Während Pixar Anfang der 2000er durchaus ein Konkurrent für Disney war, wurde der Konzern kurzerhand aufgekauft und bietet seitdem eher die Filme, die weniger Erfolgsaussichten haben als die des Mutterkonzerns. So sammeln sich zwischen einzelnen echt guten Filmen leider eher die Enttäuschungen. Nun kam mit Hoppers ein Film ins Kino, der sich wieder an einem etwas anderen Thema versuchte und damit durchaus Erfolg hätte haben können. Warum das leider nicht der Fall ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Mabel Tanaka hat in der Natur ihren Ausgleich zu den Ungerechtigkeiten, die Menschen Natur und Tiere antun, gefunden. Doch ihr Safe Space soll nun einer Autobahn weichen, da laut Bürgermeister dort keine Tiere mehr wohnen. Durch Zufall findet Mabel heraus, dass ihre Professorin an der Uni ein Verfahren entwickelt hat, mit dem sie sich in den nachgebildeten Körper eines Biebers transferieren kann. Sie flieht in diesem, um herauszufinden, wohin die Tiere verschwunden sind.
Meine Meinung
Auch, wenn ich in letzter Zeit immer wieder von Pixarfilmen enttäuscht wurde, so machte mich der Trailer zu Hoppers neugierig genug, um ihm doch noch eine Chance zu geben. Sprechende Tiere und die Gesetze der Natur aus einer anderen Perspektive? Da war ich dabei. Und er hatte auch gerade am Anfang gute Tendenzen, die sich leider schnell aufgelöst haben. Aber fangen wir am Anfang an. Zunächst lernen wir Mabel in jungen Jahren kennen, die mit der schlechten Behandlung von Tieren in den Schulen Probleme hat, aber hier die falschen Methoden wählt. Die überforderte Mutter schiebt sie kurzerhand zur Oma ab, die ihr den Ruheort im Wald zeigt. Die Jahre ziehen ins Land und Mabel ist noch immer eine Ökoaktivistin, die sich gern mit dem Bürgermeister anlegt. Während dieser zunächst wie der typische Politiker daherkommt, könnte man aufgrund der nächsten Situationen meinen, dass er genau dies nicht ist. Und diesen Ansatz fand ich erfrischend und neu, aber wir merken schnell: Doch, er erfüllt alle Klischees. Aber nun, wir brauchen halt ein Feindbild und können das Thema nicht mit Argumenten füllen, schon gar nicht in einem Kinderfilm. Bei der Recherche zu den Umständen nervt Mabel immer wieder ihre Professorin, die hier ein wenig den Mutterersatz wohl mimt, denn egal, wie wenig sich die Student an Regeln hält oder diese bewusst bricht, es wird immer noch teilweise mit Verständnis reagiert, von Konsequenzen keine Spur. So kommen wir auch in das geheime Labor eben jener Professorin. Während wir hier mit ihrer Kollegin wenigstens eine erwachsene Person haben, die mal nicht mit Verständnis, sondern mit der angemessenen Verärgerung reagiert, kann Mabel natürlich sofort ihren Willen durchsetzen und transferiert sich in einen Bieber, mit dem sie andere in ihre Ruheoase locken will, damit der Autobahnbau gestoppt werden kann. Ab hier könnte der Film also endlich spannend werden, denn wir haben es endlich in den Bieberkörper geschafft und sind damit unter den Tieren, die wir damit auch verstehen können. Aber so witzig, wie im Trailer angedeutet, ist der Teil leider nicht. Die witzigste Szene, die mich im Trailer jedes Mal abholen konnte, wirkt hier überhaupt nicht genutzt, und das zieht sich leider immer weiter durch. Denn statt sich wirklich mit dem Thema Naturschutz und was die Lebensräume der Tiere angeht bzw. den Vorteil der Tiere für die Menschen, zu beschäftigen, wird lieber auf den nächsten platten Gag gesetzt, der überhaupt nicht zündet. Denn war der Bieberanführer mit Hang zu Zumba noch eine gute Idee, so sind die Obersten der Reptilien, Vögel, Fische und Insekten nur noch eine Karikatur ihrer Spezies und repräsentieren machtgeile, aber handlungsscheue Politiker*innen. Hier fehlt jegliche Aussage oder Zusammenhang zur eigentlichen Thematik des Films. Spätestens ab dem Punkt, wo die „bösen“ Nicht-Säugetiere das Labor überfallen und den Insektenkönig in eine Variante des Bürgermeisters stecken, hat der Film jegliches Niveau und Anspruch verloren. Kinder, die den Film sehen, lernen nur, dass Taten keine Konsequenzen haben, weil egal, wie viel schlimmer du alles für die Umwelt machst, wenn du bereust, ist doch am Ende alles okay. Und du kannst deine Freund*innen stark verletzen, sie werden trotzdem zu dir halten. Warum auch immer. Ich wollte Hoppers wirklich mögen, aber leider zeigt sich hier wieder einmal, dass die Drehbuchschreibenden in Hollywood ihre Ideen nicht mehr durchdenken, sondern lieber irgendetwas produzieren, als drauf zu achten, dass irgendwie Ideenvielfalt und Lebensweisheit aufeinander trifft. Eben jenen Teil, den wir in einem Alles steht Kopf noch zu feiern wussten, und selbst ein Findet Nemo schon besser machen konnte.
Das Fazit
Hoppers mag irgendwo eine gute Grundprämisse haben, setzt aber lieber auf platte und unlustige Action, statt die wenigen guten Ansätze zum Thema konsequent zu nutzen und reiht sich daher in die Pixarenttäuschungen der letzten Jahre ein. Dafür gibt es 04 von 10 möglichen Punkten.
Hoppers läuft seit dem 05.03.2026 in den deutschen Kinos
Nachdem die letzten Film bei Disney nicht so performenten, wie sie sollten, konzentriert sich der Konzern wieder mehr auf Fortsetzungen. Und so bekam Zoomania nach fast zehn Jahren noch eine Fortsetzung. Die Befürchtungen waren hoch, dass es sich nur um einen billigen Abklatsch handelt. Aber Zoomania konnte mich erneut überraschen. Wieso, das erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Judy und Nick haben sich nach der Überführung der Bürgermeisterin einen gewissen Ruf erarbeitet. Doch den beiden Rookies scheint der Erfolg zu Kopf gestiegen zu sein, weswegen sie erstmal kürzer treten sollen. Ausgerechnet da taucht eine Schlange in Zootopia auf. Doch Reptilien sind in der Stadt verboten.
Meine Meinung
Fast zehn Jahre sind eine lange Zeit, aber irgendwie ist es gerade auch wieder Mode nach diesem Zeitraum noch eine Fortsetzung rauszuhauen. Nachdem dies zuletzt bei die Unfassbaren nur bedingt funktionierte, war jetzt die Frage, ob es zumindest genug neue Ideen gab, oder ob die gleiche Geschichte noch einmal aufgewärmt wird. Zumindest nach dem Trailer schienen meine Befürchtungen bestätigt, dennoch gab ich dem Film eine Chance und wurde wirklich positiv überrascht. Denn bekommen wir zu Anfang noch das selbstsichere Paar Judy und Nick vorgesetzt, bekommt diese Fassade schnell Löcher. Zunächst werden sie von ihrem Vorgesetzten zur Therapie gebracht, nachdem sie einen Auftrag ziemlich versaut haben, damit sie an sich arbeiten können und da werden dann auch schnell die Schattenseiten ihrer Partnerschaft deutlich. Nur, weil sie im ersten Teil den richtigen Riecher hatten und da am Ende auch gut zusammengearbeitet haben, heißt das eben nicht, dass sie perfekt sind, was der Film gut zeigt. Auch darüber hinaus macht der Film vieles richtig. Die Polizei wird in allerlei Klischees gezeigt, aber eben mit so vielen verschiedenen Charakteren, das dennoch eine gewisse Vielfalt zu merken ist. Wir haben das Thema Korruption, Ausgrenzung, Stigmatisierung und Rassismus, die von vielen Seiten beleuchtet wird. Wie Macht und Einfluss den Charakter bilden können und wie schädlich dieses sein kann. Dazu kommen so viele coole Einfälle, die das Seherlebnisse verschönern und für eine Menge Witz sorgen. Hier sind alte Bekannte dabei, aber auch eine Menge neue Gesichter, die wunderbar zur Geschichte passen. Wir lernen noch einmal mehr über die Stadt und wie sie gebaut wurde, wie einzelne Tierarten sich angepasst haben und warum es anderen nicht vergönnt war, sich in Zootopia anzusiedeln. Letztlich ist es eine runde Geschichte mit vielen Details, die zum schmunzeln anregen, aber eben auch wieder der Aufarbeitung von schwierigen Themen, aber diesmal auch alles etwas subtiler, was mich am ersten Teil etwas gestört hatte. Dabei werden die Fronten sehr früh geklärt, weil den Charakteren auch einfach mal zugehört wird, dennoch kann die Handlung überraschen – auch wenn der „große Plottwist“ keinesfalls überraschend, sondern leider sehr vorhersehbar ist.
Das Fazit
Zoomania 2 kann mit einer durchdachten Handlung und viel Witz, Charme, aber auch schwierigen Themen überzeugen und zeigt, dass manchmal eine Fortsetzung nach langer Zeit auch wirklich mit neuen Themen daher kommen kann. Dafür gibt es 08 von 10 möglichen Punkten.
Zoomania 2 läuft seit dem 26.11.2025 in den deutschen Kinos
Während mir so schon jeder Monat so vorkommt, als würde die Zeit rasen, so war es im Februar noch schlimmer. Zudem hatte ich noch einen Krankheitsrückfall, weswegen Energie wieder nur aus Sparflamme verfügbar war. Aber dennoch soll es hier jetzt direkt um meinen medialen Rückblick auf den Februar gehen.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Stray Kids – DominATE: Stray Kids, das sind Bangchan, Lee Know, Changbin, Hyunjin, Han, Felix, Seungmin und I.N. 2025 waren sie auf einer weltweit ausverkauften Stadiontour und konnten Millionen von Fans begeistern. Ihr Konzert in Los Angeles wurde mitgefilmt und kam nun als Special in die Kinos. – Stray Kids wissen einfach mit ihrer Show zu begeistern und selbst, wenn ich diesmal „nur“ im Kino saß, war ich bei jedem Song dabei und konnte Details erkennen, die ich beim live Konzert durch die Entfernung nicht sehen konnte.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Die letzten Glühwürmchen: Gegen Ende des zweiten Weltkriegs geraten die ausgebombten und frisch verwaisten Kinder Seita und Setsuko zu ihrer Tante, mit der sie sich jedoch überwerfen und versuchen allein den Kampf gegen Bomben und Hunger anzutreten. – Mitreißend und beängstigend. Lässt sich erst nach einer Weile des Sacken lassens vollständig erfassen.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Keinen. Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft haben es Crime 101 und Marty Supreme.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
MaiThinkX – Staffel 7-8 (Mai schafft es wieder mit ihrem Team die verschiedensten Themen lustig, aber doch informativ, aufzuarbeiten und mit gängigen Klischees aufzuräumen)
Die Dinos – Staffel 2 (Noch Gesellschaftskritischer und nach all den Jahren noch am Zahn der Zeit und gerade mit den Nuts for War Folgen erschreckend aktuell)
Hazbin Hotel – Staffel 2 (Hängt leider hinter Staffel 1 hinterher, aber beweist wieder, gut die Themen auszubauen und die Charaktere zu vertiefen. Nur Charlie war in dieser Staffel sehr naiv und anstrengend)
Criminal Minds – Staffel 14 (Eine deutlich kürzere Staffel, hier ging es spürbar aufs Ende zu, auch wenn sich die neuen Charaktere endlich gut eingefunden haben)
Tee? Kaffee? Mord! Folge 27 – Waidmanns Tod: Eine Gruppe Jäger hat sich im Blackfeather einquartiert, was Natalie Ames gar nicht passt. Zumal die Umstände sehr mysteriös sind. Was hat es mit der geheimnisvollen Reservierung auf sich? Natalie und ihre Freund*innen folgen den Jägern und finden sich in höchster Gefahr wieder. – Eine etwas ungewöhnliche Folge, von der ich mir bis jetzt nicht sicher bin, ob sie mir gefallen hat.
