Star Trek Discovery

Ein Vorwort

Der Weltraum unendliche Weiten. Na wer weiß, wie es weitergeht? 1966 brachte uns Gene Roddenberry eine neue Serie rund um Raumschiff Enterprise mit seiner Besatzung Captain Kirk, der Vulkanier Spock, Scotty, Pille und so vielen mehr. Nach nur drei Staffeln war jedoch Schluss mit der Serie, nicht jedoch mit dem Franchise. Es folgten die Folgeserien „Next Generation“, „Deep Space Nine“, „Voyager“, sowie die Prequel Serie „Enterprise“. 10 Kinofilme brachte Star Trek hervor.
Dann 2009 traten Kirk und seine Crew wieder in Aktion. Wesentlich verjüngt durch eine komplette Neubesetzung startet der Film wieder bei Null. Star Trek bekam ein Reboot und mit den Folgefilmen „Into Darkness“ und „Beyond“ auch eine neue Zeitlinie. Denn während die Serien und bisherigen Kinofilme alle auf der gleichen Zeitlinie basierten, möchte sich J. J. Abrams nicht daran halten. Nach dem nicht mehr so erfolgreichen Beyond kündigte Netflix an, nun auch eine neue Serie im Star Trek Franchise anzuordnen. Diese ordnet sich aber wieder in der alten Zeitlinie ein und spielt noch vor Kirk zur Zeit des großen Krieges mit den Klingonen.

Die Handlung

Michael Burnham (Sonequa Martin-Green) ist Sternflotten-Offizierin auf der USS Shenzhou. Dort trifft sie mit der restlichen Besatzung auf das Klingonenschiff von T’Kuvma, der sich als Erlöser sieht und das Klingonenreich vereinen will. Nach einer Meinungsverschiedenheit mit ihrem Captain Philippa Georgiou (Michelle Yeoh) meutert sie, kann den dadurch resultierenden Krieg aber trotzdem nicht aufhalten. Verurteilt zu lebenslanger Haft gelangt Burnham durch mehrere Zufälle an Bord der Discovery. Captain Gabriel Lorca (Jason Isaacs) nimmt sie trotz ihrer Vorgeschichte mit an Bord und unterstellt sie dem Wissenschaftler Lieutenant Commander Paul Stamets (Anthony Rapp). Zusammen versuchen sie einen neuen Antrieb für das Raumschiff zu konstruieren und gleichzeitig greift die Discovery immer wieder ins Kriegsgeschehen ein, obwohl sie eigentlich ein Wissenschaftsschiff ist.

Meine Meinung

Ich muss gestehen ich bin nicht mit allen Serien und Filmen des Star Treks Universums vertraut. Die meisten Folgen habe ich wohl von Star Trek – Next Generation gesehen. Dennoch reizte mich die neuste Serie, die seit dem 25.09.2017 auf Netflix zu sehen ist. Die 15 Episoden wurden dabei wöchentlich immer 24 Stunden nach der Ausstrahlung in den USA gezeigt. Von November bis Januar pausierte die Ausstrahlung nach neun Folgen. Die restlichen sechs Folgen wurden ab Januar ebenfalls im wöchentlichen Rhythmus gezeigt.
Das erste, was bei der Sichtung von Discovery auffiel, ist wohl das neue Design der Uniformen, die den Rang nicht mehr deutlich sichtbar in den Farben rot, gelb und blau zeigten, sondern eine blaue Grundfarbe hatten und mit Gold und Silber als Ranganzeige arbeiteten. Auch die Klingonen bekamen ein ganz neues Aussehen – leider ebenfalls nicht im Positiven. Eine Modernisierung des Stoffes in allen Ehren, aber warum mussten die Uniformen und Klingonen so hässlich werden? Einmal darüber hinweggekommen, begeistert das neue Intro, dass sich zwar am Intro von Voyager orientiert, es aber noch einmal abstraktiert und nun neu und frisch anzusehen ist.
Während die früheren Star Trek Serien sich noch häufig am Episodenprinzip, also dem „Monster of the week“ orientierten, wirft Discovery dieses Prinzip direkt über Bord und präsentiert sich als ein Spielfilm aus 15 Folgen mit ca. 45 Minuten Länge. Zunächst etwas ungewohnt, funktioniert das Prinzip doch sehr schnell sehr gut, auch wenn einzelne Folgen mitunter ein wenig wie ein Lückenfüller wirken, um die Staffel auf 15 Folgen zu strecken. Auch konzentriert sich Discovery nicht mehr primär um den Captain und seine Hauptbesatzung, wie man es bisher kannte, sondern macht die Außenseiterin Michael Burnham zur Protagonistin. So wenig Screentime wie Captain Lorca hatte wohl noch kein Star Trek Captain. Aber genau das bringt diesen frischen Wind in die Serie und dadurch schafft Discovery es zu funktionieren. Denn hätten die Showrunner nur stur wieder das gleiche Prinzip angewandt, wären die Vergleiche mit den älteren Serien sofort zur Hand gewesen. Aber so lässt sich Discovery einfach nicht mit einer der bisherigen Serien vergleichen und genau das ist gut so.
Die erste Staffel von Discovery schafft es geschickt die Hauptcharaktere komplett durch zu charakterisieren und doch die Handlung permanent voranzutreiben. Während man bisher sehr sicher war, dass die Hauptcrew alle Staffeln überlebt, wird dies bereits in der zweiten Folge zerstört. Auch danach bleibt kein Charakter sicher, auch wenn es noch lange keine Game of Thrones Ausmaße annimmt. Dadurch bleibt die Serie jedoch auch spannend. Durchkreuzt wird das durchgehend hohe Niveau leider durch einen Handlungsstrang in den letzteren Folgen, der mir dann doch etwas zu abstrus war. Gut geschrieben und gut umgesetzt war er ohne Frage. Doch leider für eine erste Staffel schon viel zu übertrieben.
Neben der großen Haupthandlung bringt Discovery auch immer wieder kleinere Nebenhandlungen mit hinein, in dem es um Freundschaft, Vertrauen und Liebe geht. So hat Discovery das erste homosexuelle Pärchen an Bord. Gerade die kleineren Anspielungen setzen Discovery auf ein ganz hohes Niveau, das bis zum Ende durchgehalten wird.
Schauspielerisch hat Discovery ebenfalls viel zu bieten. So wurde Sonequa Martin-Green – vielen wohl aus The Walking Dead bekannt – als Michael Burnham gecastet. Geschickt schafft sie es den von Vulkaniern erzogenen Menschen zu spielen, die immer wieder gegen ihre Gefühle ankämpft, sie aber doch nicht immer vollständig verbergen kann. Jason Isaacs tritt nach seiner Rolle als Lucius Malfoy in den Harry Potter Filmen nun einem neuen Franchise bei und übernahm die Rolle des Captain Lorca. Auch hier weiß er durch minimalistisches Spiel zu überzeugen und schwankt zwischen strengem Captain und Vaterrolle hin und her. Doug Jones überzeugte erst in der vergangenen Oscarsaison als Wasserwesen in The Shape of Water. Auch in Star Trek bekam er wieder ein aufwendiges Make-up und wurde so zu dem Kelpianer Saru. Desweiterem sind in den Hauptrollen Anthony Rapp als Lieutenant Commander Paul Stamets, Mary Wiseman als Fähnrich Sylvia Tilly – und damit als die gute Seele der Serie – und Shazad Latif als Lieutenant Ash Tyler zu sehen.

