Eine Reihe betrüblicher Ereignisse

Netflix Original Serien sind grundsätzlich schon immer ein gutes Qualitätsmerkmal. So war auch beim neuesten Werk aus dem Hause Netflix gleich wieder mein Interesse geweckt. Zumal mich damals bereits die Filmvorlage begeistern konnte. Die literarische Vorlage aus der Feder von Lemony Snicket ist mir dagegen bisher unbekannt.

Die Baudelaire Kinder Violet, Klaus und Sunny werden ohne Vorwarnung zu Waisen, als ihre Eltern bei einem Feuer sterben. Der Bankier Mr. Poe verwaltet den Nachlass, der ein gewaltiges Vermögen beinhaltet, und gibt die Kinder an ihren angeblichen Vormund Graf Olaf weiter. Ab hier treten eine Reihe betrüblicher Ereignisse auf.

13 Bücher umfasst die Buchreihe von Lemony Snicket über das Schicksal der Baudelaire-Waisen. Eine Auswahl dieser Bücher wurde in dem gleichnamigen Film mit Jim Carrey in der Hauptrolle 2004 verfilmt. Dies hagelte viel Kritik von Seiten der Buchfans, da so weder die Gesamtheit der Werke noch die einzelnen Teilstücke repräsentativ wiedergegeben werden konnten. Diesem Problem hat sich Netflix gestellt und eine Serie kreiert, in der sich je eine Doppelfolge mit einem Buch befasst. So wurden in der ersten Staffel die ersten vier Bände “Der betrübliche Anfang”, “das Haus der Schlangen”, “der Seufzersee” und “die unheimliche Mühle” in acht Folgen verfilmt. Jede Folge geht ca. 60 Minuten.
Das Intro wurde von Neil Patrick Harris, der Jim Carrey als Graf Olaf beerbt, eingesungen und passt sich textlich den einzelnen Episoden an. Leider wurde es etwas unbeholfen ins deutsche übersetzt, wobei dies einen lästigen Untertitel erspart, damit jeder den Text des Intros auch versteht. Ins Ohr geht das Intro auf jeden Fall!
Erzählt wird die Geschichte vom Autor Lemony Snicket höchst selbst – zumindest als fiktiver Charakter. Denn Snicket ist ein Pseudonym des Autors Daniel Handler, der sein Pseudonym auch immer wieder in die Geschichte einbaute. So erhielt Lemony Snicket eine eigene Persönlichkeit mit einer eigenen Vergangenheit. Snicket kommuniziert immer mit der Kamera und somit mit dem Zuschauer und agiert nicht mit den anderen Charakteren. Die Protagonisten der Serie sind die Baudelaire-Geschwister. Violet ist die älteste und die Erfinderin der drei. Klaus ist das mittlere Kind und die Leseratte. Sunny ist noch ein Baby, beißt aber unglaublich gerne auf harten Sachen herum. Durch ein Feuer verloren sie ihre Eltern und ihr Zuhause. Daraufhin kommen sie zunächst in die Obhut von Mr. Poe, einem Bankier, der den Nachlass der Baudelaires verwaltet. Dieser gibt die Kinder schließlich in die Obhut von Graf Olaf, ihrem Vormund. Dieser wohnt in einem halb verfallenen Haus zusammen mit seiner “Theatergruppe” voller Krimineller. Die Kinder bekommen das verfallendste Zimmer und werden für die anfallenden Hausarbeiten missbraucht. Schnell wird klar, dass Graf Olaf nur hinter dem Vermögen der Baudelaires her ist, welches Violet aber erst mit ihrer Volljährigkeit erhält. Dies ist aber erst der Anfang der Reihe betrüblicher Ereignisse, die im Zusammenhang mit den Baudelaire Geschwistern passieren.
Neil Patrick Harris ist die perfekte Besetzung für Graf Olaf. Er schafft es immer wieder in die verschiedenen Kostümierungen zu schlüpfen und man kann ihn dabei trotzdem noch ernst nehmen. Auch spielt er die Rolle mit einer Leichtigkeit, die seinesgleichen sucht. Während Jim Carrey in der Verfilmung die Rolle ein wenig ins Lächerliche zog und sehr übertrieben agierte, spielt Harris die Rolle zwar auch Extrem, aber er braucht keine übertriebene Gestik und Mimik um überzeugend zu spielen.
Auch der übrige Cast spielt überzeugend und authentisch ohne zu viel in die Szenen zu interpretieren. Gerade die Baudelaire Geschwister, die allesamt noch sehr jung sind (Jahrgang 2003 und 2001), spielen ihre Rolle sehr gut. Die kleine Sunny hatte dabei bisher nur die Rolle süß auszusehen. Immerhin wurde hier mit Presley Smith ein reales Baby für die Rolle gecastet, im Gegensatz zu mehreren Gerüchten vorab, die Sunny per CGI in die Handlung einfügen wollten.
Der Spannungsgrad dürfte für Nicht-Kenner der Buchreihe relativ hoch sein, andererseits laufen die einzelnen Folgen immer wieder nach einem ähnlichen Schema ab, wo das Ende relativ schnell absehbar sein dürfte. Trotzdem wird die Serie an keiner Stelle langweilig oder zäh, sondern überrascht immer wieder mit interessanten neuen Einfällen.

Alles in allem auf jeden Fall eine sehr sehenswerte Serie mit einem unglaublich gut spielenden Neil Patrick Harris.

The Crown

Netflix ist bekannt immer wieder selbst teure und aufwändige Serien zu produzieren. Nach Downton Abbey wollte ich wieder vom englischen Adel verzaubert werden. Und so entführte mich The Crown in die Zeit der Regentschaft von Königin Elisabeth II., der noch immer amtierenden Königin von England.

Prinzessin Elisabeth muss nicht nur mit dem unerwarteten Tod ihres Vaters des Königs zurecht kommen, sondern wird auf einmal überflutet mit den Verantwortungen einer Königin. Gleichzeitig wird ihr Ehemann Philipp immer wieder in seine Schranken verwiesen und seine Freiheit auf ein Minimum eingeschränkt und ihre Schwester Marguerite versucht eine unmögliche Hochzeit durchzusetzen. Dies und viele Sorgen mehr lasten auf der jungen Königin.