Tee? Kaffee? Mord! Folge 28 – Des Henkers letzte Mahlzeit: Helle Aufregung im Black Feather. Ein Auftragskiller wird in der Pension ermordet aufgefunden. Und sein Opfer sollte ausgerechnet die befreundete Buchhändlerin Paige Rittinghouse sein. Warum wollte jemand Paige tot sehen und wer gab den Auftrag den Killer aus dem Weg zu räumen? – Auch hier etwas wirr erzählt, aber die Charaktere kamen hier nochmal besser wieder zusammen. Ich bleib dran bei der Reihe.
Prinzessin der 1000 Diebe: Hana will nichts mit ihrer Familie zu tun haben, wurden sie und ihre Mutter doch aus der Gilde ausgeschlossen. Doch die Nachfolge steht an und ihr Vater hegt auf einmal Familiengefühle und will sie statt ihrer Stiefschwester als Clanführerin sehen. Doch da steht noch eine Prüfung auf Leben und Tod dazwischen. Zum Glück kann sie sich mit einem machtlosen Gott zusammentun, der ebenfalls noch eine Rechnung mit der Familie offen hat. – Die Grundidee war echt gut, aber das Buch konnte mich so gar nicht überzeugen. Zu wirr, zu viel gewollt, zu schnell alles abgehandelt. Der Tiger-Gott das absolute Romantasy Klischee, die Figuren sehr sprunghaft. Schade.
Winterträume in der kleinen Pension am Meer: Clara führt nach dem Tod ihres Vaters eine Pension auf Sylt zusammen mit ihrer Mutter. Doch die Zahlen sind nicht gut und sie kämpfen ums Überleben. Da ist der sympathische Gast Severin eine willkommende Ablenkung, bis er sich als CEO des größten Konkurrenten herausstellt. – Leider der nächste Reinfall. Zu viele Logiklöcher, die Protagonistin widerspricht sich selbst regelmäßig, das Drama am Ende war noch ganz interessant, aber da hatte mich das Buch schon verloren.
Tod in den Wolken: Hercule Poirot wollte nur von Frankreich zurück nach England fliegen, doch an Bord der Maschine gibt es ein Mord. Selbst einer der Verdächtigen versucht er nun die wenigen Spuren zu entschlüsseln. – Mein Bauchgefühl hatte mich zumindest in die richtige Richtung gelockt, aber Agatha Christie bleibt einfach die Meisterin des whodunnits und konnte mich auch hier wieder vollkommen abholen.
Haikyu! 9: Es geht für die Karasuno nach Tokyo zu einem Trainingslager. Doch gleich vier Teammitgliedern könnte es passieren, dass sie wegen zu schlechter Noten nicht mitdürfen. Es steht nun also Nachhilfe auf dem Programm. – Wirkt ein wenig wie ein Füllerband, aber legt viele wichtige Steine, auf die die nächsten Bände aufbauen. Ich freu mich drauf.
Miss Swans zauberhafte Pension für magische Gäste: Sera hat vor Jahren einen verbotenen Zauberspruch genutzt und damit ihre komplette Karriere aufs Spiel gesetzt. Nun leitet sie eine Pension mit eher außergewöhnlichen Gästen. Bis der Historiker Luke bei ihr auf der Matte steht und ihr von einer Möglichkeit erzählt ihre Kräfte zurückzubekommen. – Wieder ein schöner cosy Fantasyroman, hatte aber leider ein paar Stolpersteinchen.
Lore Olympus 6: Persephone ist verschwunden und nur Hades glaubt zu wissen, wo er sie finden kann. Noch immer will er ihr helfen und stellt sich damit gegen einen direkten Befehl seines Bruders Zeus. Inzwischen ist auch Hera auf Persephones Seite. – Ich liebe diese Graphic Novel ja, aber irgendwie könnte sie auch langsam mal zum Punkt kommen.
Bewitching Rosie: Ihr Auslandssemester in Irland hat sich Rosie ganz anders vorgestellt. Eigentlich wollte sie mit ihrem Freund dorthin, der sie jedoch kurz vorher sitzen lässt. Zum Glück hat sie die besten Freundinnen überhaupt, die sie vorher für sechs Wochen begleiten. Doch zu ihrem 21. Geburtstag erwachen Hexenkräfte in Rosie, die sie zum lokalen Zirkel führen. Doch die sind nicht begeistert von der Amerikanerin. – Noch eine Enttäuschung in diesem Monat. Gefühlt alle zwei Seite ein Logikloch oder eben mangelhafte Recherche, zu viel gewolltes Drama, konnte mich nicht überzeugen.
Spuren der Magie – Herbst: Eine große Fledermaus-Katze wurde in Hamburg gesichtet und droht die magische Welt auffliegen zu lassen. Aurora, eine Katzenwandlerin, bekommt den Auftrag dies zu verhindern. Dabei trifft sie auf Louis, der alles verkörpert, was sie bisher vermisste. – Ein süßes kleines Buch für zwischendurch mit einer zwar tendenziell einfacheren Geschichte, aber die war dafür sehr sympathisch.
Gentle Heart: Popstar Ashley Cruz will nie wieder eine Beziehung. Denn ihr Ex-Freund, der Rapper Menace, nutzt noch immer jede Chance, ihr das Leben schwer zu machen. Als sie auf den Gitarristen Logan Buckley von Scarlet Luck trifft, verbindet sie sofort eine unglaubliche Anziehung. Aber mehr als Freundschaft+ kann Ashley nicht bieten. Doch reicht es für sie? – Kurz vor Ende des Monats hatte ich noch ein Buch mit Potential auf Jahreshighlight! Ich liebe alles an dieser Geschichte, die Charaktere, die besprochenen Themen, DIE TENSION!
Don’t kiss the Dragon 4: Sakura hat es eigentlich nur gut gemeint, als sie den tollpatschigen Drachen aus dem Teich gezogen hat. Wer konnte auch ahnen, dass er sich als liebestoll entpuppt und ihr sofort einen Antrag macht. Zum Glück kann Koga einschreiten und sie vor weiterem Chaos bewahren. – Die Handlung plätschert ein bisschen vor sich hin, kann aber auch mit witzigen Einfällen dienen. Mal schauen, wie lang ich der Reihe noch eine Chance gebe.
Die Zahl der guten und sehr hochwertigen Musicalverfilmungen ist hoch. Doch dann gab es in den letzten Jahren eben auch so Vollkatastrophen wie Cats, oder eben schlichtweg schlecht besetzte, wie Dear Evan Hanssen. Seitdem ist es gefühlt ruhig geworden an der Musicalfront. Bis 2024 dann Wicked die Kinos im Sturm eroberte. Hier passte einfach alles: Geschichte, Cast, Optik, die Lieder. Nun stand der zweite Teil an, der erstmal gegen die eigene Konkurrenz ankommen musste. Warum er das nicht ganz geschafft hat, aber doch ein toller Film ist, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Elphaba wird vom Zauberer und ihrer früheren Lehrerin immer noch überall verunglimpft und ihre Aufklärungsversuche werden manipuliert. Glinda und Fiyero stützen das Bild, auch wenn es ihnen schwer fällt. Doch zur geplanten Hochzeit der beiden taucht auch Elphaba auf und bringt Chaos. Die Freundschaft der beiden Hexen steht auf dem Spiel. Und dann taucht auch noch ein Mädchen aus Kansas auf.
Meine Meinung
Lang ersehnt und doch war die Angst groß, dass der zweite Teil nicht mit dem ersten mithalten kann. Hatten wir das gleiche Phänomen doch erst bei Dune, wo der zweite Teil auch nur an dem direkten Vergleich zu seinem eigenen Vorgänger schwächelte. Und Wicked war einfach ein 10/10 Film. Aber beginnen wir am Anfang. Ein Jahr ist seit dem ersten Teil vergangen und Elphaba ist beschäftigt auf überwiegend friedliche Art zu zeigen, dass der Zauberer lügt, während Glinda und Fiyero mitten in der Propagandmaschinerie von eben jenen sind. Hin und her gerissen zwischen den Gefühlen zu ihrer besten Freundin, sieht Glinda sich dennoch in der Aufgabe das Volk ein gutes Vorbild zu geben. Fiyero ist da schon weniger überzeugt, nutzt aber seine Stellung, um Elphaba vor allen anderen zu finden. Mitten in diesem Szenario haben wir erneut das Thema der Tiere, die hier lieber in eine ungewisse Zukunft fliehen, als länger gegen die Propaganda anzukämpfen, die sie als das ultimative Böse brandmarken. Und auch hier ist die Thematik leider aktueller denn je, denn der Kampf gegen Rassismus ist gefühlt ein Kampf gegen Windmühlen und die Energie und die Angst vor dem Widerstand sind groß. Gehen wir weiter zu Nessarose, die verzweifelt versucht nicht mit ihrer Schwester verglichen zu werden und daher die Erlasse des Zauberers mit größtem Vergnügen umsetzt. Enttäuscht von ihrer großem Liebe Moq, sucht sie alle Schuld in Elphaba. Die gibt ihr jedoch einen guten Moment. Und hier ist ein gutes Beispiel für kleine Änderungen, die eine Menge ausmachen. Denn während im Original Elphaba die Schuhe der Schwester so verzaubert, dass sie „wieder laufen kann“, wurde hier die Magie genutzt, um sie schweben zu lassen, so dass sie wieder einen besonderen unbeschwerten Moment erleben kann. So wurde der Ableismus gekonnt rausgenommen, ohne die Aussage zu verändern. Und auch, wenn hier wieder einiges richtig gemacht wird und die Handlung sich nach und nach weiter zusammenfügt, so haben wir leider auch Schwächen. Das beginnt schon bei dem sehr gehetzt wirkenden Ton. Denn durfte der erste Teil noch 160 Minuten gehen, haben wir hier eine Lauflänge von 138 Minuten für aber viel mehr Themen und Handlungsorte. Da kamen manche Szenen dann doch zu kurz und logische Entwicklungen wirkten sehr gezwungen. Andererseits war es auch gut, dass sich an anderen Stellen mehr Zeit genommen wurde. So bekommt hier Glinda viel mehr Tiefgang, da wir ihre Erziehung kennenlernen und verstehen, wieso sie Entscheidungen trifft, wie sie sie trifft. So hat auch For Good wieder einige gute Änderungen drin, kommt mit ausdrucksstarken Stimmen daher und hat eher das Problem, dass die Handlung generell an zu viele Stellen springt und daher nicht mehr den lockeren Fluss des ersten Teils hat. So ist es weiterhin ein starker Film, ein tolles Musical und lebt vom tollen Cast, hat aber einfach zu viel zu erzählen. So ist gerade der finale Wandel von Elphaba, so wie er erzählt wurde, nicht nachvollziehbar und auch das Ende lässt Fragen offen. Wie gesagt, er steht einfach nur im Schatten seines eigenen Vorgängers.
