Captain America 4 – Brave new World

Ein Vorwort

Während die Thunderbolts* bereits überall im Gespräch sind als die Rettung des MCU, hänge ich ein wenig hinterher und habe noch meine Meinung zum vierten Captain America Abenteuer, diesmal mit dem ehemaligen Falcon als Captain. Warum dieser Film sich eher zu den schlechteren des Franchises einordnet, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Name des Films als Fanart mit Kinoticket auf einer Filmklappe

Was bisher geschah

Hier werde ich kurz die zuvor erschienenen Filme zusammenfassen. Dadurch sind Spoiler leider nicht zu vermeiden. Du weißt bereits, was geschah? Dann überspring dieses Absatz einfach.

Welche Filme/Serien man aus dem MCU vorab gesehen haben sollte: Falcon and the Winter Soldier – Diese stelle ich hier kurz vor.
Welche Filme/Serien aus dem MCU gut wären vorab gesehen zu haben: Der unglaubliche Hulk, Captain America – Winter Soldier, Captain America – Civil War, Avengers – Endgame und The Eternals– hierfür verweise ich auf meine Zusammenfassungen (sofern sie bereits existieren, für die Links einfach die Titel anklicken).

In The Falcon and the Winter Soldier treffen wir auf Sam Wilson aka Falcon, der sich gegen das Erbe des Captain Americas entschieden hat, das Steve Rogers ihm am Ende vom Endgame angeboten hatte. Stattdessen arbeitet er für die Air Force. Bucky Barnes aka The Winter Soldier befindet sich in der Therapie, um seine Vergangenheit aufzuarbeiten. Da tritt die Gruppierung Flag Smashers auf den Plan, die sich gegen geplante Maßnahmen der Regierung zur Umsiedlung ganzer Gebiete ausspricht, da der Blip, also das Verschwinden der Hälfte der Menschenheit für fünf Jahre in Endgame, hier einiges durcheinander gebracht hat. Als Reaktion stellt die US Regierung einen neuen Captain America namens John Walker vor. Bucky sucht Sam auf und begleitet ihn auf eine Mission nach Deutschland, da er das Erbe seines verstorbenen besten Freundes beschmutzt sieht, durch Walker und Falcon überreden will, doch als Captain America aufzutreten. Walker grätscht ihnen hier auch in die Informationsbeschaffung. Zurück in den USA sucht Sam Isaiah Bradley auf, der im Koreakrieg als Super-Soldat eingesetzt wurde. Seine Errungenschaften wurden jedoch aufgrund seiner Hautfarbe komplett aus der Geschichte gestrichen. Sam hinterfragt damit weiterhin, ob er als BPoC ein Captain America sein kann.
Sam und Bucky schlagen einen anderen Weg gegen die Super-Soldaten der Flag Smashers ein und befreien Baron Zemo aus dem Gefängnis. In Madripoor suchen sie mit seiner Hilfe nach dem Power Broker, der das Serum für die Super-Soldaten reproduziert und verkauft hat. Sharon Carter, nach Civil War geflohen, schreitet ein und hilft ihnen zu fliehen. In Riga wollen die drei Karli, die Anführerin der Flag Smashers, stellen. Doch Walker unterbricht sie wieder und so hindert er Sam daran mit Worten zu Karli durchzudringen. Bis auf eine werden dabei alle Dosen des Serums zerstört. Diese nimmt Walker an sich, um endlich mehr wie ein Captain America kämpfen zu können.
Zemo wird von den Dora Milaje aus Wakanda gefangen genommen. Sam sucht Isaiah Bradley auf und diesmal erzählt er ihm auch die ganze Geschichte. Nach einem Rückzug von Sam zu seiner Schwester, sprechen sich Bucky und er aus und Sam entschließt sich endlich sein Erbe anzunehmen. Im Finale können sie Sharon Carter als Power Broker entlarven, die Flag Smashers zerschlagen und die Regierung von ihren Umsiedlungsplänen abhalten. Isaiah bekommt endlich seine Anerkennung und schließt Freundschaft mit Sam und Bucky.

Die Handlung

Sam Wilson ist noch dabei sich in seine Rolle als neuer Captain America einzufinden, als er zum Präsidenten ins weiße Haus eingeladen wurde. Doch sein Freund Isaiah wird beeinflusst und versucht ein Attentat. Um seine Unschuld zu beweisen, gräbt Sam einige Geheimnisse des Präsidenten aus. Und dann droht den USA auch noch ein Krieg mit Japan.

Meine Meinung

Das strauchelnde MCU (=Marvel Cinematic Universe) brauchte dringend mal wieder einen Erfolg. Aber nach einer stark abgefallenen vierten Phase, war Phase 5 auch nur bedingt die Rettung. Deadpool war zwar ins MCU eingeführt worden, konnte sich aber auch nur mit unzähligen Anspielungen und der unfassbaren Dynamik zwischen Reynolds und Jackman über Wasser halten. Die Guardians haben in ihrem dritten Abenteuer noch am besten abgeschnitten und The Marvels hatte zwar Frauenpower, aber von Anfang an schon einen schlechten Stand, da Captain Marvel und Miss Marvel nicht unbedingt die Reißer im MCU waren. Vor allem mangelte es irgendwie an einer runden Geschichte. Nun inzwischen wird dies zumindest den Thunderbolts* und damit dem Finale der fünften Phase nachgesagt. Aber zuvor sollten es ein paar alte Bekannte retten. Der Haken: Bereits die Serie Falcon & the Winter Soldier hat vorne und hinten nicht funktioniert. Leider sollte sich genau darauf gestützt werden.
Aber ich versuche mal am Anfang anzufangen. Thaddeus Ross, der bisher bereits verschiedene Auftritte hatte, und dabei selten gut wegkam, wurde zum Präsidenten gewählt. Also eben jener Mann, der im unglaublichen Hulk den Freund seiner Tochter gejagt und versucht hat zu vernichten, und der Mann, der den Civil War mit den Sokovia Abkommen auslöste. Er lädt Sam Wilson, ehemals Falcon, inzwischen Captain America ins weiße Haus ein und will dort eine Zusammenarbeit besprechen. Natürlich scheitert diese direkt, da es zu einem Zwischenfall kommt. Leider ist hier Sams Freund Isaiah involviert.
Dass bei Sams Nachforschungen, um Isaiahs Unschuld zu beweisen, eine Menge Geheimnisse ans Licht kommen und der neue Präsident natürlich eine Menge Dreck am Stecken hat, dürfte hier wohl niemanden überraschen. Leider scheitert der Film aber auch genau daran wieder: An seiner Vorhersehbarkeit. Kaum eine Entwicklung ist wirklich überraschend, unterbrochen werden sie von einigen Kämpfen, die mal mehr, mal weniger spannend sind. Die Charakterentwicklung ist auch eingeschränkt, weil das meiste bereits in der vorausgehenden Serie geklärt wurde und Ross‘ Rückkehr auch keine Überraschung in der Rolle zuließ.
Wir bekommen noch ein paar interessante Nebencharaktere, aber das große Problem des MCU bleibt bestehen: Die guten Gegner. Abgesehen von einem Thanos oder einem Loki hat das MCU wenige Antagonisten mit durchdachten Motiven, die auch ausgespielt werden dürfen, und genug Screentime, um eine Entwicklung zu durchleben. Dabei hatte der Antagonist diesmal Potential, da er mehr auf die psychische Ebene, denn auf die physische ging. Aber daraus lassen sich halt keine großen Kämpfe generieren. Und so kam dieser Aspekt viel zu kurz und wir lassen den Präsidenten mal eben Teile Washingtons zerstören – inklusive eines ganzen Parks voller Kirschblüten, sehr zum Leidwesen meiner Begleitung.
So ist Captain America – Brave New World in seiner Gesamtheit nicht völlig schlecht, aber eben auch nicht wirklich gut. Er spielt die generische Marvel Formel aus, kommt damit aber nicht an den Charme früherer Filme heran, schafft es aber auch nicht aus dem Alltagstrott des Franchises auszubrechen.
Letztlich bleibt wirklich nur zu hoffen, dass Marvel endlich gelernt hat und lieber wieder eine richtige Geschichte erzählen, als nur auf viele Kämpfe zu setzen.