The Crown begleitet in der ersten Staffel Elisabeth von ihrer Hochzeit mit Philipp über ihre Krönung bis zur Abdankung Churchills. Dabei wird das Leben der Königin sowohl in ihrer Form als Königin als auch in ihren privaten Entscheidungen dargestellt. Dabei hat man von Elisabeth bald einen ganz anderen Eindruck, als man ihn vor der Serie hatte. Bisher kannte man sie nur aus dem Fernsehen bei Paraden oder ähnlichem. Aber die Seite, die immer hinter der schützenden Mauer des Buckingham Palace zum Vorschein trat, ist vor den Medien immer gut abgeschirmt geblieben. Man lernt ihre rebellische und ihre verletzliche Seite kennen. Gleichzeitig erfährt man aber auch einiges über ihre Wegbegleiter, über Winston Churchill, über ihre Schwester Marguerite und über den Mann an ihrer Seite Philipp.
Mit einem Budget von ca. 80 Millionen US-Dollar ist The Crown bis dato das teuerste Projekt von Netflix. Und das sieht man der Serie auch an. In jeder Kulisse und in jedem Kostüm stecken viel  Arbeit und eine Liebe zum Detail, die ihresgleichen sucht. Gleichzeitig wurden sehr passende Darsteller gefunden. Hier sticht vor allem Claire Foy als Königin Elisabeth II. heraus. Ihre Mimik spiegel immer pointiert ihre Gedanken wieder, ohne das sie dabei auf altbekannte Muster zurückgreifen muss. Meist reicht schon eine kleine Variation in ihrem Blick aus, um dem Zuschauer verständlich zu machen, dass sie gerade dabei ist ihre Meinung den Umständen anzupassen. Etwas gewöhnungsbedürftiger dürfte da Matt Smith als Philipp sein, vor allem für alle, die ihn als elften Doktor aus der beliebten Serie Doctor Who kennen. Er spielt den Philipp sehr gewählt, aber doch schleicht sich bei mir immer wieder das Bild von ihm mit Fliege und Fez ein, was etwas hinderlich ist. Den restlichen Cast konnte ich jedoch ohne Vorurteile genießen und jeder spielte seine Rolle auf seine ganz eigene Art faszinierend und passend.
Die Handlung selbst ist ein ewiges auf und ab mit Highlights und Erschütterungen. So ist die Krönung natürlich ein absolutes Highlight, gleichzeitig aber der Tod des früheren Königs eine Erschütterung. Nebenbei erfährt man auch noch einiges über die Geschichte und Politik Englands nach dem zweiten Weltkrieg, beispielsweise die große Smogwelle, die London in einen Nebel packte und tagelang festhielt. Gleichzeitig bekommt man einen Einblick, inwieweit die Krone Einfluss auf die aktuelle Politik hat, bzw. Inwieweit die Politik versucht Dinge vor der Krone geheim zu halten. Da die britische Monarchie eigentlich nur noch Repräsentationszwecken dient, zumindest laut Schulunterricht, so ist es doch interessant zu sehen, dass die Monarchie doch irgendwo ihre Hand in der Politik hat.
Trotz mitunter längerer Dialoge und einigen längeren Szenen ohne Aussage, bleibt die Serie durchgehend sehr spannend. Trotzdem ist die Serie nur zu empfehlen, wenn man sich zumindest ein bisschen für die Thematik interessiert. Das Intro ist schön gestaltet und führt mit stimmungsvoller Musik entlang der Krone. Zu den inspirierendsten Intros zählt es aber nicht.

Eine sehr empfehlenswerte Serie, die eine große Vorfreude auf die zweite Staffel schürt.

Westworld

Meine Twitter und Facebooktimeline ist bereits seit ein paar Wochen voll mit Jubelausrufen über die neue HBO-Serie „Westworld“, die nicht selten als das neue „Game of Thrones“ bezeichnet wurde. Als Sky zu Weihnachten die Serie endlich auch mit deutschem Untertitel herausbrachte, nutze ich die paar freien Tage und überzeugte mich selbst von der Qualität.

Dolores Abernathy scheint auf dem ersten Blick ein ganz normales Leben in den USA zur Zeit des Wilden Westens zu leben. Doch ihr Leben ist voller Leid und Tod. Denn Dolores ist Teil des großen Freizeitparks „Westworld“, in dem die Reichen für gutes Geld in die Vergangenheit eintauchen können, um den „realen“ Wilden Westen zu erleben. Dolores Erinnerung wird jeden Tag zurückgedreht, so dass sie jeden Tag das gleiche erleben kann, ohne sich an den vorherigen Tag zu erinnern. Doch merkt sie wirklich nicht, was mit ihr geschieht?

Da Game of Thrones sich doch langsam aber sicher dem Ende zuneigt, hat HBO nun ein neues Großprojekt, das ordentlich Geld einspielen soll. Aber zunächst hat HBO ordentlich Geld in die Serie gesteckt – und das sieht man ihr auch an. Denn zunächst wurde eine Reihe namenhafter Schauspieler ausgewählt, allen voran Anthony Hopkins. Nachdem Hopkins in letzter Zeit sein Können an eher schwache Filme verschenkte, kehrt er nun als Schöpfer des „Westworld“-Parks Dr. Robert Ford zurück und schafft es, wie seinerseits als Hannibal Lector, einen Charakter zu schaffen, bei dem wir nie genau wissen, was er denkt, fühlt oder plant. Aber auch Namen, wie Ed Harris, Jeffrey Wright, James Marsden und Thandie Newton zeigten den guten Schauspielcast der Serie. Andere Namen, wie beispielweise Evan Rachel Wood, die die Protagonistin Dolores spielt, waren mir vorher komplett unbekannt, konnten aber auch allesamt überzeugen.
Westworld beginnt sehr langsam und führt den Zuschauer ruhig in die Welt ein. Der Zuschauer lernt zunächst „Westworld“ selbst kennen und erst als man selbst merkt, dass etwas nicht stimmen kann, wird dem Zuschauer auch die Welt um Westworld herum vorgestellt. Zumindest die Produktionseinrichtung, denn das Gebäude wird nie verlassen. So weiß der Zuschauer zwar, dass die Serie in der Zukunft spielt, sieht aber die grundlegenden Veränderungen außerhalb nicht (das wäre mal ein interessanter Ansatz für die zweite Staffel). Nach circa der Hälfte der Staffel wechselt Westworld das Tempo. Während sich vorher hauptsächlich auf die Vorstellung der Möglichkeiten des Parks und der guten Einführung der Charaktere konzentriert wurde, wird nun der Haupttwist der Serie eingeführt. Damit einhergehend steigt die Spannung um ein vielfaches auf ein sehr hohes Niveau. Da sich im Laufe der Serie mehrere Handlungsstränge ergeben, die erst im großen Showdown wieder zusammengeführt werden, ist für jeden ein passendes Thema dabei. Auch führt dies dazu, dass man gerade mit einem Handlungsstrang mitfiebert, dann zu einem anderen geschaltet wird, und man vorm Fernseher sitzt und diesen anmault, dass man aber wissen will, wie es mit dem anderen weitergeht. Grundsätzlich sind aber alle Handlungen so spannend gestaltet, dass man sowieso bei allen wissen will, wie sie weitergehen.
Die Drehorte in den USA sind gut ausgewählt und führen zu einem optischen Augenschmaus vom Feinsten. Denn allein eine Kamerafahrt über Westworld bzw. über einen Nationalpark in den USA lohnt sich anzusehen. Auch die scheinbare Endlosigkeit des Parks begeistert beim Sehen der Serie. Auch die Requisiten im Park und die Maschinen zur Schaffung der Hosts leben von einer Liebe zum Detail und sorgen dafür, dass sich die Serie qualitativ vom Alltagsbrei abhebt.

