Sommerlektüren – Ausgabe 2025

Es ist Sommer – also zumindest noch. 
Dieses Jahr bin ich etwas spät dran, aber natürlich möchte ich euch auch dieses Jahr wieder meine Sommerlektüren vorstellen.
Zwei Bücher habe ich mir dieses Jahr herausgesucht und stelle euch die heute vor – natürlich mit Sommerlektürenfaktor!

Die beiden Bücher arrangiert mit Möweplüsh, Muschelglas und kleine Figur eines Strandkorbs

Unsere Frühstückspension am Meer

Die Handlung: Katharina ist Autorin. Doch nach der Trennung von ihrem langjährigen Partner steckt sie in einer Krise. Da fällt auch noch ihre Oma von einer Leiter und sie muss kurzfristig die Pension dieser auf Norderney führen. Und dann taucht auch noch der Musiker Phil auf und spielt sich in ihr Herz. 

Meine Meinung: Eigentlich war alles da. Die tragische Geschichte, wieso unsere Protagonistin aus der Stadt fliehen will. Die glückliche Fügung, warum sie am Meer landet, diesmal Norderney, und dann natürlich auch direkt in einem der Betriebe eingespannt wird und so gleich neue Leute kennenlernt. Den Love Interest lernt sie direkt noch auf der Hinfahrt kennen und die Funken sprühen sofort. Dennoch kommt das Buch nicht wirklich in Fahrt. Zu sehr wird sich an Ritualen, wie kochen/backen und baden gehen bzw. ein Café besuchen, festgehalten. Achja spontan muss natürlich noch ein altes Familiengeheimnis aufgedeckt werden. Das alles auf sehr wenig Seiten, so dass die eigentliche Handlung dann sehr gepresst wirkt. Das große Rätsel, wer sie denn in der Pension sabotiert, wird mit einem kurzen Gespräch geklärt und verziehen. Die Oma, die eigentlich als super grummelig beschrieben wurde, sieht natürlich sofort jede Veränderung ein und stimmt allem zu. Na immerhin gab es noch ein wenig künstliches Drama bei der Liebesgeschichte. Kurzum: Die Charaktere hatten keinerlei Möglichkeit sich zu entwickeln, weil es zu viel war für zu wenig Seiten. Dabei war es eigentlich perfekt in seiner Leichtigkeit, seinem Setting und seinem Grundton. 

Sommerlektürenfaktor: ***

Frühlingsgefühle im kleinen Bonbonladen am Meer

Die Handlung: Insa und Marla sind beste Freundinnen und beide frisch verlobt. Da lernen sie die Hochzeitsplaner Cleo kennen, die neu auf Sylt ist. Was für ein riesen Zufall, denken sich die beiden, und engagieren sie direkt für ihre Doppelhochzeit. Doch als Cleo auf Insas Verlobten trifft, kippt die Stimmung. Was hat sie zu verbergen? 

Meine Meinung: Den ersten Band, wo wir Marla bei ihrem Umzug nach Sylt begleiten, habe ich im letzten Jahr gelesen und war zumindest überzeugt genug, um ein weiteres Mal im Zuckerhüs vorbeizuschauen. Aber ich glaube Sylt ist auch einfach nicht meine Insel, die ich mit diesen lockeren Sommerlektüren verbinde. Statt mit dem Fahrrad wird ständig mit dem Auto gefahren, tausend Orte müssen besucht werden, um die Insel zu repräsentieren und auch Insa mit ihrem Job, die Sommerhäuser der Reichen zu beaufsichtigen, hat mich eher abgeschreckt, weil diese Statussymbole für mich ein No-Go im beschaulichen Sommerroman sind. Leider konnte die Geschichte selbst auch nicht richtig überzeugen. Sie begann eigentlich zuckersüß, aber auch hier wird alles einfach sehr konstruiert, so dass es keine natürliche Entwicklung gab. Dieses Misstrauen, dass Insa ab einem gewissen Punkt gegen Cleo hat, ist überhaupt nicht logisch zu begründen und auch auf jede Frage dazu, kann sie nur sagen, dass sie es als Bauchgefühl hat? Zumal sich 70% des Buches allein darum drehen – und drehen wortwörtlich, denn die Geschichte dreht sich mehrfach im Kreis. Schade.

Sommerlektürenfaktor: **

Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie hat es euch gefallen?

Rückblick auf das zweite Quartal 2025

Durch meine letzten Auszeiten, sei es durch Urlaub oder Krankheit, hänge ich mit meinem Zeitplan etwas hinterher. So sind wir bereits mitten im dritten Quartal und ich habe es noch nicht geschafft, auf das Zweite zurückzublicken. Das will ich dann mal direkt nachholen und präsentiere euch wieder meine Top Fünf aus jeder Kategorie. Teilweise wegen mangelnder Auswahl gekürzt. 

Fünf Bücher, eine DVD und ein paar Fanarts zu Filmschriftzügen liegen zusammen arrangiert auf einem lila Sofa

Meine vier Kinohighlights

Flow: In einer von Menschen verlassenen Welt hat eine kleine Katze sich ein sicheres Plätzchen zum Überleben gesucht. Doch eine Flut sucht die Welt heim und egal, wie hoch sie klettert, die Wassermassen holen sie direkt ein. In letzter Sekunde kann sie auf ein kleines Boot fliehen, was bisher nur von einem Capybara bewohnt ist. Zusammen versuchen sie zu überleben und treffen unterwegs noch andere Weggefährten. – Dieser experimentelle Animationsfilm erzählt ohne Worte eine wunderbare Geschichte, voller Lektionen und Gefahren. Hier bleibt kein Auge trocken. Absolut verdienter Oscargewinn.

Thunderbolts*: Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten. – Was sich wie Marvels Resterampe las, war endlich mal wieder ein guter MCU Film. Depressionen und Einsamkeit wurden thematisiert und haben sich gekonnt in die Action eingefügt.

J-Hope on the Stage: Jung Hoseok, besser bekannt als J-Hope, hat die Zeit, in der seine Bandkollegen noch beim Militär sind, genutzt und hat eine Welttournee gegeben. Bei seinem Abschlusskonzert in Osaka gab es wieder ein weltweites Kinoliveevent. – Sehr gelungenes Konzert mit einer tollen Bühnenshow und thematisch gut sortierter Songauswahl.

Ballerina: Eve Macarro ist eine Ballerina der Ruska Roma, das heißt, dass sie nicht nur im Ballett, sondern auch als Auftragskillerin ausgebildet wurde. Als sie ihre Ausbildung beendet hat, wird eben jene Organisation auf sie aufmerksam, die einst ihren Vater ermordet haben. Entgegen der Direktorin nimmt sie die Verfolgung auf und bringt sich in eine aussichtslose Situation. – Wenn ich von starken weiblichen Figuren im Actionbereich rede, dann meine ich übrigens genau das, was Ballerina abgeliefert hat. Zwar einfacher Grundplot, aber die sehr gelungene Action reißt hier vieles heraus. 

Meine drei filmischen Highlights

Your Voice: Nagisa ist sich sicher, dass Worte Macht haben. Als sich zwei ihrer Freundinnen streiten, hat sie Angst, dass die Gemeinheiten Auswirkungen haben. Als sie eine verlassene Radiostation entdeckt, macht sie ihren Sorgen Luft. Nicht ahnend, dass die Tochter der im Koma liegenden Besitzerin sie hört und gar nicht begeistert ist. Doch nach einer kurzen Auseinandersetzung freunden sie sich an und betreiben gemeinsam mit Nagisas Freundinnen die Station. Ein Sommer voller Hoffnungen beginnt. – Süßer Film für die heißen Sommermonate über Freundschaft und die Macht der Worte.

Jurassic City: Eigentlich wollten sie nur den Initiationsritus ihrer Stundentinnenverbindung feiern. Doch diese wird von der Polizei aufgelöst und drei Studentinnen landen im Gefängnis. Auch zwei Betrunkene, ein Junkie und ein mehrfacher Frauenmörder sind Insassen. Doch ein Hochsicherheitstransporter muss ebenfalls ins Gefängnis umgeleitet werden. Dabei hat er neu gezüchtete Dinos, die es schnell schaffen auszubrechen. Und sie sind hungrig. – Trashfilm & Dinos? Ich war dabei und er bot die gesamte Trashschiene. Definitiv was zum lachen.

Zombibers: Eine Gruppe Verbindungsstudierende fährt in eine abgeschiedene Hütte, um ein wenig abzuschalten. Neben persönlichen Dramen, begegnen sie aber auch mutierten Bibern, die durch Giftmüll zu Zombies wurden und nun Jagd auf die Gruppe machen. – Einer der handwerklich gut gemachten Trashhorrorfilme. Eine runde und gut geschriebene Geschichte, die großen Spaß macht. 

Meine fünf serientastischen Highlights

Link Click – Staffel 1-3: Cheng Xiaoshi und Lu Guang führen zusammen ein Fotogeschäft. Dabei erfüllen sie auch ungewöhnliche Aufträge. Denn zusammen können sie durch die Fotos in die Vergangenheit reisen. Doch trotz strenger Regeln geraten sie immer wieder in brenzlige Situationen. Vor allem, weil ein Feind sich zu sehr für ihre Fähigkeiten interessiert. – Ein chinesischer Anime, der mich direkt in den Bann ziehen konnte. War zwischendurch echt schwierig wieder aufzuhören. Dabei ist er auch hoch emotional, gut durchdacht und mit tollen Charakteren.

Dr. Stone – Staffel 2: Taiju hat sich nach fünf Jahren des Anschmachtens endlich entschieden seiner großen Liebe diese zu gestehen. Doch ein Phänomen, das einem grünen Licht gleicht, lässt alle Menschen und Schwalben zu Stein werden. Es vergehen tausende von Jahren, ehe Taiju durch ein Wunder aus seiner Starre erwacht. Zum Glück ist auch sein bester Freund Senku erwacht, der durch seine große Liebe zur Wissenschaft zwar das Leben in der neuen Steinzeit ganz gut gemeistert hat, es fehlt ihm aber an Kraft, die Taiju mitbringt. Zusammen versuchen sie ihr Leben annehmlicher zu machen. Dabei erwecken sie jedoch einen Gegner der Wissenschaft, der es fortan auf Senku abgesehen hat.  – Die Stone Wars beginnen. Konnte nicht ganz mit der vorherigen Staffel mithalten, aber hat das Konzept gut weiterentwickelt.

Bon Voyage – Staffel 2: BTS, das sind Jin, RM, Suga, J-Hope, Jimin, V und Jungkook. In 2017 erfuhren sie am Ende ihrer USA-Tour, dass sie für eine Auszeit nach Hawaii fliegen. Dort mussten sie immer wieder mit einem überschaubarem Budget Challenges meistern oder neue Orte entdecken. Da kann man nur Bon Voyage wünschen. – Auch in Hawaii hatten BTS wieder allerlei Abenteuer zu erleben. Spannend anzusehen.

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Staffel 2: Toto ist zwar stets bemüht, ist aber eher unscheinbar und untalentiert in der Polizeiarbeit, was seine Vorgesetzte ihn auch spüren lässt. Dann bekommt er von einem Kollegen einen Tipp und sucht den zurückgezogen lebenden Ron Kamonohasi auf, der zwar ein Meisterdetektiv ist, aber seine Berufung aufgeben musste. Dieser hilft ihm zwar, darf offiziell aber nicht ermitteln, weswegen Toto die Lorbeeren bekommt. Doch, was hat es mit Rons seltsamen Tattoo auf sich? Und was ist damals beim Praktikantenblutbad wirklich passiert? – Auch die zweite Staffel adaptiert gekonnt die Mangavorlage und haucht den Charakteren gut Leben ein. Hatte viel Spaß beim Schauen.

Kaguya – love is war – Staffel 2: Kaguya ist aus reichem Hause und absolut wohlerzogen. Der Schülersprecher Miyuki kommt eher aus einfachen Verhältnissen, überzeugt aber durch seine guten Noten an der Privatschule. Beide stehen auf den Anderen, aber es ist natürlich unmöglich, dass sie das einfach zugeben. Und so versuchen sie einander diplomatisch auszuspielen, damit diese*r die Liebe gesteht. – Die Geschichte dreht sich weiter im Kreis und kommt nicht wirklich voran, aber durch die Charaktere weiter toll anzusehen.