Das Fazit

Alles neu bei Star Trek Discovery, aber auf eine gute Art und Weise. Ein würdiger Erbe im großen Franchise, auch wenn nicht jede Folge zu 100% überzeugen kann und die Handlung gegen Ende doch etwas abdriftet. Aber Fans des Franchises können sich die Serie gut und gerne einmal ansehen. Zeit ist bis 2019, wenn die zweite Staffel voraussichtlich erscheinen soll.

Rückblick auf den Februar

Der kürzeste Monat des Jahres ist auch wieder vorbei, hatte aber doch auch einiges zu bieten. Und ich meine nicht diese unmenschlichen Temperaturen draußen…

Cinemathek

Die Geschichte der Liebe – Eine Liebe, die den Krieg und allen Widrigkeiten zum Trotz überlebte und ein Mädchen, dass genau diese Art der Liebe niemals finden möchte, da sie einen komplett zerstören kann. Ein Buch über die meistgeliebte Frau überlebt den Krieg und hat doch kein Happy-end zu bieten. All das bietet der Film die Geschichte der Liebe.

Filme – auf der großen Leinwand gesehen

Die kleine Hexe – Die Buchverfilmung des Klassikers von Ottfried Preußler präsentiert uns Caroline Herfurth als kleine Hexe und schafft dabei einen so grundsympathischen und süßen Film, dass man aus dem Lächeln gar nicht mehr herauskommt.

Maze Runner – die Auserwählten in der Todeszone – Der Abschluss der Trilogie brachte genau das, was auch angekündigt wurde. Ein großes Finale mit ordentlich Wumms. Handlungstechnisch sollte man nicht allzu viel erwarten, trotzdem ein schöner Abschluss der Maze Runner Reihe.

Der seidene Faden – Daniel Day-Lewis letzter Film kann leider nur von seiner Seite aus wirklich überzeugen. Handlungstechnisch weiß der Film nicht, was er eigentlich genau aussagen will.

Die dunkelste Stunde – Gary Oldman bringt Winston Churchill wieder zum leben und erzählt die Geschichte jener Entscheidungen, die im Mai 1940 getroffen werden mussten und seinen Kampf gegen Friedensverhandlungen mit Hitler. Ein grandioses Biopic.

Shape of Water – Ein modernes Märchen über eine stumme Reinigungskraft und ein Wasserwesen, das in einem Forschungslabor während des zweiten Weltkriegs gefangen gehalten wird. Seit letzter Nacht offiziell „Bester Film“ des Jahres 2017, auch wenn der Film sich nicht so richtig was zutraut. Trotzdem bildgewaltig und wunderschön erzählt.

Die Verlegerin – Wieder brandaktuell, auch wenn es um die Pressefreiheit in den 1970er Jahren geht, in der die US-Regierung die Verbreitung der sogenannte Pentagon-Papers versucht zu untersagen. Und die Geschichte der Washington Post, die alles auf eine Karte setzt. Ein großartig erzählter Film von Steven Spielberg.

Alles Geld der Welt – Stell dir vor du bist eine der reichsten Personen der Welt. Dann wird dein Enkel entführt und du könntest das Lösegeld bezahlen. Was würdest du tun? Die wahre Geschichte von John Paul Getty und der Entführung seines Enkels. Leider nicht wirklich spannend umgesetzt und viel zu lang.

Black Panther – Marvel ist zurück und präsentiert uns wieder einen neuen Helden. Diesmal werden wir ins Königreich Wakanda geführt, in dem der Black Panther sich der Herausforderung seines Throns stellen muss. Ein neuer Geniestreich aus dem Marvel Cinematic Universe.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Der Sinn des Lebens – mit dem Humor von Monty Python kann ich mal mehr mal weniger mit Ansagen. Das ist das schöne an ihrem Film der Sinn des Lebens, der sich in verschiedene Kurzepisoden gliedert.

Scooby-Doo – Wenn der Freund einen „coolen“ Film sehen will und man zusammen mit der besten Freundin vor deren DVD-Regal steht, kommt halt Scooby-Doo raus. Seit vielen Jahren nicht mehr gesehen und immer noch saucool der Film.

Groupies bleiben nicht zum Frühstück – Der Februar enthielt auch wieder den Valentinstag, so dass mein Freund wieder einen Frauenfilm über sich ergehen lassen musste. Und ich hatte endlich mal wieder die Gelegenheit einen meiner liebsten Filme zu sehen, auch wenn ich inzwischen aus dem Kreischeteeniealter heraus bin.

Die Feuerzangenbowle – Als Sky mich mit einer billigen Nachmache abspeisen wollte, wurde kurzerhand die DVD wieder hervorgeholt und ein sehr lustiger Abend mit Pfeiffer – mit drei f – und seinen Freunden verbracht.