Alles in allem kann Westworld begeistern und ist eine Serie, die süchtig macht. An Game of Thrones kommt sie jedoch nicht heran.

Ausblick auf das neue Jahr 2017

Hallo ihr Lieben,
nachdem wir in den letzten Tagen zunächst auf das Jahr 2016 zurückgeblickt haben, soll es nun um die möglichen Highlights des Jahres 2017 gehen. Mein großes Ziel (das ich in den letzten Jahren immer knapp verpasst habe) ist es dieses Jahr endlich auf die 100 Kinobesuche zu kommen. Ich betone das Wort Kinobesuche, da es mir weiterhin nicht möglich ist, die Sneak-Preview zu besuchen, sondern die Cinemathek, die aber voraussichtlich das nächste halbe Jahr noch Filme mit Kinostart 2016 zeigen werden.

Meine Liste der Filme, die ich unbedingt noch sehen möchte, ist bekanntlich beinahe endlos. Und natürlich wird die Liste auch 2017 noch größer. Hier die Filme, auf die ich mich 2017 (bisher) am meisten freue.

Die kommenden Filmhighlights

Passengers
The Great Wall
Mein Blind Date mit dem Leben
Hidden Figures – unerkannte Heldinnen
The Lego Batman Movie
Logan
The Boss Baby
Guardians of the Galaxy 2
Star Wars Episode VIII

Bei den unten aufgeführten Serien handelt es sich um Serien, die ich entweder endlich sehen will oder die nächstes Jahr endlich erscheinen sollen bzw. fortgesetzt werden sollen. Natürlich ist auch hier meine Liste an Serien, die ich noch sehen will (oder weitersehen will), sehr sehr lang, also auch hier nur eine kleine Auswahl.

Die kommenden Serienhighlights

American Crime Story
The Crown
Da Vincis Demons
Luke Cage
Man in the high castle
Sherlock – Staffel 4
Game of Thrones – Staffel 7

Und zu guter Letzt wollen wir auch die Buchwelt nicht außer Acht lassen. Immerhin platzen meine Bücherregale bald aus allen Nähten und mein SuB (Stapel ungelesener Bücher) wird nicht kleiner (gut vielleicht sollte ich aufhören ständig neue Bücher zu kaufen…). Hier die Übersicht der Bücher, die ich unbedingt 2017 lesen möchte (was nicht heißt, dass nicht noch sehr viele dazu kommen könnten)

Die kommenden Buchhighlights

Game of Thrones – Unser ist der Zorn
Daughter of Smoke and Bone
BookElements – Die Welt hinter den Buchstaben
Angelfall – Tage der Dunkelheit
Als ich in meinem Alter war
Die Flammen der Zeit
Die Stadt der besonderen Kinder

Was wollt ihr im nächsten Jahr unbedingt sehen/lesen? Welches wichtige Element habe ich vergessen aufzuzählen?

Mein Serienrückblick 2016 – Neue Staffeln

Hallo ihr Lieben,
heute folgt der zweite Teil meines Serienrückblicks mit der Übersicht der Serien, bei denen ich eine neue Staffel gesehen habe. Ich habe versucht die kurzen Kommentare dazu möglichst Spoilerfrei zu halten, so dass auch, wenn jemand die ganze Serie noch nicht gesehen hat, die Kommentare lesen können (wer aber ganz unvoreingenommen an eine Serie gehen möchte, sollte es trotzdem lassen…)

Neue Staffeln, die begeistern konnten

Game of Thrones
Staffel 6
Überlebt Jon Snow doch noch auf unerklärliche Weise? Wird Daenerys in dieser Staffel endlich nach Westeros segeln? Das sind zentrale Fragen, die einen jeden Fan zu Beginn der sechsten Staffel durch den Kopf schossen und auf die wir dringend Antworten wollten. Die Staffel beginnt etwas träge und versucht zunächst alle Handlungsstränge in jeder Folge weiterzubringen. Das gelingt nur mäßig, aber schon bald steigert sich die Spannungskurve sehr stark und das Warten auf die weiteren Folgen wird zur Qual. Gerade die letzten beiden Folgen zeigen, wie unvorhersehbar die Serie ist und wie gut die Gelder in der Serie genutzt werden, um spektakuläre Bilder zu erzeugen. Eindeutig eines meiner Jahreshighlights!

Gilmore Girls
A year in the Life
Nachdem wir 9 Jahre warten mussten, gab es endlich ein Wiedersehen mit Familie Gilmore. Die Charaktere haben sich weiterentwickelt und doch ist einiges geblieben. Lorelai ist endlich mit Luke zusammen, Rory scheint eine gute Karriere als Journalistin zu haben und doch ist vieles gleich geblieben. Eine ausführliche Kritik findet ihr hier.

Neue Staffeln, die eine solide Leistung ablegten

Doctor Who
Staffel 9
Nachdem wir in der 8. Staffel Peter Capaldi als inzwischen 12. Doktor begrüßen durften und er mich als Doktor absolut nicht begeistern konnte, schien auch die neunte Staffel wieder an die Erzählweise der achten anzuknüpfen. Doch nach einer kurzen Aufwärmphase und der Einführung von Maisie Williams als wiederkehrenden Charakter kam endlich wieder neuen Schwung in die Sache und konnte mich wieder wie gewohnt an den Bildschirm fesseln. Jetzt erwarte ich freudig Staffel 10.

