Festival-Serie

Ein Vorwort

Eine Buchreihe, die mit dem Wort „Festival“ beworben wurde und der erste Teil spielte sogar auf einem? Ich war Feuer und Flamme! Und ebenso schnell leider auch enttäuscht,  zumindest vom ersten Band. Dennoch habe ich auch der restlichen Reihe eine Chance gegeben. Wie sich die einzelnen Bände so gemacht haben, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Where Summer stays

Die Handlung: Charlie wird im Zuge ihres Praktikums bei einem Klassikradio auf ein großes Rockfestival geschickt. Leider hat sie soziale Ängste und die Menschenmassen auf dem Festival sind ihr persönlicher Horror. Dann trifft sie Levy, der sie durch seinen ganz eigenen Charme mutig macht. Doch Levy verhält sich immer mal wieder seltsam, doch auch nach dem Festival schlägt Charlies Herz noch für ihn. 

Meine Meinung: Das Buch passte eigentlich so gar nicht in meine bisherige Sommerlektürenauswahl. Aber als Festivalgängerin gehört die Saison irgendwo für mich auch zum Sommer. So habe ich dem Strand den Rücken gekehrt und versuchte mein Glück auf dem Musikfestival und der Geschichte von Charlie und Levy. Wie in New Adult Büchern so üblich, gibt es hier eine Menge Drama und die Charaktere haben einige Päckchen zu tragen. Vom Genre wusste ich schon, worauf ich mich einlasse, und es waren auch wieder einige sehr schwierige Themen, die teilweise gut (Levy), teilweise etwas blass (Charlie) behandelt wurden. Leider war es gerade das Festival, was mich sehr enttäuscht hatte. Denn es kam überhaupt keine Festivalstimmung auf. Gefühlt bewegen wir uns immer nur am Rand dessen, die einzelnen Szenen könnten zu 80% auch einfach auf einem normalen Zeltplatz passieren. Das Besondere, das Feeling, die Stimmung eines Festivals kam hier gar nicht durch. Da es für mich der entscheidende Kaufgrund war, leider eine starke Enttäuschung, zumal ich mich lange auf das Buch gefreut habe. Auch insgesamt als New Adult war das Buch eher schwächer. Die Charaktere waren etwas sprunghaft, ebenso wie die Handlung. Mal schauen, ob der Rest der Reihe hier mehr bietet.

Where Winter falls

Die Handlung: Ellas Herz schlägt für die Musik und so veranstaltet sie als DJ verbotene Untergrund-Partys. Doch das darf nicht rauskommen, sonst könnte sie ihren Job als Erzieherin verlieren. Bei einer Razzia ist es ausgerechnet Otis, der sie findet. Seit dem Festivalsommer kann sie ihn nicht ausstehen, doch aus irgendeinem Grund hilft Otis ihr. Daraufhin treffen die beiden immer wieder aufeinander und wollen sich die gegenseitige Anziehung doch nicht eingestehen.

Meine Meinung: Nach dem enttäuschenden Auftakt der Reihe, habe ich mich dennoch durchgerungen dem zweiten Band eine Chance zu geben. Dabei ist Winter meine am wenigsten bevorzugte Jahreszeit und Otis war mir im vorherigen Band auch nicht sonderlich sympathisch. Also ziemlich schlechte Voraussetzungen. Doch manchmal sind es gerade diese Bücher, die dann doch zum richtigen Zeitpunkt da sind. Dabei möchte ich gar nicht sagen, dass das Buch perfekt ist. Gerade im stark umkämpften New Adult Genre zählt es wohl eher zu den schwächeren, aber mich hat es überzeugt. Otis kann deutlich zeigen, warum er sich oft wie ein Arschloch benimmt und Ivy Leagh schafft es logisch zu erzählen, dass die beiden sich immer wieder treffen und wieso sie nicht voneinander loskommen, ohne, dass es toxisch wird. Das Ende war dann doch ein bisschen schnell, hier gab es vorher angeteaserte Entwicklungen, die einfach übersprungen wurden. Aber im großen und ganzen mochte ich When Winter falls sehr und bin wieder gespannt auf die Folgebände.

Where spring hides

Die Handlung: Leni wäre am liebsten Musical-darstellerin. Doch ihr Traum ist nicht mit dem kurz vor der Insolvenz stehenden Familienreise-unternehmen vereinbar. Daher begleitet sie eine Gruppe aus den USA auf einer großen Deutschlandtour. Doch diesmal hat sich Edward mit angemeldet, ein College-Basketballspieler, den Leni vor vier Jahren getroffen hat und die sofort ein besonderes Band verbunden hat. Der ihr jedoch damals nicht die Wahrheit über sein Leben sagen konnte. Doch eins steht für ihn fest: Er will Leni unbedingt wiedersehen.

Meine Meinung: Frühling ist meine liebste Jahreszeit und dadurch war ich besonders gespannt, wie dies in der Reihe umgesetzt wurde. Diesmal treffen wir auf Leni, die wir bereits aus den vorherigen Büchern grob kennen. Zumindest ihre Leidenschaft für Musical und ihr großer Traum wurden bereits thematisiert. Wir wissen vorher auch schon, dass sie sich in Band Eins mit Edward auf dem Festival treffen wollte, aber gekniffen hatte. Zunächst war ich daher skeptisch, ob wir diese Geschichte noch einmal aufgewärmt brauchten, doch sie hat überraschend gut funktioniert. Ich bin gut durch die Handlung gekommen, auch wenn mir einiges ein Stirnrunzeln entlockte. Zum einen komme ich aus der Tourismusbranche und fand die gewählte Route für die amerikanischen Touristen schon ziemlich willkürlich. Hier wurde mit aller Verzweiflung versucht ein paar „Festivals“ unter zu bringen, um das Motto der Reihe aufrecht zu halten. Da es sich hier teilweise von der Beschreibung eines Mittelalterfestivals eher um einen klassischen Mittelaltermarkt handelt und auch das Piratenfestival diesen Namen wohl eher weniger verdient, verbuche ich das mal unter netter Versuch. Auch die Geschichte von Lenis Verbundenheit zu ihrer Familie und dass sie alles für ihren Bruder aufgibt, ist so wie es geschrieben wurde, schon reichlich konstruiert. Da war Edwards Geschichte wesentlich glaubhafter, wenn auch deutlich weniger ausführlich erzählt. Auch der plötzliche Wandel von „wir gehen lieber auf Abstand“ zu „wir lieben uns abgöttisch“ war für mich nicht nachvollziehbar. Letztlich zählt Where spring hides zu den okayen New Adult Romanen, funktionierte in der Reihe aber bisher am besten, trotz der aufgezählten Schwierigkeiten.

Where autumn leaves

Die Handlung: Beth macht ein FSJ an einer renommierten Rehaklinik. Nach einem Zwischenfall kann sie einfach nicht an ihren eigentlichen Plänen festhalten. Doch in der Klinik trifft sie auf Jakob, ihrem Sandkastenfreund, der nach einem Kreuzbandriss darauf hofft, wieder fit fürs Feld zu werden. Doch er hat ein Geheimnis, das ihre ganze Welt zum einstürzen bringen könnte. 

Meine Meinung: Mit diesem Band verlässt Autorin Ivy Leagh dann vollständig die Grundidee einer Festival-Reihe. Denn der Hauptspielort ist die Rehaklinik. Lediglich in einem Epilog wird versucht den Bogen wieder zum ersten Band zu schlagen. Also das Marketing lief spätestens hier ins Leere. Aber abgesehen davon treffen wir hier erneut auf Jakob, den Bruder von Leni, die wir im dritten Band näher kennenlernen durften. Daher kennen wir auch bereits den Grundkonflikt, denn auch Beth wird im dritten Band erwähnt, taucht hier aber erstmals als Akteurin auf. Da dieser bereits im zweiten Band bei Otis genutzt wurde, die Grundlage für Lenis Konflikt im Dritten bildete, wirkt es hier irgendwie zu viel. Da wäre eine neue Idee doch erfrischender gewesen. Zunächst funktioniert das Buch jedoch wunderbar. Ich mochte die beiden Protagonist*innen und wenn man sich einmal mit dem Grundszenario von Jakobs Seite ausgesöhnt hat, ist die Geschichte auch spannend. Denn gerade Beth Seite bring neuen Schwung rein und macht ein Thema über Machtmissbrauch und toxische Männlichkeit auf, die durchaus gut in die Geschichte passt. Nach einem gefühlten Stillstand in der Mitte des Buches, nimmt das ganze aber einen ziemlichen Negativtrend. Wie von Zauberhand werden alle Probleme gelöst und somit sehr unrealistisch. Problematisch wird es dadurch, dass Lesenden in ähnlichen Situationen so kein Vorbild gegeben wird und zeigt, wie man sich da raus kämpfen kann, sondern es wird alles einfach magisch gelöst. Die „Bösen“ haben natürlich sofort ihre Strafe bekommen und die „Guten“ bekommen ihre Belohnungen. Das ging so weit, dass ich am Ende sogar vergaß, dass unser Pärchen noch gar nicht ihr Happy-end hatten und eigentlich schon mit dem Buch abgeschlossen hatte. Bedauerlich ist es vor allem, weil das Buch wesentlich mehr Potential hatte, sich aber einfach früher dazu hätte entscheiden müssen, die aufgemachten Themen auch zu behandeln und nicht weiter nur anzudeuten. So hinterlässt das Ganze leider einen bitteren Nachgeschmack und reiht sich ein, in eine Buchreihe, die ihrem Marketing nicht gerecht wurde und halbherzige Liebesgeschichten bot. Schade, aber immerhin gab es zwischendurch ja doch Lichtblicke in der Reihe.