Das Fazit

Captain America 4 – Brave new World spielt das gewohnte Schema des MCU ab, vergisst aber erneut ihren Antagonisten richtig zu nutzen und setzt zu sehr auf Kämpfe und CGI. Rangiert daher als Mittelmaß ohne großen Rückerinnerungswert, ist aber beim Sehen auch keine Vollkatastrophe. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Captain America 4 – Brave New World läuft seit dem 13.02.2025 in den deutschen Kinos

Rückblick auf den April 2025

Der April ist vorbei und wie schon im letzten Jahr sorgten die vielen Sonnenstunden dafür, dass ich viel zum lesen gekommen bin. Die Kinoausbeute bleibt mager, es lief aber auch einfach kaum etwas, und selbst bei den Serien bin ich bei vielen mittendrin, konnte aber kaum welche beenden. Und damit ohne weitere Zwischenreden direkt zu meinem medialen Rückblick auf den April.

Der Schriftzug "Mein Monatsrückblick" vor blauem Himmel mit Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Flow: In einer von Menschen verlassenen Welt hat eine kleine Katze sich ein sicheres Plätzchen zum Überleben gesucht. Doch eine Flut sucht die Welt heim und egal, wie hoch sie klettert, die Wassermassen holen sie direkt ein. In letzter Sekunde kann sie auf ein kleines Boot fliehen, was bisher nur von einem Capybara bewohnt ist. Zusammen versuchen sie zu überleben und treffen unterwegs noch andere Weggefährten. – Dieser experimentelle Animationsfilm erzählt ohne Worte eine wunderbare Geschichte, voller Lektionen und Gefahren. Hier bleibt kein Auge trocken. Absolut verdienter Oscargewinn.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Mein Nachbar Totoro (Einfach mein liebster Ghiblifilm)

Your voice: Nagisa ist sich sicher, dass Worte Macht haben. Als sich zwei ihrer Freundinnen streiten, hat sie Angst, dass die Gemeinheiten Auswirkungen haben. Als sie eine verlassene Radiostation entdeckt, macht sie ihren Sorgen Luft. Nicht ahnend, dass die Tochter der im Koma liegenden Besitzerin sie hört und gar nicht begeistert ist. Doch nach einer kurzen Auseinandersetzung freunden sie sich an und betreiben gemeinsam mit Nagisas Freundinnen die Station. Ein Sommer voller Hoffnungen beginnt. – Süßer Film für die heißen Sommermonate über Freundschaft und die Macht der Worte.

Lisa Frankenstein: Lisa lebt nach der Ermordung ihrer Mutter bei ihrem Vater und seiner neuen Frau Janet und deren Tochter Taffy. Sie hat Probleme sich einzufinden und ist viel auf dem Friedhof, wo ihr vor allem ein Grab besonders gut gefällt. Nach einer desaströsen Party und einem Blitzschlag erwacht ihr toter Schwarm als Zombie. Lisa beschließt sich um ihn zu kümmern und sie beginnen eine seltsame Freundschaft. Gleichzeitig ermorden sie ein paar Menschen, um dem Zombie neue Körperteile zu besorgen. – Sehr skurrile Horrorkomödie, die bei mir aber genau den richtigen Nerv treffen konnte.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keinen tatsächlich. Daher war auch meine Kinoausbeute wieder überschaubar.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Wind Breaker – Staffel 1 (Konnte mich erneut komplett in den Bann ziehen)

Solo Leveling – Staffel 1 (Gute Adaption des Manhwa mit toller Animation)

Dr. Stone – Staffel 2 (Die Stone Wars beginnen. Konnte nicht ganz mit der vorherigen Staffel mithalten, aber hat das Konzept gut weiterentwickelt)

Hellbound – Staffel 2 (Leider sehr langatmig und wirklich etwas passiert ist erst in der letzten Folge. Musste wohl auch noch eine dritte Staffel aufbauen, obwohl es eigentlich unnötig wäre)

Lycoris Recoil – Staffel 1 (Tolle Grundidee, konnte mich in der Umsetzung nur bedingt überzeugen, obwohl ich den Antagonisten durchaus leiden konnte)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.984
Seiten pro Tag: 166 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 6
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 4

Even if you slit my mouth 2-3: Miroku und Koichi bekommen Besuch von Mirokus Bruder. Und der ist alles andere als begeistert davon, dass die beiden sich verloben wollen. Koichis Freunde nehmen es hingegen besser auf. Und dann gibt es da noch die Gestalt, die sich als Koichi ausgibt und die beiden töten will. – Gute Fortsetzung der Geschichte, konnte auch nochmal einen etwas andere Richtung einschlagen.

Der kleine Laden des Herrn Takarada: Herr Takarada führt das traditionsreiche Schreibwarengeschäft Shihodo in Tokios Stadtteil Ginza. Hier weiß er stets die richtige Empfehlung zu geben, was qualitative Schreibwaren angeht. Doch auch darüber hinaus hat er ein offenes Ohr für Lebensgeschichten und weiß subtile – oder manchmal auch weniger subtile – Hinweise zu geben. – Sehr verschiedene, aber sehr gute Geschichten mit einer guten Portion Lebensweisheit, auch wenn eigentlich die Charaktere nur ihre Geschichten erzählen durften. Durchaus mal etwas anderes. – Rezensionsexemplar

Jurassic Park: Nach einem Zwischenfalls auf dem sich im Aufbau befindenden Erlebnispark auf der Isla Nublar, wollen die Investoren eine Überprüfung des Parks durch Experten. Dafür werden der Paläontologe Dr. Alan Grant, die Paläobiologin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm angefordert. Zunächst wissen sie nicht, was ausgerechnet sie dort sollen, bis sie Bewohner des Parks kennenlernen: Dinosaurier. Doch ein weiterer Zwischenfall bringt das Team in ernsthafte Gefahr. – Spannende Vorlage für die tolle Verfilmung von Spielberg. Auch interessant zu sehen, was alles verändert wurde. Trotz vieler wissenschaftlicher Ausführungen durchgehen spannend und ein Muss für jeden Dinofan.

Wie lange bis irgendwann?: Emelie und Sophie haben sich 10 Jahre nicht mehr gesehen, nachdem Sophie von einem Tag auf den anderen Stockholm verlassen hat. Doch bei einem offenen WG-Casting stehen sie sich wieder gegenüber. Und dann sperrt ein Schneesturm sie auch noch zusammen ein. Wie können da nicht die alten Gefühle wieder hervorkommen? – Am Anfang war ich etwas skeptisch, dann habe ich es an einem Tag durchgelesen. Die Charaktere haben mich so in ihrem Bann gezogen, ich habe mitgehofft, mitgeweint, mitgefühlt.

Tee? Kaffee? Mord! Folge 12 – Der Besuch der reichen Dame: Natalie und drei ihrer Freund*innen stranden durch ein Unwetter in einem alten Herrenhaus. Der etwas schrullige Bewohner bietet ihnen Unterschlupf. Und eine weitere Reisegruppe suchte hier Schutz vor dem Sturm. Mit dabei: Ein unbezahlbarer Diamant. – Mal ein anderer Ansatz die Freundesgruppe zu trennen und praktisch drei Geschichten zu erzählen, aber sie alle haben gut funktioniert.

Fake Dates and Fireworks: Becca hat ihr Silvester perfekt durchgeplant. Sie und ihr bester Freund Nils – mit dem sie seit 10 Jahren immer an Silvester im Bett landet – wollen sich diesmal in einem Skiresort treffen. Für Becca ist klar, dass es das Jahr wird, in dem sie final zusammen kommen. Bis Nils mit seiner Verlobten auftaucht. Verzweifelt hängt sie sich an Raphael und gibt ihn als ihren Freund aus. Allerdings handelt es sich bei diesem um den verhassten Onkel eines ihrer Kindergartenkinder. – Mein Monatshighlight. Auch hier war ich am Anfang sehr skeptisch, da es doch mitunter sehr toxisch klang. Doch Autorin Kyra Groh löst das wunderbar auf und zeigt Lösungen in einer tollen Geschichte, die ich auch in wenigen Tagen inhaliert hatte.

The Hurricane Wars: Mitten im Krieg gegen das übermächtige Nachtimperium trifft Talasyn ausgerechnet auf den Erben eben jenes. Alaric verkörpert alles, was sie hasst. Doch als letzte Lichtweberin muss sie sich schon bald mit ihm verbünden, um eine größere Katastrophe zu verhindern. – Nachdem es wie ein beliebiges Fantasyepos mit großem Krieg begann, nimmt es schon bald eine spannende und überraschende Wendung und wird wesentlich politischer und diplomatischer und funktioniert daher tatsächlich als Enemies to lovers sehr gut, obwohl ich das Trope sonst nicht leiden kann. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

ASAP – zweite Chance auf Liebe: Sori weiß, wie das K-Pop Business läuft, immerhin hat sie ihr ganzes Leben auf ihr Debüt hingearbeitet. Deswegen hat sie vor Jahren auch ihre Beziehung zu Nathaniel aufgegeben, der inzwischen mit der Band XOXO erfolgreich ist. Doch ein Skandal bringt sie wieder näher zusammen und die alten Gefühle kehren zurück. Doch können sie noch eine Chance haben? – Leider eine ziemliche Enttäuschung, obwohl ich die Autorin gern lese. Aber hier war gefühlt nur Handlung, keine Gefühle, nichts. Wir springen von Handlung zu Handlung und können so gar nicht nachvollziehen, wieso die Charaktere handeln, wie sie handeln.