Sherlock
The Runaway Bride
Nachdem mir bereits die dritte Staffel nicht mehr so gut gefiel, wie die beiden Vorgänger, war ich auch bei The Runaway Bride, also dem Weihnachtsspecial im Anschluss an die dritte Staffel, sehr skeptisch. Zunächst beginnt die Folge aber auf sehr interessante Art, enttäuschend wird es erst wieder, als versucht wird sie in einen größeren Zusammenhang zu stecken und sie sich daher wieder dem Thema der dritten Staffel nähert. Spannend ist sie trotzdem und dem treuen Fan bleibt zu hoffen, dass die angekündigte vierte Staffel sich wieder auf die ersten beiden zurückbesinnt.

Suits
Staffel 4
Über meine Begeisterung zu der Serie schrieb ich nach den ersten drei Staffeln hier. Am Anfang der vierten haben wir nun erst einmal eine ganz neue Ausgangssituation, die zunächst etwas befremdlich wirkt, sich aber schnell wieder in gewohnte Reihen fügt. Leider kann die vierte Staffel nicht mehr mit dem Witz, den coolen Dialogen und dem Charme der vorhergehenden Staffeln mithalten und begeistert daher inzwischen weniger als vorher. Nichtsdestotrotz ist es immer noch eine gute Serie!

Grace & Frankie
Staffel 2
Die Serie um Grace und Frankie, die beide von ihren Ehemännern verlassen wurden, weil diese ihre Liebe zueinander endlich gefunden haben und nun heiraten wollen. Beide haben sich in der zweiten Staffel nun in ihr Schicksal gefügt, als immer neue Probleme auftauchen. Die überkorrekte Grace und die quirlige herrlich verrückte Frankie bilden auch diesmal wieder ein sehr ungleiches Paar und haben wieder mit ihrer Freundschaft zu kämpfen. Vom Tempo her hat es ein wenig nachgelassen im Vergleich zur ersten Staffel, aber es ist noch immer eine tolle Serie. Meine Kritik zur ersten Staffel findet ihr hier.

Unbreakable Kimmy Schmidt
Staffel 2
Kimmy Schmidt war über Jahre in einem Bunker gefangen, weil sie in die Fänge einer Sekte geraten ist. In der ersten Staffel wurde sie befreit und stolperte mit ihrer quirligen und unbeirrbaren positiven Art durch das Leben. In der zweiten Staffel versucht sie sich als Uber-Fahrerin, muss sich um ihre Chefin kümmern, die ihren reichen Mann verlassen hat und nun das erste Mal ohne Geld auskommen muss, und bekommt eine Psychologin mit Alkoholproblem. Als das ist wieder verpackt in eine quietschbunte Serie voller liebenswerter Charaktere, nimmt aber auch vom Tempo her etwas ab, im Gegensatz zur ersten Staffel (Kritik dazu findet ihr hier).

Neue Staffeln, die enttäuschten

American Horror Story
Staffel 3 – Coven
Das schöne an der Serie ist, dass einfach jede Staffel eine eigene abgeschlossene Handlung bietet und sich die Serie so eigentlich nicht so schnell tot laufen sollte. Während ich von der ersten Staffel (Murder House) sehr begeistert war (Kritik hier), enttäuschte mich die zweite Staffel (Asylum) leider eher (Kritik hier). Zu Beginn der dritten Staffel schien nun erst einmal wieder alles besser zu werden. Interessante Charaktere und ganz neuer Ansatz. Diesmal tauchten wir in einem Hexenzirkel der Neuzeit ein, der aber noch im Schatten der Vergangenheit stand. Nach der Einführung der Hauptcharaktere gab es aber leider erstmal einen ordentlichen Durchhänger, was Spannung und gute Ideen anbelangte. Hier wurde die Thematik zu sehr gestreckt, um auf die obligatorischen 13 Folgen zu kommen. Erst beim Staffelfinale konnte sich wieder das gewohnte Gruseln einstellen.

Mein Serienrückblick 2016 – Neue Serien

Hallo ihr Lieben,
mein Filmrückblick muss leider noch ein bisschen warten, dürfte aber auch bald folgen. Dafür gibt es nun pünktlich zum Jahresabschluss meinen Serienrückblick. Dabei geht es um die Serien, die ich in diesem Jahr gesehen habe bzw. weitere Staffeln gesehen habe, und nicht zwangsläufig um Serien, die in diesem Jahr herausgekommen sind. Zur Übersichtlichkeit habe ich die Serien in Kategorien eingeteilt: Zum einen Serien, in denen eine neue Staffel heraus kam, die ich gesehen habe (Beitrag folgt) und zum anderen in Serien, die ich neu entdeckt habe und mindestens eine Staffel gesehen habe (siehe unten). Diese Kategorien werden unterteilt in „begeisternd“, „neutral“ und „enttäuschend“.

Neue Serien, die begeisterten

The Night Manager
Ein John le Carré Roman verfilmt als Miniserie. Sie erzählt die Geschichte von Jonathan Pine, einem Nachtmanager eines Hotels, der nach der Ermordung seiner Geliebten Rache schwört und sich daher in die Organisation Richard Ropers einschleusen lässt, um sie von innen zu zerstören. Eine sehr spannende Miniserie mit exzellenter Besetzung. Hier geht es zur ausführlichen Kritik.

Downton Abbey
Staffel 1-5
England im Jahr 1912, die Titanic ist gerade gesunken, an Bord waren die beiden Erben des Herrschaftssitzes Downton Abbey. So kommt der erste Trubel in das Leben der Bewohner. Wir lernen dabei die Perspektive der Familie selbst und deren Hausangestellten über viele Jahre kennen. Dabei überzeugt vorallem die Vielfalt an Charakteren und verschiedener Handlungen. Hier geht es zur ausführlichen Kritik.

Daredevil
Staffel 1
Marvel und Netflix haben sich darauf geeinigt mehrer Serien zusammen zu drehen. Als erstes startete Daredevil. Der blinde Matt Murdock kann seine Umgebung auf eine ganz eigene Weise wahrnehmen. Als der Geschäftsmann Wilson Fisk systematisch versucht die Stadt zu „verbessern“, sieht Murdock sich in der Pflicht seine Stadt als Daredevil zu retten. Sehr spannende Serie über den Marvel-Helden und die Verschwörungen in Hells Kitchen gepaart mit guten schauspielerischen Leistungen. Allerdings ist Daredevil eine Serie, die man nicht nebenbei gucken kann, sondern sich immer zu 100% auf das Geschehen konzentrieren muss, um auch ja alles mitzubekommen.