Habt ihr die Reihe gelesen? Wie fandet ihr sie?

Rückblick auf den Januar 2025

Und da ist er, der erste Rückblick, der sich auf 2025 bezieht. Hier begann das Jahr sehr turbulent und leider eher im negativen Sinne. Ich hoffe sehr, ihr hattet einen besseren Start! Nichtsdestotrotz soll es hier um meinen medialen Rückblick gehen, der wie gewohnt mit wenigen Filmen aufwartet. Dafür habe ich mein Animewissen im Serienbereich weiter ausgeweitet. Aber nun ohne weitere Vorrede: Viel Spaß beim Rückblick.

Ein blauer Himmel mit Seifenblasen und der Schriftzug "Mein Monatsrückblick" darin

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Mufasa: Mufasa wird als junger Löwe von seinen Eltern getrennt. Der Löwenprinz Taka rettet ihn und will ihn in sein Rudel aufnehmen, was sein Vater sehr kritisch sieht. Während Mufasa also bei den Löwinnen aufwächst, sehen sich die beiden Jungen wie Brüder. Doch als ein Rudel gefährlicher weißer Löwen auftaucht, müssen sie fliehen und über sich hinauswachsen. – Ein weiteres Prequel, was niemand brauchte, was dann auch trotz anfänglicher guter Intention, nicht funktioniert, da es sich lieber an Klischees abarbeitet.

Nosferatu: Der Immobilienmakler Knock erhält einen Auftrag vom Grafen Orlok aus den Karpaten. Dafür schickt er seinen Mitarbeiter Thomas Hutter zum Grafen. Dieser landet nach langer Reise in der Burg und steht dem Grafen gegenüber. Dieser ist sehr an Hutters Blut und seiner Frau Ellen interessiert und unterschreibt den Immobilienvertrag. Dann reist der Graf nach Wisborg und bringt Unheil über die Stadt. – Sehr atmosphärisches Remake, das aber wenig neues einbindet, auch wenn die Schauspielenden versuchen mehr rauszuholen.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Keinen. Ich kam einfach nicht dazu.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

September 5: Die Geiselnahme bei den olympischen Spielen in München 1972 aus der Sicht des übertragenden Senders zu zeigen, interessiert mich noch. Lief nur leider hier nicht.

Paddington in Peru: Die ersten beiden Filme konnten mich durch ihren ganz eigenen Charme und Witz überzeugen, daher bin ich gespannt, wie es mit dem dritten Teil aussieht.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Die Tagebücher der Apothekerin – Staffel 1 und Alexa & Katie – Teil 3-4

Jujutsu Kaisen – Staffel 2 (Was mit einem spannenden Rückblick beginnt, endet in ein Nervenspektakel der einzigartigen Art)

Dr. Stone – Staffel 1 (Interessanter Ansatz, wenn die Menschheit quasi bei 0 starten muss, kann die Begeisterung für neue Wissenschaft auch gut halten und bietet interessante Charaktere)

Tokyo Ghoul – Staffel 1 (Ein weiterer Anime-„Klassiker“, den ich nachgeholt habe. Konnte mich nicht so ganz überzeugen, war aber spannend genug, um vielleicht weiterschauen zu wollen)

Dandadan – Staffel 1 (Einer der beliebtesten Animes des letzten Jahres konnte mich gar nicht überzeugen. Es war mir zu abgedreht und drüber und ich bin einfach kein Fan, wenn die Charaktere pausenlos schreien)

What if… – Staffel 3 (Geschaut, um bei Marvel auf dem Laufenden zu bleiben, aber bot nicht eine spannende Idee)

The detective is already dead – Staffel 1 (Startete als interessanter Krimi, atete sehr schnell in ein sehr dramatisches Fantasy-Ding aus, bin ich nicht mit warm geworden)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 17
Seiten insgesamt: 4.643
Seiten pro Tag: 150 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 3
Taschenbuch: 5
Comic/Manga/Graphic Novel: 9

Yuzu – die kleine Tierärztin 1: Yuzu muss für eine Weile zu ihrem Onkel ziehen, der eine Tierklinik führt. Dabei muss sie ihre Angst vor Tieren überwinden und schafft es durch ihre einfühlsame Art für sich und die Tiere einzustehen. – Süßer Manga für die jüngere Zielgruppe, der durch seine Herzlichkeit auch die Älteren abzuholen vermag.

Cat on the heroes lab 3: Diesmal führt es die Helden mit ihren Katzen übers Meer, was sie nicht alle so gut vertragen. Und sie treffen auf einen Kaiser in Trauer um eine ganz besondere Katze. – Die Geschichte ist nach dem trägen ersten Band endgültig in Schwung gekommen und hat mich ab und an gut zum lachen gebracht.

Mein Buchcafé in einer anderen Welt 2: Tsukina wartet sehnsüchtig auf die Rückkehr ihres treusten Kunden, der einen Krieg verhindern muss, den die eigentliche Heldin beinah ausgelöst hätte. Doch der status quo ist dabei sich zu ändern und Tsukina muss eine folgenschwere Entscheidung treffen. – Es geht spannend weiter, auch wenn das Ende sich wie ein Abschluss las. Bin gespannt, was da noch so passiert.

Ink Arcanum: William Bray hat endlich sein eigenes Tattoostudio eröffnet und findet ein geheimnisvolles Buch, das ihm bei der Weiterentwicklung helfen soll. Doch die Tattoos entwickeln ein Eigenleben und plötzlich findet sich Will auf der Flucht vor mehr als nur der Polizei wieder. – Interessante Grundidee, spannende Plottwists, ließ mich leider am Ende etwas emotionslos zurück. Aber wird bestimmt nicht mein letzter Hagemann sein.

Voll kein Typ 2: Die drei Freunde müssen sich erneut mit ihren Vorurteilen auseinander setzen, da die Damen aus der Crossdressbar ihre Gefühle ordentlich durcheinander gebracht haben. Es steht eine Mangaconvention und ein Zoobesuch an. – Die Idee wird gut weitergeführt und bringt durch die unterschiedlichen Charaktere viel Witz mit ein.

Where spring hides: Leni wäre am liebsten Musicaldarstellerin. Doch ihr Traum ist nicht mit dem kurz vor der Insolvenz stehenden Familienreiseunternehmen vereinbar. Daher begleitet sie eine Gruppe aus den USA auf einer großen Deutschlandtour. Doch diesmal hat sich Edward mit angemeldet, ein College-Basketballspieler, den Leni vor vier Jahren getroffen hat und die sofort ein besonderes Band verbunden hat. Der ihr jedoch damals nicht die Wahrheit über sein Leben sagen konnte. Doch eins steht für ihn fest: Er will Leni unbedingt wiedersehen. – Auch wenn mir der Turn zu „wir lieben uns“ etwas zu gewollt war, doch der stärkste Band der Reihe.

My home hero 4-5: Die Zeit für Tetsuo läuft langsam ab. Er muss einen Beweis erbringen, dass Kyoichi noch lebt. Ansonsten würde er sterben. Sein letzter Ausweg ist, dass er jemand anderen als Mörder entlarvt. Dabei braucht er weiterhin die Unterstützung seiner Frau, die jedoch feststellt, dass ihre Tochter erneut in Gefahr ist. – Die Geschichte hat gut Fahrt aufgenommen, zeigt aber auch, dass sie noch eine Weile weitergeht.

Die Schattenhand: Lymstock scheint ein ruhiges Städtchen zu sein. Der perfekte Ort für Jerry Burton, der nach einem Flugzeugabsturz von seinem Arzt Ruhe verschrieben bekommen hat, und seiner Schwester. Doch beleidigende Briefe voller abstoßender Anschuldigungen machen die Runde. Bis sie schließlich ein Todesopfer fordern. Jerry beginnt zu ermitteln und trifft schließlich auf Miss Marple, die bereits eine Theorie hat. – Miss Marple kommt in ihrem eigenen Roman lediglich auf 10 Seiten vor … mutig und erstaunlicherweise funktioniert die Geschichte trotzdem.

Remoire: Seraphine wurde als Kleinkind ihrer Familie entrissen und hat es irgendwie geschafft zu überleben. Doch als das Dunkel sich erneut erhebt, erfährt sie, dass sie eine viel größere Rolle darin spielt als sie je zu denken gewagt hatte. Ihr steht eine beschwerliche Reise bevor, bei der sie viel über sich und die Welt lernt, die in großer Gefahr schwebt. – Ein sehr gut geschriebenes Buch mit spannenden Charakteren, interessantem Plotttwist, dessen einziges Hindernis bei mir war, dass es im High Fantasy Bereich nicht mein Genre ist. Aber gerade das spannende Ende, das eher Richtung Dark Fantasy geht, konnte mich völlig bannen.