Das Fazit
Wicked: For Good hat die üblichen Schwierigkeiten einer zweigeteilten Handlung und steht im Schatten des eigenen ersten Teils. Dennoch wird hier vieles Richtig gemacht und der Film kann mit Cast, Liedern, Optik und auch der Handlung überzeugen, wobei die einige Stolpersteine überspringt, dennoch leicht gehetzt wirkt und daran am meisten krankt. Dafür gibt es 09 von 10 möglichen Punkten.
Wicked: For Good lief seit dem 21.11.2025 in den deutschen Kinos
2013 kam ein Film, der noch immer in meinen Toplisten auftaucht, in die deutschen Kinos. Darin waren vier Magier*innen als Trickbetrüger zu sehen. 2016 erschien dann der zweite Teil, der schon deutlich schwächer war, einfach weil er natürlich größer und höher und weiter musste, als der Vorgänger. Danach wurde es ruhig um die Reihe. Aber da Hollywood weiterhin die Ideen ausgehen, wurde es jetzt nach fast zehn Jahren doch Zeit für einen dritten Teil. Warum der nur stellenweise überzeugen kann, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Die vier Reiter sind zurück, zumindest laut Werbung. Doch dahinter stecken die drei Jungmagier*innen Charlie, Bosco und June. Der Spaß ist jedoch zu Ende, sobald J. Daniel Atlas, einer der originalen Reiter auftaucht. Er hat vom Auge eine neue Aufgabe erhalten. Die schwerreiche Erbin Veronika Vanderberg soll gestellt werden und den Handel mit Blutdiamanten beenden. Doch die erste Mission geht bereits schief. Zum Glück sind auch die anderen Reiter bereit wieder einzusteigen.
Meine Meinung
Eine Reunion des Teams nach fast zehn Jahren? Ich war schon beim ersten Trailer skeptisch. Denn während ich mich an den ersten Film noch gut erinnern konnte und ihn auch zu Hause noch ein paar mal gesehen hatte, konnte ich mich schon an den zweiten gar nicht mehr richtig erinnern, hatte ich doch nie das Bedürfnis ihm noch eine Chance zu geben. Nun, es kam anders und irgendwie fand ich mich doch wieder im Kino ein, um den dritten zu schauen. Und zunächst wirkt es auch so, als beginne alles wie immer. Die Reiter geben eine Show und beeindrucken wieder mit Tricks. Nur, dass es sich diesmal gar nicht um die echten Reiter handelt. Wir lernen also kurz darauf die Neuen kennen, ehe wir nach und nach in die Geschichte rund um Veronika Vanderberg reingezogen werden. Hier wird auch der erste Coup geplant, ohne, dass wir überhaupt mehr Reiter als J. Daniel Atlas und die Neuen getroffen haben. Zum Glück wird das schnell behoben, denn die Dynamik zwischen den Reitern ist immer noch der größte Pluspunkt an der Reihe. Kommen wir also zu Problem Nummer Eins. Die Reiter sind über die Jahre alle zerstritten und nichts ist mehr mit der guten Dynamik. Und während der Teil noch aufgearbeitet wird, sind die Neuen irgendwo mit drin und auch, wenn der Altersunterschied teilweise gar nicht so groß wirkt, wird hier massiv auf die Generationskeule gesetzt. Alt gegen Jung. Die festgefahrenen Alten und die offenen Jungen. Funktionierte das am Anfang noch, wird es doch ein wenig zu lang als einziger großer Gag durchgezogen, was schnell ermüdet. Problem Zwei ist das schlechte Drehbuch. Auch, wenn es zum Glück wenigstens eine halbwegs sinnige Handlung an sich ist und wir mit Rosamunde Pike eine tolle Antagonistin bekommen haben, so sind die einzelnen Szenen und gerade die Dialoge unfassbar hölzern geschrieben. Ein Hoch auf die guten schauspielerischen Leistungen, die das halbwegs kompensieren konnten. Doch das sie bei ihren Sätzen nicht selbst vor Unbehagen zusammengebrochen sind, grenzt auch an ein Wunder. Natürlich ist nicht alles schlecht an diesem dritten Teil. Wie schon erwähnt, funktioniert der Cast wieder super und sobald sich hier wieder zusammengerauft wird, kommt auch wieder eine gute Dynamik auf. Vor allem sind es aber erneut die Tricks und die damit einhergehende Kameraführung, die überzeugen. Denn auch, wenn die Handlung im Haus des Auges absolut sinnlos ist, so wurde sich hier optisch und von der Kameraführung absolut ausgetobt, so dass hier einiges geboten wurde. So ist die Handlung an sich etwas langgezogen, hat viele Passagen, die sehr sinnlos wirken und doch kommen wir immer wieder zur Haupthandlung zurück, die irgendwo sinnig wirkt. Bis wir zur Auflösung kommen, die dann doch sehr konstruiert wirkt und die ganzen vorherigen Anspielungen irgendwie belanglos wirken lässt. Also sie ist nicht unlogisch und die Hinweise passen dazu. Aber sie ist eben doch sehr … ernüchternd. Und das beschreibt den Film leider am besten.
Das Fazit
Die Unfassbaren 3 ist leider nicht die Rückkehr zu einer tollen Reihe, sondern der verzweifelte Versuch mit bekannten Charakteren wieder Leute ins Kino zu locken. Dabei ist die Geschichte wenigstens grundsätzlich durchdacht, krankt jedoch an allen möglichen Stellen, weswegen es dafür 05 von 10 möglichen Punkten gibt.
Now you see me – Now you don’t läuft seit dem 13.11.2025 in den deutschen Kinos
Der erste Monat des Jahres ist schon wieder vorbei und gefühlt hänge ich schon wieder in allem hinterher. Aber statt mich darüber aufzuregen und zu hetzen, habe ich beschlossen, einfach meine Erwartungen herunterzuschrauben. Ich hoffe, dass der Februar in der zweiten Hälfte zumindest dann langsam etwas ruhiger wird. Aber werfen wir vorher noch einen Blick auf meinen medialen Konsum im Januar.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Wicked 2 – For Good: Elphaba wird vom Zauberer und ihrer früheren Lehrerin immer noch überall verunglimpft und ihre Aufklärungsversuche werden manipuliert. Glinda und Fiyero stützen das Bild, auch wenn es ihnen schwer fällt. Doch zur geplanten Hochzeit der beiden taucht auch Elphaba auf und bringt Chaos. Die Freundschaft der beiden Hexen steht auf dem Spiel. Und dann taucht auch noch ein Mädchen aus Kansas auf. – Fulminates Finale der Musicalverfilmung, die lediglich im Schatten des sehr guten ersten Teils steht.
Zoomania 2: Judy und Nick haben sich nach der Überführung der Bürgermeisterin einen gewissen Ruf erarbeitet. Doch den beiden Rookies scheint der Erfolg zu Kopf gestiegen zu sein, weswegen sie erstmal kürzer treten sollen. Ausgerechnet da taucht eine Schlange in Zootopia auf. Doch Reptilien sind in der Stadt verboten. – Gut durchdachte Fortsetzung, die viele Stolpersteine überspringt und eine toll erzählte Geschichte präsentiert.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
Erneut gesehen habe ich: Atlantis, Die wunderbaren Abenteuer des Winnie Pooh, Aristocats, Ralph reicht’s & Ein Königreich für ein Lama
The wrong Paris: Dawn ist ein typisches Texas-Mädchen, träumt aber von einer Kunstakademie in Paris. Sie bekommt die Chance zu einem Casting für eine Dating-Show. Mit dem Geld der Teilnahme und dem Veranstaltungsort in Paris, glaubt sie ihre Probleme gelöst zu haben. Doch die Dreharbeiten sind in Paris, Texas und der Junggeselle ist sympathischer als gedacht. – Eine schöne Rom-Com, die gekonnt mit Klischees spielt, sich aber auch ein wenig darin verhedert.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Rental Family: Brendan Fraser als Mietfamilienmitglied? Nach The Whale bin ich gespannt, wie er sich erneut in einem Drama zeigt und die Prämisse klingt auch spannend.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Song Sung Blue
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Erneut gesehen habe ich: Die Dinos – Staffel 1
Mr. Villains Day off – Staffel 1 (Kurzweilige Serie mit vielen süßen Momenten und vielen Pandas)
Die Tagebücher der Apothekerin – Staffel 2 (Geleungene Mangaadaption, die den Charakteren nochmal Tiefe und Lebendigkeit verleiht. Leider zieht sich die Handlung gegen Ende etwas)
Let’s Play – Staffel 1 (Süße Serie über Videospielnerds, die viel über Unsicherheit und Depression vermittelt. Eindeutig eine Empfehlung)
Only murders in the building – Staffel 5 (Back to the roots mit Mordfall im Arconia. Funktioniert wieder besser als die vorherigen Staffeln, muss aber noch immer einen drauf setzen, was nur semi funktioniert)
Erneut gelesen habe ich Kein Rockstar für eine Nacht
Die Tagebücher der Apothekerin 15: Jinshi sucht nach Maomao, die weiterhin wie vom Erdboden verschluckt scheint. Diese ist im Fuchsdorf zu einem seltsamen Fest eingeladen und merkt langsam, dass dort der Ursprung der Intrigen am Kaiserhof liegt. – Die ganze Geschichte rund um das Fuchsdorf zieht sich leider sehr, auch wenn es irgendwo die logische Aufklärung der Intrigen vorbereitet.
July found by Chance 1: Die 16-jährige Dan-o stellt fest, dass ihr Leben immer wieder merkwürdige Zeitsprünge macht. Mit einem schwachen Herzen und in einer Verlobung mit einem Jungen, der sie nicht leiden kann, versucht sie dem ganzen auf den Grund zu gehen. – Manwa zum K-Drama Extraordinary You, kommt leider überhaupt nicht an dessen Herzlichkeit ran, werde auch mit dem Zeichenstil nicht ganz warm.
Even if you slit my mouth 5: Eine Legende droht zu erlöschen und Koichi und Miroki versuchen den letzten Wunsch zu erfüllen und kommen dabei zu neuen Erkenntnissen. –
More than a doll 11: Das Sargcosplay steht an und sorgt für eine Menge Spaß, tolle Bilder, aber auch Erkenntnisse über die neugewonnenen Freundschaften. – Ein tolles Cosplayevent, bei dem die Charaktere toll harmonieren und sich Freundschaften vertiefen.