Meine fünf buchigen Highlights

Fake Dates & Fireworks: Becca hat ihr Silvester perfekt durchgeplant. Sie und ihr bester Freund Nils – mit dem sie seit 10 Jahren immer an Silvester im Bett landet – wollen sich diesmal in einem Skiresort treffen. Für Becca ist klar, dass es das Jahr wird, in dem sie final zusammen kommen. Bis Nils mit seiner Verlobten auftaucht. Verzweifelt hängt sie sich an Raphael und gibt ihn als ihren Freund aus. Allerdings handelt es sich bei diesem um den verhassten Onkel eines ihrer Kindergartenkinder. – Mein Monatshighlight. Auch hier war ich am Anfang sehr skeptisch, da es doch mitunter sehr toxisch klang. Doch Autorin Kyra Groh löst das wunderbar auf und zeigt Lösungen in einer tollen Geschichte, die ich auch in wenigen Tagen inhaliert hatte.

Hexen ist Chefsache: Miriam ist wieder eine Hexe und hat sich aus Sicherheit von Josh getrennt, damit er nicht mehr in ihr Hexenchaos mit reingezogen wird. Doch trotz ihrer Kündigung arbeiten sie weiter zusammen und er unterstützt sie bei ihrem Gerichtsprozess. Kann das gut gehen? – Der zweite Teil knüpft direkt an den ersten an und kann die Qualität halten. Eine tolle Geschichte zum schmunzeln, die aber auch viel über Selbstvertrauen lehrt.

Jurassic Park: Nach einem Zwischenfalls auf dem sich im Aufbau befindenden Erlebnispark auf der Isla Nublar, wollen die Investoren eine Überprüfung des Parks durch Experten. Dafür werden der Paläontologe Dr. Alan Grant, die Paläobiologin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm angefordert. Zunächst wissen sie nicht, was ausgerechnet sie dort sollen, bis sie Bewohner des Parks kennenlernen: Dinosaurier. Doch ein weiterer Zwischenfall bringt das Team in ernsthafte Gefahr. – Spannende Vorlage für die tolle Verfilmung von Spielberg. Auch interessant zu sehen, was alles verändert wurde. Trotz vieler wissenschaftlicher Ausführungen durchgehen spannend und ein Muss für jeden Dinofan.

Wie lange bis irgendwann: Emelie und Sophie haben sich 10 Jahre nicht mehr gesehen, nachdem Sophie von einem Tag auf den anderen Stockholm verlassen hat. Doch bei einem offenen WG-Casting stehen sie sich wieder gegenüber. Und dann sperrt ein Schneesturm sie auch noch zusammen ein. Wie können da nicht die alten Gefühle wieder hervorkommen? – Am Anfang war ich etwas skeptisch, dann habe ich es an einem Tag durchgelesen. Die Charaktere haben mich so in ihrem Bann gezogen, ich habe mitgehofft, mitgeweint, mitgefühlt. 

What the river knows: Inez Olivera lebt bei ihrer Tante in Argentinien. Schon immer faszinierten sie die Geschichten ihrer Eltern, die viel nach Ägypten reisten. Als diese dort unter mysteriösen Umständen zu Tode kommen, kann sie nichst mehr halten und sie wagt die Überfahrt. Doch Ägypten zu Zeiten der britischen Eroberung ist alles andere als sicher, da hilft auch die Anwesenheit ihres Onkels und dessen Assistenzen Whit nichts. Und was hat es mit dem Ring auf sich, den ihr Vater ihr geschickt hatte? – Sehr ruhig erzählt, aber dabei auch viel Charakterentwicklungen und so viel Hintergrundwissen, dass es nie langweilig wurde. Bin sehr gespannt auf Band 2.

Was waren eure Highlights im zweiten Quartal?

Rückblick auf den Juli 2025

Anfang Juli beim letzten Rückblick war ich super motiviert und hatte große Pläne, um wieder mehr Beiträge zu schaffen. Dann lag ich mit einer Erkältung flach, musste alle Pläne über Bord werfen und dann bin ich einfach in den nächsten Urlaub gefahren … nun, aber ich habe die Pläne wieder rausgeholt und hoffe, dass es in diesem Monat nun wirklich besser wird! Aber zunächst – mit leichter Verspätung – mein medialer Rückblick auf den Juli.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Jurassic World 4 – die Wiedergeburt: Die letzten überlebenden Dinosaurier haben sich in ein Gebiet rund um den Äquator zurückgezogen, für die fortan ein Reiseverbot herrscht. Martin Krebs engagiert eine Gruppe von Söldner*innen und den Wissenschaftler Dr. Henry Loomis, um von den drei größten Spezies zu Wasser, Land und Luft Proben zu entnehmen. Damit will er ein Medikament gegen Krebs entwickeln lassen. Auf der Reise begegnene sie einer schiffsbrüchigen Familie und jeder Menge unvorhergesehener Gefahren. – Ein erfrischender Wind im totgeglaubten Dinouniversum.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

K-Pop Demon Hunters: Rumi, Mira und Zoey bilden die K-Pop Gruppe Huntr/x und sind darüber hinaus Dämonenjägerinnen. Mit der Einheit ihrer Stimmen sollen sie den Honmoon heraufbeschwören, um die Dämonen ein für alle Mal am Durchbruch zu hindern. Doch die Dämonen haben einen anderen Plan und schicken eine eigene Band ins Rennen. Die Saja Boys gewinnen schnell Fans. Können Huntr/x sie aufhalten? – Ein Film, dessen Hype absolut gerechtfertigt ist. Eine tolle Fantasygeschichte mit allen guten K-Pop Elementen.

Sharktopus vs. Pteracuda: Dr. Rico Symes hat nach dem Sharktopus eine neue Waffe kreiert: Den Pteracuda, eine Mischung aus Flugsaurier und Barracuda. Als die Steuerung dafür geklaut wird, versucht sein Militär ihn wieder einzufangen. Zum Glück hat sein Sharktopus doch überlebt und fristet sein Dasein in einem Aquarium. – Vermutlich der beste Teil der Reihe. Eine halbwegs sinnige Handlung und vergleichsweise gute Animationen.

Sabertooth – Angriff des Säbelzahntigers: Einer Forscherin ist es gelungen die DNA des berühmten Säbelzahntigers zu klonen. Damit soll er die Hauptattraktion eines neues Freizeitparks werden. Doch auf der Sponsorenfeier kommt es zum Fiasko und die prähistorischen Tiere können entkommen. Und sie sind hungrig. – Funktioniert selbst im Trashbereich leider gar nicht. Ich war einfach nur gelangweilt. 

Beverly Hills Cop: Axel Foley arbeitet als Polizist in Detroit und bevorzugt unkonventionelle Ermittlungsmethoden. Als ein guter Freund vor seinen Augen ermordet wird und er nicht ermitteln darf, beschließt er kurzerhand die Spur in seinem Urlaub zurückzuverfolgen. Dabei landet er in Beverly Hills, wo er mit der örtlichen Polizei zusammenstößt, die sehr regelverliebt ist. – Nicht umsonst ein Klassiker, funktioniert der überdrehte Humor Eddie Murphys doch immer noch. 

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Superman: James Gunn hat bereits einmal versucht ds DCEU zu retten, jetzt soll er ein ganz neues Universum kreieren. Praktisch ein kompletter Neustart. Dafür musste mal wieder ein Supermanfilm her. Dennoch bin ich gespannt, ob der Neustart etwas bringt und Gunn wirklich die Wende bringen kann.

Fantastic Four: Auch das MCU bringt wieder altbekannte Held*innen in neuem Gewand auf die Leinwand. Die Trailer konnten mich bisher nicht final überzeugen, aber vielleicht geb ich ihm noch ne Chance.

Die nackte Kanone: Während der Auftakt des Trailers so gar nicht mein Humor ist, sprach mich der Rest schon mehr an. Also mal schauen, was er final so kann. 

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Noragami – Staffel 1-2 (Eine witzige Geschichte über einen erfolglosen Gott, die dennoch einiges an Charaktertiefe bietet)

Wind Breaker – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel kann komplett überzeugen und ebnet den Weg für weitere spannende Geschichten. Ich kann jetzt schon kaum die dritte Staffel erwarten)

Dr. Who (2024) – Staffel 2 (Hatte wieder tolle Geschichten mit dabei, bleibt aber in seiner Gesamtheit etwas hinter der ersten Staffel zurück. Bin noch nicht überzeugt von der Reinkarnation, aber mal schauen, was die bringt)

Food Wars – Staffel 1 (Die Grundidee fand ich gut, die Umsetzung hat mir leider gar nicht zugesagt.)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.812
Seiten pro Tag: 155 im Durchschnitt
Taschenbuch: 6
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 5

Frühlingsgefühle im kleinen Bonbonladen am Meer: Insa und Marla sind beste Freundinnen und beide frisch verlobt. Da lernen sie die Hochzeitsplaner Cleo kennen, die neu auf Sylt ist. Was für ein riesen Zufall, denken sich die beiden, und engagieren sie direkt für ihre Doppelhochzeit. Doch als Cleo auf Insas Verlobten trifft, kippt die Stimmung. Was hat sie zu verbergen? – Wirkt leider sehr konstruiert und ich mag das Setting mit Sylt einfach nicht. Darüber hinaus aber ein solider Sommerroman.

Phantom Tales of the Night 2:Murakumo ist ein Gasthof in der Zwischenwelt. Der Patron nimmt für die Übernachtung und Zuflucht jedoch kein Geld, sondern Geheimnisse. Doch diese können die Betroffenen teuer zu stehen kommen. – Auch der zweite Band kann mit spannenden Geschichten aufwarten, vor allem lernen wir etwas mehr über die Gehilfen des Patrons. 

Tee? Kaffee? Mord! Folge 15 – Das Geheimnis des toten Anwalts: Martin Lazebnik ist ein erfolgreicher Anwalt und bekommt seit neustem Drohbriefe. Während er das mit einem Schulterzucken abtut, klingeln bei seiner Freundin Louise die Alarmglocken. Die hat mit ihrer Freundin und Chefin Nathalie einfach schon zu viele Kriminalfälle bearbeitet. Und kurz darauf kommt es zum ersten Mordanschlag. – Gute Geschichte der Reihe, aber mir fehlte etwas der Miträtselteil.

Tee? Kaffee? Mord! Folge 16 – Ein Spion kommt selten allein: Eine fremde Frau verblutet in Nathalies Pub in Earls Raven. Sie war eine alte Bekannte von Louise, Nathalies Köchin, die früher einmal Spionin im Auftrag der Krone war. Während Louise zusammen mit Buchhändlerin Paige auf die Spur der rätselhaften letzten Worte der Spionin macht, hat Nathalie ein ganz anderes Problem. Durch einen Brandanschlag erfährt sie von einem Rufmord gegen sie. – Hier ein ähnliches Problem. Ich mochte den Teil rund um den Rufmord, aber der Teil mit den Spionen war mir zu viel für einen cosy crime.

Die Tribute von Panem L: Haymitch Abernathy hat es nicht leicht im Leben. Im heruntergekommenden Distrikt 12 versucht er irgendwie zu überleben und nicht bei der Ernte ausgewählt zu werden. Doch beim zweiten Jubel-Jubiläum werden die doppelte Anzahl an Tributen gewählt. Und Haymitch ist einer davon. – Mir war die Geschichte um Kontext des Charakters irgendwie nicht logisch und bin daher im Vergleich zu gefühlt allen Anderen, nicht überzeugt vom Buch.

Fangs 2: En war auf einer Party, die von einem Vampir überfallen wurde und ist nun ebenfalls einer. Damit völlig überfordert, bringt ihn Ichii zu einer Pairing Party, wo er sich einen Partner aussuchen soll, da die Organisation FANGS dies empfiehlt. Da En aber völlig überfordert ist, behauptet der mit Ichii ein Pair zu sein. Blöderweise hat er diesen vorher nicht gefragt. – Die Geschichte wird gut weitergeführt, kommt aber nicht so ganz voran.

Don’t kiss the Dragon 3: Tsubasa, ebenfalls Teil eines Wasserdrachenclans hat Interesse an Sakura. Da die seine Avancen allerdings ablehnt, entführt er sie kurzerhand. Koga muss alles dran setzen, um sie zu finden und zu befreien. – Die Charaktere werden gut weiterentwickelt und wir bekommen noch einen spannenden Handlungsabschnitt.