Ashville Academy 2: Hanna und Nora stehen vor den Trümmern ihres Lebens. Und niemand will ihnen glauben, dass sie das Schicksal aller Tisin bewahrt haben. Doch ihre Feinde geben nicht auf und setzten zum finalen Schlag an. – Hat die typischen Dark Academia Dilogie Probleme und gegen Ende verläuft es sich leider in ein sehr wirres Finale, durch das ich nicht mehr durchgestiegen bin.

The masterful cat is depressed again 3: Saku hat ihr Leben voll im Griff. Das glauben zumindest ihre Kolleg*innen. Doch die meiste Arbeit erledigt ihre Katze Yukichi. Doch nun steht Saku ein Firmenausflug bevor und sie muss irgendwie alles allein überstehen. Kann das gut gehen? – Hat ein bisschen nachgelassen, da die Grundidee immer wiederholt wird, aber die eigentliche Handlung sehr stagniert. Dennoch weiterhin toll zu lesen.

Vergissmeinnicht 3: Der Schulball steht bevor und eigentlich sollten Mathilda und Quinn sich darauf vorbereiten. Doch das Sternentor-Ritual steht bevor, für das Quinn eine gefährliche Prüfung bestehen muss. Und dann hat auch noch jemand Mathildas Cousine Luise entführt. Die beiden sind sich sicher, dass es eine Verwechslung war. Doch Mathilda denkt gar nicht daran sich zurückzuhalten. Können sie alle Rätsel lösen und das Schicksal zum Guten wenden? – Spannendes Finale, das gerade gegen Ende nochmal alles gibt. Aber ganz ehrlich: Das erste Kapitel ist mein liebstes Kapitel der ganzen Reihe.

Voll kein Typ 3: Ein Campingausflug steht an, wodurch alle sechs Beteiligten sehr nervös sind. Immerhin hat sich bei den ersten ein Liebesdrama angebahnt. Datingtipps werden ausgetauscht, die sich aber auch nur als bedingt hilfreich erweisen. – Eine tolle Geschichte, ich warte immer gespannt auf den nächsten Band.

You are my moon: James und Takumi sind seit Jahren ein Paar. Doch nach einem Unfall kann sich James an nichts mehr erinnern, was nach seinem 18. Geburtstag passiert ist. Er erinnert sich nicht an die Phase, in der er seine Bisexualität erkannt hat. Und noch schlimmer: Er erinnert sich nicht mehr an Takumis Transition. – Eine mitreißende Liebesgeschichte und dem Finden der eigenen Identität. Das Drama am Ende war mir ein bisschen zu viel, aber Autorin Cornelia Franke konnte es gut lösen und so hat es mir noch besser gefallen als Band 1.

I’m glad my mom died: Jennette McCurdy, bekannt aus der Nickelodeon Serie iCarly, erzählt von ihrer Kindheit und Jugend und wie sie sich nach dem jahrelangen psychischen und physischen Missbrauch ihrer Mutter erst finden musste. – Ich kannte sie als Sam von iCarly, aber was da hinter den Kulissen alles ablief, ist erschreckend und das ganze Buch ist eine einzige Schreckenspartie, aber sehr gut geschrieben. Lediglich die Erkenntnisse am Ende kamen mir etwas zu kurz.

Was waren eure Highlights im April?

 

Wunderschöner

Ein Vorwort

Dass Karoline Herfurths Regiedebüt SMS für dich einer meiner absoluten Lieblingsfilme ist, habe ich bestimmt schon mehrfach erwähnt. Während mich Einfach mal was schönes nicht ganz überzeugen konnte, waren es doch gerade die verschiedenen Perspektiven in Wunderschön und die gut aufgearbeiteten feminsitischen Themen, die mich überzeugen konnten. Doch war ich bei der Fortsetzung doch skeptisch, ob die Geschichte erneut so gut funktionieren könnte. Wie es letztendlich ausging, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Name des Films als Fanart mit Kinoticket auf einer Filmklappe

Die Handlung

Sonja und Milan haben sich getrennt und versuchen für die Kinder ein Nestmodell, doch auch das bringt Probleme mit sich. Ihre beste Freundin Vicky organisiert ein Schulprojekt, das nicht bei allen auf Begeisterung stößt. Milans Schwester Julie hat ihre Modelkarriere an den Nagel gehängt und versucht einen Neuanfang beim Fernsehen, bekommt es da aber mit Übergriffigkeiten zu tun. Nadine arbeitet ebenfalls beim Fernsehen und gehört dort zur Elite. Doch als sie erfährt, dass ihr Mann mit einer Prostituierten geschlafen hat, bricht für sie eine Welt zusammen.

Meine Meinung

Dass feministische Themen auch im Kino funktionieren können, bewies der erste Teil „Wunderschön“, da er mit Platz 1 der deutschen Kinocharts und dem besten Start eines deutschen Films nach der Pandemie aufwarten konnte. Die Fortsetzung hatte nun nochmal mehr Budget und auch mehr Themen im Gepäck. Und hier hatte sich Regisseurin Herfurth wieder einiges vorgenommen.
Aber fangen wir am Anfang an. Wir haben wieder verschiedene kleinere Geschichten, die sich in ihrer Gesamtheit zu einer großen zusammenfügen. Durch Überschneidungen bei Charakteren und Handlungsorten, greifen alle Episoden ineinander und werden gekonnt parallel erzählt. Zum einen haben wir da Sonja und Milan, die wir bereits aus dem ersten Teil kennen. Haben sie da zusammen als Paar versucht mit zwei Kindern zurecht zu kommen und vor allem Sonja mit den Veränderungen, die ihr Körper und ihr Leben als Mutter durchgemacht haben, zurecht zu kommen, so gab es hier erst einmal die Ernüchterung. Denn die beiden haben sich getrennt. Dabei hatten wir doch nicht die perfekte, aber die lebensnahe Liebesgeschichte der beiden miterlebt. Dennoch versuchen sie sich durch Therapie und dem sogenannten Nestmodell für die Kinder zusammenzureißen. Doch dann trifft Milan sich mit einer neuen Frau und Sonja erlebt das typische „Was hat sie, was ich nicht habe“ Drama inklusive wieder der Frage nach dem eigenen Körperbild.
Als zweiten Handlungsstrang haben wir Milans Schwester Julie. Nachdem sie im ersten Film eine Modellkarriere anstrebte und dadurch in die Magersucht geriet, hat sie diese hier therapiert – wenn auch nicht final überwunden, solche Erkrankungen bleiben oft lange heften und das wird hier gut aufgearbeitet – und versucht nun eine Karriere beim Fernsehen, aber im Hintergrund und nicht direkt vor der Kamera. Dort macht sie die Erfahrung eines Übergriffes durch einen Kollegen. Überwältigt von den Gefühlen des Ekels und der Fassungslosigkeit, bekommt sie jedoch keinerlei Verständnis oder Unterstützung, stattdessen muss sie sehen, wie ihr Kollege permanent verteidigt wird.
Dass alles hätte wohl schon für einen ganzen Film gereicht, aber Herfurth hat noch einen Handlungsstrang im Ärmel. Denn wir haben beim Fernsehen auch neue Charaktere. Allen voran Nadine. Sie gehört zur Elite beim Sender und brüstet sich mit ihrem makellosen Aussehen. Botox gehört zu ihrem Alltag und mit ihren Freundinnen lästert sie gerne über die nicht ganz so perfekte Kollegin aus dem Politikbereich. Doch als bekannt wird, dass ihr Mann eine Affäre mit einer Prostituierten hatte, gerät ihr perfektes Leben ins Wanken. Doch hier wird sich nicht nur auf die verletzte Frau gestürzt, nein hier geht es auch explizit um das Thema Prostitution und was viele Frauen durchmachen. Wie sie mit Versprechungen in unser Land gelockt werden, um dann unter rücksichtlosen Umständen ihren Körper verkaufen müssen. Hier wird sich mit dem Thema auch nicht zurückgehalten und Gegenstimmen auch gekonnt entkräftet.
In den ganzen großen Geschichten kommt die von Sonjas bester Freundin Vicky fast etwas kurz. Die organisiert eine Projektwoche an der Schule und will dort über feministische Themen sprechen. Hier trifft sie auf Nadines verwöhnte Tochter, die das alles für Mist hält. Bis sie sich selbst mit dem Thema auseinander setzen muss.
Ganz schön viel los in den 138 Minuten Film. Dennoch schafft Herfurth es erneut die Balance zu halten und alle Geschichten gleichberechtigt anzusprechen. Und auch, wenn bei manchen größere Schicksale dahinter stehen, so haben sie doch alle ihre Daseinsberechtigung und gehören angesprochen. Durch die gut ausgearbeiteten Charaktere und den (teilweise leider) sehr lebensnahen Geschichten, berührt und schockiert der Film gleichermaßen.
Manch einem könnte ein wenig der Feelgood Charme des ersten Teils fehlen, aber das hat der Film auch nie versprochen. Und in seiner Gesamtheit weiß Wunderschöner, wann er knallhart draufhalten muss und wann er uns wieder die „leichteren“ Geschichten präsentieren muss. Hier wird gelungen die Waage gehalten. Dennoch bleibt der Film leicht hinter seinem Vorgänger zurück, was bei mir aber auch mehr ein Gefühl ist und ich nicht so direkt mit Argumenten begründen kann.