Whispers of Destiny: Blue lebt im Jahr 2096, in dem die Welt von Überbevölkerung und Naturkatastrophen geplagt ist. Der Tod hat sich zu Erkennen gegeben und ein Callcenter gegründet. Um zu überleben, schließt sich Blue diesem an und lernt dabei einiges über die Welt, die ihr vorher verschlossen waren. Doch was macht es mit ihr, jeden Tag über Leben und Tod zu entscheiden. – Wow, seit langem nicht mehr eine so gute Dystopie gelesen. Mit tollem Weltenbau, tollen Charakteren und einer wichtigen Message. Nur die Liebesgeschichte wirkt etwas zu erzwungen.
My roommate is a cat 11: Subaru ist voll auf mit der neuen Chatgruppe für Fotos der Kätzchen beschäftigt und muss sich dann auch noch mit der Frage nach einem neuen Halsband für Haru befassen. Zum Glück hat diese wieder alle Situationen unter Kontrolle. – Erneut einfach ein super süßer Manga, ein Muss für alle Katzenfans.
Tee? Kaffee? Mord! 25 – Tod im Morgenrot: Eine Weltuntergangssekte hat sich in Earls Raven eingenistet. Nathalie und Freunde sind wenig begeistert. Als dann auch noch eine Journalistin tot aufgefunden wird, beginnen die Ermittlungen, die von allen Seiten erschwert werden. – Ich habe mich nach einer Pause wieder an diese Reihe gewagt und bin wieder gut reingekommen, auch wenn der Fall nicht so ganz mein Fall war.
Tee? Kaffee? Mord! 26 – Der Queen-Killer: Ein Killer, der selbst großer Fan der Band Queen ist, tötet erneut Anhänger der Band. Andrew Davies erhält einen Drohbrief und bittet bei der örtlichen Polizei um Hilfe. Doch da Constable Strutner anderweitig eingesetzt wurde, müssen Nathalie und Freunde dem neuen Police Seargant erstmal zeigen, wie Ermittlungen auf dem Dorf so laufen. – Hier war wieder eine richtig spannende Idee dabei und auch die Erweiterung des Teams hat gut funktioniert.
Copenhagen Cinnamon: Jonna hat den Beruf für ihr Leben noch nicht gefunden. Leider ist ihr Vater nicht mehr bereit zu warten und setzt ihr ein Ultimatum. Kurzerhand bekommt sie einen Job in einem Café und kann auch auf dem Hausboot des Besitzers Mads unterkommen. Nach und nach erkennt sie, mit was für Dämonen aus der Vergangenheit er kämpfen muss, und beschließt ihm zu helfen. – Beginnt eher schwach und mit einer Menge zu oft gelesener Klischees, kann sich hinten raus aber fangen und Kopenhagen toll einfangen, ohne es nur auf Hygge zu beschränken.
Kings & Thieves 2 – Der Schrei der Schwarzkraniche: Linas Rachefeldzug gegen die Schwarzkranische hat begonnen. Doch die Erlebnisse im Reich der Dokkaebi hat Spuren hinterlassen, zumal eine Stimme in ihrem Inneren sie immer weiter zu manipulieren versucht. – Das war leider gar nichts. Die Geschichte zieht sich auf 600 Seiten und dreht sich permanent im Kreis und hat Null Aussage. Sehr schade nach dem starken ersten Band.
Die Pommes-Elfe 1: Tomoatsu arbeitet in einer Physiotherapiepraxis. Eines Abends taucht eine Frau mit spitzen Ohren bei ihm auf und will Tipps zum abspecken. Es handelt sich dabei um die Elfe Elfuda, die aufgrund ihres durch hohen Pommes-Konsum Übergewichts nicht mehr in die Feenwelt zurück kann. Tomoatsu hilft ihr, doch seitdem trifft er immer wieder auf magische Wesen, die seine Hilfe brauchen. – Ich fand die Idee super, aber leider funtioniert die Umsetzung nur mäßig.
Dark Moon – the blood altar 1: Sooha wird neu an die Decelis-Akademie versetzt, wo sie auf sieben attraktive Oberschüler trifft, die sie direkt ins Herz schließen. Doch es kommt im Umfeld der Akademie zu einem Vampirmord, der Fragen offen lässt. Ist Sooha wirklich sicher? – Für Fans von Enhypen, ansonsten passiert gefühlt viel, aber es wird wenig erklärt, weswegen ich unsicher zurückbleibe, ob ich die Reihe weiter verfolgen will.
Insomniacs 5: Ganta und Isaki wollen sich mit der Astrofotografie mehr auseinander setzen und beschließen dafür in den Sommerferien zu verreisen. Dabei verbringen sie mehr Zeit zusammen als geplant, was ihre Gefühle nur noch wachsen lässt. – Die ruhige Erzählweise bleibt, dennoch kommt ordentlich Fahrt in die Geschichte. Einfach nur super süß.
Zur Zeit ist es üblich, dass erfolgreiche Animeserien auch Kinofilme bekommen. Sei es, um die Serien abzuschließen (Haikyu!), um einzelne Folgen zu wiederholen und zusammenzufassen (Jujutsu Kaisen), einem Charaktere mehr Tiefe zu geben (Blue Lock) oder, um einfach einen zusammenhängenden Arc nicht auf mehrere Folgen aufzuteilen. Zu letzterer Kategorie gehört Chainsaw Man. Warum der Film ein durchmischtes Spektakel war, erfahrt ihr in meinem heutigen Beitrag.
Die Handlung
Nach den Geschehnissen in Staffel 1 der Serie ist in Denjis Leben als Chainsaw Man ein wenig Ruhe eingekehrt. Nachdem er mit seiner Vorgesetzten Makima einen Kinomarathon geschafft hat, trifft er auf Reze, die ihn fasziniert und er glaubt Gefühle zu entwickeln. Doch schon bald muss er sich die Frage stellen, ob er seinem Herzen wirklich trauen kann.
Meine Meinung
Meine Reise mit Chainsaw Man war ein regelrechtes Auf und Ab. Als ich das erste Mal von Manga und bevorstehender Animeverfilmung gehört hatte, war ich sofort begeistert von der Idee. Doch über den ersten Mangaband bin ich nicht herausgekommen, war mir der Einstieg doch zu sprunghaft und der Zeichenstil konnte mich auch nicht überzeugen. Dennoch gab ich dem Anime eine Chance und hier bin ich nach ein paar Anlaufschwierigkeiten doch gut reingekommen und habe die erste Staffel ziemlich verschlungen. Nun stand ein Film an, der an die erste Staffel anschloss und den sogenannten Reze Arc einfangen sollte, ehe es dann hoffentlich bald mit der zweiten Staffel weitergeht. Und hier hatte ich wieder die typischen Probleme mit Chainsaw Man und mir. Ich bin einfach nicht in die Story gekommen. Denn am Anfang zeigt sich der Film seltsam nachdenklich. Denji und Makima gehen zusammen mehrfach ins Kino, was schon nicht so richtig zum Charakterbild passen wollte und sich auch gefühlt ziemlich zieht. Hier ist der Fokus einfach zu viel auf Denji, der es in seiner Nicht-Chainsaw Gestalt nicht so ganz schafft, die Geschichte zu tragen. Kurz darauf trifft er auf Reze, die dem Film den Namen gibt. Auch hier ist der Film noch eine ganze Weile ziemlich ruhig, schafft es aber mehr Handlung zu haben. Doch sobald wir dann auf den Bomben-Teufel treffen, kommt wieder alles zusammen, was Chainsaw Man zu bieten hatte. Ausufernde Kämpfe und das mit den völlig abstrusesten Ideen, neuen tollen Charakteren, die die Handlung und Kämpfe aufmotzen und vorallem vielen Explosionen. Hier kommt ordentlich Schwung in den Film und ich hatte sehr viel Spaß. Dadurch kam auch das Interesse an der nächsten Staffel zurück. Letztlich bin ich gut unterhalten aus dem Kino gekommen und blicke auf eine tolle zweite Hälfte zurück. Dennoch bleibt der Nachgeschmack der ersten Hälfte, die einfach nur sehr zäh war. Hier ist die Frage, ob das Zusammenstellen als Film wirklich sinnvoll war oder die Kürze der Serienfolgen hier das ganze nicht doch entzerrt hätte.
Das Fazit
Chainsaw Man – Reze Arc funktioniert eher ab der zweiten Hälfte, nimmt sich vorher zu viel Zeit und wirkt dadurch zäh. Doch dafür folgt die Belohnung mit typisch abgedrehtem Humor und ausufernder Action. Dafür gibt es 05 von 10 möglichen Punkte.
Chainsaw Man – Reze Arc lief ab dem 23.10.2025 in den deutschen Kinos
Weihnachten und Silvester liegen hinter uns und wir können voller Vorfreude in ein neues Jahr starten, mit neuen Serien, neuen Büchern und neuen Kinobesuchen. Doch zuvor wird es Zeit noch ein letztes Mal ins vergangene Jahr zurückzublicken.
Die mit * gekennzeichneten Werke sind Rezensionsexemplare. Ich bedanke mich für die Bereitstellung und kennzeichne diesen Beitrag als Werbung.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Chainsaw Man – Reze Arc: Nach den Geschehnissen in Staffel 1 der Serie ist in Denjis Leben als Chainsaw Man ein wenig Ruhe eingekehrt. Nachdem er mit seiner Vorgesetzten Makima einen Kinomarathon geschafft hat, trifft er auf Reze, die ihn fasziniert und er glaubt Gefühle zu entwickeln. Doch schon bald muss er sich die Frage stellen, ob er seinem Herzen wirklich trauen kann. – Während die erste Hälfte erstaunlich nachdenklich ist, bietet die zweite wieder gewohnte abgedrehte Chainsaw Man Action.
Monsta X – Connect X: Monsta X sind Shownu, Minhyuk, Kihyun, Hyungwon, Johoney und I.M. Nachdem die meisten ihre Zeit beim koreanischen Militär hinter sich gebracht hatten, kommen alle zum 10 jährigen Jubiläum zusammen und bieten eine einmalige Show, die auch für die Kinoleinwände weltweit gefilmt wurde. – Monsta X ist meine Lieblingsband, demnach hatte ich eine sehr tolle Zeit zwischen Konzertfilm und Erinnerungen aus zehn Jahren Bandgeschichte.
Now you see me – Now you don’t: Die vier Reiter sind zurück, zumindest laut Werbung. Doch dahinter stecken die drei Jungmagier*innen Charlie, Bosco und June. Der Spaß ist jedoch zu Ende, sobald J. Daniel Atlas, einer der originalen Reiter auftaucht. Doch er hat vom Auge eine neue Aufgabe erhalten. Die schwerreiche Erbin Veronika Vanderberg soll gestellt werden und den Handel mit Blutdiamanten beenden. Doch die erste Mission geht bereits schief. Zum Glück sind auch die anderen Reiter bereit wieder einzusteigen. – Richtig gute Kamerafahrten und das altbekannte Team schaffen leider nicht über das schwache Drehbuch hinwegzutäuschen.