Beneath the Ivy: Marissa gehört einem Hexenzirkel an, die einzigen auf der Insel. Ihr Alltag ist größtenteils gewöhnlich, bis auf die magischen Fähigkeiten ihrer Familie und das sehr eigenwillige Haus. Bis ihre Cousine tödlich erkrankt und die verstoßene Tante auf der Insel gesichtet wird. Und was hat es mit der Zeitblase auf sich, die um die Insel gewebt zu sein scheint? – Es hat leider eine ganze Weile gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Erst nach der Hälfte war ich angekommen und konnte sie genießen.

Fräulein Florentines Gespür für Mord: Im späten 19. Jahrhundert in Berlin ist Florentine alles, nur nicht gewöhnlich. Sie studiert heimlich an der Charité und schreibt für die Zeitung. Doch auf der Hochzeit ihrer besten Freundin kommt es zu einem Eklat. Der Bräutigam wird ermordet und Florentines Bruder ist der Hauptverdächtige. Fortan gibt sie alles, um den Mord aufzuklären und die Unschuld ihres Bruders zu beweisen. – Ich liebe die cosy crimes von Alexandra Fischer-Hunold. Und diesmal konnte sie mich sogar trotz der historischen Komponente komplett überzeugen. Große Empfehlung.

School of Myth & Magic 1: Devin weiß eins mit Sicherheit: Nixen sind böse. Bis zu dem Tag als sie ihren Crush küssen will und ihn dabei fast umbringt. Kurz darauf erfährt sie, dass sie eine Nixe ist. Um ihre Kräfte zu erkunden, wird sie auf die School of Myth & Magic geschickt. Dort trifft sie auf Drachen, Hexen, Vampire und andere Mythengestalten. Schnell muss sie erkennen, dass etwas Düsteres an der Akademie lauert. – Ich kann nicht sagen, dass das Buch schlecht ist. Aber es ist so sehr nach dem typischen Schema geschrieben, dass ich größtenteils nur gelangweilt war.

Edens Star: EdenS6 bereiten sich gerade auf ihre Welttournee vor, als eine der Tänzerinnen ausfällt. Anna, die Deutschland verlassen hat, um in Korea Idol zu werden, wird als Ersatz engagiert. Dabei trifft sie auf Juhyun, besser bekannt als Idol Sky, und zwischen beiden stimmt direkt die Chemie. Doch Beziehungen sind im Idolbusiness verboten. – Ari N. Kangs Debüt konnte mich direkt überzeugen. Allein die Arbeit, die sie in die Entwicklung der Charaktere gesteckt hat, ist auf jeder Seite spürbar.

Problematic Summer Romance: Maya liebt ihren Bruder, aber würde doch alles geben, um nicht nach Sizilien zu seiner Hochzeit zu fliegen. Denn sein Trauzeuge ist sein bester Freund Conor Harkness. Das Problem: Maya ist in Conor verliebt, aber der ist 38 und sie gerade 23 und mit der Uni fertig. Doch in der romantischen Villa in Taormina verbringen die beiden mehr Zeit miteinander als geplant und was wäre da besser als eine kleine romantische Geschichte, auch wenn sie problematisch wäre. – Ich wollte den Age Gap Trope hassen, aber Ali Hazelwood hat mich wieder absolut in den Bann gezogen. Ich liebe die Geschichte.

Mrs. Potts Mordclub und der tote Bräutigam: Judith Potts wird vom schwerreichen Sir Peter Bailey zu dessen Hochzeit eingeladen, da er um sein Leben fürchtet. Und dann stirbt er auf seiner Hochzeit wirklich. Während die Polizei von einem Unfall ausgeht, ist sich Judith sicher, dass es Mord war. Zusammen mit ihren Freundinnen Suzie und Becks ermittelt sie heimlich weiter. – Wieder eine spannende Geschichte mit verblüffender Auflösung. Werde die Reihe auf jeden Fall weiter verfolgen.

Penelope 4: Das Jagdturnier hat begonnen und Penelope landet bei der Teeparty der hochnässigen weiblichen Sprößlingen der Adelsfamilien. Nachdem sie dort durchgehend beleidigt wurde, wagt sie sich ebenfalls an die Jagd. Doch dort begegnet sie erneut dem Crown Prince, der jedoch von Attentätern verfolgt wird. – Hatte mich etwas mit der Reihe versöhnt und dann kam der Cliffhanger am Ende. Jetzt habe ich leider wieder keine Lust auf den nächsten Band.

Seoulicious: Suki und Yoona sind Zwillinge und leben als Kinder koreanischer Einwanderer in Hamburg. Während Suki jeden Tag mit Rassismus und ihrer Identität kämpft, baut sich Yoona eine Karriere als Influencerin auf. Nach einem Zusammenbruch reist Suki nach Korea zu ihren Großeltern. Doch ihr neu gewonnener Frieden hält nur kurz, denn Yoona geht viral. Leider mit Sukis Stimme. Um den Schwindel nicht auffliegen zu lassen, nimmt Suki als Yoona an einer Kochshow teil. Dort trifft sie auf Jin, der als Idol aus mehreren Gründen Tabu ist. – Auch, wenn es ein K-Pop Roman ist, so steckt doch so viel Identität und Own Voice drin, dass es nochmal einen ganz besonderen Twist hat. Große Empfehlung.

Was waren eure Highlights im Juli?

Eine Handvoll Bücher/Filme – 01/25 – Disability Pride Month Special

Juli ist der Disability Pride Month.
Nachdem im Juni die Sichtbarkeit der queeren Gemeinschaft gefeiert wurde, geht es im Juli darum, auf Behinderungen aufmerksam zu machen, Menschen mit Behinderung sichtbar zu machen und Klischees und Vorurteile abzubauen.
Wie schon im letzten Jahr, will ich euch auch diesmal eine Auswahl an diversen Repräsentationen in Filmen und Büchern geben – Serien habe ich leider keine im vergangenen Jahr gesehen.

Die drei genannten Bücher nebeneinander arrangiert zusammen mit dem Filmtitel als Fanart. Die Disability Pride Flag ist transparant über die obere rechte Ecke eingefügt.

Schlachtenlärm in Vertikow

Die Handlung: Eigentlich wollte Peer mit seiner Frau Sascha nur einen Ausflug zur Heimatstätte Vertikows machen. Doch dann wird eine Leiche gefunden, die dort wohl schon seit einer großen Schlachtnachstellung liegt. Peer wittert einen neuen Fall, doch der Hauptkommissar macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Bis sich gleich zwei Frauen bei Peer melden, da sie ihre Unschuld beweisen wollen. Und so stürzt sich Peer doch wieder in die Ermittlungen.

Warum das Buch so wichtig ist: Was macht ein Organist, der seinem Beruf nicht mehr nachgehen kann, weil er nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und nicht mehr die Treppen zur Orgel hochkommt? Genau Detektiv spielen und einen Mord aufklären. Unser Protagonist sitzt jetzt schon ein bisschen länger im Rollstuhl als noch in Band Eins oder Band Zwei, kommt aber mit einigen Einschränkungen noch immer nicht so gut zurecht. Sein kleines Dorf ist nicht wirklich barrierefrei, auch wenn hier versucht wurde ein bisschen Abhilfe zu schaffen und auch wenn ihm die Bewohnenden viel versuchen zu helfen, so kämpft er doch mit der Frustration, hadert mit sich und seinem Körper. Gerade hier im dritten Band wird auch nochmal gezeigt, dass Peer auch nicht das größte Feingefühl hat und daher gern Menschen vor den Kopf stößt. 

Die Gesetze der Magie

Die Handlung: Willow will nichts weiter als ihren Doktor am Trinity College machen. Doch trotz der Zusage hat ihr Professor sie nicht aufgerufen. Kurz darauf landet sie an einem geheimen College, wo die Gesetze der Magie mithilfe der verschiedenen Naturwissenschaften erforscht werden. Doch ein plötzlicher Todesfall lässt das Institut unruhig werden. 

Warum das Buch so wichtig ist: Im vergangenen Jahr war es irgendwie besonders schwierig Geschichten zu finden, die Menschen mit Behinderung im Vordergrund hatten. Also habe ich mich nach gut geschriebenen Nebencharakteren umgesehen und bin dabei über die Gesetze der Magie gestoßen. Hier haben wir eine Kommilitonin von Willow, die gehörlos ist. Also in einer Welt voller Magie und deren Möglichkeiten, gibt es immer noch Behinderungen und sie lernt damit zu leben. Auch die anderen am Institut akzeptieren es, müssen aber auch damit umgehen lernen. Das wird hier gut aufgezeigt, auch wie einem schnell unangemessene Sprüche rausrutschen oder Barrieren im Alltag schnell übersehen werden.

Ein Mörder auf der Gästeliste

Die Handlung: Lilly verbringt Weihnachten im Hotel der Familie von ihrer besten Freundin Zelda. Um deren Mutter zu überraschen haben sie ihren Großvater eingeladen, damit sie sich mit ihm aussöhnen kann. Doch das geht gehörig schief. Und während ein Schneesturm sie alle einsperrt, kommt es zu einem Mord. 

Warum das Buch so wichtig ist: Ebenso wie Die Gesetze der Magie hat Ein Mörder auf der Gästeliste einen blinden Nebencharakter. Da wir uns hier größtenteils innerhalb der Familie aufhalten, sind hier die Vorurteile geringer, da einige schon viele Jahre mit ihr zusammenleben. Doch als sie zu einer der wichtigsten Zeuginnen wird, scheint ihr niemand zu glauben. Denn sie hat ja nichts sehen können und sich den Geruch vielleicht nur eingebildet? Hier findet die Autorin am Ende eine sehr gute Lösung, wie alles erklärt wird und wie die Familie vielleicht von Anfang an auf sie hätte hören sollen.

Was ist schon normal?

Die Handlung: Pablo und Lucien haben frisch ein Juweliergeschäft ausgeraubt. Um vor der Polizei zu fliehen geraten sie in den Bus einer Gruppe Menschen mit Behinderung, die auf dem Weg ins Sommercamp ist. Während Pablo sich ebenfalls als behindert ausgibt, mimt Lucien dessen Sonderpädagoge. Dabei werden sie mit ihrer eigenen Weltsicht konfrontiert und erleben ein unvergessliches Abenteuer.

Warum der Film so wichtig ist: Natürlich ist das ganze eine Komödie, aber hier konnte man auch einfach ganz befreit lachen, weil der Film es sehr gut schafft, sich eher über die Vorurteile und Klischees lustig zu machen als über die Charaktere mit Behinderung. Über den übereifrigen Betreuer, der dadurch aber auch nicht auf die Bedürfnisse der Mitreisenden eingeht, oder auch über andere Menschen im Supermarkt, die sich am „Anders“ sein unserer Gruppe zu stören scheinen. Über ihre Engstirnigkeit, die aufs Korn genommen wird, kann man sehr gut lachen und der Film dreht es immer wieder so, dass man über Handlungen und nicht über Behinderungen lacht. Damit schafft er den feinen Spagat, wie es nur wenige Filme mit ähnlicher Prämisse schaffen.

Habt ihr Empfehlungen für eine gute Repräsentation von Behinderungen in Film/Serien/Büchern? Dann immer her damit!

Rückblick auf den Juni 2025

Da erstellt man schöne Blogpläne und dann kommt einfach das Leben dazwischen. So kam es, dass ich eine Weile abgetaucht bin. Aber ich hab im Hintergrund ein Krimidinner zum Geburtstag des Pärchengattens inklusive Strandparty-Thema organisiert, war im Urlaub, hab sehr viel im Brotjob nachgearbeitet und dann war da noch die Animemesse im Filmpark Babelsberg. Long Story short, ich hatte alles, aber keine Zeit. Da mein großes Zweitprojekt jetzt aber auch erst einmal etwas pausiert, hoffe ich hier, mal ein bisschen nacharbeiten zu können, immerhin sind doch ein paar Kinorezis liegen geblieben. Aber mit weiterhin chronischer Erkrankung will ich auch nichts versprechen, was ich nicht halten kann. Aber nun, genug der Vorrede und los geht’s mit meinem medialen Rückblick auf den Juni.

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Mission Impossible 8 – the final Reckoning: Nachdem Ethan Hunt sich nach den Ereignissen in Dead Reckoning zurückgezogen hat, reaktiviert ihn jedoch eine Nachricht der Präsidentin. Erneut nimmt er die Fährte von Gabriel auf, der Hinweise auf die Entität liefern kann. Dabei trifft er alte Verbündete, aber auch alte Feinde. – Gelungener Abschluss, der viel alte Lore wieder mit einzubringen versucht, sich damit aber ein bisschen zu viel vornimmt. Da hat Dead Reckoning besser funktioniert, dennoch ein rundes Ende für die Serie.