Das Fazit

Wunderschöner wagt den Schritt die Themen zu vergrößern und macht sich damit bestimmt nicht nur Freunde. Dennoch weiß er die Waage zu halten und präsentiert gut ausgearbeitete feministische Themen mit tollen und nachvollziehbaren Charakteren. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.

Wunderschöner läuft seit dem 13.02.2025 in den deutschen Kinos

Der kleine Laden des Herrn Takarada

Ein Vorwort

Als ich das Cover das erste Mal sah, habe ich mich direkt angesprochen gefühlt. Eine Katze, es geht um Schreibwaren und die Schlichtheit hatte was. Der Titel hat mich zwar im ersten Moment an einige meiner Sommerlektüren erinnert, aber der Klappentext zeigte schnell, dass es sich hierbei nicht um die klassische Strandlektüre handelt. Aber allein der Teaser „Eine Oase der Stille im Herzen Tokios“ ließ mich wissen, dass ich das Buch lesen musste. Wie es mir gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Das Buch arrangiert vor einem Bücherregal mit einem Kugelschreiber in japanischer Optik und einem abgenutzten Füller

Die Handlung

Herr Takarada führt das traditionsreiche Schreibwarengeschäft Shihodo in Tokios Stadtteil Ginza. Hier weiß er stets die richtige Empfehlung zu geben, was qualitative Schreibwaren angeht. Doch auch darüber hinaus hat er ein offenes Ohr für Lebensgeschichten und weiß subtile – oder manchmal auch weniger subtile – Hinweise zu geben.

Meine Meinung

Der kleine Laden des Herrn Takarada ist eine dieser kleinen Perlen, die im Buchladen gern übersehen werden. Unscheinbares Cover in einer unauffälligen Farbe. Doch genau diese Perlen sind es, die einen innehalten lassen und zum nachdenken anregen. Die mit einfachen Worten tiefer gehen und die Geschichten erzählen, die sonst so nicht erzählt werden würden.
Doch beginnen wir am Anfang. Das Buch enthält fünf Kapitel, die alle eine eigene Geschichte umfassen. Dabei ist das Grundgerüst in jeder Geschichte gleich. Die erzählende Person findet aus diversen Gründen den Weg in den Schreibwarenladen, trifft auf Herrn Takarada und fängt an die eigene Geschichte zu erzählen. Dabei ist es beispielsweise ein Füller oder Postkarten, die Erinnerungen heraufbeschwören und dazu führen, dass über Entscheidungen aus der Vergangenheit nachgedacht wird. Irgendwann landen alle im oberen Stockwerk des Geschäfts, wo sie Ruhe haben, um sich mit ihren Errungenschaften auseinander zu setzen. Im Hintergrund versucht Herr Takarada irgendwie zu helfen, um eine Lösung für angesprochene Probleme zu finden. Auf jeden Fall verlassen alle Erzähler*innen am Ende mit neuem Lebensmut den Laden.
Dabei sind die Geschichten so verschieden, wie Menschen nur sein können. Vom hart arbeitenden Geschäftsmann, über den trauernden Ex-Mann bis zur träumenden Oberschülerin. Und die Lebensbeichten sind einfach schonungslos ehrlich. Hier wird nicht wert darauf gelegt, die Protagonist*innen besonders gut darstehen zu lassen, sondern einmal alles rauszulassen, was im Leben so verzapft wurde.
Jede Geschichte für sich war trotz des gleichen Schemas irgendwo einzigartig und haben mich zum nachdenken gebracht. Ob ich nun gegen Anfang der Erzählungen in Klischees gedacht habe und eines besseren belehrt wurde, oder ob mich die angesprochene Thematik an sich ins Grübeln brachte, war je nach Geschichte unterschiedlich. Aber aus jeder Zeile spricht die Liebe zu Schreibwaren, die ich in vielen Teilen nachvollziehen konnte.
Der Erzählstil hier ist sehr nüchtern und ruhig, was man mögen muss. Auch kommt das Buch ohne direkte Spannungskurve daher. Es ist also wirklich zum abschalten und nachdenken gedacht. Mein größter Kritikpunkt ist allerdings, dass die Katze vom Cover gar nicht existiert. Aber das ist dann vielleicht doch zu verkraften.

Das Fazit

Der kleine Laden des Herrn Takarada ist eine kleine Perle, die wirklich eine Oase der Stille im hektischen Alltag sein kann. Ruhig erzählt und mit tollen abwechslungsreichen Lebensberichten gepaart mit der Liebe zu Schreibwaren, hat sie bei mir genau den richtigen Punkt getroffen.

Der kleine Laden des Herrn Takarada wurde mir von Goldmann als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! Ich kennzeichne diesen Beitrag hiermit als Werbung.

Rückblick auf das erste Quartal 2025

Da ist das erste Quartal 2025 auch schon wieder rum. Nachdem sich bei mir privat wieder ein wenig was geändert hat, kann ich dennoch auf ein gutes Serien- und Lesequartal zurückschauen. Nur die Filme haben wie immer gelitten und somit wurde dort meine übliche Top 5 wieder gekürzt. Und nun ohne weitere Worte meine Highlights aus dem letzten Quartal.

Die benannten Bücher, Filme und Serien arrangiert auf einem lila Sofa

Meine zwei Kinohighlights

Wunderschöner: Sonja und Milan haben sich getrennt und versuchen für die Kinder ein Nestmodell, doch auch das bringt Probleme mit sich. Ihre beste Freundin Vicky organisiert ein Schulprojekt, das nicht bei allen auf Begeisterung stößt. Milans Schwester Julie hat ihre Modelkarriere an den Nagel gehängt und versucht einen Neuanfang beim Fernsehen, bekommt es da aber mit Übergriffigkeiten zu tun. Nadine arbeitet ebenfalls beim Fernsehen und gehört dort zur Elite. Doch als sie erfährt, dass ihr Mann mit einer Prostituierten geschlafen hat, bricht für sie eine Welt zusammen. – Starke Fortsetzung, die noch einmal weitergehende feministische Themen anspricht außer den weiblichen Körper.

Mickey 17: Mickey wollte nur einem Kredithai entfliehen und meldet sich daher als Expendable für eine Raummission. Als dieser wird er immer vor geschickt, um Impfstoffe oder ähnliches zu testen. Und wenn er stirbt, wird er neu ausgedruckt und bekommt sein Bewusstsein wieder. Doch bei einer Mission wird er für tot gehalten, ohne zu sterben. Und so wird die 18. Variante von ihm gedruckt und er existiert auf einmal doppelt. Und das ist verboten. – Am Anfang richtig stark, macht am Ende aber wenig aus der Prämisse und geht sehr in die Systemkritik. Muss man mögen.

Meine zwei filmischen Highlights

Vergessene Welt: Jurassic Park: Vier Jahre nach den Ereignissen aus dem ersten Film schreibt Hammond Ian Malcolm an. Das Problem ist: Es gibt noch eine zweite Insel, wo die Züchtungen durchgeführt wurden, und Hammond will Wissenschaftler*innen zu Beobachtungen dort hin senden. Malcolm ist wenig begeistert, aber da eine Freundin von ihm bereits vor Ort ist, erklärt er sich bereit. Leider hat sich seine Tochter mit an Bord geschlichen.