Oracle: Julian kann seit Kindheitstagen seltsame Marker an Menschen sehen. Jahrelange Therapie half dagegen und dämmte auch die Panikattacken ein. Doch bei seinem versuchten Neustart an der Uni ist er sich sicher, seine Medikamente nicht mehr zu brauchen. Kurzerhand setzt er diese ab und sieht kurz darauf wieder die Marker, die jedoch drohendes Unheil ankündigen. Kann er diese verhindern und wie geht er damit um praktisch ein wandelndes Orakel zu sein? – Interessanter Grundgedanke, der sehr gut und spannend umgesetzt wurde.

Angels of Death 6: Zack ist schwer verletzt und Rachel muss sich mit dem Priester der aktuellen Ebene zusammen tun, um an ein Heilmittel zu kommen. Doch das ist wieder mit allerlei Gefahren verbunden. – Fühlte sich ein wenig wie ein Füllerband an, mal schauen, wie es weitergeht.

Insomniacs 2: Isaki und Ganta bekommen die ersten Hindernisse bei der Gründung ihres Astronomie-Clubs zu spüren. Doch durch die Hilfe einer Ehemaligen, könnten sie an die benötigten Gelder kommen und finden gleichzeitig ein neues Projekt. – Die sehr süße und unaufgeregte Geschichte geht weiter und ich bin sehr gespannt.

Der geheime Orden von New Orleans: Elayne zieht mit ihrer Familie neu nach New Orleans. Doch eine merkwürdige Krankheit sucht ihre Schwester heim und die einzige Lösung scheint der gut aussehende Blake zu sein. Der führt sie in einen geheimen Orden ein und Elayne erfährt, dass sie von den Voodoo-Göttern ausgewählt wurde. Um ihrer Schwester zu helfen, nimmt sie ihr Schicksal an, nicht ahnend, was sie damit auslöst. – Mich sprach der Voodoo-Teil der Geschichte sehr an, leider ist er sehr untergegangen in einem wilden Misch aus allen Kulturen, die die Geschichte sehr wirr gemacht haben. Schade.

Kikis kleiner Lieferservice: Kiki ist frisch 13 geworden und das bedeutet für Hexen, dass sie sich ihren Besen schnappen und sich eine eigene Stadt suchen. Dort müssen sie ein Jahr lang beweisen, dass sie auf eigenen Beinen stehen können. Übermotiviert sucht sich Kiki eine Stadt am Meer. Doch so einfach ist das allein zurechtkommen, dann doch nicht. – Süßes Kinderbuch, das die Vorlage zur bekannten Verfilmung bietet.

The masterful cat is depressed again, today 2: Saku und Yuichi haben eine Einladung zum Geburtstag der Nichte ihres Chefs bekommen. Doch wie kann sie erklären, dass Yuichi eine mannsgroße Katze ist und auf zwei Beinen läuft. Zum Glück fällt diesem eine Lösung ein. – Die Geschichte ist etwas schleppender als im ersten Band, aber noch immer voller Witz und Charme. Freue mich auf die weiteren Bände.

Where autumn leaves: Beth macht ein FSJ an einer renommierten Rehaklinik. Nach einem Zwischenfall kann sie einfach nicht an ihren eigentlichen Plänen festhalten. Doch in der Klinik trifft sie auf Jakob, ihrem Sandkastenfreund, der nach einem Kreuzbandriss darauf hofft, wieder fit fürs Feld zu werden. Doch er hat ein Geheimnis, das ihre ganze Welt zum einstürzen bringen könnte. – Der Abschluss der Festival Reihe beginnt spannend und stürzt sich dann in zu viele Themen, die am Ende mit einem Schnippsen gelöst werden und daher eher problematisch dargestellt sind. Schade.

Wie war euer Januar? Was waren eure Highlights?

Eine Handvoll Bücher – 01/25

Herzlich Willkommen zur ersten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Sandstürmen in Qatar, Träume in Europa, Weihnachten in Finnland, Monster aus Brunnen und Gedankenexperimente aus Japan.

Die im Text erwähnten Bücher nebeneinander mit Cover nach vorne aufgereiht

Sturmflirren

Die Handlung: Rea hat eigentlich alles, was sie braucht. Bis ihr Vater eine Stelle als Diplomat in Qatar bekommt. Den Umzug nach Doha steckt sie überhaupt nicht gut weg und kann sich weder an das Wüstenklima noch die andere Kultur gewöhnen. Bis sie ein geheimnisvolles Phantom trifft und mit einer neuen Freundin bei illegalen Autorennen in der Wüste dabei ist.

Meine Meinung: Tokioregen war 2023 mein Jahreshighlight. Umso gespannter war ich als Autorin Yasmin Shakarami ihr neustes Werk ankündigte. Leider war ich dann auch direkt etwas abgeschreckt. Denn die Handlung sollte in Qatar spielen und nach Tokioregen befürchetet ich, dass hier wieder so viel Fernweh erzeugt wird, dass einige dieses politisch leider ziemlich problematische Land aufsuchen würden. Gerade für mich als queere Person ist der Umgang mit meinen Rechten – bzw. die Abwesenheit dieser – ein großer Kritikpunkt. Doch dann kamen aus meinem Bekanntenkreis die ersten Stimmen und mir wurde versichert, dass meine Befürchtungen unbegründet seien. Also wagte ich einen Blick und kann nur sagen: Sie hatten Recht. Ich habe auch dieses Buch absolut geliebt, denn es zeigt die Seiten Qatars, die gern versteckt werden bzw. auch strafrechtlich verfolgt werden. Wir lernen die queere Community kennen. Wir lernen arm und reich, strenggläubig und freigeistig kennen und dabei wird aber auch nichts hinterm Berg gehalten. Die politische Realität und die Strafverfolgung wird ungeschmückt erzählt und eingebunden. Aber auch ich habe hier gelernt über den Tellerrand hinaus zu schauen und nicht alles in schwarz-weiß zu sehen. Das ganze untermalt Shakarami mit einer tollen Geschichte, auch wenn ich ein bisschen gebraucht habe, um mich an die Protagonistin zu gewöhnen. Jetzt warte ich sehnsuchtsvoll auf weitere Werke von ihr.

Anna – this is my dream

Die Handlung: Anna hat einen guten Job, eine stablige Ehe und zwei wunderbare Kinder. Doch irgendetwas schien all die Zeit zu fehlen. Bis sie auf Grace trifft, die als Straßenmusikerin ihren Traum lebt. Die beiden freunden sich an und starten gemeinsam ihre Karriere. Doch Anna erfährt bald von Grace Geheimnis, das ihre gemeinsame Zeit mit einem unausweichlich näherrückendem Ende umhüllt.

Meine Meinung: Ein Buch, so ganz anders, als alles andere, was ich in letzter Zeit gelesen habe. Es geht um Träume und warum man mit ihrer Erfüllung nicht warten sollte. Dabei sind viele nachdenkliche Aspekte mit eingebunden ohne je belehrend zu wirken. Im Vordergrund steht die Frage, was möchte ich machen, wenn mir egal ist, was andere davon halten. Warum nicht mal von der gewohnten Routine ausbrechen und schauen, was am Wegesrand noch so zu finden ist? Das ganze wird untermalt mit einer liebevollen Geschichte über eine Frau Anfang Vierzig, die eigentlich ein glückliches Leben führt. Sie hat ihre große Liebe geheiratet, einen gut bezahlten Job und zwei Kinder, die sie über alles lieben. Doch warum an diesem Punkt aufzuhören zu träumen? Und statt jetzt einfach alles hinzuschmeißen und irgendwo ganz neu anzufangen, versucht sie ihren neu entwickelten Traum zusammen mit Grace zu verwirklichen und dabei ihre Familie miteinzubeziehen. Gerade das fand ich sehr erfrischen, dass es eine Geschichte über einen Neuanfang ist, ohne die Schuld direkt bei der Familie zu suchen, die sie ja „einenge“. Stattdessen ist es gerade die liebevolle Familie und das damit verbundene Sicherheitsnetz, das ihr den Mut gibt, aus sich herauszukommen. Dennoch ist es keine Feel-Good Geschichte, da gerade Grace und ihre Krankheit noch wichtig werden und wir hier direkt bei der innigen Freundschaft der beiden mitleiden. Taschentücher sollten auf jeden Fall bereit gehalten werden.

Lovely, Hateful Christmas

Die Handlung: Levi reist kurz vor Weihnachten nach Finnland, seiner Heimat, um dort seine Kindheit aufzuarbeiten. Leider lässt ihn zuvor sein Mietwagen im Stich und er landet in seiner persönlichen Hölle: Dem Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi. Dort trifft er auf Juna, die Weihnachten über alles liebt. Kann sie Grinch-Levi von der Schönheit des Festes überzeugen?