Ballerina: Eve Macarro ist eine Ballerina der Ruska Roma, das heißt, dass sie nicht nur im Ballett, sondern auch als Auftragskillerin ausgebildet wurde. Als sie ihre Ausbildung beendet hat, wird eben jene Organisation auf sie aufmerksam, die einst ihren Vater ermordet haben. Entgegen der Direktorin nimmt sie die Verfolgung auf und bringt sich in eine aussichtslose Situation. – Wenn ich von starken weiblichen Figuren im Actionbereich rede, dann meine ich übrigens genau das, was Ballerina abgeliefert hat. Zwar einfacher Grundplot, aber die sehr gelungene Action reißt hier vieles heraus. 

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Zombibers: Eine Gruppe Verbindungsstudierende fährt in eine abgeschiedene Hütte, um ein wenig abzuschalten. Neben persönlichen Dramen, begegnen sie aber auch mutierten Bibern, die durch Giftmüll zu Zombies wurden und nun Jagd auf die Gruppe machen.  – Einer der handwerklich gut gemachten Trashhorrorfilme. Eine runde und gut geschriebene Geschichte, die großen Spaß macht. 

AquaSlash: Die Abschlussfahrt einer Highschool führt in ein Freibad, wo sie ausgelassen feiern. Nicht nur untereinander, sondern auch mit den Mitarbeitenden, kommt es zu allerlei Dramen. Doch das ist nichts gegen die Tatsache, dass in der Nacht jemand heimlich die Rutschen aufbohrt und zwei überkreuzende Metallklingen einbaut. Davon ahnen die Feiernden jedoch nichts und am nächsten Tag soll ein großes Rutschenrennen stattfinden. – Funktioniert leider gar nicht. Alle Charaktere sind super unsympathisch und der Slasher beginnt fünf Minuten vorm Abspann (gefühlt). 

The VelociPastor: Nach dem Tod seiner Eltern steckt ein Pastor in einer Sinnkrise. Auf einer Reise durch China, um zu sich selbst zu finden, trifft er auf ein unbekanntes Artefakt. Dies infiziert ihn, so dass er sich fortan in einen Velociraptor verwandeln kann. Als Velocipastor versucht er fortan Selbstjustiz zu üben. – Kleines Budget macht erfinderisch. Und was der Film nicht in Spezialeffekte stecken konnte, macht er mit einer humoristischen Trashgeschichte wett, die einfach nur ikonisch ist. Lohnt definitiv einen Blick.

Hydra: Vier Superreiche haben sich vier Sträflinge ausgesucht, die sie auf einer einsamen Insel massakrieren wollen, um verstorbene Familienmitglieder zu rächen. Doch die Jäger werden schnell zu Gejagten, denn auf der Insel treibt eine Hydra ihr Unwesen. Und ihre Schusswaffen helfen bei den vielen Köpfen nicht. – Typischer Trash-Horrorfilm, der mit einer abstrusen Geschichte daher kommt, aber im Trashgenre echt gut funktioniert. 

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keinen. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es F1, 28 Years Later und Wilhelm Tell.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Kaguya-sama – love is war – Staffel 2 (Die Geschichte dreht sich weiter im Kreis und kommt nicht wirklich voran, aber durch die Charaktere weiter toll anzusehen.)

Link Click – Staffel 3 (Nach dem Cliffhanger in Staffel 2 musste ich direkt weiterschauen, aber Staffel 3 bzw. der Bridon Arc macht hier nur eine Menge Fragen und Handlungsstränge auf und beantwortet  gar nichts. Warte jetzt sehnsüchtig auf Staffel 4)

Monster – Staffel 1 (Ein Meisterwerk des Psychothrillers mit starken Grundsatzfragen, die hier von mehreren Seiten beleuchtet werden.) 

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi – Staffel 2 (Auch die zweite Staffel adaptiert gekonnt die Mangavorlage und haucht den Charakteren gut Leben ein. Hatte viel Spaß beim Schauen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 16
Seiten insgesamt: 4.625
Seiten pro Tag: 154 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 3
Comic/Manga/Graphic Novel: 8
Hörbuch: 4

Hexen ist Chefsache: Miriam ist wieder eine Hexe und hat sich aus Sicherheit von Josh getrennt, damit er nicht mehr in ihr Hexenchaos mit reingezogen wird. Doch trotz ihrer Kündigung arbeiten sie weiter zusammen und er unterstützt sie bei ihrem Gerichtsprozess. Kann das gut gehen? – Der zweite Teil knüpft direkt an den ersten an und kann die Qualität halten. Eine tolle Geschichte zum schmunzeln, die aber auch viel über Selbstvertrauen lehrt.

Die Tagebücher der Apothekerin 13: Maomao und Jinshi sind zurück vom Jagdausflug. Da wird Maomao in das Badehaus eingeführt, wo sie und ihre Freundinnen versuchen sich ein zweites Standbein aufzubauen. – 

Tee? Kaffee? Mord! – Folge 14 – Ein Doppelgänger zuviel: Es wird einfach nicht ruhig im Black Feather. Eine Gruppe von Doppelgänger*innen müssen kurzfristig in Nathalie Ames Pension einchecken. Und mitten in dem Trubel um Ghandi, Marylin Monroe und Sherlock Holmes gibt es plötzlich einen toten Elvis. Nathalie und ihre Köchin Louise ermitteln wieder. – Ob Käsekuchenwettbewerb, Giftdiagnostikwettbewerb oder jetzt Doppelgänger-Wettbewerb, die Geschichten funktionieren. Hier war allerdings ein wenig die Luft raus. 

Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 15: Ron versucht den Regionalleiter der World Detective Union zu schützen, da Alice Moriarty einen Anschlag angekündigt hatte. Doch dieser beschließt einen Tag im Freizeitpark zu verbringen. Ron und Toto haben alle Hände voll zu tun und auch Dan Tiger ist wieder mit von der Partie. – Jeder Band bringt neue Action und auch hier ist sie wieder auf den Punkt mit einer guten Portion Rätselspaß.

Alba First Love: Cait McKay zieht von Deutschland nach Schottland, um dort bei Tante und Onkel zu leben, da sie etwas Zeit zwischen ihrem Abschluss und ihrem Studium überbrücken muss. Dort trifft sie auf Brian, der gerade mit seiner Band Alba groß durchstartet. Trotz der Anweisung keine Beziehungen zu führen, versuchen sie es miteinander. Doch kann die junge Liebe im Strudel des großen Erfolgs halten? – Die Geschichte hat leider überhaupt nicht funktioniert. Alles ging super schnell ohne überhaupt Gefühle aufkommen zu lassen und am Ende wird für nen inszinierten Cliffhanger alles unnötig über Bord geschmissen. Werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

Haikyu! 8: Das Spiel gegen die Aoba Johsei ist noch im vollen Gang. Und die Karasuno hat alle Hände voll zu tun, um mitzuhalten. Aber für sie steht viel auf dem Spiel, immerhin könnte es das letzte Turnier der Abschlussklasse sein. – Auch, wenn ich durch den Anime den Ausgang des Spiels kannte, wird hier so viel Charakterentwicklung in das Geschehen gepackt, dass es weiterhin toll zu lesen ist.

Wie Farben im Regen: Caro und Sam sind das Traumpaar schlechthin am Internat Schloss Mare. Doch Sam scheint sich immer mehr von Caro abzukapseln. Bis er schließlich ein Coming Out vor ihr hat. Sam ist ein trans Mann und möchte mit der Transition beginnen. Die lesbische Caro möchte ihre große Liebe natürlich bei allem unterstützen, aber fragt sich auch, was das für sie als Paar bedeutet. – Stark erzählte Geschichte, auch wenn hier viel Drama durch mehr Reden geklärt werden könnte. Aber es bringt nochmal ganz neue Fragen zur Transition auf.

Angels of Death 7: Rachel konnte Zachs Medizin nicht beschaffen, doch dieser benimmt sich ihr Gegenüber auch sehr Feindselig. Dennoch gibt sie ihn nicht auf, schließlich soll er sie noch töten. Und ein neuer Meister der Etagen taucht auf und will ein Tribunal abhalten. – Dreht sich am Anfang etwas im Kreis, aber das Tribunal war großartig inszeniert.

Pharaonenblut 1: Penelope wollte schon immer ein Abenteuer erleben. Und als ihr ein zerbrochener Ring zugespielt wird, scheint dieser Traum zum greifen nah. Doch der maskierte Ramses macht Jagd auf sie und den Ring. Die Kämpfer*innen John und Cassandra können sie zunächst in Sicherheit bringen, doch bedroht bald darauf auch der Ring Pens Leben. Kann sie die Geheimnisse entschlüsseln, die sie in die Götterwelt des alten Ägyptens führt? – Konnte mich nicht ganz so überzeugen, wie die Atlantis-Reihe, aber gerade am Ende hat sie mich wieder absolut in den Bann gezogen.

Hotel Ambrosia: Robyn kann durch eine Erkrankung ihr Zimmer nicht verlassen und braucht generell viel Ruhe. Ihre wachen Momente verbringt sie damit das heruntergekommene Hotel Ambrosia von nebenan zu beobachten. Als sie das Angebot einer Podcasterin bekommt, dort wegen eines True Crime Falls zu recherchieren, engagiert sie kurzerhand den obdachlosen Jugendlichen A.J.. Doch dann wird sie Zeugin einer Entführung. – Gute Grundidee, die leider am Ende zu dick aufträgt und dabei ins Randgebiet des Ableismus geht. Schade, ich wollte das Buch wirklich mögen.

Marriage Toxin 2: Gero ist weiterhin auf Brautschau. Dabei muss er eine Kandidatin vor dem geheimnisvollen Wassermeister retten. Und kurz darauf nimmt er den Job als Leibwächter der Tochter eines einflussreichen Unternehmers an. Immer mit dabei ist Kinosaki, die weiterhin versucht ihm flirten beizubringen. – Die Geschichte kommt langsam richtig in Fahrt, so dass mir der zweite Band besser gefallen hat als der Erste. 

What the river knows: Inez Olivera lebt bei ihrer Tante in Argentinien. Schon immer faszinierten sie die Geschichten ihrer Eltern, die viel nach Ägypten reisten. Als diese dort unter mysteriösen Umständen zu Tode kommen, kann sie nichst mehr halten und sie wagt die Überfahrt. Doch Ägypten zu Zeiten der britischen Eroberung ist alles andere als sicher, da hilft auch die Anwesenheit ihres Onkels und dessen Assistenzen Whit nichts. Und was hat es mit dem Ring auf sich, den ihr Vater ihr geschickt hatte? – Sehr ruhig erzählt, aber dabei auch viel Charakterentwicklungen und so viel Hintergrundwissen, dass es nie langweilig wurde. Bin sehr gespannt auf Band 2.

Shinigami x Doctor 1: Auf der Welt gibt es nur noch eine einzige Blumenart, die Shinigami. Und diese ist tödlich für Menschen. Dr. Ichinose ist einer der Ärzte, die auf die Behandlung von Infizierten spezialisiert ist. Allerdings wird er von den Anderen nicht ernst genommen, dabei begibt er sich auch in die gefährlichsten Situationen. – So richtig bin ich noch nicht in die Geschichte rein gekommen, es wurde auch nur nach und nach mal etwas erklärt. Mal schauen, was Band 2 bringt.

Fangs 1: En war auf einer Party, die von einem Vampir überfallen wurde und ist nun ebenfalls einer. Damit völlig überfordert, bringt ihn Ichii zu einer Pairing Party, wo er sich einen Partner aussuchen soll, da die Organisation FANGS dies empfiehlt. Da En aber völlig überfordert ist, behauptet der mit Ichii ein Pair zu sein. Blöderweise hat er diesen vorher nicht gefragt. – Mein zweiter Versuch im Boys Love Manga Genre und gefällt mir bisher deutlich besser als mein erster Versuch. Hier geht es auch wirklich mal um Charakterentwicklungen und das Vampirdasein wird von verschiedenen Seiten betrachtet.

Unsere Frühstückspension am Meer: Katharina ist Autorin. Doch nach der Trennung von ihrem langjährigen Partner steckt sie in einer Krise. Da fällt auch noch ihre Oma von einer Leiter und sie muss kurzfristig die Pension dieser auf Norderney führen. Und dann taucht auch noch der Musiker Phil auf und spielt sich in ihr Herz. – Süße Grundidee, verliert sich aber in Kleinigkeiten und vergisst dabei die Geschichte wirklich zu entwickeln. Das Ende kommt dann sehr plötzlich.