Filme – leider in diesem Monat verpasst zu sehen

The Disaster Artist – Die Geschichte rund um die Entstehung des schlechtesten Films aller Zeiten „The Room“. James Franco schlüpft in die Rolle des exzentrischen Tommy Wiseau.

Wind River – Eine schroffe Wildnis und eine vergewaltige Frau. Frisch von der Akademie ist die FBI Agentin Jane Banner völlig überfordert und engagiert den US Wildlife Agent Cory Lambert, der jedoch bei dem Fall an den Tod seiner eigenen Tochter erinnert wird.

Serien – ein kurzer Überblick

Der Februar war seit längerer Zeit mal wieder ein guter Serienmonat, denn ich habe zum einen endlich Star Trek – Discovery beendet, da Netflix ja beschlossen hatte nur jede Woche eine neue Folge herauszubringen. Um mir die Wartezeit etwas zu vertreiben, habe ich die zweite Staffel von Lucifer angesehen, die mich wieder vollkommen begeistern konnte. Die Serie trifft genau meinen Humor. Abgestaubt und wieder einmal gesehen, habe ich die zweite Staffel vom A-Team. Die Serie macht auch nach all den Jahren immer noch wahnsinnig viel Spaß! Für den Humor zwischendurch habe ich nun endlich die 10. Staffel von The Big Bang Theorie sehen können, die zwar stellenweise noch lustig war, aber im Vergleich zum Anfang der Serie inzwischen sehr stark an Qualität abgebaut hat. Auch habe ich die zweite Staffel von Die Mockridges gesehen und konnte über diese verrückte Familie wieder herzlich lachen. Zum Abschluss des Monats lief dann noch die zweite Staffel von The Crown, die mich wie bereits die erste begeistern konnte.

Mein Lesemonat

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Bücher insgesamt: 4
Seiten insgesamt: 1230
Seiten pro Tag: 44 Seiten im Durchschnitt
Gebunden Bücher: 1
Taschenbücher: 3

Platz 4: Weit weg und ganz nah – Nachdem ich von Jojo Moyes bisher ein Buch mochte und eins nicht mochte, gab es noch einmal eine neue Chance. Leider konnte auch dieses Werk mich wieder nicht begeistern. Zu nervig waren die Charaktere, zu unglaubwürdig die Liebesgeschichte. Ich glaub ich wird mit Frau Moyes doch nicht warm.

Platz 3: Finding Cinderella – Mrs. Hoover auch auf nur 180 Seiten schaffen Sie es noch eine unglaubliche und mitreißende Geschichte zu entwickeln. Aber sie können Ihre Charaktere nicht einmal für 180 Seiten einfach nur glücklich sein lassen, oder?

Platz 2: Fettlogik überwinden – Jahrelang habe ich immer wieder mit meinem Gewicht gehadert und immer wieder versucht es zu reduzieren. Aber es ging nicht. Muss wohl an meinen Genen liegen, man muss sich halt auch mal was gönnen… Ja ich hatte eine ziemlich große Fettlogik. Doch Dr. Nadja Hermann räumt mit diesen Ausreden auf und bringt endlich die nötigen Ansätze, um wirklich abzunehmen.

Platz 1: Mary Poppins – der Kinderbuchklassiker hat nun endlich den Weg in mein Bücherregal gefunden, nachdem ich schon viele viele Jahre den Film mit Julie Andrews einfach nur liebe. Und auch das Buch konnte mich absolut faszinieren mit den märchenhaften Geschichten.

 

Rückblick auf den Januar

Das neue Jahr ist schon wieder einen ganzen Monat alt, was bedeutet, dass bei mir auf der Arbeit die Hochsaison langsam wieder abnimmt und ein bisschen Ruhe einkehrt (sofern es jemals ruhig wird…). Januar bedeutet bei mir auch immer, dass ich ein Jahr älter werde, was ich in kleiner Runde gefeiert habe und natürlich viele schöne Geschenke bekam, die das Geek-/Filmliebhaber-/Buchliebhaber-Herz höher schlagen ließen.

Cinemathek

Logan Lucky – Der Regisseur der Oceans Reihe brachte uns diesmal ein Heist-Movie aus den Südstaaten. Alles ein bisschen dreckiger und diesmal ist auch kein großes Casino das Ziel. Trotzdem funktioniert der Film sehr gut, in dem was er erzählen möchte.

Aus dem Nichts – Basierend auf den NSU-Prozessen bringt uns Fatih Akin eine Geschichte über eine Frau, die ihren Mann und Sohn bei einem Anschlag verlor, nur weil sie Türken sind. Der Film gewann einen Golden Globe als bester fremdsprachiger Film und das – ohne die Konkurrenz zu kennen – teilweise zu Recht.

Filme – auf der großen Leinwand gesehen

The Greatest Showman – Eine schillernde Geschichte über P.T. Barnum und seine Kuriositäten mit vielen tollen Musicaleinlagen und guten Schauspielern. Hugh Jackman geht in seiner Rolle wunderbar auf.

The Commuter – Liam Neeson in seinem nächsten Actionfilm, der ein bisschen an Non-Stop erinnert, aber diesmal in einem Pendlerzug spielt. Leider funktioniert die eigentlich gute Prämisse in diesem Fall nicht und es kommt ein relativ schwacher Actionfilm dabei heraus.

Ferdinand – Ein süßer Animationsfilm über einen Stier, der einfach nicht kämpfen möchte. Eine wunderbare Umsetzung der Buchvorlage.

Your name. – Im Special Screening wurde dieser Anime in den deutschen Kinos gezeigt und konnte sogar mich überzeugen, obwohl ich normalerweise mit Animes absolut nichts anfangen kann.

Three Billboards outside Ebbing, Missouri – Der Golden Globes Gewinner und Oscaranwärter kann durch seine ruppige und bissige Art absolut überzeugen und steht im Kampf um den Goldjungen an hoher Position.

Downsizing – Ein Film mit faszinierender Grundprämisse, die leider nicht hält, was sie verspricht. Im großen und ganzen leider eine Enttäuschung.