Meine Meinung: Weihnachts-Romance. Dinge, um die ich generell lieber einen Bogen mache. Doch durch einen Zufall (oder Glück am Glücksrad) ist es auf der Buch Berlin in meinem Beutel gelandet und wurde daher auch passend in der Vorweihnachtszeit gelesen, da der Klappentext zwar sehr nach Klischee, aber auch irgendwie interessant klang. Hätte ich es mal gelassen. Dachte ich am Anfang noch, okay immerhin spielt es in Rovaniemi und das könnte doch ganz interessant werden, kam ich kurz darauf aus dem Kopfschütteln nicht mehr heraus. Denn unsere liebe Weihnachtssüchtige Juna hat sich eine Hütte im Weihnachtsdorf gemietet, um dort zu bezahlen, um dort arbeiten zu dürfen. Und weil sie es so gern macht, hat sie ihr Zimmer einfach nie wieder geräumt. Und Levi gerät natürlich ausversehen in genau diese Hütte und soll jetzt gänzlich ungelernt direkt mitarbeiten und bezahlt auch noch dafür? Das es solche Schnuppertage geben könnte, will ich gar nicht abstreiten, aber bestimmt nicht für Monate bzw. Jahre. Ansonsten sind die beiden auch mit so ziemlich allen Aktivitäten, die man auf der Website des Dorfes finden kann, beschäftigt, und nur ganz selten wirklich am arbeiten. Oder begleiten gleich ganze Gruppen mit Aufsichtspflicht, was ich glaube niemand ungelernten Touris anvertrauen würde. Wenn wir aber mal von der sehr unlogischen Grundhandlung absehen, bietet das Buch leider auch nicht viel mehr. Wir bekommen das typische Grumpy x Sunshine mit Weihnachtsgrinchflavor, aber während ich das Trope normalerweise sehr gern habe, fand ich es hier einfach nur mega anstrengend. Es werden tragische Hintergrundgeschichten aufgemacht, die aber dann natürlich egal sind, weil „Weihnachten rettet alles“.

Brunnengeister

Die Handlung: Einst lebten Wunschgeister im Königreich. Als die lebensfrohe Lina entgegen ihrer Wünsche verheiratet werden soll, erinnert sie sich wieder an die alten Legenden und opfert eine goldene Kugel in einem alten Brunnen. Doch damit erweckt sie eine alte Macht, die besser weiter geruht hätte.

Meine Meinung: Bekanntermaßen zählt Christian Handel zu meinen Lieblingsautoren. Doch seine düstere Märchen-Adaption Schattengold hatte mir nicht wirklich zugesagt. So war ich skeptisch, was denn Brunnengeister könne, war es doch das gleiche Genre und für den gleichen Verlag geschrieben. Aber zum Glück gibt es bei mir in der Regel zweite Chancen, denn dieses Buch hätte ich nicht verpassen wollen. Ich war von Anfang an direkt in der Handlung gefangen und habe es in zwei Tagen durchgesuchtet. Hier wird das Motiv des Froschkönigs aufgegriffen und wunderbar feministisch ausgebaut. Das ganze gesprickt mit den düsteren Elementen, einem Königreich am Abgrund und der großen Frage, wem man trauen kann und wem nicht. Hier passt einfach alles zusammen und mehr als einmal musste ich meine Theorien überdenken. Christian Handel beweist hier einmal mehr sein Fingerspitzengefühl beim Schreiben von Charakteren und sein großes Wissen über Märchen und ihre Mechanismen. Bin dann bereit für ein neues Buch.

Wenn alle Katzen von der Welt verschwänden

Die Handlung: Ein junger (namenloser) Briefträger wird mit seinem bevorstehendem Tod konfrontiert. Da taucht der Teufel bei ihm auf und schlägt ihm einen Deal vor. Für jeden Tag, den der Protagonist länger leben darf, entfernt der Teufel eine Sache von der Welt. Zunächst scheint die Sachlage einfach, denn es gibt so viel unnützes Zeug auf der Welt. Doch was, wenn sich damit auch der eigene Charakter ändern würde?

Meine Meinung: Ein Buch, dass ich allein vom Titel her nicht auf dem Schirm gehabt hätte. Aber als Weihnachtsgeschenk passte es super und ich war doch gespannt, wie das Gedankenexperiment aussehen würde. Leider entwickelte es sich zunächst zu eine ziemlich „Clickbait“-Titel, da es hier zunächst, um ganz andere Dinge geht, die von der Welt verschwinden. Trotzdem war es direkt spannend und stellt den Protagonisten vor eine interessante Grundsatzfrage: Was ist man selbst bereit für einen weiteren Tag Leben aufzugeben. Und wie verlebt man dann diesen Tag? Spontan fallen einem so viele Dinge ein, auf die man verzichten könnte, aber man darf sie nicht selbst aussuchen. Fällt einem auf, wenn etwas auf einmal fehlt? Was wenn diese Dinge, die eigene Persönlichkeit beeinflusst haben? So tasteten wir uns durch die Geschichte und horchen dabei auch immer wieder ins uns hinein. Was wäre, wenn … Mit 192 Seiten handelt es sich um ein sehr dünnes Buch, was ich in kürzester Zeit durch hatte, dennoch mochte ich die aufgemachten Fragen und habe die Geschichte sehr genossen.

Habt ihr eins davon gelesen? Wie fandet ihr es?

Jujutsu Kaisen – Anime

Ein Vorwort

Es wird mal wieder Zeit uns einer Anime-Serie zuzuwenden. Nachdem ich beide Staffeln und den Vorgeschichtenfilm gesehen habe, fühle ich mich bereit euch einen Überblick zu geben und zu sagen, warum ich gerade die zweite Staffel wegbingen musste.

Der Serientitel inszeniert auf einem Tablet mit einem Standbild aus dem Opening und einer Fernbedienung als Stilmittel

Die Handlung

Yuji Itadori tritt an seiner Oberschule den Club für Okkultes bei, da er keine Lust auf Leichtathletik hat. Seine beiden Freunde und anderen Mitglieder des Clubs brechen ausversehen ein Siegel und entfesseln einen Fluch, in dem sie einen Finger aus einem Schrein nehmen. Yuji trifft auf den Jujutzisten Megumi, der jedoch gegen den entfesselten Fluch keine Chance hat. Um seine Freunde zu retten, isst Yuji den Finger und vereint sich damit mit dem Fluchgeist Sukuna. Eigentlich müsste er dadurch sterben, kann sich aber durchsetzen. Dadurch wird der Jujutsuisten-Orden auf ihn aufmerksam und will ihn eigentlich eliminieren lassen. Doch Satoru Gojo, ein einflussreicher und begabter Jujuzist und Lehrer, spricht sich für ihn aus und nimmt ihn unter seine Fittiche.

Meine Meinung

Bekanntermaßen ist Attack on Titan mein Lieblingsanime. Seitdem wurde mir Jujutsu Kaisen immer wieder vorgeschlagen. Nachdem auch meine beste Freundin komplett im Fandom aufging und mir immer wieder von den Figuren vorschwärmte, beschloss ich ihr auch noch eine Chance zu geben. Und während die erste Staffel bei mir noch eher im Hintergrund lief, waren es dann der Film 0 mit der Vorgeschichte und vor allem die zweite Staffel, die mich komplett in ihren Bann zogen.
Aber fangen wir am Anfang an. Wir lernen zunächst den Protagonisten Yuji Itadori kennen. Während schon in der ersten Szene klar wird, dass mit ihm etwas nicht stimmt, erfahren wir dies dann auch ausführlich in den kommenden Folgen. Hier zeigt der Anime auch direkt, dass er die Charakterentwicklung komplett in den Kämpfen einbaut. Und gerade die sind es, die Jujutsu Kaisen zu etwas besonderem machen. Wir bekommen die Charaktere auch schön nach und nach vorgestellt, so dass wir nicht direkt mit Namen überschüttet werden. Allerdings wirkt die Geschichte hier noch sehr episodenartig und wir schlittern von epischen Kampf in epischen Kampf, was mir ein wenig zu viel war. Da fehlte mir ein bisschen Entwicklung außerhalb der Kämpfe und ein paar mehr Erklärungen. Gerade das Zusammentreffen mit der Schule aus Kyoto und deren Charakter war mir dann zu viel. Zu viele neue Charaktere, zu viele neue Namen und Fähigkeiten und mir viel es zunehmend schwer zu unterscheiden, wer wirklich wichtig ist.
Weiter geht es mit dem Kinofilm Jujutsu Kaisen 0. Dieser erzählt zwar die Vorgeschichte, also einen Jahrgang über unserem Haupttrio aus der Serie, enthält aber wichtige Informationen für die zweite Staffel. Hier war ich zunächst auch skeptisch, da wir wieder auf allerlei Charaktere treffen, die wir schon kannten, die vorher aber noch keine so große Rolle spielten. Diese bekommen hier deutlich mehr Tiefe, was schön zu sehen war und der Endkampf lässt sich auf jeden Fall wieder sehen.
Kommen wir also zur zweiten Staffel. Diese beginnt ganz ungewohnt mit Charakteren, die  wir zwar irgendwie schon kannten, aber hier wesentlich jünger sind. Denn das erste Viertel befasst sich ebenfalls mit der Vorgeschichte, aber wir gehen noch einmal weiter in die Vergangenheit und lernen Gojo und Geto in ihrer Schulzeit kennen – wir erinnern uns, dass Gojo inzwischen als einflussreicher Lehrer fungiert. Wir lernen hier eine Menge über ihre Freundschaft und ihre verschiedenen Kräfte und Getos Weg weg von der Schule hin zu den dunklen Künsten.
Nach diesem durchaus interessanten Ausflug in die Vergangenheit – und der vor allem dazu diente, die Charaktere noch einmal zu vertiefen, auch wenn dies wieder hauptsächlich durch Kämpfe passierte – kehren wir in die Gegenwart zurück. Und zum Shibuya-Incident. Denn dieser beschreibt den nächsten Abschnitt, der sich über die komplette restliche Staffel zieht. Wir sind endgültig weg von dem Episodencharakter der ersten Staffel und handeln hier eine zusammenhängende Handlung ab. Und hier ist es wichtig, dass vorher bei der Einführung der Charaktere gut aufgepasst wird, denn alle bekommen hier ihre Nebenkämpfe, die ausschließlich mit der Haupthandlung zu tun haben. Und hier wird alles an Kampfanimation herausgeholt, was möglich ist.
Mich hat diese zweite Staffel einfach nur gebrochen. Denn natürlich stirbt mein Lieblingscharakter nach einer verzweifelten Schlacht. Aber kannte ich ja nun auch schon von Attack on Titan. Während ich die erste Staffel noch immer mal wieder ein paar Folgen gesehen habe und dann auch wieder genug hatte, konnte ich hier nicht abschalten. Sie wurde einfach in einem Rutsch weggebinged.
So bietet Jujutsu Kaisen interessante Charaktere, wobei das Haupttrio eigentlich ein bisschen hinter den anderen zurückbleibt. Vor allem bekommen wir aber atemraubende Action und Kämpfe. Mir fehlte dabei ein wenig die Erklärungen, die sehr schnell dazwischen geklemmt wurden, aber das ist doch Jammern auf hohem Niveau. Und ich fieber nun sehr stark auf eine dritte Staffel hin, denn die zweite endet doch sehr offen und lässt viele Fragen offen.