Anaconda: Die besten Freunde Doug und Griff stecken mitten in ihrer Midlife-Crisis, einer als gescheiterter Regisseur, der andere unerfolgreicher Schauspieler. Bei der Geburtstagsfeier von Doug schlägt Griff ihm und zwei weiteren Freund*innen vor, zu dem Film Anaconda ein Reboot zu drehen. Doch im Amazonas kommt alles ganz anders als geplant. – Leider eher ein Midlife-Crisis Film als ein lustiger creature feature, der stellenweise funktioniert, sich aber nicht über die gesamte Länge halten kann.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
My secret Santa: Taylor ist alleinerziehende Mutter und damit stets knapp bei Kasse. Als sich ihre Tochter für einen Ski-Kurs in einem renommierten Hotel qualifiziert, will sie ihr einmal den Wunsch nicht abschlagen müssen. Immerhin gibt es Mitarbeiterrabatt. Das einzige Problem: Der einzig freie Job ist der des Weihnachtsmanns. Und dann kommt auch noch der charmante Erbe des Hotels mit ins Spiel. – Was wie das Klischee eines Weihnachtsfilms wirkt, kann durch sympathische Charaktere einiges herausholen und ist eine ziemliche Feelgood Überraschung.
Weihnachten unter den Polarlichtern: Erin steckt als Autorin in einer kreativen Krise. Was gibt es da besseres als mit ihrem Vater noch ein letztes Mal das Haus der Großeltern aufzusuchen, ehe dies verkauft werden soll? Dabei treffen sie auf den sympathischen Reiseführer Trevor, der jedoch Probleme hat mit der großen Konkurrenz mitzuhalten. Erin hofft mit der Sichtung von Polarlichtern endlich Antworten zu finden. – Hier sind ebenfalls alle Klischees eines Weihnachtsfilm vertreten, aber leider ist gerade die Protagonistin so unsympathisch, dass kaum Stimmung aufkommt.
Single all the way: Peter und Nick sind seit Jahren Mitbewohner. Da beide schwul sind, müssen sie immer wieder klar stellen, dass sie nicht zusammen sind. Doch als Peter kurz vor Weihnachten mal wieder Single ist, will er Nick vor seiner Familie als seinen festen Freund ausgeben. Doch seine Mutter und Cousinen haben andere Pläne. – Noch eine Weihnachtsfilmüberraschung, aber gerade, weil hier bewusst wenig Klischees umgesetzt wurden.
Der Polarexpress: Kurz vor Weihnachten hat ein Junge Zweifel an der Existenz des Weihnachtsmannes. Dennoch horcht er auf die Geräusche des Schlittens. Dabei hört er jedoch einen herannahenden Zug. Der Polarexpress hält direkt vor seiner Haustür und nimmt ihn mit an den Nordpol, wo er sich von der Existenz des Weihnachtsmannes überzeugen soll. Doch der Weg dahin ist voller Gefahren. – Ein Weihnachtsfilmklassiker, der mich nicht final abholen konnte. Er hatte gute Ansätze, aber gerade der Animationsstil hat mir gar nicht gefallen.
Der unsichtbare Dritte: Roger Thornhill ist ein erfolgreicher Werbefachmann als er aus einem Hotel entführt wird. Er wird zu einem Gangsterboss gebracht, der ihn für einen gewieften Spion hält und zur Kooperation zwingen will. Und obwohl er fliehen kann, glaubt ihm danach niemand die Geschichte. Doch er lässt es nicht darauf beruhen und versucht seine Unschuld zu beweisen, womit er sich immer weiter in ein Spionagedrama manövriert. – Hitcock schafft es gekonnt immer weitere Ebene zu eröffnen, verläuft sich am Ende aber in einem Liebesdrama. Dennoch Hut ab vor dem Werk.
Children of the Sea: Ruka wird am Beginn der Sommerferien von ihrem Handballclub ausgeschlossen, nachdem sie sich an einem Mädchen gerächt hat. Da sie nichts mit sich anzufangen weiß, besucht sie ihren Vater im Aquarium. Dort erfährt sie, dass zwei Jungen, die bei Dugongs aufgewachsen sind, dort untergebracht wurden. Mit Umi freundet sie sich an und beobachtet, wie sich alle Meeresbewohner seltsam verhalten. – Die Grundidee hat mir gut gefallen, leider war die Umsetzung zu abstrakt, dass ich irgendwann ausgestiegen bin. Eher etwas für Fans, die einzelne Szenen durchanalysieren und interpretieren wollen.
Filme – leider verpasst in diesem Monat
Eternity: Das Ehepaar Joan und Larry versterben kurz nacheinander und finden sich in der Vorstation zum Jenseits wieder. Doch auch Joans Jugendliebe hat dort auf sie gewartet. Wie will sie die Ewigkeit verbringen? Klingt nach einer interessanten Prämissen und auch Schauspielerisch hat mir der Film zugesagt.
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Ghosts – Staffel 4 (Auch nach vier Staffeln ist der Serie noch nicht die Puste ausgegangen und sie schafft es weiterhin tolle Geschichten zu erzählen und die Charaktere immer weiter zu entwickeln)
My dress-up Darling – Staffel 2 (Sehr liebevolle Umsetzung des Mangas, der den Charakteren zusätzliche Sympathiepunkte einbringt. Auf jeden Fall weiterhin ein Blick wert)
Kaiju No. 8 – Staffel 2 (Die Geschichte wird gut weiterentwickelt und bringt einiges an Spannung mit. Schade, dass mit so einem kompletten Cliffhanger geendet wurde)
What’s wrong with secretary Kim? – K-Drama (Es begann sehr witzig und konnte mich gut unterhalten, hat sich dann aber in der eigenen Geschichte verloren, sich im Kreis gedreht und leider war der Love interest bis zum Ende ein verzogenes Söhnchen. Konnte mich nicht final überzeugen)
Criminal Minds – Staffel 13 (Wir haben die nervige Hintergrundgeschichte aus Staffel 12 überstanden und sind wieder mehr in den Einzelfällen angekommen, die gut funktionieren. Auch die „Neuen“ im Team sind gut drin)
Ellis – Staffel 1* (Eine britische Krimiserie mit einem neuen Ansatz, der gut funktioniert. Die Fälle sind trotz der Länge der Folgen sehr spannend und ich bin gespannt auf mehr) – Rezensionsexemplar
The Devil is a Part-timer – Staffel 1 (Die Prämisse klang sehr witzig und auch die Figurenkonstellation hatte Potential, doch leider wurde sie überhaupt nicht genutzt und verkommt zu purer Langeweile.)
Mein Lesemonat
Bücher insgesamt: 18 Seiten insgesamt: 5.144 + 3h32min Hörbuch ohne Buchvorlage Seiten pro Tag: 166 im Durchschnitt Hardcover: 1 Taschenbuch: 5 E-Book: 1 Comic/Manga/Graphic Novel: 8 Hörbuch: 3
More than a doll 9-10: Marin und Wakana sind auf einem weiteren Cosplayevent, wo sie neue und alte Bekannte treffen. Ein folgenschwerer Entschluss wird getroffen: Sie wollen ein Sarg Gruppencosplay machen. – Der Manga ist einfach nur super sympathisch, auch wenn ich stellenweise mit den Namen durcheinander gekommen bin.
Penelope 5: Penelope kommt aus dem Gefängnis frei und muss sich das Vertrauen der Familie zurückgewinnen. Doch sie musste vor Gericht eine kleine Lüge den Kronprinzen betreffend tätigen, der das gar nicht gut aufnimmt. – Stellenweise wieder spannend, aber es zieht sich immer noch.
Lore Olympus 5: Hat Persephone ein dunkles Geheimnis? Hades Ex-Freundin zumindest versucht alles, um an diese Information zu kommen und spannt dafür Apollon ein. Doch dann ist Persephone verschwunden und Hades versucht verzweifelt sie zu finden. – Ich liebe die Reihe, auch wenn das Slow Burn ein bisschen zu slow ist.
Pech und Schwäfel 9 – Tot am Büffet: Was wäre Niederteerbach ohne Dorffest? Doch ausgerechnet während des Chorwettbewerbs wird der Leiter des Niederteerbacher Chors tot im Büffet gefunden. Wer war der Mörder und bekommt Bürgermeisterin Graefe ihren antiken Taktstock zurück? – Wieder eine sehr witzige Geschichte, nach den Startschwierigkeiten mit der Reihe bin ich sehr drin aufgegangen und freue mich über jede neue Folge.
Edens Soul*: Yeongsu ist als Idol Spencer zusammen mit seiner Band EdenS6 erfolgreich. Doch seine eigentliche Identität muss er geheim halten, da sie seine Karriere gefährden könnte. Da sieht er seine Kindheitsfreundin Eunjo auf einem Konzert. Er sehnt sich nach ihr und ihrer Freundschaft, doch sie könnte alles auffliegen lassen. Allerdings erkennt Eunjo ihn gar nicht und wundert sich, wieso ausgerechnet Spencer von EdenS6 Interesse an ihr hat. – Eine sehr gut ausgearbeitete K-Pop Romance, die ich nur so verschlungen habe, auch wenn die Hintergrundgeschichte schon sehr hart ist. – Rezensionsexemplar.
Mordseekrabben: Thies will eigentlich nur mit seiner Familie Urlaub auf Amrum machen. Doch seine Frau Heike und die beiden Kinder finden eine Leiche im Pensionsbett, die bei Thies Ankunft bereits wieder verschwunden ist. Da wird die Kieler Komissarin Nicole wieder aquiriert und ermittelt mit Thies, auch wenn beide nicht zuständig sind. – Wieder ein Krimi zum schmunzeln, der so absurde Ideen mit einbringt, dass es herrlich erfrischend wirkt.
Watermoon*: Hana hat frisch den Laden ihres Vaters übernommen, als dieser verschwindet. Da der Laden kein gewöhnliches Geschäft ist, sondern mit Geheimnissen und Erinnerungen handelt, befürchtet sie das Schlimmste. Auf der Suche begleitet sie der Physiker Kei, der ihr jedoch den wirklichen Grund seiner Reise nach Japan verschweigt. – Interessante Grundidee, die sich aber in einer Abfolge von Fantasyepisoden verliert, und dabei zwar sehr philosophisch wirkt, aber irgendwie auch nichts erzählt. – Rezensionsexemplar
Spy x Family 14: Die Prüfungen liegen hinter den Schüler*innen der Eden Akademie und Anya ist in der Zwickmühle. Gleichzeitig erinnern sich ein Lehrer an seine erste große Liebe. – Die Hintergrundgeschichte war mir zu lang und wirkt wie ein Füller, um noch mehr Bände rauszubringen. Die eigentliche Geschichte hingegen war wie immer gut.
Death at Morning House: Marlowe wollte eigentlich nur ihre Ferien mit ihrem neuen Schwarm verbringen, doch dann kommt alles anders und sie landet bei einem Ferienjob auf einer Insel mit dem Mourning House, um das sich eine tragische Familiengeschichte rankt. Und auch jetzt, viele Jahre später, gibt es wieder ein Geheimnis zu lüften. – Klang interessant, aber die Umsetzung ist sehr langatmig. Die Vergangenheitsgeschichte ist wesentlich spannender als die Gegenwart und auch die Auflösung war irgendwie unbefriedigend.