Vicious
Staffel 1
Ian McKellen und Derek Jacobi als altes schwules Paar, dass sich zwar immer wieder verbal den Tod wünscht, aber trotzdem in einem so guten Harmonieverhältnis steckt, dass sie sich auf eine ganz eigene Art hassen und lieben und doch durch dick und dünn zusammen gehen. In einer Art Kammerspiel, in der meisten Zeit wird das Wohnzimmer der zwei gezeigt, tauchen immer wieder die gleichen Charaktere mit auf. Da gibt es Violet, die trotz fortgeschrittenen Alters immer noch ihren Traummann sucht und dabei an die schrägsten Typen gerät, und den Nachbarn Ash, einem jungen Mann aus schwierigen Verhältnissen, der in den beiden Alten Freunde fand. Zusammen ergibt das eine so lustige Kombination, dass man aus dem Lachen kaum herauskommt. Eine Empfehlung für jeden, der wieder einmal richtig herzlich lachen will.

Neue Serien, die eine solide Leistung ablieferten

Shadowhunters
Staffel 1
Das Buch City of Bones wurde bereits einmal mit so schlechtem Erfolg verfilmt, dass Verfilmungen der weiteren Bücher der Reihe „the Mortal Instrument“ vorerst auf Eis gelegt wurden. Jetzt hat Netflix sich daran versucht aus dem Material eine Serie zu basteln. Dabei basiert sie nur lose auf der Vorlage und hat vieles modernisiert und ausgeschmückt. Dabei schafft sie es immer noch nicht alle Stolpersteine der Vorlage zu eliminieren und baut durch die Modernisierung auch neue ein. Aber trotzdem macht die Serie neugierig auf mehr und die Bücher sind ja auch immer besser geworden…

Mila
Die Dailysoap über Mila, die bis zur Hochzeit ihrer jüngeren Schwester ihren Traummann finden will und darüber eine Kolummne in einer Online-Zeitschrift schreibt. Vielfältige und interessante Charaktere, auch welche, die einem den letzten Nerv rauben. Man merkt der Serie an, an welcher Stelle sie versucht haben die Handlung zu strecken, um eine lange Dailysoap zu kreiieren und an welcher Stelle sie zu einem Ende finden wollten, da die Quoten nicht stimmten.

Luther
Staffel 1
Eine Serie über einen sehr guten Polizisten, der aber in seiner extremen Art gerne einmal über die Stränge schlägt. Die einzelnen Staffeln sind als Miniserie konzipiert, dafür sind die einzelnen Folgen sehr lang. Spannung kommt viel auf und die Serie ist auch gut besetzt, aber irgendwo fehlte der Funke, das gewisse Etwas, um die Serie eine Kategorie höher einzuordnen. Vielleicht kommt das noch mit dem Ansehen der nächsten Staffeln

Alphas
Staffel 1
Menschen mit besonderen Fähigkeiten werden Alphas genannt. Eine Gruppe von ihnen hat sich um den Wissenschaftler Dr. Rosen zusammengetan, um anderen Alphas zu retten bzw. die Menschheit vor der möglichen Bedrohung zu beschützen. Eine sehr heterogene Masse an unterschiedlichen Charakteren, die nicht zwangsläufig gut zusammen arbeiten wurde hier geschaffen. Die Idee ist nicht ganz neu und erinnert mich an eine meiner liebsten Serien – Mutant X. Ich scheue mich noch ein bisschen vor der zweiten Staffeln, da diese mit einem großen Cliffhanger enden soll und es keine dritte Staffel gibt.

Misfits
Staffel 1-3
Aus den unterschiedlichsten Gründen sind fünf Teenager zu Sozialstunden verdonnert worden. Bei einem ungewöhnlichen Gewitter werden sie getroffen und müssen feststellen, dass sie ab da alle außergewöhnliche Fähigkeiten haben. Nun müssen sie versuchen diese zu kontrollieren und ihre ganz alltäglichen Probleme unter Kontrolle zu bekommen. Die Serie ist solide gestaltet und auch die meiste Zeit über spannend. Die Charaktere entwickeln sich interessant weiter, aber irgendwo fehlt auch hier das gewisse Etwas. Als dann nach der dritten Staffel fast alle Hauptcharaktere ausgetauscht wurden, habe ich die Serie dann nicht mehr weitergeschaut.

Star Trek – the Next Generation
Staffel 1-2
Zwar habe ich die Serie seit meiner frühsten Kindheit – meine Mama ist ein großer Star Trek Fan – immer mal wieder ausschnittsweise mitbekommen, aber so wirklich im ganzen habe ich sie noch nicht gesehen. Während mich die Originalserie um Captain Kirk weniger interessierte, da es sich da mehr um die Entdeckung neuer Planeten und neuer Lebensformen ging, interessierte mich Next Generation viel mehr, da es hier einen größeren philosophischeren Umgang mit der Frage gibt, wie wir mit anderen Lebensformen umgehen sollten und wir durch Strategie und Verhandlungsgeschick Kriege verhindern können. Dazu ist Patrick Stewart als Captain Pickard auserkoren. So steckt in jeder Folge eine gute Lektion und zudem Spannung, Witz und neue Lebensformen. Allerdings sollte man nicht vergessen, dass die Serie von 1987 bis 1994 lief.

Sex and the City
Staffel 1
Wer kennt sie nicht? Carrie, Miranda, Samantha und Charlotte? Ich kannte sie bisher nur vom Hörensagen und ließ mich daher einmal auf die Serie ein. Und es geht in ihr wirklich um Sex and the City, also New York. Dabei werden interessante Thesen aufgestellt und sowohl Frau als auch Mann fühlt sich mal mehr mal weniger verstanden. Eine schöne Serie für zwischendurch oder für Frauenabende. Hier werden die nächsten Staffeln bestimmt noch folgen.