Phantom Tales of the Night 1: Murakumo ist ein Gasthof in der Zwischenwelt. Der Patron nimmt für die Übernachtung und Zuflucht jedoch kein Geld, sondern Geheimnisse. Doch diese können die Betroffenen teuer zu stehen kommen. – Sehr schöner Zeichenstil, so dass ich nicht daran vorbeigekommen bin. Aber auch die Kurzgeschichten sind sehr toll und ich bin sehr gespannt, was da noch so passiert.

Wie war euer Juni? Was waren eure Highlights?

Eine Handvoll Bücher (oder mehr) – 03/25 – Pride Month Special

Es ist Juni und damit Pride Month.
Bedeutet, dass jedes Jahr im Juni die LGBTQIAP+ Gemeinde zu verschiedenen Veranstaltungen, inkl. dem Christopher Street Day, aufruft und so für ihren Kampf auf Gleichberechtigung aufmerksam macht. Beginnend waren die Stonewall Unruhen von 1969, die als Beginn des Kampfes für Rechte und Gleichberechtigung angesehen wird. Wir haben seitdem einen wunderbaren Wandel in vielen Ländern erlebt, aber noch immer sind wir weit von realer Gleichberechtigung entfernt und entfernen uns Tag für Tag mehr davon. Der Rechtsruck lässt Schutzräume kleiner werden und stärkt den Hass.
In diesem Beitrag soll es um ein paar Lesetipps gehen, die sich mit LGBTQIAP+ befassen. Es handelt sich lediglich um eine kleine Auswahl, gerne könnt ihr mit eure liebsten Bücher zu diesem Thema nennen.

Die im Beitrag erwähnten Bücher arrangiert vor einem Bücherregal mit einem Herz darüber in Regenbogenfarben

Sturmflirren

Die Handlung: Rea hat eigentlich alles, was sie braucht. Bis ihr Vater eine Stelle als Diplomat in Qatar bekommt. Den Umzug nach Doha steckt sie überhaupt nicht gut weg und kann sich weder an das Wüstenklima noch die andere Kultur gewöhnen. Bis sie ein geheimnisvolles Phantom trifft und mit einer neuen Freundin bei illegalen Autorennen in der Wüste dabei ist.

Warum das Buch so wichtig ist: Ich habe dieses Buch bewusst an erste Stelle gesetzt, auch wenn ich jedes Einzelne unfassbar gut und wichtig finde, so wollte ich dies doch noch einmal hervorheben. Denn hier haben wir nicht nur einfach eine queere Romance (die auch alle super wichtig sind, versteht mich nicht falsch!), sondern eine queere Romance in einem Land, wo drakonische Strafen auf queere Handlungen stehen. Das fängt an mit dem Crossdressing, also wenn die Kleidung des anderen Geschlechts angezogen wird und steigert sich immer weiter hoch. Hier lernen wir eine Gemeinschaft kennen, die diese Gefahren kennt, die aber deutlich zeigt, dass sie nicht anders sein können. Wie viel Einfluss der Status und das Geld haben und wie grundsätzlich ein Umdenken in der Gesellschaft stattfindet, aber von oben klein gehalten wird. Das Gleiche Problem ist auch bei den Rechten der Frauen, was hier ebenfalls mit thematisiert wird, ohne, dass eins von beidem zu kurz kommt. Verpackt in einer mitreißenden Geschichte, die einem trotzdem ein faszinierendes Land näherbringt und ganz andere Aspekte zeigt, aber die Schattenseiten nicht nur nicht verschweigt, sondern stark hervorhebt. So ist es gute Unterhaltung und gleichzeitig unfassbar lehrreich und daher meine größte Empfehlung.

Saved Dreams

Die Handlung: Auch wenn Assistenzärztin Jane alles versucht hat, sie kommt um die Gynäkologie nicht herum. Und auch, wenn Oberärztin Abby ihr Herz zum schnellerschlagen bringt, so muss sie sich doch einem Trauma stellen, das sie trotz Therapie nie überwunden hat. 

Warum das Buch so wichtig ist: Auch, wenn es immer gängiger wird, zumindest queere Nebencharaktere einzubauen, sind die großen New Adult Reihen noch sehr stark heteronormativ geprägt. Doch Ava Reed hat hier damit gebrochen und sich bewusst auch für eine women loves women Geschichte entschieden. Dass diese noch bevor auch nur ein Wort geschrieben war, bereits Ein-Sterne-Rezension wegen es queeren Anteils bekam, zeigt nur, wie wichtig es ist, dass wir weiterhin mehr Sichtbarkeit aufbauen. Zeitgleich haben wir hier aber auch weitere feministische Themen, die durch das Setting in der Gynäkolgie sehr gut eingebunden werden konnten. 

You are my moon

Die Handlung: James und Takumi sind seit Jahren ein Paar. Doch nach einem Unfall kann sich James an nichts mehr erinnern, was nach seinem 18. Geburtstag passiert ist. Er erinnert sich nicht an die Phase, in der er seine Bisexualität erkannt hat. Und noch schlimmer: Er erinnert sich nicht mehr an Takumis Transition. 

Warum das Buch so wichtig ist: James ist mit starken Überzeugungen, was männlich ist, aufgewachsen und hat sich unfassbar schwer mit seinem Coming-Out getan. Nun hat er dies alles vergessen. Cornelia Franke baut hier Schicht für Schicht eine Geschichte auf, die mehr ist, als sie am Anfang scheint. Dabei sind die queeren Inhalte sehr sorgfältig herausgearbeitet, aber es geht auch um Familie, Vertrauen, ADHS und Ängste in Beziehungen. Und wie alles noch einmal stärker geprägt ist, wenn das eigene Coming-Out mit der früheren Weltsicht im Widerspruch steht. 

Yadriel & Julian

Die Handlung: Yadriel entstammt einer Dynastie an Brujx, die dafür zuständig sind Geister in die Totenwelt zu geleiten. Doch Yadriel wird die Zeremonie verweigert, da er trans ist. Und bei seiner ersten Beschwörung erwischt er gleich noch den falschen Geist. Und Julian denkt gar nicht daran sich erlösen zu lassen.

Warum das Buch so wichtig ist: Hallo Fantasy mit queeren Protagonisten. Während es im Romancebereich bereits schon häufiger queere Geschichten geht, so geht es im Fantasybereich oft noch unter. Dabei zeigt dieses Buch, wie gut beides miteinander verbunden werden kann. Gleichzeitig haben wir hier auch noch die mexikanische Kultur rund um den Diaz de Muertes, den ich bisher auch noch in keinem Buch besser aufgearbeitet gesehen habe. Und rund um diese Mythologie/diesem Glauben wird die Transidentität von Yadriel aufgebaut. Denn in seiner Familie gibt es  eine klare Trennung, wer welche Fähigkeiten erbt. Aber wie ist es bei einem Trans-Mann? Es geht hier um Identität, um Familie, und ganz nebenbei haben wir noch ne coole Geistergeschichte. 

Wie lange bis irgendwann

Die Handlung: Emelie und Sophie haben sich 10 Jahre nicht mehr gesehen, nachdem Sophie von einem Tag auf den anderen Stockholm verlassen hat. Doch bei einem offenen WG-Casting stehen sie sich wieder gegenüber. Und dann sperrt ein Schneesturm sie auch noch zusammen ein. Wie können da nicht die alten Gefühle wieder hervorkommen?

Warum das Buch so wichtig ist: Das queere Spektrum ist sehr weit und während manche Aspekte bereits mehr thematisiert werden, sind andere noch schwierig zu finden. Daher war ich gespannt auf dieses Buch, das ich zufällig auf der Buch Berlin gefunden habe. Denn auch wenn es zunächst eher nach einer lesbischen Romance klang, so geht es hier doch auch um Polyamorie. Und zum Glück auch ohne allzugroßes Drama, sondern mit einer guten Auseinandersetzung mit dem Thema. Klein, charmant und gut für zwischendurch und damit auch hier eine Empfehlung (wie eigentlich bei allen Büchern heute).

When you come back to me

Die Handlung: Holden hat bei einer Konversionstherapie in Alaska die Hölle erlebt. Selbst ein ganzes Jahr in einem Sanatorium kann ihn nicht heilen. Er zieht zu seiner Tante und seinem Onkel und geht dort zur Schule. Dort trifft er auf River, der Starquarterback der Schule. Beide empfinden sofort etwas, doch während Holden zwar zu seiner Sexualität steht, aber unter seinen Dämonen aus Alaska leidet, muss River erst einmal über sich selbst klar werden. Denn die Träume seines Vaters erdrücken ihn und da passt Homosexualität nicht rein.

Warum dieses Buch so wichtig ist: Emma Scott ist mir als Autorin inzwischen ein bisschen zu viel, da sie immer sehr viel Drama in ihre Bücher einbaut. Dennoch hat When you come back to me einen Platz auf dieser Liste verdient, denn auch hier haben wir eine queere Geschichte im New Adult Bereich, in einer Reihe, die ansonsten wieder Heteropärchen beinhaltet. Und zeitgleich spricht sie noch zwei wichtige Themen an: Der Umgang mit Homosexualität im Sport, auch wenn dieser Aspekt ganz schön kurz kommt, und noch wichtiger: Konversionstherapie und deren Auswirkungen auf die Psyche der therapierten. Ich will hier gar nicht zu viel vorweg nehmen, aber Holden leidet ordentlich und das wird in dieser Geschichte auch deutlich.

Die Göttinen von Otera

Die Handlung: Sechs Monate nachdem Deka die Göttinen befreit hat, soll sie nun weitere befreien. Doch dabei fallen ihr immer mehr Ungereimtheiten auf. Und ihre Feinde sind ihnen weiterhin dicht auf. Deka muss erneut alles hinterfragen, was sie zu wissen glaubte. 

Warum dieses Buch so wichtig ist: Final noch ein Buch, deren Protagonistin nicht queer ist. Aber diese Fantasywelt, die stark an die westafrikanischen Länder angelehnt ist, hat neben vielen feministischen Themen auch viele queere Charaktere und zeigt den Umgang dazu. Auch hier, wie schon in Sturmflirren, zeigt sich, dass feministische Themen und queere Themen oft Hand in Hand gehen, da beides von Unterdrückung geprägt ist. 

Was sind eure liebsten queeren Bücher? 

Rückblick auf den Mai 2025

Ein schönes erholsames langes Wochenende liegt hinter mir, auch wenn mich der Alltag schon wieder eingeholt hat. Dadurch kam ich aber auch letzte Woche nicht dazu, diesen Rückblick zu schreiben. Der Mai lief tatsächlich auch lesetechnisch diesmal nicht gut. Ein Buch hat mich zu lange aufgehalten und im Alltag ging es auch drunter und drüber. Dafür hatte ich endlich wieder mehr Zeit für Hörbücher!

Der Schriftzug "Mein Monatsrückblick" vor blauem Himmel mit Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Thunderbolts*: Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten. – Was sich wie Marvels Resterampe las, war endlich mal wieder ein guter MCU Film. Depressionen und  Einsamkeit wurden thematisiert und haben sich gekonnt in die Action eingefügt.

J-Hope on the Stage: Jung Hoseok, besser bekannt als J-Hope, hat die Zeit, in der seine Bandkollegen noch beim Militär sind, genutzt und hat eine Welttournee gegeben. Bei seinem Abschlusskonzert in Osaka gab es wieder ein weltweites Kinoliveevent. – Sehr gelungenes Konzert mit einer tollen Bühnenshow und thematisch gut sortierter Songauswahl.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Jurassic City: Eigentlich wollten sie nur den Initiationsritus ihrer Stundentinnenverbindung feiern. Doch diese wird von der Polizei aufgelöst und drei Studentinnen landen im Gefängnis. Auch zwei Betrunkene, ein Junkie und ein mehrfacher Frauenmörder sind Insassen. Doch ein Hochsicherheitstransporter muss ebenfalls ins Gefängnis umgeleitet werden. Dabei hat er neu gezüchtete Dinos, die es schnell schaffen auszubrechen. Und sie sind hungrig. – Trashfilm & Dinos? Ich war dabei und er bot die gesamte Trashschiene. Definitiv was zum lachen.