Wunder – Die rührende Geschichte über einen Jungen, der im Gesicht entstellt ist und jeden Tag wieder mit seinem Aussehen zu kämpfen hat. Auch wenn der Film zu Tränen rührt, drückt er in keiner Szene bewusst auf die Tränendrüse.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Willkommen bei den Hartmanns – Eine deutsche Komödie, die sich mit der Flüchtlingsproblematik befasst, aber dabei leider immer wieder am relevanten Vorbeischlittert und sich nicht so ganz entscheiden kann, was für eine Geschichte genau erzählt werden soll.

Ebenfalls habe ich im Rahmen der Filmreise-Challenge meine ersten Filme gesehen. Mit dabei „Mary und Max – schrumpfen Schafe, wenn es regnet?“ aus Australien und „Nader und Simin“ aus dem Iran. Hier werde ich in einem gesammelten Beitrag noch genau auf die Filme eingehen.

Filme – Leider in diesem Monat verpasst zu sehen

Score – die Geschichte der Filmmusik – Eine Dokumentation über den „Herzschlag eines Films“, wie es schon im Trailer heißt. Ein Blick hinter die Kulissen der Filmmusik und der Entstehung unvergesslicher Scores.

Die dunkelste Stunde – Gary Oldman als Winston Churchill in einem weiteren Anwärter auf den diesjährigen Oscar. im Mai 1940 wird Churchill mitten im zweiten Weltkrieg englischer Premierminister und muss in der dunkelsten Stunde des Landes sich gegen die Deutschen und auch gegen seine eigenen Landsmänner durchsetzen.

Serien – ein kurzer Überblick

Im letzten Monat habe ich darauf verzichtet von meinem Serienkonsum zu berichten, diesmal wird es auch nur im Kurzüberblick geschehen.

Zum einen hab ich Leverage mit der finalen fünften Staffel erneut beendet und euch auch eine Kritik dagelassen. Bei Supernatural habe ich mich endlich durch die siebte Staffel gequält, da ich die Serie zwar eigentlich liebe, sie seit ein paar Staffeln aber immer schlechter wird. Wobei ich die siebte Staffel wieder besser als die sechste fand, weil es zwischendurch wieder ein paar „normale“ Folgen gab. Auch gucke ich schon wieder My little Pony, da ich bei ihr sehr gut abschalten kann. Im Januar liefen Staffel Eins und Zwei. Als letztes habe ich noch Die Mockridges mit der ersten Staffel ausprobiert. Eine schöne kleine deutsche Comedyserie mit der Familie Mockridge, die sich selbst spielen.

Mein Lesemonat

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Bücher insgesamt: 7
Seiten insgesamt: 3714 (Statistik etwas verzerrt wegen Es – ca. 2680 realistischer)
Seiten pro Tag: 119 Seiten im Durchschnitt (bzw. 86 Seiten im Durchschnitt)
Taschenbücher: 3
E-Books: 3
Graphic Novels: 1

Platz 6+7: Uns für zwanzig Stunden & Sein für ein ganzes Leben – Ich hatte ja schon angekündigt, dass ich die Reihe zu Ende lesen werde und irgendwie konnte sie mich ab dem dritten Band auch wesentlich mehr in ihren Bann ziehen, aber  mit der starken Konkurrenz diesen Monats kann sie einfach nicht mithalten. Trotzdem habe ich mich am Ende fast mit Jade und Lawrence angefreundet.

Platz 5: Die Stadt der träumenden Bücher – Buchhaim: Der erste Teil der Graphic Novel zu Walter Moers gleichnamigem Buch. Eine wirklich süße Geschichte über Hildegunst von Mythenmetz, einem Lindwurm, der nach dem Verfasser eines Buches sucht und dafür Buchhaim aufsucht, eine Stadt, in der es nur Buchläden gibt. Als Graphic Novel mit wirklich stark detaillierten Zeichnungen, ein Schmaus fürs Auge.

Platz 4: Die magischen Pforten der Anderwelt – Ein Spin-off zu Sandra Regniers Pan-Trilogie, die ich seinerzeit absolut verschlungen habe und die noch immer zu meinen liebsten Büchern gehören. Nach einer gefühlten Ewigkeit gibt es nun endlich ein wiedersehen mit der Welt der Elfen. Die neue Protagonistin kann mich zwar noch nicht so ganz überzeugen, aber die Fortsetzungen haben großes Potential.

Platz 3: Nur noch ein einziges Mal – Mrs. Hoover Sie haben es mal wieder geschafft mich sprachlos zurückzulassen. Diesmal haben Sie sich wirklich ein sehr schwieriges Thema herausgesucht. Aber genau dafür liebe ich Ihre Bücher so. Und wie ernst und gleichzeitig wunderbar Sie mit dem Thema umgingen ist absolut bewundernswert.

Platz 2: Der Report der Magd – Margaret Adwoods Klassiker über den fiktiven Staat Gilead, in dem Frauen keine Rechte mehr haben. Eine Dystopie, die ihresgleichen sucht, auch wenn der Schreibstil etwas gewöhnungsbedürftig ist.

Platz 1: Es – Stephen Kings Meisterwerk hielt mich für vier Monate in Atem. Meine erste Berührung mit dem Meister des Horrors, die ich gerne wiederhole.  Es ist so viel mehr als nur ein Horrorbuch, es spielt mit den eigenen Ängsten und erzählt auch vom Erwachsenwerden. Mein Buchhighlight im Januar.

 

Leverage

Ein Vorwort

In den letzten Wochen habe ich wieder einmal eine meiner Lieblingsserien aus dem DVD-Regal geholt und durchgesuchtet. Leverage – was auf Deutsch soviel wie Einfluss oder Druckmittel bedeutet – besteht auf fünf Staffeln mit insgesamt 77 Folgen und wurde von 2008-2012 produziert. Und auch nach dem bestimmt fünften Mal, dass ich die komplette Serie gesehen habe, konnte sie mich immer noch mit jeder Folge begeistern.