Penny Dreadful
Staffel 1
Das England im viktorianischen Zeitalter. Gerade hier treffen Dorian Gray, Victor Frankenstein, der Cowboy und Meisterschütze Ethan Chandler, die mysteriöse Vanessa Ives und der wohlhabende Sir Malcolm Murray aufeinander. Sir Malcolms Tochter Mina ist von Vampiren entführt worden und das Team soll nun versuchen sie zu befreien. Eine sehr interessante Mischung aus Romanfiguren und neu erfundenen Charakteren in dieser Horrorserie, die sehr düster daher kommt. Man muss Penny Dreadful zugestehen, dass sie sehr gut umgesetzt wurde, gute Dialoge und interessante Ideen hat. Nur leider trifft sie nicht so ganz meinen Geschmack. Allerdings ist sie Serie so spannend gestaltet, dass ich sie eigentlich doch gerne ansehen würde, um zu wissen, wie es weitergeht, obwohl sie mir eigentlich nicht zusagt. Ein Dilemma ist das!

Neue Serien, die enttäuschten

Jessica Jones
Staffel 1
Während Daredevil als Marvels und Netflixs erste gemeinsame Serie mir sehr zusagte und zu den begeisternden neuen Serien gehört, enttäuschte mich die Serie, auf die ich mich mehr gefreut habe, leider sehr. Denn hier fehlen die sympathischen Charaktere einfach vollständig. Praktisch jeder Charakter ist irgendwo sehr nervig und macht ständig irgendetwas Dummes. Lediglich der Bösewicht Kilgrave hat etwas sehr markantes und sticht aus dem trüben Teich heraus. David Tennant spielt die Rolle sehr gut und man nimmt ihn als Bösewicht ernst. Die Serie selbst dreht sich aber immer wieder im Kreis. Gerade die ersten fünf Folgen laufen immer wieder nach demselben Prinzip ab und führen schnell zu ersten Längen. Danach kommt zwar mehr Fahrt in die Serie, aber trotzdem bleibt die Handlung sehr monoton. Jessica Jones versucht an Killgrave heranzukommen, aber jemand von ihren Verbündeten tut irgendetwas Dummes und Killgrave kann weiter frei umherlaufen. Und so geht es Folge um Folge. Daher hat mich Jessica Jones leider sehr enttäuscht.

How to get away with murder
Staffel 1
Eine Gruppe Jurastudenten bekommt die Chance bei ihrer sehr strengen Dozentin in der Kanzlei zu arbeiten. Dabei lernen sie die skrupellosen Machenschaften einer Strafverteidigern mit, die für ihre Mandanten auch dann einen Freispruch erwirkt, wenn sie selbst weiß, dass sie schuldig sind. Doch gleichzeitig scheinen die Studenten an einem Verbrechen beteiligt. Die Serie wird einmal von vorne nach hinten und einmal von hinten nach vorne erzählt. Das ist eine interessante Herangehensweise und die ersten ca. fünf Folgen ist die Serie sehr gut und auf einem sehr hohen Niveau, sowohl von der Handlung als auch schauspielerisch. Doch dann kreuzen sich die beiden Erzählrichtungen und ab da geht es nur noch um die persönlichen Verstrickungen und nicht mehr um die namensgebenden Fälle. Ab da wird sehr viel Potential verschenkt und die Serie wird immer bedeutungsloser und langweiliger. Erst das Ende mit der großen Aufklärung wirkt wieder ein bisschen spannend.

Blogparade 6×6: 6 fi(c)ktive Figuren fürs Bett

Hallo ihr Lieben,
vor ein paar Wochen fragte uns die singende Lehrerin, welche Figuren aus Filmen, Serien und Büchern wir gerne heiraten würden. Nun wird es etwas schlüpfriger. Denn diesmal ist die Frage, mit welchen fiktiven Figuren wir gerne einmal ins Bett hüpfen würden. Da man nun ja nicht mehr das ganze Leben mit den Charakteren verbringen muss, ist nun die Bühne frei für die Bad Boys (zumindest teilweise). Ich begründe meine Entscheidung diesmal nicht (die Begründung ist nämlich immer sie sind heiß und keine absoluten Arschlöcher) und auch die Reihenfolge stellt keine Wertung dar!

1) Charakter: Dean Winchester
Körper geliehen von: Jensen Ackles
Serie: Supernatural

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Quelle

2) Charakter: Clint Barton alias Hawkeye
Körper geliehen von: Jeremy Renner
Film: Avengers, Age of Ultron, Civil War

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Quelle

3) Charakter: Ash
Körper geliehen von: Iwan Rheon
Serie: Vicious

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Quelle

4) Charakter: Four
Körper geliehen von: Theo James
Film: Divergent, Insurgent, Allegiant

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Quelle

5) Charakter: Dr. Leonard „Pille“ McCoy
Körper geliehen von: Karl Urban
Film: Star Trek, Into Darkness, Beyond

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Quelle

6) Charakter: Jesse Kilmartin
Körper geliehen von: Forbes March
Serie: Mutant X

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Quelle

Gilmore Girls – A Year in the Life

Seit dem 25.11.2016 gibt es das große Gilmore Girls Revival auf Netflix zu sehen. Nachdem ich die ursprünglichen sieben Staffeln nun bestimmt zum zehnten Mal (es ist nicht einmal unwahrscheinlich, dass ich die Serie schon öfter gesehen habe), konnte ich es kaum erwarten endlich neuen Stoff zu bekommen. Und so verließ ich Freitag Abend überpünktlich das Büro, fuhr nach Hause, verbannte meinen Freund ins Wohnzimmer (keine Angst, dort steht die Playstation, er war gut versorgt) und kuschelte mich unter meine Bettdecke zu einem ganz neuen Treffen mit meinen alten Freunden Lorelai und Rory Gilmore.

10 Jahre sind vergangen. Luke und Lorelai wohnen inzwischen zusammen in Lorelais Haus. Rory jettet um die Welt und ist nirgends so richtig zu Hause. Ihre Journalismuskarriere war auf einem Höhepunkt, hat aber nun gerade einen kleinen Durchhänger. Emily Gilmore kämpft noch immer mit ihrer Trauer, um ihren verstorbenen Mann Richard.