Feinfühlige Vampirin sucht lebensmüdes Opfer: Sasha ist eine Vampirin. Allerdings kann sie keinem Menschen etwas antun, was ein Problem bei ihrer Ernährung ist. Und als ihre Eltern ihr den Bluthahn zudrehen, muss sie zu ihrer Cousine ziehen. Dabei lernt sie Paul kennen. Der wird stark gemobbt und hat daher suizidiale Gedanken. In einer Therapiesitzung lernen sich die beiden kennen und schließen einen Pakt. Sasha will endlich ihr erstes Opfer haben und Paul sterben. Doch es kommt alles ganz anders. – Die Beschreibung klang besser als der Film am Ende war, der doch sehr künstlerisch angehaucht war. Dennoch war ich gut unterhalten.

Rogue – Im falschen Revier: Eine Gruppe Touristen will in Australien eine Flusstour machen, um ein paar Krokodile zu sehen. Dabei entdecken sie ein Notsignal. Für das kleine Fischerboot kam jedoch jede Hilfe zu spät. Doch das Krokodil, welches dafür verantwortlich ist, ist weiterhin hungrig. Und es hat neue Opfer gefunden. – Da landet dieser Horrorfilm  einfach zwischen meinen ganzen Trashfilmen. Allerdings hatte er auch die bekannten Klischees, nur eben mit besseren Effekten und besseren Darsteller*innen. 

Jurassic Shark: Eine einsame Insel, eine Gruppe Studentinnen, eine Gruppe Krimineller und ein Megalodon, der durch Experimente in dem See aus einer Eisstarre gelöst wurde. Was kann da schon schief gehen? Vor allem, wenn die Kriminellen ein geklautes Gemälde vom Seeboden hochholen wollen? – Leider eher ein mittelmäßiger Trashfilm, hier fehlte eindeutig noch mehr Budget als bei anderen.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Mission Impossible 8 – Dead Reckoning Part 2: Ob es nun wirklich der Abschluss des Franchises wird, bleibt mal dahingestellt, aber es ist zumindest der zweite Teil von Dead Reckoning, der mir wieder vergleichsweise gut gefallen hatte. Also werde ich wohl mal trotz der 170 Minuten einen Blick wagen.

Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es: Lilo & Stitch, Black Bag, Death of a Unicorn

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Criminal Minds – Staffel 12 (Bisher die anstrengendste Staffel, da zu jedem Fall noch eine übergreifende Hintergrundgeschichte kam, die sich über die ganze Staffel erstreckte)

Call of the Night – Staffel 1 (Vampirgeschichte mal ganz anders. Ganz ruhig und nachdenklich erzählt. Hat dadurch echt gut funktioniert)

Link Click – Staffel 1-2 (Ein chinesischer Anime, der mich direkt in den Bann ziehen konnte. War zwischendurch echt schwierig wieder aufzuhören. Dabei ist er auch hoch emotional, gut durchdacht und mit tollen Charakteren)

Bon Voyage – Staffel 2 (Diesmal ging es nach Hawaii und BTS hatten wieder allerlei Abenteuer zu erleben. Spannend anzusehen)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 11
Seiten insgesamt: 3.410
Seiten pro Tag: 110 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 2
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 4

Sakamoto Days 1: Sakamoto war einst einer der begabtesten Auftragskiller, doch nachdem er seine Frau kennenlernte, gab er den Job ihr zuliebe auf. Jahre später ist er Besitzer eines Supermarkts und in die Breite gegangen. Als sein ehemaliger Kollege Shin ihn besucht, bringt er einiges durcheinander. – Sehr witzige Geschichte, die mich direkt abholen konnte. Mal schauen, ob ich Band 2 hole oder mit dem Anime beginne.

Mein Buchcafé in einer anderen Welt: Nachdem die bisherige Erlöserin zurückgetreten ist, herrscht endlich Frieden. Il und Tsukina haben sich verlobt und alles läuft gut. Dann taucht ein neuer Erlöser auf. Doch dieser scheint im Gegensatz zur bisherigen sehr lernbegierig zu sein. – Der dritte Band plätscherte etwas langsamer vor sich hin, aber die Charaktere sind weiterhin interessant genug, um dran zu bleiben.

Die Göttinen von Otera 2: Sechs Monate nachdem Deka die Göttinen befreit hat, soll sie nun weitere befreien. Doch dabei fallen ihr immer mehr Ungereimtheiten auf. Und ihre Feinde sind ihnen weiterhin dicht auf. Deka muss erneut alles hinterfragen, was sie zu wissen glaubte. – Führt leider den ganzen ersten Band ad adsurdum, wodurch sich die Geschichte ziemlich gezogen hat. Schade.

Mein*Star 1: Ai Hoshino ist ein aufstrebendes Idol bei J-Pop Band B-Komachi. Die sterbenskranke Salina ist großer Fan und steckt damit auch ihre Arzt Goro an, der versucht ihren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen und schnell selbst zum Fan wird. Doch das Schicksal hat für beide etwas anderes vorhergesehen. – Die Lightnovel bietet ein paar mehr Hintergründe zum Anime, was ganz nett war, aber so richtig in Schwung ist die Geschichte noch nicht gekommen.

Spy x Family 13: Twilight steht kurz davor aufzufliegen und damit alle Geheimoperationen von Westalis. Nur Nightfall kann ihn noch retten. Währenddessen schlichtet Yor auf einem Wohltätigkeitsflohmarkt und Anya kommt Damian nochmal näher. – Nach dem riesen Cliffhanger in Band 12 kam hier endlich die Auflösung, die aber ziemlich schnell abgearbeitet war. Ansonsten bietet er wieder die typische Mischung aus Humor und Spannung.

Funny Story: Daphne wird von ihrem Verlobten Peter verlassen. Ausgerechnet für dessen Jugendfreundin Petra. Doch nicht nur das, sie steht auch auf einmal mit Nichts auf der Straße und das einzige bezahlbare Zimmer ist bei Miles. Dieser ist jedoch Petras Ex-Verlobter. Und als dann auch noch die Einladung zur Hochzeit von Peter und Petra bei Miles und Daphne ankommen, beschließen die beiden ebenfalls eine Beziehung vorzutäuschen. Es ist der Beginn einer „Funny Story“. – Bei der Prämisse war ich etwas skeptisch, da sie mir zu gewollt klang, aber die Geschichte entwickelt sich gut mit ordentlich Tiefgang.

Tee? Kaffee? Mord! 13 – Miss Rittinghouse und die sprechenden Bücher: Der Earl of Helliwell ist verstorben und der Butler sucht ausgerechnet im Black Feather um Hilfe. Denn die letzten Worte des Earls waren, dass sich der Butler um die „sprechenden Bücher“ kümmern soll. Natalie und Louise sind ratlos und holen daher Paige Rittinghouse, die örtliche Buchhändlerin, mit ins Boot. Kann sie das Rätsel lösen? – Es war toll, dass Paige mal eine größere Rolle spielte, aber der Fall war mir grundsätzlich etwas zu platt. 

Wie Melodien im Wind: Toni liebt Lukas. Lukas liebt Toni. Es könnte so einfach sein. Doch beide verstecken ihre Herkunft und können die ist auch der Grund, warum sie nicht zusammen sein können. Denn während Toni die Tochter der Hausmeisterin ist, ihr Vater nach einem Gefängnisaufenthalt wegen Steuerhinterziehung an Depressionen leidet und ihr Bruder frisch wegen Drogenbesitzes verhaftet wurde, ist Lukas ausgerechnet der Sohn des dänischen Königs – und damit ein Prinz. Doch als Toni als Schlagzeugerin der Schulband einspringt, verbringen beide viel Zeit miteinander und alte Gefühle entflammen von neuem. – Mir war die Prinzensache zu viel und die „Hindernisse“ dadurch auch zu schnell aus dem Weg geräumt. Bisher der schwächste Band der Reihe.

Das kleine Café in Kopenhagen: Kate arbeitet bei einer großen PR-Agentur und ist frisch bei einer Beförderung übergangen worden. Um sich dennoch zu beweisen, soll sie eine Pressereise nach Kopenhagen organisieren, um den Hygge-Trend bekannter zu machen. Mit dabei ist Ben, der dem Ganzen gar nichts abgewinnen kann. Und so fliegen die Fetzen zwischen ihm und Kate. – Süße kleine Zwischendurchlektüre. Allerdings bin ich es etwas leid, dass Cafébesitzerin als der ultimative Beruf dargestellt wird, wenn man aus dem „bösen“ PR-Job rauswill. Auch die Liebesgeschichte kam mir sehr aus dem Blauen heraus.

Mrs. Potts Mordclub und der tote Nachbar: Judith Potts ist 77 Jahre alt, lebt allein in einem Herrenhaus und ist Kreutworträtsel-Autorin. Beim Schwimmen in der Themse hört sie einen Schuss und kurz darauf ist ihr Nachbar tot. Da die Polizei aber ihrer Meinung nach nicht genug ermittelt, nimmt sie das kurzerhand selbst in die Hand und findet auch direkt zwei Verbündete. Allerdings finden sie auch weitere Leichen und absolut niemand scheint genügend Motiv oder die Gelegenheit dazu zu haben. – Definitiv eine Reihe, die ich weiter verfolgen werden, da mir die drei Frauen des Mordclubs sympathisch sind und der erste Fall viel potential zum Miträtseln hatte. 

Der Sommer, in dem Hikaru starb 4: Yoshiki und Hikaru versuchen mehr über die Geschichte des Ortes herauszufinden. Dabei treffen sie auf eine Frau, die über alles Bescheid zu wissen scheint. Doch können sie ihr trauen? – Es gibt endlich mal wieder ein paar Infos, aber generell bleibt die Geschichte sehr langsam erzählt.

Wie war euer Mai? Was waren eure Highlights?

Song of Silver & Dark Star Burning

Ein Vorwort

In letzter Zeit habe ich immer wieder Bücher gelesen, die sich mit der japanischen oder koreanischen Mythologie befassten. Doch als mein Buchclub eine Reihe mit Einflüssen aus der chinesischen Mythologie vorschlug, war ich auch direkt begeistert, war es doch nochmal eine neue Richtung. Wie mir die Reihe gefallen hat, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.

Beide Bücher arrangiert vor einem Bücherregal. Im Vordergrund ist eine Plastik eines schlafenden Drachen mit Drachenbaby im Ei.

Song of Silver

Die Handlung: Lans Heimat ist vor einigen Jahren erobert worden und hat ihrer Familie das Leben gekostet. Nun versucht sie sich als Singmädchen über Wasser zu halten. Doch in einer schicksalshaften Nacht verliert sie alles, was sie bis dahin kannte. Dabei trifft sie auf den geheimnisvollen Zen, der sie jenseits der Stadt bringt und eine Welt zeigt, die Lan für verloren gehalten hat.

Meine Meinung: Wie häufig bei Fantasy-Stories brauchte ich eine Weile, um in die Welt reinzukommen. Es gab am Anfang einiges an Infos zu verdauen, da alles rund um die Eroberung erzählt wurde. Zeitgleich ging es aber auch direkt in die Vollen und wir bekommen die direkten Konsequenzen eines eroberten Landes. Hier fehlen mir die Kenntnisse über die chinesische Geschichte, um nachvollziehen zu können, inwiefern dies hier Bezug darauf nimmt, aber allein der Unterschied zwischen den Küstengebieten und den ländlichen Gebieten wurde gut als Fantasywelt umgesetzt. Lan als Protagonistin fand ich direkt nahbar. An ihr bleiben wir auch dran und erleben direkt ein ziemliches Abenteuer. Im Mittelteil wird dies um einiges ruhiger, wenn sie mit Zen durchs Land reist und schließlich im Tempel einiges über sich lernt. Dabei war es vorallem das Erlernen des Magiesystems mit dem Chi und den Varianten Yin und Yang, die gut umgesetzt, wenn auch stellenweise sehr kompliziert erklärt wurden. Hinter jeder Ecke gab es etwas zu erkunden und im Nachgang bin ich sehr neugierig, wie viel davon auf der chinesischen Mythologie basiert und wie viel für die Geschichte dazugedichtet wurde. Durch den Cliffhanger am Ende empfiehlt es sich direkt den zweiten Band parat liegen zu haben.

Dark Star Burning

Die Handlung: Nach der Zerstörung des Tempels, der für Lan kurzzeitig ein Zuhause war und dem Verlust von Zen, sucht sie verzweifelt nach einem Weg die elantinische Besatzung doch noch zu beenden. Dafür reist sie in die Wüste und sucht nach einem Ort, der nicht mehr existieren soll. Wird sie ihre Welt retten können?