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Die Handlung

In der Pilotfolge sucht der Geschäftsmann Victor Dubenich ein Team aus kriminellen zusammen, da aus seiner Firma wichtige Dokumente entwedet wurden und er sie gerne zurückstehlen würde. Dafür heuert er die Diebin Parker (Beth Riesgraf), den „Mann fürs Grobe“ Eliot Spencer (Christian Kane) und den Hacker Alec Hardison (Aldis Hodge) an. Bisher haben alle drei weltweit große Dinger gedreht, arbeiten aber grundsätzlich nicht als Team. Also braucht Dubenich noch jemanden, der auf alle aufpasst. Er heuert Nathan Ford (Timothy Hutton) an. Dieser war einst ein guter Versicherungsdetektiv, bis er nach dem Tod seines Sohnes dem Alkohol verfallen ist. Doch der Plan geht nicht ganz auf und das Team braucht noch einen fünften Mitspieler. Nate schlägt seine alte Bekannte Sophie Devereaux (Gina Bellman) vor, die zwar eine leidenschaftliche aber gänzlich unbegabte Schauspielerin ist. Doch als Trickbetrügerin ist sie unschlagbar. Nach diesem ersten Coup trennen sich vorerst wieder ihre Wege, aber eigentlich hat es allen gefallen im Team zu arbeiten und sie betteln Nate an das Team aufrecht zu erhalten. Fortan spielen sie moderne Robin Hoods, in dem immer wieder Leute mit Problemen zu ihnen kommen können. In den meisten Fällen weil sie von großen Firmen ausgebeutet, ausgenutzt oder betrogen wurden.

Meine Meinung

Das Grundschema fast jeder Episode ist, dass man zunächst sieht, wie ein „Unrecht“ geschieht, dann wird das Team von Leverage aufgesucht, diese planen dann durch die Stärken der einzelnen Charaktere einen Coup, der aber nicht immer ganz reibungslos funktioniert. Am Ende scheint aber doch alles aufzugehen und man sieht in Rückblenden, wann genau der Plan geändert wurde, so dass er dann doch funktioniert hat. Der große Spaß daran liegt eben auch darin das Rätsel zu lösen, wie genau der Plan jetzt doch funktionieren konnte.
Der weitaus größere Spaß an der Serie liegt aber an den völlig unterschiedlichen Charakteren, die aufeinander treffen und eigentlich müsste man meinen, dass sie gar nicht miteinander könnten.
Da haben wir zum einen Nate Ford, der Kopf hinter dem Team. Seit dem Tod seines Sohnes – und der Tatsache, dass die Versicherungsfirma für die er gearbeitet hat die Behandlung seines Sohnes nicht weiterbezahlt hat – kam er mit seinem Leben nicht mehr auf einen grünen Zweig. Zunächst scheint es sein persönlicher Kreuzzug gegen immer neue große Firmen vorzugehen. Mehr als einmal muss er vom Team wieder auf den Boden der Tatsachen geholt werden, da seine Pläne immer riskanter wurden.
Sophie Devereaux wird schnell zur rechten Hand Nates. Im Theater ist sie zwar eine Katastrophe, aber als Trickbetrügerin unschlagbar. Sie ist ab und an in ihren Methoden etwas exzentrisch, schafft es aber immer wieder ihre Rollen zu spielen. Sie ist die gute Seele des Teams. Sie vermittelt bei Streitigkeiten und hat immer ein Auge auf Nate.
Alec Hardison ist mit Leib und Seele Nerd. Als Hacker hat er meistens die Aufgabe Systeme zu knacken, wird aber auch gerne für Besorgungen oder Anschaffungen eingesetzt. Eine grundsätzliche Situation ist, dass Nate oder ein anderes Teammitglied von ihm irgendetwas möchte und er erst einmal lang und breit erklärt, warum er dafür ewig brauchen wird oder warum etwas nicht geht. Seine Monologe werden dann immer unterbrochen und er sucht eine Lösung. Oft fühlt er sich überschätzt, dann direkt wieder unterschätzt. Dabei hat er immer mal wieder eine geekige Anspielung auf Lager.
Eliot Spencer ist der „Mann fürs „Grobe“ – in den ersten Staffeln noch schlicht als Schläger bezeichnet. Er hat in seiner Vergangenheit viele Tode auf seinem Konto und gibt sich immer wieder kalt und hart. Nach und nach kann man aber auch hinter seine Fassade sehen. Im Grundsatz ist er das genaue Gegenteil von Hardison, weswegen es zwischen den beiden immer wieder zu Reibereien kommt. Eliots Ausspruch „Verdammt Hardison!“ kommt bestimmt in jeder Folge einmal vor.
Parker ist schlichtweg verrückt. Sie ist in nicht gesetzten familiären Verhältnissen groß geworden und hat daher wenig Gespür für Sarkasmus, Ironie oder verschiedene gesellschaftliche Konzepte. Sie ist eine ausgezeichnete Diebin und springt leidenschaftlich gerne von irgendetwas herunter. Ihre Verrücktheit werden von Beth Riesgraf aber so liebevoll gespielt, dass sie eine große Sympathieträgerin der Serie ist.
Während Staffel 1-4 sehr gelungen sind, schwächelt die fünfte dann doch stellenweise. Gerade das große Ende der Serie konnte dann nicht überzeugen. Doch der Weg dahin macht sehr viel Spaß, vorallem weil sich die Drehbuchautoren auch immer wieder neue Handlungen einfallen lassen und es zwischendurch auch immer Folgen gibt, die aus dem Grundkonzept rausfallen.

Das Fazit

Wer Leverage bisher noch nicht gesehen hat und mit dem oben beschriebenen Grundkonzept etwas anfangen kann, sollte auf jeden Fall mal einen Blick wagen, denn die Serie kann süchtig machen! Auch nach wiederholtem Sehen, macht mir die Serie noch großen Spaß und bleibt spannend.

