Menschen mit Behinderung im Vordergrund hatten. Also habe ich mich nach gut geschriebenen Nebencharakteren umgesehen und bin dabei über die Gesetze der Magie gestoßen. Hier haben wir eine Kommilitonin von Willow, die gehörlos ist. Also in einer Welt voller Magie und deren Möglichkeiten, gibt es immer noch Behinderungen und sie lernt damit zu leben. Auch die anderen am Institut akzeptieren es, müssen aber auch damit umgehen lernen. Das wird hier gut aufgezeigt, auch wie einem schnell unangemessene Sprüche rausrutschen oder Barrieren im Alltag schnell übersehen werden.
Ein Mörder auf der Gästeliste
Die Handlung: Lilly verbringt Weihnachten im Hotel der Familie von ihrer besten Freundin Zelda. Um deren Mutter zu überraschen haben sie ihren Großvater eingeladen, damit sie sich mit ihm aussöhnen kann. Doch das geht gehörig schief. Und während ein Schneesturm sie alle einsperrt, kommt es zu einem Mord.
Warum das Buch so wichtig ist: Ebenso wie Die Gesetze der Magie hat Ein Mörder auf der Gästeliste einen blinden Nebencharakter. Da wir uns hier größtenteils innerhalb der Familie aufhalten, sind hier die Vorurteile geringer, da einige schon viele Jahre mit ihr zusammenleben. Doch als sie zu einer der wichtigsten Zeuginnen wird, scheint ihr niemand zu glauben. Denn sie hat ja nichts sehen können und sich den Geruch vielleicht nur eingebildet? Hier findet die Autorin am Ende eine sehr gute Lösung, wie alles erklärt wird und wie die Familie vielleicht von Anfang an auf sie hätte hören sollen.
Was ist schon normal?
Die Handlung: Pablo und Lucien haben frisch ein Juweliergeschäft ausgeraubt. Um vor der Polizei zu fliehen geraten sie in den Bus einer Gruppe Menschen mit Behinderung, die auf dem Weg ins Sommercamp ist. Während Pablo sich ebenfalls als behindert ausgibt, mimt Lucien dessen Sonderpädagoge. Dabei werden sie mit ihrer eigenen Weltsicht konfrontiert und erleben ein unvergessliches Abenteuer.
Warum der Film so wichtig ist: Natürlich ist das ganze eine Komödie, aber hier konnte man auch einfach ganz befreit lachen, weil der Film es sehr gut schafft, sich eher über die Vorurteile und Klischees lustig zu machen als über die Charaktere mit Behinderung. Über den übereifrigen Betreuer, der dadurch aber auch nicht auf die Bedürfnisse der Mitreisenden eingeht, oder auch über andere Menschen im Supermarkt, die sich am „Anders“ sein unserer Gruppe zu stören scheinen. Über ihre Engstirnigkeit, die aufs Korn genommen wird, kann man sehr gut lachen und der Film dreht es immer wieder so, dass man über Handlungen und nicht über Behinderungen lacht. Damit schafft er den feinen Spagat, wie es nur wenige Filme mit ähnlicher Prämisse schaffen.
Habt ihr Empfehlungen für eine gute Repräsentation von Behinderungen in Film/Serien/Büchern? Dann immer her damit!