Meine Meinung: Der zweite Band schließt direkt an den ersten an, dennoch habe ich eine Weile gebraucht, um wieder in die Geschichte rein zu kommen. Dadurch, dass Lan und Zen getrennt sind und wir daher auch vermehrt abwechselnde Perspektiven haben, kommt nicht so richtig der Lesefluss auf, wie noch im ersten Teil. Vor allem der Teil rund um Zen scheint eine Weile still zu stehen. Das ändert sich zum Glück wieder und dann hat die Geschichte auch noch einiges zu bieten. Hier gehen einige Entwicklungen ganz schön schnell und wirken teilweise gehetzt. Im Gegensatz zu anderen aus meinem Buchclub, glaube ich nicht, dass hier noch ein kompletter dritter Band hilfreich gewesen wäre, aber den doch sehr kurzen zweiten Band ein wenig ausgearbeiteter zu lesen, wäre schön gewesen. Vom Ende kann man halten, was man will, aber es ist zumindest rund erzählt. Ich war kein Fan und nach der allgemein doch sehr gewaltreichen Dilogie brauchte ich erstmal wieder einen cosy Roman.

Das Fazit

Die Dilogie rund um Lan und Zen bietet eine atemraubende und actionreiche Handlung mit einem gelungenen Weltenbau, der stark von der chinesischen Mythologie beeinflusst ist und tolle Protagonist*innen bietet. Abgesehen davon, dass ich bei beiden Bänden am Anfang ein paar Probleme hatte reinzukommen und der zweite Band stellenweise etwas gehetzt wirkt, so ist die Reihe doch empfehlenswert. 

Eine Handvoll Bücher – 02/25

Herzlich Willkommen zur zweiten Ausgabe der buchigen Handvoll in diesem Jahr. Heute mit: Sturm in Schottland, Magie in Hongkong, Tattoos auf der Haut, einer düsteren Heldenreise und einem modernen Orakel.

Zusammenstellung der genannten Bücher

Dunkles Wasser

Die Handlung: Kate Linvilles Fall wird ihr entzogen, obwohl sie alles richtig gemacht hat. Genau zu der Zeit trifft ihr Ex-Kollege Caleb Hale in Frankreich auf eine junge Frau, deren Roadtrip-Freundin verschwunden ist. Vor vielen Jahren hat sie ein entsetzliches Massaker an ihrer Familie als Einzige überlebt. Holt sie die Vergangenheit ein? 

Meine Meinung: War ich von Charlotte Links Wechsel zu Krimis zunächst wenig begeistert – und die ersten Kate Linville Teile mag ich noch immer nicht – so hat sie doch inzwischen ihren eigenen Stil in dem Genre entdeckt und kann diesen gut zur Geltung bringen. Auch hier bringt sie uns zunächst ein Szenario, das auch aus ihren früheren psychologischen Spannungsromane stammen kann, um dann wieder zu den inzwischen vertrauten Charakteren zu wechseln. Auch schafft sie es Caleb Hale irgendwie wieder sinnvoll einzubringen, hat sie ihn doch zuvor ziemlich ins Aus befördert. Sie schafft es wieder geschickt eine Menge falscher Fährten zu legen und selbst, wenn man ihre Werke kennt, und versucht um die Ecke zu denken, so ist die Auflösung dennoch wieder absolut überraschend und unvorhersehbar. Dabei bleibt es aber in der Auflösung dennoch logisch. Auch hier haben wir wieder zusätzlich die Sichtweise des Täters, die gleichzeitig genug Anhaltspunkte liefert, um zu wissen, was passiert und dennoch die entscheidenden Details verschweigt, so dass das Ende nicht vorweg genommen werden kann. Kurzum wieder ein tolles Werk aus der linkschen Feder.

Magic so pure & evil

Die Handlung: In Magnolia Bay regiert der Skarabäusclan und die Brennende Lilie. Zumindest inoffiziell. Kari wurde als Kind an den Anführer der Skarabäen verkauft und arbeitet dort nun als rücksichtlose Schutzgeldeintreiberin. Doch als ihr Vater nach vielen Jahren um ihr Leben fleht, gescheiht etwas unbegreifbares. Auf einmal kann sich niemand mehr an Kari erinnern. Auf ihrer Flucht trifft sie auf Nael, der sie in die Geheimnisse der Walled City einführt.

Meine Meinung: Manche Bücher haben die richtige Prämisse, die richtigen Charaktere, die richtigen Ideen fürs Wordlbuilding und schaffen es dennoch nicht zu einem runden Werk zu werden. Genau das ist hier passiert. Wir haben Klans, wir haben einen geheimnisvollen Nebel, wir haben eine Welt, die sich an Hongkong orientieren will und eine Autorin, die hier auch eigentlich genug Erfahrungen aus ihrem Leben hat, um die Stadt einfangen zu können. Aber das Grundproblem ist, dass sich hier eben nicht entschieden wurde, ob wir eine Fantasy-Welt haben oder eine Welt in unserer Welt. Weil es gibt irgendwo Menschen mit Fähigkeiten, Blutzauber, Fantasy-Elemente und gleichzeitig ist es aber unsere moderne Welt mit Handys und allem. Und genau das führt zu Widersprüchen. Denn die modernen Geräte werden immer dann genutzt, wenn sie die Charaktere gerade benötigen. Danach wird wieder komplett vergessen, dass sie existieren. Und auch die Welt wird immer dann gut beschrieben, wenn es gebraucht wird. Danach wird das ganze Setting einfach umgeworfen, weil es nicht mehr hilfreich ist. So passt irgendwie alles vorne und hinten nicht zusammen. Das Gleich gilt bei den Charakteren. Statt einer Entwicklung haben wir nur Extreme, die von jetzt auf gleich wechseln, je nachdem, ob die erzwungene Liebesgeschichte gerade forciert werden soll. Leider waren es dann doch eher absolute Nebencharaktere, die wirklich interessant waren, da die Protagonisten zu sehr versucht wurden in die Geschichte zu zwängen, statt sich zu entfalten. Insgesamt war ich auch von allem zu enttäuscht, um den zweiten Band zu lesen.

Ink Arcanum

Die Handlung: William Bray hat endlich sein eigenes Tattoostudio eröffnet und findet ein geheimnisvolles Buch, das ihm bei der Weiterentwicklung helfen soll. Doch die Tattoos entwickeln ein Eigenleben und plötzlich findet sich Will auf der Flucht vor mehr als nur der Polizei wieder. 

Meine Meinung: Autor Andreas Hagemann schafft es einen in kürzester Zeit ins Buch zu ziehen und mit der Geschichte zu verankern. Die Entdeckungen Williams und seine Faszination für die Tattookunst entwickeln direkt einen Sog und zusammen mit ihm will man herausfinden, was es mit den Tattoos auf sich hat. Und die Eskalation des Ganzen lässt auch nicht lange auf sich warten. Mit seinen Worten malt Hagemann immer wieder Bilder, wie ein Tattookünstler auf die Haut, und die Welt umhüllt einen praktisch. Die darauf auftauchenden Wesen (aus Spoilergründen nicht genauer benannt, aber ich habe freudig aufgequiekt) bringen direkt nochmal eine ganz neue Ebene mit rein. Hier habe ich dann aber auch etwas gehadert mit der Geschichte. Es wird ein Rat aufgebaut, den alle ehren und fürchten, doch dieser streitet sich dann wie ein altes Ehepaar? Hatte mir vom Gefühl nicht so zu dem, was beschrieben wurde, gepasst. Gegen Ende wurde es dann alles etwas wirr, da konnte ich nicht immer folgen. Dennoch ist es in seiner Gesamtheit ein tolles Buch, das mal eine ganz andere Schiene fährt.

Remoire

Die Handlung: Seraphine wurde als Kleinkind ihrer Familie entrissen und hat es irgendwie geschafft zu überleben. Doch als das Dunkel sich erneut erhebt, erfährt sie, dass sie eine viel größere Rolle darin spielt als sie je zu denken gewagt hatte. Ihr steht eine beschwerliche Reise bevor, bei der sie viel über sich und die Welt lernt, die in großer Gefahr schwebt.

Meine Meinung: Wisst ihr, was ich in Fantasybüchern, gerade der High-Fantasy, nicht mag? Die klassische Heldenreise. Gar nicht als stilistisches Mittel, sondern wortwörtlich. Die Heldin muss von Ort A zu Stadt B und wandert kapitellang durch die Gegend. Genau dieser Part nimmt einen Großteil in Remoire ein, weswegen ich beim Lesen sehr langsam voran gekommen bin. Aber wisst ihr noch was? Ich wollte das Buch auf gar keinen Fall abbrechen. Denn die Ausgangslage, die Welt, die Charaktere, die Twists, die Geheimnisse … Ich wollte es alles! Alles erfahren, alles herausfinden, mit allen leiden, mit allen mitfühlen. Autorin Lumen Milites schafft es einen immer mit genug Informationen zu füttern, dass man dran bleiben muss. Es ist keine Frage, ob man will, man kommt nicht los. Auch, wenn die Welt einer ziemlich typischen Fantasywelt entspricht, so sind es doch genau die Feinheiten, der detailreiche Ausbau, und die kleinen Details bei den Bewohnenden, die hier einen großen Unterschied machen. Remoire hatte eine unglaublich lange Vorlaufzeit, ehe es erschien, aber diese Zeit, diese absolute Liebe und Hingabe zu Welt und Charakteren, machen das Buch zu einer kleinen Perle am überfüllten Buchmarkt. Und das Durchhalten der Heldenreise hat sich für mich absolut ausgezahlt, denn im hinteren Drittel (oder Viertel?) macht die Handlung nochmal einen Turn und wandelt sich in Dark Fantasy vom feinsten. Folter, Intrigen, oder wie die Autorin zu sagen pflegt „Tod und Verderben“ sind hier an der Tagesordnung und dabei doch immer im logischen Bereich. Keine Gewalt, der Gewalt wegen, sondern um die Handlung voran zu bringen, die Charaktere zu schleifen, zu entwickeln und … ihr habt schon verstanden, dass ich es euch ans Herz lege, oder? Für alle Fans von ausgefeilter Fantasy. Für Fans, von Charakteren, die sich entwickeln und die Geheimnisse erkunden wollen. Für Fans von sich langsam aufbauenden Geschichten, wo jede Seite Teil des Weges ist.

Oracle

Die Handlung: Julian kann seit Kindheitstagen seltsame Marker an Menschen sehen. Jahrelange Therapie half dagegen und dämmte auch die Panikattacken ein. Doch bei seinem versuchten Neustart an der Uni ist er sich sicher, seine Medikamente nicht mehr zu brauchen. Kurzerhand setzt er diese ab und sieht kurz darauf wieder die Marker, die jedoch drohendes Unheil ankündigen. Kann er diese verhindern und wie geht er damit um praktisch ein wandelndes Orakel zu sein?

Meine Meinung: Ursula Poznanski ist aus der Jugendliteratur nicht mehr wegzudenken. Dennoch war Oracle mein erstes Buch von ihr. Und ich war direkt begeistert. Die Grundidee, was wäre, wenn ein normaler Junge ein Orakel in der heutigen Zeit wäre, konnte mich bereits abholen. Aber die Umsetzung war dann so ein Sog, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Denn zunächst wird hier eine Geschichte aufgebaut, die sich zwar merkwürdig anhört, aber dennoch so auch irgendwie geschehen könnte. Doch zusammen mit Protagonist Julian erkennen wir nach und nach, dass es eine Komponente gibt, die es von einer behandelbaren psychischen Störung zu der übernatürlichen Ursache übergehen lässt. Hier folgen Tests seinerseits, um mehr Informationen zu sammeln. Das alles aber in einem Setting, wo Julian auch versucht sein Leben neu zu gestalten und unabhängiger zu werden. So ist es irgendwo ein Jugendroman über das Ausbrechen aus bisherigen Strukturen, aber immer mit dem Hintergrund der Grundidee. Und genau das  ist unfassbar faszinierend, weil Poznanski genau weiß, wann sie welche Stellschraube drehen muss, um die Geschichte absolut faszinierend zu machen. Ich habe jede Seite genossen und bin bereits am überlegen, welches ihrer Bücher ich als nächstes lesen möchte.

Habt ihr eins der Bücher gelesen? Wie fandet ihr es?

Rückblick auf den April 2025

Der April ist vorbei und wie schon im letzten Jahr sorgten die vielen Sonnenstunden dafür, dass ich viel zum lesen gekommen bin. Die Kinoausbeute bleibt mager, es lief aber auch einfach kaum etwas, und selbst bei den Serien bin ich bei vielen mittendrin, konnte aber kaum welche beenden. Und damit ohne weitere Zwischenreden direkt zu meinem medialen Rückblick auf den April.