Vorfreude auf das Jahr 2018

Das Jahr 2017 ist vorbei, nur die letzten Überbleibsel der Silvesterfeier sind noch überall in der Wohnung verstreut – der Geschirrspüler wird wohl noch ein paar mal laufen, ehe alles beseitigt ist – und das bringt mich nun dazu, mich mit den kommenden medialen Highlights zu beschäftigen. 2018 bringt uns noch mehr Superheldenfilme! Ich denke ich bin eine der wenigen, die sich tatsächlich noch darüber freut, wobei New Mutants tatsächlich mal ein bisschen neuer aussieht. Serientechnisch möchte ich gerne aufholen, aber trotzdem meinen Buchkonsum nicht vernachlässigen. Folgende Filme/Serien/Bücher habe ich mir für 2018 als guten Vorsatz vorgenommen – meine Vorsätze von 2017 hab ich zu 82% umgesetzt, also 19 von 23 Vorsätzen:

Die kommenden Filmhighlights

The greatest Showman
Die dunkelste Stunde
The Disaster Artist
Black Panther
Wind River
New Mutants
Avengers – Infinity War I
Solo – A Star Wars Story

Die kommenden Serienhighlights

The Crown – Staffel 2
Luzifer – Staffel 2
Star Trek – Discovery
Marvels The Punisher
Supernatural – Staffel 7

Die kommenden Buchhighlights

Dreams of Gods and Monsters
Nur noch ein einziges Mal
Weit weg und doch ganz nah
Game of Thrones – Hört mich brüllen
Origin

Ich habe diesmal bewusst nur 18 Vorsätze gefasst – und ja es passt zufällig ganz gut zum Jahr 2018 – weil ich genug Platz lassen möchte für spontane Einfälle und Neuentdeckungen. Außerdem habe ich ein paar Ideen für neue Formate und größere Beitragsreihen. Ich möchte hier noch nicht zu viel versprechen, denn ich weiß noch nicht, ob ich die Zeit dafür finden werde. Bis März ist bei mir auf Arbeit nämlich noch Hochsaison und ob ich dann nach einem stressigen Tag wirklich Lust habe noch viel zu bloggen, kann ich auch noch nicht versprechen. Ich bemühe mich aber!

Was sind eure „guten Vorsätze“? Auf welche Neuerscheinung freut ihr euch? Was wollt ihr 2018 endlich nachholen?

Jahresrückblick #3 – Serien 2017

Und weiter geht’s mit meinen Jahresrückblicken. Diesmal widme ich mich dem Thema Serienkonsum. Und weil mein Serienkosum auf dem Papier im Vergleich zu den Vorjahren ziemlich wenig aussah (dafür stieg mein Buchkonsum ja sehr deutlich an), habe ich mir mal den Spaß gemacht und meine „verschwendete“ Lebenszeit zusammengerechnet – ja ich bin anscheinend nicht genügend ausgelastet:

Ich habe 28 verschiedene Serien gesehen, dabei 58 Staffeln angeschaut. Das macht 32.137 Minuten oder 535,61 Stunden oder 22,31 Tage oder 3,19 Wochen. In der Summe sieht es also doch ganz ordentlich aus.

Die „Wiederholungstäter“

Folgende Serien habe ich erneut angesehen, obwohl ich sie eigentlich schon kannte:
Leverage Staffel 1-3, Scrubs Staffel 1-8, Two and a half man Staffel 1-8 und My little Pony Staffel 1-6

Neue Staffeln

Bei folgenden Serien habe ich eine weitere Staffel gesehen, von der ich bereits Staffeln kannte – geordnet nach meiner Bewertung:

Platz 8: Supernatural – Staffel 6
Platz 7: Shadowhunters – Staffel 2
Platz 6: Brooklyn Nine-Nine – Staffel 2
Platz 5: 2 Broke Girls – Staffel 5
Platz 4: Sherlock – Staffel 4
Platz 3: Daredevil – Staffel 2
Platz 2: Grace & Frankie – Staffel 3
Platz 1: Game of Thrones – Staffel 7

Neue & Beendete Serien

Folgende Serie ist bereits beendet und ich habe 2017 alle Staffeln neu entdeckt:

Castle Staffel 1-8

Neue Serien

Folgende Serien habe ich neu entdeckt/sind neu erschienen – geordnet nach meiner Bewertung:

Platz 16: Secret Diary of a Call Girl – Staffel 1
Platz 15: Iron Fist – Staffel 1
Platz 14: Mr. Robot – Staffel 1
Platz 13: Black Mirror – Staffel 1
Platz 12: Kevin can wait – Staffel 1
Platz 11: Luke Cage – Staffel 1
Platz 10: American Gods – Staffel 1
Platz 9: 13 reasons why – Staffel 1
Platz 8: Sex and the City – Staffel 1-2
Platz 7: Melissa & Joey – Staffel 1
Platz 6: Lucifer – Staffel 1
Platz 5: The Defenders – Staffel 1
Platz 4: Eine Reihe betrüblicher Ereignisse – Staffel 1
Platz 3: Westworld – Staffel 1
Platz 2: Big little lies – abgeschlossene Kurzserie
Platz 1: The Crown – Staffel 1

2018 wird sich wohl in sofern etwas ändern, dass ich bei einigen Serien sowieso schon ein paar Staffeln hinterherhänge und auch meine Neuentdeckungen von 2017 im nächsten Jahr neue Staffeln kriegen sollen, weswegen ich wohl sehr viele einzelne Staffeln sehen werde. Daher vermute ich, dass sich meine Neuentdeckungen 2018 etwas reduzieren werden. Aber wer kann schon voraussagen, worauf ich im nächsten Jahr Lust habe 😉

Was waren eure Highlights? Welche Serien könnt ihr empfehlen, von welchen sollte man die Finger lassen?

 

Big little lies

Nach der Emmy-Verleihung war ich wieder von so vielen neuen Serien inspiriert, dass ich zunächst nicht wusste, wo ich anfangen sollte. Letztendlich habe ich mich für den Anfang auf die neue HBO-Miniserie konzentriert. Big little lies ist auf eine Staffel mit 7 Folgen konzipiert.

 In dem kleinen Küstenort Monterey, mit vielen wohlhabenden Familien,kommt es auf der Spendengala der Grundschule zu einem Todesfall. Nachträglich erscheinen alle Mütter verdächtigt und durch Verhöre werden nach und nach Intrigen, Lügen, Dramen und noch vieles mehr enthüllt.