Vor vielen Jahren kam ich eines Tages erschöpft von der Schule nach Hause und hatte absolut keine Lust meine Hausaufgaben zu machen. Also schmiss ich meinen Rucksack in die Ecke, schmiss mich auf mein Bett und schaltete den Fernseher ein. Ich zappte ein wenig durch die Programme und blieb schließlich an einer Fernsehserie namens Gilmore Girls hängen. Es war zwar nicht die erste Folge, es war nicht einmal die erste Staffel, aber schon der erste Dialog brachte mich lauthals zum lachen und ich blieb an der Serie hängen. Es wurde zu meinem täglichen Ritual nach der Schule. Irgendwann fing ich an parallel zur Ausstrahlung, die sich inzwischen in der fünften oder sechsten Staffel befand, die erste Staffel über DVD zu gucken, die ich mir zugelegt hatte. Inzwischen befinden sich alle sieben Staffeln in meinem Regal und begleiteten mich auf meinen Weg über Schule, Studium und Ausbildung. Obwohl die Serie bereits 2007 nach sieben Staffeln eingestellt wurde, war die Serie immer aktuell. Sie schaffte es absolut einzigartige Charaktere zu kreieren und Geschichten, die so aus dem Leben gegriffen sind, dass man in jeder Lebenslage mitfühlen konnte.
Inzwischen haben wir das Jahr 2016, Schule, Studium und Ausbildung sind vorbei, doch die Gilmore Girls DVD stehen noch immer im Regal. Umso größer war die Freude, als Netflix ankündigte ein Revival zu veranstalten. Sie luden alle altbekannten Darsteller ein noch einmal vier Folgen á 90 Minuten Spiellänge zu drehen. Ab da hüllte sich Netflix in Schweigen und das große Rätseln ging los. Würden alle Darsteller wieder zurückkehren? Die Frage konnte man schnell mit Nein beantworten, denn zumindest Edward Herrmann, der den Richard Gilmore spielte, würde nicht mehr mit dabei sein. Herrmann verstarb 2014 an den Folgen eines Hirntumors. Irgendwann gab Netflix einen ersten Trailer heraus und stieß dadurch die Gerüchteküche noch stärker an.
Am vergangenen Freitag, den 24.11., startete nun das große Revival „A Year in the Life“ auf Netflix. Die vier Episoden repräsentieren je eine Jahreszeit. Was genau in den einzelnen Episoden passiert, spare ich an dieser Stelle aus, da es nicht möglich ist eine Handlungszusammenfassung ohne Spoiler zu schreiben.
Eins muss man Netflix lassen, sie haben sich alle Mühe gegeben möglichst alle Darsteller, die jemals einen Auftritt in Gilmore Girls hatten wieder zusammen zubekommen. In jeder Folge laufen einem wieder bekannte Gesichter über den Weg und führen zu begeistertem Jubel. Die Handlung selbst ist eine Achterbahnfahrt aus Hoch- und Tiefpunkten, wo man zwischendurch nicht sicher ist, ob einem die Richtung, die das Ganze einschlägt gefällt, aber irgendwo spiegelt es doch Situationen aus dem Leben wieder. Auf jeden Fall wechseln die Emotionen in einem Tempo, so dass man schon bald nicht mehr weiß, ob man lachen oder weinen soll. Mit der vierten Folge wird aber ein runder Abschluss gefunden. Wäre da nicht Rorys letzter Satz…

Alles in allem ist das Revival für die Fans. Es ist ein Wiedersehen, eine Rückkehr nach Stars Hollow. Wer vorher nichts mit der Serie anfangen konnte, sollte auch hier die Finger von lassen, wer sie wie ich liebte, kann hier herrlich in Erinnerungen schwelgen.

The Night Manager

Der Reiz einer Kurzserie erschloss sich mir, als ich meine viel zu lange Liste mit Serien betrachtete, die ich entweder noch anfangen möchte zu sehen, oder bei denen inzwischen neue Staffeln erschienen sind. Also warum nicht eine Serie abarbeiten, die nur 8 Folgen umfasst und nach dieser einen Staffel komplett fertig erzählt ist?

Jonathan Pine arbeitet als Nachtmanager in einem Nobelhotel in Kairo zur Zeit des arabischen Frühlings 2011. Dort wird seine Geliebte getötet, die in Verbindung zu einer mächtigen Familie stand. Jahre später trifft er auf den Mann, der die Ermordung vielleicht angeordnet hat: Richard Roper. Er wendet sich an Angela Burr, die eine kleine Konkurrenzabteilung des MI6 führt, und lässt sich in Ropers Organisation einschleusen, um Informationen zu bekommen.

Etwas gezögert habe ich bei dieser Serie, als ich las, dass es sich um eine Serienverfilmung eines John le Carré Buches handelt. Nach der Verfilmung von Verräter wie wir diesen Jahres, die mich sehr enttäuschte, war ich doch etwas vorsichtig. Aber die Besetzungsliste mit Tom Hiddleston und Hugh Laurie überzeugte mich dann doch.
Während die erste Folge etwas holprig startet, da hier versucht wird sehr viel Handlung unterzubringen, um schnell zum eigentlichen Thema vorzudringen. Dadurch wird sehr viel mit Zeitsprüngen gearbeitet und gleichzeitig brasseln unzählige Namen auf einen ein. Dies entspannt sich aber schon ab der zweiten Folge, wenn Pine es schafft in Ropers Organisation unterzukommen. Trotz des nun relativ langsamen Erzähltempo kommt es immer wieder zu brenzligen Situation, so dass die Spannung trotzdem permanent aufrecht erhalten wird. Auch hat man wenig das Gefühl eine Serie zu sehen, da die einzelnen Folgen stringent hintereinander erzählt werden. So kommt es einem viel eher so vor, als würde man einfach einen sehr langen Film sehen. Allerdings lädt dies auch zum Binge-Watching ein, da man selbst am Ende einer Folge immer wissen möchte, wie es weitergeht und dann zwischendurch auszuschalten, fällt sehr schwer.
The Night Manager handelt mit vielen Charakteren und Namen, so dass man eine Weile braucht, um die Zusammenhänge richtig einordnen zu können. Doch auch nach acht Folgen überlegt man mitunter immer wieder, in welchem Zusammenhang in Dialog genannte Namen zur Handlung stehen. Dabei handelt es sich aber eher um die verzweigten Geschäftspartner Ropers, den Kreis der Hauptfiguren kann man sich durchaus merken. Hierbei ist vorallem die Besetzung wichtig. Dabei spielen alle Darsteller ihre Charaktere mit einer Hingabe, die die Serie auszeichnet. Hierzu zählen neben Hiddleston und Laurie, von denen man diese Leistung erwartet, auch Tom Hollander, Olivia Colman und Elizabeth Debicki.
Während die ursprüngliche Handlung von Carrés Roman „Der Nachtmanager“ zur Zeit des Endes des Kalten Krieges spielte, wurde die Handlung in der Serie aktualisiert und spielt nun während des arabischen Frühlings. Dadurch arbeitet Pine am Anfang zum Beispiel auch in Kairo und nicht wie im Roman in der Schweiz. Dadurch bekommt die Serie noch einmal eine Aktualität, die einen viel mehr mitnimmt. Durch verschiedene Handlungsorte, wie in Spanien, Ägypten, England und der Türkei, hat das Ganze einen sehr internationalen Touch, der einem nicht die Augen vor realen Fakten verschließen lassen kann.
Besonders gut gelungen ist auch das Intro der Serie. Hier werden Stilmittel des Prunks immer wieder umgewandelt zu Stilmitteln des Krieges. Zusammen mit einer zwar ruhigen, aber doch eindringlichen musikalischen Untermalung, trifft das Intro zu 100% den Ton der Serie und ist auch ästethisch sehr gut anzusehen.