The Anthem of the Heart: Jun Naruse ist eine regelrechte Quasselstrippe. Bis sie die Affäre ihres Vaters ausplaudert und für die Scheidung der Eltern verantwortlich gemacht wird. Da begegnet sie einem Ei, das ihre Lippen versiegelt, damit ihre Worte keinen Schmerz mehr verursachen können. Jahre später wird die schweigsame Jun zur Projektwoche ins Veranstaltungskomitee berufen. Ein Musical soll aufgeführt werden und sie merkt, dass sie ihre Worte singen kann, wenn schon nicht sprechen. – Sehr ruhiger, aber stark erzählter Anime.

Meine fünf serientastischen Highlights

Jujutsu Kaisen – Staffel 2: Die Staffel beginnt mit einem mehrfolgigen Rückblick auf Gojos und Getos Freundschaft, während sie noch in der Ausbildung waren. Damit wird übergeleitet zum Shibuya-Arc, in dem Getos Leute Shibuya angreifen und so die Jujutsisten herausfordern. Ein Kampf mit vielen Zivilisten ist gestartet. – Was mit einem spannenden Rückblick beginnt, endet in ein Nervenspektakel der einzigartigen Art.

Queer Eye – Staffel 9: Die Fab 5 sind Antoni, Tan, Karamo, Jeremiah und Jonathan. Sie reisen zu unterschiedlichen Menschen, verbringen eine Woche mit ihnen und helfen ihnen wieder in Form zu kommen. Dazu gehört zum einen den Kleiderschrank auszumisten und die Körperpflege voranzutreiben, aber auch die Wohnung neu zu gestalten, das Kochverhalten zu überprüfen und die kulturellen und sozialen Kontakte zu überprüfen. – Kleine Änderungen im Cast, doch das Team bleibt herzlich wie eh und je. Tolle Geschichten.

Yuri on Ice – Staffel 1: Yuri Katsuki hat beim letzten Grand-Prix Finale im Eiskunstlaufen den letzten Platz belegt und überlegt seine Karriere zu beenden. Nachdem ein Video von ihm mit der Choreo seines großen Idols Victor Nikiforov viral geht, taucht auf einmal eben dieser im Onsen seiner Familie auf und bietet ihm an ihn zu trainieren. Yuri ist zwiegespalten. – Stark erzähltes Sportdrama, das Eiskunstlaufen noch einmal neu vorstellt. Schade, dass es bei der einen Staffel geblieben ist.

Heartstopper – Staffel 3: Nick und Charlie genießen den Sommer mit ihren Freund*innen. Doch Nick bemerkt zusehends, dass Charlie ein Problem zu haben scheint, denn er schiebt sein Essen immer nur hin und her. Doch ihn darauf anzusprechen ist gar nicht so einfach. – Auch in der dritten Staffel überzeugt die Serie mit so viel Wärme und Herzlichkeit. Einfach pure Liebe.

Wind Breaker – Staffel 1: Haruka liebt es sich zu Prügeln und zieht daher extra in ein Viertel, wo sich besonders viele Raufbolde rumtreiben sollen. Allerdings stellt sich heraus, dass hier die Wind Breaker ansässig sind, die sich lieber für Frieden und die Gemeinschaft einsetzen. Widerwillig lässt er sich auf die Gruppe ein und bekommt schon bald die Chance sich zu beweisen und muss doch einiges über Freundschaft lernen. – Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber sehr gut umgesetzt und konnte mich absolut mitreißen.

Meine fünf buchigen Highlights

Oracle: Julian kann seit Kindheitstagen seltsame Marker an Menschen sehen. Jahrelange Therapie half dagegen und dämmte auch die Panikattacken ein. Doch bei seinem versuchten Neustart an der Uni ist er sich sicher, seine Medikamente nicht mehr zu brauchen. Kurzerhand setzt er diese ab und sieht kurz darauf wieder die Marker, die jedoch drohendes Unheil ankündigen. Kann er diese verhindern und wie geht er damit um praktisch ein wandelndes Orakel zu sein? – Interessanter Grundgedanke, der sehr gut und spannend umgesetzt wurde.

Deep End: Scarlet ist Turmspringerin am College und trainiert für Olympia. Doch nach einem Unfall hadert sie mit dem Sport. Genau dann tritt Lukas, ein erfolgreicher Schwimmer, in ihr Leben. Leider ist er auch der Ex-Freund ihrer besten Freundin. Ein kurzfristiges Arragement sollte zur beiderseitigen Befriedigung sein, doch daraus wird schnell noch etwas ganz anderes. – Ali Hazelwood schreibt einfach tolle Geschichten, auch wenn ich den erneut ziemlich großen Spice-Anteil gar nicht bräuchte.

Kröten sind Chefsache: Miriam hat ganz neu in einer PR-Agentur als Grafikerin angefangen. Und neben den allgemeinen Anfangsproblemen hat sie auch noch ein Geheimnis. Denn sie ist eine Hexe. Und nach einer Menge Überstunden platzt ihr der Kragen. Doch ein harmloser Ausspruch wird zu einem Fluch und plötzlich ist ihr Chef eine Kröte. Zusammen versuchen sie nun den Fluch zu brechen. – Eine tolle Rom-Com mit witziger Prämisse, die gut ausgespielt wurde. Freue mich sehr auf Band 2.

Der Ring der Pharaonen: Drei Jahre nach den Ereignissen von Santorin sind Ben und Ria auf einer neuen Mission. Ein Hilferuf hat Ria nach London gelockt und schnell sind die beiden erneut in einem Kampf auf Leben und Tod verwickelt. – Sehr spannender Zwischenband zwischen der Atlantis- und der Pharaonen-Reihe. Hab es in einem Rutsch weggeatmet. 

Kikis kleiner Lieferservice 1-2: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Süßes Kinderbuch, das die Vorlage zur bekannten Verfilmung bietet. 

Was waren eure Highlights im letzten Quartal?

Mickey 17

Ein Vorwort

Spätestens seit Bong Joon-ho 2020 für seinen Film Parasite den Oscar gewonnen hat, dürfte er nicht nur den Filmfans ein Begriff sein. Diesmal geht er wieder direkt nach Hollywood und greift in seiner Buchverfilmung leider sehr reale Entwicklungen auf. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Name des Films als Fanart mit Kinoticket auf einer Filmklappe

Die Handlung

Mickey wollte nur einem Kredithai entfliehen und meldet sich daher als Expendable für eine Raummission. Als dieser wird er immer vor geschickt, um Impfstoffe oder ähnliches zu testen. Und wenn er stirbt, wird er neu ausgedruckt und bekommt sein Bewusstsein wieder. Doch bei einer Mission wird er für tot gehalten, ohne zu sterben. Und so wird die 18. Variante von ihm gedruckt und er existiert auf einmal doppelt. Und das ist verboten.

Meine Meinung

Von Bong Joon-ho habe ich bisher nur Snowpiercer und Parasite gesehen und fand zwar beide irgendwie gut, aber nicht so sehr, wie ihr Hype, gerade bei Parasite, suggerierte. Dennoch fand ich die Prämisse von Mickey 17 spannend genug, um ihm eine Chance zu geben. Leider wurde gerade aus der am Ende nur wenig gemacht.
Aber fangen wir am Anfang an. Zunächst lernen wir Mickey an einem ziemlichen Tiefpunkt in seinem Leben kennen, als seine 17. Variante in eine Felsspalte auf einem eisigen Planeten stürzt. Hier kommt direkt Bongs Humor durch, in Form des Nebencharakters Timo, der irgendwie immer ein Stichwortgeber für bevorstehende Verschlimmerungen war. Kurz darauf erfahren wir Mickeys Geschichte und wie er genau an diesem Punkt gelandet ist. Obwohl es sich wie ein ziemlicher Schnelldurchlauf anfühlt, ist es eigentlich der witzigste und spannendste Teil der Geschichte. Allerdings funktioniert es auch nur für die gute halbe Stunde, die sich Zeit genommen wurde. Wir erfahren genug über Mickeys Leben, die Raummission und seine vorherigen Kopien bzw. den Sinn und die Technik dahinter.
Zurück am Ausgangspunkt der Geschichte, überlebt Mickey und trifft dann auf die 18. Variante von ihm. Hier wird ganz kurz das ethische Dilemma der Multiplen aufgemacht und gute philosophische Fragen in den Raum geworfen. Also genau der Teil, für den ich ins Kino gegangen bin. Leider war es wohl nie der Gedanke des Regisseurs sich auf diesen Teil zu konzentrieren – oder es war bereits im Buch anders, das kann ich nicht sagen.
Auf jeden Fall haben wir hier praktisch eine Trump und Musk Variante bzw. wird auch gern der Vergleich zu Hitler gezogen, die leider nichtmal wie eine Parodie wirkt, da die Realität die Absurdität der Fiktion bereits übertroffen hat. Leider war gerade dieser Part, der, den ich nicht gebraucht hätte. Denn er ist absolut vorhersehbar und vermittelt genau das, was der durchschnittliche Zuschauende bereits weiß. Es werden keine Fragen oder Diskussionen aufgemacht, sondern lediglich eine Antwort präsentiert. Denn dieser Part bietet auch keine Angriffsfläche, da er nur eine Aussage am Ende zulässt.
Damit wird am Ende zwar ordentlich aus Hollywood gegen die aktuelle Regierung geschossen, was interessant ist, da sie zum Entstehungszeitpunkt 2021 noch nicht in dieser Extremität vorhersehbar war. Gleichzeitig wird sich aber wenig getraut, mit den Folgen von Klonen und Multiplen wird sich am Ende gar nicht auseinander gesetzt, was den Film aber ernst spannend gemacht hätte. So ziehen sich am Ende die 137 Minuten leider doch ein bisschen.