Im ersten Moment ist es immer merkwürdig, wenn nach dem HBO Slogan nicht das Theme von Game of Thrones erscheint, aber der erste Eindruck der Serie Big little lies ist auch nicht wirklich einprägsam. Denn das Intro dauert viel zu lang und zeigt einfach nur die wichtigsten Mütter der Serie beim Autofahren mit Einblicken in die Landschaft von Monterey. Wer sich davon noch nicht hat abschrecken lassen, muss sich noch zwei Folgen gedulden, ehe die Handlung richtig in die Gänge kommt. Denn die Serie nimmt sich zu Anfang viel Zeit, um die verschiedenen Charaktere sehr oberflächlich darzustellen. Erst nach und nach erfährt man immer mehr über die Familien und ihre genaueren familiären Hintergründe. Am wichtigsten sind hier fünf Familien. Jane Chapman (Shailene Woodley) und ihr Sohn Ziggy sind pünktlich zur Einschulung Ziggys neu nach Monterey gezogen. Janes Hintergründe bleiben lange im Dunkeln und werden nur durch Erinnerungen und Traumsequenzen angedeutet. In Monterey wird sie schnell abgestempelt, weil sie alleinerziehende Mutter ist. Dennoch freundet sie sich schnell mit Madeline Mackenzie und Celeste Wright an. Madeline (Reese Witherspoon) ist in zweiter Ehe verheiratet aus der Tochter Chloe entstand. Sie hat noch eine größere Tochter Abigail, die aus ihrer ersten Ehe mit Nathan Carlson entstand. Das Verhältnis zu ihrem Ex-Mann ist gereizt, vor allem seit er die jüngere Yoga-Lehrerin Bonnie (Zoe Kravitz) geheiratet hat. Über Madeline erfährt man schnell alles wichtige, auch wenn sie noch ein paar Überraschungen zu bieten hat. Celeste Wright (Nicole Kidman) ist mit Perry verheiratet und hat die Zwillinge Josh und Max. Während ihre Ehe nach außen sehr glücklich wirkt, spielen sich hier hinter verschlossenen Türen die wahren Abgründe der Serie ab. Als Gegenspielerin zu dem dreier Gespann entwickelt sich bereits zu Anfang der Serie Renata Klein (Laura Dern), die im Gegensatz zu den nicht arbeitenden oder in Teilzeit arbeitenden Mütter steht und versucht gleichzeitig Mutter und Karrierefrau zu sein.
Die Handlung der Serie baut sich sehr langsam auf und bis zur sechsten Folge mag man nicht denken, dass die Serie nach der siebten Folge fertig erzählt sein soll. Aber letztendlich schafft es die Serie einen runden und obwohl hochdramatisch doch ruhig erzählten Abschluss zu finden. Als Rahmen der Erzählung dienen Zeugenbefragungen der anderen Bewohner Montereys. Bis zum Ende bleibt jedoch die Frage offen, wer denn nun genau gestorben ist. Dadurch bleibt die Serie durchgehend spannend.
Obwohl sich Big little lies ausschließlich mit den Sorgen und Problemen der besser gestellten weißen Bevölkerung beschäftigt, werden hier keine selbstgemachten „Reichenprobleme“ dargestellt, sondern Ängste und Katastrophen, die sich überall genau so ereignen können. Dabei spricht die Serie trotz ihrer kurzen Lauflänge von nur sieben Folgen gleichzeitig eine Vielzahl von Themen an, unter anderem häusliche Gewalt, Vergewaltigung, Mobbing und das zu starke Bemuttern von Kindern. Gerade durch seinen ernsten Ton unterscheidet sich die Serie von vergleichbaren Serien, wie Desperate Housewives.

Alles in allem ist Big little lies eine in sich geschlossene, ruhig erzählte, und durch Handung und Schauspiel überzeugende Serie, die zu Recht einige Emmys gewann.

Die 69. Emmy-Verleihung – eine kurze Anmerkung

In der Nacht von Sonntag auf Montag wurden zum 69. Mal die Emmys verliehen, praktisch das Oscar-Pendant im Bereich Serie. Bereits bei der Veröffentlichung der Nominierungen wurde mir wieder einmal bewusst, dass ich zu wenig Serien sehe, denn die meisten habe ich bisher nicht gesehen – und bei manchen habe ich es auch gar nicht vor. Doch zwischendurch war immer wieder guter Serieninput dabei. So landet Big little lies definitiv auf meiner Liste und Genius und The Handmaid’s Tale vielleicht auf meiner Liste. Obwohl Game of Thrones dieses Jahr nicht nominiert war – da die Serie zu spät abgegeben wurde – gingen Westworld komplett und The Crown fast leer aus. Immerhin konnte John Lithgow als Churchill in The Crown überzeugen.

Der Abend begann mit einer schönen schmissigen Gesangseinlage von Moderator Stephen Colbert. Er sang darüber, dass alles besser im TV sei. Da dieses Jahr viele dystopische Serien bzw. kritische Serien nominiert waren, wurde so zu einem fröhlichen Takt gesungen, wie schwierig die Thematik der Serien teilweise sind, aber solange sie nur auf dem Fernseher laufen, sei alles gut.

Direkt im Anschluss kam es zu dem wohl kontroversesten Auftritt des Abends. Sean Spicer imitierte seine Aussage nach Präsident Trumps Wahlsieg und verkündete: „Niemals gab es eine Emmy-Verleihung mit einem größeren Publikum. Niemals!“ Ob er damit sein Image polieren wollte, wird noch gemunkelt. Im Saal kam der Auftritt von Trumps ehemaligem Pressesprecher zumindest sehr gespalten an.

Die größten Gewinner des Abends waren Saturday Night Life und The Handmaid’s Tale. Alle Kategorien, Nominierten und Gewinner könnt ihr hier nachlesen. Von der Moderation her, war die Verleihung in Ordnung, doch die wirklich großen Lacher blieben aus.

American Gods

Bereits vor der Ausstrahlung der ersten Folge war die neue Serie „American Gods“ in aller Munde. Ähnlich wie bei Westworld weckte dieser Vorhype mein Interesse und ich sah mich mir die Serie an.

Shadow Moon wird nach einem Gefängnisaufenthalt von dem undurchsichtigen Mr Wednesday als Bodyguard „gecastet“. Zusammen reisen sie durch das Land und treffen auf allerhand alte und meistens fast vergessene Götter, während sie von den neuen Göttern verfolgt werden.