Remain*: Der Architekt Tate wird nach einem Verlust völlig auf der Bahn geworfen. Um sich wieder zu fangen, sagt er seinem besten Freund zu, dessen neues Haus zu entwerfen. Dafür nistet er sich in einer Ferienwohnung ein, die eigentlich leer sein sollte. Doch wer ist die sympathische Frau, die er immer wieder trifft? – Das Autorenduo aus Sparks und Shyamalan klang sehr vielversprechend, aber letztlich wirkt es, als ob ein Romance Autor die Grundlagen für nen Mystery Roman gelesen hat und dann die Basic nachgeahmt hat. Vorhersehbar, keine Überraschungen, aber dennoch eine interessante Geschichte. – Rezensionsexemplar.
The Pumpkin Spice Latte Disaster: Jude ist eine Weltenbummlerin schlechthin, denn es hält sie einfach nirgendwo. Doch zur Hochzeit ihrer Schwester reist sie wieder in die britische Kleinstadt, wo sie aufgewachsen ist und kommt nicht zurecht mit den Vorurteilen ihr gegenüber. Immerhin findet sie Abwechslung in dem neuen Café, das James eröffnet hat, der die Ruhe außerhalb Londons genießt. Denn hier wird er nicht mit seinen berühmten Rockstareltern in Verbindung gebracht. Nur, dass Jude einen Podcast über Musik hat und ihm gefährlich nahe kommt. – Ich verstehe, wieso Lesende mit Jude nicht klar kommen, aber wenn man sich drauf einlässt, ist es eine gute New Adult Geschichte mit herbstlichem Flair.
Even if you slit my mouth 4: Miroko und Koichi haben das Geheimnis des Doppelgängers gelöst und beraten über die Bestrafung. Dann heiratet Koichis Cousine und Miroko lernt, was Eifersucht ist. – Ich hab ein wenig gebraucht, um wieder in die Reihe reinzukommen, aber mit dem auftauchen der Cousine hat es sich wieder gut flüssig weggelesen.
Fake Wifey: Amerie ist Anwältin, die in einem kleinen Büro versauert, aber immerhin scheint ein Werbespot eine neue Klientin angezogen zu haben. Maddy ist zwar noch in der Grundschule, aber braucht dringend eine Anwältin, um den Weihnachtsmann zu verklagen. Denn sie hat sich gewünscht, dass ihr Daddy endlich eine neue Frau findet und jetzt ist er immer noch Single. Besagter Daddy ist ein ehemaliger Eishockey-Spieler und bittet Amerie kurzerhand seine Fake-Freundin zu spielen. Doch weiß sie wirklich worauf sie sich da einlässt? – Hier war leider alles zu konstruiert und gewollt, ohne, dass es sich natürlich entwickelt hat. Schade, denn die Idee habe ich sehr geliebt. Das erste Drittel fand ich auch echt stark, aber dann ging es in eine Richtung, die nur noch genervt hat.
Echt jetzt, Tamon?: Utage ist riesen Fan der Idol-Gruppe F/ace. Um Geld zu haben für Merchandise und Konzerttickets geht sie jobben und reinigt Wohnungen. Doch ihr neuer Kunde ist niemand geringeres als Tamon von F/ace. Nur, dass dieser überhaupt nicht so selbstbewusst ist, wie auf der Bühne. Also gibt sie alles, damit er nicht unter seinen Selbstzweifeln zusammenbricht. – Cute Grundidee, war mir aber leider zu sehr in Extremen, habe die Geschichte nicht gefühlt.
Nächster Halt Mord: Millies Schwester Rachel soll als Journalistin die Jungfernfahrt eines Luxuszugs begleiten, der an dem berühmten Orient-Express angelehnt wurde. Da ist Millie direkt dabei und freundet sich mit dem Stewart James an. – Bisher der schwächste Krimi der Autorin. Flüssig zu lesen und in sich logisch, aber hier wurde zu viel gewollt.
Cat on the heroes lap 4: Die Held*innengruppe steht vor ihrer letzten großen Mission und natürlich dürfen die Katzen dabei nicht fehlen. Doch was ist mit der vermissten weißen Katze? – Solider Abschluss der Reihe, die sich nach dem sehr repetitiven ersten Band gut entwickelt hat.
Wo wir bleiben: Ash bekommt eine tödliche Diagnose und glaubt nur noch ein halbes Jahr leben zu können. Doch dann stellt sich heraus, dass die Diagnosen vertauscht wurden. Nur hat Ash bereits ihren Freund verlassen, ihre Wohnung gekündigt und ein Ticket nach Portugal gebucht. Und wozu Pläne ändern? Vor Ort trifft sie auf die Surflehrerin Martha und die verunfallte Tony. Zu beiden fühlt sie sich hingezogen, doch zunächst sind da innere Wunden, die heilen müssen. – Eine tolle Geschichte, die aber stellenweise zu emotionslos war und leider auch ein paar Logiklöcher hatte. Vom schlechten Buchsatz will ich hier gar nicht anfangen.
Der November ist vorbei und damit ist die Rückblick-Saison offiziell eingeläutet! Den Anfang machen wie jedes Jahr die Kinofilme, die ich von Dezember bis November konsumiert habe. Auch in 2025 hänge ich weit hinter früheren Jahren zurück. Diesmal lag es aber weitaus mehr an der Auswahl als an meiner Erkrankung. Denn es gab kaum einen Film, den ich wirklich sehen wollte, den ich verpasst habe. Dafür waren diese Jahr aber auch überwiegend gute Filme dabei. Kaum eine Enttäuschung und auch das Mittelfeld ist dieses Mal überschaubar. So präsentiere ich euch heute meine Enttäuschungen, das Mittelfeld und die Highlights aus dem zurückliegenden Jahr.
Zur Statistik:
22 gesehene Kinofilme in 2025 (2024 waren es 33).
Davon … 3 Special Screenings … 19 regulär
I. Special Screenings
Zum zweiten Mal gibt es diese neue Kategorie. Hier tauchen Screenings im Kino auf, bei denen es sich nicht um Filme im klassischen Sinn handelt. Diesmal mit dabei eine Konzert-Liveübertragung. – ohne Ranking:
J-Hope on the Stage
Jung Hoseok, besser bekannt als J-Hope, hat die Zeit, in der seine Bandkollegen noch beim Militär sind, genutzt und hat eine Welttournee gegeben. Bei seinem Abschlusskonzert in Osaka gab es wieder ein weltweites Kinoliveevent. – Sehr gelungenes Konzert mit einer tollen Bühnenshow und thematisch gut sortierter Songauswahl.
BTS – Speak Yourself
Im Rahmen des Releases ihrer dreiteiligen Albumreihe Love Yourself gehen sie auf mehrjährigen Welttournee. Mehrere Konzerte davon wurden mitgefilmt und später veröffentlicht. – Wieder ein absolut gelungenes Konzert.
BTS – Sowoozoo
2021 mitten in der Pandemie, konnten keine K-Pop Gruppen auftreten. Um Army trotzdem etwas zu bieten, hat BTS ein virtuelles Konzert geschaffen. Mit Sowoozoo hatte Army auf riesigen Leinwänden die Möglichkeit das Konzert zu erleben und BTS hat keine Mühen gescheut, um die gewohnte hochwertige Show zu bieten. – Tolles Konzert für alle BTS Fans und das Daechwita Cover war definitiv ein Highlight.
II. Kinofilme
19 Filme habe ich 2025 regulär im Kino gesehen. Zur besseren Übersicht unterteile ich diese Kategorie noch einmal in Enttäuschungen (0-4 Punkte), das solide Mittelfeld (5-7 Punkte) und die Highlights (8-10 Punkte) – im Ranking:
Felix Niemann ist unglücklich in seinem Leben. Seine Ehe steht auf der Kippe, da seine Frau sich lieber ihrer Forschung und ihrem Forschungspartner zu wenden. Seine Kinder entfremden sich immer weiter von ihm und auch auf der Arbeit wird er nicht gesehen und ist austauschbar. Doch eines Abends findet er einen seltsamen Laden, der ihm drei Wünsche erfüllen will. – Vorhersehbar, pseudo-poetisch, kratzt aber nur an der Oberfläche. Spart euch die Zeit.
Mufasa wird als junger Löwe von seinen Eltern getrennt. Der Löwenprinz Taka rettet ihn und will ihn in sein Rudel aufnehmen, was sein Vater sehr kritisch sieht. Während Mufasa also bei den Löwinnen aufwächst, sehen sich die beiden Jungen wie Brüder. Doch als ein Rudel gefährlicher weißer Löwen auftaucht, müssen sie fliehen und über sich hinauswachsen. – Ein weiteres Prequel, was niemand brauchte, was dann auch trotz anfänglicher guter Intention, nicht funktioniert, da es sich lieber an Klischees abarbeitet.
Als Dating-Beraterin weiß Lucy genau, worauf sie bei Vermittlungsvorschlägen achten muss. Liebe sei schließlich simple Mathematik. Bis sie auf den reichen, aber auch super charmanten, Harry trifft, der aufgrund ihrer Rechnungen gar nicht zu ihr passen dürfte. Zeitgleich trifft sie aber auch ihren Ex-Freund John wieder, den sie einerseits wegen seiner Armut verlassen hatte. – Ein Film, der sich sehr ernst nimmt, dabei aber doch viel zu oberflächlich bleibt. Leider eher enttäuschend.
Die Kundschafter des Friedens treffen auf der Beerdigung ihres damaligen Chefs auf dessen Tochter. Gerade Jochen Falk war schwer in sie verliebt und kann ihr so den Wunsch nach einem Austausch eines Testaments auch nicht abschlagen. Dafür muss die Gruppe nach Kuba, was sie sehr freut, da es doch die letzte sozialistische Bastion ist. Doch vor Ort kommt alles anders. – Funktioniert nur bedingt und ist leider immer dann gut, wenn er sich von der eigentlichen Handlung wegbewegt.
Sam Wilson ist noch dabei sich in seine Rolle als neuer Captain America einzufinden, als er zum Präsidenten ins weiße Haus eingeladen wurde. Doch sein Freund Isaiah wird beeinflusst und versucht ein Attentat. Um seine Unschuld zu beweisen, gräbt Sam einige Geheimnisse des Präsidenten aus. Und dann droht den USA auch noch ein Krieg mit Japan. – Hatte seine Schwächen und rettet bestimmt nicht das MCU, war aber auch nicht die erwartete Vollkatastrophe.
Mickey wollte nur einem Kredithai entfliehen und meldet sich daher als Expendable für eine Raummission. Als dieser wird er immer vor geschickt, um Impfstoffe oder ähnliches zu testen. Und wenn er stirbt, wird er neu ausgedruckt und bekommt sein Bewusstsein wieder. Doch bei einer Mission wird er für tot gehalten, ohne zu sterben. Und so wird die 18. Variante von ihm gedruckt und er existiert auf einmal doppelt. Und das ist verboten. – Am Anfang richtig stark, macht am Ende aber wenig aus der Prämisse und geht sehr in die Systemkritik. Muss man mögen.