Das Fazit

Jujutsu Kaisen ist ein starker Action Anime, der mit interessanten Charakteren, einem spannenden Weltenbau und vor allem sehr gut inszenierten Kämpfen punkten kann. Man sollte sich nur genau überlegen, welchen Charakter man mag, sonst helfen nur eine Menge Taschentücher.

Jujutsu Kaisen ist bei Crunchyroll im Stream enthalten

12 für 2025 – Film & Buch – Vorschau

Neues Jahr, neue Listen! Auch in diesem Jahr habe ich mich bei Filmen und Büchern für die 12 für 2025 Challenge entschieden. Dabei habe ich meinen SuB (Stapel ungelesener Bücher) und SuF (Stapel ungesehener Filme) durchforstet, um wieder möglichst viel Abwechslung in den Listen zu haben. Hier stelle ich euch meine Auswahl kurz vor.

12 für 2025 – die Bücher

1.Ink Arcanum
(Düstere Fantasy mit einem Tattoomonster? Der Pitch klang auf der Buch Berlin so gut, dass das Buch direkt mit durfte, auch wenn es nicht direkt mein Genre ist.)

2. Kumara
(Im Zuge von Vaiana 2 erschien dieses thematisch passende Buch und da bin ich direkt neugierig geworden.)

3. Ashville Academy 1 – Wen die Nacht berührt
(Auch wenn der Dark Academia Hype größtenteils vorbei scheint, liegt diese Reihe noch vollständig auf meinem SuB. Zumindest Band 1 sollte ich dieses Jahr doch schaffen, oder?)

4. Kröten sind Chefsache
(Ebenfalls ein Fund von der Buch Berlin, wo mich der Pitch absolut überzeugen konnte. Und eigentlich hatte ich nach der Messe sofort vor dieses Buch zu lesen und dann kamen unzählige Bücher dazwischen. Aber im Laufe des Jahres sollte es doch möglich sein, oder?)

5. Where spring hides
(Der dritte Teil der Festival-Reihe und diesmal geht es auf eine Reise quer durch Deutschland. Nachdem mich Band 2 dann doch überzeugen konnte, bin ich sehr gespannt, zumal der Frühling meine liebste Jahreszeit ist.)

6. You are my moon
(Nach You are my sun freue ich mich auf ein neues Eintauchen in eine queere Geschichte aus der Feder von Cornelia Franke)

7. Die Schattenhand
(Der dritte Band der Miss Marple Reihe wartet noch darauf von meinem SuB erlöst zu werden und die Chancen stehen sehr gut.)

8. Die Myzelchroniken 2
(Mehr Pilze? Mehr Pilze! Zumindest wenn es um die Abenteuer eines ganz gewissen Sporlings geht, der nach seinem ersten Band nun erneut aufbricht, um neue Dinge zu erleben)

9. Vergissmeinnicht 3 – Was die Welt zusammenhält
(Der Abschluss der Reihe von Kerstin Gier musste natürlich auch direkt auf die Liste, bin ich doch gespannt, wie das Abenteuer zu Ende geht)

10. The Hurricane Wars
(Nachdem ich ewig lange um dieses Buch herum geschlichen bin, durfte es letztes Jahr dann doch bei mir einziehen. Vielleicht ist auch schon ein Buddyread dazu geplant?)

11. Remoire
(Ein High Fantasy Epos hat es dann auch noch auf meine Liste geschafft, auch wenn es nicht wirklich mein Genre ist. Aber Remoire klang spannend genug, um dem Buch eine Chance zu geben)

12. Wie lange bis irgendwann
(Wohl der spontanste Kauf auf der Buch Berlin. Aber das Konzept klang so gut und anders, dass ich direkt zugeschlagen habe)

1.Cloud Atlas
(Auf einen dritten Versuch. Nachdem er bereits 2023 und 2024 auf der Liste stand, versuche ich es nochmal.)

2. Looper
(Da lag einfach seit Ewigkeiten eine Bruce Willis Box auf meinem SuF und wurde einfach von mir ignoriert. Dieses Jahr durfte sie daher mit auf diese Liste)

3. 12 Monkeys
(Nummer Zwei aus der Bruce Willis Box. Auch hier bin ich sehr gespannt.)

4. Der Schakal
(Nummer Drei aus der Bruce Willis Box. Den will ich vor allem in Vorbereitung auf die Serie mit Eddie Redmayne und Lashana Lynch schauen)

5. Alien 3
(Ich höre immer wieder die Loblieder auf Teil 1 und 2, die ich bereits gesehen habe, aber nun interessiert mich, was denn der dritte so kann)

6. Beverly Hills Cop 1
(Durch den Pärchengatten stehen die ersten beiden Teile hier schon eine Weile rum, also durften der erste dieses Jahr mal mit auf die Liste.)

7. Der unsichtbare Dritte
(Der diesjährige Hitchcock Film und ich bin immer noch bei den bekannteren Filmen.)

8. Die letzten Glühwürmchen
(Nummer eins der diesjährigen Ghibli-Filme. Und ja, viele haben mir davon abgeraten, weil er unfassbar traurig sein soll, aber irgendwann ist es halt so weit. Ich geh schonmal Taschentücher kaufen)

9. Ponyo
(Dafür durfte der zweite Ghibli Film etwas fröhlicher werden – also ich hoffe es zumindest)

10. Children of the Sea
(Während ich die Ghibli-Sammlung erweitert habe, hat der Pärchengatte ebenfalls die Anime-Sammlung um drei Filme erweitert, die auch alle direkt mit in diese Liste durften. Hier wäre Nummer 1)

11. The Anthem of the Sea
(Nummer Zwei)

12. Your Voice
(Und zum Abschluss Nummer Drei.)

Habt ihr Pläne für das aktuelle Jahr? Oder bleibt ihr lieber komplett spontan?

12 für 2024 – die Filme – Recap

Da ist 2024 einfach schon wieder vorbei. Und obwohl ich meine Filmauswahl diesmal auf 12 reduziert habe, hat es ein Film leider wieder nicht geschafft gesehen zu werden. Aber fürs laufende Jahr gibt es wieder eine neue Liste, da kriegt er noch einmal eine Chance. Ansonsten soll es hier wie bekannt um eine kurze Auswertung der Filme gehen, die im vergangenen Jahr auf der Liste standen.

  1. Der Junge im gestreiften Pyjama
    (Nachdem er 2023 übrig blieb, war 2024 endlich die Zeit, ihn von meiner Liste zu entfernen. Und ja, es ist ein beklemmender Film über den Holocaust aus Kindersicht, aber er ist auch unglaublich gut gemacht.)
  2. Das Flüstern des Meeres
    (Der erste Ghibli Film, von zweien, die ich versuche jedes Jahr nachzuholen. Hat mir leider nicht wirklich gefallen. War sehr wirr und die Charaktere haben sehr merkwürdig agiert.)
  3. Die Chroniken von Erdsee
    (Nr. 2 der letztjährigenGhibli-Filme. Leider für mich ebenfalls ein schlechter Film. Konnte mit der Handlung nichts anfangen, es war sehr wirr, die Charaktere haben unlogisch agiert und von meinen versprochenen Drachen war auch nicht wirklich was zu sehen.)
  4. Psycho
    (Der letztjährige Hitchcock. Und diesmal der Klassiker schlechthin. Und ja, er hat den Status aus gutem Grund. Er schafft eine unfassbare Atmosphäre, einen tollen Twist und ist einfach zeitlos)
  5. Captain Phillips
    (Wenigstens einen der beiden Tom Hanks Filme habe ich dieses Jahr geschafft. Er konnte mich auch überzeugen mit der Geschichte, die er  erzählte)
  6. Creed
    (War mehr Interesse, da ich die Rocky Filme größtenteils nachgeholt habe, aber ich komme an Boxen und Filme darüber einfach nicht heran. Verstehe den Sportaspekt dahinter nicht)
  7. Jenseits von Afrika
    (Uff, war das ein langatmiger und uninteressanter Film. Ich weiß schon, warum er so lange auf dem SuF (Stapel ungesehener Filme) lag)
  8. Roter Drache
    (Kommt nicht an Das Schweigen der Lämmer heran, auch wenn er schauspielerisch auf jeden Fall sehr gut ist.)
  9. Kampf der Dinosaurier 1 – Könige der Urzeit
    (Die Special Effects sind leider nicht gut gealtert, die Infos sind aber gut zusammengestellt und für Dinofans auf jeden Fall ein Blick wert.)
  10. Kampf der Dinosaurier 2 – Superjäger
    (Mehr Dinos? Mehr Dinos! Allerdings kommen wir auch hier nicht, über ganz gute Infos hinaus. Die Optik ist auf jeden Fall nicht gut gealtert.)
  11. Die Erben der Saurier
    (Durch den fiktiven Dokucharakter echt spannend. Als würde man hier wirklich einer live Doku zuhören, auch wenn die Geschichten natürlich frei erfunden sind.)