Was macht ein Gott zu einem Gott? Laut der neuen Serie „American Gods“ einfach nur die Tatsache, dass die Menschen an ihn glauben. So landeten mehrere Götter in Amerika, weil die Menschen an sie glaubten. Doch mit der Zeit verblasste die Erinnerung an die alten Sagen und somit auch der Glaube an die Götter immer mehr. In Amerika wuchs der Glaube an technische Entwicklungen und die Medien. Dadurch konnte die sogenannten neuen Götter entstehen. Nun inszeniert die Serie „American Gods“ genau diesen Konflikt. Es sind die alten Götter, die sich erheben wollen und die neuen Götter, die genau dies verhindern wollen.
Das Problem an der Serie ist jedoch, dass diese Handlung so genau gar nicht erkennbar ist. Stattdessen werden immer wieder einzelne Handlungsabschnitte gezeigt, die auf dem ersten Blick gar nichts mit der Haupthandlung zu tun haben. Und auch die Haupthandlung um Shadow Moon und Mr Wednesday und ihren Trip quer durch die USA erklärt so wenig von den Absichten dahinter, dass auch dieser sehr willkürlich wirkt.
Die erste Staffel besteht aus acht Folgen und erst die achte gibt ein wenig Aufschluss auf das Ziel der Serie. Dadurch macht aber die letzte Folge auch unglaublich viel Freude auf die nächste Staffel. Nachteil daran ist, dass man sich erst durch die Folgen davor wühlen muss. Gerade die ersten Folgen, die einem eigentlich den Einstieg in die Serie ermöglichen sollen, sind so wirr und ohne Aussage, dass der einzige Antrieb die Serie weiterzugucken der ist, endlich zu erfahren, worum es hier denn geht. Keine gute Voraussetzung.
Bryan Fuller inszeniert die Serie mit seiner einzigartigen Handschrift aus guten Schauspielern und vor allem faszinierenden Bildern. Seine immer sehr ruhige Erzählweise, die er bereits bei der Serie Hannibal frei auslebte, lassen allerdings den Spannungsbogen sich nicht so richtig aufbauen. Seine Erzählweise mag bei Hannibal durchaus funktioniert haben, hier scheint sie doch teilweise sehr unpassend. Fullers Drang jede Folge als halbes Kunstwerk zu inszenieren, führt zwar zu den schönen und unverkennbaren Bildern, aber stört auch irgendwo die Erzähldynamik. So kann man American Gods zwar als Aneinanderreihung von kunstvollen Bildern sehen, doch kränkelt die Serie dadurch an einer erkennbaren Handlung.
So pendelt die Serie zwischen guter Grundidee und übertriebener Umsetzung. Das die Serie ihren ganz eigenen Reiz hat, kann man ihr nicht einmal aberkennen. Denn irgendwo schafft sie es doch die Zuschauer an sich zu binden und große Erwartungen an die zweite Staffel zu schüren. Die Charaktere und auch die Geschichten der verschiedenen Götter sind interessant. Es scheitert bei der Serie einfach nur an der Konsequenten bzw. aussagekräftigen Umsetzung. Und ein bisschen mehr Hintergrundwissen zu den behandelten Göttern wäre manchmal auch nicht schlecht. Ich kenn mich nicht in jeder Mythologie perfekt aus.

Alles in allem ist die erste Staffel lediglich eine Weichenstellung für die zweite und kränkelt an Bryan Fullers Stil, der einfach nicht so richtig funktionieren will.

Sherlock – Staffel 4 – Kurzkritik

Das ab und an auch gute Serien im öffentlich-rechtlichen Fernsehen laufen, bewies zuletzt wieder die ARD, die am Pfingstwochenende und dem darauffolgenden Sonntag die vierte Staffel der Serie um den Detektiv aus der Baker Street 221b ausstrahlte. Diese Kritik ist spoilerfrei und daher sehr schwammig formuliert.

Sherlock Holmes und Dr. John Watson stellen sich neuen Fällen in ihrem Detektivbüro und helfen der Polizei, wann immer diese nicht weiterkommen. Doch nach der mysteriösen “Miss me” Meldung eines bekannten Gegners, steht Sherlock unter Strom und wartet geduldig auf den ersten Zug seines Gegners. Doch neben seinen alltäglichen Fällen muss er sich auch nach vielen Jahren endlich seinem Familiengeheimnis stellen.

Das Grundprinzip der Serie Sherlock – für diejenigen, die noch nie etwas von dieser Serie gehört haben – ist, dass der berühmte Detektiv Sherlock Holmes aus den Romanen und Kurzgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle im modernen London der heutigen Zeit lebt und dort Fälle löst. Einige Folgen basieren direkt auf Doyles Geschichten, andere nehmen lediglich einige Elemente auf und verknüpfen diese mit freien Erzählungen.
Vom Erzählrhythmus orientiert sich Staffel 4 an der dritten Staffel, so dass viele wirre Einzelstränge zwischen den eigentlichen Handlungen der Folgen platziert werden. Dadurch fällt es dem Zuschauer immer schwerer sich auf die eigentliche Lösung der Fälle zu konzentrieren, weil zu viel daneben erzählt wird. Dies war in den ersten beiden Staffel noch kaum vorhanden und erst in Staffel drei sehr präsent. Nebenbei kommen auch wieder die sozialen Verpflochtenheiten zum Tragen mit viel Drama.
Benedict Cumberbatch als Sherlock und Martin Freeman als Dr. Watson geben wieder ein wunderbares Paar und entwickeln ihre Dynamik noch einmal weiter. Die Figuren selbst haben keine große Entwicklung, sondern bleiben auf dem Stand der dritten Staffel.
Die Staffel besteht weiterhin aus drei Folgen, wobei die dritte Folge wieder den größten dramatischen Effekt hat. Spannungsgeladen sind sie alle, auch wenn in der zweiten Folge durch zu viele Einzelstränge die Übersichtlichkeit stark zu Wünschen übrig lässt.

Alles in allem ist die vierte Staffel nur für diejenigen geeinigt, die auch mit Staffel 3 etwas anfangen konnten. Wer Staffel 3 nicht mochte, hat auch an Staffel 4 wenig Spaß. Trotzdem lässt das Staffelfinale auf eine schöne fünfte Staffel hoffen, die sich vielleicht wieder ein bisschen mehr auf das Grundprinzip zurückbesinnt.