Das Fazit

Mickey 17 hat eine sehr spannende Prämisse, die leider nicht konsequent genutzt wird und hintenraus sehr generisch wirkt. Trotz starkem Schauspiel zieht sich die Geschichte leider etwas und somit bekommt der Film 06 von 10 möglichen Punkten.

Rückblick auf den März 2025

Miss me? Da ist einfach schon wieder ein ganzer Monat vorbei und ich versuche wieder in einen Rhythmus zu finden, um hier wieder ein bisschen aktiver zu werden. Ich verspreche mal keine Regelmäßigkeit, da im Hintergrund noch ein paar Dinge sich einfinden müssen. Aber ab und an dürfte es dann doch wieder einen Beitrag geben. Und so widmen wir uns doch direkt mal wieder meinem medialen Rückblick auf den auslaufenden Monat.

Blauer Himmel mit vereinzelten Seifenblasen mit dem Schriftzug "Mein Monatsrückblick"

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Captain America 4 – Brave New World: Sam Wilson ist noch dabei sich in seine Rolle als neuer Captain America einzufinden, als er zum Präsidenten ins weiße Haus eingeladen wurde. Doch sein Freund Isaiah wird beeinflusst und versucht ein Attentat. Um seine Unschuld zu beweisen, gräbt Sam einige Geheimnisse des Präsidenten aus. Und dann droht den USA auch noch ein Krieg mit Japan. – Hatte seine Schwächen und rettet bestimmt nicht das MCU, war aber auch nicht die erwartete Vollkatastrophe.

Mickey 17: Mickey wollte nur einem Kredithai entfliehen und meldet sich daher als Expendable für eine Raummission. Als dieser wird er immer vor geschickt, um Impfstoffe oder ähnliches zu testen. Und wenn er stirbt, wird er neu ausgedruckt und bekommt sein Bewusstsein wieder. Doch bei einer Mission wird er für tot gehalten, ohne zu sterben. Und so wird die 18. Variante von ihm gedruckt und er existiert auf einmal doppelt. Und das ist verboten. – Am Anfang richtig stark, macht am Ende aber wenig aus der Prämisse und geht sehr in die Systemkritik. Muss man mögen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

The Anthem of the Heart: Jun Naruse ist eine regelrechte Quasselstrippe. Bis sie die Affäre ihres Vaters ausplaudert und für die Scheidung der Eltern verantwortlich gemacht wird. Da begegnet sie einem Ei, das ihre Lippen versiegelt, damit ihre Worte keinen Schmerz mehr verursachen können. Jahre später wird die schweigsame Jun zur Projektwoche ins Veranstaltungskomitee berufen. Ein Musical soll aufgeführt werden und sie merkt, dass sie ihre Worte singen kann, wenn schon nicht sprechen. – Sehr ruhiger, aber stark erzählter Anime.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Flow: Ein Animationsfilm mit neuem Look und der Prämisse, dass nicht gesprochen wird. Ich bin gespannt, zumal es sich um die Geschichte einer Katze in einer überfluteten Welt dreht und der Oscar für den besten Animationsfilm gewonnen wurde.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Yuri on Ice – Staffel 1 (Stark erzähltes Sportdrama, das Eiskunstlaufen noch einmal neu vorstellt. Schade, dass es bei der einen Staffel geblieben ist.)

Frieren – Nach dem Ende der Reise – Staffel 1 (Ich bin mit den Charakteren leider nicht ganz warm geworden, aber interessant erzählte Geschichten)

Blue Lock – Staffel 2 (Der Animationsstil hat leider nachgelassen, aber die Geschichte war weiterhin sehr mitreißend)

Horimiya – Staffel 1 (Unscheinbare Romance, stärker als der Manga, aber es passiert sehr wenig. Für manche aber vielleicht genau deswegen mal interessant)

Code Geass – Staffel 1-2 (Bin weder mit der Geschichte noch mit dem Animationsstil warm geworden, aber die Grundidee war spannend genug, um beide Staffeln zu sehen)

Heartstopper – Staffel 3 (Auch in der dritten Staffel überzeugt die Serie mit so viel Wärme und Herzlichkeit. Einfach pure Liebe)

Alya sometimes hides her feelings in Russian – Staffel 1 (Kleine Rom-Com, mit interessantem Ansatz, der aber nicht so richtig ausgebaut wird)

Die Ringe der Macht – Staffel 2 (Auch wenn die namensgebenden Ringe diesmal durchgehend eine Rolle spielen, verzettelt sich die Serie in zu vielen Schauplätzen und bringt so keinen Handlungsstrang wirklich voran)

Mein Leserückblick

Bücher insgesamt: 13
Seiten insgesamt: 3.612
Seiten pro Tag: 116 im Durchschnitt
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 5
Hörbuch: 3

Die Tagebücher der Apothekerin 11-12: Maomao kommt weiter hinter Geheimnisse rund um Jinshi. Doch sie befürchtet, dass es gefährlich für sie wird, wenn sie zu viel weiß. Doch dann soll sie ihn auf eine Jagd begleiten. – Man wird weiterhin auf die Folter gespannt, auch wenn die Beziehung zwischen Maomao und Jinshi nochmal voran getrieben wird.

Ashville Academy 1 – Wen die Nacht berührt: Hanna hat einen schlechten ersten Tag an der Ashville Academy. Als Mensch an der Schule für Übernatürliche hat sie von Anfang an den Kürzeren gezogen, vor allem, weil die Nachtmahrin Nora ihr eine Erinnerung stiehlt. Doch das ist nur der Anfang, denn an der Ashville verschwinden Studierende. Und Hanna und Nora stecken schon ganz bald mitten in den Ermittlungen. – Interessanter Ansatz, bin aber nicht richtig in die Handlung reingekommen.

Flüster mir ein Liebeslied 3: Himari hatte sich Zeit erbeten, um sich über ihre Gefühle klar zu werden. Doch als sie von einer Freundin gebeten wird, ihr das Feld zu überlassen, empfindet sie Anzeichen von Eifersucht. Und so verspricht sie Yori, dass sie zeitnah eine Entscheidung treffen wird. – Die Handlung bleibt ruhig, aber nimmt dennoch ein wenig Fahrt auf.

108 Dinge, die ich vor dem Schreiben meines ersten Buches gern gewusst hätte: Autorin Andrea Wilk hat schon viele Bücher veröffentlicht. Dabei hat sie eine Menge Erfahrungen gesammelt und aus ihren Fehlern gelernt. Hier hat sie eine Übersicht dieser Fehler gesammelt und was sie daraus gelernt hat. – Interessante Tipps fürs Selfpublishing.

Marriage Toxin 1: Gero ist ein Meister der Gifte und gehört zu einer traditionsreicher Familie von Auftragskillern. Die Ehe kam für ihn eigentlich nie in Frage, aber es muss einen Erben geben. Und damit seine Schwester nicht ihre Beziehung zu einer Frau aufgeben muss, sucht er nach einer Braut. Dabei helfen soll ihm eine Heiratsschwindlerin, die er bei einem Auftrag gerettet hat. – War anders als nach dem Klappentext erwartet, aber ich bin dennoch neugierig auf die weitere Handlung.