Dieses Jahr leider nicht geschafft zu sehen:

  1. Cloud Atlas
    (Ebenfalls ein Überbleibsel aus 2023, war da mein Tom Hanks Film des Jahres. Wollte dem trotzdem nochmal ne Chance geben, aber er blieb vor allem aufgrund der langen Spielzeit wieder liegen. Aber vielleicht ist 2025 endlich seine Zeit gekommen?)

Wie liefen eure Pläne? Hattet ihr überhaupt welche?

Mufasa

Ein Vorwort

Disney verfolgt die Strategie der zumindest finanziell erfolgreichen Realverfilmungen weiter. Mit Mufasa gibt es als Prequel zu Der König der Löwen zumindest mal eine neue Geschichte, statt die gleiche erneut zu erzählen. Allerdings kennen wir die Hauptcharaktere auch bereits und wissen um ihr Schicksal. Kann der Film einen neuen Blick liefern und mit der Handlung überzeugen?

Filmtitel und Kinoticket auf Filmklappe mit Zazu-Plüsh

Die Handlung

Mufasa wird als junger Löwe von seinen Eltern getrennt. Der Löwenprinz Taka rettet ihn und will ihn in sein Rudel aufnehmen, was sein Vater sehr kritisch sieht. Während Mufasa also bei den Löwinnen aufwächst, sehen sich die beiden Jungen wie Brüder. Doch als ein Rudel gefährlicher weißer Löwen auftaucht, müssen sie fliehen und über sich hinauswachsen.

Meine Meinung

Der König der Löwen ist für viele noch immer der Film der Kindheit. Darüber hinaus habe ich das Gefühl, dass der zweite Teil eher unbekannt ist. Ich hingegen habe auch den zweiten geliebt und kenne daher auch die Geschichte von Simbas Tochter Kiara. Diese wird hier auch als Ausrede genutzt, um die Geschichte von Mufasa zu erzählen. Denn waren im Trailer bereits Timon und Pumbaa zu sehen, die ja aber gar nicht in Mufasas Geschichte vorkommen konnten, da ja erst Simba sie im ersten Teil kennenlernte, erklärt sich hier ihre Anwesenheit. Allerdings verkommen sie hier auch zu simplen Stichwortgebern und können bei weitem nicht an ihre Gagdichte von einst heranreichen, auch wenn hier mit aller Mühe ein Gag nach dem anderen rausgepresst wurde, die aber einfach nicht mehr zünden – auch nicht bei den anwesenden Kindern im Kino.
Aber fangen wir doch nochmal ganz am Anfang an. Wie erwähnt treffen wir zuerst auf Kiara. Die soll beim Königsfelsen bleiben, während Daddy Simba zu Mummy Nala geht, die wohl ein weiteres Baby erwartet. Hierzu hätte ich dann noch Fragen, denn dieses Geschwisterchen kommt im Sequel nicht vor und dort verfolgen wir Kiara bis ins Erwachsenenalter. Ist es also verstorben? Verstoßen? Weggelaufen? Wie Boris Blocksberg ins Internat geschickt und dann die Existenz vergessen worden? Okay, ich schweife ab, aber wenn wir einen Logikloch-Counter hätten, wäre er hier bereits ein paarmal angesprungen. Okay, also weiter in der Geschichte. Timon und Pumbaa wollen Kiara also ablenken und erzählen eine wirre Geschichte, in der sie die Protagonisten sind – wir erinnern uns an den Versuch eines dritten Teils, in dem sie genau das mit der Geschichte des ersten Films versucht haben, was nur mäßig funktionierte. Zum Glück taucht Rafiki auf und übernimmt die Rolle des Erzählens.
Wir lernen nun also Mufasa als jungen Löwen kennen und nun ja, es ist ein Disney-Film, aber ist das Kindheitstrauma nicht weit. Mufasa wird also von seinen Eltern getrennt und trifft auf Taka. Wer es noch nicht verstanden hat: Taka ist übrigens Scar. Wir wissen also wie die Geschichte der beiden ausgeht. Und während uns damals erklärt wurde, dass Mufasa halt der Zweitgeborene war und aus irgendeinem Grund trotzdem den Thron bekommen hat, was der Grund für Scars Verbitterung sein sollte, wird hier einfach eine komplett neue Geschichte aufgemacht. Okay, akzeptieren wir also die Tatsache, dass die beiden lediglich Brüder im Geiste sind. Denn wie Taka immer wieder betonte, wollte er immer einen „Brudaaa“ – okay, ich weiß, dass Disney eigentlich die Auswahl ihrer Synchronsprecher sehr ernst nimmt und wir in Deutschland auch echt gute haben, die eine tolle Arbeit leisten. Aber wer zur Hölle hat den Taka Sprecher genehmigt, der gefühlt tausendmal Bruder sagen muss und es einfach immer anstregendend Brudaaa nennt?
Während im folgenden eine interessante Spannung zwischen den beiden aufgemacht wird, da Mufasa als „Strafe“ mit den Löwinnen leben muss und dort allerlei hilfreiche Dinge fürs Leben lernt, „darf“ Taka bei den Löwen bleiben, lediglich, weil er der Prinz ist. Dadurch lernt aber auch nicht wirklich was, was ihm später zum Verhängnis wird. Allein dieses Ungleichgewicht richtig ausgebaut und richtig geschrieben, hätte sehr viel erklären können und wäre eine gute Geschichte geworden. Aber bei Disney wollte man keine tiefenpsychologische Geschichte, sondern lieber die gleiche Formel, die seit Ewigkeiten ausgelutscht ist.
Also bekommen wir unseren Oberbösewicht in Form des Rudels der weißen Löwen, die einfach nur böse sind und alle anderen Löwen töten wollen. Okay, sie bekommen einen Nebensatz zur Charakterisierung und sie sind übrigens alle Verstoßene, was Mufasa auch hätte drohen können. Naja, anstatt sich als found family zu verstehen, gehen sie halt lieber auf Rachezug. Also müssen Mufasa und Taka fliehen. Dabei treffen sie auf Sarabi und Zazu. Nun was passiert natürlich? Genau Taka verliebt sich in Sarabi, diese aber in Mufasa und während der noch versucht sie trotzdem mit seinem Bruder zu verkuppeln, gibt er sich schließlich geschlagen. Taka hasst also von jetzt auf gleich Mufasa, der sich vorher schon immer durch seine Erfahrungen bei den Löwinnen hervortun konnte. (Okay er wird hier schon als ein wenig Überklug dargestellt und macht seinen Charakter dadurch auch ein wenig Unglaubhaft, hier hätte ein bisschen mehr Teamwork nichts an der Aussage geändert.)
Naja ab hier werde ich den Film auch mal nicht weiter zusammenfassen, damit noch ein paar „Überraschungen“. bleiben. Aber sagen wir es bleibt so plakativ, also ein „everything wrong with Mufasa“ Video hätte einen sehr hohen Counter. Ich hatte sehr oft Fragezeichen über dem Kopf, einfach weil es mir nicht logisch war, dass die Charaktere so reagiert haben. Während das Potential für eine wesentlich logischere Entwicklung gegeben war. Das verwundert vor allem, da Regisseur Barry Jenkins eigentlich mit Filmen wie Moonlight und If Beale Street could talk bewiesen hat, dass er die Feinheiten herauszuarbeiten weiß. Für das Drehbuch war hier Jeff Nathanson verantwortlich, der einst mit Terminal und Catch me if you can, gute Bücher geschrieben hat, ehe er irgendwie dazu genutzt wurde, Filmreihen, die eigentlich ihren Zenit überschritten haben, weiterzuführen. Sei es Indiana Jones 4, Men in Black 3 oder Fluch der Karibik 5. Auch bei Mufasa konnte er nichts mehr retten.
Aber gut kommen wir mal zu etwas positivem: Der Optik. Während die Realverfilmung von Der König der Löwen vor allem für ihre zu realisitische Darstellung kritisiert wurde, da so sämtliche Emotionen der Charaktere verloren gingen, wurde sich dies hier zu Herzen genommen und die Löwen und anderen Tiere haben wenigstens ein bisschen Mimik bekommen, es wird sich dennoch viel an der realistischen Darstellung orientiert.
Über ein Problem müssen wir leider noch reden: die Lieder. Während die Hintergrundmusik gut funktioniert – was vor allem wohl daran liegt, dass sich hier hauptsächlich am Originalscore orientiert wurde und dadurch berechtigterweise immer wieder für Gänsehautmomente sorgte – sind es die neu geschriebene Lieder, die so gar nicht passen wollen. Sie wirken wie leblose Popsongs von der Stange und das obwohl sie von niemandem geringeren als Lin-Manuel Miranda (Hamilton, In the Heights) geschrieben wurden. Entweder bekam er hier keinerlei Freiheiten oder es wurden die immer gleichen Popsongs verlangt. Anders kann ich mir diesen Komplettreinfall nicht erklären. Denn ausnahmslos jedes Lied klingt gleich. Gleicher Beat, gleiche Geschwindigkeit, gleicher seelenloser Text. Schade, sind doch die Originallieder bis heute unvergessene Klassiker.
Im großen und ganzen ist Mufasa kein schlechter Film. Immerhin hat sich Disney getraut mal eine neue Geschichte zu erzählen. Aber er ist leider auch nicht gut.