Lt. Frank Drebin Jr. konnte zwar einen Raubüberfall verhindern, steht wegen seiner Vorgehensweise jedoch in der Kritik und wird zur Tatortbesichtigung abgestellt. Während er uns sein Partner von einem Autounfall ausgehen, ist sich die verführerische Schwester des Toten sicher, dass es Mord war. Und da Drebin der schönen Beth Davenport nichts abschlagen kann, fängt er an nachzuforschen. Dabei sticht er jedoch in ein Wespennest. – Eine sehr hohe Gagdichte, die bei mir zu 50% auch angeschlagen ist. Das Finale war mir leider etwas drüber, aber gerade die kleinen Gags im Hintergrund haben wunderbar funktioniert.
Der Immobilienmakler Knock erhält einen Auftrag vom Grafen Orlok aus den Karpaten. Dafür schickt er seinen Mitarbeiter Thomas Hutter zum Grafen. Dieser landet nach langer Reise in der Burg und steht dem Grafen gegenüber. Dieser ist sehr an Hutters Blut und seiner Frau Ellen interessiert und unterschreibt den Immobilienvertrag. Dann reist der Graf nach Wisborg und bringt Unheil über die Stadt. – Sehr atmosphärisches Remake, das aber wenig neues einbindet, auch wenn die Schauspielenden versuchen mehr rauszuholen.
Nachdem Ethan Hunt sich nach den Ereignissen in Dead Reckoning zurückgezogen hat, reaktiviert ihn jedoch eine Nachricht der Präsidentin. Erneut nimmt er die Fährte von Gabriel auf, der Hinweise auf die Entität liefern kann. Dabei trifft er alte Verbündete, aber auch alte Feinde. – Gelungener Abschluss, der viel alte Lore wieder mit einzubringen versucht, sich damit aber ein bisschen zu viel vornimmt. Da hat Dead Reckoning besser funktioniert, dennoch ein rundes Ende für die Serie.
Vaiana kehrt nach einer Expeditionstour zurück auf ihre Heimatinsel. Dort bekommt sie einen neuen Titel verliehen, doch bei der Zeremonie kommt es zu einem Zwischenfall und sie erhält eine Vision, die sie dazu animiert einen verschollenen Knotenpunkt zwischen den anderen Inseln zu suchen. Dafür braucht sie eine Crew. Gleichzeitig gerät Maui in Gefangenschaft. – Erneut spaßiger Familienfilm, der gut funktioniert, aber gerade liedtechnisch nicht an den Vorgänger herankommt.
Morgan hat sich ihr Leben wohl anders vorgestellt, als mit 17 schwanger zu werden. Doch auch jetzt mit Anfang 30 ist Clara das Beste, was ihr passieren konnte. Natürlich ist Erziehung nicht immer leicht. Bis ein Unfall ihr Leben komplett auf den Kopf stellt. – Gute Adaption des Buches mit sympathischem Cast.
Ivy und Theo sind das Vorzeigepaar schlechthin. Die beiden Briten sind zusammen in die USA ausgewandert, haben zwei Kinder bekommen und während Theo sich einen Namen als Architekt gemacht hat, führt Ivy ein kleines Restaurant, konzentriert sich aber doch lieber auf die Erziehung der Kinder. Bei einem Jahrhundertsturm stürzt Theos Meisterwerk bei der Eröffnung ein und Ivys Restaurant wird durch die Entdeckung einer gefeierten Kritikerin über Nacht zum Erfolg. Doch mit den nun getauschten Rollen wird schnell klar, dass die perfekte Ehe schnell in eine Krise stürzen kann. – Ein Film, der mir vermutlich zu drüber gewesen wäre, wenn nicht Olivia Coleman und Benedict Cumberbatch schauspielerisch einfach alles rausreißen und ihn dadurch gut machen.
Yelena ist eigentlich tief in einer Depression und ringt mit der Einsamkeit. Um sich damit nicht auseinander zu setzen, nimmt sie immer mehr Aufträge der zwielichtigen CIA-Direktorin Valentina Allegra de Fontaine. Doch bei einem Auftrag trifft sie auf Ghost, Taskmaster, John Walker und Bob. Während die Ersteren jeweils auf einen der anderen angesetzt wurde, ist es vorallem die Anwesenheit von Bob, die alle irritiert. Sie finden heraus, dass sie alle auf irgendeine Art von Valentina belogen und in eine Falle gelockt wurden. Widerwillig müssen sie zusammen arbeiten. – Was sich wie Marvels Resterampe las, war endlich mal wieder ein guter MCU Film. Depressionen und Einsamkeit wurden thematisiert und haben sich gekonnt in die Action eingefügt.
Die letzten überlebenden Dinosaurier haben sich in ein Gebiet rund um den Äquator zurückgezogen, für die fortan ein Reiseverbot herrscht. Martin Krebs engagiert eine Gruppe von Söldner*innen und den Wissenschaftler Dr. Henry Loomis, um von den drei größten Spezies zu Wasser, Land und Luft Proben zu entnehmen. Damit will er ein Medikament gegen Krebs entwickeln lassen. Auf der Reise begegnene sie einer schiffsbrüchigen Familie und jeder Menge unvorhergesehener Gefahren. – Ein erfrischender Wind im totgeglaubten Dinouniversum.
50 junge Männer treten in einer dystopischen Version der USA zum Todesmarsch an. Die Regeln sind einfach. Sie müssen immer weiter laufen, dürfen dabei eine bestimmte Geschwindigkeit nicht unterschreiten und wer sich nicht daran hält, wird erschossen. Das geht so lange, bis nur noch ein Läufer übrig bleibt. Ray Garraty und Peter deVries freunden sich direkt an und lernen unterwegs ihre Kameraden näher kennen. – Eine Geschichte, die nur Stephen King spannend erzählen kann, richtig gut inszeniert und durchgehend spannend.
Sonja und Milan haben sich getrennt und versuchen für die Kinder ein Nestmodell, doch auch das bringt Probleme mit sich. Ihre beste Freundin Vicky organisiert ein Schulprojekt, das nicht bei allen auf Begeisterung stößt. Milans Schwester Julie hat ihre Modelkarriere an den Nagel gehängt und versucht einen Neuanfang beim Fernsehen, bekommt es da aber mit Übergriffigkeiten zu tun. Nadine arbeitet ebenfalls beim Fernsehen und gehört dort zur Elite. Doch als sie erfährt, dass ihr Mann mit einer Prostituierten geschlafen hat, bricht für sie eine Welt zusammen. – Starke Fortsetzung, die noch einmal weitergehende feministische Themen anspricht außer den weiblichen Körper.
In einer von Menschen verlassenen Welt hat eine kleine Katze sich ein sicheres Plätzchen zum Überleben gesucht. Doch eine Flut sucht die Welt heim und egal, wie hoch sie klettert, die Wassermassen holen sie direkt ein. In letzter Sekunde kann sie auf ein kleines Boot fliehen, was bisher nur von einem Capybara bewohnt ist. Zusammen versuchen sie zu überleben und treffen unterwegs noch andere Weggefährten. – Dieser experimentelle Animationsfilm erzählt ohne Worte eine wunderbare Geschichte, voller Lektionen und Gefahren. Hier bleibt kein Auge trocken. Absolut verdienter Oscargewinn.
Eve Macarro ist eine Ballerina der Ruska Roma, das heißt, dass sie nicht nur im Ballett, sondern auch als Auftragskillerin ausgebildet wurde. Als sie ihre Ausbildung beendet hat, wird eben jene Organisation auf sie aufmerksam, die einst ihren Vater ermordet haben. Entgegen der Direktorin nimmt sie die Verfolgung auf und bringt sich in eine aussichtslose Situation. – Wenn ich von starken weiblichen Figuren im Actionbereich rede, dann meine ich übrigens genau das, was Ballerina abgeliefert hat. Zwar einfacher Grundplot, aber die sehr gelungene Action reißt hier vieles heraus.
Die böse Hexen des Westens ist tot. Die Leute feiern ihr Ableben. Da taucht die gute Hexe Glinda auf und erzählt von ihrer Freundschaft zu Elphaba, die später zur böse Hexe wurde. Wie sie als Baby bereits grün geboren wurde und dadurch stets Ausgrenzung erfuhr und ihr Zusammentreffen an der Akademie Glizz. – Wow! Einfach wow! So ein toller Film, der mich restlos begeistern konnte. Kann den zweiten Teil kaum abwarten.
Was waren eure Highlights? Welche Position hättet ihr anders bewertet?
Da ist er, der letzte Rückblick vor den großen Jahresrückblicken. Denn das Jahr neigt sich wieder dem Ende zu und wir sind bereits in der Adventszeit angekommen. Meine Kino- und Filmziele habe ich gar nicht erst versucht noch einzuholen, dafür habe ich mich lesetechnisch wieder übertroffen. Aber zunächst hier noch der Rückblick auf den vergangenen Monat.
Filme – auf großer Leinwand gesehen
Das Leben der Wünsche: Felix Niemann ist unglücklich in seinem Leben. Seine Ehe steht auf der Kippe, da seine Frau sich lieber ihrer Forschung und ihrem Forschungspartner zu wenden. Seine Kinder entfremden sich immer weiter von ihm und auch auf der Arbeit wird er nicht gesehen und ist austauschbar. Doch eines Abends findet er einen seltsamen Laden, der ihm drei Wünsche erfüllen will. – Vorhersehbar, pseudo-poetisch, kratzt aber nur an der Oberfläche. Spart euch die Zeit.
Filme – auf großem Fernseher gesehen
12 monkeys: 2035 leben die verbliebenen Menschen unter der Erde, nachdem 1996/97 ein Virus fast alles menschliches Leben auslöschte. Der Gefangene James Cole wird ausgewählt mittels Zeitreisen diesen Ausbruch zu verhindern. Allerdings landet er dabei im Jahr 1990 und direkt in einer psychiatrischen Anstalt. – DIe Grundidee ist richtig spannend, ich war aber von der Umsetzung etwas verwirrt und konnte nicht richtig folgen.
Looper: 2044 ist das Zeitreisen noch nicht erfunden. Doch in der Zukunft wird es das geben, weswegen ein Syndikat sogenannte Looper rekrutiert hat, um ihre Gefangenen ins Jahr 2044 zurückzuschicken und dort erschießen zu lassen. Joe Simmons ist einer der Besten und spart fleißig auf seine Freiheit. Bis er jedoch sein älteres Ich vorgesetzt bekommt. Er zögert nur eine Sekunde und muss diesen Fehler schnell wieder ausbügeln. – Spannender Ansatz, der auch gut umgesetzt wurde.
Filme – leider in diesem Monat verpasst
Wicked – For Good: Der langersehnte zweite Teil der Musicalverfilmung ist draußen, aber ich habe es einfach zeitlich nicht geschafft. Der wird aber schnell nachgeholt.
Zoomania 2: Da Disney gefühlt nur noch Fortsetzungen kann, bin ich mal gespannt, was Zoomania nach einigen Jahren Pausen so kann.