Dark Star Burning: Nach der Zerstörung des Tempels, der für Lan kurzzeitig ein Zuhause war und dem Verlust von Zen, sucht sie verzweifelt nach einem Weg die elantinische Besatzung doch noch zu beenden. Dafür reist sie in die Wüste und sucht nach einem Ort, der nicht mehr existieren soll. Wird sie ihre Welt retten können? – Starker Abschluss der Dilogie, auch wenn einige Aspekte etwas schnell abgearbeitet wurden.

Sarg jetzt nichts: Betty ist noch immer bei ihren Eltern im örtlichen Bestattungsinstitut. Doch auch hier bekommt sie wieder Herzschmerz. Was ist da eine bessere Abneigung als ein neuer Mord? Beziehungsweise eine neue Leiche bei ihren Eltern im Keller in Vorbereitung einer Beerdigung, die vielleicht doch nicht aufgrund eines Unfalls gestorben ist. – Deutlich stärker als Band 1, auch wenn Betty auch hier wieder sehr weinerlich und „missverstanden“ ist.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 14: Ron und Toto sind zurück in Japan und werden direkt von ihren Freunden und Bekannten empfangen, denn bei Ron im Haus soll es spuken. Da hilft es auch nicht, dass sie den Mord an einem Süßigkeitenkoch aufklären konnten. – Es gibt wieder mehrere kleine Fälle statt einen Bändeübergreifenden, was ich sehr begrüße.

Kröten sind Chefsache: Miriam hat ganz neu in einer PR-Agentur als Grafikerin angefangen. Und neben den allgemeinen Anfangsproblemen hat sie auch noch ein Geheimnis. Denn sie ist eine Hexe. Und nach einer Menge Überstunden platzt ihr der Kragen. Doch ein harmloser Ausspruch wird zu einem Fluch und plötzlich ist ihr Chef eine Kröte. Zusammen versuchen sie nun den Fluch zu brechen. – Eine tolle Rom-Com mit witziger Prämisse, die gut ausgespielt wurde. Freue mich sehr auf Band 2.

Der Ring der Pharaonen: Drei Jahre nach den Ereignissen von Santorin sind Ben und Ria auf einer neuen Mission. Ein Hilferuf hat Ria nach London gelockt und schnell sind die beiden erneut in einem Kampf auf Leben und Tod verwickelt. – Sehr spannender Zwischenband zwischen der Atlantis- und der Pharaonen-Reihe. Hab es in einem Rutsch weggeatmet.

Deep End: Scarlet ist Turmspringerin am College und trainiert für Olympia. Doch nach einem Unfall hadert sie mit dem Sport. Genau dann tritt Lukas, ein erfolgreicher Schwimmer, in ihr Leben. Leider ist er auch der Ex-Freund ihrer besten Freundin. Ein kurzfristiges Arragement sollte zur beiderseitigen Befriedigung sein, doch daraus wird schnell noch etwas ganz anderes. – Ali Hazelwood schreibt einfach tolle Geschichten, auch wenn ich den erneut ziemlich großen Spice-Anteil gar nicht bräuchte.

Tee? Kaffee? Mord! Folge 11 – Die fünf Portraits des toten Doktors: Köchin Louise bekommt fünf große Porträts zugeschickt. Das Problem: Sie alle zeigen einen Mörder, den die ehemalige Agentin geschnappt und hinter Gittern gebracht hat, und der eigentlich tot sein sollte. Doch hinter den Bildern steckt ein Rätsel, an dessen Lösung ein Menschenleben hängt. Zusammen mit ihrer Chefin Natalie und ihren Freunden versuchen sie alles, um das Mädchen zu retten. – Gut geschriebener Band, auch wenn ich die Grundidee nicht mochte.

Wie war euer März? Was waren eure Highlights?

Pausenankündigung

Ich gönne mir mal wieder eine Auszeit.

Steg zum Meer mit kleiner Schnecke und dem Schriftzug "Pause"

Die letzten Jahre habe ich mir meist im Mai eine Auszeit gegönnt, im letzten Jahr sogar durchgearbeitet. Aber ich merke, dass ich eine Pause brauche, um meine kreativen Batterien wieder aufzuladen.

Der Plan ist, bis zum nächsten Monatsrückblick nichts zu posten, die Frage ist aber, ob ich das wirklich durchhalte. Ich setze mir da keine Grenzen, aber auch keine Ziele.

Auf Instagram werde ich euch in den Stories weiterhin mitnehmen, wenn auch potentiell eingeschränkt. Aber es wird Lebenszeichen geben!

Bis dahin!

Rückblick auf den Februar 2025

Und damit ist der kürzeste Monat des Jahres schon wieder vorbei. Das schlägt sich wie jedes Jahr auch in meiner Statistik wieder. Zumal diesmal auch privat die Zeichen auf Veränderung standen. Mal schauen, wie sich hier alles im nächsten Monat entwickelt. Aber bis dahin gibt es erstmal meine monatliche Auswertung meines medialen Konsums.

Der Text "Mein Monatsrückblick" vor hellblauem Himmel mit vereinzelten Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Kundschafter des Friedens 2: Die Kundschafter des Friedens treffen auf der Beerdigung ihres damaligen Chefs auf dessen Tochter. Gerade Jochen Falk war schwer in sie verliebt und kann ihr so den Wunsch nach einem Austausch eines Testaments auch nicht abschlagen. Dafür muss die Gruppe nach Kuba, was sie sehr freut, da es doch die letzte sozialistische Bastion ist. Doch vor Ort kommt alles anders. – Funktioniert nur bedingt und ist leider immer dann gut, wenn er sich von der eigentlichen Handlung wegbewegt.

Wunderschöner: Sonja und Milan haben sich getrennt und versuchen für die Kinder ein Nestmodell, doch auch das bringt Probleme mit sich. Ihre beste Freundin Vicky organisiert ein Schulprojekt, das nicht bei allen auf Begeisterung stößt. Milans Schwester Julie hat ihre Modelkarriere an den Nagel gehängt und versucht einen Neuanfang beim Fernsehen, bekommt es da aber mit Übergriffigkeiten zu tun. Nadine arbeitet ebenfalls beim Fernsehen und gehört dort zur Elite. Doch als sie erfährt, dass ihr Mann mit einer Prostituierten geschlafen hat, bricht für sie eine Welt zusammen. – Starke Fortsetzung, die noch einmal weitergehende feministische Themen anspricht außer den weiblichen Körper.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Jurassic Park 2 – Vergessene Welt

Jurassic Park III: Dr. Alan Grant hat nach den Ereignissen im ersten Teil nur ein Ziel: Nie wieder einen lebenden Dino sehen. Lieber widmet er sich weiter seinen Ausgrabungen. Doch als Familie Kirby ihm viel Geld bietet, um bei einem Rundflug über die Insel Sorna anwesend zu sein, stimmt er schließlich zu. Doch die Kirbys haben gelogen und sich auf der Suche nach ihrem verschollenen Sohn und landen auf der Insel. Das wird schnell zum Überlebenskampf. – Schlechtester Teil der Reihe, der sich nur noch auf die Actionszenen mit den Fleischfressern konzentriert und die eigentliche Schönheit des ersten Teils weglässt.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Like a complete unknown & Heldin

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Queer Eye – Staffel 9 (Kleine Änderungen im Cast, doch das Team bleibt herzlich wie eh und je. Tolle Geschichten)

Love of Kill – Staffel 1 (Klang in der Grundidee besser, ist leider sehr langatmig und bietet bis zum Ende keine richtige Auflösung)

Sailor Moon – Staffel 2 (Funktioniert in der ersten Hälfte besser, die aber eher Füller ist, überzeugt dennoch durch das übliche Monster der Woche Prinzip)

Wind Breaker – Staffel 1 (Eigentlich überhaupt nicht mein Thema, aber sehr gut umgesetzt und konnte mich absolut mitreißen)

Kaguya-sama – love is war – Staffel 1 (Kommt erst spät in Schwung und konnte mich nur bedingt abholen)

Miss Kobayashis Dragon Maid – Staffel 1 (Sehr süße Idee, lebt aber erst von den späteren Charakteren)

My next life as a villainess – Staffel 1 (Alles etwas überzeichnet, aber funktioniert ganz gut und bietet viel Witz)

Criminal Minds – Staffel 11 (Es stehen wieder personelle Veränderungen im Team an, die nicht so gut funktionieren, aber die Fälle sind weiterhin spannend)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten insgesamt: 2.601
Seiten pro Tag: 93 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 6
Hörbücher: 2

A Man and his Cat 4-5: Während Herr Kanda neue Bekanntschaften schließt, trifft Fukumaru auf einen alten Bekannten. Und weil er ihm helfen will, rennt er aus der Wohnung. Dabei verläuft er sich aber und findet den Weg nicht zurück. Doch Herr Kanda setzt alle Hebel in Bewegung, um ihn wieder zu finden. – Weiterhin eine supersüße Geschichte, die auch nach fünf Bänden noch gut funktioniert.