Das Fazit

Mufasa versucht eine neue Geschichte mit größtenteils bekannten Charakteren zu erzählen und scheitert an dem vorhersehbarem Ausgang, traut sich aber auch nicht von der altbekannten (aber inzwischen überholten) Formel abzuweichen. Mit einer Menge Logiklöchern  und seelenlosen Liedern, können auch die Optik und der alte Soundtrack nicht viel retten. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.

Mufasa läuft seit dem 18.12.2024 in den deutschen Kinos

Agatha all along

Ein Vorwort

Marvel hat gemerkt, dass sie es übertrieben haben und versuchen nun die Bremse zu ziehen. Gerade auch im Serienbereich haben sie die neuen Charaktere zurückgefahren und versuchen sich eher in Fortsetzungen (aktuell What if…) und bereits eingeführten Charakteren. Denn der Plottwitst mit Agatha Harkness in Wandavision war durchaus spannend und ich war gespannt, wie der Charakter weiter ausgebaut werden sollte. Wie das funktioniert hat und ob es mich überzeugen konnte, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Die Handlung

Agatha Harkness war lange Zeit unter dem Zauber dre Scarlet Witch gefangen, bis ein Teenager sie befreit. Er möchte unbedingt den geheimnisvollen Hexenweg beschreiten, um Antworten zu finden. Agatha ist zwar alles andere als begeistert, stimmt aber zu. Dafür brauchen sie jedoch einen Zirkel.

Meine Meinung

Agatha all along war kaum raus, da kamen schon die ersten Lobeshymnen in meine Timeline. Da ich bei sowas grundsätzlich skeptisch bin, habe ich versucht nicht zu große Erwartungen zu haben, denn die bisherige Ausbeute der Disney+ Serien ist eher mau gewesen. Dennoch war WandaVision als Auftakt noch eine der besten Vertreter gewesen und Agatha Harkness bot als Protagonistin genug Ansatzpunkte. Die Frage blieb aber wie bei vielen Serien, ob der Stoff nicht auch in einem Film auserzählt wäre und nicht zwangsläufig in eine Serie gepresst werden musste.
Gleich mit der ersten Folge wurde die Erwartungshaltung, ob wir es hier wieder mit Episoden zu tun bekommen, die auf verschiedene Formate anspielen, wie noch WandaVision mit den verschiedenen Sitcoms im Laufe der Jahrzehnte. Das Konzept wurde leider bereits in der zweiten Folge verworfen. Mit dem Teenie wird zwar eine weitere spannende Komponente hinzugefügt und wir bekommen noch eine Handvoll weiterer spannender Charaktere, aus denen man einiges hätte machen können. Doch Marvel wäre nicht Marvel, wenn sie sich nicht lediglich auf das Uninteressante stürzen würden.
Die Etappen des Hexenwegs sind umfangreich gestaltet und hier könnte man auch einiges über die Charaktere erfahren, aber weil gerade um Agatha und den Teenie weiterhin ein großes Geheimnis gemacht wurde, bleibt vieles unerzählt und es wird sich mehr auf möglichst viel Action gestürzt als den Charakteren Tiefgang zu geben. Dafür bekamen wir zumindest optisch einiges geboten.
Letztlich wird zwar gegen Ende noch einiges erklärt, aber viele Andeutungen, die zuvor gemacht wurden, laufen weiterhin ins Leere. Die Figur Agatha ist weiterhin eher schwammig, viele Fragen bleiben offen. Zwar gibt es eine komplette Rückblendenfolge, aber teilweise wurde in WandaVision mehr erzählt, so dass es letztlich doch nicht ohne Vorwissen geht. Schade.
Dennoch ist Agatha all along keine schlechte Serie. Auch wenn hier vieles negativ klang, so war es doch spannender und interessanter als 80% der bisherigen Serien aus dem MCU. Es war ein durchdachtes Konzept, hat über die Lauflänger der Serienfolgen funktioniert und ich hab sie gern weitergeschaut und nicht nur, um in anderen Serien und Filmen die Andeutungen zu verstehen. Aber die große Erlösung der Serienflaute von Marvel, wie sie oft bezeichnet wurde. ist sie dann doch nicht.

Das Fazit

Agatha all along hat eine interessante Grundidee und spannende Charaktere, aus denen aber letztlich zu wenig herausgeholt wird und lieber auf viel Action gesetzt wurde. Funktioniert als Serie in seiner Gesamtheit, bleibt aber weit hinter dem Potential zurück.

Agatha all along ist auf im Disney+ Abo enthalten

Rückblick auf das vierte Quartal 2024

Wir sind bald durch mit den ganzen Rückblicken, ich verspreche es euch! Aber so ein Jahresende zieht es halt mit sich, dass auch das vierte Quartal des Jahres endet. Ich hoffe ihr habt die ganzen Feiertage gut überstanden, aber wir wollen doch nochmal auf meine Highlights aus dem letzten Quartal zurückblicken.

Meine vier Kinohighlights

Der Buchspazierer: Carl Kollhoff spaziert für eine kleine Buchhandlung jeden Tag durch die Stadt und liefert Buchbestellungen aus. Die Stammkundschaft hat von ihm inzwischen Namen aus Büchern bekommen, so schaut er regelmäßig bei Mr. Darcy oder Frau Langstrumpf vorbei. Dabei wahrt er stets eine höfliche Distanz. Bis er auf die neunjährige Schascha trifft, die ihn gern begleiten möchte und durch ihre quirlige Art seinen Alltag ordentlich auf den Kopf stellt. – Sehr schöner und emotionaler Film mit tollen Aussagen und viel Liebe zum Buch.

Der wilde Roboter: Nach einem Schiffsunglück landet der Roboter Rozzum 7134 auf einer einsamen Insel. Diese ist fernab von Menschen, aber dafür voller Tiere. Da der einzige Existenzgrund für einen Rozzum das Erledigen von Aufgaben ist, versucht sie diese in der Tierwelt zu finden, was zu einigen Missverständnissen führt. Bis sie auf ein Gänseei trifft und die Aufgabe bekommt sich um das Kücken zu kümmern. – Supersüßer Animationsfilm, bei dem wohl kein Auge trocken bleiben dürfte.

Wicked: Die böse Hexen des Westens ist tot. Die Leute feiern ihr Ableben. Da taucht die gute Hexe Glinda auf und erzählt von ihrer Freundschaft zu Elphaba, die später zur böse Hexe wurde. Wie sie als Baby bereits grün geboren wurde und dadurch stets Ausgrenzung erfuhr und ihr Zusammentreffen an der Akademie Glizz. – Rundum gelungene Musicalverfilmung, mit großartigem Cast. tollen Lieder, einer atemberaubenden Optik und guter Umsetzung der Thematik.

Vaiana 2: Vaiana kehrt nach einer Expeditionstour zurück auf ihre Heimatinsel. Dort bekommt sie einen neuen Titel verliehen, doch bei der Zeremonie kommt es zu einem Zwischenfall und sie erhält eine Vision, die sie dazu animiert einen verschollenen Knotenpunkt zwischen den anderen Inseln zu suchen. Dafür braucht sie eine Crew. Gleichzeitig gerät Maui in Gefangenschaft. – Tolle Fortsetzung, die nicht ganz an den ersten Teil heranreicht, aber wieder eine starke Geschichte erzählt.

Meine fünf filmischen Highlights

Die Verfluchten: Philip Winthrop hat sich mit Madeleine Usher verlobt und reist zu dem Landsitz der Familie, um sie abzuholen. Doch vor Ort verhalten sich der Butler und vorallem Madeleines Bruder Roderick sehr merkwürdig und erzählen etwas von einer seltsamen Krankheit. Philip will es nicht glauben und versucht alles, um seine Verlobte zu retten. – Gute Verfilmung der Kurzgeschichte von Poe.

Aquarium of the Dead: In einem Aquarium in Kalifornieren wird das Geld knapp. So versuchen sie durch private Führungen etwas mehr Geld reinzubekommen und zeitgleich wird der Senator eingeladen, um über eine Finanzspritze zu reden. Doch dabei kommt es zur Katastrophe. Vermeindlich tote Tiere erwachen wieder zum Leben und greifen an. – Ja, es war absoluter Trash und sah katastrophal aus, aber ich habe mich herzlich amüsiert! Und die Geschichte war irgendwie doch halbwegs logisch. 