Ganz knapp nicht auf die Liste geschafft hat es: Die Unfassbaren 3
Serien – ein etwas ausführlicherer Überblick
Solo Leveling – Staffel 2 (Sung Jin-Woo ist einfach weiterhin überpowert und beweist das immer wieder, weswegen auch der Charme der ersten Staffel fehlt. So ist der Anime noch nett zum schauen, aber bringt wenig neues ein.)
Wednesday – Staffel 2 (Auch hier funktioniert die zweite Staffel nicht mehr so gut, wie die Erste, kann sich aber mit einigen neuen Ideen dennoch gut halten. Neue Charaktere bringen ein großes neues Rätsel auf. Nur die Überpräsenz der restlichen Familie Adams scheint nicht so richtig zur Handlung zu passen)
Ghosts – Staffel 3 (Funktioniert weiterhin sehr gut, sehr witzige Folgen und die Charaktere entwickeln sich gut weiter)
Yakuza goes Hausmann – Staffel 2 (Ganz nett für zwischendurch, aber hier scheint final alles erzählt worden zu sein)
Crushing Souls: Fiona ist mit Formel 1 aufgewachsen, da ihr Vater einen bekannten Rennstall führt. Zu gern würde sie ebenfalls in der Branche Fuß fassen, doch nur der größte Konkurrent ihres Vaters gibt ihr eine Chance. Duncan ist der golden Boy von Fionas Vater und kann sie auf den Tod nicht ausstehen. – Gute Formel 1 Romance, die ein bisschen am gekünstelten Drama am Ende scheitert. Dennoch wieder eine Empfehlung.
Hachi & Maruru 1: Maruru wurde aus dem Tierheim von einer liebevollen Familie adoptiert. Doch in einem unachtsamen Moment verfolgt er ein Tier durch den Garten und findet nicht mehr nach Hause. Da trifft er den Streuner Hachi, der zunächst nur sein Revier verteidigen will. Doch die beiden freunden sich an uns versuchen irgendwie zu überleben. – Es war ein guter Manga, aber durch die Thematik auch sehr hart und traurig, weswegen ich nicht weiterlesen werde.
Tee? Kaffee? Mord! 24 – Louise in Gefahr: Aufregung in Earls Raven. Louise, die beliebte Köchin des Black Feather ist entführt worden. Und die Entführer wollen nichts geringeres als dass Nathalie und ihre Freund*innen einen ehemaligen Drogenboss befreien, den Louise in ihrer Karriere beim Geheimdienst hinter Gittern gebracht hat. Eine ausweglose Situation. – Hier scheinen final die Ideen ausgegangen zu sein, weswegen mit immer abstruseren Ideen um sich geworfen wird. Ich glaube, ich brauche erstmal eine Pause von der Reihe.
Where the library hides: Inez ist am Boden zerstört. Um den Mörder ihrer Cousine zu finden, muss sie um jeden Preis in Ägypten bleiben, wofür sie Whitford heiratet. Doch dieser war nicht ehrlich zu ihr, was seine Beweggründe anging. Die Spuren ihrer Mutter verfolgend muss sie schließlich das Geheimnis der Bibliothek von Alexandria lüften. – Schwacher Einstieg nach einem grandiosen ersten Teil. Konnte sich erst gegen Ende wieder halbwegs fangen, auch wenn hier einige Charakterentwicklungen sehr gewollt wirken. Schade!
Meisterdetektiv Ron Kamonohashi 16: Während Ron sich versteckt halten muss, damit die World Detective Union ihn nicht findet, nimmt sich Toto den neuesten Ermittlungen an. Die Spuren weisen sehr schnell auf den M-Clan hin. Zum Glück bekommt Toto unerwartet Hilfe auf England. – Wir sind mittem im zweiten großen Arc und das funktioniert stellenweise mehr, und dann wieder weniger. Ich bin gespannt, in welche Richtung es sich entwickelt.
The Enchanted Greenhouse: Jahrelang war Terlu eine Statue, bestraft für einen vermeintlich harmlosen Zauber. Als sie endlich erlöst wird, findet sie sich auf einer verlassenen Insel voller faszinierender Gewächshäuser wieder. Nur der grummelige Gärtner Yarrow ist noch da. Doch um die Gewächshäuser steht es schlecht und Terlu steht vor der Frage: Soll sie wieder zaubern und auf die Gefahr einer erneuten Verurteilung hin, oder die Schönheit der Insel aufs Spiel setzen? – Mit Terlu und Yarrow bin ich am Anfang nicht so ganz warm geworden, aber mit fortschreiten der Handlung wird es immer besser und am Ende geht es einfach nur wieder ans Herz.
Rote Grütze mit Schuss: Thies Detlefsen ist Polizeiobermeister in Fredenbüll, einem beschaulichen Ort mit drei Deichen und dreimal so vielen Schafen, wie Einwohner. Und das Verhältnis scheint zu steigen, denn erst verschwindet die Frau des örtlichen Versicherungsmaklers und dann wird der Biobauer im eigenen Mähdrescher gefunden. Zum Glück bekommt er Unterstützung von der Mordkomission aus Kiel in Form von Nicole Stappenbek. – Ich habe mehrfach herzlich gelacht, vor allem durch die Betonungen von Bjarne Mädel im Hörbuch. Ein paar Formulierungen und Charakterzeichnungen waren etwas problematisch, aber im großen und ganzen hatte ich viel Spaß.
Piper House: Betty und Ewan waren das Traumpaar, obwohl sie aus verschiedenen Welten kamen. Doch eine Intrige lässt sie voneinander wegdriften und alles, was sie hatten steht auf der Kippe. Zurückgezogen in ihrem Ferienhaus Piper House im malerischen Nantucket kommen sie sich wieder näher. Können sie zurückbekommen, was sie einst hatten? – Geliebt von der ersten Seite, obwohl es eigentlich ziemlich oberflächlich bleibt und nach einer langen Einführungsphase auch sehr hetzt. Aber der tolle Schreibstil und die Charaktere haben es trotzdem zu einem tollen Leseerlebnis gemacht.
Phantom Tales of the Night 4: Ein beliebtes Idol kommt in die Bar des Patron. Doch irgendwas scheint nicht mit ihr zu stimmen. Schmetterling will das untersuchen und verschwindet spurlos. Nun ist es an Spinne die Ursache zu finden. – So viele neue Informationen über den Patron und diesmal vor allem Schmetterling lassen es wieder super interessant werden.
Pech & Schwäfel 1 – Die Tote in der Wand: Kommisarin Maike Pech lässt sich von Berlin nach Niederteerbach versetzen. wo ihre beste Freundin Zoe Schwäfel Pathologin ist. Vor vielen Jahren ist ihre gemeinsame beste Freundin Billy verschwunden und Maike hat einen neuen Hinweis auf ihren Verbleib. Doch nach der Ankunft muss sie sich erst einmal mit dem Leichenfund in der Wand der Arrestzelle befassen. – Ein ganz netter Einstieg, war aber noch nicht ganz überzeugt, vor allem da sehr viele Namen auf einen einprasseln.
Pech & Schwäfel 2 – Der tote Berliner: In Niederteerbach ist Karnevalssaison. Während Maike Pech alles versucht, um dem Irrsinn zu entkommen, taucht eine Leiche in der örtlichen Pension auf. Da es sich um einen Berliner handelt, wird Verstärkung aus der Hauptstadt geschickt. Zwischen Martin und Maike fliegen schnell die Funken. – Der Band, der mir am wenigsten in Erinnerung geblieben ist. Ich glaube er war okay.
Pech & Schwäfel 3 – Der Tote im Sand: Eigentlich sollte nur Sand auf eine Baustelle geliefert werden. Doch da war eine Leiche eines Kölner Architekten enthalten. Maike Pech, die nach den Weihnachtstagen mit Nichte Sarah nur noch ihre Ruhe haben will, muss also einen Mord aufklären und gleichzeitig die Silvesterfeier vorbereiten. – Ab hier wurde die Reihe verständlicher, da ich mich an die wiederkehrenden Charaktere besser erinnern konnte. Auch war der Fall selbst spannender.
Pech & Schwäfel 4 – Tot im Wald: Dackel Waldi ist super glücklich. Endlich hat er einen tollen großen Knochen gefunden. Leider gehört der zu abgehackten Leichenteilen. Maike und Zoe müssen die Informationen direkt vor Ort holen. Die Wache ist auch noch unterbesetzt, aber Staatsanwalt Sandro Grasso springt ein. Und das liegt gar nicht daran, dass er ein Auge auf Maike geworfen hat. – Schon nach der Eröffnungsszene mit Dackel Waldi war ich voll in der Geschichte drin. Ich bin übrigens #TeamSandro.
Pech & Schwäfel 5 – Tot im Pool: Dreharbeiten in Niederteerbach. Leider schwimmt einer der Darsteller am nächsten Morgen tot im Pool des Fitnesstudios. Die Ermittlungen werden dann auch noch dadurch erschwert, dass die Dreharbeiten für einen Porno waren. Aber Maike Pech kennt da nichts. – Spätestens ab hier bin ich großer Fan der Reihe. Es ist wunderbar zum schmunzeln, ich liebe die Nebencharaktere und die immer wieder auftauchenden Details.
Pech & Schwäfel 6 – Tot im Eis: Della DeLorain, eine Influencerin, stirbt bei einem Livestream. Leider im neuen Spa-Tempel in Niederteerbach, weswegen Maike Pech zum Tatort eilt. Und direkt zur Lachnummer des Livestreams wird. Durch die ganze Aufmerksamkeit wird sie angehalten, noch zügiger den Fall aufzuklären. – Es war so gut, die Reihe weiterzuverfolgen, denn hier folgt spannender Fall auf spannender Fall.
Pech & Schwäfel 7 – Tot im Gewächshaus: Sandra Kuschel ist sich sicher, dass in ihrem Gewächshaus für den Blumenladen schlechte Schwingungen herrschen. Sie hatte zwar eher die Ralunkeln im Sinn als die Leiche, die vom Himmel gefallen zu sein scheint, aber so gibt es einen neuen Fall für Maike Pech. Zeitgleich gibt es neue Erkenntnisse vom Fall ihrer ermordeten Freundin Billie, weswegen sie überhaupt erst nach Niederteerbach gezogen ist. – Die Geschichte fängt super witzig an und ich war voll drin. Und wir bekommen endlich eine Aufklärung in dem Billie-Fall, der sich bisher immer mit durchgezogen hat.
Pech & Schwäfel 8 – Tot im Meditationsstudio: Nach dem ganzen Stress und den vielen Morden in Niederteerbach will Nichte Sarah ihrer Tante Maike mal etwas Gutes tun. Im neuen Spa-Tempel gibt es jetzt Meditationskurse. Leider stirbt der Meditationslehrer schon in der ersten Stunde. Und dessen Zwillingsbruder fast gleichzeitig. Während Maike anfängt zu ermitteln, bekommt sie unerwartet Konkurrenz in Form einer neuen Komissarin aus Oberteerbach. – Auch nach der Lösung im Billie-Fall geht es noch weiter und wieder mit einer sehr witzigen Ausgangssituation. Nur die Rivalität stört hier etwas.