More than a doll 6-7: Gojo und Marin nehmen an einem weiteren Cosplay Event teil und schließen neue Bekanntschaften. Außerdem steht ein Schulevent bevor, bei dem die beiden für den Cosplay Wettbewerb ausgewählt werden. Können sie die Hoffnungen ihrer Klasse meistern? – Hier kommt nochmal mehr Charakterentwicklung mit rein, was gut funktioniert. Ich bin weiterhin gespannt.

Haikyu! 7: Die Karasuno steht im zweiten Satz gegen die Aoba Johsai. Die Nerven liegen blank, vor allem bei Zuspieler Tobio Kageyama. Daher wird er erst einmal ausgewechselt und Sugawara darf spielen. Wird er es schaffen die Gemüter so weit zu beruhigen, dass sie noch eine Chance haben? – Auch wenn ich durch den Anime den Ausgang kenne, bleibt es spannend.

Song of Silver – das verbotene Siegel: Lans Heimat ist vor einigen Jahren erobert worden und hat ihrer Familie das Leben gekostet. Nun versucht sie sich als Singmädchen über Wasser zu halten. Doch in einer schicksalshaften Nacht verliert sie alles, was sie bis dahin kannte. Dabei trifft sie auf den geheimnisvollen Zen, der sie jenseits der Stadt bringt und eine Welt zeigt, die Lan für verloren gehalten hat. – Gelungener Weltenbau, tolle Charaktere, spannende Geschichte, hat mich gerade gegen Ende stark emotional mitgenommen.

Kikis kleiner Lieferservice 2 – Kiki und die neue Magie: Kikis ist wieder zurück und bekommt wieder allerlei Aufträge für ihren Lieferservice. Doch als sie einen schwarzen Brief überbringen soll, wird sie mit allerlei Vorurteilen gegen Hexen konfrontiert und stürzt in eine Sinnkrise. Können ihre Freunde und ihr trauer Kater Jiji sie aus ihrem Loch holen? – Wieder sehr süße Geschichten und man merkt, dass Kiki sich weiter entwickelt.

Tee? Kaffee? Mord! 9 – Ein Mörder steht im Walde: Die Starköchin Keetje Koopmans wird beim campen in der Nähe von Earlsraven tot aufgefunden. Ein Eintopf aus Giftpilzen ist der Übeltäter. Dennoch deuten alle Zeichen auf Mord. Natalie und ihre Köchin Louise nehmen die Ermittlungen auf, die Louise sogar in die Niederlande zum Dreh einer Kochshow bringen. – Mal eine ganz andere Geschichte, die viel Spaß beim Hören gemacht hat.

Tee? Kaffee? Mord! 10 – Die kleinen Leute von Pittlewood:In Pittlewood hält sich eine Sage standhaft. Die kleinen Leute werden kommen und die Bewohnenden für die Taten der Vergangenheit bestrafen. Als eine Mordserie wirklich auf kleine Leute hindeutet ist das Dorf in heller Aufregung. Natalie und ihre Köchin Louise glauben jedoch nicht daran und nehmen die Ermittlungen auf. – Eine etwas schwächere Folge, da ich – wie auch die Protagonistin – schnell von den kleinen Leuten genervt war.

Insomniacs 3: Der neugegründete Astronomieclub hat alle Hände voll zu tun, um ein Event zu organisieren, damit der Club nicht aufgelöst wird. Dabei müssen die Mitglieder ihre Freunde um Hilfe bitten, was ihnen alles andere als leicht fällt. – Weiterhin sehr süße Geschichte, die aber noch nicht so richtig in Schwung gekommen ist.

Das krumme Haus: Familie Leonides lebt in einem kleinen krummen Haus. Drei Generationen umfasst die Familie und Charles Hayward hat sich in die Enkelin Sophia verliebt. Doch als das Oberhaupt der Familie Aristide ermordet wird, bittet sie ihn die Ermittlungen zu unterstützen, da sie sich sonst nicht mit ihm verloben kann. Doch die Ermittlungen scheinen lange ins Leere zu laufen, bis sich die Ereignisse überschlagen. – Ein Agatha Christie ohne Poirot oder Marple, aber nicht weniger spannend.

Wie war euer Februar? Was sind eure Highlights?

Kundschafter des Friedens 2

Ein Vorwort

2017 kam ein kleiner deutscher Film in die Kinos, der sich auf humorvolle Art mit alt gewordenen DDR-Spionen in der aktuellen Zeit befasst hat. Ein wenig Ostalgie und doch konnte er mich nur bedingt abholen. Gut, dass ich das alles schon wieder verdrängt hatte und daher trotzdem Lust hatte, den zweiten Teil zu sehen. Diesmal soll es für die Truppe nach Kuba gehen. Wie das funktioniert, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Der Titel des Films als Fanart arangiert mit Kinoticket auf einer Filmklappe

Die Handlung

Die Kundschafter des Friedens treffen auf der Beerdigung ihres damaligen Chefs auf dessen Tochter. Gerade Jochen Falk war schwer in sie verliebt und kann ihr so den Wunsch nach einem Austausch eines Testaments auch nicht abschlagen. Dafür muss die Gruppe nach Kuba, was sie sehr freut, da es doch die letzte sozialistische Bastion ist. Doch vor Ort kommt alles anders.

Meine Meinung

Das gute am ersten Film war, dass er sehr in die heist Movie Schiene ging und so seine Spannung irgendwie aufbauen konnte. Aber nach acht Jahren sind auch die Darstellenden nicht gut gealtert und so ist es gerade Henry Hübchen als Jochen Falk, der sich sehr steif durch seine Szenen kämpft. Auch von Logistiker Locke kam kaum noch Input. Er war halt da, weil er auch schon im ersten Teil mitspielte. Lediglich Romeo-Agent Harry bekommt hier nach einer Sinnkrise eine ganz neue Aufgabe und schafft es den Film nochmal in eine modernere Zeit zu bringen. Auch Katharina Thalbach als Technikerin Tamara bringt dem Film guten neuen Schwung. Würde die Handlung sich mehr auf sie konzentrieren, dann hätte er deutlich besser funktionieren können.
Aber fangen wir doch nochmal am Anfang an. Wir beginnen in der Zeit des kalten Krieges und  unsere Truppe trifft auf niemand geringerem als Fidel Castro. Dann kommt der Zeitsprung und jene Beerdigung, die die Kundschafter nach Kuba führt. Die ganze Geschichte ist schon sehr künstlich aufgebaut und schnell durchschaubar, dass es sich hier um eine Finte handelt. Natürlich läuft unsere Truppe dennoch in die Falle und muss danach alles wieder richten. Beziehungsweise will Falk alles richten, da die anderen lieber ihren Urlaub genießen.
Und gerade in diesen Urlaubsszenen liegen die verborgenen Stärken des Films. Zwar wird die DDR Geschichte und auch Castros Regentschaft sehr einseitig und unkritisch dargestellt, aber bei einer seichten Komödie wäre das wohl auch zu viel verlangt gewesen. Aber wir haben hier versteckt die Themen beginnende Demenz, Liebe im hohen Alter und Identitätsfindung.
Leider liegt der Fokus des Films dann doch wieder auf der künstlichen Geschichte rund um Falk frühere Liebe. Ein wenig Gerenne hier, ein wenig Gerenne da und dann ist der Film auch schon wieder vorbei. Er hat nicht unbedingt weh getan, und für einen Lacher ab und an war er auch gut, aber er ist nun nicht unbedingt gut. Vorallem die Ostalgie kommt wieder gut durch mit allerlei Anspielungen, die das ältere Publikum um mich herum wohl deutlich besser verstanden haben als ich.
Kurzum eine Fortsetzung, die nicht so wirklich funktioniert, aber die ältere Generation und ihre Ostalgie durchaus glücklich machen kann. Und wenigestens hat Katharina Thalbach ganz witzige Szenen.

Das Fazit

Kundschafter des Friedens 2 ist ein Sequel, das ebenso wie der erste Teil, nur bedingt funktioniert, und immer nur dann wirklich gut ist, wenn er sich von der eigentlichen Handlung wegbewegt. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkten.

Kundschafter des Friedens 2 läuft seit dem 23.01.2025 in den deutschen Kinos