Jurassic Park: Nach einem Zwischenfalls auf dem sich im Aufbau befindenden Erlebnispark auf der Isla Nublar, wollen die Investoren eine Überprüfung des Parks durch Experten. Dafür werden der Paläontologe Dr. Alan Grant, die Paläobiologin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm angefordert. Zunächst wissen sie nicht, was ausgerechnet sie dort sollen, bis sie Bewohner des Parks kennenlernen: Dinosaurier. Doch ein weiterer Zwischenfall bringt das Team in ernsthafte Gefahr. – Nicht umsonst ein absoluter Klassiker, und einfach immer wieder spannend.

Das Mädchen, das durch die Zeit sprang: Makoto ist eine ganz normale Schülerin, die gern mit ihren beiden besten Freunden Baseball spielt und immer ein bisschen verpeilt ist. Doch an einem Tag stolpert sie erst auf eine merkwürdig aussehende Walnuss und dann versagen die Bremsen ihres Fahrrad, wodurch sie vor einen fahrenden Zug fällt. Eigentlich tot reist sie jedoch wenige Augenblicke in der Zeit zurück und kann so ihr Schicksal abwenden. Neugierig geworden testet sie ihre Fähigkeit aus, nichtsahnend, dass sie dadurch andere ins Unglück stürzen kann. – Spannendes Drama über Zeitreisen und die Ethik dahinter.

Meine fünf serientastischen Highlights

Geschichte mal anders – Staffel 1: Eine Serie, die kein Interesse daran hat uns stringend die Geschichte runterzubeten oder uns mit unzähligen Jahreszahlen zu langweilen. Stattdessen hat sie für jede Folge eine Frage als Aufhänger und arbeitet sich anhand historischer Beispiele, Statistiken und Fun Facts daran ab. Ob es nun die Frage ist, wie man in den USA Präsident wird, wie man reich wird oder wie man eine Revolution startet. – Interessanter Ansatz und gute Themenauswahl. Allerdings mehr zur Unterhaltung als zur wirklichen Wissensvermittlung

His dark Materials – Staffel 3: Lyra wurde von ihrer Mutter verschleppt und gleich vor mehreren Organisationen versteckt, die hinter ihr her sind. Auch Will gibt alles, um sie zu finden. Zeitgleich steht Lord Asriel vor einem großen Durchbruch, um gegen die Engel in den Krieg ziehen zu können. – Spannender Abschluss einer herausragenden Reihe mit einem Ende, über das ich immer noch mit jemandem Reden muss.

The aquatope on the white sand – Staffel 1: Fuuka muss ihre Karriere als Idol in Toyko beenden. Doch sie will auch nicht zurück zu ihren Eltern. Kurzerhand landet sie auf Okinawa und stößt dort im Gama-Gama Aquarium auf die lebensfrohe Kukuru. Die beiden freunden sich an. Kukuru versucht mit allen Mitteln das Aquarium vor dem Bankrott zu retten. – Sehr cuter Sommeranime mit ganz viel Liebe zu einem Aquarium und dessen Bewohnern.

Kaiju No. 8 – Staffel 1: Kafka arbeitet in der Abteilung für Kaiju-Beseitigung, wo er auf Reno trifft, der sich auf die Eignungsprüfung im Verteidigungskorps vorbereitet. Bei einem Zwischenfall mit einem Kaiju wird Kafka gebissen und kann sich fortan teilweise in einen Kaiju verwandeln. Das müssen die beiden aber unbedingt geheim halten. Gar nicht so leicht, zumal sie sich beide für die Prüfung angemeldet haben. – Spannender Einstieg, treibt die Handlung schnell voran, da die Kämpfe im Vergleich zum Manga etwas zu kurz kommen.

The good Witch – Staffel 4: Cassie Nightingale lebt in der Kleinstadt Middleton und ist für ihre Vorahnungen und Kräutermedizin bekannt. Als nebenan der Arzt Sam Radford mit seinem Sohn Nick einzieht. bekommt sie einen großen Kritiker, der jedoch nach und nach erstaunliches feststellt. – Super cosy Herbstserie mit einer überschaubaren Portion Drama. Hält die Qualität auch gut über die Staffeln an, freue mich auf weitere.

Meine fünf buchigen Highlights

Yadriel & Julian: Yadriel entstammt einer Dynastie an Brujx, die dafür zuständig sind Geister in die Totenwelt zu geleiten. Doch Yadriel wird die Zeremonie verweigert, da er trans ist. Und bei seiner ersten Beschwörung erwischt er gleich noch den falschen Geist. Und Julian denkt gar nicht daran sich erlösen zu lassen. – Am Anfang habe ich ein bisschen gebraucht, um reinzukommen, aber die Geschichte entwickelt sich schnell zu einem tollen Buch mit wichtigen Aussagen zu trans Personen.

Spellshop: Kiela ist Bibliothekarin durch und durch. Doch als die Revolution auch vor der großen Bibliothek nicht Halt macht, muss sie zusammen mit der sprechenden Pflanze Caz fliehen. Sie landet in dem alten Cottage ihrer verstorbener Eltern und beginnt dort ein neues Leben als Marmeladenverkäuferin. Doch das gelingt ihr nur mithilfe kleiner Zauber, die aber im ganzen Land verboten sind. – So ein supersüßer cosy Fantasyroman! Ich bin absolut in der Welt versunken und habe einfach alles geliebt. 

Larsson Legacy: Theodor Skogen besucht den alljährlichen Maskenball der High Society Norwegens. Dort fasziniert ihn die geheimnisvolle Lou mit den vielen Tattoos. Beide spüren sofort eine Anziehung zwischen sich, doch Lou ist niemand anderes als Lovisa Larsson, Erbin von Knad, dem größten Konkurrenten von KOSGEN, dem Erbe von Theo. Gibt es eine Chance für sie beide? – Während Theo zuvor eher unsympathisch war, war ich bei dem Band skeptisch, aber wow hat der gut funktioniert! Ich hab ihn absolut verschlungen.

Bandenkrieg in Vertikow: Peers neue Nachbarin Jutta Abramczyk benötigt Hilfe. Ihr Mann ist vor einer Weile verstorben und sie und ihr Sohn Ludwig wollten in Vertikow Abstand zu allem gewinnen. Doch jetzt geht das Gerücht um, dass sie ihren Mann umgebracht hätte. Peer soll das entkräften. Zeitgleich wird Vertikow aber auch von einer räuberischen Bande heimgesucht. – Wieder ein starker Band, der noch einmal ganz anders aufgebaut war. Bin nur so durch die Seiten geflogen.

Sturmflirren: Rea hat eigentlich alles, was sie braucht. Bis ihr Vater eine Stelle als Diplomat in Qatar bekommt. Den Umzug nach Doha steckt sie überhaupt nicht gut weg und kann sich weder an das Wüstenklima noch die andere Kultur gewöhnen. Bis sie ein geheimnisvolles Phantom trifft und mit einer neuen Freundin bei illegalen Autorennen in der Wüste dabei ist. – Super tiefgründiger Roman von der Autorin meines letztjährigen Jahreshighlights.

Was waren eure Highlights im letzten Quartal?

The Final Jahresrückblick 2024

Na, könnt ihr das Wort Jahresrückblick noch lesen?
Okay, das ist dann auch vorerst wirklich der Letzte! In diesem Format geht es noch einmal um Top 5 Listen, allerdings mit etwas anderen Inhalten. Dabei habe ich versucht aus jeder Blogkategorie etwas zu finden, was bei den anderen Jahresrückblicken etwas zu kurz kommt. Bereit?

Top 5 Serienintros

Der Titel sagt hier wohl alles. Dabei geht es nicht darum, dass die Serien im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich sie in 2024 gesehen habe. Kein weiteres Ranking:

The Owl House – Staffel 1

Hellbound – Staffel 1

Westworld – Staffel 4

His dark Materials – Staffel 3

Ready, Set, Love – Thai-Drama

Top 5 – Kinotrailer

Wer oft ins Kino geht wird mit vielen Trailern bombardiert. Die meisten sind okay, einige sind sehr nervig, aber nur die wenigsten machen wirklich Laune auf den Film. Hier geht es um die Trailer, die ich 2024 im Kino gesehen habe, unabhängig ob der Film auch in diesem Jahr angelaufen ist. Kein weiteres Ranking:

Joker 2 – Folie a deux

Wicked

Vaiana 2

Deadpool & Wolverine

Der Buchspazierer

Top 5 tierische Begleitung

In dieser Kategorie stelle ich euch meine liebsten tierischen Begleiter*innen vor. Diese können in (Kino-)filmen oder Serien vorgekommen sein. Kein weiteres Ranking:

Godzilla – Godzilla vs. Kong 2 – The new Empire

Razzle & Dazzle – Hazbin Hotel

Die Pinguine (nicht The Penguin!) – Batman Returns

Bond – Spy x Family

Holzmann – Hilda

Top  5  Buchcover

Auch hier geht es um genau das, was der Titel verspricht. Dabei geht es auch hier nicht darum, dass das Buch im letzten Jahr erschienen sind, sondern nur, ob ich es in 2024 gelesen habe. Kein weiteres Ranking:

A Spark of Time

Dunkles Wasser

Die Farbe der Knochen von Alpakas am Strand

Tough Choices & Saved Dreams

Starlight Witch