Der Schriftzug "Mein Monatsrückblick" vor blauem Himmel mit Seifenblasen

Filme – auf großer Leinwand gesehen

Flow: In einer von Menschen verlassenen Welt hat eine kleine Katze sich ein sicheres Plätzchen zum Überleben gesucht. Doch eine Flut sucht die Welt heim und egal, wie hoch sie klettert, die Wassermassen holen sie direkt ein. In letzter Sekunde kann sie auf ein kleines Boot fliehen, was bisher nur von einem Capybara bewohnt ist. Zusammen versuchen sie zu überleben und treffen unterwegs noch andere Weggefährten. – Dieser experimentelle Animationsfilm erzählt ohne Worte eine wunderbare Geschichte, voller Lektionen und Gefahren. Hier bleibt kein Auge trocken. Absolut verdienter Oscargewinn.

Filme – auf großem Fernseher gesehen

Erneut gesehen habe ich: Mein Nachbar Totoro (Einfach mein liebster Ghiblifilm)

Your voice: Nagisa ist sich sicher, dass Worte Macht haben. Als sich zwei ihrer Freundinnen streiten, hat sie Angst, dass die Gemeinheiten Auswirkungen haben. Als sie eine verlassene Radiostation entdeckt, macht sie ihren Sorgen Luft. Nicht ahnend, dass die Tochter der im Koma liegenden Besitzerin sie hört und gar nicht begeistert ist. Doch nach einer kurzen Auseinandersetzung freunden sie sich an und betreiben gemeinsam mit Nagisas Freundinnen die Station. Ein Sommer voller Hoffnungen beginnt. – Süßer Film für die heißen Sommermonate über Freundschaft und die Macht der Worte.

Lisa Frankenstein: Lisa lebt nach der Ermordung ihrer Mutter bei ihrem Vater und seiner neuen Frau Janet und deren Tochter Taffy. Sie hat Probleme sich einzufinden und ist viel auf dem Friedhof, wo ihr vor allem ein Grab besonders gut gefällt. Nach einer desaströsen Party und einem Blitzschlag erwacht ihr toter Schwarm als Zombie. Lisa beschließt sich um ihn zu kümmern und sie beginnen eine seltsame Freundschaft. Gleichzeitig ermorden sie ein paar Menschen, um dem Zombie neue Körperteile zu besorgen. – Sehr skurrile Horrorkomödie, die bei mir aber genau den richtigen Nerv treffen konnte.

Filme – leider in diesem Monat verpasst

Keinen tatsächlich. Daher war auch meine Kinoausbeute wieder überschaubar.

Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick

Erneut gesehen habe ich: Wind Breaker – Staffel 1 (Konnte mich erneut komplett in den Bann ziehen)

Solo Leveling – Staffel 1 (Gute Adaption des Manhwa mit toller Animation)

Dr. Stone – Staffel 2 (Die Stone Wars beginnen. Konnte nicht ganz mit der vorherigen Staffel mithalten, aber hat das Konzept gut weiterentwickelt)

Hellbound – Staffel 2 (Leider sehr langatmig und wirklich etwas passiert ist erst in der letzten Folge. Musste wohl auch noch eine dritte Staffel aufbauen, obwohl es eigentlich unnötig wäre)

Lycoris Recoil – Staffel 1 (Tolle Grundidee, konnte mich in der Umsetzung nur bedingt überzeugen, obwohl ich den Antagonisten durchaus leiden konnte)

Mein Lesemonat

Bücher insgesamt: 15
Seiten insgesamt: 4.984
Seiten pro Tag: 166 im Durchschnitt
Gebundenes Buch: 1
Taschenbuch: 6
Comic/Manga/Graphic Novel: 4
Hörbuch: 4

Even if you slit my mouth 2-3: Miroku und Koichi bekommen Besuch von Mirokus Bruder. Und der ist alles andere als begeistert davon, dass die beiden sich verloben wollen. Koichis Freunde nehmen es hingegen besser auf. Und dann gibt es da noch die Gestalt, die sich als Koichi ausgibt und die beiden töten will. – Gute Fortsetzung der Geschichte, konnte auch nochmal einen etwas andere Richtung einschlagen.

Der kleine Laden des Herrn Takarada: Herr Takarada führt das traditionsreiche Schreibwarengeschäft Shihodo in Tokios Stadtteil Ginza. Hier weiß er stets die richtige Empfehlung zu geben, was qualitative Schreibwaren angeht. Doch auch darüber hinaus hat er ein offenes Ohr für Lebensgeschichten und weiß subtile – oder manchmal auch weniger subtile – Hinweise zu geben. – Sehr verschiedene, aber sehr gute Geschichten mit einer guten Portion Lebensweisheit, auch wenn eigentlich die Charaktere nur ihre Geschichten erzählen durften. Durchaus mal etwas anderes. – Rezensionsexemplar

Jurassic Park: Nach einem Zwischenfalls auf dem sich im Aufbau befindenden Erlebnispark auf der Isla Nublar, wollen die Investoren eine Überprüfung des Parks durch Experten. Dafür werden der Paläontologe Dr. Alan Grant, die Paläobiologin Dr. Ellie Sattler und der Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm angefordert. Zunächst wissen sie nicht, was ausgerechnet sie dort sollen, bis sie Bewohner des Parks kennenlernen: Dinosaurier. Doch ein weiterer Zwischenfall bringt das Team in ernsthafte Gefahr. – Spannende Vorlage für die tolle Verfilmung von Spielberg. Auch interessant zu sehen, was alles verändert wurde. Trotz vieler wissenschaftlicher Ausführungen durchgehen spannend und ein Muss für jeden Dinofan.

Wie lange bis irgendwann?: Emelie und Sophie haben sich 10 Jahre nicht mehr gesehen, nachdem Sophie von einem Tag auf den anderen Stockholm verlassen hat. Doch bei einem offenen WG-Casting stehen sie sich wieder gegenüber. Und dann sperrt ein Schneesturm sie auch noch zusammen ein. Wie können da nicht die alten Gefühle wieder hervorkommen? – Am Anfang war ich etwas skeptisch, dann habe ich es an einem Tag durchgelesen. Die Charaktere haben mich so in ihrem Bann gezogen, ich habe mitgehofft, mitgeweint, mitgefühlt.

Tee? Kaffee? Mord! Folge 12 – Der Besuch der reichen Dame: Natalie und drei ihrer Freund*innen stranden durch ein Unwetter in einem alten Herrenhaus. Der etwas schrullige Bewohner bietet ihnen Unterschlupf. Und eine weitere Reisegruppe suchte hier Schutz vor dem Sturm. Mit dabei: Ein unbezahlbarer Diamant. – Mal ein anderer Ansatz die Freundesgruppe zu trennen und praktisch drei Geschichten zu erzählen, aber sie alle haben gut funktioniert.

Fake Dates and Fireworks: Becca hat ihr Silvester perfekt durchgeplant. Sie und ihr bester Freund Nils – mit dem sie seit 10 Jahren immer an Silvester im Bett landet – wollen sich diesmal in einem Skiresort treffen. Für Becca ist klar, dass es das Jahr wird, in dem sie final zusammen kommen. Bis Nils mit seiner Verlobten auftaucht. Verzweifelt hängt sie sich an Raphael und gibt ihn als ihren Freund aus. Allerdings handelt es sich bei diesem um den verhassten Onkel eines ihrer Kindergartenkinder. – Mein Monatshighlight. Auch hier war ich am Anfang sehr skeptisch, da es doch mitunter sehr toxisch klang. Doch Autorin Kyra Groh löst das wunderbar auf und zeigt Lösungen in einer tollen Geschichte, die ich auch in wenigen Tagen inhaliert hatte.

The Hurricane Wars: Mitten im Krieg gegen das übermächtige Nachtimperium trifft Talasyn ausgerechnet auf den Erben eben jenes. Alaric verkörpert alles, was sie hasst. Doch als letzte Lichtweberin muss sie sich schon bald mit ihm verbünden, um eine größere Katastrophe zu verhindern. – Nachdem es wie ein beliebiges Fantasyepos mit großem Krieg begann, nimmt es schon bald eine spannende und überraschende Wendung und wird wesentlich politischer und diplomatischer und funktioniert daher tatsächlich als Enemies to lovers sehr gut, obwohl ich das Trope sonst nicht leiden kann. Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung.

ASAP – zweite Chance auf Liebe: Sori weiß, wie das K-Pop Business läuft, immerhin hat sie ihr ganzes Leben auf ihr Debüt hingearbeitet. Deswegen hat sie vor Jahren auch ihre Beziehung zu Nathaniel aufgegeben, der inzwischen mit der Band XOXO erfolgreich ist. Doch ein Skandal bringt sie wieder näher zusammen und die alten Gefühle kehren zurück. Doch können sie noch eine Chance haben? – Leider eine ziemliche Enttäuschung, obwohl ich die Autorin gern lese. Aber hier war gefühlt nur Handlung, keine Gefühle, nichts. Wir springen von Handlung zu Handlung und können so gar nicht nachvollziehen, wieso die Charaktere handeln, wie sie handeln.

Ashville Academy 2: Hanna und Nora stehen vor den Trümmern ihres Lebens. Und niemand will ihnen glauben, dass sie das Schicksal aller Tisin bewahrt haben. Doch ihre Feinde geben nicht auf und setzten zum finalen Schlag an. – Hat die typischen Dark Academia Dilogie Probleme und gegen Ende verläuft es sich leider in ein sehr wirres Finale, durch das ich nicht mehr durchgestiegen bin.

The masterful cat is depressed again 3: Saku hat ihr Leben voll im Griff. Das glauben zumindest ihre Kolleg*innen. Doch die meiste Arbeit erledigt ihre Katze Yukichi. Doch nun steht Saku ein Firmenausflug bevor und sie muss irgendwie alles allein überstehen. Kann das gut gehen? – Hat ein bisschen nachgelassen, da die Grundidee immer wiederholt wird, aber die eigentliche Handlung sehr stagniert. Dennoch weiterhin toll zu lesen.

Vergissmeinnicht 3: Der Schulball steht bevor und eigentlich sollten Mathilda und Quinn sich darauf vorbereiten. Doch das Sternentor-Ritual steht bevor, für das Quinn eine gefährliche Prüfung bestehen muss. Und dann hat auch noch jemand Mathildas Cousine Luise entführt. Die beiden sind sich sicher, dass es eine Verwechslung war. Doch Mathilda denkt gar nicht daran sich zurückzuhalten. Können sie alle Rätsel lösen und das Schicksal zum Guten wenden? – Spannendes Finale, das gerade gegen Ende nochmal alles gibt. Aber ganz ehrlich: Das erste Kapitel ist mein liebstes Kapitel der ganzen Reihe.

Voll kein Typ 3: Ein Campingausflug steht an, wodurch alle sechs Beteiligten sehr nervös sind. Immerhin hat sich bei den ersten ein Liebesdrama angebahnt. Datingtipps werden ausgetauscht, die sich aber auch nur als bedingt hilfreich erweisen. – Eine tolle Geschichte, ich warte immer gespannt auf den nächsten Band.

You are my moon: James und Takumi sind seit Jahren ein Paar. Doch nach einem Unfall kann sich James an nichts mehr erinnern, was nach seinem 18. Geburtstag passiert ist. Er erinnert sich nicht an die Phase, in der er seine Bisexualität erkannt hat. Und noch schlimmer: Er erinnert sich nicht mehr an Takumis Transition. – Eine mitreißende Liebesgeschichte und dem Finden der eigenen Identität. Das Drama am Ende war mir ein bisschen zu viel, aber Autorin Cornelia Franke konnte es gut lösen und so hat es mir noch besser gefallen als Band 1.

I’m glad my mom died: Jennette McCurdy, bekannt aus der Nickelodeon Serie iCarly, erzählt von ihrer Kindheit und Jugend und wie sie sich nach dem jahrelangen psychischen und physischen Missbrauch ihrer Mutter erst finden musste. – Ich kannte sie als Sam von iCarly, aber was da hinter den Kulissen alles ablief, ist erschreckend und das ganze Buch ist eine einzige Schreckenspartie, aber sehr gut geschrieben. Lediglich die Erkenntnisse am Ende kamen mir etwas zu kurz.

Was waren eure Highlights im April?