Alles in allem eine absolute Empfehlung, aber vorsicht! Die Serie hat Suchtfaktor und sollte vielleicht an einem freien Wochenende gesehen werden.

Blogparade: Kill them off!

Hallo ihr Lieben,
unsere allseits beliebte Königin der Blogparaden die singende Lehrerin hat es einmal mehr getan. Sie rief zu einer neuen Blogparade, auf das wir, ihre Untertanen, folgen. Das Thema diesmal „Kill them off!“. Und zwar werden die 10 Seriencharaktere gesucht, die uns am meisten genervt haben oder denen wir sogar einen frühen Serientod gewünscht haben. Und so habe ich natürlich sofort mein Notizbuch gezückt und meine eigene Liste erstellt – und dabei wahrscheinlich die Hälfte mal wieder vergessen. Die Reihenfolge ist diesmal wieder wertend, wobei Platz 1 mein meistgehasster Charakter ist.

Platz 10: Tiara aus My little Pony

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Nein in einer Kinderserie möchte man nicht, dass jemand stirbt. Eher wünscht man sich hier, dass dieses arrogante Pony eine Abreibung bekommt, welches sie von ihrem hohen Ross (haha Wortwitz^^) stößt. Oder vielleicht, dass ihr Vater sein Geld verliert und sie sich daher nicht mehr auf sein Vermögen berufen kann. Oder vielleicht auch einfach, dass sie ihren Schönheitsfleck nur vorgetäuscht hat und sich daher beim Schönheitsfleckenclub entschuldigen muss!

Platz 9: Rebecca Sutter aus How to get away with murder

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Bei ihr wird man nicht ganz schlau daraus, ob sie denn nun Opfer oder doch Täterin ist, aber sie ist einfach unglaublich nervig daran Tatsachen zu verdrehen und vor allem permanent zu zicken, dass sie nichts getan hat, anstatt sich richtig zu verteidigen. Gleichzeitig wickelt sie Wes immer wieder um den Finger, was ebenso nervig ist, weil er eigentlich zu den guten Charakteren zählt, aber für sie unglaubliches tut.

Platz 8: Bella aus Supernatural

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Glücklicherweise war sie nur selten dabei, aber meiner Meinung trotzdem in zu vielen Folgen. Unberechenbar, arrogant und immer auf der Suche nach dem eigenen Vorteil. Dabei kommt sie den Winchester-Jungs mehr als einmal in die Quere und ist dabei stets besonders nervig.

Platz 7: Alice Morgan aus Luther

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Ich habe bei Luther zwar bisher nur die erste Staffel gesehen, aber bereits da geht mir Alice besonders auf die Nerven. Während man sie in der ersten Folge noch als Opfer glaubt, taucht sie ab da immer wieder und auf unpassendster Weise in Luthers Leben auf und ist der Ansicht ihm „helfen“ zu müssen. Dabei verschlimmert sie aber eigentlich immer nur alles. Typisch gelangweiltes Superhirn, und einfach nur nervig.

Platz 6: Lexa aus Mutant X

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Sie stößt in der dritten Staffel zum Team, in einer sehr schwierigen Phase und ist der Ansicht erst einmal alles auf den Kopf zu stellen. Gleichzeitig sieht sie sich als neue Anführerin, hat aber lauter Geheimnisse und baut aber nur Mist. Sowas mag ich ja gar nicht.

Platz 5: Thomas Barrow aus Downton Abbey

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Downton Abbey ist ja voll von sympathischen und unsympathischen Charakteren, aber der unsympathischste von allen ist dann wohl Mister Barrow. Intrigen schmieden gegen geliebte Charaktere ist ein Verbrechen, dass ich nicht verzeihe. Zugleich es mit einer sehr hochmütigen und arroganten Art passiert, worauf genau er sich so viel einbildet, weiß ich nach fünf Staffeln immer noch nicht.

Platz 4: Moriarty aus Sherlock

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Ja ich weiß, dass er nun einmal der Gegenspieler zu Sherlock Holmes ist, und ja ich weiß, dass Andrew Scott die Rolle hervorragend spielt. Aber die Rolle an sich nervt mich sehr. Denn immer wenn Moriarty in einer Folge auftaucht, ist diese gleich so abgedreht, dass die Serie vergisst wofür sie steht.

Platz 3: Connor aus Angel

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Der geliebte Sohn, der den Vater hasst. Allerdings wird der Hass nach dem Prinzip „Dummer Junge tut dumme Sachen und denkt nie nach, aber alle sind grundsätzlich gegen ihn“ ausgelebt und genau das ist der nervige Punkt dabei. Ein früher Serientod wäre so eine Erleichterung gewesen!

Platz 2: Sansa Stark aus Game of Thrones

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Gut, inzwischen hat sie einiges dazu gelernt und ist nicht mehr ganz so nervig, wie am Anfang der Serie. Aber gerade da ging sie mir tierisch auf die Nerven mit ihrem Geschwärme für Joffrey und ihrer Arroganz, weil sie tatsächlich glaubte einmal Königin zu sein. Inzwischen hat sie zwar einiges durch, aber sie jammert immer noch so unglaublich viel… Lieber George, du bringst doch sonst immer alle um, kannst du uns nicht bitte endlich von Sansa erlösen?

Platz 1: Joffrey Baratheon aus Game of Thrones

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„Das erzähl ich alles meiner Mutter“ heul flenn, ich mach sowieso was ich will, denn als König darf ich alles machen, was ich will. Mit großem Abstand bis heute der nervigste Charakter überhaupt! Er wollte einen Bösewicht darstellen, war aber trotzdem nur ein kleiner Bub mit zu viel Macht. Ich HASSE ihn!